Von WOLFGANG HÜBNER | Acht Jahre ist Frankreichs Präsident Emmanuel Macron nun in Paris an der Macht. Mit dem am Montag Abend vom Parlament gestürzten Ministerpräsidenten Francois Bayrou (PI-NEWS berichtete) verliert er bereits den sechsten von ihm ernannten Politiker an der Spitze der Regierung. Und nichts deutet darauf hin, dass es Macrons nächster Personalauswahl besser ergehen wird. Denn darin hat Bayrou bei seiner Abschiedsrede recht gehabt: Politiker kommen und gehen, doch die vielen ungelösten Probleme unseres Nachbarlandes bleiben.
Das größte Problem Frankreichs ist offensichtlich die hohe Verschuldung des Staates mit einer sozial wie ethnisch-religiös gespaltenen Gesellschaft. Macron und seine Regierungen haben weder gegen die Verschuldung noch gegen die Spaltungen der Bevölkerung ein überzeugendes Rezept gefunden. Das war auch Macrons Vorgängern nicht gelungen, doch haben die vergangenen Jahre alle Probleme noch verschärft. Deshalb ist es reine Großmannssucht des faktisch gescheiterten französischen Präsidenten, in Sachen Ukraine den europäischen Kriegsherrn spielen zu wollen.
Allerdings wäre ein Krieg gegen Russland nicht nur für Macron die letzte Möglichkeit, vom innenpolitischen Desaster abzulenken. Deshalb hat er in den hilflosen Bankrotteuren in London und auch in den neuen Berliner Schuldenkönigen „Freunde“, die Moskau gegenüber noch mehr ins Risiko gehen wollen, um ihre Völker abzulenken und zu disziplinieren. Ob jedoch die streikfreudigen, traditionell aufsässig gestimmten Franzosen sich in ein solch gefährliches Abenteuer locken lassen, wird sich in Kürze auch bei den angekündigten Widerstands- und Streikaktionen zeigen.
Die arbeitende Klasse im Nachbarland will sich bislang nicht der Drohung mit der Macht der Finanzmärkte und ihren Folterinstrumenten beugen. Was das für Folgen haben wird, sollte nirgendwo so genau beobachtet werden wie in Deutschland. Denn perspektivisch werden die aktuellen französischen Probleme auch diejenigen östlich der Rheingrenze sein. Noch ist die Substanz hierzulande größer, das Volk noch friedfertiger. Aber auch im Reich des Lügenkanzlers samt seiner Notkoalition geht es abwärts. Das französische Drama könnte nur das Vorspiel zur künftigen deutschen Tragödie sein.
Wolfgang Hübner.
PI-NEWS-Autor Wolfgang Hübner schreibt seit vielen Jahren für diesen Blog, vornehmlich zu den Themen Geopolitik, Linksfaschismus, Islamisierung Deutschlands und Meinungsfreiheit. Der langjährige Stadtverordnete und Fraktionsvorsitzende der „Bürger für Frankfurt“ (BFF) legte zum Ende des Oktobers 2016 sein Mandat im Frankfurter Römer nieder. Der leidenschaftliche Radfahrer ist über seine Facebook-Seite und seinen Telegram-Kanal erreichbar.
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