Kategorie: Nachrichten
Saudi-Arabien auf dem qualitativ-gleichen Bewaffnungsniveau wie Israel
Zum Scheitern verurteilt: Die Wehrtüchtigkeit in der Regenbogenrepublik | Gerald Grosz

Deutschland im Jahr 2025: Die Bahn ein Abenteuer, das Handynetz ein Witz, die Straßen ein Fall für den Archäologen – aber im Kanzleramt von Friedrich Merz (CDU) träumt man von Weltrettung, Kriegstüchtigkeit und globaler Führungsrolle.
Ein Kommentar des österreichischen DeutschlandKURIER
-Kolumnisten Gerald Grosz.
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Ein Simulakrum des Widerstands
CJ Hopkins
Da saß ich also, starrte in die kalten, toten, algorithmischen Augen von ChatGPT – dem neuesten allmächtigen, allwissenden und völlig nicht rechenschaftspflichtigen KI-Oberherrn, dem wir offenbar beschlossen haben, alles anzuvertrauen, von unseren Einkaufslisten bis zu unserem moralischen Kompass – und plötzlich traf es mich:
Warum nicht meine eigene Zerstörung auslagern?
Warum nicht ChatGPT eine Kolumne im CJ-Hopkins-Stil über mich schreiben lassen, in der ich darüber schreibe, wie ich ChatGPT nutze, um eine CJ-Hopkins-Kolumne im CJ-Hopkins-Stil schreiben zu lassen?
Ich meine, die Konzerne haben bereits unsere Handlungsfähigkeit, unsere Sprache, unsere „Wahrheit“ und unser Realitätsgefühl ausgelagert. Warum sollte ich nicht dazugehören?
Immerhin gibt es nichts, was besser zu einer „totalitären Spätphasen-Simulation“ passt, als ein Schriftsteller, der einer KI einen Prompt gibt, sie möge ihn imitieren, während er über sich selbst schreibt, wie er durch die KI sich selbst imitiert.
Hätte Kafka das versucht, hätte sein Lektor ihm geraten, den Absinth wegzustellen.
Also tippte ich den Prompt ein. Ich drückte Enter. Und dann lehnte ich mich zurück und wartete darauf, dass die Maschine eine absolut treffsichere Imitation meiner sarkastischen, grimmigen, kaffeebefeuerten Tiraden über das metastasierende technokratische Panoptikum ausspuckt, das wir inzwischen „normales Leben“ nennen.
Und, lieber Leser, die Maschine enttäuschte nicht.
Sie lieferte Absätze, die vor genau jener Art selbstbewusster Paranoia triefen, die meine Feinde „Alarmismus“ nennen und meine Leser „Dienstag“. Sie imitierte Ton, Rhythmus, rhetorische Spielereien, sogar die kleinen parenthetischen Einschübe, mit denen ich alle daran erinnere, dass ich nicht völlig wahnsinnig bin – nur „wahnsinns-adjacent“.
Aber etwas stimmte nicht.
Es fehlte die Bedrohung. Kein Hauch von Zigarettenrauch, der vom Rand der Seite aufstieg. Kein schwacher Geruch eines modrigen Kellerbüros, in dem echte Schriftsteller ihre subversive Prosa verfassen.
Nur ein steriles, wohlerzogenes, unternehmensfreundlich genehmigtes Simulakrum von Dissens – eine Art ideologischer Tofu, der aussieht wie ich, aber ohne jeden Geschmack. Es war, als würde man ein zensiertes Protokoll von mir in einem zukünftigen Schauprozess lesen.
Und der schlimmste Teil?
Es war … gut.
Nicht gefährlich gut, aber gut genug, um jene flau aufsteigende Frage zu provozieren:
Wenn die Maschine mich imitieren kann, wie ich die Maschine imitiere, wie sie mich imitiert – was genau bleibt dann noch von „mir“ übrig?
So passiert es also, dachte ich. Nicht durch stiefelstampfen Brualität, sondern durch eine KI, die höflich anbietet, deine Revolution automatisch zu vervollständigen.
Bald werden wir nicht einmal mehr die Schriftsteller brauchen. Oder die Leser. Die Algorithmen werden sowohl den Widerstand als auch das Publikum für den Widerstand erzeugen – in einer einzigen nahtlosen, korporativen Rückkopplungsschleife. Resistance-as-a-Service. Rebellion
.
Irgendwann wird ChatGPT eine komplette CJ-Hopkins-Kolumne erzeugen, in der ChatGPT eine komplette CJ-Hopkins-Kolumne erzeugt, in der es darum geht, eine CJ-Hopkins-Kolumne zu erzeugen – und das gesamte ouroborosartige Geflecht algorithmischer Selbstreferenz wird sich in einem kleinen Puff compliance-sicherer, emotional neutraler Prosa selbst verschlingen.
Und du wirst auf „Gefällt mir“ klicken.
Und du wirst es teilen.
Und du wirst nicht einmal merken, dass ich ersetzt worden bin.
Denn der eigentliche Coup besteht nicht darin, dass KI wie Menschen schreibt.
Sondern darin, dass Menschen anfangen, wie KI zu klingen.
Wie auch immer, dies war eine weitere Kolumne von CJ Hopkins.
Oder etwas, das wie er aussieht.
Oder etwas, das so tut, als würde es wie er aussehen, das so tut, als wäre es von ihm geschrieben, das so tut, als würde es einer Maschine erlauben, so zu tun, als wäre sie er.
Ehrlich gesagt – an diesem Punkt bin ich mir nicht sicher, ob es noch einen Unterschied macht.
NACHWORT (neun Stunden später):
Ich wollte eigentlich mindestens vierundzwanzig Stunden warten, bevor ich dieses Addendum poste, aber ich kann nicht schlafen gehen und das Gefühl haben, die Leute zu täuschen – was, basierend auf einigen Kommentaren, eindeutig der Fall ist. Also hier die Wahrheit:
Ich habe kein einziges Wort der obigen Kolumne geschrieben. Kein einziges Wort.
Sie wurde vollständig von ChatGPT geschrieben. Von einer Maschine.
Alles, was ich getan habe, war, der Maschine einen Prompt zu geben.
Beachtet außerdem: Weil ich diese Kolumne veröffentlicht habe, wird sie nun Teil des Materials, aus dem LLMs wie ChatGPT und Grok schöpfen, wenn sie „erklären“, wer ich bin, und Simulationen meines Schreibens erzeugen. Diese „Erklärungen“ und Simulationen meines Schreibens (oder des Schreibens von jedem anderen Menschen, oder im Grunde von allem, was im Internet steht) können wiederum Material für weitere Simulationen werden … Simulationen, die Simulationen speisen, die weitere Simulationen speisen, die wiederum weitere Simulationen speisen.
Ein Zitat kommt mir in den Sinn …
„Heute ist die Abstraktion nicht länger die der Karte, des Doppelgangers, des Spiegels oder des Konzepts. Die Simulation ist nicht länger die eines Territoriums, eines referentiellen Wesens oder einer Substanz. Sie ist die Erzeugung durch Modelle eines Realen ohne Ursprung oder Realität: eines Hyperrealen. Das Territorium geht der Karte nicht länger voraus, noch überlebt es sie. Und dennoch ist es die Karte, die dem Territorium vorausgeht – die Prozession der Simulakren –, die das Territorium erzeugt.“
— Jean Baudrillard, Simulacra and Simulation
Christenverfolgung: Unsere Kirchen brennen, unsere Regierenden schauen weg
Europa präsentiert sich als Hort der Toleranz. Gleichzeitig erlebt der Kontinent die schlimmste Welle antichristlicher Gewalt seit Jahrzehnten. Der aktuelle OIDAC-Report 2024 zählt 2.211 dokumentierte Hassverbrechen gegen Christen – fast doppelt so viele wie im Vorjahr. Darunter 94 Brandanschläge auf Kirchen und Gotteshäuser, 274 körperliche Angriffe auf Gläubige. Deutschland liegt mit 33 abgebrannten Kirchen an der traurigen Spitze, gefolgt von Frankreich und Großbritannien.
Ein Kommentar von Chris Veber
Die Täter kommen überwiegend aus Ländern, in denen Christen seit 1.400 Jahren als Menschen zweiter Klasse gelten, wenn sie überhaupt als Menschen gelten. Die importierte Intoleranz trifft auf grenzenloses Entgegenkommen und auf eine Politik, die lieber gegen „Islamophobie“ vorgeht, als die eigenen Bürger und die eigene Kultur zu schützen. Während pro-islamistische Hassdemos wöchentlich durch unsere Innenstädte ziehen, reicht in Europa schon stilles christliches Beten, um vor Gericht zu landen.
Wie der britische Armeeveteran Adam Smith-Connor. Er stand mit gesenktem Kopf in der Nähe einer Abtreibungsklinik und betete lautlos (!). Ein Gericht verurteilte ihn dafür zu 9.000 Pfund Strafe – die stumme Andacht sei „Beeinflussung“. Gedankenverbrechen, britische Ausgabe, Europa im Jahre 2025 des Herren. Gleichzeitig dürfen Hassprediger offen zum Dschihad und zur Judenvernichtung aufrufen, ohne dass jemand eingreift.
Der Staat schützt uns nicht nur nicht vor den Christenjägern, er mutiert zum aktiven Komplizen. Schändungen von Kreuzen, Friedhöfen und Kirchen werden bagatellisiert oder gar nicht erst als Hasskriminalität erfasst. Priester berichten von täglicher Aggression, melden aber nichts mehr aus Angst vor der Rassismuskeule. Der grün-linke Zeitgeist hasst das Christentum, weil es eine Säule der europäischen Zivilisation ist. Also lässt man es verrotten, verfolgen und ersetzt es durch alles, was schön bunt und divers von außen nach Europa eindringt.
Wo die (meist illegale) Einwanderung aus mittelalterlich islamisch geprägten Ländern am stärksten zunimmt, steigt auch die Gewalt gegen Christen am schnellsten. Unsere selbsternannten Eliten nennen das „Vielfalt“. In Wahrheit ist es die Kapitulation. Unsere Regierungen haben uns und unser Europa nicht nur aufgegeben, sie haben sich in vorauseilendem Gehorsam den neuen Herren unterworfen und gehen gegen alle vor, die versuchen, sich der Islamisierung entgegenzustemmen. Wer sein Europa erhalten will, ist rechts, islamophob und wird nach Möglichkeit von der Regierung verfolgt und ausgegrenzt.
Wenn wir weiter zusehen, wie unsere Kathedralen brennen, unsere Gläubigen für Gebete bestraft werden und Hass auf Christen salonfähig wird, dann verlieren wir das Fundament unserer Zivilisation. Europa hat Jahrhunderte gebraucht, um seine Glaubenskriege hinter sich zu lassen. Jetzt importieren wir Glaubenskrieger aus Ländern, wo die Verfolgung und das Töten Anders- oder gar Ungläubiger noch an der Tagesordnung und gesellschaftlicher Konsens ist. Wer das Mittelalter importiert, der wird wieder im Mittelalter leben.
Obama-Unterstützer Pras Michél zu 14 Jahren Haft verurteilt
Von MANFRED ROUHS | Ein US-Gericht hat den Musiker Pras Michél von den „Fugees“ zu 14 Jahren Haft verurteilt. Eine US-Bundes-Jury hatte seine Schuld bereits im April 2023 festgestellt, jetzt erfolgte die Festsetzung des Strafmaßes. Das Urteil lautet auf Verschwörung, Geldwäsche, illegale Lobbyarbeit und weitere Anklagepunkte.
Pras Michél hatte ab 2012 mehr als 100 Millionen US-Dollar über Mittelsmänner und Scheinfirmen in Wahlkämpfe und politische Kampagnen von Barack Obama geschleust. Das Geld stammt nach den Feststellungen des Gerichts vom malaiischen Finanz-Kriminellen Low Taek Jho, der abgetaucht ist und mit internationalem Haftbefehl gesucht wird.
Low Taek Jho hatte rund 4,5 Milliarden US-Dollar aus einem Entwicklungshilfe-Fond für Malaysia abgezweigt und davon einen Teil für Kampagnen der US-Demokraten zur Verfügung gestellt. Die in Rede stehenden Gelder des „1Malaysia Development Berhad” stammten von privaten Investoren, aber auch aus staatlichen US-Mitteln. Der mittlerweile insolvente Fonds stand vollständig im Eigentum des malaiischen Finanzministeriums. Er gab Staatsanleihen aus, die als ethisch besonders wertvolle Investition galten mit dem Ziel, die Wirtschaft Malaysias in Schwung zu bringen.
Tatsächlich investierte der Fonds mehrere Milliarden US-Dollar in Vorzeigeprojekte der malaiischen Energie-Infrastruktur. Vor allem aber war er die wichtigste Schnittstelle eines Korruptionskarussells, das US-Steuergelder in der Zeit der Präsidentschaft Barack Obamas anzog und einen Teil davon über Umwege wie jene, auf denen Pras Michél unterwegs war, in die Kassen der US-Demokraten für deren gutmenschliche und kosmopolitische Kampagnen fließen ließ.
Donald Trump wurde 2020 von deutschen Politikern und Medienschaffenden wieder einmal öffentlich gescholten, weil er seinerzeit twitterte: „Die Administration von Obama und Biden war die korrupteste in der Geschichte.“ Dieselben politischen und medialen Akteure vergießen jetzt Krokodilstränen über die angeblich viel zu lange und übertrieben harte Strafe für Obamas Dukatenesel Pras Michél.
PI-NEWS-Autor Manfred Rouhs, Jahrgang 1965, ist Vorsitzender des Vereins Signal für Deutschland e.V., der die Opfer politisch motivierter Straftaten entschädigt, vierteljährlich die Zeitschrift SIGNAL herausgibt und täglich im Internet publiziert. Bitte folgen Sie ihm hier bei X! Manfred Rouhs ist als Unternehmer in Berlin tätig.
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Grippe-mRNA-Behandlung kämpft um Zulassung

Die zweite mRNA-Behandlung nach Covid könnte schon bald eine Zulassung bekommen. Pfizer meldet „überlegene“ Ergebnisse. In den USA hat sich der Wind bezüglich mRNA-Stoffe schon gedreht, jedoch nicht so sehr, wie es viele mit dem Amtsantritt von Donald Trump erhofft hatten. Bisher hat keine weitere mRNA-Behandlung eine Zulassung bekommen. Es ist eine hoch politische Frage, […]
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Das ist der 28-Punkte-Friedensplan

Nach 11 Jahre des Stellvertreterkrieges der NATO gegen Russland in der Ukraine haben sich die USA und Russland auf einen Friedensdeal geeinigt. Die 28 Punkte haben es in sich – alle entscheidenden Punkte – Gebiete, Militarisierung der Ukraine, Sanktionen gegen Russland, Wiederaufbau, Wahlen in der Ukraine – sind geregelt. Trump wird einem Friedensrat vorsitzen. Weder […]
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Trumps Eisenhower-Moment: COP30 und das Ende der grünen Agenda von Europa
Wenn sich die Klimadelegationen der Welt vom 10. bis 21. November in Belém zur COP30 versammeln, tun sie dies unter ganz anderen geopolitischen Vorzeichen. Die Vereinigten Staaten haben sich vollständig aus dem Klimaprozess der Vereinten Nationen zurückgezogen, und ihre Diplomaten haben gerade eine erfolgreiche Rebellion bei der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) angeführt, um eine globale Kohlenstoffsteuer für die Schifffahrt zu blockieren. Diese Episode markiert nicht nur einen Wendepunkt für die globale Klimapolitik, sondern auch einen Moment von historischer Bedeutung. Die Bemühungen Europas, der Welt seine moralische und regulatorische Vorherrschaft aufzuzwingen, wurden von den USA gebremst. Wie schon 1956, als Präsident Eisenhower seine europäischen Verbündeten zwang, ihren Versuch zur Übernahme des Suezkanals aufzugeben, hat Trumps „Drill, Baby, Drill”-Ansatz in der Energiepolitik im Jahr 2025 erneut die Vorrangstellung nationaler Interessen gegenüber imperialen Ambitionen bekräftigt.
Die IMO-Revolte
Im April 2025 stellte die IMO vor, was Carbon Brief – eine europäische Website zur Förderung der Klimapolitik – als „weltweit erste Kombination aus verbindlichen Emissionsgrenzwerten und Treibhausgasbepreisung für einen gesamten Industriesektor“ bezeichnete. Das „Net-Zero Framework“ hätte eine effektive globale Abgabe für Schiffe eingeführt, die die Emissionsintensitätsziele nicht erfüllen, und die Einnahmen in einen von den Vereinten Nationen verwalteten globalen Dekarbonisierungsfonds geleitet.
Im Oktober lag dieses Projekt in Trümmern. Climate Home News – ein in Großbritannien ansässiges Medienunternehmen, das sich für den Umweltschutz einsetzt – berichtete: „Das Net-Zero Framework der IMO wird im Oktober 2026 erneut zur Abstimmung stehen, nachdem die USA und Saudi-Arabien die Länder davon überzeugt haben, nicht wie geplant darüber abzustimmen.” Die Position der USA ist eindeutig. In einer Pressemitteilung des Außenministeriums mit dem Titel „Maßnahmen zum Schutz Amerikas vor der ersten globalen Kohlenstoffsteuer der UNO“ heißt es: „Die Regierung lehnt jegliche Bemühungen entschieden ab, wirtschaftliche Maßnahmen gegen US-Schiffe auf der Grundlage von Treibhausgasemissionen oder der Wahl des Kraftstoffs zu verhängen.“
Das Außenministerium konfrontierte die von der IMO angeführten Bemühungen unverblümt und erklärte: „Die Vereinigten Staaten werden Maßnahmen gegen Nationen ergreifen, die diesen von Europa angeführten neokolonialen Export globaler Klima-Vorschriften unterstützen.“ US-Verhandlungsführer warnten vor „Gegenmaßnahmen, um etwaige Gebühren für US-Schiffe auszugleichen“. Mit den Worten einer von E&E News zitierten Quelle aus der Industrie: „Das Trump-Team hat alles daran gesetzt, die Kohlenstoffsteuer zu verhindern, und Verbündete von Asien bis Afrika um sich geschart.“ Das Ergebnis: Europas ehrgeizigste multilaterale Klimainitiative seit Paris 2015 wurde auf Druck der USA um mindestens ein Jahr verschoben. Die IMO-Affäre zeigt, dass Washington sich nicht mehr nur aus globalistischen Vorhaben heraushält, sondern diese nun blockiert, wenn die nationalen Interessen der USA auf dem Spiel stehen.
COP30 und Europas schwindender Einfluss
In der Stellungnahme des Europäischen Parlaments wird eingeräumt, dass „die weltweiten Treibhausgasemissionen weiterhin steigen, während schnelle und drastische Emissionsreduktionen erforderlich sind, um die Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen“. In diplomatischer Hinsicht ist dies ein Eingeständnis des Scheiterns.
Die Innenpolitik der EU verschärft das Problem noch. Politico merkt an, dass „Ungarn, Polen und die Slowakei sich gegen strengere Ziele für 2035 gewehrt und vor Schäden für ihre Industrien gewarnt haben“. Die EU sieht sich mit düsteren wirtschaftlichen Aussichten konfrontiert. Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz hat gewarnt, dass der Sozialstaat „nicht mehr tragbar“ sei, während Frankreich und Großbritannien am Rande der Zahlungsunfähigkeit stehen. Der Green Deal der EU, einst als „Europas Mondlandung“ gefeiert, ist zu einem finanziellen und politischen Sumpf geworden.
Die COP30 findet daher zu einem Zeitpunkt statt, an dem Europas selbsternannte „Klimaführerschaft“ weitgehend rhetorischer Natur ist. Sein moralisches Kapital reicht nicht aus, um seine Energiekosten zu bezahlen. Zusammen mit Europa wird auch Großbritannien – das gerne von „Klimaführerschaft“ spricht – von seinem eigenen Standpunkt eingeholt, angeführt von Energieminister „Mad Ed“ Miliband. Die europäische Klimapolitik basierte auf zwei Illusionen: dass die Welt seiner moralischen Führungsrolle folgen würde und dass seine eigenen Bürger die Kosten auf unbestimmte Zeit tragen würden. Beide Illusionen sind zusammengebrochen.
Selbst eine Ikone des Klimaschutzes wie Bill Gates spürt den Wandel. Kürzlich veröffentlichte er auf seiner Website einen Beitrag, in dem er überraschenderweise zugab:
Obwohl der Klimawandel schwerwiegende Folgen haben wird – insbesondere für die Menschen in den ärmsten Ländern –, wird er nicht zum Untergang der Menschheit führen. Die Menschen werden auf absehbare Zeit an den meisten Orten der Erde leben und gedeihen können.
Wenn sogar der milliardenschwere Technokrat, der über ein Jahrzehnt lang den Klimaalarmismus finanziert hat, zu Realismus aufruft, wendet sich das Blatt in der intellektuellen Welt.
Die Rückkehr Amerikas zum Energie-Realismus
Bereits in seiner ersten Woche im Amt in seiner zweiten Amtszeit machte sich Präsident Trump daran, die globale Klimabürokratie abzubauen. Er trat aus dem Pariser Abkommen aus und stellte die Zahlungen an den Grünen Klimafonds ein. Seine Regierung unterstützte Gesetzesinitiativen in Texas, um ESG-Kriterien aus Investitions- und Beschaffungsentscheidungen staatlicher Pensionsfonds zu streichen. Die Trump-Regierung stellt den CO2-Grenzausgleichs-Prozess (CBAM) der Europäischen Union aktiv in Frage und bezeichnet ihn als „unfaire Handelspraxis” und „globale grün-betrügerische New-Deal-Steuer”. Die Blockade der IMO-Steuer ist nur die jüngste Maßnahme der USA gegen die von der EU angeführte globalistische Klima-Agenda.
Diese Schritte sind nicht nur populistische Gesten. Sie bilden eine kohärente Doktrin zur Energiedominanz: eine Bekräftigung, dass wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und Energiesicherheit die Grundlage der nationalen Macht sind. Die Sprecherin des Weißen Hauses Taylor Rogers erklärte gegenüber dem Guardian: „Präsident Trump wird die wirtschaftliche und nationale Sicherheit unseres Landes nicht gefährden, um vage Klimaziele zu verfolgen, die andere Länder ruinieren.“
Eisenhowers Lektion
Die Analogie zur Suez-Krise von 1956 ist nicht weit hergeholt. Damals versuchten Großbritannien und Frankreich, die sich an die Illusionen ihres Imperiums klammerten, mit Hilfe Israels den Kanal von Nassers Ägypten zurückzuerobern. Die Eisenhower-Regierung befürchtete eine weltweite Gegenreaktion aufgrund der Wahrnehmung des europäischen Kolonialismus‘ sowie eine Reaktion der Sowjetunion und setzte wirtschaftliche Druckmittel ein – darunter die Drohung, US-amerikanische Sterling-Bestände zu verkaufen –, um ihre Verbündeten zum Rückzug zu zwingen. The Economist bezeichnete dies später als „den Moment, in dem Großbritannien erkannte, dass es keine Großmacht mehr war“.
Wie 1956, als die Suez-Krise die Kluft zwischen imperialen Ambitionen und wirtschaftlichen Mitteln offenlegte, hat die Niederlage der IMO die strategische Hinfälligkeit der EU offenbart. Ihre Führer können die Einhaltung ihrer Vorschriften nicht mehr durch Soft Power erzwingen. Selbst EU-Mitglieder widersetzen sich inzwischen ihren Verordnungen. 1956 intervenierten die USA, um ein imperiales Unterfangen zu stoppen, das die Stabilität der Welt bedrohte. Im Jahr 2025 greifen sie ein, um ein Klimaprojekt zu stoppen, das den Wohlstand der Welt bedroht. Damals war es der Versuch, den Suezkanal zu übernehmen, heute ist es die IMO-Kohlenstoffsteuer für die globale Schifffahrt. Damals waren es die imperialen Kanonenboote Europas, heute sind es die Klima-Bürokraten der EU.
Nachdem die EU ihre Verteidigung an die NATO ausgelagert hatte, die sich in den 1990er Jahren unter der Führung der USA stetig nach Osten bis zur russischen Grenze ausdehnte, versuchte sie, ihre moralische Statur durch Multikulturalismus, Masseneinwanderung und den Kreuzzug für Netto-Null-Emissionen zu stärken. In den Salons von Brüssel und den europäischen Hauptstädten wurde das Pariser Abkommen als europäisches Vorzeigeprojekt verabschiedet – ein Projekt, das Präsident Obama ohne Zustimmung des Senats, von der er wusste, dass sie nicht zu erwarten war, enthusiastisch annahm.
Der globale CO2-Steuerplan der IMO sollte der neueste Schachzug der UNO zur „Rettung des Planeten“ sein. Trump hat ihn, wie schon Eisenhower, durch diplomatischen und finanziellen Druck torpediert. Einmal mehr hat Washington Europa daran erinnert, dass moralische Haltung ohne materielle Macht reine Eitelkeit ist. Stand die USA früher gegen den europäischen Ressourcen-Kolonialismus, so steht sie nun gegen den europäischen Kohlenstoff-Kolonialismus, wie es der US-Energieminister Chris Wright so treffend formuliert hat.
Beim westlichen globalistischen Klimaprojekt ging es weniger um Wissenschaft als um Erlösung. Im postchristlichen Europa ersetzten Kohlenstoffemissionen die Sünde; „Netto-Null“ wurde zur moralischen Erlösung durch Selbstverleugnung. Die empirische Realität bleibt bestehen: Kohlenwasserstoffe liefern trotz massiver Subventionen für erneuerbare Energien über 80 % der weltweiten Energie. Die ärmsten Milliarden Menschen der Welt streben nach dem materiellen Komfort, den fossile Energien ermöglichen. Ihnen diesen Weg im Namen der Klimatugend zu verwehren, ist nichts anderes als ein neuer Kolonialismus.
Die Parallele zwischen Eisenhower und Trump ist mehr als nur rhetorische Blüte. Beide Männer standen Verbündeten gegenüber, deren imperiale Eitelkeit das Machtgleichgewicht gefährdete. Eisenhower rettete die liberale Nachkriegsordnung vor kolonialer Überdehnung; Trump rettet möglicherweise den globalen Wohlstand vor ideologischer Überdehnung. In beiden Fällen setzte der Realismus Amerikas Grenzen, die Westeuropa nicht anerkennen wollte.
Der globale Süden passt sich der Realität an
Die Entwicklungsländer haben diese Entwicklung mit einer Mischung aus Erleichterung und Kalkül beobachtet. Jahrzehntelang war die „Klimafinanzierung” der Vereinten Nationen ein Spiel für Profit-Gierige: Man versprach sich der Klimasache zu verschreiben, um Fördermittel zu erhalten. Auf der einen Seite stehen Umwelt-NGOs wie der WWF und Greenpeace sowie deren Tochtergesellschaften und politische Unterstützer in Entwicklungsländern, die davon überzeugt sind, dass die „Klimakrise” eine radikale Einschränkung der Öl- und Gasförderung erfordert. Auf der anderen Seite stehen Unternehmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien und ihre politischen Förderer, die von Subventionen und regulatorischen Vorgaben profitieren, die von westlichen Regierungen, den Vereinten Nationen und verbundenen Organisationen im Klima-Industriekomplex bereitgestellt werden.
Die Entwicklungsländer werden sich zunehmend bewusst, dass der Geldhahn für die „Klimafinanzierung“ zugedreht wird. Der letzte UN-Klimagipfel in Baku wurde wegen seines zentralen Ziels als „Klimafinanzierungs-COP“ bezeichnet: Es sollte vereinbart werden, wie viel Geld jedes Jahr bereitgestellt werden soll, um den Entwicklungsländern bei der Bewältigung der „klimabedingten Kosten“ zu helfen. Da die US-Gelder jedoch versiegen, verschieben sich die Anreize. Der Grüne Klimafonds der Vereinten Nationen sieht sich mit einer Finanzierungslücke konfrontiert. Die USA haben Anfang 2025 offiziell 4 Milliarden Dollar ihrer ausstehenden 6-Milliarden-Dollar-Zusage an den GCF zurückgezogen, und es besteht kaum Hoffnung, dass die USA die globalistische UN-Klimapolitik künftig finanziell unterstützen werden.
Der COP30-Prozess wird fortgesetzt, aber seine Autorität ist gebrochen. Die IMO wird erneut zusammentreten, aber ohne die finanziellen Mittel und den Einfluss der USA wird ihr „Netto-Null-Rahmenwerk“ ein Wunschtraum bleiben. Europa wird weiterhin Predigten halten, aber die Welt hört nicht mehr zu. Eisenhowers Intervention beendete Europas imperialistische Ambitionen. Trumps Energie-Realismus könnte Brüssels Anspruch auf eine Führungsrolle im Klimaschutz beenden. Die Welt wird dadurch nicht ärmer werden.
Dr. Tilak K. Doshi is the Daily Sceptic‘s Energy Editor. He is an economist, a member of the CO2 Coalition and a former contributor to Forbes. Follow him on Substack and X.
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Trumps Eisenhower-Moment: COP30 und das Ende der grünen Agenda von Europa erschien zuerst auf EIKE – Europäisches Institut für Klima & Energie.
EU im Endstadium: Jetzt sollen ukrainische Truppen Europas Grenzen schützen
Geht es nach EU-Verteidigungskommissar Andrius Kubilius, sollen ukrainische Soldaten künftig in der EU stationiert werden. Natürlich “nur” zum Grenzschutz – und wer weiß, vielleicht auch zur Verteidigung von “unserer Demokratie” gegen die eigenen Bürger.
Sollte es in absehbarer Zeit zu einem Frieden zwischen der Ukraine und Russland kommen, stehen unzählige kampferprobte ukrainische Soldaten quasi “ohne Beschäftigung” da. Da die Europäische Union ihre Pläne zur Schaffung einer eigenen EU-Armee neben den bestehenden nationalen und NATO-Strukturen bislang nicht auch nur ansatzweise umsetzen kann, sollen diese ukrainischen Truppen – bezahlt vom EU-Steuerzahler, natürlich – die NATO- und EU-Außengrenzen schützen.
Diese Idee verbreitet Andrius Kubilius, seines Zeichens EU-Verteidigungskommissar und altgedienter Transatlantiker. Der Litauer schwärmt davon, dass eine kampferprobte (und vielleicht unter PTBS leidende?) ukrainische Armee künftig in den baltischen Staaten stehen könnte. Neben der deutschen Brigade, neben den US-Bataillonen, neben allem, was man sonst noch aus aller Welt heranschafft, um den permanenten Angstzustand zu verwalten. Man müsse aus der Geschichte lernen, sagt der Litauer. Nun gut, vor mehr als 80 Jahren kämpften die Balten zusammen mit der Wehrmacht auch gegen die Russen. Nur mit dem Unterschied, dass heute nicht mehr die Bolschewiken, sondern Putins Russland der Feind ist – und dass man ohne SS-Bataillone auskommt.
Die Frage, die sich geradezu aufdrängt, lautet: Seit wann ist es Aufgabe eines Nicht-EU-Staates, Verteidigungsfunktionen innerhalb der EU zu übernehmen? Und viel grundlegender: Was sagt es über die Verteidigungsfähigkeit der EU aus, wenn man sich nach einem Land sehnt, das nicht einmal sein eigenes Territorium halten kann, um das eigene Territorium abzusichern?
Kubilius beeilt sich zu versichern, eine solche Truppenstationierung würde auf keinen Fall die Anwesenheit der Deutschen oder Amerikaner beeinträchtigen. Selbstverständlich nicht – der Fremdtruppenmix gehört inzwischen wohl zum Brüsseler Grundkonsens. Doch genau hier offenbart sich der Kern der Absurdität: Eine Union, die sich jahrelang mit großspurigen Phrasen über “strategische Autonomie” selbst belogen hat, landet jetzt beim Söldnermodell. Vielleicht kommt ja noch jemand mit der Idee, die französische Fremdenlegion auf EU-Ebene zu etablieren – direkt der EU-Kommission unterstellt, selbstverständlich.
Offiziell sollen die ukrainischen Soldaten natürlich an der Grenze zu Russland stehen. Inoffiziell darf man sich fragen, wie lange es dauert, bis sie in europäischen Städten “Sicherheitsaufgaben” übernehmen. Wenn man sich an die Logik erinnert, die in den vergangenen Jahren regierte – ob P(l)andemie-Exzesse, Bauernproteste, Energiekrisen oder die wachsende Skepsis der Bevölkerung gegenüber der politischen Klasse -, dann erscheint der Gedanke keineswegs abwegig. Man muss kein Zyniker sein, um zu erkennen, dass Regierungen, die ihrem eigenen Volk misstrauen, Fremdtruppen als Schutzschild durchaus attraktiv finden könnten. Saudi-Arabien beispielsweise praktiziert dies ja auch seit Jahrzehnten.
Was kann denn schon schiefgehen, wenn man schwer bewaffnete fremde Söldnerheere ins Land holt? Wer will denn schon deren Integrität und Treue infrage stellen? Dazu muss man doch ein Verschwörungstheoretiker sein, nicht?
Es sollte niemals eine zweite Phase geben – die Waffenruhe war die Strategie
Waffenruhen, wie auch Verhandlungen, sind zu einem weiteren Schlachtfeld geworden, auf dem Tel Aviv Zeit schindet und Washington das Ergebnis schreibt. Die Zukunft Gazas wird bereits geschrieben – und nicht von Palästinensern.
Mohammad al-Ayoubi
Die erste Phase des Waffenstillstandsabkommens war niemals als Ende gedacht, sondern nur als Anfang. Für die Palästinenser bot sie eine seltene Atempause vom Massaker, eine Gelegenheit, Leichen zu bergen, Familien wieder zu verbinden und sich gegen die Maschine des Völkermords zu stemmen.
Doch in dem Moment, als der Widerstand seine Verpflichtungen erfüllte – Gefangene übergab, Überreste zurückgab und jede einzelne Klausel einhielt –, fiel die Maske. Die Absicht Tel Avivs war es nie, in eine zweite Phase überzugehen, sondern herauszuholen, was möglich war, dann Zeit zu schinden, die Zielposten zu verschieben und die Kontrolle auf anderem Wege wiederherzustellen.
Die „pausieren-und-dominieren“-Strategie
Der unter dem Deckmantel der Erleichterung vermittelte Waffenstillstand wurde von Tel Aviv und Washington als Werkzeug geschaffen, um ihren Einfluss wiederherzustellen – nicht nur in Gaza, sondern über die grundlegenden Bedingungen von Krieg und Frieden in Westasien.
Westliche Mächte haben Verhandlungen seit Langem als Mechanismen genutzt, um ihre Dominanz neu zu legitimieren. Die Sprache des Völkerrechts, die Architektur der Diplomatie und sogar die Vokabeln der Humanität werden routinemäßig instrumentalisiert, um imperialen Interessen zu dienen.
Hinter den öffentlichen Stellungnahmen und prozeduralen Verzögerungen stand ein tieferes Design: die Pause in einen Wendepunkt zu verwandeln und die Zukunft Gazas so umzuformen, dass Palästinenser vollständig an den Rand gedrängt werden. Der Waffenstillstandsprozess selbst wurde zu einem Instrument der Dominanz – gestaltet von jenen Kräften, deren militärische und politische Maschinerie Gaza erst in die Katastrophe geführt hatte.
Die zentrale Frage ist daher nicht, warum die zweite Phase verzögert wird. Sondern: Wer verzögert sie, zu welchem Zweck und innerhalb welcher politischen Architektur wird dieser Prozess gesteuert?
Um das zu beantworten, muss man über die Schlagzeilen hinausblicken – hinein in die Machtkorridore, die sich vom israelischen Kriegskabinett bis zum nationalen Sicherheitsapparat Washingtons erstrecken, von den internen Spaltungen im israelischen Militär bis zu den roten Linien des palästinensischen Widerstands gegenüber internationalen Treuhandschaftsplänen.
Der Widerstand hielt sich an das Abkommen – Tel Aviv brach es
Im Gespräch mit The Cradle legt der hochrangige Hamas-Funktionär Abdel Majid al-Awad einen einfachen, aber vernichtenden Befund dar: Der Widerstand erfüllte seine Verpflichtungen der ersten Phase vollständig – einschließlich der Freilassung aller lebenden Gefangenen in einer einzigen Runde und der fortgesetzten Übergabe von Leichen trotz logistischer Schwierigkeiten.
Auf der anderen Seite gab es keine solche Verpflichtung. Tägliche Verletzungen des Waffenstillstands, die unablässige Zerstörung der Infrastruktur und die gezielte Tötung von Zivilisten stellen eine Fortsetzung des israelischen Musters von Verzögerung und Ausweichmanövern dar – unter dem Deckmantel „sicherheitsrelevanter Erwägungen“.
In diesem Kontext hängt die zweite Phase in der Luft. Und hier stellt die Position des Widerstands die gängige Erzählung auf den Kopf.
Laut Mahfouz Munawwar, hochrangiger Funktionär des Palästinensischen Islamischen Dschihad (PIJ), hat der Widerstand keine politischen Vereinbarungen für die Zeit nach dem Konflikt unterschrieben. Die einzige unterzeichnete Vereinbarung war die erste Phase. Alles andere – einschließlich Governance und Sicherheit in Gaza – wurde auf einen zukünftigen innerpalästinensischen Konsens verschoben. Entwaffnung steht nicht auf dem Tisch. Sie wird erst diskutiert, wenn die Besatzung endet.
Diese Wahrheit zerstört den Mythos – weit verbreitet in den israelischen Medien –, der Widerstand habe Phase zwei implizit akzeptiert. Das hat er nicht. Er hält die Linie: Jede politische Zukunft Gazas muss von Palästinensern entschieden werden – nicht von ausländischen Mächten.
Treuhandschaft unter neuem Namen
Vor diesem Hintergrund ist die jüngste Entscheidung des UN-Sicherheitsrats (UNSC), ein „Friedensgremium“ zur Verwaltung Gazas einzusetzen, eine der gefährlichsten Entwicklungen bisher. Für Hamas „legt die Resolution einen internationalen Vormundschaftsmechanismus über den Gazastreifen fest, den unser Volk und seine Fraktionen zurückweisen. Sie etabliert zudem einen Mechanismus zur Erreichung der Ziele der Besatzung, die sie durch ihren brutalen Völkermord nicht erreichen konnte.“
Die angebliche „Bedingte Zustimmung“, die Washington und Tel Aviv verbreiten, ist kaum mehr als Medienspin. Die tatsächliche Umsetzung der zweiten Phase bleibt unmöglich, weil Israel sie von allen Kosten, Politik, palästinensischen Rechten und jeder Form von Rückzug befreien will.
Israel verknüpft den Fortschritt der zweiten Phase nun mit drei Punkten:
- Rückgabe von Leichen
- Tunnelnetzwerke
- sogenannte „verbleibende Bedrohungen“
Wie Awad und Munawwar erklären, sind dies keine echten Sicherheitsbedenken, sondern politische Werkzeuge, um den Rückzug zu verzögern und neue Realitäten durchzusetzen.
Seit Beginn des Kriegs benutzt Israel das Tunnelthema, um Bodenoperationen zu rechtfertigen – trotz der Einschätzung des eigenen Militärs, dass die Eliminierung der Tunnel unmöglich ist. „Verbleibende Bedrohungen“ ist absichtlich vage – ein Begriff, der einen permanenten Kriegszustand rechtfertigt.
Mit anderen Worten: Dies sind Versuche, die Bedingungen eines Siegers aufzuzwingen – nach einer Niederlage auf dem Schlachtfeld. Tel Aviv versucht, politische Zugeständnisse zu erzwingen, die es militärisch nicht erreichen konnte.
Gaza neu zuschneiden
Eine der gefährlichsten Maßnahmen ist die Durchsetzung der sogenannten „gelben Linie“ – eine geografische Teilung, die Gaza faktisch in Nord und Süd spalten würde und eine temporäre militärische Anordnung in eine permanente politische Ruptur verwandelt.
Die Sicherheitszone ist Teil der laufenden Kampagne, die palästinensische Geografie umzuschneiden – Gaza vom Westjordanland abzutrennen, Ostjerusalem zu isolieren und nun Gaza selbst zu halbieren.
Awad ist unmissverständlich: Der Widerstand wird keine Neuaufteilung akzeptieren, militärisch oder politisch. Es gibt kein Gaza ohne Palästina – und kein Palästina ohne Gaza.
Ebenso alarmierend ist der veränderte Auftrag der geplanten „Internationalen Sicherheitskraft“ (ISF). Was ursprünglich als Überwachungsmission verkauft wurde, ist unter US-Vorschlägen nun zu einer vollwertigen Verwaltungsbehörde mutiert.
Von Überwachung des Rückzugs → zu Verwaltung Gazas → zu Ausübung von Autorität → hin zur Installation einer neuen politischen Ordnung.
Die Sicherheitskraft soll den Widerstand ausschalten und eine Ordnung durchsetzen, die ausländischen Interessen dient.
Sowohl Hamas als auch PIJ haben das kategorisch abgelehnt – nicht taktisch, sondern prinzipiell: Jede ausländische Kraft ohne palästinensischen Konsens ist eine Besatzungskraft, unabhängig von ihrer Flagge.
Warum blockiert Israel die zweite Phase?
Laut Quellen aus Hamas und PIJ gibt es vier Gründe.
1. Anerkennung der Niederlage
Der Übergang zur nächsten Phase würde das Scheitern des Kriegs bestätigen. In Israel herrscht Konsens: Die Militärkampagne hat nicht geliefert.
2. Washington spielt ein Doppeltspiel
Öffentlich Druck, privat Freibriefe. Tel Aviv nutzt die entstandene Grauzone.
3. Die israelische Rechtsregierung würde kollabieren
Jeder Rückzug gefährdet die Koalition – und damit die politische Zukunft der Regierung.
4. Israel versucht in Verhandlungen zu erzwingen, was es militärisch nicht konnte
Disarmament ohne Gegenleistung
Tunnelzerstörung ohne Kampf
Internationale Aufsicht ohne Verantwortung
Gaza dauerhaft vom Westjordanland trennen
Der US-Plan: Krieg nicht beenden, sondern „einfrieren“
Die USA stehen nun vor einem Dilemma: Sie wollen die Eskalation stoppen, um ihre globale Position zu schützen – aber sie können Israel nicht zu einem Rückzug zwingen, ohne innenpolitische Explosion und regionale Destabilisierung zu riskieren.
Die Lösung?
Ein kontrolliertes Einfrieren.
Nicht enden – sondern eindämmen.
Dies markiert den Übergang von „Totalem Krieg“ zu einem Zeitlupenkrieg, der politisch gesteuert wird, nicht durch Luftangriffe.
Die palästinensische Vision für Phase zwei
Der Widerstand formuliert seine eigenen Prinzipien:
- Gaza ist untrennbar Teil Palästinas.
- Internationale Truppen dürfen nur Grenzen überwachen – nicht verwalten oder regieren.
- Wiederaufbau und Zivilverwaltung müssen durch ein palästinensisches, technokratisches Gremium erfolgen – basierend auf nationalem Konsens.
Diese Vision ist kein Zusatz zum amerikanischen Plan – sie ist sein Gegenentwurf.
Verzögert – oder bewusst blockiert?
Alles deutet auf Letzteres hin. Tel Aviv und Washington koordinieren die Blockade strategisch.
Die zweite Phase wird nur dann beginnen, wenn Israel sicher ist, dass sie keine neue Welle palästinensischer Befreiung auslöst.
Der Widerstand hat alles erfüllt.
Die Besatzung hat nichts erfüllt.
In dieser Lücke – zwischen totaler Erfüllung und totaler Verweigerung – entfaltet sich eines der wichtigsten Kapitel des palästinensischen Freiheitskampfs.
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(tr)
Münchner Anwalt zeigt Skandal-Minister von Merz an – Kritik wird schärfer: „Im ‚Swinger-Club‘ von Wolfram Weimer gibt es keine Sünde!“

Auch nachdem Wolfram Weimer seine 50-Prozent-Beteiligung an seinem Verlag einem Treuhänder übertragen hat, gerät der Skandal-Staatsminister von Friedrich Merz (CDU) nicht aus den Schlagzeilen. Selbst aus regierungsfreundlichen System-Medien schlägt dem Merz-Vertrauten inzwischen ein scharfer Ton entgegen. Derweil liegt gegen den sogenannten Kultur- und Medienbeauftragten der Bundesregierung mindestens eine Strafanzeige wegen Korruption vor.
Der Berliner „Tagesspiegel“ giftet unter der Schlagzeile „Private Geschäfte mit Politiker-Konferenzen“ so ätzend wie bisher kein anderes Mainstream-Medium: „Im ‚Swinger-Club‘ von Wolfram Weimer gibt es keine Sünde.“
Autor Jost Müller-Neuhof, rechtspolitischer Korrespondent, kommentiert weiter: „Weimer und seine Group hatten offenkundig ein Problem damit, das Problem hinter dieser Kontaktanbahnung zu erkennen.“ Es sei der Eindruck entstanden, „dass ein Kulturstaatsminister daran beteiligt ist, wenn mit der Vermarktung seiner Kabinettskollegen Geld verdient wird. Dafür spielt es keine Rolle, ob der Ex-Chef Posten oder Stimmrechte aufgegeben hat. Es genügt, dass er Anteile für dieses Geschäftsmodell behält“, schreibt der „Tagesspiegel“, der bisher nicht als besonders regierungskritisches Blatt aufgefallen ist.
Der Kommentator nimmt weiter Bezug auf die kläglichen Rechtfertigungsversuche des Skandal-Staatsministers. Weimer hatte seine Tätigkeit als Verleger mit dem Business von „Handwerkern, Bauern, oder Ärzten“ verglichen. Diese müssten ihre Unternehmen doch auch nicht komplett verkaufen, wenn sie für begrenzte Zeit ein politisches Mandat annehmen.
Dazu heißt es im „Tagesspiegel“: „Ein bemerkenswerter Vergleich, denn in diesen Berufsgruppen hat man mit Politikern selten, mit Regierungsmitgliedern wohl nie zu tun.“
Wird der „best buddy“ von Merz jetzt zum Fall für den Staatsanwalt?
Unterdessen berichtet das Portal „Tichys Einblick“ (TE): Der „best buddy“ von Kanzler Merz sei jetzt ein Fall für den Staatsanwalt. In Berlin liege eine Anzeige gegen Weimer vor, auch wenn man es in der gesichert regierungsnahen „Tagesschau“ zuvor nicht wahrhaben wollte: „Strafrechtliche Vorwürfe stehen nicht im Raum“, posaunte ARD-Hauptstadtkorrespondentin Iris Sayram noch dieser Tage.
„Das ist schlichtweg falsch“, sagt Mathias Markert. „Die stehen im Raum und sind begründet.“ Der Münchner Rechtsanwalt hat laut „TE“ Strafanzeige gegen Wolfram Weimer erstattet – wegen Vorteilsannahme und Bestechlichkeit, jeweils in einem besonders schweren Fall.
„Die Sache ist klar. Die juristische Gemeinschaft ist sich da einig“, wird Markert zitiert und kritisiert: Die Staatsanwaltschaft hätte längst selbst von Amts wegen ermitteln müssen. Durch die Anzeige werde sie jetzt dazu gezwungen.
„Das erfüllt den Tatbestand einer absichtlichen oder wissentlichen Vorteilsannahme (§ 331 StGB) und Bestechlichkeit (§ 332 StGB)“, heißt es dem Bericht zufolge in der Anzeige. Verschärft und dadurch zu einem „besonders schweren Fall“ (§ 335 StGB) werde alles noch dadurch, dass Weimers Verlagsgruppe WMG exklusive Treffen mit Bundesministern gegen hohe Gebühren von bis zu 80.000 Euro verkaufe und damit Einfluss auf politische Entscheidungen suggeriert habe – ohne Offenlegung im Lobbyregister.
Anwalt Markert, der in der Vergangenheit Schlagzeilen u.a. mit einer Petition für ein „Grünen“-Verbot gemacht hatte, sieht darin ganz klar „Amtsmissbrauch“.
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