Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

Jetzt kostenlosen Gesprächstermin buchen

Kategorie: Nachrichten

Kategorie: Nachrichten

«Jetzt sind wir gefordert, als Menschen dafür einzustehen, das wir auch Menschen bleiben dürfen.»

Als einer der ersten Mediziner in der Schweiz warnte der Luzerner Hausarzt Andreas Heisler vor den möglichen Nebenwirkungen der Gen-Präparate, trug in seiner Praxis keine Maske und berichtete über einen Todesfall nach einer mRNA-«Impfung». Dies ging den Luzerner Behörden zu weit. Nach einer kurzzeitigen Schliessung seiner Praxis und mehrmaligen Razzien der Polizei im Januar 2021 verfügte der Luzerner Kantonsarzt Roger Harstall gar ein Berufsverbot gegen Heisler (wir berichteten).

Erst fünf Monate später durfte Heisler wieder als Arzt arbeiten. In der Sendung «Rundschau» von SRF wurde er gar als «Lügenarzt» beschimpft. Eine Klage wurde von der Staatsanwaltschaft hingegen abgewiesen (wir berichteten). Heute ist Heisler nebst seiner hausärztlichen Tätigkeit auch Präsident von «Aletheia – für eine Medizin und Wissenschaft der Verhältnismässigkeit».

«Das Spital war kurz nach dem Lockdown leer»

Bereits im März letzten Jahres habe er eine krasse Diskrepanz zwischen der Berichterstattung in den Medien und seinen Erfahrungen im Kantonsspital Luzern und in seiner Hausarztpraxis festgestellt, sagt Heisler in einem Interview mit dem Onlineportal kla.tv. Das Spital habe für die Pandemie ein riesiges Gebäude «wie ein Kriegslazarett» umgebaut (Minute 04:05 bis 04:33):

«Doch als ich an diesem Freitagabend zum Dienst kam, war das Spital auch in der Notfallstation leer wie nie zuvor – und das direkt nach dem Lockdown», sagt Heisler (Minute 02:39 bis 04:03). Ab da habe er richtig Angst bekommen: «Nicht vor dem Virus, sondern vor dem, was im Hintergrund passiert. Es kann einfach nicht sein, dass durch die Medien so viel Angst vor einem Virus verbreitet wird und ich als Hauarzt an der fordersten Front nichts von alldem erlebe.»

Es habe ihn «rasend» gemacht, dass viele Berufskollegen seine Erfahrungen nicht teilen konnten: « (…) Sie sind bis zum heutigen Tag in dieser Massenhypnose drin. Die wissen nicht mehr was vorne und hinten ist», sagt Heisler.



Er habe dem Gesundheitsminister Alain Berset schreiben wollen
und dafür über 70 Kollegen im Kantonsspital Luzern zur Mitunterzeichnung angefragt. Viele seiner Kollegen hätten ihn davor gewarnt. Nur vier hätten den Brief schliesslich unterschrieben. Eine Antwort habe er vom Bundesrat bis heute nicht erhalten. (Minute 06:14 bis 07:20):

Wie die Manipulation der Medien funktioniert

«Das stand dann schon gleich in der Luzerner Zeitung und ich wurde damals schon als Corona-Leugner bezeichnet. Bei meinem zweiten Brief hatten schon 80 Menschen unterschrieben. Ich habe Briefe aus der ganzen Schweiz bekommen, auch von Ärzten. So kam ich in die Widerstandsbewegung hinein.»

Die Neugeburt auf dem Rütli

Auf dem Rütli, wo auch die «Freunde der Verfassung» geboren wurden, habe er dann am Pfingstsonntag 2020 viele Gleichgesinnte kennengelernt (Minute 07:32 bis 08:09):

«Das hat mir gezeigt, dass ich mich auch als Arzt vernetzen muss. Wir müssen etwas gegen die Unverhältnismässigkeit der Medizin und der Wissenschaft machen. In den Medien gibt es nur immer die eine Wissenschaft, doch die kann es gar nicht geben. Es ist immer eine Vielfalt von Meinungen, die schliesslich zu Erkenntnissen führt.»

Schliesslich habe er dann im Juli 2020 den Verein «Aletheia» gegründet, nach dem Namen der griechischen Göttin der Wahrheit. Inzwischen hätten sich über 300 Ärzte und Wissenschaftler dem Verein angeschlossen und es kämen immer mehr dazu, sagt Heisler.

Schreckliche Einzelschicksale

Seine Praxis sei zu einer Art «Kummerkasten der Nation» geworden. Er habe schreckliche Berichte von Einzelschicksalen erhalten, die durch die Massnahmen entstanden seien. Dies sei für ihn und auch für seine Mitarbeiter psychisch nicht einfach zu bewältigen gewesen. Heisler nennt ein Beispiel (Minute 0:11:08 bis 0:11:39):

«Ein Junge aus der Ostschweiz, der an Epilepsie leidet, hatte wegen des Maskenzwangs jede Nacht epileptische Anfälle. Trotzdem bekam er von seinem Hausarzt kein Attest. Auch die Neurologin wollte ihm keines ausstellen. Erst von mir hat er dann eines erhalten. Was da Ärzte machen ist so unglaublich, das ist unterlassene Hilfeleistung. Die müssen sich alle einmal rechtfertigen dafür.»

Es gehe gegen die Schwächsten der Gesellschaft, «gegen die ganz Alten und gegen die Kleinen», sagt Heisler. Um sie zu schützen, habe man einige stattdessen zu Tode gequält.

«Wenn ich meine ärztliche Pflicht nicht mehr machen darf, ist etwas faul im Staat»

Die erste Pflicht für Ärzte sei es, nicht zu schaden und dies sei schon seit der Antike so und grundsätzlich kein hoher Anspruch: «Hier habe ich nichts weiter gemacht als meine ärztliche Pflicht. Und wenn ich das nicht mehr machen kann, dann ist etwas faul im Staat», sagt Heisler.

Begriffe wie «Coronaskeptiker» seien plakativ und würden als Umkehrung der Wirklichkeit verwendet. Aktiv versuche man, die Gesellschaft in «geimpft» und «nicht-geimpft» zu spalten. «Diese unmenschliche Entwicklung mit ihren sozialen Verboten ist auch unheimlich gefährlich für unser Immunsystem», warnt Heisler.

Er stehe weiterhin zu seiner Meinung (Minute 0:23:00 bis 0:23:25):

«Wenn mich meine Patienten wiederhaben wollen, dann müssen sie auch etwas dafür tun und das haben sie auch gemacht. Sie haben unendlich viele Briefe geschrieben und das gibt mir auch die Kraft und die Energie, das Ganze durchzustehen.»

Zur Behandlung von Covid-19

(Minute 0:23:30 bis 0:23:59):

«Ich bin kein Coronaleugner. Ich kenne Coronaviren und ich sage ganz deutlich: Sie begleiten uns jedes Jahr von Oktober bis April. Im Sommer haben wir ganz sicher keine Coronaviren, das weiss jeder Virologe. Es sind Erkältungsviren, die auch schwerere Infekte auslösen können. Aber ich brauche keinen Test dazu, um das gut behandeln zu können. Ich muss den Patienten untersuchen.»

Doch jetzt komme man ohne Test schon gar nicht mehr in die Praxen rein. Wer einen positiven Test habe, werde gar nicht erst untersucht, sondern nach Hause geschickt, auch wenn er andere Erkrankungen habe (Minute 0:24:12 bis 0:24:32):

«Ich habe ohne zu übertreiben Menschen das Leben gerettet, die vorher nicht bei mir in Behandlung waren. Sie haben sich bei mir kurz vor der Spitaleinweisung in ihrer Verzweiflung gemeldet und ich konnte das Gott sei Dank ambulant behandeln.»



Heisler nennt das Beispiel einer Patientin,
die mit einem positiven SARS-CoV-2-Test zuerst bei ihrem Hausarzt gewesen ist (Minute 0:24:36 bis 0:25:12):

«Der Arzt sagte ihr, sie solle zu Hause bleiben oder gleich ins Spital gehen. Im Spital wurde sie auch nicht richtig untersucht und wieder nach Hause geschickt, mit der Begründung, es sei halt Corona. Schlussendlich kam sie zu mir und ich stellte fest, dass sie eine bakterielle Lungenentzündung hatte, an der man sterben kann, wenn sie nicht richtig behandelt wird. Da muss man abhören und röntgen.»

Diese Frau habe dann später bei einem Spaziergang in Luzern teilgenommen und auch noch eine Busse kassiert, weil sie keine Maske getragen hatte, erinnert sich Heisler.

Im Mai 2020 habe er die NZZ noch gelesen und dort sei gestanden, dass uns nur die Impfung durch die Pandemie retten könne: «Zwei Monate nach der Pandemie haben die schon von der Impfung geredet. Da war mir schon klar, dass dies schon ganz lange in der Pipeline gewesen sein muss», sagt Heisler.

Ein Blick in die Zukunft

Heisler sagt, das System habe abgewirtschaftet und es müsse zusammenbrechen (Minute 0:48:29 bis 0:49:24):

«Dann kommt es darauf an, wie es weitergehen wird und da stehen wir jetzt gerade am Scheideweg. Wenn dann nach Corona ein Vakuum da ist, wo niemand mehr eine Idee hat, dann muss man irgendwie vorgesorgt haben. Wir sind jetzt dabei, das Gesundheitswesen für diese Zeit vorzubereiten. Wo man wieder ganzheitlich denkt, wo die Selbstheilungskräfte und das Immunsystem wieder eine Rolle spielen und wo man sich nicht nur mit Reparaturbetrieb und Gewinnstreben auseinandersetzt. Davon müssen wir abkommen und dafür arbeiten wir bei Aletheia an konkreten Projekten.»

Heisler spricht auch von der Gründung einer eigenen Krankenkasse.

Persönlich wolle er weiterhin seiner Linie treu bleiben und für die Menschlichkeit der Medizin einstehen – seine eigentliche Kernaufgabe (Minute 0:50:06 bis 0:51:50):

«Die grosse Vernetzung von Menschen, die immer grösser wird, gibt mir sehr viel Kraft und Zuversicht. Wir haben uns diesen Weg alle nicht ausgesucht, aber es war vorher schon nicht gut, wir haben es einfach nicht so gemerkt. Jetzt sind wir gefordert, als Menschen dafür einzustehen, das wir Menschen bleiben dürfen. Mit der Natur und in gegenseitigem Respekt.»

USA: Familienmahlzeiten sind seit der Pandemie häufiger und länger geworden

Die US-Amerikaner lieben zwar Fast Food, aber viele von ihnen gehen es neuerdings langsamer an und geniessen ihre Familienmahlzeiten. Laut einer aktuellen Studie, an der 2004 Personen teilnahmen, dauert das Abendessen in einem typischen amerikanischen Haushalt heute 15 Minuten länger als vor Beginn der Pandemie. Insgesamt hat sich die durchschnittliche Familienmahlzeit von 70 auf 85 Minuten verlängert, was einer Steigerung von fast 20 Prozent entspricht.

Die Umfrage zeigt auch, dass bei sechs von zehn Befragten (57 %) die Familie häufiger zu den Mahlzeiten zusammenkommt als noch zu Beginn des Jahres 2020.

Die von OnePoll im Auftrag von Gold Peak Real Brewed Tea durchgeführte Umfrage ergab, dass die Familien fünfmal pro Woche zu den Mahlzeiten zusammenkommen, verglichen mit viermal pro Woche vor der Pandemie. Diese Mahlzeiten werden immer wichtiger, denn 58 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass dies der entspannendste Teil ihres Tages sei.

Darüber hinaus betrachten viele einen engen Freund (55 %), Kollegen (38 %) oder Nachbarn (36 %) als «Teil der Familie». Mehr als zwei Drittel (68 %) der US-Amerikaner gaben an, in den letzten 18 Monaten ein neues «Familienmitglied» aufgenommen zu haben, und 43 % von ihnen beziehen diese Person immer noch in die Familienmahlzeiten ein. …

zum Originalartikel (auf Englisch)

«Time»-Eigentümer fordert mehr Zensur bei Facebook

Facebook zensiert seit längerer Zeit kritische Inhalte (Corona-Transition berichtete). Doch für gewisse Medieneigentümer geht der Internet-Konzern noch immer zu wenig weit. Marc Benioff, CEO von Salesforce und Eigentümer des Time Magazine, kritisierte Facebook unlängst dafür, Desinformationen zu verbreiten und fordert weitere Zensurmassnahmen.

In einem Interview auf CNN sagte Benioff: «Diese digitale Revolution hat die Welt wirklich fest im Griff. Und in dieser Umklammerung kann man das Ausmass an Misstrauen und Fehlinformationen sehen, das vorhanden ist.» Nach Ansicht des Tech-Milliardärs würden durch Fehlinformationen in den sozialen Medien auch mögliche Lösungen für die Klimaerwärmung durchkreuzt.

«Schauen Sie sich an, wie sich das auf die Welt auswirkt. Man kann über den politischen Prozess sprechen. Man kann über das Klima reden. Man kann über die Pandemie sprechen», sagte Benioff. «Jedes wichtige Thema wird wiederum mit dem Misstrauen in Verbindung gebracht, das gegenwärtig vorherrscht; und vor allem zu dem, was in den sozialen Netzwerken verbreitet wird. Das muss jetzt aufhören.»

Benioff schlägt vor, dass der Kongress etwas unternehmen solle, um das Desinformationsproblem auf Facebook anzugehen. «Mir gehört die Time und ich bin für das verantwortlich, was auf meiner Plattform produziert wird», sagte Benioff. Und er fügte hinzu, dass auch die Mainstream-Medien zur Verantwortung gezogen würden. «Was Facebook betrifft: Der Konzern wird nicht zur Rechenschaft gezogen. Facebook hat also keinen Anreiz von Seiten der Regierung. Das muss sich ändern.»

Benioff gilt als einer der schärfsten Kritiker von Facebook und hat schon früher für die Zerschlagung des Zuckerberg-Imperiums geworben. «Man kann sehen, dass es einigen dieser Social-Media-Unternehmen, insbesondere Facebook, egal ist, dass ihre Plattform mit all diesen Desinformationen gefüllt ist», sagte Benioff.

Das Schweigen der Ökonomen

Oft wird argumentiert, dass sich die Regierungen bei der Coronapolitik zu sehr auf Epidemiologen und zu wenig auf Ökonomen verlassen haben. Wie The Daily Sceptic schrieb, hätten sie es zum Beispiel durchweg versäumt, ihre eigene Politik einer strengen Kosten-Nutzen-Analyse zu unterziehen.

Aus Umfragen gehe jedoch hervor, dass viele Ökonomen ebenso sehr für Lockdowns waren wie die Ärzte, Epidemiologen und Wissenschaftler des öffentlichen Gesundheitswesens, die die Regierungen beraten haben, so The Daily Sceptic weiter.

Im April 2020 seien die Mitglieder des «IGM-Panels von Wirtschaftsexperten» (eine Stichprobe von 44 akademischen Ökonomen mit Sitz in den USA) gefragt worden, ob «eine umfassende politische Reaktion auch beinhalten wird, einen sehr starken Rückgang der Wirtschaftstätigkeit zu tolerieren, bis die Ausbreitung der Infektionen deutlich zurückgegangen ist». Von denjenigen, die antworteten, hätten null Prozent nicht zugestimmt.

Darüber hinaus hätten null Prozent der Befragten nicht zugestimmt, dass «die Aufhebung strenger Lockdowns zu einem Zeitpunkt, zu dem die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Wiederaufflammens von Infektionen hoch ist, zu einem grösseren wirtschaftlichen Gesamtschaden führen wird als die Beibehaltung der Lockdowns zur Beseitigung des Risikos eines erneuten Wiederaufflammens».

In einer Umfrage unter 47 australischen Wirtschaftswissenschaftlern vom Mai 2020 hätten nur 19 Prozent nicht zugestimmt, dass «der Nutzen für die australische Gesellschaft durch die Beibehaltung von Massnahmen zur sozialen Distanzierung, die ausreichen, um den R-Wert von Covid-19 unter eins zu halten, wahrscheinlich die Kosten übersteigt».

Kaum Warnungen vor Kosten

«Warum befürworten so viele Ökonomen die Lockdowns?», fragt The Daily Sceptic. Mikko Packalen und Jay Bhattacharya (bekannt durch die Great Barrington Declaration) hätten versucht, diese Frage in einem kürzlich erschienenen Essay für Collateral Global zu beantworten.

Sie würden damit beginnen, sich die Ökonomen für ihre uneingeschränkte Unterstützung von Lockdowns vorzunehmen. Natürlich hätten einige Ökonomen die Lockdowns in Frage gestellt, aber die Autoren hätten den Eindruck, dass die meisten das nicht getan haben. Zumindest hätten nur wenige ihre Vorbehalte öffentlich geäussert.

Besonders beunruhigt seien Packalen und Bhattacharya darüber, dass so wenige Ökonomen vor den Kosten der Lockdowns gewarnt haben. Schliesslich sollten Ökonomen doch wissen, dass es «so etwas wie einen Free Lunch» nicht gebe.

Mehrere Gründe

Die Autoren würden eine Reihe von Gründen angeben, weshalb sich so wenige Ökonomen zu Wort gemeldet haben. Erstens hätten Ökonomen den Ruf, etwas geizig zu sein, und seien besorgt darüber gewesen, dass sie sich nicht zu sehr in die Karten schauen liessen. Aus diesem Grund hätten sie in den ersten Monaten der Pandemie gezögert, die Frage nach den Kosten für das Ganze zu stellen.

Zweitens würden Ökonomen – wie fast alle Fachleute – zur «Laptop-Klasse» gehören, also zu den Menschen, die den ganzen Tag an ihren Laptops sitzen. Der Lockdown habe ihr Leben nicht annähernd so stark beeinträchtigt wie das von Kleinunternehmern oder Arbeitnehmern, die nicht von Kurzarbeits-Massnahmen profitieren konnten.

Drittens habe die Wirtschaftswissenschaft mit ihrer zunehmenden Technisierung und Spezialisierung einen deutlich technokratischen Zug angenommen. Trotz der Wurzeln des Fachs in der liberalen politischen Ökonomie, so die Autoren, «herrscht heute der weit verbreitete Glaube vor, dass es für fast jedes gesellschaftliche Problem eine technokratische, von oben nach unten gerichtete Lösung gibt».

Viertens habe die akademische Ökonomie eine recht kuschelige Beziehung zum Grosskapital aufgebaut, insbesondere zu den Investmentbanken der Wall Street und den riesigen Technologiefirmen des Silicon Valley. Es sei daher weniger überraschend, dass «die düstere Wissenschaft sehr wenig zu sagen hatte über die Vorteile der Lockdowns für das Grosskapital».

Packalen und Bhattacharya machen in ihrem Essay viele weitere interessante Beobachtungen. Und sie gehen mit den Ökonomen hart ins Urteil:

«Wenn Wirtschaftswissenschaftler die Augen vor den Problemen in unserer Gesellschaft verschliessen, wie sie es im vergangenen Jahr getan haben, verlieren die Regierungen wichtige Indikatoren, die für die Gestaltung einer ausgewogenen Politik erforderlich sind.»

«Der Berufsstand der Wirtschaftswissenschaftler wird noch lange dafür heimgesucht werden, dass wir es versäumt haben, uns für die Armen, die Arbeiter, die Kleinunternehmer und die Kinder einzusetzen, die die Hauptlast der mit den Lockdowns verbundenen Kollateralschäden zu tragen haben.»

Rätsel beim bayrischen Fussballklub Unterhaching: zwölf «Corona-Fälle» – davon zehn doppelt geimpft

Beim bayrischen Regionalfussballklub Spielvereinigung Unterhaching im Landkreis München wurden in den letzten Tagen mehrere Spieler positiv auf das Coronavirus getestet.

Klubpräsident Manfred Schwabl betonte gegenüber der Süddeutschen Zeitung, dass der Verein das Virus extrem ernst nehme und alles getan habe, um einen Ausbruch zu verhindern. Es liege auch nicht an Impfmüdigkeit oder gar Skepsis gegenüber der Impfung, denn von den zwölf betroffenen Spielern seien zehn doppelt geimpft, einer genesen und einer nicht geimpft.

Schwabl vermutet, dass ein Spieler das Virus in die Kabine eingeschleppt hat. Das sei doch klar, dass man die Abstände nicht so einhalte, wenn fast alle geimpft sind. Schwabl weiter:

«Von den zwölf positiv Getesteten sind zehn doppelt geimpft, einer ist genesen, nur einer war nicht geimpft — kurioserweise ist das derjenige, der den geringsten Wert aufweist.»

Die Auswirkungen seien teilweise heftig, war aus dem Kreis der Mannschaft zu erfahren. Einige habe es hart erwischt, sie zeigten deutliche Krankheitssymptome.

Der Verein wolle auch in Zukunft auf eine Impfpflicht seiner Spieler verzichten, liess Schwabl in einem Interview mit dem Bayerischen Rundfunk verlauten. Das sei ein Privatthema, da gehe es um die Gesundheit, und deshalb müsse jeder für sich selber eine Entscheidung treffen können. Die überwiegende Mehrheit sei geimpft.

Interview mit Schwabl, Unterhaching – ARD Mediathek

Deshalb sind die vom RKI angegebenen Impfwirksamkeiten mit Sicherheit zu hoch

Vom Robert-Koch-Institut (RKI) werden seit dem 23. Juni 2021 in den wöchentlichen Lageberichten Auswertungen der Daten über sogenannte Impfdurchbrüche veröffentlicht. Diese zeigen, wieviel Geimpfte positiv auf Covid-19 getestet wurden, daran erkrankt oder verstorben sind. Aus diesen Angaben werden dann — im Vergleich zu den Ungeimpften — die Impfwirksamkeiten errechnet.

Wie im Folgenden aufgezeigt und begründet wird, sind die vom RKI angegebenen Impfwirksamkeiten mit Sicherheit zu hoch, Dies, weil bei den Auswertungen des RKI offenkundig gravierende Fehler begangen werden. Diese Behauptung kann anhand von bestimmten Aussagen in den Berichten des RKI im Prinzip von jedermann nachvollzogen werden.

Die Fehler bestehen darin, dass

  • a) Daten von Fällen, Erkrankten und Verstorbenen in falscher Weise in die Berechnungen eingehen, bei denen keine oder nur unvollständige Angaben vorhanden sind, ob die betreffenden Personen geimpft sind oder nicht;
  • b) Daten von Fällen, Erkrankten und Verstorbenen in falscher Weise in die Berechnungen eingehen, bei denen eine sogenannte «unvollständige Impfung» vorliegt. Das heisst die betreffenden Personen wurden nur einmal geimpft oder zweimal, wobei aber noch keine zwei Wochen nach der zweiten Impfung verstrichen sind.

Die zuletzt im Lagebericht vom 9. September 2021 genannten Impfwirksamkeiten von ca. 87 % für die Altersgruppe 18-59 Jahre und von ca. 86 % für die Altersgruppe ≥60 Jahre sind deutlich nach unten zu korrigieren. Sie liegen stattdessen in der Grössenordnung zwischen ca. 80 und 70 %, möglicherweise sind sie noch niedriger.

Um diese Werte richtig einschätzen zu können, muss man wissen, dass bei 86 % Wirksamkeit von 100 Erkrankten 12 geimpft sind, bei 70 % aber schon 23, das heisst fast doppelt so viele; die Wirksamkeit ist also nur noch halb so gross. Im Vergleich zur 95 % Impfwirksamkeit (von 100 Fällen sind dabei nur 5 Geimpfte), die ursprünglich — als Lockvogel sozusagen — genannt wurde, sind wir mit 70 % sogar bei einer vier- bis fünffach geringeren Wirksamkeit.

Die tatsächliche Wirksamkeit lässt sich momentan nicht genauer angeben, da sowohl das RKI als auch das Bundesministerium für Gesundheit (BMU) sich bisher weigern, die den Auswertungen des RKI zugrundeliegenden Rohdaten zu veröffentlichen. Den realen Impfwirksamkeiten sind dann noch die Nebenwirkungen der Impfungen gegenüberzustellen. Erst dann kann man zu einer fundierten Abwägung kommen, was von den Impfungen tatsächlich zu halten ist.

Unvollständige Daten

In den Berechnungen der Impfwirksamkeiten wird verglichen, wieviel Geimpfte und Ungeimpfte erkranken oder versterben. Bei den Impfungen gegen Covid werden zum allergrössten Teil Impfstoffe verwendet, die ihre volle Wirksamkeit erst nach zwei Dosen erreichen sollen, und zwar zwei Wochen nach der zweiten Dosis. So gibt es tatsächlich drei Kategorien: Ungeimpfte, unvollständig und vollständig Geimpfte.

Die nicht oder nicht vollständig Geimpften werden als eine Gruppe gerechnet und den (vollständig) Geimpften gegenübergestellt. Die Wirksamkeit der Impfstoffe bei den einmal bzw. unvollständig Geimpften ist aber nicht gleich null wie bei den Ungeimpften, so dass dieses Vorgehen fachlich falsch ist. Dies geht auch daraus hervor, dass in einem Computer-Modell des RKI, welches die positiven Effekte der Impfung belegen soll, die Wirkung bei den unvollständig Geimpften sehr wohl eingerechnet wird. Mit diesem Vorgehen — mal so, mal so, wie es gerade passt — kommt das RKI zu der völlig unrealistischen Einschätzung, dass es ohne die Impfungen 38’000 Tote mehr gegeben hätte.

Das RKI rechnet diejenigen, bei denen keine Angabe vorliegt, ob sie geimpft oder ungeimpft sind, ebenfalls den Ungeimpften hinzu. Dies geht unzweideutig aus dem folgendem Satz in dem Lagebericht vom 9. September (S. 20) hervor: «Da die Angaben zu den Impfungen der Covid-19-Fälle teilweise unvollständig sind und somit eine Untererfassung der geimpften Covid-19-Fälle wahrscheinlich ist, wird die Wirksamkeit der Impfstoffe eher überschätzt.»

Dieser Satz tauchte bereits im ersten Bericht zu Impfdurchbrüchen vom 23. Juni 2021 auf und wird seitdem wöchentlich wiederholt. Dabei wäre es eine Sache von zwei Minuten, wenn ich das richtig sehe, in der zugrundeliegenden Datenbank den Computer zählen zu lassen, bei wieviel der Erkrankten und Verstorbenen Daten über den Impfzustand vorliegen und bei wievielen nicht. Die letzteren müssten dann in der Berechnung weggelassen werden, wenn man zu einer fachlich fundierten Aussage kommen will, wie Geimpfte im Vergleich zu Ungeimpften dastehen.

Fehlerquote muss berücksichtigt werden

Die zwei Fragen, die sich nun stellen, lauten: wie hoch sind die Anteile der unvollständig Geimpften und derjenigen Personen ohne Impfstatus. Und wie wirken sich diese Angaben auf die Impfwirksamkeit aus. Aus den Rohdaten beim RKI liessen sich die Anteile beider Gruppen problemlos ermitteln. Doch das BMG und RKI weigern sich bisher jedoch, diese Rohdaten zu veröffentlichen. So können im Moment nur gewisse Annahmen getroffen werden.

Es werden also hier Szenarien mit jeweils 10, 20 und 30 %-igen Anteilen falsch Eingerechneter in den beiden Gruppen durchgespielt. Zunächst müssen diese Anteile von den in den RKI-Lageberichten genannten Gesamtzahlen von Fällen, Hospitalisierten und Verstorbenen abgerechnet werden. Mathematisch sind das zwei Faktoren, aus denen man einen machen kann, indem man die Anteile multipliziert. Beispielsweise werden aus a) 20 % und b) 30 % zusammen 44 % (siehe Infobox).

So kommen die Zahlen zustande:

(1-0,2)*(1-0,3) = 0,56 entsprechend 44 % Reduzierung

Nehmen wir zum Beispiel den mittleren angenommenen Faktor für den Wert von 86 % Impfwirksamkeit (IW1), wie er im Lagebericht vom 9. September für die Altersgruppe ≥60 Jahre genannt wird, so verbleiben 77 % für die Impfwirksamkeit (IW2). Für die IW1 reicht die Spanne bei meinen Annahmen von 83 bis 68 % bei der korrigierten Impfwirksamkeit (IW2).

Hierzu muss man sich noch einmal vergegenwärtigen, dass die Bevölkerung mit einem Versprechen von 95 % Wirksamkeit in die Impfzentren gelockt wurde. In den ersten Lageberichten des RKI zu Impfdurchbrüchen wurden dann 92 und 91 % errechnet, bald darauf sank der Wert unter 90 %, jetzt sind wir bei offiziell angegebenen 87 und 86 %, für den Zeitraum der letzten vier Wochen (32. – 35. KW) sogar nur bei ca. 85 % und 83 %.

Die Tendenz ist also deutlich abnehmend. Weiterhin bedeutet 95 % Impfwirksamkeit, dass von 100 Fällen fünf geimpft sind. Bei 83 % sind es bereits 14 bis 15, also nahezu dreimal so viel, bzw. eine Wirksamkeit, die lediglich etwa ein Drittel der Wirksamkeit beträgt. Auch das müsste eigentlich schon ziemlich peinlich für die Impfpropagandisten sein. Tatsächlich sind wir noch ein gutes Stück niedriger.

Dazu kommt, dass inzwischen Ungeimpfte und Geimpfte ungleich getestet werden. Hierzu schreibt das RKI im Lagebericht vom 9. September S. 20: «… dass die aktuelle Dynamik sowohl in den Impfquoten als auch in den Infektionswahrscheinlichkeiten sowie ein zumindest im ambulanten Bereich möglicherweise unterschiedliches Testverhalten bei Geimpften und Ungeimpften zu Verzerrungen führen.»

Auf Deutsch heisst das, dass das zugegebene unterschiedliche Testverhalten die Berechnungen noch weiter zu Ungunsten der Ungeimpften verfälscht, mit anderen Worten, dass die Impfwirksamkeiten noch weiter zu reduzieren sind.

Bevölkerung soll aufgeklärt werden

Nach inzwischen über 50 Millionen mit den Gentechnik-Impfstoffen gespritzter Menschen in Deutschlandund mehreren Milliarden weltweit – ist es endlich, endlich Zeit, inne zu halten und Bilanz zu ziehen. In ehrlicher Weise müssen die tatsächliche Wirksamkeiten der Impfstoffe, die offenkundig bereits nach wenigen Monaten nachlassende Schutzwirkung und die eingetretenen Impfschäden gegenübergestellt werden. Darüber ist die Bevölkerung offen und vorbehaltlos aufzuklären.

Stattdessen wird die Angst weiter geschürt, zum Beispiel durch das erwähnte Computer-Modell. Unrealistisch hohe Impfwirksamkeiten werden mit offenkundig fachlichen Fehlern errechnet und verkündet. All dies dient dazu, die Bereitschaft der Restbevölkerung zu erhöhen, sich die umstrittenen Impfstoffe, gegen die viele Menschen ja eine intuitive Abwehrhaltung haben, einspritzen zu lassen bzw. den bereits Geimpften möglichst bald eine dritte Dosis zu verabreichen.

Die hier vorgebrachte harte Kritik — falls sie denn unberechtigt sein sollte — könnte das RKI beziehungsweise das BMG möglicherweise leicht entkräften, wenn sie endlich alle im Zusammenhang mit den Impfungen und Impfdurchbrüchen erhobenen Daten veröffentlichen würden. Möglicherweise» sage ich, weil es dann auf die Ergebnisse der unabhängigen Auswertung dieser Daten ankäme.

***********

Zum Schutz seiner Person erscheint dieser Text unter Pseudonym. Der richtige Name von Sternfried Müller ist der Redaktion namentlich bekannt. Müller ist Diplom-Ingenieur, Buchautor und Privatgelehrter aus Deutschland. Der vorliegende Text ist eine Kurzversion. Wer noch mehr Informationen lesen möchte, findet diese in der ausführlicheren Version hier.

Friedliche Kundgebung in Uster

In Uster (ZH) haben sich am vergangenen Samstag rund 15ʹ000 Menschen versammelt, um gegen die bundesrätlichen Corona-Massnahmen zu protestieren. Auch viele Familien mit ihren Kindern waren dort. Die Redaktion von Corona-Transition nahm ebenfalls teil und kann ohne Ausnahme von einer sehr friedlichen und gelassenen Stimmung berichten. Auf Anfrage unserer Redaktion beschreibt auch Daniel Stricker von StrickerTV eine friedliche Kundgebung ohne Zwischenfälle.

Auf einigen Strassen wurden Sätze wie «Uster ist geimpft» durch Unbekannte hingesprayt. Gemäss Stadtpolizei Uster wird gegen diese Sprayer ermittelt. An einer Kreuzung hielt eine Gruppe von Anwohnern ein Transparent hoch mit der Aufschrift «Wegen Leuten wie euch gibt es in diesem Jahr keinen Uster-Märt». Doch davon liessen sich die Kundgebenden nicht provozieren. Es gab keine Zwischenfälle.

«Äusserst aggressive Stimmung mit Kuhglocken»

Noch am selben Tag berichtete 20 Minuten hingegen von angeblichen «Schikanen und Sabotagen» durch Massnahmen-Kritiker gegen das Fernsehteam von der deutschen Rundfunkanstalt ZDF. Die Fernsehleute wurden von Nicolas A. Rimoldi, Mitgründer der Jugendbewegung «Mass-Voll!», für ein Interview eingeladen. «Ich habe so etwas noch nie erlebt», wird der nicht mit Namen genannt werden wollende Kameramann vom ZDF von 20 Minuten zitiert. Und: «Wir wurden massiv angegangen und beschimpft, es war eine äusserst aggressive Stimmung.» Jemand habe gar ein Getränk über die Kamera geschüttet, um sie ausser Betrieb zu setzen und das Team sei gar mit Kuhglocken gestört worden, bekundet 20 Minuten und fordert deshalb gleich einen besseren Polizeischutz.

Fotos von dieser angeblichen Schikane scheint es allerdings nicht zu geben. Die im Artikel von 20 Minuten veröffentlichten Aufnahmen zeigen lediglich eine mit dem Kameramann redende Frau. Bei diesen Fotos ist von Aggression, Provokation oder gar einem «Getränke-Angriff» nichts zu erkennen.

Erstaunlicherweise scheint es keinen einzigen Augenzeugen zu dieser behaupteten «Schikane» zu geben. Daniel Stricker, dem dieser Vorfall sicher zu Ohren gekommen wäre, kann darüber jedenfalls nichts erzählen. Auch nach einem Aufruf im Telegram-Kanal der «Corona-Rebellen» hat sich bisher niemand gemeldet. Auch die Polizei hat keine Kenntnis von diesem angeblichen Zwischenfall.

Kommentar der Redaktion:

Diesen Vorfall scheint es nur für das ZDF und die Redaktion von 20 Minuten zu geben und er scheint enorm wichtig zu sein: Zur Erhaltung des Propaganda-Märchens von den aggressiven, störenden und provokativen Massnahmen-Kritikern, um die Spaltung in der Bevölkerung weiter anzuheizen.

Laschet, ein Geschöpf der Untergangskanzlerin

(Ab-)geschlagen: Armin Laschet (Foto:dts)

Statt „Armin Laschet wird Kanzler“ jetzt „Verpiss dich, Armin„: Laschets Versuch, durch vorschnelle und nassforsche Ankündigungen noch am Wahlabend seinen durch nichts objektiv begründeten Anspruch der Regierungsbildung wie selbstverständlich vorwegzunehmen und damit durch „Pragmatismus“ eine Debatte über seine Rolle im historischen Wahldebakel der Union gar nicht erst aufkommen zu lassen, scheiterte nach nicht einmal 12 Stunden. Bei der CDU fliegen seit dem frühen Morgen die Fetzen, und allmählich dämmert der Partei, dass sie von einer Volkspartei zur politischen Randerscheinung, von einer einstigen Bastion zum Scherbenhaufen verkommen ist.

Noch einmal: die Hauptschuld für das Debakel trägt nicht Laschet, sondern Angela Merkel, und selbst der unbestreitbare Beitrag dieser dilettantischen rheinischen Frohnatur, der vielleicht zum Karnevalspräsidenten, aber nicht Bundeskanzler taugt, geht letztlich mit der unbefristeten Noch-Kanzlerin heim – denn all dies ist Teil ihrer desaströsen Nachlassregelung, die sie genauso verpfuscht hat wie dieses Land. Nach mir die Sintflut gilt bei Merkel für alles, was sie anpackt. Weder beim Parteivorsitz noch beim Kanzleramt baute sie einen Erben, einen Kronprinzen bzw. -prinzessin auf, sondern biss jeden mit Potential weg, so dass nur mehr die vierte Garnitur übrigblieb. Erst AKK, dann Laschet – man braucht sich über nichts mehr zu wundern. Mit der Lusche Laschet hat sie die die CDU komplett geschrottet.

Nach Merkel die Sintflut

Und deren Zukunft ist fürwahr alles andere als rosig. Der Politikwissenschaftler Oskar Niedermayer sieht nach der Bundestagswahl nun schwere Zeiten auf die Union zukommen: „Das schlechteste Ergebnis ihrer gesamten Geschichte ist für die CDU eine politische Kernschmelze„, sagte er zum „Handelsblatt„. Ihre Wählerbasis sei damit nunmehr zu gering, um noch den Volksparteianspruch aufrechterhalten zu können. „Eigentlich müsste das zu heftigen innerparteilichen Diskussionen über eine personelle und inhaltliche Neuaufstellung führen.“ Dass die CDU sich momentan hinter Laschet gestellt hat, zeigt für Niedermayer, dass dieser alles auf eine Karte setze, um die Chance auf die Kanzlerschaft aufrechtzuerhalten. „Sollte das gelingen, besteht die Gefahr, dass die Partei – wie schon 2017 – das Wahldesaster nicht aufarbeitet, was ihr mittelfristig deutlich schaden würde„, glaubt der Politologe.

Die historische Niederlage der Union führt Niedermayer darauf zurück, dass es Laschet nicht gelungen ist, die Stimmung in der Wahlbevölkerung zu drehen. „Laschet war in den Augen der Mehrheit der Wähler und der Unionsanhänger von Anfang an der falsche Kandidat und seine Beurteilung hat sich im Wahlkampf noch deutlich verschlechtert„, sagte er. Auch nach Einschätzung des Passauer Politikwissenschaftlers Heinrich Oberreuter hätte die Union CSU-Chef Markus Söder ins Rennen schicken sollen: „Mit der größeren kommunikativen Klarheit und stärkeren Ausstrahlung als Führungskraft wäre es mit Söder besser gelaufen„, sagte Oberreuter laut „dts“. Dies ist natürlich Augenwischerei: Auch ein Söder stünde, wie Laschet, für Opportunismus und Beliebigkeit – und ist alles andere als ein konservativer (geschweige denn wertkonservativer) Politiker. Das Problem der Union-Linksverschiebung und die frustrierte Wählerquittung für eine Corona-Politik voller Zumutungen hätten auch ihn ereilt.

Lusche Laschets Finale

Neben dem Chancenkiller der frappierenden, vollkommen Nichteignung des Kandidaten – die kein exklusives Unionsproblem war, siehe Baerbock und die Grünen –  Merkels Langzeitschaden trugen allerdings, das erkennen auch die politikwissenschaftlichen Experten an, auch massive Fehler der CDU-Zentrale im Konrad-Adenauer-Haus und eine fatale PR-/Öffentlichkeitsarbeit, vom Laschets Auftreten in den Flutgebieten bis zu seinen Straßeninterviews, bei. Oberreuter: „Katastrophal war die Inkompetenz des Parteiapparats.

Das von Laschet präsentierte „Zukunftsteam“ und sein „Sofortprogramm“ seien „erkennbare Notstandsmaßnahmen“ gewesen. Nun ist der Notstand erst recht da. Das ehrlichste für alle Beteiligten – und das beste für die Union – wäre, sich in Sack und Asche in Richtung Opposition zu begeben und Laschet zu entsorgen – erst in Düsseldorf, dann auf dem Altenteil. Ob Merkeldeutschland von einer Ampelkoalition oder Jamaika weiterregiert wird wie bisher, nimmt sich ohnehin nichts.

„Alle einsperren“: ORF irritiert mit wirrem Hass-Beitrag gegen MFG und FPÖ

Manche Redakteure des ORF scheinen sich auch unter schwarz-grüner Herrschaft gut zurechtzufinden. Für propagandistische Agitation gegen den politischen Gegner bleibt genügend Zeit. Knapp nach der ersten Hochrechnung schwärmte ein ORF-Team aus, um in Linz befremdliche Wortmeldungen aufzuzeichnen. Die Interviewpartner hetzten gegen die neue Partei MFG aber in einem Aufwaschen auch gegen die FPÖ.

Ein Kommentar von Michael Mayrhofer

Der Beitrag „Was sagen die Oberösterreicher zur Wahl“ ist, wie beim ORF gewohnt, nur noch wenige Tage in der TVthek abrufbar. Weit aufgerissene Augen, die Betonung auf völlig unpassenden Wörtern: Die Moderatorin der Wahl-Sondersendung, Maria Theiner, befand sich ersichtlich in einer emotionalen Ausnahmesituation. Während der bekanntlich immer „seriöse“ und neutrale ORF sonst immer darauf bedacht ist, dass bedenkliche Äußerungen im Rahmen des betreuten Denkens eingeordnet und erklärt werden, ließ man die Hassbotschaften der angeblich zufällig ausgewählten Passanten für sich stehen.

„De g’hern eing’sperrt!“

Wir haben ein Transkript der Sendung erstellt (verantwortlicher Redakteur Wolfgang Schnaitl):

Sprecher: Eine Stunde nach der ersten Hochrechnung ist für viele Passanten auf der Linzer Landstraße der Einzug der neuen Partei MFG völlig unverständlich.

Mann 1: Na des vasteh i übahaupt ned. Also I vasteh die Impf-Weiga sowieso ned.

Mann 2: De g’hern eing’sperrt!

Mann 1: Also da ghert vom Staat was gmacht!

Mann 2: Den Kickl lass i gar ned amoi ins Parlament!

Mann 1: Das is a Wahnsinn bitte, das is ja schädigend fürs ganze Land.

Frau 1: Das sind die Coronaschwurbler also die lehne ich ab also ich halte nichts also davon also wenn so Impfgegner die wirklich gegen jede wissenschaftliche Erkenntnis agieren wenn die dann auch in die Politik einsteigen. Ich hoffe nur dass sie nach den nächsten Wahlen nach der Pandemie wieder weg sind.

Frau 2: Jo wonn ma eigentlich ned so fü davon ghert hot. ist des ziemlich fü eigentlich.

Ein weiterer Mann erklärt, dass das Wahlergebnis sein Leben als einfacher Arbeiter nicht berührt – das war vermutlich die journalistische Sorgfalt im Selbstverständnis des ORF.

Merkwürdige Nervosität

Bei den ersten drei Interviewpartnern fiel eine merkwürdige Unsicherheit und Nervosität auf. Selbstverständlich würde ein seriöser Redakteur des ORF aber niemals vorgeben, was er gerne auf Sendung hören möchte, oder? So ist es sicher ganz normal, wenn jemand „Impf-Weiga“ sagt, damit vielleicht Impfverweigerer meint, aber dieses Wort vielleicht gerade bei der weggeschnittenen Frage des Redakteurs zum ersten Mal in seinem Leben gehört hat.

Keine Distanzierung vor demokratiefeindlichen, radikalen Aussagen

Man stelle sich vor, der ORF hätte über Patrioten berichtet, die ihre Sorge über Massenmigration oder Impfzwang ausdrücken. Vor lauter Kommentaren und Einordnungen wäre vom Interview nichts übrig geblieben. Dass hier sichtlich demokratiefeindliche Parolen ausgestrahlt wurden, man unbescholtene Menschen für ihr Beharren auf ihren Grundrechten „einsperren“ will oder ein gewählter Volksvertreter aus dem Parlament ausgeschlossen werden soll, findet man offenbar ohne Distanzierung und Kommentar berichtenswert.

Glücklicherweise hat kein Parteigänger der FPÖ dazu aufgefordert, alle Grünen einzusperren oder Sigi Maurer nicht mehr ins Parlament zu lassen. Da wäre jetzt tagelang die Hölle los, die FPÖ Oberösterreich hätte die Person längst aus der Partei ausgeschlossen – und wahrscheinlich hätte auch schon der Staatsanwalt angeklopft. In Gottes großem Zoo sind manche Tiere eben gleicher als gleich.

Der Beitrag „Alle einsperren“: ORF irritiert mit wirrem Hass-Beitrag gegen MFG und FPÖ erschien zuerst auf Info-DIREKT.