Kategorie: Nachrichten
Großbritannien genehmigt selbstkopierenden sa-mRNA-COVID-19-Impfstoff „Kostaive“
Die Injektion zwingt den Körper, sowohl das Spike-Protein als auch ein Enzym zu produzieren, das Kopien der Impfstoff-sa-mRNA herstellt.
Jon Fleetwood
Die britische Arzneimittelbehörde Medicines and Healthcare products Regulatory Agency (MHRA) genehmigte am Samstag den selbstverstärkenden sa-mRNA-COVID-19-Impfstoff Kostaive (Zapomeran, ARCT-154) von Arcturus Therapeutics für Personen ab 18 Jahren.
Regierungen ignorieren nicht nur die Bedenken hinsichtlich mRNA-Injektionen, sondern genehmigen trotz begrenzter Langzeitsicherheitsdaten und ungelöster Fragen zur Dauer, Biodistribution und zu immunologischen Effekten sogar weiterentwickelte Versionen dieser genetischen Produkte.
ARCT-154 liefert ein einzelnes selbstreplizierendes mRNA-Molekül, das sowohl das SARS-CoV-2-Spike-Protein als auch ein alphavirales Replikase-Enzym kodiert.
Die sa-mRNA soll von einem Virus der Venezolanischen Pferdeenzephalitis (VEEV) abgeleitet sein.
Die mRNA wird anschließend von menschlichen Zellen zunächst in das Replikase-Enzym übersetzt, das danach Kopien der gesamten mRNA-Nutzlast im Zytoplasma vervielfältigt.
Mit anderen Worten: Nach der Injektion produziert der Körper sowohl das COVID-Spike-Protein als auch ein Enzym, das weitere Kopien der sa-mRNA herstellt.
Nicht-replizierende mRNA-(NRM-)Konstrukte kodieren die codierende Sequenz (CDS) und sind von 5′- und 3′-nicht translatierten Regionen (UTRs), einer 5′-Cap-Struktur und einem 3′-Poly-(A)-Schwanz flankiert. Das selbstverstärkende mRNA-(SAM-)Konstrukt kodiert zusätzliche Replikase-Komponenten, die eine intrazelluläre mRNA-Amplifikation ermöglichen.
(1) NRM- und SAM-Konstrukte sind in dieser Abbildung in Lipid-Nanopartikeln (LNPs) formuliert, die die mRNA-Konstrukte einkapseln, um sie vor Abbau zu schützen und die zelluläre Aufnahme zu fördern.
(2) Die zelluläre Aufnahme der mRNA mit ihrem Transportsystem nutzt typischerweise membranabgeleitete endozytotische Wege.
(3) Das Entkommen aus dem Endosom ermöglicht die Freisetzung der mRNA in das Zytosol.
(4) Im Zytosol lokalisierte NRM-Konstrukte werden sofort von Ribosomen translatiert, um das Zielprotein zu produzieren, das anschließend posttranslationale Modifikationen durchläuft.
(5) SAM-Konstrukte können ebenfalls sofort von Ribosomen translatiert werden, um die für die Selbstverstärkung der mRNA notwendige Replikase-Maschinerie zu erzeugen.
(6) Selbstverstärkte mRNA-Konstrukte werden von Ribosomen translatiert, um das Zielprotein zu produzieren, das anschließend posttranslationale Modifikationen durchläuft.
(7) Die exprimierten Zielproteine werden als sekretierte, transmembrane oder intrazelluläre Proteine erzeugt.
(8) Die angeborenen und adaptiven Immunantworten erkennen das Zielprotein.
(Jackson, N. A. C., Kester, K. E., Casimiro, D. et al. The promise of mRNA vaccines: a biotech and industrial perspective. npj Vaccines 5, 11 (2020). https://doi.org/10.1038/s41541-020-015.)
Lizenziert unter der Creative-Commons-Lizenz Attribution 4.0 International (Wikimedia Commons).
Die Pressemitteilung der MHRA lautet:
Die Arzneimittelzulassungsbehörde (MHRA) hat heute, am 2. Januar 2026, den mRNA-Impfstoff Zapomeran (Kostaive) gegen COVID-19 für die Immunisierung von Personen ab 18 Jahren zugelassen.
Zapomeran wird als einzelne Auffrischungsdosis von 0,5 ml durch Injektion in den Oberarmmuskel verabreicht. Es enthält eine selbstverstärkende Boten-RNA (sa-mRNA), die die Körperzellen anweist, vorübergehend das SARS-CoV-2-Spike-Protein zu produzieren. Dadurch lernt das Immunsystem, das Virus in Zukunft abzuwehren.
Es ist keine „Gesundheitsorganisation“: Dr. David Martin zieht der WHO die Maske herunter
Die gleiche Gruppe – und die Rolle der WHO
Dr. David Martin kritisiert einen grundlegenden Interessenkonflikt im globalen Gesundheitssystem: Solange dieselben Akteure darüber entscheiden, welche Medikamente eingesetzt werden und wann eine Pandemie ausgerufen wird, könne es keine Gerechtigkeit und keine unabhängige Wissenschaft geben.
Nach Martins Darstellung handelt es sich dabei um dieselbe einflussreiche Gruppe, die bereits 1913 das Eugenics Office gründete, 1953 maßgeblich an der Gründung der Weltgesundheitsorganisation beteiligt war und bis heute zentrale globale Gesundheitsentscheidungen treffe. Diese historische Kontinuität werfe aus seiner Sicht ernste Fragen nach Machtkonzentration, Ideologie und Verantwortung auf. Eugenik, so Martin ausdrücklich, lehne er entschieden ab.
Besonders scharf kritisiert Martin die Rolle der WHO im Zusammenhang mit dem Medikament Remdesivir. Bereits 2018 sei das Mittel bei Ebola-Studien in Afrika nicht weiter eingesetzt worden, nachdem Untersuchungen ergeben hätten, dass 53 Prozent der Studienteilnehmer infolge der Behandlung starben – eine Quote, die selbst über der Sterblichkeitsrate von Ebola gelegen habe. Trotz dieser Ergebnisse sei Remdesivir im Jahr 2020 großflächig bei Covid-19-Patienten eingesetzt worden.
Schon gewusst?
„Die Weltgesundheitsorganisation war ein kriminelles Unternehmen – nach dem Sherman Act und dem Clayton Act.“
Dr. David Martin sagt, die WHO sei seit ihrer Gründung keine neutrale Gesundheitsorganisation, sondern habe sich spätestens ab 1953 zu einem reinen… pic.twitter.com/J8Q9K7cvPa
— Don (@Donuncutschweiz) December 29, 2025
Martin bezeichnet dieses Vorgehen als ethisch nicht vertretbar und wirft der WHO vor, Warnsignale ignoriert und ihre Verantwortung gegenüber Patienten vernachlässigt zu haben. Zwar habe die WHO zeitweise selbst von der Anwendung des Medikaments abgeraten, dennoch sei es weltweit in Krankenhäusern eingesetzt worden.
Die Autorin Stella Paul habe zudem dokumentiert, dass Remdesivir nach ihrer Recherche zum Tod vieler tausend hospitalisierter Corona-Patienten beigetragen habe. Für Martin zeigt der Fall exemplarisch, dass die WHO weniger als unabhängige Gesundheitsinstanz agiere, sondern als Teil eines Systems, in dem wirtschaftliche und politische Interessen über dem Schutz von Menschenleben stünden.
NY-Times-Enthüllung: Die CIA kämpft gegen Russland – Trumps Friedensdeal beruht auf Illusionen
Heute veröffentlichte die New York Times einen langen Artikel über die Beziehungen zwischen der Trump-Regierung und der Regierung der Ukraine.
The Separation: Inside the Unraveling U.S.-Ukraine Partnership (archiviert) – New York Times, 30. Dezember 2025
Der Text enthält viel Klatsch über das Hin und Her zwischen den USA, der Ukraine und Russland, aber auch einige interessante Details, die die Beteiligung der US-Geheimdienste an Angriffen auf Russland und auf mit Russland verbundene Schifffahrt bestätigen:
Selbst als Mr. Trump Mr. Selenskyj schikanierte, schien er Mr. Putin zu umgarnen. Als die Russen Friedensvorschläge brüsk zurückwiesen und ihre Bombardierung ukrainischer Städte beschleunigten, wetterte Mr. Trump auf Truth Social und fragte seine Berater: „Sanktionieren wir ihre Banken oder sanktionieren wir ihre Energieinfrastruktur?“ Monatelang tat er weder das eine noch das andere.
Doch im Geheimen verstärkten die Central Intelligence Agency und das US-Militär mit seiner Billigung eine ukrainische Kampagne von Drohnenangriffen auf russische Ölanlagen und Tanker, um Mr. Putins Kriegsmaschine zu lähmen.
Die CIA scheint – wie so oft – quer zu den politischen Linien des Pentagons zu arbeiten:
In vielerlei Hinsicht zerbrach die Partnerschaft. Aber es gab eine Gegendarstellung, die weitgehend im Verborgenen blieb. Im Mittelpunkt stand die CIA. Während Hegseth seine Generäle, die die Ukraine unterstützten, an den Rand gedrängt hatte, schützte CIA-Direktor Ratcliffe konsequent die Bemühungen seiner eigenen Beamten für die Ukraine. Er hielt die Präsenz der Behörde in dem Land in vollem Umfang aufrecht; die Mittel für ihre Programme dort wurden sogar aufgestockt. Als Trump im März die Einfrierung der Hilfsgelder anordnete, beendete das US-Militär umgehend den Austausch von Geheimdienstinformationen. Als Ratcliffe jedoch die Risiken erläuterte, denen CIA-Beamte in der Ukraine ausgesetzt waren, erlaubte das Weiße Haus der Behörde, weiterhin Geheimdienstinformationen über russische Bedrohungen innerhalb der Ukraine weiterzugeben.
Nun entwickelte die Behörde einen Plan, um zumindest Zeit zu gewinnen und es den Russen zu erschweren, die außergewöhnliche Schwäche der Ukrainer auszunutzen.
Ein mächtiges Instrument, das schließlich von der Biden-Regierung eingesetzt wurde – die Lieferung von ATACMS und Zielinformationen für Angriffe innerhalb Russlands – war praktisch vom Tisch genommen worden. Aber eine parallele Waffe war noch vorhanden – die Erlaubnis für die CIA und Militärangehörige, Zielinformationen weiterzugeben und andere Unterstützung für ukrainische Drohnenangriffe auf wichtige Komponenten der russischen Verteidigungsindustrie zu leisten. Dazu gehörten Fabriken, die „Energetika“ – Chemikalien, die in Sprengstoffen verwendet werden – herstellen, sowie Einrichtungen der Erdölindustrie.
…
Im Juni trafen sich bedrängte US-Militäroffiziere mit ihren Kollegen von der CIA, um eine besser abgestimmte ukrainische Kampagne auszuarbeiten. Diese sollte sich ausschließlich auf Ölraffinerien konzentrieren und statt auf Vorratstanks auf die Achillesferse der Raffinerien abzielen: Ein CIA-Experte hatte eine Art Kupplung identifiziert, die so schwer zu ersetzen oder zu reparieren war, dass eine Raffinerie wochenlang außer Betrieb bleiben würde. (Um Gegenreaktionen zu vermeiden, würden sie keine Waffen und andere Ausrüstung liefern, die die Verbündeten von Herrn Vance für andere Prioritäten wollten.)Als die Kampagne erste Ergebnisse zeigte, besprach Herr Ratcliffe sie mit Herrn Trump. Der Präsident schien ihm zuzuhören; sie trafen sich häufig sonntags zum Golfspielen. Laut US-Beamten lobte Trump die heimliche Rolle Amerikas bei diesen Schlägen gegen die russische Energieindustrie. Sie gäben ihm die Möglichkeit, alles abzustreiten, und verschafften ihm Einfluss, sagte er Herrn Ratcliffe, während der russische Präsident ihn weiterhin „ausnutzte“.
Die Energieangriffe würden die russische Wirtschaft laut einer Schätzung des US-Geheimdienstes täglich bis zu 75 Millionen Dollar kosten. Die CIA würde auch befugt sein, ukrainische Drohnenangriffe auf Schiffe der „Schattenflotte“ im Schwarzen Meer und im Mittelmeer zu unterstützen. In ganz Russland würden sich Gasleitungen bilden. Ein hochrangiger US-Beamter sagte: „Wir haben etwas gefunden, das funktioniert“, und musste dann hinzufügen: „Wie lange, wissen wir nicht.“
Aber funktioniert das wirklich? Die wahrscheinlich zu hoch angesetzte Schätzung von 75 Millionen US-Dollar Schaden pro Tag ist relativ gering im Vergleich zu den insgesamt 110 bis 150 Milliarden US-Dollar, die jährlich aus dem russischen Gas- und Ölsektor an den Staat fließen.
Die zeitweise entstandenen Warteschlangen an Tankstellen wurden durch logistische Probleme verursacht, nicht durch einen allgemeinen Mangel an Benzin. Es dauerte etwa eine Woche, diese zu beheben. Russland verfügt über mehr Raffineriekapazitäten, als das Land benötigt. Die lokale Nachfrage wird gegenüber Exporten priorisiert. Angriffe auf Raffinerien sind kaum geeignet, Russland jemals in die Knie zu zwingen.
Ein weiterer Teil des Artikels der New York Times handelt von einer angeblichen Konzession Putins, die er während der Friedensgespräche mit der Trump-Regierung gemacht haben soll. Demnach habe Putin zugestimmt, auf jene Teile von Cherson und Saporischschja zu verzichten, die noch nicht erobert wurden, falls sich die Ukrainer aus den Oblasten Donezk und Luhansk zurückziehen. Die russische Seite hat meines Wissens einen solchen Deal niemals bestätigt. Die Beschreibung der Times, wie dies angeblich zustande kam, lässt mich stark daran zweifeln, dass ein solcher Deal tatsächlich existiert:
„Ich weigere mich, ein schuldiger Mann zu sein“, sagte Mr. Kellogg zu einem Kollegen.
Bei einem Treffen im Oval Office, noch in der Hoffnung, einen gewissen Ausgleich bei territorialen Zugeständnissen der Ukraine zu retten, hatte er einen Plan für einen Gebietstausch vorgeschlagen. In diesem „Zwei-plus-zwei-Plan“ würde Mr. Putin aus den Oblasten Saporischschja und Cherson abziehen. Die Ukraine würde den Rest von Donezk und Luhansk aufgeben.
Der Plan, räumte Mr. Kellogg ein, war ein Hail-Mary-Pass, und Mr. Trump sagte ihm: „Putin wird darauf wahrscheinlich nicht eingehen.“ Dennoch wies er Mr. Witkoff an: „Bringen Sie das zu Putin.“
Sie trafen sich am 6. August. Mr. Putin ging nicht darauf ein; er war nicht bereit, freiwillig Territorium abzutreten. Doch Mr. Witkoff hörte etwas, das er als Durchbruch interpretierte. Laut einem Trump-Berater berichtete der Gesandte zurück, Mr. Putin habe ihm gesagt: „Okay, okay, wir können keinen Waffenstillstand hinbekommen. Also machen wir Folgendes: Wir schließen einen endgültigen Friedensvertrag, und dieser Friedensvertrag betrifft den Rest von Donezk.“
Tatsächlich war es mehr.
In diesem „Drei-plus-zwei-Plan“ würden die Russen auch die Krim behalten und den letzten Zipfel von Luhansk erhalten. Statt sich aus Cherson und Saporischschja zurückzuziehen, wie Mr. Kellogg vorgeschlagen hatte, würden sie das bereits eroberte Gebiet behalten. Der Plan war nicht die vollständige Kontrolle, die Mr. Putin lange gefordert hatte, aber er war dennoch deutlich günstiger für Russland.
…
[Nach dem Treffen im August in Anchorage] nahmen die Präsidenten keine Fragen entgegen und ließen die Welt darüber rätseln, worauf sie sich geeinigt hatten. Doch laut zwei Trump-Beratern wiederholte Mr. Putin, was er Mr. Witkoff gesagt habe: Er würde den Krieg beenden, wenn er den Rest von Donezk bekommen könne.
Ich bezweifle sehr, dass der russische Präsident dem zugestimmt hat. Putin ist ein ausgebildeter Jurist, und die Eingliederung von Cherson, Saporischschja, Donezk und Luhansk in die Russische Föderation ist Teil ihrer Verfassung. Nicht einmal der Präsident kann diese außer Kraft setzen.
Der sogenannte Friedensprozess, den die USA verfolgen, beruht auf Illusionen – während die Russen sehr genau sehen, was die CIA ihnen antut.
Sie werden ganz sicher nicht auf die Bedingungen hereinfallen, die die USA ihnen aufzwingen wollen.
Trump will den politischen Kurs Venezuelas bestimmen und das Öl des Landes kontrollieren
Zurück zur „guten alten“ Vor-Chavez-Maduro-Zeit?

Wieder einmal haben sich Donald Trumps Äußerungen als maßlos übertrieben herausgestellt, und schon wird die neu vereidigte Präsidentin bedroht. Trumps Wunsch, die Uhr zurückzudrehen, hat nicht geklappt. Der Terrorismus gegen Venezuela geht also weiter. Was Donald Trump implizit wünscht, ist, dass Venezuela die Uhr zurückdreht auf die Zeit vor der Revolution. Schauen wir mal, wie […]
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VENEZUELA-COUP: Moral für Dumme! Warum das vom Westen gepredigte Völkerrecht für die „Starken“ nicht gilt!
Förderte Weimer die Anleitung zum Kälte-Terror?
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Förderte Weimer die Anleitung zum Kälte-Terror?
Staatsförderung für Extremismus? Kulturminister Weimer prämierte den Unrast Verlag mit Steuergeldern – denselben Verlag, der Anleitungen zu Bekennerschreiben und Gewalttaten veröffentlichte. Bekennerschreiben wie nach dem linksextremen Brandanschlag auf das Berliner Stromnetz.
Während Teile der Hauptstadt nach einem gezielten Brandanschlag auf das Stromnetz im Dunkeln saßen, gerät Kulturstaatsminister Wolfram Weimer abermals massiv unter Druck. Der Grund: Sein Ministerium fördert mit dem „Deutschen Verlagspreis 2025“ Verlage wie den Münsteraner „Unrast Verlag“, der in seinem Sortiment explizite Anleitungen für das Verfassen von Bekennerschreiben nach militanten Aktionen führt.
Der Unrast Verlag, der sich selbst als „linkskritisch“ versteht, wird im Rahmen des Deutschen Verlagspreises im Oktober 2025 als eines der „Rückgrate unserer literarischen Vielfalt“ geehrt. Doch ein Blick in das Verlagsprogramm wirft Fragen zur Förderwürdigkeit auf. Besonders im Fokus steht eine Broschüre, die detailliert aufschlüsselt, wie Bekennerschreiben nach politisch motivierten Straftaten zu formulieren sind, um maximale mediale und politische Wirkung zu erzielen.
Weimer schweigt derweil zur Gewalt
Unsere Buchempfehlung: „Blackout“ von Lars Konarek
Daß ausgerechnet dieser Verlag mit staatlichen Fördergeldern und öffentlicher Anerkennung bedacht wird, sorgt angesichts der aktuellen Sicherheitslage in Berlin erneut für Empörung. Hintergrund der Debatte ist der jüngste Brandanschlag auf die Berliner Strominfrastruktur. Die Tat, die etwa 45.000 Haushalte mit etwa 90.000 Personen vom Stromnetz abschnitt, trägt die Handschrift der linksradikalen Vulkangruppe. In einschlägigen Portalen tauchten kurz darauf Bekennerschreiben auf, deren Struktur durchaus Ähnlichkeiten mit den „Handreichungen“ aufweisen, die in den vom Staat geförderten Publikationen beworben werden.
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (CDU) verteidigte die Auswahl der Preisträger zunächst mit dem Verweis auf die Unabhängigkeit der Jury und die Bedeutung kleiner Verlage. Weimer hat sich bisher nicht von dem Verlag distanziert.
In der offiziellen Pressemitteilung der Bundesregierung zum Verlagspreis betonte Weimer noch die Rolle der Verlage für die Demokratie. Angesichts der „Gebrauchsanleitungen für den Untergrund“ wirkt dieses Statement für viele Beobachter nun wie ein Hohn. Die AfD forderte bereits Aufklärung der Förderkriterien und einen sofortigen Stopp der Gelder für Verlage, die verfassungsfeindliche Tendenzen unterstützen oder legitimieren.
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Kälte-Terror: So leicht lässt sich Berlin ausschalten
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Kälte-Terror: So leicht lässt sich Berlin ausschalten
Zehntausende Menschen in Berlin sind mitten im Winter tagelang ohne Strom und Heizung. Nicht in einem Krisen- oder Kriegsgebiet, sondern in den besseren Vierteln der deutschen Hauptstadt. Linksextremisten beweisen, wie leicht sich Deutschland ausknipsen lässt.
von Peter Grimm
Die linksextreme „Vulkangruppe“ hat erneut bewiesen, dass nicht erst der Russe kommen muss, um ganze Stadtviertel der deutschen Hauptstadt lahmzulegen. Das war zwar sicher nicht die Absicht ihres Anschlags, das deutsche Krisenmanagement einem peinlichen Härtetest zu unterziehen, doch genau das ist den linksextremen Kämpfern gelungen. In einem Statement der „Vulkangruppe: Den Herrschenden den Saft abdrehen“ heißt es:
„Wir haben heute Nacht das Gaskraftwerk in Berlin-Lichterfelde erfolgreich sabotiert. Es kam zu Stromausfällen in den wohlhabenderen Stadtteilen Wannsee, Zehlendorf und Nikolassee. Stromausfälle waren nicht Ziel der Aktion, sondern die fossile Energiewirtschaft. Bei den weniger wohlhabenden Menschen in dem Südwesten Berlins entschuldigen wir uns. Bei den vielen Besitzern von Villen in diesen Stadtteilen hält sich unser Mitleid in Grenzen.“
Die Medien berichten gerade oft, viel und ausführlich über das, was die vom Stromausfall Betroffenen erleiden und erdulden müssen. Zehntausende Menschen sind jetzt mitten im Winter für einige Tage ohne Strom und damit zumeist auch ohne Heizung. Nicht in einem Krisen- oder Kriegsgebiet, sondern in den besseren Vierteln der deutschen Hauptstadt. Dass es sich dabei um die Folgen eines linksextremistischen Anschlags handelt, wird zwar berichtet, spielt in der veröffentlichten Wahrnehmung eine Nebenrolle.
Für die Betroffenen ist verständlicherweise die vordringlichere Frage, wann sie wieder Strom haben. Heute am Sonntag, dem zweiten Tag des Stromausfalls, wird berichtet, die Wiederherstellung der Stromversorgung könne noch bis Donnerstag dauern. Damit dürfte dieser Blackout wohl der neue Rekordhalter als längster Stromausfall in Berlin seit der Nachkriegszeit werden. Der bisherige Rekord von 60 Stunden ohne Strom im vergangenen September in den Stadtteilen Adlershof, Johannisthal und Altglienicke im Berliner Südosten dürfte eingestellt werden. Auch dieser Stromausfall wurde übrigens durch gezielte Brandstiftung mutmaßlich linksextremer Täter erzeugt. Ein Anschlag, der erstaunlich schnell wieder vergessen wurde. Weil sich deutsche Meinungsbildner nicht gern an linksextreme Anschläge erinnern?
Unsere Buchempfehlung: „Blackout“ von Lars Konarek
Selbstverständlich fragt sich jeder Beobachter, warum die Wiederherstellung der Stromversorgung so lange dauert? Es ist sicher ein schwerer Schaden entstanden und keine leichte Aufgabe, die Stromversorgung für ein solch großes Gebiet wieder herzustellen. Aber Berlin liegt doch andererseits – so denken viele seiner Bewohner – in einem technisch hochentwickelten Land, in dem kein Krieg und keine Naturkatastrophe jemanden an Reparaturarbeiten hindert. Wie kann es sein, dass die Wiederherstellung der Stromversorgung in Berlin nach dem Anschlag einer linksextremen Gruppierung länger dauert als beispielsweise in Kiew nach russischen Luftangriffen? Sind die Genossen von der Vulkangruppe effektiver im Lahmlegen städtischer Infrastruktur als Putins Militär? Oder beweist das neue Deutschland einmal wieder, wie wenig resilient es trotz aller Kriegstüchtigkeits-Rhetorik ist?
Die Frage sollte uns alle umtreiben, denn offenbar kann das jeden treffen. In Lichterfelde, Wannsee und Zehlendorf in Berlins Südwesten haben die meisten Bewohner wohl kaum mit einem solch langen Blackout gerechnet. Die Bürger in Adlershof und Johannisthal vor dem September 2025 wahrscheinlich auch nicht. Und immer weniger Bürger dürften darauf vertrauen, dass die zuständigen Staatsorgane die nötigen Lehren aus diesen Vorfällen ziehen. Aber irgendwo werden wegen Tiefbauarbeiten immer mal wichtige Kabelverbindungen zeitweise oberirdisch liegen und damit der Gefahr einer gezielten Brandstiftung ausgesetzt sein. Um besseren Schutz solch sensibler Stellen, wie die jetzt in Brand gesetzte Kabelbrücke, scheint sich niemand hinreichend gekümmert zu haben, obwohl es solche Anschläge seit Jahren gibt.
Linksextremismus als Randnotiz?
Unter dem Label „Vulkangruppe“ zündeln Linksextremisten an Kabelanlagen bereits seit 2011. Die Täter des aktuellen Anschlags sollen sich in einem Bekennerschreiben laut Welt in diese Tradition gestellt haben:
„In dem Schreiben beziehen sich die Verfasser ausdrücklich auf frühere Angriffe auf zentrale Infrastruktur in Berlin und Brandenburg – darunter den Technologiepark Adlershof, Teslas Gigafactory in Grünheide, das Steinkohlekraftwerk Reuter von Vattenfall sowie einen zentralen Vodafone-Knotenpunkt in Adlershof. Diese Orte werden nicht zufällig genannt, sondern als ‚Referenzpunkte unserer Aktion‘ bezeichnet. Die mutmaßlichen Täter stellen ihren aktuellen Sabotageakt bewusst in eine Reihe vorheriger Angriffe auf Energie-, Industrie- und Kommunikationsinfrastruktur und reklamieren diese Schauplätze als Teil eines zusammenhängenden, politischen Kampfes.“
Neben Anschlägen auf das Stromnetz gibt es auch immer wieder gezielte Brandanschläge auf Signalkabel und Signalanlagen der Bahn, die teils zu erheblichen Störungen führten. Bei solch einer Reihe fragt sich sicher so mancher Beobachter, ob der Ermittlungsdruck in diesen Fällen wirklich groß genug ist. Politisch ist der Focus auf linksextremische Anschläge und ihre Gefährlichkeit von vielen Verantwortungsträgern nicht gewollt. Was extremistische Gefahren angeht, ist die Rangreihenfolge für politische Amtsträger klar. Vor allem soll der Rechtsextremismus bekämpft werden, etwas leiser spricht man von den Islamisten, während der Linksextremismus oftmals nur als Randnotiz erscheint.
Vielleicht wendet der eine oder andere nun in altlinker Argumentation ein, dass der Terror der Vulkangruppe „nur“ die harmlosere „Gewalt gegen Sachen“ wäre und keine „Gewalt gegen Menschen“. Aber wer mitten im Winter Wohnsiedlungen Zehntausender über Tage von der Stromversorgung abschneidet, spielt ebenfalls mit Menschenleben.
Warum gibt es offenbar kaum nachhaltige Ermittlungserfolge in Sachen linksextremer Brandstifter? Es handelt sich bei den Tätern offensichtlich um Menschen mit einer gewissen Fachkenntnis, denn sie wissen augenscheinlich genau, wo sie zuschlagen müssen, um maximalen Schaden anzurichten. Wie es scheint, herrscht bei der Vulkangruppe bzw. den Vulkangruppen kein Fachkräftemangel. Bei den Ermittlungsbehörden vielleicht schon? Oder müssen die Beamten einfach zu sehr mit unzureichender personeller und technischer Ausstattung kämpfen? Das wäre in Berlin natürlich alles andere als überraschend.
Weder beabsichtigt noch kalkuliert
Irgendwie wirkt dieser rekordlange Stromausfall im Berliner Südwesten wie ein Menetekel. Nicht nur was auch ohne Anschläge künftig drohende Blackouts angeht. Sowohl der Schutz kritischer Infrastruktur als auch die Verfolgung linksextremistischer Täter erscheinen beängstigend mangelhaft. An dieser Stelle ist vielleicht angebracht, statt eines abrundenden und wahrscheinlich nicht gerade stimmungsaufhellenden Schlusssatzes von mir, mit einem Blick in die Geisteswelt der Vulkangruppen zu schließen. In der bereits oben zitierten veröffentlichten Erklärung der „Vulkangruppe: Den Herrschenden den Saft abdrehen“ zum aktuellen Anschlag heißt es:
„Wir haben heute das Gas- und Dampfturbinen-Heizkraftwerk in Lichterfelde angegriffen. Das Kraftwerk produziert auf Erdgasbasis eine elektrische Gesamtleistung von 300 MW. Ziel waren die Starkstromleitungen, um bei dem Unternehmen einen hohen Schaden zu verursachen. Die Kabelbrücke, die nicht öffentlich verzeichnet ist und vom Kraftwerk Lichterfelde über den Teltowkanal geführt wird, haben wir zur Seite der Grünanlagen hin in Brand gesetzt. Wir haben die angeschmorten Kabelstränge mit herumliegenden Stahlstangen zusätzlich kurzgeschlossen.
Das Energieunternehmen wird auf dem freien Markt Strom in Echtzeit kaufen müssen, um die Vertragsverpflichtungen zu erfüllen, die sie mit der Auslieferung des Stroms eingegangen sind, sobald der Ausfall der Lieferung bemerkt wird. Wir gehen nicht davon aus, dass wir dadurch 100.000 Haushalte vom Netz abgetrennt haben, sondern dass wir diese nur vom Netz des Gaskraftwerks abgetrennt haben. Das mehrfach gesicherte Energienetz wird über andere Wege der Energieleitungen die Haushalte in kürzester Zeit wieder über das weit verzweigte Stromnetz anschließen. Der kurzfristige Kauf von Energie zu den marktüblichen Preisen ist möglicherweise teurer als zu dem Zeitpunkt, als das Energieunternehmen den Strom an der Leipziger Strombörse (EEX) gekauft hat. Um nicht hohe Vertragsstrafen an die einzelnen Energieabnehmer zu zahlen bleibt ihnen kein anderer Weg. Wir haben über zwanzig 110 KV Leitungen kurzgeschlossen und die Fernwärmerohre nicht in den Anschlag einbezogen. Aber wir können Auswirkungen auf die Fernwärme nicht ausschließen.
Unsere Aktion unterscheidet sich im Praktischen von der Aktion in Adlershof am 9.9.2025 gegen das Technologiezentrum. Dort handelte es sich um eine Zuleitung, die redundante Absicherung vernachlässigte. Bei der „Vulkangruppe Tesla ausschalten“, die Tesla mit der Zerstörung einer Zuleitung vom Netz nahm und um die 5000 privaten Haushalte mit traf, war die Situation ähnlich. In unserem Fall wird nicht vor einem Objekt wie dem Technologiepark oder der Gigafactory der Strom abgetrennt, sodass dieses Objekt in den Blackout kommt, sondern das Kraftwerk mit seiner weiten Verzweigung der Kabel wird von Stromnetz abgetrennt. Es produziert noch Strom, kann aber diesen nicht mehr in dasNetz einspeisen und somit nicht mehr liefern. Die Versorgungsfähigkeit der privaten Haushalte über andere Kraftwerke bleibt aber erhalten und ist auch so von den Behörden und Energieriesen beabsichtigt. Trotzdem ist nicht ausgeschlossen, dass unsere Aktion einzelne Trafostationen in größerer Mitleidenschaft zieht.
Die Versorgung mit Fernwärme (thermische Leistung um 690 MW) ist durch uns nicht unterbrochen worden. Die einzelnen Haushalte sind nicht Ziel der Aktion. Ziel der Aktion ist es, der Gaswirtschaft und der Gier nach Energie einen hohen Schaden zuzufügen. Wenn es zu längeren Ausfällen in privaten Haushalten kommt, wollen wir hiermit deutlich machen, sie sind nicht Ziel des Angriffs. Und dieser Effekt war von uns weder beabsichtigt noch kalkuliert. Wir haben zu jedem Zeitpunkt die Gefährdung von Menschenleben ausgeschlossen.
Da wir keine hundertprozentige Sicherheit darüber haben, welche Kettenreaktionen, die nicht in unserem Verantwortungsbereich liegen, unsere Abschaltung der Gaswerks zur Folge haben könnten, haben wir folgende Bitte an eventuell in Mitleidenschaft gezogene Haushalte: Klingeln Sie bei Ihren Nachbar:innen an. Bedenken Sie, ältere oder hilfsbedürftige Menschen bei einem Ausfall des Stroms mitzuversorgen. Versorgen Sie sich und andere Menschen, indem Sie solidarische Unterstützung geben. Informieren Sie sich untereinander.“
Muss man das noch kommentieren?
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Putins Sonderbeauftragter: Rechte einzige Hoffnung für Europa
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Putins Sonderbeauftragter: Rechte einzige Hoffnung für Europa
In Russland hat man verstanden, dass sich mit dem Altparteienkartell keine Politik mehr gestalten lässt. Laut Wladimir Putins Sonderbeauftragtem Kirill Dmitrijew können nur noch rechte, patriotisch gesinnte Kräfte Europa und Deutschland retten.
von Manfred Ulex
Die europäischen rechten Kräfte sind sich der Probleme der Region bewusst und scheinen daher die einzige echte Hoffnung zu sein. Dies erklärte Kirill Dmitrijew, Leiter des Russischen Fonds für Direktinvestitionen (RDIF) und Sonderbeauftragter des russischen Präsidenten für die investitions- und wirtschaftspolitische Zusammenarbeit mit dem Ausland, auf dem sozialen Netzwerk X:
“Zum gegenwärtigen Zeitpunkt scheinen die rechten Kräfte Europas die einzige echte Hoffnung zu sein, zumindest erkennen sie, was alle sehen – Massenmigration, wirtschaftlichen Niedergang, vernichtende Bürokratie und einen größeren Zerfall der EU.”
So reagierte er auf einen Beitrag des italienischen Juristen Alberto Alemanno, der behauptet hatte, dass die Europäische Union wegen ihrer Erfolge im Kreuzfeuer der Kritik stehe. Dmitrijew bezeichnete diese Position als Unsinn.
Zuvor hatte das Magazin Foreign Affairs geschrieben, dass sich die EU in eine “selbstzerstörerische Falle” gebracht habe, indem sie US-Präsident Donald Trump in strittigen Fragen nachgegeben und keinen Widerstand geleistet habe, was letztlich zu einer Stärkung der Position der extremen Rechten in der Region geführt habe.
Unterdessen ist Politico der Ansicht, dass sich das europäische rechtsextreme Lager hinsichtlich der Unterstützung Trumps gespalten habe, da es sich nicht darauf einigen könne, ob dies “ein Segen oder ein Fluch” sei. So will die Alternative für Deutschland (AfD) die Situation nutzen und sich von Washington legitimieren lassen, während Marine Le Pens französische Rassemblement National diese Unterstützung als “Last” betrachtet.
Derzeit sind rechte und nationalkonservative Kräfte in etwa acht europäischen Ländern an der Macht oder direkt an der Regierungsführung beteiligt, schreibt die deutsche Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP). So führen in Ungarn und Italien rechte Parteien die Regierungen und bestimmen die politische Agenda des Landes, der belgische Premierminister Bart De Wever ist Vertreter einer nationalkonservativen Partei, und in Tschechien bilden rechte Parteien das Kabinett. In Finnland, Schweden, der Slowakei und Kroatien sind rechte Kräfte Teil der Regierungskoalitionen oder sichern den Kabinetten parlamentarische Unterstützung.
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Die Erbse verstecken, neu aufgelegt: Das Szenario entfernen, das Ergebnis behalten*
[*Das ist eine Anspielung auf das betrügerische „Hütchenspiel“. A. d. Übers.]
Ein kürzlich in Nature Climate Change veröffentlichter Artikel mit dem Titel „Peak glacier extinction in the mid-twenty-first century” (Das Ende der Gletscher Mitte des 21. Jahrhunderts) präsentiert sich als sorgfältige, politikrelevante Analyse des globalen Gletscherschwunds unter verschiedenen zukünftigen Erwärmungsszenarien. Anstatt ihre Prognosen auf Emissionspfade zu stützen, ordnen die Autoren ihre Ergebnisse vier Temperaturergebnissen bis zum Jahr 2100 zu: +1,5 °C, +2,0 °C, +2,7 °C und +4,0 °C. Diese Entscheidung verleiht dem Artikel einen zeitgemäßen Charakter und deutet darauf hin, dass die Kontroversen überwunden wurden, die frühere szenariobasierte Wirkungsstudien umgaben.
Es ist wichtig, gleich zu Beginn klarzustellen: Die Studie erhebt nicht ausdrücklich den Anspruch, RCP 8.5 zu vermeiden oder zu korrigieren. Sie präsentiert sich weder als methodischer Fortschritt gegenüber früheren Arbeiten zu diesem Thema, noch geht sie auf die Debatten über die Plausibilität dieses Szenarios ein. RCP 8.5 wird einfach nicht namentlich erwähnt.
[Hervorhebung im Original]
Genau dieses Schweigen macht das Papier jedoch so aufschlussreich. Obwohl die Bezeichnung des Szenarios entfernt wurde, fließen die hochgesteckten Annahmen, die einst mit RCP 8.5 verbunden waren, unter einem anderen Rahmen stillschweigend wieder in die Analyse ein. Die dramatischsten Schlussfolgerungen dieser Arbeit – diejenigen, die sich auf Spitzenwerte bei der Gletscherschmelze von fast 4.000 Gletschern pro Jahr und einen fast vollständigen Verlust bis zum Ende des Jahrhunderts beziehen – basieren größtenteils auf einem +4,0 °C-Erwärmungsszenario, das aus SSP5-8.5- und SSP3-7.0-Simulationen konstruiert wurde. Das Ergebnis ist bekannt: Das Szenario ist verschwunden, aber das Signal bleibt bestehen.
Dieser Ansatz wird jedem sofort auffallen, der die Debatten der letzten zwei Jahrzehnte über die Rekonstruktion paläoklimatischer Proxies verfolgt hat. Steve McIntyre hat auf ClimateAudit.org ein wiederkehrendes Verfahrensmuster dokumentiert. Wenn sich eine bestimmte Proxy-Reihe als fehlerhaft erwies – oft weil sie invertiert, verkürzt, veraltet oder anderweitig methodisch unhaltbar war –, wurde sie entfernt. Die Autoren verkündeten dann, dass die Rekonstruktion „robust” sei, da sich das Gesamtergebnis nicht geändert habe. Was selten betont wurde war, dass stillschweigend ein anderer Proxy mit im Wesentlichen dem gleichen statistischen Signal eingeführt worden war, um seinen Platz einzunehmen.
Die Erbse war nicht entfernt, sondern nur verschoben worden.
Die Gletscherstudie folgt der gleichen Strukturlogik, übertragen von Proxy-Netzwerken auf die Szenarioerstellung.
RCP 8.5 ist politisch und rhetorisch unbequem geworden. Seine Annahmen über die langfristige Nutzung von Kohle, das Bevölkerungswachstum und die Emissionsintensität stimmen nicht mehr mit den beobachteten Energietrends überein, und seine fortgesetzte Verwendung hat selbst innerhalb der Mainstream-Klimaforschung Kritik hervorgerufen. Anstatt sich direkt mit dieser Kritik auseinanderzusetzen, weicht die Studie ihr aus. Das RCP-Rahmenwerk verschwindet. An seine Stelle treten SSPs. Die Analyse wird neu auf Temperatur-Endzustände ausgerichtet, wodurch die Verbindung zwischen den prognostizierten Auswirkungen und den sozioökonomischen Annahmen, die zu ihrer Erstellung erforderlich sind, aufgehoben wird.
Die Auswirkungen sind subtil, aber folgenreich. Indem sich das Papier auf Erwärmungsgrade statt auf Pfade konzentriert, behandelt es eine Welt mit +4,0 °C als politikrelevanten Vergleichswert und nicht als extremes bedingtes Ergebnis. An keiner Stelle wird gefragt, ob ein solcher Verlauf mit den beobachteten Trends bei der Stromerzeugung, den Brennstoffsubstitutionsraten oder dem historischen Rückgang der Energieintensität vereinbar ist. Das Szenario existiert, weil das Modellensemble es zulässt, und nicht weil sich die reale Welt nachweislich in diese Richtung bewegt.
An dieser Stelle ist eine Erinnerung hilfreich: Es geht nicht darum, was die Autoren behaupten, sondern worauf die Ergebnisse beruhen.
[Hervorhebung im Original]
Die emotional wirkungsvollsten Vergleiche der Studie – wie beispielsweise die Gleichsetzung der höchsten Aussterberaten mit dem „Verlust der gesamten Gletscherpopulation der europäischen Alpen in nur einem Jahr“ – beziehen ihre Kraft fast ausschließlich aus dem Szenario mit der höchsten Erwärmung. Bei +1,5 °C beträgt die prognostizierte höchste Verlustrate etwa die Hälfte dieses Wertes, bei +2,7 °C liegt sie dazwischen. Die große Bandbreite dieser Ergebnisse sollte zu Skepsis hinsichtlich politischer Schlussfolgerungen Anlass geben, doch die Studie behandelt die Obergrenze als aussagekräftigen Leitfaden für die Entscheidungsfindung.
Dies ist besonders auffällig, da die Autoren selbst die Fragilität der Messgrößen einräumen. Das „Aussterben“ von Gletschern wird nicht durch das physische Verschwinden im hydrologischen Sinne definiert, sondern durch eine Flächenschwelle von 0,01 km² oder einen Volumenrückgang unter 1 Prozent des Ausgangswertes. Die Studie räumt ein, dass die Anzahl der Gletscher sehr empfindlich auf die Auflösung des Inventars, die Wahl der Klassifizierung und die Behandlung kleiner Eiskörper reagiert und dass sie mit größerer Vorsicht interpretiert werden sollte als die Masse oder Fläche. Diese Vorbehalte sind technisch korrekt – nur um dann weitgehend außer Acht gelassen zu werden.
Was folgt, ist eine Wende von der bedingten Modellierung zur normativen Sprache. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass ihre Ergebnisse „die Dringlichkeit einer ehrgeizigen Klimapolitik unterstreichen” und dass der Unterschied zwischen dem Verlust von 2.000 bzw. 4.000 Gletschern pro Jahr bis zur Mitte des Jahrhunderts „von den kurzfristigen politischen Maßnahmen und gesellschaftlichen Entscheidungen abhängt, die heute getroffen werden”. Dies ist nicht nur beschreibend, sondern auch präskriptiv und basiert eindeutig auf den gleichen hochgesteckten Annahmen, die lediglich umbenannt, aber nicht hinterfragt wurden.
Dies veranschaulicht eine methodische Kultur, die umstrittene Annahmen als austauschbare Komponenten behandelt, solange das bevorzugte Ergebnis erhalten bleibt. Die Gletschermodelle sind in sich konsistent. Die Statistiken sind kompetent ausgeführt. Aber die Stabilität des Schlagzeilen-Ergebnisses unter Substitution wird als Validierung behandelt, obwohl sie stattdessen die gleiche Frage aufwerfen sollte, die McIntyre wiederholt in einem anderen Zusammenhang gestellt hat: Robust in Bezug auf was genau?
In den Proxy-Debatten bedeutete Robustheit oft, dass die Entfernung einer kritisierten Reihe nichts änderte, weil eine andere, funktional ähnliche Reihe an ihre Stelle getreten war. In diesem Fall bedeutet Robustheit, dass die Entfernung einer diskreditierten Szenariobezeichnung nichts ändert, weil ihre High-End-Annahmen unter einem neuen Rahmen wieder auftauchen. Die Logik ist die gleiche. Nur die Objekte haben sich geändert.
Die Erbse ist wieder einmal nicht verschwunden. Sie wurde lediglich verschoben.
Und wie zuvor wird das Publikum dazu eingeladen, die Beständigkeit des Ergebnisses zu bewundern, anstatt zu untersuchen, wie sorgfältig die Becher angeordnet wurden.
Link: https://wattsupwiththat.com/2025/12/28/hiding-the-pea-revisited-remove-the-scenario-keep-the-result/
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Die Erbse verstecken, neu aufgelegt: Das Szenario entfernen, das Ergebnis behalten* erschien zuerst auf EIKE – Europäisches Institut für Klima & Energie.
Ob Venezuela oder Ukraine: Besser kein „Völkerrecht“ als ein geheucheltes „Völkerrecht“! | Hans-Thomas Tillschneider (MdL | AfD Sachsen-Anhalt)

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„Die Weltgesundheitsorganisation war ein kriminelles Unternehmen – nach dem Sherman Act und dem Clayton Act.“