Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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Kategorie: Nachrichten

Kategorie: Nachrichten

Vielfalts-Folklore, krampfhaft

Maximale Verbuntung des Alltags (Foto:Imago)

Mangelnde Diversität in den Medien – wir kennen das Klagelied schon länger. Wenn man in Deutschland versucht, das zu ändern, kommt meist irgendetwas zwischen peinlich und verkrampft dabei heraus; keine Angela Bassett schick im Kostüm wie in „London Has Fallen„, oder Morgan Freeman, der auch schon einmal den fiesen Schurken geben darf. Auch kein konservativer Homosexueller wie Alan Cumming als Kriminalpsychologe Dr. Reinhardt in der Serie Instinct. Der Kampf gegen das Klischee wird in Deutschland mit dem Klischee geführt. Lustig soll es sein und wird mit viel Brimborium angekündigt.

Wir wollen mit unserer neuen Serie ‚Türkisch-deutsches Halligalli‘ ein Zeichen gegen Hass und Intoleranz setzen“, verkündet der Programmdirektor in diesem Falle stolz. „Aber es soll bei aller Ernsthaftigkeit des Themas zwischendrin auch mal komisch sein – der deutsche Freund von Aischa darf dann auch mal ihr Kopftuch aufprobieren. Das war so entspannt beim Drehen, sage ich Ihnen! Sogar die Jungs, welche die Rechtsradikalen aus Sachsen gespielt haben, sind in Wirklichkeit total sympathische Typen!„.

Ach, was haben wir gelacht! Abendfüllend darf es dann auch mal ein wenig dramatisch werden. Vielleicht mit der Geschichte eines arabischen Travestiekünstlers, der in seiner Community um Akzeptanz kämpft. Als er bei der Hochzeit seiner Schwester vor fünfhundert Gästen als Sängerin auftritt, sind alle Familienmitglieder furchtbar gerührt, sogar sein Vater, der ihn schon verstoßen oder wahlweise mit seiner strenggläubigen Cousine verheiraten wollte, besinnt sich eines Besseren und schließt ihn weinend in die Arme. Wenn ein deutscher Gutmensch das Drehbuch schreibt, werden mit ein bisschen Liebe alle kulturellen Hindernisse problemlos überwunden. Die strenggläubige Cousine wird natürlich geheiratet, weil sie unter ihrem Hijab extrem tolerant ist, und sitzt fortan bei den Auftritten ihres Gatten begeistert applaudierend in der ersten Reihe.

Multikulti klingt besser als „Überfremdung“

Allerdings werden wir aber höchstwahrscheinlich keinen heiteren Tatort aus Düsseldorf zu sehen bekommen, in dem der „Mord per Kugelfisch“ in Zusammenarbeit mit Gastkommissar Akira Yamamoto aus Kyoto aufgeklärt werden muss. Noch nicht einmal deshalb, weil die japanische Gemeinde in der Landeshauptstadt erstaunlich verbrechensfrei bleibt, sondern weil Japaner, Chinesen oder auch Koreaner das Exotikbedürfnis der Programmgestalter nicht zu erfüllen vermögen. Deshalb erfahren wir auch nicht, ob die Sache mit dem Kugelfisch ein Racheakt des gekränkten Kochs war oder die Todesursache doch das Samuraischwert im Rücken des Gastes. Schade. Es darf zwar divers sein, aber nur auf die gewünschte Art – und die betrifft hauptsächlich… na, wer errät es?

Es ist heutzutage schon schwierig: Einerseits muss man glaubwürdig versichern, dass eine „Überfremdung“ nicht stattfindet und diese eine „rechte“ Erfindung ist, andererseits gilt es, der Mehrheitsgesellschaft um jeden Preis zu vermitteln, wie wunderbar abwechslungsreich die Zusammensetzung der Bevölkerung geworden ist. Als Widerspruch wird dies offenbar nicht empfunden, es stört die Wortwahl, weil „Überfremdung“ und „Multikulti“ zwar am Ende den gleichen Vorgang beschreiben, letzteres aber in den Ohren seiner Befürworter wie Musik klingt, nach Festival und Exotik, Bauchtanz, Börek und Bollywood. Mit der „Islamisierung“ verhält es sich ganz ähnlich: Sie findet offiziell nicht statt. Obwohl uns das Gegenteil täglich vor Augen geführt wird: In Aufrufen zu Toleranz und Weltoffenheit. Dauernd wird behauptet: Das gibt es nicht, zum Beispiel importierten Antisemitismus. Gleichzeitig erklären uns die Medien, warum wir dafür Verständnis haben müssen. Man fühlt sich allerorten verschaukelt.

Das positive, folkloristische Bild von Einwanderung als Spaßveranstaltung darf natürlich nicht durch die negativen Begleiterscheinungen der multikulturellen Welt getrübt werden. Wenn Aktivisten sich beschweren, die deutsche Medienlandschaft zeige nicht genügend „Nicht-Weißes“, so sind damit gewiss keine Artikel wie der jüngst zum Mädchentag erschienene in der „Emma“ gemeint, in dem es um die während des Lockdowns gestiegene Zahl der Kinderehen und Zwangsverheiratungen geht. Es darf auch nicht über Sinn und Zweck der Anti-Rassismus-Kampagnen diskutiert werden, oder gar darüber, ob diese mit ihrer Penetranz genau das erreichen, was sie zu bekämpfen vorgeben. Es wächst der Wunsch, doch einfach mal in Ruhe gelassen zu werden. Übrigens auch von Statements wie z.B. dieser Sorte:

(Screenshot:Twitter)

Aber darum geht es auch längst nicht mehr, Akzeptanz und Toleranz sind den Aktivisten letztlich herzlich egal. Man will nicht diskutieren, sondern dozieren – oder um es etwas weniger vornehm auszudrücken: Sich endlich einmal richtig ausvomieren über die „weiße Mehrheitsgesellschaft„. Dazu werden dann auch gern eigene Regeln aufgestellt, wie etwa das Rederecht verteilt werden soll. Es ist nachvollziehbar, dass Menschen dunkler Hautfarbe in Talk-Shows selbst zu Wort kommen und nicht nur Objekt der Betrachtung sein wollen. Wenn sie dann aber ihre Teilnahme absagen, weil andere Gäste ihnen auch antworten und kritische Fragen stellen wollen, dann nimmt sich das wie kindischer Trotz aus. Eine Sarah-Lee Heinrich kritisiert man nicht, das ist böse.

Hinzu kommt das Fehlen eigener Kreativität. Schneewittchen muss jetzt auch eine Princess of Color sein, Anne Boleyn ebenso. Heinrich VIII. war jetzt also im Rückblick nicht nur ein untreuer Ehemann, der Scheidung per Schafott praktizierte, sondern auch noch ein fieser Rechter. Umgekehrt wird allerdings gefordert, dass Lesben nur von Lesben gespielt werden dürfen oder Schwarze nur von Schwarzen. Das Spiel ist ziemlich unfair. Wo bleiben die eigenen Ideen, die eigenen Drehbücher, die eigenen Geschichten? Viele Menschen sind doch so schon zu Autoren geworden, weil ihnen die Bücher auf dem Markt nicht das gaben, was sie sich von einer guten Story erhofften – da sie es satt hatten zu warten, strengten sie ihren eigenen Kopf an.

Aber das ist natürlich anstrengend. Auch könnten Zuschauer und Leser das Werk schlussendlich langweilig oder absurd finden. Allerdings gehört genau das zum allgemeinen Lebensrisiko: Wer ernst genommen werden will, muss auch bereit sein etwas zu riskieren und Kritik einzustecken. Sonst bleibt man ewig im Entwicklungsstadium des trotzigen Kindes stecken.

Imperialisten, die gerade einen Krieg gegen die Taliban verloren haben – „Um Taiwan zu schützen, müssen wir bereit sein, gegen China in den Krieg zu ziehen.“

Imperialisten, die gerade einen Krieg gegen die Taliban verloren haben – „Um Taiwan zu schützen, müssen wir bereit sein, gegen China in den Krieg zu ziehen.“

Caitlin Johnstone

Ich bin wirklich beunruhigt darüber, wie viele Menschen bereit wären, wegen der Regierungspräferenzen Taiwans einen Weltkrieg zu führen. Die Macht und Wirksamkeit der imperialen Propagandamaschine erstaunt mich immer wieder.

Die erstaunliche Menge an Zurückweisung, die ich für meine sehr vernünftige und normale „Lasst uns nicht den Dritten Weltkrieg wegen Taiwan führen“-Position erhalte, macht überdeutlich, dass viele Leute nicht wirklich verstehen, dass einen Krieg zu beginnen bedeutet, dass man tatsächlich Menschen in diesen Krieg schicken muss.

Die richtige Antwort auf jemanden, der einen Krieg befürwortet, wenn China Taiwan angreift, ist: „Sind Sie Soldat?“

Die richtige Antwort, wenn sie unweigerlich mit „Nein“ antworten, ist: „Dann halten Sie die Klappe.“

Menschen, die sich mit der Idee zunehmender Aggressionen zwischen atomar bewaffneten Nationen anfreunden können, haben einfach nicht genug darüber nachgedacht, was ein Atomkrieg ist, und haben nicht genug über die vielen verschiedenen Möglichkeiten gelernt, wie er entstehen könnte. Es ist eine Bequemlichkeit, die durch Abschottung aufrecht erhalten wird.

Die Entscheidung, gegen China in den Krieg zu ziehen, wäre die wichtigste und folgenreichste Entscheidung, die jemals in der Geschichte der Menschheit getroffen wurde. Man müsste sie gegen Millionen bis Milliarden von Toten abwägen. Die Verteidigung von Taiwans bevorzugter Regierung würde eindeutig nicht genug wiegen, um diese Kosten zu rechtfertigen.

Die größte Waffe des Imperiums ist nicht sein Militär, sondern seine Propagandamaschine.

Prozentsatz der Amerikaner, die den Einsatz von US-Truppen befürworten, falls China in Taiwan einmarschiert – Tendenz steigend

The empire’s greatest weapon is not its military, but its propaganda machine.https://t.co/z9Balij66M

— Caitlin Johnstone ⏳ (@caitoz) October 9, 2021

Die größte Waffe des Imperiums ist nicht sein Militär, sondern seine Propagandamaschine. Noch nie gab es etwas Vergleichbares wie die globale narrative Kontrolle durch die westlichen Nachrichtenmedien, das Silicon Valley und Hollywood. Das Militär führt Kriege, die Propagandamaschine gewinnt sie, lange bevor sie beginnen.

Eine klare und gut informierte Untersuchung der Probleme der Welt wird Sie immer wieder zu diesem einen grundlegenden Thema zurückbringen: dass die Bewohner der Erde massenhaft psychologisch so manipuliert werden, dass sie sich in einer Weise organisieren, die den Mächtigen und nicht den Menschen dient.

Herzlichen Glückwunsch an diejenigen, die mit demselben hoch angesehenen Friedenspreis ausgezeichnet wurden wie Barack Obama und Henry Kissinger.

Kritischer Journalismus über eine Regierung, die das Imperium im Visier hat: einen Friedensnobelpreis erhalten.

Kritischer Journalismus über das Imperium: Sie werden von der CIA ermordet.

Echte Annullierungskultur ist, wenn die CIA ein Attentat auf einen Journalisten plant, der authentische Dokumente im öffentlichen Interesse veröffentlicht.

Was? Werden nicht alle Informanten so behandelt?

What? Isn’t that how all whistleblowers are treated? https://t.co/1jsqcLwhIr

— Caitlin Johnstone ⏳ (@caitoz) October 7, 2021

Es ist sehr niedlich, wie wir alle denken, dass alle anderen leichtgläubig sind, nur wir nicht. Selbst die Annahme, dass das wahr ist, ist schon sehr leichtgläubig.

Menschen sind nicht von Natur aus verkorkst, wir sind nur traumatisiert und werden von einem missbräuchlichen System manipuliert, um verkorkste Dinge zu tun. Nur sehr wenige der hässlichen Verhaltensweisen, die wir bei Menschen sehen, würden existieren, wenn wir bewusste und mitfühlende Systeme hätten, um uns in dieser Welt zu organisieren.

Jeder versteht, dass es falsch ist, eine ganze Gruppe für die Missetaten einiger weniger ihrer Mitglieder verantwortlich zu machen, aber nur wenige Menschen scheinen diese Logik auf die Menschheit als Ganzes anzuwenden. Alle unsere Systeme werden von den Schlimmsten unter uns beherrscht, einfach weil sie soziopathisch genug sind, um an die Spitze zu gelangen.

Im Grunde genommen läuft es darauf hinaus, dass die Mehrheit nicht versteht, wie der Verstand von Soziopathen funktioniert oder wie man ihnen entgegentreten kann, und dass das Trauma der vorangegangenen Generationen immer wieder Soziopathen hervorbringt. Ich denke, das ursprüngliche Trauma geht auf unsere evolutionären Vorfahren zurück, die buchstäblich ihr Leben damit verbrachten, vor riesigen Monstern davonzulaufen, die sie fressen wollten. Unsere Nervensysteme funktionieren auch heute noch auf diese Weise, auch wenn diese Monster längst verschwunden sind.

Wenn wir nur ein oder zwei Generationen lang eine Pause einlegen könnten, um dieses Trauma zu heilen, wäre alles in Ordnung. Aber wir geben unser Trauma immer wieder an neue Generationen weiter, weil die Schlimmsten unter uns immer wieder alle Versuche vereiteln, ein bewusstes System aufzubauen.

Um die Tatsache zu kompensieren, dass es der Linken niemals irgendwelche wirtschaftlichen Zugeständnisse machen wird, hat das Imperium einige Zugeständnisse bei der Rassen- und Sexualgerechtigkeit lautstark verstärkt, so dass jetzt, obwohl sich eigentlich nichts geändert hat, die Rechten immer noch behaupten, die Politik sei „zu weit nach links gerückt“. Das gibt den Propagandisten verschiedene Werkzeuge in die Hand: Es hält den Diskurs über Themen aufrecht, die den Plutokraten oder Kriegstreibern niemals schaden werden, und es nährt die Dynamik des Kulturkampfes, die uns-gegen-sie-Propagandataktiken erleichtert.

Propaganda ist die Grundlage all unserer Probleme, und die Dynamik „wir gegen sie“ ist die Grundlage der Propaganda. Wenn die Menschen auf eine intuitive, erfahrungsbezogene Weise zu der Realität erwachen können, dass alles eins ist, können wir uns gegen Propaganda impfen und beginnen, uns gemeinsam auf den Weg der Gesundheit zu begeben.

Da Daten zeigen, dass das COVID-Risiko für Kinder keine außergewöhnliche Bedrohung darstellt und die NYT übertreibt die Zahl der Kinder, die mit COVID ins Krankenhaus eingeliefert wurden

Da Daten zeigen, dass das COVID-Risiko für Kinder keine außergewöhnliche Bedrohung darstellt und die NYT übertreibt die Zahl der Kinder, die mit COVID ins Krankenhaus eingeliefert wurden

childrenshealthdefense.org: Die New York Times hat letzte Woche einen Artikel korrigiert, in dem es hieß, dass fast 900.000 Kinder in den USA mit COVID ins Krankenhaus eingeliefert wurden, während die tatsächliche Zahl 63.000 beträgt. In einem Meinungsartikel in der Times wurden Daten zitiert, die zeigen, dass ein ungeimpftes Kind ein geringeres Risiko hat, sich mit dem Virus zu infizieren, als ein vollständig geimpfter 70-Jähriger.

Die New York Times hatte in einem Artikel vom 6. Oktober die Zahl der Kinder, die in den USA mit COVID ins Krankenhaus eingeliefert wurden, um mehr als 800.000 zu hoch angegeben. Die Times räumte diesen Fehler und andere Fehler in demselben Artikel am folgenden Tag ein, indem sie am Ende des ursprünglichen Artikels eine Korrektur hinzufügte.

Die Times hatte ursprünglich berichtet, dass seit Beginn der Pandemie „fast 900.000 Kinder mit COVID ins Krankenhaus eingeliefert wurden“. In dem korrigierten Artikel, der am 7. Oktober aktualisiert wurde, heißt es: „Mehr als 63.000 Kinder wurden von August 2020 bis Oktober 2021 mit COVID-19 ins Krankenhaus eingeliefert“.

Laut Fox News hieß der ursprüngliche Times-Artikel: „A New Vaccine Strategy for Children: Just One Dose, for Now (Eine neue Impfstoffstrategie für Kinder: Vorerst nur eine Dosis)“, von Apoorva Mandavilli, Reporterin für Wissenschaft und Gesundheit, war mit Fehlern gespickt“, bevor größere Änderungen an der Geschichte vorgenommen wurden.

Die Times hatte nicht nur die Zahl der mit COVID ins Krankenhaus eingelieferten Kinder zu hoch angegeben, sondern auch die Maßnahmen der schwedischen und dänischen Aufsichtsbehörden falsch wiedergegeben, die den COVID-Impfstoff von Moderna für jüngere Altersgruppen letzte Woche aufgrund von Berichten über Herzmuskelentzündungen pausiert hatten, und den Zeitpunkt eines geplanten Treffens der US-Gesundheitsbehörde FDA zur Erörterung der Zulassung des Impfstoffs von Pfizer-BioNTech für Kinder im Alter von 5 bis 11 Jahren falsch angegeben.

In der Korrektur am Ende des ursprünglichen Artikels heißt es:

„In einer früheren Version dieses Artikels wurden die Maßnahmen der Aufsichtsbehörden in Schweden und Dänemark nicht korrekt beschrieben. Sie haben die Verwendung des Moderna-Impfstoffs bei Kindern gestoppt; sie haben nicht damit begonnen, Einzeldosen anzubieten. In dem Artikel wurde auch die Zahl der COVID-Krankenhausaufenthalte bei Kindern in den USA falsch angegeben. Es handelt sich um mehr als 63.000 von August 2020 bis Oktober 2021, nicht um 900.000 seit Beginn der Pandemie. Außerdem wurde in dem Artikel der Zeitpunkt einer F.D.A.-Sitzung zur Zulassung des Impfstoffs von Pfizer-BioNTech für Kinder falsch angegeben. Sie findet Ende dieses Monats statt, nicht nächste Woche.

Ungeimpftes Kind hat geringeres COVID-Risiko als geimpfter 70-Jähriger, zeigen Daten

Die nach Alter und Impfstatus aufgeschlüsselten Krankenhausaufenthaltsraten in King County, Washington, enthalten einige der detailliertesten COVID-Daten des Landes und zeigen, dass die Risiken für ungeimpfte Kinder ähnlich hoch sind wie die Risiken für geimpfte Menschen in ihren 50ern.

Quelle: Gesundheitsministerium von Washington

Einem heute in der New York Times veröffentlichten Artikel zufolge zeigen landesweite Statistiken aus dem Vereinigten Königreich einen noch größeren Altersunterschied. Ungeimpfte Kinder unter 12 Jahren (eine Gruppe, die in der nächsten Grafik mit ungeimpften Kindern unter 18 Jahren zusammengefasst ist) schienen ein geringeres Risiko einer COVID-Infektion zu haben als geimpfte Menschen in ihren 40ern, wenn nicht sogar 30ern.

Quelle: UK Health Security Agency

„COVID ist eine Bedrohung für Kinder. Aber es ist keine außergewöhnliche Bedrohung“, sagte Dr. Alasdair Munro, ein Spezialist für pädiatrische Infektionskrankheiten an der Universität Southampton, in einem Tweet. „Es ist etwas ganz Normales. Im Allgemeinen sind die Risiken einer Ansteckung ähnlich wie bei anderen Atemwegsviren, über die man wahrscheinlich nicht viel nachdenkt.“

In fact, for smaller children (pre school) viruses like RSV are much more likely to result in hospitalisation and severe disease

We are heaving with RSV and other viruses in children’s ED, but despite record numbers of community cases are still seeing very little #COVID19

2/

— Alasdair Munro (@apsmunro) October 11, 2021

Bei Kindern, die nicht an einer schweren Krankheit leiden, ist die Gefahr einer schweren COVID so gering, dass sie nur schwer zu quantifizieren ist. Bei Kindern mit einer solchen Erkrankung ist die Gefahr zwar höher, aber immer noch geringer, als viele Menschen glauben, berichtet die Times.

Experte drängt auf „unzerbrechliche Resistenz“ gegen Impfstoffe für Kinder

In einer am 4. Oktober von der Association of American Physicians and Surgeons veröffentlichten Präsentation drängte Dr. Peter McCullough, ein Berater, Kardiologe und einer der fünf meistpublizierten medizinischen Forscher in den USA, auf einen „unerbittlichen und unzerbrechlichen Widerstand“ gegen die COVID-Impfung von Kindern.

McCullough wies auf das erhebliche Risiko hin, dass junge Menschen durch COVID-Impfstoffe an Myokarditis erkranken, und zitierte dabei eine Arbeit von Dr. Tracy Høeg, einer Expertin für medizinische Epidemiologie,

„Myokarditis ist sicherlich sehr real. Sie ist auf den Impfstoff zurückzuführen“, sagte McCullough.

„Die Wahrscheinlichkeit einer Myokarditis und eines Krankenhausaufenthalts mit Myokarditis bei einem dieser Kinder, die zur Impfung gezwungen werden, ist größer als bei einer Krankenhauseinweisung wegen COVID-19. Es ist also viel besser für die Kinder, sich nicht impfen zu lassen und das Risiko einer Atemwegsinfektion einzugehen.“

McCullough sagte:

„Das muss ganz klar gesagt werden. Die FDA sagt: ‚WARNUNG: Dies verursacht Myokarditis. Don’t do it.‘ Die FDA hat uns das gesagt. Die CDC [Centers for Disease Control and Prevention] stimmt mit allen Daten überein. Das bedeutet aber nicht, dass Kinder geimpft werden müssen. Es bewirkt genau das Gegenteil: einen unglaublichen, unnachgiebigen und ungebrochenen Widerstand gegen die Impfung der Kinder. Es ist einfach unter keinen Umständen sicher. Punkt. Punkt und aus.“

McCullough führte Statistiken an und erklärte, dass die Medizin niemals in der Lage sein wird, diese Krankheit „durch Impfung auszurotten“ – aber eine frühzeitige Behandlung, die „funktioniert“ und eine Herdenimmunität aufbaut, ist der richtige Weg.

Nach den jüngsten Daten des Vaccine Adverse Event Reporting System (VAERS) – einem System zur Überwachung der Sicherheit von Impfstoffen, das gemeinsam von den Centers for Disease Control and Prevention und der U.S. Food and Drug Administration verwaltet wird – wurden in den USA 520 Fälle von Myokarditis und Perikarditis (Herzentzündung) in der Altersgruppe der 12- bis 17-Jährigen gemeldet, von denen 508 auf den Impfstoff von Pfizer zurückzuführen sind.

In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass VAERS nur 1 % der tatsächlichen unerwünschten Ereignisse von Impfstoffen meldet.

Am 10. Mai wurde der COVID-Impfstoff von Pfizer für die Verwendung bei Kindern im Alter von 12 bis 15 Jahren zugelassen. Am 30. September übermittelte Pfizer der FDA erste Daten aus seiner Impfstoffstudie an Kindern im Alter von 5 bis 11 Jahren.

Der unabhängige Impfstoff-Beratungsausschuss der FDA wird im Oktober drei Sitzungen abhalten, um COVID-Auffrischungsimpfungen, kombinierte Auffrischungsimpfungen und Impfstoffe für Kinder im Alter von 5 bis 11 Jahren zu erörtern, teilte die Behörde letzte Woche mit.

Bei den ersten beiden Sitzungen am 14. und 15. Oktober geht es um Auffrischungsimpfungen von Moderna und den COVID-Impfstoffen von Johnson & Johnson, die beide für die Verwendung bei Erwachsenen zugelassen sind.

Während der zweiten Sitzung wird der Ausschuss auch Daten der National Institutes of Health über die Sicherheit und Wirksamkeit von Erstdosen eines COVID-Impfstoffs und später einer Auffrischungsdosis eines Impfstoffs eines anderen Herstellers diskutieren.

München: Bei Coronaverdacht keine Evakuierung – Behörde riskiert Bombentod

München: Bei Coronaverdacht keine Evakuierung – Behörde riskiert Bombentod

Diese Geschichte zeigt, wohin die komplett geisteskrank anmutende Corona-Hysterie mittlerweile führt. Speziell in Söders Bayern scheint man sich von der Zurechnungsfähigkeit schon völlig verabschiedet zu haben. Behörden verweigerten die Evakuierung einer jungen Frau, da sie als Kontaktperson eines positiv getesteten Kindes galt. Das Beste daran: Die Frau gilt als vollständig geimpft.

Ein Kommentar von Willi Huber

An der Geschichte ist alles krank und alles falsch, was man sich in einem vorgeblich zivilisierten Land nur denken kann. Bei Bauarbeiten war in München ein gefährliches Kriegsrelikt gefunden worden. Teile des Stadtteils München-Ramersdorf mussten für die Bergung und Entschärfung evakuiert werden. Es handelte sich um eine 75 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg.

2.600 Personen wurden auf Anordnung der Behörden evakuiert. Bis auf eine Kleinfamilie. Denn die junge Julia W. musste in ihrer Wohnung bleiben. Sie habe nur die Anweisung bekommen, sich in einem bestimmten Bereich ihrer Wohnung aufzuhalten. So berichtet sie auf „Radio Gong 96.3“. Die Feuerwehr München bestätigte diesen Vorfall gegenüber dem Radiosender. Die Frau wäre in ihrer Wohnung genug geschützt gewesen. Ob sie dort mit dem angeblich infizierten Kind, möglicherweise ihrem eigenen, bange Stunden verbringen musste, wurde nicht geklärt.

Höchstwahrscheinlich hatte aber weder Julia W. noch das Kind irgendwelche Symptome. Ein positiver Test alleine besagt eigentlich gar nichts, es kann sich ja auch um einen Fehler handeln. Dass man überhaupt auf die Idee kommt, einem symptomfreien Menschen die Evakuierung zu verweigern obwohl es angeblich doch so tolle und sichere Hilfsmittel wie die FFP2-Masken gibt, ist äußerst spannend. Hinzu kommt, dass man es offenbar nicht so gestalten konnte, dass die Frau (und ihr Kind) bei einer Evakuierung nicht mit anderen Menschen in Berührung kommt. Wenn man kurz darüber nachdenkt, kann man nur den Kopf schütteln.

Im Söder-Bayern ist es mittlerweile also wichtiger, einer eingebildeten, abstrakten Gefährdung Folge zu leisten, als Menschen vor lebensbedrohenden Explosivstoffen zu schützen. Wie es einem psychisch ergehen muss, wenn man in diesen Stunden ganz alleine auf ein Ende des Bombenalarms warten muss, kann sich jeder ausdenken. Covid-19 scheint sich immer mehr zu einer Geisteskrankheits-Epidemie auszuweiten.

Das neue Schlachtfeld: Medienpolitik ist Machtpolitik

Das neue Schlachtfeld: Medienpolitik ist Machtpolitik

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Von MdL SVEN W. TRITSCHLER* | Der Bundestagswahlkampf 2021 war durchsetzt mit Warnsignalen aus der deutschen Medienlandschaft. Gerade bei ARD und Co. war die politische Schlagseite kaum noch zu übersehen – schon in den 50ern war dieser „Rotfunk“ der CDU ein Dorn im Auge. Ob das von Adenauer stattdessen angestrebte „Deutschland-Fernsehen“ wirklich etwas verbessert hätte, […]

Kommunikations-Experte Dr. Roman Braun: So werden wir betrogen und gelenkt

Kommunikations-Experte Dr. Roman Braun: So werden wir betrogen und gelenkt

Der Kommunikationsexperte, Psychologe und Pädagoge Dr. Roman Braun ist NLP-Mastertrainer und schult Spitzenpolitiker und Top-Manager in ihrer Rhetorik. Er war oft genug an Propaganda beteiligt, um zu wissen, wann sie passiert – und vor allem, um zu wissen, was noch auf uns zukommen wird. Im „AUFrecht AUF1“-Interview bei Elsa Mittmannsgruber erklärte er die perfidesten Mechanismen, mit denen die Mächtigen die Menschen beeinflussen. 

  • Gute Propaganda ist nicht auf den ersten Blick erkennbar
  • Methode des „Pre-Teaching“: Unbeliebte Absichten werden vorbereitet, indem man sich zum Schein von ihnen vorab distanziert – im Kombination mit Salami-Taktik
  • „Pre-Framing“: Menschen wird erzählt, wie sie ein Ereignis einordnen sollen – alle anderen bekommen den Stempel des Verschwörungstheoretiker
  • Durch Atomarisierung wird Widerstandspotenzial gebrochen: Die Menschen sollen sich alleine vorkommen, glauben bei Unwohlsein sei etwas falsch mit ihnen
  • Komplexe Täter/Opfer/Retter-Beziehung erlaubt des den Mächtigen, bestimmte Bedrohungen zu erschaffen
  • Widerstand schwierig, da Eliten heute an einem Strang ziehen – aber möglich

Gute Propaganda auf den ersten Blick nicht zu erkennen

Manipulation beginnt im kleinen, privaten Raum – und ist alltäglich. Man versucht, seine Mitmenschen zu überzeugen, diese wägen ab und rechnen damit. Zur Propaganda wird Manipulation also erst, wenn sie sich gegen unsere Glaubenssätze richtet, also um Strukturen, die sich nicht nach dem Tagesgeschäft richten, sondern unsere grundsätzliche Meinung und Einstellung zu wichtigen Themen betreffen. Ziel der Propaganda ist, „diese grundsätzlichen Einstellung zu verändern, am besten dauerhaft und zu Gunsten von jemandem, der weiß, was er tut, und sich Vorteile davon erhofft“, erklärt Dr. Braun die Gefahr.

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Problematisch ist, dass gute Propaganda nicht als solche erkennbar ist. Um sie zu entlarven, muss man zuerst spüren, dass überhaupt versucht wird, die Grundeinstellung zu ändern – und man muss tatsächlich um sich blicken. Menschen, die bereits kritisch sind und ahnen, dass „die da oben“ nicht immer nur das Beste will, seien somit eher prädestiniert zu erkennen, zu wessen Vorteil und mit welcher Absicht etwas geschieht. Der Mensch neige zudem dazu, zu wollen, dass sich die Dinge nicht ändern. Aus diesem Grund dürften die Eliten nicht mit dem Vorschlaghammer vorgehen: „Man darf nicht sagen, ab heute ist alles anders.“ Dabei behelfen sich die Mächtigen unterschiedlicher Mechanismen.



Subtile Salamitaktik: Ankündigung der „Scheibchen“

Eines dieser Propaganda-Mittel ist das sogenannte „Pre-Teaching“. Das funktioniert laut Braun wie folgt: „Ich bringe vorher schon einmal das Szenario ein, das ich später umsetzen möchte, distanziere mich aber noch davon.“ Dadurch trete ein Konzept in die Gedanken- und Gefühlswelt der Menschen – und wenn es dann gilt, ist es für sie kein Neuland mehr.  Der Experte illustriert dies an einem abstrakten Beispiel: Sage man Menschen, sie sollten sich genau jetzt keinen rosa Elefanten vorstellen, der durch eine grüne Wüste läuft, würden sie sich genau das vorstellen.

So funktioniere die menschliche Psyche: „Wir sind konkret fühlende, denkende Wesen und wir reagieren auf Sprache. Wenn ich ein Wort sage, entsteht ein Bild und ein Gefühl dazu.“ In der Fachsprache spricht man von einer „semantischen Reaktion“. Dies sei seit anderthalb Jahren gut eingesetzt worden, um Freiheiten abzubauen: „Diese Salamitaktik ist dadurch noch subtiler, weil ja zuerst angekündigt wird, welches Scheibchen wir wegschneiden.“

Ein Beispiel einer solchen Aktion sei die ursprüngliche Ablehnung von Sebastian Kurz zu Gesichtsmasken gewesen – ehe vermeintlich plötzlich die Kehrtwende kam. Braun hält dies nicht für ein Umdenken, sondern für Absicht, um die Bürger vorzubereiten: „Hätte er das Pre-Teaching nicht gemacht, wäre der Aufruhr viel größer gewesen.“

Screenshot: AUF1

Die große Vernaderung: Kritiker werden abgestempelt

Die zweite große Taktik, die zum Einsatz kommt, ist das sogenannte „Preframing“ – in Anlehnung an den Begriff des „Reframings“, bei dem Akteure gewisse Aussagen nachträglich umdeuten, etwea um einem möglichen Aufschrei zu entkommen. Auch bei dieser Methode werden mit der menschlichen Psyche gespielt. Schon vor Jahrzehnten habe der US-Kriegspropagandist Harold Laswell gesagt: „Was die Leute am liebsten wissen wollen, ist, was sie denken sollen, wenn sie nicht wissen, was sie denken sollen.“

Die Mächtigen würden dem Volk also erklären, wie sie eine unvorhergesehene Lage einordnen sollen. Ein Mustereispiel sei hier die Reaktion des früheren US-Präsidenten George W. Bush auf die Vorfälle vom 11. September 2001. „Der hat am gleichen Tag noch gesagt: Das war ein Angriff auf die USA durch islamische Verschwörer. Und wer etwas anderes behauptet, ist Verschwörungstheoretiker“, erinnert Braun. Durch die Vorgabe der von der Obrigkeit erwünschten Bewertung wurden bekanntlich tatsächlich alle, die alternative Theorien einbrachten, mit dieser Zuschreibung gebrandmarkt.

In der Folge bilde sich eine Art „Immunsystem der Meinung“: Wer mit anderen Informationen als den vorgegebenen ankommt, bekommt schnell diesen Stempel verpasst, jeder Einwand prallt an einer Wand ab. Auch in der aktuellen Krise sei dies offenkundig. Obwohl Bill Gates von Anfang an von der Impfung der gesamten Weltbevölkerung sprach und dass die Pandemie uns vier Jahre lang beschäftigen würde, wollten viele es nicht wahrhaben. Wer später auf diese Aussagen verwies, stieß wegen der von der Propaganda vorgefertigten Meinung auf taube Ohren, galt als Verschwörungstheoriker.

Screenshot: AUF1

Atomisierung nach dem Prinzip „Teile und Herrsche“

Zudem setzen die Mächtigen auf das „Teile und Herrsche“-Prinzip. Den Bürgern redet man ein, es sei ihr eigener Fehler, ihre eigene psychische Schwäche, mit Maßnahmen unzufrieden zu sein, Widerstand wird zerstreut: „Es wird dieses Unwohlsein, das wir gemeinsam haben könnten, das eine Basis sein könnte für einen Volksaufstand, atomisiert, individualisiert und pathologisiert“. Diese Taktik falle auf fruchtbaren Boden. Anstelle identitätsstiftender, einender Werte seien über die Konsumschiene konkurrierende „Fehlidentitäten“ aufgebaut worden, mit denen die Menschen polarisiert werden.

Damit einher geht die Schaffung öffentlicher Feindbilder. Hierbei bedienen sich die Eliten einer Drama-Dynamik, die bereits die USA in ihrer Außenpolitik einst perfektionierte: Ein Täter wirkt auf sein Opfer ein, dieses sucht sich seinen Retter, der in der Folge selbst zum Täter wird – und der ursprüngliche Täter zum neuen Opfer. In die Täter-Ebene könne man Beliebiges projizieren, dies passiere ständig: Man wird zum bösen Klimasünder oder Virenüberträger, die Mächtigen werden zum ausgelagerten „Über-Ich“, das dann den Einzelnen mittels Maßnahmen in die Schranken weist. Derzeit erlebe man, dass man in einem Land mit dieser Erzählung alles Mögliche durchsetzen kann.

Bildet sich Demokratieblase?

Sich dagegen zu wehren, werde immer schwieriger, da die Elite heute homogen sei und an einem Strang ziehe. Gleichzeitig kostet die Unterdrückung und Kontrolle der Menschen wenig, weil sie heute digital vonstatten gehen kann. Durch die ständige Überflutung mit Konsumanreizen und Info wird das Entstehen neuer „Demokratieblasen“ schwieriger, in ihrer Ablenkung warten die Menschen auf die nächste Scheibe an Freiheit, die man wegnimmt. Hoffnung gebe es trotzdem – solange eine Basis das Bewusstsein habe, bleibe eine Wende irgendwann greifbar.

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Beinschab und Schmid: ÖVP zittert vor möglichen Kronzeugen

Beinschab und Schmid: ÖVP zittert vor möglichen Kronzeugen

Die in die Causa-Kurz verwickelte Meinungsforscherin von „Research Affairs“ Sabine Beinschab wurde gestern festgenommen, wie Wochenblick berichtete. Kurz vor der Razzia soll sie noch Daten gelöscht haben. Laut einem Medienbericht wollte auch „Österreich“ Daten professionell löschen lassen. Chefredakteur Niki Fellner spricht von einem Missverständnis. Nun scheint sich Panik innerhalb der ÖVP breit zu machen: Denn Gerüchte um Thomas Schmid als möglichen Kronzeugen wurden laut. Und auch bei Sabine Beinschab könnte das eine Möglichkeit sein.

  • In Inseraten- und Umfrage-Causa verwickelte Meinungsforscherin wegen Verdunkelungsgefahr verhaftet – sie löschte Daten kurz vor der Razzia
  • FPÖ-Bundesparteiobmann Herbert Kickl fordert Anzeige gegen ÖVP-Schwarz wegen Ankündigung der Hausdurchsuchungen bei einer Pressekonferenz eine Woche zuvor
  • Gerüchte um mögliche Kronzeugen: Sabine Beinschab und Thomas Schmid treten womöglich als Kronzeugen für WKStA in Erscheinung – Zittern bei der ÖVP

Die Meinungsforscherin Beinschab ist in die Affäre um mutmaßlich im Sinne von Ex-Kanzler Kurz getürkte Umfragen verwickelt. Nun wird ihr vorgeworfen, Beweismittel vernichtet zu haben.

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Exklusiv. Eine verhaftete Meinungsforscherin soll Daten kurz vor der Razzia gelöscht haben. Auch Österreich wollte Daten professionell vernichten lassen. Im Speziellen Daten aus Cloud und Messenger-Diensten. „Ein Missverständnis“ nennt das Niki Fellner. https://t.co/pB5BgYQPCE

— @anna_thalhammer (@anna_thalhammer) October 12, 2021

Der FPÖ-Chef Herbert Kickl fordert daher eine Anzeige gegen die VP-Vizegeneralsekretärin Gabriela Schwarz, falls sich das als Tatsache herausstellen sollte. Diese hätte mit ihrer Pressekonferenz, in der sie über anstehende Razzien bei der ÖVP sprach, die „Initialzündung zur Beweismittelzerstörung“ gegeben.

Kickl fordert Strafanzeige gegen Schwarz

„Es ist höchste Zeit, diese Dame mit einer Strafanzeige einzudecken“, stellte Kickl laut Medienbericht fest. Die ÖVP-Abgeordnete hätte mit ihrer Pressekonferenz eine Woche vor den Razzien die Betroffenen praktisch gewarnt. Er wies auch darauf hin, dass womöglich weiteres Beweismaterial in von der ÖVP geführten Ministerien vernichtet werden könnte. Im Zuge der gestrigen Sondersitzung des Nationalrates hatte die FPÖ einen Misstrauensantrag gegen die gesamte türkis-grüne Regierung gestellt, der allerdings an zu wenigen Stimmen scheiterte. Kickl kritisierte auch den neuen Kanzler, Alexander Schallenberg (ÖVP) scharf. Das Zu-Boden-Werfen der Anordnung zur Hausdurchsuchung, die NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger an Schallenberg übergeben hatte, bezeichnete Kickl als „Entgleisung“. Danach gefragt, ob er glaube, dass die aktuelle Regierung bis 2024 halte, meinte Kickl: “Ich würde keinen Euro darauf wetten.“

Kronzeugen: Steigende Nervosität bei ÖVP

Nach der Verhaftung Beinschabs wegen Verdunkelungsgefahr dürfte bei einigen Funktionären der ÖVP das große Zittern aufkommen. Man hat offenbar Angst vor möglichen Kronzeugen. Medien spekulieren bereits, ob die Meinungsforscherin Beinschab womöglich unter dem Druck der Befragungen durch die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) zusammenbrechen und zur Kronzeugin mutieren könnte. Insgesamt wird seitens der WKStA gegen zehn Personen in der Causa wegen Untreue und Bestechlichkeit bzw. Bestechung ermittelt.

Neben Kurz und den Fellner-Brüdern ist auch Ex-ÖBAG-Chef Thomas Schmid im Visier. Schmids Smartphone ist die Hauptquelle der Ermittler. 300.000 Chats wurden gefunden und sind zum großen Teil noch auszuwerten. Gestern seien Gerüchte laut geworden, dass auch Schmid womöglich zum Kronzeugen werden könnte, wie eine Tageszeitung berichtet. Sein Anwalt, Thomas Kralik, habe sich dazu jedoch nicht äußern wollen. Die Nervosität bei der ÖVP ist umso verständlicher, wenn man bedenkt, was passieren würde, wenn Schmids Insiderwissen über die Machenschaften der Türkisen an die Öffentlichkeit dringt. Für ihn selbst würde das strafmildernd ausgelegt werden. Eine gute Möglichkeit für Schmid, zumindest den eigenen Hals aus der Schlinge zu ziehen. Er wäre nicht der erste „Prätorianer“, der hilft, den Machthaber zu stürzen…

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