Kategorie: Nachrichten
Massnahmenkritische Kantone weisen die niedrigsten Gesundheitskosten aus
Wie kommen wir aus der gegenwärtigen Lage wieder raus? Und sind die Massnahmengegner, die seit Monaten diffamiert werden, wirklich so unverantwortlich wie uns Politik und Medien glauben machen wollen? Zu diesen und weiteren Fragen äusserten sich Michael Esfeld und Konstantin Beck kürzlich im Zuge einer Online-Medienkonferenz, an der Corona-Transition auch dabei war.
Esfeld ist Professor für Wissenschaftsphilosophie an der Universität Lausanne und Mitglied der deutschen nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Beck ist Professor für Gesundheitsökonomie an der Universität Luzern.
Organisiert wurde die Online-Konferenz durch das «Forum für eine offene Gesellschaft», das Philippe Schultheiss ins Leben gerufen hat. Schultheiss ist zudem Initiant und Betreiber der Seite impffreiheit.ch. Er fordert einen offenen Diskurs und spricht sich gegen die Zertifikatspflicht aus. «Ich stelle fest, wie einseitig die Diskussionen rund um das Thema Corona-Massnahmen ablaufen», sagte Schultheiss zu Beginn der Konferenz. Dies habe ihn dazu motiviert, die Seite ins Leben zu rufen.
Wichtige Einblicke über die Demografie der Massnahmenkritiker gab Gesundheitsökonom Beck. Im Zentrum seines Referats stand die Frage: Wer sind die Massnahmen-Skeptiker? «Wir leben in einer Zeit, in der hart auf die Massnahmen-Skeptiker eingedroschen wird», erklärte Beck, der sich fragte, ob diese kritischen Bürger auch statistisch identifizierbar seien und wie dieser Teil der Bevölkerung sich auf das Gesundheitswesen auswirke.
Dabei kam Beck zu interessanten Erkenntnissen: Die Krankenversicherungskosten pro Kopf waren 2020 in denjenigen Kantonen mitunter am tiefsten, die gegen das Covid-19-Gesetz gestimmt haben. Darunter Appenzell Innerrhoden, Uri, Zug, Obwalden, Aargau, Graubünden; Kantone, die allesamt Versicherungskosten von weniger als 3000 Fr. pro Person aufweisen.
Am tiefsten seien die Kosten im Kanton Appenzell Innerrhoden mit 2300 Fr. pro Kopf. Die höchsten Kosten weist der Kanton Basel-Stadt mit Krankenversicherungskosten von 4500 Fr. pro Kopf auf. Gefolgt von Genf, Tessin, Neuenburg, Basel-Land, Jura und Waadt, die allesamt Kosten zwischen rund 4000 bis 45’000 Fr. haben, sagte Beck.
25 Milliarden Franken Gesundheitskosten wären möglich
An diesen Kostenunterschieden ändere sich auch nur wenig, wenn man diese über einen Zeitraum von 20 Jahren vergleiche. «Die Gruppe der sieben teuersten Kantone ändert sich nicht», betonte der Gesundheitsökonom. Und auch bei den kostengünstigen Kantonen habe es kaum Änderungen gegeben. Die Differenzen seien erstaunlich konstant geblieben. Besonders interessant: Diese Unterschiede seien aber nicht auf unterschiedliche Gesundheitszustände zurückzuführen.
Dazu Beck: «Hätten alle Schweizer die Mentalität der Appenzeller, dann würde die Krankenversicherung heute knapp 25 statt 32 Milliarden Fr. kosten.» Umgekehrt erklärte Beck: «Hätten alle die Einstellung der Genfer, die rasch Medikamente konsumieren oder den Arzt aufsuchen, dann würde die Krankenversicherung heute 40 statt 32 Milliarden Fr. kosten.» Zu diesem Schluss gelangte der Gesundheitsökonom anhand der Daten zum Risikoausgleich.
Besonders brisant sind diese Ergebnisse vor dem Hintergrund des Abstimmungsergebnisses zum Covid-19-Gesetz, über das wir in der Schweiz am 13. Juni abgestimmt haben.
«Fünf der sieben sparsamen Kantone haben das Covid-19-Gesetz am 13. Juni abgelehnt. Und die zwei weiteren haben nur sehr schwach zugestimmt», erklärte Beck.
Vergleiche man die Gesundheitskosten pro Kanton mit der Zustimmungsrate zum Covid-19-Referendum, ergebe dies eine Korrelation von 90 Prozent. Das heisst: Je höher die Gesundheitskosten pro Kopf in einem Kanton sind, desto eher stimmt die Bevölkerung dort für das Gesetz, und umgekehrt.
Zentralistische Impfpolitik reisse bereits bestehende Gräben weiter auf
Doch damit noch nicht genug: Gemäss den Recherchen von Beck weisen die massnahmenkritischen Kantone zudem im Durchschnitt 24 Prozent weniger Todesfälle auf als der Schweizer Durchschnitt. Die befürwortenden Kantone wiederum verzeichneten 13 Prozent mehr Todesfälle. Zu diesem Ergebnis gelangte Beck, indem er die Todesfälle seit Beginn der «Pandemie» bis zum Herbst 2021 analysierte.
Ein Ergebnis, das ihn selbst überraschte: «Eigentlich müsste die Korrelation umgekehrt sein: Sodass die Todesfälle in denjenigen Kantonen höher sind, welche die Massnahmen nicht so ernst nehmen.» Ähnliches zeige sich auch bei der Impfquote, diese korreliere ebenfalls mit der Stimmabgabe zum Covid-19-Gesetz und ist in denjenigen Kantonen deutlich tiefer, die das Covid-19-Gesetz abgelehnt hatten.
In Gefahr sieht Beck in der jetzigen Zeit auch die föderalistische Gesundheitspolitik, welche die kantonalen Prämienunterschiede berücksichtige – Unterschiede, die teils auch kulturell bedingt seien. «Eine unverhältnismässige, zentralistische Impf- und Zertifikatspolitik reisst unnötigerweise seit Jahren bekannte Gräben auf.» Dabei seien es die Massnahmenkritiker, welche das Gesundheitswesen eher schonen, während es die Massnahmenbefürworter auch sonst eher überbeanspruchen würden.
«Die Wissenschaft kann keine Handlungsanweisungen geben»
Klare Worte im Zuge der Medienkonferenz fand auch Michael Esfeld. Dem Wissenschaftsphilosoph erteilte die Friedens- und Konfliktforscherin Cordula Reimann, welche die Konferenz moderierte, zu Beginn das Wort. Esfeld bereitet insbesondere die Wissenschaft gegenwärtig grosse Sorgen. Man müsse leider feststellen, dass sich diese im Zuge der Pandemie selbst in eine Rolle hineinmanövriert habe, die ihr nicht zukomme und schädlich sei für die offene Gesellschaft.
«Die Wissenschaft kann keine Handlungsanweisungen geben», erklärte Esfeld. Doch genau dies habe sie in den vergangenen rund 18 Monaten getan. Dies, indem sie Handlungsanweisungen «zur Steuerung der Gesellschaft» gegeben habe.
Esfeld machte darauf aufmerksam, dass es zwar gewisse Allgemeingüter wie zum Beispiel Gesundheitsschutz gebe: Doch deshalb dürften noch lange nicht allgemeine Handlungsanweisungen seitens der Wissenschaft folgen. «Weil Menschen Gesundheit individuell verschieden ins Verhältnis zu ihrem Lebensinhalt setzen», erklärte Esfeld.
«Man könnte viele Aktivitäten aufzählen, bei denen man sich nicht nur selbst gefährde, sondern auch andere Menschen gefährdet werden.» Er verwies unter anderem auf Bergwanderer, Motorradfahrer aber auch auf Menschen, die rauchen oder Alkohol trinken. Doch dies gelte es zu akzeptieren. «Man kann nicht mit einer allgemeinen Gesundheitsdiktatur kommen und Leuten etwas verbieten. Damit schadet man ihnen», so Esfeld.
Zurück zur offenen Gesellschaft
Gerade mit dem Verbot sozialer Kontakte, die viele Regierungen im Zuge der «Pandemie» verfügt haben, schade man den Menschen mehr, meint Esfeld. «Denn diese sind gerade auch bei älteren Menschen eine Quelle für Kraft und Gesundheit.» Scharf kritisierte der Wissenschaftsphilosoph auch die Corona-Politik der Regierungen. «Alle Prämissen, auf die sich diese Gesellschaftssteuerung bezogen hat während der Pandemiebekämpfung, haben sich inzwischen als falsch erwiesen.»
Durch das Virus werde keine Krankheit verbreitet, welche für die gesamte Gesellschaft gefährlich sei. «Wir wissen, dass die gefährdeten Personen vorwiegend ältere Menschen mit Vorerkrankungen sind.» Jedoch ginge für den Rest der Bevölkerung kein grösseres Risiko durch Corona aus. «Das Risiko entspricht dem Altersrisiko», sagte Esfeld, der überzeugt ist, dass Massnahmen wie Lockdowns oder die Zertifikatspflicht nichts bringen.
«Wir haben keinen Nachweis dafür, dass sie einen effektiven Nutzen hatten.» Es gebe schliesslich auch keine Korrelation zwischen der Schärfe der Massnahmen, die in einzelnen Ländern ergriffen wurden, und dem Rückgang der Infektions-, Todes- und Hospitalisationszahlen.
Ähnlich sei es nun auch mit der Impfkampagne. «Es zeigt sich immer mehr, dass die Impfung nicht der alleinige Ausweg aus der Pandemie ist.» Vor diesem Hintergrund kam Esfeld zum Schluss: «Man sollte sich jetzt endlich auf die Fakten besinnen und aufhören Propaganda und Lügen zu verbreiten, wie zum Beispiel die Aussage, dass es sich um eine Pandemie der Ungeimpften handle.» Wichtig sei jetzt: «Die Grundrechte wieder zu respektieren und zur offenen Gesellschaft und einer faktenbasierten Wissenschaft zurückzukehren.»
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Konstantin Beck ist gemeinsam mit Werner Widmer auch Autor des Buches «Corona in der Schweiz» (Corona-Transition machte bereits darauf aufmerksam).

Konstantin Beck & Werner Widmer: Corona in der Schweiz. Plädoyer für eine evidenzbasierte Pandemie-Politik. Gammaprint, Luzern, 2. aktualisierte Auflage Mai 2021. ISBN 978-3-033-08275-5, 241 Seiten. PDF-Download des Buches hier.
Michael Esfeld ist mit Christoph Lütge Autor des Buches «Und die Freiheit? Wie die Corona-Politik und der Missbrauch der Wissenschaft unsere offene Gesellschaft bedrohen» (wir berichteten).

Christoph Lütge, Michael Esfeld: Und die Freiheit? Wie die Corona-Politik und der Missbrauch der Wissenschaft unsere offene Gesellschaft bedrohen. Riva, München 2021. ISBN 978-3-7423-1909-8, 128 Seiten. 10,00 €. Weitere Infos und Bestellung beim Verlag.
Catia’s Restaurant Funk versiegelt, weil die Betreiberin im offenen Zelt keine Zertifikate verlangte
Catia führt seit drei Jahren Catia’s Restaurant Funk in Ottenbach ZH. Weil sie sich weigerte, von den Gästen ein Covid-Zertifikat zu verlangen, bekam sie Probleme mit der Polizei. Nun hat diese das Restaurant versiegelt. Catia soll zudem 800 Fr. bezahlen sowie eine weitere Busse von noch unbekanntem Betrag.
In einem Interview mit Daniel Stricker von StrickerTV erzählt Catia ihre Erlebnisse während der «Pandemie». Das erste Jahr nach Eröffnung des Restaurants hätte sie normal arbeiten können, dann sei der Lockdown verhängt worden. Während der fünfmonatigen Schliessung der Gastbetriebe im Jahre 2020 habe sie 3000 Fr. im Monat Entschädigung erhalten, doch danach nichts mehr.
Sie kritisiert die Aussage von Bundesrat Alain Berset an einer Pressekonferenz, dass alle Restaurants, Fitnesscenter usw. ein Recht auf Härtefallgeld hätten. Wer jedoch im Jahre 2020 nicht alle AHV- und Mehrwertsteuerrechnungen bezahlt habe, hätte keinen Rappen bekommen. Zudem betrage das Härtefallgeld zehn Prozent des Ertrags des letzten Jahres. Catia habe gar nichts erhalten, weil sie im Jahre 2020 offene Rechnungen gehabt habe. Das sei für viele andere Restaurantbetreiber ebenfalls so gelaufen.
Catia hat anfangs geglaubt, dass wir in einer Pandemie sind, und befolgte auch im Restaurant alle Vorschriften. Dann erkrankte sie im Oktober letzten Jahres selbst an «Covid». Das habe sie zum Nachdenken gebracht, denn sie habe zum Beispiel immer eine Maske getragen, berichtet sie.
Nachdem die Zertifikatspflicht eingeführt wurde und Catia sie nicht befolgte, habe sie 17-mal Besuch von der Polizei erhalten. Die Polizei habe niemals eine Befugnis vorgelegt, um das Restaurant zu betreten. Sie hätte sich machtlos gefühlt, erklärt Catia.
Das Zelt, das vor dem Restaurant aufgebaut wurde, hätten die Gäste bezahlt, wie auch eine Wärmelampe und Decken. Das alles sei für die Polizei ebenfalls nicht gut genug gewesen. Ein paar Plexiglaswände als Windschutz sowie ein Efeu dürften laut Polizei nicht dort sein. Nun wurde das Restaurant geschlossen und versiegelt, obwohl nur das auf den Seiten offene Zelt benutzt wurde, keine Innenräume. Am 5. November fand vor dem Restaurant eine Kundgebung mit den Freiheitstrychlern gegen die Schliessung statt (Video).
Sie würde sich juristisch «bis zum letzten Tropfen Blut» wehren, so Catia. Nicht für sich, sondern für die junge Generation. Sie sei in einfachen Verhältnissen aufgewachsen und das Restaurant habe sie erst seit drei Jahren. Darüber mache sie sich keine Sorgen. Doch die gegenwärtige Situation mache ihr generell Angst. Man wisse nicht, wie die Zukunft aussehen werde.
Als sie als Siebenjährige in die Schweiz gekommen sei, sei sie in der Schule die einzige Italienerin gewesen, erinnert sich Catia. Sie sei bespuckt, geschlagen und gemobbt worden. Diese Diskriminierung sowie die grosse Liebe zu einem von den Eltern nicht akzeptierten Schweizer hätten sie geprägt. Auch sei ihr Vater sehr streng und gewalttätig gewesen und habe ihr weniger Aufmerksamkeit geschenkt als ihren Brüdern. Wegen dieser Erfahrungen würde sie selbst niemals einen Menschen diskriminieren.
Am Schluss appelliert Catia an das Volk, am 28. November zum Covid-Gesetz ein «Nein» in die Urne zu legen. Man müsse sich bewusst werden, was ein «Ja» bedeuten würde. Es gehe nicht nur um das Zertifikat. Sie habe noch nie erlebt, dass die Polizei in der Schweiz so vorgehe wie die Sicherheitskräfte in den USA. Das erzeuge Unsicherheit. Mit einem «Nein» würden wir hingegen unser Leben zurückerhalten.
Australien verhängt strenge Beschränkungen für Ungeimpfte
In Australien werden Ungeimpfte zunehmend diskriminiert. So hat die Premierministerin des australischen Bundesstaates Queensland, Annastacia Palaszczuk, eine Verordnung erlassen, die allen, die sich bis zum 17. Dezember nicht haben impfen lassen, den Zugang zu Gaststätten, Unterhaltungsangeboten und Gesundheitseinrichtungen verwehrt. Darüber berichtet das Medienportal LifeSiteNews.
Bis zu diesem Stichtag wird erwartet, dass «80 Prozent der Einwohner, die 16 Jahre und älter sind», ihre zweite «Impfung» erhalten haben. Die Verweigerung der Gen-Injektion wird mit einer Geldstrafe von 1378,50 australischen Dollar geahndet.
Dank der neuen Verordnung werden alle, die sich nicht impfen lassen, fast vollständig vom öffentlichen Leben ausgeschlossen sein. Sie dürfen nicht in Hotels, Kneipen, Clubs, Tavernen, Bars, Restaurants oder Cafés. Auch Festivals – drinnen oder draussen – sowie der Besuch von Stadien und Live-Musikveranstaltungen sind für sie tabu.
Alle, die an einem solchen Veranstaltungsort arbeiten, müssen ebenfalls eine vollständige Covid-Impfung vorweisen, um ihren Arbeitsplatz betreten zu dürfen.
Als wäre das alles noch nicht genug, soll ungeimpften Personen der Besuch von Angehörigen in Krankenhäusern, Heimen und Gefängnissen verwehrt werden, wobei begrenzte Ausnahmen für «medizinische Behandlungen, Besuche am Lebensende, Geburten» und andere als «Notsituationen» geltende Anlässe gemacht werden.
Obendrein wird es in Queensland Einschränkungen für Hochzeiten geben, sofern «ungeimpfte» Personen anwesend sind. Zwar gibt es keine Begrenzung der Gästezahl, wenn alle «vollständig geimpft» sind, doch sobald eine der anwesenden Personen nicht geimpft ist – sei es ein Gast oder ein Beamter –, muss die gesamte Hochzeitsgesellschaft auf 20 Personen beschränkt werden.
Die Regierung von Queensland betrachte diese diskriminierenden Einschränkungen als «nicht wesentlich für die Befriedigung der Grundbedürfnisse der Menschen» und bestehe darauf, dass das Zusammentreffen mit ungeimpften Personen an solchen Orten «ein erhebliches Risiko darstellte und zu einem Covid-19-Ausbruch beitragen könne, lässt LifeSiteNws wissen.
Die große Zäsur: Für Drosten gibt es keine „Pandemie der Ungeimpften“
Mit Merkels Abgang knickt Staatsvirologe Christian Drosten direkt weg aus seiner Verantwortung: „Ich fordere hier wohlgemerkt gar nichts, und ich will auch nicht suggerieren, dass Boostern allein das Problem lösen könnte.“ Von Alexander Wallasch.
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Fröhliche 2Gnachten: Die Psychose kostet uns den zweiten Winter
2G-Weihnachtsmarkt in Hamburg (Foto:Imago)
Es ist soweit, das Undenkbare setzt sich widerspruchslos fort, und was wir doch eigentlich nie mehr erleben sollten, das wird trotz „Impfung“ auch im Winter 2021/2022 wahr: Öffentliches und kulturelles Leben in Deutschland steht erneut kurz vor seiner Stilllegung. Als erstes trifft es nun die Weihnachtsmärkte. Im Überschwang der sinnfreien Verhaltensübung „2G“ – gerne auch als „-plus„-Variante inklusive ubiquitärer Testpflicht – werden nun reihenweise die Christkindl- und Weihnachtsmärkte (bzw. neuheidnisch-antidiskiminierend sogenannten „Winterfeste“) abgeblasen. Zum einen, weil die Veranstalter keine Lust haben, sich den Unmut der Besucher zuzuziehen, den sie zu Recht befürchten angesichts der mancherorts bereits praktizierten, allzu offensichtlichen Apartheid einer nur noch widerlichen Rassentrennung durch Zäune in „Ungeimpfte“ und „Geimpfte“ (bei identischem beiderseitigem Ansteckungsrisiko). Zum anderen, weil ihnen jede Planungssicherheit fehlt, da die Politik bereits offen gegen alle Veranstaltungen selbst unter freiem Himmel agitiert.
So wie der wohl verlogenste Corona-Umfaller des Jahres, Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer – der sich laut „n-tv“ heute zu der perversen Formulierung verstieg, er wolle Menschen „Mut machen“, die Märkte abzusagen. Welcher Schausteller, Bürgermeister oder Marktbeschicker, welcher Außengastronom und Veranstalter möchte angesichts des mittlerweile erreichten graduellen Rekordwahns der politischen Akteure noch ins Risiko gehen? Es wird nur noch eine Frage der Zeit sein, bis der Großmeister des falschen Alarms, Markus Söder, der nicht einmal vorm politischen Missbrauch des „Katastrophenfalls“ zurückschreckt, auch für sein Bundesland entsprechende Verunmöglichungen der Restnormalität verfügt – und zwar für alle. Auch für die wieder einmal angeschmierten braven Impflinge.
Diese lassen sich derweil weiterhin haarsträubende Schnurren auftischen, wonach die „zu niedrige Impfquote“ verantwortlich sei für unsere hohen Inzidenzen, während in Spanien oder Portugal mit zum Teil nur einem Fünftel unserer Inzidenzen die Welt in Ordnung sei – weil dort mehr Menschen geimpft seien. (Soviel sind es dort übrigens gar nicht, verglichen mit Deutschland: rund 79 Prozent in Spanien, ein Wert, den sogar Deutschland nach Mutmaßungen des RKI wegen „statistischer Untererfassung“ bereits erreicht haben dürfte). Abgesehen davon, dass Spanien weniger testet, dass es seine „vierte Welle“ bereits durchlaufen hat und dass wohl auch Temperatur und Klima eine Rolle bei der Virusverbreitung spielen: Wenn wirklich die Impfung den Unterschied macht – wieso dann nicht auch in Schweden, wo mit 67 Prozent ein geringerer Bevölkerungsanteil als bei uns vollgeimpft ist und die aktuelle Inzidenzen-Kurve verglichen mit Deutschland so aussieht:
(Screenshot:OurWordInData)
Neben Boostern soll nun also bundesweit 2G kommen, was konkret bedeutet: Gesunde Menschen, die nachweisen können, dass sie gesund sind, werden vom gesellschaftlichen Leben gnadenlos ausgeschlossen. Gegen diesen krankhaften, übergriffigen Gesundheitskontrollzwang erscheint vielen die 3G-Regel geradezu liberal – obwohl auch diese den noch vor zwei Jahren unvollstellbar Irrwitz beinhaltet, dass symptomlose, kerngesunde Menschen ihre Nichtinfektion nachweisen müssen, um einkaufen, einkehren, mitfeiern, ab sofort auch arbeiten, zu studieren oder die Schulbank drücken zu dürfen.
All dies ist ein galaktischer Schwindel, eine Fake-Nummer von vorne bis hinten. Ein immer dagewesenes, mal milderes und mal schlimmeres, aber nie von Politik oder Öffentlichkeit groß beachtetes Infektionsgeschehen ist zur Zivilisationsbedrohung erklärt worden, ein immer schon stattfindenen Belegungszyklen und Schwankungen unterworfenes Klinikwesen ist zum zusammenbruchsgefährdeten Krisensektor ausgerufen worden, ein natürliches Sterbegeschehen ist zur Menschheitskrise umgemodelt worden. Keine 18 Monate hat es zur Implementierung dieses Wahns gebraucht. Jetzt sind mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung mit einer offensichtlich nutzlosen Impfung beglückt worden, die mehr von einem Großversuch hat mit den Ungeimpften als Kontrollgruppe, und es ist kein Land in Sicht. Unser ganzes Leben ist auf den Kopf gestellt und darf nicht mehr sein, wie es wahr weil sich weltweit Politiker als Hygienewächter, Stationsschwestern und Präventivmediziner aufspielen.
Wir müssen den Tatsachen ins Auge sehen: Aus dieser Nummer kommen wir friedlich nicht mehr heraus. Denn wer immer meint, man habe es hier immer noch mit einer temporären Ausnahmesituation zu tun, die irgendwann überwunden wird, hat den Schuss noch nicht gehört. Weihnachten, Karneval, auch noch Ostern – zumindest alles Brauchtum, was künftig in die jährliche Virensaison fällt, können wir ebenso wie unser Sozial-Freizeitleben getrost vergessen, solange ein immer dagewesenes normales Erkältungsgeschehen weiterhin zur „Pandemie“ hysterisiert wird. In den paar Sommermonaten freuen wir uns über niedrige Inzidenzen, und im Herbst setzt die große Panikmache wieder ein. Es ist eine Kiste für die Ewigkeit.
Oberösterreich kündigt Lockdown für Ungeimpfte an
Die Maßnahmen in Österreich werden immer drastischer. Aktuell ist dort von einem Lockdown für Ungeimpfte die Rede. Die Opposition spricht von Diktatur, Kritiker verweisen auf den “Nürnberger Kodex”.
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Rentabler ist es, auf Kosten anderer zu leben

Von PROF. EBERHARD HAMER | Seit der 1968er Revolution haben sich erst mental und dann auch real grundsätzliche Wandlungen in Deutschland vollzogen: Hatte Ludwig Erhard noch den „Wohlstand für alle“ aus Eigenverantwortung und Eigenleistung jedes Bürgers erwartet und durch Freiheit von Gesetzesblockaden sowie Steuerfreiheit der Selbstfinanzierung gefördert – und damit Deutschland aus dem Elend zum […]
„Für die Wissenschaft“: Uni-Rektor verwehrt Ungeimpften Bildung mit Papst-Zitat
Per Email erklärte der Klagenfurter Uni-Rektor Oliver Vitouch diese Woche das Ende des Freien Hochschulzugangs. Nur noch Studenten, die die 2G-Regel erfüllen (geimpft, Absonderungsbescheid, Antikörper alleine zählen nicht) können damit in Klagenfurt weiterstudieren. Wer die Impfungen nicht bejahe, sei unwissenschaftlich und habe an einer Hochschule nichts verloren, gibt Vitouch Einblick in seine platten wie totalitären Ansichten. Dafür bedient er sich – super wissenschaftlich! – auch noch eines Papst-Zitats. Erste Studenten wendeten sich bereits an Rechtsvertreter. Sie wollen ihr Menschenrecht auf Bildung einklagen.
- Nur noch Geimpfte und Genesene mit Absonderungsbescheid dürfen an Uni Klagenfurt
- Ungeimpftes Personal wird ab Jänner ausgeschlossen
- Uni-Rektor deklariert die Diskriminierung als „wissenschaftlich“
- Verweist auf Wikipedia
- Zitiert „Nächstenliebe“-Spruch des Papstes und spricht von „purer Vernunft“
- Juristen gehen gegen Diskriminierung und Verfassungsfeindlichkeit vor
Die Tyrannei der Mehrheit
Da werden Erinnerungen an Morton Rhues „Die Welle“ wahr: Wer nicht mitmacht, wird ausgegrenzt und verliert seine Rechte. In diesem Fall sein Recht auf Bildung. Die Tyrannei der Mehrheit soll ohne Rücksicht auf Verluste zum Tragen kommen. Im Mittelpunkt steht ein diktatorischer Uni-Rektor, der vorgibt, die Wahrheit für sich gepachtet und zu haben. Wer sich nicht impfe, handle entgegen der Wissenschaft und habe an einer Universität nichts verloren, poltert er in einer Email an die Studenten. Ab 10. Jänner dürfen Mitarbeiter der Universität Klagenfurt nur noch geimpft, bzw. genesen mit Absonderungsbescheid (ein Ding der Unmöglichkeit, sollte man seine Corona-Infektion übersehen haben…) weiterarbeiten. Wer die Impfung ablehnt, verliert also eiskalt seinen Arbeitsplatz. Das zeigt eine Email des Klagenfurter Uni-Direktors Oliver Vitouch. Für die Studenten gilt die selbe Regel bereits seit gestern. Viele wollen nun klagen, wie Rechtsanwalt Florian Höllwarth bereits auf Twitter durchsickern ließ. Morgen gibt er gemeinsam mit seinem Rechtsanwalts-Kollegen Scheer eine Pressekonferenz zum Thema. Sie werden dabei erklären, warum es verfassungswidrig ist, Menschen auf Basis einer 1G-Regel zu diskriminieren.
„Müssen nachdenken, ob Universität das Richtige für sie ist“
Vitouch begründet seinen Uni-Impfzwang wie folgt: „Jene, die all das kategorisch von sich weisen, müssen beizeiten beginnen darüber nachzudenken, ob eine Universität das Richtige für sie ist. Denn dass Universitäten für eine wissenschaftliche Weltauffassung einstehen versteht sich von selbst.“ Dazu vermerkt Vitouch noch „Stichwort Aufklärung“ und verlinkt dazu den entsprechenden Wikipedia-Artikel. Eine Quelle, die in keiner wissenschaftlichen Arbeit an einer Universität Anerkennung finden würde, wohlgemerkt. Wäre Vitouch ein wissenschaftlich denkender Mensch, hätte er sich wohl zumindest statistisch mit dem Corona-Virus auseinandergesetzt und festgestellt, dass es für über 90% der Bevölkerung und vor allem für die typischen, an der Universität vertretenen Altersgruppen keine lebensbedrohliche Gefahr darstellt.
Gleichzeitig würde er die von ihm hochgelobte „wissenschaftliche“ Impfung wohl kritischer betrachten, würde er realisieren, dass die mRNA-Impfstoffe bereits so viele Schäden verursacht haben, wie alle Impfungen zusammen in den letzten 20 Jahren nicht. Vitouch behauptet jedoch, dass die Impfung „das beste Präventionsinstrument“ sei und das, obwohl heute wohl niemandem mehr entgeht, dass eine Prävention durch die mRNA-Spritzen nicht erfolgt. Sonst würden nicht bis zu 70% Geimpfte auf den Intensivstationen liegen und die Zahl der Erkrankten und Verstorbenen hätte sich nicht dermaßen im Vergleich zum Vorjahr ohne Impfung dermaßen erhöht, wie das eben der Fall ist. Aber das liest man nicht auf Wikipedia, dafür müsste man sich schon die Daten der AGES, des Paul Ehrlich Instituts, der EMA oder aus der VEARS-Datenbank anschauen. Wird Vitouch für etwaige Impf-Schäden an den Studenten haften? Wohl kaum.
Vom Papst, Wikipedia, purer Vernunft und „Wissenschaftlichkeit“
Vitouch schreibt vollkommen unwissenschaftlich von „purer Vernunft“ und argumentiert mit den gerade unter Katholiken höchstumstrittenen Ansichten des Papstes zur Impfung. „Der Papst ist übrigens auch dieser Auffassung (Impfung als ‚Akt der Nächstenliebe‘); im Vatikan gilt seit Februar 2021 eine Impfpflicht.“ Wer nichts weiß, muss eben alles glauben und wer lieber glaubt als zu wissen, bedient sich den Worten des Papstes. Sehr „wissenschaftlich“, der Herr Uni-Rektor! Weitreichend scheint Vitouchs Verständnis von Aufklärung und Wissenschaftlichkeit nicht zu sein. Ob er die Wikipedia-Artikel zu diesen Themenfeldern überhaupt verstanden hat, möge der geneigte Leser für sich selbst entscheiden.

- Standhaft gegen 3G-Diktat: Corona-Regime lässt Mut-Studentin abführen
- Keine Prüfung ohne Impfung: Ungeimpfte Studenten bald von Uni ausgeschlossen?
- Studenten stehen auch in Dresden auf: Gegen Impfzwang an der Uni
- Wien: Geimpfte und genesene Studenten werden gekennzeichnet!
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- Umfrage beweist: Studenten wollen Faßmann-Diktatur samt Impfzwang nicht!
- Studie: 20% der Studenten hinterfragen Corona kritisch
- Reportage: Studentenprotest und Polizeigewalt bei Berlin-Demo
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Neues Kölner Karnevalsmotto: „Wer nicht impft, der ist kein Kölner!“
(David Berger) Schockierende Töne aus dem Kölner Karneval: Auf der Zülpicherstraße hat sich heute Mittag eine Gruppe versammelt, die inmitten des Gedränges laut intonierte: “Hey, hey, wer nicht impft [gemeint ist vermutlich “geimpft ist”], der ist kein Kölner!”
Der Beitrag Neues Kölner Karnevalsmotto: „Wer nicht impft, der ist kein Kölner!“ erschien zuerst auf Philosophia Perennis.
CH-Abstimmung zum Covid-19-Gesetz: Bund täuscht Stimmvolk
Diese Sendung ist vor allem für jene, die sich nicht eingehend mit der Vorlage befasst haben.



