Während viele auf Donald Trumps Friedensbemühungen blicken, warnt die investigative Journalistin Whitney Webb eindringlich vor einem Überwachungsregime, das weit über klassische Geheimdienste hinausgeht. Im Zentrum dieser Entwicklung steht Palantir, das Datenunternehmen von Peter Thiel – ein mächtiger Player, der zunehmend Regierungsinstitutionen durchdringt und laut Webb eine gefährliche Form digitaler Kontrolle vorbereitet.
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Trump & Palantir: Masterdatenbank für die Massen
Webb legt offen, dass bereits in Trumps erster Amtszeit mit Palantir Datenbanken über Menschen aufgebaut wurden – zunächst für ICE (Immigrationsbehörde), mittlerweile jedoch mit dem erklärten Ziel einer flächendeckenden Ausweitung auf alle Bürger. Palantir verwalte laut Webb inzwischen auch umfassend Gesundheitsdaten über Verträge mit dem Gesundheitsministerium (HHS).
Doch damit nicht genug: Auch Finanzdaten (über IRS und das Finanzministerium) sowie Wohn- und Kreditinformationen (über Fannie Mae) würden nun zentral aggregiert. „Die Regierung hat Palantir im Grunde die Schlüssel zum Königreich übergeben,“ warnt Webb.
KI-gestützter Präventionsstaat: Von Facebook zum Hausarrest
Inmitten einer Welle von Massenschießereien im Jahr 2019 forderte Trump öffentlich, Soziale Medien sollten potenzielle Täter identifizieren, bevor sie Verbrechen begehen. Daraus entstand die Idee zu HARPA, einer Art „Gesundheits-DARPA“, mit dem Startprogramm SAFE HOMES.
Das Konzept: Soziale Medienbeiträge nach neuropsychiatrischen Warnzeichen analysieren – und Personen aufgrund ihrer Posts zu gerichtlich angeordneten Untersuchungen oder sogar zu Hausarrest verdonnern. Ohne begangenes Verbrechen. Webb nennt das beim Namen: „Das ist Minority Report.“
DEEP & Pre-Crime – der legale Rahmen existiert
Webb erinnert an das weitgehend unbeachtete Justizprogramm DEEP, das unter William Barr bereits in Trumps erster Amtszeit die rechtliche Grundlage für präventive Verhaftungen legte. Erste Fälle gab es, etwa aufgrund von Facebook-Posts. Der Präzedenzfall ist geschaffen – das Gesetz existiert.
Prädiktive Polizeisysteme: Palantir, PredPol und 0,5 % Trefferquote
Besonders brisant: Palantir testete in einkommensschwachen Vierteln wie in New Orleans sogenannte „Pre-Crime“-Programme, prädiktive Polizeisysteme, die voraussagen sollen, wo Verbrechen geschehen könnten. Auch in Los Angeles setzt man auf solche Systeme – trotz einer erschreckenden Trefferquote von gerade einmal 0,5 %. Dennoch werden die Verträge nicht gekündigt.
Das digitale Panoptikum: Selbstzensur durch permanente Beobachtung
Für Webb liegt das Ziel auf der Hand: Ein modernes Panoptikum, inspiriert vom Gefängnisdesign der Briten im 19. Jahrhundert. Das Prinzip: Menschen verinnerlichen die Überwachung und zensieren sich selbst.
„Wenn Menschen wissen, dass sie ständig überwacht werden, beginnen sie, sich selbst zu überwachen. Sie werden sich selbst zensieren.“
Die Schlussfolgerung ist deutlich: Es geht nicht um Sicherheit oder Effizienz – sondern um totale Kontrolle durch digitale Vorhersage, automatisierte Sanktion und präventive Einschüchterung.
Fazit:
Whitney Webbs Warnung ist klar: Ein zweites Trump-Mandat – mit einem noch tiefer vernetzten Palantir – könnte die endgültige Etablierung eines KI-gestützten Überwachungsstaats bedeuten. Kein dystopischer Science-Fiction-Film, sondern reale Regierungsagenda.
Komplettes Interview in Englisch

