Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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Kategorie: Nachrichten

Kategorie: Nachrichten

Teilnehmer von Davos bringt es auf den Punkt: Ziel ist es, eine „neue Weltordnung“ zu schaffen

Ein Redner auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos erklärte ausdrücklich, dass das Ziel der Organisation darin bestehe, eine „neue Weltordnung“ zu schaffen. Diese Erklärung wurde auf dem Treffen von Bilawal Bhutto Zardari, dem pakistanischen Außenminister, abgegeben.

„Hier auf dem WEF wird viel darüber gesprochen, wie die neue Weltordnung aussehen wird und wie wir auf diese neue normative internationale Ordnung hinarbeiten, die es uns als zivilisierte Welt ermöglichen wird, unsere Differenzen und Streitigkeiten zu lösen“, sagte Zardari.

Das WEF erklärt, dass sie eine NEUE WELTORDNUNG errichten müssen. Sie geben auch offen zu, dass sie vielleicht nicht erfolgreich sein werden, eine NWO zu etablieren, da die Zeiten „übermäßig parteiisch und polarisiert“ sind, aber sie sind hoffnungsvoll, sie in naher Zukunft zu etablieren.

DAVOS WATCH: The WEF declares they must establish a NEW WORLD ORDER

They also openly acknowledge they may not be successful establishing a NWO right now due to times being “hyper partisan and polarized” but are hopeful to establish it in the near future #wef23 pic.twitter.com/H9gykczzbf

— Drew Hernandez (@DrewHLive) January 20, 2023

Nach Ansicht des Ministers müssen wir „unsere normative und internationale institutionelle Ordnung international gestalten und verbessern“. Wenn wir diese neue Weltordnung aufbauen, hoffe ich, dass dieses Mal die Stimme der südlichen Hemisphäre und der Entwicklungsländer einbezogen wird“, sagte Zardari.

Ein anderer Redner beklagte sich darüber, dass Länder ihre eigene Souveränität über die Interessen der „Weltordnung“ stellen.

In den Mainstream-Medien wird die „neue Weltordnung“ immer noch als Verschwörungstheorie abgetan. Aber wenn Globalisten den Begriff verwenden, ist das eine gute Sache.

Das WEF erklärt, dass die Länder die globalen Regeln respektieren müssen und sagt: „Wir haben Länder, die ihre nationalen Interessen respektieren und über die Regeln hinausgehen“. Sie schließt mit den Worten: „Wir müssen die Weltordnung in Betracht ziehen“.

DAVOS WATCH: WEF declares countries need to respect global rules and says “we have countries that are respecting their national interest going beyond the rules”

She ends by saying, “we have to take into consideration The World Order” #wef23 pic.twitter.com/9K9pd8naYQ

— Drew Hernandez (@DrewHLive) January 20, 2023

Wie wird das Leben unter der neuen Weltordnung aussehen? Denken Sie an 5-Minuten-Städte, Fahrverbote, implantierte Gehirnchips, eine digitale Datenbank zur Überwachung des Impfstatus der Menschen, eine neue Pandemie und die Bekämpfung von Desinformation.

Elon Musk twitterte diese Woche, dass sich das WEF „zunehmend in eine nicht gewählte Weltregierung verwandelt, um die die Menschen nie gebeten haben und die sie nicht wollen“.

Kriegsverbrfecher plädiert auf dem WEF für eine „digitale Infrastruktur“, um zu verfolgen, wer geimpft ist und wer nicht!

Der frühere britische Premierminister, Kriegsverbrecher und Massenmörder Tony Blair hat Organisationen wie das Weltwirtschaftsforum aufgefordert, die Regierungen zum Aufbau einer „digitalen Infrastruktur“ zu ermutigen, um zu verfolgen, wer geimpft ist und wer nicht.

Blair forderte auf der Jahrestagung des WEF eine solche staatlich kontrollierte digitale Impfdatenbank. Der ehemalige Premierminister betonte die Bedeutung von „Technologie und digitaler Infrastruktur“, um den Status von geimpften und ungeimpften Menschen zu überwachen.

NEW – Tony Blair calls for a “digital infrastructure” to monitor who is vaccinated and who is not for the “vaccines that will come down the line” at Klaus Schwab’s World Economic Forum.pic.twitter.com/t5SM0Lv1hw

— Disclose.tv (@disclosetv) January 19, 2023

„Sie benötigen die Daten“, sagte Blair. „Man muss wissen, wer geimpft ist und wer nicht“. Er wies auch darauf hin, dass einige Impfstoffe, die noch in der Entwicklung sind, aus mehreren Spritzen bestehen. „Man benötigt also eine solide digitale Infrastruktur, und die ist in vielen Ländern nicht vorhanden. In den meisten Ländern ist das nicht der Fall.

Er sieht eine Rolle für die Welthandelsorganisation, das WEF, die G20 und die G7, um ein solches Netz durchzusetzen.

Sein Tony Blair Insitute for Global Change hatte sich zuvor für eine digitale Identität ausgesprochen. Er selbst hat sich für obligatorische Impfpässe ausgesprochen. Auch das WEF und die Welthandelsorganisation unterstützen digitale Überwachungssysteme nachdrücklich.

Außerhalb des Blickfelds der WEF-Kameras wirkt Blair plötzlich viel weniger gesprächig:

Tony Blair, der Mann, der so redselig ist und dem Land über die kontrollierten MSM so gerne etwas vorschreiben möchte. Er scheint seine Stimme zu verlieren, wenn ihm ernsthafte Fragen gestellt werden.

Tony Blair, the man who is so talkative and so keen to dictate to the country via controlled MSM. Appears to lose his voice when asked serious questions.

FULL REPORT from @CSmiles_News: https://t.co/r0yGyzvxtp pic.twitter.com/kQxm1Kr5RG

— Rebel News (@RebelNewsOnline) January 19, 2023

Gouverneur Ron DeSantis schlägt ein dauerhaftes Verbot von Masken- und Impfstoffvorschriften in Florida vor

Während einer „Prescribe Freedom“-Veranstaltung in Panama City Beach kündigte Gouverneur Ron DeSantis am Dienstag einen neuen Gesetzesvorschlag an, der ein dauerhaftes Verbot der COVID-19-Impfung, der Maskierung und der Impfpasspflicht vorsieht.

„Als die Welt den Verstand verlor, war Florida ein Hort der Vernunft und diente stark als Dreh- und Angelpunkt der Freiheit. Diese Maßnahmen werden sicherstellen, dass Florida dies auch weiterhin bleiben wird, und sie werden einen bahnbrechenden Schutz der freien Meinungsäußerung für Mediziner bieten“, so der Gouverneur in einer Presseerklärung.

Laut der Pressemitteilung des Gouverneurs beinhaltet der Vorschlag ein dauerhaftes Verbot von Mandaten, die sich wiederholt, als unwirksam erwiesen haben, wie:

  • Dauerhaftes Verbot von COVID-19-Impfpässen in Florida;
  • Dauerhaftes Verbot des COVID-19-Impfstoffs und der Maskenpflicht in allen Schulen Floridas;
  • Dauerhaftes Verbot der COVID-19-Maskenpflicht in Unternehmen; und
  • Dauerhaftes Verbot für Arbeitgeber, Einstellungen oder Entlassungen aufgrund von mRNA-Impfungen vorzunehmen.
  • Seit Beginn der COVID-19-Epidemie hat sich DeSantis als vehementer Gegner staatlicher Vorschriften und Pandemiebegrenzungen etabliert.

Der Gouverneur von Florida beantragte aufgrund seines Misstrauens gegenüber den Centers for Disease Control and Prevention eine Untersuchung durch eine Grand Jury wegen angeblicher „Verbrechen und Fehlverhaltens“ und setzte einen eigenen Ausschuss für die Integrität der öffentlichen Gesundheit Floridas ein, der Fragen im Zusammenhang mit COVID-19-Impfstoffen im Bundesstaat untersuchen sollte. Diese Maßnahme wurde von Gesundheitsexperten kritisiert.

„Als Forscher und Arzt im Bereich der Gesundheitswissenschaften habe ich miterlebt, wie versierte Wissenschaftler wegen ihrer unorthodoxen Positionen bedroht wurden“, sagte der Generalarzt des Bundesstaates, Dr. Joseph Ladapo. „Viele dieser Positionen haben sich jedoch als richtig erwiesen, wie wir alle in den vergangenen Jahren gesehen haben. Alle Mediziner sollten ermutigt werden, sich am wissenschaftlichen Diskurs zu beteiligen, ohne um ihren Lebensunterhalt oder ihre Karriere fürchten zu müssen.“

Gouverneur DeSantis setzt sich weiterhin für die Wahrung der COVID-Freiheit in Florida ein und wird gegen lokale Regierungen, Unternehmen und Konzerne kämpfen, die versuchen, eine autoritäre COVID-Politik durchzusetzen, heißt es in der Pressemitteilung.

Journalist trifft auf Klaus Schwab: Das ist passiert

Die japanische Journalistin Masako Ganaha traf Klaus Schwab, den Gründer des Weltwirtschaftsforums, in Davos. Sie sagte, sie sei aus Japan und fragte, ob sie ihm einige Fragen stellen könne.

„Nein danke“, antwortete Schwab. Einer seiner Mitarbeiter sagte, sie hätten es eilig gehabt. Ganaha fragte daraufhin, ob sie das Paar begleiten dürfe, um trotzdem Fragen zu stellen.

I encountered Klaus Schwab! And here is what happened.
He is afraid of our resistance!
@ WEF Davos2023 pic.twitter.com/QMVixy2wyE

— 我那覇真子 Masako Ganaha (@ganaha_masako) January 18, 2023

Dann drehte er sich um und fragte: „Von welchen Medien sind Sie?“ Ganaha erklärte, dass sie eine unabhängige Journalistin ist. „Nein, vielen Dank, ich habe es eilig, danke“, antwortete er.

Die Journalistin blieb standhaft und versuchte, Schwab eine Frage zu den Sorgen um die Globalisierung zu stellen. Es gelang ihr nicht, an seinen Leibwächtern vorbeizukommen. Einer von ihnen wiederholte noch einmal, dass sie es eilig hätten, ein anderer Leibwächter wünschte ihr einen schönen Abend.

Schwab stieg auf den Rücksitz eines Audi A8 und wurde weggefahren. „Er fürchtet unseren Widerstand!“ schrieb Ganaha in den sozialen Medien.

Ironischerweise sagte Schwab vor dem WEF, dass es ein gutes Rezept zur Wiederherstellung des Vertrauens sein kann und sollte, Menschen zu einem informellen Gespräch in einem abgelegenen Schweizer Dorf zusammenzubringen. Allerdings wird er sich nur mit Menschen einlassen, denen er vertraut oder sein Narrativ unterstützen.

Klaus Schwab vom WEF: „Menschen zu einem informellen Dialog in einem abgelegenen Schweizer Dorf zusammenzubringen, kann oder sollte ein gutes Rezept sein, um das Vertrauen wiederherzustellen.“

NEW – WEF’s Klaus Schwab: “To bring people together for an informal dialogue in a remote Swiss village can be or should be a good recipe to restore trust.”pic.twitter.com/wUkFLyBRQ5

— Disclose.tv (@disclosetv) January 11, 2023

„Ich will, dass Amerika aufwacht, etwas stimmt nicht!“ – bekannter US-Vlogger und Trump Unterstützer, muss mitansehen, wie ihre Schwester Diamond „plötzlich“ in ihrer Küche starb (VIDEO)

Ineitha Lynnette Hardaway und Herneitha Rochelle Hardaway Richardson, bekannt als Diamond bzw. Silk, sind zwei amerikanische konservative politische Kommentatoren und Vlogger. Sie sind bekannt für ihre Unterstützung des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump. Beide haben als Mitarbeiter für den konservativen Nachrichtensender Newsmax gearbeitet.

Bei der Gedenkfeier für ihre Schwester Lynette „Diamond“ Hardaway am Samstag erklärte Silk den zahlreichen Anhängern, darunter auch Präsident Trump, dass der Impfstoff möglicherweise ein Faktor für den plötzlichen Tod ihrer Schwester war.

Silk forderte daraufhin eine Untersuchung. „Da ist etwas im Gange!“

Silk sprach am Samstag zu den Zuschauern, bevor Präsident Trump die Bühne betrat.

Silk beschrieb, wie ihre Schwester „plötzlich starb“ und wie sie versuchte, sie zu retten.

Sie sagte:

Sobald Diamond den Hörer aufgelegt hatte, sagte sie zu mir: „Ich kann nicht atmen.“ Es kam plötzlich, aus dem Nichts und ohne Vorwarnung. Ich brachte sie zum Küchentisch und öffnete die Hintertür, damit sie Luft bekam. Und jeder Atemzug wurde weniger und weniger, bis ihre Augen zu einem starren Blick wurden… Mein Mann und ich befolgten die 911-Anweisungen der Dame. Wir haben sie hingelegt. So wie sie uns gesagt haben, wir sollen sie flach hinlegen. Sie sagten, wir sollten Wiederbelebung machen. Und es war eins-zwei-drei-vier, eins-zwei-drei-vier, eins-zwei-drei-vier… Mein Mann und ich wechselten uns ab und machten weiter, weiter und weiter, bis der Rettungswagen in den Hof kam und die Sanitäter ins Haus kamen. Sie taten alles, was sie konnten.

Was ich also allen sagen möchte, ist, dass ihr es nicht wagt, mich als Verschwörungstheoretikerin zu bezeichnen. Denn ich habe es gesehen. Ich habe gesehen, wie es passiert ist. Ich war dabei, als es geschah, und es geschah ganz plötzlich. Ich möchte, dass Amerika aufwacht und aufpasst. Etwas stimmt da nicht. Es ist an der Zeit, zu untersuchen, was hier wirklich vor sich geht! Und ein paar Antworten darauf zu bekommen, warum unsere Leute plötzlich tot umfallen.

Silk fuhr dann fort: „Anstatt zu fragen, ob die Amerikaner geimpft oder ungeimpft sind, lautet die eigentliche Frage, ob sie vergiftet werden.“

Über DC Draino und RSBN.

Es ist schrecklich, das zu sehen. Diamond sagte, dass sie nicht mehr atmen konnte und dann plötzlich starb. Silk verlangt Antworten über den Impfstoff und was er ihrer Schwester angetan hat. Warum passiert das immer wieder?! Warum sterben immer wieder gesunde Amerikaner plötzlich und aus heiterem Himmel?!

This is horrible to watch

Diamond said she couldn’t breathe and then died suddenly

Silk is demanding answers about the vaccine and what it did to her sister

Why does this keep happening?!

Why do healthy Americans keep dying suddenly out of nowhere?!pic.twitter.com/OP4acnlxwq

— DC_Draino (@DC_Draino) January 21, 2023

NIE WIEDER ATOMKRIEG! Wie die USA die Nuklear-Katastrophe in Japan entfesselten! (VIDEO)

An all jene deutschen „Kriegstreiber“ und „Kriegshetzer“, die weiter den Krieg gegen eine Atommacht forcieren und tatsächlich glauben, eine solche auf konventionellem Wege besiegen zu können! Harry Spencer Truman (1884–1972), von 1945 bis 1953 der 33. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, fungierte bis zum Tod seines Vorgängers und Logenbruders Franklin Delano Roosevelt (1882–1945, aufgenommen […]

Der US-Kampfpanzer Abrams ist nicht wintertauglich

Das russische Fernsehen hat dem Video, das schon seit Monaten online ist, aber erst jetzt auf vielen Plattformen viral geht, in seinem wöchentlichen Nachrichtenrückblick einen Beitrag gewidmet. In dem Video ist zu sehen, dass der M1-Abrams bei Schnee nicht in der Lage ist, auch nur kleine Hügel zu erklimmen, sondern einfach wieder rückwärts hinunterrutscht. Ich […]

Jochim Kuhs zu Impfschäden und Übersterblichkeit

JOACHIM KUHS | Ich sehe immer mehr Menschen, die sich weigern, eine weitere Impfung mit diesem experimentellen Impfstoff zu nehmen. Ich sehe, dass Anfragen hier im EU-Parlament nicht nur zu Untersuchungen der großen Pharma-Deals, sondern auch zu einem Umdenken bei den Kollegen führen. Deshalb fordere ich Sie alle auf: bleiben Sie stark.

Sehen Sie hier die beeindruckenden Auführungen des Europaabgeordneten der AfD:


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Südtirol: Terroranschläge, die keine waren

Von REINHARD OLT | Es gehört zu den wissenschaftlichen Sternstunden, wenn die historische Forschung hervorbringt, was ihre ureigene Aufgabe und Zweckbestimmung sein sollte, nämlich neue Einblicke auf Handlungen und Einsichten in Geschehnisse zu eröffnen, für die bis dato gemeinhin galt, es seien alle Tatbestände und Zusammenhänge bereits klar zutage getreten gewesen und in der Geschichtsschreibung quasi amtlich oder unverrückbar dargestellt worden. Nicht selten spielt dabei die Entdeckung und akribische Analyse bisher unbekannter oder unbeachteter, wenn nicht gar ignorierter Archivalien die entscheidende Rolle.

So stieß der (Militär-)Historiker Hubert Speckner auf äußerst brisante Verschlussakten im Österreichischen Staatsarchiv. Als er sie erschloss, erschien ein Vorfall in einem gänzlich anderen Licht. Insbesondere von italienischer Seite war er als blutigstes Attentat Südtiroler Widerstandskämpfer der 1960er Jahre gebrandmarkt worden, und Rom hatte ihn als Hebel benutzt, um Wiens EWG-Assoziation zu unterlaufen. Denn Speckner erkannte alsbald, dass die sogleich auch von der österreichischen Regierung als zutreffend erachteten Beschuldigungen von italienischer Seite gegen die der Tat bezichtigten und in Österreich in Haft genommenen Personen, Erhard Hartung, Peter Kienesberger und Egon Kufner, äußerst zweifelhaft waren. Die Aktivisten des Befreiungsausschusses Südtirol (BAS) sollen den Mast einer Überlandleitung gesprengt und eine Sprengstoffvorrichtung im unmittelbar benachbarten Gelände angebracht haben, bei deren Detonation drei italienische Militärangehörige getötet und einer schwer verletzt worden seien.

In Italien in Abwesenheit verurteilt, in Österreich freigesprochen

Die BAS-Leute waren später in einem Prozess in Florenz in Abwesenheit zu hohen (Kufner) bis lebenslangen Haftstrafen (Hartung, Kienesberger) verurteilt, in Österreich hingegen „in dubio pro reo“ freigesprochen worden. Speckner konnte in seiner umfangreichen Studie Zwischen Porze und Roßkarspitz ….1) von 2013 aufgrund zahlreicher Aktenstücke den Nachweis führen, dass sich besagtes Geschehen an der Porzescharte keinesfalls so abgespielt haben konnte, wie es italienischerseits dargestellt wurde und in historisch-politischen Publikationen seinen Niederschlag fand. Es gab und gibt begründete Verdachtsmomente, dass die italienischen Militärangehörigen dort überhaupt nicht zu Tode gekommen sein dürften. Es zeigten sich überdies gewichtige Indizien, die dafür sprechen, dass die Tat mit hoher Wahrscheinlichkeit einer fingierten Aktion des italienischen Militärgeheimdienstes SIFAR/SID/SISMI und des damit verquickten „Gladio“-Arms der geheimen „Stay behind“-Organisation der Nato gewesen sein dürfte.

In  seiner aufsehenerregenden und doppelt umfangreichen Studie von 2016 Zwischen ‚Feuernacht‘ und Porzescharte….2) untersuchte Speckner  mehr als 50 Fälle, welche sich im Rahmen des brisanten Südtirol-Konflikts zwischen Dezember 1955 bis März 1970 zutrugen. Seine darin luzide aufbereitete und minutiös ausgebreitete Aufarbeitung der Geschehnisse machte deutlich, wie weit und gravierend die offizielle Darstellung von der Aktenlage des von ihm im Staatsarchiv aufgefundenen sicherheitsdienstlichen Bestandes abwichen.

Neue Erkenntnisse, neue Befunde

Zudem ergänzte er seine Befunde aus den Primärquellen der österreichischen Staatspolizei (StaPo) mittels der durch in zahlreichen Gesprächen mit den Freiheitskämpfern des BAS gewonnenen Aussagen, was historiographisch durch „Oral history“ seine methodische Rechtfertigung findet. Die von Speckner erschlossenen sicherheitsdienstlichen Akten erbrachten in vielen dieser Fälle neue, von der Forschungslage bis dahin abweichende Sichtweisen, Erkenntnisse und Ergebnisse sowohl auf die Geschehnisse im Einzelnen, als auch bezogen auf die Südtirol-Thematik insgesamt.

Expertise von Fachleuten führt amtliche italienische Darstellungen ad absurdum

Schließlich stellt Speckner im Zusammenwirken mit fundierten Expertisen amtlich anerkannter Fachleute in seinem jüngst erschienenen Buch3) auf Rationalität fußende, exquisite Weise jene echoreichsten, blutigsten Fälle vom Kopf auf die Füße und führt damit deren amtliche italienische Darstellungen ad absurdum.

Die Explosion am Pfitscherjoch

So im Falle eines todbringenden Ereignisses am Pfitscherjoch, das sich am 23. Mai 1966 ereignet hatte. Dort war in einem von Guardia di Finanza, Carabinieri und Alpini-Soldaten genutzten Stützpunkt infolge einer Explosion ein Angehöriger der Finanzwache ums Leben gekommen. Laut der „offiziellen“ italienischen Version des Geschehens habe er während des Patrouillengangs die Tür zum Schutzhaus geöffnet, worauf eine Sprengladung von ungefähr 50 Kilogramm Sprengstoff explodiert sei. Wie bei ähnlich gelagerten Vorfällen in den 1960er Jahren „wussten“ italienische Medien wie Politik, dass die gewaltige, das Gebäude nahezu völlig zerstörende Explosion von „Terroristi“ verursacht worden sei. Und alsbald wurden die vier „Pusterer Buben“ Siegfried Steger, Josef Forer, Heinrich Oberleiter und Heinrich Oberlechner von Italien als Täter mehrerer Anschläge beschuldigt – darunter  des nie bewiesenen (und durch die spätere Aussage eines seiner Kameraden jemand anderem zugeschriebenen) Mordes am Carabiniere Vittorio Tiralongo 1964 in Mühlwald bei Taufers.

Keine Sprengstoffexplosion, sondern eine Gasexplosion in der Hüttenküche

Der Beurteilung mehrerer damaliger Sprengsachverständiger zufolge weist die Aufnahme des am Pfitscherjochhaus Getöteten ebenso wie die Fotos von der zerstörten Holzhütte ursächlich auf eine Gasexplosion in der Hüttenküche hin. Auch das auf den offiziellen Tatortfotos der Guardia di Finanza zu erkennende eingesackte Dach der Hütte widerspreche mit aller Deutlichkeit der Verwendung von Sprengstoff, noch dazu in der erwähnten Menge von 50 Kilogramm: Diesfalls wäre das Dach, anstatt in sich zusammenzusacken vielmehr in Trümmern in die Luft geflogen. Speckner kam aus den von ihm entdeckten und erstmals ausgewerteten Archivalien zum Ergebnis, wonach sich der Pfitscherjoch-Vorfall „also kaum so zugetragen haben konnte wie von offizieller italienischer Seite dargestellt“.

Wie ein Unfall zu einem Anschlag wurde

Sein Befund ist von unlängst vorgenommenen und auf modernen naturwissenschaftlich-sprengtechnischen  Instrumentarien fußenden Untersuchungen durch Experten so erhärtet worden, dass sie der Wahrheit des Geschehens zweifelsfrei am nächsten kommen und somit als bewiesen gelten dürfen. So allein schon durch die Fallbeurteilung des Spreng(mittel)experten Max Ruspeckhofer, der in seiner COLD CASE PFITSCHERJOCH – Wie ein Unfall zu einem Anschlag wurde kurz und bündig feststellte: „Wenn man alle diese Dinge in Betracht zieht, bleibt eigentlich nur mehr eine einzige Schlussfolgerung übrig: Es handelte sich bei diesem Ereignis nicht um ein Attentat, bei dem bewusst der Tod von Menschen in Kauf genommen wurde, sondern um einen tragischen Unfall.“ 

Die amtliche italienische Darstellung widerlegt

Eine letztvergewissernde Expertise durch den beeideten unabhängigen Sachverständigen Dr. Ing. Harald Hasler untermauert Ruspeckhofers Beurteilung nicht nur, sondern stellt die amtliche italienische gänzlich in Abrede. Sie wurde zudem durch Haslers ballistische Berechnungen in Bezug auf das Verhalten von Personen bei Explosionen auf Grundlage der international anerkannten Basisliteratur4) komplettiert. Für ihn steht zweifelsfrei fest, dass „aufgrund der festgestellten technischen Tatsachen und Sachverhalte zweifelsfrei klar [ist], dass sich der aktenkundig beschriebene Vorfall am 23. Mai 1966 am Pfitscherjoch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit so NICHT ereignet haben kann. Alle Indizien sprechen eindeutig für eine Gasexplosion. Sachverhaltsdarstellungen, Fachbeurteilungen und entscheidende Schlussfolgerungen aus den vorliegenden Akten sind in keinster Weise nachvollziehbar, mangelhaft und unterliegen keinen fachlich fundierten und objektiv ermittelten gerichtsverwertbaren Erkenntnissen.“

Tatort Steinalm

Analog dazu ergaben sich für Speckner wie für die beigezogenen Sachverständigen in der „Causa Steinalm“ ähnlich geartete Ergebnisse. Knapp fünf Monate nach dem Geschehen rund um das Pfitscherjoch-Haus waren zufolge einer Explosion in einem kasernierten Stützpunkt der Guardia di Finanza (Finanzwache) auf der Steinalm nahe dem Brennerpass zwei Finanzwache-Soldaten ums Leben gekommen. Ein Schwerverletzter verstarb  wenige Tage später.

Tatort Steinalm

Italien bezichtigt die drei BAS-Mitglieder weiterhin des „blutrünstigen Anschlags“

Bis heute werden in Italien politisch sowie justizamtlich drei BAS-Aktivisten, darunter der legendäre Freiheitskämpfer und Schützenmajor Georg („Jörg“) Klotz, des „blutrünstigen Anschlags“ bezichtigt – wenngleich Klotz nachweislich in Österreich im Exil war und auch die beiden anderen Beschuldigten hieb- und stichfeste Alibis hatten. Ehefrau Rosa, geborene Pöll,  deren mutigem, aufopferungsreichem und entsagungsvollem Leben  Tochter Eva jüngst eine warmherzige Biographie widmete5) war daraufhin verhaftet und für 14 Monate eingekerkert, ihre sechs Kinder Verwandten und Nachbarn überstellt worden.

Der Regierung in Österreich von Italien eine Mitschuld zugewiesen

Wenngleich damals schon zahlreiche Gutachten, die von mehreren Sachverständigen zu dem Vorfall auf der Steinalm angefertigt worden waren, die Explosion einer Gasflasche oder die Detonation einer Kiste mit Handgranaten in deren unmittelbarer Nähe, als ursächlich für den Tod der Finanzer sowie die Zerstörung des Stützpunktes ansahen, blieb und bleibt Italien geradezu doktrinär bei seiner Hergangsversion und der Täterbeschuldigung. Es wies, wie stets bei derartigen Vorfällen, Wien eine „Mitschuld“ zu, da die österreichischen Behörden zu wenig gegen den Terrorismus in Italien unternähmen.

Grundlagen des damaligen Gerichtsurteisl vom Sachverständigen widerlegt

Dass diese offizielle römische Schuldzuschreibung zu verwerfen ist, zeigt eigentlich allein schon Speckners Durchleuchtung des damaligen Vorfalls. Zudem untermauert die wissenschaftlich begründete Begutachtung durch den Sachverständigen Hasler seine aktenmäßig erschlossenen historischen Ergebnisse. Hasler stellt nämlich aufgrund seiner umfangreichen Befundung, einer forensisch-kriminaltechnischen Analyse sowie der Bewertung der  Sachverhalte unumwunden fest, dass sich der aktenkundig beschriebene Vorfall am 9. September 1966 auf der Steinalm mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit so NICHT ereignet haben konnte“ und verwirft die dem damaligen Gerichtsurteil zugrundlegenden Ergebnisse italienischer Gutachter, indem er konstatiert, sie unterlägen „keinen fachlich fundierten und objektiv ermittelten gerichtsverwertbaren Schlussfolgerungen“.

Wie eine Verbalnote Italiens den angeblichen Terroranschlag Porzescharte darstellte

Schließlich der an Tragik und Verwerflichkeit des amtlichen Wirkens italienischer Politik wie Justiz sowie des publizistischen ebenso wie des generellen historiographischen Nachhalls im Blick auf die „Südtiroler Bombenjahre“ wohl kaum zu übertreffende „Fall Porzescharte“. In einer Auflistung von (nach heutigen Erkenntnissen angeblichen) Terroranschlägen, die einer Wien übermittelten diplomatischen „Verbalnote“ des römischen Außenministeriums vom 18. Juli 1967 beigeheftet ist, wird das Geschehen auf der Porzescharte am 25. Juni 1967 wie folgt „klar und eindeutig“ beschrieben: „Sprengung des Mastes einer Hochspannungsleitung durch eine mit Uhrwerk versehene Sprengvorrichtung. Während des Lokalaugenscheins tritt der Alpini-Soldat Armando Piva auf eine Tretmine und verursacht eine Explosion. Infolge der schweren Verletzungen stirbt der Soldat kurz darauf im Zivilkrankenhaus von Innichen. Gegen 15 Uhr desselben Tages gerät eine Feuerwerker-Truppe nach Säuberung des um den Hochspannungsmast gelegenen Geländes in eine weitere Minenfalle. Die Explosion verursacht den Tod des Karabinierihauptmanns Francesco GENTILE, des Fallschirmjägerleutnants Mario DI Legge und des Fallschirmjäger-Unteroffiziers Olivo TOZZI [sic!, der richtige Name ist DORDI], sowie schwere Verletzung des Fallschirmjäger-Feldwebels Marcello FAGNANI. Am Tatort wurde ein Gerät mit der Aufschrift B.A.S. aufgefunden.“

Auffällige Widersprüche von Anfang an

Schon von Anfang an jedoch hatten sich daran äußerst auffällige Widersprüche ergeben. Bereits am 26. Juni, also einen Tag nach den ersten italienischen Meldungen, die österreichischen Stellen übermittelt worden waren, ließ sich der Osttiroler Bezirkshauptmann Dr. Doblander mit einem Hubschrauber an den Ort des Geschehens bringen. Das Ergebnis seines Erkundungsfluges meldete die Sicherheitsdirektion für Tirol an das österreichische Innenministerium: „Der Bezirkshauptmann schließt mit 100 %-iger Sicherheit‘ aus, daß in der Nähe dieses Mastes eine andere Explosion erfolgt ist. Es konnten weder Fußspuren noch Blutspuren noch irgendwie andere Spuren festgestellt werden, die darauf hindeuten würden, daß sich hier mehrere Menschen befunden haben. Der italienische Grenztrupp soll aber aus 25 Personen bestanden haben. Die Anwesenheit dieser 25 Personen in der Nähe dieses Mastes hält der Bezirkshauptmann auf Grund der Bodenlage und ‑beschaffenheit für ausgeschlossen.“

Der Aktenvermerk vom 27. Juni 1967

Dies deckte sich mit dem Inhalt eines Aktenvermerks der Tiroler Sicherheitsdirektion aufgrund von Angaben der Verbundgesellschaft, wonach zwei von deren Monteure aus dem Standort Lienz in Begleitung eines Gendarmeriebeamten am 27. Juni auf der Porzescharte zur Schadensbegutachtung an der Leitung von Lienz nach Pelos waren. In besagtem Aktenvermerk wurde daraufhin festgehalten: „Im näheren Bereich des Mastes auch auf italienischem Gebiet konnte außer einem Zettel, italienisch beschriftet, einigen Drähten, keine Spuren gefunden werden, die auf Minenexplosionen und vor allem auf das Verunglücken von Menschen schließen lassen. Es wäre anzunehmen, daß in solchen Fällen Verbandreste, Blutspuren oder ähnliches wahrnehmbar gewesen wäre. Außer einem weit entfernten Posten in der meist besetzten Kaverne aus dem 1. Weltkrieg waren im gesamten Bereich weder Grenzschutzorgane, Militär noch Arbeiter zu bemerken.“ 

Der „blutigste Terrorakt“, aber keine Spuren davon auffindbar

Fest steht, dass die alsbald für „den blutigsten Terrorakt“ verantwortlich gemachten und in Innsbruck in Untersuchungshaft genommenen Aktivisten des Südtiroler Freiheitskampfs Erhard Hartung (Arzt), Peter Kienesberger (Elektriker) und Egon Kufner (Soldat) in besagter Nacht im Juni 1967 gemeinsam am Ort des Geschehens waren. Sie waren nach Einbruch der Dunkelheit – um vom Alpini-Stützpunkt Forcella Dignas aus nicht gesehen zu werden – in Richtung Porzescharte aufgestiegen, um, wie sie stets beteuer(te)n, dort einen verwundeten Südtiroler BAS-Mann zu übernehmen, brachen das Vorhaben aber aufgrund von unüblichen Wahrnehmungen des durch viele ähnliche Einsätze erfahrenen Kienesberger, der sie als mögliche italienische Falle deutete,  aber ab. Buchautor Speckner arbeitete heraus, dass Kienesbergers Erkenntnis, in dieser Nacht nicht allein auf der Porzescharte zu sein, mit einiger Sicherheit der Wirklichkeit entsprochen haben dürfte.

Vehement stellen Hartung und Kufner, die beiden noch Lebenden – Kienesberger verstarb 2015 – das von italienischer Seite unterstellte Ziel der gezielten Tötung von Angehörigen der italienischen Sicherheitskräfte mittels Minen in Abrede. Die in Italien verurteilten und dort nach wie vor von Inhaftierung bedrohten, in Österreich hingegen freigesprochenen beiden lebenden Aktivisten beteuern in aller Klarheit, mit dem Tod der vier italienischen Soldaten am 25. Juni 1967 nicht das Geringste zu tun zu haben. Das ist in den österreichischen Gerichtsverfahren, in dem damals zugrundeliegenden, von ihren Verteidigern initiierten Gutachten sowie von den  in Speckners vorgelegtem Buch eingegangenen jüngsten Sachverständigen-Expertisen untermauert worden.

Das politische Österreich folgt der widerlegten italienischen Darstellung nach wie vor

Die italienische Darstellung der Ereignisse um den 25. Juni 1967 ist unter Druck, dem sich Wien nicht widersetzt hat, vom politischen Österreich und dessen Sicherheits- sowie partiell auch Justizorganen letztlich übernommen worden. Dieser Darstellung zufolge soll die Gruppe Kienesberger binnen einer halben Stunde den Strommast direkt an der Grenze doppelt vermint und zwei perfekt getarnte Sprengfallen derart optimal verlegt haben, dass sie ihr mörderisches Ziel erreicht hätten. Festzuhalten ist, dass diese Darstellung trotz aller neuen Archivfunde und seit 2013 erschienenen Publikationen, welche sie erheblich in Zweifel ziehen, als alleingültige angesehen wird – in Italien sowieso – und auch von einigen Historikern, insbesondere in Südtirol, geteilt wird. Dies vornehmlich infolge des ideologisch motivierten „erkenntnisleitenden Interesses“ und merklicher Bedachtnahme auf die vielfach obwaltende „politische Korrektheit“, wonach die „Porzescharte-Attentäter“ aus Österreich „eindeutig dem Rechtsextremismus zuzurechnen“ seien.

„Ein Attentat, das keines war“

Wie sich in Speckners vorliegendem Buch zeigt, missachtet die erwähnte Übernahme der italienischen Darstellung die sicherheitsdienstliche Aktenlage sowie die sprengtechnischen und naturwissenschaftlichen Bedingungen des Geschehens auf der Porzescharte. Diese werden in den darin enthaltenen gutachterlichen Stellungnahmen der Sachverständigen Ruspeckhofer und Hasler ausführlich erörtert. So resümiert Max Ruspeckhofer die von ihm angestellten umfänglichen sprengtechnischen Analysen und fasst deren Ergebnisse unumwunden in der aussagekräftigen Feststellung „ein Attentat, das keines war“ zusammen.

Hasler stellte nach vier Jahren umfangreicher wissenschaftlicher Feldversuche  Rekonstruktionen zum Vorfall und den beschriebenen Sachverhalten im Detail zusammen. In forensischen Untersuchungen wurden die aufgrund der vorhandenen Akten sich ergebenden Sachverhalte nach modernsten, aus naturwissenschaftlich-(spreng)technischen Erkenntnissen gewonnenen Methoden auf Plausibilität sowie Reproduzierbarkeit hin überprüft und bewertet sowie schließlich den aktenkundigen Ergebnissen gegenübergestellt.

Die gutachterliche Zusammenfassung

Der Gutachter stellte zusammenfassend fest: „Aufgrund der sehr umfangreichen Befundaufnahme, der Feldversuche/ Rekonstruktionen sowie Detailanalysen der einzelnen Sachverhalte zu den aktenkundigen Angaben der Ereignisse vom 25. Juni 1967 auf der Porzescharte kann […] mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gesagt werden, dass sich die Ereignisse so NICHT ereignet haben können. Die dokumentierten Ereignisse sind nicht im Ansatz reproduzierbar, absolut unerklärbar und nicht im Ansatz nachvollziehbar. […] Praktische Feldversuche bei denen die Sprengung vom 25.06.1967 mehrmals mit ballistischer Gelatine, humanoiden Dummies und Indikatoren nach den Aktenangaben wissenschaftlich hinterfragt und nachgestellt wurden“, belegten dies „eindeutig und zweifelsfrei“.

Speckners Nachweis: Attentate der Südtiroler Freiheitskämpfer waren es nicht

Speckners Buch enthält bisher unbekannte Illustrationen aus den von ihm erschlossenen Akten sowie solche, die von den wissenschaftlichen Feldversuchen der Gutachter herrühren, und es  schließt mit einem anlassbezogenen pointierten Überblick über jene überaus beachtenswerten geheimdienstlichen Aktivitäten in Italien, welche  vor allem im Zusammenhang mit der Südtirol-Problematik von Belang und Substanz sind. So bleibt abschließend festzuhalten, dass der Beharrlichkeit und Zielstrebigkeit  des einschlägig ausgewiesenen Autors das Hauptverdienst zukommt, in gründlichen Forschung(sarbeit)en den Nachweis erbracht zu haben, dass die Anschläge von 1966 und 1967 auf dem Pfitscherjoch, der Steinalm und der Porzescharte keineswegs unter die Verantwortung der  Freiheitskämpfer des BAS  rubriziert werden dürfen,  sondern entweder als Unfälle zu verbuchen sind oder den von höchsten Stellen, Amtsträgern und Politikern des Staates angeordneten und/oder gebilligten Umtriebe nationalistisch-autoritär gesinnter italienischen Geheimdienste und darin wirkenden Funktionsträgern anheimzustellen sind.

PfitsacherjochFunktionsträger in Politik, Justiz, Wissenschaft, Medien verschließen die Augen

Es gereicht Italien ebensowenig zur Ehre wie einer gewissen Spezies der Historiker- wie der Politologenzunft, dass trotz längst dingfest gemachter Widersprüchlichkeiten und nachgewiesener Unrichtigkeiten geradezu unnachgiebig an herkömmlichen Darstellungen festgehalten wird. Und allen in die Südtirol-Frage involvierten Amts- und Funktionsträgern in Politik, Justiz, Wissenschaft und Medien Österreichs und Tirols als Ganzes ist leider der Vorwurf nicht zu ersparen, angesichts aller neuen Erkenntnisse, die sie aufrütteln müssten, vor diesem untragbaren Zustand die Augen zu verschließen.

Zum Autor:

Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Olt war vom  1. November 1985 an politischer Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und vom 1. September 1994 bis zu seinem Ausscheiden am 31. August 2012 mit Sitz in Wien deren politischer Korrespondent für Österreich, Ungarn, Slowenien, zeitweise auch für die Slowakei. In der FAZ hat er die meiste Zeit seines beruflichen Wirkens zugebracht. Daneben nahm er Lehraufträge an deutschen und österreichischen Hochschulen sowie in Budapest wahr. Seit 1990 ist er Träger des Tiroler Adler-Ordens, seit 2013 des Großen Adler-Ordens. 1993 erhielt er den Medienpreis des Bundes der Vertriebenen. 2003 zeichnete ihn der österreichische Bundeskanzler mit dem Leopold-Kunschak-Preis aus, und der Bundespräsident verlieh ihm  im gleichen Jahr den Titel Professor. 2004 wurde er als erster mit dem Otto-von-Habsburg-Journalistenpreis für Minderheitenschutz und kulturelle Vielfalt geehrt; ebenfalls 2004 wurde ihm das Goldene Ehrenzeichen der Steiermark verliehen. 2012 ernannte ihn die Eötvös-Loránd-Universität in Budapest zum Ehrendoktor (Dr. h.c.) sowie Professor, und 2013 verlieh ihm der österreichische Bundespräsident das Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst.  Geboren wurde Olt 1952 als Sohn eines Bauern. Sein Abitur bestand er 1971 in Michelstadt (Odenwald). Nach Ableistung des Wehrdienstes studierte er Germanistik, Volkskunde, osteuropäische Geschichte und Politikwissenschaft in Mainz, Freiburg und Gießen bis zur Promotion 1980. Es folgte an der Universität Gießen eine Assistententätigkeit bis 1985.

1) Hubert Speckner: Zwischen Porze und Roßkarspitz… Der „Vorfall“ vom 25. Juni 1967 in den österreichischen sicherheitsdienstlichen Akten. Verlag Gra & Wis, Wien 2013. 29,70 Euro. ISBN 978–3‑902455–21‑5.

2)  Hubert Speckner: Zwischen ‚Feuernacht‘ und ‚Porzescharte…. Das ‚Südtirol-Problem‘ der 1960er Jahre in den österreichischen sicherheitsdienstlichen Akten„. Verlag Gra & Wis, Wien 2016. ISBN 978–3‑902455–23‑9.

3) Hubert Speckner: Pfitscherjoch Steinalm Porzescharte – Die drei „merkwürdigen Vorfälle“ des Höhepunktes der Südtiroler Bombenjahre 1966 und 1967. Verlag effekt!, Neumarkt a. d. Etsch 2022. 284 Seiten. 25 Euro. ISBN 979–12–5532004–3.

4) TNO Green Book (Methods for the determination of possible damage to people and objects resulting from releases of hazardous materials).

5)  Eva Klotz. Rosa Pöll – Die Frau des Freiheitskämpfers. Verlag effekt!, Neumarkt/Etsch 2022. 390 Seiten. 25 Euro. ISBN 9788897053965.

Mythos Globalisierung

Ständig wird uns vorgebetet, dass wir dank der Globalisierung immer näher zusammenrücken. T-Shirts aus Bangladesh, Avocados aus Peru und Mobiltelefone aus China – fast entsteht der Eindruck, dass der Verbraucher des 21. Jahrhunderts im Wesentlichen global denkt und handelt. Ein Artikel des Magazins Foreign Affairs zeigt indes, dass regionale Verbindungen nach wie vor sehr wichtig sind.

Der Handel zwischen allen Ländern bewege sich im Umfang von 20 Billionen Dollar – eine Steigerung gegenüber 1980 um fast das Zehnfache, stellt Foreign Affairs fest. Auch die internationalen Kapitalströme sind der Fachzeitschrift zufolge in diesem Zeitraum exponentiell gestiegen: von 500 Milliarden Dollar pro Jahr auf weit über 4 Billionen Dollar. Und heute reisten fast fünfmal so viele Menschen über die Grenzen wie vor 40 Jahren.

Dennoch sei es irreführend, zu behaupten, dass diese Waren-, Dienstleistungs- und Personenströme zugleich auch ein globales Ausmass hätten. Die Globalisierung, wie sie gemeinhin verstanden werde, sei zumeist ein Mythos. Wenn Unternehmen, Lieferketten und Einzelpersonen sich im Ausland ansiedelten, dann gingen sie nicht einfach irgendwo hin, sondern blieben meist ganz in der Nähe ihres Heimatlandes.

In dem Artikel wird ein Beispiel angeführt: Wenn grosse Entfernungen den internationalen Verkauf nicht beeinträchtigen würden, würden Produkte im Schnitt rund 8500 Kilometer zurücklegen (die durchschnittliche Entfernung zwischen zwei zufällig ausgewählten Ländern). Stattdessen lege die Hälfte der im Ausland verkauften Waren weniger als 7700 Kilometer zurück, also nicht viel weiter als ein Flug quer durch die Vereinigten Staaten und keineswegs weit genug, um Ozeane zu überqueren.

Auch bei der Eroberung von Märkten richteten sich viele Unternehmen eher regional als global aus. Eine Untersuchung der Fortune Global 500, einer Liste der grössten Unternehmen der Welt, zeigt, dass 2 von 3 Dollar ihres Umsatzes aus ihrer Heimatregion stammen. Eine Studie über 365 prominente multinationale Unternehmen habe ergeben, dass lediglich 9 von ihnen wirklich weltweit tätig sind, das heisst, dass auf Asien, Europa und Nordamerika jeweils mindestens 20 Prozent ihres Umsatzes entfallen.

Darüber hinaus sei der oft verwendete Begriff «globale Lieferketten» eine falsche Bezeichnung. Die Herstellung von Produkten über Grenzen hinweg sei in der Regel sogar noch regionaler als der Kauf und Verkauf von Fertigprodukten: Die Teile, die in der modernen Fertigung zusammenkämen, würden eher zwischen benachbarten Ländern verschifft als zwischen weiter entfernten. Foreign Affairs weist darauf hin, dass auch die internationalen Kapitalströme eher regional als global seien. Bereits vor zwei Jahren hatten einige Forscher statt der Globalisierung eine «Glokalisierung» gefordert (wir berichteten).

Grenzüberschreitende Käufer von Aktien, Anleihen und anderen Finanzinstrumenten investierten nicht in weit entfernte Länder, wie man es angesichts der globalen Möglichkeiten erwarten würde, so Foreign Affairs. Sie gingen im Durchschnitt nicht weiter als von Tokio nach Singapur. Ausländische Direktinvestitionen folgten in der Regel dem Handel. Mehr als die Hälfte aller grenzüberschreitenden Finanzierungen zirkuliere ausschliesslich innerhalb der Europäischen Union. Auffällig sei auch, dass die Kreditvergabe, die Kreditaufnahme und die ausländischen Direktinvestitionen asiatischer Banken und Unternehmen in Asien zunehmen. Wie Foreign Affairs weiter berichtet, neigen auch die Menschen dazu, ihr Leben regional auszurichten.

«Die meisten Menschen verlassen nie ihr eigenes Land. Und von denen, die ins Ausland reisen, verlässt weit über die Hälfte nie ihre Region. Die grosse Mehrheit der Reisenden, die in Europa Urlaub machen, sind Europäer. Das Gleiche gilt für die Menschen in Asien und Nordamerika. Auch diejenigen, die dauerhaft ins Ausland ziehen, bleiben in der Regel in der Nähe ihres Herkunftslandes; die Mehrheit verlässt ihre unmittelbare Region nicht. Und obwohl Studenten, die sich ins Ausland begeben, tendenziell weiter reisen als andere Reisende, verlassen 40 Prozent nicht das Gebiet, in dem sie geboren wurden.»

Der Artikel erläutert ausserdem, dass die Hälfte der internationalen Waren-, Geld-, Informations- und Personenströme innerhalb der drei wichtigsten regionalen Wirtschaftszentren stattfinden, und zwar zwischen Asien, Europa und Nordamerika. Der wirtschaftliche Aufstieg Chinas, Südkoreas, Taiwans und Vietnams habe mit regionalen Investitionen und Vorleistungen begonnen. Osteuropas rasantes Wachstum sei dagegen durch die Verbindung mit Westeuropa zustande gekommen. Zwischen 1993 und 2007 habe sich das mexikanische Wirtschaftsvolumen mehr als verdoppelt. Dies sei zum grossen Teil auf das 1993 mit Kanada und den Vereinigten Staaten geschlossene Nordamerikanische Freihandelsabkommen (NAFTA) zurückzuführen.