Moderna meldet „positive Ergebnisse“ beim mRNA-Grippeimpfstoff – doch wie glaubwürdig ist das nach dem Covid-Debakel?
In einem kürzlich veröffentlichten Artikel berichtet TrialSite News über die angeblich erfolgreichen Ergebnisse der Phase-3-Studie zu Modernas mRNA-Grippeimpfstoff für ältere Erwachsene. Der Pharmakonzern spricht von „positiven Ergebnissen“, die sowohl Immunogenität als auch Wirksamkeit bestätigen sollen. Doch ein genauerer Blick offenbart ein bekanntes Muster: Eigenlob, intransparente Datenlage – und jede Menge offene Fragen.
Eigenstudie, Eigendarstellung, Eigeninteresse
Die Ergebnisse stammen aus einer firmenintern durchgeführten Studie mit dem wenig neutral klingenden Namen „P303“. Die Details bleiben vage: Weder veröffentlichte Rohdaten noch peer-reviewte Studien stehen derzeit zur Verfügung. Stattdessen stützt sich die Medienberichterstattung auf Pressemitteilungen des Herstellers – ein Vorgehen, das bereits während der Covid-Impfkampagne für heftige Kritik sorgte.
Die Formulierung „non-inferior“ fällt mehrfach – gemeint ist damit, dass Modernas mRNA-Grippeimpfstoff nicht schlechter sei als der klassische Standardimpfstoff. Eine tatsächliche Überlegenheit konnte jedoch nicht gezeigt werden. Trotzdem wird in der Unternehmenskommunikation ein positives Bild gezeichnet.
Wiederholung des Covid-Schemas?
Kritiker sehen hier Parallelen zum Covid-19-Impfstoff-Rollout: Auch damals wurden vorläufige Studiendaten medial gefeiert, noch bevor Langzeitstudien oder unabhängige Prüfungen vorlagen. Später stellten sich viele der angeblichen Durchbrüche als übertrieben, unvollständig oder irreführend heraus – begleitet von einer wachsenden Zahl an Nebenwirkungen, deren systematische Aufarbeitung weiterhin lückenhaft bleibt.
Moderna selbst stand im Zentrum dieser Kritik. Der Konzern, der vorher nie ein marktreifes Produkt entwickelt hatte, wurde innerhalb weniger Monate zu einem globalen Player – mit Milliardengewinnen, massiver staatlicher Förderung und einer engen Verflechtung mit Regierungsinstitutionen. Vertrauen entstand dadurch nicht, im Gegenteil.
Ältere Menschen im Visier?
Besonders kritisch ist die Tatsache, dass sich die neue Impfkampagne erneut gezielt an ältere Menschen richtet – eine Bevölkerungsgruppe, die bereits während der Covid-Impfung besonders exponiert war. Langfristige Daten zu mRNA-Impfstoffen in dieser Altersgruppe fehlen weitgehend, insbesondere bei wiederholter Anwendung (saisonal jedes Jahr). Auch die Gefahr sogenannter „Immunprägung“ – also einer Fehlprogrammierung des Immunsystems durch wiederholte mRNA-Immunisierung – wird bisher kaum öffentlich thematisiert.
Fazit: Vertrauen verspielt – neue Impfkampagne mit alten Methoden?
Moderna versucht, das nächste mRNA-Großprojekt zu etablieren – mit altbekannten Methoden. Der Verweis auf firmeninterne „positive Ergebnisse“, das Auslassen kritischer Details und das Vertrauen auf eine wohlwollende Medienlandschaft erinnern stark an die frühen Phasen der Covid-Impfkampagne. Wer damals skeptisch war, wird es heute umso mehr sein.
Vor dem Hintergrund der anhaltenden Diskussionen über Impfnebenwirkungen, politische Einflussnahme und Intransparenz stellt sich die Frage: Verdient Moderna nach dem Covid-Debakel wirklich einen Vertrauensvorschuss?
Ein nüchterner Blick wäre angebracht – bevor aus „nicht schlechter“ wieder „alternativlos“ wird.

