Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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Kategorie: Nachrichten

Kategorie: Nachrichten

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Netanjahu ist seit Tagen nicht mehr öffentlich aufgetreten

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Nach Wahlerfolg in BaWü: Grüne fordert prompt die nächste Steuer

Nach Wahlerfolg in BaWü: Grüne fordert prompt die nächste Steuer

Nach Wahlerfolg in BaWü: Grüne fordert prompt die nächste Steuer

Das einstige Autoland Baden-Württemberg hat mit CDU (29,7 %) und AfD (18,8 %) zwar mehrheitlich konservativ gewählt, doch die Grünen gingen mit 30,2 % als Sieger aus der gestrigen Landtagswahl hervor. Im Norden Deutschlands wertet man das wohl als Go-Signal für neue Steuerforderungen: Eine Grüne will dort jetzt eine ÖPNV-Steuer anstoßen.

Die AfD konnte ihr Wahlergebnis in Baden-Württemberg von vor fünf Jahren zwar verdoppeln und auch die CDU sammelte mehr Prozentpunkte, doch die Grünen bleiben stärkste Kraft im Ex-Autoland. Es scheint fast, als würden die Ökosozialisten das bundesweit als Bestätigung interpretieren, denn in Schleswig-Holstein fordert die grüne Landtagsabgeordnete Nelly Waldeck nun prompt eine ÖPNV-Steuer.

Jeder Mensch in Schleswig-Holstein solle doch bitte zahlen, damit Busse und Bahnen im Norden unbegrenzt benutzt werden dürften. Am “fairsten” (ein Unwort, wenn es von Grünen kommt) sei ein direkt durch Steuern finanziertes Ticket, findet die 28-Jährige: „So würden wohlhabende Bürgerinnen und Bürger mehr bezahlen.“ Man könnte auch sagen: Die, die zuverlässig und pünktlich zur Arbeit erscheinen müssen und daher eher aufs Auto setzen, sollen Bus und Bahn für alle anderen finanzieren. 

Waldeck will “berechnet” haben, dass die zusätzliche ÖPNV-Steuer im Schnitt pro Kopf monatlich bei knapp zehn Euro liegen würde. Damit könne man dann bestimmt die wegfallenden Fahrgasteinnahmen durch den Einzelkartenverkauf und den Landesanteil des Deutschlandtickets auffangen. So die Theorie. Ob man sich auf grüne Rechnungen verlassen sollte? 

Bei der CDU, Koalitionspartner der Grünen, ist man über den Vorstoß nicht erbaut. „Es muss auch weiterhin eine Beziehung zwischen Ticketkauf und Nutzung geben“, kommentiert der CDU-Landtagsabgeordnete Rasmus Vöge. „Sonst könnten wir auch alle Theater oder Schwimmbäder per Umlage finanzieren.“

Man sollte die Grünen mit solchen Aussagen nicht auf Ideen bringen. Das sozialistische Konzept besagt, dass Leistungsträger für alles aufkommen, damit Nichtsleister sich gemütlich alimentieren lassen können. So lange, bis das System crasht. In Deutschland rückt dieser Crash aktuell vor allem im Gesundheitssystem immer näher, das von Menschen aus aller Welt als kostenlose All-Inclusive-Lösung genutzt werden kann, während ein immer kleinerer Anteil von Beitragszahlern ausgepresst wird wie Zitronen.

China und Indien verbrennen weiterhin Kohle

China und Indien verbrennen weiterhin Kohle

China und Indien verbrennen weiterhin Kohle

H. Sterling Burnett

China ist der größte Treibhausgasemittent der Welt und verursacht mehr CO₂-Emissionen als die Vereinigten Staaten, Kanada und die EU zusammen. Indien ist die drittgrößte Quelle von Treibhausgasemissionen. Angesichts ihres erklärten Engagements für den Klimaschutz mag es überraschen, dass sie ihre Stromerzeugung durch Kohlekraftwerke weiter ausbauen und dies auch in absehbarer Zukunft fortsetzen wollen.

Ein vom Centre for Research on Energy and Clean Air erstellter Bericht von Global Energy Monitor besagt, dass Chinas Kohleausbau 2026 einen neuen Höchststand erreicht hat und jede Woche mehr als 1 GW Kohlekraft hinzukommt. Die Zahlen belegen, dass China weiterhin auf Kohle setzt:

• 78 GW neu in Betrieb genommene Kohlekraftwerkskapazität, was bedeutet, dass China allein im Jahr 2026 mehr neue Kohlekraftwerke in Betrieb nehmen wird als Indien in den zehn Jahren von 2015 bis 2024 netto an Kohlekraftwerkskapazität hinzugewonnen hat;

• 161 GW neu vorgeschlagene oder reaktivierte Kohlekraftwerke, die höchste Zahl seit Beginn der Aufzeichnungen und 13 Prozent der derzeitigen Betriebskapazität;

• 83 GW Kohlekraftwerke, deren Bau begonnen wurde; und

• 291 GW in Planung, was 23 Prozent der heutigen Betriebskapazität entspricht.

Indien liegt zwar beim Kohleverbrauch weit hinter China zurück, industrialisiert sich jedoch rasch, und Kohlekraft spielt eine zentrale Rolle in seinen Wachstumsplänen. Indien rechnet damit, im Geschäftsjahr 2025-2026 zwischen 10 und 15 GW neue Kohlekraft hinzuzufügen. Trotz der erklärten Ziele, den Kohleverbrauch bis 2070 zu reduzieren, berichtet Reuters, dass sich der Kohleverbrauch Indiens von derzeit 1,26 Milliarden Tonnen pro Jahr auf

2,62 Milliarden Tonnen im Jahr 2050 mehr als verdoppeln dürfte. Obwohl Ember Energy den Kohleverbrauch Indiens als rückläufig beschreibt, sagen die Zahlen etwas anderes:

• Derzeit befinden sich 25 Projekte mit einer Gesamtleistung von etwa 32.000 MW bis 35 GW für neue superkritische (SC) und ultra-superkritische (USC) Kohlekraftwerke im Bau.

• Indien strebt an, seine Kohlekraftwerkskapazität von etwa 217 GW (Stand: August 2025) bis 2035 auf 307 GW zu erhöhen, was die Genehmigung weiterer Projekte erforderlich macht.

• Etwa 95 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 56.605 MW befinden sich in verschiedenen Phasen der Planung.

Es stimmt zwar, dass sowohl Indien als auch China in rasantem Tempo Wind- und Solarenergie ausbauen, aber dies geschieht parallel zum Ausbau neuer Kohlekraftwerke und nicht anstelle davon. Das ist nicht überraschend, weil aufgrund der Unbeständigkeit jeder Megawatt sogenannter sauberer Energie durch etwa die gleiche Menge zuverlässiger Energie abgesichert werden muss, wobei in China und Indien meist Kohle diese Lücke füllt.

Man sollte sich selbst ein Urteil darüber bilden, wie ernsthaft China und Indien sich für den Kampf gegen den Klimawandel engagieren, und wenn man glaubt, dass Emissionen den Klimawandel vorantreiben, ob ihre derzeitigen, stark von Kohle abhängigen Energieentwicklungswege mit ernsthaften Bemühungen zur Verhinderung einer zukünftigen Erwärmung vereinbar sind.

Quellen: Global Energy Monitor; Reuters

Link: https://heartland.org/opinion/climate-change-weekly-573-reliable-solar-has-larger-land-footprint-than-previously-thought/, dritte Meldung

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Der Beitrag China und Indien verbrennen weiterhin Kohle erschien zuerst auf EIKE – Europäisches Institut für Klima & Energie.

Zensur im Krieg: Türkei sperrt Accounts

Zensur im Krieg: Türkei sperrt Accounts

Zensur im Krieg: Türkei sperrt Accounts

Die türkische Regierung geht gegen Informationsfreiheit im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg vor. Zuletzt wurden Accounts auf Plattformen wie X und Instagram gesperrt, die sich mit dem Krieg im Iran befassen. Zugleich wurden Ermittlungen gegen die Betreiber eingeleitet. In mehreren Ländern wird aktuell wieder die Meinungs- und Informationsfreiheit im Netz beschnitten. Die Türkei sperrte zuletzt 41 […]

Der Beitrag Zensur im Krieg: Türkei sperrt Accounts erschien zuerst unter tkp.at.

Merz (CDU): BaWü-Wahl hat keinen Einfluss auf Chaos-Koalition – Spahn (CDU) schlägt zwei Regierungschefs vor

Merz (CDU): BaWü-Wahl hat keinen Einfluss auf Chaos-Koalition – Spahn (CDU) schlägt zwei Regierungschefs vor

Merz (CDU): BaWü-Wahl hat keinen Einfluss auf Chaos-Koalition – Spahn (CDU) schlägt zwei Regierungschefs vor

Bundeskanzler Friedrich Merz hat dem „Grünen“-Spitzenkandidaten Cem Özdemir zum Wahlsieg in Baden-Württemberg gratuliert. Die Pattsituation im neuen Stuttgarter Landtag müsse sich aber in der Regierung und dem Koalitionsvertrag abbilden, betonte der CDU-Chef und unterstrich: Das Wahlergebnis in Baden-Württemberg werde keinen Einfluss auf die schwarz-rote Chaos-Koalition in Berlin haben. Darin sei er sich mit den SPD-Vorsitzenden Lars Klingbeil und Bärbel Bas einig.

Unions-Fraktionschef Jens Spahn (CDU) brachte unterdessen eine Teilung der Amtszeit des Ministerpräsidenten (Rotation) ins Gespräch. Spahn sagte in Berlin, er habe dieses Modell im CDU-Parteivorstand als Option vorgebracht.

Da die Legislaturperiode in Baden-Württemberg fünf Jahre dauert, würde eine Teilung der Amtszeit bedeuten, dass Özdemir und CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel jeweils zweieinhalb Jahre an der Spitze der Regierung stehen würden. Andere CDU-Abgeordnete, die namentlich nicht genannt wurden, äußerten sich ähnlich.

Hintergrund: Die „Grünen“ liegen zwar nach Prozenten knapp vor der CDU, beide Parteien verfügen aber mit jeweils 56 Mandaten über eine gleich hohe Zahl an Sitzen im Stuttgarter Landtag.

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Russland serviert dem Golf-Kooperationsrat und Indien ein kaltes Gericht

Larry C. Johnson

Das Sprichwort „ Rache ist ein Gericht, das man am besten kalt serviert “ stammt aus dem Französischen („La vengeance se mange froide“) und tauchte im 19. Jahrhundert in der englischen Literatur auf. Die meisten Amerikaner kennen den französischen Ursprung des Sprichworts nicht. Es hielt dank Star Trek Einzug in die Popkultur . In Star Trek II: Der Zorn des Khan (1982) spricht Khan Noonien Singh diesen Satz während eines angespannten Videoanrufs mit Admiral Kirk.

Ah, Kirk, mein alter Freund… kennst du das klingonische Sprichwort? „Rache ist ein Gericht, das man am besten kalt serviert.“ Und es ist sehr kalt… im Weltraum.

Während der Krieg gegen den Iran weiter eskaliert, befindet sich Russland in einer starken Position, um mit dem Golf-Kooperationsrat (GCC) zu verhandeln, der sich den USA unterworfen und ihnen die militärische Dominanz im Persischen Golf zugunsten Israels ermöglicht hat, sowie mit Indien, das seine langjährige Freundschaft mit Russland ausgenutzt hat, um sich auf Kosten des BRICS-Mitglieds Iran in widerwärtiger Weise Israel anzubiedern. Russland hat beiden eine klare diplomatische Botschaft übermittelt.

Während eines Botschaftergesprächs in Moskau am 5. März 2026 wandte sich Sergej Lawrow an die Botschafter der Golfstaaten, die nach Moskau gekommen waren, um Putins Intervention zur Beendigung der iranischen Militäroperationen als Vergeltung für den Überraschungsangriff Israels und der Vereinigten Staaten zu erbitten. Die Veranstaltung sollte sich eigentlich auf die Ukraine-Krise, digitale Bedrohungen und internationale Informationssicherheit konzentrieren, doch Lawrow widmete dem eskalierenden Nahostkonflikt, insbesondere den US-israelischen Militärschlägen gegen den Iran und den iranischen Vergeltungsaktionen gegen die Golfstaaten, viel Zeit.

Berichten zufolge forderten die Botschafter des Golf-Kooperationsrats (GCC) Russland auf, Druck auf den Iran auszuüben, damit dieser die Raketen- und Drohnenangriffe auf oder über ihrem Territorium (z. B. auf Ziele mit Verbindungen zu den USA und Israel) deeskaliert und einseitige Vorgehensweisen entschieden zurückweist. Lawrow wies die Forderungen in einer bemerkenswert harten Demonstration zurück. Das Video seiner Rede ist unten zu finden.

Lawrow begann mit Beileidsbekundungen für die zivilen Opfer und die Schäden an der zivilen Infrastruktur in den Golfstaaten durch den andauernden Konflikt. Doch er kritisierte umgehend die selektive Kritik des Golf-Kooperationsrats (GCC). Er fragte, ob dieser den „ US-israelischen Angriffskrieg gegen den Iran “ oder konkrete Vorfälle wie die mutmaßliche Tötung von 170 Schülerinnen in Minab durch US-amerikanische und israelische Aktionen verurteilt habe. Autsch!

Er fuhr fort, indem er ihre Heuchelei hervorhob, da sie nur Druck auf den Iran ausübten, während sie die Initiatoren (USA und Israel) nicht gleichermaßen verurteilten, und merkte an, dass die Annahme einer solchen Forderung die Akzeptanz der ursprünglichen Aggression bedeuten würde.

Lawrow behauptete, die laufenden Operationen der USA und Israels zielten darauf ab, einen Keil zwischen den Iran und seine arabischen Nachbarn (GCC-Staaten) zu treiben, und merkte an, dass diese Aktionen ein Versuch seien, die jüngsten positiven Normalisierungstendenzen (z. B. die Annäherung zwischen Saudi-Arabien und dem Iran, das Engagement der VAE für den Iran) zu sabotieren.

Er plädierte für eine einheitliche und ausgewogene internationale Reaktion: die sofortige Einstellung aller Feindseligkeiten (nicht nur der iranischen), eine politische/diplomatische Beilegung des Konflikts und die Wahrung der legitimen Sicherheitsinteressen aller Staaten des Persischen Golfs.

Er erinnerte die Botschafter daran, dass Russland seit über 20 Jahren ein Konzept kollektiver Sicherheit im Persischen Golf fördert und würdigte die diesbezüglichen Bemühungen des Golf-Kooperationsrats (z. B. die trilateralen Gespräche in Abu Dhabi). Abschließend rief er den Golf-Kooperationsrat und andere Akteure dazu auf, sich den Forderungen nach Deeskalation anzuschließen und selektive UN-Resolutionen abzulehnen (z. B. jeden von Bahrain eingebrachten Entwurf, der nur den Iran verurteilt). Ohne eine direkte Drohung auszusprechen, machte Lawrow dem Golf-Kooperationsrat deutlich, dass Russland von ihm erwartet, Israel und die Vereinigten Staaten für die wirtschaftliche Krise, mit der der Golf-Kooperationsrat konfrontiert ist, zur Rechenschaft zu ziehen.

Und dann ist da noch Indien. Der jüngste Besuch von Premierminister Narendra Modi in Israel war schlecht getimt, da er drei Tage vor dem Angriff Israels und der USA auf den Iran stattfand. Obwohl Indien zu den Gründungsmitgliedern der BRICS-Staaten gehört, inszenierte er die Aufwertung der indisch-israelischen Beziehungen von einer „strategischen Partnerschaft“ zu einer „ besonderen strategischen Partnerschaft für Frieden, Innovation und Wohlstand “. Modi unterzeichnete 16 Abkommen und kündigte elf gemeinsame Initiativen in Bereichen wie Verteidigung (gemeinsame Entwicklung/Produktion mit Technologietransfer), kritische/neue Technologien (unter der Leitung nationaler Sicherheitsberater), Cybersicherheit (Indo-Israel Cyber ​​Centre of Excellence in Indien), Landwirtschaft, Wassermanagement, Arbeitskräftemobilität (Unterstützung von über 50.000 indischen Arbeitskräften in Israel über fünf Jahre), Kultur, Bildung und mehr an.

Modi und Netanjahu verkündeten Fortschritte bei den Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen (die erste Runde ist abgeschlossen, die nächste folgt im Mai; Modi erklärte, ein Abkommen werde „bald“ abgeschlossen sein). Er bekräftigte zudem Indiens enge Zusammenarbeit mit Israel in den Bereichen Verteidigung und Terrorismusbekämpfung, einschließlich potenzieller Technologietransfers wie beispielsweise der Iron-Dome-Technologie. Das Timing war denkbar schlecht. Modis unterwürfiges Verhalten in Israel war eine direkte Beleidigung der anderen BRICS-Mitglieder. Die Befürwortung herzlicher Beziehungen zu einem Land, das des Völkermords schuldig ist, stieß bei den anderen BRICS-Mitgliedern auf wenig Gegenliebe.

Der Angriff Israels und der USA auf den Iran, ein Mitglied der BRICS-Staaten, hat für Modi und Indien ein potenziell katastrophales wirtschaftliches Problem geschaffen. Indien importiert den Großteil seines Rohölbedarfs (rund 85–88 % des Gesamtverbrauchs), da die heimische Produktion begrenzt ist. Indiens Rohölimporte belaufen sich laut aktuellen Daten (Anfang 2026) auf durchschnittlich rund 5 Millionen Barrel pro Tag . Die Länder des Persischen Golfs (vor allem Irak, Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate (VAE), Kuwait und Katar; mitunter auch andere Lieferanten aus dem Nahen Osten) sind eine wichtige Bezugsquelle, insbesondere über die Straße von Hormus , durch die ein erheblicher Teil dieser Lieferungen fließt. Die faktische Blockade der Straße von Hormus durch den Iran hat für Indien eine Notlage herbeigeführt.

Der Krieg gegen den Iran hat Russland enormen Einfluss auf Indien verschafft. Kremlsprecher Dmitri Peskow betonte am 6. März 2026, Russland werde keine konkreten Zahlen zu seinen Ölexporten nach Indien veröffentlichen, da es „zu viele Kritiker“ und Sicherheitsbedenken gebe. Dies geschah als Reaktion auf Berichte über potenziell große Lieferungen (z. B. bis zu 22 Millionen Barrel pro Woche) angesichts der Versorgungsengpässe in Indien. Peskow merkte zudem an, der Iran-Krieg habe die Nachfrage nach russischen Energieressourcen deutlich gesteigert und Russland als zuverlässigen Öl- und Gaslieferanten positioniert.

Russland, anstatt Indien im Stich zu lassen, betonte seine Bereitschaft zur Unterstützung Indiens – allerdings nicht ohne Gegenleistung. So deuteten Quellen Anfang März (um den 4. März) an, Russland sei bereit, Öllieferungen (z. B. rund 9,5 Millionen Barrel in der Nähe indischer Gewässer) umzuleiten und Indiens Anteil an russischen Rohölimporten potenziell auf bis zu 40 % zu erhöhen. Der russische Vizepremier Alexander Nowak erwähnte, aufgrund der Krise „Signale für ein erneutes Interesse“ Indiens an größeren Importmengen erhalten zu haben.

Angesichts der stark gestiegenen Nachfrage nach russischem Urals-Rohöl erinnerte Russland Indien auf diplomatische Weise an die Folgen eines Verrats an einem Freund. Vor dem Angriff auf den Iran verkaufte Russland Öl mit hohen Rabatten an Indien (10–13 US-Dollar unter dem Brent-Preis vor dem Konflikt). Obwohl Russland Indien Unterstützung beim Ausgleich des Verlusts an Öl aus dem Persischen Golf zusicherte, teilte es Premierminister Modi mit, dass Indien für Lieferungen im März/April einen Aufschlag von 4–5 US-Dollar über Brent zahlen müsse. Dies spiegelt eher Marktkräfte als explizite Zusicherungen weiterer Rabatte wider; einige Berichte deuten es so, als behandle Russland die Angelegenheit eher als „Geschäft“ ohne vorherige, auf Freundschaft beruhende Zugeständnisse.

Ich spekuliere hier nur, aber ich glaube, Modi wird die mit Israel geschlossenen Abkommen überdenken… insbesondere, wenn die Straße von Hormus sechs Monate oder länger gesperrt bleibt. Was denkst du?

Aktuarielle Kriegsführung: Wie Versicherer die Straße von Hormus stillgelegt haben – und warum die Märkte die Dauer dramatisch unterschätzen

Shanaka Anslem Perera

Die Schließung der Straße von Hormus im März 2026 ist kein klassischer Fall militärischer Blockade, sondern das erste Großereignis einer neuen Form von Machtprojektion: „Actuarial Warfare“, in der private Rückversicherer unter regulatorischem Druck de facto mehr Souveränität über einen globalen Energieknoten haben als Staaten und Flotten.

1. Sie sind „short“ auf einen Mechanismus, den Sie nie modelliert haben

Am 5. März 2026 um Mitternacht GMT kündigten sieben von zwölf P&I‑Clubs des International Group – die rund 90% der weltweiten Hochseetonnage absichern – ihre Kriegsrisikodeckung für Persischen Golf, Golf von Oman und iranische Gewässer fristlos. Gard, NorthStandard, Skuld, Steamship Mutual, American Club, Swedish Club und London P&I zogen sich nicht wegen eines Regierungsbefehls oder eines offiziellen Embargos zurück, sondern weil ihre Londoner Rückversicherer unter Solvency‑II‑Vorgaben die 99,5‑%‑VaR‑Kapitalanforderungen in einer aktiven Kampfzone nicht mehr erfüllen konnten.

Mit diesen sieben Schreiben sank die Zahl der täglichen Schiffspassagen durch die Straße von Hormus – normalerweise etwa 138 – innerhalb weniger Tage auf einstellige Werte, Tankerverkehr fiel bis 7. März auf null, rund 300 Öltanker ankerten ungenutzt im Golf von Oman, und etwa 1.000 Schiffe im Wert von 25 Milliarden Dollar an Rumpfwert waren im Golf gefangen. Die Charterraten für VLCCs schossen auf ein Rekordniveau von über 480.000 Dollar pro Tag, während Brent von etwa 67 Dollar vor Kriegsbeginn auf über 100 Dollar sprang und den stärksten Wochenanstieg seit Beginn der Aufzeichnungen verzeichnete.

Trotz überwältigender US‑Luftüberlegenheit, zerstörter iranischer Luftverteidigung und massiver Schiffverluste auf iranischer Seite gelang es der US‑Marine bislang nicht, auch nur einen einzigen kommerziellen Tanker sicher durch Hormus zu eskortieren; das 20‑Milliarden‑Dollar‑Notfallprogramm der US Development Finance Corporation (DFC) hat bis dato keine skalierbare VLCC‑Versicherungstransitkette erzeugt. Die Märkte preisen die Dauer der Unterbrechung dennoch wie ein militärisch lösbares Problem in zwei bis vier Wochen – und liegen damit laut Mechanismen‑Analyse mindestens um den Faktor drei daneben.

Perera nennt dies „Actuarial Warfare“: Private Rückversicherungsabteilungen mit begrenztem Eigenkapital und harten Regulierungsschranken kontrollieren das effektiv wichtigste maritime Nadelöhr der Welt stärker als jede Marine – und das auf Zeitskalen, die militärische Überlegenheit nicht verkürzen kann.

2. Wie Solvency II die Straße geschlossen hat

Das traditionelle Narrativ zur Sperrung eines Seewegs beginnt mit Minen, Raketenstellungen und Schnellbooten; der Handel stoppt, bis die Marinebedrohung beseitigt ist. Dieses Modell passte auf den Tankerkrieg der 1980er oder die Attacken bei Fujairah 2019 – aber nicht mehr auf 2026.

Tatsächlich läuft globaler Seehandel auf einer gestapelten Architektur privater Finanzgarantien: unten die P&I‑Mutuals, darüber die Treaty‑Rückversicherer (dominant in London), darüber Retrocession und Insurance‑Linked Securities (ILS). Die kritische Schwachstelle: Retrocession und ILS schließen Kriegsrisiken systematisch aus, so dass der reine Kriegsrisikomarkt mit etwa 1 Milliarde Dollar Prämienvolumen und wenigen Rückversicherern hart begrenzt ist – zu wenig, um auch nur einen großen Totalverlust (VLCC‑Rumpf, Ladung und Umwelthaftung) zu verkraften.

Mit Beginn von „Operation Epic Fury“ und der IRGC‑Drohung, die Straße für westliche Schiffe zu schließen, markierten Solvency‑II‑Modelle den Golf sofort als unversicherbare Anhäufungszone: nicht primär, weil die Eintrittswahrscheinlichkeit steigt, sondern weil der potenzielle Schadenschwanz unbegrenzt ist. In der Folge gingen Rückversicherer in den Rückzug, P&I‑Clubs verschickten 72‑Stunden‑Kündigungen, und der Joint War Committee‑Beschluss JWLA‑033 weitete die gelisteten Risikogebiete samt Zwangszuschlägen aus.

Formal bleiben einige Deckungen bestehen (etwa Mutual‑P&I oder H&M‑Kriegsklauseln), aber nur zu Prämien, die faktisch prohibitiv sind: Kriegsrisikoprämien für eine siebentägige VLCC‑Passage stiegen von 0,05–0,25% des Rumpfwertes auf 1–3%, also 1–3 Millionen Dollar Zusatzkosten bei 100‑Millionen‑Schiffen – mehr als die Marge vieler Fahrten. Ist die Prämie höher als der Reisegewinn, ist Versicherung praktisch „nicht verfügbar“, egal ob sie theoretisch noch angeboten wird.

Perera beschreibt das als „Verification Cost Inversion“: Der Versuch, das Risiko korrekt zu bepreisen, treibt das Kapital gerade in dem Moment aus dem Markt, in dem Deckung am dringendsten benötigt wird. Wie in der Repo‑Krise 2008 steigen die Kosten, die „Qualität“ (hier: Sicherheit der Passage) zu verifizieren, über jeden tragbaren Abschlag hinaus – der Markt friert ein und bleibt eingefroren, weil auch die Infrastruktur der Risikobewertung beschädigt ist. Die Abwärts‑Schwelle zur Schließung wurde in Stunden überschritten; die Aufwärts‑Schwelle zur Wiederöffnung liegt auf einer Skala von Monaten bis Jahren.

3. Das Gegenparteien‑Paradox: Zerschlagter Staat, unversicherbares Risiko

Versicherer bewerten nicht nur physische Gefahr, sondern Governance‑Qualität: Wer kann glaubhaft zusichern, nicht anzugreifen – und wer kann diese Zusage durchsetzen?

Mit der Tötung Ali Khameneis in den Eröffnungsschlägen aktivierte die IRGC die seit Jahren vorbereitete „Decentralised Mosaic Defence“. Der Apparat wurde in 31 autonome Provinzkommandos fragmentiert, die über eigene Infrastruktur, Basij‑Integration und delegierte Schussfreigaben verfügen und auch ohne zentrale Führung vorprogrammierte Eskalationsprotokolle abarbeiten.

Verhandlungen mit „Iran“ über sichere Passage erfordern damit eine faktisch unmögliche Koordination zahlreicher Akteure mit unterschiedlichen Anreizen; Versicherer verlangen aber eine einheitliche, verlässlich haftende Souveränität. China versucht zwar bilateral Sonderwege – mit AIS‑Markierungen wie „CHINA OWNER“ – doch selbst chinesische Staatsreeder wie COSCO haben ihre Golf‑Buchungen ausgesetzt, weil unklar ist, ob Zusagen aus Teheran die regionalen IRGC‑Kommandos überhaupt binden.

Das militärische „Erfolgserlebnis“ der Enthauptung des Regimes erzeugt damit einen strategischen Kollateralschaden: Je zerstückelter der Staat, desto schwieriger wird es, eine glaubhafte Garantie für Nicht‑Angriff und sichere Durchfahrt zu schaffen – genau das, was Versicherer brauchen, um die Prämien wieder herunterzufahren.

4. Zeitfalle: Raketen‑Arithmetik trifft Re‑Versicherungs‑Trägheit

Die Terminmärkte diskontieren derzeit eine Normalisierung von Hormus in zwei bis vier Wochen, erkennbar u. a. an der Brent‑Backwardation, die schnelle Preiskorrekturen ab Q3 impliziert. Perera argumentiert, dass drei stillschweigende Annahmen dahinterstehen – und alle falsch sind.

Erstens weitet sich das Kriegsziel: Israels Angriffe auf iranische Öl‑Infra, Überlegungen zu US‑Spezialeinsätzen gegen Irans angereichertes Uran (441 kg mit 60% Anreicherung laut IAEA, genug für rund elf Waffen bei Weiteranreicherung) und die mögliche Notwendigkeit von Bodenoperationen verschieben die Zeithorizonte von Wochen auf Monate. Zweitens adressieren DFC‑Backstop und Marineeskorten den falschen Engpass: Nicht die militärische Gefährdung, sondern die sequentielle Kette aus Rückversicherungskapital, aktuarieller Neubewertung und Schiff‑Underwriting bestimmt die Wiedereröffnung – ein institutioneller Prozess, der sich nicht per Dekret beschleunigen lässt. Drittens taugt der Juni‑2025‑Konflikt („Twelve‑Day War“) nicht als Referenz, weil dort weder Hormus‑Schließung, noch Führungs‑Decapitation, noch systemischer Versicherungsrückzug stattfanden; die relevantere Referenz ist die 26‑monatige, Versicherungs‑getriebene Red‑Sea‑Störung durch die Huthi.

Hinzu kommt die „Interceptor‑Arithmetik“: Die USA starteten 2026 mit mehreren hundert THAAD‑ und SM‑3‑Abfangraketen, hatten aber bereits im Zwölf‑Tage‑Krieg einen signifikanten Teil verschossen und verbrauchen auch in der aktuellen Operation in kurzer Zeit zweistellige Prozentsätze des globalen Bestands. Die Produktion von Hochleistungsinterzeptoren liegt – trotz geplanter Steigerung – auf Jahre hinaus hinter der iranischen Raketenproduktion zurück, während die Kosten pro iranischer Drohne oder Rakete um Größenordnungen unter denen eines westlichen Interzeptors liegen.

Thinktanks wie das Stimson Center sehen bei anhaltender Intensität kritische „Magazinentleerung“ innerhalb von vier bis fünf Wochen – also genau in dem Zeitfenster, das die Märkte derzeit als Konfliktdauer einpreisen. Perera folgert: Die militärischen Ziele müssen erreicht werden, bevor die Abwehrkapazität an den Rand kommt, aber eine politische Lösung braucht einen verhandlungsfähigen Gegenpart, den die aktuelle Strategie gleichzeitig zerstört. Aus Sicht der Mechanik bedeutet das: Mindestens sechs, wahrscheinlicher zwölf bis achtzehn Monate, bevor Versicherer und Handel wieder Vertrauen in Hormus fassen.

5. Positionierung: Wer falsch liegt – und wie der Unwind sie trifft

Perera identifiziert drei Glaubenssätze, auf denen die Vorkriegspositionierung vieler institutioneller Anleger beruhte – alle durch Ereignisse der ersten neun Kriegstage falsifiziert:

  • Hormus werde aus „rationaler“ beidseitiger Kostenabwägung nie wirklich geschlossen.
  • US‑Militärmacht könne jede Störung schnell beheben.
  • Bypass‑Pipelines und Reserven reichten, um temporäre Unterbrechungen aufzufangen.

Die Realität: Die IRGC schloss die Straße faktisch durch gezielte Angriffe und den anschließenden Versicherungskollaps, nicht durch einen klassischen Flotten‑Blockadeakt. Drei Carrier‑Strike‑Groups können weder das Versicherungsproblem lösen noch das physische Volumen von 20 Millionen Barrel/Tag per Konvoi ersetzen, und das DFC‑Programm deckt nur einen Bruchteil der Lücke.

Die Bypass‑Kapazität (Saudi‑East‑West‑Pipeline, Abu Dhabi‑ADCOP usw.) liegt zusammen bei vielleicht 3,5–5,5 Millionen Barrel/Tag, womit täglich 14,5–16,5 Millionen Barrel im Golf „gefangen“ bleiben. Länder wie Irak, deren Exporte vollständig über südliche Häfen laufen, müssen bereits Produktion stark reduzieren; Lagerkapazitäten sind binnen Wochen erschöpft.

Marktseitig geraten systematische Strategien mit implizit niedriger Energievolatilität nun in Zwangsdeleveraging, Volatilitätsindizes steigen, asiatische und europäische Märkte reagieren heftig auf die Kombination aus Öl‑ und Gas‑Schock. Der entscheidende Punkt: Die Störung ist dabei, von einem logistischen Timing‑Schock zu einem echten upstream Angebotsausfall zu werden – ein struktureller Shift der Angebotskurve nach links, der nur durch Wiederöffnung, massive neue Infrastruktur oder Nachfragezerstörung (Rezession) rückgängig zu machen ist.

6. Evidenzkette und offene Unbekannte

Perera stützt seine These auf drei Säulen:

  • Dokumentierte Stornierungen der Versicherer (P&I‑Rundschreiben, JWLA‑033).
  • Hochfrequente AIS‑Daten zu Verkehrseinbrüchen, erhoben von Kpler, Vortexa, MarineTraffic, bestätigt durch Reuters und Bloomberg.
  • Offizielle Parameter des DFC‑Programms und Schätzungen der Risikolücke (u. a. JPMorgan), kombiniert mit der Tatsache, dass bislang keine nennenswerten versicherten VLCC‑Transits zustande kamen.

Historische Vergleichsfälle wie die Huthi‑Angriffe im Roten Meer und Fujairah 2019 dienen zur Kalibrierung der Erholungszeiten. Gleichzeitig benennt er bewusst drei relevante Unsicherheiten: die genaue Lage und Zugänglichkeit des iranischen Uranbestands, die Reaktionslogik der 31 autonomen IRGC‑Kommandos unter wachsendem wirtschaftlichem Druck und die Frage, ob und wann die Huthis in den Konflikt eintreten und damit zusätzlich Bab al‑Mandab schließen.

Diese Unbekannten verändern die Fehlerbänder der Dauerprognose, aber nicht die Grundrichtung der These.

7. Die Trades auf die „Dauer‑Fehlbepreisung“

Perera leitet aus seiner Mechanismen‑Analyse drei zentrale Investitionsideen ab – wohlgemerkt ausdrücklich als risikoreiche, eigenverantwortlich zu prüfende Strategien:

  • Primär: Long‑Positionen in kurzfristiger Brent‑Volatilität (z. B. Straddles/Spreads auf 1–3‑Monats‑Optionen) in moderater Portfoliogröße, mit der Erwartung einer weiteren 25–40‑%‑Vol‑Expansion, sobald der Markt erkennt, dass es sich nicht um einen kurzfristigen Schock, sondern eine strukturelle Blockade handelt.
  • Sekundär: Staffelweiser Einstieg in Gold (physisch oder über Calls), getriggert entweder durch eine Ausweitung des Gold‑zu‑Öl‑Verhältnisses oder eine geldpolitische „Dovishness“ der Fed, als Wette darauf, dass der Markt das systemische Versagen mehrerer „Versprechen“ (Versicherung, Diplomatie, Monitoring, finanzielle Backstops) einpreist.
  • Tertiär: Übergewichtung im Verteidigungs‑Industriesektor, insbesondere bei Firmen mit signifikanter Munitions‑ und Interzeptorproduktion, da die absehbare Depletion der Lager Bestellungen über Jahre erzwingen dürfte.

Für jede dieser Ideen definiert er harte Exit‑Kriterien (z. B. Wiederanstieg der Transits auf definierte Schwellen und formelle Reinstatements durch Rückversicherer) sowie enges Risikomanagement.

8. Aktuarische Souveränität als neues Machtfundament

Kern von Pereras Argument ist, dass die 2026‑Krise in Hormus als Wendepunkt verstanden werden sollte: Nicht die spektakulären militärischen Operationen oder der Tod des früheren Obersten Führers seien entscheidend, sondern die Erkenntnis, dass das Nadelöhr des globalen Energiesystems durch regulatorisch eingebettete, privatwirtschaftliche Risikomodelle kontrolliert wird.

Er spricht von „Regulatory Chokepoint Theory“: In jeder hochfinanzialisierten Infrastruktur verschiebt sich die effektive Kontrolle an jene Stelle, an der das privat bereitgestellte „Verifikationskapital“ (im Sinne von: wer garantiert wem was?) am dünnsten im Verhältnis zu möglichem Tail‑Risk ist. Diese Logik lasse sich von Hormus aus auf andere Knoten extrapolieren – Taiwanstraße, Unterseekabel, seltene Erden, Cloud‑Infrastrukturstandorte.

Zusätzlich verschärft die nukleare Dimension das Bild: Die frühere Fatwa gegen Atomwaffen war an die Person des verstorbenen Gelehrten gebunden und gilt nach schiitischer Rechtsauffassung nach dessen Tod nicht fort; der neue Führer Mojtaba Khamenei verfügt weder über die religiöse Autorität noch erkennbar über den Willen, eine gleichwertige Beschränkung zu etablieren. In Verbindung mit einem dokumentierten Vorrat von hochangereichertem Material und beschädigter Monitoring‑Infrastruktur (IAEA‑Blindflug) entsteht ein nuklearer Risikokomplex, den viele Modelle bislang als extremen Außenschwanz behandeln.

Perera argumentiert, dass die Märkte noch immer ein Regime modellieren, in dem Kriege, Chokepoint‑Störungen und Atomkrisen vorübergehend und mean‑revertierend sind – während die aktuelle Konstellation strukturell, selbstverstärkend und regimeschädigend ist. Die Differenz zwischen diesem „Legacy‑Framework“ und der realen Mechanik sei die Quelle des Alphas – solange, bis der Konsens aufholt.


Wenn du willst, kann ich als Nächstes:

  • einzelne Mechanismen (z. B. Solvency II, P&I‑Struktur, Mosaic‑Doktrin) noch technischer auseinandernehmen, oder
  • einen deutlich kürzeren, journalistischeren Kommentar zu dem Stück für dein Publikum schreiben (inkl. möglicher Implikationen für Europa/Asien).