Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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Kategorie: Nachrichten

Kategorie: Nachrichten

Interview von Außenminister Sergej Lawrow mit Rossiya 24, Moskau

Frage: Vor nicht allzu langer Zeit sagten Sie, dass Russland in seiner internationalen diplomatischen Praxis keine ideologiebasierten Regeln anwenden würde. An welchen Beispielen können Sie dies einem politischen Laien erklären?

Sergej Lawrow: Das ist ganz einfach. Idealerweise sollte sich jede Gesellschaft an allgemein anerkannte Regeln halten, die ihre Wirksamkeit und Sinnhaftigkeit bewiesen haben. Was das internationale Leben angeht, so ist die Charta der Vereinten Nationen ein Buch mit kollektiv und universell abgestimmten Regeln. Als später neue Mitglieder der UNO beitraten, akzeptierten sie diese Regeln in ihrer Gesamtheit, ohne jegliche Ausnahmen, denn die UNO-Mitgliedschaft setzt voraus, dass die Charta ohne Vorbehalte ratifiziert wird. Diese Regeln sind universell und für alle verbindlich.

Im Zeitalter der Multipolarität – und das ist eine objektive Tatsache – sind neue Zentren des wirtschaftlichen Wachstums, der finanziellen Macht und des politischen Einflusses entstanden. In der UNO werden die vielen Stimmen lauter. Wenn es darum geht, neue Lösungen oder Regeln auf der Grundlage der UN-Charta zu entwickeln, ist ein Konsens oder eine Abstimmung erforderlich. In beiden Fällen ist diese Arbeit mit widersprüchlichen Meinungen und der Notwendigkeit verbunden, die eigene Position zu verteidigen und zu beweisen, dass sie richtig ist. Wahrheit entsteht durch Argumente, und genau darum geht es in dieser kollektiven Arbeit.

In dem Bewusstsein, dass seine Argumente zunehmend angreifbar sind, weil seine Politik darauf abzielt, die objektive Herausbildung einer polyzentrischen Welt im Sinne der UN-Charta zu verlangsamen, hält es das westliche Kollektiv für vorteilhafter, die aktuellen Fragen außerhalb der universellen Organisationen zu erörtern und Absprachen innerhalb seines inneren Kreises zu treffen, wo es niemanden gibt, der ihm widerspricht. Ich beziehe mich auf den kollektiven Westen selbst und einige „fügsame“ Länder, die er von Zeit zu Zeit einlädt. Letztere werden als Statisten gebraucht und erwecken den Anschein eines Prozesses, der über eine rein westliche Angelegenheit hinausgeht. Es gibt eine ganze Reihe solcher Beispiele.

Konkret wird die Idee eines „Gipfels für Demokratie“ vorangetrieben. Dieser Gipfel wird im Dezember auf Einladung von US-Präsident Joe Biden stattfinden. Wir werden natürlich nicht eingeladen. Auch die Chinesen stehen nicht auf der Liste der Eingeladenen. Auch die Liste selbst ist nicht dabei. Einige unserer Partner „flüstern uns ins Ohr“, dass man ihnen gesagt habe, sie sollten sich bereit machen: Angeblich sei eine Einladung in Vorbereitung. Auf die Frage, was sie dort tun würden, antworten sie, dass es sich um eine Online-Adresse handeln werde, nach der eine endgültige Erklärung in Umlauf gebracht werde. Können wir sie sehen? Sie versprechen, sie später zu zeigen. Wir haben hier also den „Souverän“ und seine „Vasallen“.

Der Gipfel für Demokratie versucht, Menschen und Länder in „Demokratien“ und „Nicht-Demokratien“ zu unterteilen. Außerdem haben mir meine Kollegen aus einem angesehenen Land gesagt, dass sie aus der Einladung, die sie erhalten hatten, schließen konnten, dass die demokratischen Länder, die zur Teilnahme eingeladen wurden, ebenfalls in „voll“ und „bedingt“ demokratisch eingeteilt wurden. Ich denke, die Amerikaner wollen eine möglichst große Teilnehmerzahl, um zu zeigen, dass die von Washington geführte Bewegung viele Anhänger hat. Es wird recht amüsant sein, zu beobachten, wer genau eingeladen wird und in welcher Funktion. Ich bin sicher, dass man versuchen wird, einigen unserer strategischen Partner und Verbündeten die Hand zu reichen, aber ich hoffe, dass sie den Verpflichtungen, die sie in anderen Rahmen haben, treu bleiben, anstatt an künstlich zusammengebastelten, einmaligen inoffiziellen Gipfeltreffen teilzunehmen.

Das Gleiche gilt für die Initiative, die Deutschland und Frankreich vor zwei oder drei Jahren vorgeschlagen haben. Ich spreche von der Idee einer Allianz der Multilateralisten. Auf die Frage, warum sie gegründet werden sollte – schließlich stehen die Vereinten Nationen, in denen alle souveränen Staaten vertreten sind, an der Spitze des Multilateralismus – gaben sie eine recht interessante Antwort. Ihrer Meinung nach gibt es bei den Vereinten Nationen viele Konservative, die echte multilaterale Prozesse behindern, während sie als „Vorreiter“ vorangehen und anderen mit ihrem Beispiel zeigen wollen, wie man Multilateralismus fördert. Dies wirft jedoch die Frage auf: Wo ist das „Ideal“ des Multilateralismus? Angeblich wird es von der Europäischen Union verkörpert, einem Vorbild für „effektiven Multilateralismus“. Auch hier versteht man unter Multilateralismus die Notwendigkeit, dass der Rest der Welt die Führungsrolle des Westens und die Überlegenheit der westlichen „Werte“ und anderer westlicher Dinge akzeptiert. Gleichzeitig scheint der Multilateralismus, wie er auf dem US-Dollar beschrieben wird (E pluribus unum) und wie er in den Vereinten Nationen verkörpert ist, unbequem zu sein, weil es zu viel Vielfalt für diejenigen gibt, die ihre einheitlichen Werte überall durchsetzen wollen.

Die Frage: Ist das ein konstruktiver Ansatz?

Sergej Lawrow: Natürlich nicht! Ich möchte noch einmal betonen, dass sie die ernsthaften Prozesse, die sich in der Welt vor dem Hintergrund des entstehenden Multilateralismus und der Multipolarität abspielen, so verstehen. Letztere wurde übrigens von Gott erdacht, denn er hat alle Menschen gleich geschaffen. So steht es in der US-Verfassung, aber wenn es um Geopolitik geht, neigen sie dazu, ihre Formeln zu vergessen.

Es gibt noch andere Beispiele. Die Niederländer und die Briten treiben die Idee einer globalen Partnerschaft für künstliche Intelligenz voran. Warum nicht bei der UNESCO? Warum sollte dies außerhalb der Organisation diskutiert werden, die speziell dafür geschaffen wurde, sich mit neuen wissenschaftlichen Errungenschaften zu befassen und sie der Menschheit zugänglich zu machen? Darauf gibt es keine Antwort.

Es gibt mehrere konkurrierende Partnerschaften, und die von Kanada und Großbritannien gebildete Koalition für Medienfreiheit ist eine davon. Die Franzosen fördern zusammen mit den Reportern ohne Grenzen die Partnerschaft für Information und Demokratie. Auch hier ist nicht jeder eingeladen, mitzumachen. Vor einigen Jahren veranstaltete Großbritannien die Globale Konferenz für Medienfreiheit.

Frage: Russland wurde nicht eingeladen, daran teilzunehmen, nicht wahr?

Sergej Lawrow: Zunächst gab es keine Einladung, aber dann erinnerten wir sie daran, dass es richtig sei, bei einem „globalen Forum“ auch gegensätzliche Standpunkte zu hören. Aber sie haben uns trotzdem nicht eingeladen.

An Beispielen dieser Art mangelt es nicht. Wenn wir über diese Themen sprechen, gibt es Mechanismen innerhalb der UNESCO, die völlig legitim und kompetent ist, sich mit diesen Fragen zu befassen. Sie gibt aber auch anderen eine Stimme, die vielleicht eine andere Auffassung von Medienfreiheit haben als unsere westlichen Kollegen. Ich denke, dass dies die internationale Gemeinschaft auf einen Weg bringt, der ziemlich destruktiv ist, genau wie die Versuche, die Sekretariate internationaler Organisationen zu „privatisieren“.

Die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) ist ein typisches Beispiel dafür, da ihr technisches Sekretariat vollständig von Personen aus westlichen und NATO-Ländern kontrolliert wird. Im Chemiewaffenübereinkommen (CWÜ) heißt es, dass alles im Konsens geschehen muss. Das Technische Sekretariat duldet jedoch gehorsamst grobe Verstöße gegen das Übereinkommen. Die westlichen Länder stimmen für ihre Beschlüsse, was im völligen Widerspruch zum CWÜ steht, und behaupten, dass die Ausführung dieser Beschlüsse die Aufgabe des Sekretariats sei. Indem es sich das Recht anmaßt, die Schuldigen für den Einsatz chemischer Waffen zu bestimmen, übernimmt das Technische Sekretariat die Aufgaben des UN-Sicherheitsrats.

Der Westen hat das Technische Sekretariat nun angewiesen, gegen Syrien vorzugehen, wo in den letzten Jahren viele fragwürdige Dinge und regelrechte Provokationen stattgefunden haben. Wir haben sie aufgedeckt und Pressekonferenzen in Den Haag, wo die OVCW ihren Sitz hat, und in New York abgehalten. Wir haben gezeigt, dass das Technische Sekretariat mit Hilfe von destruktiven und extremistischen NRO wie den Weißhelmen manipuliert wurde. Ich möchte anmerken, dass wir allmählich Aussagen in dieser Richtung von den Leitern einiger angesehener Organisationen hören. So haben beispielsweise einige leitende Angestellte des UNESCO-Sekretariats die Initiative zur Förderung eines „wertebasierten Multilateralismus“ ergriffen.

Frage: Und sie sind diejenigen, die diese Werte definieren, nicht wahr?

Sergej Lawrow: Wahrscheinlich. Die UNESCO-Führung vertritt auch ein westliches Land und die NATO. Daran gibt es keinen Zweifel.

Wir wissen, dass hinter all dem Gerede über die Konsensbildung und die Berücksichtigung der Meinung aller Länder am Ende der kollektive Westen den Ton angeben wird. Dies ist bereits mehr als einmal geschehen. Die Art und Weise, wie der Westen den „wertebasierten Multilateralismus“ sieht, wird seine Verhandlungsposition prägen.

Gleichzeitig gibt es Bestrebungen, einen „menschenrechtsbasierten“ Ansatz zu fördern. Wenn wir uns die Herausforderungen ansehen, vor denen die Welt derzeit steht, dann geht es um die Sicherheit, einschließlich der Ernährungssicherheit, sowie um die Sicherung des Lebensunterhalts und der Gesundheitsversorgung. Dies hängt auch mit den Menschenrechten zusammen. Das Recht auf Leben ist ein zentraler Bestandteil der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, wird aber ebenso wie die sozioökonomischen Rechte auf eklatante Weise mit Füßen getreten. Die Vereinigten Staaten sind dem Internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte noch nicht beigetreten, sondern haben nur den Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte unterzeichnet, den der Westen hervorzuheben versucht. In letzter Zeit haben sie sich auf die hässlichsten Arten der Auslegung dieser Rechte konzentriert, einschließlich der Transgender-Thematik und anderer abnormaler Ideen, die der menschlichen Natur selbst widersprechen.

Frage: Sie haben den humanitären Aspekt erwähnt, der sehr wichtig ist. Die Grenzkrise in Belarus. Flüchtlinge aus Syrien und anderen Ländern des Nahen Ostens, die versuchen, in die EU einzureisen, werden peremptorisch abgeschoben. Es handelt sich um eine ernste Krise, und das Problem hat an Umfang zugenommen. Es betrifft die Grenze zur EU, die für sich in Anspruch nimmt, die Menschenrechte und die humanitären Regeln zu achten. Kann Russland bei der Beilegung dieses Konflikts vermitteln? Können wir die Situation überhaupt beeinflussen? Und wäre das überhaupt sinnvoll?

Sergej Lawrow: Ich glaube nicht, dass hier eine Vermittlung nötig ist. Ich sehe keine Verstöße gegen internationales Recht oder Verpflichtungen durch Belarus. Ich habe Zugang zu Informationen über diese Entwicklungen, genau wie alle anderen Beteiligten. Diesen Informationen zufolge versuchen diejenigen, die nicht in Belarus leben wollen, vom belarussischen Hoheitsgebiet aus in die EU einzureisen. Von Präsident Alexander Lukaschenko und den belarussischen Strafverfolgungsbehörden zu verlangen, dies zu unterbinden, wäre ein Verstoß gegen das Völkerrecht, insbesondere gegen das humanitäre Recht. Die hysterischen Behauptungen in einigen EU-Ländern, dass Weißrussland, unterstützt von Russland, diese Flüchtlingsströme absichtlich fördert, sind für seriöse Politiker ungehörig. Das bedeutet, dass sie sich ihrer Hilflosigkeit, auch in Bezug auf das Völkerrecht, bewusst sind, weshalb sie hysterisch werden.

Hier ein einfaches Beispiel. Sie haben gesagt, dass die EU nicht will, dass Flüchtlinge in ihr Gebiet kommen. Ich glaube, es ist nicht die EU, sondern es sind einzelne Länder, die das nicht wollen. Die Situation ist in der EU unterschiedlich, was die Positionen der einzelnen Länder und Regionen betrifft. Es gibt keine Einigkeit in dieser Frage. Polen und Litauen drängen die Flüchtlinge, die in ihr Gebiet einreisen wollen, zurück nach Belarus. Ich frage mich, wie sich dies von den jüngsten Entwicklungen in Italien unterscheidet. Der ehemalige Innenminister Matteo Salvini weigerte sich, Flüchtlinge in Italien an Land gehen zu lassen. Er argumentierte, dass es entlang ihrer Route mehrere andere EU-Länder gäbe, in denen sie Asyl beantragen könnten. Salvini wird wahrscheinlich wegen Gefährdung des Lebens der Flüchtlinge, die vor den katastrophalen Bedingungen in ihren Heimatländern geflohen sind, vor Gericht gestellt. Worin besteht der Unterschied zwischen dem Verhalten der baltischen Staaten und Polens und der Entscheidung, für die der ehemalige Minister vor Gericht gestellt werden soll?

Es gibt noch viele andere Beispiele für die Doppelmoral, aber schauen Sie sich nur einmal die Identität der Flüchtlinge an, die nach Europa fliehen. Es sind Syrer, Iraker und neuerdings auch Afghanen. Menschen aus der Sahel-Sahara-Region in Afrika versuchen, über Libyen nach Europa zu gelangen. Bei der Aufzählung der Länder, aus denen die illegalen Migranten Instabilität exportieren, sollten wir nicht den Grund für den Zusammenbruch ihrer Heimatländer vergessen. Dieser Zusammenbruch wurde durch westliches Abenteurertum herbeigeführt. Ein Beispiel dafür ist das US-Abenteuer im Irak, wo Zehntausende von NATO-Truppen und Kontingente anderer Länder, die Washington gefallen wollten, später in einem Vertuschungsmanöver stationiert wurden. Sehen Sie sich die Aggression gegen Libyen und das Scheitern des 20-jährigen Krieges an, der als Mission zur Wiederherstellung des Friedens in Afghanistan angepriesen wurde. Dasselbe haben sie in Syrien versucht. Das Ergebnis ist, dass mehrere Millionen Menschen entwurzelt wurden und nun versuchen, über den Libanon, Jordanien und die Türkei nach Europa zu gelangen. Das ist der Stil unserer westlichen Partner. Sie betrachten jede Situation aus einem historischen und chronologischen Blickwinkel, der ihnen am besten passt. Sie starteten verheerende Bombenangriffe auf Libyen und den Irak. Aber nachdem beide Länder in Schutt und Asche gelegt waren, forderten sie alle auf, eine gemeinsame Verantwortung für das Schicksal der Flüchtlinge zu übernehmen. Wir fragten, warum es sich dabei um eine „gemeinsame Verantwortung“ handeln sollte, schließlich waren sie es, die das Problem überhaupt erst geschaffen haben. Sie antworteten: „Lasst die Vergangenheit ruhen.“ Es hat keinen Sinn, zurückzublicken, sie haben das Problem erkannt, und jetzt liegt es bei uns. Die Ukraine ist ein weiteres bemerkenswertes Beispiel für die Logik des Vergessens historischer Peinlichkeiten.

Frage: Ich wäre nachlässig, wenn ich Sie nicht nach der Ukraine fragen würde. Die Situation dort eskaliert. Vor nicht allzu langer Zeit wurde ein Offizier, ein russischer Staatsbürger, des Gemeinsamen Zentrums für Kontrolle und Koordinierung (JCCC) für Waffenstillstand und Stabilisierung in der Südostukraine an der Demarkationslinie festgenommen (eigentlich entführt). Das ukrainische Militär ist in der Grauzone zunehmend aktiv geworden. Wie lange kann der Dialog im Normandie-Format vor diesem Hintergrund noch fortgesetzt werden? Ist ein Treffen auf Ministerebene geplant? Wie produktiv wird dieser Dialog sein?

Sergej Lawrow: Ich möchte noch einmal auf die diplomatische Taktik zurückkommen, unbequeme historische Epochen und Zeiträume abzuschneiden. Wie hat das alles angefangen? In unserem Austausch mit unseren deutschen oder französischen Kollegen, die das Normandie-Format und die Minsker Vereinbarungen vom Februar 2015 mitbegründet haben, halten sie unermüdlich an einer „konstruktiven Zweideutigkeit“ fest, wenn es darum geht, wer die Minsker Vereinbarungen einhalten muss. Wir sagen es ihnen immer wieder: Welche Unklarheit gibt es denn? Hier steht es klar geschrieben: Kiew, Donezk und Lugansk müssen in Konsultationen eintreten und sich auf einen Sonderstatus, eine Amnestie und Wahlen unter der Schirmherrschaft der OSZE einigen. Das ist dort klar festgehalten. Sie sagen, sie wissen, wer dort die entscheidende Rolle spielt. Wir erwidern, dass wir nicht wissen, wer sonst dort die entscheidende Rolle spielt, außer den Parteien, die der UN-Sicherheitsrat verpflichtet hat, das zu tun, was sie unterzeichnet haben. Zu ihren Behauptungen, wir hätten die Krim „annektiert“, sagen wir erstens, dass wir die Krim nicht annektiert haben, sondern dass wir der Bitte des Volkes der Krim nachgekommen sind, das direkt von der Zerstörung bedroht war. Ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie die Führer des Rechten Sektors sagten, dass die Russen von der Krim vertrieben werden sollten, weil sie niemals auf Ukrainisch sprechen, denken oder schreiben würden. Alle sagten mir damals, dass dies nur eine Redewendung sei. Das war es aber nicht. Kürzlich bestätigte der ukrainische Präsident Wladimir Zelenskij dies, als er sagte: „Wenn ihr glaubt, ihr seid Russen, dann geht: Wenn Sie glauben, Sie seien ein Russe, gehen Sie nach Russland. Das ist genau die Ideologie, die der Rechte Sektor verkündet hat, unmittelbar nachdem das von der EU garantierte Einigungsdokument am Morgen von denselben Leuten mit Füßen getreten worden war, die es im Namen der Opposition mit Präsident Viktor Janukowitsch unterzeichnet hatten. Wenn man sie an die Russophobie erinnert, die sich bei den Putschisten, die durch den Staatsstreich an die Macht gekommen sind, sofort manifestiert hat, sagen sie, nein, das gehöre der Vergangenheit an. Sie schlagen vor, die Diskussion mit der Tatsache zu beginnen, dass die Sanktionen gegen uns verhängt wurden. Das ist ein unappetitlicher Ansatz.

Ich bin enttäuscht über den Niedergang der westlichen Verhandlungs- und diplomatischen Kultur. Nehmen Sie irgendein heißes Thema auf der internationalen Agenda und Sie werden sehen, dass der Westen entweder hilflos ist oder betrügt. Nehmen Sie zum Beispiel die angebliche Vergiftung des Bloggers Alexey Navalny. Das ist ein anderes Thema.

Um auf die Ukraine und das Normandie-Format zurückzukommen: Die Situation ist in der Tat eskaliert. Es wird versucht, eine provokative Situation zu schaffen, die Miliz zu einer Reaktion zu provozieren und Russland in militärische Aktionen zu verwickeln.

Der Vorfall mit der Bayraktar-Drohne ist ein einziges Rätsel. Der Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte sagte, dass diese Waffe tatsächlich eingesetzt wurde, während der Verteidigungsminister behauptete, dass nichts dergleichen geschehen sei. Ich glaube, dass sie jetzt abwägen, was für sie besser ist: entweder zu zeigen, wie hart sie sind, weil sie mit der Bombardierung in direkter und grober Verletzung der Minsker Vereinbarungen begonnen haben, oder zu sagen, dass sie die Minsker Vereinbarungen einhalten und vorschlagen, sich im Normandie-Format zu treffen. Wir brauchen kein Treffen um des Treffens willen. Sie senden gemischte Botschaften durch Personen wie Alexey Arestovich (er ist eine Art halboffizieller Berater), oder den Leiter des Präsidialamtes Andrey Yermak, oder Denis Shmygal, oder Präsident Zelensky selbst. Aber sie folgen der gleichen Logik: Die Minsker Vereinbarungen sollen und dürfen nicht erfüllt werden, weil dies die Ukraine zerstören würde. Nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein. Die Minsker Vereinbarungen wurden in 17-stündigen Gesprächen ausgearbeitet, um die territoriale Integrität der Ukraine zu wahren. Nachdem die neuen Republiken ihre Unabhängigkeit proklamiert hatten, waren sie anfangs sogar unzufrieden mit uns, weil wir sie ermutigt hatten, eine gemeinsame Basis mit Kiew zu finden. Wie auch immer die neuen Behörden aussehen mögen, die Ukraine ist unser Nachbar und eine brüderliche Nation. Nach der Unterzeichnung des Maßnahmenpakets zur Umsetzung der Minsker Vereinbarungen in Minsk überzeugte die Russische Föderation die Vertreter von Donezk und Lugansk, dieses Dokument ebenfalls zu unterzeichnen.

Uns zu beschuldigen, die territoriale Integrität der Ukraine zu zerstören, ist ungehörig und unehrlich. Sie wird von denjenigen zerstört, die versuchen, die Ukraine zu einem super-einheitlichen Staat zu machen und dabei die Sprachen der ethnischen Minderheiten, vor allem Russisch, auf den Status von Alibi-Kommunikationsmitteln zu reduzieren und die Bildung in Russisch und anderen Sprachen zu unterbinden. Dies ist ein neonazistisches Konzept für den Aufbau der Gesellschaft.

Wie Sie vielleicht wissen, trafen sich im April 2014, unmittelbar nach dem Krim-Referendum, der ehemalige US-Außenminister John Kerry, die ehemalige Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik Catherine Ashton, der amtierende Außenminister des neuen Regimes in der Ukraine Andrey Deshchitsa und ich in Wien. Wir einigten uns auf eine Seite eines „dichten“ Textes, der besagt, dass die Vereinigten Staaten, die EU und Russland den Plan der Kiewer Behörden begrüßen, einen landesweiten Dialog über die Föderalisierung unter Beteiligung aller Regionen der Ukraine zu führen. Er wurde angenommen. Ehrlich gesagt, dieses Dokument wurde nirgendwo veröffentlicht, aber es bleibt eine offene Information. Es wurde den Medien zur Verfügung gestellt. Damals wollten also weder die Vereinigten Staaten noch die EU ein „Monster“ aus der Ukraine machen. Sie wollten, dass es ein wirklich demokratischer Staat wird, in dem sich alle Regionen und vor allem alle ethnischen Minderheiten in die gemeinsame Arbeit einbezogen fühlen. Bis heute sind in der ukrainischen Verfassung die sprachlichen und bildungspolitischen Rechte der ethnischen Minderheiten, einschließlich der gesondert ausgewiesenen Rechte der Russischsprachigen, verankert. Schauen Sie sich nur an, was für ungeheuerliche Dinge sie mit den Gesetzen über Bildung, Sprachen und die Staatssprache anstellen. Vor kurzem hat die Regierung ein Gesetz mit dem Titel Über die Staatspolitik in der Übergangszeit vorgelegt. Darin werden die Minsker Vereinbarungen nicht nur gestrichen. Es macht es ukrainischen politischen, diplomatischen und anderen Beamten ausdrücklich unmöglich, sie zu erfüllen. Die Venedig-Kommission des Europarats hat kürzlich eine positive Stellungnahme zu diesem Gesetz abgegeben, was uns nicht überrascht hat. In dieser Entscheidung wird mit keinem Wort erwähnt, dass dieses Gesetz die Verpflichtungen der Ukraine aus den Minsker Vereinbarungen und damit auch die Verpflichtungen Kiews zur Einhaltung der Resolution des UN-Sicherheitsrates untergräbt.

Frage: Wenn ich Sie richtig verstanden habe, kann in dieser Atmosphäre nicht einmal ein Ministertreffen vorbereitet werden.

Sergej Lawrow: Unsere deutschen und französischen Kollegen haben die ganze Zeit gesagt: Lasst uns eine „konstruktive Ambivalenz“ in Bezug darauf bewahren, wer die Minsker Vereinbarungen einhalten muss. Ein EU-Ukraine-Gipfel fand buchstäblich zwei Tage nach dem Telefongespräch zwischen dem russischen Präsidenten, der deutschen Bundeskanzlerin und dem französischen Präsidenten statt, bei dem Wladimir Putin sagte, dass eine solche Gesetzgebung, einschließlich des destruktiven Gesetzentwurfs über eine Übergangszeit, inakzeptabel sei. Im Anschluss an das Gipfeltreffen unterzeichneten die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, der Präsident des Europäischen Rates, Charles Michel, und der ukrainische Präsident, Wladimir Zelenski, eine Erklärung, die sich zu einem guten Viertel mit der Krise im Südosten der Ukraine befasst. Die hochrangigen EU-Beamten und der ukrainische Präsident erklärten offiziell, dass Russland eine besondere Verantwortung für diese Krise trägt, da es eine Konfliktpartei ist. Wir haben sofort in Berlin und Paris nachgefragt: Was ist nun richtig: konstruktive Ambivalenz oder diese Position? Uns wurde gesagt, dass wir nicht überrascht sein sollten, da sie seit Beginn der Krise im Jahr 2014 von der Prämisse ausgingen, dass wir all dies tun sollten. Wenn das der Fall ist, wozu dann die Unterzeichnung der Minsker Abkommen?

Jetzt versuchen sie, uns einzubinden, indem sie sich auf Präsident Wladimir Putin berufen, der versprochen hat, das Normandie-Format zumindest auf Ministerebene zu organisieren. Wir gehen den Treffen nicht aus dem Weg. Aber Präsident Putin versprach, russische Beamte mit der Arbeit an diesem Prozess zu beauftragen, und sagte, dass wir zunächst das erfüllen müssen, was wir in Paris im Dezember 2019 vereinbart haben. Die Kiewer Behörden sollten alles tun, was die Seiten damals vereinbart hatten. Sie haben keinen Finger gerührt, um die Steinmeier-Formel umzusetzen, einen Sonderstatus für den Donbass festzulegen, ihn dauerhaft in der ukrainischen Gesetzgebung zu verankern und Sicherheitsfragen zu regeln.

Ein Entwurf dieses Dokuments wurde ausgearbeitet, als die Parteien im Dezember 2019 zu diesem Gipfel in Paris zusammenkamen. Der erste Punkt des Dokuments war ein Appell der Staats- und Regierungschefs des Normandie-Formats für den Rückzug der Truppen und der schweren Artillerie entlang der gesamten Kontaktlinie. Präsident Zelensky sagte, er könne nicht zustimmen, dies entlang der gesamten Kontaktlinie zu tun, und schlug vor, dies nur an drei Punkten zu tun. Selbst die deutschen und französischen Teilnehmer waren etwas perplex, da die Berater der Präsidenten und der Bundeskanzlerin den Text im Vorfeld des Gipfels abgestimmt hatten. Schließlich schüttelten sie den Kopf und stimmten einem Rückzug in drei Punkten zu. Die Ukraine hat sich bisher nicht an diese Bestimmung gehalten. Ihr Verhalten war bezeichnend: Sie wollte keine radikale Maßnahme ergreifen, die die Risiken bewaffneter Zusammenstöße und die Bedrohung der Zivilbevölkerung erheblich verringern würde.

Unter großen Schwierigkeiten haben sich die Parteien im Sommer 2020 auf besondere Maßnahmen geeinigt. Sie unterzeichneten ein Dokument der Kontaktgruppe, in dem es heißt, dass jeder Beschuss nicht sofort einen Gegenbeschuss auslösen darf. Andernfalls würde es zu einer Eskalation kommen. Nach jedem Beschuss sollte der Kommandeur einer angegriffenen Einheit dem Oberbefehlshaber Bericht erstatten. Erst nach dessen Zustimmung konnte der Befehlshaber der Einheit das Gegenfeuer eröffnen. Die Republiken nahmen diese Bestimmung in ihre Befehle auf, aber die Ukraine weigerte sich beharrlich, sie zu erfüllen. Vor einigen Monaten wurde sie dann überredet, sie zu akzeptieren, und setzte damit um, was vor einem Jahr vereinbart worden war. Vor kurzem hat der Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte jedoch erklärt, dass dies alles nicht erforderlich sei: Wenn man einen Schuss hört, auch in die Luft, kann man die Zivilbevölkerung bombardieren.

Frage: Lassen Sie uns zu Zentralasien kommen. Wenn die Taliban an die Macht kommen, ist das eine gewaltige Herausforderung für Russland und die postsowjetischen Länder Zentralasiens, die unsere ehemaligen Bruderrepubliken sind. Sind wir bereit, uns dieser Herausforderung zu stellen, und wie können wir unseren Nachbarn in Zentralasien helfen?

Sergej Lawrow: Wir haben es so oder so kommen sehen, als die Amerikaner all die Jahre versucht haben, Vereinbarungen zwischen den Afghanen zu „stimulieren“. Dies geschah, wie ich sagen würde, nicht allzu geschickt. Ich mache keinen Hehl aus meiner Einschätzung. Das Abkommen, das mit den Taliban in Doha ohne Beteiligung des damaligen Präsidenten Ashraf Ghani geschlossen wurde, war der letzte „diplomatische Sieg“, wie er von der vorherigen US-Regierung dargestellt wurde. Einerseits weckte er die Hoffnung, dass die Taliban nun zu Gesprächen bereit sein würden. Andererseits gab es viele skeptische Einschätzungen, denn die Taliban erklärten sich bereit, im Gegenzug für einen vollständigen Abzug aller ausländischen Truppen bis zum 1. Mai 2021 eine Art gemeinsamer Regierungsorgane zu schaffen. Der ehemalige Präsident Ghani war damit überhaupt nicht einverstanden, da ihm klar war, dass er im Falle der Erfüllung dieser Vereinbarung die Macht teilen müsste. Unter allen Umständen war es unwahrscheinlich, dass er die Nummer eins in der neuen afghanischen Regierung bleiben würde. Also tat er sein Bestes, um den Prozess zu verlangsamen. Das Ergebnis war, dass die Amerikaner länger blieben. Nach Ansicht einiger politischer Analysten in den USA geschah dies, weil Washington seine Truppen nicht innerhalb der vereinbarten Frist abzog. Daraufhin beschlossen die Taliban, sich von der Verpflichtung zur Bildung einer Regierung der nationalen Eintracht zu befreien.

Dies gehört jedoch der Vergangenheit an, und wir sind der Meinung, dass die Vereinigten Staaten und diejenigen, die 20 Jahre lang dort geblieben sind und versprochen haben, aus Afghanistan ein Musterland zu machen, sich jetzt direkt engagieren müssen, vor allem finanziell, um eine humanitäre Katastrophe abzuwenden. In diesem Sinne wollen wir die historische Kontinuität mit ihrem kausalen Zusammenhang bewahren.

Eine Veranstaltung, die wir kürzlich in Moskau unter Beteiligung der Nachbarländer Afghanistans und anderer führender Länder der Region abgehalten haben, sowie die von der SOZ und der OVKS gesponserten Veranstaltungen, die vor nicht allzu langer Zeit in Duschanbe stattfanden, zielten darauf ab, die Taliban aufzufordern, ihre Versprechen und Verpflichtungen, die sie bei ihrer Machtübernahme eingegangen sind, einzuhalten. In erster Linie geht es darum, die Destabilisierung der Nachbarländer und die Ausbreitung der terroristischen und drogenbedingten Bedrohung von Afghanistan aus zu verhindern und diese Bedrohungen in Afghanistan selbst zu unterdrücken, den integrativen Charakter der Regierung im Hinblick auf die ethnopolitische Vielfalt zu gewährleisten und sicherzustellen, dass, wie sie sagten, die islamischen Menschenrechte garantiert werden. Dies lässt sich recht weit auslegen, bietet aber zumindest einige Anhaltspunkte, um die Taliban zur Einhaltung ihrer Versprechen zu bewegen.

Humanitäre Hilfe muss jetzt geleistet werden. Ich sehe, dass die westlichen Länder ihre ersten Beiträge leisten. Die Frage ist, wie diese Hilfe verteilt wird. Viele sind dagegen, sie der Regierung direkt zur Verfügung zu stellen, und ziehen es vor, über internationale Organisationen zu handeln. Wir sehen das ein und tragen dazu bei, mit den derzeitigen Behörden in Kabul eine Vereinbarung zu treffen, die es internationalen Organisationen, vor allem humanitären Organisationen, ermöglicht, die entsprechenden Maßnahmen durchzuführen. Natürlich werden wir unseren Teil dazu beitragen. Wir liefern dort Medikamente und Nahrungsmittel. Die zentralasiatischen Länder tun dasselbe. Ihre Stabilität ist für uns wichtig, denn wir haben keine Grenzen zu unseren zentralasiatischen Verbündeten, und wir haben mit fast allen von ihnen visafreie Reisevereinbarungen. In diesem Zusammenhang sagte Präsident Putin im Juni in Genf zu Präsident Biden, dass wir die Versuche, mit den zentralasiatischen Ländern über die Einrichtung von US-Militärinfrastruktur auf ihrem Territorium zu verhandeln, um bei Bedarf Ziele in Afghanistan über den Horizont hinweg anzugreifen, entschieden ablehnen. Ähnliche Vorschläge haben sie auch Pakistan unterbreitet, aber Pakistan hat abgelehnt. Usbekistan hat öffentlich erklärt, dass seine Verfassung die Errichtung von Militärstützpunkten auf seinem Territorium nicht vorsieht. Kirgisistan hat ebenfalls öffentlich, durch den Mund des Präsidenten, verkündet, dass es dies nicht wünscht.

Da ich die aufdringliche Art der Amerikaner kenne, schließe ich nicht aus, dass sie denselben Vorschlag aus verschiedenen Blickwinkeln immer wieder vorbringen. Ich habe gehört, dass sie angeblich versuchen, Indien davon zu überzeugen, dem Pentagon bestimmte Fähigkeiten auf indischem Territorium zur Verfügung zu stellen.

Flüchtlinge sind das zweite Thema, das jetzt ernsthaft in Betracht gezogen wird. Viele von ihnen sind einfach auf eigene Faust nach Zentralasien gekommen. Diese Länder verfolgen ihnen gegenüber eine unterschiedliche Politik und versuchen auf jede erdenkliche Art und Weise, sich gegen diese Flüchtlingsströme zu schützen. In Usbekistan wurden spezielle Räumlichkeiten für die Flüchtlinge direkt vor dem Flughafen eingerichtet, von wo aus sie in andere Länder geflogen werden und die anderen Teile der Republik Usbekistan nicht betreten dürfen. Unsere tadschikischen Nachbarn machen das Gleiche. Auch sie werden unter Druck gesetzt, Flüchtlinge aufzunehmen. Sie wollen Aufnahmezentren einrichten und garantieren, dass die Flüchtlinge nach einiger Zeit umgesiedelt werden. Der Westen hat die Nachbarländer angefleht, Zehntausende von Flüchtlingen aufzunehmen, wobei jeder behauptete, es handele sich um eine vorübergehende Lösung, bis der Westen ihnen Dokumente für die Einwanderung in westliche Länder ausstellt.

Frage: Aber es stellte sich heraus, dass es eine langfristige Lösung war …

Sergej Lawrow: Glücklicherweise hat niemand dem zugestimmt, zumindest nicht in den Zahlen, von denen der Westen gesprochen hat. Natürlich sind einige Flüchtlinge dorthin umgesiedelt, und für sie müssen angemessene Vorkehrungen getroffen werden. Der Westen sagte, er brauche „zwei bis drei Monate“, um für diese Menschen Dokumente auszustellen, und es sei notwendig, sie zu retten, da sie mit den Koalitionsstreitkräften kollaborierten. Aber wenn Sie mit diesen Afghanen vor Ort lange Zeit zusammengearbeitet und sie als Übersetzer und Informanten beschäftigt haben, dann haben Sie sie sicherlich auch überprüft. Wenn Sie, nachdem sie so lange für Sie gearbeitet hatten, immer noch nicht entscheiden konnten, ob Sie ihnen trauen konnten oder nicht, warum haben Sie sie dann bei den zentralasiatischen Ländern, die unsere Verbündeten sind, „abgeladen“? Diese Frage bleibt offen.

Wie Sie vielleicht wissen, haben wir der UNO vorgeschlagen, eine Konferenz einzuberufen, die sich mit den dringenden humanitären Bedürfnissen der afghanischen Bevölkerung befassen soll. Ich denke, die Botschaft ist angekommen, und wir erwarten eine konkretere Antwort.

Grüne vor politischem „Super-Gau“: Stuft EU Atomkraft als saubere Energie ein?

Grüne vor politischem „Super-Gau“: Stuft EU Atomkraft als saubere Energie ein?

Atomkraft ist – sofern nichts passiert – eine sehr klimaneutrale Energiequelle. Also müssten Grüne doch eigentlich auch auf Atomkraft setzen, lehnen diese aber nach wie vor entschieden ab. Dabei gilt die Kernenergie doch heutzutage als sehr sicher. Und genau das diskutieren nun sogar einflussreiche EU-Länder wie Frankreich oder die Niederlande, zudem auch einige osteuropäische EU-Länder. Werden diese in der EU durchsetzen, dass Atomenergie „grün“, also sauber und damit förderungswürdig wird? Die Grünen gehen deshalb auf die Barrikaden.

Von Achim Baumann

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  • EU diskutiert über Atomenergie
  • Selbst Frankreich will künftig auf Kernenergie setzen
  • Wird Atomstrom zur grünen und damit förderungswürdigen Energie?
  • Ernüchternd für Grüne: Rest der Welt richtet sich nicht nach ihrer Ideologie aus

Bei den Verhandlungen zur Bildung der ersten bundesweiten Ampel-Koalition in Deutschland soll es angeblich „knirschen“. Grund soll vor allem das Thema Klima sein. Und wer spielt da den Hardliner? Natürlich die Grünen! Interessant ist dabei zu sehen, dass das Stocken der Verhandlungen durch Indiskretionen der Grünen bekannt wurde. Während nur rund drei Wochen vorher Indiskretionen aus Gesprächen mit der CDU aus den Reihen der Union kamen und diese deshalb in den Medien als führungsschwach, desolat und zerstritten etikettiert wurde, hielten sich die Mainstreammedien diesmal zurück, die grünen Indiskretionen wurden sogar begierig aufgenommen. Kein Wunder, ist doch der klimabedingte Untergang der Welt ein gerne thematisiertes Szenario der rotgrün dominierten Medien. So wird überaus klar, dass die Grünen politisch über Bande spielen und mithilfe ihnen nahestehenden NGOs und der Medien die Koalitionsverhandlungen zu ihren Gunsten beeinflussen wollen.

Umstrittene Windenergie

Eines der strittigen Themen soll der Umfang der geplanten Reduktion von Treibhausgasen sein, beispielsweise mit dem stark forcierten Ausbau der Windkraft. Dass diese aber mittlerweile als umstritten gilt, ist den Grünen völlig egal. So sterben beispielsweise rund 100 große Vögel (Adler, Falken, Habichte, Eulen etc.) innerhalb eines Jahres an den Rotorblättern eines Windrades. Nun gibt es in Deutschland aktuell 31.109 Windräder. Das ergibt knapp 3,1 Millionen getötete Tiere jährlich. Das hören Grüne widerwillig, immerhin setzen sie sich angeblich für den Erhalt der Natur ein, aber Tiere gehören nun einmal auch dazu. So lassen sich Windräder auch nur schwer recyclen, denn ausgediente Windräder hinterlassen tonnenweise Schrott. Aber die Grünen setzen nach wie vor darauf. Wäre Atomenergie da nicht weitaus klimaneutraler?

Grüne rasten aus

Das sehen nämlich auch etliche Nachbarn Deutschlands so. Jüngst gab es in den Niederlanden eine intensive Debatte, ob man nicht zur Kernkraft zurückkehren wolle. Vor dem Hintergrund von Klimaerwärmung und CO2-Emissionen wird die Debatte über Atomkraft vor allem in Frankreich geführt und osteuropäische EU-Länder applaudieren. „Frankreich und die osteuropäischen Staaten sind drauf und dran, in Brüssel vollendete Tatsachen zu schaffen“, sagte völlig in Panik der Grünen-Europaabgeordnete Sven Giegold dem Redaktionsnetzwerk Deutschland und warnte davor, dass die EU-Kommission die Kernenergie als grün und klimaneutral einstuft. Schon in diesem November könnte die EU sich festlegen, der politische Druck soll groß sein, bislang zehn EU-Länder – Bulgarien, Kroatien, Finnland, Frankreich, Polen, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn – fordern, der Kernenergie ein „grünes“ Label zu verleihen.

Ein „Super-Gau“ für die Grünen

Das wäre für die Grünen, ihre Helfershelfer in Politik und Medien der größtmögliche politische Gau. Denn dann könnte mehr öffentliches und auch privates Geld in Richtung neuer Atomkraftwerke gelenkt werden, die grünen Lieblingsthemen Windkraft etc. ins Hintertreffen geraten. Im schlimmsten Fall könnte Kernenergie sogar als förderungswürdig eingestuft werden. Nicht verwunderlich, dass die Grünen ausrasten, von „Greenwashing auf EU-Ebene“ faseln und auch verlangen, die EU solle sich erst mit dem Thema beschäftigen, wenn sich in Berlin die neue Ampelkoalition gebildet habe. Man will sich also nicht möglichen Mehrheiten beugen, sondern den nationalstaatlichen Sonderweg Deutschlands für alle anderen durchsetzen.

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Belarus – die Bildersprache der Tagesschau

Belarus – die Bildersprache der Tagesschau

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Sie können es einfach nicht lassen. Zu Beginn der Flüchtlingskrise 2015 wählten Tagesschau und Tagesthemen solche Bilder für ihre Berichterstattung, die geeignet waren, beim Zuschauer Mitleid auszulösen. Es galt, die Zuschauer propagandistisch auf täglich tausende ins Land strömende (männliche) Merkel-Gäste vorzubereiten. Die Bilder waren aber so platt, die Kritik so deutlich, dass Chefredakteur Kai Gniffke […]

Montgomery tritt nach: Ungeimpfte als Reichsbürger verunglimpft

Montgomery tritt nach: Ungeimpfte als Reichsbürger verunglimpft

Nach teils scharfer Kritik an den Aussagen des Präsidenten des Weltärztebundes Frank Ulrich Montgomery über eine vermeintliche Tyrannei der Ungeimpften tritt dieser nun ganz unverhohlen nochmals nach. Im WELT-Interview nutzte er perfide statistische und sprachliche Tricks, verteidigt sich und seine Aussagen, doch dann redet er sich endgültig in Rage und setzte Ungeimpfte mit Reichsbürgern gleich. 

Ein Wut-Kommentar von Max Bergmann

Das Interview beginnt fast harmlos. Und für Mainstream-Journalismus ungewohnt kritisch. Die Moderatorin des TV-Senders WELT beginnt ihre Argumentation mit dem Verweis auf die immer häufiger bekanntwerdenden Impfdurchbrüche. Vollständig Geimpfte sind allen Erkenntnissen nach ähnlich hoch ansteckend wie Ungeimpfte, das belegen zahlreiche Studien. Auch landeten Geimpfte immer häufiger auf den Intensivstationen und müssten intensivmedizinische Behandlung erfahren, mindestens 25 Prozent, wie die Moderatorin erklärte. Die Dunkelziffer dürfte deutlich höher sein. „Das ist doch ein Irrglaube, dass dann alles super und vorbei ist, wenn wir alle geimpft sind“, konfrontierte sie den Weltärztebund Vorsitzenden. 

Narrativ des „leichten Verlaufs“ – Definition der Impfung ad absurdum

Montgomery erklärte zunächst, in der Medizin gäbe es ohnehin niemals 100 Prozent Sicherheit. Fast erweckt er den Eindruck, niemand hätte 100 Prozent Wirksamkeit versprochen, auch nicht etwa die Regierung. Das Paul-Ehrlich-Institut definierte die umstrittenen Vakzine übrigens mit Stand 15. August 2021 mit „COVID-19-Impfstoffe schützen vor Infektionen mit dem SARS-CoV2 Virus“. Klammheimlich und ohne große Aufmerksamkeit lautet die neuerliche Definition seit 7. Oktober aber nur noch: „COVID-19-Impfstoffe sind indiziert zur aktiven Immunisierung zur Vorbeugung der durch das SARS-CoV2 Virus verursachten COVID-19 Erkrankung“.

Der bekannte und geschätzte Maßnahmen-Kritiker Prof. Dr. Stefan Homburg wies auf Twitter in der Vergangenheit mehrfach auf die sich ändernden Definitionen hin und äußerte außerdem einen eigenen Vorschlag zur Definition der Covid-19 Vakzine: „COVID-19 Impfstoffe schützen Hersteller vor Haftung und Geimpfte vor sozialer Ausgrenzung“. Auch Montgomery verweist hauptsächlich auf die „sehr viel leichteren Verläufe“, die Geimpfte seiner Ansicht nach durchliefen. Von Immunität aber keine große Rede mehr. Nur am Rande erklärte er, um die Vorerkrankten in der Gesellschaft zu schützen müssten wir uns alle mit einem der höchstumstrittenen Covid-19 Vakzinen impfen lassen, „damit wir von diesem Virus dann mal loskommen“. 

Montgomery kann Statistik – aber nur dann, wenn es ihm passt

Interessant wird es schon, als er die Anzahl der Impfdurchbrüche ins Verhältnis der Anzahl der „vollständig Geimpften“ in Deutschland setzte. Tatsächlich, sogenannte Experten sind doch noch in der Lage, statistische Grundsätze anzuwenden. Ja, eine Zahl alleine ist selten etwas wert. Deswegen setzt man sie ins Verhältnis zu einer anderen, um die Zahl verständlicher und anschaulicher zu machen. Montgomery kann das offenbar, aber nur dann, wenn ihm die Argumentation in der Folge noch in den Kram passt. Dass nämlich die Anzahl der „an oder mit Covid-19“ Verstorbenen unbedingt auch ins Verhältnis der Gesamtbevölkerung gesetzt werden sollte, oder ins Verhältnis der ohnehin jeden Tag durch die Normalsterblichkeit sterbenden Menschen, das vergisst er – oder blendet es bewusst aus. Selbstverständlich ist sein „ins Verhältnis setzen“ der Impfdurchbrüche knallharte Taktik und für die mitdenkende Bevölkerung nicht mehr als durchschaubare Propaganda. 

Mit statistischen und sprachlichen Tricks werden Impfdurchbrüche kleingeredet

Er erweckt damit den Eindruck, Impfdurchbrüche seien gar nicht so besonders, denn im Verhältnis zur Anzahl der „vollständig Geimpften“ sei die Zahl der Impfdurchbrüche seiner Meinung nach vernachlässigbar. Doch warum wendet man derartige mathematische und statistische Grundlagen nur noch dann an, wenn es Experten in den Kram passt? „Das sind etwa 2 Promille“, stellt er in Bezug auf Impfdurchbrüche im WELT-Interview fest. Schon allein die Verwendung der Einheit „Promille“ soll hier natürlich deutlich machen, die Anzahl der positiv getesteten Geimpften sei statistisch absolut nicht relevant. Genauso könnte man aber auch feststellen, lediglich etwa 1,2 Promille der Bevölkerung in Deutschland ist „an oder mit Covid-19“ verstorben, wenn man die offiziellen Zahlen hierfür betrachtet. Doch stattdessen wird allzu gern mit Horrorbildern wie Flugzeugabstürzen oder „so viele Corona-Tote wie eine ganze Großstadt“ gearbeitet. 

„Sehr viele Reichsbürger“ – Montgomery sieht Geimpfte offenbar als mehrheitliche Bessermenschen

Doch was bislang zumindest noch nach gewissem selektiven Intellekt aussah, wenn auch nicht unbedingt nachvollziehbar, gleitete bald ins Unsachliche und höchst Unverschämte ab. Die WELT-Moderatorin wies zu Recht auf die zunehmende Spaltung der Gesellschaft hin, und darauf, dass Ungeimpften nicht immer mehr mit Freundlichkeit begegnet wird. Sie stellte die berechtigte Frage, ob es nicht viel sinnvoller sei, Ungeimpften mit respektvoller Kommunikation und Argumentation entgegen zu treten, statt sie herabzuwürdigen und unter Druck zu setzen. Der Vorsitzende des Weltärztebundes Montgomery hatte dafür nur ein müdes aber deutlich vernehmbares Lächeln übrig, von oben herab. Er bestätigte, ruhige und sachliche Kommunikation sei für ihn durchaus wichtig, nur um sofort ins Unsachliche abzudriften:

„Wenn Sie die Mails sehen würden, die ich bekomme, und die Kommunikation von Seiten der Ungeimpften, bei denen ja sehr viele auch Menschen wie Reichsbürger und Menschen mit, ich will es mal vorsichtig sagen, ausgesprochen kruden Ideen dabei sind, dann sage ich mal schlicht und einfach, wir dürfen uns als die ganz große Mehrheit der Geimpften, als die ganz große Mehrheit, die ihre soziale Aufgabe wahrgenommen haben, um die Bevölkerung und uns alle zu schützen, da können wir uns nicht länger von denen tyrannisieren lassen!“

Als Krönung setzte er dann noch einen drauf und erklärte die Covid-19 Vakzine zu einer „nachgewiesenermaßen gut wirksamen und gut verträglichen“ Impfung – ohne dies zu belegen.

„Wo sind die großen Nebenwirkungen, wo sind die großen Gefahren?“

Doch als ob das alles nicht genug wäre verhöhnt der Weltärztepräsident vor laufender Kamera, offenbar zugeschaltet aus dem Homeoffice, noch die zahlreichen Opfer der teils schweren Nebenwirkungen der Covid-19 Vakzine. Frank Ulrich Montgomery outete sich im WELT-Interview tatsächlich als waschechter und fanatischer Nebenwirkungsleugner. Herzmuskelerkrankungen insbesondere bei jungen Männern und Hirnvenenthrombosen sind dabei nur die Spitze des Eisbergs, die Montgomery hier dreist unter den Tisch kehrte und leugnete. Die zahlreichen Impfreaktionen und Nebenwirkungen, die nicht unmittelbar zum Tode aber zu tage- oder wochenlangen Beeinträchtigungen bei Geimpften führten erwähnt er ebenfalls nicht. Ob langfristige Folgen entstehen könnten ist auf Grund der unklaren Datenlage und fehlender Langzeitstudien ebenfalls nicht absehbar. Es ist außerdem unumstritten, zumindest unter Anhängern der Wissenschaft, dass die derzeit verfügbaren und nur bedingt zugelassenen Covid-19 Impfstoffe im Vergleich zu klassischen und bekannten Vakzinen Nebenwirkungen in deutlich erhöhtem Maße hervorrufen und in den seltensten Fällen besonders „gut verträglich“ sind. Auch dann nicht, wenn Clowns wie Karl Lauterbach die Impfstoffe zu einer „nebenwirkungsfreien Impfung“ erklären und für ihre gefährliche Propaganda ihre Twitter-Reichweite nutzen.

Stimmt. Und zusätzlich geht es darum, weshalb eine Minderheit der Gesellschaft eine nebenwirkungsfreie Impfung nicht will, obwohl sie gratis ist und ihr Leben und das vieler anderer retten kann. Daher bin ich pessimistisch was freiwillige Opfer für den Klimaschutz betrifft https://t.co/ZP7W07PD4B

— Karl Lauterbach (@Karl_Lauterbach) August 13, 2021

Tyrannei der Geimpften, der Mainstream-Medien und der Regierung

Der Auftritt Frank Ulrich Montgomerys im WELT-TV Interview im Nachgang zu seinem bereits unverschämten Auftritt bei Anne Will verdeutlichte eines erneut: Wir erleben definitiv keine Tyrannei der Ungeimpften, die einen Impfstoff begründet ablehnen. Wir erleben aber sehr wohl eine Tyrannei der Geimpften, die Ungeimpften ihren Standpunkt, ihre Meinung und ihr Weltbild mit aller Macht aufzwingen wollen. Mit Zwang, mit Druck, mit sozialer Ächtung, mit Ausgrenzung, mit Diffamierung und Diskriminierung arbeiten Geimpfte (wenn auch nicht alle) vermehrt und gezielt gegen Ungeimpfte. Wir erleben eine Tyrannei der Mainstream-Medien, die mit Angst, Panik und überzogenen Narrativen hetzen und Geimpfte aufstacheln. Wir erleben eine Tyrannei der Regierungen dieser Welt, die zunehmend Gefallen an der Repression der Bevölkerung finden. Hier geht es längst nicht mehr um den einen oder anderen Geimpften mehr für die Statistik der Regierung. Hier geht es längst nur noch ums Prinzip: Folge der Mehrheit, oder geh‘ unter. Dieses Mehrheits-Prinzip verdeutlichte Frank Ulrich Montgomery in seinem WELT-Interview nochmals. Ja, die Geimpften sind (mittlerweile) die Mehrheit. Doch das alleine gibt Geimpften nicht das Recht, Ungeimpfte zu tyrannisieren. Diese Tyrannei gegen Ungeimpfte muss aufhören. Nicht morgen, nicht übermorgen, sondern jetzt, sofort, und für immer!

Deutschland: Stiko will Kinder ab 5 Jahren gegen Covid impfen lassen

Deutschland: Stiko will Kinder ab 5 Jahren gegen Covid impfen lassen

Bald schon sollen auch in Deutschland Kinder im Alter von fünf bis zwölf Jahren mit den experimentellen Vakzinen gegen Covid-19 geimpft werden. Ein Spiel mit der Gesundheit und dem Leben der Jüngsten!

Gegenüber der Rheinischen Post teilte der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, mit, dass diese bereits an einer Empfehlung für die Corona-Impfung von fünf- bis zwölfjährigen Kindern arbeite. Natürlich ist dieser Artikel hinter einer Bezahlschranke versteckt, doch auch in anderen Medien wird mittlerweile Bezug darauf genommen.

“An der Stiko-Empfehlung wird gearbeitet”, sagt der Vorsitzende der Stiko, Thomas Mertens, der Zeitung. Der Impfstoff für die über Fünfjährigen werde jedoch nicht vor Mitte Dezember zugelassen. Im Grunde genommen heißt dies: es ist faktisch schon beschlossene Sache.

Die Stiko ignoriert sämtliche wissenschaftliche Bedenken

Aufmerksame Leser wissen bereits, dass die mRNA-Impfungen von Pfizer und Moderna tödliche Nebenwirkungen haben können. Insbesondere Entzündungen der Herzmuskulatur (Myokarditis und Perikarditis) gehören dazu. Besonders davon betroffen: männliche Geimpfte jüngeren Alters. Dies zeigt sich auch in der aktuellen Übersterblichkeit in den betreffenden Altersgruppen in Österreich.

Auch britische Daten zeigen eine erhöhte Sterblichkeit unter den Jugendlichen auf. Diese tritt auf, seit mit den Impfprogrammen unter den Kindern- und Jugendlichen begonnen wurde. Und das, obwohl gerade die Jüngeren eine Infektion mit SARS-CoV-2 zumeist sehr gut wegstecken.

Sehen Sie sich auch die Berechnungen aus den Vereinigten Staaten in Bezug auf die Impfungen an: Diese Daten sprechen für sich. Vereinfacht ausgedrückt: für jedes durch die Impfung gerettete Covid-Opfer unter den Kindern opfern wir 117 den experimentellen Vakzinen. Und das soll auch in Deutschland durchgezogen werden.

Warten auf statistische Daten

Interessant ist, dass derzeit die Übersterblichkeit in Deutschland im Vergleich zum Schnitt der letzten Jahre in den vergangenen Monaten sehr hoch ist. Insbesondere angesichts der Tatsache, dass die Zahl der sogenannten Covid-Toten gering ist. Einen Überblick bis zur Kalenderwoche 39 finden Sie beim Statistischen Bundesamt.

Doch selbst die Behörde konstatiert:

Ein Vergleich der gesamten Sterbefälle mit der Zahl der beim Robert Koch-Institut (RKI) gemeldeten COVID-19-Todesfälle nach Sterbedatum ist derzeit bis einschließlich der 37. Kalenderwoche 2021 (13. bis 19. September) möglich. In dieser Woche gab es laut RKI 375 COVID-19-Todesfälle. Das waren 77 Fälle mehr als in der Vorwoche. Die Zahlen steigen seit Anfang August an. Die erhöhte Gesamtsterblichkeit seit der 36. Kalenderwoche erklären sie jedoch nicht.

Destatis

Auf die Idee, dass die umfangreichen Impfprogramme vielleicht etwas damit zu tun haben könnten, kommt man allerdings nicht. Bislang gibt es bei den Jüngeren noch keine größeren Ausschläge nach oben, wie die wöchentlichen Sterbezahlen zeigen. Dies könnte sich aber mit dem Start der Massenimpfungen in Deutschland unter den Kindern und Jugendlichen möglicherweise ändern – ähnlich wie in Großbritannien. Ist es das wert?

„Pandemie der Ungeimpften“? Merkel, Spahn & Co sind die eigentlichen Impfverweigerer

„Pandemie der Ungeimpften“? Merkel, Spahn & Co sind die eigentlichen Impfverweigerer

Während der Pandemie wurden munter weiter Krankenhäuser geschlossen, Intensivbetten abgebaut und Pflegepersonal wegen schlechter Bezahlung und Überlastung in andere Berufe getrieben. Der von der Bundesregierung und den Ihren propagierte Kampfbegriff der „Pandemie der Ungeimpften“ die Bundesregierung soll von deren bis heute anhaltendem Versagen in der Corona-Krise ablenken.

Der Beitrag „Pandemie der Ungeimpften“? Merkel, Spahn & Co sind die eigentlichen Impfverweigerer erschien zuerst auf Philosophia Perennis.

Robert F. Kennedy, Jr: Das Trojanische Pferd der Eidgenossenschaft – Ein „Nein“ für das „Ja zur Demokratie“

Robert F. Kennedy, Jr: Das Trojanische Pferd der Eidgenossenschaft – Ein „Nein“ für das „Ja zur Demokratie“

childrenshealthdefense.eu:

Die Schweiz gilt als Hort der Basisdemokratie. „Stimmbürger“ können im Land zwischen Mont Blanc und Bodensee über wichtige Fragen abstimmen, die in anderen Ländern von Parlamenten oder anderen Gesetzgebern entschieden werden. Und doch ist auch in der Schweiz damit nicht alles zum Besten gestellt, wie die am 28. November anstehende Volksabstimmung über das Covid-Gesetz zeigt. Die Herausforderung für alle Demokraten: Obwohl sie für die Aufrechterhaltung bzw. Rückgewinnung demokratischer Grundrechte, und damit für eine konstruktive Gesellschaftskultur eintreten, müssen Sie zum 28. November bereit sein, die Rolle des scheinbar destruktiven „Spielverderbers“ zu spielen. Der Grund: Wie einst der Sage nach die Danaer vor Troja, so hat das Establishment im politischen Bern den Menschen in der Schweiz „einen Trojaner“ hingestellt, der Sie zu einem „Ja“ für die Änderung des Coronagesetzes verleiten soll.

Daher findet am 12. November in Bern eine Große Kundgebung statt, zu der neben weiteren Gästen auch Children’s Health Defense – Vorstandsvorsitzender Robert F. Kennedy, jr. erwartet wird. Ziel der von Landwirt und Aktivist Urs Hans organisierten KUndgebung ist es, der Schweizerischen Bevölkerung den Täuschungsversuch – und die damit verbundenen Konsequenzen vor Augen zu führen.

Als ob es um Soziale Wohltaten geht. „Härtefallregelung, Arbeitslosenversicherung, Kinderbetreuung, Hilfe für Kulturschaffende“. Tatsächlich geht es um mehr MAcht für die Zentralregierung und um die Einführung einer Infrastruktur zur Überwachung, für die der Covid-Pass nur der Auftakt sein wird.

Die Initiatoren haben es geschafft, nach der 40:60 verlorenen Volksabstimmung über das Covid-19-Gesetz im Juni, binnen kurzer Zeit die erforderlichen Unterschriften für ein neues Referendum zu sammeln und die Regierung damit zu zwingen, eine weitere Volksabstimmung abzuhalten. Über den Wortlaut der Frage, die zur Abstimmung gestellt wird, hat die politische Elite in Bern jedoch die Kontrolle behalten.

So wurde der eigentliche Kern der Gesetzesänderung, die Verlagerung weiterer Machtbefugnisse auf die Zentralstaats-Ebene und weg von den Bürgerinnen und Bürgern in den Kantonen einerseits, sowie die Schaffung eines digitalen Covid-Zertifikats als Voraussetzung für Zugang zu weiten Teilen des gesellschaftlichen Lebens andererseits, nicht auf dem Wahlzettel erkennbar formuliert. Ähnlich wie die von Homer seinerzeit Danaer genannten Griechen mit dem trojanischen Pferd verpackten die politischen Strippenzieher in Bern die antidemokratischen und gefährlichen Teile des Gesetzes in einem scheinbaren Geschenk vermeintlicher sozialer Wohltaten, die in der Frage für das Referendum erwähnt werden. Als ginge es um nichts anderes. Die Frage lautet:

»Wollen Sie die Änderung vom 19. März 2021 des Bundesgesetzes über die gesetzlichen Grundlagen für Verordnungen des Bundesrates zur Bewältigung der Covid-19-Epidemie (Härtefälle, Arbeitslosenversicherung, familienergänzende Kinderbetreuung, Kulturschaffende, Veranstaltungen) annehmen?«

Wortlaut des Stimmzettels für die Volksabstimmung vom 28. November 2021 in der Schweizerischen Eidgenossenschaft

Zu den weiteren Rednern am Freitag in Bern gehören neben Robert F. Kennedy, jr. und CHD-Präsidentin Mary Holland gehören Catherine Austin Fitts, Dr. Sucharit Bhakdi, Dr. Wolfgang Wodarg, Dr. Thomas Binder, WHO-Whistleblowerin Dr. Astrid Stuckelberger und CHD-Europe-President Senta Depuydt. Beginn der Kundgebung ist am Freitag, 12.11., um 13.30 Uhr auf dem Rosalia-Wenger-Platz in Bern.

Grusel mit Karl Lauterbach

Horrormaske Karl Lauterbach – nicht nur zu Halloween (Bild:Collage)

Gerade haben wir Halloween überstanden, ohne von Vampiren gebissen oder von Werwölfen vertilgt worden zu sein. Doch während sich die Panik langsam legt und wir es uns unter einer Kuscheldecke auf dem Sofa gemütlich machen können, droht schon der nächste Schrecken, der uns das Blut in den Adern gefrieren lässt und unsere Knie zum Zittern bringt: Karl Lauterbach hat mal wieder etwas zur Impfung getwittert. Wenn es Deutschland ernst wäre mit dem Jugendschutz, dürften diese Tweets eigentlich erst ab 22 Uhr veröffentlicht werden – dagegen nimmt sich „The Walking Dead“ wie ein Kinderbuch aus. Erste Kinder sollen Albträume haben: Ein dünner Mann lässt sie erst an ihre Playstation, nachdem er ihnen eine Suppenkelle voll grauslich bitterer Medizin eingeflößt hat, in der blutunterlaufene Krötenaugen schwimmen!

Obwohl Karl Lauterbach aus Sicht der Medien in der richtigen Partei sitzt, könnte seine Besessenheit, eine Impfquote von 500 Prozent zu erreichen, derzeit etwas ausgebremst werden. Denn nachdem nun feststeht, dass die Ära Merkel vorbei ist und die CDU in der Opposition sitzen wird, ist selbst beim ZDF ein Hauch von Kritik an der Politik der letzten Monate zu spüren.

Platzpatrone statt ersehnter Wunderwaffe

Jens Spahn stand dafür nicht zu Unrecht als Sündenbock schon etwas länger in der ersten Reihe, damit man die nun scheidende Kanzlerin nicht mit Widerspruch behelligen musste. Im Rahmen der Kritik an seinem Gesundheitsmanagement wird doch tatsächlich erstmals offiziell der Gedanke geäußert, die Impfstoffe seien wohl doch nicht die ersehnte Wunderwaffe, sondern – man weiß nicht recht, wie man es ausdrücken soll – eher Platzpatronen, die das Virus höchstens ein bisschen verschrecken.

Auch wenn in den Nachrichten gerne Bürger vor die Kamera gezerrt werden, die es ganz furchtbar finden, wie unsolidarisch Ungeimpfte sind (wahrscheinlich, weil sie sich weigern, das lästige Zeug endlich mit aufzubrauchen), verfängt diese Tour nicht mehr. Mittlerweile wird zwar auch zugegeben, dass die Bettenknappheit auf Intensivstationen sich schon lange vor Corona abzeichnete – spätestens nach der Grippewelle 2018 -, aber als Drohkulisse taugt der Gedanke daran allemal. Bodo Ramelow unkt sogar düster, in seinem Bundesland könnten Ungeimpfte bald kein freies Bett mehr bekommen.

Unser Herr Lauterbach legt noch einen Spät-Halloween-Bonus obenauf und zeigt das Foto eines enormen Medikamentenbergs, der dem Tagesbedarf eines Covid-Patienten auf der Intensivstation entspräche:

(Screenshot:Twitter)

Dazu kann ich als Nichtmedizinerin nicht viel sagen – obwohl ich eher den Eindruck hatte, die Menge würde ausreichen, um einen an der Beulenpest leidenden Blauwal zu behandeln. Aber was weiß ich denn schon. Höchstens das eine: Psychologisch könnte diese „Warnung” zum Rohrkrepierer werden. Denn der normale Bürger rechnet in den meisten Fällen nicht damit, auf der Intensivstation zu landen. Hingegen dürfte er weitaus häufiger Bekannte haben, die nach ihrer Impfung Unschönes erlitten haben: Übelkeit, Kopfschmerzen oder gar Thrombosen. Letztere können einen ebenfalls ins Krankenhaus befördern. Wer sich umhört, wird eher das näherliegende Risiko vermeiden wollen – und das ist für die Allermeisten kein schwerer Covid-Verlauf.

Die Fans der Impfung hingegen erwarten ohnehin das Schlimmste und müssen nicht mehr eingeschüchtert werden. Sie überlegen höchstens, womit sie Karls Schreckensbilder noch übertreffen können, um das störrische Verweigerervolk endlich an die Kanüle zu zwingen. Man könnte fast meinen, sie besäßen durchweg Biontech-Aktien und fürchteten deren Preisverfall. Die Impfung wird uns nicht mehr angepriesen wie sauer Bier, wie es noch vor ein paar Monaten der Fall war; jetzt verlieren sie die Geduld mit uns. Vielleicht droht uns Karl Lauterbach mit Monstern unterm Bett, wenn wir uns nicht impfen lassen. Ob er selbst wohl schon ein Dauerabo für die nächsten zwanzig Booster abgeschlossen hat?

Eine Wirtin meldet sich zu Wort

Seit dem «Black Monday», also dem 13. September 2021, ist die normale bekannte Welt für viele Schweizerinnen und Schweizer aus den Fugen geraten. Zahlreiche Menschen hatten schon seit längerem Mühe mit den Restriktionen, den neuen Regelungen, Anpassungen und Weissagungen unserer Experten. Doch die meisten passten sich aus Solidarität an oder beugten sich dem Druck, wenn teils auch nur widerwillig.

Die vom Bundesrat eingeführte Zertifikatspflicht hat nun aber jeglichen Rahmen der Vernunft gesprengt. Die Schweizerinnen und Schweizer sehen sich zu einer Herde von blökenden Schafen degradiert, die zu Ja-Sagern erzogen werden sollen. Besonnenheit und eigene Urteilskraft werden ihnen abgesprochen. Überall wird Angst verbreitet; viele werden davon überwältigt.

Keiner möchte krank werden, keiner will im Spital landen, keiner will an Covid sterben.

Und wegen dieser Heidenangst, wegen der Verzweiflung und wegen der Hilflosigkeit, war es dem Bundesrat möglich, die Bevölkerung so stark unter Druck zu setzen, dass jedes Aufmucksen, jede Ablehnung dieser unsäglichen Be- und Einschränkungen unserer Rechte mit den schlimmsten Beleidigungen apostrophiert wird. «Covidiot» ist dabei eine vergleichsweise harmlose Betitelung.

Dem allem zum Trotz formiert sich eine starke Opposition. Neue Vereine, Zusammenschlüsse, Verbände wurden gegründet. Sie alle nehmen den Kampf gegen diese Orakel-Gesellschaft unseres Bundesrates auf. Demonstrationen, unterstützt von Tausenden, fanden statt. Die Freiheits-Trychler wurden zu einem Sinnbild des besonnenen bürgerlichen Widerstandes.

Nun versucht der Bundesrat mit der Abstimmung über das Covid-Gesetz vom 28. November 2021 einmal mehr, die Bürger zu entmachten. Auf eine Dauer von 10 Jahren (!) kann er über alle Einwohnerinnen und Einwohner je nach Lust und Laune verfügen, bestimmen und diese zum absoluten Gehorsam zwingen. Apartheid und Zwei-Klassen-Gesellschaft würden zementiert, Andersdenkende wie Parias behandelt.

Ich bitte Euch: Denkt an die Kinder und deren Zukunft! Denkt zurück an unsere gelebte Jugend: Wie schön es war, wie frei wir waren, obgleich wir immer wieder mit Krankheiten, Viren und Allergien konfrontiert wurden.

Ermöglicht es den Jugendlichen, frei zu sein und in Anstand erwachsen zu werden!

Danke für Ihr Nein zum Covid-Gesetz am kommenden 28. November 2021!

Monique Werro

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Monique Werro ist langjährige Hotelbesitzerin aus Brienz. Lange führte die 83-Jährige das Ayurveda-Hotel Bären in Brienz, will sich aber Ende dieses Jahres in den Ruhestand begeben. Werro kämpfte erfolgreich für das Verhüllungsverbot. Als die Zertifikatspflicht im September 2021 eingeführt wurde, zog sie ihre Konsequenzen und schloss die Innenräume ihres Restaurants. Alle Gäste, ob geimpft oder nicht, wurden fortan auf der Terrasse bewirtet.

Türkei bekommt impfkritische Partei – Gründer: sind keine Roboter-Menschen

Türkei bekommt impfkritische Partei – Gründer: sind keine Roboter-Menschen

In der Türkei gründet der Rechtsanwalt und Notar, Haci Ali Özhan jetzt die impfkritische „Partei für ein Leben ohne Zwang“ (DYP). Denn man lehne die Regierungspläne ab, mit chemischen Flüssigkeiten, die man „Impfung“ nenne und mit Nachverfolgungssystemen versklavte Roboter-Menschen zu schaffen, sagte Özhan. In der Türkei wurde vor allem mit dem China-Totimpfstoff „CoronaVac“ behandelt. Bis Jahresende will man den eigenen Totimpfstoff „TurkoVac“ anbieten. In „westlichen Demokratien“ setzt man indes auf gentechnische Behandlungen samt Endlos-Impf-Abo.

  • Türkei bekommt impfkritische Partei
  • Gründer ist Anwalt und Notar
  • Kämpft für ein Leben ohne Zwang
  • Gegen versklavtes Roboter-Leben
  • Impfpass und Tests aktuell verpflichtend
  • Gesundheitsminister pusht Impfrate
  • Vor allem Totimpfstoff im Einsatz
  • 59 Prozent haben zwei Stiche
  • Türkei hat bald eigenen Totimpfstoff

Von Kornelia Kirchweger

Für ein Leben ohne Zwang

Zum Parteiprogramm, sagte Özhan: man lehne Zwangsmaßnahmen und die Verletzung der körperlichen Integrität der Menschen ab. Man sei gegen Pläne, versklavte Roboter-Menschen zu schaffen, mit chemischen Flüssigkeiten, die als „Impfung“ bezeichnet werden und einem elektronischen Nachverfolgungssystem. Man sei gegen die Impf- oder PCR-Testpflicht und man lehne die Maskenpflicht ab. Man vertrete die Meinung, „der Körper gehört mir, respektiert meine Entscheidung, meine körperlichen Integrität, wir akzeptieren keine Einmischung in unsere Rechte und wollen ein Leben ohne Zwang“, sagte Özhan. Abgesehen von diesem Ziel, habe die Partei keine politischen Ambitionen. Sobald diese Mission erfüllt sei, werde sie aufgelöst.

Das große Erwachen

Die türkische Anti-Impf-Bewegung ist in den vergangenen Monaten stark angewachsen und hat einige große Protestmärsche unter dem Motto „Das große Erwachen“ in Istanbul und anderen Großstädten der Türkei organisiert. Am 11. September etwa im Bezirk Maltepe, auf der asiatischen Seite von Istanbul. Türkische Flaggen wurden geschwenkt und Lieder zur Verteidigung der individuellen Rechte gesungen. Aktivisten kritisierten, die Pandemie werde einfach fortgesetzt „mit noch mehr Einschränkungen und kein Ende sei in Sicht“. Man befürchte, Masken, Impfen und PCR-Tests könnten generell verpflichtend werden. Vor kurzem organisierte die Bewegung einen Protest vor dem Gebäude der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Istanbul.

Minister: Impfen einzige Lösung

Gesundheitsminister Fahrettin Koca verkündete: Impfungen seien die einzige Lösung. Regulierungen seien notwendig. Man peile eine Impfrate von 70 Prozent oder mehr an. Denn die Infektionszahlen und Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 seien immer noch hoch. Seit Anfang September gelten in der Türkei strenge Bestimmungen:

Bei Binnen-Städteflügen, in Bussen und Bahnen und beim Besuch von Großveranstaltungen sind Impfnachweis oder negativer Covid-19-Test erforderlich. Masken und Abstandhalten gelten in öffentlichen Bereichen. Nicht geimpfte Mitarbeiter in Schulen müssen zweimal/Woche einen PCR-Test durchführen.

Totimpfstoff  „TurkoVac“ bis Jahresende

In  der Türkei wurden bisher 117 Mio Impfseren verabreicht, vor allem Chinas Totimpfstoff CoronaVac. Insgesamt haben 55,5 Mio Menschen eine Dosis erhalten, das sind 67,5 Prozent der Gesamtbevölkerung. 49 Mio Menschen, also 59 Prozent, haben bereits zwei Stiche. Das Land will bis Jahresende seinen eigenen Totimpfstoff „TurkoVac anbieten. Impfstoff-Entwickler ist das Gesundheitsinstitut der Türkei gemeinsam mit der Erciyes Universität.

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