Von RAINER K. KÄMPF | Der AfD-Landesverband in Brandenburg soll also auch in Zukunft als „gesichert rechtsextrem“ eingestuft werden. Ja, so ist das. Jeder Autoliebhaber freut sich, wenn sein Wagen durch einen Stern geadelt wird.
Über 30 Prozent der Wähler im Bundesland sehen das ähnlich, und da ist noch viel Luft nach oben. Innenminister René Wilke vergleicht die AfD-Anhänger mit Fußballfans. Wie ihm scheint, also bedingungslos loyal.
Ein schöner bildhafter Vergleich und mit der Loyalität hat er voll ins Schwarze getroffen.
Es klingt fast schicksalsergeben, wenn er konstatiert, daß sämtliche Anstrengungen, die Partei zu dämonisieren, den Fanclub nicht mal marginal interessieren. Die sektenartigen Konglomerate sind resistent und verstärken damit den Eindruck des Ministers.
So ein Konglomerat hat den zweifellosen Vorzug, aus sich selbst heraus Kraft und Widerstandsgeist zu entwickeln. Insofern: Glückwunsch zur Erkenntnis.
Der Verfassungsschutz geht in seiner grandiosen Arbeit, also so, wie wir das kennen, ohne Umschweife in medias res. Klar und zielgenau werden die gefährlichen radikalen Umtriebe der Blauen Umstürzler ans Licht gebracht.
Die „Verschiebung des Sagbaren“ und „sprachliche Eskalationen“ wähnen den zärtlich Besaiteten als rechtsextreme Bedrohung. Eine Bedrohung, die sie offensichtlich fürchten wie der Teufel das Weihwasser.
Man könnte fast Mitleid verspüren. Überhöhung und scharfe Polemik als Stilmittel sollen jetzt politisch wie auch juristisch bekämpft werden. Damit wird jeder halbwegs Sprachbegabte zum terroristischen Schläfer. Die Zweifel am Erfolg der Bildungsreform erweisen sich als berechtigt.
Wenn im Lande Luthers, Goethes und der Manns das Wort mehr gefürchtet wird als die Hamas-Gliederungen von Neukölln, verortet man Deutschland am zivilisatorischen Abgrund.
„Gezielte Diffamierungen demokratischer Institutionen“ allerdings weisen wir zurück. „UnsereDemokraten“ können das besser, wie sie eben auch in Brandenburg unter Beweis stellen.
Wessen wir uns schuldig machen, ist die Tatsache, daß wir die vereinnahmte Demokratie durch unsere politischen Gegner wieder befreien werden, und wir den politischen Kampf weiterführen, überhöhter und polemischer denn je!
PI-NEWS-Autor Rainer K. Kämpf hat Kriminalistik, Rechtswissenschaft und BWL studiert. Er war tätig in einer Anwaltskanzlei, Geschäftsführer einer GmbH, freier Gutachter und Sachverständiger. Politisch aktiv ist Kämpf seit 1986. Als Kommissar in spezieller Stellung im Berliner Polizeipräsidium hatte er Kontakte zum damaligen „Neuen Forum“ in den Anfängen. Er verzichtete darauf, seinem Diensteid zu folgen und folgte lieber seinem Gewissen. Bis 2019 war er Referent einer AfD-Landtagsabgeordneten in Brandenburg. Aus gesundheitlichen Gründen beendete er diese Tätigkeit und befindet sich seither im unruhigen Ruhestand.
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