Kategorie: Nachrichten
Propaganda-Forschung: Lügen-Narrative des Westens, um einen Krieg zu rechtfertigen! (VIDEO)
Ukraine-Krieg sorgt für eine «wachsende Bedrohung der Ernährungssicherheit»
Einflussreiche Akteure des Weltwirtschaftsforums (WEF) beabsichtigen seit Beginn der «Pandemie» die globale Weltordnung im Sinne der Wirtschafts- und Politeliten neu umzugestalten. Doch die Great-Reset-Agenda nach dem Gusto des WEF, dem modernen «Politbüro des Kapitalismus» (Paul Schreyer), bereitet vielen Menschen Sorgen. Kritiker sehen im gegenwärtigen Krieg in der Ukraine die Phase zwei hin zum Great Reset gekommen, der die Welt weiter destabilisiert und ins Chaos führt.
Interessant ist in diesem Zusammenhang, wie Akteure im Umkreis des WEF die geopolitische Ausgangslage rund um den Ukraine-Krieg beurteilen. John Hammond publizierte auf der Website des WEF unlängst einen Artikel hierzu. Hammond ist Agrarwissenschaftler und Professor an der University of Reading in England. Zwar müssen die Ansichten von Hammond nicht deckungsgleich sein mit denjenigen des WEF. Trotzdem: interessant sind sie allemal.
Für Hammond steht fest, dass die Welt gerade den «Beginn einer weltweiten Nahrungsmittelkrise» erlebt, «die durch die Auswirkungen einer Pandemie und in jüngster Zeit durch den Anstieg der Kraftstoffpreise und den Konflikt in der Ukraine ausgelöst wurde». Der Anstieg der Kraftstoffpreise habe einen direkten Einfluss auf die Lebensmittelversorgung. Dies zeige sich anhand der Düngemittel, die immer knapper werden und die Preise für Dünger in die Höhe schiessen lassen.
«Der jüngste drastische Anstieg der Kraftstoffpreise wirkt sich direkt auf die Düngemittelpreise aus, was erklärt, warum der Lebensmittelpreisindex der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) im Februar seinen bisher höchsten Wert erreicht hat», schreibt Hammond. Der Index sei zuletzt so schnell angestiegen wie seit der Finanzkrise 2008 nicht mehr.
Der Agrarwissenschaftler geht davon aus, dass die Preiserhöhungen in den kommenden Monaten noch weiter zunehmen werden. Die Leidtragenden sind dabei grosse Teile der Bevölkerung, insbesondere in ärmeren Ländern. «Höhere Düngemittelpreise werden die Landwirte zwingen, entweder einen entsprechenden Anstieg der Erntepreise bei der Ernte zu erzielen oder weniger Dünger zu verwenden», so Hammond.
Höhere Getreidepreise bei der Ernte würden zudem den Inflationsdruck in der Wirtschaft verstärken. Zu rechnen sei künftig mit höheren Lebensmittelpreisen. Weiter Hammond:
«Russland und die Ukraine sind auch wichtige Produzenten und Lieferanten von Düngemitteln und deren Rohstoffen. So stellt beispielsweise der norwegische Konzern Yara, der grösste Hersteller und Lieferant von Düngemitteln in Europa, einen Grossteil seiner Produkte in der Ukraine her. Die Einschränkung des westlichen Handels mit Russland und die Unterbrechung der Lieferketten in der Ukraine werden daher die Produktion und Versorgung mit Düngemitteln zusätzlich unter Druck setzen.»
Der Agrarwissenschaftler weist darauf hin, dass Russland für fast ein Zehntel der weltweiten Stickstoffdüngerproduktion verantwortlich ist. Gemeinsam mit Weissrussland produziere das Land etwa ein Drittel des weltweiten Kalisalzes. Zudem stemme Russland einen erheblichen Teil der weltweiten Produktion von Phosphatdünger. Allerdings würden diese Düngemittel oft nicht jedes Jahr genutzt, auch seien die Energiekosten geringer, so dass sie sich weniger unmittelbar auf die Erträge und die Nahrungsmittelproduktion auswirkten.
Weiter Hammond:
«Wladimir Putin hat die Unterbrechung des Handels mit Düngemitteln ausdrücklich mit einem bevorstehenden Anstieg der Lebensmittelpreise in Verbindung gebracht. Die Russen haben gerade eine Aussetzung der Düngemittelausfuhren in den Westen angekündigt. Da Brasilien, China und die USA wichtige Märkte für russische Düngemittel sind, werden diese globalen Getreidelieferanten davon betroffen sein.»
Hammond verweist darauf, dass die Ukraine selbst ein grosser Agrarproduzent ist, der bedeutende Mengen an Getreide und Ölpflanzen für die Weltmärkte produziert – das Land sei der grösste Lieferant von Sonnenblumenöl weltweit und stemme zwölf Prozent des Weltweizens. Auch deshalb seien die Konsequenzen des Ukraine-Krieges verheerend.
«Zu einer Zeit also, in der die Saat in der Ukraine bereits auf die Düngemittel und Pestizide wartet, werden Störungen die diesjährige Ernte weiter unter Druck setzen und zu höheren Lebensmittelpreisen führen. Besonders gefährdet durch eine Verringerung der ukrainischen und russischen Getreidelieferungen sind Ägypten, die Türkei und Bangladesch.»
Die jetzige Ausgangslage sorgt in den Augen von Hammond für «eine wachsende Bedrohung der Ernährungssicherheit». Bereits 2019 habe die FAO geschätzt, dass 690 Millionen Menschen – neun Prozent der Weltbevölkerung – von Ernährungsunsicherheit und Hunger betroffen seien. Doch seither sei der Lebensmittelpreisindex gar noch um 39 Prozent angestiegen, was die Hungersituation noch weiter verschärfe.
Hammonds Fazit lautet: «Vor diesem Hintergrund ist die Forderung nach einem sofortigen Eingreifen der Regierung in den Markt nur allzu verständlich. Allerdings sind die Staatshaushalte nach der Covid-Pandemie sehr angespannt, so dass nur wenig Spielraum für direkte finanzielle Unterstützung und Beiträge bleibt.» Und weiter:
«Angesichts der jüngsten Zusagen, kein russisches Öl und Gas mehr zu importieren, werden Regierungen, Landwirte und Verbraucher vor schwierigen Entscheidungen stehen. Mittelfristig wird deutlich, dass wir unser Lebensmittelsystem umstellen und mehr grüne Energie verwenden müssen. Wir sollten auch eine nachhaltigere Ernährung fördern, die weniger mit Getreide gefütterte tierische Produkte enthält. Auch sollten wir regenerative landwirtschaftliche Praktiken unterstützen, die die Bodengesundheit und die Effizienz der Nährstoffnutzung durch die Pflanzen verbessert.»
NZZ-Hauptgeschäftsführer ist «Young Global Leader» des WEF
Der Name ist Programm: «Young Global Leaders» ist eine Kaderschmiede für zukünftige Eliten. Ins Leben gerufen wurde die Stiftung im Jahre 1993 vom Gründer des World Economic Forum (WEF) Klaus Schwab, unter dem später geänderten Namen «Global Leaders for Tomorrow».
In den Jahrzehnten seit seiner Gründung hat die Stiftung eine ganze Reihe von Führungskräften hervorgebracht, darunter Angela Merkel, Nicolas Sarkozy, José Manuel Barroso, Sebastian Kurz, Justin Trudeau und Tony Blair. Auch der ehemalige Gesundheitsminister Jens Spahn und Aussenministerin Annalena Baerbock entstammen dem Schwab-«Kindergarten».
Die Präsenz der Schwab-Schüler in Spitzenpositionen von Regierungen ist so massiv, dass man sich fragen muss, ob es überhaupt ein führendes Land gibt, in dem sie nicht regieren. Ein weiterer Hinweis auf die Macht, die das WEF auf die Regierungen ausübt, liefert uns Klaus Schwab freundlicherweise gleich selbst in einem Interview aus dem Jahre 2017 (wir berichteten).
Mit der jungen Generation der «Young Global Leaders», wie etwa Justin Trudeau und der vorherige argentinische Präsident Michel Temer, hätten sie die Kabinette «penetriert», macht Schwab unverfroren klar. Die Hälfte des kanadischen Kabinetts bestehe aus «Young Global Leaders». Dasselbe gelte für Frankreich und Argentinien. Und gemäss Schwab ist auch Wladimir Putin ein «Young Global Leader». Zudem verfüge das WEF noch über ihre «Global Shapers» in 450 Städten weltweit.
Doch nicht nur die Politik ist von Schwab-Jüngern durchsetzt, sondern auch die Wirtschaft, die Wissenschaft, die Kultur, der Sport und die Medien. Der prominenteste Abgänger ist vermutlich der allgegenwärtige Bill Gates. Auch bekannte Fernsehjournalisten sind dabei: In Deutschland zum Beispiel Sandra Maischberger, oder Anderson Cooper in den USA.
Ein Blick auf die Liste der «Young Global Leaders» offenbart, dass auch der derzeitige CEO der Schweizer NZZ-Gruppe Felix Graf dazugehört. Graf wird denn auch vom WEF prominent porträtiert. Sein Lebenslauf ist beeindruckend: Bevor er zur NZZ kam, war er Mitglied der Geschäftsleitung der Centralschweizerischen Kraftwerke AG (CKW), er führte das Unternehmen ab 2014 als CEO.
Gleichzeitig war Graf Mitglied der Geschäftsleitung des Energiekonzerns Axpo Holding. Davor war er mehrere Jahre in verschiedenen Führungspositionen bei Swisscom tätig, wo er unter anderem Swisscom TV entwickelte. Von 1998 bis 2002 war er für die Beratungsfirma McKinsey in verschiedenen Ländern unterwegs.
Zur Verbindung zwischen dem NZZ-CEO und dem einflussreichen WEF passt, dass NZZ-Chefredaktor Eric Gujer im Jahre 2010 zusammen mit Gary J. Schmitt und anderen Autoren das Buch «Safety, Liberty, and Islamist Terrorism» des American Enterprises Institute geschrieben hat: Schmitt ist niemand anderes als der ehemalige Executive Director des neokonservativen, kriegstreiberischen Think Tanks Project for the New American Century (PNAC).
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Passend dazu: Corona-Transition, «Eine Kaderschmiede für Covid-Diktatoren». Der Ökonom Ernst Wolff spricht über die vom WEF geschaffene «Young Global Leaders School». (Mit Video)
«Kanada ist das einzige Land, das Ungeimpften das Fliegen verbietet»
Seit Herbst 2021 können Kanadier, die nicht gegen Covid-19 geimpft sind, nicht mehr mit dem Flugzeug reisen und werden gegenüber Geimpften stark benachteiligt. Dagegen wehren sich nun mehrere Anwälte des Justice Centre, einer Anwaltsvereinigung, die für Bürgerrechte kämpft.
Die Juristen klagen gegen die derzeitige Benachteiligung der Ungeimpften vor dem Bundesgerichtshof. Am 22. März gab die Vereinigung bekannt, elf eidesstattliche Erklärungen im Rahmen der Klage abgegeben zu haben, wie LifeSiteNews informiert. Ziel sei es, dass die von der Bundesregierung eingeführte Impfpflicht für Flugreisende aufgehoben werden soll.
Die Klageschrift sei ursprünglich am 1. Februar 2022 im Namen mehrerer kanadischer Bürger eingereicht worden. LifeSiteNews berichtet: «Der Hauptkläger ist der ehemalige Premierminister von Neufundland, Alfred Brian Peckford. Peckford ist der einzige noch lebende Verfasser und Unterzeichner der Verfassung von 1982 und der kanadischen Charta der Rechte und Freiheiten.» In seiner eidesstattlichen Erklärung erklärt Peckford:
«Was mich am meisten beunruhigt, ist die Tatsache, dass die Bundesregierung eine Zweiklassengesellschaft geschaffen hat, in der eine Gruppe von Menschen Vorteile geniesst, während die andere Gruppe benachteiligt wird. Weil ich mich dafür entschieden habe, die medizinische Behandlung nicht in Anspruch zu nehmen, werde ich nun plötzlich als Ausgestossener behandelt, als ‹Rassist› und ‹Frauenfeind› abgestempelt. Ich werde als unerwünschte Person bezeichnet, die nicht zusammen mit Geimpften in einem Flugzeug sitzen darf … Während die Geimpften mit dem Flugzeug reisen und ihre Familien sehen dürfen, ist dies für Ungeimpfte nicht möglich. Das ist nicht das Kanada, das ich kenne und liebe. Diese Art der Segregation macht mich sehr traurig.»
Zur Erinnerung: Die kanadische Bundesregierung beschloss im Oktober 2021, dass lediglich noch Covid-geimpfte Bürger mit dem Flugzeug, Zug oder dem Schiff reisen dürfen. Dazu LifeSiteNews weiter: «Dadurch wurden etwa sechs Millionen ungeimpfte Kanadier – etwa 15 Prozent der kanadischen Bevölkerung – daran gehindert, innerhalb Kanadas zu reisen. Auch konnten sie Kanada so nicht verlassen.»
Peckford und die weiteren Kläger hätten nun im Rahmen ihrer Klage Beweismittel vorgelegt, die aufzeigen, welchen Nachteilen sie als Ungeimpfte ausgesetzt sind. So sei es ihnen unter anderem verwehrt geblieben, kranken Angehörigen zu helfen, Familie und Freunde zu besuchen, zur Arbeit zu gehen sowie auch medizinische Versorgung ausserhalb Kanadas in Anspruch nehmen zu können. All dies sei aufgrund der Reiseeinschränkungen unmöglich gewesen.
Weiter informiert LifeSiteNews: «Die jetzt beim Gericht eingereichten medizinischen Sachverständigengutachten beinhalten wissenschaftliche Erkenntnisse hinsichtlich der Verbreitung von Covid unter Geimpften und Ungeimpften. Auch beschreiben sie die Risiken, die im Zusammenhang mit der Einnahme der Covid-Impfstoffe existieren.»
Die Kläger hätten das Bundesgericht gebeten, den Fall in Anbetracht der schwerwiegenden Verletzung der Mobilität und anderer Rechte im Eilverfahren zu verhandeln. Keith Wilson, leitender Anwalt des Justice Centre, das die Kläger vertritt, erklärte gegenüber LifeSiteNews: «Kanada ist das einzige Land in der entwickelten Welt, das ungeimpften Bürgern Flugreisen verbietet.»
Und er fügte hinzu: «Kanadas Flugverbot für ungeimpfte Bürger ist besonders ungeheuerlich, da Kanada gemessen an der Landmasse das zweitgrösste Land der Welt ist und die Kanadier aus beruflichen, familiären und gesundheitlichen Gründen in weitaus grösserem Umfang auf Flugreisen angewiesen sind als die Bürger der meisten anderen Länder.»
«Die meisten Russen stehen hinter Putin»
Giuseppe Davì ist ein italienischer Gastronom, der seit sechzehn Jahren in Moskau lebt und arbeitet. Er ist Mitbesitzer eines italienischen Restaurants, in dem er auch als Küchenchef tätig ist, und er ist mit einer Russin verheiratet. In einem Interview mit dem italienischen Nachrichtensender Byoblu schildert er, wie sich die kürzlich gegen Russland verhängten Wirtschaftssanktionen auswirken.
Moskau habe sich in den letzten 15 Jahren völlig verändert, erklärt Davì. Vor allem wirtschaftlich habe sich die Stadt stark entwickelt und biete heute viele Möglichkeiten. Aufgrund der jüngsten Wirtschaftssanktionen habe er in seinem Restaurant etwa 20 Prozent der Kundschaft verloren, praktisch alle Ausländer. Die Preise für importierte Produkte seien um etwa 30 Prozent gestiegen, importierter Wein sei gar doppelt so teuer geworden. Lokale Produkte hätten sich um etwa 10 Prozent verteurert.
«Abgesehen davon verläuft das Leben hier recht ruhig, ich sehe keine grösseren Probleme», stellt Davì fest.
Der Gastronom bestätigt, dass viele ausländische multinationale Unternehmen ihre Verkaufsstellen geschlossen haben, so zum Beispiel McDonald’s. Die Regierung habe jedoch rasch viel Geld für Investitionen zur Verfügung gestellt, um diese zu ersetzen. McDonald’s habe allerdings noch nicht angekündigt, Russland definitiv zu verlassen. Momentan sei alles auf Stand-by.
Die Regierung würde gegenwärtig noch keine ausländischen Unternehmen nationalisieren, so Davì. Doch wenn diese Russland verlassen würden, müsste die Regierung zwangsläufig intervenieren, um die Arbeitsplätze zu sichern.
Auf die Frage, ob er die in den westlichen Medien vorherrschende Auffassung, Putin sei völlig losgelöst vom Willen seines Volkes, für richtig hält, antwortet Davì:
«Soweit ich weiss, hat Putin eine sehr hohe Zustimmung, etwa 80 Prozent. Natürlich gibt es einige, die gegen ihn sind, aber das sind nur sehr wenige, ich denke, etwa 20 Prozent. Die Mehrheit der russischen Bevölkerung steht hinter Putin».
Gemäss Davì hat die russische Bevölkerung allerdings absolut nichts gegen die Ukraine. Dasselbe gelte für Putin. Das Problem in der Ukraine bestehe sei acht Jahren. Putin sei nicht einfach plötzlich aufgewacht und habe entschieden, die Ukraine anzugreifen.
Davì informiere sich im Internet und abends in den italienischen Nachrichten und urteilt:
«Was die Russen und der Westen heutzutage berichten, sind völlig gegensätzliche Versionen. Es ist schwer zu entscheiden, wem man glauben soll.»
Bezüglich der russischen Identität im Vergleich zur italienischen und westlichen erklärt Gavì, dass die russische Bevölkerung sehr schnell reagiere. Als zum Beispiel 2014 die Sanktionen verhängt wurden, habe es zwar eine zweijährige Krise gegeben, doch heute würden 70 bis 80 Prozent der Produkte in Russland produziert.
Davì kritisiert die gegenwärtige Russophobie. Wenn zwei Länder Probleme miteinander hätten, habe das nichts mit den einfachen Bürgern zu tun. Italien würde in dieser Hinsicht vieles falsch machen.
«Wenn wir beginnen, ein anderes Volk von der Kultur und vom Sport auszuschliessen, bin ich mir nicht sicher, wo Demokratie herrscht, in Russland oder in Italien.»
Davì glaubt, dass sich Russland nach den erneuten westlichen Sanktionen weltwirtschaftlich umorientieren werde. Die Leidtragenden wären die Europäer.
Ein Sittenbild: Selenskyj scherzt zu debilen Journalistenfragen während Menschen sterben
Bei einer Pressekonferenz am 22. März hat der ukrainische Präsident Selenskyj sichtlich viel Spaß, während im Krieg überall in der Ukraine Menschen sterben. Er könnte das Blutvergießen beenden, doch er hat offenbar andere Sorgen. Gegen Ende scheint die Nase sehr zu jucken, hoffentlich ist er nicht krank. Bezeichnend ist auch die Meute an sichtlich erregten Journalistinnen, die Fragen stellen, die an die Volksschule erinnern: „Was ist ihr Lieblingspräsident?“.
Ein Kommentar von Willi Huber
Fasziniert starren die „Journalistinnen“ auf den ehemaligen Komiker, der sich im Präsidentenstuhl sichtlich wohl fühlt. Dass in diesen Minuten Menschen erschossen werden, weil er keine Lust auf Verhandlungen hat (oder anderslautende Anweisungen befolgen muss), scheint in weiter Ferne zu sein. Bei so viel holder Weiblichkeit kann man schon einmal herzhaft lachen. Schließlich sind die Fragen der Damen ja „äußerst intelligent“: Mit wie vielen Staatschefs sprechen Sie jeden Tag? Wer ist ihr liebster Staatschef? Wen bevorzugen Sie *kicher*?
Watch the moment a journalist asks Ukraine’s President Volodymyr Zelenskyy which world leader he most likes speaking to. Via @euronews#UkraineRussia pic.twitter.com/JZduTjoVQm
— Newsfeed Ukraine
(@NewsfeedUkraine) March 22, 2022
Statt den Damen zu erklären, dass Sie den Beruf verfehlt haben, antwortet Selenskyj in Kindergarten-Manier auf die einfältigen Fragen und hat eine „Mordsgaudi“ dabei. Da weiß man auch gleich, wo der Spruch „zum Schießen“ herkommt. Mit Andrzej Duda, Macron, Boris Johnson spricht er oft. Außerdem – wie er glaubt – mit den baltischen Ländern.
Als die beiden Oberblondinen in der vordersten Reihe die Frage stellen, wen er bevorzugt, antwortet er „seine Frau“ – und bricht erneut in Lachen aus. Es folgt der geübte Griff zur Nase (Siehe auch: Die drei schönsten Videos: Wolodymyr Selenskyjs Gespür für Schnee). Es gehört schon einiges dazu, dieses zur Schau gestellte Sittenbild nicht abstoßend zu finden. Aber wie wir seit einigen Tagen im Mainstream lesen dürfen, ist Selenskyj eben ein Mädchenschwarm. Da muss man durch. Früher sind die Frauen schon bei ganz anderen Anführern reihenweise in Ohnmacht gefallen.
Sein Lieblingspräsident Boris Johnson dürfte übrigens auch nicht immer Herr seiner Sinne sein, wie nachfolgendes Video zeigt. Auch er hat eine „Mordsgaudi“ während über Menschen gesprochen wird, die vor Bomben Schutz suchen müssen.
Boris Johnson chuckles and pulls faces as Rishi Sunak talks about people huddling in basements in Ukraine. #springstatement pic.twitter.com/UEACgsxwez
— Adam Bienkov (@AdamBienkov) March 23, 2022
Achtzig Jahre nach Kriegsende: Deutsche Söldner erschießen Russen in der Ukraine
Das Undenkbare ist Realität geworden: 80 Jahre nach Kriegsende sterben auf den einstigen Schlachtfeldern des Zweiten Weltkriegs wieder Deutsche und Russen. Unterstützt wird das neuerliche Blutvergießen in der Ukraine durch die Bundesregierung, die nicht nur ungeniert Kriegswaffen liefert, sondern auch weiterhin deutsche Söldner ungestraft ausreisen lässt.
Ein Redakteur der Frankfurter Zeitung (FAZ) hat auf Telegram recherchiert und ist dort ins Gespräch gekommen mit Teilnehmern einer Gruppe „Volunteers for Ukraine“. Anfangs will niemand etwas mit dem Mann von der Zeitung zu tun haben, er wird übel beschimpft. Aber dann finden sich doch welche, die mit ihm sprechen: Deutsche Freiwillige, die behaupten, in der Ukraine mit den Waffen gegen Russen zu kämpfen.
Dieser Krieg findet in der FAZ hinter der Bezahlschranke statt. Die Zeitung wollte mit ihrer Geschichte wohl in keinem Fall wie ein Landserheft erscheinen und titelte fast panisch und bald so, als müsse man Nachahmer und jedwede soldatische Begeisterung abwehren: „Nach dem Gefecht zittern sie und übergeben sich.“ Der aus der FAZ zitierende Focus überwindet diese Hemmschwelle. Hier wird die kämpferische Motivation der Freiwilligen zur Schlagzeile:
„Deutsche Freiwillige im Krieg: Daheim hätte ich mir nie mehr ins Gesicht schauen können.“
Und dann geht es schon in den Schützengraben, runtergetippt an den Designer-Laptops in den vollklimatisierten deutschen Magazin-Redaktionen: Ein Angriff auf einen russischen Konvoi wird beschrieben. Es gibt Tote. Zehn Russen tot, aber auch vier Deutsche sind bereits gestorben – oder muss man „gefallen“ sagen, wenn es um Opfer von Kriegshandlungen geht? Da sind wieder Deutsche „im Krieg geblieben“. So vorsichtig umschrieben es Großmütter in der Nachkriegszeit, wenn sie von ihren elend im Krieg verreckten Söhnen erzählten.
Einer der Freiwilligen, mit denen der FAZ-Redakteur via Telegramm ins Gespräch gekommen ist, erzählt dem Journalisten, er sei aktiver Panzergrenadier der Bundeswehr mit Kommandoausbildung. Der andere wird als ein ehemaliger Berufssoldat im Führungsunterstützungsbataillon der Bundeswehr vorgestellt, dort zuständig für Kommunikation und Funk.
Beide Männer berichten, über Polen eingereist und auf einem Stützpunkt der Ukrainer auf den Krieg vorbereitet worden zu sein. Später auf Patrouille entdecken „vier Sachsen“ im Nordwesten von Kiew einen russischen Truppenkonvoi. Sie greifen aus dem Hinterhalt an und töten zehn bis elf russische Soldaten, berichtet einer von ihnen der Frankfurter Zeitung.
Das sich hinterher manche übergeben und gezittert hätten, sei ja „ganz normal“, erfährt der Redakteur weiter. Warum sie überhaupt kämpfen, begründen sie ihm gegenüber so: „Wir sind weder Helden noch Kriegsjunkies. Wir sind normale Bürger wie jeder andere auch in Deutschland.“ Das allerdings ist in diesem Moment schwer unter einen Hut zu bringen. „Liebe Grüße nach Deutschland“, endet ein wirklich verstörender Artikel.
Was FAZ und Focus da berichten, wirkt bald so, als kämpften die Autoren Satz für Satz darum, nicht wieder wie diese alten Landser-Groschenromane vom Kiosk zu klingen, eingekauft von unverbesserlichen alten Männern zusammen mit der Bildzeitung und einem obligatorischen Zehntel Mariacron.
Auch mein Großvater war als Wehrmachtssoldat in der Ukraine. Er erzählte seinen Enkeln vom Krieg und vom Schuss ins Gesäß, als er 1943 vor Charkow lag und dort die Artillerie einlenken musste, wenn die Treffer nicht richtig saßen. Mein Opa war einfacher Gefreiter. Seine erste und einzige Auszeichnung bekam er für seinen Einsatz vor Charkow: Das Verwundetenabzeichen.
Mein Opa war ein Landser, der keine Landserhefte las. Der Begriff „Landserheft“ wird heute bisweilen als Synonym für kriegsverherrlichende Trivialliteratur gebraucht. Tatsächlich wurden die Groschenromanen mit Kriegsgeschichten in Deutschland von 1957 – 2013 verkauft. Anfangs mit monatlich einer halben Millionen verkauften Exemplaren, später mit deutlich weniger.
2009 erschien das Landserheft Nr. 2696. Es trägt den Titel „Kampf um Charkow“. Der Untertitel lautet: „Kriegsjahr 1943. Die Wiedereroberung der sowjetischen Großstadt. Erinnerungen eines ehemaligen Angehörigen der Waffen-SS“. Auf der Rückseite des Heftes ist ein deutsches Geschütz abgebildet und auf der Innenseite ein Porträt von Hans Passegger, Ritterkreuzträger des Heeres. Auch Dienstgradabzeichen der Waffen-SS sind abgebildet. Noch Ende Januar sagte die deutsche Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) gegenüber der Welt am Sonntag:
„Wir werden nicht weichen, so einfach machen wir es den Russen nicht.“
Nein, Lambrecht sprach hier noch nicht über den Einsatz deutscher Soldaten in der Ukraine, sondern über den Bundeswehreinsatz in Mali. Die Ministerin damals weiter: „Moskau wird es nicht gelingen, über die Entsendung von Söldnern den Westen quasi automatisch überall dort zum Rückzug zu bewegen, wo Russland uns nicht sehen will.“
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Ausländer aufgefordert, die Ukraine bei der Verteidigung gegen Russland zu unterstützen. Dem Aufruf sind jetzt offenbar bereits bei der Bundeswehr ausgebildete Männer gefolgt. Die ukrainische Regierung spricht sogar von rund eintausend Freiwilligen aus Deutschland. Überwiegend soll es sich dabei um Deutsche ukrainischer Herkunft handeln.
Da es keine Grenzkontrollen im Schengenraum gibt, ist eine Ausreise etwa über Polen möglich, ohne dabei von deutscher Seite registriert zu werden. Darauf weist auch das Bundesinnenministerium hin. Man wisse deshalb nicht, wie viele Menschen Richtung Ukraine ausgereist seien, um sich an den Kämpfen zu beteiligen. Das Ministerium geht weiter davon aus, dass diese Menschen Ukrainer sind oder zumindest einen deutsch-ukrainischen Hintergrund haben.
Wir sprechen dazu kurz mit Heiko Teggatz, dem Gewerkschaftsboss der Bundespolizei. Der weiß auch nichts Konkretes über solche Söldner aus Deutschland. Aber er empfiehlt uns, doch bei den Diensten nachzufragen, die möglicherweise ein Auge geworfen haben auf Deutsche mit ukrainischem Hintergrund, die in der Bundeswehr tätig waren oder sind und sich auf den Weg gemacht haben.
Nazis und andere Landser-Nostalgiker in der dritten Generation nach dem Überfall Hitlers auf die Sowjetunion sind ebenfalls schon ins Visier geraten. Der Spiegel berichtet von deutschen Rechtsextremisten, die sich dem „rechtsextremen Asow-Regiment“ der Ukrainischen Armee angeschlossen hätten.
Nein, Nazis will die deutsche Regierung nicht sehen im Kampf um die Ukraine. Aber ansonsten sei dagegen rechtlich im Prinzip nichts einzuwenden, zitiert der Tagesspiegel aus Antworten des Innen- und des Justizministeriums auf Anfrage der Zeitung:
„Die Bundesregierung wird eigene Staatsbürger nicht grundsätzlich daran hindern, zu den Kämpfen in die Ukraine zu reisen – und sie würden dafür auch nicht per se von der Justiz verfolgt. Dies gilt für potenzielle Einsätze sowohl für die ukrainische als auch die russische Seite.“
Adolf Kaipel schrieb 1941 in die deutsche Heimat:
„Liebe Schwester (…) jetzt kommt schon Ende März und wir haben hier immer noch eine Kälte von 34 Grad. Jedoch sind wir schon so abgehärtet, daß sie uns nicht mehr viel anhaben kann. (…) Die Russen haben vor einigen Tagen unseren Troß überfallen. Alles ist jetzt weg, nur die Wäsche, die wir anhatten, ist uns geblieben. Unser Hoffen und Flehen steht nun bei Gott, daß er uns bald den Frieden schenke. (…) Dauernd Tag für Tag mußten wir uns auf das Schlimmste, das einem im Krieg bevorsteht, vorbereiten. Am fürchterlichsten ist die Nacht vor der es uns schon immer graut.“
Adolf Kaipel trat am 6. Juli 1942 in Kupjansk nahe Charkow auf eine Mine und verstarb wenig später an den Folgen seiner Verletzungen.
In den westlichen Medien wird viel über den russischen Präsidenten Putin geschrieben. Aber Putin kommt praktisch nie selbst zu Wort und wenn doch, dann stark verkürzt. Man kann Putin mögen oder auch nicht, aber man sollte wissen, was Putin selbst zu den drängendsten Fragen unserer Zeit sagt, um die Entscheidung darüber treffen zu können. Machen Sie sich selbst ein ungefiltertes Bild von dem, wofür Präsident Vladimir Putin steht!
In seinem Bestseller „Vladimir Putin: Seht Ihr, was Ihr angerichtet habt?“ lässt der Autor Thomas Röper, der seit 1998 überwiegend in Russland lebt und fließend Russisch spricht, den russischen Präsidenten Vladimir Putin mit ausführlichen Zitaten selbst zu Wort kommen. Ein wirklich sehr tiefgehendes Buch, welches hier direkt über den J. K. Fischer Verlag bestellbar ist.



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