Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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Kategorie: Nachrichten

Kategorie: Nachrichten

Zahlen aus Großbritannien zeigen: Sterblichkeit von geimpften Kindern enorm gestiegen!

Zahlen aus Großbritannien zeigen: Sterblichkeit von geimpften Kindern enorm gestiegen!

Zahlen aus Großbritannien zeigen: Sterblichkeit von geimpften Kindern enorm gestiegen!

Das ONS (Office for National Statistics) veröffentlichte die Sterbestatistik vom 1. Jänner 2021 bis zum 31. Mai 2022. Die Zahlen sind alarmierend. Geimpfte Kinder sterben mit 44-facher Häufigkeit im Vergleich zu ungeimpften, die Wahrscheinlichkeit an Covid-19 zu sterben steigt um das 137-fache. (Bekanntlich ist die Chance eines schweren Verlaufs für Kinder ohne Vorerkrankung gleich Null.) Es drängt sich die Vermutung auf, dass die Impfstoffe für den Tod vieler Kinder ursächlich verantwortlich sind.

Unter dem Titel „All data relating to ‚Age-standardised mortality rates for deaths by vaccination status, England: deaths occurring between 1 January 2021 and 31 May 2022: 6 July 2022′“ kann man beim britischen ONS die Daten herunterladen (Link hier). Daraus geht ein extrem erhöhtes Sterberisiko für Covid-geimpfte Kinder hervor. Dies deckt sich auch mit weltweit zu beobachtenden „plötzlich und unerwarteten“ Todesfällen junger Menschen, selbst unter 10 Jahren, die beispielsweise beim Schulsport zusammenbrechen und vor Ort versterben. Ursache ist häufig das Herz.

Eine schwere Beeinträchtigung des Herzens ist eine der häufigsten Nebenwirkugnen der mRNA-Genspritzen. Dabei wird der Herzmuskel in einer Art irreversibel geschädigt, welche das Sterberisiko bereits in den folgenden Lebensjahren – aber natürlich auch darüber hinaus – massiv erhöht. Vereinfacht kann man es sich so vorstellen, wie die gefährliche Missachtung einer schweren Grippe. Auch dieses Versäumnis kann zu einer Herzmuskelentzündung (Myokarditis) führen – zurück bleiben Narben und Funktionsstörungen am Herz.

Die Daten aus Großbritannien zeigen einen massiven Anstieg der Sterblichkeit von Kindern und Jugendlichen im Bereich von 10 bis 14 Jahren, abhängig von der Anzahl der mRNA-Spritzen, welche sie erhielten. Sie zeigen auch, dass diese Gruppe – so wie weltweit durch Statistiken abgesichert – keinerlei Risiko hatte, an Covid-19 zu versterben. Auch das änderte sich mit den Spritzen.

Bei ungeimpften Kindern starben 0.31 von 100.000 an oder mit Covid-19 und 6.07 an irgendwelchen anderen Gründen. Mit der ersten Impfung ist eine leichte Zunahme zu bemerken, 3.24 starben an oder mit Covid-19, 4.99 an anderen Gründen. Nach der zweiten Dosis wurden zwar keine angeblichen Covid-Tode protokolliert, dafür 97.28 von 100.00 tote Kinder „wegen anderer Gründe“. Den traurigen Negativ-Jackpot erreichte die Todesstatistik dann bei der dritten Impfung. Hier starben plötzlich 41.29 an oder mit Covid-19 obwohl deren Zahl durch die angeblich so sichere und wirkungsvolle Impfung bei Null liegen sollte. An anderen Gründen starben nun plötzlich 247.73 von 100.000 Kindern.

Großbritannien hat eine Bevölkerung von 66,97 Millionen Menschen, laut ONS sollten im Jahr 2022 etwa 3,8 Millionen Menschen im Alter von 10 bis 14 Jahren in Großbritannien gelebt haben. Demnach wären im Beobachtungszeitraum also 1.569 dreifach geimpfte Kinder „an oder mit Covid-19 gestorben“, 9.416 dreifach geimpfte Kinder starben an anderen Gründen (beispielsweise Nebenwirkungen?). Wir erinnern an die Worte, welche der ZAAVV in Deutschland bei seiner Anzeige aller Verantwortlichen für die Maßnahmen verwendete: Der Staat hat nicht das Recht auch nur einen einzigen unschuldigen Bürger zu töten. Und Mord verjährt nicht.

SCO & Eurasien: Kein Platz für den Wertewesten

SCO & Eurasien: Kein Platz für den Wertewesten

SCO & Eurasien: Kein Platz für den Wertewesten

Die Shanghai Cooperation Organisation (SCO) hat ein Mitglied hinzugewonnen: Weißrussland. Beim jüngsten Gipfel im kasachischen Astana wurde auch deutlich, dass man externe Kräfte – insbesondere die USA und die NATO – draußen halten will. Es etabliert sich eine neue eurasische Sicherheitsarchitektur.

Während die NATO weiter nach Osteuropa (Ukraine) und in den Kaukasus (Georgien) drängt und Washington nach dem Abzug aus Afghanistan gerne einen neuen Stützpunkt in Zentralasien (z.B. in Usbekistan, Tadschikistan oder Kirgisistan) hätte, arbeiten vor allem Moskau und Peking daran, die zentralasiatische Region frei von US-Truppenkontingenten zu halten. Nach der Gründung der „Shanghai Five“ im Jahr 1996 durch China, Russland, Kasachstan, Kirgisistan und Tadschikistan zur Vertiefung des militärischen Vertrauens (und des Abbaus von Truppenkontingenten an den gemeinsamen Grenzen) hat sich das Ganze institutionalisiert und erweitert.

Im Jahr 2001 wurde Usbekistan in die Gruppe integriert, welche sich seitdem auch „Shanghai Cooperation Organisation“ (SCO) nennt. Im Laufe der Zeit kamen auch Indien, der Iran und Pakistan hinzu – und mit dem jüngsten Gipfel in Astana auch Weißrussland. Die Mongolei hat weiterhin Beobachterstatus und 14 weitere eurasische und sogar afrikanische Staaten sind Dialogpartner. Der Fokus der Organisation liegt dabei auf den Sicherheitssektor, wobei Separatismus und Extremismus (inkl. Terrorismus) als Hauptbedrohungen klassifiziert werden.

Allerdings scheint sich der Ansatz mittlerweile zu ändern und die Staatengruppe inzwischen auch weitere Aspekte als sicherheitsrelevant einzustufen, wie beispielsweise der brasilianische Geopolitikanalyst Pepe Escobar es anmerkt. Denn auch die Sicherung von Lieferketten und andere geoökonomische Faktoren spielen eine immer größer werdende Rolle innerhalb der SCO.

Allerdings zeigt die Ankunft von chinesischen Soldaten im Neumitglied Weißrussland für gemeinsame Antiterror-Übungen während der kommenden Tage, dass die Sicherheitszusammenarbeit innerhalb der SCO weiterhin eine sehr große Rolle spielt. Und mehr noch wird klar, dass die ganze Region für den Wertewesten zusehends zur No-Go-Area avanciert. Denn zum umfassenden Sicherheitspaket gehört nicht nur der militärische und polizeiliche Aspekt, sondern auch jener in Bezug auf Wirtschaft und Finanzen. Und in Sachen Finanzsicherheit spielt die Widerstandsfähigkeit gegen westliche Sanktionen eine große Rolle. Es ist also anzunehmen, dass sich auch dort (Entdollarisierung) noch so Einiges tun wird.

Neuester Ampel-Irrsinn: Ausländer sollen weniger Steuern zahlen als Deutsche!

Neuester Ampel-Irrsinn: Ausländer sollen weniger Steuern zahlen als Deutsche!

Neuester Ampel-Irrsinn: Ausländer sollen weniger Steuern zahlen als Deutsche!

Geht’s noch? Um mehr ausländische „Fachkräfte“ nach Deutschland zu holen, will die Bundesregierung Steuersenkungen für Ausländer einführen! So sieht es die jetzt bekannt gewordene sogenannte „Wachstumsinitiative – neue wirtschaftliche Dynamik für Deutschland“ der Ampel unter Punkt 27 vor. Darin heißt es: „Um Deutschland attraktiver für ausländische Fachkräfte zu machen, wird die Bundesregierung zudem steuerliche Anreize für die Arbeitsaufnahme in Deutschland einführen.“

Konkret wird dazu ausgeführt, dass für „neu zugewanderte Fachkräfte“ im ersten Jahr ihrer Arbeitsaufnahme 30 Prozent vom Bruttolohn „steuerfrei“ gestellt werden sollen, im zweiten Jahr dann 20 Prozent und im dritten zehn.

Unter Wirtschaftsexperten hat dieses Vorhaben, eine Ausgeburt der jüngsten nächtlichen Ampel-Sitzung im Bundeskanzleramt, Kopfschütteln ausgelöst: „So ein Schwachsinn kann einem nur bei massivem Schlafmangel einfallen. Ich habe große Zweifel, ob eine solche Regelung vor dem Bundesverfassungsgericht Bestand haben wird“, sagte der Geschäftsführer der Initiative „Neue Soziale Marktwirtschaft“ (INSM), Thorsten Alsleben. Selbst DGB-Chefin Yasmin Fahimi (SPD) räumt ein, der Steuerplan für Ausländer berge „gesellschaftlichen Zündstoff“. 

Im Klartext bedeutet der neue Ampel-Irrsinn: Zwei Leute stehen an derselben Maschine und der Ausländer bekommt 30 Prozent vom Lohn steuerfrei, während der deutsche Kollege für die gleiche Arbeit volle Steuern zahlt!

Vielleicht sollten Scholz, Habeck & Lindner einfach mal deutsche Gesetze lesen, falls es dazu überhaupt noch reicht. Im Gleichbehandlungsgesetz (AGG) von 2006 heißt es in Paragraf 7 (Benachteiligungsverbot): „Bestimmungen in Vereinbarungen, die gegen das Benachteiligungsverbot (…) verstoßen, sind unwirksam.“

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Orbán: Sinn der NATO ist Frieden, nicht endloser Krieg

Die NATO steht an einem Scheideweg. Es lohnt sich, daran zu erinnern, dass das erfolgreichste Militärbündnis der Weltgeschichte als Friedensprojekt begann und dass sein künftiger Erfolg von seiner Fähigkeit abhängt, den Frieden zu erhalten. Doch heute steht nicht mehr Frieden, sondern Krieg auf der Tagesordnung, nicht mehr Verteidigung, sondern Angriff. All dies steht im Widerspruch zu den Gründungswerten der NATO. Die historische Erfahrung Ungarns zeigt, dass solche Veränderungen nie in die richtige Richtung führen. Heute muss es darum gehen, das Bündnis als Friedensprojekt zu erhalten.

Wenn es um die NATO geht, befindet sich Ungarn in einer besonderen Lage. Unser Beitritt zur NATO war das erste Mal seit mehreren Jahrhunderten, dass Ungarn freiwillig einem Militärbündnis beigetreten ist. Die Bedeutung unserer Mitgliedschaft wird erst im Kontext der ungarischen Geschichte wirklich deutlich.

Die Geschichte Ungarns im 20. Jahrhundert ist leider auch eine Geschichte der Niederlagen in Kriegen. Unsere kollektive Erfahrung ist die von Kriegen, die regelmäßig in Bündnissystemen ausgetragen wurden, denen wir ursprünglich nicht angehören wollten und die mit einer Art Eroberungsabsicht oder zumindest mit einem explizit militaristischen Ziel gegründet wurden. Wie sehr wir uns auch bemühten, uns aus den beiden Weltkriegen herauszuhalten, und wie sehr wir auch versuchten, die Länder, mit denen wir in Bündnisse gezwungen wurden, zu warnen, jedes Mal kam es zu einer Niederlage, die Ungarn fast von der Erde ausgelöscht hätte.

Das Schlimmste ist zwar nicht eingetreten, aber unsere Verluste waren dennoch kolossal. Durch diese Kriege hat Ungarn die Kontrolle über seine Zukunft verloren. Nach 1945 wurden wir unfreiwillig Teil des Sowjetblocks und damit auch des Warschauer Paktes, des damaligen Militärbündnisses des Ostblocks. Die Ungarn wehrten sich mit allen Kräften. Wir haben alles getan, um den Warschauer Pakt zu Fall zu bringen. 1956 schlug unsere Revolution den ersten Nagel in den Sarg des Kommunismus, und als dieses System schließlich gestürzt wurde, war unser damaliger Ministerpräsident der erste Führer des ehemaligen Ostblocks, der (in Moskau!) erklärte, dass der Warschauer Pakt aufgelöst werden müsse. Der Rest ist Geschichte. Das Militärbündnis, das uns aufgezwungen worden war, zerbrach fast augenblicklich, und nur wenige Tage nach diesem berühmten Treffen in Moskau war der ungarische Außenminister in Brüssel, um über den Beginn unseres Beitrittsprozesses zur NATO zu verhandeln.

Als die ungarische Nation der NATO beitrat, war sie seit langer Zeit – vielleicht seit fünfhundert Jahren – nicht mehr freiwillig Mitglied eines Militärbündnisses gewesen. Die Bedeutung dieser Tatsache kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Abgesehen von unserem natürlichen Wunsch, uns von der sowjetischen Vorherrschaft zu befreien und uns dem Westen anzuschließen, gab es noch einen weiteren Faktor, der die NATO für uns attraktiv machte: Endlich traten wir einem Militärbündnis bei, das sich nicht der Kriegführung, sondern der Friedenssicherung, nicht der offensiven Expansion, sondern der Verteidigung unserer selbst und anderer verschrieben hatte. Aus ungarischer Sicht hätten wir uns nichts Besseres wünschen können.

Wir sind nach wie vor dieser Meinung, und bis heute hat es keine Umstände gegeben, die sie infrage gestellt hätten. Es lohnt sich jedoch, kurz daran zu erinnern, warum wir vor 25 Jahren in der NATO unsere Garantie für Frieden und Verteidigung sahen. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts war Ungarn von seinem natürlichen zivilisatorischen Umfeld – dem Westen – und noch unmittelbarer von ganz Europa abgeschnitten. Wir tun gut daran, uns an die Worte des amerikanischen Präsidenten Harry S. Truman zu erinnern, der bei der Gründung des Bündnisses dessen Wesen mit folgenden Worten zusammenfasste:

Mit diesem Pakt hoffen wir, ein Bollwerk gegen Aggression und Angst vor Aggression zu errichten – ein Bollwerk, das es uns ermöglicht, uns der eigentlichen Aufgabe von Regierung und Gesellschaft zu widmen, nämlich ein erfüllteres und glücklicheres Leben für alle unsere Bürger zu erreichen.

Die Worte Präsident Trumans entsprachen der Sehnsucht der ungarischen Geschichte: Frieden. Wenn man sie heute liest, wird deutlich, dass das Konzept, das der NATO zugrunde lag, eindeutig das eines militärischen Verteidigungsbündnisses war. Ihre Hauptaufgabe bestand darin, ein geopolitisches Umfeld zu schaffen, in dem sich die Mitglieder des Bündnisses gegenseitig verteidigen. Dies ist nicht nur eine Sicherheitsgarantie, sondern auch ein Wettbewerbsvorteil. Die gegenseitigen Garantien ermöglichten es jedem Mitgliedsland, seine Ressourcen auf die wirtschaftliche Entwicklung und nicht auf die Abwehr militärischer Bedrohungen zu konzentrieren. Die Rede von Präsident Truman enthielt aber noch ein weiteres wichtiges Element: Die NATO diene nicht nur der Verteidigung und der Abschreckung, sondern auch der Beruhigung externer Akteure.

Wenn ich 25 Jahre zurückblicke, kann ich mit Gewissheit sagen, dass es – neben dem allgemeinen Wunsch nach Integration als Teil des Westens – das Friedensversprechen der NATO war, das die Ungarn letztlich zum Beitritt bewogen hat. Vor 25 Jahren, am 16. September 1999, war ich als Ministerpräsident anwesend, als die ungarische Flagge über dem NATO-Hauptquartier in Brüssel gehisst wurde. Ich fasste zusammen, was der Beitritt zum größten Militärbündnis der Welt für uns bedeutet: “Für Ungarn bedeutet der Beitritt zur NATO auch Frieden. Nun, um einen Krieg zu führen – und sei er noch so erfolgreich – braucht man nur Feinde, aber ein dauerhafter Frieden in dieser Ecke der Welt ist ohne Verbündete unmöglich”. Seitdem habe ich die Entwicklung der Zukunftsvision des Bündnisses und die Art und Weise, in der Ungarn die bei seinem Beitritt eingegangenen Verpflichtungen erfüllt hat, aufmerksam verfolgt. Ich habe dies nicht nur aus einem allgemeinen Gefühl der politischen Verantwortung für Ungarn getan, sondern auch aufgrund meiner persönlichen Erinnerungen und meiner direkten Beteiligung.

Tritt ein Land freiwillig einem Militärbündnis bei, so ist es aus Ehre und Eigeninteresse zumindest verpflichtet, seine Verpflichtungen gegenüber diesem Bündnis zu erfüllen. Dies gilt umso mehr, als der ursprüngliche Zweck der NATO – die Sicherung des Friedens – Stärke, Entschlossenheit und Erfahrung erfordert. Und Ungarn hat sein Bestes getan, um seine Stärke zu erhöhen, seine Entschlossenheit unter Beweis zu stellen und Erfahrungen in der Friedenssicherung zu sammeln. So haben wir gemeinsam mit unseren NATO-Verbündeten an der ISAF-Mission in Afghanistan teilgenommen, wo Ungarn als erstes der zuletzt aufgenommenen Mitgliedsländer die nationale Rolle des Leiters eines Wiederaufbauteams in einer Provinz übernommen hat. Wir sind seit dem ersten Tag im Jahr 1999 Mitglied der KFOR, der Friedensmission im Kosovo, zu der Ungarn den viertgrößten Truppenbeitrag leistet. Darüber hinaus stellt Ungarn die Luftverteidigung für zwei weitere NATO-Verbündete, die Slowakei und Slowenien, sowie – auf Rotationsbasis – für die baltischen Staaten sicher. Ungarn beherbergt auch das Zentrum für multinationale Divisionen des mitteleuropäischen Hauptquartiers, ein Schlüsselelement des Systems der militärischen Zusammenarbeit, das Teil des östlichen Flügels der NATO ist.

Ungarn ist auch der Meinung, dass wir neben der Teilnahme an Missionen nur dann Solidarität von anderen NATO-Mitgliedern verlangen können, wenn wir in der Lage sind, uns selbst zu verteidigen. Das ist eine grundlegende Frage der Souveränität. Um die ungarischen Verteidigungskapazitäten wieder aufzubauen, werden unsere Verteidigungsausgaben im Jahr 2023 bereits 2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts betragen und damit den Verpflichtungen entsprechen, die wir auf dem NATO-Gipfel in Wales im vergangenen Jahr eingegangen sind. Bis zum NATO-Gipfel im Juli in Washington sollen neben Ungarn zwei Drittel der Mitgliedsländer dieses Ziel erreichen. Ungarn hat 2016 auch ein umfassendes Programm zur Modernisierung der Streitkräfte gestartet, und wir geben 48 Prozent des Verteidigungsbudgets für die Entwicklung der Streitkräfte aus – mehr als das Doppelte der NATO-Anforderung. Damit gehören wir zu den 10 leistungsstärksten Mitgliedstaaten. Wir beschaffen die modernste Ausrüstung für die ungarischen Streitkräfte. Unsere Soldaten nutzen bereits Leopard-Panzer, neue Airbus-Hubschrauber, gepanzerte Lynx- und Gidrán-Fahrzeuge, und wir haben NASAMS-Luftverteidigungssysteme erworben. Auch dank der organisatorischen Modernisierung, die parallel zu den Beschaffungen läuft, sind die ungarischen Streitkräfte von der Kampfebene auf die operative Ebene gewechselt.

Der Wiederaufbau der ungarischen Rüstungsindustrie ist ebenfalls im Gange. Der Krieg in der Ukraine hat gezeigt, dass die europäischen NATO-Mitgliedsstaaten mit einem ernsthaften Defizit an militärisch-industriellen Kapazitäten konfrontiert sind. Die Entwicklung der ungarischen Rüstungsindustrie, die lange vor dem Ausbruch des Krieges im Rahmen der Pläne zur wirtschaftlichen Entwicklung Ungarns begann, ist zu einem Schlüsselfaktor für die zukünftige Position der NATO geworden. Die ungarische Rüstungsindustrie konzentriert sich auf sechs vorrangige Bereiche: Produktion von Kampffahrzeugen und anderen militärischen Fahrzeugen, Produktion von Munition und Sprengstoffen, Funk- und Satellitenkommunikationssysteme, Radarsysteme, Produktion von Kleinwaffen und Mörsern sowie Luft- und Raumfahrtindustrie und Drohnenentwicklung.

Die Stärkung der ungarischen Streitkräfte und der Rüstungsindustrie kommt nicht nur Ungarn, sondern der gesamten NATO zugute. Ungarn ist ein Bündnispartner, der nicht nur ein loyaler Partner ist, sondern auch bereit ist, aktiv mit anderen Mitgliedern des Bündnisses zusammenzuarbeiten, um die Ziele der Friedenssicherung und der Gewährleistung einer vorhersehbaren Entwicklung zu erreichen.

Die NATO ist heute das bei weitem stärkste Militärbündnis der Welt, sowohl was die Verteidigungsausgaben als auch die militärischen Fähigkeiten betrifft. Wie wir gesehen haben, übertrifft Ungarn sein eigenes Gewicht bei der Entwicklung seiner Verteidigungsfähigkeiten, der Teilnahme an Missionen und der Entwicklung seiner Streitkräfte. Was jedoch die Zukunft der NATO betrifft, sind wir mit der Mehrheit der Mitgliedstaaten nicht ganz einer Meinung. Heute mehren sich in der NATO die Stimmen, die eine militärische Konfrontation mit den anderen geopolitischen Machtzentren der Welt für notwendig, ja unvermeidlich halten. Diese Wahrnehmung einer unvermeidlichen Konfrontation gleicht einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung. Je mehr die Staats- und Regierungschefs der NATO einen Konflikt für unvermeidlich halten, desto größer wird ihre Rolle bei der Herbeiführung eines solchen Konflikts.

Heute wird der sich selbst erfüllende Charakter dieser Konfrontationsprophezeiung immer deutlicher, da die Vorbereitungen für eine mögliche NATO-Operation in der Ukraine begonnen haben – und es gibt sogar hochrangige Berichte, dass sich Truppen aus NATO-Mitgliedsstaaten bereits in der Nähe der ukrainischen Front befinden. Glücklicherweise hat Ungarn jedoch eine wichtige Vereinbarung mit der NATO getroffen, die unsere wichtige Rolle in der Allianz anerkennt, uns aber von direkten Unterstützungsbemühungen in der Ukraine, sei es militärisch oder finanziell, ausnimmt. Als friedliebende Nation betrachten wir die NATO als ein Verteidigungsbündnis – und diese Vereinbarung trägt dazu bei, dass dies auch so bleibt. Diejenigen, die für eine Konfrontation plädieren, stützen ihre Argumente in der Regel auf die militärische Überlegenheit der NATO und der westlichen Welt.

Der große Historiker Arnold Toynbee hat einmal gesagt: “Zivilisationen sterben durch Selbstmord, nicht durch Mord”. Als das stärkste Militärbündnis, das die Welt je gesehen hat, sollten wir nicht die Niederlage durch einen äußeren Feind fürchten. Ein äußerer Feind, wenn er vernünftig ist, wird es nicht wagen, einen NATO-Staat anzugreifen. Aber wir sollten uns sehr davor fürchten, dass wir selbst die Werte ablehnen, auf denen unser Bündnis beruht. Die NATO wurde gegründet, um den Frieden im Interesse einer stabilen wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Entwicklung zu sichern. Die NATO erfüllt ihren Zweck, wenn sie den Frieden gewinnt und nicht den Krieg. Wenn sie Konflikt statt Kooperation und Krieg statt Frieden wählt, begeht sie Selbstmord.

Natürlich obliegt es jedem Mitgliedsland, neben seiner eigenen Weltanschauung und Erfahrung neue Erkenntnisse in den Strategieraum einzubringen. Diese Weltanschauungen sind jedoch durch die unterschiedlichen Erfahrungen der verschiedenen Länder geprägt. In dieser Hinsicht teilen die westlichen Länder eine einheitliche Erfahrung des Sieges, da sie die Kriege der vergangenen Jahrhunderte nacheinander gewonnen haben. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sie in Fragen von Krieg oder Frieden weniger zurückhaltend sind.

Die ungarische historische Erfahrung zeigt jedoch, dass ein Militärbündnis, das sich auf Offensive statt auf Verteidigung konzentriert, und Konflikte sucht statt sie zu vermeiden, sich selbst die Niederlage einhandelt. Das ist es, was uns Ungarn mit den Bündnissystemen passiert ist, die uns im 20. Jahrhundert aufgezwungen wurden. Diese Bündnissysteme bevorzugten Konflikt und Krieg und haben im Krieg gründlich versagt. Im Gegensatz dazu war die NATO von Anfang an ein Verteidigungsbündnis. Deshalb ist es unsere Aufgabe, sie als das zu erhalten, wofür sie geschaffen wurde: ein Friedensprojekt.

Anti-RN-Strategie ging auf – Linksbündnis siegt in Frankreich

Anti-RN-Strategie ging auf – Linksbündnis siegt in Frankreich

Anti-RN-Strategie ging auf – Linksbündnis siegt in Frankreich

Wieder einmal scheint die Strategie des taktischen Rückzugs von Kandidaten in der zweiten Wahlrunde gefruchtet zu haben. Erste Schätzungen weisen auf einen Sieg des Linksbündnisses hin. Die Vereinigte Linke könnte sogar eine absolute Mehrheit der Abgeordneten stellen. Der Rassemblement National dürfte sogar auf den dritten Platz bei den Abgeordneten zurückfallen.

Anstelle eines starken Ergebnisses für den Rassemblement National (RN) von Marine Le Pen scheint nun die Vereinigten Linke den Sieg aus den vorgezogenen Parlamentswahlen davon zu tragen. Darauf weisen die Daten von vier Meinungsforschungsinstituten hin. Denn der taktische Rückzug von drittplatzierten Kandidaten bei der zweiten Runde dort, wo der RN ansonsten den Sieg davontragen würde, trug offensichtlich Früchte.

Den vorläufigen Daten zufolge liegt das Linksbündnis nun mit 170 bis 215 Sitzen vorne, gefolgt von Macrons Zentristen mit 150 bis 182 Sitzen, während Le Pens RN auf nur mehr 110 bis 158 Sitzen kommen dürfte. Anders ausgedrückt: Die Anti-RN-Front war deutlich erfolgreicher als ursprünglich erwartet.

Allerdings wird eine Regierungsbildung bei solch einem Ergebnis schwierig. Keine der drei großen Blöcke will wirklich zusammenarbeiten. Eine Koalition mit den Sozialisten kommt für Macrons Zentristen nicht infrage, zumal diese die umstrittene Rentenreform rückgängig machen wollen. Aber auch geplante Maßnahmen wie die Erhöhung des Mindestlohns, ein Spitzensteuersatz von 90 Prozent und die Einfrierung von Preisen einiger Grundnahrungsmittel werden von den Zentristen nicht unterstützt.

Nicht zu vergessen, dass Le Pens RN in der ersten Wahlrunde in fast allen Wahlbezirken eine relative Mehrheit erzielte – und nun wegen des wahltaktischen Rückzugs von Kandidaten aus dem linken und dem zentristischen Lager wohl auf den dritten Platz zurückfiel.

Ein zynischer Kommentar auf X bringt es überspitzt auf den Punkt: „Macron steht jetzt vor einem totalen Chaos. Er wollte die ‚Hitler‘-Partei stoppen und hat dafür Lenin (Mélenchon) mobilisiert, doch jetzt hat er sowohl Lenin als auch Hitler und steckt selbst in der Mitte fest.“ Auch wenn dies eine Übertreibung ist, macht dieser Tweet deutlich, in welche Bredouille sich Macron schlussendlich mit seinen vorgezogenen Parlamentswahlen brachte.

Jordan Bardella, der eigentlich bei einem Sieg des RN den Posten des Premierministers hätte übernehmen sollen, warnt vor den Konsequenzen des Wahlsiegs der Linken. „Leider berauben das Bündnis der Schande und die gefährlichen Wahlabsprachen zwischen Macron, Attal und der extremen Linken die Franzosen der Regierungspolitik, die sie sich gewünscht haben, als sie letzten Sonntag für uns gestimmt haben“, so der RN-Chef.

Auf die „Grande Nation“ kommen nun jedenfalls turbulente Zeiten zu. Schafft das Linksbündnis eine absolute Mandatsmehrheit, drohen ein wirtschaftlicher Zusammenbruch und eine Schuldenexplosion. Reicht es nicht für eine Mehrheit, stehen sich drei Blöcke gegenüber, die politisch nicht zusammenarbeiten können und das Land in einer politischen Handlungsunfähigkeit verharren lassen. Wobei es in diesem Fall noch die Möglichkeit gäbe, auf eine Minderheitsregierung zu setzen und generell das freie Spiel der politischen Kräfte zu nutzen.

Putin-Modi-Gespräche in Moskau: Was zu erwarten ist

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Der indische Premierminister Narendra Modi besucht am heute und morgen (8. und 9. Juli) Moskau, um gemeinsam mit Präsident Wladimir Putin den Vorsitz beim 22. jährlichen Gipfeltreffen Russland-Indien zu führen. Russland und Indien haben seit der Gründung Indiens im Jahr 1948 sehr enge und gute Beziehungen, die sich gerade in den letzten Jahren noch vertieft […]

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Energiewende und Green Deal haben Blackouts und steigende Kosten zur Folge

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Die weitere Freigabe von CO2 muss unter allen Umständen verhindert werden, so lautet derzeit das Credo in globalistischen Organisationen wie WEF, UNO oder EU. Abgesehen davon, dass der Einfluss von CO2 auf das Klima – so überhaupt vorhanden -unbedeutend ist, ist eine Energieversorgung durch Sonne und Wind unzuverlässig und extrem teuer. Das rechnen Physiker und […]

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Benedikt Kaiser: Notizen zu einer Debatte um das “Vorfeld”

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Die aktuelle Diskussion rund um „Partei und Vorfeld“ ist richtig und wichtig. Sie bietet die Gelegenheit, den eigenen Standpunkt zu aktualisieren und Klarheiten zu schaffen, wo Unklarheiten entstanden. Vorfeld als Begriff: Der Vorfeldbegriff ist, wie jeder politisch-weltanschauliche Terminus technicus, ein Werkzeug. Ein Werkzeug kann man nutzen oder nicht, aber in jedem Fall sollte man, bevor man […]

Frankreich-Wahlen: Volksfront-Bündnis verhindert Durchmarsch der Patrioten – Le Pen: „Unser Sieg ist nur aufgeschoben“

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Nach der zweiten Runde der Parlamentswahlen in Frankreich hat die Ikone der französischen Rechten, Marine Le Pen, von einem nur „aufgeschobenen Sieg“ ihrer Partei Rassemblement National (RN) gesprochen. „Die Flut steigt. Sie ist dieses Mal nicht hoch genug gestiegen, aber sie steigt weiter und deshalb ist unser Sieg nur aufgeschoben“, sagte Le Pen im Fernsehsender TF1 nach Bekanntwerden der ersten für den RN unterm Strich enttäuschenden Prognosen. 

Le Pen betonte aber auch: „Ich habe zu viel Erfahrung, um von einem Ergebnis enttäuscht zu sein, bei dem wir unsere Anzahl an Abgeordneten verdoppeln.“ Auch wenn die Hoffnungen auf einen Sieg oder sogar die absolute Mehrheit sich nicht erfüllt hätten, sei der RN trotzdem die stärkste Partei in Frankreich.

„Bündnis der Schande“

Die Partei, die in der ersten Wahlrunde vor einer Woche mit 33 Prozent noch vorne gelegen hatte, landete bei der zweiten Runde der Parlamentswahlen nur noch auf dem dritten Platz hinter dem linksgrünen Wahlbündnis und dem Regierungslager von Präsident Emmanuel Macron. Der Grund: Zahlreiche Kandidaten hatten ihre Bewerbung zugunsten der Macron-Volksfront zurückgezogen. RN-Parteichef Jordan Bardella sprach von einem „Bündnis der Schande“.

Politische Blockade und Chaos drohen

Präsident Macron kann zunächst weiter im Amt bleiben, auch wenn unklar ist, wie angesichts der weit auseinander liegenden Positionen der Links-Sozialisten und des liberalen Macron-Lagers eine mehrheitsfähige Regierung zustande kommen soll. Denn trotz ihres Überraschungserfolgs bleiben die Linken weit von einer absoluten Mehrheit in der Nationalversammlung entfernt. Diese liegt bei 289 Sitzen. Damit wird die Bildung einer Koalitionsregierung nötig, die in Frankreich unüblich ist.

Hohe Wahlbeteiligung

Laut französischen Medienberichten kommt das Linksbündnis auf 182 Sitze, das Lager von Präsident Macron auf 168 Sitze und der rechte Rassemblement National auf 143 Sitze. Die Wahlbeteiligung betrug 67,5 Prozent und war damit so hoch wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Premierminister Gabriel Attal kündigte noch am Wahlabend seinen Rücktritt an, will aber bis zur Bildung einer neuen Regierung im Amt zu bleiben.

In der Nacht kam es in Paris und anderen Großstädten erneut zu Ausschreitungen. Linke Chaoten zündeten Barrikaden an und warfen mit Feuerwerkskörpern, die Polizei setzte Tränengas ein. In Paris versammelten sich tausende Demonstranten auf dem Place de la République, um den Wahlsieg des Linksbündnisses zu bejubeln. 

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Warum sich Hurrikane verstärken

Warum sich Hurrikane verstärken

Jim Steele

[Alle Hervorhebungen in diesem Beitrag im Original]

Der Hurrikan Beryl verstärkte sich dramatisch und wurde in nur 42 Stunden von einer tropischen Depression zu einem großen Hurrikan. Wie konnte der Ozean in so kurzer Zeit so viel Wärme liefern, dass die Intensität eines Hurrikans zunahm, während er nach Norden über kühleres Oberflächenwasser zog?

Warum sich Hurrikane verstärken

Die Intensivierung von Hurrikanen wird durch 3 Faktoren gesteuert. 1) Die Energiezufuhr durch die Meerestemperaturen; 2) die Windscherung, die in El-Nino- und ENSO-neutralen Jahren zunimmt und die für einen starken Hurrikan erforderliche Sturmstruktur unterbricht; 3) ozeanische Barriereschichten, die den Sturm daran hindern, kälteres unterirdisches Wasser anzusaugen, das normalerweise eine Verstärkung verhindert, und die eine Schicht mit wärmerem unterirdischem Wasser als normal erzeugen, das die zusätzliche Wärme liefert, die für die Verstärkung der Stürme erforderlich ist.

Barriereschichten sind der Schlüssel zum Verständnis der Intensivierung, werden aber in der Panikmache der Medien selten berücksichtigt. Hurrikane verstärken sich, wenn sich unter der Oberfläche Barriereschichten bilden und die Hurrikane daran hindern, auf natürliche Weise kaltes Wasser aus dem Untergrund nach oben zu ziehen, was eine weitere Verstärkung verhindert. Barriereschichten blockieren den Aufwärtssog von kaltem Wasser und sorgen für die zusätzliche gespeicherte Wärme, die die Intensivierung verstärkt.

Barriereschichten bilden sich, wenn Süßwasser das wärmere, salzhaltigere Wasser überlagert und so die Konvektion verhindert, die die Wärme aus dem Untergrund abführt und einen Wärmestau im Untergrund verursacht. In der Karibik bilden sich Barriereschichten häufig, wenn die Süßwasserfahnen der Flüsse Amazonas und Orinoco nach Norden in die Karibik fließen. Die Abflüsse dieser Flüsse erreichen im Juni ihren Höhepunkt, so dass die Verstärkung von Beryl vor der venezolanischen Küste im Juni nicht ungewöhnlich ist!

Die Bildung von Sperrschichten ist lückenhaft und hängt vom Zusammentreffen von Süßwasserströmen und warmen Meeresströmungen ab. Sperrschichten sind kurzlebig. Dickere Barriereschichten überdauern mehr als 30 Tage, dünnere überleben weniger. Unterschiedliche Muster lokaler Barriereschichten sind der Grund dafür, dass sich Hurrikane an einem Ort entlang ihrer Zugbahn zwar verstärken, aber nur für kurze Zeit, einen Tag oder weniger. Je dicker die Barriereschicht ist, desto mehr verstärkt sich der Sturm und desto länger dauert ein starker Hurrikan.

Die Intensität von Beryl wird nach Dienstag, dem 2. Juli 2024, wahrscheinlich abnehmen, da er sich nach Norden bewegt und dabei den dickeren Transport der Sperrschicht entlang der venezolanischen Küste überholt. Diese Sperrschichtdynamik wird erst jetzt häufiger untersucht, so dass ihre Auswirkungen nur selten diskutiert, geschweige denn in den Angst einflößenden Medien dargestellt werden. Lesen Sie jedoch den Artikel von Ma (2023) „Interannual Variability of Barrier Layer in the Tropical Atlantic and Its Relationship with the Tropical Atlantic Modes“. Er bietet eine gute Analyse der Barriereschichten.

Ma schrieb: „Seitdem die Bedeutung der Barriereschicht erkannt wurde, haben viele Studien ihren Entstehungsprozess im Atlantischen Ozean anhand von Beobachtungsdaten diskutiert. Masson und Delecluse (2001) fanden heraus, dass im borealen Winter und Frühjahr Süßwasser aus dem Amazonas an der Oberfläche entlang der Nordküste Südamerikas fließt, was zu einer dickeren BL in dieser Region führt.“

Wie Ma (2023) veranschaulicht, bewegt sich die Süßwasserfahne, die die Entstehung dieser Barriereschicht ermöglicht, allmählich nordwärts in den Golf von Mexiko. Die BLT (Barrier Layer Thickness) vor der Küste Venezuelas, wo sich Beryl gerade verstärkt hat, ist im Winter und Frühjahr am größten, wird dann im Laufe des Sommers dünner und ist von September bis November am dünnsten.

Ich würde vorhersagen, dass sich der Hurrikan Beryl nun rasch abschwächen wird, da er mit seiner Verlagerung nach Nordwesten die Sperrschicht überholt, welche die für die Intensivierung zu einem Hurrikan der Kategorien 4 und 5 erforderliche Wärme lieferte. Es ist reiner Zufall, dass die Zugbahn eines Tropensturms mit einer dicken Barriereschicht zusammenfällt, die Beryls schnelle Intensivierung verursacht hat. Allerdings war es vor dem Zeitalter der Satelliten in den späten 1970er Jahren höchst unwahrscheinlich, eine ähnliche ein- oder zweitägige Intensivierung eines Hurrikans zu beobachten, und wir werden nie erfahren, wie ungewöhnlich der Hurrikan Beryl historisch wirklich ist.

Link: https://wattsupwiththat.com/2024/07/03/why-hurricanes-intensify/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Bemerkung des Übersetzers: Dieser Beitrag ist ihm erst jetzt untergekommen. Bei dessen Erscheinen ist der hier beschriebene Hurrikan „Beryl“ bereits Geschichte. Aber man kann dadurch sehr schön überprüfen, ob die Ausführungen des Autors zutreffend sind oder nicht.