Kategorie: Nachrichten
Warum der Assange-Unterstützer Craig Murray in Haft sitzt
Die Britische Justiz hat Ihrer Majestät wohl ehrlichsten Diplomaten weggsperrt
Der Schock sitzt tief bei den Pro-Wikileaks-Aktivisten. Der britische Ex-Botschafter in Usbekistan, Craig Murray, musste am 1. August eine achtmonatige Haftstrafe antreten. Sein Politblog war in den letzten zwei Jahren zum Herz der Proteste gegen den Schauprozess geworden, den die Briten Julian Assange in London machen. Während westliche Mainstream-Journalisten immer wieder die Bezichtigungen der US-Ankläger gegen den Wikileaks-Gründer nachbeten, erfuhr man bei Murray, was die Zeugen der Verteidigung zu sagen hatten. Etwa der Menschenrechtsanwalt Clive Stafford Smith, der Verhörmethoden der US-Besatzungstruppen in Afghanistan beschrieb, darunter Genitalverstümmelung und Erschießung anderer „Verdächtiger“ zur Einschüchterung der Überlebenden.
Justiz-Kritiker aus dem Verkehr gezogen
Offizieller Grund für die Inhaftierung des zu ehrlichen Prozessbeobachters ist die Verletzung des Verbots der Ermöglichung von „jigsaw identification“: Craig Murray soll bei seiner Berichterstattung in einem ganz anderen politischen Prozess so viele Details über die (angeblichen) Opfer genannt
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Cyber Security: Definition, Bedeutung und Einsatz von Cyber Security
Genauso wie Sie Ihr Zuhause schützen, indem Sie Ihre Haustür abschließen, sollten Sie Ihr Netzwerk und Ihren Computer durch Cyber Security schützen. Erfahren Sie, warum Cyber Security wichtig ist und gegen welche Arten von Bedrohungen Sie sich mit einer umfassenden IT Sicherheit Lösung schützen können.
Was ist Cyber Security?
Cyber Security bezieht sich auf den Schutz von Systemen, die mit dem Internet verbunden sind, vor Bedrohungen aus dem Cyberspace. Sie umfasst den Schutz von Software, Daten und Hardware und verhindert, dass Cyber-Kriminelle Zugriff auf Geräte oder Netzwerke erhalten. Sie ist somit eins der Kernelemente der Cyber Security.
Bereiche der Cyber Security
Die beste Cyber Security Lösung sollte allumfassend sein und folgendes beinhalten:
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Die Einführung eines Punktesystems nach chinesischem Vorbild – Kontrolle ist der deutschen Regierung gemäß einer Studie wichtiger als direkte Demokratie.
Kontrolle ist der deutschen Regierung gemäss einer Studie wichtiger als direkte Demokratie.
Die Einführung eines Sozialpunkte-Systems wurde im Bundesministerium für Bildung und Forschung schon vor der Pandemie diskutiert und seine Akzeptanz in der ausführlichen Studie «Zukunft von Wertvorstellungen der Menschen in unserem Land» erforscht. Nach aktueller Auffassung soll es erst nach 2030 realisiert werden und freiwillig sein. Eine alle erfassende Verhaltenssteuerung durch den Staat könnte schon in wenigen Jahren mehrheitsfähig werden.
Erstellt wurde die Studie von der Berliner Niederlassung der Prognos AG und der Z_punkt GmbH. Die Erhebung der Daten und die Auswertung erfolgten zwischen Juli und Dezember 2019, also vor der Pandemie. Veröffentlicht wurde die Studie im August 2020. Ein zweiter Bericht mit der Analyse der während der Pandemie eingetretenen Veränderungen ist in Aussicht gestellt.
Die Studie ist in politisch korrekter Sprache gehalten und oft nicht ohne weiteres zu verstehen: «Analysen und Befunde sollen nicht nur im Kontext der aktuellen, durchaus widersprüchlichen Wertediskussion betrachtet, sondern auch auf unterschiedliche Zukunftswelten bezogen werden.» Geht es da um eine unverbindliche
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Journalisten und Whistleblower werden zu Spionen gemacht
Die USA verwenden zur Bestrafung von Journalisten und Whistleblowern zunehmend das Spionagegesetz aus dem Ersten Weltkrieg, die britische Regierung, die Assange im Hochsicherheitsgefängnis festhält, setzt in einem geplanten Gesetz Spione, Journalisten und Whistleblower gleich.
Bis zum Ende des Kalten Kriegs wurde gerne vom Westen der freie Informationsfluss propagiert, der in der Regel vom kapitalistischen Westen in den sich dagegen wehrenden kommunistischen Osten beispielsweise durch Auslandssender wie Radio Free Europe, Worldnet, BBC, Deutsche Welle ging. Der in die autoritären Systeme einfließende Informationsstrom sollte die Menschen vom Westen überzeugen und die autoritären
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Weidel: Fehler zu Verlusten bei Landtagswahlen bei AfD selbst

Berlin – Die Verluste ihrer Partei bei den letzten Landtagswahlen sind laut AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel auch auf Fehler der Partei zurückzuführen. „Wir müssen uns auch an die eigene Nase fassen“, sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgaben). Man müsse sich „nach außen weiter professionalisieren und daran arbeiten, dass wir in der Mitte der Bevölkerung als seriös wahrgenommen werden“.
Die AfD hatte bei den vergangenen Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt jeweils mehrere Prozent verloren. Weidel zufolge haben dabei mehrere Faktoren eine Rolle gespielt. Vor allen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg habe es sich um Personenwahlen gehandelt.
„Da gibt es einen starken Ministerpräsidenten bzw. eine Ministerpräsidentin, die auch medial gepusht wurden und davon sehr profitiert haben“, so die AfD-Fraktionschefin im Bundestag. Zudem habe die AfD nicht von ihrer Kritik an Corona-Maßnahmen profitieren können. „Da haben wir viel an die FDP verloren“, sagte Weidel den Funke-Zeitungen im Rahmen einer Interview-Serie mit Spitzenkandidaten zur Bundestagswahl. (dts)
Penisfoto-Skandal um „grünen“ Nachwuchspolitiker Danilo Zoschnik alias „Horny Dinolein“: Jetzt spricht das Opfer!
Als Horny Dinolein soll Danilo Zoschnik mindestens einen Jungen belästigt haben. Screenshot: Unzensuriert
1984 – Das Magazin: Hast Du damit gerechnet, dass Dein Tweet über Danilo Zoschnik so viel Aufmerksamkeit erregen wird?
Max: Niemals. Ich war ziemlich geschockt als ich heute Morgen aufgewacht bin und gesehen habe wie viele Leute mir geschrieben haben und fragten, ob alles in Ordnung sei.
Stand auf Deinem Profil, dass Du erst Sechzehn bist?
Ja. Und zwar damit mir Erwachsene nicht aus sexuellen Motiven schreiben.
Als Du die Screenshots öffentlich gemacht hast, wusstest Du da bereits, dass Zoschnik eine relativ bekannte Person ist oder dachtest Du, er wäre einfach nur irgendein Typ?
Genau. Ich habe erst nachdem ich den Tweet veröffentlicht habe bemerkt, dass er kein Unbekannter ist.
War der Chat in dem Zoschnik Dir ein Nacktfoto von sich schickte Euer Erstkontakt?
Ja. Das war unsere erste Interaktion.
Wie kam es zu dem Erstkontakt? Also bist Du ihm auf Twitter gefolgt oder hat er Dich einfach so angeschrieben?
Keine Ahnung, wie auf mich aufmerksam geworden ist. Wir haben weder interagiert, noch geschrieben oder sind uns gegenseitig gefolgt.
Was löste das Nacktfoto in Dir aus? Ekel? Amüsement? Beides?
Als ich die Bilder sah, war mir das sehr unangenehm und ich war schockiert. Im Nachhinein ekelt es mich einfach nur noch an. Ich verstehe nicht, wie man darauf kommt sowas einer fremden (!) Person zu schicken.
Diesen Hilferuf veröffentlichte Max auf Twitter nachdem er von Danilo Zoschnik belästigt wurde
Gegenüber BILD leugnete Zoschnik alles, stellt Dich also quasi als Lügnerin und Screenshot-Fälscherin dar. Was sagst Du dazu?
Ich finde es erschreckend, dass er mich als Lügner darstellt. Ich denke, er möchte sich schützen, weshalb er auch seinen Twitter-Account deaktiviert hat. Jedoch hab ich die Beweise, dass ich kein Lügner bin.
Zoschnik ist angehender Lehrer. Meinst Du, er ist für diesem Beruf geeignet?
Ich denke nicht, dass er als Lehrer geeignet ist, da er auch Minderjährige unterrichten würde. Alleine der Gedanke, dass er sowas wie mit mir bei anderen minderjährigen Personen machen könnte, die er sogar unterrichtet, ekelt mich an.
Zoschnik ist letzter Zeit mehrmals negativ aufgefallen, unter anderem wegen politischen Extremismus. Nun, wo der Nacktfoto-Skandal noch oben drauf kommt, war’s das wohl mit seiner politischen Karriere. Empfindest Du Genugtuung?
Ich finde, solche Leute sollten keine Aufmerksamkeit im öffentlichen Leben und in der Politik bekommen sollten. Deshalb denke ich, dass es besser wäre wenn er sich aus der Öffentlichkeit zurückziehen würde.
Ach, und Übrigens: Ich bin ein Junge, kein Mädchen, Oliver.
Ach so! Mensch, und ich dachte schon: Aufgespritzte Lippen bei einer 16-Jährigen?!
Wusste Zoschnik, dass Du ein Junge bist?
Ich denke schon, da er ja schwul ist.
Warum hast Du ein so hübsches Mädchen als Profilfoto, damit lockst Du doch ein bestimmtes Klientel erst an.
Ich hatte das Profilbild von Ariana Grande seitdem ich Twitter habe. Ich benutze das Profilbild, weil sie mein Idol ist und ich Twitter hauptsächlich nutze um sie und andere Berühmtheiten zu verfolgen.
Ach so! Boomer-Olli hat Ariana Grande natürlich nicht erkannt. (Die sieht aber auch ständig anders aus, wohl je nach Lippendicke.)
Gut, Max, dann danke ich Dir für Deine Offenheit und wünsche Dir alles Gute!
Und ich danke Dir fürs Interview. Mach’s gut!
Erfahrener Pflegebruder gibt für Kinder und Jugendliche alles
Im Netz war der Pflegebruder allerdings nicht so erfahren, sonst hätte er nicht geglaubt, er könnte als Geheimagent Unerkannt durch die Gegend surfen
Uff. Und es geht noch weiter, Leute. Lest, was BILD gestern schrieb:
Er war 2019 Direktkandidat der Grünen für den Brandenburger Landtag, bloggt für die Landeszentrale für politische Bildung, fungiert laut deren Homepage als politischer Geschäftsführer der Grünen Jugend Brandenburg und ist angehender Lehrer.
Jetzt gibt es schwere Vorwürfe gegen Danilo „Dino“ Zoschnik. Es geht um politischen Extremismus und angebliche sexuelle Belästigung „einer minderjährigen Person“.
Seit Wochen sorgt Zoschnik mit radikalen Statements auf Twitter für Aufsehen – darunter Aufrufe zur Gewalt und RAF-Mordphantasien.
► So fordert Zoschnik „linke Militanz“ in der Klimakrise, eine „Neuauflage“ des kommunistischen „Spartakusbundes“ und träumt davon, politisch Andersdenkende „in den Kofferraum“ einzusperren – so wie die RAF 1977 Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer. Bevor sie ihn ermordete.
Seine extremistischen Ausfälle sorgen für Empörung – erst Recht vor dem Hintergrund, dass Zoschnik angehender Lehrer ist und nach eigenen Angaben bereits Schüler unterrichtet hat.
Jetzt beschäftigt sich die Kriminalpolizei mit dem Grünen-Politiker.
Der Vorwurf: Er soll auf Twitter ungefragt Nacktfotos an eine minderjährige Person verschickt haben. Die Person fühlte sich durch die Nachrichten massiv bedrängt, machte die mutmaßliche sexuelle Belästigung auf Twitter öffentlich und erstattete über ein Portal bereits Anzeige.
Zoschnik stellte nach den schweren Vorwürfen seinen Account auf „privat“, nahm zunächst nicht öffentlich Stellung.
Das taten dafür die Berliner Grünen, posteten am Nachmittag: „Unaufgefordert Nacktbilder zu verschicken ist völlig zu recht strafbar und generell, aber insbesondere gegenüber Minderjährigen ein absolutes No-Go. Von einem solchen Verhalten distanzieren wie uns ausdrücklich.“
Auch die Grünen Brandenburg äußerten sich: „Wir verurteilen die Handlungen aufs Schärfste. Das unaufgeforderte Versenden von Nacktbildern ist eine Straftat. Straftaten sind ein Fall für die Polizei, die bereits ermittelt.“ Zusätzlich würden „Parteiordnungsmaßnahmen“ eingeleitet.
Danilo Zoschnik weist auf BILD-Anfrage die Vorwürfe zurück. Sie seien „völlig haltlos“, es handle sich „um Fake-Screenshots“. Er danke der Polizei, dass sie die Arbeit aufgenommen habe.
Puh, das war’s dann wohl mit Danilo Zoschnik (22). Auch für mich. Bei einem, der bereits so tief gefallen ist, vergeht mir der Spaß am Nachtreten. Deshalb nur noch ein gut gemeinter Rat: Der bekennende Anhänger der Terrororganisation „Antifa“ sollte sich schleunigst in Therapie begeben. Nicht, weil er ungebeten Fotos seines Gliedes verschickte, das machen – leider – viel zu viele Männer, so viel Platz haben wir in unseren Klapsen nicht, sondern seiner Mordphantasien wegen.
Meine Recherchen ergaben übrigens, dass Zoschnik in geschlossenen Anstalten kein Unbekannter ist. Er soll sich eine Bedrohung durch Neonationalsozialisten ausgedacht haben, um Spenden abzugreifen und auch an der Sache mit der Lungenembolie nach einer AstraZeneca-Impfung soll etwas faul sein.
Und als ob das alles nicht reichen würde, soll der Junge an Psychosen leiden und versuchen, seine Dämonen mit Marihuana zu bekämpfen. Wo doch heute jeder Jugendliche weiß, dass THC Psychosen hervorrufen kann.
Egal wie, der Junge erscheint mir so irre, nächste Abfahrt Suizid oder ein politischer Anschlag. Und das sollte niemand wollen. Also: Helft dem Jungen lieber, bevor noch Schlimmeres passiert.
Aber gut, Einen hab ich noch!
Bei BILD erstmal alles leugnen? Kann man machen, aber …
Dann sollte man nicht ein paar Tage zuvor so etwas absondern!
Gut, weil Ihr es seid, ich hab noch Einen!
Die Sache mit der angeblichen Bedrohung durch Neonationalsozialisten
Wer kennt sie nicht, diese „rechten Überfallkommandos“?
Weil eines der vielen „rechten Überfallkommandos“ gerade keine Zeit hatte, schickte Dinos Mama (eine Frau, die mir aufrichtig leid tut) kurzerhand die Männer in den weißen Kitteln vorbei.
WAS denken die? Sind jawohl verrückt geworden, diese Seelenklempner!
War wohl ein etwas längerer Aufenthalt …
Und wer steckt wieder einmal SAVE dahinter?! Genau!
So sieht einer aus, nachdem ein „rechtes Überfallkommando“ mit ihm fertig ist.
Und wozu das Ganze? Neben Geltungsdrang wohl der schnöde Mammon.
Immerhin gibt der mutmaßliche Gliedvorzeiger Dino zu, dass er nicht mehr alle Latten am Zaun hat (aktueller Screenshot, der sich auf Sache mit dem Penisfoto bezieht):
Oh Mann, Leute, es hört einfach nicht auf, einmal Dino auf Twitter eingetippt – und Zack die nächste Story! Ich muss also noch ein bisschen weitermachen.
Ärger im grünen Paradies
Ich würde ihm sogar Recht geben, Unschuldsvermutung und so, wenn der Dino der Herzen nicht schon wieder lügen würde. Laut GreenWatch hatten die Brandenburger „Grünen“ das Parteiordnungsverfahren bereits vor der Veröffentlichung des BILD-Artikels angekündigt.
Und die Landeszentrale für politische Bildung in Brandenburg will von ihrem „Lieblingsblogger“ plötzlich noch nie etwas gehört haben
So stellte sich Zoschnik auf der Netzseite der Landeszentrale für politische Bildung in Brandenburg seinen Lesern vor
Zoschnik soll die letzten vier Jahre Beiträge für die Landeszentrale für politische Bildung in Brandenburg Artikel geschrieben haben. Ein Extremist wohlgemerkt! Wer schreibt als Nächstes? Attila Hildmann?
Zoschniks Blogeinträge wurden mittlerweile gelöscht.
Schwul? Oder irgendwie doch nicht so richtig?
In unterem Video berichtet Zoschnik über seine Öffentlichmachung seiner Homosexualität.
Ähhh … Na, ist ja am Ende seine Privatsache, die allerdings ins Muster passt.
So, das war es aber nun wirklich. Ich kann auch nicht mehr, es halbdrei in der Früh. Wir wünschen unserem Horny Dinolein aus vollem Herzen gute Besserung. Ohne Mist.
Aber das Beste, meine Lieben, das Beste kommt natürlich zum Schluss
„HIHI“ und OUT!
…
Habt Ihr echt geglaubt, dass es das schon war? Also eine letzte Zugabe ich noch!
Scheiße, Leute, ich hab eben, es ist inzwischen 5 Uhr 30, noch ein paar Tweets gefunden, die so lustig sind, dass ich sie Euch einfach nicht vorenthalten kann …
Frau Merkel, wo halten Ihre Schergen Dino Zoschnik gefangen?!
— Jeremiah (@Neodeutscher) September 16, 2020
Zoschnik aber überragender Name irgendwie. Könnte direkt aus den alten MAD Heften entnommen sein. Kaputnik, Weizenkeim, Fröhn, usw… Dorschbert müsste er noch mit Vornamen heißen, dann wäre das ziemlich perfekt.
— Cayrea (@Shadowthrone111) September 17, 2020
Ach, Herr Zoschnik. Ist der schon wieder raus aus der Geschlossenen? Anscheinend etwas zu früh…
— S. B. (@tafkab76) August 10, 2021
Buch-Tipp zum Thema: Ich bin nicht grün – Ein Plädoyer für Freiheit ein SPIEGEL-Bestseller von Nena Schink
Sicherheitsexperte Stefan Schubert: Polizei ist einer der größten Verlierer der Corona-Krise
Der deutsche Sicherheitsexperte Stefan Schubert sieht in der Gewaltspirale zwischen Polizei und Gesellschaft eine Entwicklung, die schon länger besteht. Die Gewalt gegen die Polizei habe sich mittlerweile auf verschiedene Gesellschaftsgruppen ausgeweitet.
Schubert, der auch den Telegram-Kanal „Schuberts Lagemeldung“ betreibt, stellt im Interview fest, dass sich die Polizei durch ihren rabiaten Einsatz gegen friedliche Demonstranten jedoch grundlos selbst beschädigt habe.
Gewalt gegen die Polizei sei in Deutschland aber schon länger bekannt. Schubert nennt etwa radikale Linke, die schon vor Jahrzehnten begannen, Häuser wie in der Hafenstraße in Hamburg und in der Rigaer Straße in Berlin zu besetzen. Später entstanden Problembezirke in westdeutschen Großstädten. Arabische Clans hätten Polizisten hier gezielt und in Gruppen angegriffen, um sie aus ihren Stadtteilen zu verdrängen. „Damit sie bei ihren kriminellen Geschäften nicht gestört werden“, sagte Schubert.
In den linksradikalen und migrantischen Problembezirken habe Gewalt gegen die Polizei so bereits eine neue Dimension erhalten. Während der jüngsten Krawalle in deutschen Städten, zum Beispiel in Stuttgart und Frankfurt, seien dann verschiedene Milieus zusammengekommen, die die Polizei als Feind sehen. Es bestünden bereits Ähnlichkeiten zu den Vororten von Paris, den Banlieues, aus denen sich die französische Polizei aufgrund des Gefahrenpotentials bereits zurückgezogen hat.
„Wenn wir diese Entwicklung nicht konsequent verhindern können, ihr entgegenschreiten können, dann fürchte ich, dass wir auch solche französischen Zustände in einzelnen Stadtteilen bekommen können.“
Warum sich aber die Berliner Polizei vor den Angriffen durch die Teilnehmer eines Straßenfestes in Schöneberg am Sonntagabend zurückziehen musste, ist für Schubert unverständlich. Hier habe sich ein linkes bis linksextremes Milieu mit dem Migrantenmilieu vermischt, die sich im eigenen Sprachgebrauch „Migrantifa“ nennen. Die Führung der Polizei habe viel zu wenige Polizisten an den Ort geschickt, sodass diese hoffnungslos unterlegen gewesen sei und dann vor den Angreifern flüchten musste.
Das Verhalten der Einsatzleitung und der Polizei gegen Teilnehmer der Demonstranten schätzt Schubert als völlig unverhältnismäßig ein.
„Man kann nicht jeden Abend in der Tagesschau eine Meldung über Weißrussland oder über irgendwelche verhafteten YouTuber bringen, die niemand kennt, und zu diesen Vorfällen schweigen.“
Für Schubert ist aber klar, dass das Verhalten der Polizei von ihrer politischen Führung so beabsichtigt sei. Im Einsatzbefehl, der ihm vorliege, sei von einer niedrigen Eingriffsschwelle die Rede gewesen, sowohl bei Straftaten als auch bei Verstöße gegen Abstands- und Hygieneregeln. Laut Schubert sind das Ordnungswidrigkeiten, von denen niemand wisse, ob sie vor Gericht überhaupt Bestand hätten.
„Es ist ein Skandal, dass man Leute, die vielleicht eine Ordnungswidrigkeit begehen könnten, auf eine Stufe mit Straftätern stellt, die Steine schmeißen und Polizisten angreifen.“
Gegen Bürger, die für das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit demonstrierten, derart vorzugehen, hält Schubert für völlig willkürlich. Der Grund sei aber, die Demonstranten einzuschüchtern und die Demonstrationen kleinzuhalten.
(Quelle)
Rechte Straftaten – die gar keine sind… | Feroz Khan
Wie sich Medien, Zivilgesellschaft und Altparteien die Hände reichen, wenn es darum geht die öffentliche Wahrnehmung im Hinblick auf politisch motivierte Kriminalität zu Gunsten von Migranten zu verzerren.
(Quelle)
Aufruf, sich das kritische Denken zu bewahren
Potenzierte Bedrohung: nicht mehr Angst vor einer Krankheit haben, sondern Angst vor der Angst vor einer Krankheit.
(aus: W. Weigand, Verdichtungen – Aphoristische Gedankenflüge, Königshausen & Neumann Würzburg, Sept. 2021)
Es ist eine verstörende Schlagzeile vom 18. Juli 2021 in der Sonntagszeitung: «Ungeimpftes Pflegepersonal sollte sich mit Sticker kennzeichnen müssen». Damit die Impfquote steigt, fordern jetzt Politiker und sogar der Präsident der schweizerischen Impfkommission Benachteiligungen für Ungeimpfte und Privilegien für Geimpfte. Die Idee mit dem Sticker kommt von Jürg Grossen, dem Parteipräsidenten der GLP.
Am 1. September 1941, also vor ziemlich genau 80 Jahren, wurde im Deutschen Reich der Judenstern eingeführt, womit die 1933 begonnene soziale Ausgrenzung, Diskriminierung und Demütigung der jüdischen Minderheit weitergeführt und der planmässige Holocaust vorbereitet wurde. Die einzige «Begründung» dafür: Die Juden sind unser Unglück!
Seit Monaten läuft eine finanziell breit abgestützte Kampagne zur Steigerung der Impfquote mit emotionalen Bildern: Dank Impfung für ein volles Stadion oder für ein sorgenfreies Familienfest. Die sich langsam einschleichende und wohl bewusst gewollte Schlussfolgerung: Wenn wir diese Unbeschwertheit wie vor Corona nicht mehr erreichen, sind die Impfverweigerer schuld, weil sie sich unsolidarisch zeigen.
Damit kein Missverständnis entsteht: Mir geht es in diesem Aufruf nicht um das Für und Wider der Covid-19-Impfungen. Ich bin kein radikaler Impfgegner. Ich bin mir als Nicht-Mediziner sogar nicht einmal sicher, wie gefährlich oder ungefährlich die zurzeit zugelassenen Impfstoffe tatsächlich sind. Immerhin nehme ich die Bedenken ernst bezüglich fehlender Langzeitstudien, Haftungsausschluss für die Produzenten, immer mehr gemeldeter Todesfälle oder gravierender Nebenwirkungen in zeitlicher Nähe zur Impfung. Auch die Sinnhaftigkeit der Impfindikation darf hinterfragt werden, wenn sich immer mehr vollständig Geimpfte dennoch wieder neu infizieren. (60% der zurzeit in GB hospitalisierten Corona-Kranken waren geimpft; Spiegel Online 19.7.21)
Wessen ich mir jedoch sicher bin: Ich halte seit März 2020 die Massnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie zunehmend für inadäquat. Meine Zweifel wurden durch die mediale Berichterstattung und den wild assoziierten Bildketten von Särgen, Friedhöfen und Medizinern in Ganzkörperanzügen verstärkt. Die obszöne und teilweise völlig ungerechtfertigte Panikmache hat selbst seriöse Zeitungen zu Boulevardblättern degradieren lassen. Meines Erachtens hat die Medienlandschaft als «vierte Macht» in der Demokratie völlig versagt.
Es werden manipulativ und penetrant täglich Fallzahlen ohne Bezug zu den tatsächlich Erkrankten oder zu den erfolgten Testzahlen veröffentlicht. Der mediale Umgang mit Andersdenkenden (auch kritischen Virologen, Ärzten, Ethiker, Juristen etc. …) zeigte sich von Anfang an durch Stigmatisierung oder Diskreditierung aus. Am bestehenden Narrativ der Alternativlosigkeit zur offiziellen Corona- Politik wird «auf Biegen und Brechen» festgehalten. Ich kenne mittlerweile etliche Ärzte, Journalisten und Lehrerinnen, die aus Angst vor beruflichen Sanktionen ihre Meinung nicht mehr äussern. Diese Zensur (bzw. die berechtigte Angst vor ihr) ist verstörend, zumal die Kritik doch sehr berechtigt ist.
Sämtliche Pandemiemassnahmen und Kontaktbeschränkungen beruhen ja auf zwei sehr umstrittenen Säulen: Ein massendiagnostisch nicht geeigneter PCR-Test (Merkblatt des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz Spiez: «Es können nur Erreger nachgewiesen werden, deren Gen-Sequenz bekannt ist. Ob ein Erreger infektiös, also virulent ist oder nicht, bleibt unbekannt») sowie auf die durch Studien zur Auslastung der Intensivbetten nicht belegbare Angst vor einem kollabierenden Gesundheitssystem (vgl. SRF). Dass die Pflegenden an ihre Belastungsgrenzen kommen, ist leider seit vielen Jahren der Fall – und wird jetzt einfach durch die Corona-Belastung instrumentalisiert.
Die Kollateralschäden durch die Ansteckungsverhinderungspolitik sind wohl längst um ein Mehrfaches höher als die eigentlichen Schäden durch das Virus. Über 95 % der Bevölkerung sind vom Virus überhaupt nicht betroffen, von den positiv Getesteten sind die meisten symptomfrei oder haben nur leichte grippeähnlichen Symptome. Nur in den wenigsten Fällen gibt es schwere Verläufe oder intensivmedizinische Hospitalisationen. Die Mortalitätsrate im dezimalen Prozentbereich liegt weit unter der vieler anderen Krankheiten wie Krebs, COPD und vieles mehr.
Die einschneidenden Corona-Massnahmen haben zum Beispiel die Zahl der weltweit an Hunger leidenden Menschen 2020 um 18%, also um 120 Millionen Menschen erhöht (The State of Food Security and Nutrification in the World-Report von 2021, auf n-tv veröffentlicht). Dagegen ist um weit mehr als 60% (!) das Vermögen der 2700 Milliardäre auf diesem Planeten seit Ausbruch der Pandemie gestiegen (ZEIT-Online 20.5.21): die Armut-Reichtum-Schere geht also exponentiell auseinander. Häusliche Gewalt, Jugendkriminalität, Suizidraten, Depressionen nehmen zu in einem nie bekannten Ausmass. Fast jedes 3. Kind zeigt nach verschiedenen Studien bereits gravierende Symptome von psychischer Angst- und Belastungsstörungen (z.B. Copsy Studie, ZEIT-Online 10.2.21). Es wurde über Monate hinweg fast eine ganze Generation in Alters- und Pflegeheimen entmündigt, indem sie – zumeist unfreiwillig – kontaktisoliert wurden; die Begleitung Sterbender wurde nahezu verunmöglicht. Die Grundrechte, die eigentlich bedingungslos gelten, wurden an Bedingungen geknüpft, somit «entzogen» – und jetzt, bei entsprechendem Wohlverhalten – auch wieder «gewährt».
Jedes Jahr sterben in der Schweiz ca. 65’000 Menschen, was im Übrigen auch 2020 nicht anders war. (Es gibt nur relative Über- und Untersterblichkeit in einzelnen Bevölkerungsgruppen im jeweiligen Vergleich zum Vorjahr; vgl. Bundesamt für Statistik.
Dabei sollte uns etwas bewusst sein: Neben der Tatsache unserer Sterblichkeit könnten wir sonst mit erheblich weniger Aufwand erheblich mehr Menschenleben retten! Wir tun es nicht, weil Gefährdung der Gesundheit oder unethischer Lebensstil einfach als privat gilt bzw. in unserer freien Risikogesellschaft erlaubt sein muss.
In der Schweiz sterben jährlich z.B. alleine 9500 Menschen, also 15% aller Toten, an den Folgen des Tabakkonsums mit Kosten (für die Allgemeinheit!) in Milliardenhöhe (nochmals das Bundesamt zitiert:). Jeder siebte Todesfall wird mittlerweile in unseren Breitengraden im Zusammenhang mit Umweltbelastungen gesehen, das wären in der Schweiz immerhin über 10’000 Tote. Wir haben immer mehr Tote durch unsere Waffenexporte (Schweizer Rüstungsindustrie erreicht 2020 Allzeithoch, SRF vom 9.3.21). Am 29. November 2020 haben die Schweizer Stimmbürger die Volksinitiative «Für ein Verbot der Finanzierung von Kriegsmaterialproduzenten» wenn auch knapp mehrheitlich abgelehnt! Wo bleibt hier eigentlich die Solidarität mit fremden Leid, das wir so leicht verhindern könnten? Liegt es am Schamgefühl? Und wäre es denn jetzt angesichts der zahlreichen Unwetterkatastrophen nicht wieder mal an der Zeit, auf die eigentliche Probleme der Menschheit und unseres Planeten hinzuweisen?
Ja, es gibt Gründe, sich impfen, aber auch sich nicht impfen zu lassen. Dass v.a. beim medizinischen Personal die Impfskepsis besonders hoch ist, zeigt dies ja deutlich. Bisher galt die Bereitschaft dazu als persönliche Entscheidung, in den die Staatsgewalt nicht eingreifen darf. Die manipulierende Assoziation mit Solidarität und «Schuld» an der «vierten Welle», die im Herbst «unweigerlich auf uns zurollen wird» (im Zusammenhang mit Covid-19 ist die Kriegsrhetorik auffallend!) und die jetzt schon zunehmende Ausgrenzung von Nicht-Geimpften ist für ein demokratisches Land unwürdig. Die Würde des Menschen ist doch zu achten und zu schützen, wie es die Bundesverfassung im Art. 7 unmissverständlich formuliert!
Dass die Forderung nach Sticker-Kennzeichnung für ungeimpftes Pflegepersonal unkritisch kommentiert als Schlagzeile in einer grossen Schweizer Zeitung aufgetischt werden kann, ist ein beängstigender Tabubruch. Noch vor dem März 2020 hätte dies einen Shitstorm ausgelöst und der Politiker hätte zurücktreten müssen. Doch jetzt, nur 1 1/2 Jahre später, ist dies bereits salonfähig. War das nur ein Testballon für weitergehende Forderungen nach Ausgrenzung oder für weitere mehr oder weniger sinn- und rechtsfreie Freiheitsbeschränkungen?
Der Angstpegel der Menschen bzw. ihr Sicherheitsbedürfnis wurde systematisch durch die Berichterstattung über den «Krieg gegen ein Virus» verstärkt und hat mittlerweile absurde Züge angenommen. Wenn heute Menschen im Wald mit Masken spazieren gehen oder mit Maske alleine im Auto sitzen, möchte ich mich niemals an diese neue «Normalität» gewöhnen, ebenso wenig an die starke Polarisierung, die das Pandemie-Thema bis in Beziehungen, Familien und Freundeskreise hineinträgt.
Ich habe mich immer für einen redlichen intellektuellen Akademiker gehalten, der sich bisher allen Verschwörungstheorien verweigert hat. Ob ich das weiterhin so durchhalten kann, weiss ich nicht mehr. Ich verstehe einfach immer weniger, weshalb und wozu diese Corona-Pandemie-Maschinerie mit so viel Aufwand, mit menschlichem Leid, Rechtsbruch und Stigmatisierung der Andersdenkenden aufrechterhalten wird.
Für Antwortversuche bin ich sehr dankbar!
Ein etwas aufgewühlter, zumindest ratloser Wolfgang Weigand, Theologe aus Winterthur
w.weigand@schritte.ch
Gigantische WHO-Studie startet wieder, um neue Covid-19-Medikamente zu testen
Nach monatelangem Stillstand werde eine der weltweit grössten Studien zur Behandlung von Covid-19 endlich wieder aufgenommen, berichtete das Fachmagazin Science am 5. August 2021 in einem redaktionellen Beitrag. Im Rahmen der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) geleiteten weltweiten Solidarity-Studie würden drei «neue» Medikamente an Covid-19-Patienten im Krankenhaus getestet: das Krebsmedikament Imatinib, ein Antikörper namens Infliximab, der zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen eingesetzt wird, und Artesunat, ein Malariamittel. Die Medikamente sind also nicht neu, sie wurden lediglich noch nie gegen «Covid-19» eingesetzt.
Die Medikamente seien nach Finnland verschifft worden, dem ersten Land, in dem alle Zulassungen vorliegen würden, hätte John-Arne Røttingen vom norwegischen Institut für öffentliche Gesundheit, der den Vorsitz der Exekutivgruppe der Studie innehat, dem Magazin gesagt. «Ich gehe davon aus, dass die ersten Patienten dort in den nächsten Tagen rekrutiert werden können», sagte er. Weitere Länder könnten sich bald SolidarityPlus, wie die neue Phase genannt werde, anschliessen. Mehr als 40 Länder seien dabei, ethische und behördliche Genehmigungen zu erhalten.
Als die ursprüngliche Solidarity-Studie im März 2020 begonnen habe, sei dies eine Premiere gewesen, fährt Science fort. Ein Versuch, mitten in einer Pandemie Medikamente in Dutzenden von Ländern gleichzeitig zu testen. Bis Ende des Jahres habe die Studie zu vier Behandlungen Ergebnisse geliefert – keine habe einen Nutzen gezeigt. Dann sei sie in Verhandlungen mit Pharmaunternehmen und behördliche Verzögerungen verstrickt worden.
«Es ist grossartig, dass Solidarity wieder mit randomisierten klinischen Studien fortfährt, da sie bereits einen wichtigen Beitrag zu unserem therapeutischen Ansatz während der Pandemie geleistet haben. Wir dürfen uns keineswegs zurücklehnen, wenn es um die Notwendigkeit besserer Therapien für Patienten mit schwerem Covid geht», sagte Eric Topol, Direktor des Scripps Research Translational Institute.
Bisher helfen angeblich zwei Medikamente
Obwohl die Entwicklung des Covid-19-Impfstoffs eine grosse Erfolgsgeschichte sei, hätten bisher nur zwei Medikamente die Covid-19-Sterblichkeit bei hospitalisierten Patienten verringern können, bemerkt Science. Im Juni 2020 hätte die Recovery-Studie im Vereinigten Königreich festgestellt, dass Dexamethason, ein günstiges Steroid, die Sterblichkeit in dieser Gruppe um bis zu einem Drittel reduziere.
Im Februar hätten die Forscher der Recovery-Studie bekanntgegeben, dass Tocilizumab, ein monoklonaler Antikörper, der den Rezeptor für Interleukin-6 blockiert, die Sterblichkeitsrate noch etwas weiter senkt. Beide Medikamente würden wirken, indem sie die überschiessende Immunreaktion bei schwer kranken Patienten dämpfen, erklärt Science.
Ausserdem würden die neuen Medikamente auf das Immunsystem und nicht auf das Virus selbst abzielen. Bei den schwer erkrankten Patienten, die in die Solidarity-Studie einbezogen wurden, sei es wahrscheinlich zu spät für die Wirkung eines antiviralen Medikaments, habe Røttingen erklärt. Monoklonale Antikörper gegen SARS-CoV-2 beispielsweise seien am wirksamsten, wenn sie verabreicht werden, bevor sich eine schwere Krankheit entwickelt, so Science.
Immunreaktion dämpfen
Doch kranke Patienten könnten von zusätzlichen Medikamenten profitieren, die auf das Immunsystem abzielen, habe Anthony Gordon gesagt, ein Spezialist für Intensivmedizin am Imperial College London. Obwohl Dexamethason die Immunreaktion weitgehend dämpfe und Tocilizumab einen bestimmten Signalweg wirkungsvoll ausschalte, «gibt es noch andere Signalwege, die wir blockieren können und dadurch vielleicht etwas bewirken», sagte Gordon.
Imatinib, ein oral einzunehmendes Medikament zur Behandlung einiger Leukämien und anderer Krebsarten, könne auch das Epithel schützen, das die Lungenbläschen auskleidet, durch die der Sauerstoff von der Lunge ins Blut gelangt, erklärt Science. Eine im Juni veröffentlichte placebokontrollierte Studie an 400 stationär behandelten Covid-19-Patienten in den Niederlanden habe gezeigt, dass Patienten, die das Medikament erhielten, weniger Zeit an der Beatmungsmaschine verbrachten und weniger wahrscheinlich starben.
Obwohl die Daten statistisch nicht signifikant seien, seien sie ermutigend genug, um grössere Studien anzustossen, sagte Gordon, der an einer anderen internationalen Studie namens REMAP-CAP teilnehme, die ebenfalls plane, das Medikament zu testen.
Infliximab sei ein Antikörper, der als einmalige Infusion verabreicht wird und den Tumornekrosefaktor-alpha, ein zentrales Signalmolekül des Immunsystems, blockiert. Es werde zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen wie rheumatoider Arthritis und entzündlichen Darmerkrankungen eingesetzt. Einige Beobachtungsdaten aus grossen Patientenpopulationen würden darauf hindeuten, dass das Medikament auch vor Covid-19 schützen kann, so Røttingen.
Artesunat, ein injiziertes Derivat von Artemisinin und ein wirksames Mittel zur Bekämpfung von Malariaparasiten, hätte in Laborstudien zu SARS-CoV-2 ebenfalls eine gewisse antivirale Wirkung gezeigt. Solidarity würde es jedoch wegen einer anderen Wirkung testen: Das Medikament scheine Entzündungen zu verringern und Signalen entgegenzuwirken, die Immunzellen ins Gewebe locken. Das könne die Immunreaktionen stoppen, die die Lunge bei schweren Verläufen von «Covid-19» schädigen.
Vier Behandlungen zeigten keinen Nutzen
Die Wiederbelebung von Solidarity habe lange auf sich warten lassen, so Science weiter. Im Oktober 2020 seien die Ergebnisse von mehr als 11’000 Patienten in 400 Krankenhäusern veröffentlicht worden, die die Hoffnungen zerstörten und den Hype beendeten, indem sie keinen Nutzen für vier Behandlungen zeigten: die HIV-Kombinationstherapie Lopinavir/Ritonavir, das Malariamittel Hydroxychloroquin, Interferon-beta und das antivirale Mittel Remdesivir von Gilead Sciences. Die Remdesivir-Studie sei noch eine Weile fortgesetzt worden, um weitere Daten zu sammeln – die vollständigen Ergebnisse würden in den kommenden Wochen erwartet –, doch Ende Januar seien alle Studienarme gestoppt worden.
Ein unabhängiger Expertenausschuss hätte kurz darauf die drei neuen Medikamente ausgewählt. Die Verzögerung sei zum einen auf Verhandlungen mit den Herstellern zurückzuführen, um sicherzustellen, dass die Medikamente weltweit zu erschwinglichen Preisen erhältlich sind, falls sie sich als wirksam erweisen, sagte Røttingen. Zum anderen auf die Zeit, die für die behördlichen und ethischen Genehmigungen in den teilnehmenden Ländern benötigt würden.
«Wir haben festgestellt, dass zu Beginn der Epidemie eine grosse Bereitschaft bestand, ausserhalb des normalen Systems zu arbeiten und die Prozesse zu beschleunigen, und das scheint jetzt weniger der Fall zu sein», sagte Røttingen. Das sei verständlich, fügte er hinzu, «aber es zeigt auch, dass diese Verfahren nicht für Notfälle geeignet sind. Wir brauchen für die Zukunft in allen Ländern schnellere Systeme».
Kommentar Corona-Transition
Was Science nicht erwähnt: Die in der Solidarity-Studie getesteten Medikamente haben nicht nur keinen Nutzen gebracht. Sie haben sehr wahrscheinlich auch oft die Symptome verschlimmert und Todesopfer gefordert. Zum einen wurde das Hydroxychloroquin massiv überdosiert (Corona-Transition berichtete). Anscheinend wegen einer banalen Verwechslung der Namen Hydroxychloroquin und Hydroxychinolin. Zum anderen ist bekannt, dass Lopinavir, Ritonavir und Remdesivir tödliche Nebenwirkungen haben können. Diese Präparate sind immunsuppressiv und hemmen die Zellreproduktion.
Die Bill & Melinda Gates Foundation überweist dem Imperial College London, dem Arbeitgeber von Anthony Gordon, regelmässig saftige Zuschüsse. Ob das ein Einfluss hat auf Gordons Meinung, dass die statistisch insignifikanten Daten über Imatinib ermutigend genug sind, um grössere Studien anzustossen? Das Imperial College London ist auch der Arbeitgeber des berüchtigten Kassandrarufers Neil Ferguson, dessen Arbeit direkt von der Stiftung des Milliardärs finanziert wird.
Und das Scripps Research Translational Institute wird ebenfalls von der Gates Foundation grosszügig finanziell unterstützt. Zur Erinnerung: Dessen Direktor, Eric Topol, findet es grossartig, dass die Solidarity-Studien wieder starten, «da sie bereits einen wichtigen Beitrag zu unserem therapeutischen Ansatz während der Pandemie geleistet haben».
Zu den drei Medikamenten, die nun in SolidarityPlus getestet werden
Das gefährlichste der drei Medikamente ist vermutlich Imatinib, ein orales chemotherapeutisches Medikament. Zu dessen üblichen Nebenwirkungen gehören Erbrechen, Durchfall, Kopfschmerzen, Muskel- oder Gelenkschmerzen, Muskelkrämpfe, Hautausschlag und grippeähnliche Symptome. Zu den schwereren Nebenwirkungen gehören schwere blasenbildende Hautausschläge, Magen-Darm-Blutungen, Schwäche mit Kurzatmigkeit, schwere grippeähnliche Symptome, leichte Blutergüsse oder Blutungen, schwarzer oder blutiger Stuhlgang, dunkler Urin und Erbrechen, «das wie Kaffeesatz aussieht».
Unter den häufigen Nebenwirkungen von Infliximab befinden sich Übelkeit, eine verstopfte Nase und Hautausschläge. Ernstere Nebenwirkung sind unter anderem leichte Blutergüsse oder Blutungen, Krampfanfälle, Verwirrung und Kurzatmigkeit.
Artesunat kann zum Beispiel ein akutes Nierenversagen verursachen, das eine Dialyse erfordert. Und es interagiert mit Imatinib, einem der anderen drei zu testenden Medikamente. Es ist zu hoffen, dass diese beiden Medikamente nicht aus Versehen in Kombination verabreicht werden.
Es versteht sich von selbst: Wenn Medikamente, die gegen grippeähnliche Symptome eingesetzt werden, selbst solche Symptome verursachen können, dann lassen sich die Ursachen der Symptome nach Verabreichung des Medikaments nicht mehr unterscheiden.
Zu den zwei Medikamenten, die in der Recovery-Studie angeblich einen Nutzen zeigten
Tocilizumab, unter dem Namen Actemra von Roche hergestellt und unter anderem zur Behandlung von rheumatoider Arthritis eingesetzt, ist ebenfalls immunsuppressiv. Zu dessen Nebenwirkungen gehören Atemwegsinfektionen (über 10%) und andere schwere Infektionskrankheiten, hohe Leberwerte, Bluthochdruck.
Seit Actemra im Jahre 2010 in den USA auf den Markt kam, wurden bei der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) über 1000 von diesem Medikament verursachte Todesfälle gemeldet. Die tatsächliche Zahl ist jedoch wahrscheinlich höher, da das Überwachungssystem der FDA einen Bruchteil der unerwünschten Ereignisse erfasst, die bei den Patienten auftreten.
Dexamethason, ein Corticoteroid, kann unter anderem Infektionen verursachen, die lange anhalten. «Long Covid»? Corticosteroide sollten nur bei einer fortgeschrittenen Infektion angewendet werden. Eine zu frühe Anwendung, wie sie bei «Covid»-Patienten oft stattfindet, kann den Zustand des Patienten verschlimmern. Es ist nicht auszuschliessen, dass manche Patienten deswegen schwere Atemnot bekamen und intubiert werden mussten, was wiederum viele Todesfälle forderte.
Es ist zu vermuten, dass auch die in dieser neuen Studie getesteten Medikamente schwere Erkrankungen verursachen und Todesopfer fordern werden, die dann als «Covid»-Fälle und -Todesfälle verkauft werden. Auch weil die Diagnose immer noch auf wissenschaftlich bedeutungslosen Tests beruht anstatt auf einer ordentlichen Anamnese und einer klinischen Diagnose. Ein positiver SARS-CoV-2-Test führt zur Diagnose «Covid-19», ungeachtet der effektiven Krankheit. Und eine falsche Diagnose führt zu einer falschen Therapie. Erbrechen, «das wie Kaffeesatz aussieht», wird dann vielleicht zu einem neuen «Covid-19»-Symptom.
Neben denjenigen mit experimentellen Gen-Präparaten gehen somit auch diese unsinnigen, unter dem Vorwand des Notfalls durchgeführten Menschenversuche weiter.
Kriminelle Afghanen dürfen bleiben – Armin Laschets Chancen sinken dramatisch
Der im Wahlkampf auf unsichtbar gestellte Laschet hat sich einmal in der Frage der Abschiebungen von Afghanen aus der Deckung gewagt und wird dafür von seinen eigenen Leuten verprügelt. Wie Merkels CDU ihren Kandidaten zerlegt. Von Alexander Wallasch.
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«Fast alle Despotien glauben, dass es zum Wohle des Volkes ist, dass es seiner Handlungsfreiheit beraubt wird»
Der britische Autor, Historiker und pensionierte Richter am Obersten Gerichtshof, Lord Sumption, hatte sich während der Covid-19-Pandemie lautstark zu Wort gemeldet und die Weisheit, Notwendigkeit und Rechtmässigkeit der Anwendung des Public Health Act (Control of Disease) von 1984 durch die britische Regierung zur Durchführung ausserordentlicher Abriegelungsmassnahmen (Lockdowns) in Frage gestellt.

In diesem ausführlichen Gespräch setzt sich Professor Bhattacharya mit Lord Sumption zusammen, um dringende ethische und rechtliche Fragen zu erörtern, die durch die Covid-19-Massnahmen aufgeworfen wurden und um den historischen Kontext sowie mögliche Auswirkungen für die Zukunft zu untersuchen.
Im Anhang finden Sie das Original-Transkript auf Englisch und die deutsche Übersetzung.
[05:47] Lord Sumption:
Seit drei oder vier Jahrhunderten haben vor allem die westlichen Gesellschaften ihr goldenes Zeitalter in die Zukunft verlegt. Es ist etwas, das sie anstreben. Um etwas für die nächsten Jahrhunderte zu schaffen, ist ein Mythos einfach irrelevant.
Ich glaube also nicht, dass wir Mythen brauchen. Was wir brauchen, ist eine Kultur der Zusammenarbeit, eine Kultur, die sich einer Sache verschrieben hat, die mit Gesetzen allein nicht zu schaffen ist.
Was ist bei der Pandemie geschehen? Die Regierungen brauchen Notstandsgesetze, denn es gibt Katastrophen, die nur durch die Anwendung solcher Gesetze eingedämmt werden können. Aber ihre Existenz und ihre Funktionsfähigkeit hängen von einer Kultur der Zurückhaltung ab, wenn es darum geht, unter welchen Umständen und in welchem Ausmass sie angewendet werden sollen.
Was wir in der Zeit der Pandemie erlebt haben, ist sehr bemerkenswert, denn die Interaktion zwischen Menschen ist kein optionales Extra. Sie ist die grundlegende Basis der menschlichen Gesellschaft. Sie ist die Grundlage unseres Gefühlslebens, unserer kulturellen Existenz, jedes sozialen Aspekts unseres Lebens und des gesamten Modells, nach dem wir zusammenarbeiten, um gemeinsam Vorteile für uns zu erzielen.
All dies hängt von der Interaktion zwischen anderen Menschen ab. Daher scheint mir ein System, das versucht, den Umgang mit anderen Menschen zusammen mit anderen Menschen unter Strafe zu stellen, eine zutiefst zerstörerische – ich würde sogar sagen, eine böse – Sache zu sein.
Ich behaupte nicht, dass die Menschen, die diese Dinge tun, böse sind. In den meisten Fällen sind sie von gutem Willen und dem aufrichtigen Wunsch beseelt, Menschen zu helfen. Aber obwohl sie nicht böse sind, obwohl ihre Absichten in den meisten Fällen gut sind, ist das, was sie tatsächlich tun, sehr schädlich für jede menschliche Gesellschaft.
[12:15] Lord Sumption:
Alle Despotien – oder fast alle Despotien – glauben, dass es zum Wohle des Volkes ist, dass es seiner Handlungsfreiheit beraubt wird. Die klassische marxistische Theorie besagt, dass die Menschen nicht in der Lage sind, selbst zu entscheiden, was sie wollen, weil ihre Entscheidungen eng mit sozialen Konstruktionen verbunden sind, die sie nicht selbst geschaffen haben und die daher von aufgeklärteren Menschen abgebaut werden müssen, bevor sie wirklich frei sein können.
Dies ist der Mythos der Despotien von rechts und links. Und es ist ein zutiefst zerstörerischer Mythos, dessen Auswirkungen wir in Europa im Laufe des 20. Jahrhunderts gesehen haben. Und es ist keine Welt, in die irgendein vernünftiger Mensch zurückkehren möchte.
Das Hauptproblem von Lockdowns und ähnlicher Methoden der sozialen Distanzierung besteht darin, dass sie uns daran hindern sollen, unsere eigenen Risikobewertungen vorzunehmen.
Das ist meiner Meinung nach unter allen Umständen ein ernstes Problem, und zwar aus zwei Gründen. Der erste ist, dass wir vielleicht gar nicht völlig sicher sein wollen. Es gibt einen Kompromiss zwischen Sicherheit und dem tatsächlichen Inhalt unseres Lebens. Wir können durchaus bereit sein, das Risiko einzugehen, etwas weniger lange zu leben, um dafür ein reicheres Leben zu haben, solange wir noch leben.

[17:30] Jay Bhattacharya:
Ich habe den Eindruck, dass die jungen Menschen durch die Lockdowns in vielerlei Hinsicht geschädigt werden. Und deshalb ist es mir ein Rätsel, warum es dafür so viel Unterstützung gibt.
[17:51] Lord Sumption:
Nun, ich stimme mit Ihrer Diagnose völlig überein. Ich denke, dass – ich behaupte nicht, dass ich es ganz verstehe – aber ich denke, dass ich zumindest eine teilweise Erklärung anbieten kann.
Der erste ist, dass ich denke, dass den jungen Leuten heute eine historische Perspektive fehlt, die es ihnen ermöglichen würde, die Dilemmata menschlicher Gesellschaften und die Erfahrungen der Vergangenheit, die oft sehr lehrreich sind, besser zu verstehen.
Der zweite Faktor, der meiner Meinung nach wichtig ist, ist die Politisierung dieses Themas. Es hätte nicht politisiert werden dürfen, aber sowohl in Grossbritannien als auch in den Vereinigten Staaten wurde die Opposition gegen Lockdowns mit der Rechten und die Unterstützung von Lockdowns mit der Linken in Verbindung gebracht.
Ich halte dies für eine ganz aussergewöhnliche Dichotomie, denn die durch die Pandemie aufgeworfenen Fragen und die dagegen getroffenen Massnahmen haben absolut nichts mit den traditionellen Werten zu tun, die die Debatte auf der rechten und linken Seite unseres politischen Spektrums belebt haben. Überhaupt nichts. Daher finde ich es sehr erstaunlich, dass dies geschehen ist, was zweifellos der Fall ist. Und eine der Folgen davon ist, dass die jungen Leute im Grossen und Ganzen linker sind als ihre Eltern, nämlich die instinktive Akzeptanz der sozialen Kontrolle als Antwort auf jedes grössere Problem.
Ich glaube, dass es unter den jungen Menschen auch einen natürlichen und, wie ich meine, ungerechtfertigten Optimismus darüber gibt, was menschliche Gesellschaften erreichen können. Ich glaube, das hat sie zu dem Glauben verleitet, dass es potenziell nichts gibt, was die menschliche Gesellschaft nicht erreichen kann, wenn sie nur genug guten Willen und genug Geld aufbringt.
Tatsächlich lernen wir gerade, dass es viele Dinge gibt, die menschliche Gesellschaften noch nie geschafft haben und auch jetzt nicht schaffen können, nämlich sich gegen Krankheiten zu immunisieren.
Durch Dinge wie Impfungen wird ein hoher Schutzgrad erreicht, aber ich glaube, niemand behauptet, dass sie Krankheiten vollständig beseitigen.
Die Weltgesundheitsorganisation sagt, dass nur zwei epidemische Krankheiten jemals vollständig ausgerottet worden sind. Das bekannteste Beispiel sind die Pocken, und das dauerte fast 300 Jahre nach der Entwicklung der ersten Pockenimpfstoffe.
Wir sind also – und damit komme ich wieder auf meinen Punkt der fehlenden historischen Perspektive zurück – übermässig optimistisch in Bezug auf das, was die Menschen erreichen können, und das Problem ist, dass wir, wenn diese Erwartungen und Hoffnungen unweigerlich enttäuscht werden, nicht sagen: «Nun, wir waren von Anfang an zu optimistisch». Wir sagen: «Die Politiker, die Institutionen haben uns im Stich gelassen».
Das ist der Hauptgrund, warum die Demokratie ihren Einfluss auf die Menschen verloren hat, insbesondere auf die jüngere Generation. Dies ist ein Phänomen, das durch Umfragen im gesamten Westen bestätigt wurde. Die Pew-Forschungsumfragen zur Weltmeinung der letzten 25 Jahre, die jährliche Umfrage der Handsard-Society zum politischen Engagement im Vereinigten Königreich kommen alle zu demselben Ergebnis:
Die Menschen wenden sich von der Demokratie ab, vor allem in der jüngeren Generation und insbesondere in den ältesten Demokratien, wo der anfängliche Idealismus nicht mehr ausreicht, um die Idee aufrechtzuerhalten. Das ist eine sehr ernste Angelegenheit.
Die Enttäuschung von Zukunftserwartungen ist der Hauptgrund für die Ablehnung der Demokratie, und zwar überall dort, wo dies geschehen ist.
Und das wichtigste historische Beispiel dafür, jedenfalls in Europa, war die Stimmung unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg. Enttäuschte Erwartungen, enttäuschte Hoffnungen auf eine Verbesserung des Loses der Menschheit waren meines Erachtens der Hauptgrund dafür, dass sich zwischen den Kriegen so viele europäische Länder einem grausamen und unerträglichen Despotismus als Lösung für ihre Probleme zuwandten.
Und was wir jetzt erleben, ist eine weniger dramatische Version desselben Problems. … Für den Moment weniger dramatisch, hoffentlich für immer weniger dramatisch. Aber wie ich schon sagte, ich bin nicht optimistisch.
[26:11] Lord Sumption:
Ich denke, dass die erste Pflicht einer jeden Regierung, die sich mit irgendeinem Thema beschäftigt, Objektivität und Wahrheit ist. Es gibt keine Umstände, unter denen ich akzeptieren würde, dass es für Regierungen legitim ist, zu lügen. Und in die Kategorie der Lügen würde ich Verzerrungen der Wahrheit und Übertreibungen einschliessen.
Ich denke, es gibt Umstände, vor allem im Zusammenhang mit der Verteidigung, unter denen es legitim ist, dass Regierungen Dinge verschweigen. Aber die aktive Verfälschung von Tatsachen ist niemals verzeihlich.
[30:04] Lord Sumption:
Menschen, die ein hohes Mass an Vertrauen in die Regierung als Schutz vor jedem Unglück haben, sagten: «Schauen Sie, was sie in China, in Italien, in Spanien, in Frankreich tun. Die Regierung ergreift dort Massnahmen. Das ist sehr menschlich und bewundernswert von ihnen. Warum tun wir nicht dasselbe?» Menschen, die sehen, dass anderswo harte Massnahmen ergriffen werden, neigen dazu zu sagen:
«Nun, sehen Sie, Handeln ist immer besser als Nichtstun. Warum machen wir nicht weiter?» Dies ist im Wesentlichen ein politisches Argument. Es ist kein wissenschaftliches, aber es war entscheidend.
In diesem Land gab Professor Neil Ferguson, der für einige der düstersten statistischen Prophezeiungen verantwortlich ist, die zu irgendeinem Zeitpunkt in irgendeinem Land über die Pandemie herausgegeben wurden – von denen sich die meisten als übertrieben erwiesen haben -, einer nationalen Zeitung ein äusserst aufschlussreiches Interview, in dem er sagte: «Nun, wir haben nie wirklich über Lockdowns nachgedacht, weil wir uns nicht vorstellen konnten, dass das möglich ist. Wir dachten, das sei undenkbar, und dann hat China es getan, und dann hat Italien es getan. Und uns wurde klar, dass wir damit durchkommen könnten.» Das ist fast ein Zitat.
Nun, die Gründe, warum wir uns vor März 2020 nicht wie China verhalten haben, waren nicht nur pragmatische Gründe. Es war nicht so, dass wir dachten, es würde nicht funktionieren. Die Gründe waren im Wesentlichen moralischer Natur.
Sie widersprachen grundlegend dem gesamten Ethos, auf dem unsere Gesellschaften aufgebaut sind. Menschen, die so sprechen wie Professor Ferguson in diesem Interview, erkennen absolut nicht an, dass wir moralische Gründe haben, uns nicht so zu verhalten wie die Despoten, dass wir nicht wie China sein wollen, selbst wenn es funktioniert.
Nun, es ist umstritten, ob es funktioniert. Aber selbst wenn es funktioniert, gibt es moralische Grenzen, und die wurden im Laufe dieser Krise in erheblichem Masse überschritten. Das Ergebnis ist, dass das, was als Krise der öffentlichen Gesundheit begann, immer noch eine Krise der öffentlichen Gesundheit ist, aber es ist auch eine wirtschaftliche Krise, eine Bildungskrise, eine moralische Krise und eine soziale Krise. Die letzten vier Aspekte dieser Krise, die bei weitem die schlimmsten sind, sind vollständig vom Menschen verursacht.
[35:08] Lord Sumption:
Nun, was die Gesundheitsbehörde und die Minister betrifft, so bestand das Hauptproblem darin, dass sie in einem Moment blinder Panik im März letzten Jahres dazu gedrängt wurden. Es ist völlig unmöglich für Leute, die das getan haben, ihre Meinung zu ändern, denn sie müssten sich umdrehen und ihren Leuten sagen: «Okay, es war ein Fehler. Wir haben euch umsonst wochenlanges Elend und wirtschaftliche Zerstörung zugefügt.»
Ich kenne nur eine Regierung, die mutig genug war, das zu sagen. Das ist die norwegische Regierung, die zu einem bestimmten Zeitpunkt zugab, dass die katastrophalen Kollateralfolgen des Lockdowns so gross waren, dass sie die Übung nicht wiederholen würde, wenn es weitere Wellen gäbe. Das ist, glaube ich, die relativ einfache Erklärung für die breite Schicht der Entscheidungsträger.
Ich erhalte viele Nachrichten von Bürgern – einige von ihnen in einflussreichen Positionen – in denen es heisst: «Wir sind Ihnen dankbar, dass Sie Ihre Meinung sagen. Wir trauen uns nicht, es zu tun, weil es einfach unsere Karriere oder unseren Einfluss ruinieren würde». Einige der Personen, die mir diese Nachrichten geschickt haben, sind Mitglieder des Parlaments. Einige sind hochrangige Berater in Krankenhäusern. Nicht wenige sind prominente Akademiker.
Wenn diese Menschen das Gefühl haben, dass sie keine Meinung äussern können, die der vorherrschenden Norm widerspricht, dann befinden wir uns wirklich in einer sehr ernsten Lage.


