Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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Kategorie: Nachrichten

Kategorie: Nachrichten

Sie wollen eine sichere Stromversorgung? Dann beachten Sie die Kapazität  der “großen Batterien”

Sie wollen eine sichere Stromversorgung? Dann beachten Sie die Kapazität  der “großen Batterien”

Rite-On! June 2021

Eine Erklärung, warum selbst die größten Batterien keine für die sichere Stromversorgung “planbare und abrufbare Energie“ liefern können.

[Aufladbare Batterien heißen korrekt Akkumulatoren, allgemein jedoch auch in Deutschland oft einfach „Batterien“ genannt, so auch hier]

Dieser Beitrag ist quasi die Fortsetzung der australischen „Erfolgsgeschichte“ mit der großen Batteriestation von Tesla, 150 MW

Die weltweit größte Batterie für erneuerbare Energien  bringt nicht das, was erhofft wurde

Hintergrund

AEMO informiert uns, dass die Energiewende unausweichlich ist. „Dieses System erfährt derzeit den größten und schnellsten Wandel der Welt.“

Bis 2040 sollen mindestens 15 GW Kohlekraft stillgelegt und durch rund 36 GW Wind- und Sonnenenergie ersetzt werden.

Der intermittierende Input von Wind- und Solarenergie muss durch „planbaren“ Strom in einer Kombination aus Gaserzeugung, Speicherung in Batterien und Speicherung in Pumpspeicherkraftwerken „gesichert“ (unterstützt) werden.

Wood Mackenzie, Australien-Projektplan-von Energiespeichern

Eine Umfrage von Wood Mackenzie ergab, dass australische Unternehmen den Bau von 9,2 GWh (Gigawattstunden) Batteriespeichern planen, aber nur 4% dieser Projekte haben mit dem Bau begonnen. Mit anderen Worten, derzeit ist kaum ein Batteriespeicher in Betrieb oder im Bau.

Kritische Energieversorgung: Die Kapazität und die Kosten von „großen“ Batterien.

In einer früheren Notiz wurden die Kosten für die Batteriespeicherung für einen einzelnen Windpark geschätzt.

Die Doppelfunktion großer Batterien

Eine der geplanten Funktionen großer Batterien besteht darin, nahezu augenblicklich [unterbrechungsfrei] Netzstrom bereitzustellen, um plötzlichen Einbrüchen des Wind- oder Solarstromangebots entgegenzuwirken, wie in diesem Hinweis: „Schwankungen des Windangebots“ angeführt wurden.

https://www.riteon.org.au/netzero-casualties/#216

Die andere (hoffentlich) geplante Funktion ist die Bereitstellung erheblicher Strommengen für Zeiten hoher Nachfrage (Dinner Time) und Zeiten, in denen wenig oder keine Wind- und Sonnenenergie vorhanden ist (windlose Nächte). Dieser Ansatz ist aufgrund der begrenzten Kapazität von „großen Batterien“ im Vergleich zum Strombedarf im Netz – nicht realistisch.

Die begrenzte Kapazität „großer Batterien“

Betrachten Sie die Energiemenge, die in der Hornsdale Power Reserve gespeichert ist, dem offiziellen Namen der Elon Musk Big Battery, die 2017 im Windpark Hornsdale installiert wurde. Sie wurde damals als der größte Batteriespeicher der Welt bezeichnet und die Installation überdeckte rund einen Hektar mit Kosten von 90 Millionen US-Dollar für 129 MWh Strom. Im Jahr 2020 kam die zweite Phase mit 65 MWh hinzu und kostete 71 Millionen US-Dollar. Das sind 1,1 Millionen US-Dollar pro MWh gegenüber 700.000 US-Dollar pro MWh für die erste Phase. Dies ist überraschend, wenn man davon ausgeht, dass der größte Teil der Infrastruktur zur Einbindung der Batterie (Land, Verkabelung usw.), die in Phase 1 gekauft und gebaut wurde, mit Phase 2 übereinstimmt. Dies sollte die Kosten senken, insbesondere da uns immer erzählt wird, dass der Preis für die Speicherung „abstürzt“ mit weiterem Ausbau.

Große Batteriekapazitäten werden oft in MW und nicht in MWh angegeben. Der Unterschied ist kritisch, denn die MW-Zahl gibt die Größe der möglichen Abgabeleistung an (oder die Größe des Rohres an, wenn man einen Vergleich mit Wasserleitungen möchte), und die Zahl für MWh gibt die [abrufbare] Kapazität oder die Menge an Leistung an, die durch das „Rohr“ fließt.

Es gibt Angaben über Zwei-Stunden-, Vier-Stunden- und sogar Acht-Stunden-Batterien und wir müssen neben der Dauer in Stunden auch die abgebbare Leistung in MW kennen, um genau zu wissen, wie viel Speicherkapazität geliefert werden kann.

Um sich über die begrenzte Kapazität großer Batterien im Klaren zu sein, vergleichen Sie die 194 MWh Strommenge [Kapazität], die in der Hornsdale Power Reserve gespeichert ist, mit der Strommenge, die im Bundesstaat South Australia verbraucht wird. Die Höhe des Stromflusses im Netz variiert je nach Tageszeit und Jahreszeit im Bereich von 1000 MW bis 2500 MW [benötigte Leistung]. Unter Berücksichtigung von 1.500 MW zum Zwecke der Schätzung entspricht dies einem täglichen Fluss von 36.000 MWh [1.500 MW x 24 h]. Das entspricht der Kapazität von 185 Hornsdale-Akkus.

Bei Kosten von offenbar 200 Millionen US-Dollar pro Einheit kommt diese Anzahl an Batteriespeichern auch dann nicht in Frage, wenn die Anzahl der Einheiten tagsüber um die Solarenergie reduziert wird. Viel mehr wären erforderlich, um Winddürren von mehr als 24 Stunden zu berücksichtigen, wie sie im Juni 2020 aufgetreten sind.

Zeit zum Aufladen der Batteriebank

Es ist schwierig, die erforderliche Zeit zum Aufladen der Batteriebank aus dem Netz zu berechnen, da der Ladevorgang eine Funktion der verfügbaren Erzeugungskapazität abzüglich der Netznachfrage ist, ebenfalls sind elektrische und thermische Eigenschaften sowie das Degradationsverhalten [~Wirkungsgrad (-verluste) beim Laden] der Batterien zu berücksichtigen. Wenn wir jedoch davon ausgehen, dass die maximale Leistung, die zum Aufladen der Batterien verwendet wird, der maximalen Leistungsabgabe entspricht, zeigt Tabelle 5 die Ladezeit.

Kurzfassung der Tabelle 5: Um die Hornsdale Batteriestation mit der maximalen Leistung von 150 MW aufzuladen, sind bei der Kapazität von 10.428 MWh 69,5 Stunden notwendig. Das bedeutet, dass der Batteriespeicher nach einem Ausfall von 30 Stunden für rund drei Tage nicht genutzt werden sollte, wenn denn den kontinuierlich die 150 MW „reinfließen“ würden.

Natürlich könnte die Leistung des Windparks ins Netz eingespeist werden, aber das würde die Batterie nur unvollständig geladen lassen, was das System anfälliger für die nächste Reduzierung der Windenergie macht. Dies wirft die Frage auf „Woher kommt die Energie während der Batterieladung?“

Einschub, Stromerzeugung und -verbrauch in Deutschland, September

https://www.agora-energiewende.de/service/agorameter/chart/power_generation/02.09.2021/03.10.2021/today/

Diese Grafik benötigt keine weitere Erklärung.

Einschub Ende

Im gesamten nationalen Energiemarkt, der alle Staaten in Südostaustralien umfasst, variiert die „Tiefe“ des Energiestroms im Netz von 18 GW (18.000 MW) bis 37 GW (37.000 MW) während der Spitzenlast während der Sommerhitze. Die Abbildung unten zeigt, wie der Bedarf vom Tiefpunkt in den frühen Morgenstunden ansteigt, um den Bedarf zum Frühstück zu decken, sich dann im Laufe des Tages einpendelt, um zum Abendessen wieder auf den Tageshöchststand zu steigen. Die Nachfragespitze hat in letzter Zeit 30 GW nicht überschritten. Daher unterschätzen die Berechnungen den Bedarf an der Bedarfsspitze nahe 37 GW. Es ist nicht notwendig, genauer zu sagen, wie viel Kapazität in „großen“ Batterien im Vergleich zum Netz vorhanden ist.

Bei einem durchschnittlichen Leistungsbedarf von 25.000 MW für den 24-Stunden-Tag beträgt die benötigte Gesamtmenge 600.000 MWh, das sind 3.000 Hornsdale-Einheiten.

Es ist eine interessante akademische Übung, die Kosten für Batterien zu berechnen, um Winddürren unterschiedlicher Dauer bis zu (sagen wir) 33 Stunden am 5. und 6. Juni 2020 zu decken. Vergessen Sie es, auch wenn die Kosten auf die Hälfte oder sogar auf ein-Zehntel der Kosten von Phase 2 in Hornsdale sinken!

Empfehlung: Hören Sie auf, bei Akkus über planbar abrufbare Energie für das Stromnetz zu reden

Selbstbeschreibung Rite-ON! engagiert sich für den gesunden Menschenverstand der australischen Werte, damit unsere Kinder in einer freien und demokratischen Gesellschaft aufwachsen können. Lesen Sie unsere ausführlichen Artikel, die vom Forscherteam von RiteON verfasst wurden.

 ***

Gefunden auf https://www.riteon.org.au/netzero-casualties/#214

Rite-ON! verfasst kürzere Beitrage / Zusammenfassungen,  in denen eine weitere Ausarbeitungen verlinkt sind. In der Übersetzung habe ich zusammengehörige Teile für Sie zusammengefasst. Daher weitere Links im Text.

Übersetzt durch Andreas Demmig

Aufmacher vom Beitrag

https://eike-klima-energie.eu/2021/07/14/net-zero-katastrophenwarnung-grossbritanniens-riesige-batterie-farmen-wecken-aengste-vor-explosionen-die-noch-schlimmer-sind-als-die-explosion-im-hafen-von-beirut/

 

KURZ. KANZLER. KNAST? – Jetzt droht Anklage wegen Medien-Manipulation

KURZ. KANZLER. KNAST? – Jetzt droht Anklage wegen Medien-Manipulation

Verstörend war die Pressekonferenz vergangene Woche, bei der die Vize-Generalsekretärin der ÖVP, Gaby Schwarz, erklärte, dass die Regierungspartei mit einer Hausdurchsuchung rechne. Die ÖVP habe bereits alles gelöscht, die Ermittler bräuchten gar nicht erst kommen, erklärte sie: „Es ist nichts mehr da!“ Doch die Justiz ließ sich davon offenbar nicht einschüchtern. Und so hieß es heute Früh: Hausdurchsuchung! Durchsucht wurde das Bundeskanzleramt und die ÖVP-Parteizentrale in Wien. Die Vorwürfe: Untreue und Bestechlichkeit. Kurz soll sich mit seiner türkisen Truppe getürkte Umfragen gekauft haben. Vor allem bei der Zeitung Österreich, vermuten die Ermittler. Grundlage dafür sind u.a. die brisanten Chats mit Kurz-Intimus Thomas Schmid. Die Opposition berief jetzt geschlossen eine Sondersitzung zum „moralischen Verfall“ der ÖVP ein. 

Von Bernadette Conrads

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  • Hausdurchsuchung bei ÖVP und Bundeskanzleramt
  • Absurde Pressekonferenzen sollten wohl Razzien verhindern
  • Bei Anklage drohen bis zu 10 Jahre Haft
  • Schmid-Chats sollen gekaufte Medien-Manipulation beweisen
  • Vorwurf: Inserate und getürkte Meinungsumfragen auf Kosten der österreichischen Steuerzahler
  • Richter aus Kurz-Befragung genehmigte Hausdurchsuchung
  • Van der Bellen schweigt noch bis 18 Uhr
  • Keine ORF-Sondersendungen bisweilen

Kurz‘ Einvernahme-Richter genehmigte Hausdurchsuchung

Am 3. September wurde Kurz durch den erst 30-jährigen Richter Stephan Faulhammer einvernommen. Es ging dabei um die mutmaßliche Falschaussage vor dem Untersuchungsausschuss zur Bestellung Thomas Schmids zum Alleinvorstand der ÖBAG. Kurz bestand auf eine Einvernahme durch den Richter und entging damit gerade noch der Befragung durch den Staatsanwalt. Wie sich jetzt zeigt, brachte ihm das auch nicht viel: Wie Presse-Journalistin Anna Thalhammer auf Twitter verriet, war es exakt jener Jung-Richter, bei dem Kurz aussagte, der am 29. September die Hausdurchsuchung genehmigte.

Die Befragung des Bundeskanzlers (ÖVP) durch den 30 Jahre jungen Richter liest sich grotesk (Wochenblick liegt das Protokoll vor). Kurz schien den Ton anzugeben, doch um Antworten schien er sich zu drücken. Immer, sobald es konkret werden sollte, ist Kurz nichts erinnerlich. Er habe ja so viel zu tun und würde sich aufgrund seiner vielen Termine und Gespräche an kaum etwas erinnern. Weiters gab er vor, keinen Überblick über die Postenbesetzungen gehabt zu haben. Er gab vor, sich selbst so gut wie alles vom Leibe zu halten und schob augenscheinlich jedwede mögliche Verantwortung an seine Mitarbeiter ab. Mutmaßlich, um den verhängnisvollen „Vorsatz“ wegzubekommen.

Skurrile Pressekonferenzen und vermutete Verdunkelungs-Absichten

Erst gestern fand dann die Hausdurchsuchung bei Schmids ehemaliger Assistentin im Finanzministerium Melanie L. statt. Sie war eine enge Vertraute Schmids. Mit ihr lästerte dieser über seine Kollegen in der ÖVP, im Finanzministerium und besprach mit ihr seine großen Karriere- und Machtpläne. Nach der Hausdurchsuchung trat ÖVP-Sympathieträger Andreas Hanger vor die Presse. Er erklärte, dass die Hausdurchsuchungen das Werk „linker Zellen“ in der Justiz seien.

Doch auch das hielt die Behörden nicht mehr davon ab, die Hausdurchsuchung im Bundeskanzleramt und in der ÖVP-Zentrale heute Morgen durchzuführen. Wie viel dabei noch gefunden wurde, ist ebenso wie im Fall L. natürlich fraglich. Viele vermuten, dass ÖVP-Gaby Schwarz‘ skurrile Pressekonferenz lediglich das Ziel hatte, mögliche Betroffene vorzuwarnen und dazu zu animieren, großflächige Löschungen durchzuführen. Mantra-artig wiederholte sie, dass die ÖVP-Mitarbeiter alle privaten Daten längst gelöscht hätten. Kritiker unterstellen ihr einen Appell zur Verdunkelung. Es gilt die Unschuldsvermutung. Ein ehrlicherer Zweck der Schwarz-Pressekonferenz lässt sich jedoch schwer erruieren. Auf Twitter wurde die Schwarz-PK, die von Verzweiflung und Hektik getragen war, zur Lachnummer. Dass sie erklärte, dass die Ermittler gar nicht kommen bräuchten, „Es ist nichts mehr da!“, sorgte für Kopfschütteln bei den Bürgern, die sich ein derartiges Verhalten gegenüber dem Staat nicht leisten könnten und mutmaßlich wegen Verdunkelungsgefahr eingesperrt würden.

Türkis getürkte Umfragen für 1,2 Millionen aus Finanzministerium

Wochenblick berichtete unzählige Male über die Medien-Manipulation durch die türkisen Glücksritter. Jetzt scheint es zum ersten Mal handfeste Beweise für die gekaufte Regierungspresse zu geben. Für wohlwollende Berichterstattung und – zugunsten Kurz – gefälschte Umfrageergebnisse soll die Tageszeitung „Österreich“ 1,2 Millionen Euro an Steuergeldern erhalten haben. So sei laut Florian Klenk seitens der ÖVP der Auftrag an „Österreich“ erteilt worden sein, die möglichen Verluste der Parteien an Peter Pilz in getürkten Meinungsumfragen folgendermaßen darzustellen:

„Grüne stark, Sozis Mittel, bissl neos, VP so gut wie nichts“.

Kurz soll der Marionettenspieler und stets Profiteur in all dem gewesen sein – deswegen droht ihm nun die Anklage. Doch auch Sophie Karmasin (zuvor Meinungsforscherin, später Familienministerin auf ÖVP-Ticket) und Thomas Schmid, der die Manipulation eingefädelt haben soll, müssen nun bangen. Weiteren ÖVP-Mitarbeitern, doch auch dem „Österreich“-Herausgeber soll nun eine Anklage drohen. Eine Verurteilung könnte zu bis zu zehn Jahren Haft führen.

„Journalisten die größten Huren auf dem Planeten“ – Hatte Strache Recht?

Die Ermittlungen wurden durch den Ibiza-Untersuchungsausschuss ins Rollen gebracht. Dieser richtete sich eigentlich gegen die damalige Strache-FPÖ. Doch während sich – anders als bei Strache – für die FPÖ keine der Vorwürfe zu erhärten schienen, droht der türkisen ÖVP nun der dramatische Kurz-Sturz. Falter-Journalist Florian Klenk dazu: „Was Heinz Christian Strache in Ibiza angedeutet hat – nämlich, dass man Journalisten kaufen kann, weil sie die ‚größten Huren auf dem Planeten‘ seien –, das hat die ÖVP umgesetzt. Zumindest liest sich das so in den Chats von Thomas Schmid.“ Und Karin Kneissl soll im U-Ausschuss unter Wahrheitspflicht erklärt haben, dass ihr bei Übernahme des Außenministeriums von ihrem Vorgänger Kurz ein gigantisches Inseratenbudget von 1,8 Millionen Euro auffiel. Sie habe es daraufhin umgehend – unter Empörung vieler Medien – streichen lassen.

„Ich kenne keine Rechtsgrundlage, derzufolge eine Verwaltungseinheit wie ein Bundesministerium ein Privatunternehmen wie einen Verlag regelmäßig mit Beiträgen in Millionenhöhe zu finanzieren hat. Mangels einer solchen Rechtsgrundlage und angesichts eines relativ kleinen Budgets entschloss ich mich dazu, dieses damals 1,8-Millionen-Euro-Budget in inhaltliche Sachpolitik zu investieren.“

– Ex-Außenministerin Karin Kneissl

Das Saubermann-Image von Sebastian Kurz scheint dahin. Immer umfangreicher werden die Vorwürfe gegen den jungen Kanzler. Bricht das türkise Kurz-Kartenhaus jetzt zusammen? Stets bemühte er sich darum, den Balkan schlecht zu machen. Von dort ziehe nicht nur das Corona-Virus ein, sondern dort herrschten auch korrupte Systeme vor. Diesen Vorwurf muss er sich nun selber gefallen lassen. Eine für die türkise ÖVP tragische Wendung.

 

How it started How it’s going. #Hausdurchsuchung ? pic.twitter.com/35seaPhZO5

— Christoph Papst (@chris_papst) October 6, 2021

Sind wir doch so? Österreich wartet gespannt auf Van der Bellen-Reaktion

Immer noch gibt es keine Reaktion unseres („So sind wir nicht!“) Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen. Erst um 18 Uhr will er sich zur Regierungskrise äußern. Und auch beim ORF blieben die Sondersendungen bisweilen aus. Kurz ließ bereits im Vorfeld wissen, dass er auch bei Anklage nicht zurücktreten werde. Vollkommen absurd, bedenkt  man die Reaktionen auf Ibiza, die damals den kleineren ÖVP-Koalitionspartner betrafen und sich bisher als wenig substanziell erwiesen…

 

Current mood: #Hausdurchsuchung #OEVPkrise #schnapptshorty pic.twitter.com/kS5WWHVonf

— Roland Schwab ?? (@unbehandelt) October 6, 2021

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ARD-Mitarbeiter bricht das Schweigen: «Ich kann nicht mehr»

«Ich kann nicht mehr schweigen. Ich kann nicht mehr wortlos hinnehmen, was seit nunmehr anderthalb Jahren bei meinem Arbeitgeber, dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk passiert. In den Statuten und Medienstaatsverträgen sind Dinge wie ‹Ausgewogenheit›, ‹gesellschaftlicher Zusammenhalt› und ‹Diversität› in der Berichterstattung verankert. Praktiziert wird das genaue Gegenteil. Einen wahrhaftigen Diskurs und Austausch, in dem sich alle Teile der Gesellschaft wiederfinden, gibt es nicht», schreibt Ole Skambraks auf Multipolar. Skambraks, der als Redakteur im Programm-Management/Sounddesign bei SWR2 arbeitet, weiss, wovon er spricht.

Der SWR2-Mitarbeiter findet, dass gerade die öffentlich-rechtlichen Medien in der Verantwortung stünden, einen Dialog zu ermöglichen. «Ich war von Anfang an der Ansicht, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk genau diesen Raum füllen sollte: den Dialog fördern zwischen Massnahmenbefürwortern und Kritikerinnen, zwischen Menschen, die Angst haben vor dem Virus, und Menschen, die Angst haben ihre Grundrechte zu verlieren, zwischen Impfbefürworterinnen und Impfskeptikern. Doch seit anderthalb Jahren hat sich der Diskussionsraum erheblich verengt.»

Wissenschaftlerinnen und Experten, die vor 2020 noch respektiert und angesehen gewesen seien, gälten nun als «Spinner, Aluhutträger oder Covidioten». Skambraks verweist auf Wolfgang Wodarg. «Er ist mehrfacher Facharzt, Epidemiologe und langjähriger Gesundheitspolitiker. Bis zur Coronakrise war er zudem im Vorstand von Transparency International. 2010 hat er als Vorsitzender des Gesundheitsausschusses im Europarat den Einfluss der Pharmaindustrie bei der Schweinegrippe-Pandemie aufgedeckt. Damals konnte er seine Meinung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk persönlich vertreten, seit Corona geht das nicht mehr.»

Dafür seien nun sogenannte Faktenchecker in die Bresche gesprungen, die Experten wie Wodarg diskreditieren. Der offene Meinungsaustausch sei inzwischen von einem wissenschaftlichen «Konsens» ersetzt worden, den es über alles zu verteidigen gelte. «Wer diesen anzweifelt und eine multidimensionale Perspektive auf die Pandemie einfordert, erntet Empörung und Häme.»

Dieses Muster funktioniere auch innerhalb der Redaktionen. Weiter Skambraks:

«Seit anderthalb Jahren arbeite ich nicht mehr im tagesaktuellen Newsgeschehen, worüber ich sehr froh bin. An Entscheidungen, welche Themen wie umgesetzt werden, bin ich in meiner aktuellen Position nicht beteiligt. Ich beschreibe hier meine Wahrnehmung aus Redaktionskonferenzen und einer Analyse der Berichterstattung. Lange Zeit habe ich mich nicht aus der Rolle des Beobachters getraut, zu absolut und unisono wirkte der vermeintliche Konsens. Seit einigen Monaten wage ich mich aufs Glatteis und bringe hier und da eine kritische Anmerkung in Konferenzen ein. Oft folgt darauf betroffenes Schweigen, manchmal ein «Dankeschön für den Hinweis» und manchmal eine Belehrung, warum das so nicht stimme. Berichterstattung ist daraus noch nie entstanden.»

Das Ergebnis von anderthalb Jahren Corona sei nun eine Spaltung der Gesellschaft, die ihresgleichen suche. Grosse Vorwürfe äussert Skambraks gegenüber seiner eigenen Zunft. Denn der öffentlich-rechtliche Rundfunk habe grossen Anteil an dieser Spaltung. «Seiner Verantwortung, Brücken zwischen den Lagern zu bauen und Austausch zu fördern, kommt er immer seltener nach.» Skambraks entkräftet das Argument, dass die Kritiker nur eine kleine, nicht beachtenswerte Minderheit darstellen würden und verweist auf die Schweiz.

«Dies sollte spätestens seit dem Referendum in der Schweiz über die Coronamassnahmen widerlegt sein. Obwohl auch dort ein freier Meinungsaustausch in den Massenmedien nicht stattfindet, ging die Abstimmung nur 60:40 für die Regierung aus. Kann man bei 40 % der abgegebenen Stimmen von einer kleinen Minderheit sprechen?»

Der SWR2-Mitarbeiter macht dabei auch auf die Propaganda der Schweizer Regierung aufmerksam. Schliesslich habe die Regierung die Corona-Hilfszahlungen an die Abstimmung geknüpft, «was die Entscheidung mancher, ihr Kreuzchen bei ‹Ja› zu machen, beeinflusst haben könnte».

Den ganzen Artikel lesen Sie hier.

„Klimapolitik“ : Europa drohen Energie-Revolten*

„Klimapolitik“ : Europa drohen Energie-Revolten*

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Norman Hanert (Red. PAZ)*

Steigende Strom- und Gaspreise bringen die Regierungen

von Deutschlands europäischen Nachbarn in Zugzwang

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Geht es nach dem Willen der Demonstranten, die sich zwei Tage vor der Bundestagswahl im Berliner Regierungsviertel zu einem „Klimastreik“ versammelten, dann kann es für die nächste Bundesregierung kein wichtigeres Thema als die ökologischen und sozialen Folgen einer „Erd­er­hitzung“ geben. In anderen Teilen Europas deutet sich allerdings eine völlig andere Entwicklung an. In mehreren Ländern sind die Versorgungssicherheit und vor allem die Bezahlbarkeit von Energie zu Top-Themen geworden.

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Demonstrationen in Spanien

In ganz Spanien sind in den vergangenen Monaten immer wieder Menschen auf die Straße gegangen, um gegen die drastisch gestiegenen Energiepreise zu demons-trieren. Im Mai hatte eine Megawattstunde im Schnitt noch einen Großhandelspreis von 65 Euro gehabt. Seit dem Frühsommer ist der Preis auf 172 Euro geklettert. Die linke Koalitionsregierung unter Ministerpräsident Pedro Sánchez sah sich angesichts dieser Preisentwicklung inzwischen dazu gezwungen, die Energieversorger per Dekret zu einer Senkung der Strompreise zu zwingen.

Experten nennen gleich mehrere Gründe für den rasanten Anstieg der Strompreise in Spanien. Neben den gestiegenen Kosten für Kohlendioxid-Zertifikate treibt auch der stark angezogene Gaspreis die Stromrechnung der Privathaushalte in die Höhe. Dazu kommt die Wirkung des Auktionsmodells, mit dem in Spanien der Strompreis ermittelt wird. Bei den täglichen Versteigerungen bestimmt die Tranche mit dem höchsten Gebot den Preis für den gesamten Strommarkt.

Kostenerleichterungen in Italien

Auch Italiens Regierung hat angesichts stark gestiegener Strom- und Gaspreise den Verbrauchern Kostenerleichterungen in Aussicht gestellt. Auf einer Veranstaltung der Industrievereinigung Confindustria kündigte Ministerpräsident Mario Draghi an, dass im letzten Quartal dieses Jahres ein Teil der Gasrechnung nicht bezahlt werden müsse. Nach den Vorstellungen Draghis sollen Familien und Kleinunternehmen auch Teile der Stromrechnung erlassen werden. Geringverdiener können zudem auf einen höheren Zuschuss für die Energiekosten hoffen. Für Italiens Staatshaushalt bedeuten die Pläne Draghis eine Belastung von mehr als drei Milliarden Euro.

Energiekrise in Großbritannien

In Großbritannien haben die hohen Gaspreise inzwischen sogar zu einer ausgewachsenen Energiekrise geführt, die für immer mehr Branchen der Volkswirtschaft Folgen hat. Laut dem Branchenverband Oil & Gas UK sind die Großhandelspreise für Erdgas seit Januar um 250 Prozent gestiegen.

Angesichts der hohen Energiepreise hat der Düngemittelhersteller CF Industries in zwei Fabriken in Großbritannien den Betrieb vorerst eingestellt. Bei der Düngemittelproduktion fällt Kohlendioxid als Nebenprodukt an. Durch die zeitweise Stilllegung der Düngemittelwerke von CF Industries mangelt es nun an Kohlendioxid zur vakuumsicheren Verpackung von Lebensmitteln, insbesondere von Fleischprodukten. Deshalb warnt die britische Lebensmittel­in­du­strie inzwischen vor Versorgungsproblemen in Supermärkten und der Gastronomie.

Trotz des Brexits kann die Energiekrise in Großbritannien als Warnsignal für die EU gesehen werden. Bislang galt das Vereinigte Königreich nämlich als Vorreiter bei der Energiewende. Zumindest bisher sahen die „Klimapläne“ von Premierminister Boris Johnson vor, in Großbritannien schon bis Oktober 2024 vollständig auf Kohle zur Stromerzeugung zu verzichten. Wie die EU-Kommission strebt auch die britische Regierung bis 2050 eine „Treibhausgasneutralität“ an. In diesem Jahr hat eine sommerliche Flaute aber dazu geführt, dass die Stromgewinnung durch Windkraft hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist. Parallel sind die Weltmarktpreise für Erdgas massiv gestiegen. In dieser Situation waren es die verpönten Kohlekraftwerke, die in Großbritannien einen Zusammenbruch der Stromversorgung verhindert haben.

Steuererleichterung in Frankreich

Welche politische Brisanz in hohen Energiekosten steckt, hat sich 2018/2019 in Frankreich bei der Gelbwestenbewegung gezeigt. Auslöser der Protestbewegung waren Pläne von Präsident Emmanuel Macron, zur Finanzierung der Energiewende fossile Kraftstoffe, insbesondere Diesel, stärker zu besteuern. Frankreichs Regierung sah sich letztlich gezwungen, auf einen Teil der Forderungen der Gelbwesten einzugehen. Beschlossen wurden unter anderem Steuererleichterungen für Rentner, eine Erhöhung des Mindestlohnes und die Rücknahme der Steuererhöhungen auf Kraftstoffe.

Strompreisrevolte in Bulgarien

Auch in Bulgarien mündeten steigende Strompreise im Jahr 2013 in eine „Strompreisrevolte“, die am Ende sogar zum Rücktritt des damaligen Regierungschefs Boiko Borissow führte. Mit ihrer „Klimapolitik“, die faktisch auf eine massive Verteuerung von Energie hinausläuft, riskiert die EU-Kommission, dass Energierevolten wie in Frankreich und Bulgarien künftig ein gesamteuropäisches Problem werden.

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)*  Anmerkung der EIKE-Redaktion :

Dieser Aufsatz ist zuerst erschienen in der Preußischen Allgemeinen Zeitung;  01. Oktober 2021, S.7; EIKE dankt der PAZ-Redaktion sowie dem Autor Norman Hanert  für die Gestattung der ungekürzten Übernahme, wie schon bei früheren Artikeln :   https://www.preussische-allgemeine.de/ ; Hervorhebungen im Text: EIKE-Redaktion.

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#allesaufdentisch – Richard Precht, Ulrike Guérot, Christoph Lütge, Alena Buyx

#allesaufdentisch – Richard Precht, Ulrike Guérot, Christoph Lütge, Alena Buyx

Unter dem Motto „Alles auf den Tisch“ interviewen Künstler Wissenschaftler und andere Experten zur Coronakrise. Hier werden die Interviews in Viererpaketen vorgestellt. Zu jedem Interview gibt es das entsprechende Abstract unter dem Video dazu, falls vorhanden.

*ABSAGE Prof. Dr. Richard Precht

*Demokratie und Eigenverantwortung #allesaufdentisch

Nina Proll ist Schauspielerin

Dr. Ulrike Beate Guérot ist Politikwissenschaftlerin und Publizistin.

Abstract Nina Proll und Dr. Ulrike Beate Guérot

In dem Clip diskutieren die Schauspielerin Nina Proll und die Politikwissenschaftlern Ulrike Guérot die Auswirkungen der Corona-Maßnahmen auf die Demokratie in Deutschland und Europa.

Zentral geht es dabei um die Frage nach dem „paternalistischen Staat“ versus der Eigenverantwortung der BürgerInnen bei dem Versuch, die Corona-Pandemie einzudämmen. Zweitens wird thematisiert, dass die aktuellen Diskussionen um 3G oder 2G tendenziell Ausgrenzungsdiskussionen sind, die zum ersten Mal größerer Teile der Bevölkerung von der Teilhabe am gesellschaftlichen Geschehen ausschließen und damit de facto ihrer bürgerlichen Rechte entziehen, was auf fragwürdiger verfassungsrechtlicher Grundlage geschieht. Und drittens widmet sich dieses Gespräch der Frage, warum derzeit in vielen Politikfeldern zu beobachten ist, dass sich in den freiheitlichen Demokratien Europas das Verhältnis zwischen Sicherheit und Freiheit zulasten der Freiheit verschiebt, warum das so ist; und welche Verschiebungen der demokratischen Rechtsordnung eigentlich zu beobachten sind, wenn immer mehr hypothetische Risiken zum Anlaß genommen werden, die Freiheitsgerade der Gesellschaft einzuengen.

*Ethik in Zeiten von Corona #allesaufdentisch

Frank Röth ist Schauspieler, Sprecher und Autor

Prof. Dr. Christoph Lütge ist Professor für Wirtschaftsethik, Philosoph und Wirtschaftsinformatiker, beschäftigt sich seit 25 Jahren mit Wirtschaftsethik

Abstract Prof. Dr. Christoph Lütge

Ethik verlangt Verhältnismäßigkeit von Maßnahmen – und diese ist in der Corona-Krise schon seit langem nicht mehr gegeben. Seit Beginn der Krise wird sehr einseitig auf ein einziges Risiko fokussiert, und dagegen werden alle anderen Risiken, insbesondere auch die massiven gesundheitlichen, psychischen, kulturellen, gesellschaftlichen und ökonomischen Kollateralschäden ausgeblendet. Eine verhältnismäßige Corona-Politik muss endlich zur Eigenverantwortung der Bürger zurückkehren. Und Ethik sowie Ethikräte sollten zur Versöhnung der durch die Coronamaßnahmen mittlerweile tief gespaltenen Gesellschaft aufrufen.

*ABSAGE Prof. Dr. Alena Buyx

#allesaufdentisch – Markus Gabriel, Gerd Antes, Harald Lesch, René Schlott

#allesaufdentisch – Markus Gabriel, Gerd Antes, Harald Lesch, René Schlott

Unter dem Motto „Alles auf den Tisch“ interviewen Künstler Wissenschaftler und andere Experten zur Coronakrise. Hier werden die Interviews in Viererpaketen vorgestellt. Zu jedem Interview gibt es das entsprechende Abstract unter dem Video dazu, falls vorhanden.

*Wahrheitsdefinition #allesaufdentisch

Uwe Eric Laufenberg ist Intendant Staatstheater Wiesbaden

Prof. Dr. Markus Gabriel arbeitet am Lehrstuhl für Erkenntnistheorie, Philosophie der Neuzeit und Gegenwart und ist freier Publizist

*Zurück zur Rationalität #allesaufdentisch

Norbert Scheuer ist Schriftsteller

Prof. Dr. rer. nat. Gerd Antes ist Mathematiker und Medizinstatistiker

Abstract Prof. Dr. rer. nat. Gerd Antes

Die gegenwärtige Pandemie ist laut Exkanzlerin Merkel die größte Herausforderung für unser Land seit 1945. Gemessen daran würde man einen hochprofessionellen Umgang damit erwarten, in dem das notwendige Wissen für wirksame Gegenmaßnamen erzeugt wird.

Das Gegenteil ist jedoch der Fall:

Unverzichtbare Schritte unterbleiben, notwendige wissenschaftliche Studien werden nicht durchgeführt und etablierte Qualitaetskriterien werden vergessen.

Das Ergebnis: zunehmende Irrationalität, die tiefgehende Verwirrung schafft und das notwendige rationale Vorgehen verhindert.

*KEINE ANTWORT Prof. Dr. Harald Lesch

*Geschlossene Gesellschaft #allesaufdentisch

Bernd Gnann ist Schauspieler und Geschäftsführer des Kammertheaters in Karlsruhe

Dr. René Schlott ist Historiker.

Abstract Dr. René Schlott

„Wird die offene Gesellschaft, erwürgt um sie zu retten?“ fragte René Schlott im März 2020 in einem Gastbeitrag für die „Süddeutsche Zeitung“. Schon damals äußerte er die Befürchtung, dass die Gesundheitskrise sich zu einer gesellschaftlichen Krise auswachsen könnte und die Maßnahmen zu einer Spaltung der Bevölkerung, seinerzeit noch in „systemrelevant“ und „nicht systemrelevant“ unterteilt, führen würden. Im Interview mit Bernd Gnann für #allesaufdentisch macht er deutlich, dass der seit mehr als 18 Monaten immer wieder verlängerte „Ausnahmezustand“ nicht spurlos an der offenen Gesellschaft vorübergehen wird. Schon wird Denunziation wieder als Mittel der Politik entdeckt. Notwendig ist seiner Meinung nach jetzt ein Signal des Zusammenhalts und der Versöhnung, eine gesellschaftliche Auseinandersetzung auf Augenhöhe ohne Schubladendenken und Schuldzuweisungen. Der hochmoralisierte deutsche Diskurs sollte nach dem Vorbild Dänemarks von einer pragmatischen Sachdiskussion möglichst unter Beteiligung vieler Expertinnen und Experten mit unterschiedlichen Perspektiven abgelöst werden, die keinen relevanten Teil der Bevölkerung ausschließt.

#allesaufdentisch – Michael Meyen, Joachim Steinhöfel, Milosz Matuschek, Mai Thi Nguyen-Kim

#allesaufdentisch – Michael Meyen, Joachim Steinhöfel, Milosz Matuschek, Mai Thi Nguyen-Kim

Unter dem Motto „Alles auf den Tisch“ interviewen Künstler Wissenschaftler und andere Experten zur Coronakrise. Hier werden die Interviews in Viererpaketen vorgestellt. Zu jedem Interview gibt es das entsprechende Abstract unter dem Video dazu, falls vorhanden.

*Faktenchecker #allesaufdentisch

Volker Bruch ist Schauspieler

Prof. Dr. Michael Meyen ist Professor für Kommunikationswissenschaft

Abstract Prof. Dr. Michael Meyen

Faktenchecker sind die neue Medienpolizei, die immer dann um sich schießt, wenn doch einmal etwas ans Licht kommt, was der offiziellen Version der Wirklichkeit widerspricht – obwohl die Leitmedien fest im Griff der Politik sind, obwohl der Staat die wichtigsten Quellen finanziert und obwohl man die herrschende Ideologie verinnerlicht haben muss, um in den Redaktionen Karriere zu machen. Faktenchecker versprechen das, wofür einst der Journalismus stand: nichts als die Wahrheit, sauber recherchiert, transparent bis in die letzte Pore. Eine Art Übermedium gewissermaßen, ohne zahlendes Publikum und ohne Werbekunden. Der Geldbedarf und das Label (Fakten! Gecheckt!) haben eine Allianz aus Staaten und Superreichen angelockt, die wissen, dass man nichts ohne öffentliche Legitimation durchsetzen kann, und die deshalb alles tun, um die öffentliche Meinung für sich zu gewinnen. Hinter dem International Fact-Checking Network (IFCN) stand lange vor allem die Stiftung von Ebay-Gründer Pierre Omidyar, die 2020 und 2021 auch das deutsche IFCN-Mitglied Correctiv mit insgesamt knapp einer Million Euro unterstützt hat.

Im Klartext: Faktenchecker sind Propagandamaschinen, die sich als Journalismus verkleiden. Das gilt auch für den Faktenfuchs des Bayerischen Rundfunks oder den Faktenfinder der Tagesschau, die es nur gibt, weil der öffentlich-rechtliche Rundfunk nicht den Pluralismus liefert, für den wir ihn eigentlich bezahlen.

*Meinungsfreiheit #allesaufdentisch

Wotan Wilke Möhring ist Schauspieler

Joachim Steinhöfel ist Rechtsanwalt und Publizist

Abstract Joachim Steinhöfel

Die Meinungsfreiheit in Deutschland ist in Gefahr, glaubt die Mehrheit der Deutschen. Konformitätsdruck, soziale Ächtung, berufliche Risiken, Kontokündigungen wenn man den Mund aufmacht. Soziale Netzwerke löschen Heinrich Heine als Hassredner oder Texte von der Internetseite des Deutschen Bundestages als Hassrede. Digitale Massenvernichtung freier Rede. Politiker erstatten hundertfach Strafanzeigen wegen teilweise banaler Beleidigungen. Rechtswidrige Hausdurchsuchungen bei fassungslosen Bürgern sind häufige Folge. Mit dem höchst schwammigen Begriff „Hassrede“ wird das überlebenswichtige Grundrecht der Meinungsfreiheit attackiert. Ein WDR-Rundfunkrat fordert die Kündigung von Jan Josef Liefers und Ulrich Tukur, weil sie es wagten, eine Meinung zu haben. Diese Entwicklungen müssen entschlossen bekämpft, die Täter beim Namen genannt werden. Denn ohne Meinungsfreiheit ist alles nichts.

*Corona und die Rolle der Medien #allesaufdentisch

Isabelle Barth ist Schauspielerin

Milosz Matuschek ist Volljurist, Journalist und Autor. Er war sechs Jahre lang Kolumnist der Neuen Zürcher Zeitung und von September 2019 bis Ende 2020 stellvertretender Chefredakteur des Magazins Schweizer Monat.

Abstract Milosz Matuschek

Die Realität ist heute überwiegend das, was wir durch Medien wahrnehmen. Doch wie arbeiten diese? Welchen Informationen ist zu trauen? Die Pandemie hat gezeigt, dass der Medienbetrieb gerade dysfunktional ist.

Es gibt keine freie Berichterstattung, weder bei Konzernmedien, noch bei öffentlich-rechtlichen Medien, sondern einen kuratierten Debattenraum. Das ist gefährlich, denn die Medien als Wachhund der Demokratie müssten mit der Eingriffsintensität des Staates in Freiheiten der Menschen eigentlich überproportional kritischer werden, statt unterwürfiger. Stattdessen wird eine Blickfeldverengung kultiviert und ein «falscher Konsens» fabriziert. Als Gegenmittel hilft nur die Stärkung unabhängiger, neuer Medienstrukturen. Alle Möglichkeiten dazu haben wir schon heute in der Hand.

*ABSAGE Mai Thi Nguyen-Kim

Kommt jetzt Impf-Abo? BioNTech-Chef will jährlichen „Stich“ wegen Mutationen

Kommt jetzt Impf-Abo? BioNTech-Chef will jährlichen „Stich“ wegen Mutationen

BioNTech-Chef Ugur Sahin kündigte für 2022 die „nächste Generation“ von Impfstoffen gegen Covid-19 an. Dies sei notwendig, weil neue Stränge des Corona-Virus wahrscheinlich Impfstoffe umgehen werden (Impfdurchbruch). Das Virus werde bleiben und sich anpassen. Das Immunsystem alleine komme dagegen nicht an, sagte Sahin. Die Menschen dürfen sich also auf ein Impf-Abo freuen.

  • Virusmutationen umgehen Impfstoffe
  • Impfdurchbrüche sind die Regel
  • BioNTech-Pfizer Chef kündigte Impfstoffe Neu an
  • Jährliche Impfung erforderlich
  • Natürliches Immunsystem wird geleugnet
  • Trotz gegenteiliger Studien-Aussagen
  • In Israel herrscht Impfchaos

von Kornelia Kirchweger

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Natürliches Immunsystem wird geleugnet

Es gebe keinen Grund anzunehmen, dass die nächste Generation des Virus für das Immunsystem einfacher zu handhaben sei, als die jetzige. Die nächsten Impfstoffe werden auf die bevorstehenden Veränderungen des Corona-Virus „abgestimmt“ werden. Welche Veränderungen das sind und woher er jetzt schon wisse, wie diese ausfallen werden, Erklärte er nicht. Das Virus werde aber bleiben, das Virus werde sich weiter anpassen, sagte Neo-Impf-Milliardär Sahin.

Man könne nicht annehmen, das Immunsystem könne diese einfacher bewerkstelligen. Sahin ignoriert dabei Studien, die etwas anderes belegen: nämlich dass Menschen, die eine Covid-19-Infektion überstanden, besser gegen die Delta-Variante geschützt sind, als mit Pfizer/Biontech geimpfte Personen. Die Studie legt auch nahe, dass Geimpfte ein höheres Risiko haben, hospitalisiert zu werden, als jene die eine Infektion ohne Impfung durchmachten. Vor allem über 60-Jährige sind davon betroffen.

Argument für Impf-Abo: Virus entkommt dem „Impfstoff“

Es sei eine kontinuierliche Entwicklung, und diese habe erst begonnen. Sahin stellte damit indirekt in den Raum: Impfung auf immer und ewig. Auch andere Pharma-Zampanos, etwa Albert Bourla von Pfizer, sind dieser Meinung. Bourla glaubt, es werden weitere neue Varianten entstehen, die den aktuellen Impfstoffen nicht standhalten. Er glaube, eine jährliche Impfung sei künftig erforderlich – ein Impf-Abo also. „Wir wissen es aber nicht wirklich, wir müssen abwarten und uns die Daten ansehen“.

Die Statements von Sahin und Bourla kamen nicht von ungefähr: denn eine kürzlich veröffentlichte Studie deutet darauf, dass bei Personen, die mit Pfizer behandelt wurden, die Antikörper gegen Covid-19 und der Varianten Delta, Beta und Mu deutlich zurückgingen. Laut Forschern der Stanford Universität ist dieser Effekt immens: Nämlich innerhalb von sieben Monaten um den Faktor Zehn.

Israels Impfwahnsinn: Trotz zwei Impfdosen „ungeimpft“

In Israel wird der Impfstoff von Pfizer verimpft. Der dritte Stich ist dort Pflicht, sofern man am täglichen Leben teilhaben will. Die bisherige Impfstrategie ist nicht aufgegangen. Über 60% der Bevölkerung sind dort zweimal geimpft. Mittlerweile wurden über 2 Mio Menschen ein drittes Mal geimpft und die vierte Impfung bereits in Aussicht gestellt. Weil der 3. Stich jetzt Voraussetzung ist, galten über Nacht alle zweifach Geimpften, deren Zweitstich länger als sechs Monate zurückliegt, als „nicht geimpft“ und verloren ihre Grünen Pässe.

Erst der dritte Gen-Stich gibt diesen Bürgern wieder die vermeintliche „Freiheit“ zurück. Diese Maßnahme führte zu einer absackenden Impfrate. Lag sie vorher bei über 62 Prozent für doppelt „gestochene“ sackte sie mit der Neuregelung wieder ab. Je höher die Impfraten, desto mehr stiegen die Corona-Fälle, Hospitalisierungen und Intensivbetten-Belegungen – vielfach durch doppelt geimpfte Personen.

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