Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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Kategorie: Nachrichten

Kategorie: Nachrichten

Der Blick heizt die Spaltung der Bevölkerung weiter an

In der neusten Ausgabe des Blick geht die Hetze gegen Andersdenkende in die nächste Runde. Der reisserische Titel: «Mehrere Rechtsradikale an Berner Demo».

«Die Demonstranten trugen Schweizer Fahnen und Transparente. Manche riefen: ‹Friede, Freiheit, das Volk ist souverän.› Doch mit dem Frieden meinen es nicht alle ernst. In einem Video des Portals Megafon der Berner Reitschule ist ein Mann zu sehen, der mehrere Sekunden seinen Arm zum Hitlergruss ausstreckt. Megafon schreibt auf Twitter, dass der Mann den Gruss gegen die Gegendemonstration gerichtet habe.»

Mit dieser Behauptung des Megafon gibt sich die Boulevardzeitung bereits zufrieden, ohne über die wahren Hintergründe recherchiert zu haben. Für den Blick ist damit bereits alles klar: Der Mann war am Mittwochabend an der Demo und es war ein «Corona-Skeptiker». Ob die Szene nicht etwa speziell für dieses Narrativ inszeniert wurde, interessiert das Boulevardblatt aus dem Ringier-Axel-Springer-Verlag ebenfalls nicht.

Christoph Gnägi, Mediensprecher der Kantonspolizei Bern habe gesagt, dass die Geste am Mittwoch zwar festgestellt wurde. Die Frage, aus welchem Lager dieser Demonstrant stammt (Antifa, Reitschule, Massnahmenkritiker), stellte die Boulevardzeitung jedoch gar nicht.

Janina Bauer vom Blick bezeichnet friedliche Menschen an Corona-Kundgebungen in einem Artikel von Ende März bereits als Esoteriker, Neonazis und radikale Demokraten (wir berichteten).

Los Angeles schreibt «Impfungen» für Schüler ab 12 Jahren vor

Los Angeles sei der erste grosse Schulbezirk in den Vereinigten Staaten, der die Impfung gegen Coronaviren für Schüler ab 12 Jahren vorschreibt, die persönlich am Unterricht teilnehmen, meldete die New York Times am 9. September 2021. Da die Delta-Variante im ganzen Land grassiere, habe der Bildungsausschuss des Bezirks am Donnerstagnachmittag mit sechs zu null Stimmen für diese Massnahme gestimmt. Der Los Angeles Unified School District sei der zweitgrösste Schulbezirk des Landes, und das Mandat würde letztendlich für mehr als 460’000 Schüler gelten, so die NYT weiter.

Die Interims-Superintendentin Megan Reilly habe an der Sitzung des Schulausschusses am Donnerstag gesagt, dass die Impfung der Schüler eine Möglichkeit sei, um sicherzustellen, dass die Klassenräume des Bezirks geöffnet bleiben können. In Los Angeles habe es im vergangenen Jahr einige der längsten Schulschliessungen des Landes gegeben.

Gemäss der NYT gebe es in Los Angeles bereits eine strenge Impfpflicht für Lehrer und Angestellte, und die neue Impfpflicht für Schüler würde die Sicherheit in den Klassenzimmern weiter erhöhen. Doch sie werde wahrscheinlich auch zu grösseren Meinungsverschiedenheiten führen und weitreichende Auswirkungen auf die Bildung haben.

Nach Angaben des Los Angeles County Department of Public Health hätten 58 Prozent der 12- bis 18-Jährigen, die innerhalb der Bezirksgrenzen leben, bereits mindestens eine Dosis eines Impfstoffs erhalten, erklärte die NYT. Umfragen würden jedoch zeigen, dass viele Eltern zögern, ihre Kinder impfen zu lassen. Dies werfe die Frage auf, wie viele Familien ihre Kinder zu Hause behalten werden, um sie online zu unterrichten, oder sie auf Schulen schicken werden, die keine Impfungen verlangen.

Das Klassenzimmer wieder zu verlassen, könne für einige Schüler sehr belastend sein. Als der virtuelle Unterricht im letzten Schuljahr weit verbreitet gewesen sei, seien laut NYT Millionen von Kindern akademisch zurückgefallen. Die Auswirkungen seien bei Schülern mit niedrigem Einkommen und «farbigen» Schülern am grössten. Die Schülerschaft der Los Angeles Unified bestehe zu 73 Prozent aus Latinos, 11 Prozent Weissen, 8 Prozent Schwarzen und 4 Prozent Asiaten, merkte die NYT an. Achtzig Prozent der Schüler hätten Anspruch auf kostenlose oder preisreduzierte Mahlzeiten.

In Los Angeles gebe es ein breites Spektrum an demografischen und ideologischen Gruppen, die Impfungen ablehnen würden. Von wohlhabenden, grösstenteils weissen, liberalen Eltern, die eine Reihe von gängigen Kinderimpfungen ablehnen, über konservative Aktivisten, die speziell die Coronavirus-Impfstoffe ins Visier genommen haben, bis hin zu einkommensschwachen schwarzen und hispanischen Familien, die dem medizinischen Establishment gegenüber misstrauisch sind.

Nick Melvoin, ein Mitglied des Bildungsausschusses, der das Mandat unterstützt, erklärte, dass sich etwa 60 Prozent der E-Mails, die er in den ersten Stunden nach der Veröffentlichung der vorgeschlagenen Resolution erhielt, gegen die Impfpflicht ausgesprochen hätten. Was, wie er anmerkte, höchstwahrscheinlich die Organisationsstärke der Opposition widerspiegele.

Melvoin mache sich Sorgen darüber, dass einige Familien dadurch zurück in den Online-Unterricht oder zu Charter- oder Privatschulen gedrängt werden, die keine Impfung verlangen. Melvoin, der als Befürworter des Charter-Schulsektors bekannt sei, habe gesagt, er würde lokale Charter-Schulen ermutigen, ähnliche Mandate einzuführen, informierte die NYT.

Die Organisation Reopen California Schools, die den Staat verklagt hat, um Maskenpflicht, asymptomatische Virustests und Quarantänen zu verhindern, habe am Donnerstag erklärt, sie erwarte «zahlreiche rechtliche Anfechtungen der Impfpflicht für Kinder». Sie wies darauf hin, dass Coronavirus-Impfstoffe keine «sterilisierende Immunität» bieten würden – geimpfte Personen könnten immer noch infiziert werden. Somit könne keine «virusfreie Schulumgebung garantiert» werden.

In allen 50 Bundesstaaten seien Impfungen für den Schulbesuch vorgeschrieben, zum Beispiel gegen Polio, Masern, Mumps, Röteln und Windpocken, merkte dir NYT an. Einige Eltern würden sich jedoch gegen eine solche Vorschrift wehren, da kein Impfstoff für Kinder im Alter von 12 bis 15 Jahren von der Regierung vollständig genehmigt worden sei. Die Food and Drug Administration habe für den Impfstoff von Pfizer-BioNTech eine Notzulassung für diese Altersgruppe genehmigt und könne möglicherweise noch in diesem Jahr die volle Zulassung erteilen. Für Kinder unter 12 Jahren sei in den Vereinigten Staaten bisher kein Impfstoff zugelassen.

Einige Gesundheitsexperten und Eltern hätten Bedenken wegen einer seltenen Nebenwirkung dieses Impfstoffs geäussert, einer Herzerkrankung namens Myokarditis, von der bekanntermassen junge Männer überproportional betroffen seien (wir berichteten).

Los Angeles sei nicht der erste Bezirk, der Impfungen für Schüler ab 12 Jahren vorschreibe. Culver City im Westen von Los Angeles County habe im August eine Impfpflicht beschlossen, und andere kalifornische Bezirke würden ähnliche Vorschriften in Erwägung ziehen. Die Bezirke müssten jedoch in der Lage sein, auf Familien einzugehen, die Impfungen ablehnen, schrieb die NYT.

Los Angeles biete denjenigen, die sich in diesem Jahr gegen den Präsenzunterricht entscheiden, ein unabhängiges Online-Studium an. Bisher hätten 3 Prozent der Schüler dieses Angebot genutzt. Aber New York und Chicago, die beiden anderen grössten Schulbezirke des Landes, würden Schülern mit medizinischen Problemen nur begrenzten Online-Unterricht anbieten.

Am Donnerstag habe Bürgermeister Bill de Blasio erklärt, New York werde dem Beispiel von Los Angeles in Bezug auf die Impfpflicht für Schüler nicht folgen. «Wir halten das einfach nicht für richtig», habe er gesagt und hinzugefügt, dass es Familien, die nicht bereit sind, sich impfen zu lassen, vom Präsenzunterricht abhalten könnte. Die Bürgermeisterin von Chicago, Lori Lightfoot, habe Ende letzten Monats erklärt, dass eine Impfpflicht für Schüler «verfrüht» wäre.

Das Mandat für Los Angeles werde erst am 21. November in Kraft treten, wenn die Schüler ihre erste Dosis erhalten haben müssten, so die NYT weiter. Die zweite Impfung müssten die Schüler bis zum 19. Dezember erhalten haben, um das nächste Semester vollständig geimpft zu beginnen. Diejenigen, die nach diesen Daten 12 Jahre alt werden, hätten 30 Tage nach ihrem Geburtstag Zeit, ihre erste Impfung zu erhalten.

Wie viele andere Bezirke auch, habe Los Angeles Unified Impfkliniken in den Schulen eingerichtet. Sie verfüge über das landesweit umfangreichste Schultestprogramm, bei dem alle Schüler und Mitarbeiter wöchentlich getestet werden. Masken seien für alle Personen auf dem Campus vorgeschrieben, sowohl drinnen als auch draussen, und die Mitarbeiter müssten geimpft sein, mit begrenzten Ausnahmen für ernsthafte medizinische Erkrankungen und redliche religiöse Überzeugungen.

Die Lehrergewerkschaft der Stadt, United Teachers Los Angeles, sei eine der wichtigsten Gruppen, die eine Impfpflicht für Schüler unterstütze. Die Gruppe habe während der gesamten Pandemie auf strenge Sicherheitsmassnahmen gedrängt und im vergangenen Schuljahr einen längeren Zeitraum für Fernunterricht vorgesehen. Die Gewerkschaft fordere weiterhin strengere Quarantänemassnahmen für diejenigen, die «dem Virus ausgesetzt sind».

«Da so viele Pädagogen auch Eltern sind, verstehen wir, dass es viele Fragen und Bedenken im Zusammenhang mit dem Impfstoff gibt», habe Cecily Myart-Cruz, die Vorsitzende der Gewerkschaft, in einer Erklärung gesagt. «Aber diese Fragen sollten nicht von dem entscheidenden Schritt ablenken, der unsere Schulen sicherer macht und dazu beiträgt, die Schwächsten unter uns zu schützen. Einschliesslich der Kinder, die noch zu jung sind, um geimpft zu werden.»

Sowohl die Gewerkschaft als auch der Bezirk hätten mitgeteilt, dass sie keine Daten hätten über den Prozentsatz der Mitarbeiter, die vor dem Stichtag des Bezirks am 15. Oktober geimpft worden sind, schloss die NYT.

Kommentar Corona-Transition

Selbst wenn man das offizielle Corona-Narrativ akzeptiert, besteht laut offiziellen Daten für Kinder und Jugendliche fast keine Gefahr eines schweren «Covid-19»-Krankheitsveraufs oder gar daran zu sterben. Alle Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren deswegen der realen Gefahr von potentiell tödlichen Vakzin-Nebenwirkungen auszusetzen, lässt sich mit rechtlich unproblematischen Worten nicht mehr ausdrücken. Zumal die grosse Mehrheit der Menschen in den «Risikogruppen» geimpft sind und vor schweren Krankheitsverläufen geschützt sein sollten. Damit entfällt auch das Argument der Kinder als gefährliche «Überträger».

Doch wie immer in dieser surrealen Horrorstory, spielen Logik und wissenschaftliche Fakten keine Rolle.

Neue Ioannidis-Studie: Niedrige Infektionssterblichkeit bei Jüngeren

Eine neue Studie von Prof. John Ioannidis und Cathrine Axfors von der Stanford University zeigt eine niedrige Infektionssterblichkeitsrate (IFR) für Menschen unter 50 Jahren. So werde die Gefährdung von jüngeren Menschen überschätzt, meldet TKP.

Die Studie scheint demnach frühere Untersuchungen von Ioannidis zu bestätigen; sie ist allerdings noch nicht peer-reviewed (Stand: 11. September). Sie kann gewisse Einblicke in neue Forschungsergebnisse aufzeigen, sollte aber noch nicht als praxisrelevant betrachtet werden.

Ioannidis und Axfors haben für die Ermittlung der IFR in ihrer Studie 23 Seroprävalenz-Untersuchungen (Prozentsatz von Menschen mit Antikörpern in einem Land) aus 14 Ländern in Amerika, Europa und Asien ausgewertet, so TKP.

Beim Median der IFR gibt es je nach Altersgruppen grosse Unterschiede, wie bei der Sterblichkeit üblich:

  • 0-19: 0,0027 %
  • 20-29: 0,014 %
  • 30-39: 0,031 %
  • 40-49: 0,082 %
  • 50-59: 0,27 %
  • 60-69: 0,59 %

Die Ergebnisse bestätigen die niedrigen IFR-Schätzungen bei jungen Menschen. Verschiedene Faktoren können einen positiven bzw. negativen Einfluss auf die IFR haben. So ist beispielsweise Fettleibigkeit ein Risikofaktor im Falle einer Infektion. Unterschiede gibt es auch bei den Kriterien, wann ein Verstorbener als «Covid-Opfer» gilt. Dies kann zu einer Unter- oder Übererfassung von Covid-Todesfällen führen.

Die Studie zeige auch, dass die IFR bei älteren Menschen, die in einer Gemeinschaft leben, viel niedriger sei als bei älteren Menschen insgesamt. Dieser Unterschied ist gemäss TKP in Ländern mit Pflegeheimen als etablierten Aufenthaltsort erheblich. So habe ein Aufenthalt in einem Pflegeheim tendenziell einen negativen Einfluss.

Altersverteilung bei Nebenwirkungen umgekehrt

Die Altersverteilung bei den Nebenwirkungen der Impfung ist genau umgekehrt wie bei der IFR nach Infektion: Vor allem jüngere Menschen sind gefährdet, wie aus der Tabelle der in Österreich zuständigen Behörde BASG (Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen) zu entnehmen ist (Zeitraum 27.12.2020 bis 11.06.2021):

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Quelle: BASG

In Österreich waren Frauen häufiger von Nebenwirkungen betroffen als Männer, wie das folgende Diagramm zeigt:

kreisdiagramm_geschlecht-7faba-af7f9.jpg

Quelle: BASG

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Mehr von Prof. John Ioannidis bei Corona-Transition hier.

In Kuba wird der «normale» Schulbetrieb erst im Schuljahr 2023-2024 wieder aufgenommen

In Kuba dürfen Kinder und Jugendliche erst ab dem Schuljahr 2023-2024 wieder auf einen «normalen» Schulbetrieb hoffen. Dies geht aus einem Artikel der spanischen Nachrichtenagentur EFE hervor, der im kubanischen Online-Portal 14ymedio veröffentlicht wurde.

Nach Angaben von EFE hat die kubanische Bildungsministerin Ena Elsa Velázquez kürzlich auf einer Pressekonferenz betont, dass diese «Normalität» vom Fortschritt bei der Impfung von Kindern und Jugendlichen im Alter von zwei bis 18 Jahren abhängt. Die Kleinkinder und Heranwachsenden erhalten die Impfstoffe Abdala, Soberana 02 und Soberana Plus.

Schon im Mai 2020, einen Monat nachdem die Schulen geschlossen wurden, hatte Velázquez diese Entwicklung vorhergesehen. Damals sagte sie: «Wir werden zwei atypische Schuljahre haben, mit einer Zeitverschiebung als Folge von Covid-19. Die Wiederaufnahme des normalen Lehrbetriebs (September-Juli) ist für das Studienjahr 2023/2024 geplant.»

Die laufende Unterrichtsperiode wird per «Teleunterricht» durchgeführt. Im vergangenen Herbst hatten einige Schulen in den am wenigsten vom Virus betroffenen Provinzen den normalen Unterricht wieder aufgenommen, doch mit einem erneuten «Ausbruch» Ende letzten Jahres kehrte man landesweit zum Distanzunterricht zurück.

Die Impfung von Kindern und Jugendlichen hat laut EFE in der vergangenen Woche begonnen. Velázquez erklärte, dass Hygienemassnahmen wie das Tragen von Masken, soziale Distanzierung und häufiges Händewaschen auch während dieser Impfkampagne befolgt werden müssen.

Nach Angaben der kubanischen Gesundheitsbehörden haben sich seit Beginn der «Pandemie» im März 2020 mehr als 70’000 Kinder und Jugendliche in Kuba mit dem Coronavirus infiziert.

Megademo Wien: Starkes und friedliches Lebenszeichen des Widerstands

Megademo Wien: Starkes und friedliches Lebenszeichen des Widerstands

Demo-Organisator Martin Rutter ist dankbar und zufrieden. Die von ihm initiierte und seit vielen Wochen beworbene Megademo am 11. September war ein großer Erfolg. Bei schönstem Wetter kamen in Wien tausende Menschen zusammen, um gemeinsam gegen den politisch verordneten Corona-Maßnahmenterror zu protestieren. Hochkarätige Sprecher trugen ihrerseits zum Gelingen der Veranstaltung bei.

Von Siri Sanning

Wie angekündigt, setzte sich um 13 Uhr die Menge in Bewegung. Ausgehend vom Schweizergarten neben dem Wiener Zentralbahnhof, spazierten die Teilnehmer entlang des Belvederes über die Prinz Eugen Straße Richtung Innenstadt, um sich vor der Karlskirche erneut zu versammeln. Befürchtungen, von Polizeikräften eingekesselt oder gegebenenfalls sogar in gewalttätige Ausschreitungen verwickelt zu werden, erwiesen sich allesamt als unbegründet. Das Ziel, konsequent und friedlich zu sein, wurde sehr gut erreicht, wozu auch die Polizei einen erheblichen Teil beitrug. Anstatt die Menschen nach Kräften daran zu hindern, von ihrem Grundrecht auf Versammlungsfreiheit Gebrauch zu machen, kam sie diesmal – wie auch bereits zuvor bei den vom Salzburger Aktivisten Thomas Schaurecker organisierten Veranstaltungen – ihrer Aufgabe, die Demonstration zu schützen und zu begleiten, in vorbildlicher Weise nach.

Bürger aus der Mitte der Gesellschaft

Die Stimmung war fröhlich, bisweilen ausgelassen. Trotz des ernsten Anlasses erinnerte die Atmosphäre an ein gelungenes Familienfest. Getreu dem Motto „Nicht links, nicht rechts, nicht oben, nicht unten – alle sind willkommen, unabhängig von ihrer politischen Einstellung, religiösen Überzeugung, …“ fanden sich im Resselpark Menschen unterschiedlichster Couleur ein. Viele von ihnen waren aus den Bundesländern angereist. Die jüngsten Teilnehmer waren erst wenige Wochen alt, die ältesten über 80 Jahre.

Auch die Sprecher kamen aus verschiedenen Bereichen. Neben Martin Rutter selbst und Mitinitiator Hannes Brejcha von Fairdenken kamen unter anderem zu Wort:

Er leitete ein mit den Worten, es sei an der Zeit, dass endlich einmal auch ein Pfarrer spricht. Interviewt würden stets die selben, besonders jene im Stephansdom. Das Kürzel „i. R.“ in seinen Akten stehe nicht nur für „im Ruhestand“, sondern für „in Rebellion“.

Demo für medizinisches Personal schloss sich an

In einer Parallelveranstaltung versammelten sich, nur rund 1,5 km entfernt, Vertreter der Gesundheitsberufe vor dem Bundeskanzleramt am Ballhausplatz, um gegen den drohenden Impfzwang aufzustehen. Auch diese Versammlung, bei welcher Information und Aufklärung großgeschrieben wurden (z.B. Einverständniserklärung „off label use“), war sehr gut besucht. Nach Abschluss der Reden machten sich die Teilnehmer auf den Weg zur Karlskirche, wo sie von den Unterstützern der anderen Demonstration mit großem Applaus empfangen wurden – ein deutliches Zeichen gegen Spaltung war somit gesetzt worden.

Als Finale: Ein Marsch zum Westbahnhof

Gegen 17 Uhr wurde der letzte Teil des Demo-Tages eingeläutet: ein geschlossener Marsch über die Linke Wienzeile zum Wiener Westbahnhof. Dieser gestaltete sich ebenso laut, friedlich, bunt, reichlich beflaggt, auffällig und mit deutlichen Botschaften („Kurz muss weg!“; „Wir sind keine Pharma-Sklaven!“) versehen wie die anderen Abschnitte zuvor. Besondere Beachtung fanden die beiden kurz vor dem Ziel in einer Seitenstraße geparkten Wasserwerfer – Erinnerungen an entsprechende Drohungen und Eskalationsbestrebungen des Bundesinnenministers Karl Nehammer (Stichwort: Schaumparty mit Karli) vom Januar / Februar dieses Jahres wurden wach. Sie kamen jedoch glücklicherweise nicht zum Einsatz, die Veranstaltung konnte auf der Mariahilfer Straße ein friedliches Ende finden. Initiator Martin Rutter bedankte sich ausdrücklich bei der Polizei, hob ihre Fairness hervor und empfahl seinen Followern, noch vereinzelt vorhandene Demonstrationszüge aufzulösen.

Livestreams zum Nachsehen

Unter folgenden Links können Interessierte sich selbst ein Bild von den Ereignissen machen:

Bildergalerie


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Mariusz Patey: Der Euro ist ein antiliberales Konzept und Teil des euroföderalistischen Traums

Dr. Mariusz Patey ist ein polnischer Ökonom und Politologe, Direktor des Roman-Rybarski-Instituts in Warschau. Er ist Experte für wirtschaftliche und infrastrukturelle Entwicklungsfragen im Raum zwischen Ostsee, Adria und Schwarzem Meer. Er spricht mit Vokativ.hr über die Einführung des Euro, die Entwicklungsmöglichkeiten der Drei-Meer-Initiative und die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit China. 

LEO MARIĆ: Kroatien ist derzeit dabei, den Euro einzuführen, daher ist der Plan der Regierung der Republik Kroatien, den Euro bereits 2023 als offizielle Währung in Kroatien zu etablieren. Polen hingegen hält fest zum Zloty, und aus kroatischer Sicht scheinen Sie Polen deswegen nicht wirtschaftlich benachteiligt zu sein. Was ist Ihre Meinung dazu?

MARIUSZ PATEY: Meiner Meinung nach gibt die eigene Währung dem Staat in Zeiten makroökonomischer Instabilität mehr Werkzeuge, aber es erfordert auch das Fachwissen und die Verantwortung derjenigen, die Zentralbanken und Regierungen führen.

Eine gut verwaltete Währung kann eine Einnahmequelle für ein Unternehmen sein. Zu den meistverkauften Exportprodukten der Schweiz zählt beispielsweise das Vertrauen in die Landeswährung.

Die Übergabe der Geldpolitik an einige internationale Institutionen verlagert die Verantwortung auf eine andere, aber ist das wirklich gut für die Gesellschaft?

Die Europäische Zentralbank muss eine Vielzahl unterschiedlicher Interessen in Einklang bringen. Die Geldpolitik orientiert sich in der Regel an den Bedürfnissen der größten Volkswirtschaften des Euro-Währungsgebiets. Der Markt der Europäischen Union ist jedoch nicht homogen und wird oft von plötzlichen Krisen in verschiedenen Phasen des Wirtschaftszyklus betroffen. Paradoxerweise ist der Euro kein stabiler Hafen in Krisenzeiten, wie es sich seine Anhänger wünschen, und auch für kleinere Märkte nicht effektiv, sondern eine Belastung mit hohen Kosten.

Die Einführung des Euro ist wie der Kauf eines Anzugs im Supermarkt: Entweder wird er zu klein oder zu groß. Wenn wir einen Anzug wollen, der zu uns passt, gehen wir zu einem Schneider. Aber die Sache ist, dass der Schneider professionell sein muss…

Sie sind zu diesem Thema ein besonders interessanter Gesprächspartner, weil Sie trotz Wirtschaftsliberalismus Euro-Gegner sind. Die meisten Wirtschaftsliberalen in Kroatien sind extreme Befürworter der Euro-Einführung, während sich die Kampagne gegen den Euro bisher weitgehend auf die nationalistische Rechte beschränkt, die in unserem Land eher zu etatistischen Ideen neigt. Wie bringen Sie die Prinzipien des Wirtschaftsliberalismus mit der Opposition zum Euro in Einklang?

Ich glaube, dass das Konzept des Euro eigentlich ein antiliberales Konzept für die europäischen Gesellschaften ist. Es ist Teil der euro-föderalistischen Träume derer, die bis vor kurzem Nationalstaaten von einem internationalistischen Standpunkt aus kritisierten.

Die Frage, ob wir uns für den Euro oder unsere eigene Währung entscheiden, ist eigentlich eine Frage, ob wir glauben, dass Zentralisierung, Harmonisierung und Vereinigung zu wirtschaftlichem Erfolg und Wohlstand führen werden, oder ob wir dezentrales Regieren bevorzugen, eine Marktwirtschaft mit Raum für verschiedene Einheiten, unterschiedliche Lösungen und weniger homogene Geldmärkte.

Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass der richtige Weg zur Sicherung des wirtschaftlichen Erfolgs der europäischen Länder das bleiben muss, was in der Vergangenheit zu enormem Wachstum geführt hat. Europa war der wettbewerbsfähigste Raum der Welt. Wir haben einen hohen Preis dafür bezahlt, Kriege eingeschlossen. Heute haben wir als Mitglieder der NATO die Möglichkeit, in Friedenszeiten zu konkurrieren, indem wir bessere Lösungen einführen und Armeen nur zu Verteidigungszwecken halten.

Wenn wir ein nach außen wettbewerbsfähiges Europa erhalten wollen, müssen wir auch ein in sich wettbewerbsfähiges Europa akzeptieren. Europa muss auch bei der Staatsstruktur und dem Rechtssystem offen für Innovationen sein. Effektive Lösungen können jederzeit und überall, auch in kleinen Ländern, geschaffen werden. Andererseits ist es besser, selbst wenn ein Fehler passiert, in einem Land als in ganz Europa. Es ist einfacher, Fehler lokal zu korrigieren und Fehler global zu vermeiden.

Währung ist ein Produkt, warum sollte sie in Europa von einer Institution vollständig monopolisiert werden? Der gemeinsame europäische Markt darf kein Paradies für Monopole sein.

Auch wenn wir den Beitritt zum Euroraum vermeiden, bleibt Kroatien wie der Rest Mittel- und Osteuropas unterentwickelt und abhängig vom Kern der EU (hauptsächlich Deutschland). Gibt es einen Ausweg oder müssen wir uns mit dem Schicksal der ewigen Peripherie des Reiches abfinden?

Mittel- und Osteuropa sind nicht dazu verdammt, eine ewige Peripherie zu sein. Wir müssen weg von einer Kultur, die auf Nachahmung basiert, und Entwicklungsmöglichkeiten auf der Grundlage von Kreativität fördern. Wir müssen am Ende mit einem niedrigeren Wertekomplex hin zu reicheren Gesellschaften gelangen.

Wir können uns gegenseitig helfen, indem wir Geschäftsprojekte entwickeln, die die Wertschöpfungskette verlängern und so viel Wertschöpfung wie möglich in unserer Region erhalten.

Wie es geht? Wir müssen eine Unternehmenskultur schaffen, die auf mutigen kreativen Lösungen basiert, unsere Bildungsprogramme auf die Schaffung einer unternehmerischen Kultur in unseren jungen Gesellschaften ausrichten und eine effektive Infrastruktur von Finanzinstituten aufbauen, die in der Lage sind, Ideen auszuwählen und zu unterstützen, die eine Chance haben, auf den globalen Märkten erfolgreich zu sein .

Es ist keine leichte Aufgabe, aber es ist möglich, sie auszuführen. Wir haben gut ausgebildete Gesellschaften, wir haben Wissenschaftler, Ingenieure und Ärzte, die im Ausland erfolgreich waren. Jetzt ist die Zeit für systematische Arbeit, den Aufbau von Marken und Strukturen, die in unseren Gesellschaften funktionieren können, um den materiellen und kulturellen Reichtum zu steigern.

Das größte Problem sind nicht externe Barrieren, sondern interne Faktoren, die aus organisatorischen, rechtlichen und politischen Defiziten resultieren. Aber ich glaube, es ist noch machbar. Dann wird Deutschland einer von vielen Märkten für unsere Produkte (natürlich immer noch extrem wichtig) und der deutsche Staat ein Partner, nicht mehr jemand, der uns dominiert.

Ich denke, wir müssen unsere Souveränität bewahren, denn sie ist ein großer Wert. Es hilft uns, ein wettbewerbsfähigeres wirtschaftliches Umfeld zu schaffen. Natürlich bringt Souveränität sowohl Risiko als auch Verantwortung mit sich.

Sie haben viel über die Infrastrukturprojekte der Drei-Meere-Initiative geschrieben, an deren Gründung die ehemalige kroatische Präsidentin Kolinda Grabar Kitarović maßgeblich beteiligt war. Was kann Kroatien daraus lernen? Können wir zumindest hoffen, dass Zagreb und Warschau verkehrstechnisch besser angebunden werden?

Kroatien ist ein Schlüsselland für die geplanten Nord-Süd-Verkehrskorridore. Häfen an der Adria sollen durch ein Netz von Hochgeschwindigkeitsbahnen und Straßen mit der Ostsee verbunden werden.

Kroatische Öl- und Gasterminals, die durch Pipelines mit anderen Ländern der Drei-Meer-Initiative verbunden sind, können eine Alternative zu verstopften Pipelines sein, die von italienischen Häfen (insbesondere Triest) nach Norden führen. Bei Öl ist zu beachten, dass einige der Verbindungen von russischen Unternehmen (TAK-IKL) kontrolliert werden. Die Diversifizierung der Erdölversorgung tschechischer Raffinerien auf Basis dieser Verkehrsverbindungen ist daher illusorisch.

Eine bessere Verkehrsinfrastruktur (Straße und Schiene) bedeutet auch einen schnelleren und besseren Personenverkehr. Dies führt zu einer intensiveren persönlichen Bindung der Bürger der Länder der Drei-Meere-Initiative und einer Zunahme des Tourismus.

Beim letzten Gipfel der Drei-Meere-Initiative im Juli dieses Jahres in Sofia war eine starke deutsche Delegation anwesend, und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier deutete an, dass Deutschland an einer Mitgliedschaft in der Initiative interessiert sei. Die gemeinsame Erklärung des Gipfels spricht erwartungsgemäß von „Stärkung des Zusammenhalts und der Konvergenz innerhalb der Europäischen Union“, bekräftigt die Unterstützung der Pariser Klimaschutzinitiative , des Europäischen Grünen Plans usw. Was sind die Gründe für die ersten Botschaften der Initiative: so verdünnt? Können wir dies als langsame Euthanasie des Trimariums interpretieren oder gibt es noch Raum für Optimismus?

Ich denke, die deutsche Politik gegenüber der Drei-Meere-Initiative muss diese beobachten und nach Möglichkeit kontrollieren und von den eigenen Integrationsinitiativen in Europa profitieren. Deshalb wollen sie den Projekten der Drei-Meer-Initiative, die nicht im Einklang mit der Energiewende-Politik stehen, keinen Vorrang einräumen. Sie wird beispielsweise die Umsetzung von Projekten im Zusammenhang mit der Entwicklung der Kernenergie in der Region verlangsamen. Stattdessen werden sie sich lieber für Projekte einsetzen, die nicht in Konkurrenz zu Deutschlands Vision der Arbeitsteilung in der Region stehen.

Wenn sich die Drei-Meere-Initiative darauf konzentrierte, das Defizit bei der Verbindungsinfrastruktur zwischen unseren Ländern, einschließlich der Ukraine, Georgiens und Moldawiens, in den Blutkreislauf der Initiative zu füllen, würde sie auch deutsche Unterstützung gewinnen.

Um die Zukunft der Initiative mache ich mir keine Sorgen. Selbst wenn möglicherweise keine ausländischen Investitionen zufließen, werden gute Projekte ihre Investitionen zurückzahlen und helfen, die nächsten zu finanzieren. Wenn es um die Drei-Meere-Initiative geht, sollten wir sie in einer 100-Jahres-Perspektive statt in 10 Jahren betrachten. Es ist wichtig, die Ziele zu verstehen. Wir müssen Mechanismen finden, die eine kontinuierliche Umsetzung dieser Projekte ermöglichen, ungeachtet der politischen Unruhen in unseren Ländern.

Wir, die Patrioten unserer Länder, müssen einen optimistischen Ansatz pflegen. Wir müssen auf lange Sicht an unsere Völker und ihre vernünftigen Entscheidungen glauben, aber auch für ihren Erfolg arbeiten. Der Schlüssel zum Erfolg liegt heute in einer effektiven friedlichen Zusammenarbeit mit allen Völkern und Staaten (insbesondere die Völker und Staaten in der Intermarium-Region haben enge strategische Interessen), aber auch in einem gesunden Wettbewerb, der nicht künstlich unterdrückt werden kann.

Wir haben keine Angst vor deutschen Unternehmen, sie sind manchmal unsere Rivalen und manchmal unsere Kollaborateure. In vielen Fällen sind sie unsere Geschäftspartner. Die polnische Wirtschaft hat viel von ihnen gelernt. Was wir befürchten, sind einige der deutschen Politiker, die in der Berliner Regierung sitzen und zu oft die Rhetorik des „älteren Bruders“ verwenden, der weiß, was gut für uns und besser ist als wir selbst. Diese vorherrschende Haltung ist für unser Land nicht akzeptabel.

Eines der Haupthindernisse für die zukünftige wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit in der Region sind historische Feindseligkeiten zwischen vielen Völkern der Region (zB polnisch-ukrainische, polnisch-litauische, ungarisch-rumänische, serbokroatische usw.). Können Sie uns Ihre Erfahrungen bei der Entwicklung eines Dialogs zwischen polnischen und ukrainischen Nationalisten mitteilen?

Ja, trotz vorhandener echter Synergien und Kooperationen in verschiedenen Bereichen verursachen die bestehenden Streitigkeiten über hauptsächlich historische Themen, noch nicht verheilte Wunden, schlechte Gefühle, die trotz der offensichtlichen wirtschaftlichen, politischen und verteidigungspolitischen Vorteile eine engere Zusammenarbeit nicht begünstigen.

Meiner Erfahrung nach besteht der Weg, schlechte Gefühle zu überwinden und eine erfolgreiche Zusammenarbeit umzusetzen, darin, sich nicht auf das zu konzentrieren, was uns trennt, sondern auf das, was uns verbindet. Nur echte gemeinsame Projekte ermöglichen es uns, die Themen, die uns trennen, besser zu verstehen und ein größeres gegenseitiges Mitgefühl zu haben.

Aber wir sind getrennte Gesellschaften, getrennte Völker, wir leben in getrennten Staaten und wir sollten nicht erwarten, dass es immer möglich sein wird, in etwa 100 % der Fragen eine Einigung zu erzielen. Mehr gemeinsame Projekte und mehr gemeinsame Interessen werden weniger Ärger mit sich bringen.

Chinas Präsenz in der Region hat sich in den letzten Jahren insbesondere durch den „17+1“-Rahmen für die Zusammenarbeit zwischen China und mittel- und osteuropäischen Ländern verstärkt. Wie beurteilen Sie die Möglichkeiten einer langfristigen Zusammenarbeit mit China? Was können wir angesichts der wachsenden Feindseligkeit zwischen den USA und China davon erwarten?

Die neue Seidenstraße ist eine interessante Perspektive, aber auch eine Herausforderung für die Länder unserer Region. Die Reichweite chinesischer Investitionen, insbesondere in Zentralasien, bietet uns eine einfachere und kostengünstigere Möglichkeit, Waren und Dienstleistungen zwischen den Ländern Mittel- und Osteuropas und Zentralasiens auszutauschen.

Andererseits ist es aber auch eine Herausforderung, weil die Politik der Volksrepublik China gegenüber Europa, einschließlich unserer Region, die Gewinne aus dem Export von Waren, Dienstleistungen und Direktinvestitionen steigern. Chinesische Exportunternehmen sind auf dem europäischen Markt noch aktiver, nachdem sie auf dem US-Markt mit Schwierigkeiten konfrontiert waren.

Der Kampf um die Gleichbehandlung westlicher Unternehmen auf dem chinesischen Markt erfordert die Zusammenarbeit zwischen den Ländern des „kollektiven Westens“. Nur die Harmonisierung des Handelns trotz bestehender Differenzen und Streitigkeiten innerhalb der sog. der westlichen Welt (zu der auch wir gehören) kann zu einem positiven Ergebnis führen.

Der Konflikt zwischen den USA und China hat den polnischen Produzenten bereits geholfen, die daher ihre Exporte in die USA erhöht haben. Leider hat die Volksrepublik China Polen keine wirklichen Zugeständnisse gemacht, um unser riesiges Handelsdefizit mit China zu reduzieren, das sich bis 2020 auf 113 Milliarden Zloty beläuft, wobei die polnischen Exporte nach China nur 9 % der Importe aus diesem Land ausmachen. Investitionsangebote aus China müssen mit großer Vorsicht analysiert, aber nicht vorab abgelehnt werden.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei VOKATIV.HR, unserem Partner in der EUROPÄISCHEN MEDIENKOOPERATION.


„2G-Plus“-Apartheid in Rheinland-Pfalz: Behördenexzesse im Quadrat

(Symbolbild:Imago/Bihlmayerfotografie)

Es gibt durchaus in jedem Rechtssystem einen Punkt, von dem ab sich der Einzelne nicht mehr an die Befolgung staatlicher Regeln und positiven Rechts gebunden fühlen muss: Wenn nämlich die gänzliche Nichtdurchführbarkeit bzw. Nichteinhaltbarkeit einer Norm für jedermann so evident ist, dass ihr politisches Zustandekommen entweder nur auf schikanöse Bösartigkeit oder auf gänzliche Inkompetenz der Entscheider zurückgeführt werden kann. Oder auf beides.

So verhält es sich mit den 2G-Bestimmungen, die den de-facto-Impfzwang durch Verlagerung ins Privatrecht, durch Verschiebung der Selektions- und damit Konfliktzone in den Eingangsbereich der betreffenden Lokalitäten  durchsetzen sollen – von hierfür als Erfüllungsgehilfen missbrauchten Gastronomen, Veranstaltern und Geschäftsinhabern. Was sich einzelne Bundesländer hierfür an bürokratischen Verrenkungen haben einfallen lassen, stellt an Absurdität selbst das Produkt von Kafkas Prozess und Schilda den Schatten. Allen voran Rheinland-Pfalz mit seiner „2G-plus“-Regel, die versucht, den Anschein der 3G-Großzügigkeit (die ihrerseits schon eine freiheits- konjunkturfeindliche Zumutung bedeutet) mit den durch 2G ermöglichten Lockerungsstufen zu verbinden.

Hierbei gilt von heute ab folgendes: Gastwirte, bei denen nur noch Geimpften und Genesenen und maximal 25 Getestete eingelassen werden, werden ihn Inneren von Kontaktbeschränkungen und Maskenpflicht gänzlich befreit. Sobald jedoch der 26. Getestete Einlass findet, heißt es schlagartig für ALLE im Inneren: Maske auf und Abstand halten. Ein Dorado für Blockwarte und bußgeldbesessene Ordnungsämtler: Strikte Kontrollen und hohe Strafen – vierstellige Bußgelder bis hin zum drohenden Konzessionsentzug – sollen die beckmesserisch-pedantische Einhaltung dieser Willkür gewährleisten.

Kafkaesk-schildbürgerliche Regelungswut

Konkret bedeutet diese perverse Variation der Reise nach Jerusalem à la „Corona Style“, diese monströse Ausgeburt von Gesundheitsbürokraten für den Gastronomen oder Hausherrn dann Folgendes: Er muss, mit erheblichem personellen Mehraufwand, am Eingang nicht nur die Geimpften und Genesenen kontrollieren, sondern fortan auch noch separat die Zahl der Getesteten erfassen. Das ganze gilt aber auch in Gegenrichtung: Bei jedem, der die Räumlichkeit wieder verlässt, muss nochmal auf seinen Immunitätsstatus hin überprüft werden, damit die Zahl der sich drinnen aufhaltenden Getesteten zu jedem Zeitpunkt genau bekannt ist, um die kritische Schwelle von 25 nicht zu überschreiten.

Damit nicht genug, werden in der Corona-Verordnung des Landes sowohl innen wie außen je nach Inzidenz-„Warnstufe“  maximale Personenanzahlen festgelegt, die ebenfalls einzuhalten sind. Bei Veranstaltungen unter freiem Himmel mit festen Plätzen sind dies bei Warnstufe 1 etwa „bis zu 1.000 nicht-immunisierte Zuschauerinnen und Zuschauer bzw. Teilnehmerinnen und Teilnehmer“, bei Warnstufe 2 nur noch 400, bei Warnstufe 3 200. Im Inneren richtet sich die Menge nach der Größe der Lokalität und festen Plätze. Alles in allem eine „Wissenschaft des Schwachsinns“ für sich, die zu beherrschen von denen, die hier zu privatrechtlichen Sheriffs ihrer Durchsetzung gemacht werden, ebenso wenig verlangt werden kann wie von den betroffenen Kunden und Gästen.

Die unmittelbare dieses bizarren Theaters ist, dass viele Gastronomen und Veranstalter auf das vermeintliche „Plus“ hinter 2G verzichten – und innen gleich nur noch für Geimpfte und Genesene öffnen, unter Aussperrung der Getesteten, deren Anzahl und Limitierung sie schon organisatorisch nicht überprüfen können. Das hätte der Mainzer Landesregierung, die diesen ungeheuerlichen Amtskokolores verbrochen hat, von vornherein klar sein müssen – und vermutlich war es auch ihr eigentliches Ziel: Entweder sie erhofft sich genau die Apartheid gegen Ungeimpfte, die nun als Folge ihrer Regelungsveirrungen Realität wird. Oder sie hat überhaupt keine Ahnung von betrieblichen Abläufen und Praktikabilität ihrer Maßnahmen. Eines von beidem muss es sein, wie gesagt: Bösartigkeit oder Unfähigkeit. Und das gilt letztlich für die bundesdeutsche Corona-Politik insgesamt – in fast all ihren Facetten.

Museum für Oldtimer: Moderne Malerei schmückt schöne Oldtimer

Museum für Oldtimer: Moderne Malerei schmückt schöne Oldtimer

Alte Traktoren und moderne Kunst? Wie passt das zusammen? „Ziemlich gut, weil es ein wunderbarer Gegensatz ist“, lobten Premierengäste kürzlich Helmut Stadlbauers „Hofmuseum“ bei der Eröffnung in Edt bei Lambach, das als Überbegriff „Kunst und Historisches“ im Titel führt.

Von Kurt Guggenbichler

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Mit diesem Museum hat der Landwirt endlich realisiert, was ihm schon länger im Kopf herumspukte. Gleichzeitig fand er für seine alten Ställe eine neue Verwendung. „Der Mensch braucht immer Herausforderungen“, sagt Stadlbauer, obwohl er davon in den letzten 15 Jahren schon genug gehabt haben dürfte. Die größte war wohl sein zuletzt geführter Kampf gegen eine Versicherung, die ihn nach dem Unfalltod seiner Frau im Jahr 2006 mit Almosen abspeisen wollte.

Ein zäher Kampf

Mit dem Tod seiner geliebten Lebensgefährtin verlor er auch seine wertvollste Mitarbeiterin. Ohne sie war der landwirtschaftliche Betrieb im alten Sinn nicht mehr aufrechtzuerhalten. Stadlbauer stand quasi vor den Trümmern seiner Existenz, und obwohl er sich für solche Eventualitäten versichert hatte, wollte ihm die Versicherung nicht den ihm seiner Meinung nach zustehenden Betrag bezahlen.

Doch Stadlbauer, ein durchsetzungsstarker und kreativer Mann, wusste sich zu helfen. Anstatt sich ins Herrgottswinkerl zu setzen und mit dem offenbar unvermeidlichen abzufinden, schnappte er sich einen Traktor und mähte ein unübersehbares Kreuz mit dem Hilferuf „SOS und FOLTER“ in sein Feld. Dadurch wurde die Öffentlichkeit auf ihn und sein Problem aufmerksam und es setzte ein erbitterter Krieg zwischen Stadlbauer und der Versicherung vor den Gerichten ein.

Vor drei Jahren erst war dieser Krieg mit einem nun auch für Stadlbauer annehmbaren Vergleich zu Ende gegangen. Der landwirtschaftliche Betrieb, in dem es auch einmal eine Rindermast und eine Hühner-Produktion gab, war in den Jahren des Kampfes auf der Strecke geblieben.

Es ist geschafft

Heute ist er nur noch Feldbauer. „Mit meinen Feldern und dem Eierhandel habe ich noch genug zu tun“, sagt er, auch wenn er neuerdings noch den Kustos für sein Hofmuseum spielt. „Das Museum habe ich mit eigener Muskelkraft errichtet“, betont Stadlbauer, der ein begabter Selfmademan ist und der schon früh seine Leidenschaft für Oldtimer und alte Porsche-Traktoren entdeckte. Im Laufe der Jahre hat er viele davon gesammelt, auch alte landwirtschaftliche Maschinen, die ihn ebenso faszinieren. „So ein Porsche-Traktor ist auch ein kleines Kunstwerk“, schwärmt er, während er mit der Hand über die Frontschnauze eines der nicht mehr erzeugten landwirtschaftlichen „Zugpferde“ streicht. Beim Museumsrundgang sticht ein weißer Porsche ins Auge sowie ein „Pferdegespann“, das mit Muskelkraft bewegt wird.

Dazwischen laden moderne Gemälde, aber auch naturalistische Malerei zum Schauen ein. „Die Beschäftigung mit den Bildern hat mich nun selbst zum Malen gebracht“, sagt Stadlbauer. Auch von ihm sind Werke in der Ausstellung zu sehen. Weitere Auskünfte unter der E-Mail: aon.914837422@aon.at

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