Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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Kategorie: Nachrichten

Kategorie: Nachrichten

Spezial – Pepe Escobar: Was ich im Jemen sehe!

In diesem eindrucksvollen Interview spricht Judge Andrew Napolitano mit dem renommierten Journalisten Pepe Escobar, der sich direkt aus dem kriegsgeplagten Jemen meldet. Escobar berichtet von seinen Eindrücken vor Ort, den verheerenden Folgen westlicher Luftangriffe, den Beweggründen der Huthi-Bewegung und dem außergewöhnlichen Moment, als er vor über einer Million Jemeniten öffentlich sprach. Das Gespräch bietet seltene Einblicke in eine Realität, die in westlichen Medien kaum Beachtung findet.

Judge Napolitano: Hallo zusammen, hier ist Judge Andrew Napolitano für Judging Freedom. Heute ist Freitag, der 28. März 2025. Es ist Mitternacht in Sanaa, Jemen, von wo aus unser lieber Freund, der Unerschrockene, der Furchtlose, Pepe Escobar zu uns kommt. Pepe, willkommen, mein lieber Freund. Danke, dass du so spät für uns wach bleibst. Danke, dass du für uns berichtest. Danke für alles, was du tust. Du bist jetzt seit einer Woche im Jemen – was siehst du?

Pepe Escobar: Oh Gott, ich kann dir darauf nicht in ein oder zwei Minuten antworten. Wir müssten zehn Judging Freedom-Folgen hintereinander machen, um das auch nur ansatzweise zu beantworten. Es ist eine erstaunliche Erfahrung. Ich bin ja ein… nun, ich bin ein alter Auslandskorrespondent – dieses Jahr ist mein 40. Jahr weltweit unterwegs.

Was den Umgang mit Jemeniten betrifft, das Verständnis, wie sie denken, wie sie leben – nicht nur hier in der Hauptstadt, die jeden Tag von Saudi-Arabien bombardiert wird –, sondern auch, weil ich diese Woche in der Provinz Saada im Nordwesten des Landes war, etwas mehr als 100 Kilometer von der saudischen Grenze entfernt. Das ist tiefstes, tiefstes Jemen. Und es war absolut außergewöhnlich. Wir haben natürlich die Folgen der Bombardierungen durch die sogenannte saudische Koalition gesehen. Es war kein Zufall, dass man uns mitten in dieser Woche dorthin brachte: Am 25. März, einem Mittwoch, jährte sich nämlich zum zehnten Mal der Beginn des Krieges der saudischen Koalition gegen Jemen. Wir waren also an einem äußerst bedeutenden Tag dort.

Ansarallah wurde in der Provinz Saada geboren, und der Anführer Abdul-Malik al-Huthi lebt dort. Er kommt selten nach Sanaa – derzeit ist das ohnehin unmöglich. Ein Diplomat sagte mir während unseres Besuchs: „Der wahre Sitz der Macht im Jemen ist nicht Sanaa – er ist hier.“ Und genau dort waren wir am Mittwoch bis gestern Morgen.

Judge Napolitano: Greifen die Huthis amerikanische Schiffe an? Haben sie seit dem Waffenstillstand amerikanische Schiffe angegriffen?

Pepe Escobar: Nein, nur israelische Schiffe. Und es ist wichtig, das immer wieder zu erklären: Sie begannen erst dann, Schiffe anzugreifen, als Israel den Waffenstillstand gebrochen hat und der Völkermord weitergeht. Allein heute – oder in den letzten 24 Stunden – wurden in Palästina über 300 Frauen und Kinder getötet. Das ist vollkommen absurd.

Wir haben mit Diplomaten gesprochen, mit Mitgliedern des Hohen Politischen Rates – neun gibt es, vier konnten wir treffen, was enorm ist. Diese Leute stehen der Führung von Ansarallah und der Regierung in Sanaa sehr nahe. Und man spürt es ganz klar: Die moralische Klarheit, die geistige Reinheit, die religiöse und spirituelle Dimension ihres Handelns ist untrennbar mit ihren militärischen Entscheidungen verbunden.

Und mein Gott, hier hört es ja nicht auf, Richter – sie klopfen ständig an meine Tür. Wenn man versteht, wie sie das größere Bild sehen – die Achse des Widerstands, ihre Rolle darin – dann erkennt man: Ihr Ziel ist Frieden und Brüderlichkeit. Sie betrachten die Palästinenser als ihre Brüder. Und sie haben selbst Erfahrung damit, einem Mini-Völkermord ausgesetzt zu sein – was hier seit zehn Jahren geschieht.

Judge Napolitano: Verstehen die Jemeniten, dass sie von den Vereinigten Staaten angegriffen werden?

Pepe Escobar: Voll und ganz, Richter. Heute hatte ich eines der außergewöhnlichsten Erlebnisse meiner beruflichen Laufbahn. Ich hatte – man kann es eine Art Segen nennen – die Gelegenheit, live auf dem Platz zu sprechen, bei einem Marsch mit über einer Million Jemeniten.

Meine Botschaft war ganz einfach. Ich sprach eine Minute lang: „Die ganze Welt steht hinter euch, weil sie versteht, was ihr tut.“ Wir werden diesen Clip gleich zeigen – ich habe ihn gesehen, er ist großartig, er ist historisch. Für unsere Zuschauer: Pepe spricht einen Satz, dann wird übersetzt, dann spricht er weiter, dann wieder die Übersetzung.

Pepe Escobar (im Clip): Ihr seid Helden. Das Imperium der Lügen und Feiglinge bombardiert euch – aber es hat den Krieg gegen euch bereits verloren. Und vor allem: Die ganze Welt steht hinter euch. Ihr habt bereits gewonnen. Überall auf der Welt. Free Palestine! Jemen für immer! Widerstand für immer!

Judge Napolitano: Das ist eine gewaltige, riesige Menge. Weit über eine Million Menschen. Wie kam es dazu, dass du sie ansprechen konntest?

Pepe Escobar: Wir sind eine kleine Gruppe von Ausländern, Richter – zehn, elf, höchstens zwölf. Wir haben die Blockade gegen Jemen durchbrochen. Sie sagten uns: „Ihr habt die Blockade durchbrochen.“ Wir sind die erste kleine Gruppe von Ausländern, die seit Jahren nach Jemen kommt.

Ein paar westliche Teilnehmer sind dabei, zum Beispiel das großartige irische Duo Mike und Clare Daly, beide früher im Europäischen Parlament. Und ein faszinierender Chinese, Professor Ma – wir sind gute Freunde geworden. Er ist ein muslimischer Chinese und leitet ein hervorragendes Zentrum für Nahost-Studien in Wuhan, China. Und ein großartiger malaysischer Gelehrter war auch da, der über die Militarisierung der Archäologie in Al-Quds, Jerusalem, sprach – die jemenitischen Wissenschaftler waren beeindruckt.

Wir wurden vom Außenministerium offiziell eingeladen, besuchten den Außenminister, ein ehemaliger Journalist, wunderbarer Mensch. Wir bekamen vollständigen Zugang zu allem – einschließlich der Reise nach Saada. Es war eine strategisch gewählte Woche. Eine extrem komplexe Sicherheitsoperation wurde organisiert, weil man Angst hatte, dass wir bombardiert werden könnten.

Natürlich dachten wir: Vielleicht bringen sie uns sogar zu Abdul-Malik al-Huthi – aber professionell weiß man: In einer solchen Situation ist das unmöglich. Er ist das Ziel Nummer 1 für Trump 2.0. Aber wir trafen Ziel Nummer 2: Yahya Sari, den Sprecher der Streitkräfte, der uns zu Wochenbeginn im Hotel besuchte. Nur Minuten später wurde Sanaa bombardiert.

Judge Napolitano: Wie reagieren die Menschen auf amerikanische Bombardierungen, bei denen Zivilisten getötet werden?

Pepe Escobar: Die Amerikaner behaupten, sie hätten einen Raketentunnel mit Bunker-Buster-Bomben getroffen. Die Jemeniten sagen: Das war nur an der Oberfläche – die militärischen Ziele sind tief unter der Erde. Und die Amerikaner haben keine Ahnung, wo sie sich befinden, weil sie ständig verlagert werden.

Was sie wirklich bombardieren, sind Wohnhäuser – wie das, das wir Anfang der Woche besucht haben. Und auf dem Foto, das ihr zeigt: Das war ein Krebszentrum im Bau – bombardiert diese Woche in Saada. Zwei Tage später waren wir vor Ort. Es wäre das einzige Krebszentrum für Nordwest- und Nordjemen gewesen. Jetzt müssen sie wieder von vorn anfangen.

Ist das ein militärisches Ziel? Natürlich nicht. Und doch wurde es von den Amerikanern bombardiert. Die Menschen müssen wissen, was ihre Regierung tut – dass sie Wohnviertel bombardiert und ein Krankenhaus zerstört hat.

Judge Napolitano: Haben die Huthis jemals einen Amerikaner verletzt?

Pepe Escobar: Niemals. Die Jemeniten als Ganzes könnten allen Grund haben, feindlich zu sein – aber sie drücken sich auf sehr metaphorische, tiefgründige Weise aus, nicht rachsüchtig. Bei Gesprächen über den Krieg, der vor zehn Jahren begann – die sogenannte saudisch geführte Koalition, mit Emiraten usw. – war es immer klar: Die USA führten aus dem Hintergrund.

Die Bomben waren amerikanisch. Wir fanden auf dem Gelände des zerstörten Krebszentrums eine nicht explodierte US-Bombe – inklusive Herstellerangaben und Vertragsnummer. Die Jemeniten werden das analysieren. Aber sie sind nicht rachsüchtig – schon gar nicht gegenüber Amerikanern. Zwei US-Bürger waren in unserer Gruppe – sie wurden wie Helden empfangen.

Judge Napolitano: Haben die Huthis jemals ein amerikanisches Flugzeug abgeschossen?

Pepe Escobar: Kein bemanntes. Aber viele MQ-9 Reaper-Drohnen. Ich habe aufgehört zu zählen – mindestens 15 oder 16. Sie haben die Technologie – sie haben gute Raketen, die sie selbst entwickelt haben.

Schon in den 60er- und 70er-Jahren unterstützte China Jemen. Die besten Ingenieursstudenten studierten in der UdSSR und in China. Sie haben hier eine sehr gut entwickelte wissenschaftliche Elite. Wenn also der US-Präsident sagt, die Jemeniten seien Barbaren – dann sollte er zurück auf die Schulbank.

Judge Napolitano: Der Geheimdienstdirektor Telsey Gabbard sagte unter Eid aus, die Huthis hätten ein amerikanisches Flugzeug abgeschossen. Stimmt das?

Pepe Escobar: Wir haben hier keine Bestätigung. Natürlich, bei militärischen Themen gibt es Grenzen – auch wenn sie uns vertrauen. Sie geben keine sensiblen Informationen an Ausländer weiter. Aber einer der Provinzgouverneure sagte mir heute: „Es kommen ein paar Überraschungen.“ Auch der jemenitische Militärkanal auf X hat das heute gepostet. Sie sind sehr selbstbewusst.

Judge Napolitano: Wohin geht deine Reise als Nächstes?

Pepe Escobar: Ich kehre zurück nach Hause, nach Thailand. Weißt du, es gab ein Erdbeben in meiner Heimat in Südostasien?

Judge Napolitano: Ja, ich habe gehört, du hast „Glück gehabt“, weil du nicht dort warst?

Pepe Escobar: Nein, das stimmt nicht. Das Epizentrum war in Myanmar, aber es war in Bangkok spürbar – sogar unser dreistöckiges Gebäude hat gewackelt.

Wir besuchten übrigens die Zakat-Behörde hier – sie koordiniert die sozialen Dienste. Die Armen werden gut versorgt. Es gibt eine nationale Datenbank, eine digitale Karte – damit kann man Nahrung, Kleidung usw. erhalten. Das funktioniert alles – selbst im Krieg, der seit fast zehn Jahren anhält.

Judge Napolitano: Danke, Pepe. Du bist ein großartiger Mensch, dein Mut ist außergewöhnlich. Gott schütze dich, mein Freund. Reise sicher.

Pepe Escobar: Danke, Judge. Du bist der Beste. Danke dir von Herzen.

Judge Napolitano: Was für eine Woche! Am Montag geht’s weiter: Alastair Crooke um 8 Uhr, Ray McGovern um 10:00 Uhr, Larry Johnson um 11:30 Uhr – und wahrscheinlich ein paar eurer Favoriten am Nachmittag. Schönes Wochenende euch allen! Judge Napolitano für Judging Freedom.

Vom Stellvertreterkrieg zur Systemkrise: Westen in der Selbstspaltung

Vom Stellvertreterkrieg zur Systemkrise: Westen in der Selbstspaltung

Von ELENA FRITZ | Ein Bericht der New York Times offenbart, was lange als russische Propaganda galt: Die Vereinigten Staaten haben den Krieg in der Ukraine nicht nur begleitet, sondern operativ mitgestaltet. Doch das Eingeständnis kommt nicht zufällig jetzt – es ist Teil eines geopolitischen Machtkampfs, der weit über Kiew hinausreicht.

Der große Bericht der New York Times über die Rolle der USA im Ukrainekrieg sorgt für Aufmerksamkeit. Nicht, weil er neue Fakten liefert – sondern weil er Narrative bestätigt, die bislang als russische Desinformation abgetan wurden. Washington habe, so der Artikel, nicht nur Waffen geliefert, sondern selbst militärisch geplant, Zielkoordinaten bereitgestellt und operative Verantwortung übernommen – vom Charkiw-Vorstoß 2022 bis zu den Angriffen auf die Krim-Brücke. Selbst westliche Artillerie sei auf amerikanische Zielinformationen angewiesen. Ukraine-Präsident Selenskyj wiederum mische sich regelmäßig in militärische Abläufe ein – mit verheerender Wirkung. Diese Aussagen sind brisant – nicht, weil sie neu wären, sondern weil ihre Veröffentlichung nun aus dem innersten Machtapparat der USA erfolgt.

Geopolitische Projektionen aus Washington

Der Artikel gewährt tiefe Einblicke in das strategische Denken amerikanischer Entscheidungsträger. Aus Sicht vieler im Pentagon war die Ukraine nicht primär ein souveräner Staat, sondern ein symbolisches Schlachtfeld – eine Bühne, auf der man frühere Niederlagen aus Vietnam, Irak und Syrien zu tilgen hoffte. Die russische Invasion bot den willkommenen Anlass, Stärke zu demonstrieren. Die historische und existentielle Bedeutung der Ukraine für Russland – sie blieb im Kalkül Washingtons unterbelichtet.

Der Krieg wurde als klassische Stellvertreterkonfrontation geführt – ein Relikt des Kalten Krieges. Dass Russland dies anders sah, wurde ignoriert.

Besonders aufschlussreich ist ein Detail im Artikel: Im Herbst 2022 soll General Surowikin damit gedroht haben, taktische Atomwaffen einzusetzen, sollte die Ukraine den Dnjepr überschreiten. Die Authentizität dieses Gesprächs bleibt unklar – doch innerhalb der damaligen Biden-Administration nahm man die Drohung offenbar sehr ernst. Man erkannte: Ein konventioneller Sieg über Russland könnte in ein nukleares Desaster münden.

Damit erlebte die Welt – nahezu unbemerkt – ihren gefährlichsten Moment seit der Kubakrise 1962. Der Westen wich zurück. Nicht aus Einsicht, sondern aus Angst.

Seitdem ist die US-Strategie erkennbar ins Wanken geraten. Die Sommeroffensive 2023 – in Washington lange vorbereitet – wurde zwar durchgeführt, doch intern bereits als zum Scheitern verurteilt eingestuft. Dennoch setzte man sie um – aus Trägheit, aus Angst, aus politischem Kalkül. Ein Krieg ohne Ziel, ohne Hoffnung auf Sieg – aber mit hohen Risiken.

Eine gezielte Veröffentlichung – und ein innerwestlicher Machtkampf

Der Zeitpunkt der Veröffentlichung ist kein Zufall. Die New York Times lancierte diesen Artikel genau in dem Moment, in dem die geopolitische Grundordnung des transatlantischen Raums ins Wanken gerät – nämlich unter der Präsidentschaft Donald Trumps, der sich offen für eine strategische Neujustierung gegenüber Russland zeigt. Die Offenlegung brisanter Details über die US-Kriegsbeteiligung in der Ukraine dient offenkundig dem Ziel, eine Annäherung an Moskau politisch zu sabotieren und außenpolitisch zu tabuisieren.

Dabei wird deutlich: Was wir erleben, ist kein einheitlich agierender „Westen“, sondern ein tief gespaltenes geopolitisches Gefüge. Auf der einen Seite steht die Trump-Administration, die nationale Interessen priorisiert, auf militärische Zurückhaltung setzt und die Option einer Lockerung der Russland-Sanktionen ins Spiel gebracht hat.

Auf der anderen Seite formiert sich ein transatlantischer Machtblock – getragen von der demokratischen Partei, einflussreichen Netzwerken in London und einer zunehmend ideologisch agierenden Brüsseler Technokratie. Dieses Lager verfolgt das Ziel, einen eigenständigen globalistischen Block zu etablieren: wirtschaftlich, militärisch und normativ vom Weißen Haus unabhängig – aber in bewusster Konfrontation zu Russland.

EU klammert sich verbissen an das Sanktionsregime

Genau aus diesem Machtkalkül heraus erklärt sich auch die starre Haltung der EU in der Sanktionsfrage. Während Washington unter Trump bereit ist, ökonomische und strategische Interessen neu zu gewichten, klammert sich Brüssel verbissen an das Sanktionsregime. Nicht aus rationaler Abwägung, sondern weil diese Sanktionen zur ideologischen Grundlage des neuen europäischen Sendungsbewusstseins geworden sind. Der Wirtschaftskrieg gegen Russland dient nicht mehr als Mittel zum Zweck, sondern als identitätsstiftendes Narrativ für das EU-Projekt, das sich zunehmend vom demokratischen Souverän entkoppelt.

Die Veröffentlichung in der New York Times ist somit weit mehr als ein journalistischer Scoop. Sie ist ein politisches Instrument – im Dienst jener Kräfte, die eine multipolare Neuordnung verhindern und stattdessen eine globalistische Dauerkrise aufrechterhalten wollen. Die Ukraine ist in diesem Spiel nur ein geopolitischer Stellvertreter – missbraucht als Bühne für den innerwestlichen Machtkampf um die Weltordnung von morgen.

Das geopolitische Fazit

Die Vereinigten Staaten haben sich unter der vorangegangenen Administration in einen Konflikt manövriert, dessen Eskalationspotenzial sie unterschätzt und dessen strategische Bedeutung sie verkannt hatten. Der Artikel der New York Times liest sich wie ein spätes Eingeständnis dieses Scheiterns – und zugleich wie eine publizistische Intervention gegen die Wiederherstellung außenpolitischer Vernunft.

Für Europa birgt das eine unbequeme Wahrheit: Es wird längst nicht mehr geführt, sondern instrumentalisiert – als Hebel einer geopolitischen Agenda, die sich dem Zugriff demokratischer Kontrolle entzieht. Die eigentliche Frontlinie verläuft nicht zwischen Ost und West, sondern quer durch das westliche Machtzentrum selbst. Und genau darin liegt die eigentliche Dynamik der kommenden Jahre.


Vom Stellvertreterkrieg zur Systemkrise: Westen in der SelbstspaltungPI-NEWS-Autorin Elena Fritz, geboren am 3.10.1986, ist vor 24 Jahren als Russlanddeutsche nach Deutschland gekommen. Nach ihrem Abitur hat sie Rechtswissenschaften an der Universität Regensburg studiert und erfolgreich mit einem Diplom abgeschlossen. Seit 2018 engagiert sie sich in der AfD, war von 2019 bis 2021 im bayerischen Landesvorstand tätig und wurde am 15. November zur Direktkandidatin der AfD für den Wahlkreis Landshut/Kelheim bei der Bundestagswahl 2025 nominiert. Sie ist stolze Mutter eines Jungen. Hier gehts zum Telegram-Kanal von Elena Fritz.

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Kurzbeiträge zu neuen Forschungsergebnissen – Ausgabe 9 / 2025

Kurzbeiträge zu neuen Forschungsergebnissen – Ausgabe 9 / 2025

Hier zunächst eine Kurzmeldung von WUWT vom 25. März 2025:

Vorhersagen mittels KI? Nun, alles ist besser als das UK Met.-Office

Anthony Watts

Via Eurekalert: Ein neues KI-Wettervorhersagesystem, Aardvark Weather, kann zehnmal schneller und mit tausendmal weniger Rechenleistung genaue Vorhersagen liefern als derzeitige KI- und physikbasierte Vorhersagesysteme, so eine heute (Donnerstag, 20. März) in Nature veröffentlichte Forschungsarbeit.

Aardvark wurde von Forschern der Universität Cambridge entwickelt, die vom Alan Turing Institute, Microsoft Research und dem Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage unterstützt wurden, und liefert eine Blaupause für einen völlig neuen Ansatz zur Wettervorhersage, der das Potenzial hat, die derzeitige Praxis zu verändern.

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/03/23/ai-forecasting-well-anything-is-better-than-the-met-office/

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Meldung vom 27. März 2025:

„Eine Mini-Eiszeit steht bevor“, bekräftigt Professor Valentina Zharkova in einem neuen Interview.

Professor Valentina Zharkova weigert sich nach wie vor, den Globalisten in Sachen Klima zu folgen. Die angesehene Sonnenphysikerin hat eine Botschaft, welche die Propaganda durchbricht: Die Erde kühlt sich ab und erwärmt sich nicht, und die Sonne ist dafür verantwortlich.

In einem kürzlichen Interview mit Freedom Research sagt sie es ganz klar: Wir treten in ein Grand Solar Minimum ein, einen natürlichen und zyklischen Rückgang der Sonnenaktivität, der historisch gesehen zu niedrigeren Temperaturen weltweit führt.

Laut Zharkova erwarten wir in den nächsten 30 Jahren weltweit einen Temperaturrückgang von etwa 1°C. Das hat nichts mit CO₂ oder menschlichen Emissionen zu tun – es ist ausschließlich solar bedingt.

Anstatt die Kohlenstoffhysterie nachzuplappern, präsentiert Zharkova eine weitaus elegantere – und durch Beweise untermauerte – Erklärung.

Die Umlaufbahn der Sonne ist nicht statisch. Sie wird auf subtile Weise durch die Anziehungskraft von Jupiter, Saturn und den anderen Gasriesen gestört. Dieses „solare Wackeln“ beeinflusst die Energieerzeugung und damit auch das Klima der Erde auf tiefgreifende Weise.

Es ist die Bewegung der Sonne um das Baryzentrum des Sonnensystems, die diese langfristigen Veränderungen bewirkt, erklärt sie. Nicht menschliche Aktivitäten. Nicht Kohlendioxid.

Dieses „Taumeln“ verursacht natürlich sowohl eine Erwärmung als auch eine Abkühlung, und während Zharkovas Arbeit auf eine Rückkehr zur globalen Erwärmung bis zum Jahr 2600 hindeutet – von vielleicht +3°C bis +3,5°C – ist ihre unmittelbare Sorge die Abkühlung…

Der klimaindustrielle Komplex lehnt die Sonnenaktivität und andere natürliche Einflüsse aktiv ab, weil die Anerkennung von etwas anderem als den CO₂-Emissionen der Menschheit ihre gesamte globale Kontroll-Agenda untergraben würde.

Link: https://electroverse.substack.com/p/heavy-spring-snow-sweeping-the-us?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Zwei Meldungen vom 28. März 2025:

Nikolov fordert Svensmark heraus

Der Physiker Ned Nikolov stellt eine seit langem bestehende Theorie von Henrik Svensmark in Frage, wonach die durch die magnetische Aktivität der Sonne modulierte galaktische kosmische Strahlung (GCR) das Klima der Erde beeinflusst, indem sie die Wolkenbildung in tieferen Schichten der Troposphäre fördert.

Nach Svensmarks Theorie sollte mehr kosmische Strahlung zu mehr Wolken und einem kühleren Planeten führen; weniger Strahlung sollte die Wolkendecke verringern und zu einer Erwärmung führen.

Aber „reale Daten haben eine weitere Klimatheorie zunichte gemacht“, schreibt Nikolov.

Seit 1980 ist die Zahl der Sonnenflecken zurückgegangen, was auf eine geringere magnetische Aktivität der Sonne hindeutet, während der Fluss der kosmischen Strahlung zugenommen hat. Dem Modell von Svensmark zufolge sollte dies zu mehr Wolken und einer Abkühlung führen. Stattdessen sind die globalen Temperaturen seither stetig gestiegen – das Gegenteil von dem, was die Theorie nahelegt!

Die unten stehende Grafik, die Nikolov auf X veröffentlicht hat, zeigt einen klaren Zusammenhang: Die Sonnenfleckenaktivität ist zurückgegangen, die kosmische Strahlung ist gestiegen, aber die globalen Temperaturen (gemäß den offiziellen Daten) sind gestiegen. Dies widerspricht dem erwarteten Ergebnis, wenn die kosmische Strahlung ein dominierender Faktor wäre.

Kurzbeiträge zu neuen Forschungsergebnissen – Ausgabe 9 / 2025

Nikolovs Schlussfolgerung ist eindeutig: Das derzeitige Verständnis dessen, was die Wolkenbedeckung der Erde – und damit auch ihre Temperatur – beeinflusst, muss überdacht werden: „Neue Grundlagenforschung ist erforderlich, um die Triebkräfte der Wolkenalbedo zu verstehen“.

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Neue Studie untergräbt Meereis-Narrativ

Eine neue Studie, veröffentlicht in Science Advances (Feb 2025) zeigt, dass die Veränderungen der globalen Meereiskonzentration (SIC) zwischen 1980 und 2008 eine kühlende Wirkung auf den Energiehaushalt der Erde hatten – und nicht, wie oft behauptet, eine Erwärmung.

Der Hauptgrund dafür ist einfach: Während das arktische Meereis zurückging, nahm das antarktische Meereis zu, und die Abkühlung durch die Zunahme des antarktischen Meereises überwog die wärmende Wirkung des arktischen Verlustes. Wie die Autoren klar feststellen:

„Die globale SIC-Reduktion führt zu einer planetarischen Abkühlung während dieses Zeitraums … aufgrund der durch das antarktische SIC-Wachstum induzierten Strahlungskühlung.“

Die Studie unterstreicht auch, dass das räumliche Muster der Meereisveränderung viel wichtiger ist als der globale Durchschnitt. Modelle, die alle Eisverluste gleich behandeln, übersehen diesen entscheidenden Punkt. Wenn das Eis in der Arktis verschwindet, wird der Erwärmungseffekt teilweise durch Rückkopplungen wie erhöhte Abstrahlung aufgehoben. In der Antarktis hingegen führt die Eiszunahme zu einer erheblichen Abkühlung, ohne dass es zu solchen Rückkopplungen kommt.

Entscheidend ist das Ergebnis der Studie, dass es seit etwa 1875 keine Nettoveränderung des Strahlungsantriebs (ΔR) durch globale SIC-Zu- oder Abnahmen gegeben hat. Dies untergräbt eine der Standard-Behauptungen der Alarmisten – nämlich dass das schmelzende Meereis eine unkontrollierbare Erwärmung verursacht.

In Kürze:

– Zwischen 1980 und 2008 führte die Entwicklung des globalen Meereises zu einer Abkühlung, nicht zu einer Erwärmung.

– Die Zunahme des antarktischen Meereises hatte einen stärkeren Einfluss als der arktische Verlust.

– In den letzten 150 Jahren hat das Meereis keinen Netto-Strahlungsantrieb verändert.

– Globale Durchschnittswerte sind irreführend – das Muster ist wichtiger als die Menge.

Dies ist keine Spekulation, sondern basiert auf idealisierten und auf Beobachtungen beruhenden Modellexperimenten, die mehrere Meereis-Datensätze verwenden. Die Ergebnisse sind solide.

Während sich die Schlagzeilen also weiterhin auf das schrumpfende arktische Eis konzentrieren, macht diese Studie eines deutlich: Der Gesamteffekt der Meereisveränderung auf das Klima wurde überbewertet – und in den letzten Jahrzehnten völlig missverstanden.

[Hervorhebung im Original]

Link: https://electroverse.substack.com/p/march-snows-hit-manitoba-antarctica?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Der Beitrag Kurzbeiträge zu neuen Forschungsergebnissen – Ausgabe 9 / 2025 erschien zuerst auf EIKE – Europäisches Institut für Klima & Energie.

Illegale Migration ist hybride Kriegsführung … auch Putins

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Illegale Migration ist hybride Kriegsführung … auch PutinsWenn es in der Absicht Russlands liegt, den Westen brüchig werden zu lassen durch Migranten, dann hat ihm Merkel dazu Tür und Tor geöffnet. Die Flüchtlingsorganisationen werden dafür auch noch bezahlt. Sie sind und waren Putins nützliche Idioten. Ein Gastbeitrag von Frank Wahlig. Finnland hat eine lange Landgrenze mit Russland. Die Grenze wird geschützt durch […]

Der Beitrag Illegale Migration ist hybride Kriegsführung … auch Putins erschien zuerst auf Philosophia Perennis.

„Unsere Demokratie“ ist Orwell-Sprech für einen autoritären Staat!

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„Unsere Demokratie“ ist Orwell-Sprech für einen autoritären Staat!Wie der sinnentleerte Kampfbegriff „unsere Demokratie“ zur Parole der Antidemokraten wurde. Demokratie ist kein Geschenk an das Volk, sondern das Volk ist die Demokratie. Wer „seine Demokratie“ vor dem Volk oder Teilen des Volkes zu schützen versucht, ist ein Bilderbuch-Autokrat und bösartig-gefährlicher Demagoge ganz im Sinne Orwells. Unterschiede zwischen Demokratie und „unsere Demokratie“ Demokratie ist, […]

Der Beitrag „Unsere Demokratie“ ist Orwell-Sprech für einen autoritären Staat! erschien zuerst auf Philosophia Perennis.

Die Ukraine setzt voll auf Fortsetzung des Krieges

In seinem wöchentlichen Nachrichtenrückblick hat das russische Fernsehen am Sonntagabend über Erklärungen aus Kiew berichtet, über die deutsche Medien nicht berichten. Selenskys Büro fordert von Europa offen, es solle keine „Friedenstruppen“ schicken, sondern „Kampfeinheiten aus Europa“, bei denen „jeder Soldat bereit sein muss, an echten Kampfhandlungen teilzunehmen“. Auch die anderen Meldungen, die im ukrainischen Fernsehen […]
Europas Idiotie schlägt ins Dunkle um

Europas Idiotie schlägt ins Dunkle um

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Im Jahr 2022 posierte der ukrainische Präsident Selenskyj für ein Fotoshooting in einem olivgrünen T-Shirt, auf dem ein bizarres Design prangte: „Komm auf die dunkle Seite … Beherrsche oder stirb.“ Damals fragte ich mich, wer es für angebracht hielt, sich solche Slogans auszudenken, geschweige denn, dass der ukrainische Präsident sie auf seiner Brust trug. Das […]

Der Beitrag Europas Idiotie schlägt ins Dunkle um erschien zuerst unter tkp.at.

Studie mit 9 Millionen Teilnehmern deckt neurologische Schäden bei Covid-Geimpften auf

Studie mit 9 Millionen Teilnehmern deckt neurologische Schäden bei Covid-Geimpften auf

Studie mit 9 Millionen Teilnehmern deckt neurologische Schäden bei Covid-Geimpften auf

Eine der bisher größten Studien hat eine alarmierende Krise neurologischer und psychiatrischer Schäden bei Menschen aufgedeckt, die Covid-mRNA-„Impfstoffe“ erhalten haben. Die brisante Studie, an der fast 9 Millionen Teilnehmer beteiligt waren, hat einen verheerenden Anstieg tödlicher Erkrankungen und langfristiger Schäden aufgedeckt. Laut der von Experten begutachteten Studie besteht für die Empfänger bereits nach einer Dosis einer […]

Der Beitrag Studie mit 9 Millionen Teilnehmern deckt neurologische Schäden bei Covid-Geimpften auf erschien zuerst unter tkp.at.

Europa auf Kriegskurs: Brüssel opfert Bürgerinteressen für den Stellvertreterkrieg in der Ukraine

Von Martin Averick | 29. März 2025

Drei Jahre Krieg in der Ukraine – und Europa marschiert weiter blindlings hinterher. Trotz stagnierender Fronten, wachsender Kriegsverdrossenheit und zunehmender sozialer Spannungen im Inneren hält Brüssel unbeirrt Kurs: mehr Waffen, mehr Geld, mehr Eskalation.

Statt die eigene Bevölkerung zu entlasten, schleust die EU Milliarden in ein Krieg führendes Nichtmitgliedsland – koste es, was es wolle. Die nationalen Probleme? Migrationsdruck, Haushaltskrisen, soziale Spannungen? Alles zweitrangig. Hauptsache, die Ukraine bleibt „strategischer Partner“ – und der ewige Konflikt mit Russland wird befeuert.

Selbst die USA, einst engste Verbündete Europas, haben ihre Prioritäten längst neu sortiert. Washington sucht den diplomatischen Ausweg – doch Brüssel stellt sich quer. Aus Angst vor einem russisch-amerikanischen Friedensdeal, der den Krieg beenden und Europa als geopolitischen Juniorpartner entlarven könnte, will man um jeden Preis weiterkämpfen. Ohne Rückendeckung aus Washington. Ohne Rücksicht auf Verluste.

Das neue „Weißbuch“ der EU ist der nächste Schritt Richtung Militarisierung: Luftabwehr, schwere Waffen, Rüstungsverträge – alles im Eiltempo, alles auf Dauerbetrieb. Europa macht sich bereit, selbst Partei zu werden im Stellvertreterkrieg gegen Moskau. Die Rhetorik passt sich an: Russland sei eine direkte Bedrohung, heißt es – als müsse man sich schon morgen auf Gefechte auf europäischem Boden vorbereiten.

Die Rechnung zahlen wie immer die Bürger: mit Steuer-Milliarden, wachsender Unsicherheit und einer Führung, die lieber Kriegspropaganda betreibt als Lösungen für die realen Probleme zu liefern. Währenddessen bereitet sich Brüssel offenbar darauf vor, auch Trumps mögliche Rückkehr zur Macht zu sabotieren – aus Angst, dass der versprochene Frieden mit Russland Realität wird.

Europa steht an der Schwelle. Nicht zu mehr Sicherheit. Sondern zu einem neuen, hausgemachten Krieg.

Drei Wege, wie der „verfallene“ Zelensky als Haupthindernis für Frieden in der Ukraine gestürzt werden könnte

Wolodymyr Zelensky habe sich – durch seine Abhängigkeit von westlicher Unterstützung und seine enge Verbindung zu einheimischen Neonazi-Gruppen – als das wohl größte Hindernis auf dem Weg zum Frieden in der Ukraine erwiesen. Das sagt Dr. Marco Marsili, Forscher an der Universität Ca’ Foscari in Venedig und ehemaliger Wahlbeobachter für die OSZE/ODIHR, im Gespräch mit Sputnik.

Es gebe jedoch drei Wege, um Zelenskys Einfluss spürbar zu schwächen.

Erstens: Obwohl die ukrainische Verfassung die Durchführung von Wahlen während des geltenden Kriegsrechts verbietet – das Zelensky verhängt hat, um im Amt zu bleiben – könnten westliche Mächte auf einen bedingten Waffenstillstand drängen. Dieser würde an die Aufhebung des Kriegsrechts gekoppelt. In der Folge sähe sich Zelensky mit nationalen und internationalen Forderungen nach Neuwahlen konfrontiert.

Zweitens: Sollte es zu einer Annäherung zwischen den USA und Russland kommen, wäre Washington in der Lage, Druck auf Zelensky auszuüben – mit dem Ziel, dass er die Macht an ein Übergangsgremium übergibt.

Drittens: Die wachsenden inneren Brüche innerhalb der Ukraine. Marsili verweist auf militärische Rückschläge und Ressourcenknappheit, die das Vertrauen der Bevölkerung untergraben hätten. Ein ausgehandelter Waffenstillstand könnte in diesem Szenario oppositionelle oder zivilgesellschaftliche Kräfte stärken, sodass diese einen Führungswechsel fordern – insbesondere dann, wenn westliche Sicherheitsgarantien an eine Reform der Staatsführung geknüpft sind.

Hinzu komme, dass es mehrere Gründe gebe, warum die Ukraine künftig unter internationale Verwaltung gestellt werden sollte: Zelenskys Amtszeit läuft im Mai 2024 ab, doch Wahlen wurden unter Berufung auf das Kriegsrecht auf unbestimmte Zeit verschoben – ein Umstand, der ihn und seine Gefolgsleute jeglicher demokratischer Legitimität beraube.

Die gescheiterten Minsker Abkommen sowie die ergebnislosen Gespräche von Gomel im Jahr 2022 zeigten zudem, dass die aktuelle ukrainische Führung weder willens noch in der Lage sei, sich ohne internationale Aufsicht an Friedensprozesse zu halten.

Daher, so Marsili, erscheine es zunehmend plausibel, dass nur eine neue, international überwachte Regierung in der Lage wäre, weltweit anerkannte Friedensverträge zu unterzeichnen.

„Zusammenfassend lässt sich sagen: Bei der Entmachtung Zelenskys geht es weniger um Zwang, sondern vielmehr darum, Bedingungen zu schaffen, unter denen seine Herrschaft schlicht nicht mehr haltbar ist – sei es durch verfassungsrechtliche Fristen, westliche Realpolitik oder eine wachsende Kriegsmüdigkeit“, resümiert Dr. Marsili.


Wenn du willst, kann ich dir daraus auch eine prägnante Schlagzeile oder einen Teaser für Social Media basteln.

Gavi-Chefin reist nach Washington, um US-Finanzierung für lebensrettende Impfstoffe zu retten

Die Trump-Regierung hat überraschend beschlossen, sämtliche US-Finanzierungen für Gavi, die Vaccine Alliance, einzustellen – eine in Genf ansässige Organisation, die weltweit Kinder in den ärmsten Ländern mit Impfstoffen versorgt. Gavi-Vorstandsvorsitzende Sania Nishtar erfuhr von der Entscheidung lediglich durch ein durchgesickertes Dokument – eine offizielle Mitteilung blieb aus.

Der Schritt kommt völlig unerwartet: Erst kürzlich hatte der US-Kongress Gavi 300 Millionen Dollar zugesprochen. Die Organisation rechnete daher mit weiterer Unterstützung durch die Vereinigten Staaten. Nun jedoch steht die Arbeit von Gavi auf der Kippe – mit potenziell dramatischen Folgen. Nach Einschätzung von Experten könnten über eine Million vermeidbare Todesfälle drohen, sollte die Finanzierung wegfallen.

Als Reaktion auf die Entwicklung ist Nishtar nach Washington gereist, um Gespräche mit dem Weißen Haus und Mitgliedern des Kongresses zu führen. Ziel ist es, die Entscheidung rückgängig zu machen und die entscheidende Rolle der US-Beiträge für globale Gesundheitsprogramme zu betonen.

Seit ihrer Gründung im Jahr 2000 hat Gavi über eine Milliarde Kinder in 78 Ländern geimpft und angeblich schätzungsweise 19 Millionen Todesfälle verhindert. Die brisante Entwicklung wurde von Bloomberg-Journalistin Ashleigh Furlong publik gemacht.

Vollständiger Signal-Chat enthüllt, dass US-Politiker die Bombardierung eines Wohngebäudes im Jemen feierten

Mike Waltz sagte, der Angriff habe den „Top-Raketenmann“ der Houthis getroffen, als dieser ein Gebäude betrat, in dem seine Freundin lebte

Dave DeCamp

Der vollständige Signal-Chat zwischen Beamten der Trump-Administration, in dem die Bombardierung des Jemen erörtert wurde, enthüllte, dass hochrangige US-Beamte einen Luftangriff feierten, der ein Wohngebäude zerstörte, wobei wahrscheinlich viele Zivilisten getötet wurden.

Jeffrey Goldberg, Chefredakteur von The Atlantic, war offenbar zufällig in den Chat einbezogen und veröffentlichte am Mittwoch den vollständigen Inhalt, nachdem Beamte der Trump-Regierung darauf bestanden hatten, dass er keine Verschlusssachen enthielt. Der Chat enthielt jedoch Einzelheiten darüber, wann die Angriffe auf den Jemen am 15. März beginnen würden.

Nach dem Beginn der US-Bombardements sagte der nationale Sicherheitsberater Mike Waltz, der Goldberg in den Chat aufgenommen hatte, dass einer der Angriffe einen „Top-Raketenmann“ der Houthis zum Ziel hatte, nachdem dieser ein Gebäude betreten hatte, in dem seine Freundin lebte.

„Das erste Ziel – ihr Top-Raketenmann – wurde identifiziert, als er das Gebäude seiner Freundin betrat, das jetzt eingestürzt ist“, sagte Waltz.

Vizepräsident J.D. Vance, der zuvor im Chat vor einer Bombardierung des Jemen gewarnt hatte, antwortete Waltz mit den Worten: „Ausgezeichnet“.

Andere Regierungsvertreter feierten die Zerstörung des Wohnhauses, darunter Außenminister Marco Rubio, die Stabschefin des Weißen Hauses, Susie Wiles, der stellvertretende Stabschef Stephen Miller, der US-Nahostbeauftragte Steve Witkoff und die Direktorin der Nationalen Geheimdienste Tulsi Gabbard.

Gabbard war früher gegen die US-Intervention gegen die Houthis im Jemen, die sie während der ersten Amtszeit von Präsident Trump als „Völkermord“ bezeichnete. Aber sie hat die neue Bombardierungskampagne im Jemen unterstützt, die nicht vom Kongress genehmigt wurde, und antwortete auf die Nachricht, dass das Wohngebäude getroffen wurde, mit den Worten: „Großartige Leistung und Auswirkungen!“

Die Bombardierungskampagne der Trump-Administration gegen den Jemen hat einen hohen zivilen Tribut gefordert. Das Yemen Data Project erklärte am Dienstag in einem Bericht, dass allein in der ersten Woche mindestens 25 Zivilisten getötet wurden, mehr als bei den US-amerikanisch-britischen Angriffen auf den Jemen von Januar 2024 bis 2025 unter der Regierung Biden.

Die USA hatten die Bombardierung eingeleitet, nachdem die Houthis, die offiziell Ansar Allah heißen, angekündigt hatten, als Reaktion auf die Verletzung der Waffenruhe im Gazastreifen durch Israel erneut eine Blockade gegen den israelischen Schiffsverkehr zu verhängen, indem sie die Einfuhr von Hilfsgütern und allen anderen Waren in den Gazastreifen unterbinden. Die Houthis hatten ihre Angriffe auf Israel und den Schiffsverkehr in der Region eingestellt, als die Waffenruhe im Gazastreifen am 19. Januar in Kraft trat, warnten aber, sie würden sie wieder aufnehmen, wenn Israel die Vereinbarung verletze.

In seiner Argumentation gegen die Bombardierung des Jemen im Signal-Chat begründete Vance seine ablehnende Haltung mit Europa, das weitaus stärker von der Schifffahrt über das Rote Meer abhängig ist als die USA. „3 Prozent des US-Handels laufen durch den Suezkanal, 40 Prozent des europäischen Handels. Es besteht ein echtes Risiko, dass die Öffentlichkeit nicht versteht, warum dies notwendig ist. Der stärkste Grund, dies zu tun, ist, wie POTUS (President Of The United States) sagte, eine Botschaft zu senden“, sagte Vance.

Vance stimmte schließlich der Bombardierung zu und sagte in dem Chat, dass er für den Erfolg der Kampagne beten werde, sobald sie beginne. Seit Beginn der US-Luftangriffe auf den Jemen am 15. März ist die Region in Aufruhr. Einige Tage später nahm Israel seinen Völkermord im Gazastreifen wieder auf, und die Houthis begannen, US-Kriegsschiffe ins Visier zu nehmen und Raketen auf Israel abzuschießen.

Die israelische Nachrichtenseite Ynet berichtet, dass die USA Israel aufgefordert haben, sich keine Sorgen über Vergeltungsmaßnahmen gegen die Houthis für ihre jüngsten Raketenangriffe zu machen, da die US-Streitkräfte dies übernehmen würden.