Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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Kategorie: Nachrichten

Kategorie: Nachrichten

Skandinavien friert – Windturbinen frieren ein

Skandinavien friert – Windturbinen frieren ein

Cap Allon

Anmerkung des Übersetzers: Dieser Beitrag gehört eigentlich in den nächsten Kältereport, ist aber so ausführlich mit relevanten Informationen, dass er hier gesondert übersetzt wird. – Ende Anmerkung.

Ein tiefgreifendes, anhaltendes arktisches Wetterphänomen hat Skandinavien einen der kältesten Jahresanfänge seit Jahrzehnten beschert, mit extremer Kälte im Landesinneren Norwegens und einer erheblichen Beeinträchtigung der Windenergieproduktion in ganz Finnland.

In Zentralnorwegen sind wir erst 38 Tage im Jahr 2026, aber Roros hat bereits 15 Tage mit Temperaturen unter -30 °C verzeichnet. Diese Schwelle wurde seit 1942, als bis Anfang Februar 21 solcher Tage registriert worden waren, zu diesem frühen Zeitpunkt im Jahr nicht mehr so häufig erreicht.

Weiter östlich hat die gleiche Luftmasse eine kritische (und offensichtliche) Schwachstelle im finnischen Energiesystem offenbart.

Die Windenergieerzeugung ist fast zum Erliegen gekommen, weil durch die anhaltenden Minustemperaturen die Turbinenblätter vereisen und die Betreiber zwingen, die Anlagen abzuschalten, um Schäden zu vermeiden.

Laut dem Netzbetreiber Fingrid Oyj produzierten Windparks letzte Woche nur einen Bruchteil ihrer installierten Kapazität, obwohl Finnland in den Wintermonaten stark auf Windenergie angewiesen ist, um den Spitzenbedarf zu decken.

Skandinavien friert – Windturbinen frieren ein

Windkraftanlage im Nebel bei Oulu, Nordfinnland.

Die Temperaturen in der Region Ostbothnien im Westen Finnlands, wo sich der Großteil der Windkraftkapazitäten des Landes konzentriert, sind kontinuierlich auf etwa -20 °C gesunken.

Nebel in Höhe der Rotorblätter hat die Eisbildung beschleunigt und das Problem noch verschärft. Selbst dünne Eisschichten können Turbinen aus dem Gleichgewicht bringen und automatische Abschaltungen sowie längere Einschränkungen auslösen.

Finnland wird oft als Erfolgsgeschichte im Bereich der erneuerbaren Energien angeführt, hat es doch einen der höchsten Anteile erneuerbarer Energien am Endverbrauch in der EU. Aber gerade jetzt, bei hoher Stromnachfrage und hohen Preisen sind die Betreiber gezwungen, die Produktion einzustellen.

Die Kälte ist dieses Jahr wirklich extrem, und die erneuerbaren Energien Skandinaviens, mit hohen Kosten aufgebaut, um angeblich den Planeten vor einer „katastrophalen Erwärmung” zu retten, versagen in großem Stil.

Trotz massiver Subventionen haben sich erneuerbare Energien als katastrophale Investition erwiesen.

[Hervorhebung im Original]

Diese Grafik zeigt die Fünfjahres-Performance des Octopus Renewables Infrastructure Trust (ORIT):

Gleiches zeigt sich bei Greencoat UK Wind (UKW):

Und auch bei der Renewables Infrastructure Group (TRIG):

Dies ist das Urteil des freien Marktes.

Subventionen können einzelne Projekte stützen, aber sie sind nicht gleichbedeutend mit Renditen für Investoren.

Die Kälte hat auch den Süden Skandinaviens erreicht:

Die Ostsee ist bei Rügen zugefroren, wo das Eis nun den Leuchtturm umgibt:

Weiter südlich, in der Nähe von Mikoszewo in Polen, laufen die Menschen über „Pfannkucheneis”, das die Küste bedeckt:

Link: https://electroverse.substack.com/p/scandinavia-shivers-wind-turbines?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Der Beitrag Skandinavien friert – Windturbinen frieren ein erschien zuerst auf EIKE – Europäisches Institut für Klima & Energie.

Jobkahlschlag: Deutschlands Autoindustrie streicht fast 50.000 Stellen

Jobkahlschlag: Deutschlands Autoindustrie streicht fast 50.000 Stellen

Jobkahlschlag: Deutschlands Autoindustrie streicht fast 50.000 Stellen

In der deutschen Automobilindustrie sind im vergangenen Jahr Branchenschätzungen zufolge erneut Zehntausende Stellen abgebaut worden. Das bestätigt eine Umfrage des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) unter 124 Zulieferern. Demnach waren 2025 rund 726.000 Mitarbeiter in diesem Sektor tätig. Das waren 47.000 Beschäftigte weniger als im Vorjahr. Zwei Drittel der befragten Unternehmen gaben an, im vergangenen Jahr Stellen am Standort Deutschland abgebaut zu haben.

Deutschland habe eine massive Standortkrise, warnte Verbands-Präsidentin Hildegard Müller (CDU). Die Bedingungen am Standort Deutschland und Europa würden sich zusehends verschlechtern. Dies treffe ganz besonders den automobilen Mittelstand. Müller kritisierte scharf die Politik auf EU-Ebene: „Noch zu oft begegnet der Wirtschaft in Brüssel eine Kombination aus Realitätsverweigerung und Relevanz-Illusion!“

The post Jobkahlschlag: Deutschlands Autoindustrie streicht fast 50.000 Stellen appeared first on Deutschland-Kurier.

Googles Zensur reicht bis in Play-Store-Apps

Googles Zensur reicht bis in Play-Store-Apps

Googles Zensur reicht bis in Play-Store-Apps

Derzeit erlebt der politische Westen gerade eine Welle von Zensur und Gesetzen, die die Identifizierung von Personen im Internet erleichtern sollen. Gleichzeitig werden aber auch Webseiten zensiert und zwar mit Hilfe von Google über Apps wie Telegram. “Eine wichtige Entwicklung im niederländischen Verfahren gegen Bill Gates, Albert Bourla und niederländische Staatsbeamte: Die Sachverständigen dürfen endlich […]

Der Beitrag Googles Zensur reicht bis in Play-Store-Apps erschien zuerst unter tkp.at.

US-Kongressabgeordneter enthüllt brisante Details nach Einsicht in ungeschwärzte Epstein-Akten

Der US-Kongressabgeordnete Thomas Massie hat Einsicht in ungeschwärzte Akten im Fall Jeffrey Epstein erhalten – und spricht von äußerst verstörenden Erkenntnissen. Nach Massies Angaben wurden zentrale Dokumente mehrfach geschwärzt, offenbar mit dem Ziel, entscheidende Informationen sowohl dem Kongress als auch der Öffentlichkeit vorzuenthalten.

In einem Interview mit CNN erklärte Massie, dass einige Epstein-Unterlagen zunächst mit schwarzer Tinte geschwärzt und anschließend ein weiteres Mal mit weißer Tinte überdeckt worden seien. Selbst wenn die schwarze Schwärzung entfernt werde, blieben entscheidende Passagen dadurch weiterhin unlesbar. Gerade in diesen Dokumenten, so Massie, nennen Opfer und Zeugen ausdrücklich die Namen von Personen, die sie schwerer Straftaten beschuldigen – darunter sexuellen Missbrauch und Menschenhandel.

Diese zusätzlichen Schwärzungsebenen verhindern nach Massies Darstellung, dass sichtbar wird, welche einflussreichen Personen von Opfern und Zeugen konkret benannt werden. Dadurch werde nicht nur die Wahrheitsfindung massiv behindert, sondern auch die parlamentarische Kontrolle in erheblichem Maße untergraben.

Massie berichtet weiter, dass das US-Justizministerium (Department of Justice, DOJ) überraschend damit begonnen habe, einzelne Dokumente zumindest teilweise freizugeben. Diese Offenlegungen führten zu drei zentralen Enthüllungen, die das offizielle Narrativ rund um den Epstein-Fall ins Wanken bringen.

Erstens zeigt ein FBI-Dokument aus dem Jahr 2019, dass zwei Personen ausdrücklich als „Mitverschwörer“ im Zusammenhang mit Kindersexhandel bezeichnet werden. Einer dieser Namen ist Leslie Wexner, Milliardär sowie ehemaliger Geschäftspartner und Förderer Epsteins. Diese Information ist besonders brisant, da FBI-Direktor Kash Patel zuvor unter Eid vor dem Kongress erklärt hatte, die FBI habe keinerlei Beweise für weitere Sexhändler neben Epstein selbst. Das nun freigegebene Dokument scheint dieser Aussage direkt zu widersprechen und wirft die Frage auf, was der FBI seit Jahren bekannt war, jedoch nicht öffentlich gemacht wurde.

Ein zweites Dokument enthält eine Liste mehrerer Männer, die möglicherweise in strafbare Handlungen verwickelt waren. Das DOJ hatte diese Namen ursprünglich vollständig geschwärzt und dies damit begründet, dass das Dokument auch personenbezogene Daten von Opfern enthalte. Massie hält dagegen, dass das Gesetz ausschließlich den Schutz der Opferinformationen vorschreibt, nicht jedoch die Geheimhaltung der Namen mutmaßlicher Täter. Durch eine getrennte Schwärzung der Opferdaten hätten die übrigen Namen problemlos veröffentlicht werden können. Dass das DOJ diese Argumentation nun offenbar akzeptiert, wertet Massie als implizites Eingeständnis einer ungerechtfertigten Geheimhaltungspraxis.

Die dritte Enthüllung betrifft ein berüchtigtes Foltervideo, das sich im Besitz von Jeffrey Epstein befand. Jahrelang war unklar, wer dieses Video an Epstein geschickt hatte. Massie konnte anhand einer ungeschwärzten E-Mail aus den Akten mithilfe einer umgekehrten Suche feststellen, dass der Absender Sultan Ahmed Bin Sulayem war – ein einflussreicher Geschäftsmann und Manager aus Dubai.

Rep. Thomas Massie reveals the person Jeffrey Epstein emailed about the torture video has been identified as Sultan Ahmed Bin Sulayem a frequent attendee of the World Economic Forum

He is the CEO of DP World, one of world’s largest logistics companies, HQ in Dubai.

He… pic.twitter.com/2mY77c3AX4

— Shadow of Ezra (@ShadowofEzra) February 10, 2026

Über den konkreten Fall hinaus sieht Massie in diesen Vorgängen ein strukturelles Problem innerhalb des US-Justizapparats. Sowohl das DOJ als auch das FBI hätten über Jahre hinweg zentrale Informationen zurückgehalten – nicht zum Schutz der Opfer, sondern um mächtige und gut vernetzte Personen zu schützen. Dadurch hätten sowohl der Kongress als auch die Öffentlichkeit ein unvollständiges und irreführendes Bild vom tatsächlichen Ausmaß und Netzwerk hinter der Epstein-Affäre erhalten.

Massie betont, dass seine bisherigen Erkenntnisse lediglich den Anfang darstellen. Um den Opfern gerecht zu werden und das Vertrauen in den Rechtsstaat wiederherzustellen, sei vollständige Transparenz unerlässlich. Die entscheidende Frage laute nun, wie viele Informationen weiterhin verborgen gehalten werden – und aus welchem Grund.

Kein Wasser für Donezk, aber jede Menge leckeres russisches Gas für die NATO!

Kein Wasser für Donezk, aber jede Menge leckeres russisches Gas für die NATO!

Von Riley Waggaman (alias „Edward Slavsquat“)

Zeit für eine weitere Lektion von der SMO.

Lektion 1 lautete: „Es gibt keine ‚Sicherheitsgarantien‘ für die Bauern, insbesondere wenn ihre Sicherheit das gottgegebene Recht von Gazprom beeinträchtigt, Russlands natürliche Ressourcen zu Schnäppchenpreisen an jeden zu verkaufen, der sie haben will.“

Weniger als 24 Stunden, nachdem ich diese sehr wichtige militärische Sonderlektion veröffentlicht hatte, berichteten russische Staatsmedien (auf Russisch und Englisch), dass Gazprom im Januar über die NATO-Staaten Türkei Rekordmengen an Erdgas an die Europäische Union „geliefert“ habe:

Quelle: tass.ru

Die türkischen Medien waren von dieser beeindruckenden Leistung ebenfalls begeistert.

Quelle: dailysabah.com

Der Kreml hat sich gegenüber der NATO stets selbstlos und freundlich gezeigt, und wo bleibt die Dankbarkeit? Russland verkauft weiterhin seine natürlichen Ressourcen an die NATO, obwohl diese sich „auf einen Konflikt mit Russland vorbereitet“ (Quelle: Russisches Außenministerium am 30. Januar 2026).

Stellen Sie sich vor, eine solche Schlagzeile würde 2026 veröffentlicht, nachdem vier Jahre lang NATO-Waffen auf die Russen niederprasselten. Und doch sind wir genau an diesem Punkt angelangt. Quelle: tass.ru

Vier Jahre lang hat Gazprom treu Gas an die NATO geliefert, zuerst über die SATANISCHE NAZI-Ukraine und dann über den NATO-Staat Türkei – obwohl NATO-Waffen dazu benutzt werden, Russen zu vernichten – und so dankt es die NATO Gazprom! Wie unhöflich.

Zusammenfassend:

  1. Dezember 2021: Moskau behauptet, die NATO bereite einen Angriff auf Russland vor, und fordert Sicherheitsgarantien.
  2. Februar 2022: Wladimir Putin verkündet den Beginn der SMO. Er verspricht, dass Moskau „sofort reagieren“ werde, sollte es zu Versuchen von außen kommen, die Operation zu stören, und warnt, dass jeder Staat, der sich in die Ukraine einmische, „mit Konsequenzen rechnen muss, wie Sie sie in Ihrer gesamten Geschichte noch nie gesehen haben“.
  3. Die NATO überschwemmt die Ukraine mit Waffen und Geld.
  4. Vier Jahre vergehen. Hunderttausende Slawen werden ohne jeden Grund abgeschlachtet und verstümmelt.
  5. Moskau behauptet, die NATO bereite einen Angriff auf Russland vor, und fordert Sicherheitsgarantien.
  6. Moskau verkauft Rekordmengen an Erdgas an die NATO.

Deshalb ist Russlands „Schneckentaktik” im Donbass so genial. Die NATO muss in ihre Schranken gewiesen werden – glaubt sie etwa, dass eine lächerliche Steigerung der russischen Gasimporte um 10 % akzeptabel ist? Die SMO muss so lange fortgesetzt werden, bis die NATO verspricht, die russischen Gasimporte um 15 % zu steigern. Gazprom verlangt Sicherheitsgarantien!

Was die Sicherheit der Menschen im Donbass angeht – angeblich der eigentliche Zweck der SMO –, nun, die müssen sich einfach gedulden. Zugegeben, es ist schwer, geduldig zu sein, wenn man kein Wasser hat, aber sie werden schon zurechtkommen.

Januar 2025 (Quelle: regnum.ru)

August 2025 (Quelle: lenta.ru)

Dezember 2025. (Quelle: Kommersant.ru)

Wasserversorgungssystem von Donezk. FEBRUAR 2026, NACH VIER JAHREN „SCHUTZ DER BEVÖLKERUNG VON DONBASS”. Quelle: Donrf

UK-Biobank-Daten: Hohe Sonnenexposition ist mit deutlichen Reduktionen bei Krebs- und Herz-Kreislauf-Todesfällen verbunden …

UK-Biobank-Daten: Hohe Sonnenexposition ist mit deutlichen Reduktionen bei Krebs- und Herz-Kreislauf-Todesfällen verbunden …

bei lediglich geringen Zunahmen tödlicher Hautkrebserkrankungen.

Jonathan Engler

Die Studie analysiert Daten von über 400.000 einzelnen Teilnehmern der UK-Biobank-Studie.

Was ist die UK Biobank?

Über die Geschichte der UK Biobank kann man hier nachlesen. Kurz gesagt wurde diese Initiative 2003 durch eine Zusammenarbeit zwischen dem Wellcome Trust und einer Reihe öffentlicher Einrichtungen ins Leben gerufen. Ziel war es, durch langfristige Nachverfolgung und Analyse einer sehr großen Bevölkerungsgruppe (>500.000 Personen) eine frei zugängliche Großdatenquelle zu schaffen, um die Ursachen komplexer Erkrankungen im mittleren und höheren Lebensalter zu identifizieren.

Jeder Freiwillige durchlief zunächst eine ausführliche persönliche Eingangsuntersuchung. Verschiedene Teilkohorten wurden anschließend zu Nachuntersuchungen eingeladen, bei denen eine Vielzahl von Messungen durchgeführt wurde. Alle Teilnehmer stimmten zu, dass ihre individuellen Daten langfristig über das NHS-Datensystem sowie über Krebs- und Sterberegister nachverfolgt werden dürfen.

Hier ist eine Zusammenfassung der geplanten Nachuntersuchungen.

Was haben die Autoren in dieser Studie gemacht?

In der hier zitierten Arbeit versuchten die Forscher (alle von der University of Edinburgh), den Zusammenhang zwischen Sonnenexposition und gesundheitlichen Ergebnissen zu untersuchen.

Die Wissenschaftler entwickelten einen neuen Index zur UV-Exposition, den sie Sun-BEEM-Score (Behavioral and Environmental Exposure Model–UV) nannten. Dieser reichte von 0 bis 4 und setzte sich wie folgt zusammen:

(Die UV-Exposition am Wohnort wurde anhand der Adresse der Teilnehmenden berechnet.)

Die Gesamtpunktzahl wurde in folgende Kategorien übersetzt:

  • Niedrige UV-Exposition: Gesamtpunktzahl 0–1
  • Mittlere UV-Exposition: Gesamtpunktzahl 2
  • Hohe UV-Exposition: Gesamtpunktzahl 3–4

Die Autoren liefern gute Belege dafür, dass der Sun-BEEM-Score tatsächlich die Sonnenexposition widerspiegelt:

  • eine starke statistische Korrelation zwischen den Sun-BEEM-Kategorien und den Serum-Vitamin-D-Spiegeln (also eine Dosis-Wirkungs-Beziehung);
  • ein „biologischer Gradient“ mit einer zunehmenden Häufigkeit von Keratinozyten- (Nicht-Melanom-) Hautkrebsen, die bekanntermaßen primär durch UV-Strahlung verursacht werden.

Zentrale Ergebnisse

Nachfolgend die wichtigsten Resultate. Die Gruppe mit niedriger UV-Exposition dient als Referenzgruppe, mit der die anderen Kategorien verglichen werden. So war beispielsweise eine hohe UV-Exposition mit einem um 16 % geringeren Sterberisiko (Gesamtmortalität) im Vergleich zur niedrigen UV-Exposition verbunden.

Kernaussagen

  • Der Netto-Überlebensvorteil: Während eine höhere Sonnenexposition die Häufigkeit nicht tödlicher Hautkrebserkrankungen (wie Basalzellkarzinome) erhöhte, war sie mit einer deutlich stärkeren Reduktion der Todesfälle durch Herzkrankheiten und innere Krebserkrankungen verbunden.
  • Herz-Kreislauf-Gesundheit: Die Daten zeigten, dass eine hohe UV-Exposition besonders vorteilhaft für die Herzgesundheit war. Die Forscher vermuten als Ursache nicht-Vitamin-D-abhängige Mechanismen, etwa die Freisetzung von Stickstoffmonoxid, das den Blutdruck senkt.
  • Nicht-Hautkrebs: Höhere Expositionsniveaus korrelierten durchgängig mit niedrigeren Sterberaten durch „innere“ Krebserkrankungen (z. B. Lungen-, Darm- oder Brustkrebs).
  • Das Hautkrebs-Paradox: Interessanterweise führte eine hohe UV-Exposition zwar zu mehr Hautkrebsdiagnosen, jedoch nicht zu einem statistisch signifikanten Anstieg der Hautkrebstodesfälle im Vergleich zur Gruppe mit niedriger Exposition.

Anschließend modellierten die Autoren, wie die Ergebnisse ausgesehen hätten, wenn die gesamte Kohorte entweder einen Lebensstil mit hoher UV-Exposition oder einen Lebensstil mit konsequenter Sonnenvermeidung verfolgt hätte.

Die Resultate sind bemerkenswert:

Im Kern ist eine hohe UV-Exposition mit ziemlich deutlichen Reduktionen bei Herz-Kreislauf- und Krebstodesfällen verbunden – bei dem Preis lediglich eines sehr kleinen Anstiegs von Hautkrebstodesfällen.

Wofür haben die Autoren angepasst, um „gleiche Ausgangsbedingungen“ zu schaffen?

Eine naheliegende Kritik an Beobachtungsstudien dieser Art ist, dass UV-Exposition lediglich ein Stellvertreter für andere gesundheitsfördernde Gewohnheiten oder Lebensstilfaktoren sein könnte.

Beispielsweise könnten Personen mit hoher UV-Exposition häufiger in den (vergleichsweise) wohlhabenderen südlichen Teilen Großbritanniens leben, wo Gesundheit und Gesundheitsversorgung besser sind als im Norden.

Ebenso könnte häufiges Draußensein – und damit mehr Sonnenexposition – einfach ein Indikator für mehr körperliche Aktivität sein.

Um solche Faktoren zu berücksichtigen, verwendeten die Autoren ein Modell, das Anpassungen für eine offenbar recht umfassende Liste möglicher Störfaktoren enthielt.

Es muss jedoch betont werden, dass ein grundsätzliches Problem aller Beobachtungsstudien darin besteht, dass es unbekannte Störfaktoren geben kann, die – weil sie unbekannt sind – nicht berücksichtigt wurden. Beobachtungsstudien zeigen im Wesentlichen Korrelationen, weshalb oft gesagt wird, nur randomisierte Interventionsstudien (bei denen eine Gruppe gezielt anders behandelt und mit einer anderen verglichen wird) könnten Kausalität beweisen.

Dieser puristische Ansatz berücksichtigt jedoch nicht, dass es praktisch – geschweige denn ethisch – unmöglich ist, Studien durchzuführen, die jede plausible Hypothese testen. Manchmal reichen Beobachtungsdaten aus, um bestimmte Hypothesen voranzubringen – etwa Richard Dolls Arbeiten zum Zusammenhang zwischen Rauchen und Lungenkrebs.

Es sollte außerdem darauf hingewiesen werden, dass die viel gepriesenen sogenannten „Real-World-Studien“, die zur Unterstützung der Wirksamkeit der „Covid-Impfstoffe“ (insbesondere der Booster) herangezogen wurden, ebenfalls beobachtend waren. Sie verglichen eine Gruppe mit der Neigung, sich impfen zu lassen, mit einer Gruppe, die dies nicht tat – ohne zufällige Zuteilung. Diese beiden Gruppen unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht grundlegend.

Ein Weg, solche Unterschiede statistisch auszugleichen, besteht darin, entsprechende Anpassungen vorzunehmen. Wie oben beschrieben, wurde im Fall dieser UV-Expositionsstudie eine recht umfassende Palette an Faktoren berücksichtigt.

Ein weiterer Punkt, der die Argumentation für einen kausalen Zusammenhang stärkt, ist die Frage, ob es weitere biologisch plausible Beobachtungen gibt, die die aufgestellten Behauptungen unterstützen.

Die Vorteile wurden durch andere plausible biologische Mechanismen gestützt

Die Autoren zeigten Veränderungen zirkulierender Proteine im Blut, die UV-Exposition mit einer geringeren Sterblichkeit in Verbindung bringen. (Dies wurde in einer Untergruppe von etwa 44.000 Personen durchgeführt.)

Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass die gesundheitlichen Vorteile überwiegend durch Mechanismen entstehen, die weitgehend unabhängig vom Vitamin-D-Signalweg sind. Allerdings wurden diese Messungen nur einmal zu Beginn vorgenommen; um eine kausale Rolle zu belegen, müssten zukünftige Studien Veränderungen über die Zeit hinweg untersuchen.

Fazit

Diese Studie liefert Hinweise darauf, dass eine erhöhte Sonnenexposition deutlich mehr gesundheitliche Vorteile als Nachteile hat.

Der Nutzen einer Reduktion der Sonnenexposition – nämlich eine Verringerung tödlicher Hautkrebserkrankungen – ist tatsächlich recht gering, dennoch wurde ein mächtiges Gedankengebäude rund um das Vermeiden der Sonne und das großzügige Eincremen mit Sonnenschutz aufgebaut.

Vielleicht ist es an der Zeit, diesen Ansatz neu zu bewerten.

Die Epstein-Akten lassen uns „Verschwörungstheoretiker“ schlecht aussehen.

…und vielleicht ist genau das der Punkt.

Kit Knightly

Der gesamte Fokus der alternativen Medien ist davon verschlungen worden, die Epstein-Akten nach Brotkrumen von Beweisen zu durchkämmen, um mentale Bilder satanischer zionistischer dämonischer Blutsrituale und des Verarbeitens von Kleinkindern zu Dörrfleisch zu bestätigen.

Es ist inzwischen an einem Punkt angelangt, an dem es uns „Verschwörungstheoretiker“ – die eine nahezu makellose Erfolgsbilanz haben, auf der richtigen Seite der Geschichte zu stehen – ziemlich hysterisch aussehen lässt. Es diskreditiert anti-establishment-kritische Denker.

Man könnte sich verziehen fühlen zu glauben, die Akten seien genau zu diesem Zweck konstruiert worden.

Da ist das inzwischen berüchtigte Zitat: „wie Sie wissen, vertrete ich die Rothschilds“.

Oder der sogenannte „Rendering-Fehler“, der versehentlich „19 Jahre alt“ als „=9 Jahre alt“ darstellte und dadurch eine Flut der Empörung auslöste – trotz der Existenz einer weiteren, korrekten Kopie in den Akten.

Oder der „Tippfehler“ im Todesbericht, der auf den Tag vor Epsteins angeblichem Selbstmord datiert ist.

All das fühlt sich wie Verschwörungs-Köder an.

Und wenn es Köder sind, dann scheinen sie funktioniert zu haben. In Kombination mit der Schwärzung hunderter Namen aus hunderttausenden kontextlosen, gewöhnlichen E-Mails hat dies eine Flut pädo-getönter Pareidolie ausgelöst, die beunruhigend anzusehen ist. All das hat uns an einen Punkt geführt, an dem Menschen in jedem Hinweis auf Alter, Ort oder Essen irgendeine Art von Code vermuten.

Die Leute sehen „30 between 6-7“ und denken, es gehe um kleine Mädchen, obwohl es sich offensichtlich um eine Adresse handelt – 30. Straße zwischen der 6. und 7. Avenue. Die Leute sehen „Cannibal“ und „The Boom Boom Room“ und jammern über eingebildete Schrecken in feuchten Folterkellern, wobei sie vergessen, dass es sich dabei um die Namen eines angesagten Restaurants beziehungsweise eines Nachtclubs handelt.

Wenn ein Koch über Jerky schreibt, dann müsse er Menschenfleisch meinen, denn „man friert doch kein Dörrfleisch!“ … außer, dass man es sehr wohl kann und auch tut.

Wie viel davon echte Hysterie ist und wie viel zynisches Engagement-Ködern, werden wir nie wissen, aber so oder so lässt es uns schlecht aussehen.

Unterdessen sind auch die Mainstream-Medien ähnlich stark auf Epstein fixiert – eine Tatsache, die jede Fixierung von Freidenkern eigentlich dämpfen sollte.

Die „Überlebenden“ stellten mutig eine mutige Anzeige zusammen, die – mutig – während des Superbowls ausgestrahlt wurde. Des Superbowls.

Elon Musk ist überall präsent, bietet an, Anwaltskosten zu übernehmen, und twittert (oder antwortet auf Tweets) zu jedem „seltsamen“ Faktchen, das die Akten ausspucken.

Und ich kaufe das einfach nicht.

Ich denke, Bob Moran hat es am besten formuliert:

Glaube ich, dass Epstein ein israelischer Geheimdienstmitarbeiter ist/war? Ja. Glaube ich, dass viele reiche und berühmte Menschen pädophile Aktivitäten ausüben? Ja. Glaube ich, dass die „Epstein-Akten“ nur ein von einer KI generierter Haufen Unsinn sind, der aus sechs Jahren Gerüchten in Verschwörungstheorie-Chatrooms zusammengebastelt wurde? Ja.

Do I think Epstein is/was an Israeli intelligence asset?
Yes.
Do I think that a lot of rich and famous people engage in paedophilic activity?
Yes.
Do I think the ‘Epstein Files’ are just an AI-generated pile of piss-take concocted from six years of Truther chatroom gossip?
Yes.

— Bob Moran (@bobscartoons) February 9, 2026

Was mir Sorgen macht, ist, wohin dieser fieberhafte Hexenjagd-Geist gelenkt werden könnte – oder welche schrecklichen Gesetze oder Regeln auf den hinteren Seiten verabschiedet werden könnten, während Epstein die Titelseiten dominiert.

Epstein präsentierte JPMorgan Chase einen Plan, um Bill Gates „mehr Geld für Impfstoffe“ zu verschaffen

Epstein präsentierte JPMorgan Chase einen Plan, um Bill Gates „mehr Geld für Impfstoffe“ zu verschaffen

In den Jahren vor der COVID-19-Pandemie standen Bill Gates und zentrale Akteure der Gates Foundation regelmäßig in Kontakt mit Jeffrey Epstein. Dabei diskutierten sie Wege zur Finanzierung und zum Aufbau eines globalen Netzwerks für Pandemievorbereitung und Impfprogramme – so geht es aus den jüngsten „Epstein-Akten“ hervor.

von Michael Nevradakis, Ph.D.

In den Jahren vor der COVID-19-Pandemie interagierten Bill Gates und führende Vertreter der Gates Foundation regelmäßig mit Jeffrey Epstein und erörterten Möglichkeiten, ein globales System zur Pandemievorbereitung und Impfstoffentwicklung zu finanzieren und auszubauen.

Die Kommunikation zwischen Gates und Epstein ist in den „Epstein-Akten“ enthalten, die am 30. Januar vom US-Justizministerium (DOJ) veröffentlicht wurden. Die Verabschiedung des parteiübergreifenden Epstein Files Transparency Act im vergangenen Jahr führte zu dieser Veröffentlichung.

Sayer Ji sagte gegenüber The Defender, die Akten zeigten, dass Epstein als eine Art „Schaltzentrale“ fungierte, die „Hedgefonds, Zentralbanken, Milliardäre, akademische Institutionen und globale Gesundheitsinitiativen“ miteinander verband.

Ji veröffentlichte seine Analyse der gesundheits- und medizinbezogenen Informationen aus den Akten in einer Reihe von Substack-Artikeln sowie in Beiträgen auf X.

1/Epstein präsentierte JPMorgan Chase einen Plan, um Bill Gates „mehr Geld für Impfstoffe“ zu verschaffen The DOJ just released thousands of pages of Epstein files.

And buried inside them may be one of the biggest bombshells no one is talking about:

The blueprint for a 20-year financial architecture designed to turn pandemics into a profit center.

Offshore vaccine funds.… pic.twitter.com/2tA4pqhe26

— Sayer Ji (@sayerjigmi) February 2, 2026

Seamus Bruner, Forschungsdirektor beim Government Accountability Institute, erklärte, die Akten offenbarten die Funktionsweise eines Netzwerks von „Kontroll-Oligarchen auf Steroiden – diesmal mit schockierenden neuen Belegen“.

Bruner sagte, die Dokumente zeigten, dass Epstein Jahre vor der COVID-19-Pandemie beim Aufbau der „Architektur für Pandemie-Profite“ geholfen habe.

Die Dokumente stammen überwiegend aus den 2010er-Jahren – also aus der Zeit nach Epsteins Verurteilung im Jahr 2008 wegen der Anwerbung Minderjähriger zu sexuellen Handlungen und seiner Aufnahme in ein Sexualstraftäterregister.

Ji wies darauf hin, dass Monate vor Beginn der COVID-19-Pandemie viele der gleichen Akteure, die in den Epstein-Akten auftauchen, an Event 201 teilnahmen – einer Simulation einer globalen Coronavirus-Pandemie.

Die in den Jahren vor der Pandemie aufgebaute Infrastruktur zur Pandemievorbereitung habe maßgeblich zu dieser Simulation geführt, schrieb Ji.

Laut The Hill begannen Mitglieder des US-Kongresses am Montag mit der Durchsicht ungeschwärzter Versionen der Dokumente.

Der Abgeordnete Thomas Massie (Republikaner aus Kentucky), der den Epstein Files Transparency Act gemeinsam mit dem Abgeordneten Ro Khanna (Demokrat aus Kalifornien) mitinitiierte, sagte gegenüber The Defender, bei der Veröffentlichung der Dokumente gehe es um Gerechtigkeit, nicht um Politik.

„Rep. Ro Khanna und ich haben versucht, die Epstein-Akten aus der parteipolitischen Auseinandersetzung herauszuhalten. Die Demokraten wollen es zu Trump machen, die Republikaner zu den Clintons. Wir wollen es zu einer Frage der Überlebenden machen – und zu einer Frage von Gerechtigkeit und Transparenz“, sagte Massie.

Gates, Epstein und die „Architektur hinter Pandemien als Geschäftsmodell“

In seiner Substack-Reihe enthüllte Ji, was er als „eine 20-jährige Architektur hinter Pandemien als Geschäftsmodell – mit Bill Gates im Zentrum des Netzwerks“ bezeichnete, zusammen mit multinationalen Finanzinstitutionen wie JPMorgan Chase.

Die Dokumente aus den Jahren 2011 bis 2019 veranschaulichen eine „Architektur, deren Fundament die COVID-19-Ära um mehr als ein Jahrzehnt vorwegnahm“, schrieb Ji. Sie stellten Belege dafür dar, dass „eine große Wall-Street-Bank einen verurteilten Sexualstraftäter darum bat, die Architektur eines mit Gates verbundenen Wohltätigkeitsfonds zu entwerfen“.

Zu den Dokumenten gehören mehrere E-Mails, die die Entwicklung eines von Gates geführten Wohltätigkeitsfonds skizzieren. In einer E-Mail vom 17. Februar 2011 stellte Juliet Pullis von JPMorgan Chase Epstein Fragen aus dem Kreis des „Teams, das einige Ideen für Gates zusammenstellt“.

Epsteins Antwort legte dar, wie ein solcher Fonds strukturiert werden könnte. In den folgenden Monaten wurde der Vorschlag weiter ausgearbeitet.

In einer E-Mail vom 26. Juli 2011 an den JPMorgan-Manager Jes Staley, in Kopie an Boris Nikolic, Gates’ wissenschaftlichen und technologischen Chefberater, beschrieb Epstein einen „silo-basierten Vorschlag, der Bill [Gates] mehr Geld für Impfstoffe verschaffen wird“.

Bis zum 17. August 2011 diskutierten Staley und Mary Erdoes, damalige CEO von JPMorgan Asset and Wealth Management, weitere Details des geplanten Fonds – darunter die Entwicklung „eines Offshore-Arms – insbesondere für Impfstoffe“ sowie die Aussicht auf „Milliarden Dollar“ an Spenden innerhalb von zwei Jahren.

In einer Antwort später am selben Tag erklärte Epstein, Gates sei „schrecklich frustriert“ über das langsame Vorankommen bei der Einrichtung des Fonds. Gates habe darauf bestanden, dass „zusätzliches Geld für Impfstoffe“ in einer bevorstehenden Präsentation über den Fonds enthalten sein müsse.

Bis zum 31. August 2011 hatte JPMorgan Chase offenbar einen Vorschlag mit dem Titel „Project Molecule“ entwickelt, bei dem die Bank mit der Gates Foundation zusammenarbeiten sollte, um einen dauerhaften Wohltätigkeitsfonds für Pandemievorbereitung und -überwachung, Impfstoffförderung und Krankheitsbekämpfung aufzubauen.

Laut Ji enthielt der Vorschlag viele der Ideen, die Epstein zuvor mit JPMorgan-Führungskräften besprochen hatte. Er sah außerdem vor, Millionen von Dollar für den Kauf von oralen Polio-Impfstoffen für Afghanistan und Pakistan, eines Rotavirus-Impfstoffs für Lateinamerika sowie eines Meningitis-Impfstoffs für Afrika auszugeben.

Der Vorschlag empfahl, dass Melinda Gates den strategischen Programm-, Förder- und Verteilungsausschuss des Fonds leiten sollte und dass unter anderem Mary Erdoes, Warren Buffett, Jordaniens Königin Rania und Seth Berkley, CEO von Gavi, der Impfallianz, beteiligt sein sollten. Die Gates Foundation finanzierte den Start von Gavi im Jahr 1999 und hält einen ständigen Sitz im Vorstand.

Ji schrieb, auch wenn Epsteins Name im Projekt-Molecule-Vorschlag nicht auftauche, stelle dieser die „institutionelle Übersetzung der Architektur dar, die er informell entworfen hatte“.

Bis 2013 führten diese Bemühungen offenbar zur Gründung des Global Health Investment Fund. In einer vertraulichen Unterlage vom 23. September 2013 wurde der Fonds als „erster Investmentfonds mit Fokus auf die Entwicklung von Medikamenten und Impfstoffen für die globale Gesundheit“ beschrieben. Investoren wurden jährliche Renditen von fünf bis sieben Prozent in Aussicht gestellt.

Zu den Teilnehmern der Fonds-Eröffnung im September 2013 gehörten der JPMorgan-CEO Jamie Dimon sowie Vertreter von Pfizer, Merck und GlaxoSmithKline (heute GSK).

Gates hätte „mit jedem Menschen auf der Erde arbeiten können“ – entschied sich aber für einen „registrierten Sexualstraftäter“

Laut Ji ist Nikolics Rolle besonders bedeutsam. Im August 2013 unterzeichneten Gates und Epstein eine Vereinbarung, in der Gates „ausdrücklich darum bat“, dass Epstein „persönlich“ als Vertreter von Nikolic fungieren solle. In dem Schreiben wurde auf Epsteins „bestehende kollegiale Beziehung“ zu Gates verwiesen.

„Diese Vereinbarung wurde fünf Jahre nach Epsteins Verurteilung wegen der Anwerbung einer Minderjährigen zur Prostitution geschlossen“, schrieb Ji. „Gates hatte die Mittel, mit jedem Menschen auf der Erde zu arbeiten. Er entschied sich für einen registrierten Sexualstraftäter – und hielt das schriftlich fest.“

Die Dokumente zeigen zudem, dass Epstein einen Monat zuvor – am 18. Juli 2013 – eine E-Mail entwarf, die offenbar an Gates gerichtet war. Darin bezog er sich auf seine Freundschaft mit Gates, äußerte seine Enttäuschung über eine „unfreundliche, scharf formulierte E-Mail“ von Gates und erwähnte pikante Mitteilungen, die die beiden zuvor offenbar ausgetauscht hatten.

„Um die Beleidigung noch zu vergrößern, bittest du mich dann auch noch, bitte die E-Mails über deine Geschlechtskrankheit zu löschen, über deine Bitte, ich solle dir Antibiotika besorgen, die du Melinda heimlich geben kannst, und über die Beschreibung deines Penis“, schrieb Epstein.

In einem auf X veröffentlichten Video sagte Michael Kane, Leiter der Advocacy-Abteilung von Children’s Health Defense, es sei zwar unklar, ob Epstein diese E-Mail jemals an Gates geschickt habe, „aber im nächsten Monat haben sie einen Vertrag miteinander“.

„Ich denke, Bill Gates hat die Botschaft verstanden“, sagte Kane.

Im November 2023 genehmigte ein Bundesrichter einen Vergleich über 290 Millionen Dollar zwischen JPMorgan Chase und mehr als 100 Frauen, die Epstein des sexuellen Missbrauchs beschuldigt hatten. Die Frauen warfen JPMorgan Chase vor, trotz interner Warnungen über mehrere Jahre hinweg weiterhin Geschäfte mit Epstein gemacht zu haben.

„JPMorgan hat Epstein jahrelang betreut, trotz klarer Warnsignale – über eine Milliarde Dollar an verdächtigen Transaktionen wurden intern markiert und ignoriert. Sie wussten es. Es war ihnen egal“, schrieb The Truth About Cancer.

Spielte Epstein eine Rolle bei der Entstehung des „Bio­sicherheitsstaates“?

Laut Ji liefern die Dokumente eine Art Fahrplan dafür, wie eine Infrastruktur zur Pandemievorbereitung aufgebaut wurde und wie sie Event 201 möglich machte.

„Als Event 201 stattfand, war die Architektur … nicht mehr nur konzeptionell. Sie war finanziert, strukturiert, vertraglich gebunden, versichert, personell besetzt und rechtlich abgesichert. Was blieb, war die Generalprobe“, schrieb Ji.

Dokumente aus dem September 2014 zeigen, dass Gates Epstein über ein bevorstehendes Treffen mit Präsident Obama informierte – just zu dem Zeitpunkt, als ein Berater des damaligen israelischen Premierministers Ehud Barak Epstein zu einem privaten, nicht protokollierten Empfang mit Obama im folgenden Monat einlud.

Ji erklärte, diese Kommunikation habe in jener Woche stattgefunden, in der Ebola offiziell als Bedrohung für den internationalen Frieden und die Sicherheit eingestuft wurde. Der Zeitpunkt sei bedeutsam, da „in dieser Woche der Biosicherheitsstaat geboren wurde“.

Laut Ji trugen diese Entwicklungen dazu bei, die in Project Molecule skizzierte Infrastruktur zu aktivieren, wobei Epstein als Knotenpunkt für Ebola-bezogene Projektvorschläge fungierte.

Dazu gehörte unter anderem, dass Epstein einen Vorschlag eines UN-Diplomaten für die Entwicklung eines „Nexus-Zentrums für Frieden und Gesundheit“ erhielt, das die „schweren Auswirkungen von Ebola“ berücksichtigen sollte, sowie einen Vorschlag einer Wissenschaftlergruppe für ein präsymptomatisches Ebola-Erkennungssystem mittels PCR-Tests.

Die Wissenschaftler – mit Verbindungen zu einem US-Militärbiolabor in Fort Detrick, den Centers for Disease Control and Prevention und den National Institutes of Health – baten Epstein, den Vorschlag an Gates und die Gates Foundation weiterzuleiten.

Bis Oktober 2014 warnte Epstein Kathy Ruemmler, damals Rechtsberaterin des Weißen Hauses unter Obama, vor den politischen Kosten, falls Obama nicht auf Ebola reagiere. Bis 2015 fungierte Epstein als Vermittler bei Bemühungen, globale Experten zusammenzubringen, um zu „diskutieren, wie wir Pandemien am effektivsten angehen und verhindern können“.

Der Vorschlag des International Peace Institute unter Leitung von Terje Rød-Larsen führte zur Einberufung eines nicht-öffentlichen Treffens im Mai 2015 in Genf mit dem Titel „Preparing for Pandemics: Lessons Learned for More Effective Responses“. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Weltbank und die Vereinten Nationen waren an dem Treffen beteiligt.

Die Tagesordnung umfasste Sitzungen zu Fragen, „wie Pandemien vorhergesehen werden sollten, wie Autorität ausgeübt werden muss, wie mehrere Akteure koordiniert werden sollen und – entscheidend – welche rechtlichen, institutionellen und finanziellen Mechanismen im Voraus geschaffen werden müssen, um eine schnelle, zentralisierte Reaktion zu ermöglichen“, schrieb Ji.

Laut Ji hat die Reaktion auf COVID-19 ihre Wurzeln in der Ebola-Antwort von 2014, da Ebola „die erste Krankheit war, die formell die Aussetzung normaler politischer und souveräner Beschränkungen auf globaler Ebene rechtfertigte. … Als der nächste globale Gesundheitsnotstand eintraf – COVID-19 –, war das Drehbuch bereits geschrieben“.

„Epstein taucht im Hintergrund genau dieser prägenden Gespräche auf – als Verbindungsglied zwischen globalem Finanzwesen, philanthropischem Kapital und der Steuerung biologischer Risiken“, sagte Ji gegenüber The Defender.

Epstein an „Stamm-Pandemie-Simulationen“ zwei Jahre vor COVID beteiligt

Bis 2017 führten diese Gespräche zu Vorschlägen für Pandemie-Simulationen.

In einem iMessage-Chat aus dem Januar 2017 zwischen Epstein und einem nicht identifizierten Arzt, der Hilfe bei der Jobsuche suchte, verwies der Arzt auf seine „Expertise im Bereich der öffentlichen Gesundheitssicherheit“.

Der Arzt, der Erfahrungen bei den Vereinten Nationen, der WHO, der Gates Foundation und der Weltbank hatte, sagte, er habe „gerade eine Pandemie-Simulation durchgeführt“, die zu einer „großen Plattform“ werden könne.

In Bezug auf Gates sagte der Arzt zu Epstein: „Er hasst psychische Gesundheit, aber er ist verrückt nach Impfstoffen und Autismus-Themen. Das könnte der Beginn einer breiteren Diskussion sein.“

Eine E-Mail-Korrespondenz aus dem März 2017, an der Epstein und Gates beteiligt waren, behandelte Bemühungen des damaligen bgC3 – Gates’ privatem strategischen Büro –, „Folgeempfehlungen und/oder technische Spezifikationen für eine Stamm-Pandemie-Simulation“ zu entwickeln.

Ji wies darauf hin, dass 2017 die Coalition for Epidemic Preparedness Innovations (CEPI) auf dem Weltwirtschaftsforum gegründet wurde – mit Finanzierung durch die Gates Foundation und dem Ziel, innerhalb von 100 Tagen „pandemiebekämpfende Impfstoffe“ zu entwickeln. Später im selben Jahr gab die Weltbank die ersten Pandemie-Anleihen überhaupt aus.

Event 201, das nur sechs Wochen vor den ersten öffentlich bestätigten COVID-19-Fällen stattfand, bezog die Gates Foundation, das Weltwirtschaftsforum und das Johns-Hopkins-Zentrum für Gesundheitssicherheit ein. Auch globale Finanzinstitutionen, Medienorganisationen und Geheimdienste nahmen teil.

Die Simulation konzentrierte sich auf die Reaktion von Regierungen, Pharmaunternehmen, Medien und sozialen Netzwerken auf den Ausbruch eines neuartigen Coronavirus.

Ji betonte, die Epstein-Akten zeigten nicht, dass COVID-19 geplant oder hergestellt worden sei oder dass Event 201 COVID-19 ausgelöst habe. Vielmehr belegten sie, dass „die institutionelle Infrastruktur, um genau von einer solchen Krise zu profitieren, bereits aufgebaut, getestet, personell besetzt und versichert war“.

CDC-Studie stellt fest, dass COVID-Impfungen das Risiko einer führenden Ursache für mütterliche und fetale Todesfälle um 24 % erhöhen

Hypertensive Schwangerschaftserkrankungen sind maßgebliche Treiber für Frühgeburten, Notfallentbindungen, Krampfanfälle, Schlaganfälle, Organschäden, langfristige Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie mütterliche und fetale Todesfälle.

Nicolas Hulscher, MPH

Eine neu veröffentlichte Registerstudie der CDC unter Verwendung von Daten aus dem COVID-19 Vaccine Pregnancy Registry (C19VPR) der CDC und dem Pregnancy Risk Assessment Monitoring System (PRAMS) verglich etwa 8.000 geimpfte schwangere Frauen mit 8.000 ungeimpften schwangeren Frauen und stellte bei denjenigen, die COVID-Impfungen erhalten hatten, ein um 24 % höheres relatives Risiko für hypertensive Schwangerschaftserkrankungen fest (15 % gegenüber 12 %).

Diese Erkrankungen – zu denen Gestationshypertonie und Präeklampsie gehören – sind weltweit eine der führenden Ursachen für mütterliche und fetale Todesfälle. Der Zusammenhang war statistisch signifikant, blieb in Sensitivitätsanalysen bestehen und hielt auch nach Anpassung für mehrere Störfaktoren an.

Der beobachtete absolute Unterschied betrug 3 Prozentpunkte. Das bedeutet etwa ein zusätzlicher Fall hypertensiver Schwangerschaftskomplikationen auf jeweils 33 geimpfte Schwangerschaften. Wenn während der globalen Ausrollphase 40–60 Millionen schwangere Frauen weltweit eine COVID-Impfung erhalten haben, würde ein absoluter Anstieg von 3 % weltweit auf geschätzte 1,2 bis 1,8 Millionen zusätzliche Fälle hypertensiver Schwangerschaftskomplikationen hinauslaufen.

Hypertensive Erkrankungen sind nicht harmlos. Sie erhöhen das Risiko für Frühgeburten, Aufnahmen auf der Neugeborenen-Intensivstation (NICU), Notfalleinleitungen, Kaiserschnitte, langfristige kardiovaskuläre Erkrankungen der Mutter und in schweren Fällen für mütterliche und fetale Todesfälle. Selbst in gut ausgestatteten Versorgungssystemen verändern diese Zustände die Schwangerschaftsergebnisse erheblich.

Die Studie stellte außerdem fest, dass eine COVID-19-Erkrankung während der Schwangerschaft ein Risiko ähnlicher Größenordnung mit sich brachte (adjustiertes RR 1,28). Es ist nicht bekannt, wie hoch das Risiko wäre, wenn eine Mutter sowohl infiziert als auch geimpft wäre – es ist jedoch wahrscheinlich höher als bei jeder der beiden Expositionen allein.

Schwangeren Frauen wurde gesagt, diese genetischen Produkte seien sicher. Nun hat die CDC selbst eine statistisch signifikante Erhöhung einer der schwerwiegendsten geburtshilflichen Komplikationen festgestellt.

Globale Rechenschaftspflicht für den Schaden, der Müttern und ihren ungeborenen Kindern zugefügt wurde, ist gerechtfertigt.

Russlands Vertrauen in Trump und die USA schwindet rapide

Larry C. Johnson

Der russische Außenminister Sergej Lawrow gab in einem Interview mit dem BRICS-Fernsehsender, das am 9. Februar 2026 veröffentlicht wurde, eine bemerkenswerte Einschätzung der entstehenden neuen Wirtschaftsordnung, des Ukraine-Krieges und der Unzuverlässigkeit der USA als Verhandlungspartner ab.

Insgesamt äußerte er sich wenig optimistisch hinsichtlich der Wirtschaftsbeziehungen mit den USA und sah trotz prinzipieller Kooperationsbereitschaft keine rosige Zukunft. Gleichzeitig warf er den USA vor, die Beziehungen und Fortschritte in der Ukraine zu sabotieren, obwohl Trump erklärt hatte, den Krieg beenden zu wollen. Und das war erst der Anfang.

Außenminister Lawrow warf den USA vor, ihre eigenen Vorschläge zur Ukraine, die beim Gipfeltreffen 2025 in Anchorage, Alaska (zwischen Präsident Putin und Präsident Trump) erörtert worden waren, nicht mehr umsetzen zu wollen. Lawrow behauptete, Russland habe den US-Vorschlag damals akzeptiert, und bei einer offenen und respektvollen Herangehensweise hätte das Problem gelöst werden können. Stattdessen habe Washington einen Rückzieher gemacht und setze seine Politik fort, etwa durch neue Sanktionen, Aktionen gegen russische Öltanker (z. B. Beschlagnahmungen durch US-Streitkräfte) und die Blockade russischer Energieexporte. Er erklärte außerdem, Russland und die USA hätten nach dem Gipfeltreffen in Anchorage eigentlich eine umfassende Zusammenarbeit anstreben sollen, doch das Gegenteil sei eingetreten: Die USA hätten künstliche Barrieren errichtet und strebten nach wirtschaftlicher Dominanz.

Lawrow bekräftigte Russlands Kernforderungen für eine Friedenslösung: die Beseitigung der „Nazi-Grundlagen“ der Ukraine (eine Anspielung auf Russlands langjährige „Entnazifizierungs“-Rhetorik), die Gewährleistung der russischen Sicherheit durch die Verhinderung jeglicher Waffen auf ukrainischem Territorium, die Russland bedrohen könnten, und die effektive Kontrolle über Größe, Zusammensetzung und Bewaffnung des ukrainischen Militärs nach dem Krieg. Er betonte, dass Russlands Sicherheit die Berücksichtigung dieser Punkte erfordere, auch in Regionen wie der Krim, dem Donbas und „Neurussland“.

Hier die wichtigsten Abschnitte aus dem Interview zum Thema Krieg in der Ukraine:

Uns wurde gesagt, dass das Ukraine-Problem gelöst werden müsse. In Anchorage haben wir den Vorschlag der Vereinigten Staaten angenommen. Um es etwas direkter auszudrücken: Sie haben ihn vorgeschlagen, und wir haben zugestimmt, was bedeutet, dass das Problem gelöst werden muss. Der russische Präsident Wladimir Putin hat wiederholt erklärt, dass es Russland gleichgültig sei, was in der Ukraine oder in Europa gesagt werde, da wir uns der tiefsitzenden Russophobie der meisten Regime in der Europäischen Union – mit wenigen bemerkenswerten Ausnahmen – sehr wohl bewusst sind. Die Position der Vereinigten Staaten war für uns entscheidend. Mit der Annahme ihres Vorschlags scheinen wir die Aufgabe, die Ukraine-Frage zu lösen und zu einer umfassenden, breit angelegten und für beide Seiten vorteilhaften Zusammenarbeit überzugehen, erfüllt zu haben.

Bislang sieht in der Praxis alles anders aus: Neue Sanktionen werden eingeführt, und auf hoher See wird ein regelrechter „Krieg“ gegen Tanker geführt, der gegen das  Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen verstößt . Indien und andere unserer Partner werden daran gehindert, billige russische Energieressourcen zu kaufen (Europa ist dies schon lange untersagt) und gezwungen, amerikanisches Flüssigerdgas zu überteuerten Preisen zu erwerben. Das heißt, im Wirtschaftsbereich haben die Amerikaner die wirtschaftliche Vorherrschaft zum Ziel erklärt.

Abgesehen davon, dass sie anscheinend etwas bezüglich der Ukraine vorgeschlagen haben und wir bereit waren (jetzt sind sie es nicht mehr), sehen wir auch keine rosige Zukunft im Wirtschaftsbereich. Die Amerikaner wollen die gesamte Energieversorgung aller führenden Länder und Kontinente kontrollieren. Auf dem europäischen Kontinent haben sie es auf die vor drei Jahren gesprengten Nord-Stream-Pipelines, das ukrainische Gastransportsystem und Turkish Stream abgesehen.

Einige westliche Experten hegten Zweifel daran, ob Russland nach dem Drohnenangriff vom 28. Dezember 2025 auf die offizielle Residenz Wladimir Putins in Waldai seine Position verschärft hatte. Ich denke, Lawrows Äußerungen gegenüber dem BRICS-Journalisten klären diese Frage… Die Russen sind verärgert über Trump und seine Regierung, weil Trump seine Versprechen ihnen gegenüber nicht eingehalten hat.

Sollten Steve Witkoff und Jared Kushner erneut nach Russland reisen, dürften sie von ihren russischen Gastgebern nicht gerade herzlich empfangen werden. Die Russen werden zwar höflich sein, aber – den Äußerungen Lawrows zufolge – konkrete Zugeständnisse fordern, damit Trump seine Versprechen auch einlöst. Sofern Trump nicht bald die Sanktionen gegen Russland aufhebt, die Beschlagnahmung russischer Vermögenswerte beendet und die in Anchorage gemachten Zusagen zum Ukraine-Krieg umsetzt, wird Wladimir Putin meiner Ansicht nach weitere Verhandlungen mit Trumps Gefolgschaft als reine Zeitverschwendung betrachten.

Während sich ein Großteil der Medienberichterstattung über Lawrows Äußerungen auf seine deutliche Frustration über Trumps Versäumnis, den Krieg mit der Ukraine beizulegen, konzentrierte, lieferte Lawrow eine Meisterklasse über den laufenden wirtschaftlichen Wandel:

Wir erleben derzeit einen globalen Wandel, der bereits vor einiger Zeit durch den objektiven Übergang zu einer multipolaren Weltordnung begann. Diese ist weder bipolar wie zu Zeiten der Sowjetunion und der USA, des Warschauer Pakts und der NATO noch unipolar wie nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, sondern multipolar und prägt die Entwicklung der Menschheit. Die USA waren lange Zeit die treibende Kraft der Weltwirtschaft, regulierten die globalen Finanzen und nutzten den Dollar, um ihre dominante Stellung zu festigen. Doch ihr wirtschaftlicher Einfluss und ihr Gewicht in der Weltwirtschaft schwinden bereits nachweislich. Gleichzeitig gewinnen Länder wie China, Indien und Brasilien an Bedeutung. Auch auf dem afrikanischen Kontinent vollziehen sich interessante Entwicklungen: Die Afrikaner zögern zunehmend, ihre Bodenschätze zu exportieren, und bauen stattdessen eigene Industrien auf, die einst von der Sowjetunion gefördert wurden.

Viele Zentren rasanten Wirtschaftswachstums, Machtzentren und Zentren finanziellen und politischen Einflusses sind entstanden. Die Welt befindet sich im Umbruch. Dieser Wandel vollzieht sich im Wettbewerb. Der Westen will seine einst dominante Stellung nicht aufgeben. Mit dem Amtsantritt der Trump-Administration ist dieser Kampf gegen Konkurrenten besonders deutlich und offen zutage getreten. Tatsächlich macht die Regierung in Washington unter D.C. Trump keinen Hehl aus ihren Ambitionen. Sie will den Energiesektor dominieren und ihre Konkurrenten einschränken.

Sie wenden gegen uns völlig unfaire Methoden an. Sie verbieten die Arbeit russischer Ölkonzerne wie Lukoil und Rosneft. Sie versuchen, unseren Handel, unsere Investitionskooperation und unsere militärtechnischen Beziehungen zu Russlands wichtigsten strategischen Partnern, wie Indien und anderen BRICS-Mitgliedern, zu kontrollieren.

Es tobt ein Kampf um den Erhalt der alten Weltordnung, die auf dem Dollar und den vom Westen im Internationalen Währungsfonds, der Weltbank und der Welthandelsorganisation geschaffenen und implementierten Regeln basiert. Als neue Wachstumszentren begannen, auf Grundlage derselben Regeln eine deutlich stärkere wirtschaftliche Entwicklung und wesentlich höhere Wachstumsraten zu erzielen (wie wir es beispielsweise bei den BRICS-Staaten sehen), suchte der Westen nach Wegen, diesen Wandel zu verhindern. Dies ist jedoch unmöglich, da es sich um einen objektiven Prozess handelt. Seit mehreren Jahren übertreffen die Wachstumsraten und das BIP-Volumen der BRICS-Staaten das kombinierte BIP der G7-Staaten, kaufkraftbereinigt, deutlich.

Eine neue Wirtschafts- und Politikordnung entsteht Stück für Stück, wobei Russland und China als Partner agieren und den Weg weisen. Die US-Hegemonie ist vorbei. Amerika kann nur dann wieder zu alter Größe zurückfinden, wenn es Militarismus und Gewalt ablehnt und stattdessen eine Politik verfolgt, die auf echter Zusammenarbeit mit den BRICS-Staaten beruht. Lawrow äußerte in diesem Interview nicht seine persönliche Meinung, sondern erläuterte die Weltsicht der Regierung Wladimir Putins. Wird Trump zuhören und die Botschaft verstehen? Ich bezweifle es.