Kategorie: Nachrichten
Grüne dürsten nach Kriegskoalition mit Union

Von WOLFGANG HÜBNER | Die selbsternannte „Fortschrittskoalition“ aus SPD, Grünen und FDP liegt faktisch im Koma, wird aber aus finanziellen Versorgungsgründen der Abgeordneten dieser Parteien wohl noch bis Herbst nächsten Jahres die Regierung von Buntland simulieren. Natürlich strecken alle drei Parteien schon ihre Fühler nach neuen Machtbeteiligungen aus. Am aufdringlichsten, wen mag das wundern, tun […]
Der „Aussatz“ ist zurück und heißt jetzt „Mpox“

Der österreichische Satiriker Karl Kraus hat vor über 100 Jahren Diagnosen als „die verbreitetsten Krankheiten“ erkannt. „Covid-19“ war weder der erste Sündenfall der Medizin, noch der letzte. Jetzt wird „Mpox“ zum Synonym für eine krankhafte Hauterscheinung – egal, wo sie lokalisiert ist und wie sie genau aussieht. Eine Krankheit wie ein Chamäleon. Das gab es […]
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Was das Verbot der orthodoxen Kirche über die Ukraine sagt

Kiew hasst es, dass ein erheblicher Teil der Bevölkerung sich weigert, sich dem „negativen Nationalismus“ anzupassen, den sie seit 2014 aggressiv durchgesetzt haben, indem sie weiterhin an den Stätten der ukrainisch-orthodoxen Kirchen anstelle der von der Regierung unterstützten orthodoxen Kirche der Ukraine Gottesdienst feiern. Die Rada, das ukrainische Parlament, hat Anfang dieser Woche ein Gesetz […]
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Medizinischer Konsens bröckelt: Plastische Chirurgen stellen sich gegen „geschlechtsangleichende“ Behandlungen bei Minderjährigen
Die Kritik an den Operationen zur Geschlechtsumwandlung von geschlechtsverwirrten Minderjährigen wächst auch in der medizinischen Gemeinschaft. Selbst eine führende Gesellschaft der plastischen Chirurgen stellt sich nun gegen diese höchst umstrittene Praxis. Kommt endlich Bewegung in die Debatte, welche bislang vor allem von Einseitigkeit geprägt war?
Die American Society of Plastic Surgeons (ASPS), eine der größten medizinischen Fachgesellschaften in den USA, hat sich überraschend kritisch zur sogenannten „geschlechtsangleichenden Behandlung“ von Minderjährigen geäußert. Dies stellt einen bedeutenden Bruch mit dem angeblich bisher vorhandenen Konsens der medizinischen Gemeinschaft in den Vereinigten Staaten dar.
Laut einem Bericht erklärte die ASPS, die über 11.000 Mitglieder vertritt, dass sie „keine Praxisempfehlungen irgendeiner Organisation für die Behandlung von Jugendlichen mit Geschlechtsdysphorie befürwortet hat“. Die Gesellschaft räumte ein, dass es „erhebliche Unsicherheit hinsichtlich der langfristigen Wirksamkeit von chirurgischen Eingriffen an Brust und Genitalien“ gebe und die vorhandene Evidenzbasis als „von geringer Qualität/geringer Sicherheit“ angesehen werde.
Diese Positionierung steht im starken Kontrast zur bisherigen Darstellung, dass „alle großen US-amerikanischen medizinischen Verbände“ die „geschlechtsangleichende Behandlung“ für Minderjährige unterstützen würden. Kritiker argumentierten schon länger, dass dieser vermeintliche Konsens nicht auf hochwertiger Forschung oder jahrzehntelanger ehrlicher und robuster Diskussion unter Klinikern mit unterschiedlichen Standpunkten und Erfahrungen beruhe. Stattdessen sei er das Ergebnis einer kleinen Anzahl ideologisch motivierter Ärzte in LGBT-fokussierten Komitees.
Die ASPS kündigte an, dass sie „mehrere Initiativen prüft und priorisiert, die eine evidenzbasierte geschlechtsspezifische chirurgische Versorgung am besten unterstützen, um plastischen Chirurgen Orientierung zu geben“. Zudem betonte die Gesellschaft die Verantwortung der Chirurgen, umfassende Patientenaufklärung zu leisten und einen robusten, evidenzbasierten Prozess der informierten Einwilligung zu gewährleisten.
Diese Entwicklung folgt auf eine Reihe von Enthüllungen und internationalen Trends:
- Mehrere Whistleblower haben Bedenken geäußert.
- Gerichtsdokumente offenbarten, dass die World Professional Association for Transgender Health (WPATH) wissenschaftliche Evidenzüberprüfungen manipuliert hat.
- Der Cass-Bericht in Großbritannien empfahl eine Überarbeitung der Behandlungsrichtlinien.
- Es gibt eine wachsende internationale Forderung nach einem entwicklungsorientierten Ansatz, der Psychotherapie gegenüber Hormonen und Operationen priorisiert.
Besonders besorgniserregend sind die Zahlen zu geschlechtsangleichenden Operationen bei Minderjährigen in den USA. Eine Analyse des Manhattan Institute ergab, dass zwischen 2017 und 2023 zwischen 5.288 und 6.294 „geschlechtsangleichende“ doppelte Mastektomien bei Mädchen unter 18 Jahren durchgeführt wurden. Darunter waren 50 bis 179 Mädchen, die zum Zeitpunkt des Eingriffs 12,5 Jahre oder jünger waren.
Die ASPS-Erklärung könnte weitreichende Folgen haben. Sie könnte nicht nur die medizinische Praxis beeinflussen, sondern auch rechtliche Implikationen haben. In den USA laufen derzeit fast zwei Dutzend Klagen von „Detransitionern“ gegen Kliniken und Ärzte, von denen mindestens sieben ASPS-Mitglieder sind. Die Positionierung der ASPS markiert möglicherweise einen Wendepunkt in der Debatte um die medizinische Behandlung von Geschlechtsdysphorie bei Minderjährigen in den USA. Es bleibt abzuwarten, ob andere medizinische Fachgesellschaften diesem Beispiel folgen und ihre Positionen überdenken werden.
Keine Täterbeschreibungen nach“Home-Invasion“ in Wien-Döbling: das sagt die Polizei
Der Redaktion von Report24 ist aufgefallen, dass eine Suche nach Tätern mit Hilfe der Öffentlichkeit äußerst schwierig ist, wenn man keine Täterbeschreibung hat und nicht einmal das Fluchtfahrzeug näher beschrieben wurde. Nachdem es sich beim Fluchtfahrzeug um ein gestohlenes Auto aus dem Besitz der in der Nacht auf Mittwoch überfallenen Frau gehandelt hatte, war zumindest dieses Detail seltsam. Und natürlich brodelt die Gerüchteküche bei fehlender Täterbeschreibung, speziell was deren Nationalität betrifft.
Die Aussendung der Polizei vom 21. August 2024 war äußerst dürftig:
Raub in einer Wohnung
Vorfallszeit: 21.08.2024, 03:45 Uhr
Vorfallsort: Wien-DöblingDie Wiener Polizei fahndet aktuell nach drei bislang unbekannten Männern. Sie stehen im Verdacht, sich in der Nacht auf Mittwoch Zutritt in das Haus einer Frau verschafft zu haben. Laut dem Opfer bedrohte sie einer der drei Maskierten mit einer Faustfeuerwaffe und verlangte die Herausgabe von Wertgegenständen. Nachdem die mutmaßlichen Täter die Frau gefesselt hatten, flüchteten sie mit einigen Wertgegenständen im PKW des Opfers. Einige Zeit nach dem Raub gelang es der Frau, sich zum Teil von ihren Fesseln zu befreien und eine Nachbarin zu verständigen. Anschließend wurde der Polizeinotruf alarmiert.
Eine Sofortfahndung nach den mutmaßlichen Tätern sowie dem PKW des Opfers blieb bislang erfolglos.
Die Frau blieb bei der Tat körperlich unverletzt.
Das Landeskriminalamt Wien hat die Ermittlungen übernommen.
Sachdienliche Hinweise (auch anonym) werden an das Landeskriminalamt Wien unter der Telefonnummer 01-31310 DW 33800 erbeten.
Wie diverse Boulevardmedien später meldeten, handelte es sich bei dem Opfer um die „ältere“ (Kurier) Gattin eines ehemaligen bekannten Bauunternehmers. Es handelt sich dabei nicht um den jüngst verstorbenen Richard Lugner, sonst würde die Kronenzeitung nicht davon sprechen, dass der Ehemann nicht anwesend war. Im Kurier steht demgegenüber „ob die Frau immer alleine lebt ist unklar“.
Jedenfalls wurde die Frau mit Kabelbindern gefesselt und befragt, wo sich die Wertgegenstände befinden. Sie soll diese Information bereitwillig gegeben haben – woraufhin sich die drei Täter bedienten und die Flucht im Fahrzeug der Dame antraten. In allen Systemmedien ist zu lesen, dass die Fahndung nach den Tätern und dem Fahrzeug erfolglos verlief, man bitte die Bevölkerung um Hinweise.
Hier stellten wir uns die Frage, welche Hinweise die Bevölkerung da wohl geben könne. Drei Männer in einem beliebigen Fahrzeug, das ist in einer Millionenstadt wie Wien ein völlig sinnloser Fahndungsaufruf. Deshalb haben wir bei der Polizei nachgefragt, wie es zu so einer diffusen Aussage kommen kann und was zu den Tätern bekannt ist.
Die neuesten Erkenntnisse sind: Bei dem Fahrzeug handelte es sich um einen Mini. Dieser wurde im näheren Umfeld des Tatortes sichergestellt.
Sofern eine Personenbeschreibung vorhanden ist, wird diese auch mitgeteilt. Das Opfer konnte jedoch keine konkreten Angaben machen.
Polizei Wien, Pressestelle
Das erklärt zwar oberflächlich, weshalb keine Personenbeschreibung veröffentlicht wurde (manche Medien wiesen darauf hin, dass aufgrund des „Opferschutzes“ keine weiteren Details genannt wurden – allerdings sollte die Dame ja mit den Tätern kommuniziert haben und dementsprechend über Sprache und Dialekt Auskunft geben können. Entweder wir wissen etwas Entscheidendes nicht über den Tathergang, oder aber die Behörden bleiben bei ihrem politisch gewünschten Grundsatz, lieber von „Einmann“ als Täter zu sprechen, der dann eben auch nicht gesucht oder identifiziert werden kann.
Sehr hilfreich wäre beispielsweise auch, wenn Typ und Farbe des Autos bekanntgegeben wird – und der genaue Ort, wo es aufgefunden wurde. Auch der ungefähre Zeitpunkt, wann es abgestellt wurde, sollte helfen. So könnte man gezielt in der Gegend nach Zeugen suchen. Gänzlich nachvollziehbar ist die Öffentlichkeitskommunikation jedenfalls nicht.
Das Opfer – die Frau – konnte sich jedenfalls nach der Tat selbst von ihren Fesseln befreien und Hilfe holen. Sie blieb unverletzt.
Neue FREILICH-Ausgabe: „Aufsteigende Mächte“ – Entsteht eine neue Weltordnung?

Die BRICS-Staaten gewinnen immer mehr an Einfluss, sowohl politisch als auch wirtschaftlich. Dadurch beginnt die bisherige Vormachtstellung des Westens zu wanken. Entsteht eine neue, multipolare Weltordnung? Die aktuelle Ausgabe #29 des FREILICH-Magazins beleuchtet diese Entwicklungen. Das BRICS-Bündnis, bestehend aus Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika, hat sich durch die jüngste Erweiterung zu BRICS+ entwickelt. Wir […]
Zusätzliches CO₂ in altem Eichenwald freigesetzt: massiver Anstieg der Biomasse
In Folge der vermeintlichen Hellsichtigkeit der Klima-Prophetin Greta Thunberg glauben viele Menschen, CO₂ wäre eine schädliche Substanz. Tatsächlich gab es Zeiten, in denen die Erdatmosphäre das Vielfache an CO₂ enthielt. Und ohne CO₂ ist kein Leben auf der Erde möglich, wie wir es kennen. In kommerziellen Gewächshäusern wird das Spurengas als zusätzlicher Wachstumsanreger verwendet. In einem Versuch „begaste“ man einen ganzen Wald – und das Ergebnis fiel aus, wie es auf unserem Planeten seit Jahrmilliarden ausfällt: Die Biomasse nahm zu, die Biodiversität ebenso.
Enhanced woody biomass production in a mature temperate forest under elevated CO2 wurde im August 2024 in nature veröffentlicht. (Deutsch: Verbesserte Produktion von Holzbiomasse in einem reifen gemäßigten Wald unter erhöhtem CO2). Natürlich wurde auch diese Studie unter der Grundannahme des menschengemachten Klimawandels angefertigt – ohne diese gibt es weder Forschungsgelder noch Publikationen – ähnlich wie zur Zeit des Corona-Wahns.
Die Forscher wählten einen etwa 180 Jahre alten Eichenwald in Mittelengland aus und reicherten die Luft über sieben Jahre hinweg mit zusätzlichem CO₂ an. Der Versuchswald weist eine Fläche von 19 Hektar auf und wurde mit der BIFoR FACE-Einrichtung zusätzlich mit dem Spurengas versorgt. Dabei wird Luft freigesetzt, die mit 1-2 Prozent CO₂ angereichert ist – in unserer Atmosphäre ist das Gas nur zu 0,04 Prozent enthalten. Als tatsächliche Anreicherung werden 140 ± 38 ppm relativ zur Umgebungsluft angegeben. Die natürliche Konzentration von 400 ppm wurde damit also um ein Drittel bis hin zur Hälfte erhöht.
Die Grafik zeigt den Zuwachs der Biomasse im Vergleich: Blau mit natürlichem CO2, Gelb mit der zusätzlichen Anreicherung.
Fast 10 Prozent zusätzlicher Zuwachs an Biomasse
Dabei stellte man fest, was jeder Betreiber eines Gewächshauses weiß: Die Biomasse nahm signifikant zu. Um dies zu beurteilen, wurden Holzringe gezählt und Baumkronen per Laserscan vermessen. Insgesamt wird von einer Zunahme der holzigen Biomasse von 9,8 Prozent in 7 Jahren ausgegangen. Dabei formulieren die Forscher sehr vorsichtig, da ihre Ergebnisse anderen, ähnlichen Versuchen zu widersprechen scheinen. Wenn sie wissenschaftlich beweisen können, dass die Biomasse der Erde positiv auf mehr CO₂ reagiert, sind sie auch in der Lage zu beweisen, dass die Flora des Planeten selbständig mehr CO₂ verarbeiten und binden kann.
Dieser Gedanke ist für Logiker und Historiker ohnehin naheliegend, da in der Erdatmosphäre auch schon Zeiten mit 2000 ppM CO₂ nachzuweisen waren (übrigens ohne direkten Zusammenhang mit der Erdtemperatur). Der Nachweis wurde aus geologischen Untersuchungen erbracht, Pagani, M., et al. (2006). Arctic hydrology during global warming at the Palaeocene/Eocene thermal maximum. Nature, 442(7103), 671-675. oder Zachos, J. C., et al. (2008). An early Cenozoic perspective on greenhouse warming and carbon-cycle dynamics. Nature, 451(7176), 279-283.
Sehr relevant dürfte auch der Umstand sein, dass die erhöhte Verfügbarkeit von CO₂ aus der Luft „zu einer 43-63%igen Zunahme der Wurzelexsudation führte, welche die mikrobielle Aktivität im Boden anregt und die Nährstoffverfügbarkeit verbessert“, wie Eike Klima Energie in der Betrachtung der Studie erklärt. Das verbessert die Wachstumsdynamik und die Artenvielfalt. Dort kommt man zum wie gesagt logischen Schluss, den auch der „Hausverstand“ gebietet: Erhöhte CO₂-Werte verbessern die biologischen Prozesse des Lebens.
Die Studie widerspricht dem klinisch geisteskrank anmutenden Wahn von Bill Gates, der Wälder roden und vergraben will, um CO₂ aus der Atmosphäre zu entfernen. Dieser Plan wäre das gesicherte Todesurteil für unseren Planeten – wird aber im links regierten Kalifornien gefördert und umgesetzt.
Wie (und warum) sie X als eine „Bastion der Meinungsfreiheit“ verkaufen – Kit Knightly
Quelle: How (and why) they sell X as a “bastion of free speech” – OffGuardian…
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Weltwoche Daily: Ampel – Ballade einer Regierung, die nichts mehr auf die Reihe bringt

„Weltwoche Daily Deutschland“ – Roger Köppels täglicher Meinungs-Espresso gegen den Mainstream-Tsunami. Von Montag bis Freitag ab 6:30 Uhr mit der Daily-Show von Köppel und pointierten Kommentaren von Top-Journalisten. Die Themen in dieser Ausgabe: Ampel: Ballade einer Regierung, die nichts mehr auf die Reihe bringt. Ostdeutschland: Angst vor einem großen Krieg. Deutsche Schulen: kaputtreformiert. Fragwürdiges Urteil […]
Trimarium-Doktrin – Was genau passiert im Hafen von Triest?
anonymousnews.org – Nachrichten unzensiert

Trimarium-Doktrin – Was genau passiert im Hafen von Triest?
Im Hafen der italienischen Adria-Stadt Triest gehen merkwürdige Dinge vor sich. Doch was genau passiert dort? Angesichts des Themas einer dubiosen Klausurtagung genügt dazu ein einziger Satz: Das ist der nächste Kriegsschauplatz, meint Lorenzo Maria Pacini, Assoc. Professor für politische Philosophie und Geopolitik, an der UniDolomiti von Belluno.
von Prof. Lorenzo Maria Pacini
Vor einigen Tagen fand in Triest ein geheimes Treffen statt, an dem verschiedene Autoritäten teilnahmen: Mitglieder der NATO, Mitglieder des Atlantic Council, Mitglieder der ungarischen Denkfabrik Danube, die mit Viktor Orbán in Verbindung steht, Mitglieder des Gefolges von Donald Trump, Mitglieder der italienischen Streitkräfte und der Polizei, Vertreter der Stadtverwaltung und Vertreter der örtlichen Freimaurerei. Diese Informationen werden Sie nirgendwo anders finden. Das Thema des Treffens war die Militarisierung des Hafens von Triest. Was ist der Grund dafür?
Die strategische Rolle von Triest in der Trimarium-Doktrin
Man schrieb das Jahr 1942: In den Vereinigten Staaten von Amerika wurde ein Buch veröffentlicht, das zu einem Eckpfeiler der amerikanischen maritimen Strategieforschung werden sollte. Es trug den Titel America’s Strategy in World Politics und wurde von dem akademischen Geographen Nicholas John Spykman verfasst, einem der Väter der maritimen Geopolitik und geistigen Schüler von Sir Halford Mackinder. Offensichtlich war das Buch bei der breiten Öffentlichkeit kein Erfolg, während es für alle mächtigen Thalassokraten zu einer regelrechten Bibel der „Seeweg“-Strategie wurde und das Rimland-Konzept einführte, das wir heute in der Geopolitik verwenden.
Ein kleines Kapitel des Textes ist einem besonderen Thema gewidmet: der Trimarium-Doktrin, heute besser bekannt unter ihrem modernisierten Namen Drei-Meere-Initiative (3SI oder TSI). Es handelt sich um eine Strategie, die zur goldenen Regel für die Aufrechterhaltung der amerikanischen Macht auf dem europäischen Kontinent werden soll. Die 3SI, die auch als Ostsee-, Adria- und Schwarzmeer-Doktrin bekannt ist, gilt heute als strategische Initiative, an der sich 13 Mitgliedstaaten beteiligen, nämlich Österreich, Bulgarien, Kroatien, die Tschechische Republik, Estland, Ungarn, Litauen, Lettland, Polen, Rumänien, die Slowakei und Slowenien sowie zwei de facto hinzugekommene Staaten, nämlich Moldawien und die Ukraine. Sie wurde 2015 vom polnischen Präsidenten Andrzej Duda und der kroatischen Präsidentin Kolinda Grabar-Kitarovič unter sorgfältiger Koordinierung des US-Außenministeriums offiziell als Projekt gestartet. Ein Zufall? Sicherlich nicht.
Als die Amerikaner während des Zweiten Weltkriegs nach Europa kamen und nicht die Absicht hatten, einfach nur einen Sommerurlaub zu machen, sondern zu bleiben und eine dauerhafte Herrschaft zu errichten, mussten sie einen Weg finden, den Kontinent unter Kontrolle zu halten, und zwar nicht nur militärisch – was ihnen dank der riesigen Anzahl amerikanischer Militärbasen in allen europäischen Ländern gelang – sondern auch finanziell, wirtschaftlich und politisch. Zu dieser Zeit befand sich Europa in einer Phase der Teilung zwischen Ost und West, zwischen atlantischem und sowjetischem Einfluss. Zentraleuropa, genauer gesagt, Mitteleuropa, war der geografische Dreh- und Angelpunkt, an dem die Ausübung dieser Macht festgemacht werden konnte. Es musste ein Weg gefunden werden, um den Kontinent stabil und dauerhaft zu kontrollieren, ein Bedürfnis, das am Ende des Ersten Weltkriegs und mit dem Zerfall des Habsburgerreichs, eines veritablen geopolitischen Puffers, der nicht wenige Reibungen und Ansprüche zwischen Russen, Osmanen und Deutschen abgefedert hatte, dringlich geworden war. Die politische Geographie, die mit den 14 Punkten des Programms von Woodrow Wilson Gestalt angenommen hatte, reichte nicht aus, um Regierbarkeit zu garantieren. Selbst Winston Churchill war sich der Notwendigkeit eines soliden Blocks bewusst, der für die Mächte im Osten undurchdringlich war.
Daher wurde im Einvernehmen zwischen Churchill und dem Nachfolger Franklin Delano Roosevelts eine geoökonomische Lösung angestrebt: Mit Hilfe von drei föderalen Clubs, dem Club of London, dem Club of Paris und dem Club of Rome, wurde 1945 die Charta von Intermarium veröffentlicht, ein Dokument, das auf den Theorien des amerikanischen Spykman beruhte und die Vereinigung aller Völker von der unteren Adria (insbesondere der Ägäis) bis zu den nordeuropäischen Meeren vorschlug, in der Überzeugung, dass die Stabilität in der Region für einen dauerhaften Frieden in ganz Europa von größter Bedeutung war.
Insbesondere galt es, eine Reihe von Häfen von enormer Bedeutung, wie Hamburg in Deutschland und Konstanz in Rumänien, und vor allem den Hafen von Triest, in Schach zu halten. Seitdem wird die Trimarium-Doktrin konsequent und entschlossen durch verschiedene multilaterale internationale Abkommen verfolgt, die Handelswege, Bankinstitute, Investitionsfonds und den strategischen Sektor betreffen. All dies wurde durch den Zusammenbruch der UdSSR begünstigt, der eine erhebliche Schwächung der politischen Einheiten der beteiligten Länder im Herzen Osteuropas bedeutete.
Wenn wir darüber nachdenken, bildet das Trimarium geographisch gesehen eine Art Dreieck im Osten, das nahe der Grenze zur Russischen Föderation verläuft. Das ist genau das, was die NATO seit 75 Jahren tut, nämlich nach Osten zu expandieren, um Russland zu provozieren und anzugreifen. Die Praxis steht im Einklang mit der Doktrin. In Wirklichkeit handelt es sich um ein Kontrollinstrument für die gesamte Makroregion Balkan, die Gegenstand von Spekulationen, militärischen Einsätzen und ständigen politischen und sozialen Problemen ist, die bewusst unter Kontrolle gehalten werden und instabil sind.
Der neue Name der Drei-Meeres-Initiative ändert nichts an der strategischen Geometrie des alten Trimariums: Die beteiligten Häfen wurden vergrößert, und die amerikanische Militärpräsenz wurde in den interessierenden Gebieten implementiert, von denen das wichtigste und ständig unter amerikanischer Aufmerksamkeit stehende nach wie vor Triest ist. Wie kommt das?
Der Freihafen von Triest und das Freie Territorium Triest
Nicht viele Menschen sind mit dem rechtlichen Status von Triest vertraut, der in der Tat einzigartig ist und eine eingehende Untersuchung verdient (die wir in diesem Artikel nicht durchführen werden, vielleicht später). Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das triestinische Gebiet zu einem Freiraum erklärt, der als entmilitarisierter und neutraler Raum mit einer autonomen Regierung das Gleichgewicht zwischen den konkurrierenden Mächten und die Koexistenz zwischen den verschiedenen ethnischen Gruppen gewährleisten sollte. Im Jahr 1947 wurde der Vertrag von Paris unterzeichnet, in dem der Frieden geschlossen und die Einflussbereiche zwischen den siegreichen und den besiegten Ländern aufgeteilt wurden. Mit der 16. Resolution wurde das Freie Territorium von Triest (Territorio Libero di Trieste – TLT) eingerichtet. Das Londoner Memorandum von 1954 übertrug die vorläufige Zivilverwaltung der Zone A an Italien und die der Zone B an Jugoslawien. Mit dem Vertrag von Osimo 1975 legten Italien und Jugoslawien jedoch eine Grenze zwischen Gebieten fest, die ihnen nicht gehörten, und verletzten damit die Autonomie des TLT und den Vertrag von Paris. Mit dem Zerfall Jugoslawiens und der anschließenden Aufteilung des Landes in mehrere Staaten wurde der TLT zwischen drei Ländern – Italien, Slowenien und Kroatien – aufgeteilt, die ihn unrechtmäßig besetzten, womit sie gegen frühere Verträge verstießen und Streitigkeiten, politische und rechtliche Auseinandersetzungen, Skandale und Proteste auslösten, die bis heute andauern.
Interessant ist vor allem die italienische Vorgehensweise. Triest steht unter administrativer und militärischer Besatzung, da es möglicherweise bewaffnete und polizeiliche Kräfte der Italienischen Republik gibt … und unter amerikanischer, da Italien eine Kolonie der USA unter militärischer Besatzung ist, wie die mehr als 120 US-Stützpunkte auf dem gesamten Territorium bezeugen. Gerade in Triest haben die Amerikaner die UN-Geheimdienstschule und eine spezielle Polizeikontrolle eingerichtet, zu der auch die Eurogendfor gehört, die nicht nur die Stadt, sondern auch die Handelswege unter ständiger militärischer Kontrolle hält.
Der Hafen von Triest, der ein internationaler Freihafen sein soll, ist der Hafen schlechthin, der Mitteleuropa Zugang zum Mittelmeer verschafft, das sich nach Osten und Afrika hin öffnet, und zwar mit einem Vorteil von 73 % gegenüber anderen europäischen Häfen. Seine Lage ist in jeder Hinsicht strategisch. Aus diesem Grund wollten die Amerikaner die Kontrolle über ihn übernehmen, um die Trimarium-Doktrin umzusetzen. Die Kontrolle über Triest und seinen Hafen bedeutet die Kontrolle über Süd- und Osteuropa. Von Triest bis zur Ostsee entsteht eine gerade Linie, die einen imaginären „Eisernen Vorhang“ definiert, aber auch einen Nord-Süd-Korridor in Bezug auf Gas- und Ölpipelines, Überlandhandelsrouten und die einzigartige militärische Verwaltung von Gebieten.
All dies verstößt gegen die Souveränität der TLT und die internationalen Abkommen, durch die sie errichtet wurde, und stellt einen doppelten Gewaltakt dar. In der Zwischenzeit haben sich auch China und Russland in Triest eingemischt, erstere mit bedeutenden Investitionen, die durch den Ausstieg Italiens aus der Seidenstraße im Frühjahr 2024 stark gebremst wurden, letztere bereits seit der Sowjetzeit präsent und nun, nach jahrelangen Investitionen, durch die europäischen Sanktionen seit 2022 blockiert.
Die Baumwollstraße führt durch Triest
Kehren wir zu dem Geheimtreffen vor einigen Tagen zurück. Es ging um die Militarisierung des Hafens, der de facto bereits unter militärischer Kontrolle steht, aber völlig unter Belagerung stehen würde, wenn Italien die Via del Cotone – den Baumwollweg – eröffnet. Dabei handelt es sich um eine alternative Handelsroute zur Seidenstraße, die im Rahmen einer Partnerschaft zwischen den USA, Indien, Saudi-Arabien, den Arabischen Emiraten, Israel, Jordanien und der Europäischen Union realisiert wird. Sie besteht aus zwei Verbindungen, einer Eisenbahn- und einer Hafenverbindung, und wird mit Mitteln aus dem von der G7 im Jahr 2002 geschaffenen Globalen Infrastruktur- und Investitionsprogramm sowie dem Global Gateway der Europäischen Union finanziert. Ziel ist es, mit China und generell mit den eurasischen Partnerschaften und den BRICS+ zu konkurrieren, von denen die europäischen Länder aufgrund der anglo-amerikanischen Unterwerfung ausgeschlossen sind.
An diesem Wirtschaftskorridor zwischen Indien, dem Nahen Osten und Europa wird Italien aufgrund des im September 2023 unterzeichneten Memorandums über den Hafen von Triest teilnehmen.
Leider ist die geopolitische Lage in Europa – ganz zu schweigen von der wirtschaftlichen Situation, die für alle Staaten des Kontinents katastrophal ist – nicht gerade günstig: Der russisch-ukrainische Konflikt dauert länger als von der NATO vorhergesehen und führt zu großer Instabilität innerhalb des Trimariums – zu dem die Ukraine 2023 unter dem Vorwand der Stärkung ihrer militärischen Unabhängigkeit hinzugekommen ist -; die Lage im Nahen Osten ist eine epochale Katastrophe; die Kriegswirtschaft hat die Erholung der europäischen Länder nicht begünstigt, im Gegenteil, sie hat sie nacheinander in einen langen Winter der Inflation gestürzt; die internationale Unterstützung ist mit dem Aufkommen einer multipolaren Welt unter östlicher Führung gescheitert, die amerikanische Hegemonie in der Welt bröckelt Tag für Tag, Abkommen für Abkommen. Was also tun mit dem Trimarium und Triest?
Die Militarisierung eines internationalen Freihafens scheint eine gut durchdachte Provokation zu sein. Unter Verletzung des Völkerrechts und mit übermäßiger Gewaltanwendung will der atlantische Block seine Stimme gegen Russland und China erheben und versuchen, deren Interessen in den besetzten Gebieten zu begrenzen. Noch wahrscheinlicher ist jedoch, dass sie versuchen, den „eisernen Vorhang“ vom Mittelmeer bis zur Nordsee zu festigen, um die eventuelle geografische Verlagerung des russisch-ukrainischen Konflikts zu bewältigen (oder fast zu bewältigen).
Versuchen wir uns folgendes Szenario vorzustellen: Die Ukraine fällt, die NATO und ihr Stellvertreter, die Europäische Union, die gezwungen sind, einen selbstmörderischen Stellvertreterkrieg zu führen, lassen nicht locker und erklären sich bereit, den Konflikt auf das Herz Europas auszuweiten. Wohin würden sie gehen, um zu kämpfen? Geht man von einem konventionellen Konfliktansatz aus, so wären Polen und Deutschland über Ungarn die optimalsten Gebiete. Bis nach Deutschland vorzudringen, würde jedoch den Zusammenbruch der Deutschen Bank bedeuten, die sich bereits in einer schrecklichen Krise befindet und die Hauptquelle des Geldflusses für die Europäische Zentralbank ist, und das ist inakzeptabel, weil es das politische System der EU und den Euro als Währung implodieren lassen würde, mit katastrophalen Folgen für den bereits angeschlagenen Dollar. Wir müssen also den Feind zurückdrängen und ihn hinter einer bestimmten Grenze halten. Von Triest bis in den Norden ist es daher möglich, durch die Abriegelung Mitteleuropas mit Hilfe Moldawiens und Rumäniens einen abgegrenzten und überschaubaren Kriegsschauplatz zu schaffen, der bereits seit Jahrzehnten durch eine dichte militärische Präsenz der NATO gekennzeichnet ist und in den letzten Jahren mit Übungen und Kriegsschulen in Polen, Ungarn, Bulgarien und Rumänien, die die Soldaten auf den Zusammenstoß mit Russland vorbereiten, ständig erweitert wurde. Denken Sie daran, dass Kroatien die Wehrpflicht wieder eingeführt hat und dass Italien dies bald tun wird, was bereits seit Monaten im Parlament diskutiert wird.
Was um alles in der Welt geschieht in Triest? Um diese Frage zu beantworten, genügen angesichts des Themas der Klausurtagung ein paar Worte: der nächste Kriegsschauplatz. Und sie werden sicher nicht kommen und uns um Erlaubnis bitten, ihn zu beginnen.
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Bonanza Windkraft

Windkraft wird in Europa ausgebaut koste es was es wolle. In Deutschland gibt es schon 30.000 Anlagen und jedes Jahr kommen 2000 neue dazu. Auch in Österreich scheint die Sache ein tolles Geschäft zu sein, teils wird massiv ausgebaut, teils regt sich Widerstand. Ein Bundesland, das sich seine Natur noch sauber und ohne Bodenkontamination erhalten […]
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Propaganda-Lehrstück – Fall Nord Stream: Abgetaucht
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Propaganda-Lehrstück – Fall Nord Stream: Abgetaucht
Interessiert sich eigentlich noch jemand für den größten Terroranschlag auf die deutsche Infrastruktur seit 1945 und die damit eingeleitete Epoche der wirtschaftlichen Marginalisierung unseres Landes? Einige vielleicht. An dieser Stelle eine kurze Zusammenfassung des Geschehens.
von Rocco Burggraf
Am 10. März 2023 hatte ich unter dem Titel „Tatorte ARD und Zeit“ auf einige Hintergründe zur Nord-Stream-Sprengung und die absurd devote Reaktion von Deutschland ebenso wie Europa hingewiesen. Anläßlich des nun runderneuerten Versuchs von wiederum ARD, “Zeit” und “Süddeutsche Zeitung“, den beispiellosen Anschlag auf den Welthandel und klaren Verstoß gegen das hierzulande gern zitierte Völkerrecht zu einem maritimen Wochenendkrimi einiger Tauchsportfreunde herabzustufen, sei nochmal an die verifizierbaren Abläufe und die später untergeschobenen Darstellungen erinnert.
Nord Stream 2 wurde von 2018 bis 2021 gebaut. Es handelt sich um ein europäisches Gemeinschaftsprojekt, das der preisgünstigen Versorgung weiter Teile Europas mit russischem Erdgas diente. Das Fördervolumen von NS I sollte nochmals verdoppelt werden. Mit den deutschen Unternehmen Wintershall, Uniper, DEA, der französischen ENGIE, der österreichischen OMV und der niederländisch-britischem Ableger von Shell waren zahlreiche internationale Unternehmen mit hohen Investitionen beteiligt. Eigner der Leitungen und damit auch Hauptinteressent an deren Inbetriebnahme und Unterhaltung blieben – über eine in der Schweiz ansässige Tochter von Gazprom – die Russen.
Deutliche US-Interessenlage
Bereits mit Bekanntwerden der Planungen zu Nord Stream 2 liefen die USA Sturm gegen das Vorhaben. Mit dem Countering America’s Adversaries Through Sanctions Act (CAATSA) von 2017, dem Protection Europe’s Energigy Security Act (PEESA) von 2020 und der nochmals konkretisierten Version PEESCA von 2021 brachten die USA gleich drei scharf formulierte Gesetze auf den Weg, die alle am Pipelineprojekt beteiligten Firmen und Organisationen mit drastischen rückwirkenden Sanktionen belegten. Unter den zuletzt davon betroffenen 140 Firmen befanden sich allein 40 deutsche. Hauptinitiator dieser Gesetzesinitiativen war nicht irgendwer, sondern der texanische Senator Ted Cruz, seines Zeichens Republikaner und Dauerempfänger von Spenden aus dem amerikanischen Öl- und Energiesektor.
In selten gesehener Einigkeit standen allerdings auch die US-Demokraten auf den “Amerika First”-Barrikaden. Hier stand die angebliche „Sorge um die Versorgungssicherheit Europas“ im Vordergrund. Wer anhand dieses intensiven Mitgefühls der transatlantischen Verbündeten nun messerscharf schlussfolgert, dass in der amerikanischen Führungsetage zu diesem Zeitpunkt bereits Kenntnisse über einen bevorstehenden Konflikt vorlagen, der in Bälde zu einem Zusammenbruch der seit langem verlässlichen Gaslieferungen der Russen hätte führen können, befindet sich zumindest nicht auf der unlogischen Seite geostrategischer Planspiele. Deutschland versuchte das Problem – wie die meisten seiner Probleme – allerdings nicht zu lösen, sondern zog es vor, alles auszusitzen.
Mediale Reflektionen
Es gab unzählige weitere Ansagen aus Washington. Der amerikanische Botschafter Richard Grenell hatte in Sachen Nord Stream 2019 eine an Deutlichkeit kaum zu überbietende Warnung Richtung Deutschland geschickt. Drei US-Senatoren legten am 6. November 2020 mit einem unmissverständlichen und aufsehenerregenden Drohschreiben an die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern und den Sassnitzer Hafen für den Fall nach, dass diese den Weiterbau nicht umgehend stoppen. Schließlich war es dann der vom progressiven Teil Deutschlands gefeierte Wahlsieger Joe Biden, der nach der Fertigstellung von Nord Stream 2 am 7. Februar 2022 auf einer Pressekonferenz im Weißen Haus im Beisein des herbeizitierten Statthalters Scholz ultimativ verkündete, bei einem Einmarsch Russlands in die Ukraine “wird es kein Nord Stream 2 mehr geben!“. Die deutsche Presse meldete dazu, es sei zudem angedeutet worden, dass „die Vereinigten Staaten diese Ankündigungen aus eigener Kraft umsetzen könnten.“ Der dergestalt eingenordstreamte deutsche Kanzler beeilte sich noch in Washington zu salutieren, Deutschland und die USA würden bei Sanktionen “komplett einvernehmlich” agieren.
Gut ein halbes Jahr später knallte es dann am Grund der Ostsee. Was nun in Deutschland in den Medien veranstaltet wurde, war schlechterdings kaum noch zu fassen. Dass die – von den infolge den Anschlag nunmehr nötig gewordenen deutschen LNG-Importen massiv profitierenden – Amerikaner ihre dutzendfachen Ankündigungen einfach in die Tat umgesetzt hatten, galt bei der medialen Reflektion der Zerstörung von drei der vier Pipelinestränge in Frage von Beginn an als unwahrscheinlichste aller Varianten. Statt dessen erhob sich ein grotesk inszeniertes, angestrengtes Geraune, ob da vielleicht die Russen mit durch die eigenen Leitungen geschossenen Projektilen selbst Hand angelegt und dabei vor allem (Pfui Teufel!) eine Methanwolke hatten aufsteigen lassen, die in etwa der Jahresemission des Staates Dänemark entspricht. Was freilich dann vor allem als Affront gegen die Klimarettung zu werten sei.
Lehrstück misslingender Propaganda
Nach wenigen Wochen angestrengter und absurder, zugleich aber merkwürdig leidenschaftsloser Mutmaßungen verschwand der gesamte Vorfall fast zur Gänze aus den Gazetten; ein Ereignis wohlgemerkt, das mal eben einen massiven Anstieg der Energiepreise und damit den wirtschaftlichen Niedergang Deutschlands für Jahrzehnte besiegelt hatte. Erst ein Jahr nach dem Terrorakt sah sich die westliche Presselandschaft genötigt, das immer lauter dröhnende Schweigen zu beenden, und tischte die absurde Geschichte von der Segeljacht “Andromeda” auf; eine Story, deren haarsträubenden Konstruktionsfehler (Auftraggeber, Beteiligte, Routen, Ausgangshafen, Ladevolumen, Sprengstoffart) seitdem immer wieder nachgebessert werden müssen. Was bleibt, ist ein Lehrstück misslingender Propaganda.
Fassen wir kurz die aktuellen offiziellen Erzählungen zusammen: Sechs Ukrainer, darunter Tauch- und Medizinkundige, transportieren tonnenweise Sprengstoff queer durch Nordeuropa Richtung Westen. Sie werden dabei selbstverständlich – der Klassiker in jedem Urlaubskrimi – von einem Blitzer erfasst, verstauen allerdings davon unbeeindruckt ihre tonnenschwere Ladung auf der gänzlich ungeeigneten, immerhin nachhaltigen, unter sehr seltsamen Umständen (gefälschte biometrische Pässe!) in Polen angemieteten ‚Andromeda‘; einem 15-Meter-Boot, das im 5-Sterne Resort “Hohe Düne” vor Warnemünde bereitliegt und von da aus nach Wiek auf Rügen gesegelt wird. Auf dem Schiffchen ist für die sechs zur Ausführung des Auftrages benötigten Personen kaum Platz, erst recht, wenn es sich dabei um Taucher mit Ausrüstung handelt, die nach ihrem Einsatz mindestens drei bis vier Stunden Regeneration benötigen. Spuren des Sprengstoffes werden später von der Bundesanwaltschaft gefunden – auf dem Kombüsentisch. Hierzu sei der Hinweis erlaubt: Sollte sich die Geschichte irgendwann als Inszenierung erweisen, was angesichts der unzähligen Widersprüche mehr als wahrscheinlich ist, so stünde die Bundesanwaltschaft als souveräne deutsche Behörde in massiver Erklärungsnot. Aber zurück zur offiziellen Darstellung.
Phantastische Details
Das Sprengkommando schippert nun also von Wiek aus Richtung Osten zurück, mitten durch das vielbefahrene und deshalb bestüberwachte Binnenmeer der Welt. Bei geneigtem Wind und leichtem Wellengang (und Wein, möchte man anfügen). Nach erfolgreicher Sonarortung der Zielobjekte am Meeresgrund wird mitten im Meer geankert. Mit etwas Glück hat hierzu eine Ankerkette von etwa 240 Meter Länge ausgereicht; bei leichtem Wind und einer Ankertiefe von 80 Meter liegt das Mindestmaß der Kette schon beim Vierfachen der Ankertiefe, bei kräftigerem Wind hätte man eine Länge von etwa einem Kilometer benötigt (mithin, für sich genommen, ein weiteres Zusatzequipment mit dem Gewicht eines Mittelklassefahrzeugs!). Wie dem auch sei: Die – ebenfalls tonnenschweren – Sprengsätze wurden anschließend bis in 80 Meter tiefes, ziemlich kaltes Wasser hinabgelassen, bei erheblicher Strömung und totaler Dunkelheit erfolgreich platziert und hinterher dann auf bisher unklare Weise gezündet.
Wohlgemerkt wiederholt sich dieses Procedere, ohne jeden Zwischenfall, an zwei, wenn nicht gar drei unterschiedlichen Orten. Anschließend verschwinden alle Beteiligten in der Abendsonne. Vorausgesetzt, diese hochriskante Ansammlung völlig sinnbefreiter Entscheidungen wäre tatsächlich geglückt, hätten aufgrund der Sauerstoffversorgung pro Tauchgang am Meeresgrund maximal 20 Minuten Zeit für Orientierung und Anbringung zur Verfügung gestanden. Der Rest wäre für den Weg nach unten und den längeren nach oben draufgegangen. Das Gesamtgewicht von sechs Personen, Tauchausrüstung, Sauerstoffflaschen, Beleuchtung, Balasttanks, Befestigungsmaterial, Werkzeug, Sprengstoff, Ankerkette, Funk- und Ortungsgerät sowie Proviant auszurechnen, mit der Kapazität der “Andromeda” abzugleichen und dann auf deren Seetüchtigkeit zu schließen, erspare ich mir hier. Schon Zwischensummen könnten verunsichern.
Todesmutige ukrainische Freibeuter
Es mag den Nachwirkungen des Streiks der Drehbuchautoren in Hollywood geschuldet sein, dass der auf dem Beifahrersitz geblitzte Mittäter jetzt zu allem Überfluss noch als „Wolodymyr Z.“ enttarnt werden musste, was wahrscheinlich auch dem letzten Trottel klarmachen soll, dass hier keinesfalls die CIA mit Hilfe der ohnehin in der Ostsee operierenden militärischen Einheiten der Navy, sondern todesmutige ukrainische Freibeuter tätig geworden sind. Es überrascht dann kaum noch, dass die deutschen Behörden den bestehenden europäischen Haftbefehl gegen den besagten Tauchlehrer Wolodymyr praktischerweise „nicht wie üblich ins Fahndungssystem eingaben“, was es dem Delinquenten schließlich ermöglicht habe, von seinem Wohnort in Polen in die Ukraine zu entschwinden. Besser so für alle Beteiligten.
Der richtige Wolodymyr und sein Kollege Duda aus Polen übrigens, so verlautet es aus Washington, sollen auch von allem gewusst und sogar ihren Segen gegeben haben. Erkenntnisse, die ganz gut mit der Tatsache zusammenfallen, dass man aktuell die Finanz- und Waffentransfers nach Kiew erstmal einschränken will. Wahrscheinlich, bis Präsidentin Harris installiert ist. Möglicherweise findet sich in Kürze auch noch ein Satellitenfoto, auf dem sich ein ebenfalls beteiligter gewisser Wladimir Kl. sich auf dem Oberdeck der schaukelnden Yacht gerade den muskulösen V-Körper eincremen lässt? Das Rechercheteam von ARD, “Süddeutscher” und “Zeit“, das für den nunmehrigen ermittlungstechnischen Durchbruch gesorgt hat, hat jetzt kurzerhand auch schon mal beim abgetauchten Topterroristen Wolodymyr Z. angerufen und sich erkundigt. Der weist seine Beteiligung zurück. Ziemlich verdächtig!
Der Beitrag Propaganda-Lehrstück – Fall Nord Stream: Abgetaucht ist zuerst erschienen auf anonymousnews.org – Nachrichten unzensiert und wurde geschrieben von Redaktion.

