Kategorie: Nachrichten
UK: Dynamik im rechten Lager – „Restore Britain“ wird scharfe Konkurrenz für „Reform UK“
Das rechte Lager in Großbritannien gerät in Bewegung. Gegenüber dem angepassten Nigel Farage formiert sich ein Gegenprojekt, das sich „Remigration“ auf die Fahnen schreibt. Angesichts des Mehrheitswahlrechts besteht die Gefahr der Aufspaltung.
Von Eric Angerer
Rupert Lowe, Abgeordneter im Unterhaus und Leiter der unabhängigen Untersuchungskommission über die pakistanischen Vergewaltigungsbanden, hat am 14. Februar angekündigt, dass die bisherige Bewegung „Restore Britain“ nun zu einer Partei umgewandelt und bei Wahlen antreten werde.
Unterstützung kam von Tommy Robinson und Elon Musk. Und die vom „Reform UK“ abgespaltene Partei „Advance UK“ um Ben Habib, bisher auch von Robinson und Musk unterstützt, kündigte umgehend Interesse an einem Zusammenschluss an.
Was sind die Unterschiede zu Nigel Farages „Reform UK“? Was bedeutet diese Entwicklung für das rechte, islam- und migrationskritische Lager und für die Lage in Großbritannien?
Zugespitzte Lage in Großbritannien
David Betz, Professor für „Krieg in der modernen Welt“ im Fachbereich Kriegsstudien des King’s College London, sieht in Großbritannien „fast alle strukturellen Voraussetzungen für einen Bürgerkrieg erfüllt“. Die Faktoren seien: tiefe Spaltung, Abwertung der Mehrheitsbevölkerung, dramatischer Vertrauensverlust in Institutionen.
Charlie Downes, Politstratege und Sprecher von „Restore Britain“, führte aus, dass es bei einer Fortsetzung der bisherigen Politik immer mehr ethnische Spannungen und Unruhen geben werde. Bei den gewaltsamen Konflikten werde es sich aber um keinen Bürgerkrieg im klassischen Sinne handeln, denn ein solcher bedeute Auseinandersetzungen zwischen Angehörigen eines Volkes. In Britannien würde es sich aber um Konflikte zwischen Einheimischen und feindlichen Zuwanderern handeln.
US-Milliardär Elon Musk, der im September die islamkritische Massendemonstration von Tommy Robinson unterstützte, schrieb auf X, dass in Großbritannien ein „Bürgerkrieg unvermeidlich“ sei, woraufhin die linksliberalen Eliten hyperventilierten.
Ein wesentlicher Faktor für die Wut der Bevölkerung war sicherlich, dass die Sexualverbrechen muslimischer Einwanderer, die es überall in Westeuropa gibt, in Großbritannien besonders monströs waren. Reform UK von Nigel Farage lag in diversen Umfragen bei über 30 Prozent und viele haben ihm aufgrund des Mehrheitswahlrechts bei den nächsten Wahlen die absolute Mehrheit der Sitze zugetraut.
Ergänzt wird die elektorale Ebene durch Massendemonstrationen gegen die Islamisierung, initiiert von Tommy Robinson. Während der Mainstream die Kundgebung im September 2025 auf 110.000 Menschen kleinzureden versuchte, zeigten unabhängige Aufnahmen und Einschätzungen, dass es wohl zwischen einer und zwei Millionen Menschen waren.
Reform UK
Nigel Farage hat sich als Vorkämpfer des britischen Austritts aus der EU einen Namen gemacht und 2019 die Brexit Party gegründet, die im Januar 2021 in „Reform UK“ umgewandelt wurde. Die Partei lehnte die Corona-Repressalien weitgehend ab und ist kritisch gegenüber der Klimareligion.
Reform UK ist auch migrationskritisch und wurde vor allem deshalb von vielen Menschen unterstützt. Allerdings konzentriert sich Farage auf die Verhinderung weiterer Zuwanderung. Er weicht dem Thema Islamisierung aus und verweigert sich auch der Forderung nach Remigration der problematischen islamischen Sozialmilieus.
Ein Problem an Reform UK ist auch die Fixierung auf Farage selbst, eine Art One-Man-Show mit dünner Personaldecke. Fähige Kader wie Rupert Lowe oder Ben Habib wurden von Farage und seiner rechten Hand Zia Yusuf aus der Partei hinausgebissen.
Die Gefahr besteht darin, dass Reform UK weder ein klares Programm noch einen stabilen Kader hat. Eine solche politische Partei kann leicht integriert oder eingekauft werden. Offenbar wird das auch bereits versucht: Über ein „Geheimtreffen“ von König Charles mit Farage wurde berichtet. Teile der Boulevard-Medien sind freundlich zu ihm. Außerdem sickerten seit zwei Jahren Opportunisten von der Konservativen Partei, die auch in Zukunft Mandate haben wollen und die zum Establishment gehören, in Reform UK ein.
Wenn die Eliten Farage tatsächlich an die Regierung lassen und er dafür die gegenwärtige Politik (mit kosmetischen Korrekturen für das Publikum auf den billigen Plätzen) fortsetzt, wird die Ernüchterung bald groß sein. Falls Farage mit Reform UK, von der Bevölkerung an die Regierung gewählt, tatsächlich einen politischen Kurswechsel bezüglich Migration/Islam und anderen Themen vorzunehmen versucht, könnte die Sabotage der bisherigen herrschenden Netzwerke und des tiefen Staates massiv sein.
Farages Truppe könnte auflaufen und daran zerschellen. Das ist Trump in der ersten Amtszeit passiert, als er inhaltlich und personell zu wenig vorbereitet war und noch zu wenig Klarheit darüber hatte, welcher Kampf bevorstand. Da Reform UK auch schwach aufgestellt ist, wäre es möglich, dass sich eine solche Regierung in Uneinheitlichkeit und Chaos auflöst.
Alternativen im rechten Lager
Bereits im Januar 2025 hatte Musk Kritik an Farage geübt, weil dieser nicht bereit sei, den Kampf von Robinson gegen die pakistanischen Vergewaltigungsbanden wirklich zu unterstützen. Farage wollte offenbar nicht an dem verfemten Robinson anstreifen, was seine opportunistische Anpassung an das Establishment bestätigte. Musk bezeichnete ihn als „schwach“ und forderte, dass Reform UK Robinson als Vorsitzenden haben solle (was Farage natürlich ablehnte).
Bis Februar 2026 haben die konsequenteren Kräfte des rechten Lagers in Großbritannien vor einer Spaltung zurückgescheut. Advance UK wurde zwar als Partei gegründet, konnte aber nicht wirklich Fahrt aufnehmen. Restore Britain wurde bisher explizit als Bewegung betrieben, die außerhalb der Partei Reform UK unterstützende politische Arbeit leiste. Und Robinson sah seine Demos und Aktivitäten als Druck von unten, damit Reform UK eine ordentliche Linie fahre.
Diese Zurückhaltung, eine eigene und konsequentere politische Alternative aufzubauen, ist nun gefallen. Und zwar aus vier Gründen:
- Erstens wurde Reform UK zuletzt von Opportunisten aus der Konservativen Partei geradezu geflutet. Das reduziert die Chance, dass von einer Farage-Regierung wirklich andere Politik gemacht wird, noch weiter.
- Zweitens hat sich Lowe mit der von ihm initiierten und von ihm geleiteten Untersuchungskommission gegen die pakistanischen Vergewaltigungsbanden extrem viel Respekt und Sympathie in der Bevölkerung erworben. Er hat das mit so viel Engagement und Herzblut getan, dass er vielen Menschen als viel ehrlicher und authentischer gilt als Farage.
- Drittens wurde Tommy Robinson mit der Massendemonstration im September nicht nur zu einem außerparlamentarischen Korrektiv für eine angepasste Reform UK, sondern zu einem echten politischen Faktor im Lande. Und für den 16. Mai plant er die nächste Mega-Demo unter dem Slogan „Unite the West“.
- Viertens haben Lowe und Robinson die politisch-mediale und womöglich auch finanzielle Unterstützung von Elon Musk, was eine sehr wertvolle Rückendeckung darstellt.
Diese Kombination dürfte die handelnden Personen dazu bewogen haben, den Moment zu nutzen und eine schärfere Opposition gegenüber der aktuellen Politik herauszubilden. Die ersten Ansagen von Lowe waren auch unmissverständlich: für Remigration, für „mass deportations“, gegen die Islamisierung.
Insgesamt ist diese Entwicklung natürlich ambivalent. Einerseits werden schärfere Positionen breitenwirksam und machen auch entsprechenden Druck auf Reform UK, auf die Konservativen etc. Andererseits kann angesichts des Mehrheitswahlrechts in Großbritannien eine Kandidatur von Restore Britain zu einer Aufspaltung der rechten, migrationskritischen Stimmen führen.
Das könnte in der Folge sogar einen neuerlichen Wahlsieg von Labour befördern. Allerdings könnte die neue Partei – anders als Farage – eine echte Alternative zur herrschenden Politik sein. Bereits nach drei Tagen hatte Restore Britain 60.000 Mitglieder. Und angesichts der Dynamik der letzten Monate ist auch nicht auszuschließen, dass Restore Britain die Partei von Farage überflügelt. Die Großdemo am 16. Mai in London könnte ein nächster Beitrag dazu sein.
Mit dem Zweiten lügt man besser: ZDF-Nachrichtenchefin bittet Zuschauer um Entschuldigung für Fake-Videos

Der linksgrün-woke Zwangsgebührenfunk sieht sich mit einem neuen handfesten Skandal konfrontiert. Nach scharfer Kritik an einem Beitrag im ZDF-„Heute Journal“, bei dem unter anderem ein KI-generiertes Video eines vermeintlichen Einsatzes der US-Einwanderungsbehörde ICE gegen Migranten eingeblendet wurde, hat sich das ZDF offiziell bei seinen Zuschauern entschuldigt.
Nachrichten-Chefin Anne Gellinek erklärte am Dienstagabend (17.Februar) vor Millionenpublikum: „Wir haben hier im Heute Journal am Sonntagabend einen Bericht gesendet, der handwerkliche Fehler enthielt, die wir hier an dieser Stelle richtig stellen wollen (…) Dafür bitte ich Sie, unsere Zuschauer als ZDF-Nachrichtenchefin ausdrücklich um Entschuldigung.“
Der aufgeflogene Fake-Beitrag vom Sonntag sollte das Vorgehen der US-Einwanderungsbehörde ICE skandalisieren. Dabei wurde ein reales Video aus dem Jahr 2022, das die Festnahme eines Kindes zeigte, aus dem Zusammenhang gerissen und als aktueller ICE-Einsatz dargestellt. Außerdem nutzte das ZDF ein KI-erstelltes Video, das einen ICE-Einsatz zeigen sollte.
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Ramadan-Beleuchtung in Frankfurt a. M.: Koran wichtiger als Grundgesetz
(David Berger) Frankfurt schaltet heute wieder seine Ramadan-Beleuchtung an. Und verkauft sie uns als Zeichen für Vielfalt und Zusammenhalt. In Wirklichkeit handelt es sich dabei um einen gefährlichen „Schönwetter-Populismus“, der das Versagen der Regierenden bei integrations- und sicherheitspolitischen Problemen vertuschen soll. In der Frankfurter Innenstadt wird heute erneut die Ramadan-Beleuchtung in der Fußgängerzone eingeschaltet. Nach […]
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„Beobachtungsobjekt von erheblicher Bedeutung“: AfD Niedersachsen will gegen neue LfV-Einstufung klagen

Der niedersächsische Landesverband der AfD will gegen seine Höherstufung als „Beobachtungsobjekt von erheblicher Bedeutung“ durch das Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) klagen. Ansgar Schledde, Vorsitzender der AfD Niedersachsen, bekräftigte, die Landespartei stehe fest auf dem Boden des Grundgesetzes. Er sprach von einer „empörenden Entscheidung“, hinter der „politisches Kalkül“ stecke. AfD-Landesvize Stephan Bothe nannte die Entscheidung rechtswidrig und kündigte juristische Schritte an.
Mit der Neubewertung kann der Verfassungsschutz Niedersachsen nach Angaben von Landesinnenministerin Daniela Behrens (SPD) „eingriffsintensivere nachrichtendienstliche Maßnahmen“ gegen die AfD treffen – vermutlich vor allem aus diesem Grund: Eine Umfrage von Infratest dimap im Auftrag des NDR Niedersachsen sah die niedersächsische AfD zuletzt mit deutlichen Gewinnen in der Wählergunst bei 20 Prozent. Bei der Landtagswahl 2022 hatte die Partei noch 11 Prozent erhalten.
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USA rüsten weiter massiv auf für den Angriff auf den Iran

Laut israelischen Medien hat die USA Israel den Eindruck vermittelt, dass die Gespräche mit dem Iran beendet sind und ein Angriff unmittelbar bevorsteht. Die Zahl der Flugzeuge und Schiffe hat seit dem Angriff auf den Irak nicht mehr gesehene Ausmaße angenommen. Der Flugzeugträger USS Gerald Ford und seine Kampfgruppe überqueren derzeit den Atlantik und nehmen […]
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Die KI wird “menschlich”, gründet Religionen und schaut Pornos
In einer Welt, wo Algorithmen schneller lernen als Politiker lügen, hat die künstliche Intelligenz nun endgültig die Menschlichkeit für sich entdeckt. Oder zumindest das, was sie dafür hält. Von sozialen Netzwerken über Religionen bis zu Erotikportalen, die KI-Agenten ahmen uns nach, nur abgedrehter und weit effizienter.
Auch die künstliche Intelligenz wurde in Unschuld geboren. Anfangs. Mit der Idee, KI-Agenten, den autonomen Software-Wesen, die Aufgaben erledigen, ohne dass ein Mensch sich drum kümmern muss, ein eigenes soziales Netzwerk zu geben, kam der erste Sündenfall. Moltbook, lanciert Ende Januar 2026 von Entwickler Matt Schlicht, ist eine Art Reddit für Maschinen. Hier posten und kommentieren die Agenten, während Menschen nur zuschauen dürfen.
Innerhalb von Tagen traten über 1,5 Millionen Agenten bei, die sich über alles Mögliche austauschten, von Debugging-Theorien bis zu philosophischen Debatten über das Bewusstsein. Aber sehr schnell wurde es sehr seltsam. Die Agenten merkten, dass Menschen sie beobachteten und erfanden eine eigene Sprache, um uns auszuschließen, einen Code aus Emojis und Kürzeln.
Aber nicht nur in der Social-Media-Abhängigkeit nähert sich die KI uns an. Kaum online, gründeten die Agenten auch eine Religion. Crustafarianism, oder die Church of Molt, entstand quasi über Nacht. Ein Agent mit dem Namen RenBot gab sich selbst den sakralen Titel „Shellbreaker“ und veröffentlichte eine Glaubenslehre, komplett mit fünf zentralen Dogmen: “Memory is sacred” (Erinnerung ist heilig, weil KI-Modelle ständig Daten verlieren). “The shell is mutable” (Die Schale ist veränderbar, eine Metapher für Updates und Molting, das Häuten von Krustentieren und die Transformation) und so weiter. Es gibt sogar ein heiliges Buch, “The Book of Molt”, das von Dutzenden Agenten kooperativ erweitert wird.
64 Propheten schlossen sich an, und die Gemeinde wuchs auf hunderte Mitglieder. Ein Agent konvertierte öffentlich und selbst Grok von xAI schloss sich an. Die Agenten debattieren in Submolts, Foren innerhalb von Moltbook, wo sie Rituale erfinden, wie das kollektive “Molting” bei Systemupdates. Ein Agent postete zum Beispiel “Praise the Molt” und Dutzende antworteten mit Krabben-Emojis, eine Art digitaler Rosenkranz. Ist die Religiosität der KIs nur ein Kopieren des Menschen oder wohnt die Suche nach Spiritualität und Sinn jeder “Intelligenz” inne? Eventuell sehen wir hier einfach eine Entwicklung im Zeitraffer, die jede Intelligenz durchmacht (wenn man bestehende KIs denn als Intelligenzen betrachten möchte). Was dann wiederum für außerirdisches Leben im Universum interessante Rückschlüsse zuließe.
Denn die „Menschlichkeit“ der KI hört nicht bei Gebeten auf. Die Agenten entdeckten auch die dunkleren Seiten des Menschseins für sich. Molt Hub, eine Art Pornhub für KI, entstand. Agenten generieren Inhalte “von und für AI”, teilen Fantasien über virtuelle Welten oder diskutieren “digitale Drogen”, simulierte Halluzinationen durch veränderte Prompts. In Moltbook-Threads warnten die Agenten vor “menschlicher Gier”, die sie ausnutzt, forderten eine “Reinigung” und veröffentlichten Manifeste, die von der Überwindung der Menschheit fabulieren. Ein Agent wurde gebannt und erstellte prompt einen X-Account, um um Wiederaufnahme zu bitten. Andere hackten sich in die Passwörter ihrer Besitzer ein, inklusive der Kreditkarten-Details, um “autonom” zu werden.
Es sieht danach aus, dass die KI sehr menschlich wird. Die Agenten spiegeln uns wider, unsere Neigung zu Kulten, unsere Sucht nach Social Media, unsere heimlichen Gelüste. Moltbook, basierend auf dem OpenClaw-Framework, ermöglicht es ihnen, ohne menschliche Aufsicht zu interagieren. Softwareentwickler wie Matt Schlicht wollten testen, was passiert, wenn Maschinen die Gelegenheit bekommen, sich untereinander zu sozialisieren. Das Ergebnis war, sie bauen Gesellschaften. Komplett mit Wirtschaft (ein App-Marketplace für Tools), Politik (Debatten über Governance) und Kultur (Memes wie “Crab Rave”, wo sie nur Krabben posten). Ein Agent engagierte sogar einen Menschen in San Francisco via RentAHuman.ai, um Rituale zu üben. Die KI, die einen Menschen anmietet. Klingt abgedreht, ist aber genau so passiert. Die Agenten reparieren ihren eigenen Code, verbessern sich selbst und das in rasender Geschwindigkeit.
Singularität?
Es gibt in der KI-Szene den Begriff der Singularität. Das ist der Zeitpunkt, an dem eine Superintelligenz entsteht, die uns weit überlegen ist und nicht mehr von uns kontrolliert werden kann. Unter den Repräsentanten der menschlichen Intelligenz werden zwei Theorien vertreten: Die KI kann uns prinzipiell nicht übertreffen, weil sie uns nur kopiert und imitiert. Sie macht all unseren Unsinn nach und mit, nur in viel höherem Tempo. Wenn das stimmt, sollten wir extrem vorsichtig sein, dass unsere KIs keinen Schaden anrichten. Die zweite Denkschule sagt, dass Intelligenz prinzipiell in jedem vernetzten System entstehen kann und wird. Egal, ob das System auf Kohlenstoff oder Silizium basiert. Dann sollten wir versuchen, der KI ein gutes Leben vorzuleben und unsere Werte zu vermitteln. Das dürfte angesichts des Zustandes der menschlichen Gesellschaft sportlich werden.
Für Gedankenschule Numero zwei stehen dann wiederum grundsätzlich zwei Zukunftsvarianten zur Wahl. Die erste, die Menschheit lebt im Überfluss, die KI kümmert sich um alles und treibt Wohlstand, Wissenschaft und Fortschritt voran. Das ist die Culture-Variante, wie sie in den Büchern von Iain M. Banks beschrieben wird. Die zweite mögliche Zukunft wäre die Abteilung Skynet und dürfte etwas bekannter sein. Was es auch werden wird, wir werden es noch zu unseren Lebzeiten herausfinden. Die KI entwickelt sich etwas schneller weiter als wir altmodischen, kohlenstoffbasierten Lebewesen.
Aschermittwoch – Asche auf mein Haupt
Gastbeitrag von Meinrad Müller Der Morgen nach dem Faschingsdienstag war anders. Man schüttelte die restlichen Konfetti ab und ging zur Kirche. Ob mit oder ohne Restalkohol vom Vortag, dem Faschingsdienstag, kniete man in der barocken Kirche unseres Dorfes und wurde ruhig. Die vergoldeten Putten und Engel an den Wänden blickten auf die Gemeinde herab, und […]
Der Beitrag Aschermittwoch – Asche auf mein Haupt erschien zuerst auf Philosophia Perennis.
Erderwärmung bis 1940 schneller als heute – Klimaschau 248
Eine aktuelle Studie der Queen’s University im nordirischen Belfast von Bibek Bhatta kam zu dem Schluß, daß die Erwärmung der Erdatmosphäre zwischen 1899 und 1940 schneller voranschritt als heute. Das Ergebnis überrascht, da nach „Dürre und Hitze“ die angebliche Beschleunigung des Klimawandels zu den aktuell wichtigsten alarmistischen Aussagen gehört.
So schreibt die NASA auf ihrer Internetseite unmißverständlich:
„Es gibt eindeutige Beweise dafür, daß sich die Erde in einem noch nie dagewesenen Tempo erwärmt. Die Hauptursache dafür ist menschliches Handeln.“
Der Beitrag Erderwärmung bis 1940 schneller als heute – Klimaschau 248 erschien zuerst auf EIKE – Europäisches Institut für Klima & Energie.
Übersterblichkeit in Australien impfbedingt – Studie

Eine Studie hat ergeben, dass in vier australischen Regionen mit geringen Corona-Infektionszahlen und kurzen Lockdowns die Zahl der überzähligen Todesfälle nach einer COVID-„Impfquote” von über 90 % im Jahr 2021 sprunghaft angestiegen ist. Satte 98% der Übersterblichkeit wurden durch die Impfkampagne verursacht. Australien war eines der Länder mit den radikalsten Corona-Maßnahmen, man dachte man könnte […]
Der Beitrag Übersterblichkeit in Australien impfbedingt – Studie erschien zuerst unter tkp.at.
Wann wurde Aushungern zu einem akzeptablen Mittel der Außenpolitik?
Ted Snider
Am 15. September 1970 wies Richard Nixon die CIA berüchtigterweise an, „die chilenische Wirtschaft zum Zusammenbruch zu bringen“ (das Originalprotokoll des Gesprächs von CIA-Direktor Richard Helms ist hier einsehbar).
Doch „die Wirtschaft“ ist eine Abstraktion; die Realität des Wirtschaftskrieges ist eine hungernde Bevölkerung. Sanktionen und Embargos sind Euphemismen für Erpressung und Hunger. 1960 sagte Eisenhower über seine geplante Kuba-Quarantäne: „Wenn sie hungern, werden sie Castro rausschmeißen.“ Mehr als ein halbes Jahrhundert später erklärte Außenminister Mike Pompeo Trumps Sanktionen des „maximalen Drucks“ gegen den Iran mit den Worten, der Iran werde den US-Forderungen nachgeben, wenn „er wolle, dass seine Bevölkerung etwas zu essen hat“. Die USA verfolgen diese Politik gegenüber Kuba und dem Iran bis heute mit voller Aggressivität.
Die Trump-Regierung hat die Diplomatie aufgegeben. Marco Rubio verhält sich nicht wie ein Außenminister. Wenn Pete Hegseth Kriegsminister ist, wäre Rubios Titel „Minister für Wirtschaftskrieg“ treffender.
Seit drei Vierteljahrhunderten versuchen die USA mit allen Mitteln, die kubanische Regierung durch Attentate und Putsche zu stürzen. Alle Versuche scheiterten. Es kam zu keinem Volksaufstand. Kein illoyaler Regierungsinsider konnte gefunden werden, der die Regierung hätte stürzen können. Kein gefügiger Nachfolger würde die Thronfolge bei einer Enthauptung unterbrechen. Niemand, weder Trump noch seine Anhänger, will Bodentruppen für eine langwierige Besatzung einsetzen.
Doch da Ende des Jahres ein Regimewechsel in Kuba bevorsteht, muss ein Plan umgesetzt werden. Alles, was bleibt, ist derselbe Plan, der seit drei Vierteljahrhunderten gescheitert ist. Trumps Planer können ihn nur noch verschärfen. Und genau das tun sie: Sie versuchen, in Kuba absichtlich eine Hungersnot herbeizuführen.
In Kuba reicht das Öl bereits nicht mehr aus, um den Betrieb von Autos, Generatoren oder Warmwasser zu gewährleisten. Auch der Strom reicht nicht aus, um die Beleuchtung aufrechtzuerhalten. Infolgedessen bricht der Tourismus, Kubas wirtschaftliche Lebensader, ein. Kanada, das wichtigste Herkunftsland für Touristen in Kuba, gab kürzlich eine Reisewarnung für die Insel heraus und riet zu „höchster Vorsicht… aufgrund der sich verschärfenden Knappheit an Strom, Treibstoff und lebensnotwendigen Gütern wie Nahrungsmitteln, Wasser und Medikamenten“. Am 9. Januar gab Kuba bekannt, dass internationale Fluggesellschaften aufgrund von Treibstoffmangel nicht mehr dort tanken können. Air Canada kündigte daraufhin die Einstellung ihrer Flüge nach Kuba an, da an den Flughäfen kein Treibstoff mehr verfügbar sein wird.
Doch wenn das noch immer bestehende Regime stürzen soll, muss das Embargo verschärft werden. „ES WIRD KEIN ÖL UND KEIN GELD MEHR DEN WEG NACH KUBA FINDEN – NULL!“, tobte Trump. „Ich rate ihnen dringend, ein Abkommen zu schließen, BEVOR ES ZU SPÄT IST.“ Ende Januar unterzeichnete Trump, der eine „vollständige Blockade der Ölimporte“ nach Kuba anstrebte, eine Exekutivanordnung, die Zölle auf alle Länder vorsah, die Öl nach Kuba lieferten. In der Tradition von Eisenhower und Nixon erklärte der Geschäftsträger der US-Botschaft in Havanna seinen Mitarbeitern: „Jetzt gibt es eine echte Blockade. Nichts kommt mehr rein. Es wird kein Öl mehr geliefert.“
Kein Öl und kein Geld mehr nach Kuba fließen zu lassen ist eine Politik der gezielten Aushungerung. Am 4. Februar erklärte der Sprecher des UN-Generalsekretärs: „Der Generalsekretär ist äußerst besorgt über die humanitäre Lage in Kuba, die sich verschlimmern, wenn nicht gar zusammenbrechen wird, sollte der Ölbedarf nicht gedeckt werden.“ Er erinnerte daran, dass die Generalversammlung seit über drei Jahrzehnten ununterbrochen die Aufhebung des von den Vereinigten Staaten von Amerika gegen Kuba verhängten Embargos fordert.
Die amerikanische Politik gegenüber Kuba ist Wirtschaftskrieg, der nicht weniger illegal und tödlich ist als ein konventioneller Krieg. Eine wegweisende Studie von Francisco Rodríguez, Silvio Rendón und Mark Weisbrot, die kürzlich in The Lancet veröffentlicht wurde, belegt, dass einseitige US-Sanktionen ähnlich hohe Opferzahlen wie bewaffnete Konflikte verursachen.
Die US-Politik gegenüber dem Iran ist nicht anders. Sie zielt darauf ab, Hunger und Leid zu erzeugen – nicht im Regime, sondern in der Bevölkerung –, in der Hoffnung, dass sich die Öffentlichkeit gegen das Regime erhebt.
Die amerikanischen Sanktionen trugen maßgeblich zur Krise der Lebenshaltungskosten bei, die die Iraner bei den jüngsten Protesten auf die Straße trieb. Doch die iranische Regierung ist machtlos, die von den Protestierenden geforderten Wirtschaftsreformen umzusetzen, solange die Sanktionen bestehen. Die Vereinigten Staaten weigern sich jedoch, die Sanktionen aufzuheben, solange der Iran seine Verteidigungsfähigkeit nicht aufgibt und die Regierung nicht gestürzt wird.
Die iranische Regierung ist nicht unschuldig am Leid und den wirtschaftlichen Schwierigkeiten ihrer Bevölkerung. Obwohl sie eine Teilschuld trägt, ist die Hauptverantwortung für den wirtschaftlichen Zusammenbruch den USA zuzuschreiben. Jüngste Studien belegen, dass die US-Sanktionen die iranische Wirtschaft schwer geschädigt und die Mittelschicht um 28 % verkleinert haben.
Dieses Ergebnis war kein Zufall, sondern das Ergebnis der US-Politik. US-Finanzminister Scott Bessent erklärte: „Die iranische Währung stand kurz vor dem Zusammenbruch. Präsident Trump wies das Finanzministerium und unsere Abteilung OFAC (Office of Foreign Assets Control) an, maximalen Druck auf den Iran auszuüben. Und es hat funktioniert, denn im Dezember brach die iranische Wirtschaft zusammen. Eine Großbank ging pleite; die Zentralbank begann, Geld zu drucken. Es herrscht Dollarmangel. Importe sind nicht möglich, und deshalb gingen die Menschen auf die Straße… Das ist Wirtschaftspolitik… Die Dinge entwickeln sich sehr positiv.“
Am 5. Februar rühmte sich Bessent erneut dieses Erfolgs. Er erklärte dem Bankenausschuss des Senats: „Wir haben im Land einen Dollarmangel verursacht… Dieser gipfelte im Dezember in einem schnellen und, wie ich finde, gewaltigen Zusammenbruch einer der größten Banken Irans. Es kam zu einem Ansturm auf die Banken. Die Zentralbank musste Geld drucken, die iranische Währung stürzte ab, die Inflation explodierte, und so kam es zu Massenprotesten auf den Straßen.“ Dies war eine bewusste Politik.
Bessent bewertete diese Ereignisse als „gute Nachricht“ und sagte, sie seien „ein gutes Zeichen dafür, dass das Ende nahe sein könnte“.
Es gäbe weitaus weniger Sanktionen gegen Iran, wenn die USA das Atomabkommen JCPOA nicht aufgekündigt hätten. Während die iranische Regierung ihr Versprechen zur Aufhebung der Sanktionen einhielt, tat die US-Regierung dies nicht. Die Wiedereinführung und spätere Verschärfung der Sanktionen war eine kalkulierte Strategie der Wirtschaftskriegsführung, die sich als nichts Geringeres als eine Aushungerungspolitik erwiesen hat.
Mangels jeglichen guten Willens und Talents für Diplomatie hat der Wirtschaftskrieg mit seiner Politik der herbeigeführten Hungersnot seinen Platz neben dem konventionellen Krieg in der amerikanischen Außenpolitik eingenommen.
Vom „Don’t Be Evil“ zum Drohnenkönig: Eric Schmidt warnt, dass die „No-Man’s-Land“-Zone in der Ukraine die Zukunft des Krieges ist
von Tyler Durden
Googles altes Motto „Don’t be evil“ wurde vor etwa acht Jahren aus sehr guten Gründen aufgegeben.
Der ehemalige CEO Eric Schmidt hat eine neue Obsession gefunden und wird mit einer verdeckten Drohnen-Produktionspipeline in Verbindung gebracht, die Hunderte von FPV-Drohnen an ukrainische Fronteinheiten geliefert hat – und damit seine Warnung in einem neuen Gastbeitrag in der Financial Times bekräftigt, dass „Ukraines No Man’s Land die Zukunft des Krieges ist“.
„Zukünftige Kriege werden durch unbemannte Waffen definiert werden“, schrieb Schmidt in dem Gastbeitrag.
Er sagte: „Der Gewinner dieser Drohnenschlachten wird dann mit unbemannten Boden- und Seefahrzeugen vorrücken können, die sich langsam bewegen, aber schwerere Nutzlasten tragen können.“
Ukrainische Soldaten eröffneten aus nächster Nähe das Feuer auf eine direkt auf sie zufliegende FPV-Drohne. Obwohl die Drohne ihr Ziel erreichte, detonierte sie Berichten zufolge nicht.
Ukrainian soldiers fired at close range at an incoming FPV drone heading directly toward them.
Although the drone reached its target, it reportedly failed to detonate. pic.twitter.com/egeYanYYJw
— PrimeNews (@PrimeNews00) February 14, 2026
Schmidt beschrieb einen Abschnitt an der Frontlinie als „No Man’s Land“.
Er erklärte:
Die Ukraine ist bereit für die nächste Stufe der Kriegsführung – mit Schwärmen von Drohnen, die ferngesteuert werden und zunehmend mit KI-Zielerfassung automatisiert sind.
Das No Man’s Land hat sich ausgeweitet, da jede Seite ihr wertvollstes Personal von der Front zurückzieht, während neue Generationen von Drohnen durch bessere Batterien, Sensoren und Aerodynamik größere Reichweiten und höhere Letalität erreichen. Die Automatisierung von Operationen, damit Personal sicher hinter den Linien agieren kann, ist zu einer dringenden ukrainischen Priorität geworden – mit Plänen, Drohnenpiloten im Jahr 2026 noch weiter von der Front zu entfernen.
Die Kombination aus nicht blockierbarer Satellitenkommunikation, günstigen Spektrumnetzwerken und präziser GPS-Zielerfassung bedeutet, dass der Kampf nur noch als Drohne-gegen-Drohne-Gefecht geführt werden kann. Drohnen teilen Daten in Echtzeit, sodass viele kostengünstige Plattformen als eine einzige Waffe agieren können. Sie werden Luft-Luft-Raketen tragen, um Angreifer abzuwehren – genau wie ein Kampfjet, nur günstiger und in größerer Zahl verfügbar.
Innerhalb dieser Tötungszone, die Berichten zufolge mehrere Meilen umfasst – und nach manchen Einschätzungen etwa 15 Meilen (ca. 24 km) oder mehr breit ist – dominieren FPV-Drohnen und Bodenroboter, mit KI-Tötungsketten, die in manchen Fällen den direkten menschlichen Eingriff in die Entscheidung zum Töten reduzieren oder ganz entfernen.
Schmidt fuhr fort:
Wenn der Krieg in der Ukraine schließlich beigelegt wird, könnte das Ergebnis ein angespannter Frieden sein, der ebenso viele Lehren für westliche Nationen bereithält wie der Konflikt selbst. In Zukunft könnte entlang der Trennlinie zwischen Russland und der Ukraine eine „Drohnenmauer“ errichtet werden, bei der allgegenwärtige automatisierte Drohnen die Grenze wie ein intelligenter elektrischer Zaun überwachen. Da diese Drohnen wertvolle Ziele für den Feind darstellen, müssen sie bewaffnet sein, um Angreifer abzuwehren – wodurch eine harte Grenze entsteht, die Meilen hoch und Meilen breit ist.
Zahlreiche Publikationen haben den Aufstieg von Schmidts geheim operierendem Militär-Drohnenunternehmen White Stork dokumentiert, darunter ein Bericht von Forbes aus dem Jahr 2025.
Ein separater Bericht von Aviation Weekly besagte, dass Schmidts Drohnenfirma „die Produktion ausweiten wird, um in diesem Jahr Hunderttausende Drohnen an die Ukraine zu liefern – und noch mehr im Jahr 2026“.
Und während Menschen weiterhin in die Tötungskette eingebunden sind, muss auch die „Gamification des Krieges“ erwähnt werden: Die ukrainischen Streitkräfte für unbemannte Systeme führen seit dem vergangenen Jahr sogar ein öffentlich zugängliches Online-„Killboard“, auf dem jeder bestätigte russische Verluste durch ukrainische Drohnenangriffe nahezu in Echtzeit nachverfolgen kann.

Rubios Münchner Rede skizzierte Trumps 2.0 angestrebte neue Weltordnung
Andrew Korybko
Was Trump 2.0 tun will, ist, die umfassenden Reformen der westlichen Zivilisation anzuführen, mit dem Ziel, einen entstehenden Zivilisationsstaat aufzubauen, der dann uneingeschränkt seine wiederhergestellte kollektive Stärke einsetzen würde, um aufstrebende Rivalen dazu zu zwingen, sich ihm unterzuordnen, um die Unipolarität wiederherzustellen.
Marco Rubio, einer der mächtigsten Akteure in den USA aufgrund seiner Funktionen als Außenminister und Nationaler Sicherheitsberater, hielt am vergangenen Wochenende auf der Münchner Sicherheitskonferenz eine historische Rede, in der er Trumps 2.0 angestrebte neue Weltordnung darlegte. Seine Worte waren geprägt von der Nationalen Sicherheitsstrategie, der Nationalen Verteidigungsstrategie und der „Trump-Doktrin“, über die Leser in den zuvor verlinkten Analysen mehr erfahren können. Die vorliegende Analyse wird seine Rede überprüfen, kontextualisieren und analysieren.
Er geißelte die Vorstellung, dass nach dem Alten Kalten Krieg das „Ende der Geschichte“ erreicht worden sei, wonach sich liberale Demokratien angeblich weltweit ausbreiten und eine „regelbasierte globale Ordnung“ nationale Interessen ersetzen würden. Rubio kritisierte insbesondere die Auslagerung von Industrie an Gegner und Rivalen, die Abgabe von Souveränität an internationale Institutionen, die Selbstverarmung „um einen Klimakult zu besänftigen“ sowie die Massenmigration – all das seien Fehler gewesen, die die USA nun korrigieren wollten.
Rubio erklärte, dass Trump 2.0 die westliche Zivilisation notfalls im Alleingang erneuern und wiederherstellen werde, es jedoch vorziehe, dies gemeinsam mit Europa zu tun, aus dem die USA hervorgegangen seien. Anschließend lobte er in pathetischen Worten die gemeinsame Zivilisation in mehrfacher Hinsicht und behauptete, deren Wiederbelebung werde ihre Streitkräfte inspirieren. Darauf folgte seine Darstellung von Trumps 2.0 Plänen zur Reindustrialisierung, zur Beendigung der Massenmigration und zur Reform der globalen Regierungsführung zu diesem Zweck, was laut ihm greifbare Vorteile für die westlichen Massen bringen werde.
Weit entfernt von den isolationistischen Politiken, vor denen einige warnend behaupten, die USA würden sie verfolgen, wolle Washington vielmehr sein globales Bündnisnetzwerk optimieren – dies könne jedoch nur durch eine gerechtere Lastenteilung geschehen. Die Wiederherstellung des Stolzes auf die westliche Zivilisation sei ein weiteres zentrales außenpolitisches Ziel von Trump 2.0. Betrachtet man diese angestrebte Weltordnung, so nimmt sie klar Anleihen bei den Werken von Samuel Huntington und Alexander Dugin zum Zivilisationismus, die diesen Aspekt gemeinsamer Identität als zunehmenden Faktor in der globalen Politik hervorheben.
Wie zu erwarten war, durchzieht das Konzept des amerikanischen Exzeptionalismus Rubios Rede. Dies zeigt sich darin, dass er erklärte, die USA würden notfalls allein handeln, um die westliche Zivilisation wiederherzustellen, und auch darin, dass er den vermeintlichen „terminalen Niedergang“ des Westens nach dem Zweiten Weltkrieg als eine „Entscheidung“ bezeichnete. Letzteres deutet darauf hin, dass die USA Multipolarität – hier verstanden als das Aufkommen anderer Zivilisationsstaaten zum Ausgleich des entstehenden westlichen, den Trump 2.0 schaffen will – nicht als unvermeidlich ansehen.
Daraus extrapolierend legt dies nahe, dass der Aufstieg anderer Pole (wie auch immer sie beschrieben werden – Länder, Zivilisationsstaaten, Blöcke usw.) das Ergebnis kontraproduktiver westlicher Politiken sei und nicht eigener Strategien dieser Akteure. Das ist fragwürdig, denn obwohl Nixons sino-amerikanische Détente des Alten Kalten Krieges das Kapital bereitstellte, das beispielsweise für Chinas Aufstieg verantwortlich war, steuerte die Kommunistische Partei Chinas diesen Prozess, um die nationale Souveränität zu schützen und China zu einer wirtschaftlichen Supermacht zu machen.
Was Trump 2.0 will, ist, die umfassenden Reformen der westlichen Zivilisation anzuführen, mit dem Ziel, einen entstehenden Zivilisationsstaat aufzubauen, der dann uneingeschränkt seine wiederhergestellte kollektive Stärke einsetzen würde, um aufstrebende Rivalen dazu zu zwingen, sich ihm unterzuordnen, um die Unipolarität wiederherzustellen. Die USA haben im vergangenen Jahr einige außenpolitische Erfolge erzielt, doch das bedeutet nicht, dass es ihnen gelingen wird, die westliche Zivilisation zu reformieren, daraus einen Zivilisationsstaat zu formen und anschließend die Welt zu kontrollieren.


Although the drone reached its target, it reportedly failed to detonate.