Der EIKE-Kältereport von Chris Frei zeigt eindeutig: Vor allem auf der Südhalbkugel, wo gerade Winter ist, sind viele Regionen von heftigen Kälteeinbrüchen betroffen. Die Redaktion von t-online hat also offensichtlich Recht, wenn sie schreibt:
Gemeint hatte Frau Ivits eigentlich die Hitzewelle im hochsommerlichen Südeuropa, die im verregneten Mitteleuropa nicht wahrgenommen werde – der Regen verzerre die weltweite Situation daher.
Aber wie ist die weltweite Situation? Auf der Nordhalbkugel ist im Juli und August Hochsommer, weswegen es an vielen Orten heiß und zeitweise trocken ist. So weit, so normal – diese Tatsache taugt eigentlich nicht zur Konstruktion des „Höllensommers des Jahrhunderts oder Jahrtausends“ (Kriminalbiologe Mark Benecke, schon 2024). Daher müssen in der Mittagssonne schmelzende Asphaltdecken italienischer Straßen in den Tweets von Luisa Neubauer und Cousine Carla Reemtsma als Beweis herhalten.
Nach dem wissenschaftlichen Prinzip der Sparsamkeit, Lex parsimonae oder Ockhams Rasiermesser, ist allerdings stets die einfachste und naheliegendste Erklärung ohne viele Unbekannte vorzuziehen. Und da brachten EIKE-Kommentatoren bei Facebook die bekannte Geschäftspraxis der Cosa nostra oder der ’Ndrangheta ins Spiel, nach der durch Nutzung minderwertiger Materialien viel Steuergeld in die eigenen Taschen gesteckt werde. Was mag für flüssig werdendes Bitumen verantwortlich sein – die industrielle Erderwärmung oder die Mafia?
Alle Wissenschaft ist Statistik – und nach dem Gesetz der möglichst großen Zahl sollte man zur Beurteilung der weltweiten Situation möglichst viele Meßpunkte betrachten. Ergebnis: Viel zu viele und viel zu heftige Kältephänomene, um die These der Erderwärmung mit Hitze/Dürre aufrecht zu erhalten. Neben EIKE sammeln mehrere Beobachter Daten und Nachrichten zur aktuellen Kälte. Volker Fuchs sandte uns seine Zusammenstellung, die unsere Kältereports ergänzt. Hier ist Teil 1.
Rekordkälte im Juli in Rußland – mit Kälterekorden mehr als 20 Grad unter Durchschnitt
Große Teile Rußlands sind von ungewöhnlicher Kälte erfaßt. Die Kälterekorde fallen. Die Ernten geraten unter Druck.
* Kürzlich sanken die Temperaturen in Sebyan-Kyuyol in Jakutien auf -3,2 °C (26 °F) – die niedrigste jemals an diesem Ort gemessene Julitemperatur.
* Jakutien ist für extreme Temperaturen bekannt, doch der Juli bringt in der Regel mildes Wetter mit durchschnittlichen Tiefsttemperaturen weit über dem Gefrierpunkt.Und es ist kein Einzelfall.
* Im Westen ist eine starke polare Luftmasse über Zentral- und Nordrusslandabgesunken und hält die Temperaturen deutlich unter den saisonalen Durchschnittswerten.
* Seit letztem Freitag treibt ein stärker werdendes skandinavisches Hoch noch mehr Kälte nach Süden.
* In weiten Teilen Rußlands herrschen extreme Kälteperioden, die mancherorts um mehr als 20 Grad unter dem Durchschnitt von 1981 bis 2010 liegen. In Gegenden wie Karelien und der Region Archangelsk wurden im Hochsommer Nachtfröste registriert .
(GFS 2m Temperaturanomalien für den 21. Juli [ tropicaltidbits.com ] Diese kalte Luftmasse wird den Prognosen zufolge für den Rest der Woche bestehen bleiben und sich allmählich nach Osten ausdehnen.)
Rußland mit Eiseskälte im Hochsommer – Izma / Ust-Schtschuger mit absoluten Tiefstwerten
Eine mächtige Masse polarer Luft bleibt über Rußland eingeschlossen, bricht im Ural die Sommerkälterekorde und sorgt für einen der extremsten Kälteeinbrüche im Juli, die jemals verzeichnet wurden.
* In Izhma im Ural fiel das Thermometer auf -3 Grad Celsius – ein Wert, der, sobald er bestätigt ist, wahrscheinlich die niedrigste jemals dort gemessene Sommerhöchsttemperatur darstellt .
* Weiter nördlich in Workuta fielen die Temperaturen auf -0,7 °C – nur 0,3 °C unter dem historischen Tiefstwert im Juli.
* Workuta hat normalerweise lange, harte Winter, doch die Sommer in der Region, so kurz und kühl sie auch sein mögen, erreichen selten den Gefrierpunkt.
* Andernorts wurden in Ust-Schtschuger -2,4 °C gemessen, was dem absoluten Tiefstwert für Juli entspricht.
Dabei handelt es sich um einen starken Lufteinbruch in der Arktis– eine Kälteanomalie, deren Erwähnung in den Medien in ihren „Back“-Klimaberichten verschwiegen wird.
Vegetation, Nutzpflanzen und Tierwelt in diesen Breitengraden sind auf kurze Zeitfenster sommerlicher Wärme angewiesen.
Diese Kältewelle wird nachhaltige Schäden verursachen.
USA – Temperaturen im Halbjahr 2025 deutlich unter Durchschnitt
Trotz unerbittlicher Schlagzeilen, die vor beispielloser Hitze warnen, sagen die Daten weiterhin etwas anderes.
* Laut den historischen Klimaaufzeichnungen der NOAA (siehe Diagramm unten) liegt der Prozentsatz der Temperaturwerte in den USA über 32,2 °C in diesem Jahr bisher auf Platz 24 der niedrigsten Werte in der 130-jährigen Aufzeichnungsperiode, die bis ins Jahr 1895 zurückreicht.
* Nur 8,2 % der Messwerte vom 1. Januar bis 19. Juli lagen über 32,2°C (=90° Fahrenheit) – deutlich unter dem langfristigen Durchschnitt von 9,5 %.
* Der Prozentsatz liegt in diesem Jahr zudemfast 50 % unter dem Höchstwert von 1936, als zu diesem Zeitpunkt 15,5 % der Tage Temperaturen über 32 °C aufwiesen.
* Trotz jahrzehntelanger Hitzepropaganda und 90 Jahren zusätzlichem CO2-Gehalt in der Atmosphäre dominieren die 1930er Jahre immer noch die historischen Hitzerekorde.

Die rote Linie im Diagramm zeigt einen gleitenden 10-Jahres-Durchschnitt, der seit dem Höchststand in den 1930er Jahren weitgehend rückläufig ist.
* Kurzfristige Spitzen und Schwankungen bleiben bestehen, aber der Trend steht im direkten Widerspruch zu den Behauptungen der Klimaalarmisten von immer stärker werdender Hitze.
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Klima-Apologeten kommentieren bei uns auf der Facebookseite mit dem 1.Hauptsatz der Thermodynamik,
nach dem es irgendwo kälter werden müsse, wenn es woanders heißer sei.
Doppelt falsch – im Sommer heizt die Erdsonne tagsüber die jeweilige Hemisphäre wegen des stumpferen Einfallwinkels der Strahlung („Neigung“ = griechisch: „Klima“) deutlich mehr auf – die Hitze immigriert nicht von der anderen Erdseite. Erst recht nicht, wenn es eine industriebedingt weltweite Erwärmung der bodennahen Luftschichten gäbe – dann müßte es überall wärmer werden, Winter hin oder her. Weil: Bei Erwärmung nimmt die Energiemenge im System Erde zu – und im Rest des Universums etwas ab. Der 1. Hauptsatz gilt nicht speziell für den Blauen Planeten, sondern für das gesamte Weltall.
Der Beitrag Der Hitzesommer tarnt sich gut: Kälteeinbrüche weltweit (1) erschien zuerst auf EIKE – Europäisches Institut für Klima & Energie.

