Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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Kategorie: Nachrichten

Kategorie: Nachrichten

Ungarn lehnen Gender-Ideologie massiv ab

Die Ungarn lehnen die Gender-Ideologie weiterhin ab: Laut einer Meinungsumfrage des ungarischen Zentrums für Grundrechte ist der Anteil derjenigen, die die Schaffung der natürlichen Geschlechter befürworten, sogar gestiegen. Mehr als zwei Drittel der Befragten, nämlich 71 Prozent, sind der Meinung, dass es eine natürliche Eigenschaft des Menschen ist, männlich oder weiblich zu sein; vor vier Monaten waren es noch 69 Prozent.

 

Eine große Mehrheit der ungarischen Gesellschaft lehnt die Infragestellung des biologischen Geschlechts ab. Immer mehr Ungarn glauben, dass das Geschlecht bei der Geburt ein angeborenes Merkmal des Menschen ist. Während zuvor 69 Prozent der Bevölkerung im wahlberechtigten Alter diese Ansicht vertraten, waren es in der August-Umfrage 71 Prozent. Auch der Anteil derjenigen, die glauben, dass es nur eine Frage der individuellen Entscheidung ist, weiblich oder männlich zu sein, ist gesunken. Während im April 22 Prozent der Meinung waren, das Geschlecht sei ein soziales Konstrukt, waren es im August nur noch 17 Prozent.

Die landesweit repräsentative Umfrage ergab auch, dass mehr als zwei Drittel (68 %) der erwachsenen Bevölkerung glauben, dass es nur zwei Geschlechter gibt, nämlich weiblich und männlich (im Vergleich zu „nur“ 66 % im April). Jetzt glauben 22 Prozent der Befragten, dass es mehr als zwei Geschlechter gibt, während es im Frühjahr noch fast ein Viertel der Befragten war. Dies bedeutet, dass der Anteil der Menschen, die das traditionelle Geschlecht von Mann und Frau in Frage stellen, gesunken ist.

Während die Gender-Ideologie abgelehnt wird, ist die Position zum Kinderschutz noch deutlicher.

Im Vergleich zum April ist die Zahl derjenigen, die nichtkonforme Operationen bei Minderjährigen nicht zulassen würden, weiter gestiegen. Neun von zehn Personen sind der Meinung, dass diese Eingriffe nicht an Minderjährigen vorgenommen werden sollten, und nur drei Prozent der Ungarn sind gegenteiliger Meinung.

Insgesamt lehnen weit über zwei Drittel der Ungarn die Gender-Ideologie ab, während gleichzeitig die Zahl derer wächst, die das geschaffene Geschlecht und dessen Unveränderlichkeit befürworten. Es ist auch zu erkennen, dass der Anteil der Ungarn, die mit Kinderschutzmaßnahmen einverstanden sind, zunimmt. Die Kräfte des gesunden Menschenverstands gewinnen daher in Ungarn an gesellschaftlicher Unterstützung.

Quelle: Magyar Nemzet


Wo werden Journalisten umgebracht?

Von Dr. Matevž Tomšič

 

Der Bericht der unabhängigen Untersuchungskommission zum Mord an der maltesischen Journalistin Daphne Caruana Galizia wurde kürzlich veröffentlicht. Wir erinnern uns, dass sie 2017 bei einer Autobombenexplosion in der Nähe ihres Hauses getötet wurde. Schon bald gab es Hinweise darauf, dass Personen, die der damaligen sozialistischen Regierung unter Joseph Muscat nahe standen, in den Mord verwickelt waren. Nun aber stellt dieser Bericht eindeutig fest, dass die maltesische Regierung (mit-)verantwortlich ist für den Tod einer Journalistin, die über Korruptionsgeschäfte recherchierte, in die angeblich hochrangige Regierungsbeamte verwickelt waren, weil sie sie nicht ausreichend vor der drohenden Gefahr geschützt hat.

Es wird interessant sein zu sehen, ob diese Ergebnisse Reaktionen seitens der europäischen politischen Strukturen hervorrufen werden, da sie auf eine sehr besorgniserregende Situation in diesem Inselstaat im Mittelmeer hinweisen – sowohl in Bezug auf die Medienfreiheit als auch auf die Rechtsstaatlichkeit. Dies sind zwei Bereiche, die von den Institutionen der Europäischen Union (zu Recht) als besonders sensibel und wichtig für das Funktionieren der Demokratie hervorgehoben werden. Und die Fraktion der Sozialdemokratischen Partei Europas, der die maltesische Regierungspartei angehört, will unbedingt mit dem Finger auf die angeblichen Verstöße zeigen, die in einigen europäischen Ländern stattfinden – natürlich in den Ländern, in denen die Rechten an der Macht sind. Und sie ziehen in der Regel auch die Aufmerksamkeit der Verantwortlichen in den europäischen Institutionen auf sich. Aber wie wird zum Beispiel Tanja Fajon, die Vorsitzende der Sozialdemokraten und Europaabgeordnete, reagieren, nachdem die Unregelmäßigkeiten ihrer politischen Weggefährten aufgedeckt worden sind?

Seit mehreren Jahren stellt sie Polen und Ungarn „an den Pranger“ und sagt, dass die dortigen Behörden die Justiz unterdrücken, ihre eigenen Leute in allen Schlüsselpositionen der öffentlichen Einrichtungen einsetzen, die Staatsgeschäfte für ihre eigenen Anhänger erleichtern – und natürlich die Freiheit der Medien einschränken. Seit dem Amtsantritt der Regierung von Ministerpräsident Janez Janša im vergangenen Jahr versucht auch Slowenien, sich dieser Gruppe anzuschließen, wobei Janšas innenpolitische Gegner eine wichtige Rolle spielen. Tatsache ist jedoch, dass in keinem der „inkriminierten“ Länder ein Journalist ermordet wurde. Es hat auch keine ernsthaften physischen Angriffe durch Personen gegeben, die mit den derzeitigen Behörden in Verbindung stehen. In Slowenien werden solche Anschläge in der Regel von Gegnern der Janša-Regierung verübt. Unterdessen können verschiedene linke Journalisten und Meinungsführer, die ständig erklären, wie bedroht sie sind, nicht schlüssig beweisen, was ihnen konkret „Schreckliches“ widerfahren ist. Das Beste, was sie vorweisen können, sind die verschiedenen beleidigenden Schriften der regierenden Politiker und ihrer Unterstützer. Aber das ist keineswegs das Schlimmste, was einem Menschen passieren kann. Fast jeder, der sich in der Öffentlichkeit äußert, ist von Zeit zu Zeit solchen „Angriffen“ ausgesetzt.

Werden sich Timmermans und in’t Veld mit der ernsten Lage in ihrem Land befassen?

Angriffe auf Journalisten und andere Medienschaffende finden jedoch auch in Westeuropa, in den so genannten „Kern“-Mitgliedstaaten der Europäischen Union, statt. So wurde beispielsweise der bekannte Enthüllungsjournalist Peter de Vries, der wie Caruana Galizia über Kriminalität und Korruption berichtet hatte, kürzlich in den Niederlanden ermordet. Und die eigentliche Ironie ist, dass dies in einem Land geschah, dessen Politiker sehr gerne auf die problematische Lage der Medien in anderen Ländern hinweisen. Was haben der Vizepräsident der Europäischen Kommission, Frans Timmermans, oder die Europaabgeordnete Sophie in ‚t Veld dazu zu sagen? Wird sie eine ihrer Sitzungen im Rechtsstaatlichkeitsausschuss der Situation in ihrem eigenen Land widmen (so wie sie sich mit der Mediensituation in Slowenien befasst hat)?

Sophie in’t Veld · Bildquelle: Demokracija

Es liegt auf der Hand, dass Journalisten in Ländern, in denen „fortschrittliche“ politische Kräfte an der Macht sind, nicht sicherer sind als im „rückständigen“ Mitteleuropa. Es wäre angebracht, die Situation in verschiedenen Gebieten mit demselben „Maßstab“ zu beurteilen, insbesondere dort, wo es ernsthafte Probleme oder sogar Bedrohungen für die demokratische Ordnung gibt.

Dr. Matevž Tomšič ist Soziologe, Professor an der slowenischen Fakultät für angewandte Sozialstudien und Präsident des Verbands der Journalisten und Publizisten.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei DEMOKRACIJA, userem Partner in der EUROPÄISCHEN MEDIENKOOPERATION.

Auf der Suche nach der Herdenimmunität außerhalb der Impfung: Island, Großbritannien, Spanien

In Island, einem Land, in dem 93 % der Bevölkerung über 16 Jahren geimpft sind, hat der leitende Epidemiologe der impfwilligen Öffentlichkeit einen Strich durch die Rechnung gemacht. Angesichts der Ausbreitung der Delta-Variante, die nach Ansicht vieler Wissenschaftler zwar ansteckender, aber weniger gefährlich ist, erklärte Þórólfur Guðnason in einem Radiointerview am Sonntag, den 8. August: „Eine kollektive Immunität durch eine allgemeine Impfung ist nicht zu erreichen“, bevor er hinzufügte, dass „die Menschen die Möglichkeit haben sollten, sich auf natürliche Weise zu kontaminieren, um schließlich eine kollektive Immunität zu erreichen“.

Diese Aussage deckt sich mit der von Professor Sir Andrew Pollard, Direktor der Oxford Vaccine Group. Ihm zufolge, über den The Guardian am Dienstag, den 10. August, berichtete, ist eine „Herdenimmunität mit der Delta-Variante nicht möglich“. Dem Spezialisten zufolge wird diese Variante immer geimpfte Menschen infizieren, „und wir haben nichts, was diese Übertragung vollständig verhindern könnte“.

In Spanien wurde die gleiche Beobachtung über die Grenzen der Impfung gemacht:

„Es könnte notwendig sein, das Ziel der Herdenimmunität [durch Impfung] in Frage zu stellen, denn im Gegensatz zu anderen Epidemien setzt sich die Covid-Epidemie aus vielen Varianten zusammen, und die Unvollkommenheit der schnell entwickelten Impfstoffe macht es schwierig, eine Herdenimmunität zu erreichen“.

Parallel zu diesen Erkenntnissen, die die Todesglocke für die Impfung als einziges Mittel gegen Covid läuten, stellt eine am 30. Juli dieses Jahres in der Zeitschrift Nature veröffentlichte Studie die Massenimpfung bei Epidemien in Frage. Die Studie wurde von einem multidisziplinären und internationalen Forscherteam unter der Leitung von Prof. Dermitzakis, einem Genetiker der Universität Genf, durchgeführt. Dermitzakis, ein international renommierter griechischer Genetiker und Direktor des Genome Health 2030 Centre an der Universität Genf, Schweiz. Die Forscher weisen darauf hin, dass derzeit weltweit „Impfstoffe als die beste verfügbare Lösung zur Kontrolle der anhaltenden SARS-CoV-2-Pandemie angesehen werden“. Doch diese Lösung könnte gefährlich sein:

„Das Auftreten von impfstoffresistenten Stämmen könnte jedoch zu schnell erfolgen, als dass die Impfungen die gesundheitlichen, wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Pandemie abmildern könnten“, erklären sie. Die weltweit niedrige Produktions- und Verabreichungsrate von Impfstoffen in Verbindung mit dem Auftreten und der immer schnelleren Ausbreitung neuer Stämme mit einem gewissen Grad an Impfstoffresistenz gibt Anlass zur Sorge. Besonders besorgniserregend ist die Frage, was mit der Kombination von Impfungen bei hohen Übertragungsraten des Virus geschieht und ob dies zu einer Selektion führen kann, die die Ausbreitung der impfstoffresistentesten Varianten des Virus in der geimpften Bevölkerung begünstigt.

Dies bedeutet die reale Möglichkeit der Selektion einer impfstoffresistenten Variante gerade wegen der Massenimpfungen in einer Zeit hoher Viruszirkulation. Diese alarmierende Hypothese wird schon seit einiger Zeit von verschiedenen Wissenschaftlern aufgestellt, aber von den zuständigen Ärzten ständig ignoriert. Die Studie der Forscher kommt zu diesen Schlussfolgerungen:

„Eine hohe Zahl von Geimpften verschafft der resistenten Variante einen Selektionsvorteil gegenüber dem ursprünglichen Virus. Gerade wegen der hohen Zahl der Geimpften verdrängt die Variante das ursprüngliche Virus und setzt sich in der Bevölkerung erst in der letzten Phase der Impfkampagne durch, wenn mehr Geimpfte geimpft werden. Je mehr Menschen geimpft werden, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich die impfstoffresistente Variante durchsetzt.“

Quelle: MPI


Uni-Klima: Wie in der DDR, nur mit Bananen

Uni-Klima: Wie in der DDR, nur mit Bananen

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von Prof. Dr. Walter Krämer

Fakultät für Statistik

Technische Universität Dortmund

Ein befreundeter Ex-Professor einer ostdeutschen Universität schreibt mir: „In der vergangenen Woche traf ich einige meiner alten Bekannten. Mehrfach hörte ich den Satz: ‚Jetzt haben wir wieder die DDR, nur mit Bananen‘ …“

Wie war das intellektuelle Klima an den Hochschulen der DDR? Für einen ersten Eindruck empfehle ich mal, bei einer Sitzung einer Berufungskommission gewisser geisteswissenschaftlicher Fakultäten Mäuschen zu spielen. Da sind die Deja-vu-Erlebnisse am stärksten. Aber auch in anderen Fächern wird es zusehends opportuner, die eigene Meinung zu verbergen, sich an ein ideologisch gesteuertes Meinungsklima anzupassen und bei Maßnahmen mitzumachen, die man zwar missbilligt, gegen die man sich aber nicht zu protestieren traut.

Vergleichbar einem multimorbiden Patienten sind die deutschen Universitäten dabei mehreren Treibern des aktuellen Siechtums ausgesetzt. Einer ist die bedingungslose Unterwerfung unter das Bologna-Diktat der Wissenschaftsministerien. Damit wurde den deutschen Universitäten sozusagen das Rückgrat gebrochen. Wie kann man nur eine weltweit anerkannte, Milliarden Euro teure Marke wie den deutschen Diplomingenieur gegen billige US-amerikanische Mickey-Maus-Grade wie Bachelor und Master tauschen, von den sonstigen studentenfeindlichen Umstrukturierungen völlig abgesehen?

Die Ingenieurfakultäten schäumten, aber hielten ihren Mund oder protestierten – von einigen Ausnahmen wie immer abgesehen – nur verbal. An meiner eigenen Fakultät, der einzigen für Statistik im ganzen deutschen Sprachgebiet, hatten wir einen extrem erfolgreichen Studiengang etabliert, Arbeitslosenquote 0,0 Prozent, der wurde durch einen simplen Ministererlass einfach ausradiert. Außer dass der Schreiber dieser Zeilen vor laufender WDR-Kamera ein Bachelor-Zeugnis verbrannte, blieb der Protest dagegen eher moderat.

Argumente pauschal als „wenig hilfreich“ abtun

Dann kam die Bundeskanzlerin und klassifizierte eine durchaus diskussionswürdige These des damaligen Bundesbankvorstands Thilo Sarrazin zur deutschen Bevölkerungspolitik als „wenig hilfreich“, nur um im gleichen Atemzug zuzugeben, sie hätte das Buch noch nicht gelesen. Damit wurde allen Ideologen quasi ein Freibrief ausgestellt, missliebige Meinungen auch ohne ein Eingehen auf Argumente pauschal als „wenig hilfreich“ einfach abzutun. Was dann auch in großem Maßstab geschah. Gibt es irgendeine deutsche Universität, wo seitdem nicht missliebige Referenten auf Betreiben wichtiger akademischer Leistungsträger wie des Allgemeinen Studentenausschusses oder der Gleichstellungsbeauftragten wieder ausgeladen, Gastvorträge abgesagt oder Vorlesungen störungshalber abgebrochen wurden? Nicht wegen Mängeln in der wissenschaftlichen Substanz, sondern weil gewissen Ideologen etwas an den Thesen nicht gefiel. Eben nicht hilfreich.

Wie die Dominosteine fielen die für akademische Standards verantwortlichen Universitätsverwaltungen und Rektorate dabei reihenweise um. Noch Anfang der 1970er führte die wiederholte Störung einer Vorlesung des liberalen Marktwirtschaftlers Wolfram Engels an der Uni Frankfurt dazu, dass alle Professoren der Wirtschaftsfakultät mit Rückendeckung des Rektorats für zwei Wochen ihre Vorlesungen einstellten. Dann war Ruhe; hätte nochmals ein Randalierer die Engels-Vorlesungen gestört, wäre er von der großen Mehrheit der lernwilligen Studenten windelweich geprügelt worden.

Heute dagegen knickt das Rektorat der Uni Hamburg rückgratlos vor einer kleinen Gruppe gewaltbereiter Chaoten ein, die den Euro-Kritiker Bernd Lucke an seinen Vorlesungen zu hindern suchen. Statt sie einfach aus der Uni rauszuwerfen, wie es sich für Gegner des freien Meinungsaustausches gehört, wurde mit ihnen wie von gleich zu gleich verhandelt und wachsweich nach Kompromissen gesucht. „Nachdem ich 90 Minuten lang als Nazi-Schwein beschimpft worden (bin) und jeder Versuch, zu Wort zu kommen, niedergebrüllt wurde,“ schreibt mir Bernd Lucke, „veröffentlichten der Präsident und die Senatorin eine Pressemitteilung, in der es hieß, dass Universitäten ‚diskursive Auseinandersetzungen‘ über kontroverse Standpunkte aushalten müssten. Der Präsident hat es auch abgelehnt, nach dem Vorfall, was nur er hätte tun können, Anzeige wegen Hausfriedensbruchs zu stellen.“

Respekt vor der freien Rede erwarten

Und so blühen allenthalben in der deutschen Hochschullandschaft „diskursive Auseinandersetzungen“ aller Art, ungestört von feigen Rektoraten, die das Wort Zivilcourage noch nichtmal aus dem Lexikon zu kennen scheinen. Wo bleibt die deutsche Universität, die so handelt wie die University of Chicago in den USA (an die keine einzige deutsche Universität hinsichtlich Qualität der Forschung und Lehre auch nur entfernt heranreicht), die potenzielle Studienanfänger in einem Rundbrief wissen lässt, dass sie von allen Universitätsmitgliedern den Respekt vor der freien Rede und Toleranz gegenüber Andersdenkenden erwartet und allen Studierwilligen, die eine Karriere als Betroffenheitskasper anstreben, dringend empfiehlt, eine andere Lehranstalt zu suchen?

Hierzulande werden Hochschulangehörige, die sich bei jeder ihnen nicht passenden Meinungsäußerung persönlich beleidigt fühlen, fast schon hofiert. „Im Herbst 2017 habe ich eine Ringvorlesung organisiert und einen Referenten eingeladen, der zum Thema Freiheit und Selbstbestimmung im Islam gesprochen hat“, sagt die Integrationsforscherin Sandra Kostner, die Gründerin des Netzwerks Wissenschaftsfreiheit, in einem Interview auf der Netzplattform Faust Kultur.

„Und er hat an einer Stelle natürlich auch über das Kopftuch gesprochen. Er sprach dann erst mal darüber, wie sich das mit dem Kopftuch entwickelt hat, von der Zeit vor Mohammed, während der Zeit Mohammeds und eben bis heute und sagte dann noch drei Sätze, und ein Satz hat sich relativ gut eingebrannt: Wenn eine erwachsene Frau freiwillig das Kopftuch trägt, muss man das natürlich akzeptieren. Sie soll sich aber dann immer bewusst sein, dass sie damit auch das Patriarchat auf der Schulter trägt. Und er finde das bei Lehrerinnen aufgrund der staatlichen Neutralität nicht akzeptabel. Daraufhin stand eine Kopftuch tragende Studentin auf und verließ aus Protest den Raum. Es war natürlich ihr Recht, aber nicht besonders reif, und es war schade. Sie kam vier Wochen später zu mir. Ich kannte sie bis dahin gar nicht. Es war eine hochschulöffentliche Veranstaltung. Sie teilte mir mit, dass sie Strafanzeige wegen Volksverhetzung gegen den Referenten gestellt hätte.“

Vermutlich ist die Sache dann im Sand verlaufen. Aber wie kann man überhaupt nur auf diese Idee verfallen? Ich selbst hatte einmal an meinem schwarzen Brett an der TU Dortmund eine Aussage des Kollegen Olaf Henkel zum Thema Islam und Demokratie plakatiert: „Kein einziges der 52 islamisch regierten Länder dieser Welt ist eine Demokratie. Zufall?“ An diesem Beispiel wird auch jedem Laien sofort – wie vom Aushänger dieses Spruches intendiert – das Prinzip eines statistischen Signifikanztests klar. Natürlich haben muslimische Studenten die Entfernung dieses Zitats verlangt. Krämer ignoriert das, aber die Unileitung nicht – mit dem Vorwand, das schwarze Brett im Flur behindere die Feuerwehr, wurde dieses in eine dunkle Ecke verbannt. Da hängt der Aushang immer noch, aber keiner liest ihn mehr.

Angst vor den Kettenhunden des korrekten Denkens

In einem weiteren Aushang hatte ich den inzwischen verstorbenen Linkskomiker und Liebhaber kubanischer Zigarren Wiglaf Droste mit dem Hitler-Spruch zitiert: „Der Nationalsozialismus hätte in Deutschland niemals siegen können, hätte ich nicht das Rauchen aufgegeben.“ Bekanntlich waren Churchill, Stalin und Roosevelt lebenslange Kettenraucher. Gedacht war dieser Spruch als Appell zum Nachdenken, was die Wahrheit einer Aussage mit dem Menschen zu tun hat, der diese Aussage tätigt. Immerhin ist ein ja guter Teil der gesundheitspolitischen Positionen der Grünen von den Nazis abgeschrieben. Kam aber leider nicht so an. Und natürlich ging die linke Presse sofort auf die Beschwerden der Studenten ein. „Menschenverachtung“ war noch das mindeste, was ich mir zu meinem Aushang anhören musste.

In einem gut funktionierenden Hochschulsystem würden dergleichen Beschwerdeführer umgehend zu einem Besuch bei einem Psychiater ihres Vertrauens eingeladen. Aber das deutsche System funktioniert eben nicht gut. Auch die Spitzenorganisation der deutschen Wissenschaft, die Deutsche Forschungsgemeinschaft, liefert hier ein schlechtes Bild. Allein weil einige aufgeregte Ideologen dagegen protestieren, wird ein Video des bekannten Kabarettisten Dieter Nuhr von der DFG-Netzseite entfernt. An der Peinlichkeit dieses Verhaltens ändert auch die auf Druck empörter Wissenschaftler (ja, die gibt es noch) erfolgte Wiederaufnahme des Videos nicht viel.

Das ist aber nur der sichtbare Teil der intellektuellen Repression. Wie viele Vorträge werden überhaupt nicht erst angekündigt, wie viele wissenschaftliche Arbeiten, wie viele Bücher nicht geschrieben, wie viele Fragen überhaupt nicht erst gestellt, weil man Angst vor den Kettenhunden des korrekten Denkens hat? Ein Kollege von mir hatte keine Angst und verglich einmal die Intelligenz von Zuwanderern mit der von Eingesessenen auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Die Daten wurden sorgfältig erhoben und auch nicht ansatzweise mit Bedacht so ausgesucht, dass am Schluss ein vorab festgelegtes Ergebnis herauskommt, der benutzte Test ist Standard in vergleichbaren Fragestellungen und gilt zumindest als diskussionswürdiger Versuch zur kulturunabhängigen Quantifizierung des notorisch schlüpfrigen Begriffs der Intelligenz. Das Ergebnis: Migranten sind im Durchschnitt weniger intelligent.

Es folgte der voraussehbare Pawlowsche Reflex, inklusive wüster persönlicher Beschimpfungen, einer gut vernetzten, faktenresistenten Ideologenfront. Aber wenn es denn so ist, wie diese Studie in Bestätigung einer Reihe anderer konstatiert, dass die Migration nach Deutschland gewisse Intelligenzindikatoren im Durchschnitt eher senkt statt hebt, dann ist es eben so. In Kanada dagegen, wo man schon lange eine aktive Migrationspolitik betreibt, sind die Migranten und deren Kinder im Durchschnitt klüger als die Einheimischen (gemessen an diversen Tests), sie drücken den Durchschnitt nach oben. In Deutschland drücken Migranten den Durchschnitt nach unten.

Wären die Ergebnisse der Studie andere gewesen, hätte man sie sicher in den aktuellen Kritikerkreisen hoch gelobt. Zum Glück hatte der Autor schon eine akademische Dauerstelle. Sonst hätte er in Deutschland nie eine bekommen.

Mediengestützte Unterdrückung missliebiger Meinungen

Die dritte Zutat der grassierenden intellektuellen Partiallähmung des deutschen Universitätssystems ist der Würgegriff gewisser Medien. Auch in anderen Ländern sind diese vor allem an Sensationen und Dramatik interessiert. Das liegt in der Natur der Sache und soll überhaupt kein Vorwurf sein. Auch dass Unileitungen und die Vergeber von Fördermitteln zusehends darauf achten, dass die in ihrem Einflussbereich stattfindende oder von ihnen finanzierte Forschung eine gute Presse hat, ist ein – leider – internationales Phänomen. Aber fast nur in Deutschland werden die Dramen und Sensationen sorgfältig nach gewissen Kriterien vorsortiert (von offen totalitären Systemen wie Russland oder Nordkorea natürlich abgesehen) und haben viele Medien einen derart ideologisch vorgeprägten Drall.

Da aber auch Wissenschaftler das stramm linksgestrickte Denkmuster in deutschen Journalistenköpfen kennen, wird man sich hüten, mit irgendetwas in die öffentliche Diskussion zu treten, was dort zu Kommentaren wie „rechts“ oder sogar „Nazi“ führen könnte. Der Schreiber dieser Zeilen kann sich das erlauben, er bewirbt sich nicht mehr auf Professuren und hat bereits genug Preise und Auszeichnungen erhalten, aber ein Wissenschaftler am Anfang einer Laufbahn eben nicht. Die Ethnologin Susanne Schröter von der Frankfurter Goethe-Universität hatte einmal eine Konferenz zum islamischen Kopftuch veranstaltet, mit Befürwortern wie Gegnern. Danach ist es nach ihren eigenen Angaben für sie erheblich schwieriger geworden, an Drittmittel heranzukommen. Sie hätte halt nur Befürworter einladen dürfen …

Da kann man nur hoffen, dass solche Beschimpfungen wegen ihres inflationären Vorkommens nicht mehr wahrgenommen oder bei noch selbst denkenden Zeitgenossen sogar als Kompliment gewertet werden.

Selbst in vielen naturwissenschaftlichen Fakultäten hat diese mediengestützte Unterdrückung missliebiger Meinungen und Fakten inzwischen beängstigende Formen angenommen. So müssen sich etwa Biologen heute öffentliche Anfeindungen gefallen lassen, wenn sie sich erlauben, die wissenschaftlich bestens fundierte These zu vertreten, dass es eben zwei Geschlechter gibt: XX und XY. Dass es daneben, wenn auch sehr selten, intersexuelle Menschen gibt, ist so normal wie dass es weiße Kaninchen mit blauen Augen gibt. Aber das darf man an vielen Deutschen Universitäten nicht mehr sagen, sonst ist man ein Rechter oder ein Rassist. „Auf diese Art und Weise wird das Forschungsklima an den Universitäten vergiftet. In den betroffenen Fachbereichen haben dann Studierende, aber auch Wissenschaftler, Angst, ihre Meinungen frei zu äußern, weil sie denken, es kann gefährlich für ihre Karriere sein,“ sagt Sandra Kostner.

Abgrundtiefe Feigheit

Ihre wahre Wiederauferstehung erlebt die Stasi-Kultur an deutschen Universitäten aber mit der reihenweisen Verabschiedung von Vorschriften, welcher Ausdrucksweise man sich im Verkehr mit anderen Forschern zu bedienen habe. Ich spreche natürlich von den teils aberwitzigen Verrenkungen der deutschen Sprache, die Akademikern heute zugemutet werden, um die verbale Gleichbehandlung aller Geschlechter zu garantieren. Aus Angst vor schlechter Presse stimmt dann auch ein ausgewiesener Wirtschafts- oder Physikprofessor im erweiterten Senat seiner Universität mit „ja“, wenn ein politisch korrekt erzogener Antragsteller fordert, alle Hochschullehrer der Universität in deren Grundordnung mit „Professorin“ anzureden.

Dass das generische Maskulinum für ihn ein Fremdwort ist, dass er nicht weiß, dass selbst die notorische Seenotrettungsfrau Carola Rackete großen Wert darauf legt, ein Kapitän zu sein, das alles kann man noch verzeihen. Aber nicht zu verzeihen ist die abgrundtiefe Feigheit, die sich darin offenbart. Und so kommt es dann, dass die deutsche Sprache an deutschen Universitäten zu einem hirnlosen Gestammel verkommt, das man auch noch gut finden muss. Wer sich heute auf einen Lehrstuhl bewirbt oder auch nur vermeiden will, von der kleinen, aber tonangebenden Genderlobby seiner Fakultät gemobbt zu werden, tut gut daran, einen tiefen Knicks vor dem Gesslerhut dieses politisch korrekten Gesinnungssprechs zu tun: „In der vergangenen Woche war ich in x und traf einige meiner alten Bekannten“, schreibt mir ein befreundeter Ex-Professor einer ostdeutschen Universität. „Mehrfach hörte ich den Satz: ‚Jetzt haben wir wieder die DDR, nur mit Bananen‘ …“

Eine fast schon zirkusreife Gendernummer hat sich die Fernuni Hagen mit einem öffentlich zugänglichen Video gegönnt:

Ab der Stelle 8:35 heißt es dort: „Haltet endlich eure weißen Münder und lasst uns die Agenda setzen.“ Diese bemerkenswerte Aussage hat sich ein Bekannter von mir im Akademischen Senat zu zitieren erlaubt („Reaktion: betretenes, sekundenlanges Stillschweigen des ganzen Senatssaales“). Als er dann das Rektorat um eine Erklärung bat, was das mit „Diversität“ zu tun hätte, wenn die Ausübung akademischer Rechte an die Hautfarbe geknüpft werden soll, erfolgte ein „peinliches Herumeiern“ nach dem Motto „nicht rassistisch gemeint“.

Eine ganze Kulturnation zum Affen machen

Das gleiche Rektorat hätte vermutlich geschäumt, hätte der Pächter der Unimensa ein Zigeunerschnitzel angeboten. Ein absoluter Karrierekiller ist deshalb auch die Unterstützung eines Aufrufs gegen Exzesse der Gendersprache, wie ich ihn vor einigen Monaten als Reaktion auf die Abschaffung des generischen Maskulinums durch die Dudenredaktion initiiert hatte. Ein mir bekannter Nachwuchswissenschaftler aus einer geisteswissenschaftlichen Fakultät hatte trotzdem unterschrieben, worauf ihm bedeutet wurde, dass es nun wohl mit seiner Verbeamtung nichts mehr werden würde.

Daran erkennt man am besten ein verrottetes akademisches System: Dass zu selbstverständlichen Dingen wie der öffentlichen Unterstützung eines seriösen Aufrufs so etwas wie Mut gehört. Zusammen mit 40 Kollegen habe ich kürzlich mit einem Video die Künstleraktion #allesdichtmachen unterstützt. „Gerade sah ich Ihr mutiges Statement auf youtube, bravo!“ schreibt mir ein Kollege (was den Mut betreffend nicht zutrifft, mir kann keiner mehr was wollen), zugleich um Nachsicht bittend, dass er es mir nicht gleichtue. „Es ist nicht opportun, das als noch aktiver Kollege zu sagen.“ – „Ich bewundere Ihre Standhaftigkeit in puncto deutsche Sprache, aber auch anderen politischen Themen und würde es Ihnen sehr gerne gleichtun“, schreibt mir ein anderer. „Ich selber strebe eine Professur im Fach x an und selbst hier, im wahrscheinlich am wenigsten politisch aufgeladenen Fach, würde eine öffentlich geäußerte ‚abweichende‘ Meinung zu den üblichen Themen mit großer Sicherheit zum Ende der wissenschaftlichen Karriere führen (zumindest in Deutschland). Ich sehe für mich deshalb leider momentan keinen anderen Weg, als bis zur Verbeamtung die Faust in der Tasche zu machen.“

So ballen tausende deutscher Hochschullehrer ihre Faust nur im Geheimen, so dass niemand sie als Ideologieschädling erkennt. Es werden auch täglich mehr, aber zugrundegehen werden die aktuellen Stasistrukturen an deutschen Universitäten vermutlich nicht an aktivem Widerstand, sondern so wie die DDR an der intrinsischen Idiotie ihrer eigenen Konstruktion. Die Widersprüche, Inkonsistenzen und Effizienzverluste der Gedankenkontrolle übersteigen irgendwann die Deutungsmacht der Kontrolleure. Wenn eines Tages der letzte Hausmeister sich weigert, auf allen Gängen des Instituts zum dritten Mal im Jahr die Klotürschilder auszuwechseln, fällt das Kartenhaus der Neue-Welt-Konstrukteure zusammen. Wäre das nicht ein passendes Dissertationsthema in Kulturanthropologie im Jahr 2221, zweihundert Jahre weg von hier, wenn man über die aktuellen Verirrungen vielleicht nur noch lachen wird (auch wenn deren Aufarbeitung mehrere Jahre Sozialprodukt gekostet hat): „Untersuchen Sie, wie eine kleine Clique aus durchgeknallten Feministen, germanistischen 40-Watt-Leuchten und ideologisch verblendeten Menschheitsrettern eine ganze Kulturnation zum Affen machen kann.“

Die EIKE-Redaktion dankt Herrn Prof. Krämer für die freundliche Genehmigung des ungekürzten und unveränderten Abdrucks seines Aufsatzes in EIKE. Er erschien zuerst in Achgut am 12 August 2021.

Weißrussland, der kalte Krieg und die Migrationswaffe gegen Europa

Von Álvaro Peñas

 

Vor einem Jahr schrieb ich einen Artikel über Weißrussland und die Massenproteste gegen die Wiederwahl seines Präsidenten Alexander Lukaschenko, der seit 1994 an der Macht ist. Die Proteste wurden mit großer Härte unterdrückt, und im Laufe weniger Tage wurden Tausende und Abertausende verhaftet, wie mir der Reporter Witold Dobrowolski berichtete, der zusammen mit einem anderen polnischen Journalisten verhaftet und gefoltert wurde, bis sein Land ihn befreien konnte. Die Wahrheit ist jedoch, dass das Regime trotz der täglichen Demonstrationen und des Drucks von außen durch Verurteilungen und Sanktionen Widerstand leistete. Es gab keine Risse in der Regierung oder im Militär, und Lukaschenkos wichtigster Unterstützer, Russland, bot ihm volle Unterstützung an.

Seitdem sind weitere, dem Kalten Krieg ähnliche Situationen entstanden. So wurden im Mai der oppositionelle Journalist Roman Protassewitsch und seine Freundin von KGB-Agenten festgenommen, nachdem das Flugzeug, mit dem er von Athen in die litauische Hauptstadt Vilnius reiste, wohin er 2019 ins Exil gegangen war, in Minsk notlanden musste. Einige Tage später gestand Protassewitsch im weißrussischen Staatsfernsehen seine Verbrechen und bat Präsident Lukaschenko um Begnadigung. Am 3. August verließ der Oppositionsführer Vitaliy Shyshov sein Haus in Kiew, um joggen zu gehen, und wurde Stunden später erhängt in einem Park aufgefunden. Shyshov hatte sein Land im vergangenen Jahr verlassen und sich in der ukrainischen Hauptstadt niedergelassen, wo er sich mit anderen Exilanten politisch engagierte. Am selben Tag erhielt die weißrussische Leichtathletin Kristina Timanovskaya, die an den Olympischen Spielen in Tokio teilnahm und beschlossen hatte, nicht in ihr Land zurückzukehren, ein humanitäres Visum und den Schutz der polnischen Botschaft, eine Entscheidung, die von Ministerpräsident Mateusz Morawiecki persönlich getroffen wurde. In diesem Jahr hat Polen bisher 8.844 humanitäre Visa an weißrussische Bürger ausgestellt. Wenn man diese Nachricht liest, zweifelt man am Untergang der Sowjetunion.

Kerzen zum Gedenken an den weißrussischen Oppositionsführer Vitaliy Shyshov

Lettland, Litauen und Polen waren innerhalb der Europäischen Union die schärfsten Gegner der weißrussischen Regierung und die ersten, die Sanktionen forderten. Und nun, da Lukaschenko diese Krise – eine weitere – überwunden hat, ist es an der Zeit, zurückzuschlagen, und dafür gibt es nichts Besseres als die Waffe der Migration. Ende Juni behauptete die litauische Innenministerin Agnė Bilotaitė, ihr Land verfüge über Beweise dafür, dass weißrussische Grenzschutzbeamte an einer illegalen Migrationsaktion von Weißrussland nach Litauen beteiligt gewesen seien und davon profitiert hätten. „Dies ist eine organisierte und gut geplante Operation. Damit sind enorme Geldsummen verbunden“. Bilotaitė wies darauf hin, dass Migranten bis zu 15.000 Euro für den Grenzübertritt zwischen Weißrussland und Litauen zahlen. Die Migranten kommen mit Direktflügen aus Istanbul und Bagdad in Minsk an. Sie werden dann in Autos zur Grenze gebracht und versuchen dort, die Grenze zu überqueren, bis sie von litauischen Grenzbeamten angehalten werden und um Asyl bitten. Diejenigen von uns, die die weißrussische Grenze kennen, wissen, dass es sich um eine echte Grenze handelt, die nichts mit den „Grenzen“ des Schengen-Raums zu tun hat, und dass dies nur unter Mitwirkung der Regierung Lukaschenko geschehen kann.

Zu diesem Zeitpunkt, am 30. Juni, waren 636 Migranten beim Versuch, die Grenze zu überqueren, in Gewahrsam genommen worden, eine Zahl, die mehr als siebenmal höher ist als im Jahr 2020 und zwölfmal höher als im Jahr 2019. Allein in der ersten Juliwoche wurden jedoch 779 Personen aufgegriffen, die meisten davon aus dem Irak, aber auch aus Afghanistan, Iran und Syrien. Einen Monat später sprechen wir von 4.000 Migranten. Die litauische Regierung reagierte zunächst mit der Bearbeitung von Asylanträgen, die natürlich abgelehnt wurden, doch angesichts der anhaltenden Ankunft von Migranten und der Entscheidung Weißrusslands, ihre Ankunft in Litauen als Reaktion auf die EU-Sanktionen nicht zu verhindern, haben die Behörden begonnen, Migranten an der Grenze zurückzuweisen. In einem „hybriden Krieg“ kündigte die litauische Ministerpräsidentin Ingrida Šimonytė den Bau einer „physischen Barriere zwischen Litauen und Weißrussland an, die ein Signal und eine Abschreckung für die Organisatoren illegaler Migrationsströme sein wird“. Der Zaun, dessen Bau am Mittwoch vom litauischen Parlament genehmigt wurde, wird 550 Kilometer lang sein und rund 150 Millionen Euro kosten. Die ukrainische Regierung hat beschlossen, den Bau des Zauns durch die Lieferung von 38 Tonnen Stacheldraht als „humanitäre Hilfe“ zu unterstützen.

Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, besuchte die litauische Hauptstadt und sicherte die Unterstützung der EU zu. Diese Unterstützung erfolgte in Form von 36,7 Millionen Euro „zur Erhöhung der Aufnahmekapazität für eine große Zahl von Migranten“, d. h. Geld für medizinische Versorgung, Impfungen, Kleidung und Lebensmittel in den Ausländerzentren, in denen es bereits letzte Woche zu einem Aufstand irakischer Migranten kam. Andererseits hat die Europäische Agentur für Grenz- und Küstenschutz, Frontex, einige Experten und modernste Ausrüstung geschickt. Es sei daran erinnert, dass Frontex Ungarn im Januar verlassen hat, nachdem eine Nichtregierungsorganisation, das Helsinki-Komitee, – natürlich die Open Society von George Soros -, die Regierung von Viktor Orbán angeprangert hatte, weil sie illegale Migranten nach Serbien zurückgeschickt hatte. Wir werden also sehen, wie lange diese Unterstützung anhält. Auf die Bitte der litauischen Regierung um finanzielle Unterstützung für den Bau des Grenzzauns hat die Europäische Kommission geantwortet, dass sie „keine Zäune finanziert, sondern integrierte Grenzkontrolllösungen unterstützt“.

Litauische Soldaten errichten Stacheldraht an der Grenze zu Weißrussland

Nach Ansicht des Politikwissenschaftlers Vytautas Sinica ist dieser „hybride Krieg“ Lukaschenkos Rache an Litauen für dessen Unterstützung der demokratischen Opposition und ein Mittel, „Litauen zu einer Änderung seiner Außenpolitik zu zwingen“. Sinica kritisiert das anfängliche Vorgehen seiner Regierung, die Asylanträge von Migranten zuließ, obwohl „sie aus einem sicheren Land (Weißrussland) kamen und es keine Rechtsgrundlage für Asyl in Litauen gab. All dies hat dazu geführt, dass sich 4.000 illegale Migranten in Litauen aufhalten, weil die Regierung beschlossen hat, die Rückführungspolitik nicht früher einzuleiten. Aus westeuropäischer Erfahrung wissen wir, dass sich die meisten illegalen Einwanderer der Abschiebung entziehen, und Litauen ist da keine Ausnahme.

Litauen ist jedoch nicht die einzige EU-Grenze, die von dieser Krise betroffen ist. Polen, das in diesem Jahr bereits 900 illegale Migranten an der Grenze zu Weißrussland festgenommen hat, 350 allein am vergangenen Wochenende und damit achtmal mehr als im Jahr 2020, hat beschlossen, Truppen zur Verstärkung der Grenze zu entsenden. In Lettland hat das Parlament (Saeima) am Mittwoch nach einer harten Debatte, in der sich die „liberalen“ Parteien mehr um die Menschenrechte von Migranten als um die Sicherheit der Grenzen kümmerten, den Ausnahmezustand an der Grenze verhängt. Gegenüber denjenigen, die sich weigerten, die Grenze zu schließen, wies der Abgeordnete Edvins Snore darauf hin, dass „man nicht so naiv sein darf, wie es 2015 in Deutschland geschehen ist. Es ist notwendig, ein klares Signal zu geben, dass dies in Lettland nicht geschehen wird. Der nationalistische Politiker erinnerte auch daran, dass Lettland eines der wenigen EU-Länder ist, in denen der illegale Grenzübertritt eine Straftat darstellt.

Der Einsatz der Migrationswaffe ist nicht neu, wir kennen ihn aus erster Hand in Spanien, wo die „befreundete“ Regierung Marokkos jedes Mal, wenn unsere Regierung eine Entscheidung trifft, die sie stört, oder um wirtschaftliche Vorteile zu erlangen, menschliche Wellen gegen Ceuta und Melilla provoziert. Das Gleiche ist mit der Türkei geschehen, die die Migrationswellen nur im Tausch gegen Millionen Euro von der EU gestoppt hat. Weißrussland folgt lediglich diesen Beispielen. Lukaschenko ist sich bewusst, dass die illegale Migration ein Torpedo für die EU ist, und er nutzt sie, um seine politischen Ziele zu erreichen. Solange sich die EU-Politik zwischen der fortschrittlichen Demagogie der „offenen Grenzen“ und der Schikanierung von Ländern, die beschlossen haben, ihre Grenzen zu verteidigen, wie im Fall der Visegrád-Gruppe, bewegt, d. h. solange sie der globalistischen Ideologie der offenen Gesellschaft verfallen ist, wird Europa ständig Erpressungen ausgesetzt sein.

 

Álvaro Peñas

Als leidenschaftlicher Geschichtsinteressierter und unermüdlicher Reisender kennt er die Länder des Ostens, die er häufig bereist, und deren politische Situation dank seiner Freundschaften mit Journalisten und Politikern der patriotischen Parteien in vielen dieser Länder er sehr gut kennt.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei EL CORREO DE ESPAÑA, unserem Partner in der EUROPÄISCHEN MEDIENKOOPERATION.


CDU-Abgeordneter Vaatz rügt DDR-Methoden gegen Querdenker

CDU-Abgeordneter Vaatz rügt DDR-Methoden gegen Querdenker

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Von MANFRED ROUHS | Der ehemalige DDR-Bürgerrechtler und CDU-Bundestagsabgeordnete Arnold Vaatz hat einen Sturm der Entrüstung ausgelöst, weil er in einem Gastbeitrag für „Tichys Einblick“ die Verhältnisse im Deutschland unserer Tage mit denen in der DDR verglichen hat. Es geht dabei um den Umgang mit den Demonstrationen von Kritikern der Corona-Maßnahmen der Bundesregierung. Vaatz, der […]

Geheime Papiere des litauischen Außenministeriums  geleakt: Vorbereitung auf einen Krieg mit Weißrussland?

Von Algis Klimaitis (Vilnius/Wilna)

 

Litauischen Presseberichten zufolge wurden bei  einem Cyberangriff auf das Außenministerium sensible Daten aus dieser Einrichtung gehackt .

Das Ministerium erklärte lediglich, dass es die öffentlich gewordenen Informationen über den Datenverlust nicht bestätigen wolle.

„Wir halten es für einen Informationsangriff durch unfreundliche Länder“,  ist alles, was Vertreter des Ministeriums, das vom TS-LKD-Vorsitzenden Gabriel Landsbergis geleitet wird, bekannt geben konnten.

Unabhängige Fachleute für Informationstechnologie  behaupten, dass hochsensible Informationen weitergegeben wurden.

Eine Person, die sich mit einem Foto des aserbaidschanischen Präsidenten Ilhan Alijew ausgab, behauptete, die aus dem Außenministerium gehackten Daten enthielten die Korrespondenz zwischen Ministern und ihren Stellvertretern, wichtigen Abteilungen, Botschaftern der G7- und NATO-Länder und ihren Vertretern.

Die Person behauptet, dass die in seinem Besitz befindlichen Dokumente mit „Secret“, „Top Secret“ und „Cosmic“ (das sind die streng geheimen NATO-Dokumente) gekennzeichnet seien. Die Dokumente enthielten Details zu Geheimverhandlungen zwischen US-Präsident Joe Biden und anderen Staatsoberhäuptern, zu Plänen für Russland, zur Nord Stream2-Pipeline und zu Deutschland.

Weiterhin enthielten sie angeblich Diskussionen über eine mögliche Unterstützung der USA gegen Frankreich und Deutschland und die mögliche Rolle Litauens dabei. Auch China und Weißrussland würden erwähnt sein,  wobei von Anweisungen gegen China und einem Krieg mit Weißrussland die Rede ist.

Insgesamt, so die Mitteilung der Person, wurden fast 1,7 Millionen E‑Mails in 102 Dateien gehackt.

Audrius Kalvėnas, ein litauischer  Spezialist für Informationstechnologie, kommentiert, dass wieder einmal  ein Skandal im Außenministerium vorgefallen sei. Das sei nicht verwunderlich, meint er, denn diese Institution sei nicht in der Lage, mit Diskretion und Diplomatie zu handeln. Der Minister ist für die Durchführung  verantwortlich. Ein Außenminister, der Respekt vor dem Staat hat, würde die Verantwortung übernehmen und nach dem Diebstahl geheimer Daten aus der Institution, die er leitet, zurücktreten. Herr  Außenminister Landsbergis wird sich jedoch, so der Kommentator, an der Schulter seines Großvaters ausweinen, dass er und sein gesamtes Ministerium wieder einmal von den feindseligen Sonderdiensten eines gegnerischen Staates „reingelegt“ wurden und dass er persönlich keine Schuld daran trägt.


Maaßen: Die Medien dämonisieren und grenzen mich aus

Maaßen: Die Medien dämonisieren und grenzen mich aus

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Berlin – Wäre Hans-Georg Maaßen ein Grüner, wäre ob dieser Hetze gegen ihn das Geschrei der Linksträger in den Medien gewiss groß, dann würde er die ganze Solidarität der Linksfront erfahren.

So aber ist er natürlich zum Abschuss freigegeben. Das scheint ihm jetzt sogar selber aufgefallen zu sein:

Allerdings erfährt er im echten Leben nach seinen Worten weit weniger Widerspruch als in den Medien. Er werde auf der Straße inzwischen häufig erkannt, sagte der CDU-Bundestagskandidat der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstagausgabe). Aber: „Negative Begegnungen habe ich nicht. Das heißt, Leute, die mich nicht mögen, sind so höflich, dass sie es nicht zum Ausdruck bringen“, sagte der frühere Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz. Im Unterschied dazu schätze er, „90 Prozent der Medien-Berichterstattung über mich sind negativ“. Mal werde er „Mephisto“ genannt, mal „Rechtsausleger“, oder ihm würden Verschwörungstheorien zugeschrieben.

„Das Problem ist: Ich werde dämonisiert und ausgegrenzt. Da hilft auch kein Medienberater“, sagte Maaßen. Sein Rezept sei, dass er schlicht nicht lese, was über ihn geschrieben werde.

Verstehen könne er hingegen, wenn es manchmal zu Missverständnissen führe, was er schreibe. „Vielleicht ist mir da auch meine Intellektualität im Wege. Es ist manchmal für mich schwierig, mich so zu äußern, dass die Leute mir folgen können“, sagte Maaßen.

Hauptsache, der CDU-Kandidat aus Thüringen liest weiterhin fleißig jouwatch, das ist gut für die Nerven. (Mit Material von dts)

Angeschmiert, ihr Impflinge: Das RKI schickt euch bald wieder zum PCR-Test!

Angeschmiert, ihr Impflinge: Das RKI schickt euch bald wieder zum PCR-Test!

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Déjà-vu: Als wären wir noch im Sommer 2020, als die „Impfung“ noch in relativer Ferne lag und die „Tests“ – als PCR- oder Antigenausführung – das einzige epidemiologische Instrument gegen die sogenannte Pandemie war, fordert nun das Robert-Koch-Institut erneut PCR-Reihentests – doch diesmal, man höre und staune, von Geimpften. Diese sollen eigentlich ja „maximal geschützt“ (so Bayern-Ministerpräsident Markus Södolf) sein. Doch mittlerweile mehr als 10.000 registrierte „Impf­durchbrüche“ bei vollständig Geimpften in Deutschland zeigen das Gegenteil.

Deshalb will sich das RKI nun, offenkundig irritiert über die zunehmenden Infektionen von Geimpften und vor allem auch identische Berichte aus dem Ausland (vor allem aus Ländern mit noch deutlich größerem Impffortschritt), nun Klarheit verschaffen. In einem Bericht fordern die Wissenschaftler der Jens Spahn unterstellten Regierungsbehörde die Durchführung der PCR-Tests bei „leicht erkrankten Kindern“ und eben Geimpften. Angeblich sollen dadurch neue Infektionen mit dem Coronavirus frühzeitig erkannt werden, bei gleichzeitiger Feststellung der betreffenden „Mutation„.

Der eigentliche Grund der Maßnahme dürfte darin liegen – zumindest hofft man darauf -, eine bestimmte Mutation bei den meisten Fällen von Impfdurchbrüchen ausfindig zu machen, der man anschließend die Schuld am ausbleibenden Impferfolg in die Schuhe schieben kann. Denn natürlich ist es für die Pharmaindustrie und Impf-Lobby komfortabler und simpler, wenn ihre politischen Handelsverteter und Drücker behaupten können: Seht, unsere Impfung wirkt! Blöderweise aber eben noch nicht gegen diese eine Mutante, und daraus gleich die Notwendigkeit für die nächste Impfrunde zur „Auffrischung“ oder „Nachschärfung“ der Immunabwehr ableiten.

Spiel auf Zeit statt sofortiger Abbruch der Impfungen

Die Alternative wäre nämlich, wahrheitsgemäß endlich einräumen zu müssen, dass die gesamte Experimentalimpfung ein einziger fauler Zauber, eine empirische Studie an der Gesamtbevölkerung ist, und deshalb SOFORT abgebrochen werden müsste. Möglicherweise wirkten die gegenwärtigen Vakzine ja einmal leidlich zum Zeitpunkt ihrer ersten Praxisstudien gegen das Virus auf seinem damaligen punktuellen Entwicklungsstand, im Sommer/Herbst 2020, als Momentaufnahme eines ständig weitermutierenden Virus, der in dieser Form inzwischen jedoch gar nicht mehr existiert oder in der Weltbevölkerung nennenswert zirkuliert, sondern durch neue, gegen die Impfungen resistente Mutationen ersetzt wurde.

Dies wäre zumindest noch die optimistischste und wohlwollendste Deutung der enttäuschenden und sogar schockierenden Resultate der bisherigen Impfung mit ihren zahllosen Nebenwirkungen und Impfopfern, die keines der von den Vakzinen eigentlich erhofften Bedingungen erfüllt: Weder Eigenschutz, noch Fremdschutz, noch dauerhafte Wirkung, noch unproblematische Verträglichkeit. Am Ende wird man so oder so zu der Erkenntnis gelangen, dass uns gegen dieses Virus immer noch unser eigenes Immunsystem bestmöglich schützt – und keine unbefristeten lebenslangen Impf-Programme im Sinne der Pharma-Industrie. Die Frage ist nur, wie hoch der Preis noch getrieben werden soll, bis es soweit ist. (DM)

Die Windstromharfe als Lösung aller Probleme

Die Windstromharfe als Lösung aller Probleme

Im folgenden kommt wieder eine eine kreative Idee, die mir schon seit einigen Jahren im Kopf herumspukt. Die längste Zeit war ich mir unsicher darüber, ob das Konzept überhaupt funktionieren würde, weil ich eine Niete in Physik bin. Als dann aber ein Spanier vor einem halben Jahr den Windstromvibrator in der Öffentlichkeit vorgestellt hatte, war mir klar, dass meine Idee funktionieren würde und sogar noch viel besser und billiger wäre. Daher im folgenden die Windstromharfe. Lesen, kritisieren und ausprobieren ist in Ordnung, patentieren selbstverständlich verboten.

Es geht um Frequenzen

Das faszinierende am Windstromvibrator für mich ist die Herleitung der Idee. Dessen Erfinder dachte in an das exakt selbe wie ich bei meiner Windstromharfe: Die Tacoma-Narrows-Brücke, die in den 1940ern irgendwo in den USA errichtet wurde. Deren Berühmtheit geht darauf zurück, dass ihre Länge zufällig exakt mit der Windgeschwindigkeit übereinstimmte, an der sie gebaut wurde und sie deswegen wie wild zu schwingen begann. Nach wenigen Tagen mit erstaunten Zuschauern war der Spaß vorbei, die Brücke krachte wegen der extremen Kräfte in sich zusammen.

Der spanische Ingenieur drehte dieses Phänomen vom Problem zur Lösung um und heraus kam ein, sagen wir, spargelförmiger Stab, an dem der Wind vorbei fließt, woraufhin der Spargel zu schwingen beginnt. Die Schwingungen wiederum werden auf einen Generator übertragen, der die Bewegungsenergie in Elektrizität umwandelt. Laut den offiziellen Angaben soll der Windstromvibrator zwar nur knapp die Hälfte konventioneller Windkraftanlagen aus dem Wind herausholen können, dafür ist er auch nur halb so teuer im Bau und in der Wartung, dazu geräuschlos, tötet keine Vögel und ist auch nicht ganz so hässlich.

Schwingende Kupfersaiten und Permanentmagneten

Meine Idee für die Windstromharfe funktioniert ganz ähnlich, aber wäre noch einmal erheblich billiger und wartungsärmer. Im Prinzip muss man sich vorstellen, als wäre die Tacoma Brücke aus Kupfer und an Stelle von Wasser unter ihr sind Permanentmagneten so angebracht, dass deren Magnetfeld im 45° Winkel zur Brücke stehen. Anstelle der Brücke kann man sich natürlich auch die Saite eines Musikinstruments vorstellen, wobei die Saite nicht vom Musiker angezupft wird, sondern so gespannt ist, dass sie vom vorbei streichenden Wind zu vibrieren beginnt.

Sobald die Saite zu schwingen beginnt, bewegen sich die Elektronen darin hin- und her, da sie vom fixierten Permanentmagneten festgehalten werden. Bildet die Saite einen geschlossenen Stromkreis, dann entsteht ein Wechselstrom mit der Frequenz, mit der die Saite schwingt. Das Grundprinzip ist also herzlich einfach einfach und müsste nach meinem Verständnis problemlos funktionieren, so lange die zur Saitenspannung passende Windgeschwindigkeit herrscht.

Damit nicht nur bei einer Windgeschwindigkeit Strom erzeugt werden kann, braucht es einen Windmesser (was kein Problem sein sollte) und dazu das, was man bei der Gitarre einen Wirbel nennt. Daran sind die Saiten festgemacht und wenn man an dem Wirbel dreht, wickelt sich die Saite darum mit der Folge dass sich die Frequenz der Saite ändert. Das selbe benötigt man konzeptionell auch bei der Windstromharfe, wobei die Stellung des Wirbels stets an die jeweilige Windgeschwindigkeit angepasst werden muss. Technisch ist das mit Sicherheit kein Hexenwerk und preislich kein Ausschlusskriterium.

Größer, variabler, und wartungsärmer

Als letztes Element fehlt noch die Windrichtung, die bei Windrädern mit dem Verstellen der Rotoren erfolgt, während dies beim Windstromvibrator keine Rolle spielt. Bei der Windstromharfe würde es sich ähnlich verhalten, da die Saiten mit Hilfe der Wirbel in der optimalen Weise gespannt werden können, damit auch sie auch bei Seitenwind zu vibrieren beginnen.

Im Unterschied zu Windstromvibratoren spricht nichts dagegen, die Saiten nicht über die ganze Höhe gehen lassen, sondern beispielsweise alle 10m eine neue Saite aufspannen, die eine eigene Frequenz abdeckt, da der Wind in unterschiedlichen Höhen andere Geschwindigkeiten aufweisen kann. Der Windstromvibrator dagegen kann immer nur in einer Frequenz vibrieren, die Windstromharfe kann individuell alle Geschwindigkeiten abdecken.

Im Unterschied zu Windrädern schließlich kann die gesamte Fläche genutzt werden und nicht nur der kreisförmige Ausschnitt jener Fläche, über die sich das Windrad erstreckt. Das Resultat ist mehr als eine Verdoppelung der effektiven Flächennutzung, da auch kein Abstand zum Boden gehalten werden muss. Geht man bei der Windstromharfe von einer mit dem Windstromvibrator vergleichbaren Ausbeute aus, dann würde die effektive Ausbeute pro Fläche konventionellen Windrädern entsprechen.

Kosten und Ausbeute

Die Kosten Windstromharfe belaufen sich auf das Kupfer für die Saiten, das Neodym für die Magnete, den Rahmen für alles, sowie die Technik in Form von Windmessern, Wirbeln, Wechselrichtern und die Bodenmiete. Als Vergleich dient die Haliade-X von Entega mit einer Gesamthöhe von 260m hohen Anlage und einer Stirnfläche von 220m aus. Für die halbrunde Windstromharfe resultiert dies in einer Fläche von 57.200m².

Benötigt eine Saite 20cm Platz, dann besteht die Anlage aus 1.100 Einheiten mit jeweils 260m Kupferkabel, Permanentmagneten und der Halterung für die Magneten. Nimmt man für alle drei Komponenten näherungsweise einen (runden) Durchmesser von 1cm an, dann benötigt die Anlage jeweils 23 69m³ Kupfer (196 Tonnen), Neodym (148 Tonnen) und Stahl (172 Tonnen). Neodym kostet zur Zeit 120.000 Euro pro Tonne, Kupfer 8.000 Euro und Stahl etwa 1.500 Euro. Alles zusammen kostet 19,5 Millionen Euro.

Die Kosten für die Wirbel, ihre Motoren und der zugehörige Wechselrichter kosten 1.500 Euro pro Stück und 1,7 Millionen Euro zusammen. Weitere Kosten fallen für Gesamtrahmen, das Fundament und den Boden an, sowie für den Aufbau der Anlage. Insgesamt würde die Anlage etwa 30 Millionen Euro kosten.

Unschlagbare Preisleistung

Die maximale Ausbeute entspräche in etwa der Vergleichswindkraftanlage, deren Leistung mit 67GWh angegeben wird, die über die installierten 12MW produziert werden. Die Installationskosten der Windstromharfe pro KW liegen damit bei 2.500 Euro. Abgeschrieben auf 5 Jahre kostet eine KWh 8,96 Cent.

Der große Vorteil einer Windstromharfe besteht darin ,dass konventionelle Anlagen erst ab 4m/s mit der Stromproduktion beginnen. Ihre optimale Betriebsgeschwindigkeit liegt bei 12m/s und bei Windgeschwindigkeiten von über 25m/s müssen sie ausgeschaltet werden. Die Windstromharfe dagegen kann bei allen Windgeschwindigkeiten produzieren, lediglich das Produktionsoptimum liegt in einer engen Bandbreite und hängt von der Beschaffenheit der Kupfersaiten ab. Die Chancen stehen daher gut, dass Windstromharfen bei der effektiven Preisleistung sowohl Windstromvibratoren als auch konventionelle Windräder deutlich schlagen. Jetzt muss nur noch jemand eine bauen und den Nachweis erbringen.

Quelle Titelbild

Afghanischer „Flüchtling“ missbraucht zwei Mädchen – Bewährung!

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Von MANFRED W. BLACK | Khodai R. kam 2015 als 23-Jähriger aus Afghanistan nach Deutschland – als „Schutzsuchendender“. Im September 2018 missbrauchte er viermal ein elfjähriges Kind schwer – in zwei Fällen zusammen mit zwei orientalischen Komplizen. In einem späteren Fall im Jahr 2021 hat der Afghane ein dreizehnjähriges Mädchen zumindest unsittlich berührt. Der illegal […]