Kategorie: Nachrichten
Von der linkswoken Medienhetze und dem Fall Pilnacek – Ein Kommentar von Edith Brötzner
Hetze. Das ist es, was Mainstream und linkswoke Medien bis zur Perfektion beherrschen. Der Ehrenkodex für die österreichische Presse scheint für manche einfach nicht zu gelten. Besonders tragisch zeigt sich das, wenn Verstorbene für niedere Zwecke und reißerische Artikel missbraucht werden.
Der (freiwillige) Ehrenkodex für die österreichische Presse besagt:
Auf die Anonymitätsinteressen von Unfall- und Verbrechensopfern ist besonders zu achten. Die Identität eines Opfers kann insbesondere dann preisgegeben werden, wenn dazu eine amtliche Veranlassung vorliegt, wenn das Opfer eine allgemein bekannte Person ist oder das Opfer bzw. nahe Angehörige in die Preisgabe eingewilligt haben. Bei der Beschaffung mündlicher und schriftlicher Unterlagen sowie von Bildmaterial dürfen keine unlauteren Methoden angewendet werden. Unlautere Methoden sind z.B. Irreführung, Druckausübung, Einschüchterung, brutale Ausnützung emotionaler Stress-Situationen und die Verwendung geheimer Abhörgeräte.
Beim Mitschnitt im Fall Pilnacek haben wir eine ähnliche Situation wie beim Ibiza Mitschnitt. Eine illegale, geheime Aufnahme, die völlig aus dem Kontext gerissen ist. Vorne und hinten fehlen vermutlich sehr wesentliche Teile. Spannend, dass gerade „ZackZack“, das Medium von Peter Pilz, das in der Vergangenheit bereits widerlich gegen Ungeimpfte gehetzt hat, den 10-minütigen Mitschnitt zuerst veröffentlicht hat. Mit dem Pressekodex lässt sich dieses Vorgehen jedenfalls nicht vereinbaren. Würde Report24 so ein Verhalten an den Tag legen, hätten sie uns allesamt vermutlich bereits weggesperrt.
Was wissen wir eigentlich im Fall Pilnacek?
Pilnacek war sicher eine Person, die unendlich viele Geheimnisse über die Republik und speziell über die ÖVP kannte. Auf Band ist zu hören, dass das Verhältnis zur ÖVP getrübt war, weil er nicht ausreichend oder gar nicht für die Partei intervenierte. Er beschwerte sich darüber, dass die ÖVP es als normal erachtet, dass man für sie interveniert – auch wenn das widerrechtlich ist. Die Leiche von Pilnacek soll „unter seltsamen Umständen an einem seltsamen Ort aufgefunden worden sein“. Die Behörden wollen einen Abschiedsbrief haben, dessen Existenz oder Inhalt der Öffentlichkeit aber nie bekannt gemacht oder bestätigt wurde. Nach der polizeilichen Maßnahme wegen seiner Geisterfahrt (angeblich) unter Alkoholeinfluss, wurde er von einer der Öffentlichkeit unbekannten Person abgeholt. Von der letzten Person, die ihn vor seinem Tod gesehen haben soll. Von einer Vertrauensperson, bei der es sich nicht um seine Frau gehandelt haben soll. Hierzu gibt es unterschiedliche Gerüchte, auch beim Geschlecht der Person.
Erwähnenswert ist, dass Pilnaceks Frau bei seiner Beerdigung in Anwesenheit einiger Minister, unter denen er wohl hoher Beamter war, vor allem die Rolle der hetzenden Systemmedien hervorgehoben hat. Auch hier gehen die Gerüchte auseinander. Die einen wollen heraushören, dass sein Tod unnatürlich war und gegebenenfalls Fremdeinwirkung vorlag. Andere sagen, dass sie nur darauf hinweisen wollte, dass die jahrelange Medienhetze zum Selbstmord führte. Wie sich diese Hetze auswirken kann, haben wir leider bereits im Fall Arvay miterlebt. Besonders widerlich ist, dass die Medien, die jahrelang gegen Pilnacek gehetzt haben, jetzt diesen illegalen Mitschnitt verbreiten und ihn für ihre linke Agenda nutzen. Auch Report24 liegt dieser Mitschnitt vor, der vermuten lässt, dass Pilnacek zum Zeitpunkt der Aufnahme schwer alkoholisiert war. Diesen zu veröffentlichen, wäre jedoch weder mir noch Report24 in den Sinn gekommen und ein klarer Verstoß gegen den Ehrenkodex. Mit ihrem Verhalten sorgen die linkswoken Medien nicht unbedingt für ein gutes gesellschaftliches Klima und können den unnötigen Klimapickern die Hand geben. Falls diese nicht gerade irgendwo festkleben oder Skipisten in ihrem Wahn unnötigerweise mit Farbe besprühen.
Das gesellschaftliche Klima
Apropos gesellschaftliches Klima: Ist Ihnen aufgefallen, dass es immer noch eine hysterische, kleine Gruppe von Menschen gibt, die in diesem Leben vermutlich nicht mehr aus ihrer Panik aussteigt? Besonders auf X (ehemals Twitter) scheinen diese sehr stark vertreten zu sein. Da kann es schonmal vorkommen, dass laut nach Masken für Kinder und verschärften Maßnahmen geschrien wird, weil selbst die sechste Impfung nicht zu wirken scheint. Dass vielleicht gerade so viele krank sind, weil sie sich impfen lassen haben, scheint eine Tatsache zu sein, die bei manchen einfach nicht durchsickern will. Der öffentlichen Aufmerksamkeit scheint völlig zu entgehen, warum so viele plötzlich und unerwartet an Krebs erkranken, Herzmuskelentzündungen und Gürtelrose haben oder einfach tot umfallen. Manchmal frage ich mich wirklich, wo unser Hausverstand hingekommen ist und wann auch beim Letzten der Wecker läutet.
Kommende UN-Klimakonferenz könnte den größten Kohlenstoff-Fußabdruck in der Geschichte dieser Veranstaltungen haben.
Die bevorstehende Klimakonferenz der Vereinten Nationen (UN) in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), bekannt als COP28, wird wahrscheinlich einen größeren CO₂-Fußabdruck hinterlassen als alle bisherigen UN-Klimagipfel.
Es wird erwartet, dass mehr als 70.000 Menschen an der COP28 teilnehmen werden, etwa 25.000 mehr als beim letztjährigen Gipfel, der COP27. Im Mittelpunkt der Konferenz vom 30. November bis 12. Dezember stehen globale Strategien zur Verringerung der Emissionen und zur Beschleunigung der Abkehr von fossilen Brennstoffen zugunsten grüner Energie.
An der COP26 im Jahr 2021 in Glasgow, Schottland, nahmen etwa 40.000 Menschen teil. Am Gipfel 2015 in Paris, Frankreich, bei dem das Pariser Klimaabkommen unterzeichnet wurde, nahmen etwa 45.000 Menschen teil. (Zum Thema siehe auch hier)
GRAPHIK DES TAGES: Eine **Vorhersage**, die mich umgehauen hat. Mehr als 70.000 Menschen werden **erwartet**, um an der #COP28 in Dubai teilzunehmen.
Falls sich die Prognose bestätigt (wohlgemerkt **falls**), ist das eine Verdoppelung des bisherigen Rekords und zeigt, dass die COP inzwischen ein eigenständiges Geschäft ist, ebenso wie eine Klimawandelkonferenz. pic.twitter.com/7sCqHapmHd – Javier Blas (@JavierBlas) 24. November 2023
In den vergangenen Jahren wurden Konferenzteilnehmer kritisch beäugt, weil sie in Privatjets anreisten und über die Bedeutung der Emissionsminderung referierten. Ein Luxus-Concierge-Service hat angeboten, im Vorfeld der diesjährigen Konferenz Privatjets zu chartern.
Zusätzlich zu den Flügen in die und aus den Vereinigten Arabischen Emiraten werden viele Teilnehmer in erstklassigen Hotels übernachten und Zugang zu „umweltverträglichen, sozial verantwortlichen, köstlichen und nahrhaften Speisen und Getränken“ haben, wie es auf der Website der COP28 heißt.
Eines der wichtigsten Themen auf der COP28 ist die Form eines so genannten „Loss and Damages“-Fonds, eines de facto internationalen Klima-Reparationsprogramms. Der Klima-Sonderbeauftragte des Präsidenten John Kerry hat kürzlich angedeutet, dass die USA „Millionen“ in den Fonds einzahlen werden, eine Zahl, die viele Aktivisten und Vertreter ärmerer Länder für unzureichend halten. China wird wahrscheinlich keine nennenswerten Verpflichtungen gegenüber dem Fonds haben, wird es doch als Entwicklungsland eingestuft, obwohl es der größte Emittent und die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt ist.
„Da John Kerry und Joe Biden Milliarden an US-Steuergeldern versprechen und die Kassen von Nicht-Regierungsorganisationen mit Dutzenden von Milliarden Dollar an Aktivistengeldern für das Jahr 2024 aufstocken, musste die diesjährige Klimagongshow zwangsläufig eine Rekordzahl von Mitläufern, Prominenten, Kleptokraten und anderen Außenseitern anlocken“, sagte Dan Kish, Senior Fellow des Institute for Energy Research. „Es ist, als ob sie die Glocke zum Abendessen läuten würden, was immer Leute anlockt, die ein kostenloses Mittagessen suchen“.
Vertreter der U.N. reagierten nicht sofort auf die Bitte der Daily Caller News Foundation um einen Kommentar.
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Interview mit einem Heuchler

Von CONNY AXEL MEIER | Man kann natürlich Interviews mit allen möglichen Leuten führen. Auch mit Heuchlern. Vielleicht auch mit ehemaligen Kollegen, die in eigener Sache Geschichtsklitterung betreiben. Zumal mit derartigen Heuchlern, die heute Erstaunen über den öffentlich demonstrierten Judenhass in Deutschland vortäuschen, indem sie jahrelang das Regierungsversagen kaschiert, die Augen vor den Tatsachen verschlossen […]
Heute um 18.30 Uhr hat die 19. Folge von Anti-Spiegel-TV Premiere
Bluthochdruck: Abendliche Bewegung hilft am meisten
Regelmäßige körperliche Betätigung am Abend kann Menschen mit Bluthochdruck enorm helfen. Dies zeigt eine jüngst veröffentlichte Studie aus Brasilien. Morgensport erweist sich dabei als weniger effektiv. Für die Behandlung von Hypertonie ist diese Studie ein weiterer Meilenstein.
Während Bewegung im Allgemeinen vorteilhaft für die Senkung des Blutdrucks ist, könnten bestimmte Personen wie ältere Menschen, Personen mit resistenter Hypertonie und Personen mit Fettleibigkeit möglicherweise nicht so viel Sport treiben. Um dies zu adressieren, untersuchte eine kürzlich durchgeführte Studie der Universität São Paulo in Brasilien, ob eine bestimmte Tageszeit für das Training in solchen Fällen die Wirksamkeit von Medikamenten steigern oder den Bedarf an Blutdrucksenkern verringern könnte.
An der Studie nahmen 23 ältere Erwachsene mit Bluthochdruck teil, die alle seit mindestens vier Monaten blutdrucksenkende Medikamente einnahmen. Die Teilnehmer wurden angewiesen, für insgesamt zehn Wochen dreimal pro Woche auf einem Fahrrad-Heimtrainer zu radeln. Eine Gruppe trainierte zwischen 7 und 10 Uhr morgens, während die andere zwischen 17 und 20 Uhr trainierte.
Die Ergebnisse zeigten, dass der diastolische Blutdruck in beiden Gruppen ähnlich abnahm, die Senkung des systolischen Blutdrucks jedoch nur nach den abendlichen Trainingseinheiten zu beobachten war. Darüber hinaus bewerteten die Forscher in beiden Gruppen die autonomen Funktionen des Nervensystems, die für die Regulation unwillkürlicher physiologischer Prozesse verantwortlich sind. Sie stellten fest, dass eine Verbesserung der neuralen Reaktionen auf Veränderungen des Blutdrucks (bekannt als arterieller Tonus) für die größeren blutdrucksenkenden Vorteile des abendlichen Trainings verantwortlich war.
Es zeigt sich damit wieder einmal, dass Bewegungsmangel mit vielen gesundheitlichen Problemen einhergeht und zusätzliche körperliche Aktivität auch dabei helfen kann, bestehende Leiden zu kurieren – bzw. sie gar nicht erst entstehen zu lassen. Dies betrifft nicht nur den Blutdruck, sondern generell die kardiovaskuläre Gesundheit.
Eine weitere, am 19. Oktober in Nature veröffentlichte Studie finden Sie hier: A single session of aerobic exercise reduces systolic blood pressure at rest and in response to stress in women with rheumatoid arthritis and hypertension. Die Erkenntnisse schließen nahtlos an frühere Studien an, wie Postexercise blood pressure reduction in elderly hypertensive patients aus dem Jahr 2002.
Mysteriöse Lungenerkrankung in China: Abgeblasener WHO-Testlauf?
In den Medien hatten sich diese Woche zunächst Alarmmeldungen über einen ungewöhnlichen Anstieg von Lungenentzündungen bei Kindern in China gemehrt. Die Krankenhäuser seien mancherorts schon wieder überfüllt und Schulen würden geschlossen, weil sowohl Schüler als auch Lehrer von der Krankheitswelle betroffen seien. Manch einem dämmerte bereits eine Wiederholung des Corona-Wahnsinns vor ziemlich genau vier Jahren.
Doch dann die ebenso plötzliche „Entwarnung“. Offenbar wollte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schon einmal einen Testballon steigen lassen, wie weit sie gehen kann und was so alles möglich ist, wenn sie nächstes Jahr dann per globalem Pandemievertrag zur weltweiten Gesundheitsdiktatur ermächtigt ist.
Normalisierung von Prävention und Bekämpfung
Die WHO hatte bei angeblichen Auftreten der Fälle „umgehend” weitere Informationen von der chinesischen Regierung gefordert. Diese erklärte, was auch in Europa und überall zu beobachten ist, wo die Menschen während des Corona-Wahns über zwei Jahre zwangsisoliert wurden, nämlich, dass sich die Krankheiten mit der Normalisierung von Prävention und Bekämpfung wie vor der Pandemie verhielten.
Dann jedoch, wie durch ein Wunder: Die Inzidenz habe sich wieder angeglichen, es handele sich um eine „normale Entwicklung“, erklärte Tong Zhaohui, der Leiter des Pekinger Zentrums für Atemwegserkrankungen. Natürlich forderte die WHO die Chinesen dennoch auf, sich impfen zu lassen und Masken zu tragen.
Sofort auf den Panikzug aufgesprungen
Bei „Bild“ war man sofort auf den Panikzug aufgesprungen. Der Virologe Klaus Stöhr hatte zwar beruhigt, es sei noch nicht einmal klar, ob es sich überhaupt um ein Virus handele: Zu dieser Jahreszeit seien Atemwegsinfektionen „ganz normal. In Nordchina ist Winter, heute Nacht soll es dort bis zu -24 Grad kalt werden. Die Infektionswelle rollt an, dann sind Atemwegsinfekte nichts Ungewöhnliches.“
Aber die Möglichkeit, die Corona-Geister zu beschwören, ließ man sich in den Medien dann doch nicht entgehen. Nur für kurze Dauer jedenfalls: Mittlerweile gaben nämlich nicht nur die WHO, sondern sogar ihr Erfüllungsgehilfe Karl Lauterbach Entwarnung: „Zum jetzigen Zeitpunkt gehen wir davon aus, dass es sich um eine saisonale Häufung mit bekannten Erregern handelt, also keine neuen Erreger, keine besondere Gefahr, insbesondere auch keine Gefahr für Europa“, erklärte dieser – wobei er wohl zum ersten Mal in seinem Leben keine Todesgefahr aufziehen sah.
Alarmmeldungen werden nicht mehr abreißen
Experten und Beobachter vermuten, es werde ein Testballon gewesen sein, um die Viren- und Pandemieangst auch in Europa nicht einschlafen zu lassen und die fürsorgliche Wachsamkeit der WHO über die Weltgesundheit zu demonstrieren. Damit erhofft man sich, zumindest im Westen, vielleicht auch eine größere Bereitschaft zur Akzeptanz der massiven Ausweitung der Befugnisse der WHO hin zu einer faktischen Gesundheitsdiktatur.
Die Alarmmeldungen werden jedenfalls nicht abreißen, weil die globale Allianz aus Regierungen, Pharmakonzernen, Stiftungen und Medien während Corona erkannt hat, welche beispiellosen Macht – und Profitmöglichkeiten sich ihr bieten. Die nächste „Pandemie“ kommt also ganz bestimmt.
Zum Autor: Daniel Matissek ist Journalist mit pfälzischen Wurzeln, arbeitet neben für AUF1 auch für diverse deutschsprachige freie Medien (unter anderem „Journalistenwatch.com“). Gründungsherausgeber des Blogs „Ansage.org“. Schwerpunktthemen: Migrationspolitik, politischer Extremismus, Demokratie und Medienlandschaft. Freund differenzierter Zwischentöne, aber gerne auch leidenschaftlicher Polemiker. Devise: „Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos; es könnte aber auch umgekehrt sein.“
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So können von der mRNA-Impfung erzeugte IgG4 Antikörper Turbokrebs verursachen

Einer der vier Subtypen der Antikörper, der IgG4, tritt auf nach mehrfachen Impfungen und verursacht längere und schwerere Erkrankungen bei Infektion, also das Gegenteil der von den Geimpften erwünschten Wirkung. In den Zulassungsstudien wurde das nie getestet, obwohl die Bestimmung der Subtypen für jede Zulassung von Immunglobulin-Medikamenten Vorschrift ist. Sie schaden aber auch insofern, als […]
Der Beitrag So können von der mRNA-Impfung erzeugte IgG4 Antikörper Turbokrebs verursachen erschien zuerst unter tkp.at.
Auf Steuerzahlers Kosten: Wie die evangelische Kirche alle Welt einlädt (Teil 2)
„Österreich hat Platz. Die Lager an den EU-Außengrenzen evakuieren – jetzt.“ Diese Einladung an Migranten aus aller Herren Länder posaunt die evangelische Christuskirche (die Hauptkirche der Superintendentur Salzburg/Tirol) im Innsbrucker Stadtteil Saggen seit Jahren mit einem großen Spruchband am Eingang des Gotteshauses in alle Welt.
Ihre helle Freude mit dem vom Salzburg-Tiroler Superintendenten Olivier Dantine akklamierten Innsbrucker „Hat-Platz“-Spruchband hätte wohl auch Anette Kurschus, die am 20. November wegen Vertuschungsvorwürfen im Zusammenhang mit dem Sexskandal eines Kirchenfunktionärs von allen Ämtern zurückgetretene Vorsitzende des deutschen evangelischen Kirchenrates.
„Hat Platz“ – deutsche Lutheraner im Gleichschritt mit Österreich
Kurz zuvor hatte Kurschus noch im Mainstream-Sender ARD drauflos schwadroniert, Deutschland sei „ein reiches Land“ und „die Grenze der Aufnahmekapazität für Flüchtlinge noch lange nicht erreicht“. Dieser „These“ stellte „Die Welt“ freilich entgegen, dass „die deutsche Wirtschaft abschmiert, Millionen Menschen auf Altersarmut zusteuern und die innere Sicherheit zerfällt, während Migranten muslimischer Herkunft auf den Straßen bei Massenkundgebungen antisemitische Parolen verkünden und immer mehr Kommunen erklären, dass sie mit der Aufnahme weiterer Migranten und Asylanten überfordert sind.“ Lutheraner könnten doch mit gutem Beispiel vorangehen, schlägt der lesenswerte deutsche Autoren-Gemeinschaftsblog „Freie Welt“ vor: „Wie viele Flüchtlinge haben die Damen und Herren der evangelischen Kirche persönlich bei sich zu Hause privat aufgenommen? Warum wurden nicht längst alle Kirchen und Gemeindehäuser zu Flüchtlingsheimen umfunktioniert? Wieviel ihres (vom Steuerzahler finanzierten!) Einkommens gibt Frau Annette Kurschus persönlich zur Unterstützung von Flüchtlingen und Migranten ab?“
38 Opfer könnten noch leben
Was die „Freie Welt“ prognostiziert, dass „weltfremde Aussagen wie jene von Annette Kurschus die Zahl der Kirchenaustritte nach oben schnellen lassen werden“, ist in Dantines rotweißrotem Kirchenreich bereits eingetreten: „Bezüglich der Mitgliederzahlen in Salzburg/ Tirol 2021 und 2022 stehen 108 Eintritten 1.247 Austritte gegenüber.“
Selbstredend blendet Frau Kurschus in ihrer „Hat-Platz“-Diagnose offizielle Zahlen aus, wonach Deutsche zunehmend Opfer von Gewalttaten durch Asylanten werden. Laut aktuellem Lagebild „Kriminalität im Kontext der Zuwanderung“ waren es im Vorjahr 47.923 Deutsche, denen Einwanderer nach dem Leben trachteten bzw. an ihnen Körperverletzungs- und andere Rohheitsdelikte begingen. Das waren um 18 Prozent mehr als im Jahr davor. Übersetzt heißt das: 38 Menschen könnten heute noch leben, hätte es die Einwanderung nicht gegeben. Wenig überrascht dabei die laut dem Bundeskriminalamt überproportionale Straffälligkeit von Algeriern, Marokkanern und Tunesiern.
Zunehmend antichristliche Hassverbrechen
Dazu passt auch die Zunahme an antichristlichen Gewaltübergriffen und Diskriminierungsfällen, wie der aktuelle OIDAC-Europe-Jahresbericht ausweist. OIDAC, die „Observatory on Intolerance and Discrimination against Christians in Europe“ ist eine NRO (Nichtregierungsorganisation) mit Sitz in Wien, die antichristlich motivierte Gewalt in Europa dokumentiert. Zuletzt meldete die OIDAC bei antichristlichen Hassverbrechen in Europa einen Anstieg um 44 Prozent gegenüber 2021. An erster Stelle liegt Deutschland mit 231 Fällen, gefolgt von Italien und Frankreich. Mit 20 registrierten antichristlichen Hassverbrechen liegt Österreich an 7. Stelle.
„Seenotrettung“ auf evangelische Art
Über plakative „Fachkräfte“-Anwerbung per Transparent hinaus profilieren sich die Lutheraner zudem tatkräftig als direkte Schlepper-Unterstützer, zumal erst vor wenigen Tagen der von der evangelischen Kirche initiierte Verein „United4Rescue“ ein drittes „Seenotrettungsschiff“, die „Seawatch 5“, in Betrieb stellte. Dieses bisher größte Schiff der Flotte – es bietet 500 „Geretteten“ Platz – stach im spanischen Vinaros in See und kreuzt seither zwischen Tunesien und Sardinien. Im Gegensatz zu Italien und Griechenland, die schon seit Jahren gegen die sogenannten Seenotretter vorgehen, beschloss Deutschland, die Initiative „United4Rescue“ in den kommenden Jahren mit 8 Mio. Euro zu fördern. Rescue-Vorsitzender ist Thies Gundlach, Lebenspartner der grünen Bundestagsvizepräsidentin Göring-Eckardt.
Wie der Superintendent Medienfragen beantwortet
Aus dem Innsbrucker „Hat-Platz“-Spruchband ergab sich demzufolge für AUF1 zwangsläufig ein Medienanfragebündel an den evangelischen Superintendenten Mag. Olivier Dantine. Ebenso wie zur Frage, wieviel Platz für wie viele Asylbegehrer Österreich seiner Ansicht nach aktuell noch hätte, blieb der von seinen Presseleuten wohl suboptimal beratene Oberlutheraner auch zu den meisten anderen Themen stumm. Immerhin verwies Dantine auf ein – freilich schon sechs Jahre altes – Argumentarium, in dem in schwammigen Allgemeinplätzen „die Position der Kirche dargelegt wird“.
Darüber hinaus regt Dantine das Studium „zahlreicher Synodenresolutionen und anderer kirchenleitender Gremien, in denen die Haltung der evangelischen Kirche zu den Themen Asyl und Migration dokumentiert“ seien, an. Eine Auswahl sei hier zu finden.
Auch diese Kollektion erwies sich bei genauem Hinsehen als nicht mehr ganz taufrisch. Sie umfasst u. a. eine „Erklärung zu Fremdenhass und Rassismus“ aus 1999 (!), einen „Offenen Brief von Bischof Herwig Sturm an Innenminister Günther Platter“ aus 2007, eine generalsynodale Veröffentlichung mit dem Titel „Menschen auf der Flucht: Herausforderung für den Glauben“ aus dem Flüchtlings-Tsunami-Jahr 2015, weiters eine Protestresolution „über den Umgang mit Asylwerbenden in Österreich“ aus 2016 und eine „Resolution zur Abschiebepraxis“ aus 2018.
Empfohlene Lektüren mehr als fragwürdig
Für ein weiteres von Dantine zur Lektüre empfohlenes Statement, einer „Botschaft zum Weltflüchtlingstag 2018“, versichert sich der Verfasser, der frühere evangelische Bischof und Rockmusiker Michael Bünker, umfassender multikonfessioneller Rückendeckung, also eines evangelisch-katholisch-islamisch-jüdischen Schulterschlusses mit Kardinal Christoph Schönborn, dem Ex-Präsidenten der Islamischen Glaubensgemeinschaft IGGiÖ Ibrahim Olgun (für den das Kopftuch für die Frau im Islam nach wie vor Verpflichtung ist), und des Gemeinderabbiners von Wien und Mohels (Anm.: jüdischer Beschneidungsfachmann) Schlomo Elieser Hofmeister.
Das aktuellste Statement auf Dantines „Must-read-Liste“ ist eine mehr als drei Jahre alte „Stellungnahme zur humanitären Katastrophe in Griechenland, der Türkei und Syrien“, abgegeben vom evangelischen Triumvirat Michael Chalupka, Thomas Hennefeld und Stefan Schröckenfuchs.
Keine Antworten auf viele Fragen
Antworten schuldig blieb Dantine auch auf weitere Fragen wie jener, wie viele Asylbegehrer aktuell in evangelischen Einrichtungen bzw. in von der Kirche angemieteten Unterkünften untergebracht sind, und welche Kosten für die Aufwendungen der Diözese für Migranten samt Nebenkosten (Alphabetisierung, Deutschkurse, Telekommunikation, medizinische Betreuung, Entbindungen, Rechts- und Anwaltsberatung und Häftlingsbetreuung) anfallen.
Wie vielen Asylbegehrern er selbst in seinen Privatgemächern Unterkunft/Verpflegung bietet, bleibt ebenso Dantines Geheimnis. Ketzerischer AUF1-Verdacht: Keinem einzigen!
Wunschliste der evangelischen Kirche zu Asyl und Migration
Vorauszusehen war freilich, dass Dantine auch die Frage, welche Position, hypothetisch gesehen, Martin Luther zum heutigen Israel-Palästina-Konflikt wohl bezöge, nicht beantworten kann oder will. Ergänzend präzisiert Dantine aber als „wichtigste Punkte der Haltung der Evangelischen Kirche in Österreich zum Thema Asyl und Migration“ so:
- Wahrung des Menschenrechtes auf faire und rechtsstaatliche Asylverfahren,
- angemessene und menschenwürdige Unterbringung und Versorgung von Asylwerber*innen,
- neben der Gewährung von Asyl die Möglichkeiten humanitären Bleiberechtes in Härtefällen und in Fällen sehr guter Integration nutzen,
- möglichst rasche Integration in den Arbeitsmarkt,
- Beteiligung am Resettlement-Programm des UNHCR,
- auf Europaebene zudem die Schaffung von sicheren Fluchtrouten, um die Schlepperkriminalität einzudämmen und
- gerechte Verteilung von Flüchtlingen auf Länder der Europäischen Union.
Der Haken dieser Wunschliste bleibt freilich: Mit welchem Geld soll das geschehen?
Linkspartei prahlt mit Einschüchterung AfD-freundlicher Gastwirte

Vom vergangenen Bundesparteitag der Linkspartei ist unlängst ein Mitschnitt aufgetaucht, der hohe Wellen schlägt: Der baden-württembergische Funktionär Reinhard Neudorfer rühmte sich in einer Rede kriminellen Verhaltens. Er kooperiere mit der Antifa, die immer, wenn die AfD einen Stammtisch abhalten wolle, „rechtzeitig“ vor Ort sei, um „freundlich“ mit dem fraglichen Gastwirt zu sprechen und ihn zu […]
Warum die Treibhaus-Klimahypothese falsch ist
Von Gerhard Grasruck
Die Behauptung eines von Menschen verursachten Klimawandels basiert auf der Hypothese, dass Änderungen der Konzentration von Treibhausgasen in der Erdatmosphäre der dominante Faktor für klimatische Variabilität sind; dabei gilt das Kohlendioxid als entscheidend, dieses soll sozusagen der “Einstellknopf” für das Klima auf der Erde sein (Eigentlich ist das wichtigste Treibhausgas der Wasserdampf, da dieser aber im Gegensatz zum Kohlendioxid nur für kurze Zeit in der Atmosphäre verbleibt, bevor er wieder als Niederschlag ausfällt, wird eine Rolle für ihn als Auslöser für Klimaänderungen ausgeschlossen).[1] Daraus wird gefolgert, dass menschliche Emissionen von Kohlendioxid, welche dessen Konzentration in der Atmosphäre erhöhen, das Klima entscheidend beeinflussen.
Wie lässt sich diese Hypothese auf ihre Korrektheit überprüfen? Prinzipiell gibt es zwei Herangehensweisen: Man kann einerseits von den vermeintlichen Ursachen ausgehend untersuchen, ob der physikalische Mechanismus prinzipiell in der Lage ist, die behaupteten Auswirkungen zu produzieren. Umgekehrt kann man anhand des beobachteten Klimas empirisch überprüfen, ob Änderung der Konzentration von Treibhausgasen tatsächlich zu entsprechenden Klimaänderungen führen.
Fangen wir mit Letzterem an. Wenn die Treibhaus-Klimahypothese tatsächlich korrekt ist, so sollte dies leicht zu erkennen sein – die Temperatur auf der Erde müsste der Konzentration des Kohlendioxids folgen; Auf mehr Kohlendioxid muss eine Temperaturerhöhung folgen, auf weniger eine Temperatursenkung. Zu beachten ist dabei allerdings, dass die Kausalität auch andersherum verlaufen kann. Dass die Temperatur den Gehalt von Treibhausgasen in der Atmosphäre beeinflussen kann, ist leicht einzusehen. Insbesondere ist die Löslichkeit von Gasen in Wasser temperaturabhängig, wird es kälter so ist es in der Lage mehr Kohlendioxid zu lösen, bei Erwärmung wird Kohlendioxid ausgasen. Es ist also, wenn tatsächlich eine Korrelation existieren sollte, wichtig festzustellen. was zuerst kam.
Um schon einmal dem Ergebnis vorzugreifen: Das Ergebnis ist für die Treibhaus-Klimahypothese denkbar ungünstig. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass man gerne viele Millionen Jahre in die fernere Klimavergangenheit schweift, wo über die damals herrschenden Kohlendioxidkonzentrationen extrem große Unsicherheiten herrschen und man so mehr Spielraum hat, es irgendwie passend hinzubiegen. Allerdings heißt dies auch, dass diese auf einem äußerst wackligen Datenfundament stehenden Hypothesen regelmäßig über den Haufen geworfen werden, wenn neuere Forschung die Werte korrigiert. So wird etwa gerne die von tropischen Temperaturen geprägte Kreidezeit, in welcher die Dinosaurier ihre Blüte erlebten, als Paradebeispiel für ein extremes Treibhausklima präsentiert. Neuere Untersuchungen mit verbesserten Methoden jedoch korrigieren die Kohlendioxid-Werte deutlich herunter auf ein Niveau, welches mit der heutigen von etwa 420 ppm (0,048 Prozent) vergleichbar ist, und der Verlauf zeigt im Allgemeinen keine Korrelation mit der Temperatur.[2]

Abbildung 1 Kohlendioxidkonzentration und Temperatur in der Kreidezeit (vor 145-66 Millionen Jahren) ii
Die Widersprüche werden nicht weniger, wenn man die auf die Kreidezeit folgende Erdneuzeit betrachtet. So gab es von 48 Millionen – 34 Millionen Jahren einen starken Abfall der Durchschnittstemperatur um zunächst 5 Grad Celsius, dann als Abschluss noch einmal 2,5 Grad, als die Antarktis innerhalb von weniger als einer Millionen Jahren komplett vereiste. Die Kohlendioxidkonzentration zeigt keinen erkennbaren Zusammenhang: Sie steigt noch für mehrere Millionen Jahre an, nachdem die Temperatur bereits wieder fällt; sinkt dann etwas, bevor sie wieder ansteigt und fällt erst nachdem die Temperatur ihr Minimum erreicht hat wieder.[3]

Abbildung 2 Kohlendioxidkonzentration und Temperatur in der Erdneuzeit (ab vor 66 Millionen Jahren) iii
Besonders interessant wird es mit dem Anbruch des Pleistozäns vor 2,6 Millionen Jahren als eigentlichem Beginn des Eiszeitalters, als auch die Arktis vereiste. Dies löste den bis heute andauernden Wechsel von Kaltzeiten in welchen Gletscher in niedrigere Breiten vorstoßen und weite Teile der Erdoberfläche bedecken und Warm- oder Zwischeneiszeiten wie dem Holozän, in dem wir uns gerade befinden, aus. Die Treibhaus-Klimahypothese wurde ursprünglich vorgeschlagen, um genau diese Periode zu erklären. Aber ausgerechnet für die Wechsel von Warm- und Kaltzeiten in dieser Periode war es auch, für welche als erstes eine astronomische Ursache durch periodische Unregelmäßigkeiten in der Erdumlaufbahn aufgezeigt werden konnte. Man kann hier tatsächlich eine Korrelation zwischen Temperatur und Kohlendioxid beobachten – aber genau andersherum: zuerst kommt die Temperaturänderung, dann die Änderung in der Kohlendioxidkonzentration.[4] Auch die Verfechter der Treibhaus-Klimahypothese waren gezwungen, dies anzuerkennen; als Erklärungsversuch zogen sie sich auf die Behauptung zurück, dass die Kaltzeit zwar durch die Temperaturänderung ausgelöst, aber dann durch Kohlendioxid-Rückkopplung wesentlich verstärkt werden würde. Als Evidenz dafür haben sie aber außer ihren Klimamodellen nichts anzubieten.

Abbildung 3 Kohlendioxidkonzentration und Temperatur im Wechsel von Kalt- und Warmzeiten während der letzten 400.000 Jahre
Auch seit dem Beginn des Holozäns, des aktuellen erdgeschichtlichen Zeitabschnitts, mit dem Ende der letzten Kaltzeit vor etwa 11.000 Jahren mangelt es nicht an klimatischer Variabilität; insbesondere lassen sich mehrere ausgeprägte Abkühlungsphasen feststellen, welche sich teilweise einschneidend auf die Entwicklung der Menschheit auswirkten – zuletzt die sogenannte “Kleine Eiszeit” von etwa Anfang des 14. bis Mitte des 19. Jahrhunderts. Gleichzeitig gab es jedoch bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts nur geringfügige Änderungen in der Kohlendioxidkonzentration, welche auch noch keine Korrelation mit der Temperaturentwicklung erkennen lassen. Hier ist die Taktik der Verfechter des anthropogenen Klimawandels – insofern sie das ”Holozän-Dilemma”, wie es genannt wird,[5] nicht gleich völlig ignorieren – diese Klimaänderungen, welche vor dem Aufstieg des Klimawandel-Alarmismus allgemein anerkannt waren, aber nun nicht mehr sein dürfen, nach Möglichkeit herunterzuspielen. Ironischerweise werden sie damit selbst zu den „Klimawandel-Leugnern“ als die sie ihre Gegner gerne bezeichnen.

Abbildung4 Kohlendioxidkonzentration und Temperatur im Holozän (ab vor 11.000 Jahren) [6]
Auch im 20. Jahrhundert, wo sich der vermeintliche menschliche Einfluss auf das Klima doch so deutlich zeigen soll, sieht es keineswegs besser für die Treibhaus-Klimahypothese aus. Zwar stieg in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts der Kohlendioxidgehalt und – zunächst – auch die Temperatur an, was frühe Anhänger der damals noch durchaus umstrittenen Treibhaus-Klimahypothese wie Guy Stewart Callendar als Beleg für deren Gültigkeit anführten.[7] 1956 proklamierte der kanadische Physiker Gilbert Plass, einer ihrer zu diesem Zeitpunkt wichtigsten Vertreter, selbstbewusst einen “Definitiven Test” für die Ursache von Klimaänderungen: Sei Kohlendioxid für klimatische Variabilität verantwortlich, so werde es eine weitere kontinuierliche Steigerung der Temperatur geben, sei hingegen der Einfluss der Sonnenaktivität ausschlaggebend, so sei für die nächsten paar Jahrzehnte eine Abkühlung zu erwarten.[8] Zweites trat ein – obwohl die Kohlendioxidkonzentration weiter anstieg, ging die Temperatur ab den fünfziger Jahren für etwa drei Jahrzehnte zurück, was in den siebziger Jahren zu apokalyptischen Warnungen vor einer neuen Eiszeit führte.

Abbildung 5 Kohlendioxidkonzentration und Temperatur im 20. Jahrhundert [9]
Bezeichnenderweise gab es bereits hier Versuche, den Klimawandel dem Menschen in die Schuhe zu schieben – für den Temperaturrückgang wurde die abkühlende Wirkung von in industriellen Emissionen enthaltenen Aerosolen verantwortlich gemacht.
Diese Erklärung wird auch heute noch bemüht – zunächst sei die Wirkung des Kohlendioxids durch den ansteigenden Aerosolausstoß „verdeckt” worden, habe dann jedoch aufgrund von dessen Reduzierung durch bessere Filterung wieder die Oberhand gewonnen. Die Fakten stützen diese Hypothese jedoch keineswegs: Zwar lässt sich im 20. Jahrhundert in vielen Teilen Europas und Nordamerikas eine zunächst absinkende, dann wieder ansteigende Durchlässigkeit der Atmosphäre für die Sonneneinstrahlung feststellen. Jedoch ist diese Entwicklung, wie zu erwarten, nur von regionaler Bedeutung, selbst relativ nahe beieinanderliegende Gebiete können sehr unterschiedliche Trends aufweisen.[10] Zudem passt der Zeitpunkt der Trendumkehr ab Ende der achtziger Jahre hin zu wieder mehr Lichtdurchlässigkeit keineswegs zu der klimatischen Entwicklung, welche bereits Ende der siebziger Jahre wieder in eine Erwärmungsphase überging (Welche bekanntlich von einem entsprechenden Schwenk in der klimaalarmistischen Propaganda von Abkühlung auf Erwärmung begleitet war).

Abbildung 6 Trends der Entwicklung der Lichtdurchlässigkeit der Atmosphäre. Bild a bezieht sich auf den Zeitraum 1923–1950, b auf 1959–1989, 1950–1980 und 1952–1980 jeweils für China, Europa und die USA, c auf 1994–2010 für China und 1980–2009 für Europa. ix
Wie ausgeprägt und wie kontinuierlich diese Erwärmung ist, bleibt unklar. Sie dauerte für die nächsten zwei Jahrzehnte an, danach stagnierte die Temperaturentwicklung; Nachdem diese “Pause” mehr als ein Jahrzehnt angedauert hatte, veränderte eine wissenschaftliche Arbeitsgruppe (RSS) die Kalibrierung der Satellitentemperaturdaten, um so nachträglich doch noch eine Erwärmung zu erzielen. Diese Interpretation wurde dann eilends als neuer, offizieller, Temperaturverlauf erklärt. Inwiefern sie korrekt ist, bleibt zweifelhaft – eine andere Arbeitsgruppe (UAH) korrigierte für denselben Zeitraum ihre Ergebnisse ganz im Gegenteil nach unten.[11]

Abbildung 7 Unterschiede in der Auswertung von Satellitentemperaturdaten der Teams von Remote Sensing Systems (RSS) und der University of Alabama Huntsville (UAH) x
Solche ”Überarbeitungen“ von Temperaturdaten sind auch für Bodenmessungen üblich. So wurden, um nur ein Beispiel zu nennen, von 1999 bis 2015 schrittweise die Temperaturdaten für Nordamerika so modifiziert, dass die Gegenwart anstatt der dreißiger Jahre als wärmste Periode seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts erscheint.[12] Man muss bedenken, dass es dabei um Größenordnungen von Zehntel Grad geht – unter diesen Umständen ist es leicht möglich, den Daumen auf die Waage zu legen.

Abbildung 8 Veränderungen in der Interpretation der Temperaturdaten von Wetterstationen für das 20. Jahrhundert xi
Anhänger und Kritiker des Klimawandel-Alarmismus verwenden viel Zeit und Energie darauf, die Zulässigkeit dieser Manipulationen zu diskutieren. Allerdings kann man sich auch auf den Standpunkt stellen, dass das Thema nicht wirklich den zentralen Stellenwert hat, welchem ihm in der öffentlichen Diskussion beigemessen wird. Das Klima verändert sich ständig, es wird also zu jedem beliebigem Zeitpunkt wärmer oder kälter – selbst, wenn tatsächlich eine Erwärmung stattfinden würde, sagt das absolut gar nichts darüber aus, ob Treibhausgase dafür verantwortlich sind.
Entscheidend ist der kausale Zusammenhang. Und wie wir gesehen haben kann, erstens, von einer allgemeinen Korrelation zwischen Klima und Kohlendioxid keine Rede sein, und, zweitens, in den Fällen, wo ein Zusammenhang erkennbar ist, es die Temperaturänderung ist, die vor der Konzentrationsänderung kommt und nicht umgekehrt. Die gesamte Klimageschichte ist folglich nichts anderes als eine einzige vernichtende Widerlegung der Treibhaus-Klimahypothese; Ihre Verfechter müssen sich ständig neue Ad Hoc-Ausreden aus den Fingern saugen, um die Abweichungen von der tatsächlichen Entwicklung zu erklären. Auf sie kann man daher mit Fug und Recht den überstrapazierten Begriff Verschwörungstheoretiker anwenden: “Glaubt uns doch, der Mensch beeinflusst über Treibhausgase das Klima zu unserem Verderben, aber die Natur hat sich verschworen, diesen Zusammenhang zu verschleiern!”
Dies erklärt auch den zentralen Stellenwert, welchen die berühmt-berüchtigten Klimamodelle im Weltbild des anthropogenen Klimawandels einnehmen. Man behauptet, dass man mit ihrer Hilfe in der Lage sei, die Faktoren welche angeblich den Zusammenhang “verdecken” zu isolieren und so doch noch eine vermeintliche Steuerung des Klimas durch Treibhausgase plausibel machen zu können. Tatsächlich jedoch sind Klimamodelle, zumindest solche welche Treibhausgase als bestimmenden Faktor annehmen, völlig unfähig das reale Klima zu reproduzieren; die einzige Möglichkeit, diese auch nur halbwegs mit dem tatsächlich beobachteten Klima in Übereinstimmung zu bringen, ist, sie erst einmal zu ‘Tunen’, wie der Fachbegriff dafür heißt. Bei der “Modellierung” – insbesondere bei der Wolkenbildung – bestehen über die klimatischen Prozesse massive Unsicherheiten, welche nun einfach willkürlich so festgelegt werden, dass am Ende die tatsächlich beobachteten Klimadaten zumindest einigermaßen produziert werden. Es geht dabei wohlgemerkt nur um die Reproduktion von historischem Klima – wir reden noch nicht einmal von Vorhersagen. Ironischerweise werden durch die Klimamodellen daher, insofern man ihnen überhaupt irgendeine Aussagekraft zubilligt, die Treibhaus-Klimahypothese nicht nur nicht bestätigt, sondern, ganz im Gegenteil, widerlegt.[13]
Angesichts der Unfähigkeit der Treibhaus-Klimahypothese vergangenes Klima zu erklären, ist es nicht weiter verwunderlich, dass sie bei Vorhersagen erst recht scheitert. Ein grundlegendes Kriterium, welches eine legitime naturwissenschaftliche Theorie auszeichnet, ist ihre Falsifizierbarkeit. Sie macht klar definierte Vorhersagen, anhand deren Eintreten oder Ausbleiben ihre Korrektheit beurteilt werden kann. Das völlige Versagen der Treibhaus-Klimahypothese bei diesem Test wurde von ihren Adepten implizit zugegeben, als sie die “Klimaerwärmung” zu “Klimawandel” umbenannten; Egal ob heiß oder kalt, Überschwemmungen oder Dürren, alles kann als Klimawandel verkauft werden. Die Frage, mit welcher man jedem Klimawandel-Alarmisten in Verlegenheit bringen kann, ist daher: “Welches klimatische Ereignis würden sie als Widerlegung der Treibhaus-Klimahypothese – und damit eines menschlich verursachten Klimawandels – akzeptieren?”. Auf diese Frage kann es schon deshalb schwerlich eine Antwort geben, weil so ziemlich jede denkbare Widerlegung bereits geschehen ist.
Soweit die empirische Seite der Treibhaus-Klimahypothese. Keineswegs besser sieht es aus, wenn wir sie von der anderen Seite, von den physikalischen Ursachen her, angehen. Eine Verdopplung der Kohlendioxidkonzentration in der Atmosphäre (Bislang hat sich diese seit dem 19. Jahrhundert von 0,028 auf 0,042 Prozent erhöht, also um etwa die Hälfte) würde laut Weltklimarat IPCC zu einer Erhöhung des Strahlungsflusses um etwa 1 Prozent oder 3,7 Watt pro Quadratmeter führen. Die Verfechter der Treibhaus-Klimahypothese behaupten, dass ihre atmosphärischen Strahlungsmodelle korrekt sein müssen, da sie die von Satelliten gemessene Infrarotabstrahlung der Erde in das Weltall korrekt reproduzieren. Kunststück: Diese gemessene Infrarotabstrahlung ist genau der Parameter auf dessen Reproduktion die Modelle als allererstes “getunt” werden – bewiesen ist damit natürlich überhaupt nichts.
Aber, selbst wenn wir den Wert für einen Augenblick akzeptieren, wäre der Effekt minimal – an der Erdoberfläche mit einer Durchschnittstemperatur von 15 Grad Celsius würden dieser Einstrahlungserhöhung gemäß dem Stefan-Boltzmann-Gesetz eine Temperaturerhöhung von 0,7 Grad Celsius entsprechen, bezogen auf die radiative Obergrenze der Atmosphäre (in etwa 5-6 Kilometern Höhe und –18 Grad Celsius) wo die Abstrahlung in den Weltraum erfolgt, wären es 1 Grad Celsius. Die Höhe, in welcher der Energieeintrag vorwiegend stattfindet, verschiebt sich je nach Breitengrad, der globale Durchschnittswert liegt also irgendwo zwischen den 0,7 und 1 Grad Celsius.[14]
Nicht einmal Klimawandel-Alarmisten wagen zu behaupten, dass eine Temperaturerhöhung von weniger als 1 Grad Celsius zu schädlichen Auswirkungen führen würde. Deshalb sind sie gezwungen, in ihren Klima-”Modellen” eine erhebliche Verstärkung (etwa eine Verdreifachung) dieser Erwärmung durch positive Rückkopplungseffekte anzunehmen. In erster Linie sollen diese dadurch zustande kommen, dass die ursprüngliche Erwärmung zur Verdunstung von mehr Wasser führt, was, da Wasserdampf auch ein Treibhausgas ist, zu noch mehr Erwärmung führt und so weiter (Nebenbei bemerkt würde dies, weil der zusätzliche Wasserdampf ja als Niederschlag wieder herunterkommen muss, zu einem feuchteren Klima führen – Überschwemmungen lassen sich damit also vielleicht begründen, Dürrekatastrophen aber keineswegs.) Temperaturänderungen dämpfende negative Rückkopplungseffekte, insbesondere die Tatsache, dass mehr Wasserdampf zu mehr Wolken führt, welche überwiegend kühlend wirken, werden als von untergeordneter Bedeutung abgetan.
Diese hypothetische massive Verstärkung müsste dann aber natürlich nicht nur für Treibhausgase, sondern auch für andere Temperaturänderungen gelten. Aus den Annahmen der Treibhaus-Klimahypothese würde sich ein extrem instabiles Klima ergeben, was ihre Vertreter nicht nur nicht scheu sind zuzugeben, sondern, wie die schrillen Warnungen vor klimatischen “Kipppunkten” zeigen, sogar prominent in ihre alarmistische Propaganda integrieren.
Tatsächlich jedoch schaufeln sie sich damit ihr eigenes argumentatives Grab, denn unter diesen Umständen wird die relative Stabilität des irdischen Klimas schlichtweg unerklärlich. Es würde erfordern, dass der Atmosphäre über Milliarden von Jahren Erdgeschichte hinweg immer genau so viele Treibhausgase hinzugefügt oder entzogen wurden, um das Klima in einem für die Entwicklung von höherem Leben geeigneten Temperaturkorridor zu halten – eine schier unglaubliche Verkettung von Zufällen. Die schlichte Tatsache unserer Existenz ist ein schlagendes Argument gegen ein von destabilisierenden positiven Rückkopplungen geprägtes Klima und damit die Treibhaus-Klimahypothese. Ganz im Gegenteil weist alles darauf hin, dass im klimatischen System negative Rückkopplungen – also Dämpfung – dominieren.[15]
Ein besonders bemerkenswertes Indiz dafür ist das sogenannte “Paradox der frühen schwachen Sonne”: In der Frühzeit der Erdgeschichte war die Sonneneinstrahlung um etwa 30 Prozent schwächer als sie es heute ist. Eigentlich hätte die Erde in Eis gehüllt sein und dies für den längsten Teil ihrer Geschichte auch bleiben müssen. Tatsächlich jedoch war es sogar eher wärmer als heute – eine eindrucksvolle Demonstration der Fähigkeit des klimatischen Systems auch massive Änderungen des Energiehaushalts abzufedern.
Sehr aufschlussreich ist es, diese Entwicklung in die Zukunft zu extrapolieren – denn hier wird unbekümmert genau das prophezeit, was in der Vergangenheit partout nicht eintreten wollte. Ein Klimamodell prognostiziert beispielsweise, dass die Erhöhung der Sonneneinstrahlung um 8 Prozent in 850 Millionen Jahren zu einer globalen Temperaturerhöhung um 40 Grad Celsius führen würde.[16] Nicht lange danach würde ein ungebremster Treibhaus-Temperatur-Rückkopplungszyklus ausgelöst, welcher innerhalb kurzer Zeit zum Verdampfen der Ozeane führen würde.

Abbildung 9 Temperaturentwicklung der Erde in der Zukunft auf Basis eines 3D-Klimamodells [17]
Die offensichtliche Frage ist: Welchen Grund gibt es anzunehmen, dass genau dieser jetzige Zeitpunkt der Erdgeschichte so magisch ist, dass die 30 Prozent Erhöhung der Sonneneinstrahlung der letzten viereinhalb Milliarden Jahre keinerlei erkennbaren Effekt hatten, aber für die nächsten 10 Prozent massive Temperaturerhöhungen bis hin zum Wegkochen der Ozeane prophezeit werden? Hierüber schweigen sich die Klimamodellierer geflissentlich aus und machen damit ein weiteres Mal klar, dass sie die klimatische Entwicklung auf der Erde trotz aller gegenteiligen Beteuerungen nicht erklären können.
Fazit: Das wichtigste Gegenargument zur Treibhaus-Klimahypothese ist das völlige Fehlen von Argumenten dafür – es gibt schlicht und ergreifend nichts zu widerlegen. Es mag unter Umständen angebracht sein, eine Hypothese, wenn sie einen Teil der beobachteten Fakten gut erklärt, nicht gleich aufzugeben, auch wenn sie augenscheinlich in einem anderen Aspekt nicht funktioniert; Aber im Falle der Treibhaus-Klimahypothese spricht buchstäblich alles dagegen.
Unter diesen Umständen wäre die einzig verbleibende Begründung, die Treibhaus-Klimahypothese nicht endgültig zu verwerfen, dass keine besseren Erklärungsansätze für klimatische Variabilität existieren würden. Das ist aber definitiv nicht der Fall – ganz im Gegenteil hat sich trotz der politisch motivierten Konzentration auf die Treibhaus-Klimahypothese ein Bild der tatsächlich klimabestimmenden Faktoren immer klarer herausgeschält: Für Zeiträume von Jahren bis Jahrzehnte sind vorwiegend interne Oszillationen des irdischen klimatischen Systems wie El Niño Ereignisse sowie gelegentlich bei Vulkanausbrüchen ausgestoßene Aerosole von Bedeutung. Über Jahrhunderte und Jahrtausende sind Zyklen der Sonnenaktivität dominant, während es über Zeiträume von zehn- bis hunderttausenden von Jahren es Veränderungen in der Achsenneigung und -orientierung der Erde und der Exzentrizität ihrer Bahn um die Sonne sind. Bei noch längeren Zeiträumen von Millionen von Jahren machen sich durch die Plattentektonik hervorgerufenen Änderungen in der Geographie der Erde bemerkbar. Für die Treibhaus-Klimahypothese bleibt hier schlichtweg kein Platz mehr.
- Dieser Ausdruck wurde sogar im Titel einer vermeintlich seriösen wissenschaftlichen Arbeit verwendet:Lacis et al. 2010, Atmospheric CO2: Principal control knob governing Earth’s temperature (nasa.gov) ↑
- CO2 and temperature decoupling at the million-year scale during the Cretaceous Greenhouse | Scientific Reports (nature.com) ↑
- Javier Vinós, Climate of the Past, Present and Future. A scientific debate, 2nd ed. Kapitel 9.3.4 Cenozoic climate. ↑
- Petit et al. 1999, Climate and atmospheric history of the past 420,000 years from the Vostok ice core, Antarctica ↑
- Liu et al 2014, The Holocene temperature conundrum, Kaufman, D.S., Broadman, E 2023, Revisiting the Holocene global temperature conundrum ↑
- Javier Vinós, Climate of the Past, Present and Future. A scientific debate, 2nd ed. Kapitel 4 Holocene Climatic Variability ↑
- G. S. Callendar 1938, The artificial production of carbon dioxide and its influence on temperature ↑
- Gilbert Plass 1956, The Carbon Dioxide Theory of Climatic Change ↑
- Confrontación entre las distintas teorías que explican las causas del calentamiento global ↑
- He, Y., Wang, K., Zhou, C., Wild, M. 2018, A Revisit of Global Dimming and Brightening Based on the Sunshine Duration Fig. 4 ↑
- Major correction to satellite data shows 140% faster warming since 1998 (carbonbrief.org) ↑
- If The Data Doesn’t Match The Theory – Change The Data – Climate Change Dispatch ↑
- Kritik an der Treibhaus-Klimawandelhypothese, Teil 1 Durch „Tuning“ zu passenden Modellen | EIKE – Europäisches Institut für Klima & Energie (eike-klima-energie.eu) ↑
- Sejas et al 2021, Understanding the Differences Between TOA and Surface Energy Budget Attributions of Surface Warming ↑
- Willis Eschenbach, Observational and theoretical evidence that cloud feedback decreases global warming ↑
- Leconte et al 2013, Increased insolation threshold for runaway greenhouse processes on Earth-like planets | Nature ↑
- When will the Earth lose its oceans? ↑
Über den Autor: Er ist Softwareentwickler, und immer wieder mit den Irrungen der Klima-Ideologie konfrontiert worden, so auch bei der Entwicklung von Solartechnik und Ladestationen für Elektroautos. Zur Zeit ist er bei einem namhaften deutschen Hersteller von Heizungstechnik beschäftigt; Wärmepumpen sind natürlich ein großes Thema, aber es deutet sich schon an, dass das nicht weniger ein Debakel zu werden droht.
„Soldaten drehen durch“: Desertionen werden für Kiews Militär zum Problem
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„Soldaten drehen durch“: Desertionen werden für Kiews Militär zum Problem
Das ukrainische Militär leidet an ernsten Problemen mit Personalverstärkung. Menschen wollen nicht für das Kiewer Regime sterben, entziehen sich nach Möglichkeiten der Mobilmachung oder desertieren, obwohl die Propaganda das Gegenteil behauptet.
von Michail Katkow
Im Jahr 2021 hat die Generalstaatsanwaltschaft der Ukraine 117 Strafverfahren wegen Desertion eingeleitet. Weitere 2.028 Fälle wurden als „eigenmächtiges Verlassen der Truppe oder des Dienstortes“ gewertet. Dies bedeutet, dass der Angeklagte seine Einheit zwar verlassen hatte, aber zurückkehren wollte. Darüber hinaus gab es 33 Fälle von Selbstverstümmelung.
In den neun Monaten des laufenden Jahres flohen aus dem ukrainischen Militär 4.638 Soldaten, weitere 10.940 entfernten sich vorübergehend, es gab 161 Fälle von Selbstverstümmelung. Deserteure werden zu einer fünf- bis achtjährigen Freiheitsstrafe verurteilt. Vor der russischen Militäroperation endeten solche Fälle oft mit einer vorgerichtlichen Beilegung und einer Bewährungsstrafe.
Die Anzahl der in ukrainischen Gefängnissen sitzenden Deserteure entspricht der Personalstärke von einigen Brigaden. Ihr Motiv ist klar: die Angst vor dem Tod. So meldeten einheimische Medien, dass ein russischer Marschflugkörper mehrere Dutzende Soldaten in ihren Kasernen tötete. Einer der Überlebenden floh und nahm sein Gewehr mit. Seine Bekannten behaupten, er hätte sich ergeben. Dennoch wurde er in Absentia zu einer achtjährigen Haftstrafe verurteilt.
Ein anderer Kämpfer verließ nach einem Beschuss seine Stellung, kehrte aber später zurück. Er wurde zu Militärpsychiatern geschickt. Vor dem Ende seiner Behandlung verschwand er erneut. Er wurde festgenommen und zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt.
Ein weiterer Deserteur gestand vor dem Gericht, dass er Angst hatte, beim Sturm der Stadt Liman umzukommen. Seinen Angaben nach war der Einsatz schlecht geplant, es mangelte an Feuerunterstützung. Das Gericht verurteilte ihn zu fünf Jahren Haft. Es gibt auch Versuche, ins Ausland zu fliehen. Ein solcher Deserteur wurde im Juli dieses Jahres an der Grenze zu Rumänien verhaftet und ebenfalls zu einer fünfjährigen Gefängnisstrafe verurteilt.
Einige werden in Disziplinarbataillone geschickt. Dieses Thema wird nicht besonders breit behandelt, doch solche Einheiten existieren. Freilich ergaben sich Angehörige dieser Strafbataillone an der Front bei erster Gelegenheit. Nun werden sie nur noch mit Bauarbeiten beauftragt.
Psychologische Hilfe
Offiziere werden für die Desertionen ihrer Untergebenen bestraft. Wenn daher ein Soldat erklärt, dass er eher ins Gefängnis gesperrt wird, als sich unter Beschuss zu begeben, wird er im Hinterland gehalten.
Doch die Müdigkeit von den Kampfhandlungen sammelt sich bei allen an. Verluste sind riesig, und mit Verstärkung gibt es Probleme. In vielen Kampfverbänden erreicht der Personalmangel 30 bis 40 Prozent. Und praktisch überall gibt es versteckte Desertionen. Soldaten, Unteroffiziere und Offiziere täuschen Krankheiten vor, versuchen, sich länger bei Stäben oder Einheiten im Hinterland aufzuhalten, um nicht an die Front gehen zu müssen.
Zur Hilfe eilen „Psychologen“. Eine von ihnen, namens Olesja Olchowik, behauptet etwa: die Angst, zu sterben und nicht zu sehen, wie die eigenen Kinder heranwachsen, könne nicht als Ausrede dienen, wenn man für sein Land sterben müsse. „Die Mehrheit der Männer, die sich freiwillig gemeldet haben, hat ebenfalls eine Familie zu Hause“, betont sie.
Angst müsse bekämpft werden. Dennoch leben viele nach dem Prinzip „das geht mich nichts an“, räumt Olchowik ein, weswegen der Staat die Propaganda verstärken müsse. Selbst unter schwierigsten Umständen müsse sich ein Ukrainer für die Verteidigung seines Landes und nicht für die eigene Rettung entscheiden, betont die „Psychologin“.
„Ein Verwandter von mir überlebte bei Bachmut. Nach einem weiteren Gemetzel, bei dem der Großteil seiner Kompanie fiel, hatte er eine Schlägerei mit dem Kommandeur. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet. Der Verteidiger empfahl eine psychiatrische Begutachtung. Aus dem Krankenhaus floh der Soldat nach Rumänien und setzte sich von dort aus nach Deutschland ab. Doch dafür hatte er 5.000 US-Dollar vorrätig. Wer kein Geld hat, versteckt sich bei Verwandten und Bekannten. Und das ist schlimmer – ohne eine Bescheinigung von der Musterungsbehörde lässt man einen nicht einmal zum Arzt“, berichtete der Ukrainer Wladimir Bespalko gegenüber RIA Nowosti.
Bei erster Gelegenheit
Bespalko selbst diente im ukrainischen Militär in den Jahren 2016 und 2017. Auch damals gab es genug Deserteure, in seiner Kompanie etwa zehn Prozent. Denn zum damaligen Zeitpunkt waren keine Freiwillige mehr übrig, und Eingezogene wollten nicht zur „Antiterroroperation“ (Kiews Krieg gegen die Donbass-Republiken) gehen. Doch das Problem wurde totgeschwiegen. Bespalko schließt nicht aus, dass die Behörden auch heute die Statistik beschönigen. „Es gibt viele Vermisste, doch sie werden nicht rechtzeitig gemeldet, weil für sie immer noch Gehälter kommen. Wenn ein Soldat desertiert, aber seine Bankkarte nicht mitnimmt, wird er normalerweise nicht gemeldet. Und wenn einer es meldet, bekommt er selbst ein Problem: Man wird ihn fragen, warum er dies zugelassen und nicht verhindert hat“, erklärt der Ukrainer.
Anton Amossow, ein weiterer ehemaliger ukrainischer Soldat, merkt an, dass es unter den Rekruten nicht wenige gut gebildete und erfolgreiche Menschen gibt, die oft von ungebildeten, manchmal alkoholsüchtigen Offizieren kommandiert werden. Er erklärt: „Da kommst du in die Einheit zu einem Dummkopf, und dein erster Gedanke ist: warum soll ich mich ihm unterordnen? Anfangs gab es noch Warteschlangen von Freiwilligen vor den Musterungsbehörden. Heute will das niemand mehr. Die ersten Mobilisierten sind schon seit zwei Jahren an der Front und drehen dort durch. Niemand ruft mehr: ‚Für das Vaterland!‘ Stattdessen fragen sie sich, wessen Vaterland das denn sei. Freilich gibt es Hass auf die Russen, der von den Machthabern gefördert wird. Doch gleichzeitig nimmt auch das Unverständnis für die Aktionen der regierenden Elite zu.“
Nicht umsonst werde die Mobilmachung, auf Russisch und Ukrainisch, eigentlich „Mobilisazija“, umgangssprachlich „Utilisazija“, also Entsorgung, genannt, fügt Amossow hinzu. Wer eine Chance hat, sich dem Wehrdienst zu entziehen, nutzt sie, und wird deswegen nicht von seinen Mitmenschen verurteilt.
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ORF-Journalist bereut “Bildungs-Posting”: Eine überraschende Antwort von Hademar Bankhofer
Erinnern Sie sich noch an meinen Wochenkommentar, in dem ich den ORF Journalisten Hademar Bankhofer ins Gebet genommen habe? Wegen seines Postings, mit dem er den Bildungsstand der Besucher einer FPÖ-Veranstaltung durch den Kakao gezogen hat? Zugegeben, der Ton meines Kommentars, in dem ich seinen eigenen Bildungsstatus hinterfragt habe, war scharfkantig. Umso mehr hat es mich überrascht, dass sich Herr Bankhofer mit einer sehr persönlichen Antwort bei mir gemeldet hat…
Ein Kommentar von Edith Brötzner
Wir alle machen gelegentlich Fehler und sagen Dinge, die wir hinterher vielleicht bereuen. So auch der ORF Journalist Hademar Bankhofer, der auf meinen Kommentar zu seinem Bildungs-Posting eigentlich überhaupt nicht reagieren hätte müssen. Seine Antwort war unerwartet offen, ehrlich und authentisch und zeigt, dass auch beim Staatsfunk Menschen arbeiten, die das eigenständige Denken und vor allem auch eine ordentliche Fehlerkultur noch nicht verlernt haben.
Ich darf die aus meiner Sicht sehr mutige Antwort von Hademar Bankhofer zitieren:
„Liebe Kollegin! Danke für den lieb lustigen Artikel. Sie haben gar nicht so unrecht, was den Komplex betrifft. Aus sehr persönlichen Gründen war ich aus dem Internat geflüchtet und machte ‘ne Lehre. Und das war eine fantastische Entscheidung. Deshalb war ich aber nicht ungebildet, ich hab mich schon früh gelernt selbst zu bilden und mir im Lauf der Jahre viel Wissen angelesen. Der dumme Spruch im Grippe Fieber geschrieben, war zwar dumm und unbedacht, unter all den anderen Kommentaren darunter aber vergleichsweise harmlos. Wäre ich nicht krank gewesen, hätt’ ich mir die blöde Bemerkung über das doofe Foto aber bestimmt erspart. Parteipolitisch war es nie gemeint – ich seh im Bierzelt auch nicht anders aus? Und ich hätt’ über ein Foto von mir selbst genau das Gleiche geschrieben. Dass es eine FPÖ Veranstaltung war, hatte für mich gar keinen Belang, wurde aber leider so aufgenommen. Ich bin sehr sehr sehr objektiv, politisch. Ich beschaue Dinge immer gerne von möglichst allen Perspektiven.“
Da Wertschätzung immer beidseitig erfolgen darf und ich Hademar Bankhofer seine Offenheit hoch anrechne, habe ich seine Nachricht natürlich beantwortet:
„Lieber Hademar! Verzeihen Sie meine späte Rückmeldung. Ist gar nicht immer so einfach, bei so vielen Postfächern und Mailaccounts den Überblick zu bewahren. Vorab ein großes Dankeschön für Ihren Mut, mich persönlich anzuschreiben. Ich rechne Ihnen das sehr hoch an und zu einem gewissen Teil zeichnet das Ihre menschlichen Qualitäten (besonders neben einem aus meiner Sicht sehr menschenfernen ORF als Dienstgeber) aus. Was Ihren „Komplex“ betrifft, musste ich eigentlich nicht lange raten. Auch ich bin eine Gymnasium-Abbrecherin und habe der Matura damals eine Lehre vorgezogen. Ebenfalls aus sehr persönlichen Gründen.
Am Ende des Tages kommt es nicht darauf an, ob wir Fehler machen, sondern vielmehr darauf, ob wir uns diese eingestehen und im Zweifelsfall auch die Richtung ändern können. Was uns beide verbindet, ist die Tatsache, dass wir beide intensiv von der Öffentlichkeit beobachtet werden. Kommentare, die wir beide äußern, bewegen vermutlich mehr Menschen, als eine Aussage von irgendeinem „Sepp aus Hintertupfingen“. Positiv wie negativ gesehen. Erschwerend kommt in Ihrem Fall sicher noch hinzu, dass Sie für den ORF arbeiten, der besonders in den vergangenen fast vier Jahren nicht unbedingt durch objektive, vielschichtige Berichterstattung geglänzt, sondern die Menschen vielmehr mit seiner sehr einseitigen Berichterstattung verärgert hat. Von der Denunzierung Andersdenkender durch den Staatsfunk gar nicht erst zu sprechen. Ihnen darf ich noch einmal meinen aufrichtigen Dank für Ihre offenen Worte aussprechen! Schönes Wochenende und alles Gute!“
Fazit: Wir leben in einer Zeit, in der wir viel mehr miteinander als übereinander sprechen sollten. PS: Hademar Bankhofer hat sich über meine Antwort ebenso gefreut, wie ich mich über seine.

