Kategorie: Nachrichten
Eine Woche Krieg oder: Von Kindern, die in Brunnen fallen (I)
(Foto:Schneidereit/privat)
Zwei Jahre Corona erweisen sich retrospektiv als Lehrstück, Feuertaufe und Intelligenztest. Der Befund, bisher nicht der omnipräsenten medialen Verführung, bestehend aus wahnhaften Falschmeldungen, abstrusen Theorien, Horrorszenarien, vagen Vermutungen und plumpen Lügen anheim gefallen zu sein, geht als kleines Zwischendiplom in die Wertung des laufenden Examina-Marathons ein. Mithin waren genau diejenigen gut beraten, die sich den gesunden Menschenverstand, analytisches Denken und vor allem eine lebensnotwendige Distanz zu diesem grotesken Veitstanz erhielten. Der pandemische Spuk ist zwar noch nicht vorbei – wurde aber vor sieben Tagen urplötzlich und ungeahnt durch ein weit realeres und bedrohlicheres Szenario vom Sockel gestoßen. Knallharte Realität setzt sich gerade durch. Plötzlich ist Krieg – und Krieg erdet. Das klingt zynisch, ich weiß.
Schlagartig scheint der Corona-Gaul totgeritten. Der aktuelle Krieg bietet den, angesichts der nun auch in den Mainstreammedien immer weniger zaghaft kommunizierten, offenkundig gefälschten Zahlen, getürkten Statistiken, erlogenen Horror-Szenarien, von kalter Angst heimgesuchten Polit-Drahtziehern eine ideale Fluchtgasse. Während man demnächst, so meine Prognose, Deutschlands pathologischen Oberpaniker Lauterbach bauernopfernd als Corona-Alleinverantwortlichen medial kreuzigen, vierteilen oder teeren und federn wird, bleibt eine zukünftige Anklage und Verurteilung der tausenden für die Corona-Lügenverbrechen Verantwortlichen vermutlich ein frommer Wunschtraum. Einzig das Zwangsimpfungsgesetz wird bis Mitte März noch schnell im medialen Abseits durchgepeitscht, das lässt man sich nicht nehmen. Rettender, ablenkender und sowieso zeitlich perfekter hätte jedenfalls für diese Menschenrechtsverletzer, die uns alle mit ihren Repressalien geknechtet und uns Freiheit und Grundrechte entzogen haben, dieser Krieg nicht eintreten können. Welch bitter-ironische Koinzidenz. Innerlich höre ich gerade hysterisches Gelächter und knallende Champagnerkorken aus Berlin.
Seit vergangenen Donnerstag, jener neuen Geschichtsbuch-Marke also, hört meine mentale, innerliche Alarmklingel jedenfalls nicht mehr auf zu läuten. Konzentration, zwischen-den-Zeilen-Lesen und innere Distanz sind gefragt, um Fakten von Fake, Beweise von Beschiss und Wahrheit von Wahn zu trennen. Ich bin gegenwärtig, schon aufgrund der unsäglichen Berichterstattung, nicht in der Lage, zur Kriegsthematik eine radikale Position zu entwickeln oder gar eine Front zu eröffnen. Dies gebe ich gleich zu Beginn kund – und erspare damit dem wie auch immer getriggerten und echauffierten Leser die nachfolgende Lektüre. Die Radikalen dürfen also ab hier, mangels Futter, nonchalant wegklicken.
Professionell erzeugte Übelkeit
Das Problem ist: Nicht einmal die Wahrheit klingt heute mehr ehrlich. Genauer als je zuvor bei einem solch hochkomplexen Thema warte ich seit Tagen ab, beobachte, höre zu, sauge Informationen auf, relativiere. Zusätzlich werfe ich meine eigenen, mageren Erfahrungen zum Thema Russland, in Form einer Kindheit im kommunistischen, deutschen Osten, mehr als einem halben Dutzend Moskau-Aufenthalten in den Achtziger- und Neunzigerjahren, sowie rezenten, intensiven Gesprächen mit einem guten Freund mit mehr als zwanzig Jahren Russland-Expertise mit in die Waagschale. Was sich daraus ergibt, will ich im Folgenden versuchen, zu skizzieren.
Man hört und liest ja gerade die verrücktesten Dinge. Russland will umgehend die freien Medien, explizit Facebook, im eigenen Land teilweise einschränken, um “Falschinformationen” zu verhindern (ok, derlei Maßnahmen sind uns kritischen Facebook-Schreibern in deutschen, “demokratischen” Gefilden nur allzu vertraut); die komplette Abschaltung der Plattform ist wohl nur noch eine Frage von Tagen. Telegram wird sicher schon in Kürze das gleiche Schicksal ereilen. Apropos soziale Medien: Jemand schrieb treffend, dass Donald Trump wahrscheinlich noch heute auf Twitter wäre, hätte er nur die Ukraine überfallen. Klingt irgendwie schlüssig – denn Wladimir Putin besitzt schließlich weiterhin seinen Twitter-Account – mit stolzen 1,2 Millionen Followern.
Wie ist er denn, der Stand? Da, wie inzwischen eigentlich jedes Kind weiß, das erste Opfer des Krieges stets die Wahrheit ist, läuft erwartungsgemäß die Propagandamaschine auf beiden Seiten der Frontlinie auf Hochtouren. Nach Angaben der Ukrainer hat die russische Armee bereits mehrere Tausend Tote zu beklagen, während das russische Kriegsministerium noch bis vorgestern behauptete, es sei kein einziger Soldat gefallen. In den deutschen Öffentlich-Rechtlichen laufen derweil 4 und 7 Jahre alte, völlig artfremde Videos und Bilder von zerbombten, brennenden und zerstören Häusern, welche rotzfrech als “aktuelle” Kriegsdokumente präsentiert werden – was dann auch kleinlaut eingestanden werden muss. Die nackte Wahrheit ist nicht furchtbar genug – da muss schon aufgepeppt und nachempört werden. Es ist zum Brechen.
Zerebrales Potpourri
Wem die professionell erzeugte Übelkeit noch nicht reicht, der kann sein allgemeines Unwohlsein noch potenzieren, indem er sich dieser Tage in die Untiefen der Social Media begibt. Wenn man dachte, die Mega-Trigger Migrations-Chaos, Klima-Religion und zuletzt Corona-Kult (als DER Spaltpilz schlechthin) seien, was die altbekannte “divide et impera”-Taktik angeht, nicht mehr zu toppen, hat sich mächtig geschnitten. Nicht nur, dass sich überraschend viele der zertifizierten Facebook-Virologen quasi über Nacht zu Ukraine-Experten umgeschult haben. Es wird nun auch (liegt es an Pulverdampf und Krieg?) verbal noch weit schärfer geschossen als je zuvor. Das zerebrale Potpourri ist verblüffend: Von Bibelzitaten der Gläubigen, die wie eh und je betend auf Hilfe von “oben” warten (als ob “Götter” je Kriege verhindert hätten) bis hin zu den ganz Rauhbeinigen, die Russland umgehend mit Atomraketen “einebnen” wollen, liest man alles. Die “Entfreundungs”-Infektion ist allerdings der Gipfel – und weit virulenter als Corona. Kleine Auswahl gefällig? Hier etwas Dum-Dum-Munition für Dummies:
- “Ist noch jemand in meiner Liste, der den russischen Angriff rechtfertigt?”
- “Ich habe das noch nie getan, weder bei Migrationsthematik, noch bei Klima oder Corona, aber jetzt ist es soweit: Ich bitte höflich all jene, die Putins Angriffskrieg gutheißen, sich aus meiner Freundesliste zu entfernen!”
- “Alle Putinversteher können hier verschwinden!”
- “Wer nicht begreift, daß Putin nur einen Befreiungsschlag führt, möge sich aus meiner Freundesliste verabschieden!”
- “Alle NATO-Trolle mögen von meiner Freundesliste verschwinden!”
- “Wer die Faschisten in der Ukraine unterstützt und nicht erkennt, daß Putin der Befreier ist, darf hier gern verschwinden!”
Auf den Fan-Kommentar „Die fantastische Ansammlung von geistig vollkommen derangierten Putin-Arschkriechern ist überall” schreibt gar ein landesweit bekannter Rechtsanwalt auf seiner Facebook-Seite (der sich ansonsten vehement und erfolgreich gegen Sperrungen und Löschwahn auf den Sozialen Plattformen einsetzt und bisher eigentlich durch überdurchschnittliche Eloquenz sowie Intelligenz auffiel) dies: „Weil sie aus den Trollfabriken los gehetzt werden wie die Orks”.
Ändere Dein Profilbild! Zeige Flagge für die Ukraine! Sammelt Unterschriften! Liked Anti-Putin-Seiten! Stellt die Heizung aus! Gemeinsam gegen russisches Gas! Frieren gegen Putin!
Wow – so viel Haltung, so viel Mut allerorten – und so viele Helden!
Nun ist sie also nun doch gekommen, die offenbar ultimative, finale Spaltung, die sich niemand, der Corona miterlebt und -kommentiert hat, sich je derart potenziert hätte ausmalen können.
Fanpost für die falschen Vorbildautoren
Welches unfaßbares Bashing seit einer Woche unseren besten Autoren, explizit hier in den alternativen Medien von Teilen ihrer “aufgeklärten” Fangemeinde entgegenschlägt, macht schlichtweg sprach- und fassungslos. Jene Leser, die über Jahre tausende ihrer exzellenten Artikel inbrünstig lasen, teilten und verbreiteten und die Verfasser bis in den Heldenstatus erhöhten, schreiben nun Sätze wie “Ich habe den entsorgt!”, “Der wurde von mir dauerhaft entfernt!”; “Der hat Follower gesammelt, um jetzt seinen Putinhass zu verbreiten!”; “Der Reitschuster ist auch ein falscher Fuffziger!”; “Mit Geld wird jeder zum Wendehals”; “Hab gestern Reitschuster und Tichy deabonniert”; “Matissek hab ich heute auch entsorgt – das war jetzt überfällig”; “Hab Tichy und Reitschuster geblockt, denen hat man ins Gehirn gesch…”.
Ich hätte noch ein Dutzend dieser Blüten auf Lager, aber ich erspare es dem Leser. Verbal- und Geistesentgleisungen von angeblich wachen, aufgeklärten, toleranten Zeitgenossen – und viele davon in meiner Freundesliste. Absolut schockierend, unsagbar traurig, maximal lehrreich.
Muss ich wirklich kurz erinnern? Boris Reitschuster blickt auf eine 20-jährige Russland-Erfahrung zurück, war davon allein 16 Jahre lang Leiter der Moskauer „Focus”-Zentrale, wo er wegen seiner investigativen Arbeit, auch über Russlands Putin-Regime, Morddrohungen erhielt. Als Autor zweier viel beachteter Bücher über den russischen Präsidenten gilt er im In- und Ausland als eine der fundiertesten Instanzen in Sachen Putin. Wenn ich mich also über Russland informieren möchte, höre ich beispielsweise einem Herrn Reitschuster allein schon deshalb weitaus genauer zu, als irgend einem neu aufgeploppten Facebook-Russlandexperten mit dem Smiley-umsäumten Fünfzeiler über dem markigen Putin-Zitat.
Mit dem Ukraine-Konflikt spaltet sich nicht nur die Opposition sondern die gesamte Gesellschaft also nun ein weiteres Mal – und die Regisseure der New World Order sitzen live als Zuschauer im Designersessel, futtern Popcorn zum Champagner und klatschen sich auf die Schenkel vor Lachen, während hier, in diesem infantilen, globalen Sandkasten, inzwischen auch noch die letzten vermeintlich Vernünftigen komplett den Verstand verlieren. Welch eine triste Freak-Show…
Während sich auf Social Media immerhin nur entfreundet wird, sprengt da draußen derweil die Haltungsrealität jegliche Fantasie (oder sollte ich Schreckensvisionen sagen?). Hierzu auch ein paar Beispiele gefällig?
Die gute, alte Hexenjagd
Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter hat am Dienstag allen Ernstes den russischen Chefdirigenten der Münchner Philharmoniker, Valery Gergiev, wegen des „barbarischen Akts des russischen Machthabers Putin” entlassen. Laut den Worten Reiters hätte sich der Dirigent “eindeutig gegen den russischen Angriffskrieg positionieren müssen”. Auch die Star-Sopranistin Anna Netrebko verlor nun (man vermag es tatsächlich nicht zu glauben) bei der Bayerischen Staatsoper ihren Vertrag “wegen fehlender ausreichender Distanzierung zum Putin-Krieg”. Auch Musik ist offenbar Politik – okay, das war mir nicht klar.
Das International Olympische Komitee (IOC) will nun russische und weißrussische Sportler (bei „Bild“ heißen sie seit Montag übrigens nur noch abfällig “Russen-Sportler”) ausschließen. Ein politisch korrektes Wirtshaus in Deutschland will Menschen mit russischem Pass stante pede Zutritt und Bewirtung verwehren, andere ziehen bereits nach. Ein unglaublich mutiger Kieler Edeka-Markt verbietet Herrn Putin ab sofort den Einkauf in seiner Lebensmittelfiliale. Ein Berliner Taxifahrer wirft russische Fahrgäste aus seinem Auto. Ein Bäckerladen (neudeutsch “Back-Shop”) tauft seine “Russische Zupfschnitte” per schwülstig-gratismutigem Rundschreiben in eine korrekte “Zupfschnitte” um. Ein tapferer Gastronom schreibt auf Facebook, gesäumt von einem Dutzend Ukraine-Fähnchen: “Wir müssen in ganz Europa sofort ein Einreiseverbot für russische Staatsbürger verhängen und bestehende Visa stornieren. In den Restaurants und im Hotel Schlegel Gastronomie werden keine russischen Touristen mehr aufgenommen.” Darunter 53 Likes. Keine Dislikes.
Mit anderen Worten: Russe sein ist heute das neue “Ungeimpft”. Ja, wir sind gut im “Zeichen setzen”. Diese mit Abstand heldenhafteste Tugend unserer Zeit gilt bei uns offenbar einhellig als die todbringendste Allzweckwaffe gegen jegliches Böse.
Russe sein ist das neue Ungeimpft
Stellt Bahlsen nun die Produktion von Russischbrot-Keksen ein? Kippen wir ab morgen russischen Wodka und Kaviar in die Gullies, so wie die Amerikaner mit französischem Wein verfuhren, nach der Kampfbeteiligungsabsage Frankreichs während des Golfkrieges? Werden jetzt “Kalinka” und “Katjuscha” aus den Liederbüchern und Borschtsch nebst Pelmini aus den Kochbüchern getilgt? Werden nun Tolstois, Dostojewskis, Tschechows und Puschkins Werke öffentlich verbrannt? Erhalten der Donkosaken-Chor und „Pussy Riot” nun Einreiseverbot bei uns? Werden kommende Woche endlich die russischen Kosmonauten per Bodenanweisungsbefehl aus der ISS-Luftschleuse ins Weltall-Vakuum geschubst, weil sie sich nicht in einer ihrer wenigen Arbeitspausen gegenüber ihren amerikanischen und europäischen Astronautenkollegen klar gegen Putins Krieg positioniert haben? Auf der seriösen Astronomie-Info-Seite von “Sterne und Weltraum” lese ich gerade allen Ernstes: “Rein technisch könnte es möglich sein, den westlichen Teil der ISS abzukoppeln. Es wäre aber weder einfach noch gefahrlos. Auch würde es nicht reichen, bloß ein paar Bolzen zu lösen, um sich in der internationalen Raumfahrt wirklich zu trennen.” Ich kann, als leidenschaftlicher Raumfahrt-Begeisterter, schlichtweg nicht fassen, was ich da lese – oder ich will es nicht wahr haben. Bitte sagt mir, dass ich nur träume.
Der Medienkrieg läuft, wie erwartet, mittlerweile auf Hochtouren. Gefühls- und Haltungsjournalismus haben die Lufthoheit über das Ukraine-Problem noch weit vor den russischen Flugzeugen übernommen. Selensky ist der Held, Putin der Teufel. Selbst der senile Biden macht plötzlich wieder eine gute Figur. Wie schnell Vergessen und Verdrängung einsetzt, erleben wir gerade als ultimatives Lehrstück.
Ich merke, wie ich Distanz suche zu den Putin-Verharmlosern, die in allem Bösen auf dieser Welt immer nur Amerika sehen – und letztlich doch nur auf die andere Seite der Propaganda-Fratze hereinfallen, wie ihre vermeintlichen Antagonisten.
Distanz suche ich allerdings auch zu den lautstark trompetenden, gratismutigen Opfern der Staatspropaganda, jenem Herdenvolk, das sich bereitwillig vor den Karren unserer opportunistischen, wendehälsigen, rückgratlosen Politiker und Führer spannen lässt, während es deren vorgefertigte Fließband-Parolen blökt, deren gefälschten Bildern und Berichten glaubt und in den bequemen Mantel der korrekten Haltung schlüpft, den ihm die bezahlte Medienindustrie mit ihrem ebenso gefälschten Lächeln hinhält. Ich suche Distanz zur Lüge, wo immer es nur geht. Denn zu spärlich sind wahre Informationen. Viel zu groß daher ist mein Misstrauen.
Ein wenig Horizonterweiterung
Einem General a.D. der Bundeswehr hätte ich womöglich vor 20 Jahren aus irgend einer persönlichen Abneigung heraus keinerlei Aufmerksamkeit geschenkt. Heute ertappe ich mich, wie ich auch hier genauer hinhöre:
“In Putins Ukraine-Ansprache war das erste Mal die Rede davon, daß Präsident Putin der Ukraine das Souveränitätsrecht abspricht. Er sagt also, sie haben im Grunde kein Lebensrecht. Das wäre so, als würden sie einem Nachbarn die Menschenrechte absprechen. Wenn ich das richtig verstanden habe, dann spricht Präsident Putin von Entnazifizierung und Entwaffnung. Er will also Tabula rasa machen. (…) Präsident Putin strengt doch sehr die Geschichte an, in dem er sagt, er muß jetzt einmarschieren. Üblicherweise sagt man, ich muß einmarschieren, weil ich angegriffen wurde. Aber er hat die Frechheit zu sagen, er müsse einmarschieren, um einen ‘Genozid’ zu vermeiden. Als würden dort pausenlos irgendwelche russischen Bürger umgebracht werden, wie damals in der Nazizeit. Er greift zu diesem Vokabular, um die Nationalisten hinter sich zu bringen. Also zu einer Fake-Story. Damit ist er nach unserer Redensart ein Kriegsverbrecher.” Soweit der General a.D. Hans-Lothar Domröse in einem aktuellen Interview.
Wenn Wladimir Putin also behauptet, die Ukraine von heute sei eine Erfindung der Bolschewiken und Lenins und gehöre selbstverständlich seit jeher zu Russland (viele seiner hiesigen Freunde finden diese Aussage völlig in Ordnung), dann hieße dies im gleichen Duktus, zu Deutschland gehören – in den Grenzen von 1400 – Holland, Brabant, Burgund, Provence, Toskana, Mailand, Mähren, Luxemburg und Pommern! Oder gleich zurück ins Jahr 962, zur Kaiserkrönung des Deutschen Otto I. – und auf ins Heilige Römische Reich Deutscher Nation, was ganz Südfrankreich und weite Teile Italiens einschließt.
Wie aberwitzig ein derartiger Geschichtsrevisionismus anmutet, muss an dieser Stelle (hoffentlich) nicht erörtert werden. Unbestritten dagegen ist: Wenn man sich verargumentierend nur weit genug retrograd in der Historie bewegt, lässt sich letztendlich jegliche politische Handlung der Gegenwart und Zukunft punktgenau legitimieren.
Kulissen, Helden und Pannen
Heute ist es die Ukraine; aber wie steht’s in Zukunft mit dem Baltikum? Gerade die Letten, Esten und Litauer beschäftigt diese Frage – die für sie eher eine dringende Sorge ist – verständlicherweise momentan sehr. Es sind schließlich ehemalige Sowjetrepubliken und gehören damit, nach Putins Verständnis, ebenfalls zum Zarenreich/Sowjetunion. Wie die „Kronen-Zeitung” berichtet, droht Russland inzwischen sogar bereits Finnland bei NATO-Annäherung mit “schwerwiegenden militärischen und politischen Auswirkungen”. Dies erklärte das russische Außenministerium bereits am vergangenen Freitag. Wenn Finnland angesichts derlei unverhohlener Drohungen nun tatsächlich und erstrecht über eine NATO-Mitgliedschaft nachdenkt, dann ist dies, meiner Ansicht nach, durchaus nachvollziehbar. Fakt ist: Was territorial und strategisch dem Westen nützt, kann für Russland nur von Nachteil sein – so verhält es sich allerdings auch umgekehrt. Leider ein argumentatives Patt.
Es ist ein Medienkrieg, wie gesagt. Ich vertraue unserer Berichterstattung, wie bereits angemerkt, nicht die Bohne. Doch machen wir uns nichts vor: Explizit russische Kommunikation besteht seit jeher aus Verleugnung, Wahrheitsverdrehung, Geheimhaltung, plumper Lüge und gnadenloser Fälschung. Gewiss: Kein politisches System ist frei davon. Russland (aka: die ehemalige Sowjetunion) hat diese Unsitte jedoch bis zur traurigen Perfektion getrieben. Im Osten sozialisiert und, wie schon gesagt, mit dieser Propaganda aufgewachsen, weiß ich ein ganzes Stück weit, wovon ich hier rede. Der landläufig bekannte Begriff der “Potemkin’schen Dörfer”, also der Vorspiegelung falscher Tatsachen, Installation von Attrappen und Kulissen sowie das Vortäuschen von vermeintlichen Erfolgen mittels verschleiernder Terminologie und grotesker Verdrehung von Begriffen und Fakten, entspringt nicht von ungefähr russischem Wesen und Historie.
Dass der Westen hier “qualitativ” ordentlich aufholt, zeigt sich allerdings in seiner verzerrenden Ukraine-Präsentation. Dass der Putsch in der Ukraine einschließlich des Maidan-Chaos in 2014 maßgeblich von den USA finanziert wurde – geschenkt. Dass lupenreine Nazis als “Asow-Brigaden” in militärischen, ukrainischen Verbänden eingebunden sind, die nicht einmal einen Hehl aus ihrer kruden Weltanschauung machen – egal. Dass auch in der “friedlichen” Ukraine Kriegsverbrecher, Mörder, mafiöse Oligarchen zu Ämtern und Ehren gelangen – reden wir lieber nicht drüber. Dass Behörden, Beamte, ja die gesamte ukrainische Justiz seit Jahren im Sumpf der Korruption versinken – wen kümmert’s.
Gestählter Whataboutism
Wer diese pikanten Details nicht wahrhaben will, verschließt leider genauso die Augen vor der Realität wie die vielen Putin-Verharmloser, die mit gestähltem Whataboutism stets das gewohnte Dauermantra zücken: “Die USA sind da aber nicht einen Deut besser. Auch die versuchen nur, ihren Arsch zu retten!” Nein, sind sie nicht. Ja, versuchen sie. Das weiß ich auch. Aber darum geht’s gerade nicht.
In einem exakt ein Jahr alten Artikel der „Süddeutschen Zeitung” vom 25. Februar 2021 findet sich übrigens ein erhellender Text mit dem Titel: “Korrupt wie eh und je” zur Person Wolodymyr Selenskij, dem heutigen, gefeierten Sympathieträger und Helden der Ukraine. Darin heißt es: “Selenskij führt das postsowjetische Herrschaftssystem fort und akzeptiert Korruption und Rechtlosigkeit im Austausch dafür, dass er und sein Apparat weitgehend die Kontrolle behalten. (…) Jetzt will sich der Präsident auch das halbwegs unabhängige Anti-Korruptions-Büro Nabu unterstellen, weil es zu Recht gegen mehrere Mitarbeiter Selenskijs ermittelt. Würden in der Ukraine nicht Milliarden geklaut, bräuchte das Land keine Kreditmilliarden aus dem Westen.”
Mensch, das ist doch schon ein Jahr her. Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern? Hier steht er, der Erlöser Selenskij – der ruhmreiche Gegner von Kriegsverbrecher Putin! Wisst ihr, was all das ist? Freundlich gesagt: Infofutter für Teletubbies – und es beleidigt den Verstand jedes einigermaßen intelligenten Menschen. Sorry – aber bitte verarscht uns nicht!
Putin hat sich verzockt – und der Westen setzt auf Regime-Change
Was dagegen vermutlich stimmt: Putin hat sich mit seinen anachronistischen Zarenreich-Attitüden verzockt – oder ist in die Falle getappt, je nachdem, wie man das sieht. Der Westen nutzt das – und forciert nun mit aller Vehemenz und Intensität einen Regime-Change. Dieser Krieg, mit dem sich das größte Land der Erde irreversibel vom gesamten Rest der Welt isoliert hat, könnte diesmal womöglich tatsächlich das Ende der russischen Föderation bedeuten. Putins Animositäten hinsichtlich der westlichen Sphäre waren und sind, aus seiner Sicht, gewiss nachvollziehbar. Eine Rechtfertigung für den Einmarsch in die Ukraine, bei dem er nur verlieren kann, sind sie deshalb noch lange nicht. Geschehen ist es trotzdem.
Ich weiß nicht, ob ich die Lage hier zu pessimistisch sehe, aber womöglich sollte unser aller Sorge darin bestehen, dass ein in die Enge getriebener Herrscher und Despot, sich seines eigenen finalen und unabwendbaren Untergangs gewahr, bald schon irrationale und für die gesamte Welt verheerende Entscheidungen trifft. Er wäre nicht der erste Machthaber, der, im freien Fall befindlich, alles um sich herum ins Chaos reißt. Ich hoffe inständig, ich liege mit meinen Ängsten falsch.
Am Rande: Den Putin-Verteidigern möchte ich an dieser Stelle eine nicht allzu kleine Bombe ans Herz legen. Hierbei handelt es sich um einen vom russischen Propagandaministerium vorgefertigten Text, der durch eine Panne bei einem russischen Staatsmedium kurzzeitig verfrüht ins Netz gelangte. Hierin wird in unverhüllt propagandistischen Tönen ein Sieg Russlands über die Ukraine proklamiert. Er gibt zudem einen umfassenden Einblick in die ideologischen Motive des Kremls. Es hat nicht den Anschein, dass es sich hierbei um westliche Kriegspropaganda handelt – denn über den Internetdienst “Wayback Machine” ist der Artikel noch abrufbar (siehe hier).
Teil II dieses Artikels folgt morgen.
Auf Ansage schreiben unterschiedliche Autoren mit ganz unterschiedlichen Meinungen zum Russland-Ukraine-Konflikt. Die Ansichten des jeweiligen Verfassers geben daher nur dessen persönliche Meinung wieder, nicht die der Redaktion.
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Ungarische Juden in Angst: Brüssel hofiert von Antisemiten durchsetzte linke Opposition
Die jüdische Gemeinde in Ungarn blickt mit großer Sorge auf die bevorstehen Parlamentswahlen am 3. April. Ein Wahlerfolg der von Brüssel hofierten vereinten Opposition birgt Gefahren für die Juden in Ungarn.
Der Beitrag Ungarische Juden in Angst: Brüssel hofiert von Antisemiten durchsetzte linke Opposition erschien zuerst auf Philosophia Perennis.
Die Wahnvorstellungen des Westens über diesen Krieg: Putin ist NICHT verrückt und die russische Invasion scheitert NICHT
Wunschdenken hat die Oberhand im Kampf um die westliche Wahrnehmung des Krieges in der Ukraine. Die Sympathie für die zahlenmäßig und waffentechnisch unterlegenen Verteidiger Kiews hat dazu geführt, dass die russischen Rückschläge übertrieben, die russische Strategie missverstanden und sogar von Amateur-Psychoanalytikern unbegründete Behauptungen aufgestellt wurden, Putin habe den Verstand verloren.
Eine nüchternere Analyse zeigt, dass Russland zwar einen K.O.-Schlag anstrebte, aber immer gut durchdachte Pläne für Folgeangriffe hatte, falls sich seine ersten Schritte als unzureichend erwiesen.
Die Welt hat Putin schon früher unterschätzt, und diese Fehler haben zum Teil zu dieser Invasion in der Ukraine geführt.
Jetzt, da der Krieg begonnen hat, müssen wir hellhörig werden. Doch selbst die Fachleute im Pentagon lassen sich ihr Urteilsvermögen von Sympathie vernebeln. Nur zwei Tage nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine erklärten Mitarbeiter des US-Verteidigungsministeriums, dass die Einnahme Kiews in den ersten Tagen des Krieges ein schwerer Rückschlag gewesen sei.
Die Briefings des Verteidigungsministeriums implizierten, dass die russische Offensive weit hinter dem Zeitplan zurücklag oder sogar gescheitert war, weil die Hauptstadt nicht gefallen war. Aber die US-Führung hätte nach dem katastrophalen Rückzug aus Afghanistan lernen müssen, ihre Hoffnungen zu zügeln.
Wieder einmal tappen amerikanische und westliche Beamte in die Falle, Putin und seine Ziele nicht zu verstehen.
Angeblich glaubte Putin, dass die ukrainische Regierung zusammenbrechen würde, sobald russische Truppen die Grenze überschritten hätten und nach Kiew vorstießen. Putin hoffte sicherlich auf einen schnellen Sieg, aber er verließ sich eindeutig nicht auf seine Eröffnungssalve als einzigen Plan für den Erfolg. Vielmehr war das russische Militär darauf vorbereitet, das Land gewaltsam zu erobern, falls ein schneller Enthauptungsschlag nicht gelingen sollte.
Diese Art von Plan dürfte den Amerikanern, die sich an die Invasion des Irak im Jahr 2003 erinnern, vertraut sein.
In den ersten Stunden des Krieges startete die US-Luftwaffe ihre „Shock and Awe“-Kampagne mit dem Ziel, Saddam Hussein und andere wichtige Führer zu töten und die Regierung zu stürzen. Saddam überlebte, aber das US-Militär war darauf vorbereitet, einen Bodenangriff zu starten.
Ein Blick auf die russische Militäroffensive zeigt, dass es einen Plan für eine groß angelegte Invasion gab, den Russland jetzt umsetzt.
Konventionelle, mechanisierte Kriegsführung ist ein zeit- und ressourcenaufwändiges Unterfangen, und eine Operation dieses Ausmaßes wird nicht in wenigen Tagen zusammengeschustert.
Die russische Offensive findet an vier verschiedenen Fronten statt. An einer fünften Front, in der Ostukraine, die Putin letzte Woche für unabhängig erklärt hat, binden die russischen Streitkräfte ukrainische Truppen, die anderswo gebraucht werden. Der Großteil der russischen Streitkräfte rückt von Weißrussland aus nach Süden in Richtung Kiew vor.
Russische Vorstoßtruppen, einschließlich Luft-, Mobil- und Aufklärungstruppen, sind seit Beginn des Krieges mit ukrainischen Truppen außerhalb von Kiew im Einsatz. Eine massive Kolonne russischer Truppen, die auf eine Länge von über 40 Meilen geschätzt wird, befindet sich nur 20 Meilen nördlich von Kiew und sammelt sich wahrscheinlich, um die Hauptstadt einzukesseln.
Wenn die russischen Truppen Kiew einnehmen und nach Süden vorstoßen können, um sich mit den Kräften an der Krimfront zu verbinden und so die Ukraine in zwei Teile zu spalten, wäre dies ein schwerer Schlag für die Regierung Zelenski.
Wichtiger als eine Handvoll Rückschläge ist jedoch, dass die russischen Streitkräfte in weniger als einer Woche 70 Meilen in umkämpftes Gebiet vorgedrungen sind und sich am Rande der Hauptstadt befinden. Dies ist kein Zeichen für eine unorganisierte, schlecht zusammengestellte und gescheiterte Offensive.
Der Vorstoß von Weißrussland nach Süden in Richtung Kiew wird von einer weiteren russischen Kolonne unterstützt, die von Osten her in der Nähe von Kursk gestartet ist. Wenn sich diese Kolonne mit den russischen Truppen in der Nähe von Kiew verbinden kann, wird sie die ukrainischen Streitkräfte in den meisten Provinzen Tschernihiw und Sumy einkesseln, dem ukrainischen Militär dringend benötigte Soldaten und Kriegsmaterial entziehen und die Regierung von zwei nördlichen Provinzen abschneiden.
Weiter östlich haben die russischen Streitkräfte eine breit angelegte Offensive auf Charkiw, die zweitgrößte Stadt der Ukraine, gestartet, die jetzt belagert wird. Im Süden sind die russischen Streitkräfte, unterstützt durch amphibische Angriffe vom Schwarzen Meer und vom Asowschen Meer aus, von der Krim aus in die Ukraine eingedrungen.
An dieser Front haben sich die russischen Streitkräfte entlang zweier Hauptachsen verzweigt, einer nordwestlichen entlang des Flusses Pivdennyi Buh und einer nordöstlichen entlang der Küste und landeinwärts in Richtung der Region Donbas, die Russland kurz vor der Invasion annektiert hat.
Wenn sich russische Kolonnen von einer der beiden südlichen Fronten mit Truppen weiter nördlich verbinden können, würden sie viele ukrainische Truppen von Verstärkung abschneiden – eine der beiden Kolonnen ist bereits rund 160 Meilen vorgerückt.
Russische Generäle haben sich oft dafür entschieden, Städte und Ortschaften, die starken Widerstand leisten, zu umgehen und sie zu isolieren, um sich später mit ihnen auseinanderzusetzen.
Im Moment halten sich die Artillerie- und Raketenangriffe dort in Grenzen, vielleicht um den Bürgern eine Warnung vor dem, was kommen könnte, zu übermitteln. Putin scheint die Ukraine unversehrt einnehmen zu wollen, wird aber nicht zögern, die Intensität der Angriffe zu erhöhen, wenn es nötig ist.
Der systematische Charakter des russischen Angriffs steht im Widerspruch zu den Spekulationen, Putin habe die Kontrolle über seine Sinne verloren. Niemand weiß das mit Sicherheit, aber Putins Handlungen scheinen die eines kalten und berechnenden Gegners zu sein. Seine Entscheidung, in die Ukraine einzumarschieren, als eine Form von Wahnsinn abzutun, ist eine Ausrede, um Putins wahrscheinliche Beweggründe und zukünftige Handlungen zu ignorieren.
Strategisch gesehen begann Putins Vormarsch auf die Ukraine vor weit über einem Jahrzehnt, als er in Georgien einmarschierte und es balkanisierte, indem er die Marionettenregime des Kremls in den Regionen Abchasien und Südossetien anerkannte. Im Jahr 2014 besetzte und annektierte Putin die strategische ukrainische Region Krim, die als Ausgangspunkt für die aktuelle Invasion diente.
Putin zahlte für beide Aktionen kaum einen Preis.
Die Vereinigten Staaten und Europa verhängten begrenzte Sanktionen, verhandelten aber weiterhin mit ihm über das iranische Atomabkommen und andere wichtige Themen. Heute hat Putin ausgerechnet, dass die gewaltsame Einnahme der Ukraine in seinem und Russlands Interesse liegt.
Er hat zweifellos damit gerechnet, dass der Westen diplomatische und wirtschaftliche Sanktionen verhängen würde, mit denen die amerikanischen und europäischen Staats- und Regierungschefs bereits im Vorfeld gedroht hatten. Putin mag den ukrainischen Widerstand und die Intensität der westlichen Opposition falsch eingeschätzt haben, aber das heißt nicht, dass er verrückt ist oder die Möglichkeiten nicht bedacht und sich trotzdem für eine Invasion entschieden hat.
Es bleibt abzuwarten, ob Putins Plan gelingen oder scheitern wird, aber klar ist, dass es einen Plan für eine gewaltsame Invasion der Ukraine gab, und dieser Plan wurde vom ersten Tag an ausgeführt.
Die ukrainischen Truppen leisten einen tapferen Kampf unter schwierigen Bedingungen und mit großen Schwierigkeiten. Russland hat die meisten, wenn nicht alle Vorteile in der Hand. Es kann die Ukraine aus drei verschiedenen Richtungen angreifen und hat dies auch getan. Das russische Militär ist in Bezug auf die Zahl der Soldaten, die Luft- und Seestreitkräfte und die Panzerung deutlich im Vorteil. Es kann auf enorme Ressourcen zurückgreifen. Während die Ukraine die Unterstützung eines Großteils der internationalen Gemeinschaft genießt, die Waffen zur Verfügung stellt, kämpft die Ukraine allein.
Der Glaube, dass Russlands Angriff schlecht verläuft, mag den Westen beruhigen, widerspricht aber den Tatsachen.
Warum gibt es plötzlich so viele Herzinfarkte?
Das Health Advisory & Recovery Team (HART) macht auf die ungewöhnlich hohe Zahl von Herzinfarkten aufmerksam, die in England seit Ende Mai 2021 verzeichnet wurden. Seit dem Frühjahr 2021 ist die Zahl der 112-Notrufe wegen eines Herz- oder Atemstillstands dramatisch angestiegen.
Im März stieg die Zahl der erwarteten Anrufe um 50 pro Tag, etwa 30 Prozent mehr als zuvor. Warum ist die „normale“ oder „erwartete“ Zahl der Anrufe im Frühjahr 2021 plötzlich so stark angestiegen?
HART stellt fest, dass vor dem Höchststand im Jahr 2021 etwa 400 Anrufe pro Tag zu verzeichnen waren. Im Winter 2021-2022 waren es bis zu 500 pro Tag.
Die Zahl der Anrufe seit Mai 2021 ist um etwa 30 Prozent höher als erwartet. Insgesamt sind etwa 27 800 zusätzliche Anrufe eingegangen. Schätzungsweise 90 bis 97 Prozent dieser Menschen starben. Ende Mai 2021 stieg auch die Übersterblichkeit an. Erst im Juli begann die Coronaster-Sterblichkeit wieder zu steigen.
Welche Rolle spielen die Impfstoffe? Herzprobleme sind eine bekannte Nebenwirkung der Covid-Impfstoffe. Im Juli letzten Jahres gab die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) bekannt, dass die Entzündung des Herzmuskels und des Herzbeutels als mögliche Nebenwirkung in die Packungsbeilage der Corona-Impfstoffe von Pfizer und Moderna aufgenommen wurde.
Zu den Symptomen können Kurzatmigkeit, ein starker und möglicherweise unregelmäßiger Herzschlag und Schmerzen in der Brust gehören.
OHNE Hierarchie: Die Gesellschaft der Zukunft // Prof. Dr. Gerald Hüther
Der Neurobiologe, Hirnforscher und Buchautor Prof. Dr. Gerald Hüther erklärt uns, warum sich die Menschheit jetzt in einer sehr spannenden Übergangsphase befindet: Der Übergang zu einer komplett Hierarchiefreien Gemeinschaft, in der dir niemand mehr etwas vorschreiben kann. Eine Weltordnung OHNE Anführer und OHNE jedwede Belehrung.
Hat Biden unwissentlich den dritten Weltkrieg auf den Finanzmärkten ausgelöst?
Wir haben ein sehr ernstes Problem. Ich weiß genau, woher die Ratschläge an Biden und die führenden Politiker der Welt kommen, alle Vermögenswerte von Putins „Freunden“ zu beschlagnahmen, um Druck auf ihn auszuüben – ihre Jachten, Bankkonten, Häuser – alles. Es ist Bill Browder, der Safra’s Partner bei Hermitage Capital Management war, weil Putin sein gesamtes Vermögen beschlagnahmt hat, um Jelzin zu erpressen, den Putin infrage stellen – nicht töten – wollte. Browder fordert die Staats- und Regierungschefs der Welt jetzt auf, alle russischen Vermögenswerte zu konfiszieren, die seiner Meinung nach Oligarchen gehören.
Lassen Sie mich das ganz klar sagen. Dies ist eine völlige Abkehr vom Völkerrecht und das Fehlen eines ordentlichen Gerichtsverfahrens, das weltweit der Eckpfeiler des Rechts ist. Ein ordentliches Gerichtsverfahren basiert auf der Bibel, wo die Geschichte von Kain und Able erzählt wird. Gott weiß, was geschah, als Kain seinen Bruder tötete. Dennoch gewährt er ihm das Recht, angehört zu werden und seine Sicht der Dinge darzulegen. Das ist nicht nur das, was wir in dieser ukrainischen Angelegenheit verweigert haben, sondern jetzt wird der Westen einfach das gesamte Vermögen der Russen im Westen beschlagnahmen, die nicht in der Regierung sind und denen jedes Recht auf ein ordentliches Gerichtsverfahren verweigert wird.
Was sind die Folgen solcher Handlungen?
Wir sehen hier nicht nur den Beginn des Dritten Weltkriegs auf den Finanzmärkten mit russischen Cyberangriffen auf US-Banken, sondern auch eine ernsthafte Warnung an chinesische Investoren, dass auch sie in einem Streit mit China ihr gesamtes Vermögen beschlagnahmen lassen können. Erinnern Sie sich noch daran, wie Menschen japanischer Abstammung während des Zweiten Weltkriegs inhaftiert wurden und ihnen jegliches rechtsstaatliches Verfahren verweigert wurde, das allein auf ihrer Nationalität beruhte? Es dauerte vier Jahrzehnte, bis man zugab, dass dies gegen die Grundlagen der Menschenrechte verstieß.
Dies ist der GEFÄHRLICHSTE Ratschlag der Geschichte. Er kann die Weltwirtschaft, wie wir sie kennen, völlig zerstören. Ausländische Investitionen in Russland werden beschlagnahmt werden, und die Wahrscheinlichkeit, dass diese nach China abwandern, ist extrem hoch. Damit wird eine Grenze überschritten. Man greift nicht nach den Vermögenswerten von Privatpersonen mit der Begründung, sie hielten persönliche Gelder für Putin. Es geht jetzt um das Erbe Putins, und er wird NICHT plötzlich aufhören, weil sein persönliches Vermögen beschlagnahmt wird. Wenn überhaupt, dann kommt dies einem regelrechten Krieg gleich. Dies wird niemals zu einer vernünftigen Lösung führen. Dies ist die persönliche Rache Browders für die Beschlagnahmung von Hermitage Capital Management und für den Versuch der Übernahme Russlands durch die Banker im Jahr 2000.
Dies wird erhebliche Auswirkungen auf alle Märkte haben, und Sie sollten sich die Arrays genau ansehen. Irgendetwas stimmte nicht, und die Arrays haben dies aufgegriffen. Das ist vielleicht auch der Grund, warum Gold Ende Februar zwei wichtige monatliche Aufwärtsbewegungen nicht vollzog, obwohl es während des Monats über diesen Marken gehandelt wurde.
Putin ist NICHT verrückt und die russische Invasion ist NICHT gescheitert.
dailymail.co.uk: Putin ist NICHT verrückt und die russische Invasion ist NICHT gescheitert. Die Illusionen des Westens über diesen Krieg – und sein Unvermögen, den Feind zu verstehen – werden ihn daran hindern, die Ukraine zu retten, schreibt der Militäranalyst BILL ROGGIO
Bill Roggio ist Senior Fellow bei der Foundation for Defense of Democracies (Stiftung zur Verteidigung der Demokratien) und Herausgeber des Long war Journal der FDD. Von 1991 bis 1997 diente Roggio als Fernmelder und Infanterist in der US-Armee und der Nationalgarde von New Jersey.
Im Kampf um die westliche Wahrnehmung des Krieges in der Ukraine hat das Wunschdenken die Oberhand.
Die Sympathie für die zahlen- und waffenmäßig unterlegenen Verteidiger Kiews hat dazu geführt, dass die russischen Rückschläge übertrieben, die russische Strategie missverstanden und sogar von Amateur-Psychoanalytikern unbegründete Behauptungen aufgestellt wurden, Putin habe den Verstand verloren.
Eine nüchterne Analyse zeigt, dass Russland zwar einen K.O.-Schlag anstrebte, aber stets gut durchdachte Pläne für Folgeangriffe hatte, falls sich seine ersten Schritte als unzureichend erwiesen.
Die Welt hat Putin schon früher unterschätzt, und diese Fehler haben zum Teil zu dieser Tragödie in der Ukraine geführt.
Jetzt, wo der Krieg im Gange ist, müssen wir klarsichtig sein.
Doch selbst die Fachleute im Pentagon lassen sich ihr Urteilsvermögen von Sympathie vernebeln.
Nur zwei Tage nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine erklärten Mitarbeiter des US-Verteidigungsministeriums, dass die Einnahme Kiews in den ersten Tagen des Krieges einen schweren Rückschlag darstelle.
Das Verteidigungsministerium deutete an, dass die russische Offensive weit hinter dem Zeitplan zurücklag oder sogar gescheitert war, weil die Hauptstadt nicht gefallen war.
Doch die US-Führung hätte nach ihrem katastrophalen Rückzug aus Afghanistan lernen müssen, ihre Hoffnungen zu zügeln.
Wieder einmal tappen amerikanische und westliche Beamte in die Falle, den Feind und seine Ziele nicht zu verstehen.
Angeblich hat Putin geglaubt, dass die ukrainische Regierung zusammenbrechen würde, sobald die russischen Truppen die Grenze überschritten und nach Kiew vorgedrungen sind, und dass die Operation gescheitert ist, weil die ukrainische Regierung noch im Amt ist.
Putin hoffte sicherlich auf einen schnellen Sieg, aber er verließ sich eindeutig nicht auf seine Eröffnungssalve als einzigen Plan für den Erfolg.
Vielmehr war das russische Militär darauf vorbereitet, das Land gewaltsam einzunehmen, falls ein schneller Enthauptungsschlag scheitern sollte.
Diese Art von Plan dürfte den Amerikanern, die sich an die Invasion des Irak im Jahr 2003 erinnern, vertraut sein.
In den ersten Stunden des Krieges startete die US-Luftwaffe ihre „Shock and Awe“-Kampagne mit dem Ziel, Saddam Hussein und andere wichtige Führer zu töten und die Regierung zu stürzen. Saddam überlebte, aber das US-Militär war darauf vorbereitet, einen Bodenangriff zu starten.
Ein Blick auf die russische Militäroffensive zeigt, dass es einen Plan für eine groß angelegte Invasion gab, den Russland jetzt umsetzt.
Konventionelle, mechanisierte Kriegsführung ist ein zeit- und ressourcenaufwändiges Unterfangen, und eine Operation dieses Ausmaßes lässt sich nicht in wenigen Tagen zusammenschustern.
Die russische Offensive findet an vier verschiedenen Fronten statt. An einer fünften Front, in der Ostukraine, die Putin letzte Woche für unabhängig erklärt hat, binden die russischen Streitkräfte ukrainische Truppen, die anderswo gebraucht werden.
Der Großteil der russischen Streitkräfte rückt von Weißrussland aus nach Süden in Richtung Kiew vor.
Russische Vorstoßtruppen, einschließlich Luft-, Mobil- und Aufklärungstruppen, sind seit Beginn des Krieges mit ukrainischen Truppen außerhalb von Kiew im Einsatz.
Eine massive Kolonne russischer Truppen, die auf eine Länge von über 40 Meilen (ca. 64 km) geschätzt wird, befindet sich nur 20 Meilen (ca. 32 km) nördlich von Kiew und sammelt sich wahrscheinlich, um die Hauptstadt einzukesseln.
Wenn die russischen Streitkräfte Kiew einnehmen und nach Süden vorstoßen können, um sich mit den Kräften an der Krimfront zu verbinden und so die Ukraine in zwei Teile zu spalten, wäre dies ein schwerer Schlag für die Regierung Zelenski.
Wichtiger als eine Handvoll Rückschläge ist jedoch, dass die russischen Streitkräfte in weniger als einer Woche 70 Meilen (ca. 113 km) in umkämpftes Gebiet vorgedrungen sind und sich am Rande der Hauptstadt befinden.
Dies ist kein Zeichen für eine unorganisierte, schlecht zusammengestellte und gescheiterte Offensive.
Der Vorstoß von Weißrussland nach Süden in Richtung Kiew wird von einer weiteren russischen Kolonne unterstützt, die von Osten her in der Nähe von Kursk gestartet ist.
Wenn sich diese Kolonne mit den russischen Truppen in der Nähe von Kiew verbinden kann, wird sie die ukrainischen Streitkräfte in den meisten Provinzen Tschernihiw und Sumy einkesseln, dem ukrainischen Militär dringend benötigte Soldaten und Kriegsmaterial entziehen und die Regierung von zwei nördlichen Provinzen abschneiden.
Weiter östlich haben die russischen Streitkräfte eine breit angelegte Offensive gestartet, die auf Charkiw, die zweitgrößte Stadt der Ukraine, abzielt, die jetzt belagert wird.
Im Süden sind die russischen Streitkräfte, unterstützt durch amphibische Angriffe vom Asowschen Meer aus, von der Krim aus in die Ukraine eingedrungen.
An dieser Front haben sich die russischen Streitkräfte entlang zweier Hauptachsen verzweigt, eine nordwestlich entlang des Flusses Pivdennyi Buh und eine andere nordöstlich entlang der Küste und im Landesinneren in Richtung der Region Donbas, die Russland kurz vor der Invasion für unabhängig erklärt hat.
Wenn sich russische Kolonnen von einer der beiden südlichen Fronten mit weiter nördlich gelegenen Kräften verbinden können, würden sie viele ukrainische Truppen von Verstärkung abschneiden – eine der beiden Kolonnen ist bereits rund 160 Meilen (ca. 257 km) vorgerückt.
Russische Generäle haben sich oft dafür entschieden, Städte und Ortschaften, die starken Widerstand leisten, zu umgehen und sie zu isolieren, um sich später um sie zu kümmern.
Berichten zufolge haben die russischen Streitkräfte ihre Angriffe auf die Zivilbevölkerung, insbesondere in Charkiw, ausgeweitet.
Im Moment sind die Artillerie- und Raketenangriffe dort begrenzt, vielleicht um den Bürgern eine Warnung vor dem, was kommen könnte, zu übermitteln.
Putin scheint die Ukraine unversehrt übernehmen zu wollen, wird aber nicht zögern, die Brutalität zu erhöhen, wenn es nötig ist.
Der systematische Charakter des russischen Angriffs steht im Widerspruch zu den Spekulationen, Putin habe die Kontrolle über seine Sinne verloren.
Niemand weiß das mit Sicherheit, aber Putins Handlungen scheinen die eines kalten und berechnenden Gegners zu sein.
Seine Entscheidung, in die Ukraine einzumarschieren, als eine Form von Wahnsinn abzutun, ist eine Ausrede, um Putins wahrscheinliche Beweggründe und zukünftige Handlungen zu ignorieren.
Strategisch gesehen begann Putins Vormarsch auf die Ukraine vor weit über einem Jahrzehnt, als er in Georgien einmarschierte und es durch die Anerkennung der Kreml-Marionettenregime in den Regionen Abchasien und Südossetien balkanisierte.
Im Jahr 2014 besetzte und annektierte Putin die strategische ukrainische Region Krim, die als Ausgangspunkt für die aktuelle Invasion diente.
Putin zahlte für beide Aktionen kaum einen Preis.
Die Vereinigten Staaten und Europa verhängten begrenzte Sanktionen, verhandelten aber weiterhin mit ihm über das iranische Atomabkommen und andere wichtige Themen.
Heute hat Putin ausgerechnet, dass die gewaltsame Einnahme der Ukraine in seinem und Russlands Interesse liegt.
Er hat zweifellos damit gerechnet, dass der Westen diplomatische und wirtschaftliche Sanktionen verhängen würde, mit denen die amerikanischen und europäischen Staats- und Regierungschefs bereits im Vorfeld gedroht hatten.
Putin mag den ukrainischen Widerstand und die Intensität der westlichen Opposition falsch eingeschätzt haben, aber das bedeutet nicht, dass er verrückt ist oder die Möglichkeiten nicht bedacht und sich trotzdem für eine Invasion entschieden hat.
Es bleibt abzuwarten, ob Putins Plan gelingen oder scheitern wird, aber klar ist, dass es einen Plan für eine gewaltsame Invasion der Ukraine gab, und dieser Plan wurde vom ersten Tag an umgesetzt.
Die ukrainischen Truppen leisten einen tapferen Kampf unter schwierigen Bedingungen und mit großen Schwierigkeiten. Russland hat die meisten, wenn nicht alle Vorteile in der Hand.
Es kann die Ukraine aus drei verschiedenen Richtungen angreifen und hat dies auch getan. Das russische Militär ist in Bezug auf die Zahl der Soldaten, die Luft- und Seestreitkräfte und die Panzerung deutlich im Vorteil.
Es kann auf enorme Ressourcen zurückgreifen. Während die Ukraine die Unterstützung eines Großteils der internationalen Gemeinschaft genießt, die Waffen zur Verfügung stellt, kämpft die Ukraine allein.
Der Glaube, dass der russische Angriff schlecht verläuft, mag uns ein gutes Gefühl geben, widerspricht aber den Tatsachen.
Wir können der Ukraine nicht helfen, wenn wir nicht ehrlich sind, was ihre Lage anbelangt.
Wie Dr. Reiner Haseloff (CDU) ein Licht aufgeht

„Haltet den Dieb!“, rufen die Politiker von gestern, darauf hoffend, dass die geschröpften Bürger auch an Amnesie leiden. Jetzt merkt sogar ein Wendehals wie Haseloff, dass die Energiewender ein totes Pferd geritten haben.
von Manfred Haferburg
„Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern, nichts hindert mich, weiser zu werden“, soll der CDU-Politiker Konrad Adenauer mal gesagt haben. Doch lange nach Adenauer ist das mit dem weiser werden bei der CDU so eine Sache. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff (CDU) sagte am 10. Juli 2020 in einer Videobotschaft an die Bürger von Sachsen Anhalt:
„…Wir müssen daher die Rahmenbedingungen für neue Arbeitsplätze schaffen und die regenerativen Energien so ausbauen, dass sie verlässlich Strom für unsere Unternehmen und Haushalte liefern… Ende vergangener Woche haben wir in Bundestag und Bundesrat das Kohleausstiegsgesetz und das Strukturstärkungsgesetz für die Kohleregionen verabschiedet. Das ist ein klares Signal, dass der Strukturwandel nun starten kann… Ich bin deshalb sehr zuversichtlich, dass uns auch die Umgestaltung der Kohleregionen gelingen wird.“
Da war Angela Merkel noch seine Chefin, die ihn mit Hilfe ihrer CDU-Paladine ganz offenbar daran hinderten, weiser zu werden. Wer riskierte schon, bei der Göttlichen in Ungnade zu fallen. Nun wurde Merkel kürzlich sogar das Portemonnaie geklaut, sie ist im wahren Leben angekommen. Die Gefahr scheint gebannt. Da hört sich Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff am 27.02.2922 im Welt Interview schon viel weiser geworden an:
„Sachsen-Anhalt ist beim Ausbau erneuerbarer Energien wirklich ambitioniert unterwegs. Aber in dieser Lage nun deutsche Kohlekraftwerke schnell abschalten zu wollen, halte ich für unverantwortlich. Wer Kohlekraftwerke vom Netz nimmt, muss sie mit Gaskraftwerken mit russischem Gas ersetzen. Darauf in dieser Kriegslage zu vertrauen, halte ich politisch für unverantwortlich… Umso wichtiger ist es, dass wir die modernsten Kohlekraftwerke mit hohen Wirkungsgraden jetzt nicht auch noch vorzeitig vom Netz nehmen.“
Zukäufe von Atomstrom aus Frankreich oder Kohlestrom aus Polen
Herr Dr. Haseloff sollte eigentlich als Ministerpräsident wissen, dass es schon 2020 unverantwortlich war, „modernste Kern- und Kohlekraftwerke mit hohen Wirkungsgraden“ abzuschalten, bevor irgendein Ersatz dafür in Sicht ist. Und die Abhängigkeit von russischen Gaslieferungen gab es schon 2020 genauso wie heute. Auch die größten deutschen Gasspeicher gehörten 2020 schon Gasprom.
Herr Dr. Haselhoff leidet offensichtlich an kognitiver Amnesie. AM 20.11 2021 sagte er nämlich der Mitteldeutschen Zeitung:
„Wenn wir das Geld erwirtschaftet haben, mit dem wir Atomstrom einkaufen, warum denn nicht? Das ist doch vollkommen legitim. Wir müssen aufhören mit dem Schwarz-Weiß-Denken, wenn wir die Klimaziele erreichen wollen.“
Heute sagt er: „Faktisch könnte die bizarre Situation entstehen, dass die Ampel-Regierung sich in einer möglichen Energiekrise mit Zukäufen von Atomstrom aus Frankreich oder Kohlestrom aus Polen durchwurschtelt…“
Haseloff kommt zu weiteren bahnbrechenden Erkenntnissen:
„Die deutschen AKWs kann man ja auch nicht mal eben weiterbetreiben. Umso wichtiger ist es, dass wir die modernsten Kohlekraftwerke mit hohen Wirkungsgraden jetzt nicht auch noch vorzeitig vom Netz nehmen. Um sie dann mit Kraftwerken zu ersetzen, die russisches Gas benötigen… Es braucht jetzt ein klares, Handlungsschema der Bundesregierung in der Sache.“
Auch das war 2020 und 2021 schon so. Unter Führung der großen Koalition wurden in dieser kurzen Zeitspanne drei Kernkraftwerke und ein Dutzend Kohlekraftwerke geschlossen. Da wollten die Schwarzen grüner als die Grünen sein und vernichteten Milliarden von Werten ohne Rücksicht auf Verluste. Es waren ja die Bürger, welche die Zeche zahlten.
„Haltet den Dieb!“, rufen die Politiker von gestern, darauf hoffend, dass die geschröpften Bürger auch an Amnesie leiden. Jetzt merkt sogar ein Wendehals wie Haseloff, dass die Energiewender ein totes Pferd geritten haben. Aber absteigen? Da muss er erst noch ein bisschen weiser werden und seinen neuen Parteichef fragen.
Lesen Sie zum gleichen Thema Manfred Haferburg im August 2021: Deutschland – umgeben von Idioten
Der Beitrag erschien zuerst bei ACHGUT hier
Thomas Fasbender: Wladimir W. Putin. Eine politische Biographie

Wer (als Deutscher!) wachen Auges auf den Ukrainekrieg schaut, wird mit einer klaren Parteinahme zögern. Wem, bitte, soll man denn in der außenpolitischen Berichterstattung noch trauen – wenn man weiß, mit welchen Propagandatricks die Medien schon bei innerdeutschen Sachlagen arbeiten? Wer sich gründlich und valide über Wladimir Wladimirowitsch Putins Rußland informieren will; wer mitreden will […]
Die WHO ist die zukünftige Weltregierung. Die Machtübernahme ist für den 1. Mai 2022 geplant. Mit den „Lockerungen“ werden Sie aktuell nur hereingelegt
„Die Tatsache, dass sie sich plötzlich von den Maßnahmen und Abriegelungen distanzieren, ist nur ein Spiel. In der letzten Januarwoche 2022 hielt die WHO in Genf eine Dringlichkeitssitzung ab und beriet über die Ausweitung ihrer Befugnisse zur Übernahme aller Mitgliedsstaaten im Falle einer Pandemie und „jeder anderen Form von Bedrohung oder Katastrophe“. Die WHO möchte, dass die Mitgliedsstaaten einen neuen Vertrag über Covid-19 unterzeichnen, der den Vertrag von 2005 erweitert. Nach der Unterzeichnung durch die Gesundheitsminister hat die WHO-Verfassung (gemäß Artikel 9) bei Naturkatastrophen oder Pandemien Vorrang vor der Verfassung eines Landes (189 Länder haben den Vertrag von 2005 unterzeichnet). Da die Definition einer Pandemie vor einigen Jahren geändert wurde (Fälle auf der Grundlage des PCR-Tests), kann sie in jedem Land Gehorsam erzwingen und der Öffentlichkeit WHO-Richtlinien aufzwingen, die nicht nur empfohlen, sondern auch vorgeschrieben werden. Und das klingt nach Macht über das Land und die Welt.“
Artikel 19 :
Wenn 2/3 der Mitgliedsstaaten eine Resolution oder eine neue Regelung unter „Notstandsrecht“ annehmen, wird sie für ALLE Mitgliedsstaaten mit einer Umsetzungsfrist angenommen (Artikel 22)
Artikel 20
Jede Verordnung kann für die globale Gesundheitssicherheit erlassen werden
- Sanitär- und Quarantänemaßnahmen (d.h. Abriegelung, Masken, Isolierung und willkürliche Distanzierung)
- Änderung der Nomenklatur (d.h. Definitionen!)
- Standardisierung der Diagnostik (z.B. technische Ersetzung von Ärzten durch Betrug mit PCR-Tests)
- standardisierte Verfahren von Produkten
- Kennzeichnung und Vermarktung von Produkten (z.B. regelmäßiges Impfen)
Dr. Astrid Stuckelberger, die seit 20 Jahren für die WHO arbeitet, warnt, dass jedes Land einen öffentlichen Protestbrief an die WHO schicken sollte. Die „Regierungen“ sollten einen Brief verfassen, in dem sie erklären, dass die Bevölkerung nicht akzeptiert, dass die Unterschrift des Gesundheitsministers ohne ein Referendum über das Schicksal von Millionen von Menschen entscheiden kann. Es ist sehr wichtig, diesen Brief aus jedem Land an die WHO in Genf zu schicken. Die WHO möchte, dass alle Länder die Maßnahmen bis Mai 2022 umsetzen. Dr. Stuckelberger teilte mit, dass bisher nur die Russen ein solches Ablehnungsschreiben verschickt haben!“
Israelische Studie zeigt, dass „Booster Shots“ mehr Impfschäden verursachen als bisher vermutet
childrenshealthdefense.org: Laut einer vom israelischen Gesundheitsministerium durchgeführten Umfrage erleiden mehr Israelis Impfschäden und Reaktionen nach COVID-19-Auffrischungsimpfungen, als das passive Meldesystem des Landes angibt. Was sagen uns die Daten über Sicherheitssignale und Unterberichterstattung?
Laut einer Umfrage des israelischen Gesundheitsministeriums (MOH) erleiden mehr Israelis Impfschäden und Reaktionen nach COVID-19-Auffrischungsimpfungen als das passive Meldesystem des Landes angibt.
Das MOH führte eine aktive Umfrage unter Empfängern von Auffrischungsimpfungen durch, um Daten über unerwünschte Ereignisse im Zusammenhang mit Auffrischungsimpfungen zu sammeln, und verglich dann die Umfragedaten mit den Daten, die aus dem passiven Meldesystem des Landes verfügbar sind.
Die Umfrage ergab, dass das passive Meldesystem Israels die Zahl der unerwünschten Ereignisse stark unterschätzt.
Die Daten aus der israelischen Erhebung könnten einen gewissen Einblick in das Ausmaß der Untererfassung in den USA geben.
Sie könnten auch die Sicherheitssignale bestätigen, die die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) ignorieren.
Was die Umfrage ergab
Die MOH-Umfrage war zwar umfangreich, aber in ihrem Umfang begrenzt.
Mehr als 4.000 Personen wurden für den Fragebogen ausgewählt. Davon wurden 2.049 als zuverlässig eingestuft.
Der Fragebogen wurde zwischen 21 und 30 Tagen nach der Verabreichung der Auffrischungsimpfung ausgefüllt.
In der Umfrage wurden mehr als 40 verschiedene Kategorien von Impfreaktionen bei Männern und Frauen ermittelt. Eine Teilmenge der Frauen wurde auch zu ihrem Menstruationszyklus befragt.
Vier der 40 Kategorien sind von unmittelbarer Bedeutung für die Einführung der Auffrischungsimpfung in den USA und für alle weiteren Auffrischungsimpfungen, die die CDC in Zukunft genehmigen könnte.
Die vier Kategorien sind:
- Krankenhausaufenthalte
Sechs der 2.049 Befragten (0,29 %) wurden nach der Auffrischungsimpfung in ein Krankenhaus eingeliefert. Diese Zahl scheint zwar unbedeutend zu sein, ist aber von größerer Bedeutung, wenn man sie auf die Millionen von Auffrischungsimpfungen hochrechnet, die verabreicht wurden:
- Israel: 4,5 Millionen verabreichte Auffrischungsimpfungen = 13.000 Krankenhausaufenthalte
- USA: 92 Millionen verabreichte Auffrischungsdosen = 270.000 Krankenhausaufenthalte.
- Verschlimmerung einer bereits bestehenden Krankheit
Es wurden sechs verschiedene Kategorien von „chronischen Erkrankungen“ (bereits bestehende Krankheiten) ermittelt. Dies sind die Anteile der Befragten in jeder Kategorie, die eine Verschlimmerung ihrer Krankheit nach einer Auffrischungsimpfung angaben:
- Herzkrankheit = 5,4 %.
- Bluthochdruck = 6,3 %.
- Lungenerkrankung = 7,0 %.
- Diabetes = 9,3 %.
- Angststörung oder Depression = 26,4%.
- Autoimmunerkrankung = 24,2%.
- Neurologische Nebenwirkungen
Ein Prozentsatz der Befragten (4,5 %) berichtete über eine neurologische Nebenwirkung.
Es wurden zehn verschiedene Kategorien von neurologischen Nebenwirkungen angegeben, darunter Kribbeln, Bellsche Lähmung, verschwommenes Sehen, Krämpfe und unwillkürliche Bewegungen.
Außerdem berichteten 3,9 % der Befragten über eine allergische Reaktion nach der Auffrischungsdosis (Hautausschlag, Atembeschwerden, Schwellungen im Gesicht/Rachenraum), wobei jedoch keine Fälle von Anaphylaxie gemeldet wurden.
- Unregelmäßigkeiten im Menstruationszyklus
Das von der US-Regierung betriebene Vaccine Adverse Event Reporting System (VAERS) erfasst zwar keine Informationen, die sich speziell auf den weiblichen Menstruationszyklus beziehen, doch die Zahl der gemeldeten Unregelmäßigkeiten in der israelischen Erhebung ist bemerkenswert.
Von den 615 weiblichen Befragten, die unter 54 Jahre alt waren, berichteten 59 (9,6 %) über Menstruationsunregelmäßigkeiten. Diese Frauen wurden in einer Folgebefragung befragt. Innerhalb dieser Untergruppe berichteten der Umfrage zufolge mehr als 88 % der Frauen über einen regelmäßigen Menstruationszyklus vor der Booster-Dosis.
Nach der Auffrischungsdosis:
- 31,1 % begaben sich wegen Menstruationsstörungen in ärztliche Behandlung.
- 9,1 % erhielten Medikamente gegen die unerwünschten Wirkungen.
- 39,0 % litten unter ähnlichen Nebenwirkungen nach früheren COVID-Impfungen. Mehr als zwei Drittel der Frauen berichteten, dass diese anfänglichen Beschwerden in dem fünfmonatigen Intervall zwischen der ersten Dosisreihe und der Auffrischungsdosis abklangen, die Beschwerden aber nach der Verabreichung der Auffrischungsdosis wieder auftraten. Etwa die Hälfte der Frauen berichtete, dass die unerwünschten Ereignisse während des sieben- bis 12-wöchigen Zeitfensters der Nachuntersuchung anhielten.
Aufgrund der überwältigenden Zahl anekdotischer Berichte über Menstruationsstörungen hier in den USA gewährten die National Institutes of Health der Universität Boston im September 2021 einen Zuschuss in Höhe von 1,67 Millionen Dollar zur Untersuchung der Auswirkungen von COVID-Impfstoffen auf die Menstruation. Die Ergebnisse werden voraussichtlich im Frühjahr 2022 veröffentlicht.
Zusätzlich zu den oben aufgeführten Reaktionen wurden in der MOH-Erhebung auch Reaktionen an der Injektionsstelle und allgemeine Reaktionen gemeldet.
Das Problem der Dunkelziffer
Wenn die Meldung von unerwünschten Ereignissen bei Impfstoffen der Schlüssel zur Ermittlung von Sicherheitssignalen ist, dann führt die Untererfassung zu einer Epidemie anderer Art.
Dr. Josh Guetzkow, Juraprofessor an der Hebräischen Universität Jerusalem, analysierte die israelische Studie und erhob schwere Vorwürfe gegen die vom israelischen Gesundheitsministerium gemeldeten Sicherheitsdaten und die daraufhin erlassenen Impfstoffvorschriften.
Obwohl er feststellte, dass die Unterschiede zwischen den israelischen und den US-amerikanischen Meldesystemen keine direkte Korrelation zulassen, konnte Guetzkow einige Zusammenhänge herstellen.
Anhand der aktiven Erhebungsdaten ermittelte Guetzkow einen ungefähren Underreporting-Faktor (URF) für unerwünschte Ereignisse in der israelischen Bevölkerung (URF = 1 bedeutet, dass alle Fälle eines unerwünschten Ereignisses erfasst wurden):
- Verlust des Bewusstseins URF = 1.700.
- Atemschwierigkeiten URF = 48.000.
- Krampfanfälle URF = 6.500.
- Bell’s Lähmung URF = 6.000.
- Verschwommene/gestörte Sicht URF = 4.000.
Wie verhält sich die URF in Israels passivem Meldesystem zum Underreporting durch VAERS in den USA?
Wie bereits erwähnt, verhindern die Unterschiede zwischen den beiden Meldesystemen eine direkte Korrelation. Das israelische Gesundheitsministerium verwendet für seine Meldungen nicht das internationale Klassifizierungssystem MedDRA.
Guetzkow war jedoch in der Lage, einige URF-Schätzungen für mehrere schwerwiegende Erkrankungen auf der Grundlage von Ähnlichkeiten zwischen den beiden Meldesystemen zu erstellen.
Dies sind seine Ergebnisse:
- Krampfanfälle/Konvulsionen VAERS URF = 731 (erwartete Fälle insgesamt = 177.632).
- Krankenhausaufenthalte VAERS URF = 126 (erwartete Fälle insgesamt = 266.488).
- Bellsche Lähmung VAERS URF = 3.034 (Erwartete Fälle insgesamt = 488.488).
- Gürtelrose (Herpes zoster) VAERS URF = 401 (Gesamtzahl der erwarteten Fälle = 133.200).
Selbst wenn diese Zahlen um 50 % übertrieben sind, sollten sie dennoch Sicherheitssignale innerhalb der CDC auslösen, die wiederum weitere Untersuchungen nach sich ziehen würden.
In Ermangelung aktiver, unabhängiger Erhebungsdaten in den USA, die man angesichts des weltweiten Drängens auf einen experimentellen Impfstoff für unerlässlich halten würde, ist eine solche Extrapolation von Daten aus anderen Ländern das Beste, was wir tun können.
Was die Daten der Versicherungsgesellschaften verraten
Wenn alles andere versagt, folgen Sie dem Geld.
Zwei Krankenkassen in Deutschland achten sehr genau auf unerwünschte Ereignisse und Impfschäden, vermutlich weil sie keine Gesundheitsleistungen für einen staatlich verordneten, experimentellen Impfstoff auszahlen wollen.
Die erschütternden Prognosen der deutschen Unternehmen stimmen mit den in den USA gemeldeten Zahlen zur Gesamtmortalität überein.
Den Analysen zufolge ist die Gesamtmortalität in Deutschland um 26 % gestiegen, was nicht allein durch die COVID-Todesfälle (maximal 8 %) erklärt werden kann.
Die Underreporting-Faktoren sind um das 13,86-fache zu niedrig, was bedeutet, dass seit der Einführung der COVID-Impfkampagne in Deutschland mehr als 400.000 schwere Impfschäden und mehr als 31.000 Todesfälle aufgetreten sind.
Die Impfkampagne ist die einzige Variable, die für diesen unnatürlichen Anstieg verantwortlich sein kann.
Legt man einige grobe Pro-Kopf-Zahlen zugrunde, könnten wir hier in den USA mit 1,6 Millionen schwerwiegenden unerwünschten Ereignissen und 126.000 Todesfällen im Zusammenhang mit dem COVID-Impfstoff rechnen.
Schlussfolgerung
Als Erfassungssystem war VAERS für die CDC ein bequemes Instrument, das – vor COVID – dazu diente, die Sicherheit herkömmlicher Kinderimpfstoffe nachzuweisen.
Als ein Harvard-Audit im Jahr 2010 zu dem Schluss kam, dass weniger als 1 % der unerwünschten Ereignisse gemeldet wurden, überging die CDC dieses Detail und ignorierte dabei genau die Empfehlungen, mit denen sie die Harvard-Auditoren beauftragt hatte, um das Narrativ der Behörde „Impfstoffe sind sicher“ zu stützen.
Doch als die COVID-Impfstoffe auf den Markt kamen und die Zahl der der CDC gemeldeten unerwünschten Ereignisse in die Höhe schnellte, änderte die Behörde ihre Haltung.
Jetzt behauptet die CDC, die Daten in VAERS hätten „Einschränkungen“, so dass niemand durch die Zehntausenden von Berichten über Verletzungen und Todesfälle beunruhigt sein sollte.
Der Zusammenhang zwischen der israelischen Erhebung und VAERS wird noch dadurch verkompliziert, dass die US-Arzneimittelbehörde (FDA) die Sicherheitsdaten aus dem israelischen passiven Meldesystem, von dem wir inzwischen wissen, dass es eine hohe Dunkelziffer aufweist, für die Zulassung von Auffrischungsimpfungen in der US-Bevölkerung verwendet hat.
Schätzungsweise 40 % der in Frage kommenden Amerikaner haben eine Auffrischungsimpfung erhalten.
In den kommenden Wochen und Monaten werden wahrscheinlich weitere Daten diese Schätzungen bestätigen, und es wird sich ein klareres Bild der Wahrheit ergeben.
Die CDC beginnt gerade mit der Veröffentlichung der V-SAFE-Daten (Hochrechnungen der Daten, nicht der Rohdaten), und die gerichtlich angeordnete Freigabe aller klinischen Studiendaten von Pfizer sollte bis Ende des Jahres veröffentlicht werden.
Der Zweck von VAERS ist nicht die Feststellung von Kausalität, sondern die Erfassung von Zufällen. Wenn die jüngsten, massiven Spitzen bei impfstoffbedingten Verletzungen und Todesfällen nicht genug Sicherheitssignal sind, um die CDC und die FDA zumindest innehalten zu lassen – vor allem, wenn die Dunkelziffer so hoch ist -, dann müssen wir diese Behörden abschaffen, die sich mehr für den Schutz des industriellen medizinischen Komplexes einsetzen als für die Menschen, denen sie zu dienen geschworen haben.
Mein Tag in Palästina: Die atemberaubende Schönheit und grausame Realität eines besetzten Landes
Ein Spaziergang durch die niedrigen Hügel der Naqab, während die Sonne untergeht und der Mond aufgeht, ist eine Erfahrung, die es uns ermöglicht, uns vorzustellen, wie Palästina war, bevor es von den Zionisten zerrissen wurde, und was noch gerettet werden kann, wenn wir schnell handeln.
JERUSALEM – Die Ruinen des palästinensischen Dorfes Sataf liegen am Hang eines schönen Hügels am Stadtrand von Jerusalem. Heute ist das Gebiet ein Park der Jüdischen Nationalstiftung (JNF) mit dem Namen „Har Eitan“ oder Berg Eitan. Er ist mit Kiefern bewachsen, die vom JNF gepflanzt wurden, um das zionistische Verbrechen der ethnischen Säuberung zu verbergen, ein Verbrechen, das als Verbrechen gegen die Menschlichkeit eingestuft wurde.
Im Jahr 2021 brachen auf den Hügeln rund um Jerusalem große Brände aus, bei denen unzählige Kiefern verbrannt wurden, darunter auch die um Sataf. Es gibt einen 8 km langen Wanderweg, der um den Berg herumführt und von den Menschen zum Wandern, Joggen und manchmal auch zum Mountainbiken genutzt wird. Teile dieses Weges sind sehr steil, und in einigen Fällen erstrecken sich diese steilen Abschnitte über eine gute Meile.
Wenn ich in Jerusalem bin, laufe ich gerne in Sataf, und am Tag nach meiner Ankunft hier Mitte Februar bin ich gelaufen. Ich laufe nicht immer die volle 8-Kilometer-Runde, weil diese steilen Hügel ein Killer sind, aber dieses Mal habe ich es getan. Als ich durch den Berg lief, sah ich verbrannte, hoch aufragende Kiefern, die wie ein Denkmal für die Arroganz und Dummheit britischer und zionistischer Siedler und Kolonisatoren stehen, die meinen, sie wüssten, was gut für die „Kolonie“ ist.
Als ich lief, sah ich Arbeiter, meist Palästinenser, die diese hohen verbrannten Streichhölzer fällten, und ich konnte zum ersten Mal sehen, dass der Boden sichtbar war. Die flache Erde unter den Bäumen war nach all den Jahren sichtbar, und die palästinensische Landschaft war lebendig und gut.
Die Terrassen, die von palästinensischen Bauern im Laufe der Jahrhunderte angelegt und bewirtschaftet wurden, sind immer noch da, ebenso wie die Olivenbäume, gelegentlich Feigen und unzählige Mandelbäume, die jetzt in voller Blüte stehen. Da es in Jerusalem jetzt kalt und regnerisch ist, ist der Boden mit kleinen rosafarbenen Alpenveilchen und hohen Pancratium mit weißen Blüten bedeckt, die um diese Jahreszeit überall wachsen.
Vom Jüdischen Nationalfonds gepflanzte Bäume bedecken die Ruinen der palästinensischen Häuser in Sataf. Foto | ZochrotDie Realität konfrontiert die Natur
Auch im nördlichen Naqab ist es zu dieser Jahreszeit grün. Weitläufige Grünflächen, die noch nicht durch zionistische Eingriffe zerstört wurden, ermöglichen einen wahrhaft wunderbaren Ausflug für einen Nachmittag. Ein Spaziergang durch die niedrigen Hügel des Naqab, während die Sonne untergeht und der Mond aufgeht, ist eine Erfahrung, die es uns ermöglicht, uns vorzustellen, wie Palästina aussah, bevor es von den Zionisten zerrissen wurde, und was noch gerettet werden kann, wenn wir schnell handeln. Die Realität des Lebens in Palästina könnte kaum erschreckender und weniger inspirierend sein als die Naturphänomene, die ich beschrieben habe.
Noch besser ist es, dies mit jungen palästinensischen Beduinen aus dem Naqab zu tun, die das Land kennen und seinen Wert und seine Schönheit in einer Weise zu schätzen wissen, die privilegierte Siedler niemals verstehen könnten. Ich hatte die Gelegenheit, mich mit einigen jungen palästinensischen Beduinen in Bi’r Al-Saba zu unterhalten. Es handelte sich um eine kleine Versammlung, die ad hoc von befreundeten Aktivisten organisiert wurde, die den Zionismus ablehnen, ihr Land verteidigen und ihr Recht auf Beibehaltung ihrer Lebensweise einfordern.
Eine israelische Frau, die zufällig anwesend war, als ich sprach, stürmte aus der Versammlung. Sie sagte, dass ich und die Organisatoren die jungen Palästinenser vergiften würden. Diese Arroganz, die leider typisch für Zionisten ist, lässt viele glauben, dass nicht die Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die an den Palästinensern im Naqab begangen werden, das Problem sind, sondern Gleichaltrige und Leute wie ich, die mit ihnen darüber sprechen.
Scheich Jarrah
In einem Moment der Fürsorge inmitten von Wahnsinn und Gewalt, wie eine Lotusblume, die sich aus dem Schlamm erhebt, lief ein Clown durch die Menge beim Sheikh Jarrah Protest. Ich habe sie schon oft gesehen; sie verteilt kleine herzförmige Aufkleber und im Sommer hat sie eine kleine Sprühflasche, mit der sie die Menschen mit kaltem Wasser besprüht. Die Polizei geht brutal gegen sie vor, wie gegen jeden, der es wagt, sie herauszufordern, selbst gegen einen Clown.
Bei der Demonstration am Freitag, dem 18. Februar, war sie dabei. Die Polizei ging mit einem Hass und einer Brutalität vor, die der Definition von Amnesty International für israelische Verbrechen als Verbrechen gegen die Menschlichkeit entsprachen. An einem Punkt stand der Clown, dessen Namen ich nicht kenne, in einer Reihe mit anderen Demonstranten, die den israelischen Terrorkommandos gegenüberstanden. Sie forderten die Demonstranten auf, sich zurückzuziehen, und begannen sofort zu schubsen.
Wenn diese Leute schubsen, tun sie das mit der Brutalität einer Herde wütender Büffel. Der Clown wurde so heftig geschubst, dass es aussah, als würde sein gesamter Oberkörper abreißen. Wenn das Geschubse und Gedränge beginnt, rennt jeder weg oder wird zertrampelt. Die Gewalt war unprovoziert, unentschuldbar und sicherlich unnötig. Die einzige Gewalt bei diesen Protesten geht von der Polizei aus.
Israelische Bereitschaftspolizisten rangeln mit Demonstranten in Sheikh Jarrah, Ost-Jerusalem, 18. Februar 2022. Mahmoud Illean | APManchmal ist Einfühlungsvermögen alles, was wir haben
Später am Abend, bevor ich den Ort des Geschehens verließ, ging ich zu der Clownin hinüber, um mich zu bedanken und zu sehen, ob es ihr gut ging. Sie stand neben einem der älteren Herren, der in Sheikh Jarrah wohnt. Wie viele andere alteingesessene Bewohner dieses Viertels kann auch er die Realität, die sich um ihn herum abspielt, nicht begreifen. Man kann es ihm nicht verdenken, denn es ist ein Wahnsinn, den kein gesunder Geist verstehen kann.
Dieser Herr machte seinem Ärger Luft; dann ging er über zu einer Belehrung, dann drückte er seine Wut und Frustration aus, und dann war er wieder verwirrt. Während der ganzen Zeit, die ich dort stand, war sie anwesend und hörte dem Mann zu, der immer weiter redete. Sie reichte mir kurz die Hand, um zu sagen: „Ich weiß, dass du hier bist“, und sie hörte mit offenem Herzen diesem Mann zu, dessen Leben von wahnsinnigen, rassistischen, gewalttätigen Banden terrorisiert wird, die das ganze Gewicht des israelischen Staates hinter sich haben. Er hatte eindeutig das Bedürfnis, seine Stimme zu erheben, auch wenn es gegenüber einem Clown war.
Das Ausmaß des Prozesses, der sich in Sheikh Jarrah abspielt, ist für die Menschen schwer zu begreifen. Diejenigen von uns, die hierher kommen, um ihre Solidarität zu bekunden und sich an die Seite der Palästinenser zu stellen, die Opfer dieses Verbrechens gegen die Menschlichkeit sind, können unmöglich den Schmerz und die Angst nachempfinden, die die Palästinenser empfinden, die dies miterleben und deren Leben ruiniert wird. Zu sehen, wie dieser palästinensische Herr vor einer Clownin steht und seine Gefühle ausspricht, und zu sehen, wie aufrichtig sie zuhört, war eine großartige Art, einen sehr schwierigen Tag zu beenden.
Eine Blendgranate
Etwa 10 Minuten nachdem ich gegangen war, hörte ich auf dem Weg zu meinem Auto zwei laute Explosionen. Es war seltsam, denn der Protest war beendet, die Polizei stand nur noch beiläufig herum, und alles, was übrig blieb, waren singende und tanzende Menschen aus der Nachbarschaft. Aber auch das musste aufhören, also warfen sie zwei Blendgranaten in die Menge.
Der Kampf um Sheikh Jarrah könnte nicht wichtiger sein. Die einzige Möglichkeit, die totale Zerstörung des Lebens der Palästinenser in Jerusalem – und insbesondere im Stadtteil Sheikh Jarrah – zu verhindern, besteht darin, von Regierungen und Nichtregierungsorganisationen in aller Welt die Umsetzung der Empfehlungen des Berichts von Amnesty International über die israelische Apartheid zu fordern, einschließlich der Verpflichtung Israels, den Palästinensern ihre Menschenrechte zu gewähren, ihr Rückkehrrecht zu garantieren und sie für den Verlust von Land und Eigentum, den sie unter der israelischen Besetzung erlitten haben, zu entschädigen.

