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Hölle mit erneuerbaren Energien in Australien: In beiden größten Bundesstaaten steigen die Strompreise morgens und abends auf bis zu 16.000 US-Dollar
Von Jo Nova
Die Crashtest-Dummy-Nation gewinnt eine Goldmedaille bei den Strompreisen
Und Sie dachten, die letzte Woche sei schon schlimm gewesen. Während der einmalige Preisanstieg von 17.000 Dollar pro Megawattstunde in fünf Staaten gleichzeitig ein Rekord war, haben wir nur eine Woche später ein weiteres Preisfeuer – mit Höhepunkten beim Frühstück und Abendessen am selben Tag in unseren beiden größten Staaten. Das erhöht den Schwierigkeitsgrad (die Rechnung zu bezahlen). Das war nicht nur eine 5-minütige Gebotsrakete – es waren volle 90 Minuten Blitzkrieg zweimal am Tag für New South Wales (NSW) und Victoria. Mit bewundernswerten unterstützenden Bemühungen, in Tasmanien und Südaustralien bereits zum Frühstück Geld zu verbrennen, und dann in Queensland, das sich dem finanziellen Feuer zum Abendessen anschloss.
Der Durchschnittspreis für den gesamten 24-Stunden-Zeitraum vom 5. August war atemberaubend. Letzte Woche flachte der Anstieg im Tagesverlauf auf etwa 300 Dollar pro Megawattstunde ab. Gestern jedoch lag der Durchschnittspreis in NSW und Victoria 24 Stunden lang in Folge bei 2.150 Dollar in beiden Bundesstaaten.
Es ist möglich, dass die AEMO in einigen Staaten erneut den Markt übernehmen muss, um das Feuer zu löschen.
Willkommen in der Hölle der erneuerbaren Energien
In beiden Spitzenzeiten verbrauchte Victoria 7,5 GW Strom zu einem Preis von 17.000 Dollar pro Megawattstunde.

In NSW betrug die Spitzenleistung zum Frühstück 10 GW und zum Abendessen 12 GW. Summieren Sie das Geld für die Energiemenge … theoretisch sind das 17 Millionen Dollar pro Gigawattstunde. Während die Einzelhändler einige Absicherungen haben, um das Blutbad auf dem Spotmarkt zu vermeiden, sendet jeder Anstieg ein Preissignal im Wert von etwa 200 Millionen Dollar. Wir hätten ein Gaskraftwerk bauen können …

Es wäre grausam zu behaupten, diese Preisspitzen hätten mit Ausfällen in der Wind- und Solarenergie zu tun, aber ich sage es trotzdem:

ANERO.id
Paul McArdle von WattClarity weist darauf hin, dass der Bedarf am Abend 30 GW betrug – was mäßig hoch, aber kein Rekord ist. Es wehte nur schwacher Wind, Wolken zogen auf und raubten der Solarenergie den Brennstoff und sieben von 44 Kohlekraftwerken waren außer Betrieb (teilweise absichtlich, teilweise durch Zufall).
Natürlich handelte es sich um ein weiteres feindliches Hochdruckgebiet mit einem Durchmesser von 8.000 Kilometern, welches die gesamte kontinentale Windkraftindustrie lahmlegen sollte.
Was passiert, wenn der „Klimawandel“ Hochdruckgebiete über ganz Australien verursacht?

Und die Wolken zogen herüber
Um 8 Uhr morgens betrug die Gesamtleistung der Wind- und Solarenergie gestern zusammen nur 4 Gigawatt. Noch vor wenigen Tagen um 8 Uhr morgens lieferten dieselben Anlagen 6,6 Gigawatt. Es handelt sich also lediglich um einen „ungeplanten“ Ausfall von 2,5 Gigawatt.


Danke an WattClarity für den Schnappschuss
Obwohl die höchsten Preise in NSW und Victoria verlangt wurden, war die Lage im gesamten National Grid schlecht – für den 24-Stunden-Zeitraum lag der Durchschnittspreis in Queensland ebenfalls bei 1.040 Dollar pro Megawattstunde, in Südaustralien bei 1.600 Dollar und in Tasmanien bei 943 Dollar. Tage wie dieser werden den vierteljährlichen Durchschnittspreis verändern.
Und vergessen wir nicht: Hätten wir uns anders entschieden, hätte ein gutes altes Braunkohlekraftwerk all diesen Strom für 8 Dollar pro Megawattstunde produzieren können . Aber wer braucht schon billigen Strom, oder?
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Ich habe zum Zeitpunkt meiner Bearbeitung, mal auf den Link den Energieversorgers geklickt
Hier werden der Bedarf und die Erzeugung, sowie die aktuellen Preise je MH angezeigt
Unter dem gleichnamigen „Reiter“ ist auch das zu finden:

Dies ist der maximale Wert, den die „Erneuerbaren“ jemals geliefert haben. Energieanteile im Original unter `´ max Fuel Mix. In den Unterzeilen steht:
Wir wollen 100 % erneuerbare Energie zu jedem Zeitpunkt ermöglichen
Unser Ziel ist es, das NEM und das WEM gemeinsam zu entwickeln und zu gestalten, um bis zum Jahr 2025 zu jedem Zeitpunkt und an jedem Tag eine 100 %-ige Versorgung mit erneuerbaren Energien zu ermöglichen.
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Von den Kommentaren auf der Originalseite fielen mir auf:
Gerard Basten August 2024 um 8:08 Uhr · Antworten
Ich habe gerade den folgenden Kommentar erneut gepostet:
Betreff: Samstag: „Großhandelsstrompreise erreichen in fünf australischen Bundesstaaten 17.000 US-Dollar – Befürworter erneuerbarer Energien geben fehlender Kohlekraft die Schuld“
Die Leute sollten verstehen, dass diese Preise fast niemand zahlt. Es sind nur die armen Trottel, die sich entschieden haben, „nackt“ auf den Markt zu gehen, und die sich selbst abschneiden würden, wenn dies überhaupt passieren würde. Die meisten Einzelhändler und damit auch die Kunden sind durch „Differenzverträge“ geschützt, und obwohl sie den Pauschalpreis zahlen, wird ihnen die Differenz zwischen diesem und ihrem vertraglich vereinbarten Preis erstattet. Warum also gibt es diese lächerlichen Preise überhaupt? – fragen Sie sich vielleicht.
Sie sind ein Signal an den Markt, dass es einen gravierenden Mangel an Erzeugungskapazität gibt und dass die Lichter bald ausgehen werden. Potenzielle Erzeuger könnten dies als Zeichen dafür verstehen, dass es an der Zeit ist, in Erzeugungskapazität zu investieren. Und in einem freien und fairen Markt wäre dies richtig. Die Realität ist, dass die AEMO zugelassen hat, dass der Markt korrumpiert wurde, indem sie den Forderungen nach Marktregeländerungen vieler Akteure nachgegeben hat, die ihren eigenen Vorteil suchen, am wenigsten den der Regierungen. Für die Profiteure werden Subventionen aller Art von der AEMO bezahlt und nicht aus dem Staatshaushalt, und so sollte es auch funktionieren.
[der letzte Satz im Original: For them subsidies of all types are paid for by AEMO rather than from government budget, which is how it should work. – also auch zum Nachteil der Verbraucher, der Übersetzer]
Wie lange kann ein so korruptes System bestehen? … Bis die Lichter ausgehen. Dorthin führt uns Minister Bowen, und die meisten Menschen sind sich dessen nicht bewusst!
Es scheint, dass niemand wirklich versteht, was dieser Preis darstellt und warum fast niemand so viel zahlt, obwohl ich bei entsprechender Gelegenheit ähnliche Kommentare abgebe. Die hohen Preise sind unter dem Begriff Value of Lost Load bekannt. Er entsteht, wenn das Angebot knapp ist und die Reserven schwinden. Er wird von niemandem bezahlt, außer von denen, die dumm genug sind, sich „nackt“ auf dem Markt zu begeben. Er ist lediglich ein Krisensignal auf dem Markt, um die Leute wissen zu lassen, dass Ärger im Anmarsch ist. Er soll auch signalisieren, dass es Investitionsmöglichkeiten gibt, dass man Geld verdienen kann. Wie ich bereits sagte, wird den Einzelhändlern die Differenz zwischen diesem hohen Preis (der Maximalwert ist VoLL) und ihrem Differenzkontraktpreis erstattet. Man hört keine Einzelhändler schreien, dass die Preise zu hoch seien, sondern nur die aufgeregten Journalisten und Kommentatoren, die nicht wirklich verstehen, wie der Markt funktioniert.
Antwort von
Jo Nova August 2024 um 16:00 Uhr · Antworten
Gerard, trotz der Verträge und Absicherungen werden die hohen Großhandelspreise zu realen Anpassungen im Einzelhandel führen. Es kann Monate dauern, aber irgendjemand zahlt diese Großhandelspreise und sie müssen ihre Verluste wieder hereinholen. Im Geschäftsjahr 22-23 wurden an der NEM rund 25 Milliarden Dollar gehandelt. Das ist viel Geld. Es ist nicht richtig zu sagen, „niemand zahlt diese Preise“. Die Leute, die billige Kontrakte für Futures anbieten, können nicht weiterhin billige Kontrakte für das nächste Jahr anbieten, wenn sie befürchten, dass weitere Großhandelspreisspitzen sie auslöschen werden.
Wenn ein Preisanstieg auf ungewöhnliche Bedingungen zurückzuführen ist, werden sich diese Erwartungen nicht ändern. Wenn die Preisanstiege jedoch häufiger auftreten und auf einen tatsächlichen Mangel im Netz zurückzuführen sind (was der Fall ist), werden die Quants und Analysten die von ihnen angebotenen Vertragspreise erhöhen.
Als wir das letzte Mal extrem hohe Großhandelspreise hatten (Mai 2022), hatte das innerhalb weniger Wochen reale Auswirkungen. Zuerst flehten die kleinen Einzelhändler (die günstigere Angebote anboten) ihre eigenen Kunden an, wegzugehen, und dann gingen sie pleite, wodurch die Einzelhandelskunden weniger Auswahl hatten und oft zu teureren Tarifen wechselten.
In den vierteljährlichen AEMO-Berichten wird oft darüber gesprochen, wie kurze Preisspitzen die Durchschnittskosten für das gesamte Quartal erhöhen. Sie nennen die Tage und erläutern die Gründe. Die Großhandelspreise für Futures reagieren schnell auf die Signale des Spotmarkts. Siehe Diskussionen wie diese: https://www.leadingedgeenergy.com.au/news/electricity-market-updates-july-2022/ Die Preissteigerungen im Jahr 2022 waren größer und hielten länger an als die, mit denen wir heute konfrontiert sind, aber die Preise für Terminkontrakte haben das Preissignal schnell erhalten.

Bereits am 9. Mai 2022 berichtete AFR : „Energieexperten gehen davon aus, dass sich der starke Anstieg der Großhandelsstrompreise ab dem 1. Juli auch auf den Einzelhandel auswirken wird, entgegen den Behauptungen beider Parteien. “
Die Einzelhandelspreise in Australien stiegen im Juli 2022 um etwa 5 – 20 % und im Juli 2023 um einen ähnlichen Betrag. Die Spotpreise waren dabei führend.
Der NEM-Spotmarkt legt Fabriken effektiv still und stoppt oder startet Investitionen (wie Jamie Dimon, CEO von Alinta, betonte, als negative Preise zur Mittagszeit die gesamte Entwicklung großer Solaranlagen und großer Generatoren stoppten).
Siehe den ACCC-Bericht „ Haushalte müssen mit höheren Stromrechnungen rechnen, da die Großhandelspreisspitzen durchschlagen “
Zusammengestellt und übersetzt durch Andreas Demmig
Ex-Bundesinnenminister Gerhart Baum fordert Verbot der Jungen Alternative (JA)
#SchrödersWochenrückblick: Britische Regierung bekämpft eigene Bürger statt Migrantenkriminalität zu stoppen!

Anstatt die Ursachen der Kriminalität zu bekämpfen, zensiert der britische Premierminister Stimmen, die sich gegen Migrantengewalt aussprechen.
Orwells Alptraum-Welt ist in Großbritannien zur bitteren Realität geworden!
Die DeutschlandKURIER
-Kolumnistin Silke Schröder blickt auf die Themen der Woche zurück.
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Die Schließung des europäischen Verstandes
Der Stand der Bildung im Herzen Europas: Das deutsche System wird zu einem “guter Absichten” degradiert. Wenn das Einmaleins zu einem schwindelerregenden Rätsel wird, wie kann dann erwartet werden, komplexe diplomatische Sachverhalte friedvoll zu harmonisieren?
Elem Chintsky
Wie sieht das Bild eines kontrollierten freien Falls aus? Sind doch beide Adjektive konträr zueinander ausgerichtet? “Kontrolle” impliziert Vorsätzlichkeit und ein hierfür bewusst eingesetztes, bürokratisches System. Etwas, das “frei” geschieht, trägt die Konnotation von Unvorhersehbarkeit und einer Manipulationsresistenz.
Und doch macht deutsche Sturköpfigkeit diesen oxymoronischen Spagat möglich. Die Zutaten sind neokoloniale Mentalität, die – eine geheuchelte Gleichberechtigung predigend – implizit eine moralische Vormundsposition einnimmt. Gleichzeitig wird ein mikroagressiver Selbsthass gegenüber dem eigenen kulturellen Vermächtnis vermittelt, der zu seiner unterschwelligen Dekonstruktion beiträgt. All das führt zu einem inneren Politikum der gewaltsam zerbrochenen Völkerverständigung im eigenen Land, die von einer extremen, illegalen Einwanderung verursacht wird und zu einem (für die meisten) glaubhaften und spaltenden politischen Diskurs zwischen “rechts und mittelinks-links” führt.
Dabei ist es die AfD-Spitze, die unbiegsame Unterstützung Israels bei all seinen Abenteuern beteuert. Ist nicht aber Israel das Land, welches nachweislich die USA beim Anzetteln und Führen der Irakkriege, der Invasion Syriens und dem Regierungssturz von Gaddafis Libyen beeinflusste? – Alles Ursachen für die großen Migrationswellen hinein in den Garten Europas, die die AfD so vehement verurteilt und von Anbeginn zum Programmpunkt Nummer eins machte und dafür von den linksliberalen NATO-Systemparteien regelmäßig als Nazi-Partei verschrien wird.
Es scheint auch niemand davon wissen zu wollen, dass es geleakte Papiere des israelischen Ministeriums für Nachrichten- und Geheimdienste, Militärnachrichtendienst und Militärgeheimdienst gibt (nach dem 13. Oktober 2023), welche genau beschreiben, wie all die 2,2 Millionen Palästinenser, die nach dem Genozid im Gazastreifen noch am Leben sein sollten, über Ägyptens Sinai-Halbinsel in die EU und nach Kanada verfrachtet werden sollen.
Wie vereinbart man hier die recht dramatischen Interessenkonflikte? Indem diese Widersprüche gar nicht erst in den Mainstream-Diskurs eingespeist werden, da die Empfänger längst allzu aufklärungsresistent geworden sind. Oder wird die “vereinfachte Tagesschau” in solchen Punkten die komplexe Erkenntnis liefern? Sicherlich nicht die klassische Tagesschau. Begonnen hat es also mit dem humpelnden Einmaleins – enden wird es aber mit der bedauerlichen Entsendung derselben Kinder in den Dritten Weltkrieg und der verwirrten Frage, wie es zu all dem überhaupt hatte kommen können.
Tanz der falschen Tugenden – Bildungsferne verschleiert durch Virtue signalling
Warum bremst der Feminismus der dritten Welle sofort wieder ab, sobald die Forderung ertönt, dass Frauen im Kriegsfall – gleichberechtigt – gegen ihren Willen in den Wehrdienst an der Waffe einbezogen werden dürfen? Oder die hoch ideologisierte Grundsatzfrage, wer eine Frau ist und wer ein Mann? Diese binäre biologische Realität ist mittlerweile auch “offiziell” gesprengt worden – besonders bei den Vorreitern der gelebten, vermeintlich inklusiven Gender-Ideologie, den USA selbst. Auch die diesjährigen Olympischen Spiele in Paris sind ein desensibilisierender Testplatz und – neben dem Eurovision Song Contest – eines der effektivsten Overton-Fenster hierfür.
Der Westen kämpfe um die kulturell-nationale, sprachliche und territoriale Integrität der Ukraine, solange der “ewige, rohstoff- und landreiche Russe” das Feindbild sein darf. Wird aber die kulturell-nationale, sprachliche und territoriale Integrität der von der UNO-Feindstaatenklausel weiterhin in Geiselhaft gehaltenen Bundesrepublik gesprochen, ist man in hysterischer Windeseile ein staatlich attestierter Faschist und Nazi.
Apropos deutsche Sprache. Allein beim Nachbarn Österreich gerät das Sprachproblem im Schulsektor außer Kontrolle: “An den Wiener Pflichtschulen sprechen laut einer Auswertung der Statistik Austria sieben von zehn Schülern im Alltag kein Deutsch”, heißt es bei heute.at. Weiter wird der Vorsitzende des Zentralausschusses der Wiener LandeslehrerInnen an Allgemeinen Pflichtschulen Thomas Krebs zitiert, der erläutert, dass “Wiener Pflichtschullehrer vermehrt ein berufliches Umfeld suchen, wo Deutsch die Verkehrssprache in den Schulen ist.
Viele gehen beispielsweise in ein anderes Bundesland. Viele sehen, dass sie nichts mehr bewirken können und verlassen enttäuscht den Beruf.” In Deutschland selbst sieht es nicht anders aus – der Abwärtstrend bei der Bildungsarmut ist seit einer Dekade unbeirrbar. Nimmt man einem Volk etwas so Grundsätzliches wie die eigene Sprache, nimmt man ihm auch die eigene Identität, Geschichte und Fähigkeit zur Selbstbestimmung.
Neuerdings kam die Quittung für die Qualität der Grundschulausbildung aus dem zweitreichsten Bundesland Deutschlands: 60 Prozent der Fünftklässler Baden-Württembergs können nicht dividieren, während 47 Prozent nicht wissen, was eine Subtraktion ist. Wobei 42 Prozent nicht multiplizieren können. Das sind erschreckende Zahlen. Vorher nannte ich das System der deutschen Bürokratie, die letztendlich diese Prozesse der Wissensweitergabe konstruktiv lenken und ihre Resultate maximalisieren soll. Ebendiese ideologisch aufgeladene Bürokratie hat mit den Quarantäne-Jahren der “Corona-Krise” geradezu irreparable Kognitiv-Schäden bei den Kindern verursacht. Sauerstoffmangel durch die Gesichtswindel, durch Ausgangsverbot forcierte Natur- und Bewegungsferne sowie soziale Isolierung haben zu einer Retardierung der geistigen Fähigkeiten geführt.
Es handelt sich um Beeinträchtigungen, die noch langfristige, interdisziplinäre Wellen bei der zukünftigen deutschen Effizienz im akademischen und industriellen Sektor schlagen werden. Die ohnehin bereits von den USA verordnete, deutsche Deindustrialisierung ist da wahrlich kein Vorteil. Schaut man sich die intellektuelle Verfassung der Politikerklasse an – vor allem Außenministerin Baerbock, Insolvenzexperten Habeck, oder Kriegstreiberin Strack-Zimmermann –, so wird ersichtlich, dass dieser Prozess der Schließung gar nicht erst im März 2020 begann.
Die Vermutung wächst, dass ein vorsätzliches Projekt der Volksverdummung auf Hochtouren läuft. Die “vereinfachte Tagesschau” ist ein Testament für die Richtung, in die die weitere Reise geht. Für die Vermittlung des Einmaleins – befriedigend. Für die Aufklärung in Sachen Frieden und Krieg – ungenügend.
In Allan Blooms Werk von 1987, “Die Schließung des amerikanischen Verstandes” (Originaltitel: “The Closing of the American Mind: How Higher Education Has Failed Democracy and Impoverished the Souls of Today’s Students”) argumentiert der Autor, dass der immer stärker institutionalisierte Relativismus im Bildungssektor, der unter dem attraktiven Credo einer liberalisierenden Progressivität und Offenheit – weg von vermeintlich einengenden, intellektuellen und geistigen Traditionen – zu einer schädlichen Beliebigkeit, Disziplinlosigkeit und eben intellektuell-geistigen Schließung der Gesamtgesellschaft führe.
Bloom widmet sich in seiner Kritik am amerikanischen Bildungssystem besonders dem Hochschulsektor, der seiner Meinung nach durch die Liberalisierungsbewegungen um das Jahr 1968 herum aufgeladen wurde. Gibt man sich zu bedenken, dass das Nachkriegseuropa eindringlich von den intellektuellen und kulturellen Trends Nordamerikas beeinflusst wurde, gilt dieses Abhängigkeitsverhältnis auch in dem umerzogenen Nachkriegsdeutschland, wie es die Herren Autoren von “Die intellektuelle Gründung der Bundesrepublik” (1999) penibel und genau rekonstruieren.
Blooms Werk von 1987 ist eigentlich auch eine natürliche Reaktion gewesen auf reaktionäre Bücher wie “Eros und Zivilisation” (1955) von Herbert Marcuse, der entscheidend dazu beitrug, dass Studenten in einer selbstgerechten, jugendlich-maximalistischen, neufreudianisch-sexuellen Überreaktion das akademische Vermächtnis im Westen so stark zum Beben gebracht haben – zutiefst überzeugt, dass sie im Prozess das verhasste Rad neu erfinden würden. Bloom war kulturell eine wertekonservative Gestalt, überzeugt von den moralischen Traditionen von einst, welche eine würdige und zutiefst verantwortungsbewusste Elite tragen und nach außen projizieren würde. Er sah diese aber bereits zum Ausklang des Kalten Krieges als zerfressen an. Zudem befürchtete der Philosoph eine akute Gefahr, dass je mehr sich die Massen verdummen ließen, desto eher würden auch die Eliten samt ihrem Wertekanon und ihrem Verhalten simultan degradieren, was sich zu einer enormen Krise der westlichen Zivilisation entladen würde.
Der Elitenbegriff ist ohnehin strittig: Kann man auf Eliten gänzlich verzichten? Wie kommt eine Elite hervor? Im Offenen oder im Verborgenen? Wie hat eine Finanzelite Einfluss auf eine Bildungselite – gibt es dort etwa wissenswerte Korrelationen?
Der Aufsatz des bekannten Linguisten Noam Chomsky, “The Responsibility of Intellectuals” (1967, zu Deutsch: “Die Verantwortung der Intellektuellen”) hat schon zwei Dekaden vorher die Unzulänglichkeiten und Verfehlungen der intellektuellen US-Eliten (mit ihrer Anfälligkeit für den Einfluss seitens etablierter Machtstrukturen und des US-Staates allgemein) aufgezeigt – obgleich von einer weltanschaulich eher entgegengesetzten Position Blooms. Die Ereignisse nach März 2020 legen ebenfalls eine korrupte und ethisch bankrotte Kaste der Intellektuellen offen.
Der Druck, einen Ausweg zu finden, ist gänzlich auf das Individuum abgewälzt worden. Es ist selbst verschuldet. Persönliches Urteilsvermögen eines jeden Einzelnen wurde so weit verwundet, dass nicht einmal die trübe, aber auch immer wahrscheinlicher werdende Aussicht auf einen globalen Krieg die nötige Ernüchterung und Rückbesinnung mehr stimulieren vermag. Die eigene Unmündigkeit muss zuerst anerkannt und konfrontiert werden. Dazu fehlen die Methoden. Sie werden nicht mehr vermittelt.
Der Westen, dank des monolithischen Düsenantriebs seiner minderbemittelten ethikbefreiten Eliten, ist heute endlich an dem Ziel angekommen, wo das etatistische Dogma der moralischen, biologischen und geopolitisch-machtpolitischen Willkür einen schier unerschütterlichen Logen-Platz eingenommen hat. Blooms und Chomskys Schrecken sind nicht nur erbarmungslos in Erfüllung gegangen – der 1992 verstorbene Akademiker Bloom hätte sich nicht einmal träumen lassen können, in welchem Maße sie im Jahr 2024 sogar übertroffen werden würden. In den USA, in der EU, in der BRD.
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Elem Chintsky ist ein deutsch-polnischer Journalist, der zu geopolitischen, historischen, finanziellen und kulturellen Themen schreibt. Die fruchtbare Zusammenarbeit mit RT DE besteht seit 2017. Seit Anfang 2020 lebt und arbeitet der freischaffende Autor im russischen Sankt Petersburg. Der ursprünglich als Filmregisseur und Drehbuchautor ausgebildete Chintsky betreibt außerdem einen eigenen Kanal auf Telegram, auf dem man noch mehr von ihm lesen kann.
Die Astana-Erklärung – eine Kampfansage an die US-Weltmacht
Der 24. Gipfel der Staatschefs der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO) endete am 4. Juli 2024 in Astana, Kasachstan. In der Pressemitteilung wurde die Entschlossenheit der Gruppe betont, ihre Rolle bei der Beeinflussung des Weltgeschehens auszubauen, eine unmissverständliche Herausforderung für die weltweite Führungsrolle der USA.
Die SCO ist ein bedeutender Weltzusammenschluss. Sie wurde im Juni 2001 in Shanghai mit sechs Gründern gegründet – China, Kasachstan, Russland, Tadschikistan, der Kirgisischen Republik und Usbekistan. Mit der Aufnahme von Indien, Iran und Pakistan hat sie nun neun Mitglieder plus drei Beobachter – Afghanistan, Weißrussland und die Mongolei – sowie 14 Dialogpartner, darunter die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien und die Türkei.
In seinen Mitgliedern lebt 40 Prozent der Weltbevölkerung, die gemeinsam 23 Billionen US-Dollar zum globalen Bruttoinlandsprodukt beitragen.
Am Gipfel in Astana nahmen 16 Staats- und Regierungschefs teil, darunter der chinesische Präsident Xi Jinping, der russische Präsident Wladimir Putin, der pakistanische Präsident Shehbaz Sharif, der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan, der aserbaidschanische Präsident Ilham Aliyev und der UN-Generalsekretär António Guterres. Indien wurde von seinem Außenminister Subrahmanyan In Jayshankar vertreten. Während des Gipfels wurde Weißrussland als Vollmitglied aufgenommen und China übernahm den jährlich wechselnden Vorsitz der Gruppe.
Die Erklärung von Astana enthält die üblichen Grundsätze: die Verpflichtung, eine repräsentativere, demokratischere, gerechtere und multipolarere Welt aufzubauen, die Achtung der territorialen Integrität ihrer Mitglieder, die Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten ihrer Mitglieder (China betrachtet seinen Anspruch auf Taiwan strikt als eine innere Angelegenheit) und das Recht der SCO-Mitglieder, unabhängig ihren politischen und wirtschaftlichen Weg zu wählen. Die Mitglieder sind außerdem entschlossen, den internationalen Einfluss der Gruppe zu stärken, und bezeichnen sich selbst als wichtige Organisation in der multipolaren Welt.
„Multipolar“ ist interessant. In westlichen Hauptstädten glaubt man, China befinde sich in einem bipolaren Wettstreit mit den USA. Wenn es einen weiteren Pol gibt, dann deutet das auf Russland hin.
Ähnliche Ansichten wie in der Astana-Erklärung, insbesondere die Notwendigkeit des Friedens, finden sich in den Kommuniqués fast aller Versammlungen, an denen die Vereinigten Staaten teilnahmen, einschließlich ihrer Treffen mit ASEAN bei Ostasiengipfeln. Die Kommuniqués betonen üblicherweise den Frieden und unterstützen die territoriale Integrität sowie das Recht der Mitglieder und assoziierten Länder, unabhängig ihren eigenen politischen und sozioökonomischen Weg zu wählen.
Zur Stärkung dieser Prinzipien müssen alle Staaten, die an ASEAN-Treffen teilnehmen, den Vertrag über Freundschaft und Zusammenarbeit (TAC) von 1976 ratifizieren. Die Vereinigten Staaten sind eine der 51 Hohen Vertragsparteien, die dies getan haben. Der TAC wurde 1987, 1998 und 2010 geändert, aber sein Kernprinzip der friedlichen Koexistenz und freundschaftlichen Zusammenarbeit bleibt unverändert. Die Androhung oder Anwendung von Gewalt zwischen den Parteien ist wie in der UN-Charta verboten, wird aber wiederholt ignoriert.
Ein weiteres Problem, das die USA bei der Einhaltung des TAC-Abkommens untergräbt, ist das Netz von Militärstützpunkten in Nordostasien (Guam, Japan, Südkorea), mit denen sie ihre Dominanz in dieser Region und darüber hinaus durchsetzen wollen.
Was Südostasien betrifft, so feiern die USA nach der Räumung ihrer Stützpunkte in Thailand und den Philippinen am Ende des Vietnamkriegs ein Comeback. Sie haben mit den Philippinen ein Abkommen über eine verstärkte Verteidigungskooperation ausgehandelt und verfügen nun über einen neuen Luftwaffenstützpunkt in Basa in Pampanga. Weitere Stützpunkte sind Fort Magsaysay in Nueva Ecija, Palawan, Cebu und Cagayan de Oro. In Thailand und anderen ASEAN-Ländern gibt es noch keinen Stützpunkt, obwohl einige von ihnen, vor allem Singapur, regelmäßig Soldaten und Piloten zur Ausbildung in die USA schicken.
Unterdessen werden die Überwachungsanlagen des US-Militärs weiter ausgebaut. Die US-Raumfahrtbehörde plant, von ihrem Stützpunkt Grand Forks in North Dakota aus weitere 250 militärische Überwachungssatelliten ins All zu schicken. Diese sollen die militärischen Aktivitäten Chinas und Russlands rund um den Globus genauer überwachen als je zuvor.
Bei der vielbeachteten Quad handelt es sich angeblich um eine Beratungsvereinbarung zwischen den USA, Japan, Australien und Indien, die erörtern soll, was gegen Chinas wachsenden regionalen Einfluss zu tun ist. Doch Indien ist ein eher zwiespältiger Partner, wie seine Mitgliedschaft in der SCO zeigt: Entweder hat es in beiden Lagern einen Fuß oder gar keinen. Die Türkei weist eine ähnliche Zwiespältigkeit auf, da sie sowohl Mitglied der NATO als auch der SCO ist.
Die Welt verändert sich, insbesondere in unserer Region, und Australien sollte sich mit ihr verändern. Die Regierung Chifley sah die kurze Nachkriegszeit als Gelegenheit, sich Indien, Indonesien und anderen neuen unabhängigen Staaten in ihrem Streben nach Blockfreiheit anzuschließen. Doch unter Menzies verzichteten wir auf jede Gelegenheit, unsere Präsenz oder Interessen bei den blockfreien Treffen der Nachkriegsstaaten geltend zu machen, angefangen mit der Bandung-Konferenz 1955. Und dann ging es weiter, als Australien sich an Kriegen gegen die „Kommunisten“ in Malaysia, Indonesien und Vietnam beteiligte.
Nach einer Übergangszeit, in der Australien zu unserem beiderseitigen Vorteil mit seinen asiatischen Nachbarn zusammenarbeitete, sind beide Seiten der Politik von Amerikas China-Phobie verführt worden. Die Einführung von AUKUS, insbesondere die Möglichkeit, von den USA zu enormen Kosten atomgetriebene U-Boote zu erwerben, verschärft unseren Mangel an Handlungsfreiheit in der Außenpolitik und bei Verteidigungsentscheidungen. In einer sich schnell verändernden Welt mit schwindender US-Macht sind wir auf dem falschen Fuß erwischt worden und haben nicht die Entscheidungsfreiheit, uns an wechselnde Allianzen anzupassen.
Er hatte einen Mann enthauptet: Verurteilter Somalier bekam Freigang für Kinobesuch – und türmte
Er wird von der Polizei „als äußerst gefährlich“ eingeschätzt, trotzdem bekam er Freigang: Der 24 Jahre alte verurteilte Straftäter Mursal M., der einst über ein Resettlement-Programm nach Deutschland geholt worden war, konnte am Donnerstagnachmittag bei einem Kinobesuch seinen beiden Begleitern entwischen.
Vor drei Jahren hatte der Somalier in einem Obdachlosenheim einen Mitbewohner getötet. Laut „Bild“ hatte er 111 Mal mit dem Messer auf sein Opfer eingestochen und es anschließend enthauptet. Da er die Tat in einem „schizophrenen Wahn begangen habe“ – er soll geglaubt haben, der Mann sei von Dämonen besessen und diese habe er töten wollen – kam er in ein psychiatrisches Krankenhaus. Das Landgericht Deggendorf verurteilte ihn wegen Totschlags, stufte ihn jedoch aufgrund von angeblicher paranoider Schizophrenie als schuldunfähig ein. Aus dem Urteil geht hervor, dass der Somalier unter Vermittlung des UNHCR am 09.10.2018 im Rahmen des Programms zur „Neuansiedlung von Schutzsuchenden“ (sog. Resettlement) durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge eine Aufnahmezusage erhielt und mit dem Flugzeug am 15.10.2018 nach Deutschland gebracht wurde.
Derzeit ist M. im Bezirkskrankenhaus Mainkofen in Deggendorf (Niederbayern) untergebracht. Gestern gelang dem 24-Jährigen gegen 15.00 Uhr bei einem begleiteten Ausgang in Plattling – er war mit zwei Klinik-Mitarbeitern auf dem Weg zu einem Kinobesuch – die Flucht. Die Polizei leitete eine Öffentlichkeitsfahndung nach dem Geflohenen ein, allerdings erst drei Stunden nach der Flucht. Rund 100 Einsatzkräfte, darunter ein Polizeihubschrauber, Hundeführer sowie eine Drohne der Bayerischen Grenzpolizei waren an dem Einsatz beteiligt. Die Polizei bezeichnete den Mann als „äußerst gefährlich“ und warnte ausdrücklich davor, sich ihm zu nähern oder ihn anzusprechen, vielmehr sollte sofort die Polizei informiert werden. Zudem sollten im Großraum Plattling keine Anhalter mitgenommen werden.
Am Abend gab es dann Entwarnung: „Polizeieinsatzkräfte haben den Mann am Donnerstag, 08.08.2024, gegen 23.30 Uhr, nach sachdienlichen Hinweisen aus der Bevölkerung in Plattling in der Nähe eines Lebensmitteldiscounters widerstandslos festnehmen können“, teilte die Polizei mit.
Die Freude ob dieser guten Nachricht dürfte sich in der Bevölkerung in Grenzen halten, denn warum ein „äußerst gefährlicher“ Straftäter, der einen Mann enthauptet hat, für einen Kinobesuch Freigang erhält, ist den Bürgern nicht vermittelbar. Auch muss man sich fragen, warum die Polizei die Informationen über die Flucht bis zum frühen Abend zurückgehalten hat. „Die Fahndung ist zeitgerecht sofort nach Bekanntwerden der Entweichung angelaufen. Die Öffentlichkeitsfahndung setzt in der Regel einen richterlichen Beschluss voraus, und das ist in der Regel abzuklären mit den zuständigen Stellen“, befand der Sprecher der Polizei Niederbayern auf Anfrage von „Bild“. Hätte der Somalier in der Zeit jemanden getötet, der sich der Gefahr nicht bewusst war, hätte das Opfer wohl einfach Pech gehabt?
Wieso ein Schwerkrimineller überhaupt Freigang erhält, um sich im Kino einen Film anzuschauen, will nun auch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) ergründen: „Ich werde eine genaue Untersuchung veranlassen, wieso das Bezirkskrankenhaus überhaupt einen Kinobesuch dieses hochgefährlichen Mannes zugelassen hat.“ Das Ergebnis dieser Untersuchung darf dann wohl mit Spannung erwartet werden…
Ukrainische Offensive auf russischem Gebiet: erster direkter Angriff auf Russland seit 1941

Die Operation, die in der Region Kursk begann, ist nicht nur ein Ablenkungsmanöver, sondern bedeutet eine Neuausrichtung des Konflikts und ist der erste direkte Angriff auf russisches Gebiet seit dem Zweiten Weltkrieg, berichtet Le Figaro. Und Simplicius The Thinker stellt fest, dass auch erstmals seit dem WK II wieder deutsch Panzer im “alten” Russland auf […]
Der Beitrag Ukrainische Offensive auf russischem Gebiet: erster direkter Angriff auf Russland seit 1941 erschien zuerst unter tkp.at.
Auch das polare Meereis trotzt dem Alarm-Geschrei – an beiden Polen
Cap Allon
Einführung des Übersetzers: In den werktäglichen Bulletins von Cap Allon auf seinem Blog tauschen in letzter Zeit weniger Meldungen über explizite, lokale Kalt-Ereignisse auf, dafür bringt er immer wieder Hintergrund-Beiträge. Diese sind fast durchweg so interessant, dass sie einer separaten Übersetzung würdig sind. Dafür wird die Ausgabe von Kältereports zeitlich gestreckt.
Im Bulletin von Montag, dem 5. August 2024 sind die folgenden beiden Beiträge enthalten, in denen es um das polare Meereis geht – zunächst das in der Arktis, dann in der Antarktis. In beiden Fällen zeigt sich, wie gegenstandslos das Geschrei um ein Verschwinden des Meereises ist. – Ende Einführung.
Die Schifffahrts-Saison in der Arktis wird immer kürzer
Es wird allgemein behauptet, dass das schmelzende Meereis in der Arktis die Nordwestpassage – eine Schifffahrtsroute, die den Atlantik und den Pazifik nördlich von Kanada verbindet – besser zugänglich macht.
Eine neue Studie, die Veränderungen in der Schifffahrtssaison von 2007 bis 2021 untersucht, zeigt jedoch ein anderes Bild.
Eine Analyse der Befahrbarkeit der Nordwestpassage (NWP) ergab, dass die Schifffahrtssaison auf dem Großteil der Route tatsächlich kürzer wird.
Diese Erkenntnis ist bedeutsam – zum einen, weil man gehofft hatte, dass die NWP als kürzere und wirtschaftlichere Alternative zu traditionellen Schifffahrtsrouten wie dem Panama- und dem Suez-Kanal genutzt werden würde.
Vor allem auf der Nordroute ist eine deutliche Verkürzung der Schifffahrtssaison zu verzeichnen. In der östlichen Beaufortsee, der M’Clure Strait und dem Viscount Melville Sound, die alle zu dieser Route gehören, hat sich die Anzahl der Wochen erheblich verringert, in denen Schiffe diese Gewässer sicher befahren können.
In der Östlichen Beaufortsee beispielsweise hat sich die Schifffahrtssaison in den letzten 15 Jahren um 14 Wochen verkürzt, eine erhebliche Veränderung, die sowohl für die kommerzielle Schifffahrt als auch für die Versorgung der Bevölkerung eine Herausforderung darstellt.
Die südliche Route der NWP weist weniger Schwankungen in der Länge der Schifffahrtssaison auf – tatsächlich gibt es keine statistisch signifikanten Veränderungen. Diese Stabilität macht sie jedoch nicht unbedingt zu einer zuverlässigeren Option für die künftige Schifffahrt, behaupten die Forscher, da das Vorhandensein und die hartnäckige Persistenz von mehrjährigem Eis (MYI) ein erhebliches Hindernis bleibt.
Trotz der propagierten Berichte über den „Rückgang des arktischen Meereises“ zeichnen die realen Daten weiterhin ein anderes Bild. Das anhaltende Vorhandensein von MYI, d. h. älterem und dickerem Eis, an „Engpässen“ entlang der Route verkürzt die Schifffahrtssaison weiter.
Diese Verkürzung hat nicht nur Auswirkungen auf den internationalen Schiffsverkehr, betonen die Forscher. Arktische Gemeinden, die für die Versorgung mit Gütern und Lebensmitteln auf den Seeverkehr angewiesen sind, könnten vor größeren Herausforderungen und Kosten stehen. In der Studie wird empfohlen, die Versorgung dieser Gemeinden mit Blick auf das zunehmende Eis in der NWP sorgfältig zu planen.
Die Zoologin Susan Crockford schrieb kürzlich auf X: „Ein Kipp-Punkt des Klimas ist ein theoretisches Konzept, das noch nie beobachtet wurde. Es handelt sich in Wirklichkeit um Panikmache auf Steroiden: Wir könnten es die ‚große Angst‘ nennen. … Dem arktischen Sommer-Meereis wurde eine ‚Todesspirale‘ vorausgesagt, aber es gibt keine Anzeichen für einen Rückgang.“
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Rapide Zunahme des Meereises um die Antarktis
Das AGW-Narrativ wird auch durch die Vorgänge am anderen Ende der Erde nicht gestützt. In den letzten fünf Tagen hat die Ausdehnung des antarktischen Meereises eine Rekordrate erreicht.
Wie die jüngsten Daten des National Snow and Ice Data Center (NSIDC) zeigen, hat die Eisbedeckung zwischen dem 28. Juli und dem 3. August deutlich zugenommen, vor allem an den Küsten der Ost- und Westantarktis.
Grün markiert sind die Gebiete mit Eiszunahme:
Das dröhnende Scvhweigen in den Medien darob ist keine Überraschung.
Genauso wie zu den anhaltend überdurchschnittlich kalten Monaten in der Antarktis:
Link: https://electroverse.substack.com/p/arctic-shipping-season-is-shortening?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Größte Hitze seit 400 Jahren in Australien: Lächerlicher Betrug in Mainstreammedien
Brav apportieren alle Systemmedien das vorgeworfene Stöckchen, denn es garantiert auch weiterhin, dass niemand die Konten kündigt, Kredite fällig stellt oder Staatsförderungen streicht. Mittlerweile ist es auch völlig egal geworden, welchen Blödsinn man publiziert, Hauptsache man ist unterwürfig und vertritt die einzig wahre Einheitsmeinung. So geschehen mit der höchsten Temperatur in Australien seit 400 Jahren. Dumm nur, dass das Thermometer viel später erfunden wurde.
Ein Kommentar von Willi Huber
Es wirkt alles wie ein großer Feldversuch: Für wie dumm kann man die Bevölkerung verkaufen? Offenbar für sehr dumm, wie die Corona-Zeit zeigte, denn bis heute glaubt eine beachtliche Zahl von Mitbürgern, dass man in Bergamo Leichenberge mit LKWs abtransportieren musste, obwohl die Mär sogar schon von Mainstreammedien eingestanden wurde. Es hilft also nichts, wenn die Medien, welche die wildesten Geschichten verbreiten, später eine Korrektur bringen – davon nimmt kaum noch jemand Notiz. Umso besser, wenn man den heutzutage wortgleich in allen Zeitungen verbreiteten Schwachsinn überhaupt nicht mehr ernst nimmt.
Ein aktuelles Beispiel ist: „Great Barrier Reef: Höchste Wassertemperatur seit 400 Jahren“. Dieser Text findet sich seit dem 8. August nahezu überall, häufig sogar mit demselben Titel. Dabei sollten mündige Medienkonsumenten schon lange gelernt haben: Was wortgleich in allen Medien steht, ist meistens oberfaul.
Kritische Menschen mit ein wenig Allgemeinbildung müssten vorweg zwei Fragen stellen:
1. Wie wollt ihr das denn gemessen haben?
Der schwedische Astronom und Physiker Anders Celsius lebte von 1701 bis 1744. Er ist vor allem für die Entwicklung der Celsius-Temperaturskala bekannt. Er führte diese Art der Messung im Jahr 1742 ein. Es ist nicht anzunehmen, dass er als allererstes nach Australien reiste, um dort tief unter dem Meeresspiegel die Temperatur zu messen. Es liegt eher auf der Hand, dass es solche Messungen, wenn überhaupt, dann erst seit Kurzem gibt.
2. Seit wann ist Australien überhaupt westlich besiedelt?
Der erste dokumentierte Kontakt des Westens mit Australien fand im Jahr 1770 statt, als Thomas Cook die dortige Ostküste entdeckte. Die erste europäische Kolonie wurde 1788 gegründet. Dass dabei jemand beim Great Barrier Reef die Wassertemperatur gemessen hat, ist eher unwahrscheinlich. Zur Erinnerung: Wir schreiben das Jahr 2024. Australien ist also erst seit 236 Jahren von Europäern besiedelt. Und nein, die Aborigines haben keine heimlichen Messungen vorab vorgenommen, um die Klimapropheten des 21. Jahrhunderts zu erfreuen.
Was wurde dann überhaupt gemessen?
Macht man sich die Mühe und liest bei derartig schwachsinniger und wissenschaftsferner Titelwahl einen dieser wortgleichen Texte im Mainstream, findet man weit unten im Text den Hinweis: „Einige der chemischen Anteile in den Korallen, die zur Modellierung der Temperaturen verwendet wurden, wurden möglicherweise von anderen Variablen wie etwa dem Salzgehalt beeinflusst.“ Die vorgeblichen Messungen sind schon wie zur Zeiten des Corona-Zirkus Modellrechnungen, Annahmen und Schätzungen. Irgendjemand hat sich irgendwas gedacht, sicher beweisen kann er es aber nicht.
Um zu verhindern, dass mündige Bürger die Behauptungen selbst überprüfen, haben die meisten Medien die Studie, auf welcher die Temperaturbehauptungen beruhen, nicht benannt und nicht verlinkt. Wir holen das gerne nach, da wir im Gegensatz zu den Mainstream-Presstituierten gerne selbst nachforschen und unsere Aussagen mit Quellen belegen. Es handelt sich um einen Artikel in Nature mit dem Titel: Highest ocean heat in four centuries places Great Barrier Reef in danger.
Darin wird auch klar festgehalten, dass es echte Temperaturmessungen erst seit ca. einem Jahrhundert in der Region gab. Man habe aber Korallen analysiert, um die 300 Jahre zuvor (seit 1618) einzubeziehen. Die exakte Zahl 1618 ist dabei recht spannend – warum nicht 1605 oder 1624? Warum eigentlich nicht 1000 oder das Jahr 0? Gab es vor 1618 vielleicht auch Warmphasen, wie sie aus anderen Regionen der Welt belegt sind und wählte man deshalb so willkürlich diese Periode aus? Kann man in so einer Modellrechnung aus irgendwelchen Kalkpartikeln wirklich seriös auf einzelne Jahre schließen – und auf die Temperaturen zu jener Zeit – wo wir andererseits in einer Zeit leben, wo man nicht einmal das Wetter für den kommenden Tag und die Temperatur für die kommenden Stunden mit 100% Genauigkeit vorhersagen kann?
Das große Korallensterben dürfte eher ausbleiben, auch wenn es in dem nature Artikel vorgekaut und im Mainstream nachgekaut wurde. Dem Great Barrier Reef ging es in der dokumentierten Geschichte noch nie besser.
Und eine Überlegung ist noch wichtig: Heutzutage wird die Öffentlichkeit gerne hinsichtlich angeblicher „Durchschnittstemperaturen“ belogen. Solche Temperaturen gibt es nicht, sie sind nicht messbar. Dazu würde man ein gleichmäßig verteiltes Netz aus hunderttausenden Messstationen benötigen und selbst dann kann die Temperatur schon wenige Meter neben einer solchen Station ganz anders aussehen – so wie bei Ihnen zu Hause die Temperaturen von Terasse über Dachboden, Wohnraum und Keller stark variieren. Und das Haus-Beispiel illustriert auch die Sinnlosigkeit einer Durchschnittstemperaturmessung, denn für den Balkon ist die Temperatur im Keller irrelevant und umgekehrt.
Das Great Barrier Reef umfasst eine unvorstellbare Fläche von 348.700 km². Das entspricht fast genau der Fläche des Bundesgebiets Deutschlands. In alten Korallenschalen gebohrt wurde dort an zweiundzwanzig Stellen (!). Denken sie, aus ein paar Gesteinsbohrungen in Bayern, Thüringen und Schleswig-Holstein kann man die Durchschnittstemperatur des Jahres 1618 auf Zehntelgrade genau bestimmen? Nein? Weshalb schafft es eine solche Nachricht dann auf alle Titelseiten, wenn nicht bloße politische Manipulation und Propaganda damit bezweckt wird.
Die apokalyptischen Nachrichten über das Barrier Reef waren übrigens schon 2023 gelogen, das mussten sogar die globalistisch agitierenden Vereinten Nationen zugeben: Harter Schlag für Klima-Apokalyptiker: Great Barrier Reef laut UN nach wie vor nicht „gefährdet“
Spannend ist hierzu auch die Wortmeldung des selbsternannten Corona-Experten Dr. Mark Benecke, der sich auf Facebook zum Sachverhalt geäußert hat. Der Kriminalbiologe ist jetzt auch Experte für Meteorologie und Klimaarchäologie. Als solcher sagte er einen „Höllensommer“ voraus, der niemals kommen sollte. Zitat aus unserem damaligen Artikel: „Nicht etwa ein Klimawissenschaftler, sondern ein Forensiker erzählte Studenten in Bonn im Rahmen eines Vortrags, dass ihnen ein „Höllensommer“ bevorstehe: Die Erde fackle ab und saufe ab – „beides gleichzeitig“. Schuld seien Autofahrer und Menschen, die bei Ikea einkaufen.“ Jetzt sieht er seine Vorhersage als bestätigt an – auf Basis der Berichte über das Great Barrier Reef. Und solche Experten erklären uns in Mainstream-Medien die Welt – und dürfen bloß nicht hinterfragt werden.
Die nicht gelöschten Kommentare auf Beneckes Facebook-Seite stimmen nicht alle mit seiner Meinung überein. Exemplarisch greifen wir uns eine der Lustigsten heraus: „Einfach mal mehr Hausdurchsuchungen bei jungen Menschen machen. Das kühlt das deutsche Gemüt. Danke BMI!“ Denn klar ist – die Wahrheit über den Klimaschwindel oder konträre wissenschaftliche Meinungen wird man schon bald nicht mehr äußern dürfen, ohne als Krimineller zu gelten.
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Wien: Eigenen Baum beschneiden lassen – 40.000 Euro Strafzahlung
In Österreich müssen Bäume zwar Windturbinen, Autobahnsanierungen und dem Papst weichen, doch sollten Bürger auf die Idee kommen, einen Baum in ihrem Garten zu stutzen, folgt die Strafe auf dem Fuße: Eine Wienerin ließ die Krone ihrer Föhre kürzen – und soll nun unfassbare 40.000 Euro zahlen.
Immer häufiger müssen in Österreich Wald und Natur lukrativen „grünen“ Energieprojekten weichen. Bäume sollen immer mehr und, wenn es nach den Profiteuren geht, immer gigantischeren Windrädern und Solarparks zum Opfer fallen. Auch anderen Projekten stehen die natürlichen Speicher des vermeintlichen Todesgases CO2 im Weg – etwa der Sanierung der A4 zwischen Knoten Prater und Schwechat, der 1.300 Bäume und Sträucher weichen müssen. Tatsächlich genügt in Österreich bekanntlich schon ein Papstbesuch, um zur Kettensäge zu greifen – dass der Schutz von Grün- und Ackerland generell für die Politik bis heute keine Priorität hat, zeigt dabei nicht zuletzt die geplante Umwidmung von zehn Hektar Grünland in Linz, wobei der Großteil für den Bau der Digitaluni angedacht ist. Natur- und Umweltschutz? Fehlanzeige.
Umso absurder wirkt da die Vehemenz, mit der vermeintliche Umweltsünder in der Bevölkerung verfolgt werden: Weil eine Wienerin ihren eigens vor 35 Jahren gepflanzten Baum in ihrem Garten zurückschneiden ließ, soll sie eine „Ausgleichszahlung“ in Höhe von 40.000 Euro tätigen. Der von Profis vorgenommene Rückschnitt der Krone der fraglichen 13 Meter hohen Föhre im Oktober 2022 soll demnach zu großzügig ausgefallen sein. Weil mehr als 20 Prozent eingekürzt und angeblich der Leittrieb gekappt worden seien, wird der Rückschnitt als mechanische Schädigung gewertet, womit – so befinden das Hietzinger Bezirksamt und die MA 42 (Wiener Stadtgärten) – die Tatbestandsmerkmale eines verbotenen Eingriffs gemäß §3, Absatz 1, Ziffer 3 vorliegen würden. Dieser angebliche Verstoß gegen das Wiener Baumschutzgesetz soll die 69-jährige Wienerin nun teuer zu stehen kommen.
Als Alternative zur Zahlung von 40.000 Euro kann sie eine Ersatzpflanzung von 8 Bäumen vornehmen. Das Problem: In ihrem eigenen Garten ist dafür kein Platz (da steht immerhin auch weiterhin die angeblich beschädigte Föhre). Und sie konnte nach eigenen Angaben noch niemanden in Hietzing finden, der die Bäume haben möchte. Der fragliche Baum soll einem Baumschnitt-Unternehmen zufolge sehr wohl gesund sein – die Schnittmaßnahmen hätten demnach keinen „mittelbaren Einfluss“ auf ein weiteres langfristiges Bestehen der Föhre. Ein Baumgutachten von einem gerichtlich beeideten Sachverständigen wurde beauftragt, steht aber noch aus.
Die 69-Jährige prangert die Unverhältnismäßigkeit der Strafzahlung auch im Hinblick auf die Massenfällungen von Bäumen für Großprojekte an und hat einen Rechtsanwalt beauftragt, der die Causa vors Landesverwaltungsgericht bringen möchte. „Dort wird ein Amts-Sachverständiger mit einem Gutachten beauftragt. Die Höhe der Ausgleichszahlung ist nach dem Sachlichkeitsgebot vollkommen absurd und verfassungswidrig. Die Stadt Wien kann nicht beliebig Gesetze erlassen, um ihre Kassen zu füllen. Das ist reine Willkür“, kommentiert er gegenüber „Heute“.
Zehntausende Euro Strafe für das bloße Beschneiden des eigenen Baumes zu verhängen, wäre zweifelsfrei eine eigenwillige Art, die Stadtfinanzen zu verbessern. In der „Heute“-Umfrage zum Thema zeigten 91 Prozent von mehr als 7.100 Teilnehmern kein Verständnis für dieses Vorgehen. Weitere 5 Prozent halten die Strafe für unangemessen hoch. Eine Politik, die den Baumschutz zur Einnahmequelle degradiert, handelt kaum im Sinne der Umwelt…
The Corbett Report: Die intelligente Weltsimulation – Wie die Regierung die Zukunft vorhersagt
James Corbett
Haben Sie schon von der „Sentient World Simulation“ gehört? Wussten Sie, dass das US-Verteidigungsministerium vor zwei Jahrzehnten enthüllte, dass es an der Erstellung eines Echtzeitmodells der Erde und aller Menschen auf ihr arbeitete? Und wussten Sie, dass dieses Projekt praktisch unter den Teppich gekehrt und nie wieder erwähnt wurde? Nun, das werden Sie gleich erfahren! Machen Sie sich bereit für den faszinierenden Blick zurück in die Archive des „Corbett Report“.
Transkript
Das illegale Programm der NSA zum Abhören ohne richterliche Anordnung. Der Bau des riesigen NSA-Datenzentrums in Utah zur dauerhaften Speicherung von Kopien der gesamten digitalen Kommunikation in der ganzen Welt. Das „Communications Data Bill“ der britischen Regierung zur Überwachung von E-Mails, Sofortnachrichten und anderen persönlichen Informationen. Was vor etwas mehr als einem Jahrzehnt noch als verrückte Verschwörungstheorie abgetan wurde, ist in der Zeit nach dem 11. September zum allseits bekannten Stoff für Zeitungsüberschriften und Talkshow-Reportagen geworden.
Tatsächlich schien sich die Taktik der Geheimdienste vor etwa einem Jahrzehnt zu ändern. Anstatt ihre Aktivitäten geheim zu halten – die NSA beispielsweise als „No Such Agency“ zu bezeichnen oder die Existenz von „Echelon“ offiziell zu leugnen – begann die Regierung zunehmend, der Öffentlichkeit diese Informationen unter die Nase zu reiben.
GLENN GREENWALD: Das war die Denkweise, die die Bush-Regierung 2002 dazu veranlasste, John Poindexter wieder auszugraben, wo immer er auch war. Und er hat tatsächlich für Verteidigungsverträge gearbeitet und sie haben ihn ausgegraben. Er sollte das Programm starten, das sie das „Total Information Awareness Program“ nannten. Und das Logo – das ich mir in den letzten Wochen angesehen habe und das Sie sich ansehen sollten, weil Sie nicht glauben werden, wie gruselig es ist – zeigt eine Pyramide mit einem riesigen Auge, das darüber schwebt, dieses Auge, das das allsehende Auge sein sollte.
Das einzige Problem mit dem Programm zur totalen Informationsaufklärung war, dass sie ihm einen Namen gaben, der zu ehrlich war. Das machte allen Angst, und so mussten sie so tun, als würden sie es nicht weiterverfolgen. Aber natürlich haben sie schrittweise und auf eine sehr klare Art und Weise das gesamte Informationsaufklärungsprogramm unter einer ganzen Reihe von verschiedenen Gesetzesinitiativen neu geschaffen. Und diese Vorstellung, dass jede einzelne Form der technologischen Kommunikation per Gesetz so konstruiert sein muss, dass die Regierung sie durch die Hintertür abhören und überwachen kann, ist Ausdruck der Denkweise des Überwachungsstaates: dass es so etwas wie eine Privatsphäre vor der US-Regierung nicht geben kann. Diese Denkweise hat dazu geführt, dass der Überwachungsstaat zu einem ausufernden, riesigen, allgegenwärtigen und sich ständig ausweitenden Instrument geworden ist, das Staat und Unternehmen einsetzen, um ihre Macht zu sichern.
Quelle: Glenn Greenwald: Challenging the US Surveillance State
Das Beängstigende an so etwas wie dem Total Information Awareness Office ist vielleicht nicht nur, dass es überhaupt vorgeschlagen wurde, oder dass es eine so unverhohlen gruselige Orwellsche Symbolik enthielt, um sein wahres Wesen und seinen Zweck zu vermitteln, sondern dass, während wir hier zehn Jahre später sitzen und die Kernfunktionen des TIA-Büros jetzt offen von der NSA, dem DHS und anderen Regierungsbehörden ausgeführt werden, die Menschen jetzt aktiv Entschuldigungen für diesen alptraumhaften Polizeistaat vorbringen.
„Wenn du nichts zu verbergen hast, dann hast du auch nichts zu befürchten“ war schon immer die Parole für diejenigen, die zu viel Angst davor haben, die vermeintliche Autorität der Regierung in Frage zu stellen, um sich gegen den Überwachungsstaat und die damit einhergehende Schuldzuweisung auszusprechen. Mit gespielter Belustigung fragen diese moralischen Zwerge unweigerlich: „Was ist eigentlich so schlimm daran, dass die Regierung dich ausspioniert?“
Die Antwort ist natürlich, dass diese Frage impliziert, dass die Behörden, die mit der ständigen Überwachung durch Big Brother beauftragt sind, selbst über jeden Vorwurf erhaben wären, strahlende Lichter der moralischen Rechtschaffenheit, die diese unglaubliche Macht niemals für schändliche Zwecke missbrauchen würden. Für die Phantasielosen da draußen haben Hollywood-Filme wie „Enemy of the State“ fiktive Beispiele dafür geliefert, was schief gehen kann, wenn jemand irgendwo diese Informations- und Überwachungsmacht missbraucht, um eine unschuldige Person zur falschen Zeit am falschen Ort ins Visier zu nehmen.
Natürlich ist die Macht, die diese Technologien den Behörden oder korrupten Gruppen innerhalb dieser Behörden verleihen, um das Leben von Zielpersonen zu zerstören, selbst eine passende Antwort auf die Frage, warum uns die staatliche Überwachung beunruhigen sollte. Doch abgesehen davon, was in einem solchen Szenario mit bestimmten Personen geschehen kann, stellt sich eine viel größere Frage: Was wäre, wenn diese Daten, unsere E-Mails, unsere Telefonanrufe, unsere Kreditkartentransaktionen, unsere Beiträge in den sozialen Medien, unsere Handy-GPS-Protokolle und all die Hunderte von anderen Daten, die zugegebenermaßen jeden Tag über uns gesammelt werden, in eine Datenbank eingespeist würden, die so gigantisch ist, dass sie eine digitale Version jedes einzelnen Menschen auf dem Planeten enthält? Und was wäre, wenn diese Datenbank vom Verteidigungsministerium genutzt würde, um verschiedene Szenarien durchzuspielen, von den Reaktionen der Öffentlichkeit auf Naturkatastrophen bis hin zur Wahrscheinlichkeit ziviler Unruhen nach der Verhängung des Kriegsrechts?
Bemerkenswerterweise geschieht genau das gerade.
Das Programm nennt sich „Sentient World Simulation“. Ziel des Programms ist es nach Angaben seines Schöpfers, ein „kontinuierlich laufendes, ständig aktualisiertes Spiegelmodell der realen Welt zu sein, das zur Vorhersage und Bewertung künftiger Ereignisse und Handlungsweisen verwendet werden kann“. In der Praxis bedeutet dies eine Computersimulation des Planeten mit Milliarden von „Knotenpunkten“, die jeden Menschen auf der Erde repräsentieren.
Das Projekt ist an der Purdue University in Indiana im Labor für synthetische Umgebungen für Analysen und Simulationen angesiedelt. Geleitet wird es von Alok Chaturvedi, der nicht nur das Purdue-Labor leitet, sondern das Projekt auch über sein privates Unternehmen Simulex, Inc. kommerziell anbietet, das sich einer Reihe von Regierungskunden rühmen kann, darunter das Verteidigungs- und das Justizministerium, sowie Kunden aus dem Privatsektor wie „Eli Lilly“ und „Lockheed Martin“.
Chatruvedis Ziel ist es, zuverlässige Vorhersagen über künftige Weltereignisse auf der Grundlage von erdachten Szenarien zu erstellen. Um dies zu erreichen, „verschlingen die Simulationen aktuelle Nachrichten, Volkszählungsdaten, Wirtschaftsindikatoren und klimatische Ereignisse in der realen Welt, zusammen mit geschützten Informationen wie militärischen Geheimdienstinformationen“. Obwohl dies nicht explizit erwähnt wird, sind genau die Daten über digitale Kommunikation und Transaktionen, die jetzt von der NSA, dem DHS und anderen Regierungsbehörden verschlungen werden, ideale Daten für die Erstellung zuverlässiger Modelle der Gewohnheiten, Vorlieben und Verhaltensweisen jedes Einzelnen, die zur Feinabstimmung dieser Simulationen und für zuverlässigere Ergebnisse verwendet werden könnten. Mit Hilfe dieser Daten sind das SEAS-Labor und sein Ableger „Sentient World Simulation“ in der Lage, detaillierte, funktionsfähige Echtzeitsimulationen von mindestens 62 Ländern zu erstellen. „Die Computermodelle für den Irak und Afghanistan“, so ein Bericht des Registers über das Projekt aus dem Jahr 2007, „haben jeweils etwa fünf Millionen einzelne Knotenpunkte, die Dinge wie Krankenhäuser, Moscheen, Pipelines und Menschen darstellen.“
Zum Zeitpunkt der ersten Berichte über das Programm vor fünf Jahren gab es nur 62 Simulationen auf Länderebene, die vom US-Verteidigungsministerium durchgeführt wurden. Diese Simulationen gruppierten Menschen zu Kompositen, wobei 100 Individuen als ein einziger Knotenpunkt fungierten. Aber schon damals hatte die US-Armee die Systeme genutzt, um eine Eins-zu-eins-Simulation potenzieller Rekruten zu erstellen. Ziel ist es, genügend Daten über jeden einzelnen Menschen zu archivieren, um ein Computermodell aller Menschen auf der Erde zu erstellen, mit dem sich das Verhalten und die Reaktionen jedes einzelnen Menschen in verschiedenen Szenarien vorhersagen lassen.
Das Programm kann beispielsweise vorhersagen, was im Falle eines großen Tsunamis passieren würde oder wie die Menschen bei einem Bioterroranschlag reagieren würden. Unternehmen können mit Hilfe der Modelle vorhersagen, wie sich ein neues Produkt auf dem Markt behaupten würde, welche Art von Marketingplänen am effektivsten wäre oder wie sich die Organisation eines Unternehmens am besten rationalisieren ließe.
Das ursprüngliche Konzeptpapier für das Projekt wurde 2006 veröffentlicht, und im Jahr 2007 wurde berichtet, dass sowohl der Heimatschutz als auch das Verteidigungsministerium das System bereits nutzen, um die Reaktion der amerikanischen Öffentlichkeit auf verschiedene Krisen zu simulieren. In den dazwischen liegenden fünf Jahren wurde jedoch so gut wie gar nicht über die Sentient World Simulation oder ihre Fortschritte bei der Erstellung eines Erdmodells berichtet.
Es besteht eine sehr gute Chance, dass diese Art von Systemen zumindest im Moment reine Quacksalberei sind. Computer sind schließlich nur so wertvoll wie ihre Programmierung, und die Algorithmen, die erforderlich sind, um Reaktionen in chaotischen Systemen mit mehreren, kaum verstandenen Variablen genau vorherzusagen, liegen um Größenordnungen über dem, was derzeit möglich ist. Oder doch nicht? Eine der großen Ironien unserer Zeit ist, wie Glenn Greenwald in seiner Rede über den Überwachungsstaat hervorhebt, dass wir zwar in einer Zeit leben, in der es nebulösen Regierungsbehörden möglich ist, jedes Detail Ihres Lebens zu kennen – von dem, was Sie zum Frühstück gegessen haben, bis hin zu dem, wo Sie gestern Abend eingekauft haben, und wer Ihre Freunde sind -, wir aber auch in einem Zeitalter beispielloser Unwissenheit darüber leben, was unsere eigenen Regierungen tatsächlich tun.
GREENWALD: [Es gibt] noch einen weiteren Punkt, der es wert ist, darüber zu sprechen, wie dies funktioniert – darüber, wie der Überwachungsstaat funktioniert und wie durch ihn Macht ausgeübt wird, und dies ist meiner Meinung nach wahrscheinlich der schädlichste Teil – und ich bezeichne dies als den einseitigen Spiegel. Der einseitige Spiegel der Regierung. Genau zur gleichen Zeit – und das finde ich wirklich bemerkenswert – genau zur gleichen Zeit, in der die Regierung ihre Fähigkeit, alles zu wissen, was wir tun, massiv ausgeweitet hat, hat sie gleichzeitig eine Mauer der Geheimhaltung um sich herum errichtet, die uns daran hindert, irgendetwas von dem zu wissen, was sie tut.
Das ist der Kern der Sache. Irgendwie wird von uns erwartet, dass wir der Spitzfindigkeit „Wenn wir nichts zu verbergen haben, dann haben wir auch nichts zu befürchten“ zustimmen, doch gleichzeitig wird von uns verlangt, dass wir glauben, dass die Regierung alle möglichen Informationen vor der Öffentlichkeit geheim halten muss, um ihre Arbeit zum „Schutz“ dieser Öffentlichkeit auszuführen.
Wenn die Regierung nichts zu verbergen hat, warum gibt sie dann nicht die Notizen, Memoranden und Ergebnisse der 9/11-Kommission vollständig und ungeschwärzt frei?
Warum gibt sie die Aufzeichnungen über die Ermittlungen zum JFK-Attentat nicht frei, anstatt wie bisher zu argumentieren, dass diese Aufzeichnungen erneut von einer Überprüfung der Freigabe ausgenommen werden sollten, die 2013, 50 Jahre nach dem Attentat selbst, stattfinden soll?
Warum gibt sie nicht den vollständigen Prüfpfad darüber frei, welche Banken die TARP-Notfallmittel in welcher Höhe erhalten haben?
Liegt es daran, dass die Regierung doch etwas vor der Öffentlichkeit zu verbergen hat, die ihre angeblichen Herren sind? Liegt es daran, dass die alte Maxime „Wissen ist Macht“ wahrer ist, als wir je wissen könnten, und dass das einseitige Beharren der Regierung auf Transparenz für die Bürger und Undurchsichtigkeit für sich selbst ein Spiegelbild der Macht ist, die sie über uns hat?
Die „Sentient World Simulation“ ist nur ein Beispiel für ein Programm, das von einem Unternehmen für verschiedene Regierungs- und Fortune-500-Kunden durchgeführt wird. Aber es ist ein bezeichnender Blick hinter den Vorhang auf das, was diejenigen, die unsere Gesellschaft wirklich leiten, wollen: vollständige Kontrolle über jede Facette unseres Lebens, erreicht durch eine vollständige Invasion von allem, was einmal als „Privatsphäre“ bezeichnet wurde. Es wäre hoffnungslos naiv zu glauben, dass dies das einzige derartige Programm ist, das es gibt, oder dass wir auch nur annähernd wissen, auf welche Weise die SWS bereits eingesetzt wurde.
Was bedeutet das nun für die Öffentlichkeit, die in diesem Informationskrieg derart benachteiligt ist? Eine Öffentlichkeit, der praktisch gesagt wird, dass alles, was sie tut, sagt oder kauft, vom KI-Kontrollnetz katalogisiert werden kann und wird, auch wenn die Einzelheiten dieses Netzes vor ihr geheim gehalten werden sollen? Leider gibt es keinen einfachen Weg zurück von dem Abgrund, auf den wir mit der Schaffung des nationalen Sicherheitsstaates und der Verabschiedung des National Security Act von 1947 zugesteuert sind. Vielleicht haben wir diesen Abgrund bereits überschritten, und unter dem derzeitigen politischen Paradigma gibt es keinen Weg zurück. Dies sind Dinge, über die eine informierte, aufmerksame und sachkundige Bürgerschaft im Rahmen eines gesellschaftlichen Dialogs über das Wesen und die Bedeutung der „Privatsphäre“ entscheiden muss.
Amtlich: Die AfD-Wähler sind an allem schuld
Wenn jemand Bescheid weiß, dann ist es Frau Ida-Hertha Grünspecht-Al Mazouri. Als eine von hunderten eloquenten Nachrichtenvorleser:/innen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, bei Privatsendern und Radiostationen sagt sie uns, was wir erfahren sollen. Und selbstverständlich, was wir folglich auch zu glauben haben. Ein Gastbeitrag von Meinrad Müller.
Der Beitrag Amtlich: Die AfD-Wähler sind an allem schuld erschien zuerst auf Philosophia Perennis.



