Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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Kategorie: Nachrichten

Kategorie: Nachrichten

Muezzinruf mit „Allahu Akbar“ statt Kirchenglocken in Köln

Muezzinruf mit „Allahu Akbar“ statt Kirchenglocken in Köln

Gehört der Islam zu Deutschland? Christian Wulff, früher Bundespräsident in Deutschland, beantwortete diese Frage im Jahr 2010 mit einem klaren „Ja“. Schon damals stimme nicht jeder dieser Aussage zu, doch spätestens seit der „Wir schaffen das“ Flüchtlingskrise im Jahr 2015 und unzähligen islamistisch motivierten Anschlägen änderte sich das Stimmungsbild. In Köln ruft nun der Muezzin zum Freitagsgebet – ob der Kölner will oder nicht.

Von Max Bergmann

In Deutschland leben derzeit etwa 5,5 Millionen Mohammedaner, fast ein Drittel davon fällt auf das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen. Von den 3.000 Moscheen in Deutschland durften bisher nicht einmal 1 Prozent den Muezzinruf per Lautsprecher verbreiten, um gläubige Mohammedaner zum Gebet herbei zu rufen. Der Muezzinruf in deutschen Großstädten ist aber nicht ganz so neu wie es scheinen mag, zum ersten Mal wurde im Jahr 1985 der Muezzinruf per Lautsprecher in die christlich geprägten Straßen der Stadt Düren beschallt – ebenfalls in Nordrhein-Westfalen. Damals musste die Erlaubnis dafür gerichtlich erstritten werden.

Pilotprojekt in Köln sei „Zeichen des Respekts“

Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker sprach einem Bericht des Tagesspiegels nach von einem „Zeichen des Respekts“, von religiöser Freiheit und Vielfalt. Sorgen der Bürger seien unbegründet, das Pilotprojekt wäre mit diversen Auflagen verbunden. Das Projekt ist auf 2 Jahre befristet, der Muezzin darf lediglich freitags und nur zwischen 12 Uhr mittags und 15 Uhr nachmittags per Lautsprecherbeschallung zum Gebet rufen. Der Muezzinruf darf maximal 5 Minuten lang sein, die Lautstärke würde laut Stadtverwaltung je nach Lage der Moschee im Kölner Stadtgebiet einer Höchstgrenze unterliegen. Auch müsse die Nachbarschaft schriftlich informiert werden und eine verantwortliche Person genannt werden, die Anfragen oder Beschwerden bearbeitet. Nach zwei Jahren soll das Projekt ausgewertet und über eine unbefristete Fortführung entschieden werden.

Stadt Köln beruft sich auf Religionsfreiheit

Für die Entscheidung der Stadt Köln wird Artikel 4, Absatz 2 des Grundgesetzes bemüht. Demnach bestehe für jeden Bürger das Recht der freien Religionsausübung. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die deutsche Verfassung je nach Ansicht der Regierung mal Anwendung findet, mal nicht. So sind unter anderem das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit, das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit und das Grundrecht auf Unverletzlichkeit der eigenen Wohnung seit bald 2 Jahren eingeschränkt oder außer Kraft gesetzt – durch das fast allmächtige Infektionsschutzgesetz und seine regelmäßigen Anpassungen und Verschärfungen.

Glaubensbekenntnis der Mohammedaner statt Kirchenglocken

In Köln existieren derzeit 45 Moscheen, für alle wurde der Muezzinruf unter den vorgenannten Auflagen befristet genehmigt. Über der deutschen Großstadt Köln wird ab sofort regelmäßig das mohammedanische Glaubensbekenntnis in arabischer Sprache beschallt:

Allah ist der Allergrößte (4mal).

Ich bezeuge, dass es keinen Gott außer Allah gibt (2mal).

Ich bezeuge, dass Muhammad der Gesandte Allahs ist (2mal).

Kommt her zum Gebet (2mal).

Kommt her zum Heil (2mal).

Allah ist der Allergrößte (2mal)

Es gibt keinen Gott außer Allah.“

Für die Stadt Köln steht fest: Es gilt gleiches Recht für alle. Auch der Tagesspiegel zeigt sich offen für die Islamisierung deutscher Großstädte und vergleicht den Muezzinruf mit den christlichen Kirchenglocken: „Der Unterschied zwischen Klangsignal und Glaubensbekenntnis begründet freilich kein Recht auf Ungleichbehandlung. Im Grundgesetz, Artikel 4, Absatz 2, steht: ‚Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.‘ Das betrifft den Muezzinruf noch eindeutiger als das Glockengeläut, mit dem ja oft auch weltliche Funktionen wie die Zeitansage verbunden sind“. Schon in der Einleitung des Kommentars wird deutlich, der Tagesspiegel hätte den Muezzinruf am liebsten auch sofort im heimischen Berlin: „Bloß Berlin zögert noch“, erkennt der Autor des Kommentars.

Twitter-Nutzer finden Ruf „befremdlich und bedrohlich“

Religionsfreiheit heißt, dass Individuen und Glaubensgemeinschaften nicht in der friedlichen und privaten Ausübung ihres Glaubens behindert werden – was absolut richtig ist.

Es heißt aber nicht, dass sie die Gesellschaft damit belästigen dürfen. #Muezzinruf

— Max (@Max1776z) October 12, 2021

Auch auf Twitter äußerten sich in den vergangenen Tagen tausende Nutzer ablehnend gegenüber dem Muezzinruf in deutschen Großstädten. Diese wäre befremdlich. Viele Nutzer erklärten, sie empfänden die Beschallung als bedrohlich und nicht mit der christlichen Kultur vereinbar. Bereits im März dieses Jahres, also lange vor der nun erfolgten Entscheidung zum Muezzinruf in Köln, kam es zu einer besonders bemerkenswerten Auseinandersetzung eines Twitter-Nutzers und Mitglied der Jungen Union.

Wenn Meinungsfreiheit nichts mehr wert ist

Ein der Redaktion bekannter Twitter-Nutzer äußerte sich zu Beginn des Jahres im Rahmen der damaligen Diskussion um Muezzinrufe in Deutschland in dem Mikroblogging Dienst und äußerte seine Bedenken über das öffentliche Ausleben dieser islamisch geprägten Traditionen in Deutschland. Er kündigte an: „Sobald der Muezzin in meiner Stadt zum Gebet rufen sollte, dann werde ich demonstrativ ne Wohnung nebenan mieten und fünfmal am Tag das Deutschlandlied spielen lassen“, twitterte er. Die Reaktion seiner Partei-Jugendorganisation „Junge Union“ war eindeutig: In einem der Redaktion in Kopie vorliegenden Schreiben an den Vorsitzenden der Jungen Union im Ortsverband des Twitter-Nutzers heißt es: „Unserer Ansicht nach verstoßen E.s Aussagen auf der Mediaplattform Twitter gegen die in §1 der Satzung der JU festgeschriebenen Grundsätze und -werte wie Humanität und Christlichkeit“. Weiter heißt es dort: „Diese Äußerung ist nicht mit der freien Ausübung jeglicher Religion im GG sowie unserer Grundsätze vereinbar“.

Parteiausschlussverfahren gefordert, Konservativ-Twitter solidarisiert sich

Gegen das Junge Union Mitglied solle ein Ausschlussverfahren eingeleitet werden. „Mitglieder, die solche Äußerungen tätigen, verstoßen unserer Ansicht nach nicht nur gegen die Satzung, sondern können auch das Ansehen der Jungen Union in erheblichem Maße gefährden“. Der Twitter-Nutzer erklärte gegenüber Info-DIREKT, er sei dem Ausschlussverfahren dann mit dem eigens erklärten Austritt aus der Jugendorganisation der deutschen CDU/CSU zuvorgekommen. Am Dienstag kochte diese Diskussion auf Grund der Entscheidung zu den Muezzinrufen in Köln dann erneut hoch. Hunderte Nutzer solidarisierten sich mit E. und verbreiteten allesamt einen Tweet mit fast identischem Wortlaut, wegen dem E. aus der Partei ausgeschlossen werden sollte. Gleichzeitig wurde in dem Tweet auch der Account der Jungen Union verlinkt. Die Nachricht wurde außerdem tausendfach „retweeted“ und „geliked“, der Hashtag #Muezzinruf war bis in die späten Abendstunden in den Twitter Trends zu sehen.

Sobald der #Muezzin in meiner Stadt zum Gebet ruft werde ich mir, ganz in @EricSanGera, @Christian93XX, @derBasierteste und @prussianAktion Manier, eine Wohnung nebenan mieten und 5-mal am Tag das ??-Lied spielen lassen. Auch, wenn‘s der @Junge_Union nicht passt! ? #Muezzinruf

— Marces E. (@marceselvis) October 12, 2021

Der Beitrag Muezzinruf mit „Allahu Akbar“ statt Kirchenglocken in Köln erschien zuerst auf Info-DIREKT.

Die Reise der Haitianer nach Amerika

Hauptziel des offiziellen Besuchs von Erika Mouynes am 30. September 2021 in Washington war es, die Einwanderungs- und Sicherheitsprobleme zu erörtern, die sich aus dem illegalen Überschreiten der Grenze zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko ergeben; die Grenzstädte im Bundesstaat Texas sind zum Hauptziel von mehr als siebzigtausend mittelamerikanischen und karibischen Bürgern geworden, die aus ihren Ländern fliehen und amerikanischen Boden erreichen wollen.



Von Peter Marko Tase

Erika Mouynes, Panamas Außenministerin, schilderte die düstere und verzweifelte Lage in ihrem Land, das unmittelbar mit großen Wellen illegaler Einwanderer aus Haiti und anderen Ländern konfrontiert ist, die versuchen, die Grenzen der USA zu erreichen.

Nach Angaben von Minister Mouynes haben sich seit dem 1. Januar 2021 mehr als 85 000 Migranten über Panama auf den Weg nach Norden gemacht. Mehr als 20 000 Migranten haben bereits die US-Grenze überquert und werden derzeit in Del Rio, Texas, und anderen Orten untergebracht, wo sie darauf warten, die frische amerikanische Luft zu genießen und in eine Landschaft einzutauchen, die viele Lateinamerikaner kennen und sich danach sehnen wie nach dem amerikanischen Traum.

Tony Gonzales (R‑Texas), Mitglied des US-Repräsentantenhauses, erklärte, dass mehrere Personen mit Verbindungen zu Al-Qaida in Panama festgenommen worden seien und planten, in die Vereinigten Staaten zu reisen. Bei ihrem Treffen mit Gonzales erklärte Außenminiosterin Mouynes, dass die Zahl der Flüchtlinge, die nach Panama einreisen, dramatisch angestiegen sei, und zwar von 800 Personen pro Monat auf zuletzt 20 000 Personen pro Monat.

Die Regierung Biden muss eng mit den Behörden in Panama und anderen mittelamerikanischen Ländern zusammenarbeiten, um diese wachsende Krise besser zu bewältigen und Wege zu finden, den Menschenhandel in Mexiko einzudämmen.

In Guatemala durchqueren täglich mehr als 900 haitianische Staatsangehörige und Migranten aus Mittelamerika das Staatsgebiet des Landes.

Die guatemaltekischen Notunterkünfte sind ausgebucht, und die mexikanische Regierung stellt nur langsam Genehmigungen aus, damit die Haitianer die Kontrollpunkte der Nationalgarde und der Einwanderungsbehörde passieren können.

Gleichzeitig hat es die Regierung Biden versäumt, sich angemessen mit der Krise in Südtexas zu befassen, und die politischen Entscheidungen verursachen weiterhin eine große humanitäre Katastrophe in den texanischen Grenzstädten.

Am 23. September forderte US-Senator Ted Cruz (R‑Texas) in einer Rede vor dem Senat, dass Präsident Biden und seine Regierung die Verantwortung für ihre katastrophalen politischen Entscheidungen übernehmen, die die Krise an der Südgrenze der USA direkt verursacht haben. Mehr als 10 000 illegale Einwanderer haben die internationale Brücke von Del Rio überflutet, weil die Unterkünfte für Migranten überfüllt sind. Senator Ted Cruz hat Präsident Biden aufgefordert, das Bundeseinwanderungsgesetz durchzusetzen und die Sicherheit der texanischen Grenzgemeinden zu schützen.

Senator Cruz sagte vor dem Senat: „Ich erhebe mich heute, um auf die humanitäre Krise aufmerksam zu machen, die sich derzeit im Bundesstaat Texas abspielt. Ein weiteres Ereignis findet gerade in Del Rio, Texas, statt. Eine weitere als Ergebnis der gefährlichen Weigerung von Präsident Biden und Vizepräsident Harris, unsere Gesetze durchzusetzen oder unsere Grenzen zu schützen, und eine Weigerung, die dazu führt, dass Menschen sterben, die dazu führt, dass junge Mädchen gehandelt werden, die dazu führt, dass Drogen in unser Land strömen und die unsere Gemeinden weit weniger sicher macht. Zurzeit befinden sich Tausende von Haitianern, die illegal in unser Land eingereist sind, unter einer Brücke in Del Rio, Texas. Vor sechs Tagen war ich ebenfalls in Del Rio, um aus erster Hand zu erfahren, was dort geschieht und warum es geschieht. Die Zahl der Menschen unter der Brücke verschlug mir den Atem. Die Menschen versuchen zu überleben, auch Babys und kleine Kinder. Ich erfuhr von den Behörden vor Ort, was passiert war und dass es sich um eine von Menschen verursachte Krise handelte.“

Heute schweigt Washington und ist machtlos, wenn es darum geht, die Südgrenze der USA sicherer zu machen und die Wellen illegaler Einwanderer in Schach zu halten. Vielleicht sollte das Weiße Haus den politischen Diskurs und die konkreten Maßnahmen der derzeitigen slowenischen Regierung unter Premierminister Janez Janša, die sehr erfolgreich illegale Einwanderungsströme aus dem östlichen Teil Europas und dem südlichen Mittelmeerraum verhindert hat, proaktiv analysieren und genau beobachten.

Präsident Joe Biden weigert sich, die Realität zu akzeptieren und will das Rio Grand Valley nicht besuchen. Wenn er dorthin ginge, würden die Fernsehkameras mit ihm kommen. Wie Senator Cruz sagt: „Die Demokraten zählen darauf, dass die korrupten Konzernmedien plötzlich sagen: ‚Hier gibt es nichts zu sehen‘.“ Die Herausforderung an der US-Grenze steht weiterhin im Mittelpunkt des Interesses, während das Weiße Haus versucht, seine Inkompetenz unter den Teppich zu kehren.

Quelle: Kulturni Marxizem


COMPACT.Der Tag: Stuttgart – Urteil gegen Antifa-Terroristen

COMPACT.Der Tag: Stuttgart – Urteil gegen Antifa-Terroristen

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Die unfassbar brutale Prügelattacke auf drei Besucher einer Stuttgarter Querdenker-Demonstration erschütterte im Mai 2020 das ganze patriotische Spektrum. Nun wurde in Stuttgart-Stammheim ein Urteil gegen zwei Täter gesprochen. Das Top-Thema heute um 20 Uhr in COMPACT.Der Tag. Mit viehischer Brutalität stürzte sich am 16. Mai 2020 eine Gruppe von mehreren Dutzend Antifa-Gewalttätern auf drei Mitglieder […]

Barbarische Strafgesetze nach dem Koran in Afghanistan

Barbarische Strafgesetze nach dem Koran in Afghanistan

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Von MICHAEL STÜRZENBERGER | Nachdem die Taliban in Afghanistan die Macht übernommen haben, führen sie auch wieder die barbarischen Strafgesetze ein, mit denen sie bereits in ihrer ersten Herrschaft von 1996 bis 2001 regierten. Der Taliban-Führer Mullah Nooruddin Turabi teilte Ende September der Nachrichtenagentur AP mit, dass sie das „Islamische Emirat“ seien. Niemand dürfe ihnen […]

Kostenpflichtige Schnelltests: Verursacherprinzip für Dummies

Schnelltest (Symbolbild:Shutterstock)

Unbekümmert und schamlos wird die Aufwiegelung und gegenseitige Verhetzung der Einwohner dieses Landes durch eine scheidende (wenn womöglich auch noch lange Monate geschäftsführend weiterwirkende) Bundesregierung auf die Spitze getrieben – via 2G oder subtilere Formen der Diskriminierung. Neueste Stimmungsmache, gezielt abgestimmt aufs limbische System propagandaempänglicher und faschismusanfälliger braver Deutscher, liefert zum gefälligen Alltagsgebrauch konzipierte Scheinargumente für fortschreitende Anfeindungen – getreu dem Slogan „geht ins Ohr, bleibt im Kopf„. Neuestes Beispiel ist die These, die seit Montag kostenpflichtigen Schnelltests seien nicht mehr als recht und billig, weil durch sie endlich das „Verursacherprinzip“ angewandt werde: Es sei ja nur konsequent, dass der, der sich stur stelle, für die „Folgen seiner Entscheidung“ geradestehen müsse, um der Gemeinschaft „nicht länger zur Last zu fallen„.

Diese nur vordergründig überzeugende Logik erweist sich bei näherer Hinterfragung nicht nur als brandgefährliche Abkehr vom Solidarprinzip. Sie schrammt auch unappetitlich nahe am NS-Ausgrenzungwahn „unwerten Lebens„, „nutzloser Esser“ und „schädlicher Erbkranker“ vorbei, der damals die gesamtgesellschaftlich zu tragenden Versorgungskosten für diesen „Ballast“ zur Zumutung für alle rechtschaffenen, gesunden und somit lebenswerten und rechtsfähigen Elemente des „Volkskörpers“ erklärte. Natürlich wird heute im Ergebnis ein anderes Ziel verfolgt, gewiss bestehen Unterschiede in der ethischen Abgründigkeit des verfolgten Zwecks; doch die angewandte massenpsychologische Methodik ist beunruhigend ähnlich – und sie bedeutet einen Dammbruch, was die künftig beliebig ausweitbare Sanktionierung unerwünschten, sozialschädlichen „Fehlverhaltens“ anlangt. Von hier bis zum chinesischen Social Scoring ist es nämlich nur noch ein Katzensprung.

Nicht mehr weit bis zum chinesischen Social Scoring

Viel ist gesagt und geschrieben worden über die Unsinnigkeit kostenloser Schnelltests: Gesundheitspolitisch, weil sie Infizierte tendenziell von Tests abhalten und damit die Überwachung und Kontrollieren des Infektionsgeschehens (die doch angeblich unverzichtbarstes Pandemiemonitoring darstellt) vereitelt; rechtstaatlich, weil der Staat die Bürger für die Kosten der von ihm selbst auferlegten Beschränkungen und Maßnahmen – gerade bei anlasslosen Tests symptomloser Gesunder – freizuhalten hat. Und ordnungspolitisch-praktisch, weil durch die als Strafzahlung empfundene Kostenpflicht immer mehr Betroffene zu gefälschten Testnachweisen oder gar Fake-Impfzertifikaten greifen werden. Kurzum – die Selbstzahlpflicht der Tests ist ein rundum kontraproduktiver Schuss nach hinten.

Noch im Juli hatte der überführte Lügner und falsche Prophet, der SPD-Pseudo-„Experte“ Karl Lauterbach, wörtlich erklärt: „Kostenpflichtige Corona-Tests für Ungeimpfte sind grundfalsch.“ Auch seine Begründung ließ damals aufhorchen: „Das wäre der erste Schritt zu einer Impfpflicht durch die Hintertür, die es auf keinen Fall geben darf.“ Vorgestern, zur Einführung der Kostenpflicht von 15 oder gar 20 Euro pro Tests, begrüßte Lauterbach die neue Regelung ausdrücklich und fordert eine weitere Erhöhung des Drucks auf Ungeimpfte. Ein weiteres Beispiel, mit welcher unfassbaren Dreistigkeit in dieser Pandemie nicht mehr ernstzunehmende politische Schwindler und Unruhestifter die Bevölkerung hinters Licht führen und verunsichern. Was soll man dieser Witzfigur, die allen Ernstes als Gesundheitsminister gehandelt wird, noch abkaufen? Was die „Halbwertszeit“ und Absurdität früherer Aussagen betrifft, steht Lauterbach dem amtierenden Minister jedenfalls in nichts nach; ebenfalls im Juli wussten Spahn und seine geballte virologische Intelligenz ja auch schon, wie die Inzidenzen im Oktober – also jetzt – liegen werden:

(Screenshot:Twitter)

Das sind die Politiker, die die zur Aufrechterhaltung der „Inzidenzen“ unerlässlichen Tests den Bürgern nun aufs Auge bzw. den bereits geschröpften Geldbeutel drücken. (Hinweis am Rande: In Österreich werden nun schon Meinungsforscher wegen angeblich falscher Wahlprognosen im türkisenen ÖVP-Kurz-„Korruptions-„Skandal in Haft genommen. Im Gegensatz dazu können in Deutschland Regierungsmitglieder anscheinend falsche Inzidenzprognosen ungestraft verbreiten – mit denen Angst geschürt und vor allem Grundrechte eingeschränkt werden.)

Mit der Kostenpflichtigkeit von Schnelltests gerät der soziale Friede immer massiver ins Wanken – nicht nur, weil es jetzt zum ersten echten Bruch von Freundschaften, zu geplatzten Abendgesellschaften und Zerwürfnissen mit Konfliktpotential beim Einlass in 2G-Locations kommen dürfte, wenn jene dort auf Einlass hoffen auch ohne Test, den sie sich fortan nicht mehr leisten können oder wollen. Sondern auch, weil der identische Nachweis eines negativen Ergebnisses selbstverständlich auch durch einen privaten, in Gegenwart des Einlassenden durchführbaren Schnelltests für 99 Cent erbracht werden könnte. Genau das aber wird nicht akzeptiert:

(Screenshot:Twitter)

Parallel zur Verfemung der „Tester“, jener Vertreter der Kategorie des „dritten G“, das zunehmend für unerwünscht erklärt wird (ob die Tests nun selbst oder vom Staat bezahlt sind), werden auch schleichend all die Orte gesellschaftlichen Zusammentreffens unter argwöhnischen Generalverdacht gestellt, wo vor Corona intensiver Austausch stattfand. Vor allem die Kneipen; als Superspreader-Orte dialogisiert, sind sie im Pandemieregime einer (damals auf System- bzw. Täterseite diktatursozialisierten) Kanzlerin zu suspekten, da unkontrollierbaren Refugien des niederschwelligen Austauschs und Treffpunkt von Stammtischdissidenten geworden. Hier mit Kontakterfassung, Zugangsbeschränkungen, Maskenritualen und demnächst am besten flächendeckenden 2G-Regeln einen möglichst „unbedenklichen“ Publikumsverkehr herbeizuregulieren, ist inoffizielles Hauptziel des Corona-Staates. Schon deswegen darf es einen Freedom-Day so schnell nicht nicht geben.

Die Kneipe war seit jeher ein Ort der Kritik und der Zusammenkunft. Seit Corona aber gelten ihre Gäste als Hygiene-Rüpel, abgehängte Kleinbürger und prospektive AfD-Wähler. Etwas Wertvolles wird mit der Kneipe verschwinden, wenn der neue Tugendterror ihr den Garaus macht„, schreibt Magnus Klaue in der „Welt“ unter der Überschrift „Die Kneipe unter Verdacht“. Zum Sittengemälde einer verrückten Impfdemokratur passt nun auch, dass kerngesunde Menschen gerade der jüngeren Generation, die sich einer für sie entbehrlichen Experimentalimpfung verweigern, nicht einmal mehr ein Bier mit Freunden trinken dürfen, bevor sie ihre virologische Unbedenklichkeit durch eine teuren Antigentest-Momentaufnahme im nächsten Testzentrum schikanös nachgewiesen haben.

Einen positiven Effekt indes hat der willkürliche, an Staatsterror grenzende Gängelungswahn der kostenpflichtigen Tests: Wenn es nicht zu der oben genannten mutmaßlichen Explosion gefälschter Testergebnisse kommt, dann müsste der Inzidenzwert entweder in Kürze abstürzen – oder es wird schlagartig klar, dass die Geimpfen die eigentlichen Infektionsherde und und „Gefährder“ sind. Der Mythos der „Pandemie der Ungeimpften“ dürfte damit schneller entzaubert werden, als den Testfaschisten lieb sein kann.

COVID-19: Das unglaubliche Ausmaß der Nebenwirkungen – Herzerkrankungen schießen in die Höhe

Die Datenbank der WHO, VigiAccess, sie ist uns mittlerweile bestens vertraut. Seit Anfang März analysieren wir wöchentlich, was sich an neuen Einträgen, die Nebenwirkungen nach COVID-19-Impfung zum Gegenstand haben, ergeben hat. Seit drei Wochen sehen wir eine deutliche Zunahme bei Herzerkrankungen, bei Myokarditis und Perikarditis (Herzmuskel- bzw. Herzbeutelentzündung) und eine fast schon explosionsartige Zunahmen bei […]
Verachtung für Land und „Pöbel“: So abgehoben ist der türkise Klüngel

Verachtung für Land und „Pöbel“: So abgehoben ist der türkise Klüngel

300.000 Nachrichten fand die Staatsanwaltschaft noch beim geschassten ÖBAG-Chef Thomas Schmid. Sie bieten tiefen Einblick in das Sittenbild einer aufstrebenden Politclique, die unser Volk scheinbar verachtet und die Republik für ihren Verschiebebahnhof hält. Eine kleine Erinnerung, wie die türkise „Familie“ über Parteifreunde und den Souverän gleichermaßen denkt… 

Thomas Schmid – Kurz will ihn kaum kennen – geriet bereits in ein ungünstiges Licht, als vor einigen Monaten bekannt wurde, dass er niedrigere Beamte für „Tiere“ und das Volk für „Pöbel“ hält. Der Ex-Kanzler, dem der Inhaber von 2.500 Fotos männlicher Gemächte seine „Liebe“ darlegte, putzte sich damals an seinem Intimus ab. Nun stellte sich heraus – er gebrauchte Schmid vielmehr als Dienstbote. Er soll 1,2 Mrd. Euro für die Nachmittagsbetreuung „aufhalten“, damit der damalige ÖVP-Chef Reinhold Mitterlehner schlecht aussieht.

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Abgründe hinter den Kulissen

Kurz fragte sogar skrupellos, ob er für die Torpedierung der Entlastung unzähliger Familien „ein Bundesland aufhetzen“ könne. Unfassbar – doch zur Beseitigung eines Parteifreundes, den er bald nur mehr als „Arsch“ bezeichnet, ist es billig.

In Hinterzimmern dealte die türkise Jungspund-Partie die Posten nach der Machtübernahme im Staat aus. Honorige Damen sind für sie „leicht führbare Weiber“, die man als Beiwerk zu Netzwerkdinnern antanzen lässt.

Krumme Medien-Deals feiert man schon auf einer Almwanderung, wo es keine Sünde gibt. Kurz und Blümel danken Schmid für seine „devote“ Liebe und „Freundschafts“-Dienste. Erst per SMS, später per ÖBAG-Chefposten. Zuerst kommt das Fressen, dann die Moral: Und sie dachten, sie kämen mit allem durch.

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Türkise Familie nervös: Kurz-Freundin als Drehscheibe in Korruptions-Affäre?

Türkise Familie nervös: Kurz-Freundin als Drehscheibe in Korruptions-Affäre?

Der unlängst aus seinem Amt enthobene Sonnenkanzler zeigte seine hübsche Verlobte oft genau dann her, wenn es dafür politische Pluspunkte gab oder es darum ging, schnell eine Blendgranate zu zünden. So verkündete Kurz ausgerechnet zum Höhepunkt der mit homoerotischen Details garnierten „Beidlgate“-Affäre rund um seinen Intimus Thomas Schmid, dass seine Freundin in freudiger Baby-Erwartung sei. Gleichzeitig streuten regierungsnahe Medien Gerüchte über leise schallende baldige Hochzeitsglocken. Das ist diesmal nicht möglich: Denn er kann bestenfalls die schützende Hand über sie legen – sie war nämlich bei der Schaltung fragwürdiger Inserate offenbar mittendrin statt nur dabei.

  • Thier arbeitete für einen der Hauptbeschuldigten in der Inseraten-Affäre
  • Ausgerechnet Deals zu Fellner-Werbebuchungen gingen über ihren Schreibtisch – was wusste sie?
  • ÖVP-Berater/Mitarbeiter rasten nach Berichterstattung in sozialen Medien völlig aus

Kurz-Freundin arbeitete für Beschuldigten

Denn, was viele Österreicher nicht ständig auf dem Radar hatten: Die Kurz-Verlobte Susanne Thier ist nicht irgendeine beliebige Trophäenfreundin, die man als Politiker mit einem Ruf der Selbstverliebtheit ab und zu mal herzeigen kann. Sie ist studierte Wirtschaftspädagogin und arbeitete zum Zeitpunkt der Vorwürfe selbst im Finanz-Ressort. Und zwar nicht irgendwo, sondern als Mitarbeiterin der Abteilung von Johannes Pasquali, einem der Beschuldigten in der Inseraten-Affäre. Dieser ist bekanntlich derzeit für unbestimmte Zeit auf Urlaub.

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Sie war dort eine von über 20 Mitarbeitern für Öffentlichkeitsarbeit. Besonders pikant sind dabei Enthüllungen, dass einige der maßgeblichen Inseraten-Deals direkt über ihren Schreibtisch wanderten. Im Jahr 2017, ausgerechnet in der Wahlkampf-Zeit, beauftragte Thier mehrere nebulöse Inserate in der Zeitung „Österreich“ von Wolfgang Fellner. Es ist allerdings unklar, ob sie über die mutmaßlichen schattenwirtschaftlichen Tätigkeiten rund um ihren Arbeitsplatz überhaupt Bescheid wusste. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Türkise reagieren allergisch auf Thier-Berichterstattung

Brisant ist in diesem Zusammenhang auch die Frage, weshalb Thier – immerhin Lebensgefährtin eines zentralen Beschuldigten und Mitarbeiterin eines anderen – bislang nicht als zentrale Person des politisch brisanten Komplexes zählt, obwohl ihr Name in den Ermittlungen auftaucht. Wie Zackzack berichtet, soll sie als „wichtige Beraterin ihres Freundes“ fungieren. Viele Bürger dürften sich nun fragen, wieso zwar gegen zehn Personen ermittelt wird, nicht aber gegen Thier. Auch der Standard thematisierte ihre mutmaßliche mittelbare Involvierung in die Causa.

Bei den Türkisen kam dies gar nicht gut an. Ein längjähriger Medienexperte und Social-Media-Beauftragter aus dem ÖVP-Umfeld schrieb auf Twitter etwa: „Habt’s ihr denn überhaupt keinen Genierer mehr?“ Ein Mitarbeiter des ÖVP-Parlamentsklubs ging einen Schritt weiter. Er unterstellte den Journalisten „mediale Menschenhatz“ und thematisierte den Umstand, dass Thier gerade schwanger sei. In einem Folgetweet schrieb er davon, dass auf deren „Menschenrechten herumgetrampelt“ werde. Hat die ÖVP etwa Angst vor neuen Enthüllungen?

Nur weil sich eine Frau in der Schwangerschaft nicht zu Hause verkriecht, wird sie öffentlich hineingezogen? Echt jetzt? Das mag rechtlich zulässig sein, weiß ich nicht, moralisch seid Ihr imho letztklassig. Zum Fremdschämen, diese mediale Menschenhatz auf Unbeteiligte.

PfuiDeibl

— Philipp Hartig (@hartig_philipp) October 11, 2021

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ID2020: Über Impfstoffe zur digitalen Identität

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Die u.a. von Bill Gates, Microsoft, Accenture und der Rockefeller Foundation finanzierte “Digital Identity Alliance” will digitale Impfnachweise mit einer globalen biometrischen digitalen Identität verbinden, die auf Lebenszeit besteht. von Eric Wagner In einem früheren Artikel Der Impfaktivismus der Gates-Stiftung beschäftigte ich mich mit dem Impfaktivismus der Gates-Stiftung und ihres Aushängeschilds Bill Gates als Verfechter […]

Schattenkanzler zieht weiter Fäden: Das türkise System und seine Steigbügelhalter

Schattenkanzler zieht weiter Fäden: Das türkise System und seine Steigbügelhalter

Die Inseratenaffäre rund um die Zeitung „Österreich“ und die türkis-schwarze Machtclique hat die Republik erschüttert und dem Glauben der Bürger an die Politik einen weiteren Stoß versetzt. Auch die Rochade am Kanzlersessel wird nichts ändern, auch wenn einige Proponenten das Gegenteil behaupten.

Viele Österreicher dürften sich in den letzten Tagen gefragt haben, wozu sie monatlich mehr als 25.000 Euro für einen Bundespräsidenten bezahlen, der zwar die Schönheit der österreichischen Verfassung preist, zu deren Schutz aber keine klaren Worte findet. „Wir wissen, dass es Erhebungen gibt“, kommentierte Bundespräsident Alexander Van der Bellen bei der Feier zum 75-jährigen Bestehen der APA die Hausdurchsuchungen und die Ermittlungen gegen den Kanzler und seine türkise Entourage. Dabei sind Hausdurchsuchungen im Bundeskanzleramt ein Novum in der Zweiten Republik und man sollte meinen, es wäre Feuer am Dach.

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Van der Bellens Mauer für Türkis

Doch stattdessen agiert das Staatsoberhaupt wie ein greiser Monarch, der dem Tagesgeschehen schon lange entrückt ist. Denn bei der Ibiza-Affäre – damals gab es noch keine „Erhebungen“, wie Van der Bellen die Hausdurchsuchungen euphemistisch bezeichnete – sei das Ansehen Österreichs beschädigt worden, man brauche einen „Neuaufbau des Vertrauens“, so im Mai 2019 Van der Bellen. „So sind wir nicht“, tönte damals der Präsident. Der Rest ist Geschichte.

Ein Vizekanzler trat von sämtlichen politischen Ämtern zurück, ein Innenminister musste aus fadenscheinigen Gründen seinen Posten räumen, eine Regierungskoalition ging zu Ende. Doch nun ist, trotz offenbar handfester Indizien und nicht bloß dem Gerede zweier Besoffener, die Krise laut Bundespräsident beendet, obwohl der inkriminierte Kanzler – selbstverständlich gilt die Unschuldsvermutung – als Abgeordneter und Klubobmann in den Nationalrat wechselt und somit weiter die Fäden ziehen kann.

Alles nur Kosmetik

Auch andere türkise Politiker aus dem inneren Zirkel bleiben auf ihren Posten. Es darf also davon ausgegangen werden, dass das etablierte System nicht geändert wird, sondern alles wie bisher weiterläuft. Von Veränderung keine Spur, „Klarheit schaffen“ sieht definitiv anders aus. Als Platzhalter für den Kanzlersessel wurde vorerst einmal Alexander Schallenberg auserkoren.

Der Diplomat und langjährige Wegbegleiter von Kurz kommt wie dieser aus dem Spindelegger-Umfeld. Zuerst unter Ursula Plassnik Pressesprecher im Außenministerium blieb er in dieser Position auch 2009, als Michael Spindelegger Plassnik ablöste. Neben Schallenberg trat 2009 auch Thomas Schmid, der nunmehr ehemalige ÖBAG-Chef und Kurz-Intimus, ins Kabinett Spindelegger als Sprecher des Ministers ein.

Unter Außenminister Kurz wurde Schallenberg einst Leiter der Stabsstelle für strategische Planung. In der Übergangsregierung Bierlein wurde er schließlich Außenminister und zugleich Kanzleramtsminister und war somit mit Bernhard Bonelli als Kabinettschef im Kanzleramt eine türkise Bastion in Selbigem.

Belohnung für treue Dienste

Unter der türkis-grünen Koalition wird Schallenberg für seine Treue weiter belohnt. Er darf Außenminister bleiben. Nun darf der Kosmopolit – er wuchs in Bern, Indien und Paris, den Botschafterstationen seines Vaters auf – den Sessel im Kanzleramt warmhalten. Denn viele sehen ihn als nichts anderes als eine Marionette des jüngsten zweimaligen Altkanzlers der Republik. Für Schallenberg spricht zudem aus ÖVP-Sicht sein gutes Verhältnis zu Van der Bellen.

Ob dieses, wie hinter vorgehaltener Hand kolportiert wird, auf die gemeinsame Nähe zur Freimaurerei zurückgeht, kann nur gemutmaßt werden. Immerhin war es ein Schallenberg, der in Schloss Rosenau im Waldviertel eine Freimaurerloge einrichtet. Diese befindet sich noch heute, neben einem Freimaurermuseum dort. Und gerade im Adel wird ja sehr viel Wert darauf gelegt, in die Fußstapfen der Altvorderen zu treten.

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CSU in Panik? Eintragungszeitraum für Volksbegehren zur Abwahl Söders beginnt

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Am morgigen 14. Oktober beginnt der Eintragungszeitraum für das Volksbegehren „Landtag abberufen“ in Bayern. Bis zum 27. Oktober kann unterschrieben werden – und der CSU scheint schon jetzt mehr als mulmig zumute zu sein.

Ein Kommentar von Vanessa Renner

Das geht aus einem hetzerischen Flugblatt hervor, das offensichtlich von der CSU Landesleitung verbreitet wird und in dem nicht nur klar zum Boykott des Volksbegehrens, sondern auch zur Denunziation von dessen Unterstützern aufgefordert wird. Das Volksbegehren stamme vor allem von „Querdenker“-Gruppen, „die bereits durch rassistische, volksverhetzende und antisemitische Ausfälle auffielen“, heißt es da. Zweck des Volksbegehrens sei es, den Freistatt Bayern „in Unordnung zu stürzen“, wird behauptet. Wörtlich wird aufgefordert:

Sie sollten das Volksbegehren auf keinen Fall bewerben oder gar unterstützen. Wenn Sie Personen kennen, die eine Unterzeichnung beabsichtigen, informieren Sie sie über die wahren Hintergründe des Volksbegehrens und die dahintersteckenden Organisatoren.

Die Landesleitung der CSU bittet um Nachricht, „wenn bei Ihnen vor Ort für das Volksbegehren geworben wird oder es zu Aktionen kommt“:

Screenshot Flugblatt

Im Zusammenhg mit dem #VolksBegehren bahnt sich ein Skandal an, der mMn einen neuen Höhepunkt im demokratiezersetzenden Verhalten der Politik darstellt! #CSU-LandesLeitung verbreitet akt ein FlugBlatt in der Bevölkerung, in dem sie dazu aufruft, das #VolksBegehren zu sabotieren‼ https://t.co/03BsQlCqbZ pic.twitter.com/5G7s9BLL6I

— Libra0810 ?? ? (@Libra08101) October 9, 2021

CSU belegt eigenes Demokratie-Defizit

Tatsächlich bestätigt die CSU damit auf traurige Weise, was seitens der Initiatoren des Volksbegehrens kritisiert wird. Diese möchten nämlich dem ausufernden Impfdruck auf die bayerische Bevölkerung ein Ende setzen – und darüberhinaus das gerade in der Corona-Krise offenkundig gewordene Demokratie-Defizit bekämpfen:

Das Volksbegehren soll als stärkstes Instrument der direkten Demokratie im Freistaat Bayern etabliert werden. Die Bevölkerung soll damit in die Lage versetzt werden, jederzeit Einfluss auf die Regierung ausüben zu können.

Alles, was die CSU dem entgegenzusetzen hat, sind leere Worthülsen. So heißt es im Flugblatt:

In Bayern gibt es kein Demokratie-Defizit: Die bundesweit höchste Wahlbeteiligung in Bayern bei der Bundestagswahl (80 %) zeigt, dass die demokratische Mitsprache funktioniert. Die vorgeschobene Kritik, es brauche in Bayern mehr direkte Demokratie, wird durch das Begehren selbst entkräftet. Ein Land, in dem sogar der Landtag vom Volk abberufen werden kann, hat offenkundig kein Defizit an partizipativen Elementen.

Diese Worte werden in Wahrheit vom Flugblatt selbst entkräftet: Wüsste die CSU nicht ganz genau, dass zahlreiche Bürger ein Demokratie-Defizit in Bayern sehr wohl wahrnehmen – müsste die Partei dann überhaupt darum betteln, dass das Volksbegehren nicht unterzeichnet wird? Ist ein so offen getätigter Aufruf zur Denunziation, wie er im Flugblatt zu lesen ist, nicht unvereinbar mit einer gesunden Demokratie? Ist die Kriminalisierung der Initiatoren des Volksbegehrens, denen freimütig und ohne jeden Beweis Rassismus, Volksverhetzung und Antisemitismus vorgeworfen werden, einer Demokratie auch nur im entferntesten würdig?

Vom 14. bis 27. Oktober haben die Bürger in Bayern die Möglichkeit, ein klares Zeichen zu setzen: So lange kann man sich in den bereitliegenden Listen in den Gemeinden eintragen. Nach Eintragung von einer Million wahlberechtigten Unterzeichnern und positivem Volksentscheid würde der Landtag abberufen werden. Alle Abgeordneten samt Ministerpräsident Markus Söder verlören dann ihre Mandate und Posten. 

Liège/Lüttich: Sie berauben Menschen, die Katastrophenopfern helfen!

Die gestohlenen Werkzeuge wurden in der unmittelbaren Umgebung der Verdächtigen gefunden

Von Sarah Rasujew

Mohamed (35), Abdaziz (19), Trabelsi (27) und Ali (29) wurden vor dem Strafgericht von Lüttich zu Haftstrafen von bis zu 21 Monaten verurteilt, weil sie eine Reihe von Diebstählen begangen hatten, von denen einer besonders schockierend ist. Zwei von ihnen stahlen Werkzeuge von einem Mann, der sein Fahrzeug geparkt hatte, um den Opfern der schrecklichen Überschwemmungen zu helfen, die die Region im vergangenen Juli heimsuchten. Die Angeklagten wurden auch wegen einer Reihe von Diebstählen angeklagt, die sich sowohl gegen Einzelpersonen als auch gegen Geschäfte richteten.

Sie haben den Diebstahl zu ihrem täglichen Geschäft gemacht. Sie wurden wegen nicht weniger als acht Diebstählen und versuchten Diebstählen angeklagt, die zwischen März und August begangen wurden. Die meisten Angeklagten halten sich irregulär im belgischen Hoheitsgebiet auf, mit Ausnahme von Mohamed, der hofft, von einer Regularisierung seiner Staatsangehörigkeit profitieren zu können, da er die Schritte eingeleitet hat, um Belgier zu werden. „Ich muss Insulin nehmen und habe kein Geld, um es zu bezahlen“, sagte der Angeklagte bei seinem ersten Auftritt vor Gericht. „Ich habe auch gestohlen, um zu essen. Eine Aussage, die zu relativieren ist, da die betreffende Person meist Gegenstände gestohlen hat, die bis zum Beweis des Gegenteils nicht gegessen werden können…

Er stahl zwar ein Knäckebrot, aber zusammen mit zehn Zigarren und zwei Flaschen Whisky! Die unangenehmste Tatsache, für die er sich verantworten muss, wurde jedoch am 21. Juli letzten Jahres begangen. Er war mit einem gewissen Walid vor Ort, nicht weit von dem überfluteten Gebiet entfernt. Einmal wurden sie abgefangen, als sie neben einer Aktentasche standen, die Werkzeuge enthielt, die aus dem Lieferwagen eines der Retter gestohlen worden waren, der den Flutopfern half. Die Verdächtigen wurden festgenommen, als sie sich in der Nähe des Tatorts aufhielten. Die Polizei fand bei den beiden Männern die Fahrzeugschlüssel, einen Werkzeugkasten, eine Zigarrenkiste und eine Zigarre. Aber keiner der Angeklagten wollte den Diebstahl zugeben. Doch Mohamed war ein Wiederholungstäter. Er wurde zu einer einundzwanzigmonatigen Haftstrafe verurteilt. Die anderen Angeklagten erhielten insgesamt neunzehn Monate Haft, die zur Bewährung ausgesetzt wurde, soweit sie über die Dauer der Sicherungsverwahrung (Untersuchungshaft) hinausging.

Quelle: dhnet.be