Kategorie: Nachrichten
Fußball-Spiel in Budapest – Wegen Sklaven-Niederknien´s: 35.000 ungarische Kinder buhen englische Nationalmannschaft nieder
Von unserem Ungarn-Korrespondenten Elmar Forster
Nationale Identität gegen Sklavenmoral
Sklaventod in der Antike |
England gegen Ungarn |
Gelebte Toleranz in der ungar. Nationalmannschaft |
Nichts zeigt den Unterschied zwischen einer zersetzten westlichen Sklavenmoral aus dem Geiste der Political Correctness sowie einer nationalen und individuellen Resilienz deutlicher als das, was sich gestern im Budapester Puskas-Fußballstadion abspielte…
Für westliche Medien ist es ein Tabubruch sondergleichen: Die wenigen, die diesen multiplen ungarischen Sieg – sportlich, mentalitätsmäßig, historisch – nicht totzuschweigen versuchen, hyperventilieren gerade wie auch sonst:
„Skandal in Budapest !“
„Trotz des Zuschauerverbots wegen diskriminierenden Verhaltens seiner Fans sind die Tribünen beim Nations-League-Heimspiel der ungarischen Fußball-Nationalmannschaft am Samstag gegen England (1:0) gut gefüllt gewesen. Noch schlimmer: Für das Knien der Briten setzte es Pfiffe von den Rängen und Unverständnis von den Spielern.“ (Krone)
Hier der Link: twitter.com/i/status/1533117613869518848

Ministerpräsidenten Orban: „Gut gemacht, Jungs !“ (magyar nemzet)
Nachsatz: „Sie können es sogar vom Mond aus sehen.“ – Süffisanter historischer Kontext: Der 60-Jahre-Fußballsieg ereignete sich just am Jahrestag des Trianon-Diktatfriedens vor 102 Jahren.
Und somit bleibt aber Geschichte auch immer unerbittlich mit ihrer Frage nach der historischen Wahrheit: „Vor 100 Jahren haben manche richtig gesagt: Wir werden bei der Bestattung derjenigen dabei sein, die uns zu Grabe tragen wollten.“ (Orbán) „Heute gibt es keine Tschechoslowakei, kein Jugoslawien und keine Sowjetunion, kein britisches, kein französisches Reich mehr. Und was von ihnen übriggeblieben ist, dreht sich jetzt in der multikulturellen Umklammerung ihrer rachsüchtigen Kolonien.“ (Orban) (Hier meine Analyse auf UM: „100 Jahre Trianon. Das zerbrochene Schweigen.“
„Menj vissza anyádba !” – Ein ungarisches Lehrstück
Gleichzeitig ist alles aber auch ein Lehrstück über nachhaltigen ungarischen Widerstand gegen eine dekadente, arrogante, ost-rassistische westliche Pseudo-Moral, die aller Welt ihre totalitäre Political Correctness aufzwingen will. Ersterer Widerstandswille hat schon gegen die Türken, die Habsburger, die Sowjetunion und gegen Milliardär Soros gewonnen.
Man muss eben nur warten können… Und mit Schwejk´scher Subversion den westlichen Ostrassismus vorführen… Hatte doch die gestreng political-correcte UEFA im vergangenen Jahr ein Strafverfahren gegen Ungarns Nationalteam wegen angeblich diskriminierenden Verhaltens in Gang gesetzt: Zwei Heim-Pflichtspiele sollten ohne Zuschauer ausgetragen werden. Allerdings hat die UEFA die Rechnung ohne ihren ungarischen Wirt gemacht. Denn gemäß UEFA-Regularien dürfen bei angeordneten „Geisterspielen“ auch – wie es bis dato schien – nur unbedarft-harmlose Kinder (bis zum Alter von 14 Jahren) trotzdem ins Stadion, wenn sie von einem Erwachsenen begleitet werden.
Schließlich war die Puska-Arena mit 40.000 Besuchern gut gefüllt. Dann aber geschah das Unerwartete: Als die englischen Kniefall-Fußballer wie gewohnt als Zeichen gegen Rassismus und Diskriminierung auf die Knie gingen, ertönte eine ohrenbetäubende Kinder-Buh-Pfeif-Kakophonie. Somit aber wurde die Absicht des europäischen Dachverbands, Ungarn zu bestrafen, geradezu konterkariert.
Englisches „zutiefst enttäuschtes“ Nationalteam geht vor Kindern in die Knie
Ob die dann erfolgte 1:0‑Niederlage gegen die Ungarn mit diesem unerwarteten und psychologisch schmachvollen Kinderkreuzzug zu tun haben könnte, dürfen dann die englischen National-Fußball-Bubis bei ihrer Rückkehr auf Psychotherapie-Gruppen-Sitzungen ausweinen. Der englische National-Betroffenheits-Fußballer Coady gab schon mal die Richtung vor: „Es ist eine große Enttäuschung. Ich denke, jeder kann das Niederknien als Land und Team verstehen. Wir haben ja viel darüber gesprochen, warum wir es tun.“ (in futballarena.hu, vadhajtasok)
Ungarisch für „tiefste Verachtung“: „Menj vissza anyádba !”
Auf Coady´s trotzig-sinnlose Zivil-Courage…
„Es ist wichtig, das fortzusetzen, was wir tun, damit die Menschen über die Situation sprechen. Wir werden weiterhin gegen Rassismus kämpfen.“
…reagierten die ungarischen Kinder mit einer nur der ungarischen Mentalität und Sprache inhärenten abgrundtiefen Verachtung: „Menj vissza anyádba !” Was soviel bedeutet wie: „Geh zurück in deine Mutter !” – Westliche Besucher unseres Blogs müssen jetzt aber ein wenig ihre Phantasie spielen lassen – bei so viel anti-feministischem Sexismus…. Die ungarische Sprache wird aber diesbezüglich sogar auch noch deutlicher: „Menj vissza a picsaba !” – „Geh zurück in die F.tz. !“ und das ist nun wirklich nicht sexuell, sondern regressiv zu verstehen…
Ungarn mon amour
Claudia Roth: Grüne Ex-Vize-Präsidentin des dt. Bundestage auf Arabien-Besuch |
Ages Kunhalmi, Vizepräsidentin der ungarischen Sozialisten |
Als Auslandsösterreicher in Ungarn seit 1992 bin ich stolz in Abwandlung von John F. Kennedy berühmtem Sager: „Ich bin ein Ungar !“ – Denn hier in Ungarn sind selbst links-grüne Soros-Aktivistinnen noch anmutig weiblich geblieben. Und selbst auf linken Anti-Orban-Demos gilt Political Correctness als Fremdwort: „Schleich dich in die Fotze, Ritschi-lein !“
Obiges Zitat stammt aus dem Mund des Demo-Organisators einer Anti-Orban-Demo. Dieser ermahnt die betrunkenen Flegel-Demonstranten vor dem Parlament inständig: „Ich möchte nur noch einmal sagen: Wer Alkohol getrunken oder anderes eingenommen hat, der soll vom Platz gehen. Richi-lein, Verzieh dich bitte in die Fotze! Sei so lieb, bitte!“ („Ricsike, húzzál innen a picsába!“)
“Black Panthers” nun in Budapest
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Die Zeiten ändern, Geschichte wiederholt sich… Nur unter anderen Vorzeichen: Die US-amerikanische anit-rassistische Black-Panther-Bewegung hat sich zu Tode ge-kniet. Die Zukunft der Welt liegt immer in der unverdorbenen Spontaneität von Kindern… Das wusste schon der alt-linke Opa Grönemeyer…: „Gebt die Welt in Kinderhände !“
Allerdings, und das ist die Message aus Budapest: Die Zukunft liegt nicht in den Händen von manipulierten und früh-sexualisierteb, wohlstandsverwahrlosten Fridays-for-Future-Kiddies… Das wusste schon Nietzsche: „Im echten Manne ist eine Kind versteckt. Und will spielen.“
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Unser Ungarn-Korrespondent Elmar Forster, seit 1992 Auslandsösterreicher in Ungarn, hat ein Buch geschrieben, welches Ungarn gegen die westliche Verleumdungskampagne verteidigt. Der amazon-Bestseller ist für UM-Leser zum Preis von 17,80.- (inklusive Postzustellung und persönlicher Widmung) beim Autor bestellbar unter <ungarn_buch@yahoo.com>
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Ukraine War! What Is It Good For? – Teil 6: Transformation – Iain Davis
Nicht nur die Ukraine befindet sich im Konflikt, sondern auch Ost und West. Aber was…
The post Ukraine War! What Is It Good For? – Teil 6: Transformation – Iain Davis first appeared on Axel B.C. Krauss.
Prof. Bhakdi: Kauf von neuer DVD unterstützt Pathologie – Konferenz!
Neu im Kopp Verlag: eine DVD mit Videoaufnahmen und Mitschnitten von Prof. Sucharit Bhakdi mit fast vier Stunden Laufzeit. Sie enthält seine wichtigsten Rede – und Filmbeiträge der letzten beiden Jahre, darunter den Offenen Brief an die Kanzlerin vom 29. März 2020. In Zeiten von Zensur und Löschung von Kanälen eine sinnvolle Investition, die auch für die kommende Generation von Wert ist. Die Einnahmen aus dem Verkauf kommen dem MWGFD und in weiterer Folge der Pathologie – Konferenz zu Gute.
„Ihr wisst sicherlich,“ erläutert Bhakdi, „dass mein Schicksal am Scheideweg steht. Ihr wisst sicherlich, dass man versucht, mich und meine Existenz zu vernichten. Dass eventuell ein Verfahren eröffnet wird gegen mich wegen Volksverhetzung und Antisemitismus und wenn es ihnen gelingt, mich zu verurteilen, dann muss ich mit bis zu fünf Jahren Gefängnisstrafe rechnen.“
- Fachlich ist sanfter Professor unschlagbar – nun kommt Antisemitismuskeule
- Mainstream jubelt: Sanfter Professor Bhakdi wird nun wegen Verhetzung vor Gericht gezerrt
„Damit würde ich Euch für immer verlassen. Dieses steht eventuell bevor und deswegen habe ich gedacht, bevor ich gehe, würde ich gerne Euch, und nicht nur Euch, sondern auch meinen Kritikern, meinen Verfolgern, etwas hinterlassen, das vielleicht zum Nachdenken anregt. Herausgekommen ist die Entscheidung, fünf Videos, die ich zu den besten und aussagekräftigsten zähle, die ich je gemacht habe in meinem Leben, zusammenzustellen, sodass Ihr das ganze Geschehen noch einmal Revue passieren lassen könnt. Was in den letzten zwei Jahren passiert ist, wann ich was gesagt habe und warum ich das gesagt habe. Ob da Antisemitismus drinnen war, Volksverhetzung drinnen war oder bloß die große Sorge um uns alle. Um die Gesellschaft, um Euch, Eure Liebsten. Weil ich von Anfang an die Befürchtung hatte, dass etwas furchtbar schief in diesem Land läuft.“
Nachhaltiges Zeitdokument
Bhakdi war wichtig, etwas zu hinterlassen, das nicht nur morgen, sondern noch in einigen Jahren angesehen werden kann. Auf der DVD (Stückpreis 12,99 Euro) kommen auch der Gynäkologe Dr. Ronald Weikl, der Finanzwissenschaftler Prof. Stefan Homburg und der Toxikologe Prof. Stefan Hockertz zu Wort. Zudem wird die Vorgeschichte, die zur Entstehung des jeweiligen Videos geführt hat, erzählt: „Da werdet Ihr viele sehr spannende und bislang nie erzählte Geschichten hören aus unserer gemeinsamen Vergangenheit. (…) Ihr werdet sehen, dass das, was wir tun, deswegen getan wird, weil wir´s nicht anders können. Wir müssen es tun. Für unsere Kinder und für die Nachwelt.“
Der ehemalige Leiter des Instituts für Medizinische Mikrobiologie der Johannes Gutenberg – Universität Mainz verzichtet auf jegliches Honorar aus dem DVD-Verkauf. Die Einnahmen kommen dem MWGFD e.V. zugute, der damit die „weltbewegende Arbeit der Pathologen unter der Leitung von Prof. Arne Burkhardt“ fördert. Darüber hinaus bot der Kopp Verlag dem MWGFD ein Partnerprogramm an. Bei jedem Kauf eines Artikels aus dessen umfangreichen Programm, der über die MWGFD – Webseite getätigt wird, erhält der Verein ebenfalls eine gewisse Provision. Damit wird ein Beitrag zu den Personalkosten der Pathologie – Konferenz und zur Anschaffung von Gerätschaften zur Untersuchung der Präparate geleistet. Auch andere Projekte werden profitieren.
Dieses Wissen wird für viele Generationen wichtig sein
Bhakdi: „Ich glaube, dass damit wir wahrscheinlich das Beste tun, was man überhaupt tun kann in dieser unseligen Krisenzeit. Nicht nur für Deutschland, sondern tatsächlich für die Welt. Ich hoffe, dass möglichst viele unserer Unterstützer sich diese DVDs anlegen. Sie werden es nicht bereuen. Sie haben höchsten Unterhaltungswert und vor allen Dingen Nachhaltigkeit. Ihr werdet etwas anschaffen, was für die nächste Generation auch noch von Wert sein wird. (…) Ich werde mich jetzt nicht endgültig von Euch verabschieden, aber ich möchte vorweg Euch allen alles erdenklich Gute wünschen – leben Sie wohl.“
Damit die Provision gutgeschrieben werden kann, setzt der Käufer folgende Schritte:
- Webseite MWGFD
- Menü: Unterstützen
- Menü: Unterstützen durch Artikelkauf
- Bestellung bei Kopp Verlag > Weiterleitung zur Verlagswebseite
Direktlink: https://www.mwgfd.de/unterstuetzung-durch-artikelkauf
Sehen Sie hier das Video des MWGFD e.V. in eigener Sache „Sucharit Bhakdi über seine neue DVD – Kauf unterstützt MWGFD e.V.“:
Gibt es einen Ausweg aus dem Russland-Ukraine-Krieg?
- Oliver Stone, ein preisgekrönter Filmregisseur, war der ausführende Produzent des 2016 erschienenen Dokumentarfilms „Ukraine on Fire“. Stone interviewte zwischen 2014 und 2016 auch den russischen Präsidenten Wladimir Putin. Aus den Interviews entstand die Dokumentarserie „The Putin Interviews“, die 2017 ausgestrahlt wurde.
- Stone sprach kürzlich mit Lex Fridman über den russischen Präsidenten Wladimir Putin und den Russland-Ukraine-Konflikt
- In „Ukraine on Fire“ ging es um die Maidan-Revolution, die 2013 begann. Nach monatelangen friedlichen Protesten gegen die Entscheidung der ukrainischen Regierung, kein umfassendes Freihandelsabkommen mit der EU zu unterzeichnen und stattdessen ein Angebot Russlands vorzuziehen, brach tödliche Gewalt aus
- Petro Poroschenko wurde in einer Sonderwahl im Mai 2014 zum Präsidenten gewählt. Nach offizieller Darstellung waren die Ukrainer unzufrieden mit dem „wachsenden Autoritarismus“ von Präsident Viktor Janukowitsch und seiner Weigerung, das EU-Assoziierungsabkommen zu unterzeichnen. Janukowitsch und andere hochrangige Beamte behaupten jedoch, die gewaltsame Revolution sei von den USA mit dem Ziel eines Regimewechsels inszeniert worden.
- Stone spekuliert, dass Putins Entscheidung, in die Ukraine einzumarschieren, zum Teil von der Erkenntnis beeinflusst worden sein könnte, dass die USA einen Regimewechsel in Russland anstreben und dafür bereit sind, die Ukraine zu zerstören
Im obigen Video spricht Lex Fridman mit Oliver Stone über den Russland-Ukraine-Konflikt. Stone, ein preisgekrönter Filmregisseur, war der ausführende Produzent des 2016 erschienenen Dokumentarfilms „Ukraine on Fire „.
Stone interviewte zwischen 2014 und 2016 auch den russischen Präsidenten Wladimir Putin. Aus den Interviews entstand die Dokumentarserie „The Putin Interviews“, die 2017 ausgestrahlt wurde. Stone hat also einen gewissen Einblick in beide Länder. Fridman hingegen ist halb Russe, halb Ukrainer.
Die brennende Ukraine
„Ukraine on Fire“ konzentrierte sich auf die Maidan-Revolution, die 2013 in Kiew begann. Nach drei Monaten friedlicher Proteste gegen die Entscheidung der ukrainischen Regierung, kein umfassendes Freihandelsabkommen mit der EU zu unterzeichnen und stattdessen ein Angebot Russlands vorzuziehen, brach tödliche Gewalt aus.
Petro Poroschenko wurde in einer Sonderwahl im Mai 2014 zum Präsidenten gewählt. Nach offizieller Darstellung waren die Ukrainer mit dem „wachsenden Autoritarismus“ von Präsident Viktor Janukowitsch und seiner Weigerung, das EU-Assoziierungsabkommen zu unterzeichnen, unzufrieden und stürzten ihn deshalb.
Janukowitsch und andere hochrangige Beamte behaupten jedoch, die gewaltsame Revolution sei von den USA zum Zweck des Regimewechsels inszeniert worden. Durchgesickerte Gespräche enthüllten, dass hochrangige Beamte darüber diskutierten, wie ein Staatsstreich zum Sturz der demokratisch gewählten ukrainischen Regierung durchgeführt werden könnte.
Mehr darüber und den Film können Sie in meinem früheren Artikel „Ukraine on Fire: 2016 Documentary by Oliver Stone“ lesen. Der derzeitige Präsident der Ukraine, Wolodymyr Zelenski, ein ehemaliger Komiker und Schauspieler, wurde im April 2019 gewählt.
Putin, der Führer und der Mensch
In diesem Interview konzentrieren sich Fridman und Stone hauptsächlich auf Putin – wie und was er denkt, basierend auf Stones Wahrnehmung des Mannes – und Russlands Einmarsch in der Ukraine. Stone zeigt eine andere Seite Putins, die viele Amerikaner wahrscheinlich noch nie gesehen haben, und erklärt, warum Putins Verhalten – vielleicht überraschenderweise – rational ist.
Die USA haben eine lange Geschichte antisowjetischer Voreingenommenheit. Wie Stone feststellte, vertraten die Amerikaner den Standpunkt, dass der Kapitalismus funktioniert und der Kommunismus nicht. Das moderne Russland ist nicht mehr kommunistisch, doch die Feindschaft der USA gegen Russland besteht nach wie vor, während die US-Regierung ironischerweise jetzt alles in ihrer Macht Stehende tut, um den Kommunismus hier einzuführen – und darüber hinaus.
Stone stellt fest, dass Putin „sehr marktwirtschaftlich orientiert“ ist und sehr deutlich gemacht hat, dass er die nationale Souveränität für den Weltfrieden und harmonische Beziehungen für vorrangig hält. Putin besteht darauf, dass alle Nationen souverän sein müssen, „und ich glaube, die Vereinigten Staaten haben das nie akzeptiert“, sagt Stone. Die USA, so Stone, seien viel mehr daran interessiert, dass sich die Nationen ihnen und ihren Ideologien unterordnen.
Stone zufolge genießt Putin in anderen Ländern generell einen guten Ruf als ein Mann, der die Interessen seines Landes fördert, aber nicht auf Kosten anderer. Die Welt in Harmonie zu halten, „das war schon immer sein Ziel“, betont Stone.
Auf die Frage, ob er glaube, dass Macht einen korrumpierenden Einfluss auf Putin habe, antwortet Stone, dass Putin sich niemals halten würde, wenn er wie ein Diktator handeln würde. Das russische Volk würde ihn nicht in einer Machtposition halten – die er mit Unterbrechungen seit etwa 20 Jahren innehat.
Russland ist eine funktionierende Demokratie, und der Unmut des Volkes würde sich auf verschiedene Weise äußern. Die Wahlurne ist nur ein Weg, auf dem sie ihre Unzufriedenheit zum Ausdruck bringen. Aber offensichtlich sind sie der Meinung, dass Putin das Land gut schützt und sich um seine Bedürfnisse kümmert.
Fridman hingegen stellt fest, dass er eine Mischung aus Angst und Apathie gegenüber der Führung spürt, wenn er mit russischen Familienangehörigen und Freunden spricht, und das macht ihm Sorgen. Stone entgegnet Fridmans Befürchtungen, er habe „in der (russischen) Presse viel mehr Freiheit gesehen, als im Westen dargestellt wird, und das bedeutet unterschiedliche Standpunkte. Die Russen streiten sich ständig untereinander. Ich habe noch nie ein streitsüchtigeres Land gesehen“.
Stones Erfahrungen mit Putin
Ein Teil von Putins politischer Langlebigkeit mag etwas mit seiner Fähigkeit zu tun haben, sich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. „Ich habe nie erlebt, dass er die Beherrschung verloren hat“, sagt Stone. Während die meisten Amerikaner dazu neigen, emotional zu sein, ist Putin im Gegensatz dazu ruhig, rational, ausgeglichen, reif und respektvoll, selbst unter Druck. Und im Gegensatz zu charismatischen Diktatoren wie dem ehemaligen venezolanischen Staatschef Hugo Chavez versucht Putin nicht, Sie zu bezirzen. Er ist ein geradliniger Schütze.
Alle seine Interviews mit Stone wurden ohne Regeln oder Einschränkungen gewährt. Alle Fragen waren erlaubt. Nichts war vom Tisch. Putin verlangte auch nicht, etwas von der Arbeit zu sehen, bevor sie veröffentlicht wurde. „Er hat mir vertraut“, sagt Stone.
Laut Stone hat Putin „keine imperialen Absichten“ und hat wiederholt seinen Wunsch geäußert, freundschaftliche Beziehungen zu den USA zu unterhalten. Leider ist Putins Ruf von den US-Medien, von Leuten, die aus einer politischen Agenda heraus handeln, von Leuten, die ihn nie getroffen haben, nie in Russland waren und die russische Geschichte nicht kennen, beschädigt worden. Dieses von den USA geschaffene Bild von Putin als Feind seines eigenen Volkes und der übrigen Welt hat die Beziehungen erschwert.
Stones anfängliche Meinung zu Russlands Invasion in der Ukraine
Stone übte in einem Facebook-Post vom März 2022 eine schärfere Kritik an Putin, in dem er sich wie folgt über den Einmarsch Russlands in die Ukraine äußerte:
Obwohl die Vereinigten Staaten viele Angriffskriege auf dem Gewissen haben, rechtfertigt dies nicht die Aggression von Herrn Putin in der Ukraine. Ein Dutzend Unrecht ergibt noch lange kein Recht. Der Einmarsch Russlands war falsch. Es hat zu viele Fehler gemacht:
1) Unterschätzung des ukrainischen Widerstands
2) Überschätzung der Fähigkeit des Militärs, sein Ziel zu erreichen
3) Unterschätzung der Reaktion Europas, insbesondere Deutschlands, das seinen militärischen Beitrag zur NATO aufstockt, wogegen es sich seit etwa 20 Jahren wehrt; sogar die Schweiz hat sich der Sache angeschlossen. Russland wird mehr denn je vom Westen isoliert sein
4) die Unterschätzung der verstärkten Macht der NATO, die nun mehr Druck auf Russlands Grenzen ausüben wird
5) die wahrscheinliche Aufnahme der Ukraine in die NATO
6) den Schaden für die eigene Wirtschaft unterschätzt und mit Sicherheit mehr internen Widerstand in Russland erzeugt
7) eine umfassende Neuordnung der Machtverhältnisse in der Oligarchenklasse des Landes
8) den Einsatz von Streubomben und Vakuumbomben
9) und das Unterschätzen der Macht der sozialen Medien weltweit
Aber wir müssen uns fragen, wie hätte Putin die russischsprachige Bevölkerung von Donezk und Luhansk retten können?
Zweifellos hätte seine Regierung der Welt das achtjährige Leiden dieser Menschen und ihrer Flüchtlinge besser vor Augen führen können – und auch den ukrainischen Aufmarsch von 110.000 Soldaten an der Grenze zwischen Donezk und Luhansk hervorheben können, der im Wesentlichen vor dem russischen Aufmarsch stattgefunden hat. Aber der Westen hat eine viel bessere Öffentlichkeitsarbeit als die Russen.
Oder vielleicht hätte Putin die beiden überfallenen Provinzen aufgeben und 1-3 Millionen Menschen Hilfe bei der Umsiedlung nach Russland anbieten sollen. Dann hätte die Welt die Aggression der ukrainischen Regierung vielleicht besser verstanden. Aber auch da bin ich mir nicht sicher.
Aber jetzt ist es zu spät. Putin hat sich ködern lassen und ist in die von den USA gestellte Falle getappt und hat sein Militär eingesetzt, was die schlimmsten Schlüsse zulässt, die der Westen ziehen kann. Wahrscheinlich hat er, so denke ich, den Westen aufgegeben, und das bringt uns einer endgültigen Konfrontation näher als je zuvor. Es scheint keinen Weg zurück zu geben.
Die Einzigen, die sich darüber freuen, sind die russischen Nationalisten und die Legion der Russenhasser, die endlich das bekommen haben, wovon sie seit Jahren geträumt haben, d. h. Biden, das Pentagon, die CIA, die EU, die NATO, die Mainstream-Medien – und nicht zu vergessen Nuland und ihre finstere Neokon-Gang in Washington.
Auf die Giftigkeit ihrer Politik hinzuweisen (Jugoslawien, Irak, Afghanistan, Libyen, Syrien, NATO-Erweiterung, Bruch von Nuklearverträgen, Zensur und Verschweigen wichtiger Fakten in den Nachrichten usw.) wird nahezu unmöglich sein. Der Hinweis auf die westliche Doppelmoral, einschließlich des schlechten Verhaltens von Kiew und Zelenskyy, wird ebenfalls auf taube Ohren stoßen, da wir erneut die falschen Schlüsse ziehen.
Es ist jetzt einfacher, diejenigen von uns zu verleumden, die in den letzten zwei Jahrzehnten versucht haben, die russische Position zu verstehen. Wir haben es versucht. Aber jetzt ist es an der Zeit, dass die beiden Atommächte, so wie JFK und Chruschtschow im Oktober 1962 die gefährliche Situation auf Kuba gemeistert haben, den Weg zurück vom Abgrund finden. Beide Seiten müssen ihr Gesicht wahren.
Dies ist nicht der Moment für die USA, sich zu freuen. Als Vietnamkriegsveteran und als Mann, der die endlose Feindschaft des Kalten Krieges miterlebt hat, ist die Dämonisierung und Demütigung ausländischer Führer keine Politik, die Erfolg haben kann. Das macht die Situation nur noch schlimmer. Verhandlungen über die Hintertür sind notwendig, denn was auch immer in den nächsten Tagen oder Wochen geschieht, das Gespenst eines endgültigen Krieges muss realistisch akzeptiert und vermittelt werden.
Wer kann das tun? Gibt es echte Staatsmänner unter uns? Vielleicht, so bete ich, Macron. Bringt uns Leute wie Metternich, Talleyrand, Averell Harriman, George Shultz, James Baker und Michail Gorbatschow.
Die große, unsichtbare Tragödie im Herzen dieser Geschichte unserer Zeit ist der Verlust einer echten friedlichen Partnerschaft zwischen Russland und den USA – mit, ja, möglicherweise China, kein Grund, warum nicht, außer Amerikas Wunsch nach Dominanz.
Die Idioten, die Russland nach dem Ende des Kalten Krieges 1991 weiter provozierten, haben ein schreckliches Verbrechen gegen die Menschheit und die Zukunft begangen. Gemeinsam hätten unsere Länder natürliche Verbündete in der größten aller Schlachten gegen den Klimawandel sein können.
Allein durch seine technischen Errungenschaften, die Wissenschaft im großen Stil, die Raketentechnik, die Schwerindustrie und die modernsten, sauberen Kernenergiereaktoren ist Russland ein großer Freund der Menschheit gewesen. Leider hat es der Mensch in unserem Jahrhundert bisher versäumt, nach den Sternen zu sehen oder zu greifen.
Wie sieht er es jetzt?
Was denkt er jetzt, zwei Monate später, über die Situation? „Es ist sehr schwer, in dieser Sache ehrlich zu sein, weil der Westen einen Vorhang heruntergelassen hat. Jeder, der die Invasion in der Ukraine und ihre Folgen in Frage stellt, ist ein Feind des Volkes“, antwortet Stone. „Ich habe in meinem Leben noch nie eine solche WAND aus Propaganda gesehen wie im Westen.“
Und die Art und Weise, wie die europäischen Länder der NATO zur Seite springen, deutet darauf hin, dass sie in der Tat keine Souveränität über ihre eigenen Länder haben, sagt Stone. Warum hat die NATO seit 2014, als die Ukraine unter Poroschenko als Verbündeter der USA eine antirussische Position einnahm, nicht gegen die Massaker in der ukrainischen Region Donbas protestiert?
Es gab Todesschwadronen, die lokale Führung wurde ermordet, ebenso wie Journalisten. Zwischen 2014 und Anfang 2022 wurden schätzungsweise 14.000 ukrainische Russen vom ukrainischen Militär und den Nazibataillonen getötet, und die USA haben sie dabei unterstützt und tun dies auch weiterhin.
Stone behauptet, aus den Protokollen der Sonderbeobachtungsmission der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in der Ukraine gehe hervor, dass vor dem „Einmarsch“ Russlands in die Ukraine am 24. Februar 2022 schwere Artillerie von ukrainischer Seite in den Donbass eindrang. Nach Angaben des russischen Außenministeriums handelte es sich bei der Aktion Moskaus gegen die Ukraine um eine „spezielle Militäroperation“ zur Beendigung der „systematischen Ausrottung der Bevölkerung des Donbass“.
Wir können die russische Invasion in der Ukraine nicht analysieren, ohne den seit 2014 andauernden Donbass-Konflikt zu berücksichtigen.
Die ukrainischen Streitkräfte hatten sich an der Grenze formiert, und Stone glaubt, dass die Ukraine tatsächlich eine Invasion des Donbass plante. Russland reagierte daraufhin mit der Entsendung von Streitkräften an die Grenze, doch dieser Aufmarsch auf beiden Seiten wurde von den westlichen Medien weitgehend ignoriert, die ihn als plötzliche und unprovozierte Invasion Russlands darstellten.
Mit anderen Worten: Wir können die russische Invasion in der Ukraine nicht analysieren, ohne den seit 2014 andauernden Donbas-Konflikt zu berücksichtigen. Stone ist überzeugt, dass Poroschenko von Beginn seiner Präsidentschaft an angewiesen wurde, Verhandlungen mit Russland abzulehnen und eine feindliche Haltung einzunehmen.
„Das ist sehr, sehr gefährlich“, sagt Stone. Auch Zelensky vertritt diese Haltung seit 2019. „Die ganze Welt wird dadurch geschädigt, und niemand spricht es aus.“
Stone glaubt, dass Putin erkannt hat, dass die USA einen Regimewechsel in Russland anstreben und bereit sind, die Ukraine zu zerstören, um dies zu erreichen. Also hat er gehandelt. Fridman schlägt vor, dass der Ukraine-Konflikt in Wirklichkeit ein Stellvertreterkrieg zwischen Russland und den USA sein könnte, und Stone scheint dieser Theorie zuzustimmen. Aber das gibt uns immer noch keinen tieferen Einblick in diesen Krieg. Putin hätte den Donbas aufgeben und den Flüchtlingen einen sicheren Hafen bieten können. Er hat sich dagegen entschieden, aber wir wissen nicht, warum.
Was auch immer der Grund war, Stone ist davon überzeugt, dass es sich um einen kalkulierten Schachzug handelte – und nicht um einen, der auf Machtmissbrauch beruht. Er weist auch darauf hin, dass Zelensky kurz vor dem Einmarsch Russlands die Einfuhr von Atomwaffen in die Ukraine erwähnt hatte, was einen Alarm ausgelöst und Putins Entscheidungen beeinflusst haben könnte.
Stone warnt auch davor, dass die USA zu einer nuklearen und/oder chemischen Falschflagge mehr als fähig sind. Ein kleiner nuklearer Sprengsatz könnte im Donbass gezündet werden, und selbst wenn dies keinen Sinn ergäbe, würde die Propagandamaschine automatisch Russland die Schuld zuschieben. Natürlich verfügt Russland auch über ein beträchtliches Atomwaffenarsenal, das in den Vordergrund gerückt werden könnte.
„Können wir vom Rande eines Atomkriegs zurückgehen? fragt Fridman. „Ja“, antwortet Stone. „Was brauchen wir, um das zu erreichen?“ Stone antwortet:
Vernunft. Vernunft, und dann Diplomatie. Reden Sie mit dem Kerl. Mr. Biden, warum beruhigen Sie sich nicht und sprechen mit Mr. Putin in Moskau. Und versuchen Sie, eine Diskussion zu führen, ohne in Ideologien zu verfallen.
Quellen:
Migranten-Randale bei Champions-League-Finale: Ordner und Stadionangestellte als Komplizen
Als bisher einziges deutschsprachiges Medium berichtete UNSER MITTELEUROPA über die massiven Ausschreitungen und Gewaltübergriffe von Migranten rund um das Champions-League-Finale in Paris von vergangener Woche. In Frankreich schlägt das Skandal-Finale hohe Wellen, auch weil die Verantwortlichen aus politisch korrekten Gründen wieder einmal nicht benannt werden.
VON Marc Eynaud
Im Mittelpunkt des Skandals um den berühmten Abend des Champions-League-Finales stehen die zahlreichen Übergriffe und die Weigerung der politischen Klasse, Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen, und ein Element, das weitgehend unbekannt ist: die Rolle der Ordner, der Stadionangestellten, die für die Betreuung der Zuschauer zuständig sind.
Normalerweise wird dieser Beruf betreut und erfordert eine Ausbildung. Theoretisch sollte die Aufgabe von Personen mit einer Ausbildung zum Sicherheitsbeauftragten übernommen werden. Doch der explosionsartige Anstieg der Anforderungen infolge der Terrorgefahr erforderte eine Aufstockung des Personals. Auf die Gefahr hin, an Qualität zu verlieren? „Ein Ordner wird sechs Stunden arbeiten, mit dem Mindestlohn SMIC bezahlt, und abends nach Hause gehen, nachdem er manchmal den ganzen Tag in der Kälte gestanden hat und vielleicht beleidigt wurde, wenn er in der Nähe der Ultras war, um 60 Euro zu bekommen. Habe ich für diese Summe Lust, das zu tun? Davon bin ich nicht überzeugt“, sagte der Präsident der Firma, die den Verein Metz mit Stadionpersonal versorgt, in Le Monde (6/12/2021). „Der ehemalige Geheimdienstmitarbeiter Noam Anouar, der in Seine Saint Denis stationiert war, wurde von Boulevard Voltaire kontaktiert. Noam Anouar kennt dieses Departement wie seine Westentasche, vor allem das Stade de France. Er ist zusammen mit Willy Le Devin Autor des Buches La France doit savoir (Untertitel: Ein Polizist, der mit der Überwachung von Islamisten beauftragt war, erzählt) und gehörte zu den ersten, die während des Attentats vom 13. November 2015 am Tatort eintrafen. Natürlich war dieses Drama während des kataklysmischen Champions-League-Finales in seinem Kopf. „Das ist eine Technik, die so alt ist wie die Welt. Wir rekrutieren ein paar Jungs aus der Siedlung nebenan und ein paar große Brüder, die ihre Freunde in Schach halten.“ Offensichtlich nicht so effektiv wie das… Das kann auch nach hinten losgehen“, seufzt Anouar. Wenn die angeworbenen Personen zu Komplizen der Unruhestifter werden, kann das auf Sie zurückfallen. Stellen Sie sich vor, ein Terrorist würde von der Komplizenschaft von Ordnern profitieren, die ihm den Zugang zum Stadion mit einer Waffe erleichtern sollen…“, warnt er.
Unterausgebildetes und unterbezahltes Personal, das manchmal zu Komplizen des Abschaums wird. All das hat sich im Stade de France wiedergefunden. Eine unverständliche Wahl, wenn man bedenkt, welche politischen und logistischen Herausforderungen ein solches Treffen mit sich bringt. „Man sieht sehr gut, dass die Organisation in mehreren Aspekten mangelhaft war, insbesondere aufgrund schlecht ausgebildeter und inkompetenter Ordner, die eine Woche vor dem Spiel über Facebook rekrutiert wurden. Das war nicht einmal das Ligue-2-Niveau der Ordner“, so der Sportjournalist Daniel Riolo in Le Figaro (30/5/2022).
Die Verkörperung dieses Debakels ist im Grunde genommen das Gesindel, das illegal nach Frankreich gekommen ist und es geschafft hat, ohne Eintrittskarte ins Stadion zu gelangen. Es filmt sich selbst, indem es behauptet, Frankreich verarscht zu haben, um am nächsten Tag bei Hanouna zu paradieren. „Er sagte, er wolle Frankreich n…eren, und das ist ihm gelungen“, schimpft Noam Anouar. Der Autor des Buches La France doit savoir (Frankreich muss es wissen) schloss mit den Worten: „Er hat alle reingelegt, wenn es nach mir ginge, wäre er schon im Flugzeug“. Zu diesem Zeitpunkt und vom Stadion aus gesehen ist das internationale Fiasko dieses Finales in der Tat multifaktoriell. Es ist das Ergebnis alter Probleme.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei BOULEVARD VOLTAIRE, unserem Partner in der EUROPÄISCHEN MEDIENKOOPERATION.
Handreichung zum besseren Verständnis der Stefan-Boltzmann-Inversion
Vorwort der EIKE Redaktion
Der folgende Beitrag wird wieder eine heftige Diskussion unter einigen unserer Leser auslösen. Dies ist insofern unverständlich, als das doch wohl vorausgesetzt werden kann, dass – wie jeder aus eigenem Erleben weiß – die Sonne nur tagsüber scheint. Das muss als gesetzt akzeptiert werden. Was dann noch bleibt ist die Klärung der Frage: Sind die von der internationalen Klimawissenschaft gemachten Vereinfachungen der Bildung der Mittelwerte von Ein- und Abstrahlung über die Kugelfläche statt der Halbkugelfläche, bei der Ermittlung der der Erde zugestrahlten und abgestrahlten Energiemenge, zulässig oder nicht. Wären sie es, dann müsste es ein Leichtes sein, aus ihren Ergebnissen auch die Temperatur der real bestrahlten Halbkugel bei gleichzeitiger Abstrahlung durch die Vollkugel widerspruchsfrei und auf die Kommastelle genau herzuleiten. Bisher hat das aber niemand vermocht, zumindest nicht hier in dieser Leserschaft. Vielleicht regt der folgende Beitrag dazu an.
von Uli Weber
Obgleich es auf unserer Erde erwiesenermaßen Tag und Nacht gibt (Abbildungen 5 und 6) und sich die Relation zwischen beiden über den Jahresverlauf ständig verändert (Siehe Titelbild), wird mein hemisphärisches Stefan-Boltzmann-Modell von vielen Kommentatoren noch immer nicht verstanden und eine rein mathematische Tag=Nacht-Mittelung als Grundlage einer globalen 24h-S-B-Inversion bevorzugt.
Gerne wiederhole ich daher noch einmal die Widerlegungsanforderung für meinen hemisphärischen S-B-Ansatz aus WEBER (2017) hier auf EIKE über einen physikalischen Tag=Nacht-Beweis:
„Wenn also wissenschaftlich eindeutig nachgewiesen würde, dass die Gleichsetzung der Energiebilanz unserer Erde (Fläche einer Kugel) mit der strengen thermischen Gleichgewichtsforderung des Stefan-Boltzmann Gesetzes für die bestrahlte Fläche (Halbkugel) physikalisch korrekt ist, dann bin ich tatsächlich widerlegt.“
Dazu ein Zitat aus dem Artikel, „Ist „Klimawandel“ Wissenschaft oder Pseudo-Wissenschaft?“ von Andy May, übersetzt von Christian Freuer für das EIKE:
„Eine Hypothese, die durch kein denkbares Ereignis widerlegbar ist, ist nicht wissenschaftlich. Popper fragte sich 1919, worin sich Marxismus, Freud und Astrologie von wirklich wissenschaftlichen Theorien wie Newtons Gravitationsgesetz oder Einsteins Relativitätstheorie unterscheiden. Er erkannte, dass letztere getestet und als falsch nachgewiesen werden konnten. Inspiriert wurde er durch die Bestätigung von Einsteins Theorie durch Frank Dyson, Andrew Crommelin und Arthur Eddington während der Sonnenfinsternis 1919.“
Ich darf hier also in aller Bescheidenheit darauf verweisen, dass ich schon sehr frühzeitig einen Widerlegungsbeweis für mein hemisphärisches S-B-Modell eingefordert hatte. Trotz dieser Beweisanforderung ist mir bis heute kein wissenschaftlicher Nachweis für eine physikalische Gleichheit von Tag (@2PiR²) und Nacht (@2PiR²) bekannt geworden. Man ersetzt bei der konventionellen Stefan-Boltzmann-Inversion vielmehr weiterhin die Ungleichheit zwischen Tag und Nacht durch einen physikalisch bedeutungslosen rein mathematischen 24h-Durchschnittswert (@4PiR²) …
Nachfolgend nähern wir uns den theoretischen S-B-Grundlagen einmal über das Stefan-Boltzmann-Experiment. Das Stefan-Boltzmann-Experiment ist ein Standardexperiment in der physikalischen Ausbildung, das den Zusammenhang zwischen der Temperatur eines künstlich erhitzten Schwarzen Körpers und der von seiner Oberfläche abgegebenen spezifischen Strahlungsleistung im gemeinsamen und zeitlich unmittelbaren thermischen Gleichgewichtszustand beschreibt. Der Versuchsaufbau ist denkbar einfach:

Abbildung 1: Das klassische Stefan-Boltzmann-Experiment, Ofen. Hitzeschild mit Blende und Messgerät
Beschreibung:
- Ein Rohrofen (rechts) wird auf eine bestimmte Temperatur erhitzt; der Schwarze Strahler wird dabei beispielsweise durch einen brünierten Messingzylinder dargestellt.
- Der Ofen hat eine konstante Temperatur und wird durch eine (ggf. gekühlte) Blende (Mitte) vom Meßgerät abgeschirmt.
- Die austretende Strahlungsleistung wird gemessen (links).
Das Stefan-Boltzmann-Gesetz lautet:
(1) P = σ * A * T4 oder S = P/A = σ * T4
mit der Stefan-Boltzmann-Konstante σ = 5,670 10 -8 [W m-2 K-4]
und P = Strahlung in [W], A = Fläche [m²], T = Temperatur in [K],
S = spezifische Strahlungsleistung in [W/m²]
Die Systematik dieser physikalischen S-B-Beziehung wird sofort klar, wenn wir in der nachfolgenden Abbildung einmal vier unterschiedlich große Schwarzkörper mit gleicher Temperatur betrachten:

Abbildung 2: Zur Bedeutung der spezifischen Strahlungsleistung „S=P/A“ im S-B-Gesetz
Für einen beliebigen Schwarzen Körper mit einer Temperatur von +15°C gilt also immer:
Die SPEZIFISCHE Strahlungsleistung S@15°C dieses Schwarzen Körpers beträgt 390 W/m².
Aus dieser Abbildung wird unmittelbar deutlich, dass die unterschiedlichen Strahlungsleistungen „Pi“ und die zugehörigen ABSTRAHLENDEN Flächen „Ai“ eindeutig zusammenhängen, weil sie für jeden Körper (1-4) eine augenblickliche spezifische Strahlungsleistung „S@15°C“ definieren, die wiederum über das Stefan-Boltzmann-Gesetz eindeutig mit der Momentantemperatur des jeweiligen Körpers von 15°C verknüpft ist. Allein diese Temperatur (primär) bestimmt also die gleichzeitige spezifische Strahlungsleistung (sekundär) eines Schwarzen Körpers nach dem Stefan-Boltzmann-Gesetz:
Stefan-Boltzmann-Gesetz: Temperatur (primär) => Spezifische Strahlungsleistung (sekundär)
Jede Berechnung einer Temperatur (sekundär) aus der spezifischen Strahlungsleistung (primär) stellt demnach eine Inversion des Stefan-Boltzmann-Gesetzes dar, welche nur zulässig ist, wenn alle Randbedingungen, des S-B-Gesetzes streng erfüllt sind. Da diese aber nicht per se erfüllt werden, ist eine Inversion des S-B Gesetzes immer nur in physikalisch wohl definierten Fällen zulässig. Und diese Fälle orientieren sich wiederum an einer Umkehrung des S-B-Experimentes: Es muss sowohl die in diesem Moment ANGESTRAHLTE Fläche eindeutig definiert sein, als auch der Unterschied zwischen den Flächennormalen von einfallender Strahlung und beleuchteter Fläche (Neigung = Klima) vektoriell berücksichtigt werden.
Stefan-Boltzmann-Inversion: Spezifische Strahlungsleistung (primär) => Temperatur (sekundär)
Wohlgemerkt: JEDE Berechnung einer Temperatur aus der spezifischen Strahlungsleistung nach dem S-B-Gesetz stellt eine S-B-Inversion dar, auch die fehlerhafte konventionelle 24h-Tag=Nacht- Berechnung einer sogenannten „Gleichgewichtstemperatur“ von (-18°C) aus 235 W/m² @4PiR²!
Machen wir es uns mal ganz einfach und simulieren wir das S-B-Experiment bei 20°C Zimmertemperatur, 100°C, 200°C und 300°C. Die zugehörige spezifische Strahlungsleistung entnehmen wir jetzt einfach dem Stefan-Boltzmann-Gesetz:
- 20°C entspricht 293 K und 419 W/m²
- 100°C entspricht 373 K und 1100 W/m²
- 200°C entspricht 473 K und 2842 W/m²
- 300°C entspricht 573 K und 6119 W/m²
Der Zusammenhang zwischen Temperatur und spezifischer Strahlungsleistung nach dem Stefan-Boltzmann-Gesetz ist nachfolgend in Abbildung 1 dargestellt:
Abbildung 3: Der Temperaturverlauf nach dem Stefan-Boltzmann-Gesetz (blaue Kurve) mit den 4 imaginären „Messpunkten“ bei 20°C, 100°C, 200°C und 300°C (rote Punkte im roten Kreis).
Sie werden bemerkt haben, dass die T4-Kurve bei 0 W/m² auf 0 Kelvin fällt. Das Dumme ist, dass im S-B-Experiment bei einer Raumtemperatur von 20°C keine Wertepaare unter 20°C/419 W/m² gemessen werden können. Denn der ganze Raum strahlt ja bei dieser Temperatur mit 419 W/m², selbst das Messgerät. Die S-B-Umgebungsgleichung trägt diesem Umstand Rechnung und das Stefan-Boltzmann-Gesetz in seiner allgemeinen Form lautet dann:
(2) P = σ * A * (T – T0)4
Alle Parameter wie in Gleichung 1 mit T0 = Umgebungstemperatur
Und jetzt bilden wir aus unseren „Messpunkten“(schwarz) einmal Mittelwerte (rot):

Tabelle 1: „Messwerte“ nach dem S-B-Gesetz und daraus abgeleitete Mittelwerte der 1. bis 3. Generation
Diese Mittelwerte (rot) fügen wir jetzt wiederum in die Stefan-Boltzmann-Funktion (Abb.1) ein und erhalten:

Abbildung 4: Vergleich des Temperaturverlaufs nach dem Stefan-Boltzmann-Gesetz (blaue Kurve) mit den berechneten Mittelwerten aus Tabelle 1 (rote Punkte 1 bis 6). „(X)“ ist der Mittelwert aus der vorgeblichen nächtlichen Oberflächentemperatur in der konventionellen S-B-Inversion von 0K und der solar induzierten theoretisch möglichen Maximaltemperatur (Näheres im Text nach Abbildung 7).
In Abbildung 4 ist deutlich zu erkennen, dass die berechneten Mittelwerte nicht auf die Stefan-Boltzmann-Funktion fallen. Vielmehr entfernen sich die 3 Mittelwert-Generationen sukzessive von der blauen Kurve: 1. Generation (Punkte 1, 3 und 6), 2. Generation (Punkte 2 und 5), 3. Generation (Punkt 4). Die Differenz der linearen Durchschnittswerte zur Stefan-Boltzmann-Funktion wird also umso größer je größer die Spreizung der beteiligten Einzelwerte ist. Bei einer T4-Funktion sollte dieses Ergebnis eigentlich nicht weiter verwundern.
Wir leben in einer Zeit, wo Meinungen als Fakten verkauft werden, und man Fakten als Meinungen diffamiert. Bilden Sie sich also selbst eine Meinung, indem Sie die Fakten bewerten:

Abbildung 5: Die Inversion des Stefan-Boltzmann-Gesetzes
Unsere Erde wird lediglich auf ihrer Tagseite von der Sonne angestrahlt
Zwischenfrage: Sind die beiden Körper in Abbildung 6 physikalisch wirklich absolut identisch? – Es kann doch nur ein physikalisch korrektes Modell geben, entweder links oder rechts in Abbildung 6:
Abbildung 6: Vergleich eines selbstleuchtenden Sterns (Schwarzkörper) mit einem Planeten (Erde)
Links selbstleuchtender Stern (ohne Tag und Nacht), ABSTRAHLUNG: 235W/m² @ 4PIR² bei -18°C
Rechts hemisphärisch beleuchteter Planet (unsere Erde mit Tag und Nacht)
Solare EINSTRAHLUNG = Σi (940W/m² * cos ϕi)/i @ 2PIR² über eine Halbkugel (-Pi/2 bis +Pi/2) bei einer Durchschnittstemperatur von +15°C mit ϕi=örtlicher Zenitwinkel der Sonne
Nun, der S-B Durchschnitt der Temperatur wird für den selbstleuchtenden Stern (Schwarzkörper) im konventionellen Ansatz mit -18°C angegeben, der gemessene Durchschnitt für unsere Erde beträgt aber ca. 15°C. Der Klima-Mainstream bewertet die beiden Körper aus Abbildung 6 also als physikalisch völlig gleich und erklärt die Temperaturdifferenz mit einem sogenannten „natürlichen atmosphärischen Treibhauseffekt“ von 33 Grad. Wir können also verkürzend zusammenfassen, dass der physikalische Unterschied zwischen einem selbstleuchtenden aktiven Stern und einem halbseitig bestrahlten passiven Planeten ein sogenannter „atmosphärischer Treibhauseffekt“ sein soll.

Abbildung 7: Das Bermuda-Dreieck einer fehlerhaften Inversion des Stefan-Boltzmann-Gesetzes: „Gleichgewichtstemperatur“ (-18°C), (+15°) real „gemessener“ Durchschnitt, 33° Differenz=THE
Der sogenannte „atmosphärische Treibhauseffekt“ entstammt also dem Bermuda-Dreieck einer physikalisch fehlerhaften Inversion des Stefan-Boltzmann-Gesetzes. Das ist schon komisch, denn allein der Durchschnitt aus minimaler und maximaler Temperatur bei einem halbseitig bestrahlten Körper wie der Erde sieht folgendermaßen aus: Die maximal mögliche solar induzierte Temperatur auf unserer Erde beträgt bei vertikalem Sonnenstand ohne Albedo 394 Kelvin, während die nächtliche Oberflächentemperatur im konventionellen S-B-Ansatz mit 0 Kelvin angenommen wird. Beides ergibt einen Mittelwert von (394+0)K/2 = 197 [K] bei (1367+0)W/m²/2 = 683,5 [W/m²], wie er als „(X)“ in Abbildung 4 eingetragen ist.

Das Stefan-Boltzmann-Gesetz verknüpft Temperatur und spezifische Strahlungsleistung eines Körpers im Moment der ABSTRAHLUNG und gilt daher ausschließlich „just in time“. Es wird also aus dem Stefan-Boltzmann-Experiment unmittelbar deutlich, dass eine Mittelung über die Tag- und Nachtseite unserer Erde gar nicht der Stefan-Boltzmann-T4-Beziehung gehorchen kann (S. auch Anhang). Eine Inversion des Stefan-Boltzmann-Gesetzes für die Temperaturbestimmung auf der Erde darf vielmehr nur Flächen einschließen, die genau im Augenblick der solaren ABSTRAHLUNG auch tatsächlich ANGESTRAHLT werden:
Um es hier noch einmal barrierefrei auszudrücken: Nur die ANGESTRAHLTE Fläche zählt bei einer S-B-Inversion. Denn wenn man die unbeleuchtete Nachtseite unserer Erde als ANSTRAHLUNGSFLÄCHE in die Temperaturberechnung einer Stefan-Boltzmann-Inversion einschließt, dann könnte man ebenso gut die unbeleuchtete Tischplatte des Experimentiertisches als ABSTRAHLUNGSFLÄCHE in das Stefan-Boltzmann-Experiment einbeziehen.
Zum besseren Verständnis meiner hemisphärischen Temperaturberechnung für unsere Erde verweise ich abschließend auf diesen Text, diesen Artikel und/oder dieses Buch.
Anhang: Die Berechnungen von Professor Dr. G. Gerlich aus seinem Vortrag zur Treibhaus-Kontroverse, Leipzig, 9./10. Nov. 1995 mit einer Hervorhebung:
Wir haben gesehen, dass lediglich die Tagseite der Erde (2πR2) im Strahlungsgleichgewicht zwischen Sonne und Erde mit dem Stefan-Boltzmann-Gesetz betrachtet werden darf. Aber auch Gerlich betrachtet bei seiner Temperaturberechnung fälschlich die gesamte Erdoberfläche und schließt dabei die Nachtseite mit 0 Kelvin ein. Von daher muss diese Lösung von Gerlich (1995) für die gesamte Erdoberfläche (4πR2) auf die Tagseite der Erde (2πR2) reduziert bzw. das Ergebnis verdoppelt werden:
Temperatur Tagseite = Lösung Gerlich * 4πR2 / 2πR2 = 2 * Lösung Gerlich
meine hemisphärische Korrektur der Integrallösung von Gerlich (1995)
Folglich verdoppelt sich die Lösung von Gerlich (1995) für die physikalische Temperatur auf Tagseite der Erde zu Tphys-hem = 2*(-129°C =144 K) = 2*144 K = 288 K oder 15°C
Ausführliche Herleitung: Anmerkungen zur hemisphärischen Mittelwertbildung mit dem Stefan-Boltzmann-Gesetz | EIKE – Europäisches Institut für Klima & Energie (eike-klima-energie.eu)
„Kriegstreiber“: Kriegsgeschäftsstellen von SPD und Grünen beschmiert
(David Berger) Mit dem Wort „Kriegstreiber“ haben Unbekannte in Steglitz zwei Büros der Grünen und zwei der SPD beschrieben. Obgleich solche Aktionen juristisch nicht gebilligt oder (wie bei ähnlichen Aktionen gegen die AfD) als Kunstaktion beschönigt werden können, sind sie psychologisch verständlich.
Der Beitrag „Kriegstreiber“: Kriegsgeschäftsstellen von SPD und Grünen beschmiert erschien zuerst auf Philosophia Perennis.
Interpol-Chef: Waffenlieferungen an die Ukraine werden in den Händen Krimineller landen
Die ungebremsten und stetig ansteigenden Waffenlieferungen in die Ukraine dürften auf lange Sicht zu einer sicherheitspolitischen Katastrophe für die gesamte Region und darüber hinaus führen.
Der Beitrag Interpol-Chef: Waffenlieferungen an die Ukraine werden in den Händen Krimineller landen erschien zuerst auf Philosophia Perennis.
Hinweise der Woche

Am Wochenende präsentieren wir Ihnen einen Überblick über die lesenswertesten Beiträge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages für Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werktägliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf “weiterlesen” klicken, öffnet sich das Angebot und Sie können sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)
Wir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter für die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zunächst freien Inhalten nach einer Zeit beschränkt wird.
Hier die Übersicht; Sie können mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:
- Kriegsmüde oder amtsmüde? Annalena Baerbock ist als Diplomatin untauglich
- Eine neue Weltordnung
- Der Furor des Präsidenten: Selenskyj lebt in der politischen Eindimensionalität
- Ukrainekrieg und Corona: Frieren für den Frieden und frieren für die Gesundheit
- Sondervermögen für die Bundeswehr: Eiskalt durchgepeitscht
- Ausbeutung im Gesundheitswesen
- Ich war armutsbetroffen und weiß: Armut macht krank, aggressiv und unglücklich
- Ölbrunnen im Nationalpark: Längste beheizte Pipeline der Welt
- Populär statt nur anti-neoliberal: Da geht was, Linke!
- Warum so viele Menschen nicht wählen gehen
Vorbemerkung: Ursprünglich hatten wir geplant, in unserer Wochenübersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beiträge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine dafür nötige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beiträge vorzuenthalten. Daher möchten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beiträge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese Übersicht für hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese Möglichkeit der schnellen Information hin.
- Kriegsmüde oder amtsmüde? Annalena Baerbock ist als Diplomatin untauglich
Die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock warnt Europa vor Kriegsmüdigkeit. War Ukraine-Müdigkeit gemeint? Oder soll Europa in den Krieg hineingeredet werden? Wer sich so äußert, sollte zurücktreten
Außenministerin Annalena Baerbock kam vor wenigen Tagen in Aachen mit Blick auf die Ukraine zu dem Urteil: „Wir haben einen Moment der Fatigue erreicht.“ Sie warnte vor einer Kriegsmüdigkeit in den westlichen Staaten. Eine Aussage, die suggeriert, dass diese Staaten im Krieg stehen. Wie sonst kann man „kriegsmüde“ sein oder werden.
Baerbock konterkariert damit die von Olaf Scholz unablässig wiederholte Beteuerung, Deutschland sei – trotz aller Waffenhilfe – am militärischen Konflikt in der Ukraine nicht beteiligt, wolle und dürfe es nicht sein. Der Regierungschef sagt dies vermutlich in dem Bewusstsein, dass ein Übergreifen von Kriegshandlungen auf deutsches Staatsgebiet – etwa durch Luft- oder Raketen- oder auch Cyber-Angriffe – eine Katastrophe heraufbeschwören kann. Davor ist vorrangig aus zwei Gründen zu warnen. Die ausgelösten Zerstörungen träfen eine völlig unvorbereitete und höchst verwundbare Gesellschaft. Sie würden eine militärische Reaktion provozieren, die den Ernstfall Krieg zur Folge hätte. Die in Deutschland leichtfertig vergessene, daher verschüttete Erfahrung wäre zurück, dass Kriege nicht von Armeen oder gläubiger Zuversicht, sondern vom Tod gewonnen werden. […]
Außenminister werden gemeinhin als Chefdiplomaten ihrer Regierungen gesehen. Baerbock ist seit ihrer Amtsübernahme in dieser Funktion nicht auffällig geworden. Es gibt keine Initiativen, denen man bescheinigen könnte, auf diplomatische Weise zwischen Interessen zu vermitteln und Kompromisse zu suchen. Sie hält es mit Ansage und Zurechtweisung, man denke an die Visite in Mali. Aus dem Auswärtigen Amt heraus ist nichts geschehen, um einen Waffenstillstand in der Ukraine anzustoßen, um Tod und Zerstörung zu begrenzen, wenn nicht zu beenden. So sehr die Ukraine sich der russischen Aggression erwehren muss, so wenig kann es doch angebracht sein, dabei Tausende von Soldaten zu opfern und den Bestand des Landes zu gefährden. Wenn Deutschland Initiativen schuldig bleibt, warum wird dann nicht wenigstens in Kiew auf russisch-ukrainische Verhandlungen gedrängt?
Quelle: Lutz Herden in der Freitagdazu auch: Negative Dialektik
Wenn Du das Scheitern von Geschlossenheit zum Anlass nimmst, diese als Stärke zu betonen. (negative Dialektik?) https://t.co/j1IbrUlVOw
— Christoph Kappes (@ChristophKappes) May 31, 2022
und: Nuland-Pyatt Tondokument nach 8 Jahren von YouTube entfernt
(Eigene Übersetzung)
Der Beweis für die Beteiligung der USA am Putsch in Kiew 2014 wurde nach acht Jahren von YouTube entfernt.
Es war eine der meistgesehenen Versionen des abgefangenen und durchgesickerten Gesprächs zwischen der damaligen stellvertretenden Außenministerin Victoria Nuland und Geoffrey Pyatt, dem damaligen US-Botschafter in der Ukraine, in dem die beiden darüber diskutieren, wer die neue Regierung bilden soll, Wochen bevor der demokratisch gewählte ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch am 21. Februar 2014 durch einen gewaltsamen Putsch gestürzt wurde.
Die beiden sprechen darüber, wie sie den verfassungswidrigen Regierungswechsel “einfädeln” und “festkleben”, welche Rolle der damalige Vizepräsident Joe Biden spielen sollte und welche Treffen mit ukrainischen Politikern anberaumt werden sollten.
Das US-Außenministerium hat die Echtheit des Videos nie bestritten und sich sogar bei der Europäischen Union entschuldigt, nachdem Nuland auf dem Band zu hören ist, wie sie sagt: “Fuck the E.U.”. Die Mainstream-Medien konzentrierten sich damals fast ausschließlich auf diese anzügliche Bemerkung und ignorierten die größere Bedeutung der Einmischung der USA in die inneren Angelegenheiten der Ukraine. […]
Die Entfernung eines Videos, das acht Jahre lang online war, wirft große Fragen auf, da sie jetzt, während des Krieges in der Ukraine erfolgt. […]
Der Putsch von 2014 ist der Ausgangspunkt für all diese Ereignisse, die im Februar in der russischen Invasion gipfelten. Die Entfernung des Videos würde der Unterdrückung jeglicher Informationen entsprechen, die nicht in das erzwungene Narrativ der Ereignisse in der Ukraine passen, einschließlich der Beschönigung jeglicher Erwähnung des von den USA unterstützten Putsches.
Quelle: Consortium News - Eine neue Weltordnung
In Davos, einem netten Ort in einem neutralen Staat, sprachen der »Nato-Chef«, der Bundes-Kriegswirtschaftsminister und ein paar Oligarchen des Westens über die zukünftige Aufteilung der Welt. Wir sind betroffen.
Wie Sie wissen, sehr geehrte Leser, hat in dieser Woche der Bundeswirtschaftsminister »eine neue Weltordnung« gefordert. Darunter macht man es nicht in Davos, schon gar nicht, wenn man der »beliebteste« deutsche Nichtbundeskanzler ist und Frau von der Leyen vom Podium raunte: »Die Ukraine muss diesen Krieg gewinnen«, was wahrscheinlich eher eine untertänige Bitte an den Göttervater »Biden« war als ein Befehl an den genannten Staat, allerdings in beiden Fällen wenig mit der drohenden Hungersnot unter deutschen Rentnern oder den Affenpocken zu tun hat. (…)
Herr Joseph Biden, den wir hier einmal »Der Westen« nennen wollen, hat, wie ich einer Zeitung entnahm, dem Staat Taiwan, der nicht Mitglied der Nato und der »Großen Sieben« ist, eines Weltoligarchen-Clans, umfassende militärische Hilfe zugesagt, sollte es jemals vom Staat China angegriffen werden. Herr Selenskyj sagte zeitgleich, man müsse demnächst früher und prophylaktisch potenzielle Angreifer auf die freie Klitschko-Welt ausschalten. Das klingt ein bisschen wie die »Putin«-Propaganda und wurde beim Filmfestival ebenso »standing« ovatiert wie das kalte Büfett, aber das nehmen wir jetzt mal nicht so ernst; der Mann Wolodymyr ist ja auch nur ein Mensch.
Am Ende kommen wir also auch heute wieder nur zu einer Frage. Sie lautet: Durch welche Rationalität können wir eine Moral ersetzen, die nicht trägt? Was sagt uns dazu das Völkerrecht? Wenn man behauptet, über Recht zu sprechen und ihm verpflichtet zu sein, muss man dies auch tun; sonst verliert man gerade die Legitimität, auf welche man die Macht des eigenen Handelns stützt. Wenn die Berufung von Staaten auf das Recht tatsächlich nicht trägt, ist das keine Frage persönlicher »Heuchelei« oder individueller Selbstüberschätzung. Es bedarf dann vielmehr einer anderen, tragfähigen Begründung.
Quelle: Thomas Fischer in DER SPIEGELdazu auch: Frieden schaffen mit modernen Waffen: Biden definiert die US-Kriegsziele mit einem Paukenschlag
Das überrascht: Der US-Präsident kündigt weitere Waffenlieferungen an die Ukraine an – aber vor allem, um deren Verhandlungsposition zu stärken. Eine Analyse. […]
Der Paukenschlag besteht in der Ankündigung Bidens, der Ukraine eine Vielzahl modernster Waffen liefern zu wollen. Dazu zählen Raketenwerfer, Stinger-Raketen, Hubschrauber, Panzerabwehrwaffen, Artillerie, Radarsysteme. Die Waffen sind Teil eines Pakets im Wert von 700 Millionen US-Dollar (652 Millionen Euro).
Als Ziel dieser Waffenlieferungen – und damit zur Melodie der Triangel – definiert Biden indes nicht den Sieg der Ukraine, sondern deren möglichst starke Position am Verhandlungstisch („be in the strongest possible position at the negotiating table“).
Zustimmend bezieht sich der US-Präsident auf eine Aussage Selenskyjs, den er mit dem Satz zitiert, dass der Krieg nur durch Diplomatie beendet werden könne („will only definitively end through diplomacy“). Gleich im nächsten Satz Bidens heißt es, dass in jeder Verhandlung die am Boden geschaffenen Fakten berücksichtigt werden müssten („Every negotiation reflects the facts on the ground“).
Das lässt aufhorchen. Biden nennt ausdrücklich keine Bedingungen für eine Verhandlungslösung, die er als einzige Möglichkeit, den Krieg zu beenden, charakterisiert.
Quelle: Tagesspiegelund: Ukraine-Krieg: In Washington denken sie viel weiter als in Berlin und Brüssel
Schwere Waffen liefern, immer mehr Sanktionen auflegen: Gerade in Deutschland kennt die Debatte über den Ukraine-Krieg nur eine Richtung. Das ist gefährlich. In den USA gibt es in dieser Frage längst zwei konkurrierende Lager
Abgesehen vom vorsichtig taktierenden Kanzleramt scheint es in der hiesigen Politik wie in den Medien nur eine Stoßrichtung bezüglich des Ukraine-Kriegs zu geben: schwere Waffen liefern, so schnell wie möglich, und noch mehr Russland-Sanktionen. In den USA dagegen scheint sich der Blick auf diesen Krieg zu verändern.
Den Auftakt machte ein Leitartikel des „Editorial Board“ der New York Times vom 19. Mai. Die Autoren zitieren die Warnung von Avril Haines, Chefin aller 18 US-Geheimdienste, der zufolge „der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine zunehmend unberechenbar und potenziell eskalierend verlaufen könnte“, bis hin zum Einsatz von Nuklearwaffen. Vor diesem Hintergrund stellen sie Fragen, die im deutschen Mainstream fast undenkbar wären: Liegt es im Interesse Amerikas, einen Krieg mit Russland zu riskieren, selbst wenn ein Verhandlungsfrieden der Ukraine „harte Entscheidungen“ abverlange? Gehe es den USA darum, die Ukraine zur Selbstverteidigung zu ermächtigen – oder suchten sie Russland dauerhaft zu schwächen, Wladimir Putin zu stürzen? Riskiert das Weiße Haus Sicherheit und Frieden in Europa? Die Annahme, die ukrainische Armee könne an Russland verlorene Gebiete militärisch zurückgewinnen, halten sie für abwegig. Ähnlich äußerte sich Henry Kissinger auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos.
Quelle: Michael Lüders in der Freitag - Der Furor des Präsidenten: Selenskyj lebt in der politischen Eindimensionalität
Spätestens seit Beginn des Ukraine-Kriegs ist er den meisten Menschen ein Begriff: Wolodymyr Selenskyj. Weitgehend ungefiltert flutet seine Ukraine-First-Politik die Nachrichtenkanäle. Zumindest medial zieht der Präsident durch, auch wenn sich das Stimmungsbild zu drehen beginnt.
Jede Zeit hat ihre Geister und der Zeitgeist unserer Zeit sieht aus wie Wolodymyr Selenskyj. Er ist Präsident der Ukraine und der wirkungsmächtigste Influencer der Gegenwart.
Er nutzt die sozialen Medien als seien sie für ihn erfunden. Kaum ein Tag ohne Liveschaltung zum Europaparlament, in die Knesset oder zu den Senatoren, die auf Capitol Hill andächtig auf ihn warten. Seit dem Überfall der russischen Armee auf sein Land wird gnadenlos zurück getwittert: Politik mit digitalem Megaphon und in olivgrün. […]
Wolodymyr Selenskyj lebt ein Leben in der politischen Eindimensionalität, was seine weltweite Popularität erklärt. Die Communities auf Twitter, Instagram und Facebook sind seine natürlichen Siedlungsgebiete.
Der Realpolitiker aber lebt auf einem anderen Stern. Er respektiert Selenskyj. Aber er darf ihm in seiner eifernden Totalität nicht folgen. Er muss auf seiner Souveränität bestehen. Oder in der gebotenen Deutlichkeit gesagt: Berlin ist kein Vorort von Kiew.
Quelle: Gabor Steingart auf Focus Online - Ukrainekrieg und Corona: Frieren für den Frieden und frieren für die Gesundheit
Vergleich Gerade noch war Pandemie. Dann begann der Krieg. Ein Vergleich beider Diskurse – mit Blick auf Masken und Panzer, Querdenker und Pazifisten, Virologen und Militärstrategen
In der Corona-Zeit war das Ziel, den Krieg gegen das Virus zu gewinnen, notfalls auch mit Russland. In der Ukraine-Krieg-Zeit ist das Ziel, dass Russland den Krieg verliert, notfalls auch gegen das Virus.
In der Corona-Zeit war ein Schuft, wer den Mund-Nasen-Schutz nur am Kinn trug, und nicht über der Nase. In der Ukraine-Krieg-Zeit ist ein Schuft, wer nur Panzerfäuste schicken will, und keine Panzer.
In der Corona-Zeit war „rechtsaußen“, wer die Milliardenausgaben für Tests hinterfragte. In der Ukraine-Krieg-Zeit ist „rechtsaußen“, wer die 100-Milliarden-Aufrüstung hinterfragt.
In der Corona-Zeit sollte man ständig lüften und für die Gesundheit frieren. In der Ukraine-Krieg-Zeit soll man ständig sparen und für die Freiheit frieren.
In der Corona-Zeit war „Querdenker“, wer sich nicht impfen lassen wollte. In der Ukraine-Krieg-Zeit ist „Querdenker“, wer nicht vom Frieden lassen will. (…)
In der Corona-Zeit war es politisch korrekt, für Pflegekräfte und genesene Patienten zu klatschen. In der Ukraine-Zeit ist es politisch korrekt, versenkte russische Schiffe und getötete Generäle zu beklatschen.
In der Corona-Zeit galt China vielen wegen seiner No-Covid-Strategie als Vorbild. In der Ukraine-Zeit wirft man China aus demselben Grund vor, die Weltwirtschaft zu schwächen.
In der Corona-Zeit riefen manche „Mehr Diktatur wagen!“, aus Solidarität mit den Schwächsten. In der Ukraine-Krieg-Zeit wird der russische Diktator zum neuen Hitler, aus Solidarität mit der Ukraine.
In der Corona-Zeit galt es als hilfreich, Angst vor Aerosolen zu haben. In der Ukraine-Krieg-Zeit gilt als feige, wer Angst vor Atombomben äußert.
In der Corona-Zeit haben sich viele gefreut, dass die Welt so vernetzt zusammengearbeitet hat. In der Ukraine-Krieg-Zeit stöhnen alle über die Globalisierung.
Quelle: der Freitag - Sondervermögen für die Bundeswehr: Eiskalt durchgepeitscht
Meinung SPD, Grüne, FDP und Union missbrauchen das Grundgesetz, um die Bundeswehr ohne jede Debatte massiv aufzurüsten
Das Wort „Sondervermögen“ hat einen guten Klang. Ein wenig, als fiele etwas vom Himmel und würde in einer Schatztruhe verwahrt. Für schlechte Zeiten oder gar besonders schöne Dinge, die man sich leisten möchte. Soziale Gerechtigkeit zum Beispiel. […]
Damit diese 100 Milliarden Euro nicht die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse aushebeln, sollen sie ebenfalls ins Grundgesetz. Gesondert sozusagen. Aber schuldenfinanziert. Was sich eigentlich mit der Schuldenbremse beißt. Aber es ist alles eine Frage der Formulierung.
So zeigt das Grundgesetz – die zwar säkulare, aber doch recht heilige Schrift – mehr und mehr an, dass es dienlich sein und missbraucht werden kann, auch um politische Vorhaben der jeweiligen Regierungen durchzusetzen. Diesmal aber, ohne dass auch nur im Ansatz eine gesellschaftliche Debatte darüber geführt würde.
Quelle: der Freitagdazu: 100 Milliarden verballert
Koalition und CDU/CSU einigen sich auf »Sondervermögen« für Bundeswehr. Linke kritisiert »organisierte Bereicherung von Rüstungskonzernen«
Union und Regierungsparteien haben sich auf die gesetzlichen Grundlagen für das geplante »Sondervermögen« in Höhe von 100 Milliarden Euro für die Bundeswehr geeinigt und peitschen es nun offenbar durch den Bundestag. »Es wird unverzüglich und noch vor der parlamentarischen Sommerpause eine Initiative zur Beschleunigung der Beschaffung auf den Weg gebracht«, teilten Vertreterinnen und Vertreter von SPD, Grünen, FDP, CDU und CSU nach mehr als dreistündigen Verhandlungen in einer gemeinsamen Erklärung am Sonntagabend mit. CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt fügte am Montag im ZDF-»Morgenmagazin« hinzu: »Es gibt die Möglichkeit, dass wir noch in dieser Woche das Gesetzgebungsverfahren abschließen.« Kriegsministerin Christine Lambrecht (SPD) erklärte in derselben Sendung, allein an Munition gebe es für die Verpflichtungen in der NATO Bedarf im Volumen von 20 Milliarden Euro.
Quelle: junge Weltdazu auch: „Patriotische Mehrheit“ für Kriegskredite
Am heutigen Mittwoch stimmt der Bundestag der nächsten Erhöhung des deutschen Militärhaushalts zu; zudem ist soeben eine Einigung über das 100 Milliarden Euro schwere „Sondervermögen“ für die Bundeswehr getroffen worden. Damit übersteigt der deutsche Wehretat ab sofort die Zwei-Prozent-Schwelle, auf die sich die NATO 2014 geeinigt hat – freilich nicht zwingend schon unmittelbar in diesem Jahr, aber auf jeden Fall im mehrjährigen Durchschnitt bis mindestens 2026. Kanzler Olaf Scholz fordert mit Blick auf den Machtkampf gegen Russland eine „große, nationale Kraftanstrengung“, um „neue, starke Fähigkeiten“ für die Bundeswehr aufzubauen. Die Bundesrepublik arbeitet nicht erst seit dem Beginn des Ukraine-Kriegs, sondern bereits seit Jahren daran, ihren Großmachtanspruch mit militärischen Fähigkeiten zu untermauern; der russische Überfall auf die Ukraine ermöglicht es nun, einen schon lange geplanten Aufrüstungsschub gegenüber der Bevölkerung zu legitimieren. Der 100-Milliarden-Euro-Kriegskredit, der noch vom Bundestag abgesegnet werden muss, soll konkrete Maßnahmen im Kontext des globalen Einflusskampfes der NATO gegen Russland finanzieren.
Quelle: German Foreign Policyund: Lindners Haushalt ist eine tickende Zeitbombe
Für dieses Jahr plant Finanzminister Lindner eine massive Neuverschuldung. Doch für die kommenden Jahre sieht er einen harten Sparkurs vor. Das muss schief gehen.
Christian Lindner macht Schulden. Dieses Jahr sind im Haushalt rund 140 Milliarden Euro Schulden geplant sowie weitere 100 Milliarden für die Bundeswehr, die über einen Extrahaushalt finanziert werden sollen. Angesichts dessen scheint Lindner das Finanzministerium tatsächlich als »Ermöglichungsministerium« zu begreifen, wie er am Anfang der Legislatur versprach. Progressive bis konservative Politiker, Wissenschaftlerinnen und Medien haben Lindner daraufhin zum neuen Schuldenkönig auserkoren. Diese Darstellung ist genauso falsch wie Lindners Fiskalpolitik.
Natürlich stimmt es, dass unter Lindner Schulden gemacht werden. Das hat allerdings wenig mit Lindner selbst zu tun. Von den rund 140 Milliarden Schulden im Bundeshaushalt wurden 100 Milliarden schon von der Vorgängerregierung zur Bewältigung der Folgen der Coronapandemie eingeplant. Die restlichen 40 Milliarden sind für die soziale Abfederung der Folgen des Ukrainekriegs vorgesehen. Die 100 Milliarden Sondervermögen für die Aufrüstung sind wiederum Ergebnis der sicherheitspolitischen Zeitenwende. Christian Lindner hat also – abgesehen von dem Zweck des Sondervermögens – gute Argumente auf seiner Seite, die seine Erzählung stützen können. Wer in einer Krise, wie wir sie jetzt erleben, auf Sparkurs setzt, wäre wahnsinnig. Daher hat die FDP-Fraktion auch im Jahr 2020 für die Aussetzung der Schuldenbremse gestimmt.
Schon vor ihm haben Konservative und Wirtschaftsliberale in Krisenzeiten Schulden gemacht – und das werden sie auch in der Zukunft tun. An sich ist das nichts Besonderes und leuchtet jedem ein, der ein Mindestmaß an ökonomischem Grundverständnis mitbringt. Daher ist es völlig verkürzt, in Christian Linder einen Schuldenkönig zu sehen, bloß weil er in einem Krisenjahr Schulden macht – vor allem weil klar ist, dass Lindner zur Austerität zurück möchte.
Quelle: Lucas Scholle auf Jacobin - Ausbeutung im Gesundheitswesen
»Ich muss regelmäßig zehn Tage durcharbeiten«
Streik an Unikliniken in NRW hält an. Beschäftigte fordern Entlastung per Tarifvertrag. Ein Gespräch mit Kira H. und Charlotte L.
Sie sind nun die dritte Woche an sechs Unikliniken in NRW im Streik. In der Pandemiezeit wurden Missstände im Gesundheitswesen besonders deutlich sichtbar. Hat sich mittlerweile etwas getan?
Kira H.: Für uns hat sich nichts verändert. Die Lage ist gleichbleibend schlecht. War die Situation schon vor der Pandemie angespannt, haben nun noch mehr Pflegekräfte den Beruf verlassen.
Charlotte L.: In der Pandemie gab es eine oberflächliche und absurde »Wertschätzungsoffensive«: Alle waren Pflegekräften dankbar, während sich im Krankenhaus alles verschlimmerte. Daran hat sich nichts geändert. Das ist dramatisch, weil das Gesundheitssystem so nicht funktioniert.
Wie sind die Zustände an den Kliniken?
K. H.: Wir sind komplett überlastet – nicht erst seit kurzem, sondern chronisch. Ich muss regelmäßig zehn Tage durcharbeiten und kann meine Freizeit häufig nicht genießen, weil ich komplett erschöpft bin. Wir können unseren Anforderungen nicht gerecht werden und unsere Patientinnen und Patienten nicht adäquat versorgen. Was wir dort machen, ist Schadensbegrenzung. Wir bewahren unsere Patienten vor dem Sterben, sind aber nicht in der Lage, ihre Gesundheit zu fördern.
Quelle: junge Weltdazu: Neue Zahlen zum real existierenden Pflegenotstand: Bis zu 50.000 Pflegekräfte sollen auf den Intensivstationen fehlen, so eine neue Studie
Da war doch vor einiger Zeit was jeden Tag in den Medien? Irgendwas mit diesen Intensivstationen, die – für eine Zeit lang – sichtbarste Speersitze der Corona-Pandemie. Parallel zu den Corona-Wellen wurde täglich über die Belegungszahlen der Intensivstationen berichtet. Und immer wieder wurde auch auf das Problem hingewiesen, dass vorne und hinten Personal fehlt. Dass (nicht nur) viele Pflegekräfte nach Monaten außergewöhnlicher Zusatzbelastungen am Ende ihrer Kräfte waren und sind.
Aber zwischenzeitlich ist das alles schon Geschichte, die Sorgen der Nation haben sich verschoben auf die Realisierung des anstehenden Sommerurlaubs oder der Frage, ob die Mineralölkonzerne nun auch wirklich die Steuersenkung der Bundesregierung für Benzin und Diesel weitergeben an die tankenden Kunden. Und ob die Züge der Deutschen Bahn nicht unter dem Massenansturm der mit 9-Euro-Monatstickets gedopten Bundesbürger auseinanderbrechen werden.
Da ist es mehr als passend, wenn mal wieder das Augenmerk auf die Intensivstationen und den dort anzutreffenden real existierenden Pflegenotstand geworfen wird.
Genau das leistet Michael Simon, der bis Anfang 2016 an der Hochschule Hannover mit den Arbeitsschwerpunkten Gesundheitssystem und Gesundheitspolitik gelehrt hat, mit einer neuen Studie:
Quelle 1: Aktuelle Sozialpolitik
Quelle 2: Hans Böckler Stiftung - Ich war armutsbetroffen und weiß: Armut macht krank, aggressiv und unglücklich
Auf Twitter berichten Menschen unter dem Hashtag #ichbinarmutsbetroffen, wie es ist, arm zu sein. Unser Autor hat es erlebt. Ein Geständnis.
Kennen Sie das? Immer wenn sie das Postfach öffnen oder wenn es an der Tür klingelt, schlägt ihr Herz schneller. Nicht, weil sie verliebt sind und auf Nachricht von der geliebten Person hoffen, sondern weil sie arm sind. Weil jeder Brief und jedes Klingeln neuen Ärger bedeuten kann: Das Jobcenter schreibt, dass mal wieder irgendetwas nicht stimmt mit dem Antrag auf Stütze oder auf Wohngeld. Der Vermieter kommt vorbei und will ihnen sanft beibringen, dass seine Tochter nun die Wohnung übernehmen möchte und sie nun leider so schnell wie möglich die Wohnung – ihr Zuhause – räumen sollen.
In einer Stadt, wo es kaum noch anständige Wohnungen zu anständigen Preisen gibt. So fühlt es sich an, wenn man arm ist. Solche Geschichten erzählen derzeit auf Twitter Leute unter dem Hashtag #ichbinarmutsbetroffen. Sie erzählen, wie es ist, wenn man durch eine schwere Depression arbeitsunfähig und damit arm wird. Wenn die hohe Stromnachzahlung eine mittlere Katastrophe ist und jeder Versuch, Strom zu sparen, daran auch nichts Wesentliches ändert. Oder wie es ist, nach dem Tagesjob noch nachts arbeiten zu müssen, damit das Geld auch wirklich reicht. (…)
Ich behaupte nicht, dass die Ursache für jede charakterliche Schwäche immer in der Armut liegt. Selbstverständlich gibt es auch unter Armen Leute, die egoistisch sind und anderen ihre Arbeit aufhalsen. Aber wo gibt es solche Leute nicht? Ein weiterer Einwand wird oft angeführt: Da sei ja diese Bekannte, die habe alleinerziehend Kneipen geputzt und an der Kasse gestanden, während sie ihr Studium in Astrophysik mit Summa cum Laude abgeschlossen habe. Klar, solche Geschichten gibt es, aber es gibt auch Leute, die 100 Meter in unter zehn Sekunden sprinten. Das heißt nicht, dass jeder Mensch das können oder überhaupt erst versuchen sollte.
Niemand müsste in Deutschland arm sein. Niemand sollte Angst vor dem Inhalt des Postfachs oder vor einer Stromrechnung haben müssen. Es würde der ganzen Gesellschaft besser gehen, wenn nicht Millionen von Menschen von Existenzängsten geplagt würden.
Quelle: Houssam Hamade in Berliner Zeitung - Ölbrunnen im Nationalpark: Längste beheizte Pipeline der Welt
Zwischen Elefanten und Giraffen fördert Total künftig Öl in Uganda. Tausende werden verdrängt. Und das könnte erst der Anfang sein. Eine visuelle Recherche […]
Es gibt Gründe, warum sich die Ölfirmen Uganda ausgesucht haben. Das Land mit seinen 41 Millionen Menschen ist eines der stabileren in der Region. Aus der benachbarten Demokratischen Republik Kongo trieben Warlords und Ebola-Ausbrüche bis heute schätzungsweise vier Millionen in die Flucht, Uganda nimmt weiterhin einen Großteil davon auf. In Ruanda herrscht nach dem Völkermord zwar endlich Frieden, jedoch nur, weil ein fragwürdiger Polizeistaat ihn erzwingt. […]
Die Petrol Authority of Uganda (PAU) geht von jährlich 1,4 bis 2,9 Milliarden Euro Ölgewinnen aus, schreibt eine Sprecherin. Zum Vergleich: Der gesamte Staatshaushalt von Uganda 20/21 betrug 11,8 Milliarden Euro. Dazu kämen Steuereinnahmen und positive Auswirkungen für andere Branchen, schreibt die Sprecherin. 160.000 Jobs sollen entstehen. Und eine kleine Raffinerie soll 60.000 Barrel pro Tag für den nationalen Bedarf verarbeiten. […] Die 60.000 Barrel werden künftig den gesamten Bedarf an Kerosin, Diesel und Benzin in Uganda decken, schreibt die Sprecherin. Der Präsident hat es da einfach, die Pipeline als Chance anzupreisen. Aber es gibt ein Problem: Das Gebiet ist nicht leer. Da leben Menschen, zumeist von Landwirtschaft. Und einige sehr seltene Tiere.
Was bedeutet es, in so einem Gebiet von Grund auf eine Ölförderung aufzubauen? Anhand von Satellitenaufnahmen, 3D-Modellen des Gebiets und genauen Daten der geplanten Infrastruktur lässt sich ein Eindruck davon vermitteln. […]
Entlang der gesamten Pipeline reihen sich Natur- und Landschaftsschutzgebiete. Einige davon sind Ramsar-Schutzgebiete. Das sind Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung, Lebensraum etwa für Wasser- und Wattvögel. Und am Ende der Pipeline, dort, wo das Öl verschifft wird, ist ein Korallenriff nicht weit.
Quelle: TagesspiegelAnmerkung unserer Leserin A.F.: Das nächste Umweltverbrechen!
dazu: Jetzt drehen die Ölkonzerne richtig auf: Fossile Industrie greift Klima an wie nie zuvor
CO₂-Bomben Ein Rechercheteam des britischen „Guardian“ deckte auf, wie die Konzerne ihre Förderung ausweiten wollen. Wird dies Realität, ist es das Ende aller Klimaziele
ExxonMobil, Shell, BP und Chevron: Die größten fossilen Energieunternehmen planen still und leise Großprojekte zur Förderung von Öl und Gas, die jedes CO₂-Budget in den kommenden Jahren zum Platzen bringen könnten. Die Pläne solcher Großkonzerne sind normalerweise nicht leicht zugänglich: Öffentliche Informationen sind rar und schwer auszuwerten. Ein Investigativteam der britischen Tageszeitung The Guardian konnte nun jedoch recherchieren, welche Mengen Öl und Gas in den nächsten Jahren von den Unternehmen gefördert und gehandelt werden sollen – viel zu viel, wenn das Ziel erreicht werden soll, die Erderwärmung deutlich unter zwei Grad zu halten. Noch beunruhigender: Die Unternehmen haben weitere Projektoptionen in der Schublade, die nicht einmal mit einer verheerenden Erderwärmung von 2,7 Grad vereinbar wären. UN-Generalsekretär António Guterres warnte im April die führenden Politiker der Welt: „Unsere Abhängigkeit von fossilen Treibstoffen bringt uns um.“ […]
Im Jahr 2015 ergab eine Studie unter Federführung des University College London, dass die Hälfte der bekannten Ölreserven, ein Drittel der Gasreserven und 80 Prozent der Kohle in der Erde gelassen werden müssen, um die globale Temperatur auf unter zwei Grad Celsius zu halten. Im Mai 2021 kam dann ein Bericht der Internationalen Energieagentur (IEA) zu dem Ergebnis, dass es gar keine neuen Öl- oder Gasfelder geben darf, wenn die Welt bis zum Jahr 2050 Netto-Null erreichen soll. Die IEA galt eigentlich als konservative Organisation.
Quelle: der Freitag - Populär statt nur anti-neoliberal: Da geht was, Linke!
Es ist ziemlich klar, wo es bei der Linkspartei hakt. Gegen den Neoliberalismus zu sein, reicht nicht mehr. Jetzt macht der Aufruf „Für eine populäre Linke“ Hoffnung […]
Mit der Linkspartei gelang es zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik, eine Sammlungspartei links der Sozialdemokratie zu etablieren – von Kommunist*innen über Linkssozialist*innen und Bewegungslinken bis zu („alten“ oder tatsächlichen) Sozialdemokrat*innen. Doch die Mosaiksteinchen bewegten sich seitdem eher auseinander, sodass das gemeinsame Muster der einzelnen Teile kaum noch erkennbar ist. Die Sammlungspartei blieb eine Partei der vielen Parteien, was notwendige inhaltliche Klärungen, verbindliche Einigungen und somit die Entwicklung einer gemeinsamen Strategie verhinderte.
Hinzu kommt: Der ideologische Kleister, der das linke Mosaik zusammenhalten musste, verlor an Klebkraft: die Ablehnung des Neoliberalismus. Zwar gehören neoliberale Prinzipien längst nicht der Vergangenheit an, sie sind aber nicht mehr so klar erkennbar. Ökonomisch setzt der moderne progressive Neoliberalismus vordergründig auf „nachhaltige“ Investitionen, sozialpolitisch wird vor dem Hintergrund eines knappen Arbeitskräfteangebots weniger nach unten getreten, Sanktionen gegen Erwerbslose werden vorübergehend eingeschränkt; ideologisch vermengen sich neoliberale Gesellschaftsentwürfe mit dem perfiden, weil lächelnd daherkommenden Pragmatismus der Konstruktiven, die Probleme nur lösen, nicht aber deren Ursachen bekämpfen wollen. […]
Eine Linke, die konsequent deren Klasseninteressen in den Mittelpunkt rückt, bräuchte es tatsächlich. Eine, die sozialdemokratischer sein will als die Sozialdemokratie und grüner als die real existierenden Grünen aber nicht. Der Aufruf „Für eine populäre Linke“, unterzeichnet von Sahra Wagenknecht, Amira Mohamed Ali, Caro Butterwegge und anderen, geht in die richtige Richtung – weil er sich grundsätzlich gegen kapitalistische Herrschaft richtet, nicht mehr nur gegen die neoliberale Spielart.
Quelle: der Freitagdazu auch: Das Grummeln der Agonie: Die Linkspartei vor ihrem Parteitag
Während die USA gerade Europa in einen Atomkrieg drängen, bekriegt sich eine „Friedenspartei“ über schlüpfrige Tweets. Dem Juni-Parteitag der Linkspartei steht ein Showdown bevor: Bei der Wahl des neuen Vorsitzenden tritt gegen einen NATO-Gegner ein NATO-affiner Minister an. Dessen Regierungschef Bodo Ramelow hatte, bevor die Linkspartei bei den Landtagswahlen in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen abgesoffen war, die Lieferung von schweren Waffen und einen schnellen EU-Beitritt der Ukraine gefordert.
Wenn eine Partei unten untergeht, braucht es lange, bis sie es oben merkt. Rituelle Parteitagsabläufe umschläfern die Sinne in wohliger Gewohnheit. Wenn also „Die Linke“ Ende Juni ihren Vorstand neu wählt, wird sich in der Halle alles so anfühlen wie immer. Beim letzten Bundesparteitag hatte der Chef des Parteiapparats, Jörg Schindler, „die zwei tollen Frauen“ Susanne Hennig-Wellsow und Janine Wissler als Vorsitzende durchgedrückt. In den Auszählungspausen gab es lauwarmes Anti-Sahra-Kalauerkabarett. Der Drill, das In-sich-Hineingrollen, der müde, inszenierte Parteitagsapplaus – all das dürfte sich nun rächen.
Quelle: Dieter Dehm in unsere Zeitund: Der Aufruf
Die Preise für Energie und Lebensmittel steigen, und mit ihnen die gesellschaftliche Ungleichheit. Denn Löhne, Renten und soziale Leistungen halten mit der Teuerung bei weitem nicht Schritt. Die Mieten gehen seit langem durch die Decke, die Probleme im Gesundheitssystem wurden auch nach Jahren der Pandemie nicht behoben. Für Menschen mit geringem Einkommen ist das Lebensnotwendige kaum noch erschwinglich. Aber auch Familien mit mittlerem Einkommen müssen sich einschränken und haben Angst vor der Zukunft. Nach Beginn des völkerrechtswidrigen Angriffskrieges Putins gegen die Ukraine, den wir aufs schärfste verurteilen, bestimmt auch hierzulande die Logik der Eskalation immer stärker das Denken und Handeln der politisch Verantwortlichen. Mit der Lieferung mittlerweile auch schwerer Waffen an die Ukraine sowie der Ausbildung ukrainischer Soldaten auf deutschem Boden macht die Bundesregierung Deutschland zunehmend zur Kriegspartei. Die Gefahr einer Ausweitung des Konflikts auch auf unser Land wächst. Zu keinem Zeitpunkt seit dem Ende des Kalten Krieges war das Risiko eines Atomkrieges in Europa so groß wie heute. […]
Wir wollen eine LINKE, die für die Mehrheit der Bevölkerung, die Arbeitenden, die Familien, die Rentnerinnen und Rentner und die sozial Benachteiligten aktiv ist. DIE LINKE darf sich nicht auf bestimmte Milieus verengen. Es geht um die gemeinsamen Klasseninteressen.
Quelle: Populäre Linke - Warum so viele Menschen nicht wählen gehen
Demokratie Die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen scheint schon wieder ewig her, Schlagzeilen über die niedrige Wahlbeteiligung sind verschwunden. Wer dennoch wissen will, warum so viele von ihrem Recht keinen Gebrauch machten, muss mit ihnen reden […]
Traditionell gab es in Köln an Wahlabenden ein Treffen im Kölner Rathaus. Die Parteien sammelten sich da, aber auch jeder Bürger durfte dorthin gehen. Man blickte gemeinsam auf die Wahlergebnisse und trank auch ein von der ein oder anderen Partei ausgeschenktes Bier. Bürgernähe nannte man so was mal. Dann kam Corona und man schaffte dieses Ereignis ab. „Die haben Angst vor uns“, kommentierte das ein Hausmeister, dem ich das erzählte.
Für Menschen, die in desolaten finanziellen Verhältnissen leben, war diese Wahl in NRW eine Farce, wie sie mir immer wieder berichteten. Die ohnehin schon bedrückende wirtschaftliche Situation wurde durch Corona verschärft, der Krieg hat die Angst nochmals erhöht. „Mein Vater macht keinen Brief mehr auf“, erzählt mir ein Mädchen, „der hat Angst, dass uns das Leben um die Ohren fliegt“. Was der Vater damit meint? Dass man sich das Wenige auch nicht mehr leisten kann! Angst, dass man im Winter in einer kalten Wohnung sitzt! Angst, in gar keiner Wohnung mehr zu sitzen. Zu beten, dass kein Gerät in der Wohnung kaputt geht. Angst, den Briefkasten aufzumachen. Angst vor der nächsten Mahnung. Von Besuchen in Kinos, Restaurants und Zoos noch nicht mal mehr zu träumen.
Welcher Politiker kommt aus solchen Verhältnissen? Wenn mir Menschen, die in solchen Verhältnissen leben müssen, etwas über Politiker erzählen, sehe ich in Gesichter voller Wut. Sie schuften und rackern sich ab und es reicht nicht. Abends schalten dann diese Menschen den Fernseher ein und hören Politiker, die davon erzählen, dass man auch verzichten sollte und das man auch mal einen Winter frieren kann. Und diese Menschen sitzen da und wissen: die, die das erzählen, werden nie verzichten und nie frieren müssen. Und sie fragen sich, von welchen Geld sie eigentlich die Notvorräte kaufen sollen, die ihnen empfohlen wurden.
Quelle: der FreitagAnmerkung unseres Lesers M.B.: Die Schriftstellerin und Publizistin Mirijam Günter schreibt in diesem Artikel in der online-Ausgabe von “Der Freitag” über ihre Gespräche und Erlebnisse mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen und über ihre Gründe und die ihrer Eltern nicht wählen zu gehen.
Nach mehr als 1.287.595 Impfschäden ist das Entschädigungsprogramm für Impfschäden überfordert
childrenshealthdefense.org: Die am Freitag von den Centers for Disease Control and Prevention veröffentlichten VAERS-Daten zeigen 1.287.595 Berichte über unerwünschte Ereignisse aus allen Altersgruppen nach COVID-19-Impfungen, darunter 28.532 Todesfälle und 235.041 schwere Verletzungen, die zwischen dem 14. Dezember 2020 und dem 27. Mai 2022 gemeldet wurden.
Die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) haben heute neue Daten veröffentlicht, aus denen hervorgeht, dass zwischen dem 14. Dezember 2020 und dem 27. Mai 2022 insgesamt 1.287.595 Berichte über unerwünschte Ereignisse im Zusammenhang mit COVID-19-Impfstoffen an das Vaccine Adverse Event Reporting System (VAERS) übermittelt wurden. Das ist ein Anstieg von 9.615 unerwünschten Ereignissen gegenüber der Vorwoche.
VAERS ist das wichtigste von der Regierung finanzierte System zur Meldung von unerwünschten Impfstoffreaktionen in den USA.
Die Daten umfassten insgesamt 28.532 Meldungen von Todesfällen – ein Anstieg um 220 gegenüber der Vorwoche – und 235.041 schwere Verletzungen, einschließlich Todesfällen, im gleichen Zeitraum – ein Anstieg um 2.347 gegenüber der Vorwoche.
Ohne „ausländische Meldungen“ an VAERS wurden zwischen dem 14. Dezember 2020 und dem 27. Mai 2022 in den USA 825.454 unerwünschte Ereignisse gemeldet, darunter 13.150 Todesfälle und 83.454 schwere Verletzungen.
Ausländische Berichte sind Berichte, die ausländische Tochtergesellschaften an US-Impfstoffhersteller senden. Gemäß den Vorschriften der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) muss ein Hersteller, der über einen ausländischen Fallbericht informiert wird, der ein schwerwiegendes Ereignis beschreibt, das nicht auf dem Etikett des Produkts aufgeführt ist, den Bericht an VAERS übermitteln.
Von den bis zum 27. Mai gemeldeten 13.150 Todesfällen in den USA traten 16 % innerhalb von 24 Stunden nach der Impfung auf, 20 % innerhalb von 48 Stunden nach der Impfung und 59 % bei Personen, bei denen die Symptome innerhalb von 48 Stunden nach der Impfung auftraten.
In den USA waren bis zum 27. Mai 586 Millionen COVID-19-Impfdosen verabreicht worden, davon 346 Millionen Dosen von Pfizer, 221 Millionen Dosen von Moderna und 19 Millionen Dosen von Johnson & Johnson (J&J).

Jeden Freitag veröffentlicht VAERS die bis zu einem bestimmten Datum eingegangenen Meldungen über Impfschäden. Die an VAERS übermittelten Meldungen erfordern weitere Untersuchungen, bevor ein kausaler Zusammenhang bestätigt werden kann.
In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass VAERS nur 1 % der tatsächlichen unerwünschten Impfstoffereignisse meldet.
Die US-VAERS-Daten vom 14. Dezember 2020 bis 27. Mai 2022 für 5- bis 11-Jährige zeigen:
- 10.958 unerwünschte Ereignisse, darunter 291 als schwerwiegend eingestufte und 5 gemeldete Todesfälle.
- 22 Berichte über Myokarditis und Perikarditis (Herzentzündung) die CDC verwendet eine eingeschränkte Falldefinition von „Myokarditis“, die Fälle von Herzstillstand, ischämischen Schlaganfällen und Todesfällen aufgrund von Herzproblemen ausschließt, die auftreten, bevor man die Möglichkeit hat, die Notaufnahme aufzusuchen.
Dem Defender ist in den vergangenen Wochen aufgefallen, dass Berichte über Myokarditis und Perikarditis in dieser Altersgruppe von der CDC aus dem VAERS-System entfernt worden sind. Eine Erklärung dafür wurde nicht gegeben.
- 43 Berichte über Blutgerinnungsstörungen.
U.S. VAERS-Daten vom 14. Dezember 2020 bis 27. Mai 2022 für 12- bis 17-Jährige zeigen:
- 31.858 unerwünschte Ereignisse, darunter 1.833 als schwerwiegend eingestufte und 44 gemeldete Todesfälle. VAERS meldete letzte Woche 44 Todesfälle in der Altersgruppe der 12- bis 17-Jährigen.
- 62 Berichte über Anaphylaxie bei 12- bis 17-Jährigen, bei denen die Reaktion lebensbedrohlich war, eine Behandlung erforderte oder zum Tod führte – wobei 96 % der Fälle auf den Impfstoff von Pfizer zurückzuführen waren. VAERS meldete letzte Woche 63 Meldungen in der Altersgruppe der 12- bis 17-Jährigen.
- 654 Berichte über Myokarditis und Perikarditis, wobei 642 Fälle auf den Impfstoff von Pfizer zurückgeführt wurden.
- 167 Berichte über Blutgerinnungsstörungen, wobei alle Fälle auf Pfizer zurückgeführt werden. VAERS meldete letzte Woche 168 Fälle von Blutgerinnungsstörungen in der Altersgruppe der 12- bis 17-Jährigen.
Die US-VAERS-Daten vom 14. Dezember 2020 bis zum 27. Mai 2022 für alle Altersgruppen zusammen zeigen:
- 20 % der Todesfälle waren auf Herzerkrankungen zurückzuführen.
- 54 % der Verstorbenen waren männlich, 41 % waren weiblich, und bei den übrigen Todesmeldungen wurde das Geschlecht der Verstorbenen nicht angegeben.
- Das Durchschnittsalter der Verstorbenen lag bei 73 Jahren.
- Bis zum 27. Mai meldeten 5.559 schwangere Frauen unerwünschte Ereignisse im Zusammenhang mit COVID-19-Impfstoffen, darunter 1.740 Berichte über Fehl- oder Frühgeburten.
- Von den 3.617 gemeldeten Fällen von Bellsche Lähmung wurden 51 % auf Impfungen von Pfizer, 40 % auf Moderna und 8 % auf J&J zurückgeführt.
- 883 Berichte über das Guillain-Barré-Syndrom, wobei 42 % der Fälle auf Pfizer, 30 % auf Moderna und 28 % auf J&J zurückgeführt wurden.
- 2.294 Berichte über Anaphylaxie, wobei die Reaktion lebensbedrohlich war, eine Behandlung erforderte oder zum Tod führte.
- 1.722 Berichte über Myokardinfarkte.
- 14.064 Berichte über Störungen der Blutgerinnung in den USA. Davon wurden 6.294 Berichte Pfizer, 5.032 Berichte Moderna und 2.699 Berichte J&J zugeschrieben.
- 4.213 Fälle von Myokarditis und Perikarditis, wobei 2.583 Fälle dem Impfstoff COVID-19 von Pfizer, 1.431 Fälle dem Impfstoff von Moderna und 185 Fälle dem Impfstoff von J&J zugeschrieben wurden.
COVID-19-Impfungen für Kinder unter 5 Jahren könnten laut Weißem Haus ab dem 21. Juni verabreicht werden
COVID-19-Impfstoffe könnten bereits am 21. Juni für Kinder unter 5 Jahren zur Verfügung stehen, wenn die US-Gesundheitsbehörden die Impfungen genehmigen, sagte der Coronavirus-Koordinator des Weißen Hauses, Ashish Jha, am Donnerstag.
Nach Angaben der Washington Post, können die Bundesstaaten bereits heute Impfstoffe bestellen, von denen zunächst 10 Millionen zur Verfügung stehen. Die Impfstoffberater der FDA werden sich am 14. und 15. Juni treffen, um über pädiatrische Impfstoffe zu diskutieren. Die CDC wird kurz darauf zusammentreten, um die Entscheidung abzusegnen.
Pfizer und BioNTech haben am Mittwoch einen Antrag auf Notfallzulassung eines Dreifach-Impfschemas für Kinder im Alter von 6 Monaten bis 4 Jahren eingereicht. Moderna hatte im April einen Antrag auf ein Zwei-Schuss-Programm für Kinder im Alter von 6 Monaten bis unter 6 Jahren eingereicht.
In den USA gibt es etwa 19 Millionen Kinder unter 5 Jahren.
Junge Männer haben das höchste Risiko für Herzschäden durch COVID-Impfstoffe
Junge Männer berichten häufiger über Herzschäden nach einer Impfung mit dem mRNA-Impfstoff COVID-19, und die Schäden treten eher nach der zweiten Dosis auf. Dies haben Forscher herausgefunden, die die wissenschaftliche Literatur und Datenbanken zu Impfschäden in Großbritannien, der EU und den USA ausgewertet haben.
Die am 25. Mai in The BMJ veröffentlichten Forschungsergebnisse zeigen, dass während des Studienzeitraums, der mit der Einführung der mRNA-Impfstoffe begann und bis Mitte März 2022 dauerte, 18 204 Berichte über Myokarditis und Perikarditis bei britischen, US-amerikanischen und EU-Behörden eingereicht wurden.
In den USA wurden VAERS 2.986 Ereignisse nach dem Impfstoff von Pfizer und 1.640 Ereignisse nach dem Impfstoff von Moderna gemeldet.
Nach Angaben der CDC wurden während des Studienzeitraums 124,12 Millionen Menschen mit Pfizer und 75,57 Millionen Menschen mit Moderna vollständig geimpft.
Für Pfizer lag die Melderate bei 14,70 Fällen von Myokarditis und 9,36 Fällen von Perikarditis pro 1 Million vollständig geimpfter Personen. Die kombinierte Rate von Myokarditis und Perikarditis beträgt 12,03 gemeldete Fälle pro 1 Million vollständig geimpfter Personen.
Für Moderna wurden 12,35 Fälle von Myokarditis und 9,36 Fälle von Perikarditis pro 1 Million vollständig geimpfter Personen gemeldet. Die kombinierte Melderate für Myokarditis und Perikarditis beträgt 10,86 pro 1 Million.
In den Beobachtungsstudien, die in die systematische Literaturauswertung einbezogen wurden, wurden 13 573 Fälle von Myokarditis und/oder Perikarditis gemeldet, die jedoch nicht zur Berechnung der Gesamtrate dieser unerwünschten Ereignisse herangezogen werden können.
Entschädigungsprogramme für Impfschäden durch Tausende von Berichten überlastet
Bundesprogramme zur Entschädigung von Personen, die durch Impfstoffe oder die Pandemiebehandlung COVID-19 geschädigt wurden, sind mit so vielen Anträgen konfrontiert, dass Tausende von Menschen möglicherweise für lange Zeit keine Entschädigung für ihre Verletzungen erhalten, berichtet Politico.
Das erste Programm, das Vaccine Injury Compensation Program (VICP), verfügt über zu wenig Personal, um die Zahl der gemeldeten Verletzungen durch Kinderimpfstoffe wie Polio und MMR zu bewältigen, so dass Tausende von Patienten jahrelang auf die Bearbeitung ihrer Fälle warten müssen.
Das zweite Programm, das Countermeasure Injuries Compensation Program (CICP), mit dem Menschen für Verletzungen durch COVID-19-Impfstoffe und Gegenmaßnahmen entschädigt werden sollen, hat ein unhaltbares Wachstum erfahren.
Zwischen 2010 und 2020 gingen beim CICP nur 500 Beschwerden ein. Seit Beginn der Pandemie sind mehr als 8.000 Beschwerden eingegangen, von denen 5.000 mit COVID-19-Impfstoffen zusammenhängen.
Bislang hat der CICP null Anträge bezahlt, obwohl er im Dezember 2021 einen Antrag bewilligte.
Sollten die COVID-19-Impfstoffe zur Routine werden, würde das ohnehin schon überlastete VICP für etwaige Verletzungen zuständig sein. Es besteht die Befürchtung, dass die Öffentlichkeit die Situation als „zu viele Verletzungen, die das Programm überschwemmen“ missverstehen könnte, was zu einem Zögern bei der Impfung führen würde.
Bilderberg macht China
Von Pepe Escobar: Er ist Kolumnist bei The Cradle, leitender Redakteur bei Asia Times und unabhängiger geopolitischer Analyst mit Schwerpunkt Eurasien. Seit Mitte der 1980er Jahre hat er als Auslandskorrespondent in London, Paris, Mailand, Los Angeles, Singapur und Bangkok gelebt und gearbeitet. Er ist Autor zahlreicher Bücher; sein neuestes Buch ist Raging Twenties.
Wenn Davos und die Botenjungen der Bilderberger auf das große Schachbrett blicken, wird ihnen klar, dass ihre Ära des immerwährenden kostenlosen Mittagessens vorbei ist.
Diskret, unter dem Radar wie ein drohender Virus, findet derzeit das 68. Bilderberg-Treffen in Washington, D.C. statt. Hier gibt es nichts zu sehen. Keine Verschwörungstheorien über eine „geheime Kabale“, aber bitte. Es handelt sich lediglich um eine gutmütige, „vielfältige Gruppe von politischen Führern und Experten“, die sich unterhalten, lachen und ein Gläschen trinken.
Dennoch kann man nicht umhin zu bemerken, dass die Wahl des Veranstaltungsortes mehr Bände spricht als die gesamte – bis auf die Grundmauern niedergebrannte – Bibliothek von Alexandria. In dem Jahr, in dem die Explosion eines lang erwarteten Stellvertreterkriegs zwischen der NATO und Russland eingeläutet wird, passt die Erörterung seiner unzähligen Auswirkungen viel besser in die Hauptstadt des Lügenimperiums als vor einigen Wochen in Davos, wo ein gewisser Henry Kissinger die Teilnehmer in einen Rausch versetzte, indem er die Notwendigkeit eines giftigen Kompromisses namens „Diplomatie“ propagierte.
Die Liste der Teilnehmer des Bilderberg-Treffens 2022 ist eine wahre Freude zu lesen. Hier sind nur einige der führenden Köpfe:
- James Baker, Consigliere extraordinaire, jetzt nur noch Direktor des Office of Net Assessment im Pentagon.
- José Manuel Barroso, ehemaliger Chef der Europäischen Kommission, der später einen goldenen Fallschirm in Form des Vorsitzenden von Goldman Sachs International erhielt.
- Albert Bourla, der große Mann von Pfizer.
- William Burns, der CIA-Direktor.
- Kurt Campbell, der Mann, der den Obama/Hillary-Schwenk nach Asien“ erfand, jetzt Koordinator des Weißen Hauses für den Indopazifik.
- Mark Carney, ehemals Bank of England, einer der Gestalter des Great Reset, jetzt stellvertretender Vorsitzender von Brookfield Asset Management.
- Henry Kissinger, die Stimme des Establishments (oder ein Kriegsverbrecher: suchen Sie es sich aus).
- Charles Michel, Präsident des Europäischen Rates.
- Minton Beddoes, Chefredakteur von The Economist, der alle wichtigen Bilderberg-Direktiven in den kommenden Titelgeschichten des Magazins ordnungsgemäß wiedergeben wird.
- David Petraeus, zertifizierter Verlierer von endlosen Überfällen und Vorsitzender des KKR Global Institute.
- Mark Rutte, falkenhafter Premierminister der Niederlande.
- Jens Stoltenberg, NATO-Top-Papagei, pardon, Generalsekretär.
- Jake Sullivan, Direktor des Nationalen Sicherheitsrates.
Die ideologischen und geopolitischen Zugehörigkeiten dieser Mitglieder der „diversen Gruppe“ brauchen nicht weiter erläutert zu werden. Noch spannender wird es, wenn wir sehen, worüber sie diskutieren werden.
Unter anderem geht es um die „Herausforderungen der NATO“, die „Neuausrichtung des indopazifischen Raums“, die „Kontinuität von Regierung und Wirtschaft“ (Verschwörungstheoretiker: Kontinuität im Falle eines Atomkriegs?), die „Störung des globalen Finanzsystems“ (bereits im Gange), die „Gesundheit nach einer Pandemie“ (Verschwörungstheoretiker: Wie kann man die nächste Pandemie herbeiführen?
Russland und China.
Da Bilderberg den Chatham House Rules folgt, werden Normalsterbliche keine Ahnung haben, was tatsächlich „vorgeschlagen“ oder genehmigt wurde, und keiner der Teilnehmer darf mit anderen darüber sprechen. Eine meiner besten New Yorker Quellen, die direkten Zugang zu den meisten Meistern des Universums hat, witzelt gerne, dass Davos und Bilderberg nur für die Botenjungen sind: Die Leute, die wirklich das Sagen haben, machen sich nicht einmal die Mühe, dort aufzutauchen, da sie sich in ihre super-privaten Treffen in super-privaten Clubs zurückgezogen haben, wo die wirklichen Entscheidungen getroffen werden.
Dennoch wird jeder, der den verrotteten Zustand der „regelbasierten internationalen Ordnung“ im Detail verfolgt, eine ziemlich gute Vorstellung vom Bilderberg-Geschwätz 2022 haben.
Was die Chinesen sagen
Außenminister Little Blinken – Sullivans Handlanger in der laufenden Dumm und Dümmer Neuauflage der Crash Test Dummy Administration – hat kürzlich behauptet, dass China Russland in der Ukraine „unterstützt“, anstatt neutral zu bleiben.
Was hier wirklich zählt, ist, dass der kleine Blinken andeutet, dass Peking den asiatisch-pazifischen Raum destabilisieren will – was eine notorische Absurdität ist. Doch das ist die Meistererzählung, die den Weg für die USA ebnen soll, um ihr „indopazifisches“ Gebilde zu stärken. Und das ist das Briefing, das Sullivan und Kurt Campbell der „diversen Gruppe“ geben werden.
Davos – mit seinem neuen selbsternannten Mantra „The Great Narrative“ – hat Russland komplett ausgeschlossen. Bei Bilderberg geht es vor allem darum, China einzudämmen – das schließlich die existenzielle Bedrohung Nummer eins für das Lügenimperium und seine Satrapien ist.
Anstatt auf Bilderberg-Häppchen zu warten, die der Economist verteilt, ist es viel produktiver zu überprüfen, was ein Querschnitt der faktenbasierten chinesischen Intelligenz über den neuen „kollektiven Westen“ denkt.
Beginnen wir mit Justin Lin Yifu, ehemaliger Chefvolkswirt der Weltbank und jetzt Dekan des Instituts für Neue Strukturökonomie an der Universität Peking, und Sheng Songcheng, ehemaliger Leiter der Abteilung für Finanzerhebung und Statistik der Bank von China.
Sie gehen davon aus, dass die chinesische Wirtschaft im Jahr 2022 um 5,5 % wachsen könnte, wenn China bis Ende Mai eine „dynamische Null-Infektion“ bei Covid-19 erreicht (was tatsächlich geschehen ist: siehe das Ende der Abriegelung von Shanghai).
Sie weisen den imperialen Versuch zurück, eine „asiatische Version der NATO“ zu schaffen: „Solange China ein höheres Wachstum verzeichnet und sich öffnet, würden die europäischen und ASEAN-Länder nicht in die Abkopplungsfalle der USA tappen, um ihr Wirtschaftswachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen zu sichern“.
Drei Wissenschaftler des Shanghai Institute of International Studies und der Fudan-Universität kommen auf denselben Punkt: Das von den USA angekündigte „Indo-Pacific Economic Framework“, das die wirtschaftliche Säule der indo-pazifischen Strategie sein soll, ist nichts anderes als ein schwerfälliger Versuch, „den inneren Zusammenhalt und die regionale Autonomie der ASEAN zu schwächen“.
Liu Zongyi betont, dass Chinas Position im Zentrum der weit vernetzten asiatischen Lieferketten „gefestigt“ wurde, insbesondere jetzt, da das größte Handelsabkommen der Welt, die Regionale Umfassende Wirtschaftspartnerschaft (RCEP), in Kraft getreten ist.
Chen Wengling, Chefökonom einer Denkfabrik, die der wichtigen Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission untersteht, verweist auf den „umfassenden ideologischen und technologischen Krieg gegen China“, den die Amerikaner begonnen haben.
Er betont jedoch, dass sie „nicht bereit für einen heißen Krieg sind, da die Volkswirtschaften der USA und Chinas so eng miteinander verbunden sind.“ Der entscheidende Punkt ist, dass „die USA noch keine wesentlichen Fortschritte bei der Stärkung ihrer Lieferkette gemacht haben, die sich auf vier Schlüsselbereiche, darunter Halbleiter, konzentriert“.
Chen macht sich Sorgen über „Chinas Energiesicherheit“, „Chinas Schweigen“ zu den US-Sanktionen gegen Russland, die „zu Vergeltungsmaßnahmen der USA führen könnten“, und vor allem darüber, wie „Chinas Plan, die Belt and Road Initiative (BRI) mit der Ukraine und den EU-Ländern aufzubauen, beeinträchtigt wird.“ In der Praxis wird die BRI den Wirtschaftskorridoren durch den Iran und Westasien sowie der maritimen Seidenstraße gegenüber dem transsibirischen Korridor durch Russland den Vorzug geben.
Yu Yongding von der Chinesischen Akademie für Sozialwissenschaften (CASS), ein ehemaliges Mitglied des geldpolitischen Ausschusses der Zentralbank, geht der Sache auf den Grund, indem er feststellt, wie“ das globale Finanzsystem und der US-Dollar zu geopolitischen Instrumenten umfunktioniert wurden. Das ruchlose Verhalten der USA beim Einfrieren der Devisenreserven hat nicht nur die internationale Glaubwürdigkeit der USA ernsthaft beschädigt, sondern auch das Kreditfundament des dominierenden internationalen Finanzsystems im Westen erschüttert.“
Er bringt den Konsens unter den chinesischen Geheimdienstlern zum Ausdruck, dass „wenn es zu einem geopolitischen Konflikt zwischen den USA und China kommt, Chinas Auslandsvermögen ernsthaft bedroht sein wird, insbesondere seine riesigen Reserven. Daher muss die Zusammensetzung von Chinas Auslandsvermögen und -verbindlichkeiten dringend angepasst werden, und der Anteil der auf US-Dollar lautenden Vermögenswerte in seinem Reservenportfolio sollte reduziert werden.“
Dieses Schachbrett ist scheiße
In praktisch allen Bereichen der chinesischen Gesellschaft findet eine ernsthafte Debatte über die amerikanische Bewaffnung des Weltfinanzkasinos statt. Die Schlussfolgerungen sind unvermeidlich: schnell und mit allen Mitteln die US-Staatsanleihen loswerden; mehr Importe von Rohstoffen und strategischen Materialien (daher die Bedeutung der strategischen Partnerschaft zwischen Russland und China); und die Vermögenswerte in Übersee, insbesondere die Devisenreserven, fest sichern.
In der Zwischenzeit diskutiert die „diverse Gruppe“ der Bilderberger auf der anderen Seite des großen Teichs unter anderem darüber, was wirklich passieren wird, wenn sie den IWF in die Luft jagen (ein Schlüsselplan, um den Großen Reset oder die „Große Erzählung“ umzusetzen).
Sie beginnen buchstäblich auszuflippen, wenn sich langsam aber sicher ein alternatives, ressourcenbasiertes Geld- und Finanzsystem herausbildet: genau das, was die Eurasische Wirtschaftsunion (EAEU) derzeit mit chinesischem Input diskutiert und konzipiert.
Stellen Sie sich ein Gegen-Bilderberg-System vor, in dem ein Korb von Akteuren des Globalen Südens, die ressourcenreich, aber wirtschaftlich arm sind, in der Lage sind, ihre eigenen, durch Rohstoffe gedeckten Währungen auszugeben und endlich ihren Status als Geiseln des IWF loszuwerden. Sie alle beobachten das russische Experiment „Gas gegen Rubel“ mit großer Aufmerksamkeit.
Und in Chinas besonderem Fall wird es immer auf jede Menge produktives Kapital ankommen, das eine massive, extrem tiefe industrielle und zivile Infrastruktur untermauert.
Kein Wunder, dass Davos und die Bilderberger Botenjungen, wenn sie auf das große Schachbrett blicken, mit Furcht erfüllt sind: ihre Ära des immerwährenden kostenlosen Mittagessens ist vorbei. Was Zyniker, Skeptiker, Neoplatoniker und Taoisten im Überfluss erfreuen würde, ist, dass es die Davos-Bilderberg-Männer (und -Frauen) waren, die sich selbst in Zugzwang gebracht haben.
Alle haben sich herausgeputzt – und können nirgendwo hin. Sogar Jamie Dimon von JP Morgan – der sich nicht einmal die Mühe gemacht hat, zu Bilderberg zu gehen – hat Angst und sagt, dass ein wirtschaftlicher „Wirbelsturm“ bevorsteht. Und das Schachbrett umzuwerfen ist kein Heilmittel: Das könnte bestenfalls zu einem feierlichen Smoking-Besuch von Mr. Sarmat und Mr. Zircon führen, die etwas Hyperschallsekt mit sich führen.
Zwei Studien zeigen, dass das zirkulierende Affenpockenvirus in einem Biolabor manipuliert wurde
Zwei Studien legen nun nahe, dass das zirkulierende Affenpockenvirus in einem Biolabor manipuliert wurde
Vor kurzem haben wir darüber berichtet, dass in einer vom portugiesischen Institut für Gesundheit veröffentlichten Studie anormale Mutationen bei dem angeblich zirkulierenden Affenpockenvirus gefunden wurden, die darauf hindeuten, dass es in einem Biolabor manipuliert und bearbeitet wurde. Jetzt wurde eine zweite Studie veröffentlicht, die diese Theorie untermauert.
Die Affenpockenerkrankung beginnt in der Regel mit Fieber, bevor sich ein bis fünf Tage später ein Ausschlag entwickelt, der oft im Gesicht beginnt und sich dann auf andere Körperteile ausbreitet. Der Ausschlag verändert sich und durchläuft verschiedene Stadien, bevor er schließlich einen Schorf bildet, der später abfällt. Eine Person ist so lange ansteckend, bis der gesamte Schorf abgefallen ist und sich darunter eine verheilte Haut befindet.
Die Krankheit ist seit jeher extrem selten und wurde beim Menschen erstmals 1970 in der Demokratischen Republik Kongo bei einem 9-jährigen Jungen festgestellt. Seitdem sind in 11 afrikanischen Ländern Fälle von Affenpocken beim Menschen gemeldet worden. Erst 2003 wurde der erste Ausbruch der Affenpocken außerhalb Afrikas registriert, und zwar in den Vereinigten Staaten, und noch nie wurde die Krankheit in mehreren Ländern gleichzeitig festgestellt.
Bis jetzt.
Eine neue Studie, die vom portugiesischen National Institute of Health veröffentlicht wurde, hat Beweise dafür geliefert, dass das Virus, das für den Ausbruch der Affenpocken in Europa, Amerika und Australien verantwortlich ist, von Wissenschaftlern in einem Labor stark manipuliert wurde, und weitere Beweise legen nahe, dass es absichtlich freigesetzt wurde.
Die Studie wurde am 23. Mai 2022 veröffentlicht und kann hier abgerufen werden.
Wissenschaftler des NIH sammelten zwischen dem 15. und 17. Mai 2022 klinische Proben von 9 Affenpocken-Patienten und analysierten sie.
Die Wissenschaftler kamen zu dem Schluss, dass der länderübergreifende Ausbruch der Affenpocken, den wir jetzt angeblich erleben, höchstwahrscheinlich auf einen einzigen Ursprung zurückzuführen ist, da alle bisher veröffentlichten sequenzierten Viren eng beieinander liegen.
Sie kamen auch zu dem Schluss, dass das Virus zur westafrikanischen Klade der Affenpockenviren gehört. Sie stellten jedoch fest, dass es am engsten mit den Affenpockenviren verwandt ist, die 2018 und 2019 aus Nigeria in mehrere Länder exportiert wurden, nämlich nach Großbritannien, Israel und Singapur.
Obwohl das Virus den 18/19 aus Nigeria exportierten Viren sehr ähnlich ist, unterscheidet es sich mit mehr als 50 Einzelnukleotid-Polymorphismen (SNPs), d. h. genetischen Variationen, dennoch erheblich.
Richard Neher, ein Evolutionsbiologe an der Universität Basel, hat in den Mainstream-Medien öffentlich behauptet, dass –
Auf der Grundlage normaler evolutionärer Zeitpläne würden Wissenschaftler erwarten, dass ein Virus wie Affenpocken so viele Mutationen in vielleicht 50 Jahren aufnimmt, nicht in vier Jahren. Das ist schon bemerkenswert.
Jetzt wurde eine zweite Studie veröffentlicht, in der etwas im angeblichen Genom des Virus gefunden wurde, das dort nicht sein sollte.
Die Autoren der Studie sind Jean-Claude Perez und Valère Lounnas vom Europäischen Labor für Molekularbiologie. Ihre Studie trägt den Titel „May 2022: Peculiar Evolution of the Monkeypox Virus Genomes„.
Die Wissenschaftler verglichen die Entwicklung von 14 Genomen des Affenpockenvirus mit dem Ziel, Mutationen oder andere virale Entwicklungen (Rekombination) zu entdecken, die den plötzlichen Ausbruch dieser sehr schwach zirkulierenden Epidemie erklären könnten.
Durch Zufall entdeckten die Wissenschaftler, dass das angeblich zirkulierende Affenpockenvirus eine „30-T lange Sequenz in der Mitte des Affenpockengenoms, zwischen der DNA-abhängigen RNA und dem Kuhpocken-Einschlussprotein vom A-Typ“ enthält.

Warum ist das seltsam? Nun, den Wissenschaftlern zufolge liegt es daran, dass dies nie vollständig in einer Sequenz vorkommt. Die Wissenschaftler behaupten, dass sie zwar häufig am Ende eines Genoms zu finden sind, z. B. am Ende des Affenenzephalitis-Virus, dass sie aber fast nie vollständig in einer Sequenz zu finden sind.
Die vollständige Studie können Sie hier nachlesen.
Angeblich gibt es zum ersten Mal in der Geschichte ein Affenpockenvirus, das in mehreren Ländern der ersten Welt gleichzeitig zirkuliert, und dieses angebliche Virus weist über 50 Mutationen auf, die innerhalb von 4 Jahren statt der 50 Jahre, die es gebraucht hätte, aufgetreten sind. Und jetzt wissen wir, dass es etwas enthält, das einfach nicht da sein sollte.
Sollen wir wirklich glauben, dass dieses Virus auf natürliche Weise entstanden ist, wenn es existiert? Wenn man der Keimtheorie Glauben schenkt, dann riecht die ganze Sache nach viraler Manipulation in einem Biolabor.




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