Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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Kategorie: Nachrichten

Kategorie: Nachrichten

Hessen: AfD verdoppelt Kommunalwahl-Ergebnis – Vielerorts auf Platz 1 vor der CDU!

Hessen: AfD verdoppelt Kommunalwahl-Ergebnis – Vielerorts auf Platz 1 vor der CDU!

Hessen: AfD verdoppelt Kommunalwahl-Ergebnis – Vielerorts auf Platz 1 vor der CDU!

Der große Gewinner der Kommunalwahlen in Hessen ist die AfD – sie konnte ihr Ergebnis (15,9 Prozent) wie zuvor schon bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg verdoppeln und sich im traditionell „roten“ Hessen als drittstärkste Kraft nach CDU (29,7 Prozent) und SPD (20,2 Prozent) etablieren! In mehreren Städten landete die AfD sogar vor der CDU auf dem ersten Platz.

Ein herausragend starkes Ergebnis holte die AfD dem vorläufigen Trendergebnis zufolge in Biebesheim am Rhein (Kreis Groß-Gerau). Mit 27,5 Prozent wurde die AfD stärkste Kraft im Gemeindeparlament – vor der SPD (25,8 Prozent).

Überdurchschnittlich hohe Stimmengewinne erzielte die AfD auch in Greifenstein im mittelhessischen Lahn-Dill-Kreis (27,3 Prozent), in Brombachtal im Odenwald (27,2 Prozent), in Erlensee im Main-Kinzig-Kreis (25,9 Prozent) und im mittelhessischen Büdingen (25,4 Prozent). In Erlensee und Büdingen steht die AfD damit auch auf Platz 1. Politologe Prof. Jürgen Falter (Uni Mainz) resümiert: „Der eigentliche Wahlgewinner ist nach jetzigem Stand die AfD!“

Rund fünf Millionen Hessen waren am Sonntag (15.März) aufgerufen, neue Bürgermeister und Kommunalparlamente zu wählen. Es ging um die Mandate in den 21 Kreistagen sowie den kommunalen Parlamenten von 421 Städten und Gemeinden.

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Verletzte in Bayern: Als sie kein Eis mehr bekommen, rasten drei Syrer aus

Verletzte in Bayern: Als sie kein Eis mehr bekommen, rasten drei Syrer aus

Verletzte in Bayern: Als sie kein Eis mehr bekommen, rasten drei Syrer aus

Wegen einer unbezahlten Rechnung gab ihnen der Betreiber kein Eis mehr. Daraufhin misshandelten ihn die drei Brüder aus Syrien schwer. Auch seine Tochter und ein Polizist wurden verletzt. Eine Mentalität, die eher zu Invasoren als zu “Schutzsuchenden” passt.

Der Betreiber der Eisdiele “Levante” im bayrischen Hof dachte, die drei Brüder (16, 19 und 26) aus Idlib wollten ihre 15 Euro Schulden begleichen. Ahmed, Amer und Wissam S. verlangten aber stattdessen weiteres Eis.

Rabiate Goldstücke

Als der Betreiber das verweigerte, drehten die drei Männer durch. Sie prügelten im September 2025 wild auf den Eigentümer ein, misshandelten ihn schwer. Dann nahmen sie sich seine zehnjährige Tochter vor und verletzten auch diese. Prügel bezog auch ein 24-jähriger Mitarbeiter. Die Eisdiele wurde verwüstet.

Selbst gegen die herbeigerufene Polizei gebärdeten sich die Schläger weiter rabiat, flüchteten unter dem Einsatz von Gewalt und verletzten dabei auch noch drei Beamte. Es dauert eine Weile, bis es den Polizisten gelingt, die syrischen „Goldstücke“ zu fixieren. Von der Tat gibt es auch ein Video.

Prozess läuft

Jetzt sitzen Ahmed, Amer und Wissam beim Amtsgericht Hof Seite an Seite auf der Anklagebank. Mehrere Polizisten berichten als Zeugen über den schweren Einsatz in der Innenstadt. Angeklagt sind die drei wegen gefährlicher Körperverletzung, Unterschlagung, Sachbeschädigung und tätlichem Angriff gegen Vollstreckungsbeamte.

Angesetzt ist der Prozess auf insgesamt vier Verhandlungstage, es werden insgesamt 17 Zeugen befragt. Das Urteil wird am Montag (16. März), dem voraussichtlich letzten Prozesstag, erwartet. Und auf zwei der angeklagten Brüder wartet dann schon das nächste Verfahren. Denn zwei Tage nach der Gewalttat überfielen und beraubten sie einen Kiosk.

Unverschämtheit oder/und Kontrollverlust

Laut einer Zeugenaussage fühlten sich die Eisdielenschläger als „Chefs der Stadt“. Das wirft doch einige Frage auf. Man könnte die drei Männer einfach als unverschämte Gewalttäter abtun. Einzelfall. Verrückte gibt es eben überall.

Mangelnde Impulskontrolle könnte allerdings im mohammedanischen Kulturkreis – wenn man Kriminalstatistiken und Erfahrungen im öffentlichen Raum berücksichtigt – wesentlich häufiger sein, als bei der autochthonen Bevölkerung. Ein Hinweis, der diese Theorie untermauert, ist der Umstand, dass sich Frauen unter Mohammedanern verhüllen müssen, weil sich die Männer angeblich sonst nicht im Griff haben – das sagen zumindest ihre religiösen Führer.

Invasorenmentalität

Und ein weiterer Verdacht drängt sich auf. Vom hiesigen Asylsystem wurden viele Islambefolger daran gewöhnt, dass sie alles bekommen, was sie verlangen, ohne irgendwas dafür geben zu müssen. Mit dieser Erwartungshaltung wird es offenbar inakzeptabel, kein Gratis-Eis zu bekommen.

Es könnte auch interessant sein, historische Entwicklungen im Islam auf ihre Kontinuität bis heute soziologisch zu untersuchen. Die Araber lebten traditionell sehr stark von Raub. Mohammed selbst führte in Medina bewaffnete Unternehmungen gegen mekkanische Karawanen beziehungsweise ließ solche durchführen. Während der islamischen Expansion, der Verbreitung dieses Glaubens mit Feuer und Schwert, hat man sich über 1.300 Jahre hinweg genommen, was man haben wollte.

Im vorliegenden Fall waren die Opfer und Leidtragenden übrigens auch Syrer. Es sind zwei Seiten der “Medaille” Zuwanderung. Die einen versuchen sich zu integrieren, ein ehrliches Geschäft aufzubauen, zu arbeiten und der Gesellschaft nicht zur Last zu fallen – die anderen gebärden sich wie räuberische Besatzer und machen nicht einmal vor ihren Landsleuten halt.

Die deutschen Mainstream-Medien nutzen die Gelegenheit, um trotzdem “gegen Rechts” Stimmung zu machen. So dürfen die Opfer in der Bild-Zeitung klagen, dass man sie zuvor in Bautzen als Scheiss-Ausländer beschimpft hätte – dort habe man “Migranten mit Ketten angegriffen”, schreibt das Boulevardblatt. Einen Beweis dafür bleibt man schuldig – Hauptsache, man hat einmal mehr festgehalten, dass Deutsche noch viel schlimmer sind als die lieben Zuwanderer.

Die THAAD- und Patriot-PAC3-Raketen der US-Luftverteidigung sind kaputt oder werden es bald sein

Larry C. Johnson

Der Krieg zwischen dem Iran und der US-israelischen Koalition dauert nun schon drei Wochen an, und ein Ende ist nicht absehbar. Israel verfügt zwar über eine deutlich überlegene Luftwaffe, kann es aber nicht mit Irans Raketenstreitmacht aufnehmen. Es handelt sich um einen Abnutzungskrieg, und egal wie oft Donald Trump behauptet, der Iran sei vernichtet und die USA hätten gesiegt, der Iran wird Israel weiterhin täglich mit mindestens drei Wellen schwerer Raketenangriffe bombardieren, bis eine Verhandlungslösung erreicht ist.

Ich möchte Ihnen ein vereinfachtes Modell vorstellen, das das Kräfteverhältnis zugunsten Irans verdeutlicht. Nehmen wir an, Israel und Iran würden sich täglich mit je 50 Bomben/Raketen à 2.000 Pfund beschießen. Theoretisch würden Irans Bomben in weniger als drei Jahren das gesamte israelische Staatsgebiet bedecken, während Israels Bomben über zwei Jahrhunderte bräuchten, um dasselbe mit Iran zu erreichen. Dies verdeutlicht die Asymmetrie: Israels geringere Größe macht es deutlich anfälliger für anhaltende Luftangriffe. Hier die Berechnung für eine Flächenbombardierung durch beide Seiten:

Für Israel (bombardiert vom Iran) : 8.019 Quadratmeilen ÷ 8,1 Quadratmeilen/Tag ≈ 990 Tage (etwa 2,7 Jahre).

Für den Iran (der von Israel bombardiert wurde) : 636.372 Quadratmeilen ÷ 8,1 Quadratmeilen/Tag ≈ 78.600 Tage (etwa 215 Jahre).

Niemand außer den Iranern weiß, wie viele ballistische Raketen und Marschflugkörper das Land besitzt. Doch angesichts von Videos riesiger unterirdischer Raketenanlagen gehe ich davon aus, dass das Land mindestens sechs Monate lang täglich mehrere Raketenstarts durchführen kann. Israels Luftverteidigungssysteme sind stark geschwächt… Tatsächlich könnten die THAAD- und Patriot-Systeme bereits weitgehend funktionsunfähig sein.

Betrachten wir die tatsächliche Anzahl der THAAD-Systeme. Lockheed Martin erhielt im Januar 2007 seinen ersten Produktionsauftrag für die ersten Raketen, Startrampen und Komponenten. Bis Januar 2025 lieferte Lockheed Martin über 900 THAAD-Abfangraketen (die Auslieferung der 900. Rakete wurde angekündigt). Das entspricht einer durchschnittlichen Jahresproduktion von 50 Raketen über diesen Zeitraum von 18 Jahren. Die Standardpraxis zur Abwehr einer anfliegenden ballistischen Rakete ist der Abschuss von zwei THAAD-Systemen. Wenn die USA Israel alle ihre THAAD-Systeme überlassen, bedeutet das, dass Israel nach 450 iranischen Raketenabschüssen keine THAAD-Raketen mehr zur Verfügung stehen werden. Seit Kriegsbeginn am 28. Februar feuert der Iran durchschnittlich 40 Raketen pro Tag auf Israel ab. Das bedeutet, dass der Iran bereits 640 ballistische Raketen auf Israel abgefeuert hat. Ich gehe davon aus, dass angesichts dieser Zahlen keine THAAD-Raketen mehr verfügbar sind. Der Vorrat ist entweder erschöpft oder fast erschöpft. Das ist einfache Mathematik.

Israel und die USA haben dasselbe Problem mit den Patriot-Raketen. Wie ich bereits in einem früheren Artikel erläutert habe, hatten die USA bis zum 1. Januar 2026 insgesamt 4.620 PAC3-Raketen produziert. Ungefähr 1.000 davon wurden bereits in der Ukraine eingesetzt, wodurch die verbleibende Anzahl auf 3.620 sinkt. Das US-Pazifikkommando (USINDOPACOM) verfügt über mindestens 1.296 und möglicherweise bis zu 1.728 PAC3-Raketen. Nehmen wir die niedrigere Zahl an. Ach ja, ich hatte das USEUCOM vergessen… Es verfügt über ein Patriot-Raketenbataillon, was eine Mindestanzahl von 432 PAC3-Raketen bedeutet (ich bin von 6 Batterien mit je 72 Raketen ausgegangen). Demnach verbleiben dem USZENTCOM nur noch 1.892 PAC3-Raketen. Ich weiß nicht, wie viele Waffen des US CENTCOM an Israel geliefert wurden, aber laut öffentlich zugänglichen Quellen wurden mehrere Patriot-Batterien nach Saudi-Arabien, Katar, Bahrain und Kuwait geschickt. Geht man davon aus, dass jede Batterie mit 72 PAC3-Raketen ausgestattet war und dass jeweils nur eine Batterie in jedem dieser vier Länder stationiert wurde, verbleiben insgesamt 1.584 Patriot-Raketen für Israel.

Dies ist das beste Szenario, was bedeutet, dass Israel maximal 792 iranische ballistische Raketen und Marschflugkörper abfangen kann. Sollte Israels Vorrat noch nicht erschöpft sein, wird er es bald sein. Semafor , eine US-amerikanische Nachrichtenwebsite, berichtete, Israel habe die USA diese Woche darüber informiert, dass die Anzahl der Abfangraketen angesichts des andauernden Konflikts mit dem Iran kritisch niedrig sei und Israel bereits mit einem Mangel an Abfangraketen in den aktuellen Krieg eingetreten sei, die im Konflikt mit dem Iran im vergangenen Sommer abgefeuert worden waren. Obwohl US-amerikanische und israelische Offizielle dies bestreiten, bestätigen die oben genannten Zahlen meiner Meinung nach den Bericht von Semafor .

Kurzmeldungen aus Klima und Energie – Ausgabe 9 /2026

Kurzmeldungen aus Klima und Energie – Ausgabe 9 /2026

Meldung vom 8. März 2026:

Meereis um die Antarktis erholt sich auf normale Werte

Das antarktische Meereis hat sich seit den Tiefstständen von 2023 deutlich erholt und liegt nun fast wieder auf dem normalen Niveau.

Die neuesten Daten zeigen, dass die Abweichung der Meereisausdehnung nahe am Referenzwert für den Zeitraum 1991–2020 liegt – der höchste Wert seit 2021. In den letzten drei Jahren hat sich das antarktische Meereis um rund 2,5 Millionen km² ausgedehnt.

Kurzmeldungen aus Klima und Energie – Ausgabe 9 /2026

Nachdem die Anomalie im Jahr 2023 auf etwa -2,5 Millionen km² gesunken war, stieg sie stetig wieder in Richtung Null, wodurch das antarktische Meereis praktisch wieder auf das für die heutige Zeit typische Niveau zurückkehrte.

Im Gegensatz zur Arktis sind solche Schwankungen im antarktischen System üblich. Das Meereis unterliegt von Jahr zu Jahr starken Schwankungen, da sich Winde, Ozeanzirkulation und atmosphärische Muster rund um den Südlichen Ozean verändern.

Der starke Rückgang in den Jahren 2022–23 ereignete sich während einer Phase ungewöhnlicher atmosphärischer Bedingungen. Der Ausbruch des Hunga Tonga im Januar 2022 schleuderte eine beispiellose Menge Wasserdampf in die Stratosphäre, was vermutlich die Zirkulation in der südlichen Hemisphäre vorübergehend gestört hat.

Unabhängig von den Ursachen zeigen die neuesten Zahlen, dass sich das antarktische Meereis entgegen den gängigen Prognosen schnell erholt:

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Neue Studie: Gegenwärtige Erwärmung ist alles andere als ungewöhnlich

Eine neue Studie, die Daten aus antarktischen Eisbohrkernen analysiert, legt nahe, dass der Anstieg der globalen Temperatur um etwa 1,1 °C im letzten Jahrhundert im Vergleich zur langen Geschichte des natürlichen Klimas nicht ungewöhnlich ist.

Die Studie des emeritierten Professors Les Hatton von der Kingston University untersucht Temperaturveränderungen, die in antarktischen Eiskernen erhalten geblieben sind – eine der aussagekräftigsten Aufzeichnungen, die wir über das Klima der Vergangenheit haben.

Wenn in der Antarktis Schnee fällt, schließt er winzige Luftblasen ein. Im Laufe von Tausenden von Jahren verdichten sich diese Schichten zu Eis und bewahren so einen chemischen Bericht über die Atmosphäre und die Temperatur zum Zeitpunkt des Schneefalls.

Der in der Studie verwendete EPICA–Vostok-Datensatz reicht etwa 800.000 Jahre zurück, wobei Temperaturschätzungen etwa einmal pro Jahrhundert aufgezeichnet wurden.

Hatton untersuchte lediglich die letzten 20.000 Jahre (den Zeitraum seit dem Ende der letzten Eiszeit) und stellte fest, dass es in etwa 16 % aller Jahrhunderte zu einer Erwärmung von mindestens 1,1 °C kam. Etwa jedes sechste Jahrhundert erwärmte sich ebenso stark wie die letzten hundert Jahre. Tatsächlich war es während der vorangegangenen Warmzeit vor etwa 125.000 Jahren um mehrere Grad wärmer als heute.

[Hervorhebungen im Original]

Hatton stellte außerdem fest, dass die Temperaturen während der Zwischeneiszeiten von Jahrhundert zu Jahrhundert recht stark schwanken. Und seit dem Ende der letzten Eiszeit sind die Temperaturen um etwa 12 °C gestiegen, während sich riesige Eisschilde in Nordamerika und Europa zurückzogen.

Ein Anstieg um 1,1 °C über ein Jahrhundert liegt durchaus im Bereich der natürlichen Schwankungen, die im Eis aufgezeichnet worden sind.

Link: https://electroverse.substack.com/p/major-late-season-snowstorms-target?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 10. März 2026:

Deutschland: Kosten des Nuklear-Ausstiegs sind gigantisch

Deutschlands Entscheidung, seine Kernkraftwerke stillzulegen, wirkt sich weiterhin auf das gesamte Energiesystem aus.

Laut JPMorgan hätte Deutschland im Jahr 2024 etwa 50 % weniger fossile Brennstoffe zur Stromerzeugung verbraucht, darunter 84 % weniger Erdgas, wenn es seine Kernkraftwerke weiter betrieben hätte.

Stattdessen hat Berlin zuverlässige Kernkraftkapazitäten stillgelegt und durch ein System ersetzt, das stark auf Kohle, Gas und importierten Strom angewiesen ist, wenn Wind- und Solarenergie ausfallen – was natürlich häufig vorkommt (jede Nacht/an bewölkten Tagen bei Solarenergie).

Die wirtschaftlichen Kosten sind ebenso verheerend.

JPMorgan schätzt, dass die Strompreise in Deutschland heute um etwa 25 % niedriger wären, wenn die Kernenergie weiterhin Teil des Energiemix‘ gewesen wäre. Außerdem hätte das Land nur etwa halb so viel Strom aus den Nachbarländern importieren müssen.

Mit anderen Worten: Deutschland hat eine Flotte emissionsfreier Reaktoren stillgelegt, mehr fossile Brennstoffe verbrannt, die Preise in die Höhe getrieben und ist stärker von ausländischem Strom abhängig geworden – alles im Namen der „Rettung des Planeten“ durch eine „Energiewende“.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Kaum eine politische Entscheidung verdeutlicht die Kluft zwischen Klimarhetorik und physischer Realität so deutlich.

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Der stille Rückzug aus dem Klima-Alarm

In Kanada streicht die Regierung mehr als 800 Stellen bei „Environment and Climate Change Canada“ (ECCC) im Rahmen eines umfassenderen Plans, den öffentlichen Dienst in den nächsten drei Jahren um rund 15 % zu verkleinern.

Wie zu erwarten war, melden sich Wissenschaftler zu Wort. Ein kürzlich in „The Conversation“ erschienener Artikel warnt davor, dass Entlassungen die arktischen Forschungsteams zerschlagen könnten, die sich mit Umweltgiften und langfristigen ökologischen Trends befassen.

Jahrzehntelang haben sich ganze Karrieren und Fachbereiche um das Narrativ einer bevorstehenden Klimakatastrophe herum entwickelt. Diese Strukturen erzeugten einen stetigen Strom alarmierender Berichte, Schlagzeilen und politischer Forderungen.

Nun beginnen Regierungen, die zunehmendem wirtschaftlichem Druck und politischem Widerstand ausgesetzt sind, die riesigen Bürokratien neu zu bewerten, die rund um die Klimapolitik und die Umweltüberwachung aufgebaut worden waren.

Und nun werden die Mittel gekürzt.

Wenn die Budgets schrumpfen, stellen Regierungen kritische Fragen dazu, welche Programme tatsächlich einen Mehrwert bieten. Die ausufernde Klimabürokratie – einst politisch unantastbar – ist plötzlich nicht mehr immun.

Der gleiche Wandel erfasst auch die Medien. Sender, die einst fast täglich Klimabeiträge ausstrahlten, stellen fest, dass das Publikum sich im Allgemeinen nicht mehr für apokalyptische Narrative interessiert.

Laut der Aktivisten-Propaganda-Organisation Media Matters hat CBS News kürzlich seine Berichterstattung zum Klimawandel reduziert – eine Entwicklung, die nach Ansicht der Gruppe einen umfassenderen redaktionellen Wandel innerhalb des Senders widerspiegelt. Media Matters bezeichnete diese Entwicklung als „besorgniserregenden Rückschritt“.

Jahrelang haben die großen Sender die Medienlandschaft mit Unsinn über die Klimakrise überschwemmt, während sie Unsicherheiten, abweichende Forschungsergebnisse oder unbequeme Daten ausgeblendet haben. Die Berichterstattung glich eher Aktivismus als Journalismus. Nun schraubt sogar der Mainstream seine Berichterstattung zurück.

Link: https://electroverse.substack.com/p/antarctica-below-60c-as-sea-ice-stabilizes?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldung vom 11. März 2026:

Neue Studie stellt einen zentralen Eckpunkt des IPCC in Frage

Eine neue Studie unter der Leitung von Jonathan Cohler kommt zu dem Schluss, dass eine der wichtigsten Kennzahlen des IPCC – das sogenannte Energieungleichgewicht der Erde – auf Sand gebaut ist.

Der sechste Sachstandsbericht des IPCC (AR6) schätzt das Energieungleichgewicht der Erde auf etwa 0,7 W/m² – das bedeutet, dass der Planet pro Quadratmeter vermutlich um diesen Betrag an Energie zunimmt (was größtenteils auf menschliche Emissionen zurückgeführt wird). Da Satelliten dieses Ungleichgewicht allein nicht präzise messen können, werden ihre Strahlungsmessungen angepasst, um sie mit den Schätzungen der Wärmeaufnahme durch den Ozean in Einklang zu bringen, die hauptsächlich aus Argo-Bojen abgeleitet werden.

Argo ist ein bedeutendes Beobachtungssystem, doch seine Standard-Bojen erfassen in der Regel nur die oberen 2000 m in einem 10-Tage-Zyklus, sodass ein Großteil des Ozeans ungemessen bleibt. Die Strahlungsmessungen der Satelliten werden dann angepasst, um sie mit diesen Schätzungen der Wärmeaufnahme des Ozeans in Einklang zu bringen.

Und nach Cohler et al. fangen genau hier die Probleme an.

In ihrer Arbeit argumentieren sie, dass die Messungen im Ozean zu spärlich sind und große Lücken durch statistische Interpolation gefüllt werden. Das Verfahren ist anfällig für übersehene Wirbel, Strömungen, Lücken in der Tiefsee und in den Polargebieten, die Drift von Messbojen sowie für Entscheidungen bei der Datenverarbeitung, wie etwa die Auswahl der Referenzlinie. Berücksichtigt man diese strukturellen Unsicherheiten, schätzen die Autoren die tatsächliche Unsicherheit auf mindestens ± 1 W/m² bei einem Konfidenzniveau von 95 % – weit größer als die in den großen Bewertungen angegebenen Unsicherheitsbereiche und sogar größer als das behauptete Ungleichgewicht von 0,7 W/m² selbst.

Die Schlagzeilenzahl des IPCC ist laut dieser neuen Studie keineswegs eine harte Messung, sondern vielmehr ein modellabhängiges Konstrukt, das auf spärlichen Daten und Annahmen auf Annahmen aufbaut.

All dies beweist nun nicht, dass die Ozeane keine Wärme aufnehmen. Es bedeutet jedoch, dass das Vertrauen in die Genauigkeit der Schätzungen stark überbewertet wurde. Selbst in den gängigen Bewertungen wird eingeräumt, dass das Energieungleichgewicht der Erde schwer zu überwachen ist, da es im Vergleich zu den weitaus größeren Energieflüssen, die in den Planeten ein- und aus ihm austreten, verschwindend gering ist; Cohler et al. gehen noch einen Schritt weiter und argumentieren, dass die Unsicherheit so groß ist, dass die zentrale Zahl des IPCC nicht als feststehende Beobachtungs Tatsache behandelt werden kann.

Ein großer Teil der modernen Klimakommunikation stützt sich auf die Behauptung, dass die überschüssige Wärme des Planeten präzise gemessen, quantifiziert und erfasst wird. Diese zentrale Messgröße beruht jedoch auf spärlichen Probenahmen in der oberen Meeresoberfläche, statistischen Interpolationen und zirkulären Kalibrierungen.

Link: https://electroverse.substack.com/p/blizzards-batter-central-asia-europes?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Der Beitrag Kurzmeldungen aus Klima und Energie – Ausgabe 9 /2026 erschien zuerst auf EIKE – Europäisches Institut für Klima & Energie.

Das dunkle Geheimnis von Onkel Jürich 🎻

Gladbeck, 1950. In der Sicherheit von Omas Küche war alles warm und gelb. Doch im Zimmer nebenan spielte Onkel Jürich seine Geige – nicht um zu trösten, sondern um etwas ganz anderes zu verbergen. 🛑

Was war das für ein Rascheln hinter der Tür? Und wer klopfte so gewaltsam an, dass die Musik plötzlich verstummte?

Begleite Arti auf einer Reise in seine Kindheit voller Hoffnung, “schwarzem Gold” und einem Rätsel, das Jahrzehnte lang ungelöst blieb.

👉 Hör dir jetzt die erste Folge an und erfahre die ganze Wahrheit!

#ArtiPodcast #WahreGeschichte #Gladbeck1950 #Mystery #Zeitzeugen #OnkelJürich #Nachkriegszeit

Meldestelle für Meldestellen: Tichy kontert Denunziationswahn mit “MEME”

Meldestelle für Meldestellen: Tichy kontert Denunziationswahn mit “MEME”

Meldestelle für Meldestellen: Tichy kontert Denunziationswahn mit “MEME”

Wer andere ans Messer liefert, soll selbst ins Licht gezerrt werden: Das ist das Konzept von “MEME”, der von Tichys Einblick gestarteten Meldestelle für Meldestellen. Anstatt die Einschüchterung kritischer Bürger durch Anwaltsbriefe, Vorladungen und Anzeigen noch weiter hinzunehmen, wird zur Gegenwehr aufgerufen. Die Verantwortlichen sollen es mit der Öffentlichkeit und kritischen Gegenfragen zu tun bekommen. “MEME will sichtbar machen, was in diesem Land längst im Verborgenen wuchert: die routinierte Einschüchterung normaler Bürger durch ein ideologisch aufgeladenes Melde- und Anzeigenwesen”, schreibt das Medium.

Der folgende Artikel von Janine Beicht erschien zuerst bei Haintz.Media:

In Deutschland ist in erstaunlich kurzer Zeit eine neue politische Infrastruktur entstanden. Sie besteht nicht aus Fabriken, Straßen oder Universitäten, sondern aus Meldestellen. Das sind Plattformen zum Anzeigen von Meinungsäußerungen, Koordinierungsstellen für Hinweise und digitale Briefkästen für Verdachtsmeldungen.

Was einst als angebliche Bekämpfung „strafbarer Inhalte“ verkauft wurde, hat sich längst zu einem flächendeckenden Meldesystem ausgewachsen, in dem Bürger andere Bürger wegen missliebiger politischer Äußerungen denunzieren sollen. Was früher schlicht politische Auseinandersetzung war, Streit, Kritik und offen ausgetragene Gegensätze, wird heute zunehmend von einer bürokratischen Infrastruktur überlagert, die mit bemerkenswerter Akribie nach dem nächsten Satz fahndet, der sich juristisch gegen jemanden verwerten lässt. Ein wachsendes Geflecht aus Hinweisgebern, Meldestellenmitarbeitern, Plattformbeauftragten und Juristen durchforstet Äußerungen nicht mehr primär, um Debatten zu klären, sondern um mögliche Verfehlungen zu dokumentieren. Aus politischem Streit wird so schleichend ein Verwaltungsakt, aus öffentlicher Rede ein potenzieller Akteneintrag. Aus dem freien Bürger soll ein vorsichtiger Sprecher werden, der jeden Gedanken erst einmal durch eine innere Kontrollinstanz schiebt, bevor er ihn ausspricht. Jeder Satz steht unter dem stillen Vorbehalt, dass irgendwo jemand mitliest, einen Screenshot speichert und die passende Meldung absetzt. So stirbt Meinungsfreiheit nicht mit einem großen Verbot oder einem spektakulären Paukenschlag, sondern leise und schleichend im Alltag. Aus freier Rede wird Schritt für Schritt ein vorsichtiges Sprechen unter permanenter Beobachtung. Nicht weil jemand offiziell den Mund verbietet, sondern weil immer mehr Menschen lernen, sich selbst vorher zu bremsen. Am Ende steht eine Öffentlichkeit, in der vieles nicht mehr deswegen nicht mehr gesagt wird, weil es offziell verboten wäre, sondern weil die möglichen Konsequenzen bereits im Kopf lauern.

Genau in dieses Klima platzt eine Idee aus dem Umfeld von »TICHYSEINBLICK«MEME, die Meldestelle für Meldestellen. Der Name ist dabei kein Zufall, sondern Programm, eine Mischung aus Spott und gezieltem Angriff auf ein System, das aus politischer Kränkbarkeit ein ganzes Meldewesen gezimmert hat. Wie die Initiatoren selbst erklären:

„Der Name […] verspottet die ganze Irrwitzigkeit eines Systems, das aus Meinungsstreit ein Spitzelwesen gemacht hat und aus politischer Kränkbarkeit ein Geschäftsmodell der Einschüchterung. MEME will sichtbar machen, was in diesem Land längst im Verborgenen wuchert: die routinierte Einschüchterung normaler Bürger durch ein ideologisch aufgeladenes Melde- und Anzeigenwesen.“

Die Idee hinter MEME: Den Spieß umdrehen

Die zentrale Idee ist so einfach wie provokant. Wenn der Staat und seine angeschlossenen Organisationen Bürger systematisch erfassen, melden und in Verfahren treiben, dann müssen diese Strukturen selbst sichtbar gemacht werden. MEME soll genau das leisten. Das Projekt richtet sich an Menschen, die plötzlich Post von Anwälten im Briefkasten haben, denen eine Einladung der Polizei ins Haus flattert oder die erfahren, dass gegen sie ein Verfahren wegen eines harmlosen Online-Kommentars läuft. Für die Betroffenen kommt das wie ein Schlag aus heiterem Himmel. Ein Meme, ein spitzer Kommentar, ein kritischer Satz gegen Macht oder Politik und schon setzt ein undurchschaubares juristisches Räderwerk ein. MEME soll hier Orientierung liefern. Es soll als Gegenpol zu einem System dienen, das Angst verbreitet, Einschüchterung praktiziert und den Raum für freie Meinungsäußerung Stück für Stück verengt. TICHY beschreibt seinen Ansatz unmissverständlich:

„MEME dreht den Spieß um. Die ‚Meldestelle für Meldestellen‘ wird gegen Meldestellen, digitale Denunzianten und ein politisch aufgepäppeltes Anzeigewesen arbeiten, das freie Bürger wegen frecher Worte verfolgt. Wer andere ans Messer liefert, soll selbst ins Licht gezerrt werden.“

Damit wird der Kern des Projekts deutlich. MEME will nicht das nächste Instrument der politischen Kontrolle schaffen, sondern eine Gegenwehr organisieren.

Ein Land voll von Meldestellen

Die Entstehung solcher Gegenprojekte hat einen klaren Hintergrund. Deutschland ist inzwischen mit einem dichten Geflecht aus Meldestrukturen überzogen. Eine zentrale Rolle spielt das Bundeskriminalamt. Die Behörde fungiert als Sammelstelle für Hinweise aus dem Internet. Plattformen und Kooperationspartner liefern dort Meldungen über mögliche strafbare Inhalte ab. Parallel dazu arbeitet die Bundesnetzagentur an der Umsetzung des europäischen Digital Services Act. In diesem Rahmen wurden sogenannte „Trusted Flagger“ zertifiziert, also privilegierte Hinweisgeber, deren Meldungen besonderes Gewicht erhalten. HAINTZmedia hat bereits mehrfach über diese Entwicklung berichtet.

Auch die Bundesländer haben eigene Meldeplattformen geschaffen. In Hessen etwa betreibt die Landesregierung die Meldestelle »HessenGegenHetze«. Ziel des Angebots bestehe darin, Hasskommentare und extremistische Inhalte möglichst früh zu erkennen, den Betroffenen unmittelbar und unkompliziert Hilfe bereitzustellen und gleichzeitig durch die gezielte Sicherung relevanter Beweise eine effizientere Strafverfolgung zu ermöglichen. In NRW wurden sogar »vier neue Meldestellen« „gegen Diskriminierung“ ins Leben gerufen. Innerhalb weniger Jahre sind dort zehntausende Meldungen zusammengekommen. Auf der »Internetseite der PARITÄTISCHEN NRW« heißt es dazu:

„Wer in NRW rassistische oder diskriminierende Vorfälle erlebt oder beobachtet, kann diese ab sofort online melden. Dafür gibt es vier neue Meldestellen: DINA NRW für Antiziganismus, MEDAR NRW für antimuslimischen Rassismus, MIQ NRW für queerfeindliche Vorfälle und MIRA NRW für anti-Schwarzen, antiasiatischen und weitere Formen von Rassismus. […] Die neuen Meldestellen bieten eine einfache Möglichkeit, rassistische und queerfeindliche Vorfälle anonym zu melden. “

Bis Anfang 2026 gingen bei nur zwei bekannten Meldestellen über 143.000 Anzeigen ein: »Bei Respect!« im Netz wurden allein 2024 rund 32.600 Meldungen erfasst, kumulativ seit 2017 mehr als 107.000, während die Zentrale »Meldestelle ZMI beim BKA« von Januar 2024 bis Juni 2025 etwa 36.000 Anzeigen registrierte. Diese Zahlen zeigen, dass sich ein regelrechtes Meldesystem etabliert hat, das politische Äußerungen systematisch erfasst.

Wenn Kritik plötzlich ein Strafverfahren auslöst

Parallel dazu haben Politiker das Strafrecht durch § 188 StGB als Instrument gegen Kritiker entdeckt. Anzeigen wegen Internetkommentaren sind längst keine Ausnahme mehr. Über viele dieser Fälle hat HAINTZmedia berichtet, die teils auch von der Kanzlei HAINTZ legal bearbeitet wurden.

Viele Politiker stellten wegen lächerlicher Aussagen Strafanzeigen. FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann und auch die Grünen Baerbock und Habeck wurden öffentlich monatelang mit Hunderten Anzeigen in Verbindung gebracht. »Der FOCUS titelte« Ende 2024:

„Mehr als 93 Prozent der Anzeigen gegen Bürger stammen von Habeck und Baerbock.“

Rund um Spitzenpolitiker entstand eine regelrechte Anzeige-Industrie. Dabei müsste die Politik deutlich gelassener mit Schmähungen umgehen. Dieser Paragraph zur Politiker-Beleidigung befeuerte eine kompromisslose Jagd auf vermeintliche Straftaten und machte aus jedem kleinen Spott ein staatsanwaltliches Spektakel. Einzelne Verfahren führten sogar zu Hausdurchsuchungen wegen Kommentaren im Netz. Der Staat erscheint in diesen Fällen nicht mehr als neutraler Garant von Freiheit, sondern als Akteur in politischen Konflikten. Das Ergebnis ist ein Klima der Abschreckung. Der Bürger soll spüren, dass Kritik teuer werden kann.

MEME als Gegenöffentlichkeit

Genau hier setzt die Idee von »TICHYSEINBLICK« an. MEME soll dokumentieren, sichtbar machen und Betroffenen helfen, sich nicht allein zu fühlen. Viele der Betroffenen sind keine politischen Aktivisten. Es sind Rentner, Angestellte, Selbständige, Studenten, Mütter und Väter. Menschen mit einem Profilbild und einer, ihrer eigenen Meinung. Menschen, die davon ausgingen, dass die echte Demokratie Kritik aushalten wird. MEME will ihre Fälle sammeln und öffentlich machen. Das Projekt richtet den Blick bewusst auf die Strukturen hinter den Anzeigen. Wer meldet eigentlich wen? Auf welcher Grundlage geschieht das? Welche Organisationen sammeln Meldungen? Welche Stellen leiten sie weiter? Welche finanzielle Förderung steht dahinter? Die Betreiber formulieren das Ziel deutlich:

„MEME […] nimmt deshalb das Meldestellen(un)wesen selbst ins Visier. Wer meldet wen? Auf welcher Grundlage? Mit welcher Finanzierung? Mit welchen juristischen Filtern? Mit welchen politischen Verbindungen? Welche Stellen beraten nur, welche leiten weiter, welche erzeugen Löschdruck, welche speisen Fälle in Ermittlungsstrukturen ein? Diese Fragen müssen endlich dorthin zurückgeschickt werden, wo sie hingehören[…] Wer Bürger überwachen, markieren und in Verfahren treiben will, darf nicht im Schutz einer wohlklingenden Demokratierhetorik verschwinden.“

Damit verschiebt sich die Perspektive. Nicht mehr nur der Bürger steht unter Beobachtung. Nun geraten die Meldeorganisationen selbst ins Licht.

Die Logik der Einschüchterung

Das Denunziationssystem funktioniert nur unter einer Voraussetzung: Der einzelne Betroffene muss sich klein und allein fühlen. Ein Brief von den unterschiedlichen Behörden, wohlmöglich eine Vorladung. Die Botschaft ist immer dieselbe: Du bist ein isolierter Punkt im System, der von allen Seiten eingekreist wird. Die Gegenseite ist organisiert, der Staat steht hinter ihr, Widerstand erscheint hier aussichtslos. Hier gilt nicht Recht, hier gilt Macht, gut verpackt in Paragraphen und Verwaltungsprotokolle, die wie ein unentrinnbares Netz wirken.

Viele zahlen deshalb lieber, löschen ihre Beiträge oder ziehen sich komplett aus öffentlichen Debatten zurück. Sie kapitulieren still, weil der Preis für die Ausübung der Meinungsfreiheit zu hoch ist: Zudem drohen Existenzängste, Jobverlust, gesellschaftliche Ächtung. Und während sie verstummen, wächst die Macht der Ankläger ins Unermessliche, ein unsichtbares Heer aus Paragrafenreitern und Denunzianten, das jede Stimme im Keim erstickt, die unbequem werden könnte. Es ist ein perfides Schauspiel: Der Staat wäscht seine Hände in Unschuld, während er zugleich als Schutzmacht für die mächtigen Denunzianten auftritt. Juristische Drohgebärden, bürokratische Schleifen, endlose Formulare – sie sind nicht nur Mittel zur Kontrolle, sie sind psychologische Waffen. Die Einsamkeit des Einzelnen wird zum größten Feind seiner eigenen Freiheit. Wer sich nicht duckt, wird zum Sündenbock stilisiert. Wer aufsteht, wird auf Schritt und Tritt verfolgt. Und die Masse? Sie schaut weg. Denn wer beobachtet, könnte selbst morgen in der Verlosung der Repression stehen. So funktioniert Angst, und so gedeiht das Denunziationssystem: leise, unsichtbar, aber gnadenlos wirksam. MEME will genau diese Logik durchbrechen. Öffentlichkeit, Vernetzung und Information sollen das Gefühl der Isolation auflösen. Die Initiatoren sagen ausdrücklich:

„Wer Bürger einzeln jagen will, soll es plötzlich mit Öffentlichkeit, Vernetzung und Gegenfragen zu tun bekommen.“

Aufruf zur Dokumentation

Deutschland hat sich in aller Stille von einer streitbaren Demokratie in eine Melde-Republik verwandelt. Was als Schutz vor Hass begann, ist längst zum Instrument geworden, mit dem eine politische Klasse ihre eigene Kränkbarkeit zum Maßstab aller zulässigen Gedanken erhebt. Der Bürger wird nicht mehr als souveränes Subjekt behandelt, sondern als potenzieller Störer, dessen Äußerung erst einmal auf ihre Verwertbarkeit im Straf- und Verwaltungsapparat geprüft werden muss. Diese Entwicklung trägt einen klaren Namen: sie ist die schleichende Ersetzung der Meinungsfreiheit durch eine neue Staatsräson der Gefühlsherrschaft, nach derjenige, der Kritik äußert, nicht mehr nur eine Politik angreift, sondern er ein geschütztes ideologisches Territorium verletzt und deshalb nicht argumentativ, sondern administrativ abgefertigt wird. Das Ergebnis ist kein Verbot, sondern etwas Perfideres: eine innere Zensur, die wirksamer ist als jedes Gesetz, weil sie fast freiwillig vollzogen wird. Die Frage ist nicht mehr, ob die Meinungsfreiheit stirbt. Die Frage ist nur noch, ob genug Menschen bereit sind, ihre Sterbeurkunde zu unterschreiben, oder ob sie endlich anfangen, die Urheber dieser Urkunde selbst ins Register einzutragen.

Wer also wegen einer Äußerung im Netz Post von Polizei, Staatsanwaltschaft oder Anwälten erhalten hat, sollte den Anwalt seines Vertrauens einschalten und kann den Fall bei »TICHYSEINBLICK« melden. Jede Zuschrift trägt dazu bei, das Ausmaß dieses Systems sichtbar zu machen. Denn erst wenn das Netz aus Meldestellen, Denunziationsplattformen und politisch begünstigten Anzeigenstrukturen vollständig dokumentiert ist, lässt sich begreifen, wie weit sich die politische Kultur bereits verändert hat. MEME ist der erste organisierte Versuch, diese Unterwerfung nicht hinzunehmen, sondern sie zu dokumentieren, zu benennen und damit zu entmachten.

Von der Leyens Dummheit, Selenskys Morddrohungen gegen Orban und Spanien ignoriert die Anrufe von Merz

Die letzte Woche war in der EU mal wieder ein Absurditätentheater, aber ich will nichts vorwegnehmen, denn hier übersetze ich, wie jeden Montag, den Bericht des Deutschland-Korrespondenten, den das russische Fernsehen am Sonntagabend in seinem wöchentlichen Nachrichtenrückblick ausgestrahlt hat, um zu zeigen, wie man von außerhalb der deutschen Medienblase auf die Entwicklungen in Europa schaut. […]

Unter der Aufsicht von HHS-Minister Robert F. Kennedy Jr.:NIH-Wissenschaftler infizieren in Montana absichtlich Säugetiere mit der tödlichen H5N1-Vogelgrippe – Sterblichkeitsrate von 66 %.

NIH-Wissenschaftler infizieren in Montana absichtlich Säugetiere mit der tödlichen pandemischen H5N1-Vogelgrippe – Sterblichkeitsrate von 66 %: Zeitschrift „Nature Communications“

Eine aus Steuergeldern finanzierte Studie des Rocky Mountain Laboratories führt bei Säugetieren zu schweren Atemwegserkrankungen und einer hohen Sterblichkeitsrate.

Jon Fleetwood

Wissenschaftler der US-Regierung, die von den National Institutes of Health finanziert werden, behaupten, sie hätten Säugetiere gezielt mit aktuellen H5N1-Vogelgrippeviren infiziert – Experimente, die laut einer kürzlich veröffentlichten Studie in Nature Communications.

Die Forschung wurde durch das „Intramural Research Program“ des National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID) – einer Abteilung der National Institutes of Health (NIH) – finanziert, was bedeutet, dass das Projekt mit Mitteln der US-Bundesregierung in staatlichen Laboren durchgeführt wurde.

Die Experimente wurden von Wissenschaftlern des NIAID in den Rocky Mountain Laboratories in Hamilton, Montana, einer Hochsicherheits-Biologieforschungseinrichtung der US-Regierung, durchgeführt.

Forscher der US-Regierung haben Säugetiere absichtlich mit einem der weltweit gefürchtetsten pandemischen Krankheitserreger infiziert.

Das NIAID wird geleitet von Dr. Jeffery Taubenberger, während die NIH von Dr. Jay Bhattacharya.

Beide Behörden unterstehen dem US-Gesundheitsministerium und stehen letztlich unter der Aufsicht des HHS-Ministers Robert F. Kennedy Jr..

Solche risikobehaftete Forschung wirft nicht nur nationale, sondern auch internationale Sicherheitsbedenken auf.

Die tödlichen, aus Steuergeldern finanzierten Vogelgrippe-Experimente finden nur wenige Monate nach einem Zwischenfall im Bereich der biologischen Sicherheit in derselben Einrichtung der NIH Rocky Mountain Laboratories statt, wo laut Bundesunterlagen ein „Select Agent“-Erreger – also ein Erreger, der zu den gefährlichsten biologischen Bedrohungen zählt – gemeldet im November 2025 verloren gegangen, gestohlen oder versehentlich freigesetzt worden sind.

Sie können Hier können Sie das NIAID kontaktieren, das Ich bin nicht hier. und HHS hier um Widerstand gegen die Forschung an tödlichen Krankheitserregern zu äußern – insbesondere nach Kongress, das Weißes Haus, das Energieministerium, das FBI, das CIA und Deutschlands Bundesnachrichtendienst (BND) Alle räumten ein, dass die COVID-19-Pandemie „wahrscheinlich“ auf einen Laborunfall im Zusammenhang mit solchen Forschungsarbeiten zurückzuführen sei.

Bei infizierten Säugetieren wurden schwere Krankheitsverläufe und eine hohe Sterblichkeitsrate beobachtet

Die Infektionen in der neuen Studie führten bei den Tieren zu schweren Atemwegserkrankungen und einer hohen Sterblichkeitsrate.

Nach einer Infektion mit dem Virus:

  • Nur 33,3 % der mit dem menschlichen H5N1-Virus infizierten Tiere überlebten
  • Nur 50 % der mit dem Rindervirus infizierten Tiere überlebten
  • Nur 50 % der mit dem Puma-Virus infizierten Tiere überlebten

Viele Tiere starben an der Infektion, während andere einen so schweren Krankheitsverlauf nahmen, dass eine Euthanasie erforderlich wurde.

Die klinischen Symptome traten innerhalb von zwei Tagen auf und umfassten:

  • schwere Atemnot
  • Atmen durch den offenen Mund
  • Lethargie
  • gebeugte Haltung
  • Gewichtsabnahme

Die pathologischen Untersuchungen ergaben umfangreiche Lungenschäden, darunter eine nekrotisierende Pneumonie und entzündliche Lungenläsionen.

Die Forscher stellten zudem fest, dass sich das Virus über die Lunge hinaus auf mehrere Organe ausbreitete, darunter Milz, Leber, Niere und Gehirn, was auf eine systemische Infektion hindeutet.

Im Experiment verwendete H5N1-Viren

Bei den angeblich verwendeten Viren handelte es sich angeblich um aktuelle H5N1-Stämme, die derzeit bei Tieren und Menschen zirkulieren.

Der Studie zufolge wurden Virusproben verwendet, die isoliert wurden aus:

  • eine H5N1-Infektion beim Menschen in Texas
  • Bei Milchkühen in Ohio wurde eine H5N1-Infektion festgestellt
  • Bei einem Puma in Montana wurde eine H5N1-Infektion festgestellt

Alle drei Viren sollen zur Linie 2.3.4.4b der hochpathogenen Vogelgrippe gehören, jener Linie, die für den weltweiten H5N1-Ausbruch verantwortlich ist, der sich auf Vögel, Nutztiere, Wildtiere und Säugetiere ausbreitet.

Die Virusproben wurden von externen Einrichtungen – darunter die Centers for Disease Control and Prevention (CDC), die Ohio State University, das St. Jude Children’s Research Hospital und das Montana Veterinary Diagnostic Laboratory – bereitgestellt, bevor sie in Infektionsexperimenten im NIH-Labor verwendet wurden.

Direkte Atemwegsinfektion bei Säugetieren

Um eine Infektion auszulösen, haben die Wissenschaftler nach eigenen Angaben das Virus gezielt in die Atemwege der Tiere eingeschleust.

In der Studie heißt es, dass Hamster:

„intranasal mit 10⁴ TCID₅₀ jedes H5N1-Isolats beimpft.“

Bei der intranasalen Inokulation wird das Virus angeblich direkt in die Nasengänge eingebracht, um die Atemwege zu infizieren.

Die Forscher geben an, dass sie anschließend Folgendes beobachteten:

  • Virusvermehrung
  • Virusausscheidung
  • Krankheitsverlauf
  • Überleben
  • Übertragung zwischen Tieren

Bei den Experimenten wurden daher hochpathogene H5N1-Viren gezielt in Säugetiere eingeschleust, um zu beobachten, wie sich das Virus im Körper von Säugetierwirten verhält.

Experimente, die in einem Biosicherheitslabor der US-Regierung durchgeführt wurden

Die Studie bestätigt, dass die Experimente in einem Labor der Biosicherheitsstufe 3 (BSL-3) in der Einrichtung der Rocky Mountain Laboratories durchgeführt wurden.

Dem Artikel zufolge:

Hier ist die deutsche Übersetzung des englischen Textabschnitts:

„Sämtliche Arbeiten mit infektiösen hochpathogenen aviären Influenzaviren (HPAI) H5N1 wurden für Bedingungen der Biosicherheitsstufe 3 (BSL-3) genehmigt.“

BSL-3-Labore werden für Krankheitserreger verwendet, die durch Exposition der Atemwege schwere oder potenziell tödliche Erkrankungen verursachen können.

Die Forschung wurde auch im Rahmen des NIH-Überwachungssystems für „Forschung mit doppeltem Verwendungszweck“ (Dual Use Research of Concern) überprüft, das Experimente mit Krankheitserregern bewertet, die potenzielle Auswirkungen auf die nationale Sicherheit haben.

Obwohl die Studie behauptet, „[d]as Projekt erfüllte nicht die Definition der US-Regierung für DURC oder ePPP“, infizierten die Forscher dennoch absichtlich Säugetiere mit pandemiegefährlichen H5N1-Viren, die bis zu zwei Drittel der Tiere töteten.

Regierungswissenschaftler hinter der Studie

Die Experimente wurden von NIAID-Forschern durchgeführt, darunter:

  • Vincent J. Munster
  • Claude Kwe Yinda
  • Neeltje van Doremalen
  • Emmie de Wit
  • Reshma Koolaparambil Mukesh

Sie alle sind dem Nationalen Institut für Allergien und Infektionskrankheiten angegliedert, der Abteilung der NIH, die für die Forschung zu Infektionskrankheiten und pandemischen Krankheitserregern zuständig ist.

Daniele Ganser 2016: Öl, Religion und Geopolitik – eine Analyse, die im Iran-Krieg 2026 neue Brisanz erhält

Daniele Ganser 2016: Öl, Religion und Geopolitik – eine Analyse, die im Iran-Krieg 2026 neue Brisanz erhält

Bereits im Jahr 2016 warnte der Schweizer Historiker Daniele Ganser in einem Vortrag vor einer geopolitischen Realität, die seiner Ansicht nach in Europa oft verdrängt werde: Die weltweite Energieversorgung und die großen Konflikte der Gegenwart seien eng mit der Geografie des Erdöls und den religiösen Machtzonen der Welt verbunden.

Ganser verwies dabei auf eine Aussage des früheren deutschen Außenministers Joschka Fischer. Dieser hatte die Golfregion als die „Tankstelle der Welt“ bezeichnet. Gemeint ist damit, dass die Weltwirtschaft – trotz neuer Fördertechnologien und alternativer Quellen – weiterhin stark von den riesigen Erdölreserven rund um den Persischen Golf abhängig ist.

Zwar existiert Erdöl auch in anderen Regionen der Welt, etwa im Golf von Mexiko, in Kanada oder sogar in der Arktis. Doch laut Ganser liegt der entscheidende Unterschied in den Förderkosten. In den Staaten rund um den Persischen Golf – insbesondere in Saudi-Arabien, Irak, Iran und Kuwait – ist konventionelles Erdöl vergleichsweise einfach und billig zu fördern.

Daniele Ganser 2016: Öl, Religion und Geopolitik – eine Analyse, die im Iran-Krieg 2026 neue Brisanz erhält‼Daniele Ganser, 2016: Öl, Religion und Geopolitik – eine Analyse, die im Iran-Krieg 2026 neue Brisanz erhält.

Es könnten jetzt auch auf europäische Länder übergreifen. 50 Millionen sind Jetzt! in Europa verteilt.

☝Schon 2016 warnte Daniele Ganser: Öl, Religion und… pic.twitter.com/DLtEJKcnXc

— Don (@Donuncutschweiz) March 10, 2026

Genau deshalb gilt diese Region seit Jahrzehnten als geopolitischer Brennpunkt. Wer Zugang zu diesem Öl kontrolliert, beeinflusst unmittelbar die Energieversorgung der globalen Wirtschaft.

Ganser machte in seinem Vortrag jedoch auf eine zweite Dimension aufmerksam, die seiner Ansicht nach häufig übersehen werde: die religiöse Landkarte der Welt.

Wenn man die Weltkarte der Rohstoffvorkommen mit der Verteilung der großen Weltreligionen überlagere, entstehe ein auffälliges Muster. Große Teile Europas, Nord- und Südamerikas sowie Australiens seien historisch christlich geprägt. Indien sei mehrheitlich hinduistisch, China offiziell atheistisch geprägt, während Russland nach dem Ende der Sowjetunion wieder stärker zur orthodoxen christlichen Tradition zurückgekehrt sei.

Die Region jedoch, in der sich ein großer Teil der leicht zugänglichen Erdölreserven befindet, sei gleichzeitig überwiegend muslimisch geprägt. Vom Nahen Osten über Teile Nordafrikas bis nach Zentralasien erstreckt sich eine zusammenhängende Zone muslimischer Gesellschaften.

Ganser betonte dabei ausdrücklich, dass dies kein historischer Zufall im Sinne einer Migration sei. Die muslimischen Gesellschaften seien nicht wegen des Öls dorthin gezogen – vielmehr befänden sich die Ressourcen schlicht in jenen Regionen, in denen diese Kulturen historisch gewachsen seien.

Für Ganser ist diese Konstellation eine der zentralen geopolitischen Realitäten der modernen Welt: Ein großer Teil der globalen Energieversorgung liegt in Regionen mit anderen kulturellen, religiösen und politischen Traditionen als die westlichen Industrienationen.

Vor dem Hintergrund des aktuellen Konflikts mit dem Iran erhält diese Analyse eine neue Aktualität. Der Iran ist nicht nur ein zentraler Akteur im Nahen Osten, sondern auch ein bedeutender Energieproduzent mit strategischer Lage am Persischen Golf und an der Straße von Hormus – einer der wichtigsten Energietransportrouten der Welt.

Sollte es zu einer größeren militärischen Eskalation in dieser Region kommen, hätte dies unmittelbare Auswirkungen auf die globale Energieversorgung, auf die Wirtschaft Europas und auf die politische Stabilität zahlreicher Staaten.

Die geopolitische Realität, auf die Ganser bereits vor Jahren hinwies, tritt damit erneut in den Vordergrund: Energie, Religion, geopolitische Machtinteressen und militärische Konflikte sind im Nahen Osten eng miteinander verwoben.

Kommentar

Parallel dazu berichteten mehrere internationale Medien in dieser Woche über religiöse Stellungnahmen schiitischer Autoritäten, in denen nach den Angriffen auf den Iran zu Widerstand und Vergeltung aufgerufen wurde.

Vor diesem Hintergrund erhält die geopolitische Analyse von Ganser eine zusätzliche innenpolitische Dimension: Konflikte im Nahen Osten bleiben nicht auf die Region beschränkt, sondern wirken zunehmend auch in europäische Gesellschaften hinein – politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich.

Quellen

Daniele Ganser – Vortrag zur Geopolitik des Erdöls (2016)
Eurostat – Muslim population in the European Union
Statistisches Bundesamt Deutschland – Bevölkerung mit iranischem Hintergrund
Reuters – Berichte über religiöse Reaktionen nach Angriffen auf den Iran
International Energy Agency – Global oil reserves and production costs
BP Statistical Review of World Energy

Catherine Austin Fitts: „Das Ziel ist, die Bevölkerung zu reduzieren und den Rest zu kontrollieren

“Kriege werden um Schifffahrtsrouten und Ressourcen geführt, nicht um irgendeine unterdrückte Bevölkerungsgruppe zu befreien“.

Leo Hohmann

Catherine Austin Fitts gab vor nur wenigen Wochen ein monumentales Interview mit dem Journalisten Michael Yon, das erklärt, worum es im Iran-Krieg wirklich geht.

Fitts, eine ehemalige stellvertretende Staatssekretärin im US-Wohnungsbauministerium während der ersten Bush-Regierung, die heute ihre eigene Finanzberatungsfirma betreibt, lebt in Tennessee, verbringt aber mehr als die Hälfte des Jahres in den Niederlanden. Sie ist sehr skeptisch, wohin die Trump-Regierung Amerika führt – mit ihrem Fokus auf Kriege im Ausland und dem Aufbau eines digitalen Überwachungsnetzes im eigenen Land.

Das Interview mit Michael Yon vom 17. Februar fand zwei Wochen statt, bevor Trump seinen Angriff auf den Iran startete, doch Fitts wusste – genau wie ich – bereits Monate zuvor, dass ein Angriff kommen würde und nicht mehr zu stoppen war, selbst wenn Trump ihn hätte stoppen wollen. Er steht einfach zu sehr unter der Kontrolle seiner Geldgeber, denen inzwischen das Weiße Haus und der Kongress gehören.

Aus diesem Grund waren die Verhandlungen mit dem Iran eine komplette Farce. Sie bestanden nie aus einem ernsthaften Versuch, die Differenzen zwischen den beiden Ländern zu lösen. Trump ließ einfach seine beiden New Yorker Immobilienmakler, die als Diplomaten auftraten – Steve Witkoff und Jared Kushner – den Iranern eine Liste von Forderungen übergeben und sagte: Nehmt sie an oder lasst es bleiben, wohl wissend, dass kein souveräner Staat solche Forderungen akzeptieren könnte.

Der wahre Grund für den Angriff auf den Iran und den Versuch, sein Regime zu stürzen, hat nichts damit zu tun, das iranische Volk zu befreien oder die Welt von einer Diktatur zu befreien. Er hat auch nichts mit dem Kampf gegen den Islam zu tun, wie viele Konservative fälschlicherweise glauben. Dieser Krieg wird darum geführt, wer die Kontrolle über wichtige Schifffahrtsrouten und Ressourcen (Öl) erhält. Der Iran liegt in einer Region der Welt, die für beides entscheidend ist, und der Kampf um die Kontrolle der entstehenden neuen digitalen Wirtschaft schließt ein iranisches Regime aus, das außerhalb des westlichen globalen Finanzsystems operiert, Öl an China und Indien verkauft und Drohnen an Russland liefert – drei Länder, die die USA als aufsteigende Konkurrenten ihrer globalen Hegemonie betrachten.

„In Kriegen geht es immer um Routen und Ressourcen“, sagte Fitts. „Die Niederlande befinden sich in einer strategischen Position an der Nordsee an der Mündung des Rheins, mit Deutschland direkt nebenan. Sie versuchen, an der deutsch-niederländischen Grenze die Tri-State City zu entwickeln, eine riesige SMART City (Gefängnisstadt).“

Nach einer kurzen Pause fiel ihr ein besseres Wort ein, um zu beschreiben, was Trump in Amerika und die Europäer in der EU schaffen.

„Es ist ein digitales Konzentrationslager“, sagte sie. „Physisch und digital gestaltet für Überwachung und Kontrolle. Was in den Niederlanden passiert, ist sehr ähnlich zu dem, was in den USA und Nordamerika geschieht. Es ist die Umsetzung eines digitalen Kontrollgitters.“

Sie sagte, es gebe zwölf Schritte zur totalen Kontrolle.

„Um uns herum wird ein Gehege gebaut. Sie haben bereits drei Seiten dieses Geheges gebaut, sodass es sich immer noch frei anfühlt. Aber wenn eine Reihe von Dingen zusammenkommt – digitales Geld, programmierbares Geld und KI – dann schnappt das vierte Tor zu, und plötzlich wacht man in einem Zustand totaler Kontrolle auf.

Viele Menschen sehen es nicht kommen, weil es aus vielen verschiedenen Einzelteilen besteht“, fügte sie hinzu.

Der entscheidende Faktor, damit diese vierte Komponente einrastet, ist laut ihr eine biometrische digitale Identität, die „sehr präzise und von hoher Qualität ist und daher interoperabel und weltweit anerkannt“.

Zwei weitere Komponenten sind ein digitales Überwachungs- und Tracking-System, „das im Grunde versucht, jede Person zu identifizieren – was sie tun, wohin sie gehen, ihr Verhalten, einschließlich ihrer Ausgabengewohnheiten“.

In ganz Amerika beginnt inzwischen ein massiver Widerstand, weil die zuvor unsichtbaren Teile dieses Kontrollgitters immer sichtbarer werden. Trumps KI-Datenzentren, die derzeit geplant und gebaut werden, lösen in Gemeinden im ganzen Land Proteste aus, weil die Menschen erkennen, dass diese Zentren zu stark steigenden Wasser- und Strompreisen führen werden, während sie gleichzeitig den Überwachungsstaat stärken.

„Sie bauen die Infrastruktur in einem sehr schnellen Tempo auf und sie wird sichtbar. Der größte Teil war unsichtbar, aber jetzt gibt es sichtbare Aspekte, die die Menschen sehen können“, erklärte Fitts.

„Sie wollen viel mehr Telekommunikationsmasten für 6G. Dann kommen die KI-Datenzentren hinzu. Diese sind sehr wichtig, weil sie die enorme Datenmenge liefern, die für dieses Kontrollgitter benötigt wird. Und wir sehen zunehmenden lokalen Widerstand, weil die Umweltbelastungen durch Energie-, Wasser- und Landverbrauch enorm sind. Und drittens gibt es Kameras und Drohnen, um Bewegungen aus der Luft zu kontrollieren.“

Die meisten Menschen bemerkten nicht, wie dieses Gitter entstand, aber jetzt – mit Drohnen, Türmen und Datenzentren – können sie es mit eigenen Augen sehen. Es ist physisch und greifbar geworden, und deshalb entstehen die ersten Anzeichen öffentlichen Widerstands.

Fitts beschrieb, was sie als den „coup de grâce“, den heiligen Gral des digitalen Kontrollgitters betrachtet: tokenisiertes „Geld“, das nicht nur digitalisiert, sondern auch programmierbar ist.

In Europa wird dies die Form einer digitalen Zentralbankwährung annehmen. In den USA wird es Trumps privatisierte, staatlich genehmigte Kryptowährung sein. Beide seien im Kern gleich, da sie programmierbar und auf einer Blockchain-Buchhaltung basieren.

„Sie sind unterschiedlich, dienen aber demselben Ziel“, sagte sie.

„Das vierte Tor des Geheges schließt sich, wenn sie nicht nur deine Bewegungen durch Tracking kontrollieren können, sondern auch dein Geld ein- oder ausschalten können. Und zwar auf sehr granularer Ebene“, sagte Fitts. „Damit wird die Kontrolle über die Finanzpolitik den Parlamenten entzogen und den Bankern übergeben.“

Augustine Carstens, der Generaldirektor der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, erklärte in einer Rede beim Internationalen Währungsfonds am 19. Oktober 2020, wie und warum Zentralbanker digitale Zentralbankwährungen als Schlüssel zu ihrer totalitären Agenda sehen. Alles, was sie über größere Inklusion, Sicherheit und Bequemlichkeit sagen, sei lediglich Fassade, um die Menschen dazu zu bringen, ihre eigene Gefangenschaft zu unterstützen.

Sehen Sie sich im Video unten an, wie Carstens seine gewagte Aussage beim IWF macht.

Carstens sagte, der entscheidende Unterschied zwischen digitalem Geld und Bargeld bestehe darin, „dass die Zentralbank absolute Kontrolle über die Regeln und Vorschriften haben wird, die bestimmen, wie dieses Geld verwendet wird. Und wir werden auch die Technologie haben, um das durchzusetzen. Diese beiden Punkte sind extrem wichtig. Und das macht einen enormen Unterschied zu Bargeld.“

Was Carstens damit sagte, ist, dass Banker Steuern festlegen und entscheiden können, wie Sie Ihr Geld verwenden – sodass sie kontrollieren können, wohin Sie gehen und was Sie kaufen dürfen.

„Wir sprechen hier von einer außerordentlich granularen Kontrolle über 100 Prozent Ihrer Vermögenswerte“, sagte Fitts. „Sie werden die Fähigkeit haben, alle Ihre Energie-Transaktionen und alle Ihre Finanztransaktionen zu kontrollieren. Wir haben eine Pandemie: Ihr Geld funktioniert nicht mehr, wenn Sie Ihr Haus verlassen. Ihr Elektroauto funktioniert nicht mehr, wenn Sie Ihr Haus verlassen.“

Der zwölf Tage dauernde Krieg im vergangenen Juni begann mit der Ermordung von zehn der zwölf wichtigsten Regierungsbeamten im Iran. Es war kein Zufall, dass man sie aufspüren und genau an dem Tag töten konnte, an dem man die Attentate durchführen wollte.

„Man verfolgt nicht nur die Führung, sondern die 92 Millionen (iranischen Bürger). Man muss jeden identifizieren, wenn man die Führer identifizieren will. Wenn sie es im Iran können, können sie es sicherlich auch in Europa und den Vereinigten Staaten“, sagte Fitts.

Sie hat ein spezielles Wort für dieses Kontrollgitter. Es ist ein „Panoptikum“ – eine Form eines kreisförmigen Gefängnisses, in dem jeder gesehen werden kann, aber niemand sehen kann, wer der Wächter ist, der ihn beobachtet. Mit anderen Worten: Niemand überwacht die Überwacher.

Ein Teil dieses Systems besteht darin, dass wir durch Lebensmittel, Sprühstoffe, Injektionen und Pharmazeutika Partikel in unseren Körpern haben, die es viel einfacher machen, uns zu identifizieren.

Sie sagte voraus, dass KI-gestützte Massenüberwachung bald die Gedanken der Menschen erreichen werde – über irgendeinen biologischen Träger, sei es über die Nahrungskette, Impfungen oder einen anderen Übertragungsmechanismus –, „um zu beeinflussen, wie wir denken. KI wird bald Ihren Geist erreichen, Ihre Gedanken werden nicht mehr privat sein.“

„Dieses Überwachungssystem ist also sehr invasiv, und wenn man es mit programmierbarem Geld kombiniert, dann spricht man von einem Sklavensystem. Denn die Parlamente verlieren all ihre Macht an die Banker. Die Banker haben die vollständige Kontrolle. Sie glauben, dass sie mit unsichtbarer Technologie – zwischen Überwachung und Zwang – eine zentrale Kontrolle durchsetzen können. Wenn dieses System vollständig installiert ist, sprechen wir im Grunde von einer Diktatur der Superreichen.“

Fitts sagte, die europäische Version des digitalen Kontrollgitters erscheine weniger invasiv und werde stärker von souveränen Regierungen gesteuert, während das amerikanische Kontrollsystem von Unternehmenseliten aus der Technologie- und Finanzbranche betrieben werde, die mit der Regierung zusammenarbeiten.

„Was die USA tun, ist, dass sie diese Maschinerie unbedingt von privaten Konzernen betreiben lassen wollen. Es ist viel stärker ein Plünderungsmodell der Wirtschaft als ein Modell, in dem eine souveräne Regierung souveräne Kontrolle hat. Man kann es so sehen: Nordamerika bewegt sich in Richtung Warlord-System, während Europa sich in Richtung Diktatur bewegt.“

Sie ist nicht optimistisch, dass dieses System noch gestoppt werden kann, aber die Menschen müssten jetzt handeln und entscheiden, wie sehr sie sich von den Algorithmen der Tyrannei einfangen lassen wollen.

„Wenn man sich Überwachung, Zwang, digitale Identität und programmierbares Geld ansieht, können sich die meisten Menschen in den G7-Staaten nicht vorstellen, wohin das führt“, sagte Fitts. „Ich versuche seit vielen Jahrzehnten zu erklären, wohin das führt. Ich verließ 1991 die Bush-Regierung und sagte: ‚Die Spitzenleute werden diese Technologie in die Hände bekommen und uns alle töten.‘ Deshalb gründete ich Hamilton Securities und versuchte alles, um eine Art Plan B zu entwickeln, weil ich kein Sklave sein wollte. Ich wollte nicht, dass meine Familie Sklaven wird. Ich wollte nicht in einer Sklavengesellschaft leben. Es war klar, was sie vorhatten. Aber wenn man versucht, Menschen, die die Segnungen der Freiheit genossen haben, zu erklären, was passiert, können sie sich nicht vorstellen, warum jemand so etwas tun würde. Und eines der Dinge, die sie nicht verstehen, ist, dass ein kleiner Prozentsatz der Bevölkerung ohne Empathie geboren wird – psychopathisch. Und sie sind sehr gut darin, sich zu organisieren und politische sowie militärische Mittel zu nutzen, um die Kontrolle zu erlangen. Deshalb war es für die Bevölkerung sehr schwer zu erkennen, wie alles zusammenpasst.“

Das endgültige Ziel, glaubt Fitts, ist ein Überwachungsmechanismus „unter der Haut“ – eine Warnung, die ich und andere bereits seit der Zeit von Covid aussprechen, als digitale Gesundheitspässe Menschen aufgezwungen wurden, die große Veranstaltungen, Restaurants oder Kneipen besuchen wollten. Damals, etwa 2020 und 2021, sagten Futuristen wie der israelische Historiker Yuval Noah Harari voraus, dass das Ziel der Eliten darin bestehe, die während Covid geschaffene Überwachung „unter die Haut“ zu bringen.

Das sei der „nächste Schritt“, sagte Harari voraus, und es gebe keinen Grund zu glauben, dass sich das geändert habe.

„Chips unter der Haut, ob injiziert oder versprüht, sind das Ziel“, sagte Fitts. „Ein Internet der Körper zu schaffen – für Überwachung, Zwang und programmierbares Geld beziehungsweise finanzielle Kontrolle. Wenn man den Menschen das erzählt, ist es für sie so schwer vorstellbar, dass jemand so etwas tun würde. Aber das System, die Infrastruktur, fügt sich zusammen und marschiert Schritt für Schritt in Stellung.“

Immer mehr Menschen wachen auf und sehen die Veränderungen im Bankensystem und bei den Identitätssystemen.

„Und die allgemeine Bevölkerung beginnt jetzt zu verstehen, worum es bei dieser Agenda geht, und sie erkennt, dass es eine sehr dunkle Agenda ist“, sagte Fitts. „Ein Teil der Bevölkerung ist definitiv in Trance. Unsere Führer jedoch haben ihre Glaubwürdigkeit verloren. Niemand glaubt der Regierung mehr so wie früher.“

Das endgültige Ziel, so Fitts, „ist es, die Bevölkerung zu reduzieren und den verbleibenden Rest zu kontrollieren.“

Realität? – Das Imperium zerbricht und eine neue Weltordnung entsteht

Fiktion: Die Monate, in denen die Weltordnung starb

Es begann nicht mit dem großen Knall.
Es begann mit einem Flackern.

Ein paar Tanker blieben stehen. Ein paar Versicherer zogen sich zurück. Ein paar Regierungen erklärten, alles sei unter Kontrolle. Ein paar Märkte glaubten das noch für ein paar Tage. Dann kippte etwas Grundsätzliches: nicht nur der Ölfluss, sondern der Glaube, dass das System sich wie immer selbst stabilisieren würde.

Die Straße von Hormus war offiziell offen und tatsächlich geschlossen. Genau das war das perfekte Symbol für die neue Epoche: Alles existierte noch auf dem Papier, aber nichts funktionierte mehr in der Realität.

Die ersten Wochen brachten keine Ordnung hervor, sondern Widersprüche. Washington sprach von Stärke und suchte gleichzeitig fieberhaft nach Notausgängen. Europa sprach von Zusammenhalt und begann hinter den Kulissen, nationale Überlebenspläne zu schreiben. Die Golfstaaten redeten von Partnerschaften und verstanden plötzlich, dass amerikanische Basen auf ihrem Boden keine Lebensversicherung waren, sondern Leuchttürme für Raketen.

Dann griff die Panik von der Geopolitik auf die Ökonomie über.

Öl verteuerte sich nicht einfach. Es wurde politisch. Gas wurde nicht nur knapp. Es wurde selektiv. Schifffahrt wurde nicht unterbrochen, sondern konditioniert: mit Erlaubnissen, Drohungen, Ausnahmen, Grauzonen. Die Märkte konnten das nicht einpreisen, weil Märkte nur Risiken berechnen können, aber keine zivilisatorische Erosion.

Fluggesellschaften strichen Verbindungen. Frachtraten explodierten. Lebensmittelpreise begannen in Wellen zu steigen. Strom wurde in Industrieländern zur strategischen Frage. Raffinerien arbeiteten unter Druck. Häfen füllten sich mit Ladung, die niemand mehr absichern wollte. Ganze Lieferketten gerieten in einen Zustand aus Warteposition, Nervenzusammenbruch und improvisierter Lüge.

Und unter allem arbeitete eine dunklere Wahrheit:
Die billigste Waffe hatte die teuerste Wirkung.
Nicht Raketen. Nicht Drohnen. Nicht Bomben.
Sondern Unsicherheit.

Unsicherheit in Hormus bedeutete Unsicherheit für Energie. Unsicherheit für Energie bedeutete Unsicherheit für Kredit. Unsicherheit für Kredit bedeutete Unsicherheit für Staaten. Plötzlich waren es nicht mehr nur Börsenkurse, die fielen, sondern Glaubwürdigkeitswerte von Regierungen, Zentralbanken, Bündnissen, Imperien.

Der Zusammenbruch des US-Imperiums geschah nicht als Niederlage in einer Schlacht. Er geschah als Verlust des letzten universellen Mythos: dass Amerika zwar Fehler machen könne, am Ende aber immer die Ordnung wiederherstelle.

Diesmal nicht.

Diesmal konnte Washington noch zerstören, aber nicht mehr steuern. Noch drohen, aber nicht mehr überzeugen. Noch bombardieren, aber nicht mehr definieren, was nach dem Bombardement gelten sollte. Genau darin lag die historische Demütigung. Eine Supermacht, die militärisch überall war, aber politisch nirgends mehr das letzte Wort hatte.

Verbündete sahen das zuerst mit Schrecken und dann mit kalter Berechnung.

In Westasien begann der amerikanische Sicherheitsrahmen zu verrotten. Die Petromonarchien erkannten, dass sie jahrzehntelang Schutz gemietet hatten, der im Ernstfall zur Zielmarkierung wurde. Ihre Türme standen noch. Ihre Börsen liefen noch. Ihre Flughäfen blinkten noch. Aber das Vertrauen, auf dem ihr Modell beruhte, war tot.

Dubai starb nicht durch Feuer.
Dubai starb durch Erkenntnis.

Der Ort, der sich als ewiger Knotenpunkt von Kapital, Transit und Luxus verkauft hatte, wurde über Nacht als das gesehen, was er in einer harten Weltordnungskrise war: eine glänzende Zwischenstation ohne Souveränität. Geld verschwindet nicht gern unter Sirenen. Vermögen liebt keine Kriegsgeografie. Investoren brauchen nicht einmal Einschläge, um zu fliehen. Es reicht, wenn sie sich vorstellen können, dass der nächste Monat schlimmer sein wird als der heutige.

So wurde aus der Ikone des globalisierten Friedens ein Mahnmal der Überdehnung.

Europa folgte dicht dahinter.

Die Europäische Union war bereits geschwächt, ausgezehrt von Sanktionen, Energiebruch, Inflation, strategischer Unterordnung und der Illusion, Moral könne Physik ersetzen. Dann verlor sie den Zugang zu zwei Lebensadern zugleich: billige russische Energie war politisch verbrannt, westasiatische Energie geopolitisch blockiert. Übrig blieben teure Spotmärkte, amerikanische Versprechen und ein Brüssel, das weiter in Pressemitteilungen sprach, während in der realen Ökonomie das Licht ausging.

Deutschland verlor seine industrielle Nervenbahn. Frankreich verlor seine politische Gravitation. Italien, Spanien und Griechenland drängten auf Überlebenslösungen. Osteuropa verlangte Härte, Aufrüstung und noch mehr Unterordnung unter Washington, gerade während Washington sichtbar die Kontrolle verlor. Nordeuropa sprach von Prinzipien, während Unternehmen stillschweigend Standorte verlagerten.

Die EU brach nicht an einem Tag auseinander.
Sie faulten von innen.

Zuerst kamen Energie-Notverordnungen. Dann Haushaltsausnahmen. Dann nationale Subventionskriege. Dann Grenzkontrollen, Exportbremsen, Versorgungsprioritäten. Irgendwann merkte jeder, dass „europäische Einheit“ nur noch bedeutete, den eigenen Zerfall in gemeinsame Sprache zu kleiden.

Die Kommission existierte noch. Die Flaggen hingen noch. Die Gipfel fanden noch statt. Aber die Union war nur noch Kulisse. Hinter ihr standen Staaten, die sich bereits auf die Zeit nach der Fiktion vorbereiteten.

Und während der Westen in Erklärungen zerfiel, arbeitete im Osten bereits die neue Mechanik.

China bewegte sich nicht wie ein Sieger, sondern wie ein Rechner. Peking begriff, dass ein taumelndes Imperium gefährlich ist, aber auch nützlich. Während Washington Milliarden verbrannte, baute China Korridore. Während Europa seine Energie verteuerte, sicherte China langfristige Zuflüsse. Während der Dollar noch herrschte, entstanden bereits Räume, in denen er nur noch eine Option unter mehreren war.

Russland nutzte das Chaos nicht nur militärisch, sondern strukturell. Der Norden-Süden-Korridor bekam plötzlich eine strategische Härte, die vorher nur auf Konferenzen existiert hatte. Iran wurde vom Sanktionierten zum Drehpunkt. Nicht weil irgendjemand ihn liebte, sondern weil Geografie in Zeiten des Zusammenbruchs wieder über Ideologie triumphiert.

So formte sich die Neurordnung nicht als Vision, sondern als Notoperation.

Kein feierlicher Gipfel. Kein Gründungsdokument. Kein großes Manifest.
Nur Systeme, die starben, und Systeme, die begannen, ihre Plätze einzunehmen.

Der Petrodollar wurde nicht in einer Nacht gestürzt. Er wurde umgangen. Erst bei einzelnen Lieferungen. Dann in regionalen Abkommen. Dann in Krisenmechanismen. Schließlich in der schlichten Erkenntnis vieler Staaten, dass eine Weltreservewährung, die an Kriege, Sanktionen und politische Erpressung gekoppelt ist, kein Anker mehr ist, sondern ein Risiko.

Die USA verloren damit nicht sofort ihre Macht.
Sie verloren etwas Gefährlicheres: den Zwangscharakter ihrer Macht.

Immer mehr Länder begannen, sich zu fragen, ob amerikanische Sicherheit wirklich Schutz bedeutet oder nur Teilnahme an amerikanischen Kriegen. Immer mehr Eliten fragten sich, ob westliche Integration Zukunft bedeutet oder nur Mitverwaltung des eigenen Niedergangs. Immer mehr Militärs, Technokraten und Monarchien dachten lautlos denselben Satz:

Wenn das Imperium uns nicht mehr stabilisiert, warum sollten wir ihm weiter gehorchen?

Das war der Satz, der die alte Ordnung tötete.

In Washington wurde darauf mit dem reagiert, was sterbende Imperien immer hervorbringen: Säuberungen, Schuldzuweisungen, neue Feindbilder, neue Notstandsnarrative, Gerüchte über innere Bedrohungen, Andeutungen von Sabotage, psychologische Mobilisierung, die Suche nach dem „entscheidenden Schlag“, der alles noch einmal drehen sollte. Genau dadurch wurde die Lage noch gefährlicher.

Denn ein Imperium, das verliert und es weiß, wird irrational.

Es beginnt, zwischen Realität und Inszenierung nicht mehr unterscheiden zu können. Es verwechselt Schlagzeilen mit Kontrolle, Luftschläge mit Strategie, Einschüchterung mit Autorität. Es glaubt, eine Welt, die ihm entgleitet, durch größere Schocks wieder zu disziplinieren. Und genau in dieser Phase werden Systeme apokalyptisch: nicht, weil sie allmächtig sind, sondern weil sie ihren Niedergang nicht akzeptieren können.

Europa hing an dieser Psychose wie ein angeketteter Satellit.

Je offensichtlicher die amerikanische Erschöpfung wurde, desto hysterischer klammerte sich ein Teil der europäischen Führung an die Idee der transatlantischen Unauflöslichkeit. Nicht aus Stärke, sondern aus Leere. Weil sie keine eigene Strategie mehr besaßen. Weil sie sich angewöhnt hatten, Moral als Ersatz für Macht und Bündnistreue als Ersatz für Souveränität zu behandeln. Als die Krise eskalierte, hatten sie weder Energie noch Industriepolitik noch Diplomatie noch militärische Eigenständigkeit. Nur Vokabular.

Doch Vokabular heizt keine Städte.
Vokabular betreibt keine Chemieparks.
Vokabular ersetzt keine Pipelines.

Der soziale Zerfall folgte deshalb fast zwangsläufig.
Er begann leise.

Arbeitszeitverkürzungen. Werksschließungen. Strompreisschocks. Proteste, die zunächst nur wirtschaftlich wirkten und sich dann politisch radikalisierten. Erst gegen Preise. Dann gegen Sanktionen. Dann gegen Regierungen. Dann gegen das gesamte Nachkriegskonstrukt aus Brüssel, NATO-Disziplin und globalisiertem Finanzgehorsam.

In manchen Hauptstädten roch man bereits den kommenden Ausnahmezustand.

Gleichzeitig wurde in Westasien eine andere Zukunft geboren. Die Region war nicht friedlicher, nicht gerechter, nicht sicherer. Aber sie begann, sich aus der Selbstverständlichkeit amerikanischer Vormacht herauszulösen. Die Golfstaaten sahen Moskau und Peking plötzlich nicht mehr als Ergänzung, sondern als mögliche Schutzarchitektur. Iran war nicht mehr isolierte Zielscheibe, sondern Scharnier einer größeren eurasischen Achse. Russland war nicht mehr nur Kriegsmacht, sondern Garant von Korridoren. China war nicht mehr nur Handelspartner, sondern Systemanbieter.

Damit veränderte sich die Logik der Welt.

  • Aus einer globalen Ordnung wurde ein Blockzeitalter.
  • Aus universalen Regeln wurden bewaffnete Zonen.
  • Aus Freihandel wurden Korridore.
  • Aus Bündnissen wurden temporäre Schutzräume.
  • Aus dem Westen wurde eine Region unter mehreren.

Die schlimmste Erkenntnis kam zuletzt:
Der wirtschaftliche Zusammenbruch war kein Unfall.
Er war die Rechnung.

Die Rechnung für Jahrzehnte von Finanzblasen ohne materielle Basis. Für ausgelagerte Industrie. Für Energieabhängigkeit ohne strategische Absicherung. Für militärische Überdehnung. Für Sanktionen als Ersatz für Politik. Für die Illusion, man könne eine multipolare Welt mit unipolaren Methoden regieren.

Als der Winter näher rückte, hatten die Menschen in vielen Ländern noch Strom, noch Geld, noch Arbeit, noch Regierungen. Aber sie spürten, dass die Dinge nur noch formal vorhanden waren. Die Substanz war angefressen. Die alten Institutionen standen wie prächtige Fassaden über hohlen Kellern.

Das US-Imperium war nicht verschwunden.
Es war schlimmer: Es war noch da, aber nicht mehr in der Lage, seine eigene Größe in Ordnung zu übersetzen.

Die EU war nicht aufgelöst.
Sie war schlimmer: Sie existierte weiter, während ihre zentrale Fiktion bereits tot war.

Und die neue Ordnung war noch nicht geboren.
Sie lag im Blut, im Rauch, in den Energiekorridoren, in den Währungsabkommen, in den improvisierten Allianzen, in den stillen Entscheidungen der Eliten, in den Ängsten der Märkte, in den Karten der Generäle, in den Rechenzentren Pekings und in den Hafenlisten einer Welt, die bereits aufgehört hatte, westlich zu sein.

So endete nicht einfach ein Krieg.
So endete ein Zeitalter.

Nicht mit Frieden.
Nicht mit Gerechtigkeit.
Sondern mit Erschöpfung, Entzauberung und der kalten Geburt einer Ordnung, die niemand gewählt hatte, die aber aus den Ruinen der alten zwangsläufig aufstieg.

Eine Ordnung, in der Imperien nicht mehr herrschen, sondern taumeln.
Eine Ordnung, in der Europa nicht mehr Zentrum, sondern Terrain ist.
Eine Ordnung, in der Energie mehr gilt als Ideologie, Korridore mehr als Regeln und Abschreckung mehr als Recht.

Und in der über allem die dunkle Lehre dieser Monate stehen bleibt:

Die Welt ging nicht unter, weil eine Seite gewann.
Sie ging unter, weil die alte Mitte zusammenbrach.

Trump behauptet, „viele Länder“ würden Kriegsschiffe entsenden, während die USA „die Küste in Schutt und Asche legen“, um die Straße von Hormus wieder zu öffnen

Trump behauptet, „viele Länder“ würden Kriegsschiffe entsenden, während die USA „die Küste in Schutt und Asche legen“, um die Straße von Hormus wieder zu öffnen

Von Tyler Durden

Zusammenfassung:

  • US-Angriffe auf die Insel Kharg eskalieren den Krieg, während Trump behauptet, Verbündete würden Kriegsschiffe nach Hormuz entsenden: Trump sagte, US-Streitkräfte hätten militärische Ziele auf der Insel Kharg „ausgelöscht“, warnte jedoch, dass Irans kritische Ölinfrastruktur das nächste Ziel sein könnte.
  • Iran schwört auf stärkere regionale Vergeltungsmaßnahmen: Die IRGC warnte die VAE, dass US-„Verstecke“ dort nun „legitime Ziele“ seien; ein Ölhafen der VAE wurde getroffen, und die US-Botschaft in Bagdad geriet nach einem mutmaßlichen Drohnenangriff in Brand.
  • Schwere Verluste und Explosionen im Iran dauern an: US-amerikanisch-israelische Angriffe haben seit dem 28. Februar etwa 1.450 Menschen im Iran getötet, während im Zentrum von Teheran „gewaltige Explosionen“ gemeldet wurden, nachdem Massenkundgebungen stattgefunden hatten, bei denen einige iranische Führer trotzig durch die Straßen zogen.
  • Ölkrieg und extremes Risiko nehmen zu, US-Benzinpreise steigen: Die Unterbrechung des Schiffsverkehrs in Hormuz und das anhaltende Chaos haben die US-Benzinpreise um 23 % in die Höhe getrieben
  • B Boden- und Luftkrieg zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon:B Große israelische Angriffe im Libanon, insbesondere auf Beirut, haben mindestens 826 Menschen getötet.
  • B Trump lehnte laut Reuters Bemühungen von Verbündeten im Nahen Osten ab, GesprächeB zur Beendigung des Krieges im Iran zu führen.
  • B Oman versuchte mehrmals, einen Kommunikationskanal zu eröffnenB , doch die US-Regierung hat deutlich gemacht, dass sie kein Interesse daran hat.
  • Der Iran lehnt die Möglichkeit eines Waffenstillstands ab, solange die Angriffe nicht eingestellt werden.
  • Die VAE haben die Verladevorgänge an einem wichtigen Energieexportknotenpunkt nach einem Drohnenangriff und einem Brand am Samstag ausgesetzt.
  • Der Iran drohte, mit den USA verbundene Ölanlagen in Schutt und Asche zu legen.
  • Israel geht laut Semafor der Abfangraketen „kritisch zur Neige“.
  • Der iranische Außenminister sagt, die Straße von Hormus sei für alle Länder außer den USA und Israel offen.

* * *

Update (19:55 Uhr ET):

Der iranische Außenminister Abbas Araghchi sprach zuvor mit MS NOW über die aktuelle Lage an der weltweit wichtigsten maritimen Energie-Engstelle, der Straße von Hormus, die weiterhin blockiert ist.

Araghchi erklärte gegenüber dem Sender: „Tatsächlich ist die Straße von Hormus offen“, und fügte hinzu: „Sie ist nur für Tanker und Schiffe unserer Feinde gesperrt – für diejenigen, die uns angreifen, und ihre Verbündeten. Alle anderen können sie ungehindert passieren.“

“As a matter of fact, the Strait of Hormuz is open,” Iranian Foreign Minister Abbas Araghchi said. “It is only closed to the tankers and ships belong[ing] to our enemies, to those who are attacking us and their allies. Others are free to pass,” Araghchi told MS NOW

China, India,… https://t.co/ttjcTkmwDU

— zerohedge (@zerohedge) March 14, 2026

Übersetzung von „X“: „Tatsächlich ist die Straße von Hormus offen“, sagte der iranische Außenminister Abbas Araghchi. „Sie ist nur für Tanker und Schiffe geschlossen, die unseren Feinden gehören, für diejenigen, die uns angreifen, und ihre Verbündeten. Alle anderen können sie frei passieren“, erklärte Araghchi gegenüber MS NOW. China, Indien, Korea und Japan sind die wichtigsten Öltransporteure durch die Straße von Hormus.

Laut den Schiffsverfolgungsdaten von Bloomberg AIS sind sowohl die Einfahrt als auch die Ausfahrt der Engstelle am Hormuz-Kanal weiterhin mit Tankern verstopft. Der Schiffsverkehr war um 19:50 Uhr ET nach wie vor gering.

Reuters berichtete heute früh, dass zwei unter indischer Flagge fahrende Tanker mit Flüssiggas die enge Meerenge passiert hätten.

„Sie haben die Straße von Hormus heute früh sicher passiert und sind auf dem Weg nach Indien“, sagte der indische Hafenminister Rajesh Kumar Sinha.

* * *

Update (13:58 ET):

Die halbstaatliche Nachrichtenagentur Tasnim berichtete, dass Filialen der US-amerikanischen Citibank in Dubai (Vereinigte Arabische Emirate) und in Bahrains Hauptstadt Manama über Nacht von Drohnen angegriffen wurden, was darauf hindeutet, dass zivile Infrastruktur im Konflikt zwischen den USA und dem Iran nicht verschont bleibt.

Von Rechenzentren über Wolkenkratzer bis hin zu Meerwasserentsalzungsanlagen – es scheint nun, dass die Drohnenangriffe der IRGC auf die Finanzinfrastruktur am Golf übergreifen. Tasnim berichtete, dass einige Banken Personal aus den Gebäuden abgezogen und den Betrieb auf Fernzugriff umgestellt hätten und dass die Citibank bestimmte Aktivitäten vor Ort in den VAE vorübergehend ausgesetzt habe.

A Missile/drone has reportedly struck the Dubai office of Citibank, one of the largest US financial institutions operating in the Persian Gulf

Follow https://t.co/B3zXG73Jym pic.twitter.com/6xyzhUvNW9

— Press TV 🔻 (@PressTV) March 14, 2026

Übersetzung von „X“: Berichten zufolge hat eine Rakete bzw. Drohne das Büro der Citibank in Dubai getroffen, eines der größten US-Finanzinstitute, das am Persischen Golf tätig ist

Tasnim wies darauf hin, dass Citi ein wichtiger Knotenpunkt im Dollarsystem ist, insbesondere in der Golfregion, wo die Bank die Finanzierung des Ölhandels, Dollar-Abrechnungen sowie Dienstleistungen für Staatsfonds und multinationale Konzerne abwickelt.

* * *

Update (12:55 ET): Obwohl unklar ist, ob dies aus Verzweiflung geschieht oder „alles Teil des Plans“ ist … sagte Präsident Trump am Samstag, er wolle, dass andere Länder Kriegsschiffe an die Seite der Vereinigten Staaten in die Straße von Hormus entsenden, um den Würgegriff des Iran auf eine der weltweit wichtigsten Ölversorgungsadern zu brechen.

In einem Beitrag auf Truth Social am Samstag behauptete er, dass andere Länder „Kriegsschiffe entsenden werden“ – und fügte hinzu, er erwarte „hoffentlich“, dass große Volkswirtschaften eingreifen; allerdings scheint keine „Hilfe“ in Sicht zu sein. Tatsächlich könnte das Gegenteil der Fall sein, nachdem Italiens Meloni erklärte, ihr Land werde „sich nicht an einem illegalen Krieg beteiligen“.

„Hoffentlich werden China, Frankreich, Japan, Südkorea, das Vereinigte Königreich und andere, die von dieser künstlichen Einschränkung betroffen sind, Schiffe in das Gebiet entsenden, damit die Straße von Hormus nicht länger eine Bedrohung durch eine Nation darstellt, die völlig entmacht wurde“, schrieb Trump. Aber er machte gleichzeitig deutlich, dass die USA nicht untätig herumsitzen:

In der Zwischenzeit werden die Vereinigten Staaten die Küste gnadenlos bombardieren und iranische Boote und Schiffe reihenweise versenken“, sagte er. „So oder so werden wir die Straße von Hormus bald FREI, SICHER und UNGEHINDERT machen!“

Obwohl er erklärte, dass „100 % der militärischen Kapazitäten des Iran“ zerstört worden seien, warnte Trump, Teheran könne in der engen Meerenge immer noch Chaos stiften – was sich am Samstag tatsächlich weiterhin abspielt. Dies, nachdem in der Nacht der wichtige Ölexportknotenpunkt auf der Insel Kharg schwer bombardiert worden war (siehe unten).

„Es wäre für sie ein Leichtes, ein oder zwei Drohnen zu entsenden, eine Mine abzuwerfen oder eine Kurzstreckenrakete irgendwo entlang oder in dieser Wasserstraße abzufeuern, ganz gleich, wie schwer sie geschlagen wurden“, erklärte Trump weiter. Er behauptete zudem, die US-Marine werde „sehr bald“ damit beginnen, Öltanker durch die Straße von Hormus zu eskortieren – zu einem Zeitpunkt, zu dem eine Marine-Expeditionstruppe auf dem Weg von Japan ist, was eine Woche oder weniger dauern könnte.

I would say burning ports and refineries in the Gulf today suggest that 100% of Iran’s military capability has not been destroyed. https://t.co/7CG7WGIdzh

— Yaroslav Trofimov (@yarotrof) March 14, 2026

Übersetzung von „X„: Ich würde sagen, dass die heute brennenden Häfen und Raffinerien am Persischen Golf darauf hindeuten, dass nicht 100 % der militärischen Kapazitäten des Iran zerstört wurden.

Und das hier stammt erst vom Vortag…

Guys, relax, the only risk in transiting the Strait of Hormuz is that Iran will shoot a missile at your ship. Otherwise it’s open for transit.

An all-time quote from our Secretary of War. pic.twitter.com/kwQ5Ij84KT

— Ryan Petersen (@typesfast) March 13, 2026

Übersetzung von „X“: Leute, ganz ruhig, das einzige Risiko bei der Durchfahrt durch die Straße von Hormus besteht darin, dass der Iran eine Rakete auf euer Schiff abfeuert. Ansonsten ist sie für den Schiffsverkehr freigegeben. Ein Zitat für die Ewigkeit von unserem Kriegsminister.

* * *

In einem Schritt, der sich als bedeutende Eskalation im seit zwei Wochen andauernden Krieg der USA und Israels gegen den Iran erweisen könnte, gab Präsident Trump am Freitagabend (beachtlicherweise nach Börsenschluss in den USA) bekannt, dass das US-Zentralkommando einen groß angelegten Luftangriff auf die Insel Kharg durchgeführt habe, über die mehr als 90 % der iranischen Rohölexporte abgewickelt werden. Wichtig ist, dass der Iran zuvor gewarnt hatte, ein Angriff auf die Insel würde eine rote Linie überschreiten und iranische Angriffe auf Energieinfrastrukturen entlang des Persischen Golfs nach sich ziehen.

Vielleicht hatte er diese frühere Warnung an den Iran im Hinterkopf – und um die Befürchtungen der US-Verbündeten in der Region zu zerstreuen, die nicht wollen, dass ihre Energieanlagen in Flammen aufgehen – betonte Trump, dass sich der Angriff auf militärische Einrichtungen konzentrierte:

„Vor wenigen Augenblicken hat das United States Central Command auf meine Anweisung hin einen der schlagkräftigsten Luftangriffe in der Geschichte des Nahen Ostens durchgeführt und jedes militärische Ziel auf der Insel Kharg, dem Kronjuwel des Iran, vollständig ausgelöscht.

Unsere Waffen sind die mächtigsten und modernsten, die die Welt je gesehen hat, doch aus Gründen der Anständigkeit habe ich mich entschieden, die Ölinfrastruktur auf der Insel NICHT zu zerstören. Sollte jedoch der Iran oder irgendjemand anderes etwas unternehmen, um die freie und sichere Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus zu behindern, werde ich diese Entscheidung unverzüglich überdenken.“

Die iranische Nachrichtenagentur FARS bestätigte den Angriff und berichtete, dass währenddessen mindestens 15 Explosionen zu hören waren. FARS berichtet, dass zu den Zielen Luftabwehranlagen, ein Marinestützpunkt, ein Flughafenkontrollturm und ein Hubschrauberhangar der Iranian Offshore Oil Company gehörten. Die Trump-Regierung veröffentlichte Videoausschnitte des Luftangriffs:

Footage has now been published by President Donald J. Trump showing today’s strikes against Iranian military targets on Kharg Island in the Northern Persian Gulf, which acts as a port hub for the export of up to 90% of oil products leaving Iran. In the footage, strikes can be… pic.twitter.com/WH3iWw74sE

— OSINTdefender (@sentdefender) March 14, 2026

Trumps Drohung, die Entscheidung, die Energieinfrastruktur auf der Insel nicht zu beschädigen, „zu überdenken“, sollte der Iran die Straße von Hormus weiterhin sperren, wird sicherlich tiefe Besorgnis unter den Verbündeten am Golf und allen anderen auslösen, die die drohende globale Wirtschaftskatastrophe fürchten, die sich abzeichnen wird, sollte die Unterbrechung der Energieversorgung aus dem Persischen Golf andauern.

* * *

Da der Iran offenbar entschlossen ist, den USA und Israel für den Krieg verheerende Kosten aufzuerlegen – Kosten, die künftige Angriffe abschrecken sollen –,gibt es kaum Grund zu der Annahme, dass Teheran in nächster Zeit Entwarnung für die Meerenge geben wird.

Die fünf Meilen lange Insel Kharg, die 15 bis 20 Meilen vor der iranischen Festlandküste liegt, ist für den iranischen Erdölexport von entscheidender Bedeutung. Die dortigen Anlagen waren während des gesamten Krieges in Betrieb, wobei seit dem Überraschungsangriff der USA und Israels am 28. Februar mindestens 10 Tanker fast 19 Millionen Barrel abtransportiert haben. Der Iran hat jedoch versucht, seine Exportanlagen ein wenig zu diversifizieren, indem er die Energieexporte am Jask-Terminal, das südöstlich der Straße von Hormus im Golf von Oman liegt, wieder aufgenommen hat.

Am Freitagvormittag erklärte Trump, die US-Marine werde in Kürze damit beginnen, Öltanker durch die Straße von Hormus zu eskortieren, und sagte gegenüber Reportern: „Das wird bald geschehen, sehr bald.“ Wenige Stunden nach seiner Ankündigung bezüglich der Insel Kharg bekräftigte Trump seine jüngste Kriegsrechtfertigung, die sich auf Irans angebliche Pläne zur Eroberung der Region stützt, und schrieb: „Der Iran hatte Pläne, den gesamten Nahen Osten zu übernehmen und Israel vollständig auszulöschen. GENAU WIE DER IRAN SELBST SIND DIESE PLÄNE JETZT VORBEI!“

Die Regierung soll Berichten zufolge erwogen haben, die Insel Kharg zu erobern. Angesichts ihrer unmittelbaren Nähe zum iranischen Festland – das von Drohnen, Marschflugkörpern und bewaffneten Schnellbooten wimmelt – könnte die Landung einer Angriffstruppe auf der Insel und deren anschließende Besetzung mit hohen Verlusten verbunden sein.

Am Freitag genehmigte Verteidigungsminister Pete Hegseth einen Antrag des CENTCOM auf Entsendung einer Marine-Expeditionseinheit in das Einsatzgebiet. Diese würde in der Regel aus etwa 5.000 Marinesoldaten und Matrosen auf mehreren Schiffen bestehen.

Iranian armed forces statement in response to Trump’s threat to attack oil infrastructure on Kharg Island (published by Iranian state media) pic.twitter.com/8J40dzIE7C

— Steve Lookner (@lookner) March 14, 2026

Übersetzung von „X“: Erklärung der iranischen Streitkräfte als Reaktion auf Trumps Drohung, die Ölinfrastruktur auf der Insel Kharg anzugreifen (veröffentlicht von den iranischen Staatsmedien)

Einige Spekulationen über die Überlegungen des Trump-Weißen Hauses hinsichtlich dieses äußerst riskanten Schachzugs auf der Insel Kharg (oder dessen, was sich letztendlich als Punkt ohne Wiederkehr erweisen könnte) von Jim Bianco:

Da sie sich bewusst waren, dass dies die Ölmärkte in Aufruhr versetzen könnte, gaben sie dies am Freitagabend bekannt, um den Märkten 48 Stunden Zeit zu geben, die Nachricht zu verdauen. Trump machte zudem deutlich, dass die Ölinfrastruktur als Nächstes an der Reihe sei, sollte der Iran Schiffen nicht die freie Durchfahrt durch die Straße von Hormus gestatten.

In Fußballbegriffen ausgedrückt: Sie versuchen jetzt einen Hail-Mary-Pass und hoffen, dass er funktioniert. Sie haben keine Zeit mehr auf der Uhr. Die Ölmärkte und die Weltwirtschaft können nicht Wochen oder Monate darauf warten, dass das Militär die Meerenge öffnet. Außerdem könnte ich mir vorstellen, dass politische Berater vorschlagen, dass, wenn die Ölpreise ohne diese Maßnahme ohnehin auf 200 Dollar steigen würden, dies genauso gut nächste Woche geschehen könnte, um sechs Monate Zeit zu haben, sie vor den Zwischenwahlen wieder zu senken.

Derzeit richten sich jedoch alle Augen auf den Iran und darauf, ob dessen Führung einen Angriff auf die Insel Kharg, der sich auf militärische Ziele beschränkte, als Überschreitung der roten Linie betrachtet – oder ob Energieanlagen in der gesamten Region bald von Drohnenschwärmen und ballistischen Raketenangriffen heimgesucht werden, was die Öl- und Gaspreise in die Höhe schnellen lassen würde.