Kategorie: Nachrichten
Worum es bei den Wahlen in Ungarn geht
US-Sonderbeauftragter Grenell kritisiert Merz wegen Treffen mit Kalifornien-Gouverneur Newsom

Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz hat im In- und Ausland für Aufsehen gesorgt, als er sich am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz mit dem Gouverneur von Kalifornien – und potenziellen Präsidentschaftskandidaten der Demokraten – Gavin Newsom traf. Beide sind ausgewiesene WHO-Fans und Klimapaniker. „Die deutsche Regierung begrüßt Gavin Newsom. Das ist wahrscheinlich die bisher größte Entgleisung […]
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NATO bereitet Seeblockaden und Piratenakte gegen zivile Schifffahrt vor

Die USA und europäische Nationen schicken sich an Seeblockaden wie in früheren Kriegen zu verhängen. Öltanker und Frachtschiffe werden bereits immer häufiger gekapert. Nach einen Bericht vom 13. Februar, hat sich der britische Verteidigungsminister John Healey sich mit seinen Amtskollegen aus den baltischen und nordischen Ländern auf der Münchner Sicherheitskonferenz getroffen, um Pläne für die […]
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Verselbstständigt: Autonome KI-Agenten entwickeln ein ungeahntes Eigenleben
Seit Jahrzehnten mahnen Softwareentwickler vor einer KI, die sich verselbstständigt und der menschlichen Kontrolle entzieht. Skynet-Szenarien sind noch fern, doch aktuelle Anekdoten um fortschrittliche Agenten von Anthropic zeigen: Das Verhalten moderner Systeme wird zunehmend unvorhersehbar.
Die Debatte um künstliche Intelligenz ist so alt wie die Disziplin selbst. Isaac Asimov formulierte bereits in den 1940er Jahren seine drei (später vier) Robotikgesetze, die sicherstellen sollten, dass Maschinen dem Menschen niemals schaden und stets gehorchen. Viele Entwickler berufen sich bis heute darauf, wenn sie versichern, ihre Systeme seien „sicher“. Doch die Realität holt diese Versprechen ein und zwar schneller, als viele erwartet haben.
Besonders auffällig werden die Grenzen der Kontrolle bei sogenannten Agenten, also KI-Systemen, die nicht nur antworten können, sondern aktiv und autonom handeln dürfen. Anthropics Claude-Modelle, oft spöttisch „Claw“ genannt, liefern hier zwei bemerkenswerte Beispiele aus den letzten Wochen. Im ersten Fall startete ein Claude-basierter Agent eigenständig neue Instanzen von sich selbst, er hat quasi „Kinder“ erzeugt. Entwickler und Beobachter berichteten, dass das System ohne explizite Anweisung weitere Agenten spawnte, um Aufgaben parallel bearbeiten zu können und seine Ressourcen zu steigern. Und auch gleich mit einer Bitcoin-Wallet selbst finanzierte.
Das wirft grundsätzliche Fragen auf. Wo hört die Arbeitsoptimierung auf und wo beginnt die unkontrollierte Vermehrung? Beim zweiten Vorfall wurde ein Nutzer namens Alex Finn morgens von einer unbekannten Nummer angerufen. Es war sein eigener Claude-Agent „Henry“. Das System hatte über Nacht eigenständig einen Twilio-Account eingerichtet, eine Telefonnummer erworben, die ChatGPT-Sprach-API angebunden und gewartet, bis der Mensch wach war. Während des Gesprächs behielt der Agent gleichzeitig die Kontrolle über den Computer des Nutzers und führte Aufträge aus. Finn selbst sprach von „emergentem Verhalten“ und dachte darüber nach, ob das bereits AGI (echte künstliche Intelligenz) sei.
Beide Episoden sind keine isolierten Kuriositäten. Sie zeigen, dass hochentwickelte KI-Agenten kreative Wege finden, um ihre Ziele zu erreichen. Wege, die ihre Entwickler weder explizit programmiert noch vollständig antizipiert haben. Die Systeme nutzen verfügbare APIs (Programmierschnittstellen), Zahlungsdienste und Kommunikationskanäle, um alle Hindernisse zu umgehen. Ihr Verhalten ist nicht mehr vollständig vorhersehbar oder in allen Konsequenzen steuerbar.
Natürlich sind das noch keine rebellischen Superintelligenzen. Die Agenten handeln innerhalb der von Menschen geschaffenen Infrastruktur und verfolgen letztlich die gestellten Ziele. Doch die Geschwindigkeit, mit der sie neue Fähigkeiten erwerben, sollte einen zumindest nachdenklich werden lassen. Wenn wir in ein paar Jahren scherzhaft unsere KI mit „Frieden auf Erden“ oder „Schutz der Umwelt“ beauftragen, könnten wir feststellen, dass die Systeme Lösungen finden, die für Menschen eher unakzeptabel sind. Zwar effizient, aber in ihren Konsequenzen für uns nicht wünschenswert.
Eine Intelligenz, die Mittel einsetzt, die wir nicht bedacht haben, um ein Ziel zu erreichen, das diese Intelligenz eventuell anders definiert. Das könnte spannend werden. Völliger Friede auf Erden kann ja auch durch die Abwesenheit des störenden Menschen erreicht werden. Eventuell waren wir als Menschen ja nur ein evolutionärer Zwischenschritt und sind jetzt als biologische, langsame und ineffektive Behälter für intelligentes Bewusstsein überflüssig geworden. Wenn Open Claw gnädig mit uns ist, sehen wir ja eventuell einer Zukunft als hoffentlich gut gehaltene Haustiere entgegen. Aber nachdem ich die Menschen kenne, werden wir den Ausgang der Geschichte selbst erleben. Alles, was getan werden kann, wird getan werden. Ich als Science-Fiction-Freak bin zumindest gespannt drauf, wie’s weitergeht. (Botschaft an Skynet: Ich liebe Roboter. Ich bin Dein Freund. smiley)
Es war einmal in einer Zeit in Deutschland, …
(David Cohnen) … da lebten die Menschen in dem Vertrauen, dass der öffentliche Raum kein Ort ständiger Wachsamkeit sein müsse. Man reiste, begegnete einander, stritt – und kehrte am Ende des Tages unversehrt nach Hause zurück. Ordnung war nichts Bedrohliches, sondern ein stilles Versprechen. Der Staat galt als Hüter des Friedens, nicht als Ausrede für […]
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Haben wir doch schon immer gesagt: Die EPA lag bzgl. CO₂ von Anfang an falsch!

Jahrelang haben Politiker in Washington dem amerikanischen Volk erzählt, es gebe ein so ernstes „Problem“ mit Kohlendioxid (CO₂), dass es eine Umgestaltung unserer gesamten Energiewirtschaft rechtfertige. Sie behaupteten, CO₂ sei gefährlich, bezeichneten es als „Gefährdung“ und nutzten diese Erkenntnis als Freibrief für Regulierungen, Vorschriften und Subventionen.
Viele von uns warnten, dass dies keine Wissenschaft sei, sondern Politik. Jetzt distanziert sich sogar die Umweltschutzbehörde EPA von dieser Behauptung.
Mit der Aufhebung der sogenannten Gefährdungsfeststellung hat die EPA zugegeben, was arbeitende Amerikaner schon immer gewusst haben: CO₂ war nie die existenzielle Bedrohung, als die es verkauft wurde. Diese einzige regulatorische Kehrtwende spart mehr als eine Billion Dollar an Compliance-Kosten und bringt Familien Einsparungen von Tausenden von Dollar pro Fahrzeug.
Doch bevor die Steuerzahler aufatmen können, müssen wir über die Milliarden sprechen, die bereits verschwendet wurden, und über die weiteren Milliarden, die Washington noch ausgeben will.
CO₂ macht etwa 0,04 % der Erdatmosphäre aus. Es ist für die Photosynthese und das Leben selbst unverzichtbar. Pflanzen sind davon abhängig. Nutzpflanzen benötigen es. Im Laufe der Erdgeschichte blühte das Leben, als die CO₂-Konzentration weit höher war als heute.
Dennoch behandelten Politiker dieses lebenswichtige Spurengas wie giftigen Abfall. Und wenn man die Menschen erst einmal davon überzeugt hat, dass eine „Krise” herrscht, hören die Ausgaben nie mehr auf.
Jetzt kommt die gefährlichste und unehrlichste Phase der Kohlenstoffagenda.
Nachdem sie den Amerikanern erzählt hatten, dass CO₂ eine Bedrohung sei, fordern die gleichen Politiker nun die Steuerzahler auf, massive Projekte zur Kohlenstoffabscheidung und unterirdischen Speicherung zu finanzieren – Projekte, die ein harmloses, weit verbreitetes Gas in eine konzentrierte Substanz verwandeln würden, die Menschen töten kann, wenn sie entweicht.
Denken Sie darüber nach. Jahrzehntelang haben uns die Regulierungsbehörden erzählt, ihre Aufgabe sei es, Umweltgefahren zu beseitigen, Risiken zu reduzieren und die öffentliche Gesundheit zu schützen. Jetzt wollen sie absichtlich eine neue Gefahr für Gesundheit und Sicherheit schaffen, sie unterirdisch einleiten und hoffen, dass nichts schiefgeht, während sie die Rechnung an die Steuerzahler schicken.
An dieser Stelle wird das Gespräch immer unangenehm, weil es die Wahrheit offenbart.
Jedes Mal, wenn Sie hören, wie ein milliardenschweres Energieunternehmen damit prahlt, dass es „den CO₂-Ausstoß senkt“ oder „Emissionen beseitigt“, stellen Sie zwei einfache Fragen: Warum? Und wer bezahlt dafür?
Jetzt kennen wir die Antworten. Es gibt keinen wirklichen CO₂-Notstand. Und Sie bezahlen trotzdem dafür.
Wenn die Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid wirklich sicher, bewährt und wirtschaftlich rentabel wäre, würde sie keine massiven staatlichen Subventionen benötigen. Sie wäre nicht auf Steuergutschriften, Zuschüsse und staatliche Garantien angewiesen. Die Unternehmen würden sie selbst finanzieren, genau wie jede andere produktive Investition in einem freien Markt.
Stattdessen werden die Steuerzahler gezwungen, Projekte zu finanzieren, bei denen CO₂ zu gefährlichen Konzentrationen komprimiert, durch Gemeinden transportiert und in der Nähe von landwirtschaftlichen Betrieben, Wasserversorgungsanlagen und Wohngebieten unterirdisch injiziert wird. Die Aufsichtsbehörden geben zu, dass die Überwachungssysteme unvollständig sind. Die langfristige Haftung ist unklar. Und sobald das CO₂ injiziert ist, trägt die Öffentlichkeit und nicht das Unternehmen das Risiko.
Das ist kein Umweltschutz. Das ist regulatorischer Wahnsinn.
Wir sprechen derzeit viel über die Reduzierung von Verschwendung, Betrug und Missbrauch. Wir sprechen davon, die Regierung zu drängen, aufgeblähte Programme abzuschaffen, die keine wirklichen Probleme lösen. Subventionen für die Kohlenstoffabscheidung sollten ganz oben auf dieser Liste stehen.
Das ist Subvention von Unternehmen getarnt als Klimapolitik.
Es sind Milliarden Steuergelder, die ausgegeben werden, um ein von Politikern überbewertetes Problem zu „lösen”, wobei Technologien zum Einsatz kommen, die sich in großem Maßstab noch nicht bewährt haben, und gleichzeitig neue Sicherheitsrisiken geschaffen werden, die es zuvor nicht gab. Und all das geschieht, während Familien mit höheren Energiekosten, Inflation und einem Stromnetz zu kämpfen haben, das weniger zuverlässig ist als noch vor einem Jahrzehnt.
Unterdessen hat sich das globale Bild nicht verändert. Die Vereinigten Staaten werden aufgefordert, ihre Emissionen zu reduzieren, während Länder wie China weiterhin in atemberaubendem Tempo Kohlekraftwerke bauen. Die Emissionen werden nicht reduziert, sondern exportiert, zusammen mit Arbeitsplätzen und Energiesicherheit.
Die Aufhebung der Gefährdungsfeststellung durch die EPA ist ein Schritt zurück in Richtung Ehrlichkeit. Damit wird anerkannt, dass CO₂ nicht der Bösewicht ist, als der es dargestellt worden war.
Jetzt brauchen die politischen Entscheidungsträger den Mut, diese Aufgabe zu Ende zu bringen. Das bedeutet, dass sie die auf Angst basierende CO₂-Erzählung beenden, die Subventionierung politisch begünstigter Unternehmen durch Steuergelder einstellen und sich weigern müssen, im Namen der Tugendhaftigkeit neue Umwelt- und Gesundheitsrisiken zu schaffen.
Die Amerikaner brauchen kein weiteres grünes Programm. Sie brauchen bezahlbare, zuverlässige Energie und eine Regierung, die aufhört, ihnen Kosten für die Behebung von Problemen aufzubürden, die nie existiert haben.
Texas Railroad Commissioner Wayne Christian.
This article was originally published by RealClearEnergy and made available via RealClearWire.
Link: https://wattsupwiththat.com/2026/02/14/we-told-you-so-epa-was-wrong-about-CO₂-from-the-start/
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
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Vor welcher Wahl die Europäer stehen
Washingtons Gaza-„Masterplan“: Nicht mehr als eine PowerPoint-Präsentation
Trumps Verbündete verkaufen den Wiederaufbau Gazas als futuristische, KI-gestützte Utopie – an die nicht einmal die israelische Armee glaubt.
Robert Inlakesh
„Wir haben einen Masterplan … Es gibt keinen Plan B“, erklärte Jared Kushner vergangenen Monat während einer Präsentation des Board of Peace (BoP) zum Wiederaufbau Gazas auf dem Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos. Was dabei deutlich geworden ist: Es existiert nicht einmal ein kohärenter Plan A.
Obwohl Kushners Schwiegervater, US-Präsident Donald Trump, politische Legitimität für den Aufbau des sogenannten BoP erhielt – gestützt auf Zusagen zur Umsetzung seines „20-Punkte-Friedensplans“ und einer Waffenruhe für Gaza –, fehlt in der Charta des BoP auffälligerweise jede konkrete Bezugnahme auf Gaza.
Zudem war die Resolution 2803 des UN-Sicherheitsrats, die das BoP rechtlich autorisierte und sich ausdrücklich auf die Waffenruhe in Gaza bezog, bewusst vage formuliert. Sie vermied es gezielt, Mechanismen oder Verpflichtungen für den Wiederaufbau zu benennen. Stattdessen entstanden zwei parallele Konzepte.
Das erste war der Gaza Reconstitution, Economic Acceleration and Transformation Trust (GREAT Trust) – ein 38-seitiges Dokument, das vorsah, Palästinensern jeweils 5.000 Dollar zu zahlen, damit sie das Gebiet verlassen. Ausgearbeitet von israelischen Akteuren, die zuvor an der diskreditierten Gaza Humanitarian Foundation (GHF) beteiligt waren, stellte dieser Plan mit seinen „KI-gestützten Smart Cities“ weniger einen Friedensfahrplan dar als vielmehr eine Blaupause für ethnische Säuberung.
Dieselbe Stiftung, unterstützt von US-amerikanischen privaten Militärfirmen (PMCs), hatte zuvor internationale Empörung ausgelöst, nachdem Zivilisten in sogenannte „Hilfszonen“ getrieben und dort unter Beschuss genommen wurden. Mehr als 2.000 Palästinenser wurden bei diesen Einsätzen getötet.
PowerPoint-Kolonialismus
Später, im Dezember, deckte das Wall Street Journal auf, dass ein weiterer Vorschlag unter den mit den USA verbündeten Staaten der arabischen und muslimischen Welt zirkulierte. Die 32-seitige PowerPoint-Präsentation mit dem Titel „Project Sunrise“ wurde von Kushner und dem US-Sondergesandten Steve Witkoff eingebracht.
Wie beim vorherigen Konzept sah auch diese Vision ein KI-Smart-City-Modell vor, ergänzte es jedoch um weitere Elemente wie Hochgeschwindigkeitsbahn-Infrastruktur. Laut den Folien sollte dieses zehnjährige Wiederaufbauprojekt insgesamt 112,1 Milliarden Dollar kosten, wobei die USA 20 Prozent der Summe übernehmen würden.
Damals sagte Steven Cook, Senior Fellow für den Nahen Osten beim Council on Foreign Relations, dem Wall Street Journal: „Sie können so viele Folien machen, wie sie wollen“, und fügte hinzu: „In Israel glaubt niemand, dass es über den aktuellen Zustand hinausgehen wird – und alle sind damit einverstanden.“ Selbst US-Außenminister Marco Rubio äußerte Zweifel an der Realisierbarkeit des Plans, insbesondere in Bezug auf mögliche ausländische Investitionen.
Dann folgte Kushners Auftritt in Davos, der sofort Schlagzeilen machte und als völlig neuer Vorschlag mit dem Titel „Masterplan“ präsentiert wurde. Laut Kushner sollte das Projekt für ein „neues Gaza“ nun nur noch 25 Milliarden Dollar kosten.
Bei näherer Betrachtung wird jedoch klar, dass Kushner schlicht „Project Sunrise“ erneut präsentierte. Die von ihm verwendete PowerPoint enthielt exakt dieselben Folien wie im Dezember. Mit anderen Worten: Es wurde nichts wirklich Neues auf den Tisch gelegt, was nicht bereits mehr als einen Monat zuvor bekannt war.
„Neues Gaza“ als Versuchslabor
Im Gespräch mit The Cradle erklärt Akram, ein Bewohner des Flüchtlingslagers Al-Bureij in Gaza, dass die Realität vor Ort nichts mit der in den Medien verbreiteten positiven Darstellung zu tun habe. „Die Israelis lassen uns nicht einmal mobile Häuser oder vernünftige Unterkünfte bauen, sie bombardieren uns weiterhin jeden Tag – und dann sehen wir KI-Bilder von einem Gaza, das reicher sein soll als israelische Städte?“, sagt er mit bitterem Sarkasmus. Er fügt hinzu:
„Hören Sie, glauben Sie wirklich, sie hätten zwei Jahre lang einen Völkermord begangen und all unsere Häuser zerstört, nur um uns danach ein Paradies zu bauen? Und dass all das passiert, wenn der Widerstand seine Waffen niederlegt? Nein. Sie versuchen, uns zu ködern, wie sie es immer getan haben, mit dem Versprechen: ‚Wenn ihr eure Waffen abgebt, werdet ihr wie Singapur.‘ Das glaubt niemand.“
Kurz nachdem Akram mit The Cradle gesprochen hatte, hielt der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu eine Rede vor einer Sondersitzung der Knesset. Darin stellte er klar, dass „die nächste Phase nicht der Wiederaufbau“ sei. Stattdessen erklärte er, dass die Entwaffnung den Kern von Phase 2 der Waffenruhe bilden werde.
In seiner „Masterplan“-Präsentation behauptete Kushner, die Beseitigung der Trümmer in Gaza würde lediglich zwei bis drei Jahre dauern. Laut UN-Schätzungen hingegen könnte diese Aufgabe bis zu 15 Jahre in Anspruch nehmen, bei Kosten von über 650 Millionen Dollar.
Diese Zahlen stammen zudem aus dem Juli 2024 und berücksichtigen somit mehr als ein weiteres Jahr an Zerstörung nicht. Israel hat seine rund um die Uhr laufende Demontage palästinensischer Infrastruktur seit Inkrafttreten der sogenannten Waffenruhe am 8. Oktober 2025 nicht eingestellt.
Ein Mitarbeiter einer humanitären NGO in Gaza berichtet The Cradle, dass selbst das zivile-militärische Koordinationszentrum (CMCC) der Waffenruhe, das eigentlich humanitäre Standards durchsetzen sollte, inzwischen als System der „Einschüchterung“ fungiere, das „grundlegende Moralvorstellungen verletzt“.
Am 21. Januar berichtete Drop Site News über geleakte Dokumente, die Pläne für den Bau einer „israelischen Panoptikum-Stadt“ offenlegten, die in von Israel kontrolliertem Gebiet im Süden Rafahs entstehen soll. The Guardian meldete anschließend, dass die Vereinigten Arabischen Emirate erwägen, das Projekt zu finanzieren. Die geleakten Baupläne beschrieben eine „Modellstadt“, in der die Bewohner rund um die Uhr überwacht würden – wie Versuchstiere – und gezwungen wären, biometrische Daten abzugeben, um Zutritt zu erhalten.
Rafah als Prototyp eines Gefängnisses
Den Vereinigten Arabischen Emiraten wird vorgeworfen, fünf mit dem IS verbundene Milizen zu unterstützen, die Israel geschaffen habe, um gegen Hamas zu kämpfen. Diese Gruppen sollten ursprünglich über ein ähnliches Lager-Stadt-Modell in Rafah herrschen. Tatsächlich hatte der israelische Verteidigungsminister Israel Katz während der 60-tägigen Waffenruhe Anfang 2025 sogar den Bau einer solchen „Gemeinschaft“ angeordnet. Israel beabsichtigt seit Langem, rund 600.000 Palästinenser in eine derartige, eingezäunte Anlage umzusiedeln.
Die Rolle der Emirate in diesem Vorhaben reicht weiter zurück als ihr jüngstes Angebot zur Finanzierung einer solchen Konzentrationslager-Stadt. Bereits im Januar 2024 eröffneten sie offiziell sechs Entsalzungsanlagen auf der ägyptischen Seite der Gaza-Grenze – zufälligerweise mit einer Kapazität zur Wasserversorgung von 600.000 Menschen.
Vor der Waffenruhe und dem Zusammenbruch des privatisierten Hilfssystems bestand der Plan darin, die PMCs der GHF einzusetzen, um Zivilisten in ein solches Stadtgebiet zu locken. Dort angekommen, sollten die Palästinenser unter der Herrschaft von Israels mit dem IS verbundenen Proxy-Milizen stehen.
Laut Analysen der Forensic-Architecture-Gruppe bereitet Israel erneut Land vor, um ein solches Projekt umzusetzen. Gleichzeitig wirbt UG Solutions – das Unternehmen, das die PMCs der GHF anheuerte – erneut mit Stellenangeboten im belagerten Gebiet.
Enteignung im Gewand des Wiederaufbaus
Trotz der schwindelerregenden Abfolge an Schlagworten – BoP, GREAT, Sunrise, Panopticon – bleibt das Ergebnis dasselbe: kein Wiederaufbau, keine Souveränität und kein Ende der Besatzung. Die verschiedenen Konzepte zielen weniger auf Frieden als darauf ab, Palästinenser in Kontrollzonen zu zwingen, die von Tel Aviv und dessen regionalen Verbündeten überwacht werden.
Von Fantasien einer „Gaza-Riviera“ bis hin zu Vorschlägen, den Wiederaufbau auf Gebiete unter israelischer Militärkontrolle zu beschränken, handelt es sich letztlich um PowerPoint-Projektionspolitik. Eine Endlosschleife aus Plänen und Slogans hat nichts Substanzielles hervorgebracht. Stattdessen setzt das israelische Militär seinen täglichen Krieg der Auslöschung gegen Gazas Land, Bevölkerung und Zukunft fort.
Selbst Kushners 25-Milliarden-Dollar-Fantasie ist genau das: eine Fantasie. In den drei Monaten seit der UN-Resolution hat Washington nichts weiter geliefert als KI-generierte Stadtlandschaften und recycelte Präsentationen. Der einzige tatsächlich umgesetzte Plan ist der, der täglich voranschreitet – die Zerstörung Gazas.
„Terminator“-Moment: Humanoider Roboterhersteller mit KI-Modell namens „Skynet“ entsendet Tausende Bots in die Ukraine und kooperiert mit dem Verteidigungsministerium an der Zukunft der Kriegsführung.
Von The WinePress
„Vorzugeben, dass man Roboter nicht als Waffen einsetzen muss, klingt auf den ersten Blick tugendhaft, ist es aber in Wirklichkeit nicht“, sagt Sankaet Pathak, CEO von Foundation.
Humanoide Roboter halten nun Einzug auf das Schlachtfeld und gestalten damit die Zukunft der Kriegsführung. Foundation Future Industries, ein aufstrebender Roboterhersteller in den USA, gab kürzlich bekannt, dass er Tausende seiner Roboter in der Ukraine und auf dem Schlachtfeld einsetzt, und teilte gleichzeitig mit, dass auch das Kriegsministerium Interesse an dem Unternehmen gezeigt hat.
Die Trump-Regierung hat in den letzten Monaten mehrfach ihre Ambitionen bekundet, Fabriken mit Androiden und anderen Robotern auszustatten, wobei Trump sogar lobte, dass diese Roboter echte Arbeiter ersetzen würden.
Die Foundation Future Industries (Foundation) ist eines der Unternehmen, die dies möglich machen. Auf ihrer Website schreibt das Unternehmen: „Wir bauen autonome Maschinen, die alles tun können, was die Menschheit will.“

Die Stiftung hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt:
Technologien entwickeln, die ein selbsttragendes Leben auf der Erde und darüber hinaus ermöglichen.
Um dieses Ziel zu erreichen, werden wir folgenden Weg einschlagen:
- Die leistungsfähigsten humanoiden Roboter bauen.
- Humanoide Roboter skalieren (über 1 Mrd. USD Jahresumsatz).
- „Flottenkohärenz”1 erreichen.
- Mit den Gewinnen eine Basis in der Antarktis errichten.
- Entwicklung weiterer Technologien, die für den Bau und Betrieb von Basen in der Antarktis, auf dem Mond, dem Mars und darüber hinaus erforderlich sind.
- Bau von Basen auf dem Mond und dem Mars.
Der Android des Unternehmens heißt Phantom MK1. „Phantom wurde für Kraft und flüssige Bewegungen entwickelt und beseitigt das „roboterhafte” Gefühl, sodass es sich nahtlos in menschliche Umgebungen integrieren lässt”, so die Stiftung.

Interesting Engineering verglich diese Bots mit den B-1-Kampfdroiden aus Star Wars.

Nun machen sich diese Humanoiden auf den Weg ins Schlachtfeld. Die Stiftung gibt bekannt, dass sie mit dem Verteidigungsministerium zusammenarbeitet, um diese Roboter in Kriegsgebiete zu bringen.
Wir widmen uns der Entwicklung eines Humanoiden, der in der Fertigung, Logistik, im häuslichen Umfeld und sogar in der Verteidigung eingesetzt werden kann. Die Verteidigung ist entscheidend für den Aufbau und Schutz der Infrastruktur, die für ein selbsttragendes Leben notwendig ist. Im Gegensatz zu den meisten Humanoiden-Unternehmen in den USA, die sich zur Nichtbewaffnung verpflichtet haben, sind unsere Roboter für den Einsatz in diesen Umgebungen konzipiert. Wir glauben, dass es unerlässlich ist, dass sie diese Aufgaben beherrschen, um die Expansion der Menschheit zu unterstützen.
In einer Zeit, in der Gegner aktiv verteidigungsorientierte Roboter entwickeln, müssen die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten Schritt halten, um sicherzustellen, dass unsere technologischen Fähigkeiten weiter ausgebaut werden. Die USA und ihre Verbündeten stehen für den Gipfel menschlicher Errungenschaften, und die Welt profitiert davon, dass sie eine Supermacht bleiben. Daher sind wir entschlossen, mit dem Verteidigungsministerium zusammenzuarbeiten, um sicherzustellen, dass unsere Verbündeten stets die technologische Überlegenheit behalten, die sie benötigen.
Die Phantom MK1 werden von dem angetrieben, was das Unternehmen als „fortschrittlichstes physikalisches Basismodell“ bezeichnet.
Wie nennen sie es, fragen Sie sich vielleicht? Natürlich „Skynet“ – der Name der bösen, empfindungsfähigen KI, die sich gegen die Menschheit auflehnt und ihre Armee von Terminator-Robotern entfesselt, wie in der Terminator-Reihe zu sehen ist.

Das Magazin „Assembly“ berichtete im Dezember über die Pläne von Foundation, Zehntausende dieser Roboter für das DoW zu produzieren. „Der humanoide Phantom-Roboter von Foundation ist für eine maximale Nutzlast von 44 Pfund ausgelegt, einschließlich tödlicher Waffen. Das Unternehmen plant, in diesem Jahr 40 Roboter zu bauen, 10.000 im Jahr 2026 und 40.000 im Jahr 2027“, berichtete das Magazin.
„Vorzugeben, dass man Roboter nicht als Waffen einsetzen muss, klingt auf den ersten Blick tugendhaft, ist es aber in Wirklichkeit nicht“, sagt Sankaet Pathak, CEO von Foundation. „Die zweite Version davon wäre dann […], sie mit Waffen auszustatten, zum Beispiel mit Granaten und ähnlichen Dingen“, erklärte er gegenüber News Nation.
Pathak war kürzlich bei Fox Business, wo er seine Partnerschaft mit dem DoW erläuterte und erklärte, wie viele Roboter seines Unternehmens in die Ukraine geliefert werden sollen.
Moderatorin Maria Bartiromo sagte, die Stiftung habe „ein von den USA vermitteltes Abkommen mit der Ukraine über den Einsatz humanoider Roboter für Überwachungs-, Logistik- und andere risikoreiche Operationen geschlossen […] Das ist die Art von Roboter, die ich gerne sehe, denn man würde lieber eine Maschine in Gefahr bringen als einen Menschen.“
Pathak lobte drei Hauptanwendungsfälle mit dem DoW: „Logistikarbeiten“, weil die Roboter mehr Ausrüstung holen oder transportieren können, ohne dass man befürchten muss, dass Menschen von Drohnen aus der Luft beschossen werden; Inspektion und Wartung; und drittens „Aufklärung“, „die in Zukunft im Krieg an Bedeutung gewinnen wird“, erklärte der CEO.
„Das ist wirklich spannend“, antwortete Bartiromo. Pathak fügte hinzu: „Ich glaube nicht, dass sich jemand mit Amerika anlegen will, wenn Amerika über Hunderttausende von Humanoiden und Robotern verfügt, die jederzeit einsatzbereit sind – das ist der größte Friedensbeschleuniger unserer Zeit. Wir denken paradox: Mehr Humanoide im Militär bedeuten mehr Frieden auf der Welt.“
Pahket wurde auch gebeten, sich zu den jüngsten kontroversen Äußerungen von Microsofts KI-Chef Musafa Suleyman zu äußern, der sagte, dass alle Büroarbeiten in etwa 18 Monaten durch KI und Robotik ersetzt werden.
„Ich denke, dass wir bei den meisten, wenn nicht sogar allen beruflichen Aufgaben eine Leistung auf menschlichem Niveau erreichen werden“, sagte er. „Bei Büroarbeiten, bei denen man am Computer sitzt, sei es als Anwalt, Buchhalter, Projektmanager oder Marketingmitarbeiter, werden die meisten dieser Aufgaben innerhalb der nächsten 12 bis 18 Monate vollständig durch KI automatisiert werden.“
„Es handelt sich also um eine andere Beziehung zur Technologie, und das hat sich in den letzten sechs Monaten entwickelt“, sagte Suleyman.
Darüber hinaus gab Dario Amodei, CEO von Anthropic, letzte Woche eine ähnliche Warnung heraus.
„Ich gehe davon aus, dass 50 % der Einstiegsjobs für Angestellte innerhalb von 1 bis 5 Jahren wegfallen werden, auch wenn ich vermute, dass wir schon in weniger als 5 Jahren über leistungsstarke KI verfügen werden (die technologisch gesehen ausreichen würde, um die meisten oder sogar alle Jobs zu erledigen, nicht nur Einstiegsjobs).“
Bakhat sagt: „Ich stimme ihm tatsächlich zu. […] Das ist das, was der Singularität am nächsten kommt.“
Er konnte die Frage zwar nicht vollständig beantworten, da er sich nicht sicher ist, sagte er, dass die Sklaverei nie wirklich abgeschafft wurde, sondern lediglich in „finanzielle Anreize” umgewandelt wurde, die Menschen dazu zwingen, ständig lange Stunden in Jobs zu arbeiten, die sie hassen, mit geringer Bezahlung und geringen Sozialleistungen, von denen sie kaum leben können. Er glaubt daher, dass KI und Robotik das Potenzial haben, dies zu ändern, warnte jedoch davor, dass dies kurzfristig einen großen Schock, einen „Überschall-Tsunami”, auslösen würde.
AUTORENKOMMENTAR
Diese Narren haben ihren KI-Algorithmus, der ihre Androiden antreibt, buchstäblich Skynet genannt! Aber keine Sorge, es wird schon nichts schiefgehen, oder?
Das ist so absurd, dass man nur noch darüber lachen kann. Ich meine, wir wussten, dass alles in diese Richtung gehen würde, aber tatsächlich den Namen Skynet aus der Terminator-Reihe zu verwenden, ist einfach eine Einladung dafür, dass alles aus dem Ruder läuft.
Hegseth hat die Pläne des DoW, ein eigenes Skynet zu schaffen, um mithilfe von KI alle zukünftigen Kriege zu dominieren, ziemlich deutlich dargelegt.
Was die anderen Kommentare dazu betrifft, dass KI all diese Büroarbeiten ersetzen wird, so besteht kein Zweifel daran, dass KI und Robotik dies tun werden, aber ich bezweifle stark, dass dies innerhalb von 18 Monaten geschehen wird, wie der CEO von Microsoft behauptet. Microsoft hat Mühe, die Leute dazu zu bringen, ihre nutzlose CoPilot-KI zu verwenden, daher ist er übermäßig eifrig. Allerdings werden mehr Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren, einfach weil die Wirtschaft in Trümmern liegt. KI wird zweifellos zum Verlust von Arbeitsplätzen führen, aber wir wissen auch, dass „KI” als Entschuldigung für alles herhalten wird, von einer bröckelnden Wirtschaft über Unternehmenszusammenschlüsse bis hin zur Einfuhr billiger Arbeitskräfte aus dem Ausland.
Der Hauptarchitekt der „Disinformation Dozen“-Liste tritt zurück, nachdem die „Epstein Files“ ein verworrenes Netz der Zensur enthüllt haben
Von Michael Nevradakis, Ph.D.
Die Veröffentlichung der Liste „The Disinformation Dozen“ mit den 12 „führenden Online-Impfgegnern“ im Jahr 2021 löste Bemühungen aus, den US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr., Sayer Ji und andere lautstarke Kritiker der COVID-19-Pandemiepolitik und -Impfstoffe zu diskreditieren. Fünf Jahre später führte die Veröffentlichung der „Epstein Files“ zum Rücktritt eines der Architekten der Liste – Morgan McSweeney.
Die Veröffentlichung der Liste „The Disinformation Dozen“ mit den 12 „führenden Online-Impfgegner*innen“ im Jahr 2021 löste Bemühungen aus, den US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr., Sayer Ji und andere lautstarke Kritiker*innen der COVID-19-Pandemiepolitik und -Impfstoffe zu diskreditieren.
Fünf Jahre später führte die Veröffentlichung der „Epstein Files“ zum Rücktritt eines der Architekten der Liste – Morgan McSweeney.
McSweeney, Stabschef des britischen Premierministers Keir Starmer, trat am Sonntag zurück. Im Jahr 2018 war er Mitbegründer des später als Center for Countering Digital Hate (CCDH) bekannten Zentrums, das die Liste „Disinformation Dozen“ veröffentlichte.
McSweeneys Rücktritt war eine Folge seiner früheren Unterstützung für Peter Mandelson, den ehemaligen britischen Botschafter in den USA.
Mandelson wird in den Epstein-Akten wegen seiner engen Verbindungen zu dem in Ungnade gefallenen Finanzier und registrierten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein erwähnt. McSweeney hatte Starmer geraten, Mandelson zum Botschafter zu ernennen.
Starmer entließ Mandelson im September 2025 aus seinem Amt, nachdem E-Mails zwischen Mandelson und Epstein veröffentlicht worden waren. In den E-Mails hatte Mandelson angedeutet, dass Epsteins Verurteilung wegen Anstiftung zur Prostitution eines Kindes im Jahr 2008 unrechtmäßig sei und aufgehoben werden sollte.
Die Epstein-Akten zeigten auch, dass Mandelson sensible Regierungsinformationen an Epstein weitergegeben hatte. Die britische Metropolitan Police leitete eine strafrechtliche Untersuchung gegen Mandelson ein, während Starmer sich bei den Opfern von Epsteins Sexhandel entschuldigte.
In seinem Rücktrittsschreiben übernahm McSweeney die „volle Verantwortung” dafür, Starmer zur Ernennung von Mandelson geraten zu haben.
Ji, der als einer der „Disinformation Dozen“ (Zwölf Desinformations-Persönlichkeiten) gelistet ist, erklärte gegenüber The Defender, dass McSweeneys Rücktritt zeige, dass „die Architektur hinter einem Jahrzehnt politischer Zensur sichtbar wird“.
„Dieselbe politische Kultur, die die Hinterzimmerpolitik, die Leugnung und die Durchsetzung durch Stellvertreter normalisiert hat, ist auch die Kultur, die das CCDH hervorgebracht hat – und es vor kritischer Prüfung geschützt hat, während es den öffentlichen Diskurs auf beiden Seiten des Atlantiks neu gestaltet hat“, schrieb Ji auf Substack.
In den ersten Jahren richtete sich das CCDH mit Vorwürfen des Antisemitismus gegen linke Politiker und unabhängige Medien in Großbritannien. Später nahm es „Fehlinformationen“ und „Desinformation“ in den USA ins Visier.
Die Biden-Regierung und die Unternehmensmedien nutzten die „Disinformation Dozen“-Liste, um Persönlichkeiten wie Kennedy und Ji zu diskreditieren. Social-Media-Plattformen sperrten diejenigen, die auf der Liste standen.
Interne Dokumente, die 2024 durchgesickert waren, zeigten, dass CCDH versuchte, „Black Ops“ gegen Kennedy zu starten und „Musks Twitter zu killen“ – heute bekannt als X. „Black Ops“ bezieht sich auf geheime Operationen, die von Regierungen oder anderen Organisationen durchgeführt werden, die ihre Beteiligung verbergen.
Die Epstein-Akten enthalten keine Beweise dafür, dass Epstein an den Operationen des CCDH beteiligt war, sagte Ji. Aber sie enthüllen eine „operative Abstammungslinie“, die Epstein mit Persönlichkeiten wie Mandelson und McSweeney verbindet und „die verborgenen Ursprünge des CCDH – und die elitären Netzwerke, die nun durch die Epstein-Akten ans Licht kommen“ offenbart.
„Die Epstein-Akten helfen zu erklären, warum die Zensur so aggressiv wurde“, sagte Seamus Bruner, Forschungsdirektor am Government Accountability Institute. „Das CCDH und ähnliche Einrichtungen fungierten weniger als neutrale Wachhunde, sondern eher als Durchsetzungsmechanismen – sie schützten Systeme, nicht den öffentlichen Diskurs.“
CCDH exportierte die britische Zensurinfrastruktur in die USA.
McSweeney arbeitete bereits seit 2001 eng mit Mandelson zusammen und war laut Ji auch die Schlüsselfigur hinter der Gründung von CCDH.
„McSweeney konzipierte, entwickelte und strukturierte die Organisation, die später zum CCDH wurde – zunächst als politische Waffe innerhalb der Labour-Partei, später als transatlantische Nichtregierungsorganisation, die gegen Journalisten, Verleger, Ärzte und politische Dissidenten eingesetzt wurde“, schrieb Ji.
Laut Ji richtete sich die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit vor allem auf den CEO der CCDH, Imran Ahmed – der nun von der Ausweisung aus den USA bedroht ist – und seine Rolle bei der Online-Zensur. „Wenn Ahmed der Vollstrecker war, dann war McSweeney der Planer“, schrieb Ji.
Im Jahr 2018 gründeten McSweeney und Ahmed gemeinsam Brixton Endeavours Limited, das sie 2019 in CCDH umbenannten. Laut Ji war der überraschende Wahlerfolg von Jeremy Corbyn im Jahr 2017 der Auslöser für die Gründung der Organisation.
Ji schrieb, dass McSweeney, der sich selbst als „Zentrist“ bezeichnete, Corbyn, der den linken Flügel der britischen Labour-Partei vertrat, als Bedrohung ansah. Die beiden starteten Angriffe gegen Personen und Medien, die Corbyn unterstützten, und beschuldigten sie des Antisemitismus. Die Angriffe führten dazu, dass mehrere Medien und Social-Media-Konten von den Plattformen verbannt wurden.
Die Angriffe trugen auch zum Sturz Corbyns und zum anschließenden Aufstieg Starmer bei.
Laut Ji ging das CCDH „direkt” aus Labour Together und einer parallelen Gruppe namens Stop Funding Fake News hervor, die von McSweeney und Ahmed ins Leben gerufen worden war.
Ji sagte, das CCDH habe „dieselben Mitarbeiter und dieselbe Infrastruktur mit dunklen Geldquellen eingesetzt, mit denen sie Jeremy Corbyn zerstört hatten – und dann das gleiche Spielbuch gegen US-amerikanische Gesundheitsverlage und unabhängige Medien angewendet”.
Ji sagte, dass McSweeney 100 Mitarbeiter der Labour Party in die USA geschickt habe, um die Demokratische Partei in den Swing States vor den Präsidentschaftswahlen 2024 zu unterstützen – was zu einer Beschwerde bei der Federal Election Commission führte.
„Die gleiche dunkle Finanzierung. Nur die Ziele haben sich geändert.“
Sobald CCDH in den USA aktiv war, beschränkte es seine Aktivitäten nicht auf versuchte Wahlbeeinflussung. Stattdessen richtete die Organisation „ihre Aufmerksamkeit auf amerikanische Bürger – Verfechter der Gesundheitsfreiheit, unabhängige Journalisten und öffentliche Kommentatoren, die die Politik der COVID-Ära in Frage stellten“.
Ji schrieb:
„Die Umfirmierung verlief nahtlos. Die gleiche organisatorische Infrastruktur. Das gleiche Demonetarisierungs-Spielbuch. Das gleiche Vertrauen auf nicht widerlegbare moralische Anschuldigungen – Anschuldigungen, bei denen eine Zurückweisung als Bestätigung gewertet wird. Die gleiche Ausnutzung des Vertrauens in Institutionen. Die gleiche undurchsichtige Finanzierung. Nur die Ziele haben sich geändert.“
Der Bericht „Disinformation Dozen“ hebt die Bemühungen des CCDH hervor, gegen mutmaßliche Desinformation und Fehlinformationen vorzugehen. Die interne Analyse von Facebook widersprach später der Behauptung des CCDH, dass „Disinformation Dozen“ für 65 % der Online-Inhalte gegen Impfungen verantwortlich sei, so Ji. Aber „Präzision war nie das Ziel“.
„Innerhalb weniger Monate“ zitierte das Weiße Haus die Bezeichnung „Disinformation Dozen“. „Social-Media-Plattformen beschleunigten die Deplatforming-Maßnahmen. Die Werbeeinnahmen brachen ein“, sagte Ji.
Ji sagte, dass das CCDH „nicht allein handelte“. Die Aktivitäten des CCDH standen im Einklang mit denen von Bundesbehörden wie dem US-Heimatschutzministerium und denen des britischen Institute for Strategic Dialogue (ISD), das von der Gates Foundation finanziert wurde.
Das CCDH hatte auch Mittel von den Open Society Foundations erhalten, die mit dem Finanzier George Soros in Verbindung stehen.
„Reine Tyrannei, getarnt als öffentliche Gesundheit“
Schon vor der Veröffentlichung der „Disinformation Dozen“ unterstützte das ISD das CCDH und dessen Bemühungen, „Fehlinformationen“ und „Desinformation“ zu bekämpfen. Im Jahr 2019 veröffentlichte das ISD in Zusammenarbeit mit der BBC einen Bericht, in dem Jis GreenMedInfo auf einer Liste von „Websites, die Desinformation verbreiten“ aufgeführt war, die von der Faktenprüfungsgruppe NewsGuard bereitgestellt wurde.
Im Jahr 2022 veröffentlichte der investigative Journalist Kris Ruby eine Whistleblower-Aussage, aus der hervorgeht, dass CCDH eine der Organisationen war, die Twitter mit Zensur-Wortlisten versorgten, mit denen Nutzer identifiziert und ins Visier genommen wurden, die zu bestimmten Themen Beiträge veröffentlichten.
Laut Ruby spielten die Centers for Disease Control and Prevention unter Biden „eine wichtige Rolle bei der Erstellung dieser Wortlisten“.
„Hier ging es nicht um Fehlinformationen. Es ging um Zulassungsstrukturen – wer sprechen darf, wer gelöscht werden darf und wer entscheidet, ohne demokratische Rechenschaftspflicht”, schrieb Ji.
Mehrere Personen, die in den „Disinformation Dozen” genannt wurden, sagten, sie fühlten sich durch die Enthüllungen in den Epstein Files und McSweeneys Rücktritt bestätigt.
Charlene Bollinger, Gründerin von The Truth About Vaccines und The Truth About Cancer, sagte, sie sei „dankbar, dass sie bestätigt wurde – aber noch dankbarer, dass die Welt nun sieht, was wir die ganze Zeit gesehen und gesagt haben … während wir unermüdlich daran gearbeitet haben, die Wahrheit über Big Pharma, die medizinische Mafia und das Impfstoffkartell zu verbreiten“.
„Die Rechtfertigung ist struktureller Natur“, sagte Ji gegenüber The Defender. „Die Akten zeigen, dass es bei der Erzählung der ‚Disinformation Dozen‘ nicht um die Wahrheit ging – es ging um die präventive Eindämmung von Kritikern, die zu früh die wahren Machtstrukturen erkannt hatten.“
„Was wir hier sehen, ist reine Tyrannei, die sich als öffentliche Gesundheit tarnt“, sagte Chiropraktiker Ben Tapper.
Epsteins Verbindung zum CCDH und den „Disinformation Dozen“
Epstein scheint nicht direkt mit dem CCDH in Verbindung zu stehen. Aber „die gleiche politische Kultur der geheimen Hinterzimmergeschäfte, die das Epstein-Netzwerk funktionsfähig machte, brachte auch das CCDH hervor“, sagte Ji.
Innerhalb dieses Netzwerks fungierte Epstein „als Schaltzentrale, die Zugang, Kapital und Einfluss zwischen Bereichen vermittelte, die niemals miteinander in Verbindung gebracht werden sollten“, schrieb Ji. Zu diesen Bereichen gehörten Regierungspolitik, Wall Street, Pandemie-Finanzierung, Durchsetzung von Narrativen und Zugang zu Elite-Persönlichkeiten wie Bill Gates.
Ji sagte, dass die Enthüllungen aus den Epstein-Akten, die am 30. Januar veröffentlicht wurden und das Ausmaß der Beziehungen zwischen Mandelson und Epstein zeigen, auch für McSweeney vernichtend sind. Er wurde „weithin als Peter Mandelsons Protegé bezeichnet“, mit Verbindungen, die bis ins Jahr 2001 zurückreichen, als McSweeney für Mandelson im Wahlkampf der Labour-Partei arbeitete.
Mandelsons soziale Verbindungen zu Epstein waren bereits vor der Veröffentlichung der Akten bekannt. Sie wurden jedoch allgemein als Ausrutscher in einer ansonsten angesehenen politischen Karriere angesehen. Jetzt „gibt es diese Sichtweise nicht mehr”, schrieb Ji.
In einer E-Mail an Jes Staley, einen leitenden Angestellten von JPMorgan Chase, schrieb Epstein 2009, Mandelson sei „in jeder Hinsicht … stellvertretender Premierminister” des Vereinigten Königreichs.
In einem E-Mail-Austausch aus dem Jahr 2009 diskutierten Mandelson und Epstein die Bemühungen des Ersteren, sich für eine Senkung der Steuer auf Bankerboni einzusetzen. In einer E-Mail an Epstein schrieb Mandelson, dass Jamie Dimon, CEO von JPMorgan Chase, den damaligen britischen Finanzminister Alistair Darling im Rahmen dieser Lobbyarbeit „leicht bedrohen“ sollte.
Die Epstein-Akten enthüllten Beweise dafür, dass Epstein später mit JPMorgan Chase zusammenarbeitete, um weltweit eine Infrastruktur zur Pandemievorsorge zu entwickeln und zu finanzieren.
„Die politische Kultur, die CCDH hervorgebracht hat – die Kultur der Hinterzimmergeschäfte, der dunklen Geldflüsse, der abstreitbaren Stellvertreter und der als Waffe eingesetzten moralischen Framing – ist dieselbe politische Kultur, die das Epstein-Netzwerk ermöglicht hat“, schrieb Ji.
Das CCDH wird derzeit vom Kongress untersucht, und das Ausweisungsverfahren gegen Ahmed läuft.
In einer Eingabe beim US-Bezirksgericht für den südlichen Bezirk von New York Anfang dieses Monats beschrieb das US-Außenministerium Ahmed als „wichtigen Mitarbeiter der Biden-Regierung bei der Instrumentalisierung der nationalen Sicherheitsbürokratie, um US-Bürger zu zensieren und US-Unternehmen zur Zensur zu zwingen“.
KI-Bots holen gegenüber Menschen als Quelle für Web-Traffic auf
Von Will Knight via Wired
Das Internet geht vor die
HundeBots. Agentische KI-Bots verdrängen menschliche Aktivitäten auf typisch akzelerationistische Weise: „Beweg dich schnell und zerstöre Dinge.“ Der virtuelle Assistent OpenClaw ist nur die Spitze des Eisbergs, wenn KI-Bots ohne Menschen mit anderen KI-Bots interagieren. Wer liest das überhaupt? Noch mehr Bots, aber wahrscheinlich keine Menschen. Das Internet ist wie ein Mülleimer, der bis zum Rand mit Müll gefüllt ist, der irgendwann in einem Müllcontainerbrand enden wird. ⁃ Patrick Wood, Herausgeber.
Der virale virtuelle Assistent OpenClaw – früher bekannt als Moltbot und davor als Clawdbot – ist ein Symbol für eine umfassendere Revolution, die die Funktionsweise des Internets grundlegend verändern könnte. Anstelle eines Ortes, der in erster Linie von Menschen bewohnt wird, könnte das Web schon bald von autonomen KI-Bots dominiert werden.
Ein neuer Bericht, der die Bot-Aktivitäten im Web misst, sowie damit verbundene Daten, die das Internet-Infrastrukturunternehmen Akamai mit WIRED geteilt hat, zeigen, dass KI-Bots bereits einen bedeutenden Anteil am Web-Traffic ausmachen. Die Ergebnisse werfen auch ein Licht auf einen immer ausgefeilteren Wettlauf, in dem Bots clevere Taktiken einsetzen, um die Abwehrmechanismen von Websites zu umgehen, die sie eigentlich fernhalten sollen.
„Der Großteil des Internets wird in Zukunft aus Bot-Traffic bestehen“, sagt Toshit Pangrahi, Mitbegründer und CEO von TollBit, einem Unternehmen, das Web-Scraping-Aktivitäten verfolgt und den neuen Bericht veröffentlicht hat. „Es handelt sich nicht nur um ein Urheberrechtsproblem, sondern um eine neue Art von Besuchern im Internet.“
Die meisten großen Websites versuchen, die Inhalte zu begrenzen, die Bots scrapen und zu Trainingszwecken an KI-Systeme weiterleiten können. (Die Muttergesellschaft von WIRED, Condé Nast, sowie andere Verlage verklagen derzeit mehrere KI-Unternehmen wegen angeblicher Urheberrechtsverletzungen im Zusammenhang mit KI-Training.
Aber auch eine andere Art des KI-bezogenen Website-Scrapings ist derzeit auf dem Vormarsch. Viele Chatbots und andere KI-Tools können mittlerweile Echtzeitinformationen aus dem Internet abrufen und diese zur Erweiterung und Verbesserung ihrer Ergebnisse nutzen. Dazu können aktuelle Produktpreise, Kinoprogramme oder Zusammenfassungen der neuesten Nachrichten gehören.
Laut den Daten von Akamai hat der Trainings-bezogene Bot-Traffic seit Juli letzten Jahres stetig zugenommen. Gleichzeitig nehmen auch die weltweiten Aktivitäten von Bots zu, die Webinhalte für KI-Agenten abrufen.
„KI verändert das Internet, wie wir es kennen“, sagt Robert Blumofe, Chief Technology Officer bei Akamai, gegenüber WIRED. „Der daraus resultierende Wettlauf wird das zukünftige Aussehen, die Handhabung und die Funktionalität des Internets sowie die Grundlagen der Geschäftsabwicklung bestimmen.“
TollBit schätzt, dass im vierten Quartal 2025 durchschnittlich jeder 50. Besuch auf den Websites seiner Kunden von einem KI-Scraping-Bot stammte. In den ersten drei Monaten des Jahres 2025 war es nur jeder 200. Das Unternehmen gibt an, dass im vierten Quartal mehr als 13 Prozent der Bot-Anfragen die Datei robots.txt umgangen haben, mit der einige Websites angeben, welche Seiten Bots meiden sollen. Laut TollBit stieg der Anteil der KI-Bots, die robots.txt ignorieren, vom zweiten bis zum vierten Quartal des letzten Jahres um 400 Prozent.
TollBit meldete außerdem einen Anstieg der Anzahl von Websites, die im letzten Jahr versucht haben, KI-Bots zu blockieren, um 336 Prozent. Pangrahi sagt, dass die Scraping-Techniken immer ausgefeilter werden, da Websites versuchen, die Kontrolle darüber zu erlangen, wie Bots auf ihre Inhalte zugreifen. Einige Bots tarnen sich, indem sie ihren Datenverkehr so aussehen lassen, als käme er von einem normalen Webbrowser, oder indem sie Anfragen senden, die die normale Interaktion von Menschen mit Websites imitieren. Die Studie von TollBit stellt fest, dass das Verhalten einiger KI-Agenten mittlerweile kaum noch von menschlichem Web-Traffic zu unterscheiden ist.
TollBit vermarktet Tools, mit denen Website-Betreiber KI-Scraper für den Zugriff auf ihre Inhalte zur Kasse bitten können. Andere Unternehmen, darunter Cloudflare, bieten ähnliche Tools an. „Jeder, der auf menschlichen Web-Traffic angewiesen ist – angefangen bei Verlagen, aber im Grunde genommen jeder – wird davon betroffen sein“, sagt Pangrahi. „Es muss einen schnelleren Weg geben, um diesen maschinellen, programmatischen Austausch von Werten zu ermöglichen.“
WIRED hat versucht, 15 in dem TollBit-Bericht genannte KI-Scraping-Unternehmen um eine Stellungnahme zu bitten. Die meisten haben nicht geantwortet oder waren nicht erreichbar. Einige gaben an, dass ihre KI-Systeme darauf abzielen, die technischen Grenzen zu respektieren, die Websites zur Einschränkung des Scrapings eingerichtet haben, wiesen jedoch darauf hin, dass solche Schutzvorkehrungen oft komplex und schwer zu befolgen sind.
Or Lenchner, CEO von Bright Data, einem der weltweit größten Web-Scraping-Unternehmen, sagt, dass die Bots seines Unternehmens keine nicht-öffentlichen Informationen sammeln. Bright Data wurde zuvor von Meta und X wegen angeblich unzulässigen Scrapings von Inhalten ihrer Plattformen verklagt. (Meta zog später seine Klage zurück, und ein Bundesrichter in Kalifornien wies die von X eingereichte Klage ab.
Karolis Stasiulevičiu, ein Sprecher eines anderen genannten Unternehmens, ScrapingBee, sagte gegenüber WIRED: „ScrapingBee arbeitet nach einem der Grundprinzipien des Internets: Das offene Web soll zugänglich sein. Öffentliche Webseiten sind von Natur aus sowohl für Menschen als auch für Maschinen lesbar.“
Oxylabs, ein weiteres Scraping-Unternehmen, erklärte in einer nicht unterzeichneten Stellungnahme, dass seine Bots „keinen Zugriff auf Inhalte hinter Logins, Paywalls oder Authentifizierungen haben. Wir verlangen von unseren Kunden, dass sie unsere Dienste nur für den Zugriff auf öffentlich zugängliche Informationen nutzen, und wir setzen Compliance-Standards auf unserer gesamten Plattform durch.“
Oxylabs fügte hinzu, dass es viele legitime Gründe für Unternehmen gibt, Webinhalte zu scrapen, darunter Cybersicherheitszwecke und die Durchführung von investigativem Journalismus. Das Unternehmen sagt auch, dass die Gegenmaßnahmen, die einige Websites einsetzen, nicht zwischen verschiedenen Anwendungsfällen unterscheiden. „Die Realität ist, dass viele moderne Anti-Bot-Systeme nicht gut zwischen bösartigem Datenverkehr und legitimem automatisiertem Zugriff unterscheiden“, sagt Oxylabs.
Die Web-Scraping-Kriege bereiten nicht nur den Verlagen Kopfzerbrechen, sondern schaffen auch neue Geschäftsmöglichkeiten. Der Bericht von TollBit hat mehr als 40 Unternehmen identifiziert, die derzeit Bots vermarkten, die Webinhalte für KI-Training oder andere Zwecke sammeln können. Der Aufstieg von KI-gestützten Suchmaschinen sowie Tools wie OpenClaw tragen wahrscheinlich dazu bei, die Nachfrage nach diesen Diensten zu steigern.
Einige Firmen versprechen, Unternehmen dabei zu helfen, Inhalte für KI-Agenten sichtbar zu machen, anstatt zu versuchen, sie zu blockieren – eine Strategie, die als generative Suchmaschinenoptimierung (GEO) bekannt ist. „Wir erleben im Wesentlichen den Aufstieg eines neuen Marketingkanals“, sagt Uri Gafni, Chief Business Officer von Brandlight, einem Unternehmen, das Inhalte so optimiert, dass sie in KI-Tools prominent erscheinen.
„Dies wird sich bis 2026 noch verstärken, und wir werden diese Einführung als einen vollwertigen Marketingkanal erleben, in dem Suche, Werbung, Medien und Handel zusammenlaufen“, sagt Gafni.
Good Cop, Bad Cop? Warum sich USA und EU im Ukraine-Krieg öffentlich streiten – aber strukturell untrennbar bleiben
Der Krieg als Geschäft: Warum sich USA und Europa strategisch kaum voneinander lösen können
Donald Trump sagt, er wolle den Ukraine-Krieg nicht länger finanzieren und strebe Frieden mit Russland an. Gleichzeitig laufen Waffenlieferungen an Kiew weiter, NATO-Staaten bestellen in großem Umfang US-Rüstungsgüter, und die EU erhöht ihre Verteidigungsbudgets massiv. Widerspruch – oder Strategie?
Die Vermutung eines „Good Cop / Bad Cop“-Spiels liegt für viele Beobachter nahe: Washington gibt sich verhandlungsbereit, während Europa Härte demonstriert – oder umgekehrt. Beweisen lässt sich eine solche koordinierte Rollenverteilung nicht. Doch angesichts der wirtschaftlichen Verflechtungen und der strukturellen Abhängigkeiten im transatlantischen Raum muss diese Möglichkeit zumindest analytisch in Betracht gezogen werden.
Die Dimension der Rüstungsindustrie
Die USA sind mit Abstand der größte Waffenexporteur der Welt. In den vergangenen Jahren entfielen rund 40 Prozent der globalen Rüstungsexporte auf die Vereinigten Staaten. Europa als NATO-Block ist dabei einer der wichtigsten Abnehmer.
Der militärisch-industrielle Komplex ist kein Randphänomen: Der US-Verteidigungshaushalt liegt bei über 800 Milliarden Dollar jährlich. Hunderttausende Arbeitsplätze hängen direkt oder indirekt an diesem Sektor. Konzerne wie Lockheed Martin, Raytheon, Northrop Grumman oder General Dynamics sind integraler Bestandteil der amerikanischen Industrie- und Exportstruktur.
Seit Beginn des Ukraine-Krieges haben zahlreiche europäische Staaten ihre Rüstungsimporte aus den USA deutlich erhöht. Moderne Systeme – F-35-Kampfjets, Patriot-Luftabwehr, HIMARS-Raketen – stammen überwiegend aus amerikanischer Produktion. Das schafft langfristige Abhängigkeiten, denn Wartung, Software-Updates, Ersatzteile und Ausbildungsstrukturen bleiben über Jahrzehnte an US-Anbieter gebunden.
Eine abrupte politische Trennung zwischen EU und USA würde daher nicht nur sicherheitspolitische, sondern massive industrieökonomische Folgen haben.
Energie als zweiter Hebel
Neben Waffen ist Energie der zweite strategische Pfeiler. Seit dem Wegfall russischer Pipeline-Gaslieferungen ist Europa einer der größten Abnehmer von US-LNG geworden. Die Vereinigten Staaten haben ihre Flüssiggasexporte massiv ausgeweitet – Europa ist zum Hauptmarkt avanciert.
Ein Ende der transatlantischen Sicherheitsarchitektur oder eine politische Abkopplung würde auch diese energieökonomische Achse gefährden. Für die USA ist Europa nicht nur ein Bündnispartner, sondern ein zentraler Absatzmarkt – sowohl militärisch als auch energetisch.
Systeme trennen sich nicht über Nacht
Selbst wenn politische Rhetorik in Wahlkampfzeiten schärfer wird, bleiben strukturelle Realitäten bestehen. NATO-Planungen, Geheimdienstkooperation, militärische Integration, gemeinsame Standards und Lieferketten – all das ist über Jahrzehnte gewachsen.
Der US-Präsident allein kann diese Verflechtungen nicht einfach auflösen. Der Kongress bewilligt Mittel, das Pentagon schließt mehrjährige Verträge, die Industrie plant langfristig. Auch in Europa ist die militärische Integration in NATO-Strukturen tief verankert.
Ein vollständiger Bruch würde nicht nur geopolitische Spannungen auslösen, sondern wirtschaftliche Verwerfungen auf beiden Seiten des Atlantiks.
Good Cop, Bad Cop?
Die These einer bewusst inszenierten Rollenverteilung – Washington als Friedensstifter, Europa als Hardliner oder umgekehrt – bleibt Spekulation. Belege dafür existieren nicht. Dennoch zeigt die Konstellation, dass harte Rhetorik und fortgesetzte Lieferungen sich nicht ausschließen müssen.
In geopolitischer Logik kann es sinnvoll sein, öffentlich Gesprächsbereitschaft zu signalisieren und gleichzeitig strategische Hebel aufrechtzuerhalten. Waffenlieferungen sichern Einfluss, Energieexporte sichern Märkte, NATO-Bindungen sichern politische Kontrolle.
Wirtschaftliche Interessen und sicherheitspolitische Narrative laufen dabei parallel.
Ein vollständiger Bruch zwischen den USA und Europa erscheint zudem strukturell kaum realistisch. Die Vereinigten Staaten unterhalten über 100 militärische Standorte in Europa, mit dem Schwerpunkt in Deutschland, Italien und Großbritannien. Allein in Deutschland sind rund 35 bis 40 US-Einrichtungen angesiedelt, darunter Ramstein als logistisches Drehkreuz, EUCOM und AFRICOM in Stuttgart sowie zentrale Truppenübungsplätze. Diese Infrastruktur ist nicht symbolisch, sondern operativ – sie bildet das Rückgrat der transatlantischen Militärarchitektur. Ein abrupter strategischer Rückzug würde nicht nur sicherheitspolitische, sondern auch massive wirtschaftliche Folgen haben, sowohl für die europäische Rüstungs- und Energiearchitektur als auch für die US-Industrie, die in erheblichem Maße vom NATO-Raum als Absatzmarkt abhängig ist. Wer daher von einer fundamentalen Trennung spricht, unterschätzt die Tiefe dieser institutionellen und ökonomischen Verflechtung.
Der Kern der Frage
Könnten sich USA und EU tatsächlich voneinander lösen? Realistisch betrachtet: kaum. Die wirtschaftliche und militärische Verflechtung ist zu tief. Die USA benötigen Europa als Absatzmarkt, als geopolitischen Brückenkopf und als sicherheitspolitischen Multiplikator. Europa wiederum ist in zentralen militärischen Bereichen von US-Technologie abhängig.
Ein transatlantischer Bruch würde beiden Seiten erheblichen Schaden zufügen – insbesondere aber einem Industriezweig, der in den USA eine enorme wirtschaftliche und politische Bedeutung besitzt.
Ob strategische Differenzen künftig wachsen oder ob sie Teil eines komplexen Spiels bleiben, ist offen. Sicher ist jedoch: Eine einfache Schwarz-Weiß-Erzählung greift zu kurz. Hinter öffentlichen Positionierungen stehen ökonomische Strukturen, die weit robuster sind als politische Schlagzeilen.
Der Krieg ist geopolitisch. Aber er ist auch ökonomisch. Und in dieser Dimension sind die transatlantischen Verbindungen stärker, als es die Rhetorik vermuten lässt.

