
Von RAINER K. KÄMPF | In Berlin lief am Mittwoch das Freilichtschauspiel Staatsbesuch. Kurzfristig auf dem Spielplan und die deutsche Hauptstadt im hochsommerlichen Chaos, während die Polizei auf dem Zahnfleisch kraucht. Unnötig, peinlich und zum Fremdschämen.
Bezeichnend, daß dieses Trauerspiel wiedermal auf deutschem Mist gewachsen ist. Verständlich aus der Überlegung heraus, daß Merz jede, auch unmögliche, Gelegenheit nutzen muß, um sich und seine Truppe zu produzieren. Die mäßig einstudierte Rolle des außenpolitischen Machers hat bestenfalls die Qualität eines ostfriesischen Laientheaters.
Während also in Alaska der Countdown läuft, der aktuellen Geopolitik neue Koordinaten zu verpassen, motzen die nicht spieltauglichen Europäer vom Rand aus und holen sich dazu den ins Team, der in absehbarer Zeit endgültig von der Spielerliste gestrichen werden wird.
Was muß passiert sein, wenn man die ohnehin schon fragile Reputation dermaßen mit dem Vorschlaghammer malträtiert?
Die deutsche Regierungspolitik im Sommer 2025: innenpolitisch ein verzwergter Rohrkrepierer und draußen der Pausenclown. Nur der Anstand verbietet es der Welt, offen zu lachen.
Die Chancen stehen zunehmend gut, daß bald die Rede von einem Kurzzeit-Kanzler sein wird. Ein, in dem Fall, würdiger Platz in der Geschichte. Als neutraler Zuschauer ist die Nummer sicher unterhaltsam, aber wenn man selbst Insasse der Einrichtung ist, schwant einem im Hinterkopf, die Patienten hätten die Klinik übernommen.
Warum allerdings die clownesken unterirdischen Aufführungen permanent fortgeführt werden, kann nur mit latentem Minderheitenschutz begründet werden.
PI-NEWS-Autor Rainer K. Kämpf hat Kriminalistik, Rechtswissenschaft und BWL studiert. Er war tätig in einer Anwaltskanzlei, Geschäftsführer einer GmbH, freier Gutachter und Sachverständiger. Politisch aktiv ist Kämpf seit 1986. Als Kommissar in spezieller Stellung im Berliner Polizeipräsidium hatte er Kontakte zum damaligen „Neuen Forum“ in den Anfängen. Er verzichtete darauf, seinem Diensteid zu folgen und folgte lieber seinem Gewissen. Bis 2019 war er Referent einer AfD-Landtagsabgeordneten in Brandenburg. Aus gesundheitlichen Gründen beendete er diese Tätigkeit und befindet sich seither im unruhigen Ruhestand.
The post Wer Deutschland liebt, muss weinen appeared first on PI-NEWS.

