Kategorie: Nachrichten
Lafontaine über ungeimpften Fußballer Kimmich: “Er kann klar denken und hat Recht!”
Dass der Bayern-Star Joshua Kimmich sich aufgrund von Bedenken wegen möglicher Langzeitfolgen der mRNA-Vakzine noch nicht gegen Covid-19 impfen lässt, sorgt aktuell für Aufruhr in den Mainstream-Medien. Sogenannte Sportwissenschaftler prophezeien Kimmich gar ein Karriereende wegen “Long Covid” – obwohl es in Wahrheit schon in vielen Fällen die Impfung war, die die Träume von Sportlern zerplatzen ließ wie Seifenblasen (siehe etwa hier, hier, hier und hier). Der Fraktionsvorsitzende der Linken im Saarland, Oskar Lafontaine, stellte sich nun in einem Facebook-Beitrag hinter den jungen Fußballer und seine Entscheidung gegen die Impfung.
Lafontaine ist – ebenso wie seine Ehefrau Sahra Wagenknecht – dafür bekannt, im Hinblick auf die Corona-Politik kein Blatt vor den Mund zu nehmen: Seine Bezeichnung von Karl Lauterbach (SPD) als “Covid-Heulboje” blieb wohl vielen im Gedächtnis.
In seinem aktuellen Beitrag nimm der Linken-Politiker nun vor allem die Behauptungen der Chefs vom Paul-Ehrlich-Institut und der StiKo aufs Korn, dass Nebenwirkungen der Impfungen wenn überhaupt nur innerhalb kürzester Zeit nach dem Schuss auftreten würden. Das ist unwahr – wie beispielsweise der ADE-Effekt der Dengue-Fieber-Impfung oder aber die Narkolepsie infolge des Schweinegrippenimpfstoffs beweist. Lafontaine erinnert zudem daran, dass Pfizer / BioNTech selbst die Käufer des Impfstoffs darauf hinwiesen, dass Langzeitwirkungen völlig unbekannt sind.
Den lesenswerten Beitrag von Oskar Lafontaine in voller Länge lesen Sie im Folgenden:
Kimmich und die Covidioten
Dass das polemische Wort „Covidioten“ auf eine Reihe von Leuten zurückfällt, die in Deutschland als Experten gehandelt werden und glauben, andere belehren zu können, kann man schon seit längerem beobachten. Die Reaktionen auf die Erklärung des Bayern-Stars Joshua Kimmich, dass er nicht geimpft ist, und, weil er die Langzeitfolgen der Impfstoffe nicht kennt, auf einen klassischen Impfstoff (Tot-Impfstoff) wartet, zeigen einmal mehr, in welchem Zustand sich das deutsche Expertentum befindet. Ich will jetzt ausnahmsweise nicht die Covid-Heulboje Lauterbach zitieren, sondern den Chef des Paul-Ehrlich-Instituts und den Vorsitzenden der Ständigen Impfkommission (Stiko).
Der Chef des Paul-Ehrlich-Instituts, Klaus Cichutek, sagte: „Generell ist es bei Impfstoffen so, dass die meisten Nebenwirkungen innerhalb weniger Stunden oder Tage auftreten, in seltenen Fällen auch mal nach Wochen. Langzeit-Nebenwirkungen, die erst nach Jahren auftreten, sind bei Impfstoffen generell nicht bekannt.“
Der Mann sollte weggelobt werden, er verdient eine Beschäftigung, bei der er weniger Schaden anrichten kann.
Der Vorsitzende der Stiko, Thomas Mertens, sagte der Nachrichtenagentur dpa: In der Wissenschaft sei man sich einig, dass spät auftretende Nebenwirkungen nach einer Impfung „nicht vorkommen, beziehungsweise eine extrem seltene Rarität bei einzelnen Impfstoffen darstellen”.
Jetzt wundert man sich nicht mehr, warum die Stiko bei der Kinderimpfung umgefallen ist.
Die NachDenkSeiten haben den Beitrag Norbert Härings veröffentlicht, der unter anderem am bekannten Beispiel des Dengue-Fiebers zeigt, was von solchen Experten zu halten ist: https://www.nachdenkseiten.de/?p=77291#h14
Man muss noch nicht mal die Fälle kennen, in denen Langzeitfolgen von Impfungen beobachtet wurden, es genügt, aus den Verträgen, die mit den Impfstoff-Herstellern Biontech/Pfizer geschlossen wurden, zu zitieren: „Der Käufer erkennt an, dass die langfristigen Wirkungen und die Wirksamkeit des Impfstoffs derzeit nicht bekannt sind und dass der Impfstoff unerwünschte Wirkungen haben kann, die derzeit nicht bekannt sind.“ Hätten der Chef des Paul-Ehrlich-Instituts und der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission Recht, dann wäre der Pharmakonzern nicht auf die Idee gekommen, sich derart abzusichern.
Kimmich ist nicht nur ein hervorragender Fußballer, er kann auch klarer denken als einige der sogenannten Experten. Und dass er, wie viele andere, auf einen klassischen Impfstoff wartet, wirft die Frage auf, warum die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) immer noch keinen klassischen Impfstoff zugelassen hat, obwohl die beiden chinesischen Tot-Impfstoffe von Sinovac und Sinopharm weltweit millionenfach verimpft werden.
Wir wissen doch alle
: Die Pharmaindustrie hat nicht den geringsten Einfluss auf die Zulassung von Medikamenten und die Volksweisheit „Geld regiert die Welt“ ist längst widerlegt – würde ich das Gegenteil behaupten, wäre ich ja ein „Verschwörungstheoretiker“
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Neurologische Schäden nach COVID-19-Impfung: Studie aus dem UK bestätigt ScienceFiles
Als wir damit begonnen haben, die Datenbank der WHO “VigiAccess”, in der Meldungen über Nebenwirkung nach COVID-19 Impfung gesammelt werden, zu analysieren, da standen wir vor dem Problem, dass die Datenbasis unklar ist: Wer wann wieviel meldet, das sind gut gehütete Geheimnisse der University of Uppsala, wenngleich wir der Ansicht sind, die dort Verantwortlichen wissen […]
Österreichs Nationalfeiertag im Zeichen des Great Reset
Der heutige Nationalfeiertag dürfte der traurigste in der bisherigen Geschichte Österreichs sein. Das Volk wird von der Leistungsschau des Bundesheers ebenso ausgeschlossen, wie aus den herrschaftlichen Hallen der Hofburg. Lediglich die Impfwilligen dürfen heute Österreichs Parlament besuchen, um sich dort die mRNA-Spritze verpassen zu lassen. Denn Präsident Van der Bellen erklärte die Hofburg zur „Impfburg“. Anstatt einer Leistungsschau des Bundesheers stimmte man die Österreicher – aus virtueller Distanz – auf den nächsten von den Eliten verursachten Horror ein: Das Blackout.
- Ungeimpfte Österreicher werden symbolisch von repräsentativer Demokratie ausgeschlossen
- Van der Bellens „Impfburg“: „Kleiner Piks. Große Geste.“ für den Great Reset
- Digitalisierung zeigt auch am Nationalfeiertag zensorische Algorithmen
- Zensur absurd: Sebastian Kurz-Bild darf nicht auf Bundesheerseite geladen werden, Hitler schon
- ORF und Bundesheer warnen vor Blackout
- Nationalfeiertag befördert uns radikal in Great Reset
- Eindeutige Botschaft: Können vom Staat nichts mehr erwarten
Österreichisches Volk wird am Nationalfeiertag symbolträchtig von Demokratie ausgeschlossen
„Kleiner Piks. Große Geste.“ – So bewirbt Präsident Alexander Van der Bellen seine Aktion der „Impfburg“. Anders als an anderen Nationalfeiertagen finden keine Besichtigungen, kein Tag der Offenen Tür in Österreichs Parlament statt. Anstatt eines würdigen Geburtstags unseres Landes wird heute in der Hofburg die Unterwerfung unter die Eliten mittels körperlichem Eingriff zelebriert. Der ORF schreibt dazu: „Danach kann auch die Präsidentschaftskanzlei besichtigt werden.“ – Das österreichische Volk wird an diesem Nationaltag also symbolträchtig aus seiner repräsentativen Demokratie ausgeschlossen. Es sei denn, man lässt sich den Erst-, Zweit- oder Drittstich verpassen. Doch der Andrang dürfte sich bereits im Vorfeld als eher bescheiden abgezeichnet haben. So heißt es im nächsten Satz: „Zwar wurde im Vorfeld dazu aufgefordert, online oder telefonisch einen Termin zu vereinbaren. Es gibt aber auch ein Kontingent für Kurzentschlossene.“
Auch am Nationalfeiertag sollen wir auf Digitalisierung getrimmt werden
Im Sinne des digitalen Umbaus unserer Gesellschaft im Zeichen von Big Tech kann man aber virtuell teilnehmen. So liest man im Regierungs-Medium: „Abseits davon gibt es heuer in Parlament, Bundeskanzleramt und Co. leider keine offenen Türen. Digitale Rundgänge und Begleitinfos werden aber online angeboten, das Parlament informiert unter anderem über den Umbau.“

Zensur-Algorithmen verbieten Kurz-Abbild in digitalem Bundesheer-Gewinnspiel, aber Hitler geht!
Eines dieser digitalen Programme ist ein Gewinnspiel des Österreichischen Bundesheers. Dabei kann man sich mittels Filter zum Soldaten einer Bundesheermission machen. Die scheinbar lustige Spielerei zeigt jedoch auf, wie weit Big Tech und die Zensur-Algorithmen reichen: Einen Sebastian Kurz darf man nicht einreichen. Lädt man ein Bild des Ex-Kanzlers hoch, komme die Erklärung, dass das Bild nicht missionstauglich sei, behauptet Maschek-Kabarettist Peter Hörmanseder. Nicht gesperrt seien allerdings die Abbilder von der türkisen Tourismusministerin Elisabeth Köstinger sowie Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und schräger Weise auch nicht jenes von Adolf Hitler.
Beim Gewinnspiel des BHs dürfte ein Filter angewandt werden, der gezielt die Verwendung von Fotos von @sebastiankurz verhindert. Ich schaffte keine „Mission“ mit ihm bzw einem Foto von ihm. Der Filter läßt aber am Ende ein problematisches Foto zu. Es stellen sich Fragen https://t.co/vqGOv4S2kw pic.twitter.com/HAwuwevr10
— Peter Hörmanseder (@pit_maschek) October 26, 2021
Nationalfeiertag mit ORF und Bundesheer: Blackout-Vorbereitung
Der ORF widmete in seiner Nationalfeiertags-Sendung einige Zeit dem drohenden Blackout. Klaus Schwab kündigte im Great Reset die Unterbrechung von Lieferketten an, übte mit seinen Elite-Freunden bereits im Zuge von Cyber-Polygon den großflächigen virtuellen Ausfall und kündigte weiters den Klima-Lockdown an. Vor allem durch die radikale Abschaltung deutscher Atom- und Kohlekraftwerke ohne Bereitstellung alternativer Energieversorgung droht Europa zunehmend das MEGA-Blackout. Das Bundesheer bereite sich darauf vor, erklärt man im ORF. Doch dann zeigt man im ORF den Bundesheerfilm, über den Wochenblick bereits berichtete. Darin rät das Bundesheer dazu, sich selbst auf ein solches Blackout vorzubereiten. Eine Kapitulationserklärung: Unser Bundesheer ist nicht darauf gerüstet und wird es wohl auch nicht rechtzeitig sein.
Nationalfeiertag soll uns zeigen: Es gibt keinen Verlass auf den Staat
Zunehmend wird der Bürger so in rapidem Tempo darauf eingestellt, dass er sich auf den Staat nicht verlassen kann. Weder auf das Bundesheer, noch auf die medizinische Versorgung, die seit Corona nicht mehr gegeben ist, da Operationstermine und Arztgespräche ja ständig verschoben oder gar abgelehnt werden. Längst werden Corona-Ungetestete den Krankenhäusern verwiesen. Das soziale Netz existiert auch nur noch für Wenige: Wer sich nicht Impfen lässt, kann bei Joblosigkeit seinen Anspruch auf das AMS-Geld verlieren. Selbst auf die Algorithmen-Zensur im Sinne des zunehmenden Verbots der Eliten-Kritik werden wir offenbar durch das Verbot ein Kurz-Bild auf die Bundesheerseite zu laden, vorbereitet. Und wie es um unsere demokratische Teilhabe als Ungeimpfte zukünftig bestellt sein wird, lässt ja der Zugang zur Präsidentschaftskanzlei ausschließlich für Geimpfte bereits erahnen. Dass uns dieser Umstand des Verlassenwerdens, des auf uns selbst gestellt seins, gerade am Nationalfeiertag derart schonungslos vermittelt wird, ist an Zynismus kaum zu überbieten.
- Great Reset als „guter Zweck“: Globalisten mauschelten drei Tage lang in Wien
- Great Reset Pläne: Beim Forum Alpbach mauscheln Kurz & Co. mit Globalisten
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- Die Transformation des Menschen durch Corona, Great Reset und Eliten
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Alterspräsident: Bernd Baumann attackiert die anderen Fraktionen!

Seit bald zwei Jahrhunderten geht das Amt des Alterspräsidenten aus Respekt vor dem Alter an den ältesten Abgeordneten. Von der Frankfurter Paulskirche bis zum Parlament des Kaiserreichs, von der Weimarer Republik bis zum wiedervereinigten Deutschland, sogar die überwiegende Amtszeit Merkels wurde so verfahren. Nur im Dritten Reich unter Hermann Göring verfuhr man anders. Heute ist […]
Wenn das in Russland passiert wäre: Russische Journalisten werden in den USA von der Polizei misshandelt

Der Anti-Spiegel hat immer wieder berichtet, wie russische Medien und ihre Journalisten im Westen bei der Arbeit behindert werden. In den USA geht das so weit, dass sie teilweise während ihrer Berichterstattung von der Polizei angegriffen werden und dass ihre Strafanzeigen ignoriert werden. Man stelle sich einmal vor, die russische Polizei würde (westliche) Journalisten vor […]
Der Beitrag Wenn das in Russland passiert wäre: Russische Journalisten werden in den USA von der Polizei misshandelt erschien zuerst auf Anti-Spiegel.
Deutschland: Wo der Ulrich Deppendorf heißt
Ulrich Deppendorf (Foto:Imago)
Wer in der Bonner Republik aufgewachsen ist, schlägt allerweil nur noch die Hände über dem Kopf zusammen, so unfaßbar ist, was jeden Tag immer deutlicher zum Vorschein kommt: Dieses Volk scheint mehrheitlich nicht den geringsten Anstoß daran zu nehmen, daß sich die Bundesrepublik in eine veritable Diktatur verwandelt. Hier ein paar Beispiele.
Herr Ulrich Deppendorf: Der Mann (71) war von 2007 bis 2015 Studioleiter und Chefredakteur Fernsehen im ARD-Hauptstadtstudio in Berlin. Bereits zu seinen aktiven Zeiten beschlich meineneinen jedesmal, wenn er den Deppendorf auf der Mattscheibe erblickte und ihm zuhörte, der Verdacht, der Deppendorf habe sich seinen markanten Oberlippenbart wachsen lassen, um nicht mit der Frau Deppendorf verwechselt zu werden. Am 25. Oktober hat nun der Deppendorf, Ulrich, aus dem Ruhestand heraus einen Tweet rausgehauen, der ein- für allemal das Mysterium um seinen Nachnamen in Wohlgefallen auflöst.
„Warum spielt der ungeimpfte Joshua Kimmich eigentlich noch in der Mannschaft von Bayern München? Bis zur Impfung sollte er nicht mehr aufgestellt werden. Was ist den Bayern-Verantwortlichen wichtiger, Vorbild oder Profit? Eher wohl letzteres.“
Abgesehen davon, daß es eine Unverschämtheit ist, wenn sich einer wie der Deppendorf, dessen Gehalt völlig leistungsunabhängig-, dafür aber üppig aus Zwangsgebühren finanziert wurde, mit Fragen von „Vorbild & Profit“ beschäftigt: Nachfolgend eine (nicht unvollständige) Liste von Fußballern, die ihre Impfung nicht – oder nur mit schweren Schäden überlebt haben.
Deppendorf – das aufgelöste Mysterium im Nachnamen
Und das sind nur die in den vergangenen sieben Wochen vor dem Monat Oktober. Muß man offenbar nicht wissen, wenn man auch so „der Deppendorf“ sein kann. Trotzdem:
– Spielabbruch wegen Herzstillstand des Schiedsrichters in einer Partie des Lauber SV (Kreis Donauwörth).
– 17-jähriger Fußballspieler der JSG Hoher Hagen muss in Hannoversch Münden während Partie reanimiert werden.
– Spieler des ASV Baden (Niederösterreich) bricht auf dem Spielfeld zusammen und muss reanimiert werden.
– Gifhorner Amateuerspieler Marvin Schumann muss nach Herzstillstand reanimiert werden.
– Schiedsrichter-Assistentin einer Kreisliga-Augsburg-Partie in Emersacker bricht mit Herzproblemen zusammen.
– Kreisliga-Spieler der SpVgg. Oelde II muss von seinem Gegenspieler wiederbelebt werden.
– Spieler vom Birati Club Münster erleidet in einem Kreisliga Spiel gegen den FC Nordkirchen II Eriksen-Schicksal: Zusammenbruch mit Herzstillstand. Spiel wird abgebrochen.
– 17jähriger Fußballspieler Dylan Rich stirbt in England während eines Spiels an Herzinfarkt.
– Torwarttrainer des SV Niederpöring erleidet nach Training Herzinfarkt.
– Lucas Surek (24) von BFC Chemie Leipzig an Myokarditis erkrankt.
– Kingsley Coman (25) vom FC Bayern München nach Herzrhythmusstörungen am Herzen operiert.
Liste des Schreckens
– 19-jähriger Fußballspieler des FC Nantes erleidet am 16.9.21 Herzstillstand im Training.
– Trainer Dirk Splitsteser von der SG Traktor Divitz bricht am Spielfeldrand tot zusammen.
– Rune Coghe (18) von Eendracht Hoglede (Belgien) erleidet Herzinfarkt während Spiel.
– Beim WM-Qualifikationsspiel der Frauen Deutschland-Serbien in Chemnitz muss eine englische Linienrichterin mit Herzproblemen vom Platz getragen werden.
– 16-jähriger ungenannter Fußballspieler in Bergamo erleidet Herzstillstand (6.9.2021).
– Teamleiter Dietmar Gladow aus Thalheim (Bitterfeld) erleidet vor dem Spiel tödlichen Herzinfarkt.
– 53jähriger Fußballtrainer Antonello Campus bricht in Sizilien beim Training mit seiner Jugendmannschaft tot zusammen.
– Anil Usta vom VfB Schwelm (Ennepetal) bricht mit Herzproblemen auf dem Spielfeld zusammen.
– Dimitri Liénard vom FC Strasbourg bricht in einer Partie der Ligue 1 mit Herzproblemen zusammen.
– Diego Ferchaud (16 Jahre) vom ASPTT Caen erleidet in einem U-18-Ligaspiel in Saint-Lô einen Herzstillstand.
– Ain/Frankreich: Frédéric Lartillot erliegt nach einem Freundschaftsspiel in der Umkleidekabine einem Herzinfarkt.
– Belgischer Fußballspieler Jente Van Genechten (25) erleidet in der Anfangsphase eines Pokalspiels einen Herzstillstand.
– Belgischer Hobby-Fußballer Jens De Smet (27) aus Maldegem erleidet während des Spiels Herzanfall und stirbt im Krankenhaus.
– 13-jähriger Fußballspieler des Vereins Janus Nova aus Saccolongo (Italien) bricht auf dem Spielfeld mit Herzstillstand zusammen.
– Andrea Astolfi, sportl. Leiter von Calcio Orsago (Italien) erleidet nach der Rückkehr vom Training einen fulminanten Herzinfarkt und verstirbt ohne Vorerkrankung mit 45 Jahren.
– Abou Ali (22) bricht während eines Zweiligaspiels in Dänemark mit Herzstillstand zusammen.
– Bordeaux-Profi Samuel Kalu bricht während eines Ligue 1- Spiels mit Herzstillstand zusammen.
– Fabrice N’Sakala (31) von Besiktas Istanbul kollabiert ohne Einwirkung des Gegners auf dem Feld und muss ins Krankenhaus gebracht werden.
Edeka – Wir lieben Lebensmittel. Ansage.org – Wir lieben Buchstaben. Deppendorf – Ein Name der verpflichtet.
Krasse Fehleinschätzungen
Herr Karl-Heinz Rummenigge: Der FC-Bayern-Funktionär äußerte sich ebenfalls bevormundend über Joshua Kimmich. „Als Vorbild, aber auch als Fakt wäre es besser, er wäre geimpft.“ – Info: Der Deppendorf hat übrigens früher ebenfalls hin und wieder aus München berichtet.
Frau Hanni Hüsch: Die langjährige Leiterin verschiedener ARD-Auslandsstudios und Mitarbeiterin des ARD-Hauptstadtstudios hat bei der „Tagesschau“ einen Kommentar zu Joshua Kimmich abgelassen, bei dem sich sogar Erich Honecker noch die Zehennägel aufgerollt hätten. „Intelligenzbestie“ Hüsch befand, Kimmich sollte das Angebot von Karl Lauterbach annehmen und sich vom Virencharlie der SPD, der nachweislich noch mit jeder seiner Prognosen meilenweit daneben gelegen hat, die Angst vor den „Langzeitfolgen der Impfung“ nehmen lassen. Die waren aber gar nicht Kimmichs Sorge. Kimmich hatte von der fehlenden Langzeiterprobung der Impfstoffe gesprochen – völlig andere Baustelle. Ob sie Kimmich verstehen müsse, fragt Frau Hanni Hüsch, um sich selbst zu antworten: Nein, müsse sie nicht. Krasse Fehleinschätzung. Sie konnte nicht. Und sie hat es selbst bewiesen. Und dann das: Für die Fans gelte im Stadion die 3G-Regel – und Kimmich sei unsolidarisch mit den Fans. Hüsch-Logik: Wer sich nicht erschießen läßt, ist unsolidarisch mit denen, die bereits erschossen wurden. Frau Hüsch ist der Beweis dafür, wohin wir es gebracht haben mit dem alten Sponti-Spruch, Wissen sei Macht, Nichtwissen mache aber auch nichts.
Herr Robert Habeck: Es ist ja schon eine Zumutung, sich die verblasene Gestik und die selbstgefällige Mimik der Frau Anne Will anzutun. Allein, daß es Leute gibt, die noch immer willig zu ihr ins Studio eilen, um dort an billigen „Gesprächen“ teilzunehmen, die so interessant sind wie die Weltmeisterschaft im 13-Meter-Abschätzen, sagt viel über solche Leute aus. Robert Habeck war vor ein paar Tagen einer davon. Habeck-Zitat aus der Sendung.
„Durch die Erhöhung des Mindestlohnes werden sehr viele Menschen mehr Geld bekommen, was sie wegen der hohen Strom- und Heizkosten dringend gebrauchen können.“
Die Grünen als frauenfeindlichste Partei überhaupt
Der Mann würde gern Finanzminister werden. Entlarvend war Habecks Zitat aber auch in anderer Hinsicht für den, der weiter denkt, als das bei Anne Will in der Sendung üblich ist. Wenn man sich überlegt, daß es hieß, der Habeck als Kanzlerkandidat wäre es gewesen statt der Baerbock, und wenn man unterstellt, daß das aus Sicht der Grünen stimmt …, und wenn man sich dann noch überlegt, daß es das grüne Frauenstatut gibt, damit dort die Frauen nicht untergebuttert werden – was ja heißt, daß man es für möglich hält, grüne Frauen könnten von Habeck untergebuttert werden -, dann kommt man nämlich unweigerlich zu dem Schluß, daß die Grünen die frauenfeindlichste Partei überhaupt sein müssen. Aber echt.
Die Firma „Groß Druckguß“: Das Unternehmen aus dem thüringischen Heilbad Heiligenstadt hängte Mitarbeiter auf. Nicht so schlimm? Es seien schließlich nur Fotos mit den Namen der ungeimpften Mitarbeiter gewesen, welche die Geschäftsleitung aufhängen ließ – in den Sozialräumen des 100-Mann-Betriebes? – Schlimm genug. Inzwischen wurde die Firma mit einem derartigen Shitstorm überzogen, daß sie die Bilder wieder abnehmen ließ. Trotzdem: Wieviel Shit muß man eigentlich im Hirn haben, um überhaupt auf eine solche Idee zu kommen? Und dann dieser nachträgliche Rechtfertigungsversuch, der an Unplausibilität kaum noch zu übertreffen sein dürfte: Die Gehängten seien ausnahmslos damit einverstanden gewesen, an den Pranger gestellt zu werden. Hätte sich auch nur einer dagegen ausgesprochen, wäre die Aktion selbstverständlich unterblieben. Das darf man getrost für eine nachträgliche Lüge in der gegenwärtigen Not halten. Und weil man das dafür halten darf, darf man auch davon ausgehen, daß die Firma „Groß Druckguß“ in Heiligenstadt Konkurrenz hat, die etwa dieselbe Produktplaette anbietet, daß es dort aber vielleicht insgesamt ehrlicher zugeht. Meinereiner würde bei einer Firma wie der „Groß Druckguß“ in Heiligenstadt nicht ein einziges Zinkblech mehr bestellen. Nicht das kleinste.
Rhetorischer Dritter Weltkrieg
Die Frauen Katharina Barley, Ursula von der Leyen und Annegret Kramp-Karrenbauer: Barley, ihres Zeichens Vize-EU-Parlamentspräsidentin, motzt gegen die polnische Regierung und macht für deren Renitenz gegen die Kompetenzanmaßungen der EU-Kommission den ungarischen Präsidenten Orban als „Rädelsführer“ aus. Die EU müsse diesen Rentinzlern gegenüber andere Saiten aufziehen, meint sie. Das würde sie nicht sagen können, wenn sie sich in dieser Frage nicht mit der EU-Kommissionspräsidentin, „lovely Uschi“ v.d. Leyen, prinzipiell einig wäre. Der polnische Präsident Morawiecki bringt inzwischen einen „Dritten Weltkrieg“ ins rhetorische Spiel. Beim jüngsten Treffen des Valdai-Forums äußerte sich der russische Präsident Putin dahingehend, westliche Politiker seien dabei, die Fehler der russischen Bolschewisten zu wiederholen. Gesagt haben wollte er es, fügte er an, auch wenn ihm nichts ferner liege, als sich in die Angelegenheiten anderer Staaten einzumischen. Frau Kramp-Karrenbauer hingegen meinte, die NATO solle Rußland ernsthaft mit ihrem Atomwaffen-Arsenal drohen. Was brauchen „wir„? Klar: Mehr Frauen in Politik & Publizistik brauchen wir. Ist ja hervorragend gelaufen mit der Frau Merkel in Deutschland, der Frau Jacinda Ardern in Neuseeland und der Frau Kamala Harris in den USA. Fast hätte ich Frau Nancy Pelosi vergessen.
Und überhaupt: Frau Hanni Hüsch, Frau Anne Will, Frau Luisa Neubauer, Frau Greta Thunberg, Frau Margarethe Stokowski, Frau Sibylle Berg, Frau Claudia Roth, Frau Renate Künast, Frau Wiebke Winter, Frau Jasmina Kuhnke, Frau Ricarda Lang, Frau Dorothee Bär, Frau Sarah-Lee Heinrich, Frau Saskia Esken, Frau Sawsan Chebli, Frau Franziska Giffey, Frau Claudia Roth, Frau Sabine Oelmann, Frau Katrin Göring-Eckardt usw.usf. – überspitzt: Wenn drei von denen beisammen stehen und tuscheln, sollte man sie schon wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung und Verschwörung gegen die Ideale des Abendlandes verhaften. Die ubiquitäre Weibsenveneration in außersexuellen Dingen wird dem ganzen Westen noch das Genick brechen. Begreift es endlich: eine Mumu ist kein qualifizierendes Merkmal in der Politik, „Narrativ“ hin oder her. Es reicht völlig, daß sie in anderen Zusammenhängen tatsächlich eines (gewesen) ist. – „Mogsd mi heiern, Schatzi?“ – „Bin i bled, oder wos???“
Herr Heinrich Heine: Denk ich an Deutschland in der Nacht …
Rockefeller Foundation: Lockstep Scenario
The Rockefeller Foundation, 27. Oktober 2020:
„Leider müssen wir auch für die Zukunft planen, die nicht so rosig aussieht – sei es aufgrund eines Krankheitsausbruchs oder einer Naturkatastrophe -, um den Schaden zu minimieren und uns auf die Wiederherstellung vorzubereiten.
Im Jahr 2009 führte die Rockefeller Foundation eine Übung durch, um die Zukunft der Technologie in der Entwicklung zu erforschen und Wege zu finden, besser auf neue Herausforderungen zu reagieren. Die Ergebnisse wurden in einem Bericht festgehalten, der mehrere plausible Szenarien enthält, die sich auf Millionen von Menschen in aller Welt auswirken könnten. Eines dieser Szenarien, ‚Lockstep‘, beschreibt eine fiktive Pandemie, die im Jahr 2012 20 % der Welt infizieren und in nur sieben Monaten acht Millionen Menschen töten würde.
Jetzt, da eine echte Pandemie in greifbare Nähe gerückt ist, sehen wir einige erschreckende Ähnlichkeiten zwischen unserer heutigen Zoom-zentrierten Welt und Lockstep. Der Bericht sagte voraus, dass Telepräsenztechnologien ‚die Nachfrage nach kostengünstigeren, anspruchsvollen Kommunikationssystemen mit geringerer Bandbreite für Bevölkerungsgruppen, die nur eingeschränkt reisen können, befriedigen werden‘. Andere Vorhersagen trafen nicht zu, darunter das Aufkommen von MRT-Technologien zur Erkennung von abnormalem Verhalten mit antisozialen Absichten.
Während in letzter Zeit unbegründete Beiträge kursierten, in denen die Übung als Teil eines ‚teuflischen Plans zur Weltherrschaft‘ bezeichnet wurde, sehen wir sie als weiteren Beweis für die Bedeutung der Szenarienplanung, die Regierungen, Institutionen und anderen dabei hilft, kurzfristige Entscheidungen zu treffen, die langfristige Auswirkungen haben können. Damals wie heute hoffen wir, dass wir uns auf das konzentrieren können, was wir nicht wissen, damit wir bessere Pläne für den Fall einer echten Pandemie, wie der, mit der wir heute konfrontiert sind, machen können.“
Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)
„Unfortunately, we must also plan for futures that aren’t as bright – be it due to a disease outbreak or natural disaster – to minimize harm and prepare for recovery.
In 2009, The Rockefeller Foundation conducted an exercise to explore the future of technology in development and identify ways to better respond to emerging challenges. The results were captured in a report that includes several plausible scenarios that could impact millions of people around the world. One such scenario, “Lockstep,” described a fictional pandemic that would infect 20% of the world in 2012, killing eight million people in just seven months.
Now that we’re well into a real pandemic, we see some chilling similarities between our current Zoom-centered world and Lockstep. The report predicted that telepresence technologies would “respond to the demand for less-expensive, lower bandwidth, sophisticated communications systems for populations whose travel is restricted.” Other predictions were off, including the emergence of MRI technologies to detect abnormal behavior with anti-social intent.
While baseless posts have circulated recently calling the exercise part of a “diabolical plan for world domination,” we see it as further evidence of the importance of scenario planning in helping governments, institutions and others navigate near-term decisions that can have long-term impact. Our hope then – as it is now – was to focus on what we don’t know so we could make better plans to address a real pandemic, such as the one we’re facing today.“
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Öffentliche Gesundheit oder privater Reichtum? Wie digitale Impfpässe den Weg für einen nie dagewesenen Überwachungskapitalismus ebnen
Die Titanen des globalen Kapitalismus nutzen die Covid-19-Krise aus, um im gesamten Westen digitale ID-Systeme im Stil von Sozialkrediten einzuführen…
Der Hungertod von Etwariya Devi, einer 67-jährigen Witwe aus dem ländlichen indischen Bundesstaat Jharkhand, wäre vielleicht unbemerkt geblieben, wenn er nicht Teil eines weit verbreiteten Trends gewesen wäre.
Wie 1,3 Milliarden ihrer indischen Landsleute war Devi dazu gedrängt worden, sich in ein biometrisches digitales Ausweissystem namens Aadhaar einzutragen, um Zugang zu öffentlichen Diensten zu erhalten, einschließlich ihrer monatlichen Zuteilung von 25 kg Reis. Als ihr Fingerabdruck nicht in dem schlampigen System registriert werden konnte, wurde Devi ihre Lebensmittelration verweigert. Im Laufe der folgenden drei Monate im Jahr 2017 wurde ihr immer wieder Nahrung verweigert, bis sie allein in ihrer Wohnung dem Hunger erlag.
Premani Kumar, eine 64-jährige Frau, ebenfalls aus Jharkhand, ereilte das gleiche Schicksal wie Devi: Sie starb im selben Jahr an Hunger und Erschöpfung, nachdem das Aadhaar-System ihre Rentenzahlungen ohne ihre Zustimmung an eine andere Person überwiesen und gleichzeitig ihre monatlichen Lebensmittelrationen gestrichen hatte.
Ein ähnlich grausames Schicksal ereilte Santoshi Kumari, ein 11-jähriges Mädchen, ebenfalls aus Jharkhand, das Berichten zufolge beim Betteln um Reis starb, nachdem die Lebensmittelkarte ihrer Familie annulliert wurde, weil sie nicht mit ihrer digitalen Aadhaar-ID verknüpft worden war.
Diese drei herzzerreißenden Todesfälle gehörten zu einer Reihe von Todesfällen im ländlichen Indien im Jahr 2017, die direkt auf das digitale ID-System Aadhaar zurückzuführen sind.
Mit mehr als einer Milliarde Indern in seiner Datenbank ist Aadhaar das größte biometrische digitale ID-Programm, das jemals entwickelt wurde. Es dient nicht nur als Portal zu staatlichen Dienstleistungen, sondern erfasst auch die Bewegungen der Nutzer zwischen den Städten, ihren Beschäftigungsstatus und ihre Einkaufsdaten. Es handelt sich de facto um ein soziales Kreditsystem, das als zentraler Zugangspunkt für den Zugang zu Dienstleistungen in Indien dient.
Nachdem der Erfinder von Aadhaar, der Milliardär Nandan Nilekani, als „Held“ gebrandmarkt wurde, bemühen sich die vom Tech-Oligarchen Bill Gates unterstützten Initiativen seit langem, den „Aadhaar-Ansatz in andere Länder zu bringen“. Mit dem Ausbruch der Covid-19-Krise bietet sich Gates und anderen führenden Köpfen der digitalen ID-Industrie eine noch nie dagewesene Gelegenheit, ihre Programme in den wohlhabenden Ländern des globalen Nordens einzuführen.
Für diejenigen, die sich nach einem Ende der pandemiebedingten Einschränkungen sehnen, wurden Ausweisprogramme, die ihre Impfung gegen Covid-19 bescheinigen, als Schlüssel zur Wiedereröffnung der Wirtschaft und zur Wiederherstellung ihrer persönlichen Freiheit vermarktet. Die Einführung von Immunitätspässen beschleunigt jedoch auch den Aufbau einer globalen digitalen Identitätsinfrastruktur.
Wie das militärische Überwachungsunternehmen und NATO-Auftragnehmer Thales kürzlich sagte, sind Impfpässe „ein Vorläufer digitaler ID-Brieftaschen“.
Und der CEO von iProove, einem Unternehmen für biometrische Identifizierung und Auftragnehmer des Heimatschutzes, betonte gegenüber Forbes: „Die Entwicklung von Impfpässen wird in Zukunft den gesamten Bereich der digitalen Identifizierung vorantreiben. Es geht also nicht nur um Covid, sondern um etwas viel Größeres“.
Für den nationalen Sicherheitsstaat versprechen digitale Immunitätspässe eine noch nie dagewesene Kontrolle über die Bevölkerung, wo immer solche Systeme eingeführt werden. Ann Cavoukian, die ehemalige Datenschutzbeauftragte des kanadischen Bundesstaates Ontario, beschrieb das in ihrer Provinz bereits aktive Impfpass-System als „ein neues, unausweichliches Netz der Überwachung, bei dem Geolokalisierungsdaten überall verfolgt werden.“
Für Tech-Oligarchen wie Bill Gates und neoliberale Institutionen wie das Weltwirtschaftsforum haben digitale ID- und digitale Währungssysteme bereits die Abschöpfung unglaublicher Profite im globalen Süden ermöglicht, wo Hunderte von Millionen Menschen „unbanked“ und damit außerhalb der Sphäre elektronischer Zahlungssysteme bleiben.
Jetzt, wo sich die Proteste der Bevölkerung gegen das ausgrenzende Regime der Impfpässe häufen, setzen sich die Kapitäne des globalen Kapitalismus mit größerer Dringlichkeit denn je dafür ein, den digitalen Personalausweis in den Westen zu bringen.
Für diese elitären Interessen ist die Digitalisierung der Immunitätspässe ein entscheidendes Instrument in einer lang geplanten wirtschaftlichen und politischen Umgestaltung.
„Ohne Covid-Pass sind meine Frau und ich aus der Gesellschaft verbannt“
Überall auf der Welt ist der Nachweis einer Impfung gegen COVID-19 bereits eine Voraussetzung für die Teilnahme am täglichen Leben.
In Indonesien ist die COVID-19-Impfung obligatorisch, und wer sich weigert, muss mit Geldstrafen rechnen oder kann keinen Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen erhalten. In Griechenland müssen Einwohner einen Impfschutz vorweisen, wenn sie in Bars, Theatern und anderen öffentlichen Räumen arbeiten oder diese betreten wollen.
Auch in Frankreich müssen die Einwohner einen Gesundheitspass mit sich führen, um alle Restaurants, Bars, Züge und Veranstaltungsorte mit mehr als 50 Plätzen betreten zu dürfen – eine Entscheidung, die landesweit zu Protesten geführt hat. Der sozialistische französische Ex-Präsidentschaftskandidat Jean-Luc Mélenchon hat die neuen Beschränkungen als „absurd, ungerecht und autoritär“ kritisiert.
Les premiers contrôles de #Police ont démarré à titre préventif à #Paris dans les cafés et restaurants où le #PassSanitaire est obligatoire dès aujourd’hui. Verbalisation de 135 euros à partir de la semaine prochaine, jusqu’à 9000 euro en cas de récidive.#Passanitaire #reuters pic.twitter.com/Vvyh75sun3
— Antony Paone (@PaoneAntony) August 9, 2021
Italien hat seinen Green Pass für alle Arbeitnehmer vorgeschrieben und droht ihnen mit Kündigung und Lohnausfall. Italien verlangt den Pass auch für die Benutzung des italienischen öffentlichen Nahverkehrs. In den sozialen Medien sind bereits Szenen zu sehen, in denen private Sicherheitskräfte den Grünen Pass übermäßig durchsetzen und ältere Italiener von lebenswichtigen Dienstleistungen ausschließen.
Italy’s Green Pass in action: an old woman is turned away from medical exams at a hospital because she can’t produce her mandatory “health” passport. These systems inherently discriminate against members of vulnerable groups and encourage private security overreach, as seen here. https://t.co/Y9Tr12A9jq
— Max Blumenthal (@MaxBlumenthal) October 19, 2021
Die Beschränkungen für Litauer, die nicht doppelt geimpft sind oder nicht nachweisen können, dass sie sich vor kurzem mit Covid-19 infiziert haben, gehören zu den strengsten der Welt. Ihnen ist der Zutritt zu Restaurants, allen nicht lebensnotwendigen Geschäften, Einkaufszentren, Schönheitssalons, Bibliotheken, Banken oder Versicherungsagenturen, Universitäten, stationärer medizinischer Versorgung und Zugreisen untersagt.
Gluboco Lietuva, ein selbsternannter „litauischer Vater“, der die Impfung verweigert hat, erklärte auf Twitter: „Ohne Covid-Pass sind meine Frau und ich aus der Gesellschaft verbannt. Wir haben kein Einkommen. Verbannt von den meisten Einkäufen. Können kaum existieren.“
Life under the EU’s first strictly-enforced Covid Pass regime covering all society: Lithuania.
Without a Pass, you’re banned: shopping, work, eating out…
This is the future facing countries that impose a Covid Pass: EU, US, UK,Australia,Canada…
Is this the world you want? pic.twitter.com/xdffSPriNO
— Gluboco Lietuva (@gluboco) September 25, 2021
In vier von zehn kanadischen Provinzen müssen die Bürger derzeit einen Nachweis über die Impfung gegen COVID-19 vorlegen, um öffentliche Einrichtungen wie Restaurants und Theater zu betreten. Alle Bundesbediensteten und einige andere Arbeitnehmer müssen geimpft sein, um ihren Arbeitsplatz zu behalten.
Die Regierung des kanadischen Premierministers Justin Trudeau verlangt außerdem, dass alle Flugreisenden und Zugreisenden zwischen den Provinzen geimpft werden. Die kanadische Provinz Alberta ging im September dieses Jahres noch einen Schritt weiter und kündigte an, dass Personen, die keine vollständige COVID-Impfung nachweisen können, nicht mehr in geschlossenen Räumen in Gruppen von mehr als 12 Personen verkehren dürfen.
In Israel dürfen nur noch Personen, die drei Impfungen erhalten haben, in geschlossenen Räumen arbeiten oder einkaufen und Restaurants besuchen; Bürger, die vor mehr als sechs Monaten zwei Impfungen erhalten haben, gelten jetzt als ungeimpft. Diese Regel hat das verfestigt, was selbst die New York Times als „Zweiklassensystem für Geimpfte und Ungeimpfte … das rechtliche, moralische und ethische Fragen aufwirft“ bezeichnet hat.
In den USA treibt Präsident Joe Biden „die Impfpflicht voran, wo immer er kann“. Biden, der erklärte, dass seine „Geduld mit ungeimpften Amerikanern am Ende ist“, kündigte vor kurzem neue Bundesvorschriften an, wonach etwa 80 Millionen Amerikaner – darunter alle, die in Unternehmen mit mehr als 100 Angestellten arbeiten – entweder geimpft werden oder sich wöchentlich auf COVID-19 testen lassen müssen.
Biden hat auch verfügt, dass diejenigen, die in Einrichtungen arbeiten, die Medicare oder Medicaid erhalten, einen Immunitätsnachweis erbringen müssen, um ihren Arbeitsplatz zu behalten. Laut AP erwägt Präsident Biden einen Immunitätsnachweis für Reisen zwischen den Bundesstaaten, eine Einschränkung, die sein ehemaliger Berater für öffentliche Gesundheit, Ezekiel Emanuel, gefordert hat.
Im Bundesstaat Colorado hat das UCHealth-Krankenhaussystem angekündigt, dass es keine Organtransplantationen bei ungeimpften Patienten zulassen wird, was einige dazu veranlasst, für lebensrettende Eingriffe nach Texas zu reisen.
New York City bietet einen Vorgeschmack auf das Programm, das für den Rest des Landes vorgesehen ist. Die „Key to NYC“-Vorschrift der Stadt, die am 13. September in Kraft getreten ist, verlangt den Nachweis einer Impfung, um in Restaurants, Fitnessräumen und Unterhaltungseinrichtungen wie Museen, Stadien, Spielhallen und Theatern zu arbeiten oder diese zu besuchen.
„Wenn Sie voll an unserer Gesellschaft teilhaben wollen, müssen Sie sich impfen lassen“, erklärte Bürgermeister De Blasio. „[New York City] ist ein wunderbarer Ort, buchstäblich voller Wunder … wenn Sie nicht geimpft sind, können Sie leider nicht daran teilhaben.“
COVID-Mandate könnten dauerhaft sein
Während Medien wie CNN den Impfpass als „nützliche, vorübergehende Maßnahme“ bezeichnet haben, wird immer deutlicher, dass die Beschränkungen für den Nachweis der Immunität, die der westlichen Bevölkerung auferlegt werden, möglicherweise nicht so bald verschwinden werden.
Die australische Gesundheitsministerin von New South Wales, Dr. Kerry Chant, hat erklärt, dass sich die Bürger „für die Zukunft daran gewöhnen müssen, mit COVID-Impfstoffen geimpft zu werden… es wird ein regelmäßiger Zyklus von Impfungen und Auffrischungsimpfungen sein.“
Albert Bourla, CEO des Unternehmens Pfizer, dessen Aktien während der Pandemie in die Höhe geschnellt sind, bemerkte, dass das „wahrscheinlichste Szenario“ eine jährliche Impfung gegen das Coronavirus sei.
In einer Nature-Schlagzeile vom Februar hieß es: „Das Coronavirus ist da, um zu bleiben“. Oder, wie Dr. Mike Ryan, Exekutivdirektor des Health Emergency Program der Weltgesundheitsorganisation (WHO), es ausdrückte: Es ist „sehr, sehr unwahrscheinlich“, dass COVID-19 jemals verschwinden wird.
„Dieses Virus jetzt aus der Welt zu tilgen ist ungefähr so, als würde man versuchen, den Bau einer Trittsteinbahn zum Mond zu planen“, sagte Michael Osterholm, Epidemiologe an der Universität von Minnesota in Minneapolis. „Es ist unrealistisch.“
„Das ist unser Leben von jetzt an, in Wellen“, räumte Israels Coronavirus-Zar Salman Zarka ein.
Zarka hat bereits Pläne ausgearbeitet, um eine vierte Dosis für Israelis vorzuschreiben.
COVID-Mandate sollen digital durchgesetzt werden
Während eine staatlich verordnete Tretmühle von Auffrischungsimpfungen für viele unattraktiv, wenn nicht gar höllisch erscheinen mag, stellt dieser Alptraum für andere die Chance ihres Lebens dar. Bereits im Mai 2020, nur sieben Wochen nach der Ausrufung der Pandemie, sagte der US-amerikanische Technologiemilliardär Bill Gates voraus, dass „wir irgendwann digitale Zertifikate haben werden, aus denen hervorgeht, wer sich erholt hat oder kürzlich getestet wurde, oder wenn wir einen Impfstoff haben, wer ihn erhalten hat“.
Heute, mehr als ein Jahr später, verlangen immer mehr lokale und nationale Behörden eine Art digitalen Nachweis der Impfung oder der natürlichen Immunität gegen COVID-19.
Wer zum Beispiel nach Kanada einreisen will, muss eine App herunterladen, die den Impfstatus der Reisenden überprüft. Die Regierung plant außerdem, in den kommenden Monaten einen bundesweiten, kanadaweiten digitalen Impfpass einzuführen.
Als sich die Europäische Union (EU) in diesem Sommer für ausländische Touristen öffnete, führte sie ein „Digitales COVID-Zertifikat“ ein, das die Einreise für Personen ermöglicht, die gegen COVID-19 geimpft sind, die einen negativen Test gemacht haben oder die sich vor kurzem von einer Infektion erholt haben. Das von ihr vorgeschlagene „digitale grüne Zertifikat“ wurde als Mittel zur Erleichterung der sicheren Freizügigkeit innerhalb der EU während der Pandemie bezeichnet.
Die französische Regierung arbeitet mit dem biometrischen Technologieunternehmen IDEMIA zusammen, um es ihren Bürgern zu erleichtern, ihre Identität nachzuweisen und Online-Transaktionen mit dem Smartphone durchzuführen. Die neue App wird es den französischen Bürgern ermöglichen, ihre nationalen elektronischen Personalausweise [die im August 2021 als Reaktion auf COVID-19 in Frankreich eingeführt wurden] … auf die Rückseite ihres Smartphones zu legen und ihre Identität sofort bestätigen zu lassen. IDEMIA unterstützt Frankreich auch bei der Bescheinigung der Immunitätsdaten von Reisenden mit seiner Health Travel Pass Suite.
Die USA akzeptieren nach wie vor Impfnachweise in Papierform, und Präsident Biden hat betont, dass keine nationale App in Planung ist. Sieben US-Bundesstaaten (Kalifornien, New York, Louisiana, Colorado, Illinois, New Jersey und Hawaii) haben jedoch bereits Apps eingeführt, die die Impfung gegen COVID-19 bescheinigen, und verfügen über unterschiedlich strenge COVID-19-Impfvorschriften.
ImmunaBand, ein tragbares Armband, dessen Unternehmensmission es ist, „die Welt in Zeiten der COVID-19-Pandemie ein wenig näher zu bringen und der Welt Ihren Impfstatus zu zeigen“, wurde ebenfalls von New York City als Impfnachweis zugelassen.

„In typisch amerikanischer Manier überlässt die US-Regierung die Erstellung digitaler Impfpässe dem Privatsektor“, so die gemeinnützige Organisation Data & Society.
In der Tat steht hinter dem Vorstoß für digitale Impfpässe eine Gruppe supranationaler neoliberaler Institutionen, die von oligarchischen Geldgebern aus der Technologiebranche geleitet werden.
Elitäre Unternehmensinteressen hinter digitalen COVID-Pässen
Megakonzerne, internationale Finanzinstitutionen und von Milliardären unterstützte private Stiftungen haben eine entscheidende Rolle bei der Lobbyarbeit für digitale Immunitätspässe und deren Einführung gespielt.
Das aufkeimende globale Gesundheitspass-System wurde unter dem Dach der Weltgesundheitsorganisation (WHO) der Vereinten Nationen koordiniert. Diese Institution ist jedoch so stark mit wohlhabenden Privatinteressen verflochten, dass sie kaum als „öffentliche“ Gesundheitseinrichtung bezeichnet werden kann.
Die ehemalige WHO-Direktorin Margaret Chan sagte der Filmemacherin Lilian Franck: „Nur 30 Prozent meines Budgets sind berechenbare Mittel. Für die anderen 70 Prozent muss ich einen Hut nehmen und in der ganzen Welt um Geld betteln gehen. Und wenn sie uns das Geld geben, hängt es stark von ihren Vorlieben ab, davon, was sie mögen.
Zu diesen privaten Geldgebern gehört vor allem der zweitreichste Mann der Welt, Bill Gates, und seine Bill and Melinda Gates Foundation, die zufällig der zweitgrößte Geldgeber der WHO ist.

Die Gates-Stiftung hat kürzlich ein WHO-Papier mitfinanziert, das eine „Umsetzungsanleitung“ für den Nachweis von Impfbescheinigungen in der ganzen Welt enthält. Die Autoren haben das Papier zusammen mit der Rockefeller-Stiftung und unter Anleitung mehrerer hochrangiger Vertreter der Weltbank ausgearbeitet.
Laut Foreign Affairs werden „nur wenige politische Initiativen oder normative Standards der WHO angekündigt, bevor sie von Mitarbeitern der Gates Foundation beiläufig und inoffiziell überprüft wurden“. Oder, wie andere Quellen 2017 gegenüber Politico erklärten: „Die Prioritäten von Gates sind zu denen der WHO geworden.“
Auch das Weltwirtschaftsforum (WEF) steht an vorderster Front, wenn es um die Umstellung auf digitale Zeugnisse geht. „Das Forum ist an der WHO-Taskforce beteiligt, die über diese Standards [für Impfausweise] nachdenken und überlegen soll, wie sie eingesetzt werden könnten“, heißt es in einem WEF-Artikel vom Mai.
Auf dem Papier ist das WEF (auch bekannt als Internationale Organisation für öffentlich-private Zusammenarbeit) eine Nichtregierungsorganisation und Denkfabrik, die sich „für die Verbesserung des Zustands der Welt einsetzt“. In Wirklichkeit handelt es sich um ein internationales Netzwerk einiger der wohlhabendsten und einflussreichsten Menschen der Welt. Das Forum positioniert sich selbst als Vordenker des globalen Kapitalismus.
Die Organisation ist vor allem für ihr jährliches Treffen der weltweit herrschenden Klasse bekannt. Jedes Jahr versammeln sich Hedge-Fonds-Manager, Banker, CEOs, Medienvertreter und Staatsoberhäupter in Davos, um „globale, regionale und branchenspezifische Agenden zu gestalten“. Wie Foreign Affairs es ausdrückt, „hat das WEF keine formale Autorität, aber es ist zum wichtigsten Forum für Eliten geworden, um politische Ideen und Prioritäten zu diskutieren.“
2017 führte der deutsche Wirtschaftswissenschaftler und WEF-Gründer Klaus Schwab das Konzept der „Vierten Industriellen Revolution“ mit dem Titel des Buches ein, das er in diesem Jahr veröffentlichte. Die Vierte Industrielle Revolution (4IR) bezeichnet die derzeitige „technologische Revolution“, die die Art und Weise verändert, wie Menschen „leben, arbeiten und miteinander in Beziehung treten“, und die Auswirkungen hat, „wie sie die Menschheit noch nie erlebt hat“, so Schwab.
Für ihn ist die 4IR die „Verschmelzung der physischen, digitalen und biologischen Welt“. Schwab hat sogar gesagt, dass das 4IR unweigerlich in den Transhumanismus oder die Bearbeitung des menschlichen Genoms übergehen wird.
Klaus Schwab, 2015:
‘And you see, the difference of the fourth industrial revolution is, it doesn’t change what you are doing, it changes you. If you take genetic editing just as an example, it’s you who are changed’#greatreset #thegreatreset pic.twitter.com/IWFJoqrVkG
— Ole Ó’Súilleabháin
:
(@OlisGud) September 6, 2021
Im Januar 2021 kündigten mehrere WEF-Partner, darunter Microsoft, Oracle, Salesforce und einige andere „Schwergewichte“, eine Partnerschaft zur Gründung der Vaccine Credential Initiative (VCI) an, um digitale Authentifizierungsinstrumente für Impfungen zu entwickeln, wie Forbes berichtet.
Die VCI will eine einzige „SMART Health Card“ für die ganze Welt einführen, die „über organisatorische und rechtliche Grenzen hinweg“ anerkannt werden soll.
In den USA setzen bereits einige Bundesstaaten die vom VCI entwickelten SMART Health Cards ein. Diese SMART Health Cards haben die Grundlage für einen nationalen De-facto-Standard für Impfausweise geschaffen.
„Wenn genügend Bundesstaaten die Technologie übernehmen, könnte sie zu einem landesweiten De-facto-Standard werden und die Regierung Biden davon entbinden, bundesweite Anforderungen für nationale Zwecke festzulegen“, so Politico.
Die neueste Version von Apples iOS, iOS 15, bietet sogar Unterstützung für die SMART Health Card.
Ab heute können diejenigen, die in Kalifornien, Hawaii, Louisiana, New York, Virginia oder bestimmten Bezirken in Maryland geimpft wurden, eine SMART Health Card vom Staat erhalten.
In den meisten anderen Bundesstaaten ist die SMART Health Card für diejenigen erhältlich, die sich in einer der landesweit mehr als 17.100 Apothekenketten CVS, Walgreen’s oder Rite Aid impfen ließen.
„Weitere Staaten, Apotheken und Gesundheitssysteme werden sehr bald mit der Ausgabe von SMART Health Cards beginnen“, verspricht die Website des Commons Project, einem der Gründer der VCI-Initiative.
Der CEO von Commons Project, Paul Meyer, ist zufällig ein „Young Leader“ des WEF.

In Indien zwingen Tech-Oligarchen den armen Landbewohnern mit Hilfe der digitalen ID Sozialkredite auf, was zu Ausgrenzung und sogar zum Tod führt
Im Jahr 2015 stellte die Gates Foundation Startkapital für ein Projekt der Yale School of Public Health zur Verfügung, das als Khushi Baby bekannt wurde. Khushi Baby ist heute eine gemeinnützige Organisation, die mit Mikrochips ausgestattete Halsketten herstellt, die ein Kind jederzeit tragen kann, um seinen Impfstatus zu verfolgen und eine kontinuierliche Überwachung von den ersten Impfungen bis ins Erwachsenenalter zu gewährleisten. Die Non-Profit-Organisation sagt, dass sie jetzt Daten aus über 35.000 Dörfern in Indien verwendet, um Algorithmen zu entwickeln, die „gesundheitliche Ergebnisse für Mütter und Kinder vorhersagen“.
Von der Website von KhushiBaby.orgDas Sicherheitsunternehmen IDEMIA, das jetzt mit der französischen Regierung bei der Impfung und Identitätsüberprüfung zusammenarbeitet, hat 2016 die mit Mikrochips ausgestatteten Halsketten entwickelt. Mit den Halsketten wurden seit Beginn der Pandemie die Gesundheitsdaten von 13 Millionen Menschen in Indien erfasst.
Diese Programme wurden von Unternehmensberatern als wichtige Instrumente zur Verbesserung der Gleichberechtigung und Integration im globalen Süden angepriesen. „Digitale Identifizierung ist der Schlüssel zu inklusivem Wachstum“, behauptete das globale Beratungsunternehmen McKinsey im Jahr 2019.
„Etwa eine Milliarde Menschen könnten finanziell besser eingebunden und beteiligt werden“, sagte Mike Kubzansky, geschäftsführender Gesellschafter des Omidyar Network des Ebay-Gründers und Medienmoguls Pierre Omidyar, während eines WEF-Panels, das sich mit der Frage beschäftigte, wie die „digitale Identifizierung eine bedeutende Chance für die Wertschöpfung bietet.“
Wie Gates ist auch Omidyar über sein Omidyar Network, das mit dem Weltwirtschaftsforum bei der Good-ID-Initiative zusammenarbeitet, stark in die Weiterentwicklung digitaler ID- und Währungssysteme investiert.
Ein genauerer Blick auf den Vorstoß der Großkonzerne in Sachen „Inklusion“ offenbart, dass ihre altruistische Sprache kaum mehr ist als ein Deckmantel für die Öffentlichkeitsarbeit und für reine Profitinteressen, was für viele derjenigen, die in ihre digitalen ID-Systeme eingebunden sind, zu Ausgrenzung und sogar zum Tod führt.
Indien diente nicht nur als Schauplatz für das Khushi-Baby-Projekt, sondern ist auch zu einem Labor für digitale Verfolgungs- und Identitätssysteme geworden. Mit Unterstützung westlicher kapitalistischer Organisationen wie der Gates Foundation und der Weltbank wurde das Land zum Standort der weltweit größten digitalen ID-Datenbank, bekannt als Aadhaar.
Das Aadhaar-System ist nach einer 12-stelligen Nummer benannt, die unter anderem als Identitäts- und Adressnachweis überall in Indien dient. Bis heute sind sage und schreibe 1,3 Milliarden Inder in dem System registriert, was es zur größten biometrischen ID-Datenbank macht, die je aufgebaut wurde. Sie enthält Iris-Scans und Fingerabdrücke von beiden Händen eines jeden Nutzers. Die Technologie für dieses System wurde von keinem Geringeren als dem französischen Sicherheitsunternehmen IDEMIA bereitgestellt.
Nandan Nilekani, Schöpfer des digitalen ID-Systems Aadhar, mit Bill Gates
Aadhaar wurde 2014 eingeführt, in dem Jahr, in dem der freiheitliche, technikbegeisterte Narendra Modi das Amt des Premierministers übernahm. Sein Schöpfer, der Tech-Milliardär Nandan Nilekani, wurde als „der Bill Gates von Bangalore“ bezeichnet, von Globalisierungsenthusiasten wie Thomas Friedman gefeiert und von keinem Geringeren als Gates als altruistischer „Held“ gepriesen. Gates‘ Stiftung hat mit Nilekani im Rahmen ihres „Co-impact“-Projekts zusammen mit der Skoll Foundation des Milliardärs und eBay-Mitbegründers Jeffrey Skoll zusammengearbeitet.
„Aadhaar ist ein großer Gewinn für Indien“, schwärmte Gates 2019 in einem Interview mit dem indischen Netzwerk Times Now. „Die Tatsache, dass man so einfach digitale Zahlungen tätigen und ein Bankkonto eröffnen kann, macht Indien zu einem Vorreiter in diesem Bereich. Es gibt enorme Vorteile, wenn man in der Lage ist, die Gelder der Regierung digital an den Empfänger zu bringen.“
Doch hinter der neoliberalen Fassade hat Nilekanis digitales ID-System Aadhar das Leben der am stärksten gefährdeten und stigmatisierten Bevölkerungsgruppen Indiens schwer erschüttert.
Im ostindischen Bundesstaat Jharkhand kam es 2017 zu einer Welle von Todesfällen, als verarmte Bürger durch das Aadhaar-System von staatlich subventionierten Lebensmittelrationen abgeschnitten wurden. In mehreren Fällen wurde alternden Witwen mehrere Monate lang Reis verweigert, weil das System ihre Fingerabdruckscans ablehnte.
Etwa zur gleichen Zeit starben drei Brüder an Hunger, nachdem sie sich nicht ordnungsgemäß mit Aadhaar registriert hatten und ihnen daraufhin sechs Monate lang Rationen verweigert wurden. Das gleiche grausame Schicksal ereilte die Familie Kumari, die keine elektronische Aadhaar-ID erhalten konnte, ihre Rationskarte verlor und ihre 11-jährige Tochter Santoshi verhungern sah.
„Viele Menschen in Jharkhand wurden in den letzten Monaten Opfer eines ähnlichen Entzugs von Lebensmittelansprüchen“, berichtet India’s Scroll. „Der Hauptgrund dafür ist, dass die biometrische Authentifizierung auf der Grundlage von Aadhaar nun in etwa 80 % der Rationierungsläden des Bundesstaates obligatorisch ist.“
Laut Scroll ergab eine Stichprobe in 18 Dörfern, in denen die biometrische Authentifizierung obligatorisch war, dass sage und schreibe 37 % der Karteninhaber nicht in der Lage waren, ihre Lebensmittelrationen zu kaufen.
Die Modi-Regierung hat Aadhaar nicht nur zum Schlüssel für die Inanspruchnahme staatlicher Dienstleistungen gemacht, sondern auch die von Aadhar gesammelten Daten integriert, um eine „360-Grad-Datenbank“ einzurichten, die „automatisch verfolgt, wenn ein Bürger von einer Stadt in eine andere zieht, den Arbeitsplatz wechselt oder eine neue Immobilie kauft“, so die Huffington Post.
Als Covid-19 Anfang 2020 Indien erreichte, schlug Nilekani vor, Aadhar als Grundlage für ein Anti-Covid-Impf- und Verfolgungsprogramm zu nutzen. „Wir müssen sicherstellen, dass jeder ein digitales Zertifikat mit dem Datum der Impfung, dem Namen des Impfstoffs sowie dem Anbieter und dem Ort der Impfung erhält“, erklärte er im Jahr 2020.
Es überrascht nicht, dass sich Nilekanis System der Massenüberwachung beim Sammeln von Daten als viel effektiver erwiesen hat als beim Schutz der Daten. Im Jahr 2018 gelang es der Zeitung Indian Tribune, die persönlichen Daten fast aller Aadhaar-Nutzer durch anonyme Verkäufer über WhatsApp zu erwerben. Der Vorgang dauerte nur 10 Minuten und kostete etwa 6 USD, berichtete die Zeitung.
Die wiederholten Verletzungen der Privatsphäre durch das System haben einige HIV-positive Inder sogar dazu veranlasst, aus den antiretroviralen Behandlungsprogrammen auszusteigen, für die die Aadhaar-Karte erforderlich ist. Obwohl der Aadhaar angeblich freiwillig ist, haben sich HIV-Infizierte gegenüber indischen Medien darüber beschwert, dass sie unter Druck gesetzt wurden, sich in das ID-Programm einzuschreiben, und dass ihnen der Verlust medizinischer Leistungen angedroht wurde.
US-Datenschützer haben digitale nationale Identitätsprogramme wie Aadhaar als gigantische Überwachungsinstrumente bezeichnet, die die Grundlage für ein Sozialkreditsystem bilden.
In einer Rede vor dem Ausschuss für Finanzdienstleistungen des US-Repräsentantenhauses im Juli 2021 warnte Elizabeth Renieris vom Technology Ethics Lab von Notre-Dame: „Die Aadhaar-Nummer in Indien ist in der Lage, Ihre Aktivitäten in allen Bereichen Ihres Lebens zu verfolgen, von der Beschäftigung über die Gesundheitsfürsorge und die Schule bis hin zu so ziemlich allem, was Sie tun. Sie können keine Autonomie über bestimmte Bereiche Ihres Lebens behalten. Sie können Ihren persönlichen und beruflichen Ruf nicht trennen. Man kann diese Art von kontextbezogener persönlicher Identität nicht haben. Ich denke, das ist wirklich problematisch.“
„Wir müssen vermeiden, digitale Identitätssysteme und -infrastrukturen in einer Weise aufzubauen, die den Überwachungsstaat weiter ausdehnt und verfestigt, wie es das nationale Identitätssystem in Indien tut“, so Renieris weiter.
Aber es ist der allumfassende Aspekt der sozialen Anerkennung von Aadhaar, der Gates so sehr an dem System gefallen hat.
In einer Rede vor den wichtigsten politischen Entscheidungsträgern Indiens im Jahr 2016 erklärte der zweitreichste Mann der Welt: „Im Laufe der Zeit erstellen all diese Transaktionen einen Fußabdruck, und wenn Sie einen Kredit beantragen, können Sie auf die Historie zugreifen, dass Sie Ihre Stromrechnungen pünktlich bezahlt haben, dass Sie Geld für die Ausbildung Ihrer Kinder gespart haben – all diese Dinge in Ihrer digitalen Spur, auf die in angemessener Weise zugegriffen wird, ermöglichen es dem Kreditmarkt, [das Risiko richtig zu bewerten].“
ID4D erweitert die digitale ID, um mehr menschliche Aktivitäten als je zuvor zu verfolgen
Im Jahr 2016 stellte die Gates-Stiftung Mittel für ein Projekt der Weltbank mit dem Namen Identity for Development (ID4D) Initiative bereit, mit dem erklärten Ziel, den „Aadhaar-Ansatz in andere Länder zu bringen.“
Bis heute hat die Weltbank 1,2 Milliarden Dollar in die ID4D-Initiative investiert, deren offizielles Ziel es ist, Identifikationssysteme mit Lösungen des 21Jahrhunderts.
Zu den vier Finanzpartnern, die die Initiative ins Leben gerufen haben, gehören zwei bekannte, von Big Tech unterstützte Unternehmen: Die Gates Foundation und das Omidyar Network, sowie Australian Aid und UK Aid. Nach Angaben der Weltbank haben vor allem die „katalytischen Beiträge“ der Gates Foundation das Projekt von einer Idee zu einer funktionierenden Weltbankinitiative gemacht.
Nilekani von Aadhaar ist derzeit Mitglied des Beirats der ID4D-Initiative.Laut Weltbank fördert ID4D „die Nutzung digitaler ID-Systeme für die Freizügigkeit und die Erbringung von Dienstleistungen, indem systemübergreifende Verbindungen geschaffen werden, die es den Nutzern ermöglichen, sich für wichtige Dienstleistungen wie den Erhalt von Sozialtransfers, die Abwicklung von Finanztransaktionen und den Grenzübertritt zu authentifizieren“.
In den Werbematerialien wird dieses Vorhaben als humanitäres Projekt dargestellt, das armen Frauen helfen und sicherstellen soll, dass „unbanked“ Personen (Personen ohne Bankkonto) wie Flüchtlinge und Migranten in die moderne Wirtschaft einbezogen werden.
Ein genauerer Blick auf die Hintermänner der Initiative und ihre Agenda offenbart jedoch ein langjähriges Ziel der Kapitäne des globalen Kapitalismus: die Schaffung eines digital zentrierten Identitätssystems, das es mächtigen öffentlichen und privaten Institutionen ermöglicht, mehr menschliche Aktivitäten als je zuvor zu verfolgen.
„Die digitale Identität … kann von staatlichen und kommerziellen Plattformen genutzt werden, um eine Vielzahl digitaler Transaktionen, einschließlich digitaler Zahlungen, zu erleichtern“, erklärt die Weltbank.
In einem Weißbuch vom August 2021 forderte die Weltbank die afrikanischen Staaten auf, einen „digitalen Binnenmarkt“ zu schaffen und die Vorschriften für die digitale Infrastruktur zu lockern, um das Risiko für Investoren zu senken. Das Papier enthüllte die wahren Absichten hinter dem Vorstoß der Weltbank zur Schließung der digitalen Kluft: die Öffnung des Kontinents für ausländische Investitionen. „Staatliche Regulierung“, so das Papier, „muss den Weg zur digitalen Transformation in der Region ebnen.“

„Durch die Beschleunigung des digitalen Wandels in Afrika können Unternehmen von den Vorteilen profitieren“, erklärte das Weltwirtschaftsforum (WEF) in einem Artikel aus dem Jahr 2020 mit dem Titel „Afrika hat das Potenzial, das globale Wachstum anzukurbeln“.
„Es wird […] lukrative Möglichkeiten in Algerien, Angola, Äthiopien, Ghana, Kenia, Marokko, Sudan und Tunesien geben […] eine gute Wahl für Unternehmen, die neue Märkte erschließen wollen“, riet das WEF.
Wie das Weltwirtschaftsforum kürzlich schrieb, „hat COVID-19 die Vorteile der Schaffung einer digitalen Wirtschaft hervorgehoben“. Doch die Vorteile, von denen die Gruppe spricht, werden wahrscheinlich auf der Seite ihrer Interessengruppen liegen.
Zu den Partnern der „Plattform für eine gute digitale Identität“ des Weltwirtschaftsforums gehören das Biometrieunternehmen Accenture, Amazon, Barclays Bank, Deutsche Bank, HSBC Bank, Mastercard, das Biometrieunternehmen Simprints und der Kreditriese Visa.
Die Akteure der Initiative sind die Hauptnutznießer eines biometrischen Ausweissystems, das dem globalen Süden aufgezwungen wird, wobei westliche multinationale Finanzunternehmen als Tor für die Teilnahme der Einwohner an der globalen Wirtschaft fungieren.
Das WEF hat auch deutlich gemacht, dass das „Endziel“ seiner Agenda die Ausweitung des in Indien etablierten Modells ist, bis jede Person auf der Welt eine einzigartige digitale ID besitzt.
In einem Artikel mit dem Titel „Digital ID is the Catalyst of Our Digital Future“ (Digitale ID ist der Katalysator unserer digitalen Zukunft) argumentierte Mohit Joshi, ein „junger Anführer“ des WEF, dass „Regierungen [Aadhaar] nutzen sollten, um die Erbringung von Dienstleistungen und Zahlungen zu rationalisieren und die finanzielle Eingliederung massiv zu steigern“.
In einem separaten Papier räumte das WEF jedoch ein, dass das neue digitale System den Nutzern nicht unbedingt die versprochene Befreiung bringen wird: „Die digitale Identität der vierten industriellen Revolution wird bestimmen, auf welche Produkte, Dienstleistungen und Informationen wir zugreifen können – oder umgekehrt, was uns verschlossen bleibt“, so das WEF.
ID2020 nutzt Impfungen, um digitale IDs und Zahlungen „jenseits der Dystopie“ voranzutreiben
Im Jahr 2016 gründeten Bill Gates‘ Global Alliance for Vaccines and Immunization (GAVI), Microsoft, Accenture und die Rockefeller Foundation ein neues Konsortium, um Kleinkindern bei ihren Routineimpfungen digitale ID-Zertifikate auszustellen. Sie nannten es ID2020 und benannten es zufällig nach dem Jahr, in dem eine weltweite Pandemie ausgerufen werden würde.
ID2020 sagt, dass es sich der Vorreiterrolle für einen globalen digitalen biometrischen Identitätsstandard verschrieben hat und behauptet, dass digitale IDs zu „finanzieller Unabhängigkeit“ führen werden.
“Urgency – While standards-development processes typically move slowly, a cross-sector effort is urgently required to bring #goodhealthpass solutions to market in 2021 & to scale globally – with the same urgency applied to #vaccine development.”https://t.co/Xm0jTXNEpJ pic.twitter.com/9vNbvmXNn0
— Cory Morningstar (@elleprovocateur) October 2, 2021
Zu den Partnern der ID2020-Initiative gehören der Kreditkartenriese Mastercard und Simprints, ein Unternehmen für biometrische Technologie, das von der US Agency for International Development, einer traditionellen Tarnorganisation der US-Geheimdienste, unterstützt wird.
Aus einem Video der USAID vom Mai 2018 über die Einführung biometrischer Daten in Flüchtlingssiedlungen in UgandaDas „Community Pass“-Projekt von Mastercard zielt darauf ab, in den nächsten drei Jahren die biometrischen Daten von 30 Millionen Menschen in abgelegenen Teilen Afrikas zu erfassen und ihnen eine biometrische Smartcard „Mastercard Community Pass“ auszustellen, die den Afrikanern wiederum eine digitale biometrische Identität und ein digitales Bankkonto bietet.
ID2020 ist derzeit in Bangladesch im Einsatz, wo es die biometrische Erfassung und digitale Identifizierung von Kleinkindern bei Routineimpfungen durchführt. Der CEO von GAVI, Seth Berkely, hat erklärt, dass er plant, das Programm auf die unterentwickelte Welt auszuweiten und mit Großunternehmen wie Facebook und Mastercard zusammenzuarbeiten, um den Impfstatus mit einem biometrischen Identifikationssystem zu verknüpfen.
„Neunundachtzig Prozent der Kinder und Jugendlichen ohne Ausweis leben in Ländern, die von Gavi unterstützt werden“, erklärte Berkley. „Wir sind begeistert von der potenziellen Wirkung dieses Programms, nicht nur in Bangladesch, sondern in allen Gavi-geförderten Ländern.“
Mit der Erklärung der WHO, dass im März 2020 eine weltweite Pandemie ausbrechen wird, bot sich den Kräften, die digitale IDs vorantreiben, eine noch nie dagewesene Gelegenheit. Andrew Bud, CEO des biometrischen Technologieunternehmens und Auftragnehmers des Heimatschutzministeriums iProov, schwärmte: „Die Entwicklung von Impfstoffzertifikaten wird in Zukunft den gesamten Bereich der digitalen Identifizierung vorantreiben. Es geht also nicht nur um Covid, sondern um etwas viel Größeres“.
Im darauffolgenden Jahr hatten ID2020 und das mit USAID zusammenarbeitende Unternehmen für biometrische Ausweise, Simprints, mit finanzieller Unterstützung der Gates Foundation einen Artikel mit dem Titel „COVID-19 Vaccine Delivery“ veröffentlicht: An Opportunity to Set Up Systems for the Future. Die Autoren argumentierten, dass COVID-19-Impfstoffe im Globalen Süden als „potenzieller Hebel“ für die Bereitstellung digitaler biometrischer IDs genutzt werden könnten.

Sie räumten ein, dass solche digitalen biometrischen Systeme noch lange nach dem Ende der COVID-19-Pandemie im Einsatz bleiben und nach der Einführung für eine Reihe von Zwecken genutzt werden würden: „Biometrie hat den Vorteil, dass sie unabhängig vom Anwendungsfall ist“, schrieben die Co-Autoren, „das heißt, sie kann verschiedene Systeme während oder sogar nach der Einführung miteinander verbinden“.
Elizabeth Renieris vom Notre Dame-IBM Tech Ethics Lab ist von ihrer technischen Beraterrolle bei ID2020 zurückgetreten. Sie begründet dies mit „Risiken für die bürgerlichen Freiheiten“, nachdem sich die Initiative mit Tech-Giganten zusammengetan hat, um COVID-Immunitätspässe zu entwickeln, die durch experimentelle Blockchain-Technologie unterstützt werden.
Renieris prangerte das aufkeimende ID-System als Alptraum für die bürgerlichen Freiheiten an: „Die Aussicht, die Grundrechte und -freiheiten des Einzelnen durch schlecht durchdachte Pläne für ‚Immunitätspässe‘ oder ähnliche Zertifikate stark zu beschneiden, insbesondere solche, die verfrühte Standards und eine höchst experimentelle und potenziell rechtsverletzende Technologie wie Blockchain nutzen würden, ist mehr als dystopisch.“
Digitale ID-Manager machen Jagd auf die Armen der Welt
Während die Verknüpfung eines digitalen biometrischen Ausweises mit den Finanzen von Einzelpersonen mit ziemlicher Sicherheit Massen von Menschen ausschließt und einige sogar umbringt, indem sie verarmte Bürger von staatlichen Dienstleistungen abschneidet, sehen räuberische Finanz- und Kreditinstitute die Technologie als das perfekte Mittel, um aus unerschlossenen und sich entwickelnden Märkten Kapital zu schlagen.
In einem Bericht vom September 2021 von BankservAfrica, der größten automatisierten Clearingstelle für digitale Zahlungen in Afrika, die von ehemaligen Führungskräften von MasterCard, VISA und IBM geleitet wird, wurde Südafrika dringend aufgefordert, ein biometrisches digitales ID-System einzuführen.

In dem Bericht heißt es: „Es ist an der Zeit, dass Verbraucher, Investoren sowie der private und der öffentliche Sektor zusammenarbeiten, um das gemeinsame Ziel einer robusten, sicheren und vertrauenswürdigen digitalen Identität für Südafrika zu erreichen.“
Die digitale Zahlungsplattform von BankServAfrica wird derzeit in Namibia, Simbabwe und Tansania mit finanzieller Unterstützung der Weltbank, USAID und der Bill & Melinda Gates Foundation getestet.
„Die COVID-19-Pandemie hat gezeigt, wie wichtig eine digitale ID ist“, betonte der Chief Business Officer von BankservAfrica.
In dem Bericht von BankservAfrica wird argumentiert, dass ein robustes biometrisches digitales ID-System Südafrika helfen wird, „einfachere FICA [Kreditwürdigkeitsprüfung] Prozesse“ und „einen fairen, transparenten, wettbewerbsfähigen, nachhaltigen, verantwortungsvollen, effizienten und effektiven Verbraucherkreditmarkt“ zu erreichen.
Doch hinter der hochtrabenden neoliberalen Rhetorik der Finanzindustrie verbirgt sich eine schmutzige Geschichte von Geschäftemacherei und massiven Eingriffen in die Privatsphäre.
Im Jahr 2007 brachten Vodafone und Safaricom mPesa auf den Markt, ein System, mit dem Nutzer digital Geld einzahlen, abheben, überweisen und bezahlen können. Das Projekt war in der Lage, „Millionen von Menschen, die zuvor keinen Zugang zu Krediten hatten, Kredit und Wachstumskapital zur Verfügung zu stellen“, so Areiel Wolanow, der das Team leitete, das die Kreditbewertungsmaschine für mPesa in Kenia entwickelte und baute.
Eine Studie des Wirtschaftswissenschaftlers Alan Gibson ergab jedoch, dass der Finanzsektor – und nicht die Landbevölkerung des globalen Südens – wirklich von mPesa profitierte. Die Lebensbedingungen der zumeist verarmten Teilnehmer des Systems verbesserten sich hingegen überhaupt nicht:
„Unbestreitbar ist, dass die Angebotsseite des Finanzmarktes in den letzten zehn Jahren stark profitiert hat. Die Umsätze der Banken sind um das 2,5-fache und die Gewinne um das 3,5-fache gestiegen, die Gewinnmargen haben sich ebenfalls erhöht; die Jahre der Inklusion waren zweifellos gute Jahre für die Banken. Dieser offensichtliche Kontrast zwischen dem offensichtlichen Erfolg auf der Angebotsseite und einer immer noch armen Wirtschaft … wirft Fragen zur Rolle des Finanzsektors auf. Insbesondere wirft er die Frage auf, wem/was er dienen soll, und welche Anreize das Verhalten steuern.“
In einer weiteren Anklage gegen vermeintlich „integrative“ digitale Zahlungssysteme stellte die Review of African Political Economy fest, dass „der Großteil dieses [mPesa] Wertes nicht an die Armen geht. Vielmehr sind solche Fintechs ganz klar darauf ausgelegt, Werte abzusaugen und sie in die Hände einer kleinen globalen Digital-Finanz-Elite zu legen, die die Hauptkräfte hinter der Fintech-Revolution sind.“
Trotz der nachweislich zunehmenden Ungleichheit lobte Bill Gates, dessen Stiftung Hunderte von Milliarden Dollar für die Förderung digitaler Finanzdienstleistungen für die Armen ausgibt, mPesa in den höchsten Tönen.
„M-Pesa ist ein hervorragendes Programm“, schrieb Gates auf Twitter in einem von mehreren Tweets, in denen er das digitale Zahlungssystem lobte.
Gates verlinkte auf einen Artikel des öffentlich-rechtlichen US-Senders NPR, der mehr als 17,5 Millionen Dollar von Gates erhalten hat und Hunderte von Artikeln veröffentlichte, in denen der Tech-Milliardär und seine Initiativen in aller Welt gelobt wurden.
Zurück in den USA hat Gates‘ ID2020-Kampagne mit den Kräften zusammengearbeitet, die ein System vorantreiben, das den Impfstatus der Amerikaner bei demselben Unternehmen registriert, das auch die Kreditwürdigkeit der Bürger berechnet.
Die US-Kreditindustrie und die digitalen Immunitätsausweise arbeiten zusammen, um „riesige Chancen für den kommerziellen Sektor“ zu nutzen.
In Illinois müssen die Einwohner derzeit nachweisen, dass sie den Impfstoff COVID-19 erhalten haben, und zwar über ein Online-Portal namens Vax Verify, das mit dem bald einzuführenden Impfpass von Chicago zusammenarbeiten wird.
Um ihren Impfnachweis zu registrieren, müssen sich die Einwohner von Illinois an Experian wenden, den weltweit führenden Kreditauskunftsdienst.
Das Portal Vax Verify sieht sich bereits mit Kritik konfrontiert, weil es ungenaue Informationen zum Impfstatus liefert. Es ist auch Gegenstand ernsthafter Sicherheitsbedenken, da Experian in der Vergangenheit bereits die persönlichen Daten von Millionen von Bürgern von Brasilien bis Südafrika preisgegeben hat.
Außerdem verlangt das Online-Portal, dass jeder Einwohner, dessen Kreditdaten gesperrt sind, diese Sperrung bei Experian aufheben muss, bevor er sich für eine Impfung anmelden kann.
„Die Verwendung von Experian ist definitiv eine der schlechtesten [Impfpässe], die ich bisher gesehen habe“, kommentierte Alexis Hancock, technischer Direktor der Electronic Frontier Foundation, gegenüber Yahoo News.
Nachdem Illinois als erster US-Bundesstaat eine formelle Beziehung zwischen Impfzertifikaten und Experian eingegangen ist, hat der Kongressabgeordnete von Illinois und Liebling der Finanzindustrie, Bill Foster, ein Gesetz eingebracht, das der gesamten amerikanischen Bevölkerung eine digitale biometrische ID aufzwingen würde.
Der Improving Digital Identity Act of 2021, den Foster im Juli vorstellte, fordert den öffentlichen Sektor und insbesondere das Ministerium für Innere Sicherheit auf, mit dem privaten Sektor zusammenzuarbeiten, um eine neue biometrische digitale ID-Infrastruktur für die Vereinigten Staaten zu entwickeln.
Im November 2020 bot die von Gates gesponserte ID2020 ein Online-Forum, auf dem Foster für seinen Gesetzentwurf warb. Während der Veranstaltung sprach sich der Kongressabgeordnete für ein „vertrauenswürdiges biometrisches digitales Immunitätszertifikatssystem“ aus und erklärte, dass sein Gesetzentwurf biometrische Daten von jedem Bürger erfassen würde, damit private Unternehmen diese dann „nutzen“ könnten, um enorme Gewinne zu erzielen.
Der Abgeordnete Bill Foster leitete das von Gates unterstützte Webinar von ID2020 im November 2020„Sobald die Regierung Ihnen diese ziemlich schwerwiegenden biometrischen Daten abgenommen hat, ergeben sich für den kommerziellen Sektor enorme Möglichkeiten, diese zu nutzen“, sagte er. „Und um das alles in Gang zu bringen, habe ich den ‚Improving Digital ID Act‘ eingeführt.“
Banken und Kreditkartenunternehmen gehören zu den vielen „kommerziellen Sektoren“, die von Fosters Gesetzentwurf durch digitale biometrische IDs profitieren werden. In dem Gesetzentwurf heißt es ganz klar, dass das ID-System für Unternehmen „Personen, die keine Bankverbindung haben, einen besseren Zugang zu digitalen Finanzdienstleistungen verschaffen wird“, womit die Öffnung der Märkte für Finanzgiganten in dieselbe witzige Sprache gehüllt wird, die auch ID4D und ID2020 verwenden.
Doch während Tech-Oligarchen und ihre Partner in der Finanz- und nationalen Sicherheitsindustrie die Coronavirus-Epidemie nutzen, um einen lukrativen digitalen Überwachungsapparat aufzubauen, regt sich in den Ländern, in denen Millionen von Menschen von Impfpässen ausgeschlossen werden, Widerstand.
Proteste gegen Impfpässe und „Leute, die wenig mit dem Parlament zu tun haben“, brechen aus
In New York City – dem Nullpunkt der Einführung von Impfpässen in den USA -, wo im Jahr 2020 mehr als 80 % aller Verhaftungen zur sozialen Distanzierung durch Covid gegen Schwarze durchgeführt wurden, kochten die Spannungen über, als drei Schwarze in Carmine’s, einem Restaurant an der Upper West Side, eine Schlägerei mit dem Personal anfingen, das sie ohne ihren Impfausweis am Essen hinderte.
Der Vorfall wurde von einer lokalen Black Lives Matter-Gruppe verurteilt, die die städtischen Behörden beschuldigte, Maskenvorschriften und Impfpässe auszunutzen, um schwarze Einwohner auszugrenzen und zu inhaftieren. „Was wir hier sehen, ist, dass die NYPD und Restaurants den Impfnachweis als Grund für die Diskriminierung von Schwarzen nutzen“, erklärte die BLM-Aktivistin Kimberly Bernard.
“We will not sit by and allow you to use this pandemic, for you to use vaccination cards, for you to use masks as another reason to be racist” said BLM Activist Kimberly Bernard, co-founder of Black Women’s March, during Cancel Carmines protest in NYC. pic.twitter.com/RS5gtoHugN
— Scootercaster (@ScooterCasterNY) September 24, 2021
Frankreich war Schauplatz einiger der weltweit größten Proteste gegen das Impfpass-System, das unter der Aufsicht des ehemaligen Bankiers und Präsidenten Emanuel Macron eingeführt wurde. Am 14. August gingen in ganz Frankreich über 210.000 Menschen bei mehr als 200 Protesten gegen das im Entstehen begriffene biomedizinische Sicherheitssystem auf die Straße.
Die französische Tageszeitung Le Monde beschrieb die Demonstranten als „allein, zusammen, mit der Familie oder Freunden, jeden Alters, weiß, schwarz, berufstätig, im Ruhestand, einige geimpft, andere, die sich weigern, sich impfen zu lassen“, und widersprach damit der Darstellung der Konzernmedien, die die Demonstranten als rechtsextreme Schocktruppen bezeichneten.
Die französische Journalistin Pauline Bock stellte fest, dass in ihrem Land „die einzige Berufsgruppe, die von der Impfpflicht ausgenommen ist – die Polizei -, dafür sorgen wird, dass alle anderen gehorchen. Die Politik ist reif für einen autoritären Missbrauch“.
In Italien hat der italienische Ministerpräsident und ehemalige Präsident der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, angeordnet, dass alle Angestellten öffentlicher und privater Unternehmen beim Betreten ihres Arbeitsplatzes einen Grünen Pass vorlegen müssen, der die Impfung belegt.
Das Impfpasssystem des Grünen Passes hat bereits dazu geführt, dass ungeimpfte Personen landesweit von Restaurants, Fitnessstudios sowie von Zügen, Bussen und Inlandsflügen ausgeschlossen wurden. Offizielle Zahlen der Regierung zeigen, dass der Pass die Impfrate nicht erhöht hat.
Mit der Ausweitung des Grünen Passes auf Arbeitsplätze haben sich Italiener in einigen der weltweit größten Proteste gegen das im Entstehen begriffene Biosicherheitssystem zu Wort gemeldet.
Enorme manifestazione a Roma contro l’obbligo del passaporto sanitario: “La gente come noi non molla mai!” pic.twitter.com/517qxac7ki
— RadioGenova (@RadioGenova) October 9, 2021
Am 9. Oktober strömten Hunderttausende von Demonstranten auf die italienischen Straßen von Rom bis Trient, um ihre Ablehnung von Draghis Politik zu bekunden. In Rom, wo die Polizei mit Schlagstöcken und Schutzschilden gegen friedliche Demonstranten vorging, griff eine Gruppe von etwa 20 rechtsextremen Hooligans ein örtliches Gewerkschaftsbüro an, während die Polizei zusah. Innenminister Carlo Sibilia nutzte den Vorfall, um zu behaupten, dass sich „neofaschistische Gruppen hinter den sogenannten Impfgegnern verstecken“.
Der Sekretär einer Fraktion der Kommunistischen Partei Italiens, Marco Rizzo, der das Passsystem als „ein diskriminierendes, spaltendes Instrument, das die einen gegen die anderen ausspielt“, verurteilt hat, stellte den Vorfall unter Verdacht.
ROME PROTESTS
. “The union building usually closed on a Saturday was strangely open. In this video you can see people who we believe are police changing into black clothes to incite violence and indicate ‘violent blackshirts fascist protesters’.” h/t Robin Monotti pic.twitter.com/ZO71hsfsbu
— Club des Cordeliers (@cordeliers) October 13, 2021
In einer Erklärung vom 10. Oktober warnte Rizzo, dass der Vorfall der „faschistischen Gewalt“ vom Vortag der neoliberalen Regierung direkt in die Hände spiele, und stellte in Frage, ob eine neue „Strategie der Spannung“ im Spiel sei. Der Kommunistenführer bezog sich dabei auf die verdeckte Bewaffnung rechtsextremer Militanter durch den italienischen Staat in den „bleiernen Jahren“ der 1970er Jahre, um Gewalt zu schüren und marxistische Organisationen zu neutralisieren.
Die Demonstrationen haben sich inzwischen auf die Hafenstadt Triest ausgeweitet, wo sich gewerkschaftlich organisierte Hafenarbeiter weigern, Waren zu entladen, solange der Grüne Pass nicht aufgehoben ist. Am 18. Oktober versuchte die italienische Polizei, den Streik der Arbeiter mit Wasserwerfern, Tränengas und schweren Repressionen zu brechen.
Zwei Tage bevor die Proteste gegen den Grünen Pass in ganz Italien explodierten, erschien der bekannte Philosoph Giorgio Agamben vor dem Ausschuss für Verfassungsfragen des italienischen Senats, um eine dramatische Erklärung gegen den Grünen Pass abzugeben.
Agamben ist vor allem für sein Konzept des Homo Sacer, des nackten Lebens, bekannt, bei dem der Einzelne seiner Rechte beraubt und auf sein biologisches Wesen in einem außergesetzlichen Regime reduziert wird, das durch Krieg oder andere Notlagen gerechtfertigt ist. Als die italienischen Behörden im März 2020 die erste Ausgangssperre verhängten, wandte der Philosoph diese Theorie auf die strengen Restriktionen in seinem Land an.
„Die Besonderheit … dieser großen Umwälzung, die sie durchzusetzen versuchen, besteht darin, dass der Mechanismus, der sie formal möglich macht, kein neues Gesetzeswerk ist, sondern ein Ausnahmezustand – mit anderen Worten, keine Bestätigung, sondern die Aufhebung der verfassungsmäßigen Garantien“, erklärte der Philosoph im Vorwort zu seiner Sammlung von Schriften aus dem Jahr 2020 über Covid-19, „Where Are We Now: Die Epidemie als Politik“.
In seinen Ausführungen vor dem italienischen Senat wies Agamben auf eine unheilvolle Agenda hinter der offiziellen Begründung für Impfpässe hin: „Es wurde von Wissenschaftlern und Ärzten gesagt, dass der Grüne Pass an sich keine medizinische Bedeutung hat, sondern dazu dient, die Menschen zu zwingen, sich impfen zu lassen. Ich denke, wir müssen eher das Gegenteil behaupten: Der Impfstoff ist ein Mittel, um die Menschen zu zwingen, den Grünen Pass zu besitzen. Es handelt sich also um eine Vorrichtung, die es ermöglicht, den Einzelnen zu überwachen und zu verfolgen, eine noch nie dagewesene Maßnahme.
Der Philosoph schloss seine Rede mit einem Seitenhieb auf die supranationalen Kräfte – Bill Gates, das Weltwirtschaftsforum, die Rockefeller-Stiftung u.a. -, die entschlossen sind, ein System der digitalen Identifizierung und des High-Tech-Sozialkredits für einen möglichst großen Teil der Bevölkerung einzuführen.
„Ich glaube, dass es in dieser Perspektive“, warnte Agamben, „für die Parlamentarier dringender denn je ist, sich mit dem politischen Wandel zu befassen, der im Gange ist und der das Parlament auf lange Sicht seiner Befugnisse berauben und es darauf reduzieren wird, im Namen der Biosicherheit lediglich Dekrete zu billigen, die von Organisationen und Personen stammen, die mit dem Parlament wenig zu tun haben.“
Pornografie im Internet: Wie unsere Gesellschaft moralisch und psychisch verwüstet wird

Die ersten On-Demand-Streamingseiten für Pornos gingen 2006 online. Nachdem eine ganze Generation mit potentiell unbegrenztem Zugriff auf Pornografie und virtuellen Sex aufgewachsen ist, zeigen sich nun die verheerenden Folgen für Familie und Gesellschaft. von Erik Ahrens Den Menschen trennt einiges vom Tier. Aus religiöser Perspektive sind wir das Abbild Gottes, aus evolutionsbiologischer Perspektive der Hominid […]
Covid-19: Selbstmordversuche bei Kindern seit Beginn der Covidkrise stark angestiegen
Die Selbstmordversuche von Kindern unter 15 Jahren haben seit Beginn der Gesundheitskrise stark zugenommen. Auch Frankreich und andere EU-Staaten sind von diesem Phänomen nicht verschont geblieben. Mehrere Faktoren könnten zu diesem Trend beigetragen haben.
Ein „dramatischer Anstieg“ seir Beginn der Covidkrise
In den letzten Monaten hat sich die Besorgnis über Selbstmorde in der jüngeren Generation verschärft, da die Selbstmordversuche zunehmen. Diese Befürchtung wird durch eine aktuelle Studie bestätigt, die Anfang Oktober von JAMA Network, der Website des Journal of the American Medical Association, veröffentlicht wurde.
Das vorliegende Dokument enthält die Schlussfolgerungen der Arbeiten, die darauf abzielen, die Entwicklung der Zahl der Selbstmordversuche bei Kindern zwischen Januar 2010 und April 2021 zu verstehen. Und wenn man die Ergebnisse liest, wird klar, dass diese Zahl durch die Covid-19-Krise stark angestiegen ist.
Die Autoren der Studie stellen fest, dass „die Pandemie mit tiefgreifenden Veränderungen in der Dynamik der Selbstmordversuche bei Kindern verbunden ist“, und zwar in dem Maße, dass „Ende 2020 und Anfang 2021 nach Beginn der Covid-19-Pandemie alleine in Frankreich ein dramatischer Anstieg der Selbstmordversuche bei Kindern beobachtet wurde“.
Um zu diesen Schlussfolgerungen zu gelangen, analysierten die Forscher eine Stichprobe von 830 Einweisungen in das Pariser Krankenhaus Robert-Debré, eines der größten pädiatrischen Zentren in Europa.
Selbstmordversuche und die Pandemie: Kausalität nachgewiesen, aber verschiedene Faktoren
Methodisch umfasste diese Querschnittsstudie alle Kinder im Alter von 15 Jahren oder jünger, die einen Selbstmordversuch unternommen hatten und im oben genannten Zeitraum in die pädiatrische Notaufnahme des Robert-Debré-Krankenhauses eingeliefert wurden. Das Durchschnittsalter der Stichprobe lag bei 13,5 Jahren und das Verhältnis von Jungen zu Mädchen bei 1:4.
Was die Definition betrifft, so handelt es sich bei einem Selbstmordversuch um ein nicht tödliches und potenziell verletzendes Verhalten mit der Absicht, an den Folgen dieses Verhaltens zu sterben. Eine der aufschlussreichsten Entwicklungen bei der Zahl der Selbstmordversuche ist der Anstieg um fast 300 % bis Ende 2020.
Die tatsächlichen Ursachen für den Zusammenhang zwischen der Gesundheitskrise und dem starken Anstieg der Selbstmordversuche bleiben jedoch unklar. Von den Haftbedingungen über die dadurch verursachten familiären Spannungen bis hin zur Vernachlässigung von Aktivitäten im Freien zugunsten von mehr Zeit vor Bildschirmen (und insbesondere in sozialen Netzwerken, die für Kinder eine Quelle der Qual sein können) könnten viele Faktoren eine Rolle bei dieser Entwicklung gespielt haben.
Interessant ist auch, dass während des ersten Lockdowns im März 2020 in Frankreich ein Rückgang der Selbstmordversuche zu beobachten war. Nach Ansicht der Autoren der Publikation könnte dies nicht nur auf eine verstärkte elterliche Aufsicht zurückzuführen sein, sondern auch auf Schwierigkeiten beim Zugang zur Notfallversorgung.
Abschließend möchte ich sagen, dass sich der Anstieg der Selbstmordversuche in den letzten Wochen offenbar verlangsamt hat. Professor Delorme, einer der Mitverfasser der Studie, wird von Le Parisien zitiert und erklärt, dass wir „allmählich zu einer Phase der Spannungen zurückkehren, die bereits aus der Zeit vor der Krise bekannt war“.
Diese Informationen sollten Eltern jedoch nicht davon abhalten, auf mögliche Veränderungen im Verhalten ihres Nachwuchses zu achten.
Dieser Beitrag erschien zuerst bei BREIZH-INFO, unserem Partner in der EUROPÄISCHEN MEDIENKOOPERATION.




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. “The union building usually closed on a Saturday was strangely open. In this video you can see people who we believe are police changing into black clothes to incite violence and indicate ‘violent blackshirts fascist protesters’.” h/t Robin Monotti