Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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Kategorie: Nachrichten

Kategorie: Nachrichten

„Höllenfeuer in New York“: Wurde Anschlag im Schatten von 9/11 vertuscht?

„Höllenfeuer in New York“: Wurde Anschlag im Schatten von 9/11 vertuscht?

Als Reporter, Journalist und TV-Redakteur war ich Zeit meines Lebens schon an vielen Brennpunkten dieser Welt, um hautnah über diese Ereignisse zu berichten. Ein unfassbares Drama, eine sprichwörtliche Katastrophe, bei der ich als Zeitzeuge sozusagen ebenfalls „live“ dabei war, prägt sich jedoch bis heute tief in mir ein: Der Absturz von Flug 587 mitten in New York, nur zwei Monate nach „9/11“! Konkret am 12. November 2001. 

Eine Reportage von Guido Grandt

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Das „zweite“ Inferno in New York

Die Luft riecht förmlich nach Tod und Terror. Nach verbranntem Fleisch, glühendem Metall, verschmorten Kabeln, angesengtem Kunststoff. Dichte dunkle Rauchschwaden aus tiefen Erdkratern steigen in einen azurblauen Himmel, aus dem vor kurzem der stählerne Tod herabgestürzt ist. Die Flammen sind größtenteils gelöscht.

Häuser in Schutt und Asche. Blinkende Blau-, Rot- und Orangelichter. Auf- und abheulende Sirenen. Korsos von Polizei-, Feuerwehr- und Rettungswagen. Heisere Schreie und bellende, nervöse Befehle, die durch die Trümmer gellen. Einige Flugzeugteile haben noch mehrere Straßenzüge von der Absturzstelle entfernt Haus- und Autodächer durchschlagen. Im Umkreis verstreut liegen verkohlte Körperteile der über zweihundertsechzig Toten der American-Airlines-Maschine.

Die kleine Siedlung Rockaway Beach im Stadtteil Queens, ansonsten eine friedliche Oase, bestehend aus Bungalows, Geschäften und zwei Grundschulen, gleicht an diesem Tag Dantes Inferno …

„Hellfire“ – Ein Blick in die Hölle

New York, 12. November 2001: Eine Stadt im Ausnahmezustand. Genauso und fast auf den Tag genau wie zwei Monate zuvor, am 11. September, als Flugzeuge – der landläufigen Erklärung zufolge gesteuert von mutmaßlichen Terroristen – die Twin Towers des World Trade Centers und zum Teil das Pentagon in Washington zerstörten. Nicht nur eine Stadt, eine Nation, sondern die ganze Welt unter Schock.

An diesem denkwürdigen Tag stehe ich mit meinem Kollegen Dietmar Wagner, dem Geschäftsführer von Detektive International, am Rande des apokalyptischen Unglücks, des „Hellfire“, wie die New York Post am nächsten Tag titeln wird. Mitten im Katastrophenviertel. Rund fünfundzwanzig Kilometer von Manhattan, von Ground Zero entfernt. Um uns herum das hektische Treiben der Rettungskräfte sowie die geschockten Einwohner des Viertels, die noch einmal mit ihrem Leben davon gekommen sind.

Unweit der Absturzstelle interviewe ich bleiche jugendliche Schüler der Young Israel of Belle Harbour-School. Orthodoxe Juden fahren Cola-Dosen und Mineralwasserflaschen in Schubkarren zu den Helfern. Ein rußbedeckter Feuerwehrmann berichtet mir von dem grauenvollen Blick, den er bei seinem aktuellen Einsatz in diese Hölle geworfen hat.

Erneut steht der Big Apple unter Schock

Detektiv Dietmar Wagner und ich sind mehr oder weniger zufällig hier, suchen wir doch eigentlich nach einem 18-jährigen Mädchen, das mit falschen Versprechungen von Deutschland in die USA, genauer an den Broadway, gelockt worden ist. Eigentlich sind wir an diesem sonnigen Montagmorgen mit einem Captain des Queens Police Departements verabredet, der nun jedoch als Einsatzleiter dieses Flugzeugabsturzes fungiert.

Als ich am Morgen des 12. November 2001 in meinem Hotelzimmer von der Katastrophe des Flugzeugabsturzes in Queens erfahre, werde ich von einem deutschen Privatsender sofort mit Dreharbeiten beauftragt.

Inzwischen ist der Sitz der Vereinten Nationen in Manhattan hermetisch abgeriegelt worden, in dem zu dieser Zeit die UN-Vollversammlung tagt. Die drei New Yorker Flughäfen werden vorübergehend geschlossen, der U-Bahn-Verkehr zwischen Queens und den anderen Stadtteilen eingestellt. Alle Brücken und Tunnel, die von und nach New York führen sind für den normalen Verkehr vorsorglich gesperrt, so dass wir nur mit etwas Glück in das betroffene Viertel kommen.

Jetzt kreisen über unseren Köpfen Kampfjets. Alle sind nervös. In vielen Augen spiegelt sich nackte Angst vor erneutem Terror, vor der Verwundbarkeit im eigenen Land und vor dem Tod.

Rekonstruktion der Katastrophe

Flug 587 von New York nach Santo Domingo startet kurz nach neun Uhr Ortszeit auf dem John F. Kennedy-Airport Richtung Dominikanische Republik. Der Airbus A-300 der American Airlines ist mit zweihunderteinundfünfzig Passagieren und neun Besatzungsmitgliedern besetzt. Die meisten Fluggäste stammen von der Karibikinsel. Allerdings wird niemand von ihnen den Absturz überleben.

Um 9.17 Uhr Ortszeit geschieht das Unfassbare: Der Airbus bricht kurz nach dem Start in vier Teile auseinander und stürzt auf das Wohngebiet, zerstört sechs Häuser völlig und beschädigt sechs weitere. Fünf weitere Menschen am Boden werden ebenfalls getötet.

Über die Unglücksursache wird wild spekuliert. Sabotage oder ein neuer Terroranschlag werden zunächst nicht ausgeschlossen. Das FBI berichtet von einer Explosion an Bord. Dem wird gleich darauf widersprochen. Die Leitung der Ermittlungen übernimmt daher nicht die Bundespolizei, also das Federal Bureau of Investigation, sondern die US-Verkehrssicherheitsbehörde National Transportation Safety Board (NTSB), die sich mit der Aufklärung von Unglücksfällen im Transportwesen befasst. Ein deutliches Zeichen für die Öffentlichkeit, dass scheinbar kein terroristischer, kein krimineller Hintergrund vermutet wird.

Dementsprechend sollen Turbulenzen eines vorausfliegenden japanischen Jets, sogenannte „Wirbelschleppen“ (weak turbulences) für die Katastrophe verantwortlich sein oder ein Triebwerksschaden. Auch eventuelle Materialfehler werden in die Diskussion miteingebracht und das, obwohl die Maschine noch einen Tag vor dem Absturz routinemäßig durchgecheckt wurde. Eine „intensivere“ Inspektion gab es sogar rund fünf Wochen früher, am 3. Oktober 2001.

Örtliche Berichterstattung (Fotos aus dem Archiv des Autors):

Machtlose USA

Der Hintergrund für all diese vorschnell aufgeworfenen „Unfall-Spekulationen“ ist natürlich ein völlig anderer: denn knapp zwei Monate nach 9/11 darf es einfach nicht sein, dass Amerika erneut Ziel eines terroristischen Angriffs wurde, der die Nation erneut mitten ins Herz traf, erneut alle Sicherheitsmaßnahmen versagten und das mächtigste Land der Erde erneut gegen den heimtückischen Terror eigentlich machtlos ist!

Alle Informanten, mit denen wir am 12. November 2001 und auch den darauf folgenden sprechen, sind sich sicher, dass die Katastrophe von Flug 587, bei der ein Airbus A-300 der American Airlines mitten in New York (Rockaway Beach, Queens) abstürzte und 265 Menschen ums Leben kamen, ebenfalls ein Anschlag war.

Zweiter Anschlag innerhalb weniger Wochen?

Ein Washingtoner Radiosender verlautbarte diesbezüglich sogar: „Amerika wurde heute Morgen zum zweiten Mal innerhalb von zwei Monaten Opfer eines Terroranschlags auf eigenem Boden.“  Und Rudy Giuliani, der damalige New Yorker Bürgermeister erklärte dazu: „Wir werden ein zweites Mal getestet, aber wir sind stark und werden auch diese Tragödie überstehen.“

Vergessen sollte ebenso nicht die „symbolische“ Bedeutung: Denn nur wenige Stunden zuvor, am 11. November, gedachten die Amerikaner traditionell ihren Kriegsveteranen (Veterans Day). Somit wäre dieser „Terrorakt“ auch ein Schlag ins Gesicht der amerikanischen Öffentlichkeit, der Politik und des Militärs.

Alles nur Zufälle? Der damalige US-Präsident George W. Bush und seine Regierung jedenfalls hätten in diesen Tagen einer überaus nervösen und verängstigten Nation unmöglich eingestehen können, dass Amerika erneut völlig hilflos Opfer eines terroristischen Anschlags gewesen ist. Und gerade deshalb, so bin ich überzeugt, war die Katastrophe von Flug 587 ein Terror-Akt, der bis heute vertuscht wird! Genauso wie die vielen Ungereimtheiten in Zusammenhang mit 9/11.

Das absichtliche Verschweigen der Wahrheit ist Lüge

Wir alle müssen endlich begreifen, dass die scheinbare Wahrheit hinter der offensichtlichen Wahrheit immer eine Lüge ist. Denn wir werden belogen. Jeden Tag aufs Neue. Von den Mächtigen, von Politkern (z.B. bezüglich des „Krieges gegen den mutmaßlichen Terror“), von Wirtschaftslenkern (z.B. bezüglich von Wirtschaftskrisen, für die letztlich der kleine Mann auf der Straße büßen muss), von Wissenschaftlern (z.B. bezüglich der Corona-Pandemie, in dessen Folge Bürger überwacht werden), von Religionsvertretern (z.B. bezüglich Kindesmissbrauchs, der jahrzehntelang vertuscht wurde).

Von all jenen also, die etwas zu verbergen haben, etwas verbergen müssen oder eine Agenda durchsetzen wollen. Oder von jenen, die selbst nicht mal erahnen, dass sie von ihren vorgesetzten Stellen belogen werden und daher eine Lüge so vehement verteidigen, als wäre sie die absolute Wahrheit. Dabei ist diese Wahrheit immer nur Schein und nicht Sein, lediglich eine von vielen falschen Wahrheiten hinter der einzig richtigen. Denn schon das absichtliche Verschweigen der Wahrheit ist Lüge. Und die Lüge ist wahrlich universal.

Die unverschämtesten Lügen stammen von Politikern

Seit über zwanzig Jahren beschäftige ich mich zumeist investigativ mit der Kehrseite dieser Gesellschaft, versuche die Wahrheit hinter der „Scheinwahrheit“, also hinter der Lüge zu finden. Ob Kinderpornokonsumenten und Kinderschänder, dubiose Partnervermittler und mafiöse Frauenhändler, Tierschmuggler und Fleischmafiosi, betrügerische Anwälte und Ärzte, Heilsversprecher, Wunderheiler und Scharlatane, destruktive Sekten und Kulte, okkulte Logen und Zirkel – sie alle haben und hatten etwas zu verbergen. Und sie alle versuchten den Einzelnen oder die breite Öffentlichkeit, Behörden, Ämter und Ermittler über ihr wahres Tun und Treiben zu täuschen. Die unverschämtesten Lügen aber stammen von jenen, die unsere Gesetze, unsere Rechtsordnung, unser gesellschaftliches Leben regeln und regulieren: den Politkern.

Hunderttausende Zivilopfer auf dem Altar der Lüge

Es gibt so viele Beispiele, wie die Öffentlichkeit manipuliert und betrogen wurde und betrogen wird. Eines davon ist der letzte Irak-Krieg, der von George W. Bush und seinen Militärs entfesselt wurde. Tausende von amerikanischen und alliierten Soldaten riskierten bei der Invasion des Irak ihr Leben, weil sie überzeugt waren, dass ihr oberster Kriegsherr, der Präsident und seine Geheimdienste, sich nicht täuschten: Saddam Hussein sollte Massenvernichtungswaffen besitzen und stellte somit eine Bedrohung für die gesamte freie Welt dar.

Zudem sollte der irakische Diktator den internationalen Terrorismus unterstützen. Fast der gesamte Westen glaubte Bush und ging mit ihm – militärisch oder moralisch – in einen dermaßen provozierten Krieg, der hunderttausende Zivilopfer forderte. Von geostrategischen Kollateralschäden einmal ganz abgesehen. „Nichts, gar nichts kann diesen Krieg rechtfertigen“, erklärte damals Frankreichs Außenminister Dominique de Villepin noch Tage vorher.

Genauso war es: Massenvernichtungswaffen wurden nie gefunden. Ebenso wenig Beweise für eine Zusammenarbeit zwischen Saddam Hussein und einem Terrornetzwerk von Islamisten. Weitere Lügen jüngster Vergangenheit gab und gibt es nach wie vor beispielsweise auch beim den Jugoslawien-, Libyen- Afghanistan- und Ukraine-Krieg.

So wird die Wahrheit hinter der Lüge geschützt

Gleichermaßen verhält es sich mit dem Anschlag auf das World Trade Center am 11. September 2001, diesem barbarischen Akt, der die westliche Welt bis heute geradezu traumatisierte. Und auch hier mehren sich die Hinweise auf Ursache und Wirkung, vernebelt durch Aktionen mutmaßlicher Hintermänner oder Auftraggeber, die die Öffentlichkeit sowie die Strafverfolgung täuschen sollen.

Die Wahrheit wird in Lügen eingebettet. Von den höchsten Stellen, die somit ihre eigenen Interessen durchsetzen und vertreten oder vielmehr etwas nicht zugeben können oder nicht dürfen. Sollten trotz allem dann doch hartnäckige Journalisten (und andere) die Spurensuche nach der Wahrheit aufnehmen, werden sie zumeist als Verschwörungstheoretiker abgestempelt und somit als unglaubwürdig gebrandmarkt.

So wie George W. Bush es einst treffend formulierte: „Lasst uns niemals frevelhafte Verschwörungstheorien im Zusammenhang mit den Anschlägen des 11. September tolerieren, boshafte Lügen, die bezwecken, die Schuld von den Terroristen abzulenken.“ Damit sagte der mächtigste Mann der Welt nichts anderes als: Akzeptiert unsere offizielle Geschichtsschreibung und hinterfragt nicht, sonst seid ihr Frevler und Verschwörer. Das ist wahrlich die einfachste Taktik die Wahrheit hinter der Lüge zu schützen und zu verbergen.

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Was von den Taliban 2.0 zu erwarten ist

asiatimes.com:Von Pepe Escobar: Er ist ein brasilianischer Journalist, der eine Kolumne, The Roving Eye, für Asia Times Online schreibt und ein Kommentator auf Russlands RT und Irans Press TV ist. Er schreibt regelmäßig für den russischen Nachrichtensender Sputnik News und verfasste zuvor viele Meinungsbeiträge für Al Jazeera.

Die Bekanntgabe der amtierenden Kabinettsminister der neuen geschäftsführenden Regierung des Islamischen Emirats Afghanistan durch Taliban-Sprecher Zahibullah Mudschahid in Kabul hat bereits für einen Paukenschlag gesorgt: Sie hat sowohl den wachen NATO-Staat als auch den tiefen Staat der USA erzürnt.

Es handelt sich um ein rein männliches, überwiegend paschtunisches Kabinett (es gibt einen Usbeken und einen Tadschiken), das im Wesentlichen die alte Taliban-Garde belohnt. Alle 33 ernannten Personen sind Taliban-Mitglieder.

Mohammad Hasan Akhund – seit 20 Jahren Vorsitzender des Taliban-Führungsrates Rehbari Shura – wird amtierender Premierminister sein. In der Praxis wird Akhund von der UNO und der EU als Terrorist gebrandmarkt und vom UN-Sicherheitsrat mit Sanktionen belegt. Es ist kein Geheimnis, dass Washington einige Taliban-Gruppierungen als ausländische terroristische Organisationen einstuft und die gesamte Taliban als „Specially Designated Global Terrorist“-Organisation sanktioniert.

Es ist wichtig zu betonen, dass Himatullah Akhundzada, der Oberste Führer der Taliban seit 2016, Amir al-Momineen („Befehlshaber der Gläubigen“) ist. Er kann kein Premierminister sein; seine Rolle ist die eines obersten geistlichen Führers, der die Leitlinien für das Islamische Emirat festlegt und Streitigkeiten – auch politische – schlichtet.

Akhunzada hat eine Erklärung veröffentlicht, in der er feststellt, dass die neue Regierung „hart daran arbeiten wird, die islamischen Regeln und die Scharia im Land aufrechtzuerhalten“ und „dauerhaften Frieden, Wohlstand und Entwicklung“ gewährleisten wird. Er fügte hinzu, „die Menschen sollten nicht versuchen, das Land zu verlassen“.

Sprecher Mujahid betonte, dass dieses neue Kabinett nur eine „amtierende“ Regierung sei. Dies bedeutet, dass einer der nächsten großen Schritte die Ausarbeitung einer neuen Verfassung sein wird. Die Taliban werden „versuchen, Leute aus anderen Teilen des Landes zu holen“ – was bedeutet, dass Positionen für Frauen und Schiiten zwar noch offen sind, aber nicht auf höchster Ebene.

Der Taliban-Mitbegründer Abdul Ghani Baradar, der bisher als Leiter des politischen Büros in Doha diplomatisch sehr aktiv war, wird stellvertretender Premierminister sein. Er war 1994 ein Mitbegründer der Taliban und ein enger Freund von Mullah Omar, der ihn von Anfang an „Baradar“ („Bruder“) nannte.

Die Ernennung von Sirajuddin Haqqani zum amtierenden Innenminister löste eine vorhersehbare Welle der Hysterie aus. Schließlich ist auf den Sohn des Haqqani-Gründers Jalaluddin, einen der drei stellvertretenden Emire und militärischen Befehlshaber der Taliban, ein Kopfgeld in Höhe von 5 Millionen Dollar vom FBI ausgesetzt. Seine FBI-Fahndungsseite ist nicht gerade ein Wunderwerk an Informationen: Sie wissen nicht, wann und wo er geboren wurde und dass er Paschtu und Arabisch spricht.

Dies könnte die größte Herausforderung für die neue Regierung sein: Sirajuddin und seine wilden Jungs daran zu hindern, in nicht-paschtunischen Gebieten Afghanistans mittelalterlich zu agieren, und vor allem dafür zu sorgen, dass die Haqqanis jegliche Verbindungen zu dschihadistischen Gruppen unterbinden. Dies ist eine unabdingbare Voraussetzung für die politische, diplomatische und wirtschaftliche Entwicklungshilfe, die im Rahmen der strategischen Partnerschaft zwischen China und Russland vereinbart wurde.

Die Außenpolitik wird sehr viel entgegenkommender sein. Amir Khan Muttaqi, ebenfalls Mitglied des politischen Büros in Doha, wird amtierender Außenminister, und sein Stellvertreter wird Abas Stanikzai sein, der sich für freundschaftliche Beziehungen zu Washington und die Rechte der religiösen Minderheiten in Afghanistan einsetzt.

Mullah Mohammad Yaqoob, der Sohn von Mullah Omar, wird das Amt des Verteidigungsministers übernehmen.

Bisher sind die einzigen Nicht-Paschtunen Abdul Salam Hanafi, ein Usbeke, der zum zweiten Stellvertreter des Premierministers ernannt wurde, und Qari Muhammad Hanif, ein Tadschike, der amtierender Wirtschaftsminister ist, ein sehr wichtiger Posten.

Das Tao des Geduldigbleibens

Die Taliban-Revolution hat bereits die Mauern von Kabul erreicht, die in kurzer Zeit mit kufischen Buchstaben weiß gestrichen werden. Eine davon lautet: „Für ein islamisches System und die Unabhängigkeit muss man durch Prüfungen gehen und geduldig bleiben.“

Das ist eine ziemlich taoistische Aussage: das Streben nach Gleichgewicht auf dem Weg zu einem echten „islamischen System“. Sie gibt einen entscheidenden Hinweis darauf, worauf die Taliban-Führung möglicherweise abzielt: Da die islamische Theorie eine Entwicklung zulässt, wird das neue afghanische System zwangsläufig einzigartig sein und sich von demjenigen Katars oder Irans unterscheiden.

In der islamischen Rechtstradition, der die Herrscher der türkisch-persischen Staaten jahrhundertelang direkt oder indirekt folgten, ist die Rebellion gegen einen muslimischen Herrscher unzulässig, weil sie fitna (Aufruhr, Konflikt) erzeugt. Dies war bereits der Grund für die Zerschlagung des vorgetäuschten „Widerstands“ im Panjshir – angeführt vom ehemaligen Vizepräsidenten und CIA-Agenten Amrullah Saleh. Die Taliban versuchten sogar, ernsthafte Verhandlungen zu führen, indem sie eine Delegation von 40 islamischen Gelehrten in den Panjshir schickten.

Doch dann stellte der Taliban-Geheimdienst fest, dass Ahmad Masoud – Sohn des legendären Löwen des Panjshir, der zwei Tage vor dem 11. September ermordet wurde – auf Anweisung des französischen und israelischen Geheimdienstes handelte. Und damit war sein Schicksal besiegelt: Er war nicht nur ein Fitna-Erzeuger, sondern auch ein ausländischer Agent. Sein Partner Saleh, der De-facto-Führer des „Widerstands“, floh mit einem Hubschrauber nach Tadschikistan.

Es ist faszinierend, eine Parallele zwischen der islamischen Rechtstradition und Hobbes‘ Leviathan festzustellen, der absolute Herrscher rechtfertigt. Die Hobbes’schen Taliban: ein interessantes Forschungsthema für US Think Tankland.

Auch die Taliban folgen der Regel, dass ein Kriegssieg – und nichts ist spektakulärer als ein Sieg über eine geballte NATO-Macht – eine unangefochtene politische Macht ermöglicht, was jedoch strategische Bündnisse nicht ausschließt. Wir haben bereits gesehen, wie die gemäßigten, in Doha ansässigen politischen Taliban den Haqqanis entgegenkommen – eine äußerst heikle Angelegenheit.

Abdul Haqqani wird amtierender Minister für Hochschulbildung, Najibullah Haqqani wird Minister für Kommunikation, und Khalil Haqqani, der bisher als Interimschef für die Sicherheit in Kabul sehr aktiv war, wird Minister für Flüchtlinge.

Der nächste Schritt wird viel schwieriger sein: die städtische, gebildete Bevölkerung in den großen Städten – Kabul, Herat, Mazar-i-Sharif – nicht nur von ihrer an der Front erworbenen Legitimität zu überzeugen, sondern auch davon, dass sie die korrupte städtische Elite, die das Land in den letzten 20 Jahren ausgeplündert hat, vernichten werden. All dies, während sie gleichzeitig einen glaubwürdigen, im nationalen Interesse liegenden Prozess zur Verbesserung des Lebens der Durchschnittsafghanen unter einem neuen islamischen System in Gang setzen. Es wird entscheidend sein zu beobachten, welche Art von praktischer und finanzieller Hilfe der Emir von Katar anbieten wird.

Das neue Kabinett weist Elemente einer paschtunischen Jirga (Stammesversammlung) auf. Ich habe schon an einigen teilgenommen, und es ist faszinierend zu sehen, wie sie funktioniert. Jeder sitzt in einem Kreis, um eine Hierarchie zu vermeiden – auch wenn sie symbolisch ist. Jeder ist berechtigt, seine Meinung zu äußern. Das führt zwangsläufig dazu, dass Allianzen geschmiedet werden.

Die Verhandlungen zur Bildung einer Regierung wurden in Kabul vom ehemaligen Präsidenten Hamid Karzai – einem Paschtunen aus einem kleinen Durrani-Clan, den Popalzai – und Abdullah Abdullah, einem Tadschiken und ehemaligen Vorsitzenden des Rates für nationale Aussöhnung, geführt. Die Taliban hörten zwar auf sie, aber am Ende entschieden sie de facto, was ihre eigene Jirga beschlossen hatte.

Die Paschtunen sind äußerst kämpferisch, wenn es darum geht, ihr islamisches Bekenntnis zu verteidigen. Sie glauben, dass ihr legendärer Stammvater, Qais Abdul Rasheed, noch zu Lebzeiten des Propheten Mohammed zum Islam konvertierte und die Paschtunen daraufhin zu den stärksten Verteidigern des Glaubens überhaupt wurden.

Doch so hat sich die Geschichte nicht abgespielt. Vom 7. Jahrhundert an war der Islam nur von Herat im Westen bis zum legendären Balkh im Norden bis nach Zentralasien und im Süden zwischen Sistan und Kandahar vorherrschend. Die Berge des Hindukusch und der Korridor von Kabul bis Peshawar widerstanden dem Islam jahrhundertelang. Kabul war noch im 11. Jahrhundert ein Hindu-Königreich. Jahrhundert ein Hindu-Königreich. Es dauerte bis zu fünf Jahrhunderte, bis die paschtunischen Kerngebiete zum Islam konvertierten.

Der Islam mit afghanischen Merkmalen

Um es kurz zu machen: Die Taliban entstanden 1994 an der – künstlichen – Grenze zwischen Afghanistan und dem pakistanischen Belutschistan als eine Bewegung von Paschtunen, die in Deobandi-Madrassas in Pakistan studiert hatten.

Alle afghanischen Taliban-Führer hatten sehr enge Verbindungen zu pakistanischen religiösen Parteien. Während des Dschihad gegen die UdSSR in den 1980er Jahren arbeiteten viele dieser Taliban („Studenten“) in mehreren Madrassas Seite an Seite mit den Mudschaheddin, um den Islam in Afghanistan gegen die Ungläubigen zu verteidigen. Der gesamte Prozess wurde durch das politische Establishment in Peschawar gesteuert: unter der Aufsicht des pakistanischen ISI, mit enormer Unterstützung der CIA und einem Tsunami von Geld und Möchtegern-Dschihadisten, die aus Saudi-Arabien und der weiteren arabischen Welt kamen.

Als sie schließlich 1994 in Kandahar und 1996 in Kabul die Macht übernahmen, entpuppten sich die Taliban als ein bunt zusammengewürfelter Haufen unbedeutender Kleriker und Flüchtlinge, die in eine Art verrückter afghanischer Reformation – religiöser und kultureller Art – investierten, während sie das errichteten, was sie als ein rein salafistisches islamisches Emirat betrachteten.

Ich habe vor Ort gesehen, wie das funktionierte, und so verrückt es auch war, es war eine neue politische Kraft in Afghanistan. Die Taliban waren im Süden sehr beliebt, weil sie nach dem blutigen Bürgerkrieg von 1992-1995 Sicherheit versprachen. Die völlig radikale islamistische Ideologie kam erst später – mit katastrophalen Folgen, vor allem in den großen Städten. Aber nicht auf dem Lande, wo die Subsistenzlandwirtschaft betrieben wird, denn die soziale Einstellung der Taliban spiegelte lediglich die ländliche afghanische Praxis wider.

Die Taliban installierten einen salafistischen Islam im Stil des 7. Jahrhunderts, der mit dem paschtunischen Kodex durchsetzt war. Ein großer Fehler war ihre Abneigung gegen den Sufismus und die Verehrung von Heiligtümern – etwas, das im islamischen Afghanistan seit Jahrhunderten sehr beliebt ist.

Es ist noch zu früh, um zu sagen, wie sich die Taliban 2.0 auf dem schwindelerregend komplexen, neu entstehenden eurasischen Integrationsschachbrett schlagen werden. Aber intern scheinen sich die weiseren, reiselustigeren und mit den sozialen Medien vertrauten Taliban bewusst zu sein, dass sie die schlimmen Fehler der Jahre 1996-2001 nicht wiederholen dürfen.

Deng Xiaoping legte den Rahmen für den Sozialismus mit chinesischen Merkmalen fest. Eine der größten geopolitischen Herausforderungen der Zukunft wird sein, ob die Taliban 2.0 in der Lage sind, einen Islam der nachhaltigen Entwicklung mit afghanischen Merkmalen zu gestalten.

Der Beitrag Was von den Taliban 2.0 zu erwarten ist erschien zuerst auf uncut-news.ch.

Geoengineering ist keine Geheimverschwörung mehr

Mercola.com

  • Die Vereinten Nationen erwägen eine umstrittene Form des Geoengineering, bei der Sulfataerosole in die Stratosphäre der Erde gesprüht werden, um das Klima zu verändern – mit unbekannten und möglicherweise katastrophalen Auswirkungen
  • Während Geo-Engineering den beabsichtigten Effekt haben könnte, das Klima zu verändern, einschließlich der Senkung der globalen Temperaturen, könnten die unbeabsichtigten Folgen, wie z.B. veränderte Niederschläge und die Unfähigkeit einiger Regionen der Erde, Lebensmittel anzubauen, dauerhaft und katastrophal sein.
  • Bill Gates investiert stark in Technologien zur Veränderung des Klimas, die nicht nur das Klimasystem der Erde weiter destabilisieren werden, sondern auch als Waffe gegen die Menschen eingesetzt werden können, indem sie Niederschläge und Dürren kontrollieren und als Methode zur sozialen Kontrolle eingesetzt werden

Der Klimawandel könnte den Punkt erreicht haben, an dem es kein Zurück mehr gibt. Hitzewellen, Wirbelstürme und andere Wetterextreme werden sich wahrscheinlich verschlimmern, da die globale Erwärmung außer Kontrolle gerät, so die Warnung des Zwischenstaatlichen Ausschusses der Vereinten Nationen für Klimaänderungen (IPCC) im August 2021.

Als Reaktion darauf erwägt die UNO nun eine umstrittene Form des Geoengineering, bei der Sulfataerosole in die Stratosphäre der Erde gesprüht werden, um das Klima zu verändern – mit unbekannten und möglicherweise katastrophalen Auswirkungen.

Wetterbeeinflussung und Klimakontrolle wurden lange Zeit als Science-Fiction-Fantasie oder Verschwörungstheorie abgetan, doch die groß angelegte Manipulation des Erdklimas, das sogenannte Geo-Engineering, wird immer mehr zum Mainstream.

Während Geo-Engineering den beabsichtigten Effekt der Klimaveränderung haben könnte, einschließlich der Senkung der globalen Temperaturen, könnten die unbeabsichtigten Folgen, zu denen die Veränderung der Niederschläge und die Unfähigkeit einiger Regionen der Erde, Nahrungsmittel anzubauen, gehören, dauerhaft und katastrophal sein.
UN erwägt Versprühen von Sulfat-Aerosolen

Eine der umstrittenen Geo-Engineering-Techniken, die von den Vereinten Nationen in Erwägung gezogen werden, beinhaltet das Versprühen von Sulfataerosolen in einer Höhe von 12 bis 16 Meilen über der Erdoberfläche. Die winzigen reflektierenden Partikel würden als Reflektoren fungieren und das Sonnenlicht ins All zurückwerfen, anstatt auf die Erdoberfläche zu treffen.

Das Klima der Erde wird weitgehend dadurch gesteuert, wie viel Sonnenstrahlung die Erde erreicht und wie viel davon von der Oberfläche absorbiert oder ins All zurückgestrahlt wird. Wolkenbedeckung und Treibhausgase sind Beispiele für Faktoren, die die Reflexion der Sonnenstrahlung beeinflussen.

„Wenn Geo-Engineering-Vorschläge das globale Klima in irgendeiner sinnvollen Weise beeinflussen sollen, müssen sie den relativen Einfluss eines dieser Kontrollmechanismen absichtlich verändern“, erklärt Britannica.

Der UN-Bericht nennt die Steuerung der Sonneneinstrahlung und die Beseitigung von Treibhausgasen als Formen des Geo-Engineering. Sulfataerosole fallen in die Kategorie der Steuerung der Sonneneinstrahlung. Indem sie mehr Sonnenstrahlung in den Weltraum zurück reflektieren, senken sie die globalen Temperaturen, haben aber auch einen schwerwiegenden „Nebeneffekt“ – sie verringern die durchschnittlichen Niederschläge.

Infolgedessen wären zusätzliche Geoengineering-Techniken – wie das Ausdünnen von Zirruswolken in der oberen Atmosphäre – erforderlich, um dem Niederschlagsrückgang entgegenzuwirken. Was könnte da schief gehen?

Mit Hilfe von Supercomputern wurden Modelle erstellt, die vorhersagen, wie sich die Steuerung der Sonneneinstrahlung auf verschiedene Teile der Erde auswirken könnte, und zwar nicht nur in Bezug auf die Temperatur, sondern auch auf die Niederschlagsmenge und den Schneefall. Der Autor des Berichts, Govindasamy Bala vom Indian Institute of Science, sagte: „Die Wissenschaft ist da“, aber sie ist weit davon entfernt, exakt zu sein.

„Ich denke, die nächste große Frage“, so Bala gegenüber Reuters, „ist, ob man es machen will… Das beinhaltet Ungewissheit, moralische Fragen, ethische Fragen und Governance“. Reuters berichtete: „Das liegt daran, dass jede Region anders betroffen wäre.

Während einige Regionen von einer künstlich kühleren Welt profitieren könnten, könnten andere darunter leiden, weil sie zum Beispiel keine Bedingungen mehr für den Anbau von Nutzpflanzen hätten. Paulo Artaxo, Umweltphysiker an der Universität von Sao Paulo und ein weiterer Autor des Berichts, fügte hinzu:

Im Grunde genommen ist die Botschaft mehr oder weniger dieselbe wie im vorherigen Bericht: Die Wissenschaft ist nicht ausgereift genug. Die Nebenwirkungen der bekannten Geo-Engineering-Techniken können sehr groß sein … Die Gesellschaft muss abwägen, ob diese Nebenwirkungen zu groß sind, um irgendeine Strategie auszuprobieren.

Geoengineering in Arbeit seit Mitte des 20. Jahrhunderts

Mitte des 20. Jahrhunderts wurde das Geoengineering erstmals entwickelt, wobei Technologien aus dem Zweiten Weltkrieg zum Einsatz kamen. Cloud Seeding beispielsweise wird seit Jahrzehnten eingesetzt und beinhaltet das „Impfen“ von Wolken mit Silberjodid oder festem Kohlendioxid, um Regen und Schnee zu fördern oder tropische Stürme zu schwächen. Mindestens acht westliche US-Bundesstaaten und Dutzende von Ländern nutzen Cloud Seeding, um Niederschläge zu verstärken.

„Darüber hinaus schlug das US-Militär vor, dass Atomwaffen als Mittel zur Veränderung des regionalen Klimas eingesetzt werden könnten, um bestimmte Gebiete der Welt für die menschliche Besiedlung günstiger zu machen. Dieser Vorschlag wurde jedoch nicht getestet“, berichtet Britannica.

Andere Ideen zur Veränderung des Erdklimas wurden ebenfalls diskutiert. Zu den vorgeschlagenen Methoden, um mehr Sonnenlicht zu reflektieren und so die globale Erwärmung zu verringern, gehören das Schwimmenlassen von Milliarden von Golfbällen in den Ozeanen, die Entsendung eines riesigen Spiegels in die Erdumlaufbahn, die Beseitigung von Zirruswolken, die Anpflanzung glänzenderer Pflanzen und Gebäude sowie die Freisetzung von Mikroblasen, um die Meeresoberfläche reflektierender zu machen.

Sogar die Möglichkeit, riesige Raumschiffe über der Erde schweben zu lassen, um das Sonnenlicht zu reflektieren, wurde in Betracht gezogen.

Bill Gates finanziert Bemühungen zur Verbesserung der Klimakontrolle

Im Jahr 2010 finanzierte Bill Gates Forschungsarbeiten zur Entwicklung von Maschinen, die Meerwasser in die Wolken sprühen, um die Fähigkeit zur Reflexion des Sonnenlichts in den Weltraum zu erhöhen und damit die globale Erwärmung zu verringern. Die ETC Group forderte daraufhin ein weltweites Verbot von Geoengineering-Experimenten und der damalige Co-Geschäftsführer Jim Thomas kommentierte dies folgendermaßen:

„Wir wussten, dass Microsoft Cloud-Anwendungen für Computer entwickelt, aber das haben wir nicht erwartet. Bill Gates und seine wolkenverschlingenden Kumpane haben kein Recht, unsere Meere und den Himmel auf diese Weise einseitig zu verändern.“

Darüber hinaus hat Gates seit mindestens 2012 die Lobbyarbeit von Klimawissenschaftlern finanziert, die Geoengineering vorantreiben, um das globale Klima zu manipulieren.

Die Wissenschaftler argumentierten, dass das Versprühen von reflektierenden Schwefeldioxidpartikeln 30 Meilen über der Erde notwendig wäre, um einen katastrophalen Klimawandel zu verhindern, aber Kritiker argumentierten, dass die Technologien als Waffe eingesetzt werden könnten oder um reiche Gesellschaften zum Nachteil der ärmeren Länder zu fördern. Damals berichtete The Guardian:

Jetzt wächst die Besorgnis, dass die kleine, aber einflussreiche Gruppe von Wissenschaftlern und ihre Unterstützer einen unverhältnismäßigen Einfluss auf wichtige Entscheidungen über Geoengineering-Forschung und -Politik haben könnten.

Wir müssen uns vor Eigeninteressen schützen [und] sicher sein, dass Entscheidungen nicht von Parteien beeinflusst werden, die durch die Entscheidung, das Klima zu verändern, beträchtliche Geldsummen verdienen könnten, insbesondere durch den Einsatz von urheberrechtlich geschütztem geistigem Eigentum, sagte Jane Long, Direktorin des Lawrence Livermore National Laboratory in den USA, in einem Vortrag auf einer … Geoengineering-Konferenz über Ethik.

Es steht sehr viel auf dem Spiel, und Wissenschaftler sind nicht die besten Leute, um sich mit den sozialen, ethischen oder politischen Fragen zu befassen, die das Geoengineering aufwirft“, sagte Doug Parr, leitender Wissenschaftler bei Greenpeace. Die Vorstellung, dass eine selbstgewählte Gruppe so viel Einfluss haben soll, ist bizarr.

Im Jahr 2018 erklärte sich Gates erneut bereit, Experimente für Harvard-Wissenschaftler zu finanzieren, die vorschlugen, die Stratosphäre mit Kalziumchlorid zu besprühen, um die Erwärmung der Erde zu verlangsamen, indem sie die Sonne abblocken.

Ist Geoengineering eine weitere Form der sozialen Kontrolle?

Die 2012 geäußerten Bedenken sind nur noch größer geworden, da Gates nach wie vor stark in Technologien zur Veränderung des Klimas investiert, die nicht nur das Klimasystem der Erde weiter destabilisieren, sondern auch als Waffe gegen die Menschen eingesetzt werden können, indem sie Regenfälle und Dürren kontrollieren. In einem früheren Interview, das ich mit Vandana Shiva, Ph.D., führte, erklärte sie:

Das Unternehmen, das Patente auf gentechnisch veränderte Organismen sammelt, sowohl im Gesundheitsbereich als auch in der Landwirtschaft, ist Editas, gegründet von einem der Hauptfinanziers der Gates-Stiftung. Gates ist auch ein großer Investor in Editas.

Hier ist also ein Unternehmen namens Editas, das die Welt wie ein Word-Programm bearbeitet. Die beiden Wissenschaftler, die dieses Jahr den Nobelpreis erhalten haben, wurden beide von Gates in ihrer Forschung unterstützt. Ich musste daran denken, wie Rockefeller die Forschung finanzierte, den Nobelpreis erhielt und dann das Geld verdiente.

Sie finanzieren also die Forschung. Dann finanziert man die öffentlichen Einrichtungen, ob sie nun national oder international sind. Sie investieren und zwingen sie dazu, nur das zu nutzen, was Ihr patentiertes geistiges Eigentum ist. Und wie er in einem Interview sagte, waren seine klügsten Investitionen Impfstoffe, weil sie eine Rendite von 1 zu 20 bringen. Wer 1 Dollar investiert, macht 20 Dollar. Wie viele Milliarden Dollar wurden bereits investiert? Sie können sich vorstellen, wie viele Billionen dabei herauskommen werden.

Und woher kommen die Lebensmittel letztendlich? Sie kommt aus dem Saatgut. Er will es kontrollieren. Sie kommt vom Land. Er kontrolliert es. Er ist der größte Ackerlandbesitzer [in den USA] geworden. Aber man braucht Wetter [Kontrolle]. Man braucht ein stabiles Klima.

Was könnte also eine Waffe zur Kontrolle der Landwirtschaft sein? Wetterveränderung. Er nennt es Geoengineering. Das ist die Beeinflussung des Klimas. Wiederum lässt er es so aussehen, als würde er die globale Erwärmung durch eine globale Abkühlung lösen.

Klimakrise als Alibi für soziale Kontrolle

Eines der langfristigen Ziele von Gates scheint darin zu bestehen, die Kontrolle über die weltweite Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion zu erlangen. Diese Strategie begann mit seiner Unterstützung von GVO im Jahr 1994 und hat sich mit „Lösungen“ fortgesetzt, die den Hunger mit Hilfe von Technologie, Chemikalien und Industriepartnern bekämpfen.

Jetzt ist er als größter Besitzer von Ackerland in den USA in einer einzigartigen Position, um vom gezielten Einsatz von Geoengineering-Praktiken stark zu profitieren. Robert F. Kennedy, Jr. schrieb in The Defender: „Für einen Mann, der von Monopolkontrolle besessen ist, muss die Möglichkeit, auch die Nahrungsmittelproduktion zu beherrschen, unwiderstehlich erscheinen.“ Er fuhr fort:

Seine Investitionsgeschichte deutet darauf hin, dass die Klimakrise für Gates und seine Kumpane nicht mehr als ein Alibi für aufdringliche soziale Kontrolle, Überwachung im Maßstab des „Great Reset“ und massiven Science-Fiction-Geoengineering-Unfug ist, dazu gehören seine wahnwitzigen und erschreckenden Eitelkeitsprojekte, die Stratosphäre mit Kalziumchlorid oder Meerwasser zu besprühen, um die Erwärmung zu verlangsamen, riesige Ballons aufsteigen zu lassen, um unsere Atmosphäre mit reflektierenden Partikeln zu sättigen und so die Sonne auszublenden, oder sein gefährlicher Plan, Millionen von genetisch veränderten Moskitos in Südflorida freizusetzen.

Wenn wir diese alptraumhaften Pläne im Zusammenhang mit der Batterie von experimentellen Impfstoffen sehen, die er jährlich 161 Millionen afrikanischen Kindern aufzwingt, ist es ziemlich klar, dass Gates uns alle als seine Laborratten betrachtet.

Sozialistische Ideologie, nicht Klimawissenschaft

Zuzana Janosova-Den Boer erlebte die kommunistische Herrschaft in der Tschechoslowakei, bevor sie nach Kanada zog. In ihrem Artikel „I Survived Communism – Are You Ready for Your Turn?“ (Ich habe den Kommunismus überlebt – sind Sie bereit für Ihre Wende?) beschreibt sie die „allzu vertrauten Anzeichen der gleichen Propaganda“, die ihre Wahlheimat zu durchdringen begann.

In Bezug auf Geoengineering weist sie darauf hin, dass der Kommunismus die Umweltbewegung seit den 1970er Jahren unterwandert hat, als der damalige Vorsitzende der Kommunistischen Partei der USA, Gus Hall, ein Buch mit dem Titel „Ökologie“ veröffentlichte, in dem er erklärte:

Die menschliche Gesellschaft kann die Zerstörung der Umwelt im Kapitalismus nicht grundsätzlich aufhalten. Der Sozialismus ist die einzige Struktur, die dies möglich macht … Wir müssen die Organisatoren, die Führer dieser Bewegungen sein.

Den Boer schreibt:

Diese Idee wurde 1989 (im selben Jahr, in dem der sowjetische Kommunismus zusammenbrach) in das Programm der US-Grünen Partei aufgenommen, in dem die fiktiven Bedrohungen der ‚globalen Erwärmung‘ und des ‚Klimawandels‘ benutzt werden, um der Öffentlichkeit Angst einzujagen, damit sie glaubt, die Menschheit müsse ‚den Planeten retten‘:

Diese Dringlichkeit, zusammen mit anderen grünen Themen und Themen, die damit zusammenhängen, macht die Konfrontation mit dem Treibhauseffekt zu einem mächtigen Organisationsinstrument … Überleben ist sehr motivierend und kann uns helfen, eine Massenbewegung aufzubauen, die in sehr kurzer Zeit zu einem groß angelegten politischen und gesellschaftlichen Wandel führen wird …

Zuallererst [müssen] wir die Öffentlichkeit darüber informieren, dass die Krise unmittelbarer und schwerwiegender ist, als [sie] gesagt wird, [dass] ihre Auswirkungen zu groß sind, um auf die universelle wissenschaftliche Bestätigung zu warten, die nur eine Öko-Katastrophe schaffen würde.

Der IPCC, so Den Boer, fördere nicht die Klimawissenschaft, sondern eine sozialistische Ideologie und führt als Beweis die Äußerungen von Ottmar Georg Edenhofer, dem ehemaligen Ko-Vorsitzenden der IPCC-Arbeitsgruppe III, an, der 2010 in einem Interview erklärte, dass es bei Klimafragen um Wirtschaft gehe und dass:

„Wir müssen uns von der Illusion befreien, dass die internationale Klimapolitik Umweltpolitik ist, … Wir müssen klar sagen, dass wir die Klimapolitik de facto dazu nutzen, den Reichtum der Welt umzuverteilen.“

Auch ohne Berücksichtigung der sozialen Kontrolle sind die praktischen Risiken des Geoengineering nicht zu übersehen. So wird beispielsweise die Versauerung der Ozeane und der Anstieg des Kohlendioxidgehalts nicht aufgehalten. Und wenn die Chemikalien, die zur „Beschattung“ der Erde eingesetzt werden, aus irgendeinem Grund gestoppt werden, ist ein „Abbruchschock“ wahrscheinlich, der zu einer raschen Erwärmung des Planeten führen würde, was wahrscheinlich ein „Massensterben“ zur Folge hätte.

Es ist auch unwahrscheinlich, dass die kühlende Wirkung gleichmäßig verteilt wäre. Während einige Teile des Planeten davon profitieren würden, könnten andere Teile durch Dürren oder Überschwemmungen negativ beeinflusst werden. Die Risiken und Unbekannten sind immens.

Selbst Christopher Field, Vorsitzender des Ausschusses für solares Geoengineering der Nationalen Akademie, der sich für weitere Forschungen zum Management der Sonneneinstrahlung ausspricht, sagte gegenüber Yale Climate Connections: „Wenn man nicht weiß, ob eine Bombe funktioniert oder nicht, bis man sie zündet, ist das ein wirklich guter Grund, die Bombe nicht zu bauen.

Quelle:

Der Beitrag Geoengineering ist keine Geheimverschwörung mehr erschien zuerst auf uncut-news.ch.

Corona-Party in Münster: Schon mindestens 26 Corona-Fälle trotz 2G-Regel

Corona-Party in Münster: Schon mindestens 26 Corona-Fälle trotz 2G-Regel

Am 3. September fand in einem Club in Münster eine Party mit strenger 2G-Regelung statt. Ungeimpfte wurden ausgeschlossen, Zutritt erhielten nur Geimpfte und Genesene. Die umstrittene Covid-Impfung demonstrierte erneut ihre zweifelhafte Wirksamkeit: Die Veranstaltung mutierte zur Corona-Party. Bisher wurden mindestens 26 Personen, die bei der Feier zugegen waren, positiv getestet. Weitere Fälle werden erwartet.

Ein Kommentar von Vanessa Renner

Während unzählige Bürger immer noch die unsinnige und zigfach widerlegte Behauptung rezitieren, mit der Impfung schütze man die Menschen in seinem Umfeld, zeigen die Reaktionen auf diese peinliche Geschichte erneut die Hilflosigkeit von Medien und Politik im Hinblick auf die krachend gescheiterte Impfkampagne. Die Mär von der Impfung als „einzigem Weg“ aus der angeblichen Pandemie ist nichts weiter als das: Eine Gutenachtgeschichte für jene Bürger, die noch immer der Panikmache rund um das Corona-Virus auf den Leim gehen. Geimpfte erkranken, und das immer wieder auch schwer. Stichhaltige Beweise für eine tatsächlich größere Gefährdung von Ungeimpften kann und will keine Behörde vorlegen: Keine Statistik gibt Auskunft über Alter, Begleiterkrankungen, Einlieferungsgrund und exakten Impfstatus der hospitalisierten „Ungeimpften“. Die Covid-Vakzine sind zum Heiligtum ernannt worden, jede berechtigte Kritik wird als blasphemisch geahndet und verurteilt. Das Vertrauen der Menschen in Politik, Medien und Medizin ist längst nachhaltig beschädigt worden – in purer Verzweiflung muss man Zwang anwenden, um Personen den ungewollten Schuss verabreichen zu können.

Auch im jetzigen Fall bemüht sich der Mainstream um Schadensbegrenzung, indem etwa die Anwesenheit von „nur“ Genesenen hervorgehoben wird. So werden diese anfangs noch vor den Impflingen genannt – wie viele und ob überhaupt Genesene betroffen sind, hinterfragte man lieber nicht. Diese sind vor Infektionen immerhin erwiesenermaßen deutlich besser geschützt als Geimpfte, aber das erwähnt man freilich nicht: Genesen ist nicht geimpft, und wer nicht geimpft ist, ist bekanntlich der bestmögliche Sündenbock.

Weiters zitiert man Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer, der behauptet: „Die vorliegende Ansteckungsserie bestätigt noch einmal die enorme Bedeutung der Schutzimpfung.“ Bei den Partygängern handelte es sich vornehmlich um Mittzwanziger – völlig unabhängig vom Impfstatus ist die Gefahr durch SARS-CoV-2 hier verschwindend gering. Wenn es keine schweren Verläufe gibt, die (womöglich) durch den umstrittenen Schuss verhindert werden können, und das Virus unter Impflingen ebenso verbreitet wird wie unter Ungeimpften: Welche Bedeutung hat die nicht-schützende Impfung da eigentlich noch?


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Impfzwang schreitet voran: Lohnfortzahlung für Ungeimpfte in Quarantäne entfällt ab Mittwoch

Impfzwang schreitet voran: Lohnfortzahlung für Ungeimpfte in Quarantäne entfällt ab Mittwoch

Regelmäßig wird betont, es werde keine Impfpflicht geben. Aus rechtlicher Sicht ist das auch mit dem derzeitigen Infektionsschutzgesetz abgesehen von einzelnen Berufsgruppen im Gesundheitssektor nicht darstellbar, doch die Regierung wird immer erfinderischer: Was rechtlich nicht möglich ist, wird durch geschickte Zwangsmaßnahmen auf Umwegen möglich gemacht. So entfällt nun die Lohnfortzahlung für Ungeimpfte im Quarantänefall – und das fast bundesweit. Auch werden erschreckende Parallelen zur Schweinegrippe-Pandemie aus den Jahren 2009/10 sichtbar.

Von Max Bergmann

Der Grundtenor ist: Die (geimpfte) Bevölkerung müsse nicht für die Verweigerung Einzelner (Ungeimpfter) aufkommen, wie einem Bericht der Tagesschau zu entnehmen ist. Das erste Problem entsteht hier aber schon bei der Verwendung des Wortes „Verweigerung“. Das Impfangebot aus persönlichen Gründen abzulehnen, ist in keiner Weise eine Verweigerung, sondern die Ablehnung eines Angebots, zu dessen Annahme es keine Pflicht gibt. Dem Tagesschau Bericht nach entfällt nun im Bundesland Rheinland-Pfalz ab Oktober die Lohnfortzahlung für Ungeimpfte im Quarantänefall. Eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums begründete dies mit der Annahme, „dass alle Bürgerinnen und Bürger in den Altersklassen, in denen die Impfung öffentlich empfohlen wurde und soweit ihnen die Impfung medizinisch möglich ist, ein Angebot für die Corona-Schutzimpfung erhalten haben“.

Finanzielle Entschädigung für Lohnausfall entfällt 

Arbeitnehmer hätten laut Infektionsschutzgesetz Anspruch auf finanzielle Entschädigung, falls eine Quarantäneanordnung durch Gesundheitsbehörden angeordnet wurde und dadurch ein Lohnausfall entsteht. Dem Infektionsschutzgesetz in seiner aktuellen Form nach sei dies aber nicht mehr gegeben, wenn durch eine öffentlich empfohlene Schutzimpfung eine Absonderung oder ein Tätigkeitsverbot hätte vermieden werden können, erklärte die Sprecherin gegenüber der Tagesschau. Dass die derzeit angebotenen Covid19-Vakzine in der Europäischen Union lediglich eine „bedingte Marktzulassung“ erhalten haben und keinerlei Langzeitstudien über die Unbedenklichkeit der Impfstoffe vorliegen bleibt unerwähnt. 

Schon ab 15. September: Grün regiertes Baden-Württemberg mit strengsten Regeln

Das grün regierte südwestliche Bundesland Baden-Württemberg macht indes mit den bundesweit schärfsten Corona-Zwangsmaßnahmen auf sich aufmerksam. Dort gilt der Entfall von Lohnersatzleistungen für Ungeimpfte bereits ab kommenden Mittwoch und ist beschlossene Sache. „Wir gehen davon aus, dass bis zum 15. September jede und jeder in Baden-Württemberg die Möglichkeit für eine Impfung hatte“, so der Amtschef des Sozial- und Gesundheitsministeriums, Uwe Lahl gegenüber der Tagesschau. Wer das Impfangebot dennoch freiwillig nicht wahrnehme, müsse ab 15. September damit rechnen, für den quarantänebedingt erlittenen Verdienstausfall keine finanzielle Entschädigung mehr zu erhalten. Die Regierungen der Länder gehen damit höchst aggressiv gegen die Existenz der ungeimpften Arbeitnehmer vor und setzen den Zwang zur Impfung mit völlig unlauteren Mitteln und ohne Skrupel weiter um. 

„Konsequenzen“ für Ablehnung des Impfangebots selber tragen

Auch im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen werden in den kommenden Tagen die rechtlichen Voraussetzungen für den indirekten Impfzwang geschaffen – so sprach sich auch der dortige Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann gegenüber der Tagesschau für den Entfall der Lohnfortzahlung für Ungeimpfte aus: „Damit völlig klar ist, wenn ich mir die Freiheit rausnehme, mich nicht impfen zu lassen – wobei nach allen Erkenntnissen das Impfen die einzige Möglichkeit ist, diese Pandemie in den Griff zu kriegen – dann muss ich für die Konsequenzen, die daraus entstehen, auch in vollem Umfang persönlich einstehen“.

Fast alle Bundesländer planen konkreten Angriff auf die Existenz Ungeimpfter

Auch weitere Bundesländer beraten derzeit über die Einführung der existenzbedrohenden Zwangsmaßnahmen für Ungeimpfte. So sagte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek gegenüber der Süddeutschen Zeitung, wer sich nicht impfen lasse, obwohl keine gesundheitlichen Gründe dagegen sprächen, habe aus seiner Sicht keinen Anspruch auf eine Erstattung des Verdienstausfalls. Dann könne es „nicht sein, dass die Gemeinschaft dafür zahlen muss“. Auch in Hessen und Mecklenburg-Vorpommern würden derzeit Regelungen geprüft, die es ermöglichen, Ungeimpften den Lohnersatz im Falle der Quarantäneanordnung zu versagen. Auch Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Berens sagte der Süddeutschen Zeitung, man werde Einstellung der Zahlungen für Ungeimpfte ab Mitte Oktober prüfen, schließlich habe bis dahin „wirklich jede und jeder ein Impfangebot erhalten“. Dem Bericht zufolge gäbe es derzeit lediglich aus Berlin und Hamburg keine Überlegungen, Ungeimpfte durch den Wegfall ihrer finanziellen Mittel in ihrer Existenz zu bedrohen. 

Erinnerungen an „Pandemrix“: Schweinegrippe-Impfstoff mit massiven Spätfolgen

Der fortschreitende Impfzwang weckt Erinnerungen an den Pandemrix-Skandal. Im Zusammenhang mit den umstrittenen Covid-Vakzinen wird regelmäßig wird betont, Impfnebenwirkungen treten nur kurze Zeit nach dem „Pieks“ auf, doch das ist falsch. Mit Pandemrix beispielsweise wurden in der Saison 2009/10 viele Millionen Menschen in der Europäischen Union gegen die Schweinegrippe geimpft. Auch damals wurde der Impfstoff im Schnellverfahren entwickelt und bedingt zugelassen. Auch damals wurde geimpft was das Zeug hält, ohne Konzentration auf tatsächlich gefährdete Gruppen. Gehäufte Fälle von Narkolepsie, einer Autoimmunkrankheit, traten aber teils erst viele Jahre später auf, konnten aber eindeutig auf die Gabe des Impfstoffs zurückgeführt werden. Schon wenige Wochen nach dem Start der damaligen Impfkampagne fiel finnischen Behörden auf: Ein 17-facher Anstieg an Narkolepsiefällen bei Kindern und Jugendlichen müsse im Zusammenhang mit Pandemrix stehen. 

„Äußerst seltene Nebenwirkung“

Und auch damals taten Behörden diese Form der Nebenwirkung als „äußerst selten“ ab, ebenfalls eine Parallele zu den heute verimpften Covid-Vakzinen. Auch heute werden „äußerst selten“ auftretende Nebenwirkungen als vermeintlich unwichtig herabgewürdigt, eine Nutzen-Risiko-Analyse findet nicht statt. Eine Metaanalyse aus 2018 ergab: Nach Gabe von Pandemrix war das Risiko für Kinder und Jugendliche, an Narkolepsie zu erkranken, um das 14-fache erhöht, bei Erwachsenen um den Faktor 7. Man muss an dieser Stelle betonen: Völlig gesunde, in der Regel nicht durch die Grunderkrankung gefährdete Menschen wurden durch die Gabe des Impfstoffs teils zu Pflegefällen oder erkrankten auf lange Sicht schwer.

Pandemrix machte Hirnzellen angreifbar

Bei der Autoimmunkrankheit Narkolepsie sind die sogenannten Hypocretin-Zellen im Gehirn zerstört. Diese Hirnzellen produzieren bei gesunden Menschen den Botenstoff Hypocretin, der unter anderem den Schlaf und den Tag-Nacht-Rhythmus steuert. Chinesische und taiwanesische Studien bei Kindern wiesen seiner Zeit auch einen erhöhten Anteil Ungeimpfter mit Narkolepsie Fällen nach, das ließ darauf schließen, dass auch das H1N1-Virus selbst die Autoimmunerkrankung auslösen könnte. Das Schweinegrippe-Virus löst bei manchen Menschen möglicherweise eine Immunantwort aus, die sich auch gegen diese körpereigenen Hypocretin-Zellen richtet. Eine Erklärung dafür wäre, dass die Oberflächeneiweiße des Virus der Struktur auf den Hypocretin-Zellen ähneln. Das Immunsystem produziert also Antikörper gegen die Schweinegrippe, die dann zufälligerweise auch körpereigene Zellen angreifen. In der Folge entsteht die Autoimmunerkrankung Narkolepsie, weil der Botenstoff nicht mehr hergestellt oder verarbeitet werden kann. 

Impfstoff-Verstärker in Pandemrix erhöhte Wahrscheinlichkeit für Narkolepsie um Vielfaches

Mit diesem Wissen lässt sich nun erklären, wie der Schweinegrippe-Impfstoff Pandemrix zum Auslöser einer Narkolepsie werden konnte. Der Impfstoff bestand aus einem Grippevirus, das die charakteristischen Oberflächenmerkmale trug, die den Körper gegen H1N1 immunisieren sollten. Wenn nun der Körper gegen genau dieses Oberflächenmerkmal Antikörper und T-Killerzellen bildet, könnte es, prinzipiell ähnlich wie bei der Infektion mit dem H1N1 Virus, zu Narkolepsie kommen. Den zitierten Studien nach kam es nach der Gabe von Pandemrix zu einer statistisch deutlich wahrnehmbaren Häufung von Narkolepsie Fällen bei sonst völlig gesunden Menschen, die ohne Verimpfung von Pandemrix die H1N1-Grippe aller Wahrscheinlichkeit nach ohne jegliche Folgen überstanden hätten. Eine nicht außeracht zu lassende Rolle spielte auch der Impfstoff-Verstärker im Pandemrix-Impfstoff, der offenbar das Auftreten von Narkolepsie begünstigte – andere Impfstoffe gegen H1N1 hatten derartige Folgen nämlich nicht, wie Studien beweisen. 

Pandemrix auch Auslöser für weitere schwere Autoimmunerkrankungen – auch Covid-Vakzine betroffen

Das deutsche Paul-Ehrlich-Institut bestätigte im Rahmen einer Studie aus dem Jahr 2009 bzw. 2010 außerdem, dass der Impfstoff die Wahrscheinlichkeit erhöhe, am Guillain-Barré-Syndrom bzw. seiner Variante Miller-Fisher-Syndrom zu erkranken. Das „GBS“ ist eine akute Entzündung des peripheren Nervensystems und der Nervenwurzeln (Polyradikuloneuritis) mit der Folge einer aufsteigenden Lähmung. Die Erkrankung ist prinzipiell heilbar, allerdings käme es bei manchen Patienten zu einem langanhaltenden Verlauf der Krankheit, neurologischen Restsymptomen oder bleibenden Schädigungen. Auch Todesfälle seien dem PEI bekannt. Das Miller-Fisher-Syndrom ist eine seltene Variante des GBS und ist charakterisiert durch Ataxie (Störung der Bewegungskoordination), Augenmuskellähmung und Verlust/Abschwächung der Muskeleigenreflexe. Dem PEI nach wiesen die damaligen Ergebnisse der Studie auf ein erhöhtes Risiko eines GBS „innerhalb eines recht kurzen Zeitraums von 5 bis 42 Tagen nach der Impfung gegen Influenza A/H1N1v“ hin. Auch die Covid19 Vektor-Impfstoffe von AstraZeneca und Johnson&Johnson sollen Warnungen der EMA (Europäische Arzneimittelbehörde) und der FDA (US-amerikanische Arzneimittelbehörde) nach Auslöser für die Autoimmunkrankheit GBS sein. Etwa jeder fünfte GBS-Patient erleide dauerhafte Einschränkungen der Gesundheit, etwa 5,5 Prozent der hospitalisierten GBS-Patienten sterben im Krankenhaus, 13,6 Prozent sterben innerhalb der Nachbeobachtungszeit von 52 Monaten. 

Die Profiteure der Angst

An dieser Stelle sei außerdem noch eine arte-Dokumentation über den Verlauf der Schweinegrippe-Pandemie ans Herz gelegt, die die Machenschaften der Pharmaindustrie und die politisch instrumentalisierte Angst- und Panikmache belegt und ausführlich darlegt. Die Dokumentation mit dem Titel „Die Profiteure der Angst – Das Geschäft mit der Schweinegrippe“ ist bei Youtube abrufbar


Buch-Tipp: „Das Wörterbuch der Lügenpresse“ von Thor Kunkel! 

Der Bestsellerautor Thor Kunkel erklärt anhand von circa 300 teils illustrierten Beispielen, wie Begriffsumdeutungen den gesunden Menschenverstand ausschalten sollen. Durch Sprachregelungen errichtet eine gleichgesinnte Obrigkeit aus Politikern und Journalisten immer neue moralische Denkblockaden, die eine kritische Auseinandersetzung mit den Realitäten verhindern sollen.

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Weltweit orchestrierte Kampagne: “Pandemie der Ungeimpften” – Dissidenten gefordert

Wir lassen Sie kurz mit ein paar Eindrücken alleine: International gibt es immerhin ein paar Beiträge, die die “Pandemie der Ungeimpften”, jenen orchestrierten Blödsinn, den Polit-Darsteller nun in gleichgeschalteter Einmut verbreiten, in Frage stellen. Im deutschsprachigen Raum sucht man in MS-Medien umsonst nach auch nur einem kritischen Beitrag. Aber Sie haben es noch nicht hinter […]
Nur FPÖ gegen Brandmarkung von Ungeimpften beim „Urfix“ per Armband

Nur FPÖ gegen Brandmarkung von Ungeimpften beim „Urfix“ per Armband

Vom 2. bis 10. Oktober soll in Linz wieder der traditionsreiche Urfahraner Markt, im Volksmund „Urfix“ genannt, stattfinden. Ob er tatsächlich so wie geplant über die Bühne geht, hängt freilich auch von den neuen absurden Verschärfungen ab, welche die türkis-grüne Bundesregierung erließ. Aber auch schon nach der landläufigen 3G-Regel zeichnet sich eine unfassbare Situation ab: Denn mit Ausnahme der FPÖ stimmten alle relevanten Fraktionen der Linzer Stadtpolitik für ein teures Sicherheitskonzept, das Ungeimpfte stigmatisiert.

  • Mit farbigen Armbändern soll zwischen Geimpften/Genesenen und Getesteten unterschieden werden
  • Was wohl offiziell dem Wachdienst die Arbeit leichter machen soll, kann in der Realität zur Ausgrenzung Ungeimpfter auf einem Volksfest führen
  • FPÖ stellte sich klar gegen diese Stigmatisierung – während SPÖ und ÖVP das Konzept durchboxten, ohne die Sache zu Ende zu denken

Farbige Armbänder unterscheiden nach Impfstatus

Die Brandmarkung von Menschen entlang ihres Impfstatus scheint bei gewissen Kreisen in Linz offenbar salonfähig zu werden. Schon vor einigen Tagen sorgte der Vorstoß der Johannes-Kepler-Universität, die geimpften, genesenen und getesteten Studenten mittels verschiedenfarbiger Armbänder zu brandmarken, für Kopfschütteln. Nun soll ein solches System auch für den „Urfix“ kommen. Geimpfte und Genesene bekommen ein Armband, das neun Tage lang gilt – und „nur“ getestete offenbar ein anderstfarbiges, das nur einen Tag lang gültig ist.

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Was mutmaßlich dem Sicherheitsdienst bei der Einlasskontrolle helfen soll, führt in der Realität allerdings zu einer möglichen Stigmatisierung von Ungeimpften. Diese wären nun nämlich an der Farbe ihres Armbandes zu erkennen. Dieser Umstand könnte weitere Ausgrenzung auf dem Volksfest befeuern. Dabei sollte dieses doch eigentlich nach der Pause im Vorjahr möglichst alle Linzer erfreuen können! Doch einzig und allein die FPÖ dachte die Problematik dieser Sache zu Ende. Die SPÖ rund um Bürgermeister Klaus Luger und die ÖVP stimmten hingegen dafür…

FPÖ erteilt Stigmatisierung Ungeimpfter klare Absage

Aus Sicht des Linzer FPÖ-Obmanns und Vizebürgermeister Markus Hein ist der Beschluss dieses Konzepts untragbar: „Ich lehne eine Stigmatisierung von ungeimpften Menschen entschieden ab“, so der blaue Politiker. Aus diesem Grund habe seine Partei im heutigen Stadtsenat gegen das von seinem ÖVP-Vizebürgermeister-Amtskollegen Bernhard Baier vorgelegte Konzept gestimmt. Es handle sich dabei nämlich um eine „weit sichtbare Kennzeichnung“ der Personen, die sich nicht impfen lassen wollen respektive nicht können.

Der „Urfix“ findet seit über 200 Jahren statt, in allen Krisenzeiten war das beliebte Volksfest zweimal im Jahr ein fester Bestandteil des kulturellen Kalenders in Linz. In der jüngeren Vergangenheit konnten stets zwischen 400.000 und 650.000 Besucher begrüßt werden. Im Vorjahr kam es dann zur „coronabedingten“ Absage, Baier ließ die traditionsreiche Veranstaltung abblasen. Hein hingegen setzte sich damals bis zuletzt für die Abhaltung einer zumindest abgespeckten Variante ein – doch ÖVP & SPÖ blieben bei ihrer Entscheidung, den Linzern ihren Jahrmarkt zu nehmen. Nun vermiesen diese beiden Parteien ihnen neuerdings den Start in den Herbst.

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„Wir sind das Volk!“ –  So demonstrieren Sie richtig!

„Wir sind das Volk!“ –  So demonstrieren Sie richtig!

Ob in Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien oder anderswo – überall gehen die Menschen auf die Straßen. Vor allem, um ihren Unmut über die verhängten Corona-Maßnahmen zu äußern. Doch vielerorts schlägt die Staatsmacht zurück, geht mit Schlagstöcken, Pfeffersprays und Wasserwerfer gegen Protestler vor. Damit Ihre Kundgebung nicht dermaßen aus dem Ruder läuft, sollten Sie wissen, wie Sie richtig demonstrieren!

  • Umgehen einer Demo-Anmeldung
  • Zu befolgende Demo-Regeln
  • Ausschließen von „Störern“
  • Aufgaben des Versammlungsleiters
  • Bastelanleitung für Plakate
  • Wie man richtig demonstriert
  • Eskalationen bei einer Demo verhindern

Von Guido Grandt

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„Grundsätzliches“ zum Demonstrieren

In Artikel 8 im deutschen Grundgesetz (GG) steht bezüglich Demonstrationen: „Alle Deutschen haben das Recht, sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln.“ Allerdings kann „… für Versammlungen unter freiem Himmel dieses Recht durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes beschränkt werden.“

Das heißt, nichts anderes, als dass Versammlungen, die nicht unter „freiem Himmel“ stattfinden, keiner Anmeldung bedürfen. Das wird auch durch das so genannte „Versammlungsgesetz“ bestätigt. Alle anderen „öffentlichen“ Versammlungen müssen spätestens 48 Stunden vor Bekanntgabe der zuständigen Behörde unter „Angabe des Gegenstandes der Versammlung“ gemeldet werden.

So können Sie eine offizielle Anmeldung „umgehen“

Wenn Sie eine solche Anmeldung umgehen wollen, dann mieten Sie sich einfach einen Raum oder ein Großzelt an. Hier können Sie unangemeldet und trotzdem ganz legal protestieren. Wenn Sie allerdings unter „freiem Himmel“ demonstrieren wollen aber keine Genehmigung erhalten oder Ihr Protest aus einem anderen Grund nicht zugelassen wird, muss diese „verbotene“ Demo von Amts wegen aufgelöst werden! Übrigens: Als Veranstalter einer öffentlichen Versammlung müssen Sie laut Versammlungsgesetz Ihren Namen angeben.

An diese „Demonstrationsregeln“ müssen Sie sich halten

Eine Kundgebung kann verboten werden, wenn der Veranstalter oder sein Anhang Ansichten oder Äußerungen vertreten, die ein Verbrechen oder ein „von Amts wegen zu verfolgtes Vergehen“ zum Gegenstand haben. Ebenso dürfen diese Ansichten und Äußerungen nicht volksverhetzend sein und damit die öffentliche Sicherheit und/oder die öffentliche Ordnung gefährden. Auch müssen Versammlungen „friedlich und ohne Waffen“ stattfinden. Weisen Sie deshalb bei der Demo-Einladung unbedingt darauf hin, dass Sie sich „friedlich versammeln wollen“. Jene Personen, die Waffen oder andere verbotene Gegenstände mitführen, seien nicht willkommen und würden von der Kundgebung ausgeschlossen!

So können Sie „Störer“ ausschließen

Nicht jede Person oder jede Gruppe muss in der Demo geduldet werden. Dazu heißt es im Versammlungsgesetz klipp und klar: „Bestimmte Personen oder Personenkreise können in der Einladung von der Teilnahme an einer Versammlung ausgeschlossen werden.“ Dieser Passus hilft Ihnen sich von Personengruppen, Vereinen oder Parteien zu distanzieren, die im oben genannten Sinn „verbotene Ansichten“ vertreten oder lediglich auf Randale aus sind. Und somit Ihre guten Absichten des Protests ins Gegenteil verkehren könnten.

Erklären Sie deshalb in Ihrer Einladung, dass beispielsweise Angehörige und Sympathisanten von rechts oder links – Sie können auch klar die Parteien oder Gruppierungen benennen – nicht willkommen sind und von der Versammlung ausgeschlossen werden. Kurzum, dass Sie diese als „Störer“ behandeln werden!

Wenn es nicht anders geht haben Ordnungshüter die Pflicht, diese unerwünschten Personen zu entfernen. Dabei darf die Polizei aber keineswegs die ganze Demo auflösen. Positiver Nebeneffekt: Die Einschleusung sogenannter „agents provocateurs“ durch politische Gegner oder Behörden wird erschwert.

Wichtigste Person einer Demo: Der Versammlungsleiter

 Jede öffentliche Versammlung muss einen „Leiter“ haben. Dieser Versammlungsleiter ist gleichzeitig auch der Ansprechpartner für die Polizei. Dieser sollte Erfahrungen mit Demonstrationen haben und schnelle Entscheidungen treffen und sich situativ anpassen können. Der Versammlungsleiter bestimmt nicht nur den „Ablauf“ der Versammlung, sondern hat zudem für Ordnung zu sorgen. Er kann die Versammlung jederzeit unterbrechen oder schließen. Zudem sollte er eine ausreichende Zahl von Ordnern bestimmen, die ausreichend für ihre Aufgabe geschult sind.

„Vereinfachen“ Sie Ihre Demo

Um einen Versammlungsverlauf reibungslos und ohne große Durchsagen zu garantieren, drucken und verteilen Sie ein Programm. Darauf sollten die einzelnen Punkte, Demostrecken und vor allem die Uhrzeiten stehen. So weiß jeder, wo er dran ist und was als Nächstes kommt.

Basteln Sie ein Plakat

Auf Flyer (nicht auf das Programm) können Sie verzichten, denn solche werden in der Regel nicht gelesen und landen im nächsten Papierkorb, schlimmer noch, auf der Straße. Nehmen Sie stattdessen ein Schild oder Plakat, auf dem steht, für oder gegen was Sie eigentlich protestieren. Dies ist nicht nur akustisch effektiver, sondern zudem billiger.

Folgendes Material benötigen Sie dafür:

  • Pappe
  • Holzleim (oder einen anderen Klebstoff)
  • Tacker
  • Kopierer für die Plakataufdrucke

Kostenlose Pappe können Sie schon beim Supermarkt um die Ecke bekommen: Wenn morgens die Regale aufgefüllt werden, fallen genug leere Kartons an, die Sie mitnehmen können. Die Mitarbeiter werden es Ihnen danken, schließlich müssen sie weniger Müll entsorgen. Klappen Sie die Pappe zu und tackern Sie mit Heftklammern die Kanten zusammen. Schon haben Sie eine stabile Beschriftungsfläche. Vermeiden Sie eine zu kleine Schrift, die kein Mensch von weitem lesen kann! Ihre Aussage sollte kurz, bündig und prägnant sein.

Grundsätzlich gilt: Maximal 5 bis 7 Wörter. Keine „fetten“ Buchstaben – diese laufen in der Entfernung ineinander über und sind somit nicht mehr lesbar. Verzichten Sie auch  auf eine Schnörkel- oder Kursivschrift. Außerdem können Sie Ihre „Schlagzeilen“ kopieren lassen (Copy-Shop) und diese auf die Plakate kleben.

Besorgen Sie sich im nächsten Baumarkt Holzstöcke und verbinden Sie diese mit Nägeln mit der Pappe. Sie können die Plakate aber auch mit einem Gummiband, das Sie am oberen Rand der Pappe befestigen, auf Brust oder Rücken tragen. Übrigens: Wenn Sie noch „geschlossener“ bei einer Demo auftreten wollen: Drucken Sie T-Shirts mit gleicher Farbe und Aufschrift, die jeder von Ihnen anzieht. Und los geht’s.

So demonstrieren Sie „richtig“

Doch wie demonstrieren Sie eigentlich „korrekt“? Was ist erlaubt und was nicht?

  • Zu aller erst: Lassen Sie Sturmmaske, Baseballschläger und Pflastersteine zu Hause: Sie wollen sicher nicht, dass Sie als Mitglied des „Schwarzen Blocks“ gelten und mit Repressalien rechnen müssen!
  • Eine Trillerpfeife kann auch nicht schaden. So können Sie friedlich auf sich aufmerksam machen.
  • Beschimpfen Sie nie Personen, die anderer Meinung sind, sprich die „Gegendemonstranten!“
  • Meiden Sie Auseinandersetzungen mit diesen. Gleichwohl mit den Sicherheitskräften!
  • Demonstrieren Sie friedlich!
  • Zerstören Sie nie mutwillig fremdes Eigentum!

Was, wenn die Demonstration „aus dem Ruder läuft?“

Nimmt die Kundgebung zusehends einen nicht mehr kontrollierbaren Verlauf oder eskaliert gar, muss der Versammlungsleiter handeln. Sollten Sie das sein, müssen Sie mit Hilfe Ihrer Ordner oder der Polizei die Störer aus der Versammlung entfernen. Zuvor jedoch sollten Sie diese laut und deutlich zum Verlassen der Versammlung auffordern: „Diese Versammlung ist geschlossen! Bitte gehen Sie nach Hause!“

Wer ausgeschlossen wird, muss sofort von der Demo gehen. So steht es im Versammlungsgesetz! Und: „Wer in der Absicht, nicht verbotene Versammlungen oder Aufzüge zu verhindern oder zu sprengen oder sonst ihre Durchführung zu vereiteln, Gewalttätigkeiten vornimmt oder androht oder grobe Störungen verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“

Sichern Sie sich ab

Um ein eventuelles Fehlverhalten belegen oder beweisen zu können, dass Störer nicht zu Ihrer Demo gehörten, sollten die Ordner mitfilmen, beispielsweise mit dem Handy. So kommen Sie später nicht in Beweisnot und keiner kann Ihnen etwas unterschieben, was nicht stimmt. Mit diesen Tipps, Tricks und Kniffen geben wir Ihnen einen soliden und legalen Demonstrationsleitfaden mit an die Hand. Nun steht nichts mehr im Wege, Ihre Meinung öffentlich zu verkünden. Denn Meinungsfreiheit ist das Herz einer jeden Demokratie!

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Der Wärmeinseleffekt (WI) in Deutschland – viel mehr als nur inselhaft wirksam – Teil 1

WI-Effekte in unterschiedlichster Form betreffen heute weite Flächen des Landes und befeuern die Klimaerwärmung

Teil 1: Welche WI-Effekte gibt es, und wie wirken diese?

Stefan Kämpfe

Über WI-Effekte wurde hier schon sehr oft berichtet. Der Autor hat mittlerweile zu dieser Thematik umfangreiches Daten- und Faktenmaterial gesammelt. Weil die verschiedensten WI-Effekte nicht unwesentlich zur Klimaerwärmung in Deutschland beitragen, sollen sie hier nun einmal umfassend behandelt werden.

Wärmeinseleffekte sind nutzungsänderungsbedingte Erwärmungseffekte

Der städtische Wärmeinseleffekt, oft auch UHI genannt (englisch: Urban Heat Island Effect) ist der bekannteste und sicher einer der wichtigsten, aber keinesfalls der einzige WI-Effekt. Denn überall, wo der Mensch in die ursprüngliche Landschaft eingreift, hat das fast stets mehr oder weniger deutliche Erwärmungsfolgen. Diese ergeben sich keinesfalls nur aus dem Wärmeeintrag (Energieverbrauch) des Menschen, sondern vor allem ändern sich der Strahlungshaushalt (Albedo = Rückstrahlungsvermögen), die Wärmekapazität und Wärmeleitfähigkeit des Bodens, der Wassergehalt der Böden nimmt ab oder entfällt völlig, was die kühlende Verdunstung minimiert, die Vegetation kann ihre ursprüngliche Rolle (Kühlung durch Assimilation, Beschattung und Evapotranspiration) nicht mehr oder nur noch vermindert erfüllen, der kühlende Wind wird durch Bauten (auch Windenergieanlagen) gebremst, die Flüsse werden durch Einleitungen von Klärwasser oder Kühlwasser aus Kraftwerken erwärmt. Nicht nur Bebauungen und Versiegelungen, sondern jegliche Eingriffe in die Natur und Landschaft wie Rodungen, Wege- und Straßenbau, die Entwässerung von Mooren, geänderte Fruchtfolgen oder Kulturarten in der Land- und Forstwirtschaft, die ausufernde Wind- und Solarenergienutzung, die Bodenverdichtungen durch landwirtschaftliche Maschinen oder die Tierhaltung in jeglicher Form tragen zur Erwärmung der Landschaft bei und führen dazu, dass die anfangs nur inselhaften Erwärmungseffekte heute auch in weiten Teilen der freien Landschaft auftreten. Im Folgenden sollen die wichtigsten Erwärmungseffekte kurz umrissen werden.

Der städtische Wärmeinseleffekt (UHI)

Von der Größe, der Lage und der baulichen Struktur einer Siedlung hängt es ab, in welcher Art und Weise und in welchem Umfang UHI-Effekte auftreten; sie sind außerdem stark witterungs- und jahreszeitenabhängig. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) schreibt hierzu: „Unter Stadtklima (oder auch urbanem Klima) versteht man das gegenüber dem Umland durch die Bebauung und anthropogene Emissionen (wie z.B. Luftschadstoffe oder Abwärme) modifizierte Mesoklima von Städten und Ballungsräumen. Das Stadtklima ist insbesondere durch die Eigenschaften von Baustoffen bezüglich Wärmespeicherung und Reflexion von Sonnenstrahlung, durch die starke Versiegelung des Bodens und das Fehlen von Vegetation sowie durch die hohe aerodynamischen Rauigkeit der Bebauung und der damit verbundenen geringen Windgeschwindigkeit gekennzeichnet. Aufgrund der vielfältigen Landnutzungen und Bebauungsstrukturen weist das Mikroklima innerhalb der Stadt allerdings eine hohe räumliche Variabilität auf. So können beispielsweise durch den Düseneffekt und Wirbelbildung zwischen Gebäuden und an Hausecken lokal deutlich erhöhte Windgeschwindigkeiten und Turbulenzintensitäten auftreten. Die hohe Konzentration von Aerosolen und die stärkere Konvektion über der Stadt führen zu einer Veränderung der Niederschlagsverteilung in der Stadt und der Umgebung und können gegebenenfalls lokal zu verstärkter Niederschlagsbildung führen, die aufgrund des hohen Versiegelungsgrades mit erhöhter Überschwemmungsgefahr verbunden ist. Während windschwacher Hochdruckwetterlagen bilden sich über der Stadt eine Dunstglocke mit hohen Luftschadstoffkonzentrationen und eine ausgeprägte Wärmeinsel mit erhöhten Lufttemperaturen. Das Bioklima der Stadt kann durch die schlechte Luftqualität und die erhöhte Wärmebelastung gegenüber dem Umland beträchtlich verschlechtert sein. Stadtplaner können diesen Problemen durch eine Erhöhung des städtischen Grünflächenanteils und einer Verbesserung der Durchlüftung entgegenwirken.“ Quelle. In Deutschland gibt es momentan mehr als 10.000 Gemeinden, welche sich hinsichtlich ihrer Einwohnerzahlen folgendermaßen verteilen:

Abbildung 1: Häufigkeitsverteilung der Gemeinden in Deutschland nach Einwohnerzahlen. Am häufigsten treten Gemeinden mit Einwohnerzahlen zwischen unter 500 und knapp 10.000 Einwohnern auf. Bildquelle: statista.com, Stand Silvester 2019.

Die Einwohnerzahl, vor allem aber die Einwohnerdichte, beeinflusst den Erwärmungseffekt maßgeblich, aber degressiv, das heißt, die ersten Eingriffe und Besiedlungsmaßnahmen wirken am stärksten erwärmend, worüber noch gesondert im zweiten Teil berichtet werden wird. Dieser Zusammenhang gilt tendenziell auch für alle anderen WI-Effekte.

Meliorationen (Entwässerungsmaßnahmen im weitesten Sinne)

Die gezielte Entwässerung der Böden dient verschiedenen Zwecken: Schaffung oder Verbesserung von Bau- oder Acker- und Weideland, Anlage und Unterhaltung von Verkehrstrassen, Ermöglichung und Aufrechterhaltung des Bergbaus, Ausbau der Flüsse für die Binnenschifferei, Hochwasserschutz. Generell enthalten die meliorierten Böden weniger Wasser; fast immer sinkt auch der Grundwasserspiegel. Das im Boden enthaltene Wasserangebot nimmt also mehr oder weniger stark ab; die kühlende Verdunstung verringert sich, was im Sommerhalbjahr zu einer stärkeren Erwärmung der Bodenoberfläche führt; diese Wärme wird an die Luft abgegeben – es stellt sich in den unteren Schichten der Atmosphäre eine höhere Lufttemperatur ein. Das verringerte Feuchteangebot führt außerdem zu weniger Dunst-, Nebel- und Hochnebelbildung – eine längere und intensivere Besonnung ist die Folge. Kleinere Entwässerungsmaßnahmen dürfte es schon in der Antike und im Mittelalter gegeben haben; doch erst in der Neuzeit schufen die immer zahlreicheren Arbeitskräfte und die wachsenden wirtschaftlich-technischen Möglichkeiten die Basis zur Planung von Großprojekten, deren Umsetzung bis heute mehr oder weniger deutliche negative ökologische und klimatische Auswirkungen verursachen. Einige wichtige Großprojekte seien kurz genannt:

  1. Begradigung der Oder; Rodung und Trockenlegung des Oderbruchs (1747 bis 1762 unter Friedrich dem Großen). Diese führten – einschließlich der nun möglichen Besiedelung, zu einer ökologischen Verarmung und einem insgesamt trockeneren, zu stärkeren Schwankungen (Extremen) neigenden Klima; und weil die Oder heute höher fließt, als weite Teile des Bruchs, schwebt das Damoklesschwert einer Hochwasserkatastrophe bei jedem Oder-Hochwasser (mögliche Deichbrüche!) über dem Bruch. Viele andere Lücher und Brücher Brandenburgs erlitten das gleiche Schicksal; das Havel-Luch schon um 1720. Dass Brandenburg heute zu den sich am stärksten erwärmenden Regionen Deutschlands gehört, ist unter anderem eine Spätfolge dieser erst langfristig voll wirkenden Meliorationen.
  2. Urbarmachung des Donau-Mooses bei Ingolstadt ab 1790 unter Karl Theodor von der Pfalz mit ähnlichen, langfristigen Folgeschäden wie im Oderbruch; zusätzlich Sackungen und Schrumpfungen der Geländeoberfläche um stellenweise mehr als drei Meter durch Torfzehrung (Sauerstoffzutritt nach Entwässerung). Andere Feuchtgebiete und Flüsse des Alpenvorlandes, wie etwa der Lech, wurden ebenfalls melioriert.
  3. Begradigung und Verkürzung der Länge des Oberrheins (1817 bis 1876, projektiert und begonnen durch den Ingenieur Johann Gottfried Tulla). Die damit verbundene teilweise Trockenlegung großer Teile der Rheinauen begünstigte zwar die Ausrottung der Malaria, den Abbau von Sanden oder Kiesen, die Besiedelung und die Schifferei, führte aber ansonsten zu den schon genannten ökologisch-klimatischen Problemen. Hochwasserwellen des Oberrheins verschonen nun das meliorierte Gebiet, gelangen aber umso schneller und intensiver an den Mittel- und Niederrhein.
  4. Emsland-, Küsten-, Alpenplan und das Programm Nord. In den 1950er Jahren vom Bundestag beschlossene Urbarmachungen von Feuchtgebieten, um nach dem verlorenen Zweiten Weltkrieg Flüchtlingen eine neue Bleibe und ein wirtschaftliches Auskommen zu sichern. So waren um 1950 fast 20% der Bevölkerung des Emslandes Vertriebene aus den ehemaligen Ostgebieten. Bei diesen Meliorationen wurden die letzten, größeren intakten Hoch- und Niedermoore Westdeutschlands zerstört.
  5. Trockenlegung und Entwässerung (Melioration) der Wische in Sachsen-Anhalt und der Friedländer Großen Wiese bei Ferdinandshof in Mecklenburg-Vorpommern als Jugendobjekt der DDR (1958 bis 1962) sowie weitere Komplexmeliorationen von DDR-Feuchtgebieten bis 1989. Meistens wurde zu tief entwässert, was die Vermullung und damit die Austrocknung und die Erwärmung sowie die Winderosion der obersten Bodenschichten zur Folge hatte (einmal ausgedörrter, zu lange dem Luftsauerstoff ausgesetzter Torf ist hydrophob – er nimmt kein Wasser mehr auf). Nach anfänglichen Erfolgen brachen die Grün- und Ackerlanderträge auf diesen „übermeliorierten“ Flächen dramatisch ein; heute wachsen dort fast nur noch Quecken und Brennnesseln.

Aufgrund dieser Meliorationen existiert heute in ganz West- und Mitteleuropa fast kein größeres, völlig intaktes Nieder- oder Hochmoor mehr. Hinzu kommen die nicht unerheblichen Folgeschäden des Bergbaus. Die in Ostdeutschland und am Niederrhein betriebenen Braunkohlen-Tagebaue zogen umfangreiche Entwässerungsmaßnahmen nach sich; allerdings können sie nach Auskohlung meist zu ökologisch höherwertigen Flächen mit vielen Seen und Feuchtgebieten rekultiviert werden, als vor Beginn des Bergbaus. In der Lausitz und im Leipziger Land kann man die Erfolge dieser Rekultivierungsmaßnahmen bereits deutlich sehen. Problematischer ist die Situation im Ruhrgebiet, wo der mittlerweile beendete Steinkohlenbergbau zu „Ewigkeitskosten“ führt. Nach Auskohlung der Flöze senkten sich weite Bereiche des „Ruhrpotts“ unter das Höhenniveau der Flüsse, so dass die Ländereien, um nicht überflutet zu werden, auf alle Ewigkeit mit Entwässerungspumpen trocken gehalten werden müssen. Auch Teile der ehemaligen Kohlegruben müssen, auch zum Schutz des Grundwassers vor Verunreinigungen, entwässert werden; das teilweise sehr warme Grubenwasser erwärmt dann die Oberflächengewässer und den Rhein – ein weiterer, meist wenig beachteter Wärmeinseleffekt.

Nutzungs- und Bewirtschaftungsänderungen in Land- und Forstwirtschaft

Seit der Jungsteinzeit wird in Mitteleuropa Ackerbau betrieben; nach und nach kam die Forstwirtschaft hinzu. Aber nie wurden unsere Äcker und Wälder intensiver genutzt, als gegenwärtig. Noch bis in die 1950er Jahre prägten vielerorts kleinflächige Äcker, artenreiche Feldraine, Streu- und Obstwiesen, Hecken und Baumreihen unsere Agrarlandschaft; mancherorts ist diese Struktur noch sichtbar.

Abbildungen 2a und 2b: Oben (2a) eine den früheren Verhältnissen ähnelnde Agrarlandschaft mit Orchideen-Streuwiese (im Vordergrund Große Händelwurz), Hecken und Baumreihen sowie artenreichen Feldrainen an unversiegelten Wegen zwischen nicht zu großen Schlägen; im Hintergrund der Wald des Großen Ettersberges. Nur etwa 5 Km weiter südlich auf der Hochfläche westlich von Weimar (1b, unten) die baum- und strauchlose, von riesigen Ackerflächen dominierte Agrarlandschaft mit betoniertem Wirtschaftsweg und der Monokultur Winterraps für ökologisch schädlichen Bio-Diesel. Fotos: Stefan Kämpfe

Das „Ausräumen“ der Agrarlandschaft sowie das Befahren mit schweren Maschinen, aber auch der im Zuge der Energiewende wachsende Anteil erst spät den Boden deckender Feldfrüchte wie Mais, förderten die Austrocknung, die Bodenverdichtung und oberflächlich sich stärker erwärmende Böden – ein großflächiger WI-Effekt. Ähnliches geschah in der Forstwirtschaft. Viele der einstigen standortgerechten Laubmischwälder wurden ab dem 18. Jahrhundert aus wirtschaftlichen Gründen in Kunstforste umgewandelt (in den Vorgebirgslagen und niederschlagsreicheren Gegenden meist Fichten-Monokulturen, auf leichteren Sandböden oft lichte Kiefernwälder). Während ein Buchenwald während der belaubten Zeit nur etwa 3% des Lichtes auf den Waldboden lässt und sich deshalb selbst an sonnigen Hochsommertagen nur wenig erwärmt, dringt in einen Kiefernwald viel mehr Licht ein und erwärmt den Boden stark. Aussagefähige Studien hierzu sind selten; doch kann man bei ansonsten identischen Standortbedingungen an sonnigen Sommertagen in einem Kiefernwald mit etwa 2 bis 5 Grad höheren Temperaturen rechnen. Auch andere Nadelbäume wie Fichten, Tannen und Douglasien, erwärmen sich aufgrund ihrer geringeren Albedo stärker, als Laubbäume, Näheres dazu hier. Und auch breitere, stärker befestige Waldwege; breite Rückegassen für Harvester und Bodenverdichtungen durch schwere Forstmaschinen lassen heute mehr Licht und Wind in den Wald, fördern also dessen stärkere Erwärmung und Austrocknung. Wie wichtig naturnahe Laubwälder für die Abkühlung an heißen Sommertagen sind, zeigt ein schon älteres Beispiel aus Weimar.

Abbildung 3: Isothermenkarte für das Weimarer Stadtgebiet am 10. August 1950, Nachmittag. Während in den naturnahen Laubmischwaldgebieten des Ettersberges, des Webichts und des Belvederer Forstes nur 24 bis 27°C gemessen wurden, sind es im Freiland bei gleicher Höhenlage 28 bis 29°C, in den bebauten Stadtvierteln sogar 29 bis 31°C. Bildquelle Salzmann, M.: Die physisch-geografischen Verhältnisse Weimars. Weimarer Schriften, Stadtmuseum Weimar, Heft 22, 1974.

Die Energiewende als Erwärmungstreiber in der freien Landschaft

In Deutschland wurden, beginnend mit den späten 1980er Jahren und ganz massiv zwischen den späten 1990er und den späten 2010er Jahren, über 30.000 Windkraftanlagen, die meisten an Land, aufgestellt. Diese bremsen tagsüber den kühlenden Wind; in den Nächten stören sie die Abkühlung und damit die Ausbildung der bodennahen Inversion und die Taubildung, weil die Luft stärker verwirbelt und durchmischt wird. Außerdem benötigt jedes Windrad eine eigene Zufahrt (Vegetationsverlust, Bodenverdichtung) sowie ein massives Betonfundament. Und selbst hell angestrichene Masten absorbieren einen Teil des Sonnenlichtes; diese Wärme wird dann in den Nächten, ähnlich wie bei einem Gebäude, an die Umgebung abgegeben. Für die klimatischen Bedingungen Deutschlands gibt es hierzu bislang kaum belastbare Studien; aber solche aus den USA lassen auch für Mitteleuropa eine merkliche Erwärmung erwarten; Näheres hier und hier. Die großflächigen Solarparks reduzieren oder zerstören die Vegetation, verringern die Albedo (Rückstrahlungsvermögen) und tragen damit wesentlich zur Landschaftserwärmung bei; Näheres hier. Und auch die Biogasanlagen tragen, zumindest lokal, zur Erwärmung bei.

Einige wenig bekannt WI-Effekte

Abschließend sollen noch ein paar weniger bekannte WI-Effekte besprochen werden.

Der Garten- und Abschirmungseffekt – wenn der kühlende Wind fehlt

WI-Effekte lauern sogar da, wo man sie nicht vermutet – wenn Bäume und Hecken aufwachsen oder Bauten, auch massivere Zäune, nahe des Messfühlers errichtet werden und den kühlenden Wind bremsen. Das musste auch der DWD leidlich erfahren – der Juli-Hitzerekord (2019, 42,6°C) von Lingen/Ems wurde mit viel Tam-Tam in den Medien verkündet, doch er entstand, weil neben der Station dichte Hecken und Bäume standen. Mittlerweile ist der „Rekord“ annulliert und die betreffende Station geschlossen; Näheres hier. Ein weiteres Beispiel findet sich mit der Station Kirchdorf auf der Ostseeinsel Poel. Diese DWD-Station (ID 2578) wurde seit August 1955 nicht mehr verlegt und ist relativ ländlich; sie wäre daher sowohl zur Untersuchung von WI-Effekten als auch zur Betrachtung des Verhaltens der mittleren Minimum-Temperaturen geeignet. Doch intensivere Recherchen zur Historie der Station ergaben Folgendes (Originaltext mv-wetter.com): „Die Station befindet sich auf 12 m ü NN am nordwestlichen Ortsrand von Kirchdorf auf einem großen Gartengrundstück etwa 2 km von der Ostsee entfernt. Unmittelbar östlich des Messfeldes stehen recht hohe Bäume, wie auf den Luftbildern schon zu erahnen war. Hier ist der Abstand ungewöhnlich gering. Gerade bei südöstlicher Windrichtung steht der Temperaturmesser sehr geschützt, sodass sich die Wärme stauen kann. Deshalb ist eine Homogenität der Messreihe nicht gegeben, die steigenden Temperaturwerte sind teilweise den im Laufe der Jahre veränderten Umgebungsbedingungen geschuldet.“

Abbildungen 4a und 4b: Zwei Aufnahmen der aktuellen Situation in Kirchdorf/Poel. Im obigen Bild erkennt man die sehr hohen Nadelbäume (vermutlich Fichten); im unteren sieht man, wie das dichte Astwerk die südöstliche Gartenseite abschirmt. Bildquellen

Mit 1,04 K Jahreserwärmung (1988 bis 2020) traf diese Station fast die Erwärmung des DWD-Mittels (etwa 1,05 K) und war sogar etwas geringer, als das Landesmittel für Mecklenburg-Vorpommern (1,12 K); aber die mittleren Minima erwärmten sich mit 0,8 K deutlich stärker, als das bei den meisten der bislang untersuchten Flachland-Stationen der Fall war; die mittleren Maxima mit 0,72 K hingegen deutlich schwächer. Das könnte beides eine Wirkung des „Garteneffektes“ sein – nachts Behinderung der Ausstrahlung, tagsüber zumindest teilweise Behinderung der Einstrahlung. Mit Boltenhagen (ID 596) konnte an der Ostsee noch eine weitere, seit 1988 verlegungsfreie DWD-Station gefunden werden. Dort erwärmte sich seitdem das Jahresmittel nur um 0,84 K, das mittlere Minimum um nur 0,34 K, das mittlere Maximum aber um 1,25 K, was eher dem Verhalten der bislang untersuchten Stationen entspricht. Und wie viele DWD-Stationen vom Garteneffekt oder anderen Abschirmungseffekten erwärmt werden, weiß man nicht – der frühere, strenge Standard für die englische Wetterhütte auf einem möglichst weitläufigen, mit Kurzgras bewachsenen Standort gilt leider schon lange nicht mehr. So kann man vermuten, dass etliche Stationen mehr oder weniger stark betroffen sind, wohl auch deshalb kommt es immer wieder zu Stationsverlegungen. Aber wo auch immer der DWD seine Stationen einrichtet – irgendein WI-Effekt ist meist schon da.

Wenn der Winterdienst in Aktion tritt

In den Städten und Gemeinden sind alle öffentlichen und privaten Eigentümer während der üblichen Verkehrs- und Geschäftszeiten zur Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit bei Schnee und Eis gesetzlich verpflichtet (Räum- und Streupflicht). Auch außerhalb der Ortslagen sind die wichtigsten Land- und Fernstraßen zu räumen. Aber das bedeutet stets ein Entfernen oder zumindest ein merkliches Verschmutzen der stark reflektierenden Schneeflächen – die Albedo verringert sich; tagsüber verursacht das eine stärkere Erwärmung der geräumten Flächen.

Abbildung 5: Wie ein dunkles Band zieht sich dieser geräumte Fahrweg durch die ansonsten mit Schnee und Raufrost bedeckte Landschaft. Tagsüber erwärmt sich diese schneefreie Fläche merklich; oft tauen dann an den Rändern selbst bei Minusgraden Schnee und Eis – ganz ohne Streusalz. Foto: Stefan Kämpfe

Warum frieren unsere Fließgewässer bei Dauerfrost nicht mehr zu?

Die angeblich so dramatische Klimaerwärmung konnte die strengen Winter 2002/03, 2005/06 und 2009/10 nicht verhindern; auch der Dezember 2010, der Januar 2009, 2017, der Februar 2012 und teils auch der von 2021 waren kalt genug, um Fließgewässer gefrieren zu lassen – aber das geschah nicht mehr.

Abbildung 6: In früheren, nicht unbedingt längeren und auch nicht immer kälteren Dauerfrostperioden fror die Ilm bei Weimar nach spätestens 10 Tagen zu – seit den 1990er Jahren passiert das nicht mehr. Foto: Stefan Kämpfe

Der Grund für das fehlende Eis auf unseren Flüssen ist ganz einfach – es sind die vielen, im Zuge der strengen Richtlinien zur Gewässerreinhaltung in Betrieb genommenen Kläranlagen, deren Wasser nach erfolgreicher Klärung in die Flüsse gelangt. Dieses den Kläranlagen entstammende Wasser weist aber stets mehr oder weniger deutlich höhere Temperaturen als das Flusswasser auf – ein weiterer, überraschender WI-Effekt, welcher durch die Bäche und Flüsse in die freie Landschaft getragen wird. Aber auch das Grundwasser unter den städtischen Wärmeinseln scheint sich merklich erwärmt zu haben.

Abbildung 7: Die Auswirkungen der durch menschliche Tätigkeit bewirkten Aufheizungsintensität (AHI) auf die Lufttemperaturen des Jahres 2015 gegenüber dem arithmetischen Mittel des DWD (links), die Oberflächentemperatur-Abweichungen nach Satelliten-Daten vom Mittel 2015 (Mitte) und das Grundwasser (nur Baden-Württemberg, 251 Messpunkte in weniger als 30m Tiefe, 2015, rechts). Man achte besonders auf die markant hervortretenden Wärmeinseln bei den Oberflächentemperaturen – Berlin, Hamburg, das Ruhrgebiet und die Ballungsräume am Oberrhein, um München und Nürnberg sind deutlich zu erkennen; daneben gibt es aber einige ländliche Regionen fast ohne WI oder gar mit leicht zu kühler Oberfläche. Auch das Grundwasser, für welches Untersuchungen nur aus Baden-Württemberg vorliegen, verhielt sich nicht einheitlich. Bildquelle und gesamter Beitrag (Studie) hier

 

Die politisch unkorrekte Wahrheit darüber, was wirklich in Afghanistan passiert ist

Viele Amerikaner könnten die großen strategischen Ziele ihrer Regierung in dieser Hinsicht für das Fehlen jeglicher Moral, Ethik oder Prinzipien halten, wenn man bedenkt, dass sie nun weitgehend mit den Zielen Chinas, Pakistans, Russlands und sogar der Taliban übereinstimmen, obwohl der Öffentlichkeit über die Jahre hinweg weisgemacht wurde, dass alle vier ihre Feinde sind.

Afghanische Ambiguität

Der Durchschnittsamerikaner hat Mühe, sich einen Reim darauf zu machen, was im letzten Monat in Afghanistan geschehen ist, da sich alles so plötzlich entwickelt hat. Den meisten war klar, dass der Krieg schon lange verloren war und sich in einen so genannten „endlosen“ Krieg verwandelt hatte, aber nur wenige hatten erwartet, dass er so enden würde, wie er es schließlich tat. Fast nichts von dem, was die Biden-Administration tat, ergab für sie einen Sinn, und nur wenige haben eine Vorstellung davon, was die Zukunft dort bringen wird. In diesem Beitrag soll alles in „politisch unkorrekten“ Begriffen erklärt werden, damit alle es besser verstehen können.

Ein Vorgeschmack auf das, was kommen wird

Beginnen wir mit dem verblüffenden Ergebnis und erklären wir dann, wie es dazu kam. Die USA sind jetzt teilweise mit denselben Taliban, die sie offiziell immer noch als Terroristen bezeichnen, in ihrem gemeinsamen Kampf gegen das vergleichsweise größere Übel ISIS-K verbündet. Amerikas Nachkriegspläne für die Region sehen auch vor, dass sie sich auf Chinas Vorzeigeprojekt der Belt & Road Initiative (BRI), den chinesisch-pakistanischen Wirtschaftskorridor (CPEC), stützen, um ihren wirtschaftlichen Einfluss in Afghanistan und Zentralasien auszuweiten, obwohl sie sich offiziell in einem neuen Kalten Krieg mit Peking befinden.

Die „unheilige“ Anti-Terror-Partnerschaft zwischen den USA und den Taliban ist weder perfekt noch das, was einer der beiden ursprünglich wollte, sondern wurde in den letzten zwei Wochen des amerikanischen Rückzugs aus Kabul durch gemeinsame Interessen geschmiedet. Die Taliban schützten die Amerikaner vor diesen Terroristen, obwohl sie selbst von der amerikanischen Regierung offiziell als Terroristen bezeichnet wurden, weil sie hofften, dass Washington Afghanistan auch nach dem Ende des Krieges in gewissem Umfang unterstützen würde, wenn auch nur indirekt über internationale Organisationen.

PAKAFUZ

Genau das haben die USA auch vor, wenn auch nicht sofort, wie die Ende Juli gegründete „Neue Vierergruppe“ zwischen ihnen, Pakistan, Afghanistan und Usbekistan zeigt, die ausdrücklich auf die Förderung regionaler Verbindungen abzielt. Diese Struktur umfasst strategisch die drei Länder, die sich im Februar auf den Bau einer Eisenbahnlinie geeinigt haben (die nach den Anfangsbuchstaben der Namen aller beteiligten Länder vorläufig PAKAFUZ genannt werden kann), die schließlich Zentralasien über Afghanistan mit dem Arabischen Meer verbinden soll.

Dieses Infrastrukturprojekt steht im Einklang mit der „Strategie für Zentralasien 2019-2025“ der ehemaligen Trump-Administration, die im Februar 2020, nur wenige Wochen vor dem Friedensabkommen zwischen den USA und den Taliban im selben Monat, vorgestellt wurde. Sie fordert im Wesentlichen den Einsatz wirtschaftlicher Mittel, um den amerikanischen Einfluss in dieser größeren Region auszuweiten, mit dem Ziel, die potenziell unverhältnismäßige strategische Abhängigkeit dieser Länder von den chinesischen und russischen Rivalen der USA zu verringern.

Amerikas China-freundliche Taliban-Wächter

Die Ironie dabei ist, dass dies unweigerlich dazu führen wird, dass sich die USA trotz des andauernden chinesisch-amerikanischen Neuen Kalten Krieges auf die CPEC in Pakistan verlassen werden, eine Beobachtung, die für jeden amerikanischen Beamten zu „politisch unkorrekt“ ist, um sie laut auszusprechen, obwohl sie die strategische Wahrheit ist. Noch schockierender für die US-Öffentlichkeit ist die Tatsache, dass von Anfang an erwartet wurde, dass die Taliban dieses Projekt durch die Pläne der USA, sie in die geplante Übergangsregierung einzubinden, die vor dem Ende des Rückzugs hätte gebildet werden sollen, schützen würden.

Dieser Plan ging schief, nachdem das Ego des ehemaligen afghanischen Präsidenten Ashraf Ghani das Beste aus ihm herausgeholt hatte und er sich weigerte, zurückzutreten, was die wichtigste politische Vorbedingung der Taliban für ihre Beteiligung war. Darüber hinaus weigerte sich die Biden-Regierung, in den letzten Monaten vor ihrem Abzug militärische Stolperdrähte einzubauen, z. B. indem sie klarstellte, dass sie auf alle Angriffe der Taliban auf afghanische Städte mit kinetischen Mitteln reagieren würde, solange sich noch US-Truppen im Land befänden. Diese Faktoren ermutigten die Gruppe zu ihrer verhängnisvollen landesweiten Offensive.

Bidens Dilemma

Zu Bidens Verteidigung ist anzumerken, dass ein Angriff auf die Taliban unter irgendeinem Vorwand gegen die Vereinbarung der Trump-Regierung mit der Gruppe verstoßen und sie zu einem Angriff auf die abziehenden amerikanischen Streitkräfte provoziert hätte, was den Prozess sabotiert und wahrscheinlich zur Fortsetzung des Krieges geführt hätte. Einige haben inzwischen behauptet, er hätte die militärische Ausrüstung, die die USA ihren Verbündeten der afghanischen Nationalarmee (ANA) zur Verfügung gestellt haben, abziehen sollen, doch das hätte eine Panik ausgelöst und deren Zusammenbruch aufgrund mangelnden Vertrauens beschleunigt.

So oder so befand sich die Regierung Biden in einem Dilemma, das größtenteils auf das Versagen der US-Nachrichtendienste in Afghanistan in den vergangenen zwei Jahrzehnten sowie auf das sich selbst erhaltende Lügensystem zurückzuführen ist, das von Mitgliedern der ständigen Militär-, Geheimdienst- und Diplomatenbürokratie („deep state“) aufgebaut wurde. Das Pentagon glaubte wirklich (wenn auch zu Unrecht), dass die größere und besser ausgerüstete ANA die Taliban bekämpfen würde und dass die afghanische Regierung frühestens Ende des Jahres zusammenbrechen würde.

Die Wahrheit über die Taliban

Was die ganze Zeit über nicht erkannt wurde, ist, dass sich die Taliban in den Augen der 75 %igen ländlichen Mehrheit Afghanistans erfolgreich als nationale Befreiungsbewegung rebrandet hatten, obwohl sie von Russland und anderen immer noch als Terroristen eingestuft wurden. Dies führte dazu, dass die Taliban bei vielen Mitgliedern der ANA, die sie eigentlich bekämpfen sollten, sowie bei vielen Minderheiten des Landes, die sich mit dem Leben unter ihrer Herrschaft versöhnten, nachdem sie Minderheiten in ihre Führungsriege aufgenommen hatten, enorme Sympathien weckten.

Die „politisch unkorrekte“ Schlussfolgerung ist, dass die Taliban bereits unvergleichlich mehr Herzen und Köpfe gewonnen haben als die USA und ihre Stellvertreterregierung, was auch bedeutet, dass das Pentagon unwissentlich viele Taliban-Sympathisanten in der ANA ausbildete, die dann größtenteils massenhaft kapitulierten, als die Gruppe sich den Toren ihrer Städte näherte. Deshalb konnten die Taliban so viel US-Militärausrüstung beschlagnahmen. Hätten die USA die ganze Zeit über gewusst, was wirklich vor Ort geschah, hätten sie wahrscheinlich alles vorzeitig abgezogen.

Die partielle Partnerschaft zwischen den USA und den Taliban

Stattdessen war den amerikanischen Entscheidungsträgern (sowohl auf militärischer als auch auf politischer Ebene) nicht bewusst, wie populär die nationale Befreiungsbewegung der Taliban in der afghanischen Bevölkerung geworden war, insbesondere bei der ANA und in den mehrheitlich von Minderheiten bewohnten nördlichen Teilen des Landes. Obwohl die Taliban von den USA immer noch offiziell als Terroristen eingestuft werden, verließ sich ihr Feind aus der Not heraus auf sie, um viele der Amerikaner zu schützen, die von ihrer Offensive überrascht wurden und nicht früher evakuiert worden waren.

Die Taliban sorgten dafür, dass die meisten von ihnen den Flughafen sicher erreichten, und bewiesen damit der amerikanischen Regierung, dass ihre Einstufung als Terroristen überholt ist, insbesondere angesichts ihres gemeinsamen Kampfes gegen ISIS-K. All diese Dynamiken hätten jedem objektiven Beobachter klar sein müssen, aber die große Mehrheit der Menschen auf der ganzen Welt war so überrascht von der Geschwindigkeit, mit der alles, was sie über den Konflikt dachten, auf den Kopf gestellt wurde, dass sie nicht in der Lage waren, die Geschehnisse richtig einzuschätzen.

Zu wenig, zu spät

Darüber hinaus war die Biden-Regierung – genau wie ihre drei Vorgänger – dem amerikanischen Volk gegenüber nie ganz ehrlich und hat es versäumt, es rechtzeitig aufzuklären, wie es eigentlich nötig gewesen wäre. Es ist dem Präsidenten hoch anzurechnen, dass er einige dieser Themen in seinen jüngsten Reden ansprach, aber es war zu spät, um die Wahrnehmung zu ändern und allen zu versichern, dass alles so gut unter Kontrolle sei, wie es angesichts der sehr schwierigen Umstände möglich war.

Außerdem wirkte er defensiv und damit möglicherweise unehrlich, da seine Erklärungen erst abgegeben wurden, nachdem seine Verwaltung unter einen noch nie dagewesenen Druck geraten war. Selbst wenn er gleich zu Beginn der blitzschnellen landesweiten Offensive der Taliban, als immer deutlicher wurde, dass der „tiefe Staat“ die Dynamik vor Ort völlig falsch eingeschätzt hatte, mit allem herausgerückt wäre, wäre die Erklärung für das amerikanische Volk immer noch zu abrupt gewesen, da es so lange über den Krieg belogen worden war.

Die nackte Wahrheit

Es ist verständlich, dass es den Menschen schwerfällt zu verstehen, wie dieselben Taliban, die von ihrer Regierung immer noch offiziell als Terroristen bezeichnet werden, vor dem Abschluss des Rückzugs Teil einer inklusiven Regierung werden, den USA im Kampf gegen das vergleichsweise größere Übel ISIS-K helfen und dann das PAKAFUZ-Projekt zur Ausweitung des Einflusses ihres Landes in Zentralasien verteidigen sollen, das ironischerweise teilweise von den BRI-Investitionen ihres chinesischen Rivalen in CPEC abhängt, gegen die Amerika angeblich ist.

Das alles ist für den Durchschnittsamerikaner zu viel, um es zu verstehen, weshalb ihm die „politisch unkorrekte“ Erklärung vorenthalten wird, obwohl ein Teil davon seit den sich überstürzenden Ereignissen des letzten Monats von Biden aus politischer Notwendigkeit allmählich an die Öffentlichkeit gebracht wurde. Die USA gehen eine Partnerschaft mit einer Gruppe ein, die sie offiziell immer noch als Terroristen betrachten, um andere Terroristen zu bekämpfen, und hoffen, dass die erste Gruppe ein geplantes regionales Verbindungsprojekt durch Afghanistan bewacht, das teilweise von Chinas BRI abhängt.

Entlarvung von Lügen über die Taliban und China

Diese strategischen Wahrheiten entlarven mehrere große amerikanische Lügen. Die erste ist, dass die Taliban nicht wirklich Terroristen in dem traditionellen Sinne sind, den die US-Öffentlichkeit unter diesem Wort versteht, sonst würde sich ihre Regierung nicht mit ihnen gegen andere verbünden, geschweige denn sich auf sie verlassen, um die evakuierten Amerikaner zu schützen und dann ein regionales Infrastrukturprojekt durch das Afghanistan nach dem Rückzug zu führen. Zweitens ist die BRI nicht so schlecht, wie man ihnen weismachen will, da die CPEC-Investitionen die Grundlage für die künftige Zentralasienstrategie der USA bilden werden.

In der Tat kann PAKAFUZ als eine Synthese aus amerikanischen, chinesischen, pakistanischen und sogar russischen strategischen Konnektivitätsvisionen betrachtet werden, da es all ihren Interessen dient. Die USA und Pakistan wollen ihren wirtschaftlichen Einfluss nach Norden ausdehnen, China möchte Islamabads Pläne in dieser Hinsicht unterstützen, da PAKAFUZ de facto die nördliche Erweiterung der CPEC ist, und Russland betrachtet diesen Korridor als seine Route zum Indischen Ozean, um den es seit Jahrhunderten kämpft.

Entlarvung von Lügen über Russland und Pakistan

Zwei weitere Lügen werden also durch diese ergänzende Beobachtung entlarvt. Die erste betrifft Pakistan, auf das viele Amerikaner einen Groll hegen, da sie dessen angebliche Unterstützung der Taliban für den Hauptfaktor halten, der die militärische Niederlage ihres Landes in Afghanistan ermöglichte. Wie dem auch sei, ihre Regierung verbündet sich jetzt wirtschaftlich mit Pakistan durch die „Neue Vierergruppe“ und PAKAFUZ, um ihren Einfluss in Zentralasien über das von den Taliban geführte Afghanistan nach dem Rückzug auszuweiten.

Die zweite Lüge bezieht sich auf Russland: Die USA werden angeblich immer versuchen, Russland „einzudämmen“, doch die PAKAFUZ wird es Moskau ermöglichen, zum ersten Mal in seinem jahrhundertelangen Streben nach dem Indischen Ozean erfolgreich zu sein. Viele amerikanische Entscheidungsträger waren der Ansicht, dass ihre Unterstützung der Mudschaheddin-Vorgänger der Taliban in den 1980er Jahren zum Teil darauf beruhte, die UdSSR daran zu hindern, Afghanistan als Sprungbrett zu nutzen, um schließlich zu diesem Zweck in Pakistan einzumarschieren, doch jetzt erleichtert ihre Regierung dieses Verbindungsziel.

Abschließende Überlegungen

All dies zeigt, wie kompliziert die Realität der internationalen Beziehungen wirklich ist. Viele Amerikaner könnten die großen strategischen Ziele ihrer Regierung in dieser Hinsicht als einen Mangel an Moral, Ethik oder Prinzipien betrachten, wenn man bedenkt, dass sie jetzt weitgehend mit den Zielen Chinas, Pakistans, Russlands und sogar der Taliban übereinstimmen, obwohl die Öffentlichkeit über die Jahre hinweg glauben gemacht wurde, dass alle vier ihre Feinde sind. Kein Wunder, dass diese „politisch unkorrekten“ Wahrheiten vom „tiefen Staat“ immer noch zurückgehalten werden.

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Verursachen COVID-Impfstoffe Veränderungen der Menstruation? NIH vergibt 1,67 Millionen Dollar an Zuschüssen zur Untersuchung eines möglichen Zusammenhangs

childrenshealthdefense.org: Fünf Institutionen werden mögliche Zusammenhänge zwischen COVID-Impfstoffen und Menstruationsunregelmäßigkeiten erforschen – eine Forschung, die nicht während der klinischen Studien durchgeführt wurde, sondern jetzt, nachdem Tausende von Frauen über Veränderungen ihres Menstruationszyklus nach der Impfung berichtet haben.

Die National Institutes of Health (NIH) haben fünf Einrichtungen einjährige Zusatzstipendien in Höhe von insgesamt 1,67 Millionen Dollar gewährt, um mögliche Zusammenhänge zwischen COVID-Impfstoffen und Menstruationsveränderungen zu untersuchen, nachdem Tausende von Frauen nach der Impfung über Menstruationsstörungen berichtet hatten.

Laut NIH-Website haben einige Frauen nach der Impfung mit COVID-Impfstoffen über unregelmäßige oder ausbleibende Monatsblutungen, stärkere Blutungen als üblich und andere Menstruationsveränderungen berichtet.

Mit den neuen Mitteln sollen Untersuchungen durchgeführt werden, um festzustellen, ob diese Veränderungen mit der COVID-Impfung selbst zusammenhängen und wie lange sie anhalten. Die Forscher werden auch versuchen, die Mechanismen zu klären, die möglichen impfstoffbedingten Menstruationsveränderungen zugrunde liegen.

In der einjährigen Studie werden zunächst ungeimpfte Teilnehmerinnen beobachtet, um die Veränderungen nach jeder Dosis zu erfassen. In einigen Gruppen werden Teilnehmerinnen ausgeschlossen, die Verhütungsmittel oder geschlechtsangleichende Hormone einnehmen, die ihre eigenen Auswirkungen auf die Periode haben können.

Die Forscher werden die Prävalenz und den Schweregrad von Veränderungen der Menstruationsmerkmale nach der Impfung bewerten, einschließlich Blutfluss, Zykluslänge, Schmerzen und anderer Symptome. Bei diesen Analysen werden auch andere Faktoren berücksichtigt, die die Menstruation beeinflussen können – wie Stress, Medikamente und körperliche Betätigung – um festzustellen, ob die Veränderungen auf die Impfung zurückzuführen sind.

Die fünf vom NIH finanzierten Studien werden von Forschern der Boston University, der Harvard Medical School, der Johns Hopkins University, der Michigan State University und der Oregon Health and Science University durchgeführt.

Laut Dr. Diana Bianchi, Direktorin des Institute of Child Health and Human Development (Institut für Kindergesundheit und menschliche Entwicklung), das die Studien zusammen mit dem Office of Research on Women’s Health (Büro für Frauengesundheitsforschung) des NIH finanziert, werden die Studien wahrscheinlich zwischen 400.000 und 500.000 Teilnehmer umfassen – darunter auch Jugendliche sowie Transgender und nicht-binäre Menschen.

„Niemand hatte erwartet, dass sie [die Impfung] Auswirkungen auf das Menstruationssystem haben würde, da diese Informationen in den frühen Impfstoffstudien nicht erfasst wurden“, sagte Bianchi, die sich darauf berief, dass die Washington Post im April erstmals über dieses Thema berichtet hatte und sie und ihre Mitarbeiter darauf aufmerksam machte.

Diese strengen wissenschaftlichen Studien werden unser Verständnis der möglichen Auswirkungen der COVID-19-Impfstoffe auf die Menstruation verbessern und Menschen, die menstruieren, mehr Informationen darüber geben, was sie nach der Impfung zu erwarten haben, und möglicherweise das Zögern bei der Impfung verringern, so Bianchi weiter.

Bislang gibt es keine veröffentlichten Studien, die einen möglichen Zusammenhang zwischen den Impfstoffen und der Menstruation untersucht haben oder schlüssige Beweise dafür liefern.

Bei den COVID-Impfstoffstudien wurden die Teilnehmerinnen nicht speziell gefragt, ob sie unerwünschte Nebenwirkungen in Bezug auf ihren Menstruationszyklus oder ihr Menstruationsvolumen feststellten – ein Versäumnis, das Bianchi auf die Tatsache zurückführt, dass „die Notfallzulassung sich wirklich auf kritische Sicherheitsfragen konzentrierte“ und „Veränderungen des Menstruationszyklus wirklich keine Frage von Leben und Tod sind“.

Das Fehlen einer formalen Untersuchung des möglichen Zusammenhangs zwischen den beiden Themen „zeigt, dass bei Sicherheitsstudien für Impfstoffe nicht unbedingt an die reproduktive Gesundheit von Frauen gedacht wird“, so Bianchi. „Wir hoffen, dass dies dazu führen wird, dass in klinischen Studien auch Fragen zu Veränderungen der Menstruationsgesundheit gestellt werden.“

Nach Angaben der NIH können zahlreiche Faktoren vorübergehende Veränderungen des Menstruationszyklus verursachen, der durch komplexe Wechselwirkungen zwischen den Geweben, Zellen und Hormonen des Körpers reguliert wird.

Immunreaktionen auf einen COVID-Impfstoff könnten das Zusammenspiel zwischen Immunzellen und Signalen in der Gebärmutter beeinträchtigen und zu vorübergehenden Veränderungen des Menstruationszyklus führen.

Menstruationsveränderungen nach einer COVID-Impfung könnten auch auf Immunreaktionen auf die Impfstoffe und deren Auswirkungen auf die Gebärmutter sowie auf pandemiebedingten Stress, Veränderungen der Lebensweise und das Virus selbst zurückzuführen sein.

Die neuen Studien werden auf bestehenden Forschungsergebnissen aufbauen und Daten aus Anwendungen zur Verfolgung der Menstruation nutzen, um die potenziellen Auswirkungen der COVID-Impfung auf die Menstruationsgesundheit in geografisch, rassisch und ethnisch unterschiedlichen Populationen zu bewerten.

Die Forscher hoffen, dass die Ergebnisse nach einem Peer-Review-Verfahren bis Ende 2022 oder kurz danach veröffentlicht werden können.

Wie The Defender berichtete, haben die Forscher seit April klinische Studien gefordert, um Menstruationsveränderungen bei geimpften Frauen zu verfolgen und zu dokumentieren, nachdem einige Frauen über hämorrhagische Blutungen mit Gerinnseln, verzögerte oder ausbleibende Perioden, plötzliche prämenopausale Symptome, monatelange Perioden und starke unregelmäßige Blutungen nach der Impfung mit einer oder beiden Dosen eines COVID-Impfstoffs berichtet hatten.

Nach den jüngsten Daten des Vaccine Adverse Event Reporting System (VAERS) – dem wichtigsten staatlich finanzierten System zur Meldung von Impfstoffnebenwirkungen in den USA – gab es zwischen dem 14. Dezember 2020 und dem 27. August 2021 insgesamt 7.963 Berichte über Menstruationsstörungen nach einer Impfung mit einem COVID-Impfstoff.

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Die Hymne des Zionismus: Die Gefahr, die vom Lied „Jerusalem aus Gold“ ausgeh

Dan Cohen ist der Korrespondent von Behind The Headlines in Washington DC. Er hat weit verbreitete Video- und Print-Reportagen aus Israel und Palästina produziert.

Sollte die Al-Aqsa-Moschee zerstört werden, wird das Streichholz von einem fanatischen Siedler angezündet, aber es sind Jahrzehnte zionistischer Indoktrination und israelischer Politik, die für die Zerstörung verantwortlich sein werden.

JERUSALEM – Die Gefahr, dass Israel die Al-Aqsa-Moschee und den Felsendom zerstört und sie durch einen so genannten jüdischen Tempel ersetzt, ist real und gegenwärtig. Der Bau eines Tempels anstelle der Moschee und des goldenen Doms, die heute Jerusalem schmücken, ist ein lang gehegter Wunsch der Zionisten, der in Liedern, Erzählungen und im letzten Jahrzehnt in Provokationen zum Ausdruck kam, die den Funken auslösen könnten, den die Zionisten brauchen, um den Haram Al-Sharif zu zerstören.

Ein Beispiel für die zionistische Propaganda, die Anspruch auf den Haram Al-Sharf erhebt, ist das ikonische hebräische Lied „Jerusalem aus Gold“. Es wurde von dem israelischen Nationaldichter Neomi Shemer geschrieben und wird oft als einfaches Lied dargestellt, das die Sehnsucht des jüdischen Volkes nach seiner verlorenen historischen Hauptstadt zum Ausdruck bringt. Es ist jedoch unschwer zu erkennen, dass das Lied, sein Verfasser und die Auftraggeber eine ganz klare politische Agenda verfolgen.

Das Lied beginnt mit den folgenden Zeilen:

Bergluft so klar wie Wein
Und der Duft der Kiefern
Wird im Abendwind getragen
Mit dem Klang der läutenden Glocken
Und im Schlummer von Baum und Stein
Gefangen in seinem Traum
Die Stadt, die allein sitzt
Und in ihrem Herzen eine Mauer
Jerusalem aus Gold
Und Bronze und Licht
Zu all deinen Liedern
Ich bin eine Geige…

Das Bild von Jerusalem als einer einsamen und abgeschiedenen Stadt, einer geisterhaften Stadt mit nichts als einer Vergangenheit, spiegelt eine romantische Vorstellung wider, die protestantische Evangelikale und verträumte Zionisten teilen, aber es ist kein wahres Abbild des Jerusalem von 1967. Das Lied geht mit den folgenden Zeilen weiter:

Wie die Wasserbrunnen versiegten

Der Stadtplatz ist leer
Und niemand steigt zum Tempelberg hinauf
In der alten Stadt
Und keine Seele fährt das Tote Meer hinunter
nach Jericho.

Die Stadt Jerusalem wurde 1948 zwischen den neu gegründeten Staaten Jordanien und Israel geteilt, und beide Seiten wurden besiedelt. Die Westseite wurde einer ethnischen Säuberungskampagne unterzogen, bei der die einheimische palästinensische Bevölkerung vertrieben und von zionistischen Einwanderern besiedelt wurde, so dass sie eine rein israelisch-jüdische Stadt wurde. Die Ostseite Jerusalems, einschließlich der Altstadt, blieb in arabischer Hand und kam unter jordanische Herrschaft.

Die Märkte in der Altstadt füllten sich mit Menschen, die Gläubigen auf dem Haram Al-Sharif (dem Tempelberg) beteten, und die Wasserbrunnen waren nicht ausgetrocknet. Nur für Neomi Shemer, die damals Israels Nationaldichterin und Liedermacherin war, war Ostjerusalem – und insbesondere die Altstadt – leer, denn, wie sie es ausdrückte, „eine Welt ohne Juden ist leer“.

Wenn man die Zeilen ihres Liedes liest, könnte man fast vergessen, dass die Altstadt von Jerusalem, auf die sich Neomi Shemer bezog, in Wirklichkeit über 1 500 Jahre lang eine arabische und überwiegend muslimische Stadt war. Neben mehreren anderen Minderheiten gab es in der Stadt auch eine kleine, verarmte jüdische Gemeinde.

Eine familiäre Verbindung

Um einen Disclaimer hinzuzufügen, muss ich gestehen, dass Neomi Shemer eine enge Freundin meiner Familie war. Ihre Mutter, Rivka Sapir, und meine Großmutter Sarah kamen beide als junge zionistische Pioniere zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts nach Palästina. Obwohl sie sich in verschiedenen Teilen des Landes niederließen – Rivka in der nördlichen Siedlung „Kvutzat Kinneret“, einer Siedlung am Ufer des Tabariya-Sees, und meine Großmutter Sarah in Jerusalem – blieben sie über fünfzig Jahre lang engste Freundinnen. Neomi Shemer und mein Vater waren von klein auf befreundet, obwohl mein Vater älter war als sie, und die beiden Familien standen sich jahrzehntelang nahe.

Neomi Shemer hegte zugegebenermaßen eine tiefe Bewunderung für die jungen zionistischen Männer jener Generation – Männer, die wie mein Vater ihr Leben dem militärischen Arm des zionistischen Kolonialprojekts gewidmet hatten und in der Tat die Militärmaschine schufen, die als israelische Armee oder IDF bekannt ist.

Entschlossen, „die Arbeit abzuschließen“

In den 1960er Jahren waren mein Vater und seine Generation von Offizieren allesamt Generäle und wurden im jungen zionistischen Staat zum Gegenstand enormer nationaler Bewunderung. Ihre Absicht – ja ihr Ehrgeiz, die Eroberungen von 1948 durch die Einnahme des Westjordanlands und Ostjerusalems zu „vollenden“ – war kein Geheimnis. Neomi Shemer teilte, wie so viele andere Israelis, diese Ambition, nämlich ein Israel, das sich vom Jordan bis zum Mittelmeer erstreckt.

Erst im Mai 1967 bot sich die Gelegenheit, das Ziel, den Rest Palästinas zu erobern, in die Tat umzusetzen. Der israelische Geheimdienst machte deutlich, dass die arabischen Armeen den israelischen Verteidigungsstreitkräften nicht gewachsen waren, und mit diesem Wissen begannen sie eine Kampagne, um die Unterstützung des Volkes für ihre Eroberungsabsichten zu gewinnen.

Ein brillanter Feldzug

Die Kampagne bestand aus mehreren Teilen. Zum einen ging es darum, die Lüge aufrechtzuerhalten, dass die arabischen Armeen zum Angriff bereit seien und der „jüdische Staat“ existenziell bedroht sei. Mit diesem Argument sollte die israelische Regierung, die damals zögerte, einen weiteren Krieg zu beginnen, unter Druck gesetzt werden, um grünes Licht für einen Präventivschlag zu geben.

Die andere Front war eher visionär und beinhaltete das Lied „Yerushalayim Shel Zahav“ oder „Jerusalem of Gold“. Nur Neomi Shemer hätte dieses Lied schreiben können. Sie verstand es wie keine andere, auf dem Akkorden der nationalen Gefühle zu spielen, und tatsächlich wurde sie mit dieser Aufgabe betraut. Der damalige Bürgermeister Jerusalems war der ehrgeizige Teddy Kolek, der zweifellos schon auf den Geschmack gekommen war, die prächtige Altstadt von Jerusalem unter seiner Kontrolle zu haben. Er ließ das Lied nur wenige Wochen vor dem Krieg in Auftrag geben.

Mit ihrem Hintergrund, ihrer Fähigkeit, den Zionismus und seine Errungenschaften zu romantisieren, und ihren tiefen und persönlichen Verbindungen zu den Generälen der IDF, die nur darauf warteten, einen Krieg zu beginnen, war Neomi Shemer sicher, dass sie die Ware liefern würde. Und das tat sie auch.

Der neunzehnte Unabhängigkeitstag Israels fand am 9. Mai dieses Jahres statt. Die am Unabhängigkeitstag übliche Militärparade fiel bescheidener aus, da sich das Militär bereits auf den Krieg vorbereitete. Das Lied „Jerusalem of Gold“ wurde zum ersten Mal von Shuli Natan vorgetragen, einer jungen, bis dahin unbekannten Sängerin, die von Shemer persönlich ausgewählt worden war. Der Erfolg war verblüffend, und über Nacht wurde das Lied im ganzen Land gehört.

Der Tempelberg

Am 4. Juni, nach zwei stürmischen Treffen zwischen der Führungsspitze der IDF und Premierminister Levi Eschkol, wurde grünes Licht für einen Präventivschlag gegen Ägypten gegeben. Der Auftrag der Regierung lautete, nur Ägypten anzugreifen. Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass die Popularität des Liedes die Forderung der Bevölkerung nach der Einnahme der Altstadt von Jerusalem durch Israel verstärkt hatte. Das bedeutete, den Krieg an einer Ostfront zu eröffnen und Jordanien das gesamte Westjordanland abzunehmen. Die Generäle waren nur zu gern bereit, dies zu tun, und sie taten es auch, ohne auf die Zustimmung der Regierung zu warten.

Die Eroberung der Altstadt war umso dramatischer, als das Lied so populär geworden war, dass es ständig im israelischen Radio und in allen Haushalten gespielt wurde. Ich selbst erinnere mich an das Lied, das vor und während des Krieges gespielt wurde, als mein Vater Tage und Nächte im IDF-Hauptquartier und mein älterer Bruder, damals ein junger Offizier, an der ägyptischen Front verbrachte. Dann kam die berühmte Ankündigung von Oberst Mordechai Gur, dem Kommandeur der IDF-Fallschirmjägerbrigade, die die Altstadt einnahm:

„Ich bin kein religiöser Mensch, aber ich berühre die Steine der Kotel (der Westmauer), ich berühre die Steine der Kotel mit meinen bloßen Händen!“

Später rief Oberst Gur das aus, was zur ikonischsten Aussage des Krieges wurde: „Har Habayit Beydeynu!“ oder „Der Tempelberg ist in unseren Händen!“

Unmittelbar nach dem Krieg, als der östliche Teil Jerusalems einschließlich der Altstadt von der israelischen Armee erobert worden war, ging Neomi Shemer auf Tournee, um vor den siegreichen Truppen aufzutreten, die sich noch an der Front befanden. Zu diesem Zeitpunkt fügte sie die folgenden Zeilen zu dem Lied hinzu:

Wir sind zu den Wasserbrunnen zurückgekehrt
Zum Markt und dem Stadtplatz
Ein Schofar ruft auf dem Tempelberg
In der alten Stadt
Und noch einmal gehen wir hinunter zum Toten Meer
Auf dem Weg nach Jericho.

Kritik

Nach dem Krieg wurde das Lied kritisiert, weil es impliziert, dass es in der Altstadt keine Menschen gab, bevor Israel sie besetzt hatte. Doch so wie die Zionisten die Palästinenser 1948 nicht als Menschen sahen, sah Nemoni Shemer sie 1967 nicht. In einem Interview, das sie als Reaktion auf die Kritik gab, sagte sie: „Die Leute kritisieren mich, weil ich sage, dass niemand dort war, als die Stadt voller Araber war“, und fügte hinzu: „Das hat mich sehr wütend gemacht. Für mich ist ein Ort ohne Juden leer.“

Ein nationales Symbol

Man sagt, dass ein politischer Konflikt lösbar ist, aber wenn er religiös wird, ist er viel gefährlicher, weil jede Seite glaubt, dass Gott auf ihrer Seite ist. Im Fall von Jerusalem und insbesondere des Haram Al-Sharif ist das Gegenteil der Fall. Den Zionisten ist es gelungen, bei den nichtreligiösen Israelis die Sehnsucht nach einem „jüdischen“ Tempel zu wecken, der anstelle der glorreichen Al-Aqsa-Moschee und des Felsendoms errichtet werden soll, als nationales Ziel.

Es ist, als ob Israel erst dann vollständig wäre, wenn ein solcher Tempel – der Tempel König Davids – wieder anstelle der Al-Aqsa-Moschee stehen würde. Wenn ich an meine eigene Kindheit zurückdenke, kann ich mich an zahllose Volkslieder erinnern, in denen der Bau des Tempels erwähnt und als Sehnsucht, als nationales Streben aller Juden, religiöser und nicht-religiöser, wiederholt wird, einschließlich solcher wie mir, die völlig säkular erzogen wurden.

Schweigen kann eine gefährliche Sache sein

In einem hebräischen Video, das 2019 veröffentlicht wurde, spricht einer der beliebtesten israelischen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, Yehoram Ga’on, der als Sänger und Schauspieler Karriere gemacht hat, über diese Sehnsucht. Er spricht über die „Ungerechtigkeit“, dem jüdischen Volk den Zugang zum Tempelberg, „dem heiligsten Ort der Juden“, zu verwehren. In diesem Video bezieht er sich speziell auf die Tatsache, dass der Tempelberg am „Jerusalem-Tag“ in diesem Jahr für Juden geschlossen sein wird, weil er auf den letzten Tag des muslimischen heiligen Monats Ramadan fällt.

Ga’on sagt, dass die Regierung – oder das „Königreich“, wie er es nennt – die „Ruhe“ dem Zugang der Juden zu dem, was ihnen rechtmäßig zusteht, vorzieht. „Dies ist ein K.O.-Sieg [des] islamischen Kalenders über den jüdischen Kalender“, sagt er und meint damit, dass wir um der „Ruhe“ willen kapituliert haben, weil die Daten ihres Feiertags mit unserem kollidierten. Er erklärte:

„Das Königreich will nicht die Armee, die Polizei und die Grenzpolizei mobilisieren, um sich einer Menschenmenge entgegenzustellen, die ruft ‚Mit Blut und Geist werden wir Palästina befreien‘, weil das Königreich Ruhe haben will.
Alles, worum wir gebeten haben, ist, dass auch wir den Berg betreten dürfen – ist das zu viel verlangt?“

Ga’on fuhr fort, dass dieser Wunsch nach Ruhe bedeutet, dass die Juden nachgeben und auf ihre eigenen Rechte, ihren Glauben, ihre Existenz verzichten müssen, und dass dies eine Entweihung des Gedenkens an diejenigen ist, die ihr Leben im Kampf gegeben haben. Das Video ist gespickt mit Ausschnitten palästinensischer „Gewalt“, was der Annahme von „Ruhe“ widerspricht, und suggeriert, dass Israel trotz dieser ungeheuerlichen Ungerechtigkeit gegenüber den Juden nicht die Ruhe hat, die es sich wünscht, weil die Araber mit Gewalt immer mehr fordern.

Die Unschuld seiner Behauptung könnte einen glauben machen, dass es tatsächlich die jüdischen Israelis sind, die unter Besatzung leben; dass den jüdischen Israelis Rechte verweigert werden; dass sie diejenigen sind, die in einem unterdrückerischen Apartheidregime, das sie loswerden will, ums Überleben kämpfen. Wenn man seiner Argumentation – seiner ruhigen, vernünftigen Stimme – zuhört, könnte man fast überzeugt sein, dass den Juden in Jerusalem ein schreckliches Unrecht angetan wurde.

Die Fähigkeit, bei jedem Argument den Kontext auszublenden, ist eine Taktik, die zionistische Propagandisten seit vielen Jahrzehnten anwenden. Sie beschönigen fast ein ganzes Jahrhundert ethnischer Säuberungen, Gewalt, rassistischer Politik, eines Apartheidregimes und konzertierter Bemühungen, Palästina von seinem Volk und seinen Wahrzeichen zu befreien.

Fünfzehnhundert Jahre Geschichte, fünfzehnhundert Jahre Gottesdienst und die Erhaltung eines der wunderbarsten Bauwerke, die die Menschheit kennt, sind in den Augen der Zionisten bedeutungslos. Die Al-Aqsa und die sie umgebenden Bauwerke sind zum Beispiel älter und in vielerlei Hinsicht schöner und sicherlich bedeutender als das Taj Mahal. Stellen Sie sich nun vor, jemand kommt und behauptet, das Taj Mahal stehe auf einem alten Tempel und müsse zerstört werden.

Ob es sich um Neomi Shemer oder Yehoram Ga’on handelt, die beide zionistische Kulturikonen sind, die Botschaft ist dieselbe: Nur Juden zählen. Wenn wir uns die kurze Geschichte Israels ansehen, können wir deutlich erkennen, dass die Rolle der zionistischen Eiferer bei der Verwirklichung der zionistischen Ziele stets von entscheidender Bedeutung war. Ohne die Eiferer, die fanatischen zionistischen Siedler, gäbe es keinen zionistischen Staat, keine Siedlungen im Westjordanland und keinen Staat Israel. Die zionistische Bewegung war immer einen Schritt voraus, indem sie die fanatischen Siedler indoktrinierte, unterstützte und finanzierte, die dann die Dinge selbst in die Hand nahmen und vor Ort Fakten schufen.

Sollte die Al-Aqsa-Moschee zerstört werden, wird das Streichholz von einem fanatischen Siedler angezündet werden, aber es sind Jahrzehnte zionistischer Indoktrination und israelischer Politik, die für die Zerstörung verantwortlich sein werden. Und dem Rest der Welt wird nichts anderes übrig bleiben, als beschämt auf die Asche zu schauen.

Miko Peled ist MintPress News-Mitarbeiter, Autor und Menschenrechtsaktivist, geboren in Jerusalem. Seine neuesten Bücher sind „The General’s Son. Journey of an Israeli in Palestine“ und „Injustice, the Story of the Holy Land Foundation Five“.

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