Kategorie: Nachrichten
Star-Philosoph zu Corona: Die gehorcht haben, werden den Preis dafür bezahlen
Lange schon ist der italienische Star-Philosoph Giorgio Agamben der Ansicht, dass der Ausnahmezustand zum neuen Paradigma des Regierens geworden ist. Durch die Corona-Politik begegnet dieser Ausnahmezustand Agamben nun unbestreitbar. Er spaltete sich vom Mainstream ab und wartet seither mit haarscharfen, aber auch beunruhigenden Analysen auf. In seinem jüngsten Essay „Eine Gemeinschaft in der Gesellschaft“ appelliert Giorgio Agamben dafür, eigene Gemeinschaften abseits des Corona-Totalitarismus zu gründen. Nur so sei ein Überleben möglich. Wochenblick veröffentlicht hier die deutsche Übersetzung des Essays.
- Star-Philosoph aus Italien
- Früher von Linken gefeiert – Jetzt spaltete er sich vom Mainstream ab
- Corona-Kritik führt ihn in den Widerstand
- These: Ausnahmezustand wurde zum neuen Paradigma des Regierens
- Dissidenten werden als „Vogelfreie“ abgespalten
- Nur so können wir überleben: Eigene Gemeinschaften in der Gesellschaft gründen (neuer Agamben-Essay)
Seit den 1990ern ist Giorgio Agamben der wohl meist beachtete Philosoph der Gegenwart. Vor allem seitens der Linken wurde Agamben in den letzten Jahren gefeiert. Seine Totalitarismus-Analysen gelten als führend in seinem Bereich. Demokratien seien vor dem totalitären Zugriff auf den einzelnen längst nicht gefeit. Beispielhaft ist für Agamben etwa das US-Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba und nun vor allem die Corona-Diktatur. Agamben zeigt auf, wie die herrschende Klasse die Menschen in Regimetreue („Heilige“) und Vogelfreie spaltet.
„Es sind diejenigen, die unklugerweise gehorcht haben, die den Preis dafür zahlen werden.“
– Giorgio Agamben, 2021
Eine Gemeinschaft in der Gesellschaft
Von Giorgio Agamben, am 17. September 2021 für Quodlibet.it
Italien, das politische Laboratorium des Westens, in dem die Strategien der herrschenden Mächte in ihrer extremen Form im Voraus ausgearbeitet werden, ist heute ein Land in menschlichem und politischem Ruin, in dem sich eine skrupellose, zu allem entschlossene Tyrannei mit einer von pseudoreligiösem Terror beherrschten Masse verbündet hat, die bereit ist, nicht nur die so genannten verfassungsmäßigen Freiheiten, sondern sogar jegliche Wärme in den menschlichen Beziehungen zu opfern.
Zu glauben, dass der grüne Pass eine Rückkehr zur Normalität bedeutet, ist in der Tat naiv. So wie bereits ein dritter Impfstoff eingeführt wurde, werden neue Impfstoffe eingeführt und neue Notsituationen und rote Zonen ausgerufen werden, solange die Regierung und die Machthaber dies für sinnvoll halten. Und es sind diejenigen, die unklugerweise gehorcht haben, die den Preis dafür zahlen werden. Unter diesen Bedingungen müssen die Dissidenten, ohne jedes mögliche Instrument des unmittelbaren Widerstands aufzugeben, darüber nachdenken, so etwas wie eine Gesellschaft in der Gesellschaft zu schaffen, eine Gemeinschaft von Freunden und Nachbarn innerhalb der Gesellschaft der Feindschaft und der Distanz.
Die Formen dieser neuen Klandestinität, die sich so weit wie möglich von den Institutionen unabhängig machen muss, müssen von Zeit zu Zeit überdacht und erprobt werden, aber nur sie können das menschliche Überleben in einer Welt garantieren, die sich einer mehr oder weniger bewussten Selbstzerstörung verschrieben hat.
Von Giorgio Agamben, am 17. September 2021 für Quodlibet.it
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Zehn Jahre nach «Fukushima»: Atomkraft auf dem Vormarsch

Die Kernenergie ist hierzulande als angeblich veraltete Technologie verschrien. International aber setzen immer mehr Länder auf AKW, auch um das Klima zu schonen. Bis 2050 könnten sich die nuklearen Produktionskapazitäten verdoppeln.
Der italienische Umweltminister Roberto Cingolani hat an einem Tabu gerüttelt. Er hat durchblicken lassen, dass die Atomkraft für Italien eine Option sein könnte. Das hat ihm einen Sturm der Entrüstung eingebracht – und Morddrohungen.
Nach dem Unglück von Tschernobyl 1986 hat Italien seine drei Atommeiler abgeschaltet. In zwei Abstimmungen – 1987 und 2011 – haben sich die Italienerinnen und Italiener gegen Kernkraft ausgesprochen. Doch jetzt hat sich Cingolani erlaubt, auf die Vorteile der vierten Generation von Atomkraftwerken hinzuweisen die sich weltweit in Entwicklung befindet Atomkraftwerken hinzuweisen, die sich weltweit in Entwicklung befindet.
«Wenn sich irgendwann herausstellt, dass nur wenige Kilogramm radioaktiver Abfälle anfallen, die Sicherheit hoch und die Kosten niedrig sind, wäre es töricht, diese Technologie nicht in Betracht zu ziehen», sagte Roberto Cingolani. Seine Leibwache musste daraufhin verstärkt werden.
Neue Reaktoren in Bangladesch und Ägypten
Ob Italien je wieder in die Atomkraft einsteigt, steht in den Sternen. Tatsache ist aber, dass sich mehrere Länder neu für die Kernenergie entschieden haben – oder sogar schon an Reaktoren bauen. So werden derzeit je zwei Reaktoren in Bangladesch und in der Türkei errichtet. Auch Ägypten und Usbekistan wälzen konkrete Pläne für einen Einstieg in die Kernkraft.
Es gibt zudem eine lange Liste von Ländern, die an der Atomtechnologie zumindest sehr interessiert sind. Zu ihnen zählen Jordanien, Indonesien, Kasachstan, Litauen, Saudi-Arabien,
Thailand und Vietnam. Auch Algerien, Äthiopien, Ghana, Kenia, Laos, Marokko, Nigeria, Philippinen und Ruanda klären ab, ob sie in die Technologie einsteigen wollen.
Keine Todesopfer wegen «Fukushima»
Vor zehn Jahren ereignete sich der Atomunfall im japanischen Fukushima. Gleich bei mehreren Reaktoren kam es zu einer Kernschmelze. Obwohl wegen «Fukushima» kein einziger Mensch ums Leben kam, war der Unfall für die Kernkraft weltweit ein herber Rückschlag. Japan nahm seine ganze Flotte, die aus 54 Reaktoren bestand, vorübergehend vom Netz. Deutschland schaltete mehrere Reaktoren definitiv ab und will bis Ende nächstes Jahr die letzten sechs Atommeiler stilllegen. Die Schweiz beschloss, keine neuen AKW mehr zu bauen. Hierzulande bezeichnen AKW-Gegner die Atomenergie regelmässig als «veraltete Technologie».
Doch die Kernenergie ist heute wieder auf dem Vormarsch. Zum ersten Mal seit dem Unglück von Fukushima hat die Internationale Atomenergie-Agentur (IAEA) ihre Prognose zum weltweiten Ausbau nach oben revidiert. Bis 2050 könnten sich demnach die Produktionskapazitäten für Atomstrom von heute 392 Gigawatt auf 792 Gigawatt verdoppeln. Das entspricht zumindest dem Maximalszenario im jüngsten Jahresbericht der IAEA (siehe hier).
10 Prozent des Stroms kommen aus der Atomkraft
792 Gigawatt – das sind 10 Prozent mehr, als die Agentur letztes Jahr geschätzt hat. In einem konservativen Szenario der IAEA würde die Produktionskapazität 2050 hingegen auf dem heutigen Niveau bleiben. 2020 stammten rund 10 Prozent des weltweit erzeugten Stroms aus der Kernkraft.
Derzeit befinden sich 52 Reaktoren im Bau, davon 13 in China, 7 in Indien und 4 in Südkorea.
Ende letzten Jahres waren weltweit 442 Atomreaktoren in 32 Länder in Betrieb. Am meisten Reaktoren standen in den USA (94), gefolgt von Frankreich (56) und China (50). 52 Reaktoren befanden sich im Bau, davon 13 in China, 7 in Indien und 4 in Südkorea.
Allgemein wird erwartet, dass der Stromkonsum bis 2050 enorm zunimmt. Eine Verdopplung der nuklearen Produktionskapazitäten würde den Anteil der Atomkraft an der Stromproduktion darum «nur» von 10 auf 12 Prozent steigern. Bleibt die Kernenergieproduktion dagegen auf dem heutigen Niveau, würde ihr Anteil gar auf 6 Prozent fallen.
Polen will fünf Reaktoren bauen
Neu in die Kernkraft einsteigen will auch Polen. Das osteuropäische Land ist heute zu über 70 Prozent von Kohlestrom abhängig und sucht wegen des Klimaschutzes nach Alternativen. Im letzten Februar legte die polnische Regierung ein Strategiepapier vor, gemäss dem spätestens 2026 mit dem Bau eines ersten Reaktors begonnen werden soll. Bis 2043 sollen dann nicht weniger als fünf Reaktoren in Betrieb sein. Gemäss der polnischen Regierung sind AKW die «billigste Energiequelle unter Berücksichtigung der Gesamtkostenbilanz und der Betriebszeit» und könnten die «energetische Sicherheit des Landes» absichern.
Wie die IAEA schreibt, ist eine Verdopplung der Kernkraftkapazitäten bis 2050 nur möglich, wenn sich im Atomsektor neue Technologien durchsetzen. Eine Option sind kleine und modulare Reaktoren. Solche Minireaktoren will etwa die amerikanische Firma TerraPower errichten, die vom IT-Unternehmer Bill Gates gegründet wurde. Unter anderem sieht Grossbritannien den Bau von Minireaktoren vor, um seine ambitionierten Klimaziele zu erreichen. US-Präsident Joe Biden setzt ebenfalls auf die Vorteile solcher kleinen Reaktoren.
China testet einen Thorium-Reaktor
In Zukunft sollen Atomreaktoren auch sicherer werden und weniger Abfälle hinterlassen. Einen entsprechenden Reaktortyp will China in der Stadt Wuwei im Nordwesten des Landes testen. Wie das Fachmagazin «Nature» vor wenigen Tagen berichtete, soll der Testreaktor mit Thorium und Flüssigsalz statt Uran betrieben werden. Wenn das Experiment gelingt, will China bis 2030 einen Reaktor dieses Typs bauen, der genug Strom für eine Kleinstadt liefert.
«Es gibt keine wissenschaftlich fundierten Belege dafür, dass die Kernenergie der menschlichenGesundheit oder der Umwelt mehr Schaden zufügt als andere Stromerzeugungstechnologien.»
Joint Research Center der Europäischen Union
In Europa tobt derweil ein Kampf um die Atomkraft. Während Länder wie Deutschland und Österreich bremsen, haben Frankreich, Polen, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn in einem Brief an die EU-Kommission ihre Unterstützung für die Förderung der Kernenergie betont.
EU-Kommission muss sich für oder gegen Kernkraft entscheiden
Positiv zur Kernkraft geäussert hat sich auch die Gemeinsame Forschungsstelle der EU-Kommission (Joint Research Center, JRC). In einem Bericht vom letzten März schrieb das JRC, es gebe «keine wissenschaftlich fundierten Belege dafür, dass die Kernenergie der menschlichen Gesundheit oder der Umwelt mehr Schaden zufügt als andere Stromerzeugungstechnologien» (siehe hier).
Die EU-Kommission muss nun entscheiden, ob sie die Atomenergie im Rahmen ihrer grünen Finanz-Taxonomie für Investitionen empfiehlt. Offenbar tut sich die Kommission mit dem Entscheid schwer, denn dieser wird schon seit einigen Monaten erwartet. Er ist nun aber für November angekündigt.
Der Beitrag erschien zuerst im Schweizer Nebelspalter hier
Steckt die CIA hinter dem Leck in von den Pandora-Papieren?
Von Kit Klarenberg, einem investigativen Journalisten, der die Rolle der Geheimdienste bei der Gestaltung von Politik und Wahrnehmung untersucht.
Könnte die CIA hinter dem Durchsickern der Pandora-Papiere stecken, da sie sich seltsamerweise nicht auf US-Bürger konzentrieren? Es ist vielleicht kein Zufall, dass sowohl der eBay-Gründer Pierre Omidyar als auch der Investor George Soros das ICIJ und das OCCRP über ihre höchst umstrittenen „philanthropischen“ Unternehmen Luminate und Open Society finanziell unterstützen.
Die Pandora Papers, die als neues Licht auf die komplexen finanziellen Arrangements der globalen Elite gepriesen werden, werfen viele Fragen auf – nicht zuletzt: Wo sind die Amerikaner?
Sind die Autoren nicht bereit, die versteckte Hand zu beißen, die sie gefüttert hat?
Am 3. Oktober gab das in Washington, DC, ansässige International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ) bekannt, dass fast drei Terabyte belastender Daten über die Nutzung von Offshore-Finanzarrangements durch Prominente, Betrüger, Drogenhändler, Mitglieder der königlichen Familie und religiöse Führer auf der ganzen Welt geleakt wurden.
Das ICIJ leitete die nach eigenen Angaben „weltweit größte journalistische Zusammenarbeit“, an der mehr als 600 Journalisten aus 150 Medien in 117 Ländern beteiligt waren, um die 12 Millionen Dokumente, die als „Pandora Papers“ bezeichnet werden, zu durchforsten.
Die Daten enthüllen unter anderem die Nutzung von Steuer- und Finanzoasen „für den Kauf von Immobilien, Jachten, Jets und Lebensversicherungen, für Investitionen und Geldbewegungen zwischen Bankkonten, für die Nachlassplanung und andere Erbschaftsangelegenheiten sowie für die Vermeidung von Steuern durch komplexe Finanzsysteme“.
Einige Dokumente sollen auch mit „Finanzkriminalität, einschließlich Geldwäsche“ in Verbindung gebracht werden.
Während die Veröffentlichung von Artikeln über den bombenartigen Inhalt der Dokumente noch in den Kinderschuhen steckt, verspricht das Konsortium, dass die Aufzeichnungen „eine noch nie dagewesene Menge an Informationen über so genannte wirtschaftliche Eigentümer von Unternehmen, die auf den Britischen Jungferninseln, den Seychellen, in Hongkong, Belize, Panama, South Dakota und anderen geheimen Gerichtsbarkeiten registriert sind“ enthalten, wobei über 330 Politiker und 130 Forbes-Milliardäre genannt werden.
Trotz der umfangreichen Beute haben viele Kritiker darauf hingewiesen, dass die Karten des ICIJ, aus denen hervorgeht, wo diese „Eliten und Gauner“ herkommen und/oder ihren Wohnsitz haben, stark auf Russland und Lateinamerika ausgerichtet sind – kein einziger der genannten korrupten Politiker ist beispielsweise in den USA ansässig.
What a coincidence that there are zero US politicians included in the “Pandora Papers” list of offshore bank accounts. I guess they’re all pure and free from corruption!
I’m sure this has nothing to do with the fact that the so-called “leak” was likely a hack by US spy agencies https://t.co/WXIhtpqwGS
— Ben Norton (@BenjaminNorton) October 3, 2021
Die Organisation selbst stellt fest, dass die am stärksten vertretenen Länder in den Akten Argentinien, Brasilien, China, Russland und das Vereinigte Königreich sind – was seltsam erscheint, wenn man bedenkt, dass das Konsortium mehr als 1 Milliarde Dollar in in den USA ansässigen Trusts identifiziert hat, den Schlüsselinstrumenten für Steuervermeidung, -hinterziehung und Geldwäscherei.
Andererseits haben frühere Blockbuster-Veröffentlichungen des ICIJ und des Organized Crime and Corruption Reporting Project (OCCRP), seines Hauptmitarbeiters, ähnlich inkongruente Auslassungen enthalten.
So deckte das OCCRP im März 2019 den „Troika-Waschsalon“ auf, durch den russische Politiker, Oligarchen und Kriminelle angeblich Milliarden von Dollar geschleust haben.
Das OCCRP veröffentlichte zahlreiche Berichte über die Verstrickungen und detaillierte Informationen über die vielen Millionen, die dabei über große westliche Finanzinstitute, darunter die Deutsche Bank und JPMorgan Chase, gewaschen wurden.
HSBC wurde jedoch nicht ein einziges Mal erwähnt – obwohl die Troika die Bank offen als ihren „Agentenpartner“ beworben hatte und der damalige Leiter des OCCRP-Datenteams, Friedrich Lindberg, öffentlich einräumte, dass HSBC bei „allen“ korrupten Machenschaften der Troika „unglaublich prominent“ war.
This is how mediation works. Shortly after Troika Laundromat was announced I had this exchange with @OCCRP. Then they airbrush HSBC out of reports. They’re funded by FCO. pic.twitter.com/C6SUm9SJsg
— Mr Ethical (@nw_nicholas) October 4, 2021
Der Grund für dieses außergewöhnliche Versäumnis wurde nie angemessen erklärt, obwohl eine mögliche Antwort darin bestehen könnte, dass die BBC und The Guardian die Partner des OCCRP bei der Berichterstattung über die Geschichte waren.
Ersterer wurde von 2014 bis 2017 von Rona Fairhead geleitet, die zwischen 2004 und 2016 auch als nicht geschäftsführende Direktorin von HSBC tätig war.
Der Guardian unterhält seit langem eine lukrative Geschäftsbeziehung mit der Bank, die sicherlich entscheidend dafür ist, dass die angeschlagene Publikation am Leben erhalten wird.
Die Untersuchung der Panama Papers vom April 2016, die gemeinsam von ICIJ und OCCRP geleitet wurde, deckte auf, wie die Dienste der panamaischen Offshore-Anwaltskanzlei Mossack Fonseca von wohlhabenden Einzelpersonen und Amtsträgern für Betrug, Steuerhinterziehung und zur Umgehung internationaler Sanktionen genutzt wurden.
Die Berichte der beiden und die daraus resultierende Medienberichterstattung konzentrierten sich stark auf prominente Personen wie den damaligen britischen Premierminister David Cameron, der von einem in Panama ansässigen Trust profitierte, der von seinem Vater gegründet worden war.
Ein wichtiger Förderer der reißerischen Inhalte der Papers war der Milliardär Bill Browder. Der verurteilte Betrüger und eine große Anzahl von Nachrichtenagenturen, die seine Kommentare zu den undichten Stellen veröffentlichten, haben stets verschwiegen, dass er selbst in den Papieren von Mossack Fonseca genannt wird und mit einer großen Anzahl von Briefkastenfirmen in Zypern in Verbindung steht, die dazu dienten, seine Kunden von der Steuer auf die enormen Gewinne zu befreien, die er während der turbulenten 1990er Jahre bei Investitionen in Russland für sie anhäufte, und das Eigentum an verschwenderischen Immobilien zu verschleiern, die er im Ausland besaß.
Wie Browder ausgesagt hat, unterhält er eine enge Beziehung zum OCCRP, das er in seinen globalen Kreuzzug gegen Russland einbezogen hat, seit ihm 2005 kurzerhand die Einreise in das Land untersagt wurde.
Darüber hinaus haben sich Berichten zufolge viele andere Mainstream-Medien, darunter Bloomberg und die Financial Times, die er ebenfalls als Schachfiguren in seiner russlandfeindlichen Propaganda benutzt hat, geweigert, Berichte über seine dubiosen Finanzgeschäfte zu veröffentlichen.
Dieser offensichtliche Widerwille, die Hand zu beißen, die einen füttert, könnte erklären, warum die Pandora Papers die Offshore-Geschäfte reicher US-Bürger und in den USA ansässiger Einzelpersonen weitgehend verschweigen.
Nehmen wir zum Beispiel das Vermögen des eBay-Gründers Pierre Omidyar und des Investors George Soros, das sich Berichten zufolge auf mindestens 11,6 Mrd. $ bzw. 7,5 Mrd. $ beläuft – bisher wurden keine Informationen gefunden, die sie in irgendwelche fragwürdigen Machenschaften verwickeln.
Es ist vielleicht kein Zufall, dass beide das ICIJ und das OCCRP über ihre höchst umstrittenen „philanthropischen“ Unternehmen Luminate und Open Society finanzieren.
Die Liste der Geldgeber des OCCRP gibt noch weiteren Anlass zur Sorge – unter ihnen befinden sich die National Endowment for Democracy und die United States Agency for International Development, die beide erklärtermaßen der Förderung nationaler Sicherheitsinteressen der USA dienen und seit ihrer Gründung in zahlreiche militärische und geheimdienstliche Operationen zur Destabilisierung und Ablösung ausländischer „feindlicher“ Regierungen verwickelt sind.
Darüber hinaus gibt es jedoch beunruhigende Hinweise darauf, dass das OCCRP selbst von Washington zu genau diesem Zweck geschaffen wurde.
Im Juni wurde eine Pressekonferenz des Weißen Hauses zum Thema „Kampf gegen Korruption“ einberufen. Im Verlauf der Beratungen verkündete ein namenloser „hoher Regierungsbeamter“, dass die US-Regierung „die Korruptionsbekämpfung in den Mittelpunkt ihrer Außenpolitik“ stellen und „dieser Arbeit in allen Bereichen Vorrang einräumen“ wolle.
Das genaue Ausmaß dieses Anti-Korruptionsvorstoßes bleibe abzuwarten, aber man erwarte, dass „Komponenten der Geheimdienstgemeinschaft“, einschließlich des Direktors des Nationalen Nachrichtendienstes und der Central Intelligence Agency, dabei eine Schlüsselrolle spielen würden.
Ihre Aktivitäten würden die bestehenden, laufenden Bemühungen der USA ergänzen, „Korruption dort zu identifizieren, wo sie stattfindet, und geeignete politische Maßnahmen zu ergreifen“, indem sie „andere Akteure“ wie „investigative Journalisten und investigative NROs“ unterstützen, die bereits von Washington unterstützt werden.
„Wir werden prüfen, was wir an dieser Front noch tun können… Es gibt Hilfslinien, die [investigativen] Journalistenorganisationen auf die Sprünge geholfen haben“, hieß es.
„Was mir sofort in den Sinn kommt, ist das OCCRP sowie die ausländische Unterstützung für NGOs.“
Diese aufschlussreichen Worte, die damals von westlichen Nachrichtenagenturen völlig ignoriert wurden, haben angesichts der jüngsten Entwicklungen eine noch unheimlichere Resonanz erhalten.
In der Tat scheinen sie eine Blaupause für genau das zu sein, was passiert ist, mit freundlicher Genehmigung der OCCRP, eben jener Organisation, die sie „ins Leben gerufen“ hat und bis heute finanziell unterstützt.
Die Medien ihrerseits geben lediglich an, dass das ICIJ die Dokumente „erhalten“ hat, wobei die eigentliche Quelle nicht genannt wird. Daher ist es nur vernünftig zu fragen: Steckt die CIA hinter der Veröffentlichung der Pandora Papers?
Ärzte und Krankenschwestern – was sie in den letzten 18 Monaten im Gesundheitssystem vorgefunden haben:
Diskussion über die politischen und medizinischen Entscheidungen, die in den letzten 18 Monaten getroffen wurden, sowie über die wahren Beweggründe für die Schließungen, die Maskenpflicht und die Einführung der Injektionen
Ärzte und Krankenschwestern – was sie in den letzten 18 Monaten im Gesundheitssystem vorgefunden haben:
Auszüge :
21 Min. Pause:
Ich habe nur sehr wenige Menschen geimpft. Ich habe über 75-Jährige geimpft, von denen ich dachte, dass sie vielleicht von diesen Impfstoffen profitieren könnten. 14 von 70 landeten innerhalb von zwei Wochen wegen verschiedener Probleme im Krankenhaus: Blutgerinnsel, Sepsis aller Art; das war ich mit diesen Impfstoffen.
26 Minuten sind um:
Wir haben (ungeimpfte) Mitarbeiter des Gesundheitswesens, die angewiesen wurden, getrennte Toiletten und Garderoben zu benutzen und sich nicht auf den Fluren aufzuhalten, um mit anderen Mitarbeitern zu sprechen. Das ist völlig entsetzlich.
27 Minuten Pause:
Patienten wird gesagt, dass sie aufgrund ihres Impfstatus nicht für eine Organtransplantation geeignet sind
28 Min. in:
Aufgrund des fehlenden Besuchsrechts (in Krankenhäusern) weiß die Öffentlichkeit nicht, was hinter verschlossenen Türen geschieht, aber ich kann Ihnen sagen, dass es schlimm ist und sich die Situation schnell ändert
31 Min. Pause:
Ich habe Familienangehörige, die kaum mit mir sprechen, weil die Leute Angst haben … es ist alles nur Spinnerei … ganz zu schweigen von dem Geld; Geld, Geld überall für alles. Ich meine, sie haben 3,84 Milliarden extra ausgegeben, zusätzlich zu den 19 Milliarden, die sie 2021/21 hatten… Es hat sich in einem solchen Tempo entwickelt und jetzt sind sie hinter den Kindern her (Injektionen)
34 Minuten Pause
Die Zensur der Heilmittel war ein großes Problem, und als Ärzte mussten wir die Nachricht über Ivermectin und andere durch verschlüsselte Nachrichten verbreiten, um die Nachricht zu verbreiten.
1001 Impfmärchen – Eine Welt, auf Lügen gebaut – ScienceFiles-Monatsrückblick
Es gibt keinen Weg zurück in die Vor-Pandemie-Normalität. Westliche Gesellschaften scheinen einen Scheitelpunkt ihrer Existenz genommen zu haben. Ab jetzt geht es nur noch nach unten. Dass dem so ist, ist auch einem unglaublich ineffizienten Auswahlverfahren geschuldet, das dafür sorgt, dass zumeist diejenigen in Positionen zu gelangen scheinen, die am wenigsten dafür geeignet sind. Die […]
RKI verbreitete irreführende und falsche Zahlen zur Impf-Effektivität
Die Verlautbarungen der deutschen Bundesregierung – sekundiert von fast allen größeren Medien – über die Gefahren des Covid-Virus und die Wirksamkeit der Impfstoffe geraten unter einen immer größeren Rechtfertigungsdruck. Selbst das Robert-Koch-Institut, seit anderthalb Jahren Monopolist für die Feststellung der Covid-Erkrankungen und der zu ergreifenden Gegenmaßnahmen, verstrickt sich in seinen offiziellen Zahlen zunehmend in Widersprüche.
Für die letzte Septemberwoche registrierte man in der Bundesrepublik einen Rückgang der Covid-Erkrankungen von 1.059.516 auf 839.345 Fälle, also um mehr als ein Fünftel (siehe hier und hier). Am Wochenende hatte bereits Boris Reitschuster auf die statistische Mogelpackung hinter dieser Auffälligkeit hingewiesen – woraufhin er massiv angefeindet wurde (kurz nachdem sein Youtube-Kanal wieder einmal gelöscht worden war). Völlig zu Recht jedoch wirft Reitschuster dem RKI beinharte Verschleierung vor – vor allem, weil das Institut den Impfstatus in über 200.000 Fällen einfach geschätzt hat. Covid-Erkrankte mit unklarem Impfstatus wurden offensichtlich bis zum 30.09. als „ungeimpft“ gezählt, was zu einer Untererfassung von Impfdurchbrüchen führte.
Neben den Zahlen des RKI berief Reitschuster sich auf den You-Tube-Kanal „Der subjektive Student“, der die wahlweise schlampig oder vorsätzlich irreführend zu nennenden Daten-Zumutungen der obersten deutschen Gesundheitsbehörde RKI akribisch aufgedeckt und vor allem darauf verwiesen hatte, dass bei mehr als 30.000 Fällen der über 60-Jährigen gar kein Impfstatus vorlag, diese aber trotzdem schlicht als ungeimpft eingestuft wurden:
Das führt dazu, dass bei den hospitalisierten COVID-19-Fällen gesamt bei den über 60-Jährigen die Zahl am 23. September noch bei 65.621 lag, eine Woche später waren es nur noch 32.264. Bei mehr als der Hälfte der Fälle lag kein Impfstatus vor. Also man wusste bei über 30.000 Fällen seit Kalenderwoche 5 – bei über der Hälfte – keinen Impfstatus. Für die Berechnung der Impfeffektivität ist man aber bis zur letzten Woche noch davon ausgegangen, dass alle 30.000, von denen man nicht wusste, ob sie geimpft sind oder nicht, dass man bei ihnen davon ausging, dass sie ungeimpft sind. Denn bei der Berechnung der Impfeffektivität werden alle Fälle genommen, von denen man weiß, dass sie geimpft sind, und die werden dann in Bezug gesetzt zu den hospitalisierten COVID-19-Fällen gesamt. Das heißt, bei mehr als der Hälfte der über 60-Jährigen hatte man keinen Impfstatus vorliegen, aber für die Berechnung der Impfeffektivität ist man davon ausgegangen, dass 100 Prozent von ihnen ungeimpft sind. Das hat direkt Einfluss auf den Anteil der Impfdurchbrüche.
Eine einzige Mogelpackung
Diese Feststellungen sind essentiell für Erkenntnisse zur Impfeffektivität: Wenn Zehntausende trotz Impfung an Corona erkranken, mit teilweise schweren Verläufen, und diese Impfung mit zweifelhafter Wirksamkeit zur Grundlage für die Teilnahme am öffentlichen Leben erklärt wird, Arbeitnehmer um ihren Job fürchten und Studenten der Zugang zur Universität verwehrt wird, sofern sie keinen Nachweis über eine Impfung erbringen können oder wollen, über deren tatsächliche Wirksamkeit keine belastbaren Zahlen vorliegen: Dann steht wieder einmal die gesamte Corona-Politik der Regierung zur Disposition. Dies gilt für Österreich nicht minder wie für Deutschland.
Es ist nicht das erste Mal, dass das RKI sich dem Vorwurf ausgesetzt sieht, falsche Zahlen zu verbreiten. Schon einmal hatten Ungereimtheiten bei den Impfdaten für Aufsehen gesorgt, die dann zum Leitkriterium für Coronamaßnahmen gemacht wurden, obwohl es sich schlichtweg um eine invalide Datenbasis handelte.
So kann die deutsche die Öffentlichkeit stets nur mutmaßen, welche Informationen des RKI eigentlich korrekt sind – und das ausgerechnet bei Zahlen, mit denen bislang beispiellose Eingriffe in die Persönlichkeitsrechte der Bürger gerechtfertigt werden. (DM)
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Der Bestsellerautor Thor Kunkel erklärt anhand von circa 300 teils illustrierten Beispielen, wie Begriffsumdeutungen den gesunden Menschenverstand ausschalten sollen. Durch Sprachregelungen errichtet eine gleichgesinnte Obrigkeit aus Politikern und Journalisten immer neue moralische Denkblockaden, die eine kritische Auseinandersetzung mit den Realitäten verhindern sollen.
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Das Pentagon bestätigt, dass der „endlose Krieg“ weitergeht
Laut dem Sprecher des Pentagon, Admiral John Kirby, ist Präsident Joe Biden befugt, Daesh-Zellen in Afghanistan zu bombardieren, kraft des Gesetzes von 2001, das den Einsatz militärischer Gewalt erlaubt (Authorization for Use of Military Force – AUMF).
Es handelt sich um eine zumindest extensive Auslegung dieses Textes, da Daesh damals noch nicht existierte.
Vor allem schien Präsident Biden bei den Verhandlungen in Genf (Jalta 2) auf das AUMF-Gesetz von 2001 zu verzichten, das den „endlosen Krieg“ (die Rumsfeld / Cebrowski-Strategie) zulässt.
Offener Brief eines ARD-Mitarbeiters: „Ich kann nicht mehr schweigen“
Im „Multipolar-Magazin“ wurde heute der offene Brief eines langjährigen Mitarbeiters des öffentlich-rechtlichen Rundfunks publiziert, in dem dieser scharfe Kritik an der Corona-Berichterstattung übt. Ole Skambraks liefert darin Einblicke in die Arbeitsweise der großen Mainstream-Medien und bemängelt ein fehlendes journalistisches Grundverständnis, das nicht nur zu einer bedenklichen Verengung des Blickwinkels führt, sondern auch die Spaltung der Gesellschaft vorantreibt. Damit der lesenswerte offene Brief ein möglichst großes Publikum erreicht, publizieren wir ihn im Folgenden auch auf unserer Website.
Ich kann nicht mehr
Offener Brief von Ole Skambraks, zuerst veröffentlicht bei multipolar-magazin.de
Ich kann nicht mehr schweigen. Ich kann nicht mehr wortlos hinnehmen, was seit nunmehr anderthalb Jahren bei meinem Arbeitgeber, dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk passiert. In den Statuten und Medienstaatsverträgen sind Dinge wie „Ausgewogenheit“, „gesellschaftlicher Zusammenhalt“ und „Diversität“ in der Berichterstattung verankert. Praktiziert wird das genaue Gegenteil. Einen wahrhaftigen Diskurs und Austausch, in dem sich alle Teile der Gesellschaft wiederfinden, gibt es nicht.
Ich war von Anfang an der Ansicht, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk genau diesen Raum füllen sollte: den Dialog fördern zwischen Maßnahmenbefürwortern und Kritikerinnen, zwischen Menschen, die Angst haben vor dem Virus, und Menschen, die Angst haben ihre Grundrechte zu verlieren, zwischen Impfbefürworterinnen und Impfskeptikern. Doch seit anderthalb Jahren hat sich der Diskussionsraum erheblich verengt.
Wissenschaftlerinnen und Experten, die in der Zeit vor Corona respektiert und angesehen waren, denen Raum im öffentlichen Diskurs gegeben wurde, sind plötzlich Spinner, Aluhutträger oder Covidioten. Als vielzitiertes Beispiel sei hier auf Wolfgang Wodarg verwiesen. Er ist mehrfacher Facharzt, Epidemiologe und langjähriger Gesundheitspolitiker. Bis zur Coronakrise war er zudem im Vorstand von Transparency International. 2010 hat er als Vorsitzender des Gesundheitsausschusses im Europarat den Einfluss der Pharmaindustrie bei der Schweinegrippe-Pandemie aufgedeckt. Damals konnte er seine Meinung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk persönlich vertreten, seit Corona geht das nicht mehr. An seine Stelle sind sogenannte Faktenchecker getreten, die ihn diskreditieren.
Lähmender Konsens
Anstelle eines offenen Meinungsaustausches wurde ein „wissenschaftlicher Konsens“ proklamiert, den es zu verteidigen gilt. Wer diesen anzweifelt und eine multidimensionale Perspektive auf die Pandemie einfordert, erntet Empörung und Häme.
Dieses Muster funktioniert auch innerhalb der Redaktionen. Seit anderthalb Jahren arbeite ich nicht mehr im tagesaktuellen Newsgeschehen, worüber ich sehr froh bin. An Entscheidungen, welche Themen wie umgesetzt werden, bin ich in meiner aktuellen Position nicht beteiligt. Ich beschreibe hier meine Wahrnehmung aus Redaktionskonferenzen und einer Analyse der Berichterstattung. Lange Zeit habe ich mich nicht aus der Rolle des Beobachters getraut, zu absolut und unisono wirkte der vermeintliche Konsens.
Seit einigen Monaten wage ich mich aufs Glatteis und bringe hier und da eine kritische Anmerkung in Konferenzen ein. Oft folgt darauf betroffenes Schweigen, manchmal ein „Dankeschön für den Hinweis“ und manchmal eine Belehrung, warum das so nicht stimme. Berichterstattung ist daraus noch nie entstanden.
Das Ergebnis von anderthalb Jahren Corona ist eine Spaltung der Gesellschaft, die ihresgleichen sucht. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat daran großen Anteil. Seiner Verantwortung, Brücken zwischen den Lagern zu bauen und Austausch zu fördern, kommt er immer seltener nach.
Oft wird das Argument angeführt, dass die Kritikerinnen eine kleine, nicht beachtenswerte Minderheit darstellen, denen man aus Proporzgründen nicht zu viel Platz einräumen dürfe. Dies sollte spätestens seit dem Referendum in der Schweiz über die Coronamaßnahmen widerlegt sein. Obwohl auch dort ein freier Meinungsaustausch in den Massenmedien nicht stattfindet, ging die Abstimmung nur 60:40 für die Regierung aus. Kann man bei 40 % der abgegebenen Stimmen von einer kleinen Minderheit sprechen? Dabei sei noch erwähnt, dass die Schweizer Regierung die Corona-Hilfszahlungen an die Abstimmung geknüpft hatte, was die Entscheidung mancher, ihr Kreuzchen bei „Ja“ zu machen, beeinflusst haben könnte.
Die Entwicklungen dieser Krise finden auf so vielen Ebenen statt und haben Auswirkungen auf alle Teile der Gesellschaft, dass es genau jetzt nicht weniger, sondern mehr freien Debattenraum braucht.
Dabei ist nicht aufschlussreich, was alles im öffentlich-rechtlichen Rundfunk diskutiert wird, sondern was unerwähnt bleibt. Die Gründe dafür sind vielfältig und bedürfen einer ehrlichen internen Analyse. Dabei helfen können die Publikationen des Medienwissenschaftlers und ehemaligen MDR-Rundfunkrats Uwe Krüger, wie zum Beispiel sein Buch „Mainstream – Warum wir den Medien nicht mehr trauen“.
In jedem Fall erfordert es einiges an Mut, in Konferenzen, in denen Themen diskutiert und besprochen werden, gegen den Strom zu schwimmen. Oft setzt sich derjenige durch, der seine Argumente am eloquentesten vortragen kann, im Zweifel entscheidet natürlich die Redaktionsleitung. Schon sehr früh galt die Gleichung, dass Kritik am Coronakurs der Regierung dem rechten Spektrum angehört. Welche Redakteurin wagt es da noch, einen Gedanken in diese Richtung zu äußern?
Offene Fragen
So ist die Liste der Ungereimtheiten und offenen Fragen, die keine substanzielle Berichterstattung bekommen haben, sehr groß:
- Warum wissen wir so wenig über „gain of function research“ (Forschung daran, wie man Viren für den Menschen gefährlicher machen kann)?
- Warum steht im neuen Infektionsschutzgesetz, dass das Grundrecht der körperlichen Unversehrtheit und die Unverletzlichkeit der Wohnung fortan eingeschränkt werden kann – auch unabhängig von einer epidemischen Lage?
- Warum müssen sich Menschen, die bereits Covid-19 hatten, nochmal impfen, obwohl sie mindestens genauso gut geschützt sind, wie geimpfte Menschen?
- Warum wird über das „Event 201“ und die globalen Pandemieübungen im Vorfeld der Ausbreitung von SARS-CoV-2 nicht oder nur in Verbindung mit Verschwörungsmythen gesprochen? (2)
- Warum wurde das den Medien bekannte, interne Papier aus dem Bundesinnenministerium nicht in Gänze veröffentlicht – und in der Öffentlichkeit diskutiert, in dem gefordert wurde, dass Behörden eine „Schockwirkung“ erzielen müssten, um Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die menschliche Gesellschaft zu verdeutlichen?
- Warum schafft es die Studie von Prof. Ioannidis zur Überlebensrate (99,41 % bei unter 70-Jährigen) in keine Headline, die fatal falschen Hochrechnungen des Imperial College aber schon (Neil Fergusson prophezeite im Frühjahr 2020 eine halbe Million Coronatote in Großbritannien und über 2 Millionen in den USA.)?
- Warum steht in einem Gutachten, erstellt für das Bundesgesundheitsministerium, dass die Auslastung der Krankenhäuser im Jahr 2020 durch Covid-19-Patienten nur 2% betragen hat?
- Warum hat Bremen mit Abstand die höchste Inzidenz (113 am 4.10.21) und gleichzeitig mit Abstand die höchste Impfquote in Deutschland (79 %)?
- Warum sind Zahlungen von 4 Millionen Euro eingegangen auf einem Familienkonto der EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides, die verantwortlich war für das Abschließen der ersten EU-Impfstoffverträge mit den Pharmakonzernen? (3)
- Warum werden Menschen mit schweren Impfnebenwirkungen nicht im gleichen Maß portraitiert wie 2020 Menschen mit schweren Covid-19-Verläufen? (4)
- Warum stört niemanden die unsaubere Zählweise bei „Impfdurchbrüchen“? (5)
- Warum melden die Niederlande deutlich mehr Nebenwirkungen der Covid-19-Impfstoffe als andere Länder?
- Warum hat sich die Wirksamkeitsbeschreibung der Covid-19-Impfstoffe auf der Seite des Paul-Ehrlich-Instituts in den letzten Wochen dreimal geändert? „COVID-19-Impfstoffe schützen vor Infektionen mit dem SARS-CoV-2 Virus.“ (15. August 2021) „COVID-19-Impfstoffe schützen vor einem schweren Verlauf einer Infektion mit dem SARS-CoV-2 Virus.“ (7. September 2021) „COVID-19-Impfstoffe sind indiziert zur aktiven Immunisierung zur Vorbeugung der durch das SARS-CoV-2-Virus verursachten COVID-19-Erkrankung.“ (27. September 2021) (6)
Auf einige Punkte möchte ich im Detail eingehen.
„Gain of function“ und „Lab leak“
Zu „gain of function research“ – das ist Forschung, Viren gefährlicher zu machen, was im Institut für Virologie in Wuhan, China, betrieben und von den USA finanziert wurde – habe ich bis heute nichts Substanzielles gehört oder gelesen. Diese Forschung findet in sogenannten P4-Laboren statt, in denen seit Jahrzehnten daran gearbeitet wird, wie im Tierreich vorkommende Viren derart verändert werden können, dass sie auch für den Menschen gefährlich werden. ARD und ZDF haben um diese Thematik bis jetzt einen großen Bogen geschlagen – und das, obwohl hier deutlicher Diskussionsbedarf besteht. Eine erste zu diskutierende Frage könnte zum Beispiel sein: Wollen wir als Gesellschaft solche Forschung?
Zur „lab leak theorie“ – also der Annahme, dass SARS-CoV-2 aus einem Labor stammt – gibt es mittlerweile zahlreiche Berichte. Dabei muss erwähnt werden, dass dieses Thema im letzten Jahr sofort als Verschwörungsmythos gebrandmarkt wurde. Alternative Medien, die dieser Spur nachgegangen sind, wurden von Sozialen Netzwerken wie YouTube und Twitter verbannt und die Informationen gelöscht. Wissenschaftler, die diese These geäußert haben, wurden massiv angegriffen. Heute ist die „lab leak theorie“ mindestens genauso plausibel wie die Übertragung durch eine Fledermaus. Der amerikanische Investigativjournalist Paul Thacker hat im British Medical Journal die Ergebnisse seiner minutiösen Recherche veröffentlicht. Dazu schreibt Dr. Ingrid Mühlhauser, Professorin für Gesundheitswissenschaften an der Uni Hamburg:
„Schritt für Schritt zeigt er [Thacker] auf, wie Betreiber einer amerikanischen Laborgruppe gezielt eine Verschwörungstheorie entwickeln, um ihren Laborunfall in Wuhan als Verschwörung zu verschleiern. Gestützt wird der Mythos von renommierten Zeitschriften wie dem Lancet. Wissenschaftsjournalisten und Dienstleister für Faktenchecks übernehmen unreflektiert die Informationen. Beteiligte Wissenschaftler schweigen, aus Angst, Prestige und Forschungsförderung zu verlieren. Facebook blockiert fast ein Jahr lang Meldungen, die den natürlichen Ursprung von SARS-CoV-2 in Frage stellen. Sollte sich die These des Laborunfalls bestätigen, hätten ZDF und andere Medien Verschwörungsmythen verteidigt.“
Ivermectin und Alternativen zur Impfung
Seit Monaten ist auch ersichtlich, dass es effektive und kostengünstige Behandlungsmittel für Covid-19 gibt, die nicht eingesetzt werden dürfen. Die Datenlage dazu ist eindeutig. Doch die pseudowissenschaftlichen Desinformationskampagnen gegen diese Mittel sind bezeichnend für den Zustand unserer Medizin. Seit Jahrzehnten ist Hydroxychloroquin bekannt und wurde millionenfach bei Malaria und rheumatischen Erkrankungen eingesetzt. Im letzten Jahr wurde es plötzlich für gefährlich erklärt. Die Aussage von Präsident Donald Trump, Hydroxychloroquin sei ein „game changer“ tat den Rest zur Diskreditierung. Die politische Räson ließ eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit HCQ nicht mehr zu.
Über die katastrophale Lage in Indien durch die Verbreitung der Deltavariante haben alle Medien im Frühjahr groß berichtet (damals war noch von der indischen Variante des Virus die Rede). Dass Indien die Situation relativ schnell unter Kontrolle gebracht hat und dass dabei das Medikament Ivermectin in großen Bundesstaaten wie Uttar Pradesh eine entscheidende Rolle gespielt hat, war dagegen nicht mehr berichtenswert. (7)
Ivermectin hat auch in Tschechien und der Slowakei eine vorläufige Zulassung für die Behandlung von Covid-19-Patienten. Darüber berichtet immerhin der MDR, wenn auch mit negativer Konnotation.
In der Liste möglicher Medikamente vom Bayerischen Rundfunk wird Ivermectin nicht einmal erwähnt, und zu Hydroxychloroquin werden nur negative und keine positiven Studien zitiert.
Das Molekül Clofoctol zeigte in Labortests im Sommer 2020 ebenfalls eine gute Wirkung gegen SARS-CoV-2. Bis 2005 war das Antibiotikum in Frankreich und Italien unter den Namen Octofene und Gramplus im Handel. Mehrfach wurde das Institut Pasteur in Lille von den französischen Behörden daran gehindert, eine Studie mit Covid-19-Patienten aufzusetzen. Nach mehreren Anläufen haben sie Anfang September den ersten Patienten dafür rekrutiert.
Warum stellen sich Gesundheitsbehörden vehement gegen Behandlungsmittel, die von Beginn der Pandemie an zur Verfügung gestanden hätten? Dazu hätte ich mir investigative Recherchen der ARD gewünscht! Es sei noch erwähnt, dass die neuen Corona-Impfstoffe nur deshalb eine Notzulassung bekommen konnten, weil es kein offiziell anerkanntes Behandlungsmittel für SARS-CoV-2 gegeben hat.
Es geht mir nicht darum, irgendein Corona-Wundermittel anzupreisen. Ich möchte Sachverhalte aufzeigen, die nicht die nötige Beachtung bekommen haben. Von Anfang an wurde im öffentlichen Diskurs die Meinung verbreitet, dass nur eine Impfung Abhilfe schaffen kann. Die WHO ging zeitweise sogar so weit, die Definition von „Herdenimmunität“ in dem Sinne zu ändern, dass diese nur noch durch Impfungen erlangt werden könne und nicht mehr durch eine frühere Infektion wie das bisher der Fall war.
Doch was, wenn der eingeschlagene Weg eine Sackgasse ist?
Fragen zur Impfwirksamkeit
Daten aus den Ländern mit besonders hohen Impfquoten zeigen, dass Infektionen mit SARS-CoV-2 auch bei vollständig geimpften Personen keine Seltenheit, sondern an der Tagesordnung sind. Dr. Kobi Haviv, Direktor des Herzog-Krankenhauses in Jerusalem, spricht davon, dass 85 % bis 90 % der schwer Erkrankten auf seiner Intensivstation doppelt geimpft sind. (8)
Das Magazin Science schreibt auf ganz Israel bezogen: „Am 15. August wurden 514 Israelis mit schweren oder kritischen Covid-19-Erkrankungen ins Krankenhaus eingeliefert … von diesen 514 Personen waren 59 % vollständig geimpft. Von den Geimpften waren 87 % 60 Jahre oder älter.“ Science zitiert einen israelischen Regierungsberater, der erklärt: „Eine der großen Geschichten aus Israel [ist]: ‘Impfstoffe funktionieren, aber nicht gut genug‘.“
Weiterhin ist nunmehr ersichtlich, dass geimpfte Menschen genauso viel Virusmaterial der Deltavariante in sich tragen (und verbreiten) wie Ungeimpfte.
Was folgt aus dieser Datenlage in Deutschland? – Ein Lockdown speziell für Ungeimpfte oder etwas euphemistisch ausgedrückt: die „2G-Regel“. Die Gesellschaft wird de facto in zwei Klassen gespalten. Die Geimpften bekommen ihre Freiheiten zurück (weil ohne Gefahrenpotenzial für andere), die Ungeimpften (weil mit Gefahrenpotenzial für andere) müssen sich Tests unterziehen, die sie selber bezahlen sollen, und bekommen im Quarantänefall keine Lohnfortzahlung mehr. Auch Beschäftigungsverbote und Kündigungen aufgrund des Impfstatus sind nicht mehr ausgeschlossen und Krankenkassen könnten Ungeimpften künftig ungünstigere Tarife vorschreiben. Warum dieser Druck auf Ungeimpfte? Wissenschaftlich ist das nicht begründbar und gesellschaftlich überaus schädlich.
Die durch Impfungen erzeugten Antikörper nehmen nach einigen Monaten deutlich ab. Der Blick nach Israel zeigt, nach der zweiten Impfung gibt es für die gesamte Bevölkerung jetzt die dritte Dosis und die vierte ist auch schon angekündigt. Wer nach sechs Monaten die Impfung nicht auffrischt, gilt nicht mehr als immun und verliert seinen „Green Pass“ (der digitale Impfausweis, den Israel eingeführt hat). In den USA spricht Joe Biden mittlerweile von Corona-Boostern, die alle 5 Monate anstehen. Marion Pepper, Immunologin an der University of Washington, stellt diese Strategie allerdings in Frage. Gegenüber der New York Times erklärte sie, „die wiederholte Stimulierung der körpereigenen Abwehrkräfte kann auch zu einem Phänomen führen, das als ‘Immunerschöpfung‘ bezeichnet wird.“
Wenig wird die Tatsache diskutiert, dass durch natürliche Infektion eine deutlich robustere Immunität aufgebaut werden kann. „Ultrapotente Antikörper“ oder eine „Super-Immunität“ wurde bei Menschen gefunden, die sich im letzten Jahr mit SARS-CoV-2 infiziert hatten. Diese Antikörper reagieren bei über 20 verschiedenen Virusmutationen und bleiben länger erhalten als Antikörper, die durch den Impfstoff erzeugt werden.
Immerhin hat Gesundheitsminister Jens Spahn nun angekündigt, dass auch ein Antikörpernachweis zulässig werden soll. Um offiziell als immun zu gelten, muss aber immer noch eine Impfung folgen. Wer versteht diese Logik? Ein CNN-Interview mit Dr. Anthony Fauci, dem Vorsitzenden des National Health Institute (das amerikanische Pendant des RKI) macht die Absurdität anschaulich. Menschen mit natürlicher Immunität werden bis jetzt von der Politik nicht bedacht!
Ich kenne eine Ärztin, die verzweifelt versucht, von Gesundheitsbehörden und dem RKI eine Antwort zu dieser Thematik zu bekommen: Einer ihrer Patienten hat einen IgG-Antikörper-Titer von 400 AU/ml – deutlich mehr als viele Impflinge. Sein Coronainfekt ist schon über sechs Monate her, damit gilt er nicht mehr als immun. Die Antwort, die sie bekommen hat war: „Impfen sie ihn doch!“, was die Ärztin bei diesem Titer ablehnt.
Fehlendes journalistisches Grundverständnis
Der von Politik und Medien propagierte Weg aus der Pandemie entpuppt sich als Dauerimpfabonnement. Wissenschaftlerinnen, die einen anderen Umgang mit Corona fordern, bekommen immer noch keine adäquate Bühne bei den öffentlich-rechtlichen Medien, wie die zum Teil diffamierende Berichterstattung zur Aktion #allesaufdentisch wieder gezeigt hat. Anstatt mit den Beteiligten über die Inhalte der Videos zu diskutieren, hat man sich Experten gesucht, die die Kampagne diskreditieren. Damit begehen die Öffentlich-Rechtlichen genau den Fehler, den sie #allesaufdentisch vorwerfen.
Der Spiegel-Journalist Anton Rainer sagte im SWR-Interview über die Videoaktion, es handle sich nicht um Interviews im klassischen Sinne: „Im Prinzip sieht man jeweils zwei Menschen, die sich gegenseitig Recht geben.“ Ich hatte Bauchschmerzen, nachdem ich mir die Berichterstattung meines Senders angehört hatte, und war vollkommen irritiert vom fehlenden journalistischen Grundverständnis auch die Gegenseite zu Wort kommen zu lassen. (9) Meine Bedenken habe ich den Beteiligten und der Redaktionsleitung per Mail mitgeteilt.
Ein klassischer Spruch ist in Konferenzen, dass ein Thema „schon gemacht“ sei. So zum Beispiel, als ich die sehr wahrscheinliche Untererfassung von Impfkomplikationen angesprochen habe. Ja, richtig, das Thema wurde erörtert mit dem hauseigenen Experten, der – es wundert wenig – zu dem Schluss gekommen ist, dass es keine Untererfassung gibt. „Die andere Seite“ wird zwar hier und da erwähnt, doch bekommt sie sehr selten Gesicht in der Form, dass tatsächlich mit den Menschen gesprochen wird, die kritische Standpunkte einnehmen.
Kritiker unter Druck
Die deutlichsten Kritikerinnen müssen mit Hausdurchsuchungen, Strafverfolgung, Kontosperrung, Versetzung oder Entlassung rechnen, bis hin zur Einweisung in die Psychiatrie. Auch wenn es sich um Meinungen handelt, deren Positionen man nicht teilt – in einem Rechtsstaat darf es so etwas nicht geben.
In den USA wird schon diskutiert, ob Wissenschaftskritik als „hate crime“ (Verbrechen aus Hass) gelabelt werden sollte. Die Rockefeller Foundation hat 13,5 Millionen Dollar für die Zensur von Fehlinformationen im Gesundheitsbereich ausgelobt.
WDR-Fernsehdirektor Jörg Schönenborn hat erklärt „Fakten sind Fakten, die stehen fest“. Wenn das so wäre, wie ist es dann möglich, dass hinter verschlossenen Türen sich Wissenschaftlerinnen unentwegt streiten und sich sogar in einigen recht grundlegenden Fragen zutiefst uneinig sind? So lange wir uns das nicht klar machen, führt jede Annahme einer vermeintlichen Objektivität in eine Sackgasse. Wir können uns „Realität“ immer nur annähern – und das geht nur in einem offenen Diskurs der Meinungen und wissenschaftlichen Erkenntnisse.
Was gerade stattfindet, ist kein aufrichtiger Kampf gegen „fake news“. Vielmehr entsteht der Eindruck, dass jegliche Informationen, Beweise oder Diskussionen, die im Gegensatz zum offiziellen Narrativ stehen, unterbunden werden.
Ein aktuelles Beispiel ist das sachliche und wissenschaftlich transparente Video des Informatikers Marcel Barz. Bei einer Rohdatenanalyse stellt Barz erstaunt fest, dass weder die Zahlen zur Übersterblichkeit noch zur Bettenbelegung oder zum Infektionsgeschehen dem entsprechen, was wir seit anderthalb Jahren von Medien und der Politik zu lesen oder hören bekommen. Er zeigt auch, wie man mit diesen Daten durchaus eine Pandemie darstellen kann, und erklärt, warum dies für ihn unredlich ist. Das Video wurde von You Tube bei 145.000 Klicks nach drei Tagen gelöscht (und erst nach Einspruch von Barz und viel Protest wieder zugänglich gemacht). Der angegebene Grund: „medizinische Fehlinformationen“. Auch hier die Frage: Wer hat auf welcher Grundlage so entschieden?
Die Faktenchecker vom Volksverpetzer diskreditieren Marcel Barz als Fake. Das Urteil von Correctiv ist ein bisschen milder (Barz hat darauf öffentlich und ausführlich geantwortet). Das für das Bundesgesundheitsministerium erstellte Gutachten, dem zu entnehmen ist, dass die Auslastung der Krankenhäuser im Jahr 2020 durch Covid-19-Patienten nur 2 % betragen hat, gibt ihm recht. Barz hat mit seiner Analyse die Presse kontaktiert, doch keine Aufmerksamkeit bekommen. In einem funktionierenden Diskurs würden unsere Medien ihn zum Streitgespräch einladen.
Millionenfach werden Inhalte zu Corona-Themen mittlerweile gelöscht, wie die Journalistin Laurie Clarke im British Medical Journal zeigt. Facebook und Co. sind private Unternehmen und können deshalb entscheiden, was auf ihren Plattformen publiziert wird. Aber dürfen sie damit auch den Diskurs steuern?
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk könnte einen wichtigen Ausgleich schaffen, indem er einen offenen Meinungsaustausch gewährleistet. Doch leider Fehlanzeige!
Digitale Impfpässe und Überwachung
Die Gates- und Rockefellerstiftungen haben die WHO-Richtlinien für die digitalen Impfpässe entworfen und finanziert. Weltweit werden sie mittlerweile eingeführt. Nur mit ihnen soll das öffentliche Leben möglich sein – egal, ob es darum geht, Straßenbahn zu fahren, einen Kaffee zu trinken oder eine medizinische Behandlung in Anspruch zu nehmen. Ein Beispiel aus Frankreich zeigt, das dieser digitale Ausweis auch nach Beendigung der Pandemie bestehen bleiben soll. Die Abgeordnete Emanuelle Ménard hat folgenden Zusatz im Gesetzestext gefordert: Der digitale Impfpass „endet, wenn die Verbreitung des Virus keine ausreichende Gefahr mehr darstellt, um seine Anwendung zu rechtfertigen.“ Ihr Änderungsvorschlag wurde abgelehnt. Damit ist der Schritt hin zur globalen Bevölkerungskontrolle oder gar zum Überwachungsstaat durch Projekte wie ID2020 sehr klein.
Australien testet mittlerweile eine Gesichtserkennungsapp, um sicher zu stellen, das Menschen in Quarantäne zu Hause bleiben. Israel benutzt dafür elektronische Armbänder. In einer italienischen Stadt werden Drohnen zur Temperaturmessung von Strandbesuchern getestet und in Frankreich wird gerade das Gesetz geändert, um Drohnenüberwachung großflächig möglich zu machen.
All diese Themen brauchen einen intensiven und kritischen Austausch innerhalb der Gesellschaft. Doch er findet nicht zur Genüge in der Berichterstattung unserer Rundfunkanstalten statt und war auch nicht Wahlkampfthema.
Verengter Blickwinkel
Die Art und Weise, wie der Blickwinkel des Diskurses verengt wird, ist bezeichnend für die „Gatekeeper der Information“. Ein aktuelles Beispiel liefert Jan Böhmermann mit seiner Forderung, dem Virologen Hendrik Streeck und Professor Alexander S. Kekulé keine Bühne mehr zu geben, da sie nicht kompetent seien.
Abgesehen davon, dass die beiden Mediziner eine äußerst respektable Vita haben, hat Böhmermann damit die Scheuklappen neu justiert. Sollen jetzt nicht einmal mehr die Menschen gehört werden, die ihre Kritik am Regierungskurs mit Samthandschuhen präsentieren?
Die Einschränkung des Diskurses geht mittlerweile so weit, dass der Bayerische Rundfunk mehrfach bei der Übertragung von Parlamentsdebatten des Landtags die Reden von Abgeordneten, die kritisch zu den Maßnahmen stehen, nicht ausgestrahlt hat.
Sieht so das neue Demokratieverständnis des öffentlich-rechtlichen Rundfunks aus? Alternative Medienplattformen florieren zuallererst, weil die Etablierten ihren Aufgaben als demokratisches Korrektiv nicht mehr nachkommen.
Es ist etwas schiefgelaufen
Lange Zeit konnte ich mit Stolz und Freude sagen, dass ich beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk arbeite. Viele herausragende Recherchen, Formate und Inhalte kommen von ARD, ZDF und dem Deutschlandradio. Die Qualitätsstandards sind extrem hoch und tausende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten auch unter erhöhtem Kostendruck und Sparvorgaben hervorragende Arbeit. Doch bei Corona ist etwas schiefgelaufen. Plötzlich nehme ich einen Tunnelblick und Scheuklappen wahr und einen vermeintlichen Konsens, der nicht mehr hinterfragt wird. (10)
Dass es sehr wohl anders geht, zeigt der österreichische Sender Servus TV. In der Sendung „Corona-Quartett“ / „Talk im Hanger 7“ kommen Befürworterinnen und Kritiker gleichermaßen zu Wort. Warum soll das im deutschen Fernsehen nicht möglich sein? (11) „Man darf nicht jedem Spinner eine Bühne geben“, lautet die schnelle Antwort. Die false balance, der Umstand, dass seriöse wie auch unseriöse Meinungen gleichermaßen gehört werden, müsse vermieden werden. – Ein Totschlagargument, das zudem unwissenschaftlich ist. Das Grundprinzip der Wissenschaft ist das Anzweifeln, das Hinterfragen, das Überprüfen. Wenn das nicht mehr stattfindet, wird Wissenschaft zur Religion.
Ja, es gibt tatsächlich eine false balance. Es ist der blinde Fleck, der in unseren Köpfen eingekehrt ist, der keine wahrhaftige Auseinandersetzung mehr zulässt. Wir werfen uns scheinbare Fakten um die Ohren, aber können uns nicht mehr zuhören. Verachtung tritt an die Stelle von Verständnis, das Bekämpfen der anderen Meinung ersetzt Toleranz. Grundwerte unserer Gesellschaft werden hopladihop über Bord geworfen. Hier sagt man: Menschen, die sich nicht impfen wollen, seien bekloppt, dort heißt es: „Schande über die Schlafschafe“.
Während wir streiten, merken wir nicht, dass sich die Welt um uns herum in rasender Geschwindigkeit ändert. So gut wie alle Bereiche unseres Lebens befinden sich in einer Transformation. Wie diese verläuft, liegt maßgeblich an unserer Fähigkeit der Kooperation, des Mitgefühls und des Bewusstseins von uns selbst und unseren Worten und Taten. Für unsere geistige Gesundheit täten wir gut daran, den Debattenraum zu öffnen – in Achtsamkeit, Respekt und Verständnis für unterschiedliche Perspektiven. (12)
Diese Zeilen schreibend komme ich mir vor wie ein Ketzer; jemand, der Hochverrat begeht und mit Strafe rechnen muss. Vielleicht ist es gar nicht so. Vielleicht riskiere ich hiermit gar nicht meinen Job, und Meinungsfreiheit und Pluralismus sind nicht gefährdet. Ich wünsche es mir sehr und freue mich über einen konstruktiven Austausch mit Kolleginnen und Kollegen.
Ole Skambraks
ole.skambraks@protonmail.com
Über den Autor: Ole Skambraks, Jahrgang 1979, studierte Politikwissenschaften und Französisch an der Queen Mary University, London sowie Medienmanagement an der ESCP Business School, Paris. Er war Moderator, Reporter und Autor bei Radio France Internationale, Onlineredakteur und Community Manager bei cafebabel.com, Sendungsmanager der Morgenshow bei MDR Sputnik und Redakteur bei WDR Funkhaus Europa / Cosmo. Aktuell arbeitet er als Redakteur im Programm-Management/Sounddesign bei SWR2.
Weitere Artikel zum Thema:
- Das neue Wahrheitsregime (Michael Meyen, 18.5.2021)
- Die Mainstream-Blase (Ralf Arnold, 31.1.2021)
- Im Dialog mit der ARD (Paul Schreyer, 26.11.2020)
- Weltanschauung statt Journalismus (Marcus Klöckner, 31.8.2020)
Weiterführende Informationen des Autors
PS: Für Faktenchecker und Menschen, die an einer Multiperspektive interessiert sind, hier die Gegenpositionen zu den im Text besprochenen Punkten:
Prof. John Ioannidis
https://www.faz.net/aktuell/wissen/forscher-john-ioannidis-verharmlost-corona-und-provoziert-17290403.html
https://sciencebasedmedicine.org/what-the-heck-happened-to-john-ioannidis/
Imperial College Modelling
https://blogs.bmj.com/bmj/2020/10/07/covid-19-modelling-the-pandemic/
Gain of function reserch
https://www.gavi.org/vaccineswork/next-pandemic/nipah-virus
Hydroxychloroquin / Ivermectin
https://www.br.de/nachrichten/wissen/corona-malaria-mittel-hydroxychloroquin-bei-covid-19-unwirksam,RtghbZ4
https://www.who.int/publications/i/item/WHO-2019-nCoV-therapeutics-2021.2
Immunität der Geimpften
https://www.biorxiv.org/content/10.1101/2021.08.23.457229v1
Immunität der Genesenen
https://science.orf.at/stories/3208411/?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE
Impfdurchbrüche / Pandemie der Ungeimpften
https://www.spektrum.de/news/corona-impfung-wie-viele-geimpfte-liegen-im-krankenhaus/1921090#Echobox=1631206725
https://www.mdr.de/wissen/covid-corona-impfdurchbrueche-sind-selten-100.html
Pseudoexperten / Wissenschaftsleugner / PLURV-Prinzip
https://www.ndr.de/nachrichten/info/82-Coronavirus-Update-Die-Lage-ist-ernst,podcastcoronavirus300.html#Argument
Anmerkungen:
(1) Ausnahme war die Berichterstattung im Rahmen des Referendums, während der das Schweizer Fernsehen verpflichtet war beiden Parteien den gleichen Sendeplatz einzuräumen (Video hier)
(2) Weitere Pandemie-Notfallübungen waren „Clade X“ (2018), „Atlantic Storm“ (2005), „Global Mercury“ (2003) und „Dark Winter“ (2001). Es ging bei diesen Übungen immer auch um Informationsmanagement.
(3) Über die Zahlungen hat Panorama berichtet, doch die Rolle von Kyriakides bezüglich der Corona-Impfstoffverträge nicht deutlich dargestellt. Ansonsten hat das Thema in den Medien keine große Bedeutung gehabt.
(4) Zum Beispiel wurde im öffentlich-rechtlichen Rundfunk kaum über den britischen Musiker Eric Clapton berichtet, der heftige Reaktionen nach der Impfung entwickelt hat und diese heute bereut.
(5) Ein Impfdurchbruch liegt laut RKI vor, wenn ein Geimpfter sowohl einen positiven Test als auch Symptome vorweisen kann – bei Ungeimpften genügt ein positiver Test. Auf diese Weise fallen die Ungeimpften statistisch massiver ins Gewicht.
(6) Jeweils unter der Überschrift „Auflistung der zugelassenen Impfstoffe“; zurückliegende Webseiteneditionen des PEI zugänglich über das Internetarchiv Wayback Machine (hier, hier, und hier.
(7) Die WHO hat den indischen Bundesstaat Uttar Pradesh sogar gelobt für seine Coronapolitik, allerdings ohne Ivermectin zu erwähnen. Die Impfrate in Uttar Pradesh liegt unter 10 %.
(8) Siehe auch FDA-Meeting vom 17. September 2021, bei 5:47:25
(9) Die fairste Berichterstattung kommt vom BR, wobei auch hier über und nicht mit den Macherinnen gesprochen wurde. Der MDR bietet auf seinem Medienportal eine umfangreiche und differenzierte Analyse.
(10) Von einer tatsächlichen „Einheitsmeinung“ der Öffentlich-Rechtlichen möchte ich nicht sprechen. Es hat immer wieder kritische Beiträge und Kurskorrekturen in der Berichterstattung gegeben. Doch ist es immer eine Frage des Kontextes, der Sendezeit und des Umfangs, wie ein Thema behandelt wird. Meine Beobachtungen haben auch andere Kolleginnen und Kollegen festgestellt.
(11) Frische Formate wie „Auf der Couch“ vom ZDF machen Hoffnung, auch wenn ich nicht glaube, dass dort demnächst eine Karina Reiß oder ein Wolfgang Wodarg Platz nehmen werden.
(12) Die Initiative „Dialog Kultur“ eröffnet brauchbare Ansätze, die auch für Medienformate interessant sein können.
Erdingers unterste Schublade #8: Der deutsche Sturzflug nach der Wahl

In der achten Folge von „Erdingers unterste Schublade“ geht es um die Perspektiven nach der Wahl unter besonderer Berücksichtigung der Tatsache, daß sich der Bundestag nicht nur vergrößert, sondern auch verjüngt hat, um nicht zu sagen „verjungweiblicht“. Ricarda Lang, die bisherige frauenpolitische Sprecherin der Grünen, sitzt nun im Bundestag. Mit ihr zwei junge Kolleginnen, dreiundzwanzig und siebenundzwanzig Jahre alt, und beide von den Dämonen des gutmenschlichen Irreseins besessen. Und das sind nur die Grünen. Frau Merkel hielt in Halle a.d. Saale eine Rede zum Tag der deutschen Einheit in der Spaltung, die verdeutlicht, was hierzulande völlig schiefgelaufen ist in den vergangenen 16 Jahren. Eine ganz und gar unglaubliche Rede.
Interessant war die offizielle Begründung dafür, weshalb die Rede vor einem eher kleinen, recht illustren Kreis stattfand. Und zuletzt geht es noch um Frau Sawsan Chebli, die Rolex-Repräsentantin mit palästinensischen Wurzeln, ausgestattet mit einem schweren Hang zur sozialen Gerechtigkeit und zum Antirassismus, sozusagen das deutsche Pendant zu der amerikanischen Intelligenzbestie Alexandria Ocasio Cortez. Frau Chebli regte sich über eine Tagesschau-Meldung auf – und das will schon etwas heißen. In der ARD war gemeldet worden, daß im Atlantik Migranten ertrunken seien. Nach Chebli ist „Migranten“ ein rassistischer Begriff. Es handele sich um „Menschen“, die dort ertrunken sind.
Eingerahmt ist die achte Folge von „Erdingers unterste Schublade“ mit einem folkloristischen Schauspiel aus Deutschland, das in krassem Gegensatz zum Hauptteil des Videos steht. Es wäre überhaupt dringend an der Zeit, sich einmal Gedanken darüber zu machen, zu welchen zerebralen Verwüstungen die Art führt, in der Sendungen anmoderiert werden und Nachrichten „rübergebracht“ werden, und zwar ungeachtet ihres jeweiligen Inhalts.
Fünftel der Pflegekräfte will aufhören: Bricht medizinische Versorgung zusammen?
Ein Fünftel der Pflegekräfte in den Spitälern denkt ans Aufhören, wird vom Gebühren-Rundfunk berichtet. Als Grund dafür wird die extreme körperliche und psychische Belastung angegeben. In 19 Monaten Corona-Krise hat man es seitens der türkis-grünen Regierung offenbar nicht geschafft, mehr Personal zur Verfügung zu stellen und die Arbeitsbedingungen damit wenigstens zum Teil zu verbessern. Kommt hier noch ein Impfzwang hinzu, könnten die Krankenhäuser und Pflegeanstalten wohl bald reihenweise schließen oder in eine Art Notbetrieb wechseln müssen. In den USA muss bereits das Militär in den Krankenhäusern aushelfen. Zu viel medizinisches Personal kündigte wegen des Impfzwangs, wie Wochenblick berichtete. Ein medizinischer Versorgungsnotstand steht nun auch uns bevor – er ist hausgemacht.
- Arbeitssituation schon vor Corona u.a. wegen Personalmangels angespannt
- Umfrage: Arbeitsbedingungen haben sich seit Corona sogar noch weiter verschlechtert
- Ein Fünftel der Pflegekräfte denkt ans Aufhören
- Impfzwang wird noch mehr Fachkräfte aus den medizinischen Berufen treiben
- Bald nur noch Notbetrieb in vielen Spitälern?
- Keine Verbesserungen der Arbeitssituation, aber Impfzwang: Will Regierung Gesundheits-Notstand?
Arbeitsverhältnisse schon vor Corona prekär
Die Situation in den Pflegeberufen war schon vor Ausrufung der angeblichen Welt-Seuche aus mehreren Gründen angespannt. Zum einen gibt es einen Fachkräftemangel, zum anderen sind die hohen körperlichen und psychischen Anforderungen sowie die verhältnismäßig schlechte Bezahlung ein Grund dafür, dass viele davon absehen, einen so anspruchs- und verantwortungsvollen Beruf zu ergreifen. „Österreich gehen die Pflegekräfte aus“, hieß es beispielsweise schon 2018 und der Staatsfunk berichtete schon 2010 davon, dass Pflegestellen nicht besetzt werden können. Die erschwerten Arbeitsbedingungen durch die Corona-Maßnahmen (z.B. das ständige Tragen von Schutzanzügen) verschärfen diese Situation offensichtlich nur noch mehr.
Hälfte der Pflegekräfte hat schon an Jobwechsel gedacht
Eine im Juni veröffentlichte Umfrage zur Arbeitssituation unter den Pflegekräften im Akutbereich ergab, dass rund die Hälfte der im Pflegebereich Tätigen öfters mit dem Gedanken spielt, den Job zu wechseln. Zwei Drittel haben zumindest schon einmal daran gedacht. 85 Prozent gaben an, unter der erhöhten psychischen Belastung durch die Corona-Situation zu leiden. Ängste, Sorgen, Stress und Schlafstörungen seien die Folge. Als größte Belastungen wurden das erhöhte Arbeitspensum (81%), gefolgt von mehr organisatorischem Aufwand (59%), das stundenlange Tragen der Schutzausrüstung (57%), Personalmangel (55%) sowie die Unabsehbarkeit der weiteren Entwicklung in der „Pandemie“ (53%) angegeben. Mehr als die Hälfte war der Meinung, dass sich im Zuge der Corona-Krise die Arbeitsbedingungen weiter verschlechtert haben.
Unbesetzte Stellen während Corona-Krise verdoppelt
Die Zahl der unbesetzten Stellen habe sich im Zuge der Corona-Krise sogar verdoppelt. Aktuell warnen Vertreter der Pflegekräfte daher davor, dass derzeit ein Fünftel daran denkt, den Job zu wechseln. Ein Pflege-Notstand könnte in Österreich also bald Realität werden, wie ein aktuelles Beispiel aus Frankreich zeigte. Dort wurden 170 ungeimpfte Mitarbeiter suspendiert, da sie dem staatlich verordneten Zwangs-Jaukerl entgehen wollten. Das Spital musste in den Notbetrieb wechseln. Auch im Bundesstaat New York hat sich die Impfpflicht im Gesundheitsbereich als Bumerang erwiesen. Dort muss nun die Nationalgarde in den Spitälern aushelfen (Wochenblick berichtete).
Umfrage: Kommt Impfpflicht, werden noch mehr gehen
Wenn in Österreich ebenfalls eine Impfpflicht für Gesundheitspersonal kommt, muss davon ausgegangen werden, dass weit mehr als dieses erwähnte Fünftel sich ein anderes Betätigungsfeld für den Broterwerb suchen wird. Denn eine Umfrage in OÖ ergab, dass 59 Prozent der Ungeimpften im Pflegebereich bei einer Zwangsimpfung den Job wechseln würden (Wochenblick berichtete).
Überlastung des Gesundheitssystems beabsichtigt?
Die türkis-grüne Regierung scheint alles dafür zu tun, dass Österreich doch noch in eine Überlastung des Gesundheitssystems schlittern könnte. Einerseits wird offenbar rein gar nichts dafür unternommen, die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten zu verbessern, andererseits drängt man hochqualifizierte Arbeitskräfte durch die Zwangs-Gentherapie aus ihrem Berufsfeld. Ist das einfach nur Inkompetenz seitens der Regierung, oder steckt da womöglich sogar ein Plan dahinter?
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Veröffentlichung der Suizidzahlen für 2020 erneut verschoben
Was für eine Desaster: Ausgerechnet im Fokus des Interesses versagt das Bundesinnenministerium bzw. das Statistische Bundesamt und kann die Suizidzahlen für 2020 auch Anfang Oktober noch nicht vorlegen. Was ist der Grund dafür? Von Alexander Wallasch.
Der Beitrag Veröffentlichung der Suizidzahlen für 2020 erneut verschoben erschien zuerst auf reitschuster.de.
Londons Blaupause für die Technokratie
Letzte Woche haben wir über Telosa berichtet, eine technokratische Metropole, in der bis 2060 um die 5 Millionen Menschen leben sollen. Zuvor haben wir uns mit den Plänen befasst, Nevada in ein Zentrum der Technokratie zu verwandeln. Diese Geschichten müssen erzählt werden, aber wenn wir nur in die Zukunft blicken, können wir die Tatsache übersehen, dass die technokratische Stadt in Wahrheit bereits hier ist.
London gilt seit langem als eine der größten Städte der Welt – im Guten wie im Schlechten. Sie hat viele der größten Künstler, Schriftsteller und Denker der Welt hervorgebracht. Viele der berühmtesten Museen der Welt befinden sich hier und beherbergen unbezahlbare historische Artefakte und Kunstwerke. Londons Paläste, Parks, Gärten und Plätze machen die Stadt zu einem Spielplatz für Architekten.
Umgekehrt ist London aber auch als ein Ort bekannt, an dem Freiheit und Privatsphäre fast ausgestorben sind. Die Stadt ist eine der am stärksten überwachten Städte der Welt und belegt weltweit den zweiten Platz bei der Anzahl der Überwachungskameras pro Quadratmeter (1.138) und den dritten Platz bei der Anzahl der Überwachungskameras pro Person (73 pro 1.000). Die Polizei der Stadt hat vor kurzem eine Gesichtserkennungstechnologie angeschafft, um historische Bilder von diesen Überwachungskameras sowie von Social-Media-Plattformen und anderen Quellen zu verarbeiten. Dies geschieht zusätzlich zu der bereits in der Stadt eingesetzten Live-Gesichtserkennungstechnologie (LFR).
Doch dies ist nur ein kleiner Teil des Lebens in einer der technokratischsten und am stärksten überwachten Städte der Welt. 2018 hat der Bürgermeister von London, Sadiq Khan, Smarter London Together ins Leben gerufen, seinen Fahrplan, um London zur „intelligentesten Stadt der Welt“ zu machen. Diese Initiative baut auf einer älteren sogenannten Roadmap aus dem Jahr 2013 auf, dem Smart London Plan, der vom damaligen Bürgermeister und heutigen Premierminister Boris Johnson vorgestellt wurde. Dies veranschaulicht perfekt, wie Politiker kommen, gehen und sich bewegen können, während die technokratische Agenda ohne Widerstand voranschreitet.
Im Jahr 2020 entwickelt das Smart London Board, die Gruppe, die dazu beiträgt, die im Smarter London Together-Fahrplan skizzierten Ziele zu verwirklichen, die Emerging Technologies Charter, „eine Reihe von Kriterien, die digitale Innovationen auf der Grundlage von künstlicher Intelligenz (KI), Blockchain, virtueller Realität und mehr erfüllen sollten, wenn sie in der Hauptstadt eingesetzt werden.“ Die Erfüllung der in dieser Charta festgelegten Kriterien ist jedoch nicht zwingend erforderlich, damit eine neue Technologie tatsächlich eingesetzt werden kann. Dies ist wichtig zu wissen, um die Inhalte dieses Dokuments richtig zu interpretieren.
Die jüngste Fassung der Charta wurde letzte Woche veröffentlicht. Der Bürgermeister, ein bekennender Globalist, der sich der Erfüllung der Agenda „The Great Reset“ verschrieben hat, sagt, dass die Charta eine wichtige Rolle für die wirtschaftliche und soziale Erholung Londons spielen wird. Schauen wir uns an, wie diese Erholung aussehen wird.
Das Dokument beginnt mit dem Lob, dass London bereits eine der führenden technokratischen Städte auf dem Planeten ist, und hebt die Stadt als Drehscheibe für die Forschung, Entwicklung und Innovation von 5G, dem Internet der Dinge (IoT) und künstlicher Intelligenz (AI) hervor. In der Charta wird behauptet, dass diese Infrastruktur bereits vorhanden ist, um schnelle Downloadgeschwindigkeiten und schnelle Datenverarbeitungsmöglichkeiten zu gewährleisten. In Wirklichkeit ist dies die Infrastruktur, die die herrschende Klasse benötigt, um alle Aspekte des Lebens zu verwalten, einschließlich des menschlichen Körpers selbst.
In der Charta werden dann vier Grundsätze für die Einführung von Technologie in London aufgeführt.
Offen sein
Bei der Erprobung und dem Einsatz neuer Technologien wird die Regierung bestrebt sein, wo immer möglich „offen zu arbeiten“ und in „einfachem Englisch“ zu beschreiben, um was es sich bei der Technologie handelt, was sie kann, warum sie eingesetzt wird und „wo es angemessen ist“, die rechtlichen und ethischen Grundlagen dafür zu nennen.
Das bedeutet, dass die Regierung so viel wie möglich hinter verschlossenen Türen arbeiten wird, illegal und unethisch, so oft es ihr beliebt.
Wenn die Regierung von „einfachem Englisch“ spricht, meint sie damit kurze Wörter und kurze Sätze, die für jeden mit den Lesefähigkeiten eines 9-Jährigen geeignet sind. Mit anderen Worten: Die Regierung wird hochkomplizierte Technologie einsetzen und Ihnen nur dann davon erzählen, wenn ihr danach ist, und wenn sie das tut, wird sie mit Ihnen wie mit einem Kind sprechen.
Sie versprechen auch, mit den lokalen Gemeinschaften zu sprechen, personenbezogene Daten zu schützen und regelmäßig über ihre Vorhaben zu informieren, ganz im Namen der Offenheit.
Die negativen Auswirkungen von 5G auf den menschlichen Körper oder ethische Probleme im Zusammenhang mit virtueller Realität werden mit keinem Wort erwähnt.
Vielfalt respektieren
Der zweite Grundsatz der Charta für neue Technologien enthält die üblichen banalen Plattitüden über Vielfalt und Inklusion, die im Mittelpunkt jeder globalistischen oder technokratischen Erklärung stehen. Allerdings gibt es hier ein sehr aufschlussreiches Detail, das zeigt, wie diese Agenda den Weg für eine Zweiklassengesellschaft ebnet. Inmitten all der Bemühungen, Menschen aus allen Gesellschaftsschichten zu berücksichtigen, gibt es Raum, andere auszuschließen:
Öffentliche Einrichtungen müssen zum Beispiel darlegen, wie die Technologie oder der Dienst die Gleichstellungspflicht des öffentlichen Sektors erfüllt… Wenn bestimmte Gruppen von den Vorteilen neuer Technologien ausgeschlossen sind, sollte die Technologie einen klaren Grund haben, warum sie diesen Gruppen nicht dient.
Wer sind diese bestimmten Gruppen? Die Charta klärt das nicht, aber in einer Zeit, in der die britische Regierung derzeit versucht, das Parlament zu umgehen, um Impfpässe durch die Hintertür einzuführen, braucht es nicht viel Phantasie, um zu wissen, für wen dies reserviert ist. In diesem technokratischen Überwachungssystem wird ein Einwohner oder Besucher Londons ein digitales Impfzertifikat benötigen, um am öffentlichen Leben teilzunehmen. Sollte dies verwirklicht werden, ist es nur eine Frage der Zeit, bis das Impfzertifikat in eine digitale Geldbörse für eine auf der Blockchain basierende digitale Zentralbankwährung umgewandelt wird.
Heute sind es nur verschiedenfarbige Armbänder zur Unterscheidung zwischen „geimpften“ und „ungeimpften“ Schülern. Morgen können die Bürokraten, die hinter der Emerging Technology Charter und dem Smart London Board stehen, mit nur einem Schalter oder einem Tastendruck jedem, den sie für unwürdig halten, den Zugang zu diesen sogenannten nützlichen neuen Technologien verwehren.
Seien Sie vertrauenswürdig mit den Daten der Menschen
„London braucht sichere und nützliche Wege der Datennutzung und -weitergabe, die Vertrauen bei unseren Partnern und Bürgern schaffen“, so die Autoren der Charta. In der Charta werden alle Methoden aufgelistet, mit denen die Stadt verspricht, Daten, einschließlich biometrischer Daten, auf ethische Weise zu sammeln, zu überprüfen und zu speichern.
Dies ist vielleicht der offensichtlichste Abschnitt der Charta, der unaufrichtig ist. Nicht nur, weil die Befolgung dieser Charta von vornherein völlig freiwillig ist, sondern auch, weil sie zwei entscheidende Aspekte der Datenerhebung und -verwendung im Vereinigten Königreich ausspart.
Der erste ist das Government Communications Headquarters (GCHQ), das englische Pendant zur National Security Agency (NSA). Das GCHQ sammelt, prüft und speichert eine unüberschaubare Menge an Daten über die britische Öffentlichkeit, ohne dass es dafür eine Rechenschaftspflicht oder Aufsicht gibt, was in der Emerging Technology Charter jedoch nicht erwähnt wird. Selbst wenn diejenigen, die die Charta befolgen, die Privatsphäre der Londoner absolut respektieren würden, wäre das ein strittiger Punkt, solange die Massenüberwachung durch das CQHQ nicht beendet wird.
Der zweite Punkt ist der Investigatory Powers Act 2016, auch bekannt als Snoopers Charter. Dieses Gesetz ermöglicht es der Regierung, ungestraft vor Gericht zu lügen, indem es eine Parallelkonstruktion gesetzlich verankert. Das funktioniert folgendermaßen:
Eine Parallelkonstruktion liegt vor, wenn die Regierung über eine Quelle von einer kriminellen Aktivität erfährt, die Informationen dann aber an eine Strafverfolgungsbehörde weitergibt, um die Untersuchung so zu „rekonstruieren“, dass der Ursprung dieser zweiten Untersuchung ein anderer ist als der der ursprünglichen Quelle.
Auch wenn die Charta für neue Technologien verbindlich wäre und die Privatsphäre aller Londoner Bürger wirklich schützen würde, würde dies die Regierung nicht daran hindern, diese Daten zu ihrem Vorteil zu nutzen, ohne dass die Öffentlichkeit erfährt, wie die Daten wirklich gesammelt wurden.
Nachhaltig sein
Welche technokratische Leitlinie wäre vollständig ohne ein Bekenntnis zur Nachhaltigkeit? „London möchte, dass neue Technologien so nachhaltig wie möglich sind [und] zu dem Ziel des Bürgermeisters beitragen, eine kohlenstofffreie Stadt zu werden“, heißt es in der Charta. Und bis wann will der Bürgermeister London zu einer kohlenstofffreien Stadt machen? 2030 natürlich.
Das Leben aller Londoner wird in Khans intelligenter Stadt aufgezeichnet, aufgelistet, analysiert, katalogisiert, nachverfolgt und kontrolliert werden, aber zumindest wird dies auf nachhaltige Weise geschehen. Und mit nachhaltig ist gemeint, was immer nötig ist, um die Ressourcen des Planeten weiter zu zentralisieren und in immer weniger Hände zu legen, als Teil dessen, was James Corbett den 100-Billionen-Dollar-Bankster-Klimaschwindel nennt.
Die Situation in London veranschaulicht, wie leicht sich neue Kontrolltechnologien in unsere bestehende Infrastruktur einfügen lassen. Auf diese Weise können weder die Einwohner, die mit der U-Bahn fahren, noch die Touristen, die Fotos von Big Ben und dem Buckingham Palace machen, einfach ihren Geschäften nachgehen, ohne zu merken, dass um sie herum ein Versklavungsnetz aufgebaut wird. Bis zu dem Tag, an dem sie ihren Flug nicht mehr antreten können, weil sie kein Gesundheitszeugnis vorweisen können, keine Eintrittskarten für ein Theaterstück kaufen können, weil sie bei Rot über die Ampel gefahren sind, oder kein Fleisch mehr kaufen können, weil sie ihre monatliche Zuteilung an nachhaltigen Lebensmitteln überschritten haben. Aber dann ist es bereits zu spät.





