Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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Kategorie: Nachrichten

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Kampf gegen die biologische Realität: Die Transgender-Debatte im Sport

Kampf gegen die biologische Realität: Die Transgender-Debatte im Sport

Kampf gegen die biologische Realität: Die Transgender-Debatte im Sport

Studien belegen, dass die durchlebte männliche Pubertät zu dauerhaften körperlichen Vorteilen führt, die durch Hormontherapien nicht vollständig ausgeglichen werden können. Diese Erkenntnis ist insbesondere im Bereich des sportlichen Wettkampfs relevant, wo die Einbeziehung von Transgender-Frauen in weibliche Sportkategorien geeignet ist, die Fairness im Sport zu beeinträchtigen, da diese Vorteile biologische Frauen im Wettkampf benachteiligen können. Die zentrale Frage, die sich bei der Teilnahme von biologischen Männern an Frauenbewerben stellt, ist: Fairer Wettkampf – oder ideologische Verzerrung?

Ein Gastkommentar von Melody Wächter

Die Grundlage der Diskussion liegt in der Frage nach der biologischen Realität: Das Durchlaufen der männlichen Pubertät führt zu dauerhaften körperlichen Vorteilen – wie Muskelmasse und Kraft – im athletischen Bereich, wie wissenschaftliche Studien zeigen (vgl etwa hier, hier und hier (mit weiteren Nachweisen)). Während der männlichen Pubertät kommt es zu einer gesteigerten Testosteron-Produktion durch die Hoden. Testosteron lässt unter anderem Muskeln wachsen. Diese dadurch erlangten biologischen Vorteile können auch durch Hormontherapien (Testosteronunterdrückung) nicht vollständig ausgeglichen werden. 

Im März 2024 haben 26 Wissenschaftler im „Scandinavian Journal of Medicine and Science in Sports“ eine Studie mit dem Titel „The International Olympic Committee framework on fairness, inclusion and nondiscrimination on the basis of gender identity and sex variations does not protect fairness for female athletes” (“Der Rahmen des Internationalen Olympischen Komitees für Fairness, Inklusion und Nichtdiskriminierung aufgrund von Geschlechtsidentität und Geschlechtsunterschieden schützt die Fairness für Sportlerinnen nicht“) veröffentlicht. In der Studie heißt es wörtlich: 

Studies show that transgender women (male-born individuals who identify as women) with suppressed testosterone retain muscle mass, strength, and other physical advantages compared to females; male performance advantage cannot be eliminated with testosterone suppression.

Deutsche Übersetzung: „Studien zeigen, dass Transgender-Frauen (männlich geborene Personen, die sich als Frauen identifizieren) mit unterdrücktem Testosteron Muskelmasse, Kraft und andere körperliche Vorteile im Vergleich zu Frauen beibehalten; der männliche Leistungsvorteil kann durch die Unterdrückung von Testosteron nicht aufgehoben werden.

Quelle

Laut den Autoren der Studie gäbe es derzeit keine Beweise, dass die Unterdrückung von Testosteron bei Transgender-Frauen die männliche Entwicklung umkehren und männliche Vorteile aufheben kann. Die Autoren der Studie argumentieren, dass aufgrund dieser Erkenntnisse bei der Zulassung zu Frauenwettbewerben nicht der aktuelle Testosteronspiegel zu berücksichtigen sei, sondern vielmehr die männliche Entwicklung. 

Die „unangenehme Realität“: Fairness und Sicherheit von Frauen in Gefahr

Stein des Anstoßes ist, dass das Internationale Olympisches Komitee (IOC) in seinem Rahmenwerk “IOC Framework on Fairness, Inclusion and Non-Discrimination on the Basis of Gender Identity and Sex Variations” den Weltsportverbänden nahegelegt hatte, grundsätzlich keine Vermutung eines Vorteils von Transgender-Sportlern, die an Frauenbewerben teilnehmen wollen, anzunehmen – was im krassen Gegensatz zu der Erkenntnis steht, dass ein durch die männliche Pubertät erlangter Vorteil dauerhaft ist. 

Die Schlussfolgerung der Autoren ist eindeutig: 

As a result, sports face the uncomfortable reality that the inclusion of transgender women in female sports categories cannot be reconciled with fairness, and in some instances safety, for females in athletic sports.

Deutsche Übersetzung: „Infolgedessen sieht sich der Sport mit der unangenehmen Realität konfrontiert, dass die Einbeziehung von Transgender-Frauen in weibliche Sportkategorien nicht mit der Fairness und in einigen Fällen auch nicht mit der Sicherheit von Frauen im Sport in Einklang gebracht werden kann.

Quelle

Die Autoren der Studie stellen folgende Forderung an das IOC: 

We urge the IOC to reevaluate the recommendations of their Framework to include a comprehensive understanding of the biological advantages of male development to ensure fairness and safety in female sports.

Deutsche Übersetzung: „Wir fordern das IOC nachdrücklich auf, die Empfehlungen seines Rahmens neu zu bewerten, um ein umfassendes Verständnis der biologischen Vorteile der männlichen Entwicklung einzubeziehen und Fairness und Sicherheit im Frauensport zu gewährleisten.

Quelle

Anzumerken ist, dass das IOC selbst keine spezifischen Regeln für die Teilnahme von Trans-Personen bei den Olympischen Spielen festgelegt hat und diese Entscheidung den einzelnen Sportverbänden überlässt. Einige Verbände haben restriktive Regeln eingeführt, die beispielsweise eine abgeschlossene Geschlechtsangleichung vor Beginn der Pubertät voraussetzen (vgl. hier und hier)

Der Fall Lia Thomas

Der Fall der US-amerikanischen Trans-Schwimmerin Lia Thomas, die als Mann geboren wurde und seit 2021 an Frauenbewerben teilnimmt, hat eine Debatte über Fairness im Sport entfacht. 

Im Frühjahr 2024 sind mehrere US-amerikanische College-Sportlerinnen vor Gericht gezogen und haben eine Klage gegen die National College Athletics Association (NCAA) eingereicht. Sie machen darin geltend, dass die NCAA ihre Rechte verletzt habe, indem sie Trans-Personen zu den Frauen-Wettbewerben zugelassen hat. Die klagenden Sportlerinnen bezeichnen das Vorgehen der NCAA sogar als „radikal frauenfeindliche Agenda“ und fordern ein Verbot von Trans-Frauen in Damenumkleiden sowie eine Aberkennung ihrer Siege.

Nach Protesten gegen die Teilnahme von Trans-Frauen bei Frauenbewerben verschärfte der Weltschwimmverband World Aquatic (FINA) bereits 2022 die Regeln für Trans-Frauen beim Schwimmen. Während zuvor eine Teilnahme an Frauenbewerben möglich war, wenn die betreffende Person nachweisen konnte, dass der Testosteronspiegel unter einem bestimmten Grenzwert liegt, dürfen Trans-Frauen seither nur mehr an Frauenwettbewerben teilnehmen, wenn sie nachweisen, “dass sie keinen Teil der männlichen Pubertät über das Tanner-Stadium 2 hinaus” durchgemacht haben. Die neuen Regelungen schließen alle Personen von einer Teilnahme in der Damen-Kategorie aus, die bestimmte Stadien der männlichen Pubertät durchlaufen haben oder wenn erst nach dem 12. Lebensalter mit einer Hormontherapie begonnen wurde.  

Gegen diese Regelungen für Trans-Frauen wehrte sich Thomas beim Internationalen Sportgerichthof (CAS) mit einer Klage. Thomas hatte sich zwar einer Hormontherapie unterzogen und vor der Verschärfung der Regelungen durch den Nachweis eines unterhalb der Grenzwerte liegenden Testosteronwerts an Wettkämpfen teilnehmen dürfen, aufgrund der neuen Regelungen ist Thomas aber nunmehr von einer Teilnahme bei Damen-Bewerben ausgeschlossen. Thomas argumentiert, dass das Verbot von Trans-Frauen im Schwimmen unter anderem gegen die EMRK sowie gegen die olympische Charta verstoße und einen de-facto-Ausschluss von Transgender-Sportlern darstelle. Laut Thomas stelle der Umstand, dass aufgrund dieser Regelungen die meisten Transgender-Sportlerinnen von einer Teilnahme bei Damenwettbewerben de facto ausgeschlossen sind, eine Diskriminierung dar. 

Gleiches gleich, Ungleiches ungleich behandeln

In vielen Ländern werden Gesetze und Richtlinien zur Gleichstellung von Transgender-Personen immer weiter vorangetrieben, wobei auch in Kauf genommen wird, dass die Gleichstellung beispielsweise auf Kosten der Fairness im Sport erreicht wird. Die Idee, Transgender-Frauen im Damensport zuzulassen, führt zu einer Ungleichbehandlung von biologischen Frauen, die einen unfairen Wettbewerbsvorteil hinnehmen müssen. Das ist nicht im Sinne von „Gleichberechtigung“, die wirkliche Gerechtigkeit anstrebt.

Im woken Wahn ist „Gleichberechtigung“ zu einem Kampfbegriff geworden, der mit „Gleichmacherei“ verwechselt wird. Doch die Realität ist: Es gibt natürliche Unterschiede zwischen Menschen – und das ist gut so.  Diese Unterschiede zu berücksichtigen, ist nicht diskriminierend, sondern schlichtweg fair. Der Grundsatz der Gleichberechtigung – der Gleichheitssatz – lautet: „Gleiches gleich, Ungleiches ungleich behandeln“. Es ist essentiell für eine faire und gerechte Gesellschaft, anzuerkennen, dass es naturgegebene Unterschiede gibt, dass daran nichts Falsches ist und dass diese zu berücksichtigen sind. Wahre Gerechtigkeit bedeutet, dass man allen die gleichen Chancen gibt, aber nicht, dass man Unterschiede einfach ignoriert.  

Die Debatte geht weit über den Sport hinaus und wirft Fragen zur gesellschaftlichen Entwicklung auf. Sie zeigt, wie „woke“ Ideologie und politischer Druck zu einer Verzerrung der Realität und zur Vernachlässigung wissenschaftlicher Fakten führen. Die Forderung nach Fairness und Sicherheit im Sport ist als notwendiger Schutz der Integrität des Sports und der Rechte von Athletinnen zu verstehen und nicht als Diskriminierung. Sicherheit und Fairness dürfen nicht zugunsten einer Ideologie und der „woken“ Agenda geopfert werden.

Alarm-Studie: Für muslimische Schüler ist der Koran wichtiger als das deutsche Recht!

Alarm-Studie: Für muslimische Schüler ist der Koran wichtiger als das deutsche Recht!

Alarm-Studie: Für muslimische Schüler ist der Koran wichtiger als das deutsche Recht!

Eine Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN) zur Jugendkriminalität schreckt mit alarmierenden Fakten darüber auf, wie junge Muslime hierzulande ticken. Befragt worden waren rund 8.000 Schüler im Alter von durchschnittlich 15 Jahren. Alarmierend: Mehr als Zweidrittel dieser „jungen Paschas“ halten den Koran für wichtiger als die Gesetze in Deutschland! 

67,8 Prozent bejahen demnach die Aussage: „Die Regeln des Koran sind mir wichtiger als die Gesetze in Deutschland.“

45,8 Prozent der Befragten – also fast die Hälfte – sind davon überzeugt, dass ein islamischer Gottesstaat generell die beste Staatsform ist.

51,5 Prozent glauben, dass nur der Islam in der Lage ist, „die Probleme unserer Zeit zu lösen“.

35,3 Prozent der Befragten äußern „Verständnis für Gewalt gegen Menschen, die Allah oder den Propheten Mohammed beleidigen“.

21,2 Prozent sagen: „Die Bedrohung des Islam durch die westliche Welt rechtfertigt, dass Muslime sich mit Gewalt verteidigen.“

Wie war das noch gleich, Frau Göring-Eckardt? „Deutschland wird sich ändern – und zwar drastisch…“

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Letztes Wochenende änderte der Iran alles

Ted Snider

Am 13. April reagierte Iran auf den Angriff Israels auf seine Botschaft in Damaskus, bei dem sieben iranische Offiziere, darunter ein hochrangiger Militär, General Mohammad Reza Zahedi, getötet wurden, mit dem Abschuss von über 300 Drohnen und Raketen auf Israel von iranischem Boden aus. Einigen Berichten zufolge sagten US-Beamte, dass vier oder fünf ballistische Raketen den Luftwaffenstützpunkt Nevatim trafen, während anderen Berichten zufolge vier weitere ballistische Raketen einen zweiten Luftwaffenstützpunkt trafen. Alle Berichte stimmen darin überein, dass die Stützpunkte “leicht getroffen” wurden und dass “keine nennenswerten Schäden” entstanden sind. Auch wenn die durch den Angriff verursachten Schäden nicht signifikant waren, könnten die dadurch verursachten Veränderungen von Bedeutung sein. Insbesondere vier Veränderungen könnten vor allem ins Gewicht fallen.

Abschreckung: Künftige Kalkulationen ändern sich

Die vom Iran gewählte Reaktion auf den tödlichen Angriff auf seine Botschaft scheint weder auf Vergeltung noch auf Eskalation ausgerichtet gewesen zu sein. Wäre dies der Fall gewesen, hätte der Iran mehr Raketen als Drohnen abgefeuert, und er hätte die Drohnen nicht sofort nach ihrem Abschuss angekündigt und die Operation nicht vor ihrem Eintreffen für “abgeschlossen” erklärt. Sie hätten die Einzelheiten und den Zeitplan der Operation nicht im Voraus an Saudi-Arabien, andere Golfstaaten und die Türkei, ein Mitglied der NATO, weitergegeben, die sie dann vorhersehbar an die Vereinigten Staaten von Amerika weitergaben.

Bei der gewählten Reaktion ging es um die Wiederherstellung der Abschreckung. Vor dem 13. April hatte der Iran die Ermordung von Wissenschaftlern und Soldaten sowie die Sabotage seiner zivilen Nuklearinfrastruktur in Kauf genommen. Die massive Demonstration der Fähigkeit, eine ausreichende Anzahl von Raketen abzuschießen, um einige davon durchzubringen und Ziele in Israel zu treffen, hat dies geändert. Fortan muss bei Entscheidungen über Angriffe auf iranische Interessen die Möglichkeit einer noch größeren und wirkungsvolleren Reaktion in die Kalkulation einbezogen werden.

Jordanien und die Golfstaaten: wechselnde Ausrichtungen

Die Entscheidungen der Länder in der Region, welche Rolle sie bei den Ereignissen des 13. April spielen oder nicht spielen werden, könnten sich als sehr wichtig erweisen.

Obwohl Jordanien seine Rolle als Selbstverteidigung darstellte, fing es Geschosse ab, die in seinen Luftraum eindrangen. Jordanien erlaubte den Vereinigten Staaten die Nutzung seines Luftraums und “setzte seine eigenen Flugzeuge ein, um beim Abfangen iranischer Raketen und Drohnen zu helfen”.

Trotz der Appelle, “die Sicherheit seiner Bürger zu gewährleisten”, wird die Zeit zeigen, ob Jordaniens Entscheidung für eine Partnerschaft mit den USA und Israel gegenüber dem Iran seine Position in der muslimischen Welt beeinflussen wird.

Der Rest der Region scheint anders entschieden zu haben. Aus dem Libanon, dem Irak, Syrien und dem Jemen scheinen einige unterstützende Raketen abgeschossen worden zu sein.

Vor allem Saudi-Arabien, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate scheinen ihr Bestes getan zu haben, um sich herauszuhalten. Die Vereinigten Staaten von Amerika haben sich in letzter Zeit intensiv um die Förderung des Abraham-Abkommens und die Einbindung der arabischen Länder und Israels in eine engere Nahost-NATO gegen den Iran bemüht. Aber Saudi-Arabien, das im März 2023 ein Abkommen zur Normalisierung der diplomatischen Beziehungen mit dem Iran unterzeichnet hat, und die anderen Golfstaaten scheinen sich am Tag des Anschlags nach Kräften bemüht zu haben, sich aus dieser Nahost-NATO herauszuhalten. Das sunnitische Saudi-Arabien, einst der Erzfeind seines schiitischen Gegners in der Region, scheint sich nun zusammen mit den anderen Golfstaaten nach Kräften bemüht zu haben, nicht gegen Iran Partei zu ergreifen.

Die Vereinigten Staaten waren in der Lage, ankommende iranische Drohnen und Raketen aufzuspüren, unter anderem dank der Radar- und Frühwarnsysteme, die sie auf ihren Militärstützpunkten in der Golfregion unterhalten. Und die US-Kampfjets konnten sogar von Saudi-Arabien und Katar aus starten. Aber Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Oman und Kuwait ” überprüften alle ihre Basisabkommen mit Washington, um das erforderliche Minimum zu tun und eine Beteiligung an direkten Angriffen auf iranische Ziele zu vermeiden.” Sie scheinen sich nicht aktiv an der Verteidigung gegen iranische Drohnen und Raketen beteiligt zu haben. Die Golfstaaten haben auch hart daran gearbeitet, die USA daran zu hindern, sie in einer Weise mit möglichen Vergeltungsmaßnahmen gegen den iranischen Angriff in Verbindung zu bringen.

Amerikanische Unterstützung

Zur Verteidigung Israels gegen den iranischen Angriff wurde das israelische Luftabwehrsystem Iron Dome nahtlos mit amerikanischen Luftabwehrsystemen verbunden. US-Präsident Joe Biden sagte, die Vereinigten Staaten hätten “Flugzeuge und Zerstörer zur Abwehr ballistischer Raketen in die Region verlegt” und “dank dieser Einsätze und der außergewöhnlichen Fähigkeiten unserer Soldaten haben wir Israel geholfen, fast alle ankommenden Drohnen und Raketen abzuschießen.” Das U.S. Central Command erklärte, die amerikanischen Streitkräfte hätten “mehr als 80 Drohnen und mindestens sechs ballistische Raketen zerstört”.

Diese Integration kann in Zukunft zwei wichtige Auswirkungen haben. Sie sendet eine sehr klare Botschaft an den Iran, dass das Engagement der USA für die Verteidigung Israels “eisenhart” ist, wie Biden sagt. Andere Großmächte können bei der Verteidigung ihrer Freunde helfen. Aber normalerweise gibt es Grenzen. Es wurde gesagt, dass Chinas Beziehung zu Pakistan in gewisser Weise mit der Beziehung der USA zu Israel vergleichbar ist. China hat versprochen, Pakistan immer gegen Aggressionen zu unterstützen. Aber es hat sich geweigert, Pakistan in einer Situation militärisch zu helfen, die Pakistan verursacht hat. In The China-Pakistan Axis zitiert Andrew Small die chinesische Führung, die Pakistan aufforderte, “Selbstkontrolle zu üben … und eine Verschlimmerung der Situation zu vermeiden”. Biden hat jedoch gezeigt, dass die Vereinigten Staaten Israel verteidigen werden, selbst wenn es um einen Gegenschlag gegen einen israelischen Angriff geht.

Obwohl diese Botschaft für Israel von Vorteil und eine Warnung an den Iran ist, könnte sie auch eine hemmende Wirkung auf Israel haben, weil sie nahelegt, dass eine erfolgreiche israelische Verteidigung gegen einen künftigen iranischen Angriff die Unterstützung der USA erfordern könnte.

Israel verteidigen und die Ukraine verärgern

“Was dieses Wochenende gezeigt hat”, so US-Außenminister Antony Blinken, “ist, dass Israel sich nicht allein verteidigen musste und sich nicht allein verteidigen muss, wenn es das Opfer einer Aggression, das Opfer eines Angriffs ist.”

Dieses Wochenende hat etwas ganz anderes gezeigt als die Ukraine. Anders als in der Ukraine, wo sich die Vereinigten Staaten aus gutem Grund weigern, sich direkt einzumischen und Zerstörer und Kampfjets zu entsenden, um russische Raketen abzufangen, haben die USA genau das für Israel getan. Auch wenn es um etwas anderes geht, kann die Ukraine wahrscheinlich nicht umhin, das Gefühl zu haben, dass es für die USA wichtiger ist, Israel gegen den Iran zu verteidigen, als die Ukraine und – wie der Westen behauptet – Europa gegen Russland zu verteidigen, nachdem man ihr gesagt hat, sie solle nicht über ein Ende des Krieges verhandeln, sondern alles tun, was nötig ist, so lange es nötig ist. Die Ukraine kann wahrscheinlich nicht anders, als sich verraten zu fühlen.

“Die ganze Welt hat gesehen, dass Israel bei dieser Verteidigung nicht allein war”, sagte der ukrainische Präsident Volodymyr Zelensky. “Die Bedrohung am Himmel wurde auch von seinen Verbündeten beseitigt.” Er fragte sich laut, warum die “Verbündeten der Ukraine … die Augen vor russischen Raketen und Drohnen verschließen”. Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba meinte, dass es um etwas anderes geht, und beklagte sich: “Selbst wenn Sie nicht so handeln können wie in Israel, geben Sie uns, was wir brauchen, und wir werden den Rest der Arbeit erledigen.”

Irans massiver Luftangriff mag Israel nur “leicht” getroffen haben, aber er wird weitaus größere Auswirkungen auf die Zukunft der Region haben.

Kanonen statt Butter: Globale Aufrüstung bedeutet Freudenfest für die Rüstungsindustrie

Kanonen statt Butter: Globale Aufrüstung bedeutet Freudenfest für die Rüstungsindustrie

Kanonen statt Butter: Globale Aufrüstung bedeutet Freudenfest für die Rüstungsindustrie

Weltweit wurde im letzten Jahr so viel Geld in das Militär gesteckt wie noch nie zuvor. Dies zeigen Daten des schwedischen Friedensforschungsinstituts SIPRI. Dabei gab es in allen Weltregionen deutliche Zunahmen. Die Rüstungskonzerne weltweit freuen sich über die massive globale Aufrüstung.

Im letzten Jahr wurde so viel Geld wie noch nie für das Militär ausgegeben. Spitzenreiter ist dabei der amerikanische Doppelkontinent (1.009 Milliarden Dollar), gefolgt von Asien und Ozeanien (595 Milliarden Dollar) und Europa (588 Milliarden Dollar). Der Nahe Osten (200 Milliarden Dollar) und Afrika (51,6 Milliarden Dollar) befinden sich dabei am unteren Ende.

Die zehn Länder mit den höchsten Ausgaben (USA, China, Russland, Indien, Saudi-Arabien, Vereinigtes Königreich, Deutschland, Ukraine, Frankreich und Japan) leisten dabei drei Viertel der Ausgaben.

Interessant dabei ist auch folgender Vergleich der zwanzig Länder mit den nominal höchsten Militärausgaben. Fünfzehn davon gehören entweder zur NATO oder sind mit den Vereinigten Staaten verbündet. Diese gaben insgesamt 1.553 Milliarden Dollar aus. Die anderen fünf Staaten (inkl. China und Russland, die von Washington als „feindselig“ eingestuft werden) kommen mit 530 Milliarden Dollar auf etwa ein Drittel davon.

Wie SIPRI weiter anführt, befinden sich die globalen Militärausgaben damit seit nunmehr neun Jahren im Aufschwung. Angesichts dessen, dass bislang noch kein Ende im Ukraine-Krieg absehbar ist und die Konflikte im Nahen Osten sich weiter auszudehnen scheinen, dürfte auch das Jahr 2024 weitere Steigerungen bei den Militärbudgets weltweit mit sich bringen.

Für die Rüstungskonzerne ist diese Entwicklung positiv. Auch wenn nicht das gesamte Geld der Militärausgaben den Unternehmen zugutekommt, da auch Ausgaben für Soldaten und Militärbasen hinzukommen, erweist sich die globale Krisen- und Kriegswirtschaft durchaus als profitabel. Die hundert größten Rüstungsunternehmen alleine freuen sich über Umsätze im Bereich von 600 Milliarden Dollar.

Interessant dabei ist auch der Vergleich zwischen den russischen Militärausgaben und jenen der Ukraine (plus Militärhilfen aus dem Ausland). Wenn man bedenkt, dass Kiew faktisch das komplette Militär gegen Russland einsetzt, während Moskau nur einen Teil der Kapazitäten aufwendet, wird auch deutlich, wie ineffizient die ukrainische Verteidigung ist.

Allerdings verdeutlichen diese ganzen Zahlen und Daten auch, dass die Regierungen immer mehr Geld für das Töten von Menschen ausgeben. Geld, welches sinnvoller für Bildung, Gesundheit und technologische Innovationen aufgewendet werden könnte. Sicherer wird die Welt dadurch nämlich nicht.

ETH Zürich straft „saubere Verbrennung“ Lüge: Flugzeugturbinen begasen Umwelt mit Metallpartikeln

ETH Zürich straft „saubere Verbrennung“ Lüge: Flugzeugturbinen begasen Umwelt mit Metallpartikeln

ETH Zürich straft „saubere Verbrennung“ Lüge: Flugzeugturbinen begasen Umwelt mit Metallpartikeln

Es ist ein weiteres Puzzlestück in der Frage, woher so viele Umweltgifte stammen, die man auch in entlegenen Gegenden nachweisen kann, wo sie natürlich kaum hingelangen können. Viele meinen: Diese kommen aus der Luft – und bemühen die „Chemtrail“-Theorie. Die bittere Wahrheit ist – die normale Kerosin-Verbrennung von hunderttausenden Flügen täglich erzeugen all diese Stoffe. Dies zeigt sich in einer der wenigen Studien zum Thema, welche 2016 in der Schweiz veröffentlicht wurde.

Bei unseren Recherchen zu Abgasen und merkwürdiger Wolkenbildung in Folge von Kondensstreifen, stießen wir auf mehrere Ungereimtheiten. Der Skandal: Nach mindestens 70 Jahren intensiver ziviler Luftfahrt mit Düsenantrieben gibt es so gut wie keine Studien, die sich damit beschäftigen, welche Abgase ein Flugzeug eigentlich generiert. Wir haben auf Basis einer dieser seltenen Studien – einer Arbeit der NASA aus 2005, nachvollziehen können, dass Flugzeugturbinen in großer Menge krebserregende Nanopartikel ausstoßen – und das nicht nur im Flugbetrieb, sondern auch „bei Standgas“ auf Flughäfen (So schmutzig ist die Luftfahrt wirklich: Feinstaub-Nanopartikel vielfach schädigend).

Die NASA-Studie zeigte aber keine Metallpartikel an. Die Anhänger der Chemtrail-Theorie beschwören aber, dass beispielsweise metallische Partikel wie Aluminium und Barium auf den Feldern landen – und sind felsenfest davon überzeugt, dass diese aus der Luft stammen. Ihre Theorie: eine Weltverschwörung, Flugzeuge würden diese Mittel extra ausbringen, um die Menschheit zu vergiften. Wie bei vielen Erzählungen ist auch hier ein Funken Wahrheit enthalten. Wir haben nicht lockergelassen und weiterhin wissenschaftliche Archive durchwühlt.

Eine der weltweit wohl besten Koryphäen in Sachen Aerosole, Schwebepartikel und Wolkenbildung ist Frau Prof. Dr. Ulrike Lohmann – die auch im bekannten, zum Thema passenden Film „Overcast“ interviewt wird. Dort zeigte sie eine Tabelle – leider ohne Titel der Arbeit und leider ohne ins Detail zu gehen. Doch aus ihren Worten wurde klar: Es gab im Jahr 2013 wissenschaftliche Messungen von Abgasen aus Turbinen am Flughafen Zürich. Dabei zeigte sich, dass in relevanter Menge Metallpartikel in die Umwelt geblasen werden. Im verlinkten Beitrag sagt Lohmann, dass es „noch nicht viele Messungen“ dieser Art gab. Zu diesem Schluss war unsere Redaktion auch zehn Jahre später gekommen – offenbar ist weltweit fast niemand an solchen Messungen interessiert.

Die Arbeit von Lohmann und anderen wurde im Jahr 2016 im Fachjournal Atmospheric Environment veröffentlicht. Der Volltext ist etwas schwer zu erhalten – wir haben ihn dennoch für Sie auftreiben können: Chemical characterization of freshly emitted particulate matter fromaircraft exhaust using single particle mass spectrometry.

Für drei verschiedene Turbinentypen wurden penibel genaue Messungen durchgeführt. Die Autoren rühmen sich für folgende Errungenschaften:

  • Erste PM-Flugzeugabgasmessungen mittels Einzelpartikel-Massenspektrometrie.
  • Der Großteil der untersuchten Partikel enthielt eine oder mehrere metallische Verbindungen.
  • Es wurde festgestellt, dass die Metalle und der Ruß in den emittierten Partikeln vermischt waren.
  • Mögliche Quellen der entdeckten Metalle (Kraftstoff, Öl und Motorverschleiß) wurden diskutiert

Wir haben den Abstract der Studie automatisiert mit Google Translate übersetzt:

Nichtflüchtige Emissionen von Flugzeugtriebwerken sind eine wichtige anthropogene Quelle von Rußpartikeln in der oberen Troposphäre und in der Nähe von Flughäfen. Sie beeinflussen das Klima und tragen zur globalen Erwärmung bei. Darüber hinaus wirken sie sich auf die Luftqualität und damit auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt aus.

Die chemische Zusammensetzung der nichtflüchtigen Partikelemissionen von Flugzeugtriebwerken wurde mithilfe der Einzelpartikel-Flugzeitmassenspektrometrie untersucht. Die Abgase von drei verschiedenen Flugzeugtriebwerken wurden beprobt und analysiert. Die Probenahme des Rußpartikels erfolgte direkt hinter der Turbine in einer Testzelle am Flughafen Zürich. Der Schwerpunkt der Einzelpartikelanalyse liegt auf metallischen Verbindungen.

Die hier analysierten Partikel stellen eine Teilmenge der Emissionen dar, die sich aufgrund instrumenteller Einschränkungen aus den größten Partikeln mit einem Mobilitätsdurchmesser von >100 nm zusammensetzt. Es zeigte sich, dass die überwiegende Mehrheit der analysierten Partikel elementaren Kohlenstoff enthielt, und je nach Motor und angewandtem Schub lag das Verhältnis von elementarem Kohlenstoff zu Gesamtkohlenstoff zwischen 83 % und 99 %.

Die nachgewiesenen metallischen Verbindungen waren alle intern mit den Rußpartikeln vermischt. Die am häufigsten vorkommenden Metalle im Abgas waren Cr, Fe, Mo, Na, Ca und Al; V, Ba, Co, Cu, Ni, Pb, Mg, Mn, Si, Ti und Zr wurden ebenfalls nachgewiesen. Wir haben potenzielle Quellen der durch ATOFMS nachgewiesenen Metallverbindungen mithilfe der Massenspektrometrie mit induktiv gekoppeltem Plasma weiter untersucht.

Als potenzielle Quellen wurden Kerosin, Motorschmieröl und Abrieb von Motorverschleißteilen berücksichtigt. Eine eindeutige Quellenzuordnung war nicht möglich, da in mehreren der analysierten Quellen die meisten metallischen Verbindungen nachgewiesen wurden.

Was bedeutet das konkret?

Die Mär von der sauberen, also rückstandfreien Verbrennung von Kerosin ist widerlegt. Die Atmosphäre und somit auch der Boden wird mit Nanopartikeln aller Art „verseucht“. Dabei handelt es sich nicht nur um ohnehin schon problematische Bestandteile, die man in Ruß erwarten würde und wie auch schon die erwähnte NASA-Studie nahegelegt hat, die Verbrennungsrückstände sind auch voll von metallischen Komponenten, zu denen Chrom, Eisen, Molybdän, Natrium, Calcium und Aluminium gehören. Ebenso nachgewiesen wurden Vanadium, Barium, Kobalt, Kupfer, Nickel, Blei, Magnesium, Mangan, Silizium, Titan und Zirkonium.

Im genannten Videobeitrag wurde ein Teil einer Tabelle gezeigt – dabei dürfte es sich um die oben genannte handeln, welche die gemessenen Metallanteile auflistet. Für einen ersten Überblick sind auch die nachfolgenden Tabellen spannend, welche sich mit den Inhaltsstoffen des Flugtreibstoffs (Tabelle 2) sowie dem Abrieb des Triebwerks (Tabelle 3) befassen.

Barium, welches viele Anhänger der „Chemtrail“-Theorie besonders beunruhigt, wurde in Kerosin und logischerweise in den Verbrennungsprodukten von Kerosin festgestellt. Aluminium fand sich in Kerosin, Öl und im Abrieb der Hochdruck-Turbine.

Weltverschwörung abgesagt – aber kein Grund zur Freude

Einmal mehr zeigt sich, dass es keine Verschwörung bedarf, was den Betrieb von Flugzeugen und ihrer Turbinen betrifft. Die Flugzeuge benötigen auch keine wie auch immer gearteten eigenen Sprühvorrichtungen, um Substanzen freizusetzen und diese Substanzen werden auch nicht heimlich zugesetzt.

Die schlechte Nachricht: All dieses geschieht völlig offen, es wird nur nicht darüber gesprochen. Die Substanzen werden permanent freigesetzt, aus jedem Flugzeug und bei jedem Flug überall auf der Welt. Somit haben die sogenannten „Chemtrailer“ sogar Recht, allerdings etwas anders, als sie geglaubt haben: Jeder Kondensstreifen enthält auch diese giftigen Nanopartikel.

Es ist dringend notwendig, den Flugverkehr und seine Abfallprodukte neu zu durchdenken. Man muss speziell auch Rechnungen anstellen, wie viel dieser Substanzen täglich freigesetzt werden und wo sie landen – beispielsweise auf Wiesen und Feldern und über die Nahrungsmittelkette auch im Menschen. Auch wenn nicht anzunehmen ist, dass hohe Konzentrationen zustande kommen – auszuschließen ist es nicht und weitere Forschung ist dringend notwendig.

Beispiel Barium

Viele der genannten Stoffe sind speziell als Nanopartikel für Mensch und Umwelt giftig. Nehmen wir speziell Barium heraus. Wir zitieren aus Wikipedia:

Alle wasser- oder säurelöslichen Bariumverbindungen sind giftig. Die maximale Arbeitsplatzkonzentration (MAK-Wert) liegt bei 0,5 mg/m3. Eine Dosis von 1 bis 15 Gramm ist abhängig von der Löslichkeit der jeweiligen Bariumverbindung für einen Erwachsenen tödlich. (…) Bariumvergiftungen erfolgen meist am Arbeitsplatz oder in der Nähe Barium verarbeitender Industriebetriebe. Dabei kann es eingeatmet werden oder über das Trinkwasser in den Organismus gelangen.

Abgelagert werden Bariumionen in der Muskulatur, den Lungen und den Knochen, in die es ähnlich wie Calcium, jedoch schneller aufgenommen wird. Seine Halbwertszeit im Knochen wird auf 50 Tage geschätzt. Als Konkurrent von Calcium an den Zellmembranen, erhöht es – bei niedriger Dosierung – die Membrandurchlässigkeit und verstärkt die Muskelkontraktion. Das kann zu Blutdrucksteigerung mit Senkung der Herzfrequenz und zu Muskelkrämpfen führen. Höhere Dosen verursachen Muskelschwäche bis hin zu -lähmung, auch auf Grund einer Beeinträchtigung des Zentralen Nervensystems. Herzrhythmusstörungen (Extrasystolen und Kammerflimmern), Tremor, allgemeines Schwächegefühl, Schwindel, Angst und Atemprobleme können auftreten. Bei akuten wie subakuten Vergiftungen können Störungen des Magen-Darm-Trakts wie Leibschmerzen, Erbrechen und Durchfall auftreten. In hohen Konzentrationen blockiert Barium die passiven Kaliumkanäle in der Zellmembran der Muskelzellen, so dass Kalium die Muskelzellen nicht mehr verlassen kann. Da die Natrium-Kalium-ATPase unvermindert Kalium in die Zellen pumpt, sinkt der Kaliumspiegel im Blut. Die resultierende Hypokaliämie verursacht den Ausfall der Muskelreflexe (Areflexie) mit folgender Muskel- und Atemlähmung.

Polens Präsident Duda spricht bei Trump in New York vor

Andrzej Duda besuchte den einstigen US-Präsidenten Trump. Sicher war das Treffen weder auf der Wunschliste der Biden-Regierung noch auf der in Brüssel oder Warschau. Das ist aber nicht der einzige Aspekt, mit dem Duda von der durch die Warschauer Führung vorgelebten Linie abweicht.

Von Elem Chintsky

Die neue, neoliberale Regierung Polens hatte kürzlich erst 125 Amtstage seit ihrem knappen Wahlsieg letzten Dezember nur schleppend und mit weiterhin ungelösten, internen Krisen hinter sich gebracht, als ihr Chef, Donald Tusk, von der Notwendigkeit sprach, die EU bald als den größten Hegemon in die große weite Welt ausfahren lassen zu wollen.

Währenddessen verbringt aber das der PiS nahestehende polnische Staatsoberhaupt den Ausklang seiner zweiten und somit letzten Amtszeit damit, den wahrscheinlichsten Anwärter auf die neue US-Präsidentschaft in dessen Heimatstadt New York zu besuchen: Donald J. Trump, seinen ehemaligen Amtskollegen in den Jahren 2017 bis 2021. Laut den Äußerungen beider Seiten sprach man über den Ukrainekrieg und den Gazakrieg. Duda versicherte erneut, dass die Notwendigkeit der zweitrangigen NATO-Staaten – also aller anderen, außer den USA –, ihre Militärausgaben und BIP-Beiträge für das Bündnis signifikant zu erhöhen, weiterhin steht. Das ist also dieselbe Rhetorik wie vor sieben Jahren, als beide Männer noch am Anfang ihrer Präsidentschaften waren.

Im Hintergrund dazu tobt der immer größer werdende Widerstand polnischer Bauern – manifestiert vor allem an der südpolnisch-ukrainischen Grenze –, der sich nach seinen letzten Höhepunkten in den Monaten Februar und März seit Donnerstag wieder zu verschärfen beginnt. Die Bauern sehen ihr eigenes landwirtschaftliches Produkt, damit ihr Gesamtgeschäft und letztendlich ihr berufliches Dasein durch die von Brüssel von oben genehmigte Flutung des EU-Marktes mit billigen ukrainischen Agrarprodukten existenziell gefährdet. Dieser Widerstand hat direkten Einfluss auf die öffentliche Meinung innerhalb Polens und die langfristige Bewertung sowohl des Konfliktes zwischen der Ukraine und Russland als auch somit des gesamten NATO-Bündnisses mit der Russischen Föderation – selbst wenn die polnischen Leitmedien versuchen, diese Prozesse so effektiv wie möglich auszublenden und aus der medialen Wirklichkeitskonstruktion fernzuhalten.

Trump gilt bekannterweise nahezu als Persona non grata für die neoliberal-progressive Brüssel-Clique, darunter nicht nur für die nicht demokratisch ins Amt gekommene EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, sondern eben auch für den ehemaligen EU-Ratspräsidenten Donald Tusk (2014–2019), weil Trump im Kontrast zu deren globalistischen Plänen einer technokratischen Konvertierung der ganzen Welt in eine neoliberal-etatistische, pseudopluralistische Zwangsgenossenschaft stehe.

Wenn man den machtpolitischen Irrsinn von Tusk zu jeglichen künftigen EU-Hegemonieansprüchen irgendwie doch rationalisieren müsste, dann mit dieser Auslegungsschablone: nicht nur Duda, sondern auch Tusk weiß, dass Trump der nächste US-Präsident wird. Der eine entscheidet sich, Trump in New York zu besuchen, der andere spricht öffentlich darüber, wie er und seine EU gar keine Hilfe von “sonst wem” (gemeint ist: von Donald Trump) brauche, da die EU vermeintlich vollkommen eigenständig und als plutokratischer Staatenbund souverän und mit übermäßiger wirtschaftspolitischer Macht ausgestattet sei.

Duda tanzt auch anderswo aus der Reihe

Nur zwei Tage vor seinem USA-Besuch bei Trump führte Duda in einem Interview gegenüber litauischen Medien Dinge an, die nicht von ihm zu erwarten waren. Auf die Frage, wie er die neu aufflammenden Bauernproteste in seinem Land bewertet, erläuterte er:

“Aber das ist wirklich ein Problem für unsere Landwirte, weil Lebensmittel aus der Ukraine billiger sind und die lokalen Märkte zerstören. Unser Markt ist viel kleiner, wir sind nur halb so groß wie die Ukraine. … Ich möchte besonders auf die industrielle Landwirtschaft hinweisen, die nicht wirklich von Ukrainern betrieben wird, sondern von großen Unternehmen aus Westeuropa, aus den USA. Wenn wir uns heute die Eigentümer der meisten Ländereien ansehen, sind es keine ukrainischen Unternehmen.

Das ist eine paradoxe Situation, und es ist kein Wunder, dass sich die Landwirte wehren, denn sie haben in ihre Betriebe in Polen investiert … und billige Agrarprodukte aus der Ukraine sind für sie dramatisch schädlich.”

Über die Tatsache, dass das faschistische Kiewer Regime über einen Legislatur-Trick von 2021 das enorme, fruchtbare ukrainische Agrarland von ukrainischem Privat- und Staatsbesitz an westliche Agrar-Monopole wie Cargill, DuPont und Monsanto (hinter ihnen BlackRock, Vanguard Group Inc. und Blackstone) überträgt, berichteten wir bereits im Mai 2022. Im Februar 2023 hatte auch das Oakland Institute diese Tatsachen von weiteren Blickwinkeln her ermittelt, aufgearbeitet und publiziert.

Dass nun ausgerechnet der polnische Staatspräsident diese verschleierten Umstände offen anspricht, bedeutet, dass er wohl auf eine verfassungswidrige 3. Amtszeit sowieso verzichten werde – und demnach auch viel mehr Klartext sprechen könne, als in den letzten Jahren. Wohl aber ließ Duda diese Enthüllungen den litauischen Medien zuteilwerden, statt den eigenen. In jedem Fall gehen solche Äußerungen von hoher Stelle konträr zu den vereinfachten Narrativen, um nicht zu sagen Märchen, der NATO-Medien über einen Kampf um eine demokratische, souveräne und freiheitliche Ukraine – besiegelt durch das freundliche Händeschütteln von Selenskij mit BlackRock, Blackstone und anderen, wie in Davos 2024.

Dass Duda den Lebensabend seiner Amtszeit sichtlich genießt und sich inmitten der immer straffer gegürteten Wirklichkeit europäischer Diskursfreiheit etwas mehr diplomatischen Freiraum erlaubt, zeigte auch unlängst im Februar seine Äußerung bei einem Gespräch im polnischen YouTube-Kanał Zero, als er bezweifelte, dass die Halbinsel Krim jemals zu Kiew zurückkehren würde, da sie “historisch speziell” sei und sie die meiste Zeit sowieso “Russland unterstand”. Der Präsident zeigte sich im selben Interview jedoch zuversichtlich, dass die Ukraine irgendwann den Donbass zurückerlangen werde. Das half ihm dann aber nicht mehr, die Wogen des Entsetzens und der Anklage seitens der vielen professionellen wie auch der ehrenamtlichen Empörten im eigenen Land wieder zu glätten.

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Elem Chintsky ist ein deutsch-polnischer Journalist, der zu geopolitischen, historischen, finanziellen und kulturellen Themen schreibt. Die fruchtbare Zusammenarbeit mit RT DE besteht seit 2017. Seit Anfang 2020 lebt und arbeitet der freischaffende Autor im russischen Sankt Petersburg. Der ursprünglich als Filmregisseur und Drehbuchautor ausgebildete Chintsky betreibt außerdem einen eigenen Kanal auf Telegram, auf dem man noch mehr von ihm lesen kann.

Wie viele Milliarden Menschen würden bei Net Zero sterben?

Wie viele Milliarden Menschen würden bei Net Zero sterben?

Chris Packham von der BBC widerspricht vehement der Behauptung von Neil Olivers GB News Show, dass die Hälfte der Weltbevölkerung sterben könnte, wenn Netto-Null vollständig umgesetzt würde. Er kritisiert diese Aussage und fragt, wie es möglich ist, solchen Unsinn auszustrahlen. Den Gang zur Ofcom scheint er als eine Schutzmaßnahme für den Handel abzutun und bezeichnet die Warnung vor Millionen von Todesfällen als typischen Modus Operandi der Klimakatastrophisten.

Dies scheint derselbe Chris Packham zu sein, der im Oktober 2010 dem Telegraph sagte, dass es zu viele Menschen auf dem Planeten gebe und “wir etwas dagegen tun müssen”. Im Jahr 2020 informierte er die Daily Mail darüber, dass “ganz ehrlich” Pocken, Masern, Mumps und Malaria “da sind, um unsere Bevölkerung zu regulieren”. Über seine Sendekarriere hinweg, ohne sich um das Interesse der Ofcom zu kümmern, behauptete Packham, dass es zu Massenaussterben aller Lebensformen auf der Erde kommen würde, wenn die Menschen nicht aufhören würden, Kohlenwasserstoffe zu verbrennen. Natürlich gibt es diejenigen, die darauf hinweisen, dass diese angeblichen Massenaussterben nur in Computermodellen existieren. Kohlenwasserstoffe haben unterdessen zu beispiellosem Wohlstand und Gesundheit geführt, der für frühere Generationen und in vielen Teilen eines Planeten undenkbar war, der jetzt eine nachhaltige Bevölkerung von acht Milliarden Menschen unterstützt.

Natürlich wird Netto-Null nicht vier Milliarden Menschen töten, denn Netto-Null wird niemals eintreten. Tag für Tag bröckelt die Unterstützung weltweit ab, da das politische Kollektivierungsprojekt, das von zunehmend diskreditierten computergestützten Meinungen unterstützt wird, angesichts der harten Realität ins Wanken gerät. Die Geschichte lehrt uns, dass Stämme, die schwach und dekadent werden, leichte Beute für ihre stärkeren Nachbarn sind. Aber die Behauptung, dass vier Milliarden sterben werden, wenn Netto-Null jemals der globalen Bevölkerung auferlegt wird, ist es wert, untersucht zu werden. Immerhin ist es wahrscheinlich wahr.

Die Aussage über die vier Milliarden Toten in der GB News stammt von einer Bemerkung von Dr. Patrick Moore, einem der ursprünglichen Gründer von Greenpeace. In einem Interview auf Fox News sagte er: “Wenn wir fossile Brennstoffe verbieten, wird die landwirtschaftliche Produktion zusammenbrechen. Die Menschen werden anfangen zu hungern, und die Hälfte der Bevölkerung wird in sehr kurzer Zeit sterben.” Vier Milliarden Tote, wenn künstlicher Dünger verboten wird, ist keine “Schwachsinn”, sondern ein nahezu garantiertes Ergebnis. In einem kürzlich veröffentlichten wissenschaftlichen Artikel haben die emeritierten Professoren William Happer und Richard Lindzen von Princeton genauer gesagt vom MIT darauf hingewiesen, dass “die Beseitigung von fossilien Brennstoffen abgeleitetem Stickstoffdünger und Pestiziden weltweite Hungersnöte verursachen wird”. Durch den Einsatz von Stickstoffdünger sind die Ernteerträge auf der ganzen Welt in den vergangenen Jahrzehnten stark gestiegen, und natürliche Hungersnöte, im Gegensatz zu lokalen Ausbrüchen, die durch den Menschen verursacht werden, sind größtenteils verschwunden.

Ein Großteil der Luxus-Mittelklasse-Obsession mit Netto-Null basiert auf einem scheinbaren Hass auf menschlichen Fortschritt. Es ist eine Kampagne, um die Vorteile der Massenindustrialisierung zurückzudrängen, obwohl es fraglich ist, ob viele der eifrigen Befürworter glauben, dass die drastischen Einschränkungen des Lebensstandards auf sie zutreffen werden. Es ist Narzissmus auf Stelzen und beruht auf einer nahezu vollständigen Unkenntnis darüber, wie die Lebensmittel in ihren trendigen Diäten auf ihre Teller gelangen. Es zeigt eine völlige Missachtung der zentralen Rolle, die Kohlenwasserstoffe in ihrem Leben spielen. Es basiert auf einem tiefgreifenden Missfallen gegenüber nahezu jedem modernen Herstellungsprozess. Heutzutage kennen sie keine Menschen mehr, die tatsächlich Dinge herstellen, und wenn sie ihnen begegnen, mögen sie sie oft nicht. Der verrückte Guardianista George Monbiot hat kürzlich getwittert, dass das Ende der Tierhaltung genauso wichtig ist wie das im Bodenlassen fossiler Brennstoffe. “Fleisch, Milch und Eier zu essen, ist eine Selbstverwöhnung, die sich der Planet nicht leisten kann”, fügte er hinzu.

Wie viele Milliarden Menschen würden bei Net Zero sterben?

Das auf sozialen Medien verbreitete und kürzlich von Paul Homewood veröffentlichte Bild ist ein Weckruf für die Bedeutung von Kohlenwasserstoffen. Ohne sie würden Menschen Schwierigkeiten haben, viele Medikamente und Kunststoffe herzustellen. Ähnliche Probleme würden sich bei der Herstellung von gängigen Produkten wie Kleidung, Lebensmittelkonservierungsmitteln, Reinigungsmitteln und weichen Kontaktlinsen ergeben.

Alec Epstein, der Autor des Bestsellers “Fossil Future”, stimmt zu, dass Netto-Null-Politiken bis 2050 “apokalyptisch zerstörerisch” wären und tatsächlich bereits katastrophal zerstörerisch waren, als sie kaum umgesetzt wurden. Hier könnte eine Anspielung auf die verwerflichen Politiken westlicher Banken und Eliten gemacht werden, die sich weigern, Geld für den Bau von mit Kohlenwasserstoffen betriebenen Wasseraufbereitungsanlagen in den ärmeren Teilen der Entwicklungsländer zu verleihen. Milliarden Menschen haben immer noch keinen Zugang zu kostengünstiger Energie, die sie benötigen, um ein Leben in Fülle und Sicherheit zu führen, bemerkt Epstein. Viele Menschen in Entwicklungsländern verwenden immer noch Holz und Dung zum Kochen. Wie Happer und Lindzen glaubt er, dass, wenn Netto-Null verfolgt wird, “praktisch alle acht Milliarden Menschen der Welt in Armut und vorzeitigen Tod stürzen werden”.

Vieles von dem, was geplant ist, liegt offen zutage. Die von wohlhabenden Milliardären finanzierte C40-Gruppe, deren Vorsitzender der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan ist, hat Untersuchungen zu Rationierungsmethoden im Stil des Zweiten Weltkriegs durchgeführt, mit einer täglichen Fleischration von 44g. Reduzierter privater Transport und massive Einschränkungen im Luftverkehr wurden allesamt in Betracht gezogen. Das Labour-Parteimitglied Khan hat bereits einen beeindruckenden Anfang gemacht, indem er kürzlich viele Autos der weniger wohlhabenden Menschen von den Straßen Londons verbannt hat, indem er spezielle Strafgebühren für die Nutzung von Fahrzeugen eingeführt hat.

Ehrlichkeit regiert den Tag bei der von der britischen Regierung finanzierten UK FIRES-Operation, wo Akademiker aus dem Elfenbeinturm erschreckend offene Berichte erstellen, die zeigen, dass Netto-Null den verfügbaren Energievorrat um etwa drei Viertel reduzieren würde. Sie gehen zu Recht davon aus, dass es derzeit keine realistische Technologie gibt, und auch in absehbarer Zukunft keine geben wird, um die aus intermittierenden Winden und Sonnenstrahlen gewonnene Energie zu sichern. Kein Fliegen, keine Schifffahrt, drastische Einschnitte beim Fleischkonsum und keine Heizung zu Hause werden alle diskutiert. Ein rücksichtsloser Raubbau an modernen Baumaterialien wird ebenfalls vorgeschlagen, wobei traditionelle Baustoffe durch neue Materialien wie “Stampferde” ersetzt werden.

Auch ein Rückzug in den Primitivismus wird durch einen kürzlich erschienenen Bericht der Vereinten Nationen angedeutet, der vorschlägt, Gebäude aus Lehmziegeln, Bambus und Waldabfällen zu errichten. Man könnte denken, dass Lehm- und Grashütten kaum ausreichen werden, um feindliche ausländische Horden abzuschrecken, die am Horizont der Zukunft auftauchen. Und es ergibt keinen Sinn, die letzte Person zu bitten, das Licht auszuschalten, denn es wird ohnehin keinen Strom geben.

Dokumente belegen Finanzierung der Hamas durch den Iran

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Von WOLF M. SCHNEIDER | Das israelische Militär hat brisante Unterlagen im Gaza-Streifen entdeckt: Zwei Briefe enthüllen regelmäßige iranische Zahlungen an die Hamas, die sich auf Hunderte von Millionen Dollar belaufen. Die Iran-Zahlungen liefen über Jahre hinweg bis mindestens zum 7. Oktober 2023. Das geht aus einem Bericht der britischen Times, dem Nachrichtendienst JNS und […]

US-Regierung fixiert Pakt zur „Pandemie-Prävention“

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Massiver Vorstoß aus den USA: Auch wenn die WHO-Reform scheitern sollte, haben die USA ihre Strategie zur globalen Pandemievorsorge herausgegeben.  Sollte die WHO-Reform scheitern, hätten die USA bereits vorgesorgt. Vergangene Woche gab das Weiße Haus den Abschluss der „Globalen Gesundheitssicherheitsstrategie 2024“ der USA bekannt. Die „nächste Pandemie“ und die „Klimakrise“ wurde mit dem Plan zur […]

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Wie kam es zu der Besessenheit mit der Dekarbonisierung?

Wie kam es zu der Besessenheit mit der Dekarbonisierung?

Wie kam es zu der Besessenheit mit der Dekarbonisierung?

Richard Lindzen

Mit dem Vietnamkrieg verschärfte sich die Situation noch, da die Arbeiterklasse eingezogen wurde, während die Studenten einen Aufschub der Einberufung beantragten (Studenten waren zu dieser Zeit noch eine relative Elite; die massive Ausweitung des Hochschulwesens stand erst am Anfang). Sie rechtfertigten ihr Verhalten, indem sie darauf bestanden, dass der Vietnamkrieg illegitim sei, während sie die offensichtliche Tatsache ignorierten, dass die Vietnamesen eher nach Süden als nach Norden flohen. Es war in Mode, die USA als das Böse zu betrachten, das einen Umsturz verdiente. Die Opposition schlug oft in Gewalt um, mit Gruppen wie den Weathermen und dem SDS (Students for a Democratic Society).

Im Jahr 1968 lehrte ich an der Universität von Chicago. Wir verbrachten den Sommer in Colorado und hatten eine Studentin als Haushälterin in unserer Wohnung. Als wir zurückkehrten, fanden wir ein Polizeiauto vor, das unsere Wohnung überwachte. Die Haushälterin hatte unsere Wohnung während des Parteitags der Demokraten offenbar in eine Notunterkunft für den SDS verwandelt. Unsere Wohnung war mit ihrer Literatur übersät, die auch Anleitungen zur Vergiftung der Wasserversorgung Chicagos enthielt.

Diese Periode schien mit der Wahl von Nixon zu enden, aber wir wissen heute, dass dies nur der Anfang des langen Marsches durch die Institutionen war. Gegenwärtig liegt der Schwerpunkt auf dem Marsch durch die Bildungseinrichtungen: zuerst die Bildungseinrichtungen, dann die geistes- und sozialwissenschaftliche Hochschulbildung und jetzt die MINT-Fächer. Dabei wird meist übersehen, dass die ersten eroberten Institutionen die Berufsverbände waren. Meine Frau nahm in den späten 60er Jahren an einer Tagung der Modern Language Association teil, und die war bereits voll im Aufbruch.

Während man sich derzeit auf die Vereinnahmung der Bildung konzentriert, wäre es meiner Meinung nach ein Fehler, den traditionellen Fokus auf die Produktionsmittel zu ignorieren. Das Vehikel dafür war die Eroberung der Umweltbewegung. Vor 1970 konzentrierte sich diese Bewegung auf Dinge wie Wale, Landschaften, saubere Luft und Wasser sowie die Bevölkerung. Mit dem ersten „Earth Day“ im April 1970 rückte jedoch der Energiesektor in den Mittelpunkt, der schließlich für die gesamte Produktion von grundlegender Bedeutung ist und mit dem Billionen von Dollar umgesetzt werden.

Dieser Wandel ging mit der Gründung neuer Umweltorganisationen einher, wie Environmental Defense und Natural Resources Defense Council. Es entstanden auch neue Regierungsorganisationen – die EPA und das Verkehrsministerium. Wieder einmal waren die Fachgesellschaften eine leichte Beute: die American Meteorological Society, die American Geophysical Union und sogar die Ehrengesellschaften wie die National Academy of Science und die American Academy of Arts and Sciences.

Zu Beginn war die Bewegung etwas ins Stocken geraten. Die Bewegung versuchte zunächst, sich auf die globale Abkühlung zu konzentrieren, die auf die Reflexion des Sonnenlichts durch Sulfataerosole zurückzuführen ist, die von Kohlekraftwerken ausgestoßen werden. Schließlich schien es zwischen den 1930er und den 1970er Jahren eine globale Abkühlung gegeben zu haben. Diese Abkühlung endete jedoch in den 1970er Jahren. Außerdem versuchte man, die Sulfate mit dem sauren Regen in Verbindung zu bringen, der angeblich die Wälder zerstörte. Auch dieser Ansatz entpuppte sich als Fehlschlag.

In den 70er Jahren wandte sich die Aufmerksamkeit dem CO₂ und seinem Beitrag zur Erwärmung durch den Treibhauseffekt zu. Die Anziehungskraft der Kontrolle von CO₂ für politische Kontrollfreaks war offensichtlich. CO₂ war das unvermeidliche Produkt der Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Brennstoffen. Es war auch das Produkt der Atmung. Es gab jedoch ein Problem: CO₂ war im Vergleich zu dem natürlich entstehenden Wasserdampf ein unbedeutendes Treibhausgas. Eine Verdoppelung des CO₂ würde nur zu einer Erwärmung von weniger als 1°C führen.

Eine Arbeit von Manabe und Wetherald aus den frühen 70er Jahren kam zur Rettung. Unter Verwendung eines höchst unrealistischen eindimensionalen Atmosphärenmodells fanden sie heraus, dass die Annahme (ohne jegliche Grundlage), dass die relative Luftfeuchtigkeit bei Erwärmung der Atmosphäre konstant bliebe, eine positive Rückkopplung zur Folge hätte, die die Auswirkungen von CO₂ um den Faktor 2 verstärken würde. Dies verstieß gegen das Prinzip von Le Chatelier, das besagt, dass natürliche Systeme dazu neigen, sich Veränderungen zu widersetzen, aber fairerweise muss man sagen, dass dieses Prinzip nicht streng bewiesen war.

Positive Rückkopplungen wurden nun zum Standard aller Klimamodelle, die nun auf eine CO₂-Verdoppelung mit 3°C und sogar 4°C reagierten, statt mit lächerlichen 1°C oder weniger. Die Begeisterung der Politiker wurde grenzenlos. Tugendhafte Eliten versprachen, die Netto-Null-Emissionen innerhalb eines Jahrzehnts oder in zwei oder drei Jahren zu erreichen, ohne zu wissen, wie sie dies tun sollten, ohne ihre Gesellschaft zu zerstören. Gewöhnliche Menschen, die mit unmöglichen Anforderungen an ihr eigenes Wohlergehen konfrontiert sind, fanden eine Erwärmung um ein paar Grad nicht sehr beeindruckend. Nur wenige denken darüber nach, sich in die Arktis statt nach Florida zurückzuziehen.

Begeisterte Politiker, die mit diesem Widerstand konfrontiert sind, haben ihre Geschichte verzweifelt geändert. Anstatt winzige Veränderungen in ihrem Temperaturmaßstab zu betonen, verweisen sie jetzt auf Wetterextreme – die fast täglich irgendwo auf der Erde auftreten – als Beweis nicht nur für den Klimawandel, sondern für den Klimawandel aufgrund des zunehmenden CO₂ (und jetzt auch für die noch vernachlässigbareren Mitwirkenden am Treibhauseffekt wie Methan und Distickstoffoxid), obwohl solche Extreme keinen signifikanten Zusammenhang mit den Emissionen aufweisen.

Aus politischer Sicht bieten Extreme ein geeignetes Anschauungsmaterial, das eine größere emotionale Wirkung hat als kleine Temperaturveränderungen. Die Verzweiflung der Politiker geht oft so weit, dass sie behaupten, der Klimawandel sei eine existenzielle Bedrohung, obwohl die offiziellen, zur Untermauerung der Klimabefürchtungen erstellt Dokumente dies niemals auch nur annähernd behaupten. Ich sollte anmerken, dass es eine Ausnahme von der Fokussierung auf die Erwärmung gab, und zwar die Frage des Ozonabbaus. Aber auch dieses Thema diente einem Zweck. Als Richard Benedick, der amerikanische Unterhändler des Montrealer Übereinkommens zum Verbot von Freon, auf dem Rückweg von Montreal am MIT vorbeikam, freute er sich über seinen Erfolg, versicherte uns aber, dass wir noch nichts gesehen hätten; wir sollten abwarten, was sie mit CO₂ machen würden. Kurz gesagt, das Ozonproblem war ein Probelauf für die globale Erwärmung.

Natürlich ist die Anziehungskraft der Macht nicht das Einzige, was Politiker motiviert. Die Möglichkeit, Billionen von Dollar für die Neuausrichtung unseres Energiesektors zu vergeben, bedeutet, dass es Empfänger dieser Billionen von Dollar gibt, und diese Empfänger müssen nur ein paar Prozent dieser Billionen von Dollar teilen, um die Kampagnen dieser Politiker über viele Wahlzyklen hinweg zu unterstützen.

Autor: Richard Lindzen is Alfred P. Sloan Professor of Atmospheric Sciences, Emeritus at the Massachusetts Institute of Technology.

Link: https://www.netzerowatch.com/all-news/decarbonisation-obsession

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE