Kategorie: Nachrichten
Aufbruchsstimmung wie bei einer Totenmesse: Friedrich Merz
anonymousnews.org – Nachrichten unzensiert

Aufbruchsstimmung wie bei einer Totenmesse: Friedrich Merz
Neujahrsansprachen sind diese ritualisierte Form des staatlichen Räusperns, bei der man so tut, als hätte ein Teleprompter Gefühle und als ließe sich ein Land mit Kerzenlicht und Wortgirlanden regieren. Man sitzt da, am 1. Januar, noch halb im Raclette, und hört einen Kanzler, der klingt, als wolle er uns das Jahr wie ein schlecht gelauntes Fitnessprogramm verkaufen.
von Michael Münc
Augen zu und durch. Durchhalten, sagt er … als wäre Deutschland eine Wandergruppe im Nebel, die allerdings leider längst gemerkt hat, dass der Wegweiser abmontiert wurde und das Navi ausgefallen ist. Das Dumme daran ist, dass selbst das Wort „Durchhalten” in seinem Mund nicht nach Mut klingt, sondern nach Verwaltung des Scheiterns. Nicht Analyse, nicht Korrektur, nicht der Blick auf die ersten acht Monate und das, was man darin angerichtet oder eben unterlassen hat – sondern die Bitte um Geduld bis 2029, als sei die Zeit ein Sparschwein, das man nur lange genug schütteln muss.
Dabei spürt jeder, der noch einen Funken Realität hat, dass Zeit inzwischen der teuerste Rohstoff dieses Landes ist und dass die Politik ihn mit dem Gleichmut eines Kindes im Sandkasten verstreut. Das wirklich Unheimliche an dieser Neujahrsrede ist nicht das, was sie aussagt, sondern das, was sie konsequent nicht denkt. Kein Freiheitskern, kein Aufatmen, kein Satz, der nach Marktwirtschaft riecht, nach Entlastung, nach dem einfachen Gedanken, dass Menschen und Betriebe nicht dazu da sind, den Staat auf Pump zu finanzieren. Der Staat müsste sich wieder daran erinnern, wofür er eigentlich existiert. Stattdessen diese sterile Reformrhetorik, die immer dann auf die Bühne getragen wird, wenn die Wirtschaft schon klingt wie ein Motor mit Pleuellagerschaden.
Die Tür zum Ausgang verriegelt
Der “Herbst der Reformen” 2025, dieses schöne Versprechen, liegt irgendwo zwischen zwei neuen Regulierungen vergraben, ordentlich zugeschüttet, damit bloß nichts wächst und wurde zum Herbst der Enttäuschungen. Und während der Kanzler vom “Aufbruch” spricht, steigt für viele eher die Gewissheit, dass 2026 nicht der Beginn einer Wende wird, sondern die Fortsetzung eines Abwärtstrends, nur mit mehr Pathos und höheren Beiträgen. Man kann ein Land nicht zum Optimismus überreden, wenn man gleichzeitig die Rechnung erhöht und die Tür zum Ausgang verriegelt.
Und dannkommt der Trick, der inzwischen so abgenutzt ist, dass man ihn schon am Rascheln des Manuskripts erkennt: Wenn innen alles knirscht, wird außen die große Trommel geschlagen. Russland, Krieg, historische Verantwortung, Haltung. Schon soll der Bürger vergessen, dass im Alltag die Realität aus Abgaben, Bürokratie, Energiepreisen und einer Sozialmaschine besteht, die immer mehr frisst und immer weniger ausspuckt. Wer darauf hinweist, wird zum Zweifler erklärt, also zum Störenfried. Und Störenfriede sind in diesem neuen Stil der Staatskunst ungefähr so beliebt wie ein Steuerprüfer auf dem Kindergeburtstag. Man nennt das dann “Demokratie”, weil es Wahlen gibt, und man nennt es “zäh”, wenn die Mehrheit etwas anderes will als der Apparat. Und “unsere Demokratie” nennt man das, was das „Weiter so” gegen diesen Mehrheitswillen verteidigt. Es ist eine elegante Verdrehung.
Unhöflicher Widerspruch
Der Kanzler bittet um Vertrauen, während er gleichzeitig klarmacht, dass Widerspruch im Grunde unhöflich ist. Der Machtinstinkt, der da durchscheint, ist fast bewundernswert in seiner Nacktheit. Konservativ ist an diesem Konservativen vor allem die Liebe zum eigenen Amt.
Alles andere wird auf dem Altar der Koalitionsstabilität geopfert, gerne mit einer Demutspose in Richtung SPD, damit niemand auf die Idee kommt, dass man auch anders könnte. Man sieht den Kotau vor dem Schuldenetat, man sieht das Wegducken vor den großen Baustellen, und man hört dazu eine Sprache, die so tut, als sei das alles nur ein bisschen Gegenwind. Die Schulden werden zur “Investition” oder zum “Vermögen” umetikettiert, die Klimaregulierung zur höheren Moral, die Zwangsumverteilung zur Solidarität.
Am Ende wird aus einer Wirtschaft, die Wertschöpfung braucht, eine Kunstökonomie, die sich selbst besingt. Man produziert dann eben Kriegsgerät, füllt Fabrikhallen, hält Beschäftigung statistisch warm, und erklärt das zur neuen Vernunft. Dabei weiß jeder, dass Subventionen in ein Vakuum hinein keine Zukunft bauen, sondern nur Zeit kaufen. Zeit, die man dann wieder als Durchhalteparole verkauft, weil man keinen Plan hat, wie man aus dem Loch herauskommt, das man jeden Monat tiefer gräbt. Und dann dieser Satz: “Deutschland ist ein sicheres Land”. Er klingt inzwischen wie ein Fiebertraum, wenn Weihnachtsmärkte mit Betonblöcken aussehen wie befestigte Lager und wenn die Polizei zur Kulisse einer Normalität wird, die es offiziell immer noch geben soll – und wenn man sich fassungslos die Silvesternachstexzesse anschaut. Auch hier dasselbe Muster: Sprache als Tapete, damit man die Risse nicht sieht.
Hohle Rhetorik
Die Merkel Jahre haben die Statik beschädigt, Corona hat die Nerven zerschnitten, 2025 hat das Versprechen endgültig begraben, dass nach dem nächsten Wahlkampf endlich wieder Politik für das eigene Land gemacht wird. Jetzt haben wir einen Kanzler, der sich inszeniert, als müsse er das Land durch einen Sturm führen. In Wahrheit kreist er oft nur darum, wie man den Sturm als Begründung benutzt, um nicht über das eigene Versagen reden zu müssen. Aua, aua, aua! – weil man merkt, dass die Rede nicht der Anfang von 2026 ist, sondern die Quittung für 2025.
Wer sich selbst nicht analysiert, verlangt am Ende vom Bürger, die Analyse zu unterdrücken. Wer keine Reformen liefert, liefert hohle Rhetorik. Wer keine Entlastung wagt, fordert Verantwortung – allerdings natürlich immer von den anderen. Und wer das Land auf “Durchhalten” trimmt, sagt im Klartext: Ich habe keine Idee, nur eine Laufzeit, die ich irgendwie an der Macht überbrücken will. Doch wer glaubt, Deutschland könne bis 2029 einfach so weiterlaufen, der hält dieses Land für ein Abo auf Normalität, die nicht mehr existiert. Tatsächlich ist eine fragile Gesellschaft, vor allem ihr noch arbeitender Teil, die jeden Tag neu funktionieren muss, am Limit angelangt. 2026 lässt deshalb nicht hoffen, weil die Kanzler-Ansage eben nicht nach Kurswechsel klingt, sondern nach Fortsetzung des Gehabten: Gepflegt, seicht, machtversessen, zeitgeistkonform. Und genau deshalb so unerquicklich.
Der Beitrag Aufbruchsstimmung wie bei einer Totenmesse: Friedrich Merz ist zuerst erschienen auf anonymousnews.org – Nachrichten unzensiert und wurde geschrieben von Redaktion.
Russland unter Schock: Reaktionen nach Drohnen-Massaker
anonymousnews.org – Nachrichten unzensiert

Russland unter Schock: Reaktionen nach Drohnen-Massaker
Nachdem die Ukraine am Neujahrstag bei einem Drohnen-Massaker auf unschuldige Zivilisten 24 Menschenleben ausgelöscht hat, steht Russland unter Schock. Als “besonders zynisch” und “abscheulich” werten russische Regierungsvertreter den Terroranschlag auf die Silvesterfeier im Gebiet Cherson und schwören Vergeltung. Marija Sacharowa zog Parallelen zu Verbrechen der ukrainischen Nazi-Kollaborateure und beschuldigte den Westen der Komplizenschaft.
Nach dem verheerenden ukrainischen Drohnenangriff auf ein Café im Gebiet Cherson meldeten sich viele russische Politiker und Regierungsvertreter auf Telegram zu Wort. Die Reaktionen fielen teilweise sehr emotional aus. Mehr als 24 Menschen wurden in der Silvesternacht durch ein durch offenbar besonders präparierte Drohnen ausgelöstes Feuerinferno aus dem Leben gerissen.
Der Anschlag ereignete sich kurz nach Mitternacht während einer Neujahrsfeier in dem kleinen Dorf Chroly an der Schwarzmeerküste. Laut dem Gebietsgouverneur fand die Attacke mit schwer löschbaren Brandsätzen fast zeitgleich mit dem Glockenschlag der Kremluhr am Spasskij-Turm statt.
Alexander Chinschtein, Gouverneur des russischen Grenzgebietes Kursk, zeigte sich fassungslos. Er schrieb: “Die ukrainische Junta hat ein weiteres Mal einen blutigen Beweis erbracht, dass ihr alles Menschliche fremd ist: In der Neujahrsnacht ein Café zu beschießen, in dem Menschen sich erholten und amüsierten. Wo Kinder anwesend waren. Diese ekelerregende Brutalität will einem schlicht nicht in den Kopf!”
Die Sprecherin des Außenministeriums der Russischen Föderation, Maria Sacharowa, schenkte der Angriffswaffe besondere Beachtung. Dies bewog Sacharowa zum Ziehen offensichtlicher geschichtlicher Parallelen:
“Auf dieselbe Weise verbrannten Kollaborateure aus der Westukraine Menschen in dem weißrussischen Dorf Chatyn: Sie trieben die Menschen in Scheunen, die sie dann anzündeten. Und wer es aus diesen ins Freie schaffte, wurde erschossen.
Heute sehen wir diese bestialische Handschrift beim Kiewer Neonazi-Regime: derselbe Hass, dieselbe Entmenschlichung in geometrischer Progression, dieselbe Schändung des Heiligen”,
fuhr Sacharowa fort. Mit klaren Worten beschuldigte die Diplomatin westliche Staats- und Regierungschefs der Komplizenschaft:
“Heute werden den Präsidenten und Premierministern des kollektiven Westens auf den Frühstückstisch, zusammen mit Croissants und pochierten Eiern, auch Berichte darüber vorgelegt, wie die Milliarden ihrer Steuerzahler ausgegeben wurden: wie viele Geschenke zum Neuen Jahr damit erworben wurden, die man zum Mord an Zivilisten einsetzt; wie sie an der Vernichtung von Kindern teilgenommen haben.
“Wir klagen an – der Zersetzung der ukrainischen Staatlichkeit, die sich in eine Mordmaschine verwandelt hat! Dessen klagen wir all jene an, die die terroristischen Bastarde in der Ukraine sponsern! Wir klagen an – des Mordes an Kindern und der Vernichtung von Zivilisten! Wir klagen an!”
Die Sprecherin des russischen Föderationsrates, Walentina Matwijenko, bezeichnete den Angriff des ukrainischen Militärs auf Zivilisten als absolute moralische Abscheulichkeit und erklärte, dass die Vertreter des Kiewer Regimes keine politische Zukunft haben sollten. Sie schrieb:
“Wir haben es hier mit einer absoluten moralischen Abscheulichkeit zu tun. Mit Wesen, denen jegliche Verbindung zu dem inneren moralischen Gesetz fehlt, mit dem Gott den Menschen ausgestattet hat. Und die daher keinerlei moralisches Recht haben, in einer normalen Gesellschaft die Macht zu vertreten und die Unterstützung des Volkes zu beanspruchen. Umso mehr dürfen sie keine politische Zukunft haben.”
Laut Matwijenko gebe es keine Rechtfertigung für den Zynismus und die bestialische Grausamkeit der Kiewer Führung, die in der Silvesternacht die Entscheidung getroffen habe, unbewaffnete Menschen zu töten. Sie betonte:
“Sie wussten genau, dass sich dort friedliche Urlauber und Familien mit Kindern befanden, und haben bewusst angegriffen.”
Tsarjow: Neujahrsbankett in drei Wellen angegriffen
Laut Ex-Radaabgeordnetem und Kenner der Region Oleg Zarjow befanden sich zum Zeitpunkt des ersten Angriffs etwa 100 Personen im Restaurant. Es handele sich um ein gemischtes Publikum, wobei es unter den Anwesenden keine hohen Beamten oder auffällig hochrangigen Militärs gab. Manche waren aus anderen Städten Russlands zugereist. Eine Liste der Opfer sei noch nicht erstellt worden, da viele Tote bis zur Unkenntlichkeit verbrannt seien. Tsarjow bestätigte auch, dass Kinder unter den Opfern waren.
Es sei jedoch nicht auszuschließen, dass sich unter den Gästen auch Militärangehörige befunden haben – die Region liege an der Front –, aber aus den Aussagen der Überlebenden, die derzeit befragt würden, gehe hervor, dass es sich nicht um hochrangige Offiziere gehandelt habe.
Zeugenaussagen zufolge verfehlte die erste Sprengdrohne ihr Ziel und fiel neben dem Café herunter. Dann folgte ein Angriff mit Munition mit treffenden Elementen (Kartätschen): Der Raum und die darin befindlichen Menschen wurden buchstäblich mit kleinen Splittern durchsiebt. Der dritte Angriff erfolgte mit einer Thermomischung, berichtet Zarjow – “die Temperatur war so hoch, dass viele bis zur Unkenntlichkeit verbrannten; anhand einiger Überreste lässt sich nur anhand der Größe erkennen, dass es sich um ein Kind handelt.”
Der Beitrag Russland unter Schock: Reaktionen nach Drohnen-Massaker ist zuerst erschienen auf anonymousnews.org – Nachrichten unzensiert und wurde geschrieben von Redaktion.
Top 10 der meistgesehenen Kla.TV-Sendungen 2025
FPÖ-Kickl präsentiert Radiosender für Patrioten: „2026 wird das Jahr von ‚AUSTRIA FIRST‘!“
Mit dem Start von AUSTRIA FIRST erweitert die FPÖ ihr Medienangebot um ein eigenes 24-Stunden-Onlineradio. Der Sender soll Musik, Nachrichten und Live-Formate bündeln und ein alternatives Angebot zu etablierten Medien schaffen. Parteichef Herbert Kickl spricht von einem Patriotenradio für Hörer, die Österreich im Herzen tragen. Empfangen wird AUSTRIA FIRST über Website und App, mit moderierten Sendestrecken und Nachrichten zur vollen Stunde. Der Sendestart markiert einen weiteren Schritt im Ausbau des freiheitlichen Medienhauses mit klarer programmatischer Ausrichtung.
Basierend auf einer ots-Presseaussendung der FPÖ
„Mein Land – mein Radio!“, heißt es ab dem 17. Jänner 2026. Die FPÖ startet im Rahmen ihres traditionellen Neujahrstreffens das neue Onlineradio „AUSTRIA FIRST“. FPÖ-Bundesparteiobmann NAbg. Herbert Kickl: „Dieser Sender wird Österreichs erstes Patriotenradio: ein eigener Sender für all jene, die Österreich im Herzen tragen – vollgepackt mit guter Musik und echten Nachrichten statt linker Meinungsmache, wie wir sie aus den Systemmedien kennen. Ich freue mich darauf, in Klagenfurt den Startschuss für dieses Projekt geben zu können und wünsche allen Hörern schon jetzt viel Vergnügen mit ‚AUSTRIA FIRST‘. Reinhören zahlt sich auf jeden Fall aus!“
Das Internetradio wird über www.austriafirst.at oder über die „AUSTRIA FIRST“-App empfangbar sein. Es ist der nächste logische Erweiterungsschritt des freiheitlichen Medienhauses, erklärte Kickl: „Mit FPÖ-TV haben wir vor mittlerweile 14 Jahren begonnen – mit einem Beitrag pro Woche. Mittlerweile erreicht FPÖ-TV über all seine Kanäle mehr als 2,4 Millionen Österreicher.
Die unterschiedlichen Formate – von der Übertragung der Parlamentsreden der freiheitlichen Abgeordneten über Reportagen und Studiotalks, bis hin zu Podcasts, Interviews und Live-Übertragungen von Großveranstaltungen – erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Das freiheitliche Medienhaus legt dabei eine Professionalität an den Tag, die im Parteienspektrum europaweit einzigartig ist. Mit ‚AUSTRIA FIRST‘ steigen wir jetzt auch in den Radiosektor ein.“
„AUSTRIA FIRST“ sendet rund um die Uhr und bietet neben live moderierten Sendestrecken in der Früh, zu Mittag und am späten Nachmittag auch umfassende, für Österreich relevante Nachrichten zur vollen Stunde sowie Journale morgens, mittags und abends. Mehr über „AUSTRIA FIRST“ gibt es online unter www.austriafirst.at.
Wahrnehmungen des Klimawandels
Roger Caiazza, Pragmatic Environmentalist of New York
Ich wollte diesen Beitrag schon seit langem schreiben, weil ich denke, dass es einen wichtigen Unterschied beim Klimawandel gibt, der möglicherweise durch die Reduzierung der Treibhausgasemissionen beeinflusst werden könnte, der jedoch allgemein nicht anerkannt ist. Ich habe diesen Artikel verschoben, weil ich nicht versuchen wollte, den treibenden Faktor für meine Besorgnis zu erklären – ozeanische und atmosphäre Oszillationen. Andy May ist Petrophysiker und betreibt einen Klimablog, in dem kürzlich 14 Artikel über Atmosphären-Oszillationen veröffentlicht worden sind, die ich in diesem Beitrag verwendet habe.*
[*Einige der für uns interessantesten Beiträge aus dieser Reihe gibt es in deutscher Übersetzung. Sie sind unten verlinkt. A. d. Übers.]
Ich bin überzeugt, dass die Umsetzung der Netto-Null-Vorgaben des New York Climate Leadership & Community Protection Act (Klimagesetz) mehr Schaden als Nutzen bringen wird, wenn das zukünftige Stromsystem aufgrund von Risiken hinsichtlich Zuverlässigkeit und Erschwinglichkeit ausschließlich auf Wind, Sonne und Energiespeicherung setzt. Darüber hinaus vertrete ich die unorthodoxe Ansicht, dass unser Verständnis der Ursachen des Klimawandels nicht ausreichend ist, um den Gedanken zu stützen, dass die Reduzierung der Treibhausgasemissionen eine sinnvolle Politik darstellt. Ich bin seit fast 50 Jahren als Meteorologe tätig, war zertifizierter beratender Meteorologe und habe einen Bachelor- und Master-Abschluss in Meteorologie. Die in diesem Beitrag geäußerten Meinungen reflektieren nicht die Position meiner früheren Arbeitgeber oder anderer Organisationen, mit denen ich in Verbindung stand, sondern sind ausschließlich meine eigenen.
Hintergrund
Wetter und Klima werden oft verwechselt. Laut dem National Ocean Service der National Oceanic and Atmospheric Administration reflektiert „das Wetter die kurzfristigen Bedingungen der Atmosphäre, während das Klima das durchschnittliche tägliche Wetter über einen längeren Zeitraum an einem bestimmten Ort ist“. Weiter heißt es: „Das Klima ist das, was man erwartet, das Wetter ist das, was man bekommt.“
Der klimatologische Durchschnitt wird standardmäßig über 30 Jahre berechnet. Es ist wichtig zu verstehen, dass Programme wie die Ziele zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen im Klimagesetz darauf abzielen, die globale Erwärmung über einen Zeitraum von mehr als 30 Jahren zu verringern. Aussagen, die darauf hindeuten, dass selbst bei einer aggressiven Reduzierung der Treibhausgase die Temperatur aufgrund der Trägheit des Klimasystems noch 20 bis 30 Jahre lang steigen wird, basieren auf der Prämisse, dass der Regler für das Klima ist.
Ich höre oft und habe selbst bemerkt, dass „die Winter nicht mehr so sind wie früher“ und dass sich die Blätter später als früher verfärben. Das Ziel dieses Artikels ist es, zu zeigen, dass es Klimaschwankungen mit Zeiträumen von mehr als 30 Jahren gibt, die wahrscheinlich diese wahrgenommenen Beispiele für den Klimawandel verursachen. Ich werde jedoch zeigen, dass es keinen Zusammenhang zwischen diesen Beobachtungen und dem Wert des Klimagesetzes als potenziellem Grund für die Reduzierung der Treibhausgasemissionen in der Hoffnung gibt, diese Beobachtungen zu ändern.
Analyse von Klima-Oszillationen
Anfang dieses Jahres veröffentlichte Andy May 14 Artikel über Klimaschwankungen in den Ozeanen und der Atmosphäre. Ich halte seine Analyse für bemerkenswert, ist sie doch datengestützt. Die Grundlage seiner Analyse bilden Artikel, die beobachtete Veränderungen in den Ozeanen und der Atmosphäre beschreiben, und keine modellierten Simulationen. Angesichts der Komplexität der Wechselwirkungen zwischen Ozeanen und Atmosphäre und des geringen Verständnisses ihrer Zusammenhänge ist es nicht sinnvoll, modellierte Simulationen als glaubwürdig anzunehmen.
Seine Artikel liefern überzeugende Beweise dafür, dass jede der 14 Schwankungen natürlichen Ursprungs ist. Ich glaube, dass seine Arbeit ausreichende Beweise dafür liefert, dass „jede Schwankung natürlich ist und bereits seit der vorindustriellen Zeit oder sogar noch früher auftritt und somit eine natürliche und keine zufällige Variabilität darstellt“. Dies ist wichtig im Hinblick auf Behauptungen, dass die Reduzierung der Treibhausgasemissionen Auswirkungen auf die globalen Temperaturen haben wird.
Mays Arbeit besteht aus einer statistischen Regressionsanalyse der über viele Jahre beobachteten Merkmale in den Ozeanen und der Atmosphäre. Er verwendet den globalen Datensatz der Mitteltemperatur von HadCRUT5, der vom IPCC zur Verfolgung der globalen Erwärmung in seinen Analysen verwendet wird. May macht folgende Einschränkung zu seiner Arbeit:
Letztendlich handelt es sich um eine Regressionsanalyse zur Vorhersage von HadCRUT5 mit Klimaschwankungen, um zu versuchen, die Klimaschwankungen zu erkennen, die am besten mit der „globalen Erwärmung” korrelieren. Dies ist kein Klimamodell, es ist kein Versuch, ein Klimamodell zu erstellen, es ist lediglich eine statistische Übung. Statistiken und statistische Analysen sind kein Beweis für irgendetwas, sie sind nicht einmal wissenschaftliche Analysen, sondern lediglich nützliche Werkzeuge, um Datensätze zu sortieren. Genauso wie KI nicht intelligent ist, ist Statistik keine Wissenschaft, aber beide sind nützliche Werkzeuge.
Klima-Oszillationen
Mays Arbeit umfasste die folgenden Beiträge [von denen einige in deutscher Übersetzung verfügbar sind; Link ist angegeben. A. d. Übers.]:
- Musings on the AMO
- The Bray Cycle and AMO
- Climate Oscillations 1: The Regression
- Climate Oscillations 2: The Western Hemisphere Warm Pool (WHWP)
- Climate Oscillations 3: Northern Hemisphere Sea Ice Area (in deutscher Übersetzung hier)
- Climate Oscillations 4: The Length of Day (LOD)
- Climate Oscillations 5: SAM
- Climate Oscillations 6: Atlantic Meridional Model (in deutscher Übersetzung hier)
- Climate Oscillations 7: The Pacific mean SST
- Climate Oscillations 8: The NPI and PDO
- Climate Oscillations 9: Arctic & North Atlantic Oscillations (in deutscher Übersetzung hier)
- Climate Oscillations 10: Aleutian Low – Beaufort Sea Anticyclone (ALBSA)
- Climate Oscillations 11: Oceanic Niño Index (ONI)
- Climate Oscillations 12: The Causes & Significance (in deutscher Übersetzung hier)
In „Climate Oscillations 1: The Regression” stellt May die folgende Tabelle zur Verfügung, in der die ozeanischen und atmosphärischen Schwankungen aufgeführt sind, die er in seiner Artikelserie berücksichtigt hat. Für jede dieser Schwankungen führte er eine statistische Regressionsanalyse durch. Die ersten sieben Schwankungen korrelierten mit der anhand von HadCRUT5 gemessenen GMST. May weist darauf hin, dass „HadCRUT5 nicht repräsentativ für das globale Klima ist, sondern lediglich eine Durchschnittstemperatur darstellt”. Dennoch ist sie der wichtigste Parameter für den Klimawandel. In der Begründung zum Klimagesetz werden Klimawandel und globale Erwärmung synonym verwendet.
May Tabelle 1: Liste der in dieser Reihe diskutierten und analysierten Klimaschwankungen. Die ersten acht Schwankungen sind in der Reihenfolge ihrer Bedeutung für die Modellierung von HadCRUT5 aufgeführt, die restlichen sechs wurden nicht in das Modell aufgenommen. Die Links in dieser Tabelle funktionieren nicht. Um die Liste in einer Tabelle mit funktionierenden Links anzuzeigen, kann man sie von hier herunterladen.
Ich werde nicht jeden Beitrag in diesem Artikel besprechen, sondern einige der Schwankungen beschreiben. Wenn Sie die Artikel lesen möchten und sich mit einer Zusammenfassung von Perplexity KI zufrieden geben, habe ich eine Rezension seiner Arbeit erhalten. Darin heißt es:
Die Reihe beginnt mit einer grundlegenden Regressionsanalyse, die vierzehn wichtige Klimaschwankungen nach ihrer statistischen Korrelation mit der globalen Temperatur von HadCRUT5 einstuft. Die Analyse von May zeigt, dass die drei wichtigsten Schwankungen – die Atlantische Multidekadische Oszillation (AMO), der Warmpool der westlichen Hemisphäre (WHWP) und der südliche Ringmodus (SAM) – zusammen 77 % der HadCRUT5-Variabilität seit 1950 erklären. Diese Erkenntnis steht in direktem Widerspruch zur Charakterisierung dieser Schwankungen durch den IPCC als unvorhersehbare „interne Variabilität” mit minimalem Einfluss über einen Zeitraum von wenigen Jahren hinaus.
Die Atlantische Multidekadische Oszillation (AMO) hat den bedeutendsten Einfluss auf die globale mittlere Temperatur (GMST). Es gibt mehrere Definitionen, die auf unterschiedlichen Messungen basieren. Beispielsweise verwenden Gray et al. trendbereinigte Rohdaten aus Baumringmessungen, um „eine starke und regelmäßige 60- bis 100-jährige Variabilität der Meerestemperaturen (SST) im gesamten Becken (0–70° N) des Nordatlantiks zu belegen, die seit fünf Jahrhunderten anhält”.
Der allgemeine Ansatz von May ist einfach. Abbildung 4 zeigt die GMST unter Verwendung der HadCRUT 5-Daten und den AMO-Parameter auf der Grundlage der HadSST 4.1-Daten. Es ist offensichtlich, dass die beiden Parameter gut übereinstimmen. May verwendete eine Regressionsanalyse, um die Stärke des Zusammenhangs aufzuzeigen. Man beachte die in diesem Diagramm dargestellten Schwankungen der globalen Temperatur seit 1850. Die erste Herausforderung für Befürworter der These, dass der Treiber des Klimawandels CO₂ ist besteht darin, dass anerkannt ist, dass CO₂ erst seit 1950 Einfluss auf die globale Erwärmung hat. Was ist also in der Vergangenheit davor geschehen, um die beobachteten Schwankungen zu verursachen? Ich halte es nicht für sinnvoll zu behaupten, dass alle natürlichen Faktoren, die vor 1950 Schwankungen verursacht haben, aufgehört haben und die globale Erwärmung seitdem vollständig von CO₂ abhängig ist, aber genau dieses Argument wird von den Befürwortern des Klimaschutzgesetzes verwendet.
May Abbildung 4: HadSST- und HadCRUT-Temperaturanomalien ohne Trend gemeinsam dargestellt. Beide Anomalien stammen ursprünglich aus dem Zeitraum 1961–1990, basieren jedoch auf ihren jeweiligen linearen Trendwerten nach der Methode der kleinsten Quadrate. Diese Darstellung ist eine Aktualisierung von Abbildung 2 in (May & Crok, 2024).
May schreibt:
Der Grund für das 60- bis 70-jährige Muster der AMO-SST ist unbekannt, aber laut Gray et al. reicht es bis ins Jahr 1567 n. Chr. zurück, sodass es sich um eine Art natürliche Schwankung handelt. Einige vermuten, dass es sich um eine Folge der thermohalinen Zirkulation im Nordatlantik oder um eine „Kombination aus natürlichen und anthropogenen Einflüssen während der historischen Ära” handelt. (Mann, Steinman & Miller, 2020). Diese Vorstellungen sind zwar interessant, aber spekulativ. Wenn die Oszillation seit 1567 besteht, ist es zudem unwahrscheinlich, dass sie durch menschliche und Aerosolemissionen verursacht wird.
Die AMO weist in allen statistischen Analysen die beste Korrelation mit der GMST auf. In Kombination mit zwei weiteren Schwankungen – dem Warmpool der westlichen Hemisphäre (WHWP) und dem südlichen Ringmodus (SAM) – erklären diese drei 77 % der HadCRUT5-Variabilität seit 1950.
Die Western Hemisphere Warm Pool Area (WHWP) ist ein Gebiet mit ungewöhnlich warmem Meerwasser, das sich vom östlichen Nordpazifik (westlich von Mexiko, Mittelamerika und Kolumbien) bis zum Golf von Mexiko, zur Karibik und während des Höhepunkts des WHWP im August und September weit in den Atlantik hinein erstreckt. Da dieses Gebiet für die Entstehung von Hurrikanen wichtig ist, sind die Stärke und Ausdehnung des Warmwasserpools von Bedeutung. May weist darauf hin, dass die WHWP in Kombination mit der Antarktischen Oszillation oder dem südlichen Ringmodus und der AMO die GMST gut vorhersagen. Er kommt zu dem Schluss: „Dies deutet darauf hin, dass die Zirkulationsmuster im Nordatlantik und in der südlichen Hemisphäre sehr gut mit den globalen Klimatrends korrelieren und möglicherweise irgendwo dazupassen, aber sie müssen sich die Bühne mit diesen natürlichen Oszillationen teilen.“
Der südliche Ringmodus/die Antarktische Oszillation (AAO) ist definiert als die Differenz zwischen dem zonalen (d. h. ost-westlichen oder zirkumpolaren) Luftdruck auf Meereshöhe zwischen 40°S und 65°S. Dieser Parameter hat einen starken Einfluss auf das globale Klima und kann das Wetter in der nördlichen Hemisphäre beeinflussen (Lin, Yu & Hall, 2025), insbesondere das Wetterphänomen „Warm Arctic-Cold Eurasian”, das viele extreme Winterwetter-Ereignisse verursacht. Die AAO beeinflusst auch den indischen Sommermonsun und andere Wetterphänomene in Ostasien.
Synthese
Der letzte Artikel der Reihe, „Climate Oscillations 12: The Causes & Significance”, befasste sich mit der Behauptung der Befürworter des Klimagesetzes, dass „Ozean- und Atmosphären-Oszillationen zufällige interne Variabilitäten auf klimatischen Zeitskalen sind, mit Ausnahme von Vulkanausbrüchen und menschlichen Emissionen”. May erklärt:
Dies ist eine Behauptung des IPCC, als er die Atlantische Multidekadische Oszillation (AMO) in Atlantische Multidekadische Variabilität (AMV) und die PDO in PDV umbenannte, und so weiter. AR6 (IPCC, 2021) stellt ausdrücklich fest, dass die AMO (oder AMV) und die PDO (oder PDV) „auf Zeitskalen von mehr als einigen Jahren nicht vorhersagbar sind” (IPCC, 2021, S. 197). Der Hauptgrund für diese Aussage und die Schlussfolgerung ist, dass diese Oszillationen nicht durch externe „Antriebe” beeinflusst werden, abgesehen von einem geringen Einfluss durch den Menschen und Vulkanausbrüche, dass sie diese Oszillationen nicht modellieren können, mit der möglichen Ausnahme der NAM und SAM (IPCC, 2021, S. 113-115). Dies ist natürlich ein Zirkelschluss, da die IPCC-Modelle nie durch genaue Vorhersagen des zukünftigen Klimas validiert wurden und sie außerdem einige grundlegende Annahmen treffen, die einfach nicht wahr sind.
An dieser Stelle sei daran erinnert, dass selbst geringe Schwankungen der einfallenden Strahlung große Auswirkungen auf das Klima haben. Die Milankovitch-Theorie ist die am weitesten verbreitete Erklärung für die Vereisung. Sie besagt, dass Schwankungen in der Erdumlaufbahn und der Neigung der Erdachse zu Veränderungen in der Sonneneinstrahlung führen, die Klimaschwankungen verursachen, die stark genug sind, um kontinentale Gletscher entstehen zu lassen.
Mays Analyse findet Zusammenhänge zwischen ähnlich kleinen externen Schwankungen, die mit den globalen Temperaturen korrelieren. Es ist jedoch zu beachten, dass Befürworter von CO₂ als Kontrollknopf alle Klimafaktoren außer dem Treibhauseffekt außer Acht lassen. May erklärt:
Schließlich stehen Oszillationen im Widerspruch zu anthropogenen Treibhausgasemissionen als dominierende Ursache des Klimawandels. Treibhausgasemissionen oszillieren nicht, sondern haben in letzter Zeit nur mit der Zeit zugenommen. Daher werden wir den Zusammenhang zwischen Sonnen- und Orbitalzyklen und den Klimaschwankungen untersuchen. Wie Scafetta und Bianchini (2022) festgestellt haben, gibt es einige sehr interessante Korrelationen zwischen der Sonnenaktivität und den Planetenbahnen einerseits sowie den Klimaveränderungen auf der Erde andererseits.
Der letzte Artikel von May beschreibt mehrere beobachtete Oszillationen, darunter eine Periode von etwa 64 ± 5 Jahren (Wyatt et al., 2012). Nathan Mantua und Kollegen (Mantua et al., 1997) identifizierten „Klimaverschiebungen” im 20. Jahrhundert, die zu einer großen multidekadischen Klima-Oszillation von 22 bis 30 Jahren führen, und es gibt kürzere beobachtete Oszillationen von 2, 5, 5 und 9 Jahren. Man beachte, dass es auch andere Zyklen gibt, die länger sind als diese.
Von besonderem Interesse ist die ~64-jährige Oszillation. Marcia Wyatts „Stadionwellen”-Hypothese zeigt, dass eine Reihe globaler und regionaler Klima-Indikatoren über einen Zeitraum von etwa 64 Jahren variieren. Wyatt erklärt:
„Stadionwelle“ ist ein bildlicher Begriff für eine Hypothese zur multidekadischen Klimavariabilität. Die sequenzielle Ausbreitung einer „Zuschauerwelle“ von einem Bereich der Sportfans zum nächsten in einer Sportarena – also eine „Stadionwelle“ – ist analog zur Prämisse der Klimastadion-Wellenhypothese. Auch hier handelt es sich um die sequenzielle Ausbreitung eines Signals. Im Falle der Klimastadionwelle erfolgt die Ausbreitung sequenziell über Ozeane, Eis und atmosphärische Systeme. Der Schlüssel zur Signalausbreitung ist das Netzwerk oder kollektive Verhalten – ein Merkmal, das in natürlichen und künstlichen Systemen allgegenwärtig und ein Produkt von Zeit und Selbstorganisation ist.
Ich betrachte das Klima in erster Linie als ein Produkt des Klimastadion-Wellenzyklus‘ plus Beiträge anderer Schwingungen. Mai erklärt:
Wenn wir „globalen Klimawandel” wie der IPCC als die beobachteten Veränderungen der globalen mittleren Temperatur (GMST) in HadCRUT5 oder BEST definieren, dann sind die Oszillationen, die am besten korrelieren, die AMO und die globale mittlere Meerestemperatur (SST), wie in Abbildung 2 dargestellt. Keine der anderen Oszillationen korreliert gut mit der GMST.
In Abbildung 2 ist die graue Kurve eine 64-jährige Kosinusfunktion. Sie passt zu den Daten des 20. Jahrhunderts, weicht jedoch um 2005 und vor 1878 deutlich ab. Die frühe Abweichung könnte auf schlechte Daten zurückzuführen sein, da die Temperaturdaten des 19. Jahrhunderts sehr schlecht sind, siehe Abbildung 11 in (Kennedy et al., 2011b & 2011). Probleme mit der Datenqualität bestehen auch heute noch, spielen jedoch eine weitaus geringere Rolle. Die Abweichung nach 2005 ist wahrscheinlich real und könnte durch eine Kombination der beiden folgenden Faktoren verursacht worden sein:
1. Vom Menschen emittierte Treibhausgase.
2. Der gesamte AMO-/Welt-SST-/GMST-Zeitraum ist länger und/oder komplexer, als wir anhand von Daten aus nur 170 Jahren erkennen können.
Wahrscheinlich handelt es sich um eine Kombination aus beidem. Wie von Scafetta und Stefani diskutiert, ist bekannt, dass es Klima-, Orbital- und Sonnenzyklen gibt, die länger als 170 Jahre dauern. Die Tatsache, dass ich alle in Abbildung 2 dargestellten Aufzeichnungen trendbereinigen musste, bestätigt dies. Bemerkenswert ist auch, dass der ENSO-ONI-Trend seit 2005 rückläufig ist, wie im letzten Beitrag gezeigt wurde. Das Gleiche gilt für den aktuellen PDO-Trend. Alle nennenswerten Schwankungen sind nicht synchronisiert, unabhängig davon, ob es sich um Telekonnektionen handelt oder nicht. Der Klimawandel ist kein einfaches Thema. Die Trends in Abbildung 2 sind das Ergebnis komplexer Kombinationen von Gravitationskräften und Telekonnektionen (Scafetta, 2010), (Ghil et al., 2002) und (Stefani et al., 2021).
Diskussion
May gibt eine prägnante Zusammenfassung des potenziellen menschlichen Einflusses, der vom Staat New York nie berücksichtigt worden ist:
Ob die globale Erwärmung ein Problem darstellt oder nicht, ist umstritten, aber es ist eine Tatsache, dass sich die Welt erwärmt, und einige sind darüber besorgt. Was ist die Ursache für die Erwärmung? Handelt es sich um eine natürliche Erwärmung nach den kalten Wintern der Kleinen Eiszeit? Wird sie durch menschliche Emissionen verursacht? Die meisten der in diesem Beitrag untersuchten natürlichen Oszillationen von Ozean und Atmosphäre werden in aktuellen globalen Klimamodellen nicht richtig modelliert (manche sagen, überhaupt nicht modelliert) (Eade et al., 2022). Der IPCC-AR6-Bericht räumt ein, dass das AMO-Signal (sie nennen es „AMV“) in den CMIP6-Klimamodellen sehr schwach ist, insbesondere auf Seite 506:
„Allerdings ist das Vertrauen in die geschätzte Größe des menschlichen Einflusses gering. Das begrenzte Vertrauen lässt sich in erster Linie durch die Schwierigkeiten bei der genauen Bewertung der Modellleistung bei der Simulation von AMV erklären.“ (IPCC, 2021, S. 504)
Mit anderen Worten: Die Modelle, die Untergangsszenarien vorhersagen und als Begründung dafür dienen, dass wir die Treibhausgasemissionen in New York reduzieren müssen, sagen die Schwankungen, die am besten mit den globalen Temperaturen korrelieren, nicht genau voraus. Wenn man diese Beziehung nicht modellieren kann, ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Temperaturprognosen für die Zukunft zutreffend sind, gleich null.
Darüber hinaus führen die Präsentationen der NYSERDA bei Tagungen die jüngsten extremen Wetterereignisse durchweg auf den Klimawandel zurück. Vielleicht werde ich eines Tages erklären, warum ich denke, dass dies völlig realitätsfern ist und nur dazu dient, die These zu untermauern, dass eine existenzielle Bedrohung besteht. In der Zwischenzeit hat Roger Pielke Jr. diese Argumentation und diejenigen, die sie ständig verwenden, kürzlich auseinandergenommen. Er weist darauf hin, dass dieser Ansatz „im Widerspruch zu den Begrifflichkeiten, Rahmenbedingungen und Bewertungen des IPCC und der breiten Forschungsgrundlage steht, auf der die Arbeit des IPCC basiert“. Ich empfehle seinen Artikel nachdrücklich als eindeutigen Beweis dafür, dass die Hochul-Regierung sich willkürlich die „Wissenschafts“-Rosinen herauspickt, die zu ihrer These passen.
Schlussfolgerung
Der Zweck dieses Artikels war es zu erklären, warum anekdotische „Beweise” für den Klimawandel nichts weiter sind als die Erkenntnis, dass es Wetterzyklen gibt, die derzeit eine Erwärmung zeigen. Das bedeutet nicht, dass es schlüssige Beweise dafür gibt, dass anhaltende Treibhausgasemissionen unweigerlich zu einem Anstieg der globalen Temperaturen führen werden. Es gibt überwältigende Beweise dafür, dass sich der aktuelle Erwärmungszyklus irgendwann umkehren wird. Das bedeutet nicht, dass Treibhausgasemissionen kein Faktor sind, sondern dass sie nur eine Nebenrolle spielen und nicht der Haupttreiber sind. In Verbindung mit der Tatsache, dass die Treibhausgasemissionen von New York im Vergleich zu den globalen Emissionen so gering sind, dass wir die globalen Emissionen nicht wesentlich beeinflussen können, bedeutet dies, dass die Reduzierung von Treibhausgasemissionen zum „Schutz des Klimas“ ein sinnloses Unterfangen ist.
Link: https://wattsupwiththat.com/2025/12/28/climate-change-perceptions/
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Wahrnehmungen des Klimawandels erschien zuerst auf EIKE – Europäisches Institut für Klima & Energie.
Die Schlacht in Berlin

Von RAINER K. KÄMPF | Nachdem die einschlägig Verdächtigen in Berlin wiederholt versuchten, die Schlacht um Pokrowsk nachzustellen, behauptet das Establishment, die Nacht wäre ruhig und friedlich verlaufen. Das nun wieder bringt selbst die Polizeigewerkschaften in die missliche Lage, widersprechen zu müssen. Dass zahlreiche Einsatzkräfte gezielt angegriffen wurden, lässt sich einfach nicht unter den Tisch kehren. Ob ein herbeiphantasiertes Böllerverbot den jährlichen Straßenkrieg verhindern würde, ist höchst fraglich. Messer sind ja auch verboten.
Man macht es sich da zu leicht. Bekommt der Staat irgendetwas nicht in den Griff, also viel zu viele Dinge, lässt er nach einem Verbot für alle schreien.
Geböllert wurde ja früher auch. Auch nicht vorschriftsmäßig. Wenn wir damals in Thüringen den Briefkasten vom Jägerzaun des Nachbarn sprengten, bekamen wir von diesem einen Satz heiße Ohren, gegebenenfalls auch erst zu Neujahr, oder der Vater konfiszierte das Taschengeld. Im schlimmsten Fall trat beides ein. Das war nachhaltig, zumindest für die nächsten zwölf Monate. Auf die Idee, den Nachbarn mit Harzer Knallern zu attackieren, kamen wir jedoch nie.
Nun schreibt die Berliner B.Z., die Täter seien vorrangig arabischer und türkischer Herkunft gewesen. Vielleicht ist da der Unterschied begründet.
Pathologisiert-woke Gutmenschen werden wie immer therapiebedürftiges Verständnis für die Täter haben, der normal tickende deutsche Ureinwohner jedoch wundert sich. Wenn Flüchtlinge, und solche, die es von sich behaupten, aus ach so geschundenen Kriegsgebieten kommen, um bei uns ihre Traumata mit Bürgergeld zu kurieren, darf doch die Frage erlaubt sein, weshalb sie hier Krieg anzetteln. Von spielen kann ja wohl keine Rede sein.
Vielleicht, weil sich bei uns die Möglichkeit des Spiels ohne jegliche Grenzen bietet. Man stelle sich vor, die Täter würden in ihren Heimatländern Polizei und Rettungskräfte angreifen. Na ja, gut. Sie fielen dann wohl als potentielle Flüchtlinge aus.
Wie auch immer. Bevor die Berliner Republik in den Krieg zieht, um die unendlichen Weiten zwischen Dnepr und Ural zu usurpieren, sollte vorerst der Straßenkampf in der Etappe gewonnen werden.
PI-NEWS-Autor Rainer K. Kämpf hat Kriminalistik, Rechtswissenschaft und BWL studiert. Er war tätig in einer Anwaltskanzlei, Geschäftsführer einer GmbH, freier Gutachter und Sachverständiger. Politisch aktiv ist Kämpf seit 1986. Als Kommissar in spezieller Stellung im Berliner Polizeipräsidium hatte er Kontakte zum damaligen „Neuen Forum“ in den Anfängen. Er verzichtete darauf, seinem Diensteid zu folgen und folgte lieber seinem Gewissen. Bis 2019 war er Referent einer AfD-Landtagsabgeordneten in Brandenburg. Aus gesundheitlichen Gründen beendete er diese Tätigkeit und befindet sich seither im unruhigen Ruhestand.
The post Die Schlacht in Berlin appeared first on PI-NEWS.
Die Epstein-Saga: Kapitel 4, Der gute alte Robert

Epsteins Verbindungen zum britischen und israelischen Geheimdienst wurden durch eine Schlüsselfigur namens Robert Maxwell, den Vater von Ghislaine, Jeffreys Frau, erleichtert. Der richtige Mann zur richtigen Zeit. Epsteins Verbindungen zum britischen und israelischen Geheimdienst wurden durch eine Schlüsselfigur namens Robert Maxwell, den Vater von Ghislaine, Jeffreys Frau, erleichtert. Robert Maxwell war einer der umstrittensten Medienmogule des 20. […]
Der Beitrag Die Epstein-Saga: Kapitel 4, Der gute alte Robert erschien zuerst unter tkp.at.
Deutschland: Gasspeicher nur mehr zu 57 Prozent gefüllt
Die Gasspeicher in Europa leeren sich teils rapide. In Deutschland liegt der Füllstand (30.12.) bei nur mehr rund 57 Prozent, in Österreich bei etwa 64 Prozent. Ein Jahr zuvor waren es noch 80 bzw. 78,5 Prozent. Bei einem langen, kalten Winter könnte es eng werden, da LNG-Lieferungen den Verbrauch kaum ausgleichen können.
Die europäischen Gasspeicher leeren sich angesichts des kalten Wetters rapide. Zwar sorgt die anhaltende Deindustrialisierung Deutschlands auch für einen sektoralen Nachfragerückgang, doch weil Wind und Sonne im Winter kaum Strom produzieren, müssen eben Gaskraftwerke öfter einspringen. Allerdings waren die Gasspeicher schon zu Beginn der Heizsaison weniger stark gefüllt, da ohne die saisonalen Preisschwankungen mangels ausreichend Pipelinegas die Speicherung unrentabel wurde. Uniper kündigte erst im Oktober an, einen großen Gasspeicher mangels Rentabilität schließen zu wollen.
Zwar sorgen die anhaltenden Lieferungen von Flüssiggas aus Übersee zumindest für eine gewisse Versorgungssicherheit (die ihren Preis hat), aber die Kapazitäten reichen im Ernstfall auch nicht aus. Insbesondere wenn der Winter kalt bleibt und länger dauert. Ein Füllstand von 57 statt 80 Prozent wie noch vor einem Jahr ist da nicht gerade von Vorteil. Insbesondere auch, weil es in den meisten anderen EU-Staaten nicht sonderlich besser aussieht.
Entleeren sich die deutschen Gasspeicher weiterhin im aktuellen Tempo, bleibt der vorgeschriebene Mindestfüllstand von 30 Prozent (bundesweit) am 1. Februar noch unangetastet. Dann könnte er bei etwa 40-45 Prozent liegen. Bleibt es jedoch kalt, dunkel und windstill, sieht es düster aus. Mehr noch, wenn es bis in den April hinein kälter bleibt.
Ganze Bergzüge voller Solarfarmen: So “grün” ist China
In mehreren chinesischen Provinzen werden nicht nur Ackerflächen für Solarfarmen missbraucht, sondern sogar ganze Bergzüge. Die Natur leidet unter dem Solarwahn. Auch wird dadurch in das lokale Klima eingegriffen.
China, welches seine Stromversorgung auf mehrere Standbeine stellt und dabei nicht nur neue Atom- und Kohlekraftwerke baut, sondern auch riesige Solarfarmen, sorgt bei vielen Menschen für Unverständnis. Drohnenaufnahmen zeigen, wie komplette Bergzüge Quadratkilometer für Quadratkilometer mit Solarpanels zugepflastert werden und darunter die Pflanzen- und Tierhabitate leiden.
Für die Investoren ist dies ein gutes Geschäft. Das Land dort ist – im Gegensatz zu jenem in den Tiefebenen – extrem billig, weil es landwirtschaftlich nur eingeschränkt nutzbar ist. Damit bleibt den Betreibern auch bei normalen Marktpreisen ohne Subventionen noch etwas hängen.
Doch was geschieht mit den Solarpanelen, wenn diese bei Unwettern zerstört werden? Was ist mit den Schwermetallen, die sich daraus lösen können? Auch sorgt eine so großflächige Abdeckung von natürlichen Flächen mit den schwarzen Glaspaneelen für lokalklimatische Veränderungen. Mehr Aufheizung an der Oberfläche beispielsweise, was auch die Bildung von Luftströmen begünstigt, die sonst nicht entstanden wären. Doch wen interessiert das schon, wenn es um die angebliche “Rettung des Klimas” geht?
Zeit für den Bau von Reaktoren, die mit Atommüll betrieben werden

Carnwall Alliance, Duggan Flanakin | 17. Dezember 2025
Laut dem bekannten Börsenhändler Ross Givens investieren viele Anleger massiv in Kernenergieaktien, deren Nutzen ungewiss ist. Innovative Reaktorkonzepte der Generationen IV und V wurden von der Vorgänger-Regierung nicht genehmigt. Die Anleger hoffen , dass dieser Engpass bald beseitigt wird.
In den Anfangsjahren der amerikanischen Atomkraftindustrie stand die Atomenergiekommission innovativen Technologien positiv gegenüber und war optimistisch, was die Fähigkeit der Kernenergie zur Energieversorgung der Zukunft anging.
Ein kleiner Zwischenfall ermöglichte es den Atomkraftgegnern jedoch, die Atomenergiekommission (AEC) durch eine Atomaufsichtsbehörde (NRC) zu ersetzen, deren Mandat sich von der Nutzung von Atomenergie auf den Schutz der amerikanischen Bevölkerung vor radioaktiver Strahlung verlagerte. Ihr Vorgehen ging Präsident Obamas Strategie zur Zerstörung der Kohleindustrie voraus – Regulierungen, die Atomreaktoren so teuer machen sollten, dass jeder, der Atomkraft nutzen wollte, bankrottgehen würde.
Im Mai erließ Präsident Trump eine Exekutivanordnung, die weitreichende Reformen der Atomaufsichtsbehörde (NRC) forderte. Deren derzeitige Struktur und Personalausstattung stünden, so Trump, „nicht im Einklang mit der Vorgabe des Kongresses, dass die NRC die Vorteile der Kernenergie nicht unangemessen einschränken dürfe“. Er wünscht sich eine NRC, die eine beschleunigte Bearbeitung von Lizenzanträgen und die Einführung innovativer Technologien fördert.
Eine von der NRC angewandte Taktik ist die Gebühr von 300 US-Dollar pro Stunde für die Prüfung von Anträgen. In Verbindung mit der Fähigkeit, einzelne „schwerwiegende Mängel“ nacheinander aufzudecken, verursacht das NRC-Verfahren direkte und indirekte Kosten, die Antragsteller abschrecken.
Die Blöcke 3 und 4 des Kernkraftwerks Vogtle in Georgia, die einzigen beiden neuen US-Reaktoren des 21. Jahrhunderts, sollten von der Planung bis zur Inbetriebnahme etwa 14 Milliarden US-Dollar kosten, die tatsächlichen Kosten beliefen sich jedoch auf 36,8 Milliarden US-Dollar – zuzüglich Einnahmeverluste aufgrund verzögerter Genehmigungen. Die Genehmigungsverfahren für Block 2 des Kernkraftwerks Watts Bar in Tennessee, der 2016 in Betrieb ging, begannen bereits 1972.
Das [jetzige] Weiße Haus ist der Ansicht, dass die Mitarbeiter der NRC die gravierenden innen- und geopolitischen Kosten übertriebener Risikoaversion – einschließlich Sicherheitsmodellen, die ohne fundierte wissenschaftliche Grundlage behaupten, es gäbe keine sichere Strahlendosisgrenze – außer Acht gelassen haben. Dies zwingt Kernkraftwerke, sich gegen Strahlung unterhalb des natürlich vorkommenden Niveaus zu schützen.
Steven Curtis, ein Befürworter der Kernenergie, lobt zwar das Ziel des Weißen Hauses, eine Renaissance der Kernenergie einzuleiten, warnt aber gleichzeitig davor, dass es zum Scheitern verurteilt sei, neue Schritte mit den alten Strukturen der Atomaufsichtsbehörde (NRC) zu wagen. Ebenso wenig zielführend sei es, staatliche Gelder in Kernenergie-Startups zu investieren, anstatt lediglich die regulatorischen Hürden abzubauen und den Markt über Gewinner und Verlierer entscheiden zu lassen.
Laut Curtis verfügen heute 60 bis 70 private Start-ups im Bereich fortschrittlicher Kernkraftwerke über ein Gesamtinvestitionsvolumen von mehr als 20 Milliarden Dollar, doch die Vorschriften, nach denen sie die Genehmigung für Bau und Betrieb erhalten, sind durch Bürokratie stark eingeschränkt.
Die Vorschriften der NRC verpflichten Atomanlagenbetreiber, ähnlich wie Bergwerke, die geschätzten Kosten für die Stilllegung des Reaktors und die Langzeitlagerung des Atommülls zurückzustellen. Bislang wurde bei einem Atomunfall in den USA noch niemand verletzt, dennoch unterliegen weder die Öl- und Gasindustrie noch Wind- und Solaranlagen noch irgendeine andere US-Branche einer derart strengen Regulierung.
Die Verkürzung der Genehmigungszeiten für Kernreaktoren sei ein Schritt in die richtige Richtung, so Curtis, aber allein das werde die Kosten der Kernenergie nicht auf ein wettbewerbsfähiges Niveau senken. Es gebe jedoch eine Lösung, die aus den 50 Milliarden Dollar für die Lagerung von Atommüll einen Billionen-Dollar-Ertrag machen könne, sagt Curtis: Man müsse das Recycling (nicht nur die Wiederaufbereitung) abgebrannter Brennelemente in schnellen Reaktoren fördern und Reaktoren entwickeln und bauen, die aus recyceltem Brennstoff reichlich und billigen Strom erzeugen können.
Alle aktiven US-amerikanischen Kernreaktoren sind Leichtwasserreaktoren, in denen nur etwa 3 % des spaltbaren Materials zur Stromerzeugung genutzt werden. Französische Reaktoren sind ähnlich konstruiert, führen aber abgebrannte Brennelemente zur Wiederaufbereitung, wodurch die Energieausbeute um 25 bis 30 % gesteigert wird.
Vor dem Einmarsch Russlands in die Ukraine 2022 transportierte Frankreich abgebrannte Brennelemente zum Kernkraftwerk Sewersk in Sibirien. Seitdem erwägt EDF, der Betreiber der französischen Reaktoren, den Bau einer Konversionsanlage in Westeuropa, doch derzeit lagern die abgebrannten Brennelemente noch zwischen.
Die heutigen schnellen Reaktoren der Generationen IV und V, einschließlich der Schmelzsalzreaktoren, können so konstruiert werden, dass sie den größten Teil der verbleibenden 95 % (1 % wird zu Plutonium) des von Curtis als „leicht abgebrannter Kernbrennstoff“ (SUNF) bezeichneten Materials verbrennen, wenn dieser recycelt (und nicht nur wiederaufbereitet) wird.
Laut Curtis könnten die Kosten für Atomstrom drastisch sinken, wenn die USA ein echtes Kernbrennstoffrecycling einführen würden. Erstens, weil nahezu der gesamte Uranbrennstoff zur Stromerzeugung genutzt werden könnte; zweitens, weil die Menge und Halbwertszeit des verbleibenden Atommülls deutlich reduziert würden und die Suche nach einer tiefen unterirdischen Endlagerung möglicherweise sogar beendet werden könnte. Die positive Tatsache ist, dass in den USA sowohl die Wiederaufbereitung als auch das Recycling legal sind.
Anti-Atomkraft-Propaganda, das veraltete Genehmigungssystem der NRC und die von den Medien geschürte Angst in der Bevölkerung stellen die größten Hindernisse für diese revolutionäre Technologie dar. Die Finanzierung heutiger Nuklear-Startups könnte sich zu einem wahren Geldsegen entwickeln, wenn Investoren die Gewissheit hätten, dass die von ihnen entwickelten Reaktoren keiner NRC-Genehmigung bedürfen und ihre unkonventionellen Kernbrennstoffe (SUNF) ordnungsgemäß entsorgt werden könnten.
Eine Methode zur echten Wiederverwertung von SUNF (unbehandeltem Uran- und Brennelementbrennstoff) ist die Pyrolyse. Dabei werden abgebrannte Brennstäbe zerkleinert, zu Pulver zermahlen und in einem Salzbad gelöst. Durch Anlegen eines elektrischen Stroms scheiden sich Uran und Transurane auf einer Elektrode ab und werden anschließend als Metallbarren aufgefangen. Dieser „Brennstoff“ kann dann in einen schnellen Reaktor eingesetzt werden.
Das Argonne National Laboratory betrieb 30 Jahre lang erfolgreich ein solches Reaktor-/Recyclingsystem mit dem 20-MW-Natrium-gekühlten schnellen Reaktor, dem sogenannten Experimental Breeder Reactor (EBR). Wissenschaftler führten im April 1986 zwei extreme Störfallsimulationen durch, um die Sicherheit des Systems zu testen – und es bestand die Tests mit Bravour. In beiden Fällen schaltete sich der Reaktor ohne Schaden ab und konnte schnell wieder in den Normalbetrieb zurückkehren.
Obwohl das Projekt 1994 aus politischen Gründen eingestellt und stillgelegt wurde, plant das Energieministerium nun den Bau eines ähnlichen Testreaktors nach denselben Prinzipien, um die Kostenprognosen für die heutigen kleinen modularen (schnellen) Reaktorkonstruktionen, die ebenfalls eigensicher sind, genauer zu bestimmen.
Um dieses Verfahren zu kommerzialisieren, schlugen Wissenschaftler des Argonne National Laboratory 2012 Investitionen in Höhe von 500 Millionen US-Dollar für eine Anlage mit einer Kapazität von 100 Tonnen pro Jahr (tpy) vor, die ein 1-GW-Reaktorkraftwerk versorgen könnte. Es existiert außerdem ein Konzept für eine kommerzielle Anlage im Vollmaßstab mit einer Kapazität von 2.000 tpy und veranschlagten Kosten von 7 Milliarden US-Dollar. Basierend auf den vom US-Energieministerium (DOE) für die Wiederaufbereitung von SUNF erhobenen Gebühren sollte eine solche Anlage einen jährlichen Gewinn von mindestens 18 % erzielen.
Curtis ist überzeugt, dass die vollständige Akzeptanz des SUNF-Recyclings und der Bau von Reaktoren, die recycelten Kernbrennstoff verwenden können, es ermöglichen würden, den Großteil der derzeit im Congressional Nuclear Waste Fund vorhandenen 50 Milliarden Dollar zu nutzen, um eine private Initiative zur Wiederverwertung des SUNF in recycelten Kernbrennstoff im Wert von bis zu einer Billion Dollar anzustoßen.
Hätten die NRC, die Medien und die Panikmacher 1986 erkannt [?!?], dass Recycling nicht nur möglich, sondern auch profitabel ist, gäbe es in den USA heute möglicherweise unzählige schnelle Reaktoren, die SUNF verbrennen und Strom für wenige Cent pro Kilowattstunde an die amerikanische Bevölkerung und Industrie liefern. Deshalb ist Curtis der Ansicht, dass die NRC – und die staatlichen Subventionen, die Unternehmen an bürokratisch festgelegte Reaktorkonstruktionen binden – abgeschafft werden müssen.
Dieser Artikel erschien ursprünglich auf RealClearEnergy.org und wird hier mit freundlicher Genehmigung erneut veröffentlicht.
https://cornwallalliance.org/time-to-build-reactors-fueled-by-nuclear-waste/
Der Beitrag Zeit für den Bau von Reaktoren, die mit Atommüll betrieben werden erschien zuerst auf EIKE – Europäisches Institut für Klima & Energie.
Ohne Anklage rechtlos gemacht – Wie die EU ihre Kritiker sanktioniert

„Daher ist Jacques Baud für Handlungen oder politische Maßnahmen, die der Regierung der Russischen Föderation zuzurechnen sind und die die Stabilität oder die Sicherheit in einem Drittland (Ukraine) untergraben oder bedrohen, durch die Beteiligung am Einsatz von Informationsmanipulation und Einflussnahme verantwortlich, setzt diese um oder unterstützt sie.“ Mit diesen wenigen Zeilen in behäbigem Beamtendeutsch formuliert […]
Der Beitrag Ohne Anklage rechtlos gemacht – Wie die EU ihre Kritiker sanktioniert erschien zuerst unter tkp.at.
Friedensengel Trump

In einem Artikel der New York Times wird enthüllt, wie der CIA mit der Ukraine Drohnenanschläge in Russland durchführte, während sich Trump als Mediator versuchte und als Friedensspender präsentierte. Der Artikel beginnt mit der Beschreibung der Versorgung der ukrainischen Kriegsmaschinerie durch die USA und Europa. Wie dann die Reserven an 155mm Granaten in den USA […]
Der Beitrag Friedensengel Trump erschien zuerst unter tkp.at.



