Horst D. Deckert

Balearenregierung setzt das Militär zur Corona-Kontaktverfolgung ein

Kritische Juristen warnen schon lange davor, dass sich Spanien immer mehr in einen Polizei- und Militärstaat verwandelt. Dafür sorgen unter anderem die diversen Gesetze, die von den Autonomieregierungen in den vergangenen zwei Monaten erlassen wurden, um nach Beendigung des verfassungswidrigen «Alarmzustands» am 9. Mai weiterhin totalitäre Corona-Massnahmen anwenden zu können (wir berichteten).

Tatsache ist, dass Polizei, Militär und sogar Legionäre schon am ersten Tag der «Pandemie» überall auf den Strassen des Landes präsent waren und ihre Macht demonstrierten. Auch fast anderthalb Jahre nach Beginn des Virus-Alarms ist das Militär fester Bestandteil bei der Umsetzung der Corona-Massnahmen. Wieder einmal steht dabei die Lieblingsinsel vieler Europäer, Mallorca, im Fokus des Geschehens.

Wie die Tageszeitung Diario de Mallorca kürzlich informierte, wird die Balearenegierung auf die gestiegenen «Inzidenzwerte» mit Massentests unter jungen Menschen und zusätzlicher Kontaktverfolgung reagieren. Um das Team der in Palma stationierten Kontaktverfolger massiv zu verstärken – bisher bestand dieses aus 32 Personen –, habe die Gesundheitsbehörde der Balearenregierung die Zentralregierung in Madrid darum gebeten, 90 Soldaten bereitzustellen.

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