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Warum Japan nur zusammen mit den USA Taiwan schützen will
Japans stellvertretender Regierungschef Taro Aso hat gerade öffentlich darüber gesprochen, dass Japan gemeinsam mit den USA eingreifen könnte, falls Peking ernst macht und sich das de facto unabhängige Taiwan einverleibt. Das ist eine eindeutige Antwort an Xi Jjinping, der vor wenigen Tagen unter dem Jubel der Westpresse das hundertjährige Bestehen seiner KP feiern ließ und dabei den Herrschaftsanspruch über Taiwan bekräftigte. Per Krieg soll China vereint werden, wobei Beobachter meinen, dass die Volksbefreiungsarmee PLA ab circa 2025 fähig sein soll, eine solche Operation durchzuführen. Die große Frage ist, wie ernst es Japan meinen könnte, was geschehen müsste, oder ob es doch nur ein Bluff war.
Taiwan braucht die Bombe
Bedenkt man die Unterschiede beim Umgang mit Ländern, die über ein Atomwaffenarsenal verfügen verglichen mit jenen, die darauf verzichten, dann gibt es für Taiwan nur eine Möglichkeit, ex ultimo die Unabhängigkeit zu bewahren. Sie brauchen mindestens zwei Dutzend Atomwaffen und zwar in Verbindung mit Raketensystemen, die in der Lage sind, den 1.000 Kilometer entfernten Dreischluchtendamm zu erreichen.
Das wäre das langfristig einzige Drohpotenzial, das den Planern in Peking ein Stirnrunzeln bescheren würde. Alles andere sind effektiv nur leere Worte. Insbesondere das Versagen der USA gegenüber den Philippinen in der Frage um Seerechte im Südchinesischen Meer zeigt, wie wenig Taiwan auf militärische Hilfsversprechen bauen kann. Die Aussichten auf die Einhaltung eines Bündnisversprechens werden immer unter der Kuratel der nächsten Wahl in den USA stehen und der Frage, wie das Umfeld des nächsten Präsidenten dazu steht.
In Anbetracht der größeren Umstände im Bereich der US-Bündnispolitik in Verbindung mit den Begrenzungen Japans in militärischer Hinsicht, wäre ein japanisches Garantieversprechen jedoch unmöglich oder eventuell sogar ein Selbstmord, falls die USA nicht fest dahinter stehen. Daher kann Japan nur gemeinsam mit den USA eine Garantie geben, wie es Aso auch getan hat. Dies führt zu dem Problem für beide Parteien, die USA fundamental zu binden, was nur bedingt möglich ist.
Für Taiwan wie auch Japan (und vor allem auch unter Ausfall der Philippinen infolge des Rückziehers der Obamaregierung) kann eine erfolgreiche Verteidigung der Insel letztlich prinzipiell nur dann erfolgreich sein, wenn vor Ort dauerhaft strategische Kernkomponenten existieren und diese umfassend unter deren Kontrolle stehen. Zuallererst betrifft dies Atomwaffen und deren Trägersysteme. Der Lackmustest für Taiwans Aussichten, auch künftig unabhängig zu bleiben besteht darin, ob das Land ein eigenes Arsenal aufbaut oder nicht. Falls sein, ist die Übernahme durch Rotchina gewiss.
Silicon Valley West
Die politische Rechte in den USA steht fest zu Taiwan. Dies lässt sich daran ablesen, dass sowohl das Establishment als auch wichtige Personen der Gegenkultur offen für die Verteidigung der Insel eintreten. Steve Bannon beispielsweise bezeichnete Taiwan kürzlich als das „Silicon Valley West“, da die Insel eine überragende Bedeutung für den Hardwarebereich der globalen Computerindustrie spielt.
Würden die Fähigkeiten Taiwans im Computerbereich in die Hände von Peking fallen, dann würde es erst einmal zappenduster werden, bis eigene Kapazitäten aufgebaut sind und der Rückstand gegenüber Taiwan aufgeholt ist. Doch selbst wenn die wichtigsten Kapazitäten rechtzeitig abgezogen werden könnten, würde es noch immer einige Jahre dauern, bis die Lücke wieder gefüllt ist. Das Beispiel des frühen Kalten Krieges, als die Industrie aus Böhmen und Sachsen in den Westen verlegt wurde, zeigt, dass etwas derartiges selbst unter Einsatz umfassender staatlicher Mittel und Methoden längere Zeit in Anspruch nimmt. In einer Industrie mit einem derart hohen Produktivitätsdurck wie der Hardwareindustrie ist dies gleichbedeutend mit der Pleite.
Taiwan hat damit ein ungeheuer potentes Mittel in der Hand, mit dem es die USA und vermutlich noch mehr das hochtechnisierte Japan „erpressen“ kann. Vermutlich müsste man in diese Liste auch Südkorea mit einbeziehen, jedoch hält sich das Land bei derartigen Angelegenheiten zurück, da es weiterhin umfassend mit Nordkorea beschäftigt ist. Eine Parteinahme des Landes könnte sehr schnell eskalieren, vor allem da China die hochgerüstete Steinzeitdiktatur problemlos mit modernen Waffensystemen beliefern könnte. Seoul wäre vermutlich das erste Opfer eines Krieges in Ostasien.
Signale und keine Signale
Wäre das gesamte politische Spektrum in den USA sensibilisiert gegenüber dem Schadenspotenzial, das ein Wegfall der taiwanesischen Hardwareindustrie zur Folge hätte, dann wäre die Verteidigung Taiwans keine Frage. Doch dem ist offenbar nicht so. Nicht wenige aus der oberen Etagen des US-Politzirkus lassen sich von Peking lieber auszahlen und lavieren in einer Weise herum, als hätten sie bereits ein Konto im chinesischen Sozialkreditsystem.
Würde Taiwan so zu sehr zu den USA gehören wie es Israel – in Anbetracht der Umstände wäre es angebracht – dann wäre die Rhetorik die kommunistische Staatsführung weniger aggressiv, die PLA würde sich nicht so intensiv auf eine Übernahme vorbereiten und regelmäßig in den taiwanesischen Luftraum eindringen, und auch die Obamaregierung hätte im Fall der Philippinen nicht einen derartigen Rückzieher gemacht. Vielmehr wäre die Situation als Signal genutzt worden, um der gesamten Region deutlich zu machen, wie sehr die USA zu ihren Zusagen in der Region stehen.
Die Gesamtsituation präsentiert sich in einer Weise, die in Bezug auf die Aussagen der japanischen Regierung auf zwei mögliche Szenarien hindeutet. Im ersten Szenario geht es alleine um einen taktischen Zeitgewinn. Japan weiß, dass die USA bei einer Invasion nicht helfen würden und die Insel daher fallen wird. Daher versucht die Regierung nun zumindest den Eindruck zu erwecken, dass eine größere Front gegen Rotchina stehen würde, falls das Land den Sprung wagen würde.
Neben dem in der Aussage verborgenen generellen Abschreckungspotenzial beinhaltet sie für Peking den Zwang, sich militärisch deutlich stärker und breiter aufzustellen, was den Termin für eine erfolgreiche Invasion weiter nach hinten schieben würde. Niemand weiß zwar, was in den Jahren ab 2035 geopolitisch der Fall sein wird, allerdings wäre eine Invasion für die Zeit davor abgewendet.
Zweites Szenario in Japans Kalkül könnte darin bestehen, dass es die Regierung durchaus ernst meint mit der militärischen Unterstützung Taiwans und zwar auch ohne die USA im Rücken. Dies wäre ein hochgefährliches Unterfangen, da Japan zwar technologisch deutlich vorne liegt und ein Meer zwischen den beiden Ländern liegt. Allerdings ist der Vorsprung nicht mehr groß genug, um eine 10:1 Übermacht ohne dramatische eigene Verluste abwehren zu können. Japan an der Seite Taiwans könnte tatsächlich auch fallen. Der Preis wäre für Peking so groß, dass sie diesen eventuell sogar haben wollen.
Der Gedanke hinter einem derartigen Risikokalkül Japans besteht darin, dass sich die USA nicht mehr heraushalten könnten. Sollte Japan gegen China in den Krieg ziehen, dann hätte keine Regierung in Washington mehr die Wahl mehr. Eine Neutralität wäre ausgeschlossen, der Krieg um ganz Ostasien müsste gegen die KP Chinas ausgefochten werden. Leider muss unbekannt bleiben, was die japanische Regierung genau mit den Aussagen verfolgt. Allerdings sollte einen beunruhigen, dass sie überhaupt gefallen sind. Immer dann, wenn eine derartige Andeutung öffentlich fällt, sind im Hintergrund bereits sehr viele Würfel in diese Richtung gefallen.
Weltweit multiple Krisenszenarien
China kann die Welt nicht aktiv erobern, das Land kann lediglich die Konkurrenz so weit schwächen, dass diese innerlich zu schwach sind, um China als Lückenfüller zu verhindern. Chinesische Planer wissen dies und berücksichtigen es in ihren Szenarien. Sollte die Eroberung Taiwans also in Pekings Liste mit Vorhaben ganz nach oben rücken, dann würden davor weltweit zahllose wirtschaftliche und politische Krisen ausbrechen, mit denen die USA und deren Verbündete beschäftigt werden. Hier einige Beispiele:
- ein offener Krieg gegen Russland um die Ukraine
- die Türkei aktiviert seine Eroberungspläne für Armenien und Griechenland
- Krieg zwischen Indien und Pakistan
- Krieg um das Nilwasser zwischen Ägypten, dem Sudan und Äthiopien
- Gewalttätige Aufstände durch Separatisten (Jugoslawien, Äthiopien, Irak, Somalia, Syrien, Afghanistan, Nordirland, Transsylvanien, Moldau, Baskenland, Indonesien, Indien, Kongo, Mittelamerika etc; die Liste ist lang)
- ein Aufflammen des islamischen Terrors in Arabien, Afrika, Europa und rund um Israel
- Ölembargos durch wichtige arabische Länder (Iran, Katar) und Venezuela
- Dauerangriffe auf kleinere Ziele durch „russische Hacker“, die den Wirtschaftskreislauf unter Stress setzen
- „Unfälle“ in wichtigen Industrieanlagen (zB Raffinerien, Handelsrouten, Chemiekomplexe)
- Politische Skandale, Wahlfälschungen und Polarisierung der Wahlbevölkerung
- Flüchtlingswellen in Richtung der USA und US-Verbündeter
- Flutung der Zielgesellschaften mit harten Drogen, evtl auch mit Falschgeld
Es gäbe mit Sicherheit noch einige weitere Druckpunkte, die sich mit relativ wenig Aufwand seitens chinesischer Geheimdienste aktivieren ließen. Mehr als eine Milliarde Dollar an monatlichem Budget plus umfassende Zugriffsmöglichkeiten auf chinesische Auslandspotenziale bräuchte es wohl nicht, um den Planeten in das ultimative Chaos zu stürzen.
Die USA als bedeutendster globaler Spieler wären dadurch in einer Weise beschäftigt und belastet, dass die erfolgreiche Abwehr einer Invasion Taiwans wohl nicht mehr möglich wäre. Dank der NATO und anderer Verteidigungsbündnisse ließe sich die Kriegsführung in Teilen zwar externalisieren, jedoch ist abhängig von den Kriegsgebieten fraglich, ob Taiwan auf der Prioritätenliste noch immer ganz oben stünde.
Mit einem Dutzend Flugzeugträgern und zwei Kriegen, die das US-Militär gleichzeitig führen kann, kann in einem außer Kontrolle geratenen globalen Krisenszenario würde die Macht der USA zwangsläufig überstreckt werden. Sollte Peking dann noch Nordkorea zu einem Angriff auf Südkorea anreizen, dann wäre es wohl sehr schnell vorbei mit der US-Hegemonie über Ostasien.
Es verwundert daher keineswegs, wenn chinesische Planer als Parole ausgeben, die USA unter keinen Umständen zu einem Krieg zu reizen. Erst müssen alle Vorbereitungen stehen und dann kann zur Welteroberung mit dem Zwischenschritt Taiwan angesetzt werden.
Für Taiwan heißt es: Tertiam non datur
Im Grunde genommen müsste Taiwan noch heute eine Invastion des Festlandes beginnen. Mit einem gut getakteten Überraschungsangriff wäre ein erfolgreiches Überrennen der gegenüberliegenden Provinz Fujan nicht unmöglich. Gleich zu Beginn sämtliche KP-Mitglieder der Provinz exekutiert werden und nachfolgend müsste die Provinz dann so lange gehalten werden, wie es möglich ist, ohne die Hauptinsel unmittelbar zu gefährden. In Anbetracht der bergigen Region ist das für eine Weile zumindest nicht undenkbar. Taiwan müsste Fujan für die PLA in ein Afghanistan verwandeln, in dem jeder Einwohner der PLA selbst nach einem Rückzug Taiwans mit einer eigenen AK47 und reichlich anderen militärischen Mitteln entgegentreten könnte.
Eine derartig blutige Kampagne wäre nicht unmöglich und sie würde absehbar wohl auch Pekings Herrschaftsträumen über Taiwan ein Ende bereiten. Doch es wäre auch ein Plan, der zu verrückt ist, als dass er ernsthaft erwogen werden könnte.
Damit bleiben Taiwan exakt zwei Möglichkeiten für den Umgang mit der Gefahr vom Festland:
- Die Entwicklung eigener Atomwaffen inklusive Trägersystem
- Das Einleiten von Kapitulationsverhandlungen mit Peking
Genau das hat Taro Aso den politisch Verantwortlichen in den USA und Taipeh mitgeteilt, als er öffentlich eine Bündnisverpflichtung gegenüber Taiwan durch Japan und den USA ins Gespräch brachte.
Quelle Titelbild
„Cyber Polygon“ – die nächste s(t)imulierte Panik
Tempolimit 130: Die Beschränkten

Eingeschlafene Füße machen ein unangenehmes Gefühl. Schöne Gefühle sind aber wichtig. Nicht auszudenken, wie unangenehm das Gefühl sein muß, wenn einem das Gehirn einschläft. Man würde womöglich ein generelles Tempolimit von 130 auf Autobahnen befürworten. Wie peinlich. Peinlichkeit verursacht auch ein unangenehmes Gefühl. Der feinfühlige Kommentar für die Beschränkten.
von Max Erdinger
Es gibt Meldungen, die man nicht unkommentiert lassen kann. Das hier ist so eine. Die Nachrichtenagentur dts:
„Die Union stößt mit ihrem Nein zu einem Tempolimit von 130 auf Autobahnen auf Widerstand. „Ein Tempolimit auf Bundesautobahnen wäre eine geeignete und dazu auch kostengünstig und einfach umzusetzende Maßnahme, die Verkehrssicherheit zu erhöhen“, sagte der Präsident des Deutschen Verkehrssicherheitsrats, Walter Eichendorf, dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Auf diese Weise würden weniger Menschen getötet oder schwer verletzt.
Sicherlich habe ein Tempolimit auf Autobahnen nicht denselben Effekt wie etwa Tempo 80 auf schmalen Landstraßen. „Für uns zählt aber jedes Menschenleben“, sagte Eichendorf. Auch von den Grünen, die in ihrem Wahlprogramm ein Tempolimit von 130 auf Autobahnen fordern, kam Protest.
„Tempo 130 ist überfällig. Wir würden damit nur nachholen, was sich in allen anderen Industrieländern längst bewährt hat“, sagte Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter. „Tempo 130 schafft Sicherheit auf der Autobahn, erhöht ihre Kapazität, mindert Energieverbrauch, Lärm, Schadstoffe und Klimagasausstoß. Es kommt auch der Elektromobilität entgegen, denn E-Autos werden nicht zum Rasen konzipiert.“ Der Kanzlerkandidat der Union und nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte ein Tempolimit auf Autobahnen zuvor als unlogisch bezeichnet. Schließlich stoße ein Elektroauto auch bei schnellem Fahren kein klimaschädliches CO2 aus.
Es sei wichtiger Technologien zu verbessern, hatte er dem RND gesagt. Hofreiter warf Laschet ideologische Scheuklappen vor. „Die Gesellschaft ist bei Tempo 130 längst weiter als Armin Laschet“, sagte er.“ (Quelle: dts)
Denken wie Eichendorf
Jetzt halten „wir“ uns einmal für den Präsidenten des Deutschen Verkehrssicherheitsrats und behaupten etwas. Dabei hoffen „wir“ darauf, daß es niemand besser weiß. Die Behauptung: „Ein Tempolimit senkt die Zahl der Verkehrstoten.“ Und nun der ärgerliche Besserwisser, der „uns“ ein unangenehmes Gefühl macht: „Das stimmt nicht!“.
Für die Behauptung, daß es nicht stimmt, führt der Besserwisser eine Statistik an, die von der WHO unter dem Titel „Road Safety Report“ im Jahr 2018 herausgegeben wurde. Es geht dabei um die Zahl der Verkehrstoten pro 100.000 motorisierter Fahrzeuge, gestaffelt nach Ländern. Veröffentlicht worden waren die entsprechenden Daten aus ca. 100 Ländern. Einmal abgesehen davon, daß es in dem Zwergstaat San Marino statistisch betrachtet nicht einen einzigen motorisierten Verkehrstoten gegeben hat, weil es dort keine 100.000 Motorfahrzeuge gibt, werden die vorderen vier Plätze belegt von Schweden mit 4,4 Verkehrstoten, Großbritannien mit 4,7 sowie Japan und Deutschland mit jeweils 5,7 Verkehrstoten. Zum Vergleich: Kanada 7,8 – USA 12,5 – Äthiopien 614,3 (!). In den Niederlanden sind es geschlichene 5,8 und in Frankreich lahmarschige 8,2. (Quelle: Schleichen ist tödlich)
Der Besserwisser weiß noch mehr: Deutschland hat mit über 13.000 Kilometern das viertlängste Autobahn-Streckennetz der Welt. Mit Geschwindigkeitsbeschränkungen versehen sind bereits heute etwa ein Drittel aller deutschen Autobahnkilometer. Wie der leidgeprüfte Autofahrer weiß, erhöht sich dieses Drittel um die Gesamtlänge aller Dauerbaustellen, die es gibt – und das werden gefühlt immer mehr. Zudem gibt es immer mehr Streckenabschnitte, bei denen flexible Geschwindigkeitsbeschränkungen in Abhängigkeit von gemessener Verkehrsdichte und Wetterbedingungen gelten. Ansonsten gilt eine Richtgeschwidigkeit von 130 km/h. Tatsächlich unbeschränkt ist lediglich ein kleiner Teil des deutschen Streckennetzes – und selbst auf dem gibt es faktische Geschwindigkeitsbeschränkungen durch die jeweilige Verkehrslage. Als jemand, der das ganze deutsche Autobahnnetz kennt wie seine Westentasche, weiß ich, daß sich die Streckenabschnitte, auf denen man jederzeit die Pferdchen galoppieren lassen kann, an einer Hand abzählen lassen. Daß diese wenigen Streckenabschnitte die Lebensfreude anstatt der Sterblichkeit erhöhen – das weiß ich auch.
Es wären weitere Aufschlüsselungen möglich. So könnte man z.B. aufschlüsseln nach Verkehrstoten pro 100.000 zurückgelegter Kilometer anstatt nach 100.000 motorisierten Fahrzeugen – und wieder würde Deutschland auf einem der vorbildlichen Plätze landen. Ganz ohne Tempolimit. Wer als Ziel eine Null bei der Sterblichkeit im Straßenverkehr anstrebt, muß die Autobahnen in Parkplätze umwandeln.
Das Tempolimit aus Sicht der langsamen Verkehrsteilnehmer
Die langsamten Fahrzeuge im deutschen Streckennetz sind PKW mit Anhängern, LKWs und Omnibusse. Aus der Perspektive des Reisebusfahrers ist Deutschland ein Paradies im Vergleich zu den Schleichländern. Der Grund: Er darf 100 km/h schnell fahren. Schneller kann er nicht, weil ihm Eurokraten Mitte der Neunziger Jahre einen Geschwindigkeitsbegrenzer reingedrückt haben. LKW dürften eigentlich nur 80 km/h schnell unterwegs sein, seltsamerweise regelt deren Geschwindigkeitsbegrenzer aber erst bei 89 – 90 km/h ab. Es dürfte wohl kein anderes Fahrzeug geben, das bauartbedingt so oft die Spur zum Überholen wechseln muß, wie den Reisebus im deutschen Autobahnnetz. Alle Reisebusfahrer benützen auf der Autobahn den Tempomaten.
Nun zum Vergleich der Omnibus-Überholvorgänge in Deutschland und der Schweiz, dem lahmarschigsten Land unter der europäischen Autobahnsonne, paradoxerweise aber auch das mit der höchsten PS-Dichte pro Autofahrer: In Deutschland läuft der Reisebus in der rechten Spur allmählich auf einen langsameren LKW auf. In der Annäherungsphase beobachtet der Fahrer schon einmal den schnelleren Verkehr im linken Außenspiegel, der auf der linken Spur von hinten kommt. In ziemlicher Entfernung kommt ein Pulk von drei oder vier Autos von hinten, das vorderste fährt ungefähr 160 km/h schnell. Nach ein paar Sekunden ist der Pulk vorbei, der Busfahrer setzt seinen Blinker links und schert zum Überholen in die linke Spur aus, ohne den Tempomaten ausschalten zu müssen. Deutschland: Timing is easy.
Anders in der Schweiz: Der Busfahrer, der dort in einiger Entfernung links hinter sich einen PKW ausmacht, weiß, daß er damit einen Gefährten fürs Leben gefunden hat. Es wird Jahre dauern, bis sich der Gefährte links neben dem Bus befindet – und es wird noch einmal ein paar Monate dauern, bis er schließlich „überholt hat“. Der Rütlischleicher fährt nämlich 110. Und zwar „Tacho 110“. Im Unterschied zum Bus ist der Tacho des Alm-Öhis aber nicht geeicht. Er fährt also reale 105 km/h. Höchstens. Was macht er also, der Busfahrer in der Schweiz? – Zwei Möglichkeiten: Entweder, er besetzt schon einmal die linke Spur im Heidiland, lange bevor er auf den LKW vor sich aufgelaufen ist und bremst den lahmarschigen Alm-Öhi auch noch auf das Tempo von Klaras Rollstuhl herunter – oder er schaltet den Tempomaten aus und bremst sich selbst auf LKW-Tempo herunter. Jede Wette, daß er ersteres tun wird, schon deswegen, weil die Geschwindigkeitsdifferenz, die er selbst dem LKW gegenüber hat, größer ist, als die zwischen sich und dem des langsamen Eidgenossen. Die Eidgenossen sind aber ihren Eigenwillen gewöhnt und regen sich tierisch auf, wenn sie nur 100 statt generösen 105 aufgezwungen bekommen. Die wackeren Kämpfer gegen die Habsburger haben ein hart erstrittenes Recht auf ihre gottverdammten 105 km/h. Die Folge: Stress in der Schweiz und Punktsieg für Deutschland.
Trotz des rein zufälligen Punktsieges, den Deutschland in dieser Angelegenheit ungeachtet der allgemeinen Umnachtung in anderen Fragen einfährt: Da „wir“ ja immer noch denken wie der Eichendorf, Walter und folglich auch denken wie der Präsident des deutschen Verkehrssicherheitsrates, wollen wir diejenigen mit Lob und Anerkennung überschütten, die sagenhafte dreißig Jahre lang unfallfrei unterwegs gewesen sind. In Deutschland bemißt sich die Verkehrssicherheit nämlich nach dem Kalender, nicht nach dem Streckenzähler. Meinereiner fährt gern immer so schnell, wie es unter Berücksichtigung der Sicherheitsaspekte eben geht. Selten genug können das auch 250 km/h sein. Und das macht er seit über 40 Jahren … seit bald 4 Millionen Kilometern unfall- und punktefrei. Taugt meinereiner deshalb zum leuchtenden Vorbild? – Aber hallo. Ganz unbedingt. Taugen die gottverdammten Penner und Schnarchnasen, diese dauercrashenden Wellblechfetischisten mit ihrem eingebildeten Recht auf ihren je persönlichen Dilettantismus zum Vorbild? – Im Leben nicht. Ganz unbedingt nicht. Würde sich das ändern, wenn meinereiner langsamer führe? – Nope.
Das Tempolimit aus Sicht des deutschen Routiniers im PKW
Es ist wenig los auf der Bahn. Vereinzelt LKWs in der rechten Spur, garniert mit ein paar Langsamfahrern dazwischen, die hin und wieder ausscheren „müssen“, weil sie gern 5 -10 km/h „schneller“ unterwegs sein wollen als die LKW. Die Sicht ist prima, der Asphalt ist eben und trocken, auf dem Zähler stehen komfortable 210 Sachen. „Wir“ fahren immer wieder in die rechte Spur zurück, wenn die Lücken dort lang genug sind, um ein Weilchen dort zu bleiben, weil „wir“ niemanden ausbremsen wollen, der eventuell mit großer Lebensfreude und tapferen 270 Sachen von hinten käme. Wenn „wir“ in harmonischen, langen Bögen die Spuren wechseln, beobachten „wir“ die Spiegel und blinken ausführlich links und rechts, je nachdem. Doch was ist das? – Eine Schnarchnase in der rechten Spur scheint unserer Wenigkeit gewahr worden zu sein, just in dem Moment, als „wir“ weit hinter ihr in die linke Spur gewechselt hatten. Die Schnarchnase ist in einem Minderfahrzeug unterwegs. Die Geschwindigkeitsdifferenz zwischen uns beträgt stolze 110 km/h. Gottlob sitzen „wir“ nicht in dem Minderfahrzeug, weshalb uns vorzügliche Bremsen zur Verfügung stehen. Und weil uns die sinnlose Vernichtung kinetischer Energie auf „unsere“ Kosten ärgert, ziehen wir mit aller Kraft den Hebel für die Lichthupe gegen die Verzögerungskräfte nach hinten. Vielleicht wird sich die Schnarchnase ja ihres gräßlich leichtsinnigen Fehlverhaltens noch bewußt, ehe wir dabei zusehen müssen, wie uns hinter ihr die Füße einschlafen, was bekanntlich ein sehr unangenehmes Gefühl ist.
Doch weit gefehlt! Die Schnarchnase fängt wild zu gestikulieren an. War das ein Mittelfinger, den sie da gerade vor ihren Innenspiegel gehalten hat? Wie heißen die beiden Rotznasen auf dem Rücksitz des Minderfahrzeugs? Was ist mit „F*CK Nazis“ auf dem Aufkleber neben dem von Greenpeace gemeint? Daß die Schnarchnase im Geiste so minderbemittelt ist, wie der Verbrennungstriebling unter der Motörchenhaube ihres klapprigen Rosthaufens beim Vortrieb? Und als wir endlich wieder beschleunigen konnten – hat uns da die verpennte Schnarchnase etwa die „Mattscheibe“ zum linken Seitenfenster heraus gezeigt? – Ja, genau so ist es gewesen.
Brauchen „wir“ also ein Tempolimit, oder brauchen „wir“ eine andere Änderung der Straßenverkehrsordnung? Ob man die StVO wohl um ein Züchtigungsrecht ergänzen sollte zum Zwecke der Läuterung von Schnarchnasen? Es kann doch nicht ewig so weitergehen, daß die sich auf der lebensgefährlichen Autobahn so verhalten, als säßen sie bei der „Sendung mit der Maus“ harmlos bei sich zuhause vor dem Fernseher!? – Wie wäre es mit Watschenautomaten an den Autobahnrastplätzen? Polizeiliche Läuterungsbeauftragte könnten die Parkplätze abklappern und die Köpfe verdächtiger Lebensgefährder in den Watschenautomaten stecken, bis statt unserer Bremsscheiben deren thumbe Pausbäckchen glühen. Ich bin mir sicher, daß solches die Verkehrssicherheit deutlich besser erhöhen würde, als jedes Tempolimit. Die Schweizer und die Niederländer sollen einfach außen um Deutschland herumfahren. Nicht daß es hernach heißt, sie seien wegen der deutschen Ausländerfeindlichkeit maulschelliert worden.
Von Zürich aus kommt man auch über Frankreich und Belgien langsam zu seinem Krabbel … Krabbenbrötchen in „Katwijk aan Zee“. In der umgekehrten Richtung kommt man „nur net hudle“ an ein „Zürcher Geschnetzeltes“. Das gibt´s überhaupt nur deswegen, weil die Eidgenossen in Klaras PS-starkem Rollstuhl auch für den sinnvollen Gebrauch von Messer und Gabel zu langsam schauen. Der deutsche Autobahnroutinier hingegen schneidet sich sein Fleischgericht unfallfrei selbst in mundgerechte Happen. Hoch lebe der deutsche Geschwindigkeitsrealist.
Jetzt aber der Hofreiter
Anton „Rapunzel“ Hofreiter, der Co-Fraktionschef der Grünen im Bundestag, hat es bekanntlich nicht so besonders mit der Realität. Er wird auch ungern aus seinen Träumen von der besseren Zukunft geweckt. Wenn man das ein wenig zu unsanft macht, bekommt er vor lauter Aufregung ganz schnell einen roten Kopf. Ich glaube, das ist das einzige, was bei „Rapunzel“ schnell geht. Dummerweise wurde er, wie die obige dts-Meldung nahelegt, mit einer der seltenen Bekundungen von Laschets Geistesreichtum konfrontiert. Laschet sagte sehr richtig, daß ein Tempolimit mit Verweis auf die E-Autos, welche laut „Rapunzel“ nicht „zum Rasen konzipiert“ wurden, unlogisch sei. Laschets Begründung: E-Autos stoßen auch bei hohem Tempo kein CO2 aus. Heilix Blechle! Lediglich, wenn man unterstellt, daß E-Autos in ihrer ganzen Produktionskette über den herzustellenden Ladestrom bis zum Transport in die Verkaufsräume der Händler kein CO2 ausstoßen, wäre Laschets geistreiche Bemerkung ein sinnvoller Einwand gewesen. So aber ist er höchstens bedingt sinnvoll. Die sog. Umweltbilanz von E-Autos ist bislang deutlich schlechter, als die von Euro-6 Dieseln der neuesten Generation. Sehr wahrscheinlich ist sie sogar deutlich schlechter als die eines Mercedes 300 Diesel des Baujahres 1982, der heute noch fährt und inzwischen 1 Mio. Kilometer auf dem Buckel hat. Der hat zwar weder einen Dieselkat noch einen Partikelfilter, keine Ad-Blue-Einspritzung, keine Start/Stop-Automatik, keine Abgasrückführung und auch sonst nichts von dem ökopolitischen Technik-Schnickschnack, mit welchem der moderne Euro 6-Diesel zum finanziellen Leidwesen seines Besitzers geschlagen ist – aaaber: er wurde unter hohem Energieaufwand vor fast vierzig Jahren hergestellt – und bis zum heutigen Tage mußte er nicht durch ein energieaufwendig neu zu produzierendes Fahrzeug ersetzt werden. Und absolut niemand kann behaupten, in einem gepflegten 300er Diesel des Baujahres 1982 käme man heute nicht mehr entspannt und ausgeruht an welchem Ziel auch immer an. Und zwar zuverlässig. Vielleicht gibt es einen geduldigen Zeitgenossen, der dem verbärbockten „Rapunzel“ einmal die Sache mit der ökologischen Nachhaltigkeit so erklärt, daß auch er es endlich versteht.
Nein, Anton „Rapunzel“ Hofreiter, der dem linken Flügel der Grünen zugerechnet wird, – was bei den Grünen zwangsläufig heißt, daß es sich um den linksextremistischen Flügel handelt -, hat todsicher ein ganz anderes Motiv, wenn es um E-Auto und Tempolimit geht. Und zwar die Gleichheit! Es ist nämlich so: Ein Tesla S z.B. verfügt auf dem Papier über eine beeindruckende Systemleistung und es sind sagenhafte Beschleunigungswerte für den Elektroschlitten dokumentiert. Das erreicht fast schon das Niveau eines Porsche 911 turbo S. Doch nun die Frage aller Fragen: Hat irgendwer schon einmal einen Tesla S fast lautlos und hurtig über die Autobahn huschen sehen? – Nope. Warum nicht? Weil dem Tesla noch schneller, als er theoretisch fahren könnte, ganz praktisch der Saft ausgeht, wenn man sein Leistungspotential mit einem gönnerhaften Elektrogasfuß abruft. Und so sicher wie das Amen in der Kirche ist, daß ihm der Saft nicht genau vor einer Ladesäule ausgeht. Alle Tesla S, die meinereiner bisher auf der Autobahn gesehen hat, fuhren die meiste Zeit in der rechten Spur zwischen den LKW. Weil für den Tesla-Fahrer nämlich folgende Regel gilt: Wer seinen Tesla am langsamsten bewegt, kommt als Erster ans Ziel. Und die Wahrscheinlichkeit, daß er während seiner Schleichfahrt nicht bei lebendigem Leib verbrennt, ist auch höher. Das macht neben eingeschlafenen Füßen noch ein paar andere unangenehme Gefühle, z.B. auf der Fahrt von Zürich nach „Katwijk aan Zee“ – über Frankreich und Belgien.
Eines der unangenehmsten ist die nagende Ungewißheit darüber, ob ihm der Mercedes-Diesel-Fahrer sein Krabbel … Krabbenbrötchen weggefressen haben wird, bis er dort ankommt, und wenn nicht, ob die Krabben bei seiner Ankunft überhaupt noch genießbar sind. In der Zeit, die der Tesla-Fahrer an den Ladesäulen zwischen Zürich und Katwijk aan Zee zubringt, dreht Walter Röhrl nämlich 30 Runden im Porsche auf der Nordschleife des Nürburgrings. Aber das ist noch nicht alles, soweit es die Einstellung von „Rapunzel“ zum Tempolimit angeht. Da spielen auch Diskriminierung, Herabsetzung und Demütigung – kurz: die Ungleichheit – eine wichtige Rolle, jede Wette. Man muß sich nur einmal klarmachen, wie sich der Fahrer eines Tesla S bei einer Langstreckenfahrt auf der Autobahn vorkommt. Der fühlt sich wie ein 100.000-Euro-Depp in der rechten Spur. Und wenn es ums Deppentum geht, blüht bei „Rapunzel“ das Mitgefühl, weil es sich damit auskennt. Für Anton Hofreiter gilt: Niemand soll den Tesla-Fahrer in der rechten Spur mit einem VW Polo überholen und ihm im Vorbeifahren eine lange Nase drehen, weil solches Mobbing den Kummer des Elektroiden hinter dem Steuer bis hin zur Depression steigern kann, so daß er sich entleibt, obwohl er gar nicht zwingend hätte sterben müssen, weil nicht gesichert ist, daß ausgerechnet sein Tesla auch wirklich ausgebrannt wäre während der Schleichfahrt. Anton „Rapunzel“ Hofreiter weiß ganz sicher: Wer sich schon von Ökopolitos gehorsam die ärgsten Flausen in den Kopf setzen läßt, der soll nicht noch unter dem Spott der anderen, „nichtelektrischen die Menschen“ zu leiden haben, weil das geeignet wäre, das Vertrauen des Elektroiden in die Seriosität grüner Empfehlungen zu erschüttern. Weil jede Stimme an der Wahlurne zählt. Auch die eines 100.000-Euro-Deppen. Wer Frau Baerbock zur Kanzlerkandidatin hat, kann sich den Verzicht auf nur eine einzige Deppenstimme einfach nicht auch noch leisten! Deswegen ist „Rapunzel“ tatsächlich für ein Tempolimit.
Seine Behauptung, „die Gesellschaft“ sei in Sachen Tempolimit „schon weiter“ als Armin Laschet, beweist eigentlich, daß er noch nicht einmal den Unterschied zwischen „vorangekommen“ und „zurückgeblieben“ kennt. So gesehen wäre es auch kein Wunder, wenn noch nie jemand in seinen ökologistischen Schöndenkerturm hinaufgerufen haben sollte: „Rapunzel, laß dein Haar herunter!“. Kluge Leute wollen wahrscheinlich mit dem Hofreiter nichts zu tun haben. Aber ein Tesla würde ihm gut stehen, gar keine Frage. Wenn er schön langsam fährt, würde der Hofreiter sogar die Autobahn überleben. Na ja, vielleicht …. vielleicht auch nicht. So genau kann ich das jetzt auch nicht vorhersagen.
Die Klimaschau von Sebastian Lüning: Swiss Re und der ominöse Faktor 10
Die Klimaschau informiert über Neuigkeiten aus den Klimawissenschaften und von der Energiewende. Themen der 48. Ausgabe vom 4. Juli 2021:
0:00 Begrüßung
0:21 Weniger Todesfälle durch Extremwetter
2:12 Schädliche kleine Wasserkraftwerke
6:06 Swiss Re und der ominöse Faktor 10
Thematisch sortiertes Beitrags-Verzeichnis aller Klimaschau-Ausgaben: http://klimaschau.tv
Psychiatrische Triage bei Kindern?
„Es gibt psychiatrische Erkrankungen in einem Ausmaß, wie wir es noch nie erlebt haben”, warnt der Sprecher des Bundesverbandes der Kinder- und Jugendärzte. Mittlerweile müsse sehr genau hingeschaut werden, wer wann behandelt werde. Von Christian Euler
Der Beitrag Psychiatrische Triage bei Kindern? erschien zuerst auf reitschuster.de.
Corona-Regeln & Symbole-Verbot: Jetzt wird’s autoritär!
Heute hat die Regierung die „Büchse der Pandora“ endgültig geöffnet. Völlig willkürlich haben ÖVP und Grüne beschlossen, dass künftig das Zeigen der Symbole der „Identitären Bewegung“ (IB) und der Gruppe „Die Österreicher“ unter Strafe steht.
Ein Kommentar von Michael Scharfmüller
Da es für dieses Symbole-Verbot keinen einzigen Anlass-Fall gibt und die IB bisher alle gegen sie angestrebten Gerichtsverfahren eindeutig gewonnen hat, handelt es sich bei diesem Akt, um reine politische Willkür gegen kritische aber stets friedliche Oppositionelle. Wäre dieses Gesetz in Weißrussland beschlossen worden, würden sich die etablierten Medien mit Empörungsmeldungen wohl überschlagen – nun hört man kaum ein Wort der Kritik.
Eine Gefahr für absolut jeden
Vielleicht wiegen sich die ansonsten dauerbesorgten Zeitgenossen, auch in falscher Sicherheit, weil sie glauben, dass sie auf der „richtigen“ Seite stünden. Die Mehrheitsverhältnisse im Nationalrat können sich jedoch ganz rasch ändern. Und seit heute braucht es keine Gefahreneinschätzungen der Sicherheitsbehörden, keine Gerichtsurteile und keine wohlbegründeten und gut überlegten Gesetze mehr, um Oppositionelle zu verbieten. Ein Vorschlag des Innenministers, der von den Regierungsparteien angenommen wird, reicht um friedliche Andersdenkende nicht nur medial sondern auch zu per Gesetz zu kriminalisieren. Diese Willkür kann – je nach politischen Mehrheitsverhältnissen – also tatsächlich jeden treffen.
Einer von vielen Schritten
Freilich ist das nicht der einzige Willkürakt dieser Regierung. Bereits die oft verfassungswidrigen Corona-Maßnahmen, die völlig einseitig nur gegen bestimmte Gruppen angewandt wurden und werden (hauptsächlich gegen Schulkinder und Corona-Maßnahmenkritische Demonstranten), waren für einen Rechtsstaat bereits eine schwere Zumutung.
Chinesisches System als Vorbild
Völliger Wahnsinn ist natürlich auch, dass die Regierung Kurz-Kogler mit dem „Grünen Pass“ eine Art Sozialkredit-System, ähnlich wie in China eingeführt hat, indem „regierungshörige“ Bürger belohnt werden, wenn sie sich brav testen und/oder impfen lassen und Bürger, die bei diesem Corona-3-G-Regime nicht mitspielen aus dem gesellschaftlichen und beruflichen Leben ausgeschlossen werden.
Bauen am autoritären Staat
Das heute beschlossene Symbole-Verbot ist also weder der erste noch der letzte Schritt, der uns in immer autoritärere Zeiten führt. Der lange als abgedroschen geltende Spruch „Wer in der Demokratie einschläft, wacht in einer Diktatur auf“ könnte sich also bald bewahrheiten. Die etablierte Medien tragen mit ihrer völlig unkritischen Berichterstattung zu dieser Entwicklung auch noch bei, anstatt ihre Aufgabe als vierte Säule des Rechtsstaates wahrzunehmen.
Protest auf der Straße
Wie die IB gegen das Verbot ihres Lambda-Symbols heute protestiert hat, lesen Sie am Telegram-Kanal von „Widerstand in Bewegung“. Für Samstag, den 31. Juli, haben die Identitären zudem eine Demonstration in Wien angekündigt.
Protest im Parlament
Im Nationalrat hat FPÖ-Chef Herbert Kickl eine viel beachtete Rede zum Thema gehalten:
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Schwarzfahrender Schwarzafrikaner schlägt in NRW auf Zugbegleiter ein

Von JOHANNES DANIELS | Plötzlich wurde dem S-Bahnkontrolleur schwarz vor den Augen: Am Dienstagabend kontrollierte ein Bahnmitarbeiter, 56, einen 34-jährigen „Reisenden“ auf der Strecke von Essen nach Mülheim Hauptbahnhof in der S3. Nach der Kontrolle griff dieser den Mitarbeiter zunächst verbal an und anschließend nonverbal mit seinen Fäusten. Die Landespolizei konnte den 34-jährigen illegal eingereisten […]
Corona Kinder – Der Film
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8.343 Todesfälle und zumeist innere Blutungen : Nebenwirkungen der COVID-19-Impfstoffe [7. Juli 2021]
Wir haben ja in der Zwischenzeit gelernt, dass die Nebenwirkungen, die in den Datenbanken der MHRA (Großbritannien); FDA (USA) WHO (weltweit) EMA (EU) und so weiter, gesammelt werden, gar nicht gesammelt werden, um Nebenwirkungen abzubilden, sondern einfach so. Kleine Jungs sammeln Bildchen ihrer Fussball-Ideole und kleben sie in Heftchen. Die oben genannten Institutionen sammeln eben […]Armut als Privileg weißer männlicher Jugendlicher: Verheerungen des identitären Gender-Rassismus
Wie wäre es mit ein wenig Geschichte? 2002! Vor nunmehr fast 19 Jahren haben wir einen Beitrag in der Zeitschrift für Pädagogik veröffentlicht, der überschrieben war mit: “Bringing Boys Back In: Soziale Ungleichheit zwischen den Geschlechtern im Bildungssystem zuungunsten von Jungen am Beispiel der Sekundarschulabschlüsse”. Der Beitrag kann über PeDocs unentgeltlich und in der Vollversion […]Mallorca-Zeitung diskreditiert Dr. Heiko Schöning und Rechtsanwalt Markus Haintz
«Deutsche ‹Querdenker› instrumentalisieren Covid auf Mallorca», titelte die Mallorca-Zeitung am 5. Juli. Zwei bekannte deutsche «Corona-Skeptiker» würden derzeit den juristischen Streit um die von der Balearenregierung für spanische Abiturienten angeordnete Quarantäne nutzen, um für ihre Thesen zu werben. Einer von ihnen, der Ulmer Anwalt Markus Haintz, führe dafür jetzt auch den Fall von vier deutschen Abiturientinnen an, die auf Mallorca «willkürlich» in Quarantäne eingewiesen worden seien.
Haintz halte die Quarantäne-Anordnung der Balearenregierung für eine «freiheitsberaubende Massnahme», für die es keine Rechtsgrundlage gäbe. Für das deutsche Konsulat in Palma de Mallorca sei das Vorgehen der Behörden dagegen «im Einklang» mit den Bestimmungen der mallorquinischen Regierung, wusste die Mallorca-Zeitung.
Und weil sich die Gazette, ein Ableger der linientreuen spanischen Tageszeitung Diario de Mallorca, schon seit Beginn der «Pandemie» als direktes Sprachrohr der spanischen und deutschen Regierung profiliert – und immer am Puls des Corona-Geschehens ist, tat die Autorin des Artikels noch kund:
Haintz werde der Querdenker-Bewegung zugerechnet, sage aber von sich, dass dies seit einigen Monaten nicht mehr zuträfe. In einem YouTube-Video habe der Anwalt zuletzt das Quarantäne-Hotel Palma Bellver als «Gefängnis» bezeichnet. Seinem Telegram-Kanal würden 109.000 Menschen folgen.
Bereits am 1. Juli hätten Haintz und ein weiterer «selbsternannter Freiheitskämpfer», der Arzt Heiko Schöning, auf einer Pressekonferenz von Ministerpräsidentin Francina Armengol und Tourismusministerin Reyes Maroto versucht, auf sich aufmerksam zu machen. Schöning habe sich dabei ins Bild gedrängt und sich ohne Maske hinter die Ministerpräsidentin gestellt. Die Polizei sei eingeschritten und hätte die beiden Corona-Skeptiker aus dem Flughafen «gedrängt» (Corona-Transition berichtete).

