Kategorie: Nachrichten
New York hat keinerlei Ahnung, wie man das Stromnetz „dekarbonisieren“ kann
Grüner Wahn: Damit soll eine ganze Industrienation mit Strom versorgt werden, wenn Sonne und Wind mal auf Tauchstation gehen! Bild: knipseline / pixelio.de
Francis Menton, MANHATTAN CONTRARIAN
Anfang dieses Monats schrieb ich einen Beitrag, in dem ich New Yorks sogenannten Climate Leadership and Community Protection Act of 2019 und die verschiedenen bisher unternommenen Schritte diskutiert habe, um die erklärten Ziele des Gesetzes umzusetzen,. Die Hauptziele sind eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen (THG) in New York um 40 % bis 2030 und 85 % bis 2050. Diese Ziele gelten nicht nur für den Stromsektor (der nur etwa 25% des Energieverbrauchs in den USA ausmacht), sondern für die gesamte Energiewirtschaft. Mein Beitrag stützte sich im Wesentlichen auf die Arbeit von Roger Caiazza, der auf seiner Website Practical Environmentalist of New York ausführlich über die Umsetzungspläne für das Gesetz geschrieben hat, die derzeit von verschiedenen staatlichen Stellen formuliert werden.
Der aktuelle Stand ist, dass eine Reihe von Beratungsgremien einberufen wurden, die jeweils einen bestimmten Sektor der Energiewirtschaft abdecken und die Aufgabe haben, Ratschläge und Leitlinien für die „Dekarbonisierung“ dieses speziellen Sektors zu geben. In einem früheren Beitrag habe ich einige von Herrn Caiazzas Kommentaren zur Arbeit der Beratungsgremien für Sektoren wie Transport, Industrie, Landwirtschaft und Wohngebäude behandelt. Zum Zeitpunkt dieses Beitrags (3. Juni) hatte sich Herr Caiazza jedoch noch nicht zur Arbeit des wichtigsten Beratungsgremiums geäußert, das sich mit dem Sektor der Stromerzeugung befasst.
Es gibt zwei Gründe, warum der Stromerzeugungssektor als der wichtigste im Gesamtplan zur Dekarbonisierung angesehen werden muss. Erstens gilt er als der am einfachsten zu dekarbonisierende Sektor. Und zweitens laufen die Dekarbonisierungspläne für die anderen Sektoren im Grunde darauf hinaus, dass diese Sektoren von der Nutzung fossiler Brennstoffe auf die Nutzung von Strom umgestellt werden müssen. Transport dekarbonisieren? Verlangt Elektroautos! Wohngebäude dekarbonisieren? Verlangt den Ersatz von Erdgasheizungen und -kochern durch Strom! Und so weiter. Und die beratenden Gremien haben auch die überragende Bedeutung des Stromerzeugungssektors anerkannt, indem sie diesem Sektor notwendigerweise ehrgeizigere Dekarbonisierungsziele zugewiesen haben als den anderen Sektoren: für den Stromerzeugungssektor sind es 70% bis 2030 und 100% bis 2040.
Das Power Generation Advisory Panel gab seine Empfehlungen in einer Sitzungspräsentation ab, die am 10. Mai stattfand. Herr Caiazza kommentierte sie am 6. Juni in seinem Blog.
Die sogenannten Empfehlungen zeugen von einem wirklich erstaunlichen Maß an Dilettantismus und Ahnungslosigkeit seitens dieses Gremiums. Es ist völlig offensichtlich, dass diese Leute keine Ahnung haben, wie man das Stromnetz „dekarbonisieren“ kann, oder ob das überhaupt möglich ist. In der Tat ist die offensichtliche Haltung der Mitglieder, dass das Einzige, was fehlt, der politische Wille ist, und daher die Ziele erreicht werden wenn nur die entsprechenden Verordnungen von Regierungsbürokraten ausgegeben werden. Es hat den Anschein, dass nicht ein einziger Gedanke an die potenziellen technischen Schwierigkeiten oder die Kosten für die vollständige Erneuerung eines Stromnetzes verschwendet wurde, das über 100 Jahre lang schrittweise technische Verbesserungen benötigt hat, um sich zu seinem heutigen Zustand zu entwickeln.
Beginnen wir mit der Mitgliedschaft im Gremium. Man sollte meinen, dass grundlegende Kenntnisse über die Funktionsweise des Stromnetzes die wichtigste Voraussetzung für die Mitgliedschaft wären. Tatsächlich aber war das Gremium mit Umweltaktivisten besetzt, die überhaupt keine Ahnung von der Funktionsweise des Stromnetzes haben. In dem sechzehnköpfigen Gremium saßen unter anderem Vertreter von New Yorkers for Clean Power, der Sierra Club’s Beyond Coal Campaign des Sierra Clubs, der New York City Environmental Justice Alliance, der Natural Resources Defense Counsel, Vote Solar, der International Brotherhood of Electrical Workers, des Public Utility Law Project und der New York Battery and Energy Storage Coalition. Angesichts dieser Schar von Aktivisten wurde der New York ISO genau ein Vertreter zugeteilt. Caiazza kommentiert:
Um Empfehlungen zur Stromerzeugung auszusprechen, muss man verstehen, wie das Stromsystem funktioniert und wie sich die Planung auf die Zuverlässigkeit und Bezahlbarkeit auswirkt. Viele der Mitglieder [dieses Beratungsgremiums] wollten nicht verstehen und haben nicht versucht, die technologischen Herausforderungen zu verstehen. Leider waren sie die lautesten Stimmen, und ihr naives Beharren auf spekulativen Technologien hat zu einigen riskanten Ermöglichungs-Initiativen geführt.
Was Caiazza „einige riskante Ermöglichungs-Initiativen“ nennt, würde ich als komplette Phantasie bezeichnen.
Die drei großen Probleme bei der Dekarbonisierung eines Stromnetzes wären Zuverlässigkeit, Kosten und Speicherung. Jedes dieser drei wird in der Präsentation des Gremiums vom 10. Mai kaum angesprochen. Anstatt zu versuchen, alles zu dekonstruieren, möchte ich mich auf das Thema Speicherung konzentrieren.
Jedem, der auch nur ein paar Minuten über das Thema nachdenkt, ist klar, dass ein Stromnetz, das fast ausschließlich aus Wind- und Sonnenenergie gespeist wird, enorme Mengen an Speicher benötigt, um die Nachfrage in Zeiten zu decken, in denen die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht. Der Speicher muss ausreichen, um viele Tage des Verbrauchs abzudecken – ja sogar mehrere Wochen – und muss auch für viele Monate zwischen der Erzeugung und dem Verbrauch des Stroms sicher gespeichert bleiben. Betrachten wir einen Moment lang ein System, das hauptsächlich mit Solarstrom betrieben wird. Die Erzeugung aus Solarmodulen in New York könnte im Juni leicht dreimal so hoch sein wie im Dezember. Im Juni ist der Tag länger, die Sonne steht höher am Himmel und ist daher stärker, und es gibt weniger Bewölkung. Daher benötigt ein solarbetriebenes System ohne fossile Brennstoffe Batterien, die den Strom im Juni speichern können – genug Strom, um z. B. ganz New York wochenlang mit Strom zu versorgen – und diesen Strom bis zum Dezember für die Nutzung speichern.
Derzeit gibt es noch keine solche massiven Langzeitspeichertechnologien.
Das Power Generation Advisory Panel wurde von Anfang an auf dieses Problem aufmerksam gemacht. Bei seiner ersten Sitzung im September 2020 wurde ihm von einem Berater die folgende Grafik vorgelegt:
Die Graphik zeigt, wie historische Muster der Wind- und Solarintermittenz in den Wintermonaten zu einem Zeitraum von einer ganzen Woche führen könnten, in der diese Ressourcen so gut wie nichts zur Deckung des Strombedarfs beitragen würden. (Tatsächlich könnte es im Laufe eines ganzen Winters mehrere solcher wochenlanger Perioden geben). Der Berater verwies speziell auf „den Bedarf an einsatzfähigen Ressourcen … während Winterperioden mit hoher Nachfrage nach elektrischer Heizung und Transport und geringerer Wind- und Solarleistung“.
Wie ist das Beratungsgremium also in seinen Empfehlungen vom 10. Mai mit diesem Thema umgegangen? Kurz gesagt: überhaupt nicht! Es wird das Thema Winterflaute überhaupt nicht speziell angesprochen. Am ehesten kommt er in seiner Präsentation einer Folie mit der Überschrift „Fortschritte für die Zukunft notwendig“ nahe. Es erscheint der folgende Text:
Technologie zur Langzeitspeicherung:
● Fokussierung staatlicher Programme und Finanzmittel auf Forschungs- und Demonstrationsprojekte für die Entwicklung von Großspeichern und Langzeitspeichern
● Entwicklung und Ausbau eines Storage Center of Excellence zur Reifung und zum Einsatz neuer Technologien im Netz für groß angelegte Tests
● Gewinnung und Einbindung relevanter Parteien in gemeinsame Anstrengungen zur Bewältigung der einzigartigen Herausforderungen der Langzeitspeicherung
Mit anderen Worten: Sie haben keine Ahnung, wie es gemacht werden kann, oder ob es gemacht werden kann, und niemand hat bisher überhaupt angefangen, an dem Problem zu arbeiten. Aber keine Sorge, das Stromnetz wird bis 2030 zu 70 % dekarbonisiert sein, selbst wenn die Nachfrage durch (obligatorische) Elektroautos und (obligatorische) elektrische Heizung in Häusern enorm ansteigt. Caiazzas Kommentar:
Langzeitspeicher sind notwendig, daher ist es ein unglaubliches Risiko, sich auf eine Technologie zu verlassen, die nicht einmal in einem Pilotprojekt existiert.
Der ganze Beitrag steht hier.
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Patriotisches Bündnis im EU-Parlament ohne AfD: Dexit-Beschluss macht Meuthen, Krah & Co. einsam!
(Michael van Laack) Gestern haben sich 16 dem patriotischen Flügel im EU-Parlament zugerechneten Fraktionen zu einem europaweiten „Großbündnis für freie Vaterländer und gegen EU-Zentralismus“ zusammengeschlossen. Nur die AfD bleibt außen vor. Ob ihre Spitzen bzw. die Mehrheit der Fraktion die Unterschrift abgelehnt haben, weil sie sich an den Dexit-Beschluss gebunden fühlen und die Bundes-AfD zudem […]
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Hans-Georg Maaßen über die Angriffe gegen ihn, seine Gedanken, Ideen und politischen Pläne
Hans-Georg Maaßen ist Jurist, CDU Mitglied, war von 2012 bis 2018 Präsident des Bundesverfassungsschutzes. Durch vielerlei ungeschickte Äußerungen, Strafanzeigen gegen Journalisten, seiner Kontakte zur Ex-AfD-Chefin Frauke Petry und anderen AfD- Politikern und verbale Attacken gegen SPD, Grüne und Linke führten zu heftiger Kritik an seiner Amtsführung. Am 8. 11.2018 wurde Maaßen daher als Präsident des Verfassungsschutzes abgesetzt. AfD – Chef Jörg Meuthen lud Maaßen daraufhin ein, in der AfD mitzuarbeiten. Er habe „zu Unrecht sehr viel Prügel“ einstecken müssen. Maaßen lehnte mit dem Hinweis ab, er sei seit 30 Jahren in der CDU und das bleibe er auch. In Thüringen Wahlkreis 196 kandidiert Maaßen für die CDU am 26.9. für den Bundestag. TV- Berlin-Moderator Dr. Peter Brinkmann sprach mit ihm am 1. Juli um 19.30 Uhr in einem TV-Berlin-„Spezial“ über die Angriffe gegen ihn, seine Gedanken, Ideen und politischen Pläne.
(Quelle)
Persönlichkeiten sind gefragter denn je

Von WOLFGANG PRABEL | Nach dem Ende der Fußball-EM ist es an der Zeit, etwas über Anführer zu schreiben, die Erfolg hatten, weil sie nicht stromlinienförmig mitschwammen. Ich beginne mal mit der untersten Ebene. Hajo war in den 70ern FDJ-Sekretär und Leiter eines Studentenclubs. Einmal kam jemand auf die interessante Idee, daß der Bardienst des […]
Woher kommt der Strom? Das CO2-Analysetool ist online
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Während der 24. Woche (Abbildung) kam es zur sogenannten ersten Hitzewelle des Jahres 2021. Dementsprechend viel Sonne und Sonnenstrom gab es über die Mittagszeit. Strom, der regelmäßig exportiert wurde. Zu Preisen, die im akzeptablen Bereich (Knapp 70€/MWh) lagen. Allerdings musste Strom am Vormittag und am Vorabend eines jeden Tages in insgesamt erheblichem Umfang hochpreisig (über 80€/MWh) importiert (Abbildung 1) werdehttps://www.stromdaten.info/abbildungen-mehr-zum-artikel-vom-29-6-2021/#a2n. Hätten die konventionellen Stromerzeuger (Abbildung 2) ihre Produktion hochgefahren, die Exportpreise wären gesunken, über Mittag hätte der Strom billiger abgegeben werden müssen. So nahm man lieber die hohen Importpreise (Abbildung 3) in Kauf, die ja ohnehin vom Stromverbraucher gezahlt werden müssen. Der Preis, der den konventionellen Produzenten gezahlt wird, ist der gleiche. So sind alle zufrieden. Unter dem Strich hat Deutschland knapp 47 GWh Strom exportiert, musste aber, weil der Importstrom teurer war, per Saldo 3,42 Millionen € bezahlen. Schauen Sie hier und sehen Sie sich dabei auch die CO2-Werte der 24. Woche an. Das CO2-Analysetool ist fertig und wurde in www.stromdaten.info integriert. Damit ermöglicht diese Webseite umfassende Analysemöglichkeiten. Wer tief in die Stromdaten- und Energiewendeanalyse einsteigen möchte, ist bei stromdaten.info richtig aufgehoben.
Die Tabelle mit den Werten der Energy-Charts und der daraus generierte Chart liegen unter Abbildung 4 ab. Es handelt sich um Werte der Nettostromerzeugung, der „Strom, der aus der Steckdose“ kommt, wie auf der Webseite der Energy-Charts ganz unten ausführlich erläutert wird.
Die Charts mit den Jahres- und Wochenexportzahlen liegen unter Abbildung 5 ab. Abbildung 6 ermöglicht, dass Sie ihr eigener Energiewender werden.
Abbildung 7 beinhaltet die Charts, welche eine angenommene Verdoppelung und Verdreifachung der Wind- und Solarstromversorgung visualisieren. Zu diesem Thema gibt es noch bemerkenswerte Ausführungen nach den Tagesanalysen.
Abbildung 8 enthält ein Video, in dem sich Joachim Weimann zu den Kosten der Energiewende äußert. Das Interview stammt aus dem Jahr 2015, ist dennoch hochaktuell. Ergänzt wird dieser Beitrag durch einen diesmal brandaktuellen Beitrag der HHL Leipzig Graduate School of Management mit Prof. Sinn und Prof. Althammer.
Die aktuellen Charts zu den Zulassungszahlen Kfz des Kraftfahrtbundesamtes liefert Peter Hager. Unter Abbildung 9 sind diese abgelegt.
Beachten Sie bitte unbedingt den Stromdateninfo-Tagesvergleich ab 2016 in den Tagesanalysen. Dort finden Sie die Belege für die im Analyse-Text angegebenen Durchschnittswerte und vieles mehr. Der Vergleich beinhaltet einen Schatz an Erkenntnismöglichkeiten. Überhaupt ist das Analysetool stromdaten.info mittlerweile ein sehr mächtiges Instrument der Stromdatenanalyse geworden.
Tagesanalysen
Montag, 14.6.2021: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 53,29 Prozent, davon Windstrom 10,78 Prozent, Solarstrom 28,05 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 14,47 Prozent. Stromdateninfo Tagesvergleich ab 2016. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.
Viel, viel Sonne. Aber eben nur über Tag. Viel hochpreisiger Importstrom, wenig Exportstrom. Zu Glück. Die Konventionellen erzeugen nur das Nötigste. Sonst würden die Preise für diesen in den Keller rauschen. So wurden 66,65€/MWh erzielt. Verbraucherinteressen interessieren ohnehin kaum. Deutschland hat die höchsten Strompreise der Welt. Tendenz steigend.
Dienstag, 15.6.2021: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 42,21 Prozent, davon Windstrom 4,59 Prozent, Solarstrom 23,65 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 13,97 Prozent. Stromdateninfo Tagesvergleich ab 2016. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.
Etwas weniger Solarstrom. Die Konventionellen tarieren ihre Stromerzeugung so aus, dass über Mittag möglichst wenig Stromüberschuss anfällt. Vom frühen Morgen abgesehen sieht das Preisbild so aus: Importstrom kostet mehr als Exportstrom. Der Handelstag.
Mittwoch, 16.6.2021: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 43,51 Prozent, davon Windstrom 7,3 Prozent, Solarstrom 23,38 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 12,83 Prozent. Stromdateninfo Tagesvergleich ab 2016. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.
Etwas mehr Wind am Morgen und am Abend bringen nicht viel. Die Lücken bleiben. Die konventionelle Stromerzeugung bleibt bei ihrer Linie. Nur das Nötigste. Mehr würde das Preisgefüge zu ihren Ungunsten verschieben. Die Preise würden sinken. Der Handelstag.
Donnerstag, 17.6.2021: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 51,03 Prozent, davon Windstrom 16,80 Prozent, Solarstrom 22,55 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,68 Prozent. Stromdateninfo Tagesvergleich ab 2016. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.
Die Windstromerzeugung zieht weiter an. Die Stromlücke zum Morgen ist nur sehr klein und kann günstig geschlossen werden. Am Abend werden allerdings 112€/MWh fällig. Die konventionelle Stromerzeugung und der Handelstag
Freitag, 18.6.2021: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 46,57 Prozent, davon Windstrom 11,87 Prozent, Solarstrom 22,6 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 12,11 Prozent. Stromdateninfo Tagesvergleich ab 2016. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.
Heute ist die Stromlücke am Morgen wieder erheblich größer als gestern. Die konventionelle Stromerzeugung hält sich zurück, damit der Stromüberschuss über die Mittagsspitze nicht noch größer wird und der Preis in die Tiefe fällt. Der Handelstag.
Samstag, 19.6.2021: Anteil Erneuerbare an der Gesamtstromerzeugung 53,14 Prozent, davon Windstrom 14,11 Prozent, Solarstrom 25,06 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 13,97 Prozent. Stromdateninfo Tagesvergleich ab 2016. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.
Samstag, weniger Bedarf, kaum fehlender Strom am Morgen. Dafür umso mehr zum Abend. Die Konventionellen gleichen nicht aus. Der Preis steigt für den Importstrom. Der Handelstag.
Sonntag, 20.6.2021: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 60,74 Prozent, davon Windstrom 25,53 Prozent, Solarstrom 20,32 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 14,89 Prozent. Stromdateninfo Tagesvergleich ab 2016. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.
Der Bedarf ist heute noch geringer als am Samstag. Die regenerative Stromerzeugung zieht an. Das Preisniveau sinkt rapide. Nur am Abend, als sich die obligatorische Stromlücke auftut, steigt der Preis. Die konventionelle Erzeugung bewegt sich am Minimum der Erzeugung. Der Handelstag. Das in der gesamten 24. Analysewoche unsere Nachbarn zum Teil feine Preisdifferenzgeschäfte gemacht haben, sei zum Schluß erwähnt.
Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.
Die bisherigen Artikel der Kolumne Woher kommt der Strom? mit jeweils einer kurzen Inhaltserläuterung finden Sie hier.
Rüdiger Stobbe betreibt seit über fünf Jahren den Politikblog www.mediagnose.de
Das Milliarden-Geschäft Corona: Jetzt werden die Tiere durchgeimpft

Der Tierpharmakonzern Zoetis hat einen Corona-Impfstoff auf den Markt geworfen. Ohne Not werden jetzt in 70 kalifornischen Zoos, vom Löwen bis zum Bären alles durchgeimpft, was auf vier Beinen ist. Corona stellt für Tiere kein Problem dar, auch für die Übertragung auf den Menschen gibt es keinerlei Hinweise. Klar ist jedoch: Die Geldgier der Menschen kennt offenbar keine Grenzen.
Der global agierende Tiergesundheitskonzern Zoetis soll insgesamt 11.000 Corona-Impfdosen für Zoo-Tiere an bisher 70 kalifornische Zoos „gespendet“ haben.
Der Zoo im kalifornischen Oakland hat bereits begonnen, Bären, Berglöwen, Tiger und Frettchen experimentell mit dem neuen Tier-Corona-Vakkzin zu impfen, wie die New York Times berichtet. Insgesamt 100 Tiere sollen dort in den „Genuss“ der Spritze kommen.
„Es bedeutet viel mehr Sicherheit für unsere schönen Tiere“, so Dr. Alex Herman, Vizepräsident für Veterinärdienste im Oakland Zoo. „Unsere allerersten Tiere, die im Zoo geimpft wurden, waren zwei unserer schönen und älteren Tiger.“
Obwohl es im Oakland Zoo keine Fälle von infizierten Tieren mit SARS-CoV-2 gibt, setzt man dort die allgemeinen „Schutzmaßnahmen“ um. Tierpfleger müssen Abstand halten und Schutzausrüstung tragen, so Alex Herman.
Bereits im März hatte der Zoo von San Diego die ersten Menschenaffen mit dem für Tiere entwickelten Vakzin geimpft. Nach drei Wochen erhielten sie ihre zweite Dosis. Im Januar waren dort acht Gorillas positiv getestet worden. Die Symptome waren mild und beschränkten sich auf Husten, Verstopfung und Müdigkeit. Alle Tiere sind vollständig genesen.
Das SARS-CoV-2-Virus konnte bei Katzen, Hunden, Frettchen, Nerzen,Tigern und Löwen nachgewiesen werden, führte aber zu keinem ernsthaften Krankheitsausbruch. Laut Barmer gibt es nur eine geringe Ansteckungsgefahr für Haustiere.
Eine Studie aus Italien zeigt, dass von 540 Hunden und 277 Katzen, die im Frühjahr 2020 auf das Antigen von SARS-CoV-2-Virus und dessen Antikörper im Blut getestet wurden, 3,4 Prozent der Hunde und 3,9 Prozent der Katzen Antikörper in sich trugen, aber bei keinem der untersuchten Tiere das Virus selbst nachgewiesen werden konnte, so die Krankenkasse. Für Forscher sei deshalb klar, dass die Viren bei Haustieren nur für kurze Zeit nachweisbar sind.
Wenn überhaupt, dann würden vor allem Katzen Symptome wie etwa Durchfall, Erbrechen, Husten und flache Atmung entwickelnd, die nach wenigen Tagen verschwinden. Todesfälle bei Tieren durch eine Corona-Infektion sind bisher nicht bekannt. In den USA sei ein Hund an Krebs gestorben, der zuvor positiv getestet worden war.
Haustierbesitzer brauchen sich keine Sorgen zu machen: Bisher gibt es keine Nachweise, dass ein Haustier seinen Besitzer angesteckt hätte, so das Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI), das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit.
Und das steckt in Wahrheit dahinter: Der US-amerikanischer Hersteller von Tierarzneimitteln und Impfstoffen für Haus- und Nutztiere Zoetis ist (Stand 2012) mit einem rund 20-prozentige Anteil Weltmarktführer. Bis 2013 war Zoetis eine Tochterfirma des Pharmakonzerns Pfizer. Anfang 2013 brachte Pfizer seine Tiergesundheitssparte an die New Yorker Börse, damals der größte Börsengang seit Facebook. Seit Pfizer im Juni 2013 auch seinen restlichen Anteil von 83 Prozent verkaufte, ist Zoetis unabhängig und wurde in den Börsenindex S&P 500 aufgenommen und zählt damit zu den größten börsennotierten US-amerikanischen Unternehmen. 2017 machte der Konzern einen Umsatz von mehr als 5 Milliarden US-Dollar. Mit seinem vollkommen überflüssigen Corona-Tier-Impstoff und einem schier unerschöpflichen Heim- und Nutztiermarkt dürften es in Zukunft einige Milliarden mehr werden. (MS)
Patzelt vs. Krah: Wo finden Konservative eine Heimat?

»Wo finden die Wertkonservativen in Deutschland in Zukunft eine Heimat? Noch in der Union? Oder wird die AfD zukünftig DIE konservative Volkspartei in Deutschland sein?« Darüber diskutierten unter der Leitung von Roger Köppel der sächsische AfD-Europaabgeordnete Dr. Maximilian Krah und der Politologe Prof. Werner Patzelt. Eine Veranstaltung der Schweizer Weltwoche und des Deutschlandkuriers.
Die „grüne Axt im Walde“, Baerbock behauptet: Union spaltet die Gesellschaft

Berlin – Der Wahlkampf scheint einige Protagonisten an den Rand des Wahnsinns zu treiben. Denn wenn ausgerechnet die wohl größte und schärfste Spaltaxt im Walde anderen die Spaltung der Gesellschaft vorwirft, ist wohl ein Hausbesuch fällig, um wenigen noch übrig gebliebenen Tassen im Schrank durchzuzählen:
Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock hat der Union tatsächlich eine Spaltung der Gesellschaft vorgeworfen. CDU und CSU hätten in ihrem Wahlprogramm „eine Politik für Privilegierte“ angekündigt, sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe und der französischen Zeitung „Ouest-France“ (Samstagausgaben). „Mit dem Vorschlag von Armin Laschet und Friedrich Merz macht die CDU eine Rolle rückwärts zur Politik der 90er Jahre und fällt hinter 16 Jahre Angela Merkel zurück.“
Das spalte die Gesellschaft. Dagegen wollten die Grünen für klimagerechten Wohlstand in Deutschland sorgen, sagte die Kanzlerkandidatin. „Wir machen ein Angebot für die Breite der Gesellschaft.“
Die Bundestagstagswahl am 26. September sei eine „Richtungswahl für das nächste Jahrzehnt“. Konkret kritisierte Baerbock die Pläne der Union, den Solidaritätszuschlag auch für Spitzenverdiener abzuschaffen und die Unternehmenssteuern „selbst für florierende Großunternehmen“ zu senken. „Und wenn sie dann noch sagt, sie möchte an der Schuldenbremse festhalten, dann bedeutet das: Mit der Finanzpolitik von Armin Laschet und Friedrich Merz bleibt nichts mehr übrig für das Leben vor Ort.“
Baerbock bekräftigte den Vorschlag der Grünen, die Schuldenbremse durch eine Investitionsregel zu ergänzen. „Die Union streut den Menschen einfach Sand in die Augen, wenn sie so tut, als könne man das Land modernisieren, ohne dafür etwas auszugeben.“ Die Grünen-Chefin pochte auf eine rasche Anhebung der Lohnuntergrenze: „Wir wollen eine Erhöhung des Mindestlohns auf 12 Euro. Sofort. Ich verstehe nicht, warum die Union sich mit Händen und Füßen dagegen wehrt, Menschen vor Armut zu schützen.“ Baerbock bekräftigte die Forderung der Grünen nach einer Kindergrundsicherung. „Auch hier gibt es einen großen Unterschied zur Union. Die Vorschläge von Armin Laschet und der CDU sorgen dafür, dass vor allem Spitzenverdiener mit ihren Kindern entlastet werden“, sagte sie. „Dieses Prinzip müssen wir umkehren und diejenigen Kinder unterstützen, die am meisten brauchen: die nicht zum Kindergeburtstag gehen können, weil am Ende des Monats das Geld für ein Geschenk fehlt.“ Zugleich forderte Baerbock mehr Gerechtigkeit für Mieter. „Die CDU will den CO2-Preis für Heizkosten auf die Mieter abwälzen. Das ist doch unsozial – und zeigt, dass die Union die normalen Leute im Stich lässt“, sagte sie. „Wir wollen, dass Vermieter den höheren CO-Preis für die Wärme übernehmen. Nur sie haben die Möglichkeit, in klimafreundliche Heizungen zu investieren.“
Diese Kandidatin spaltet mit ihrer grünen Axt die ohnehin schon tief gespaltene Gesellschaft noch einmal – in diejenigen, die vom Klimawahn profitieren und diejenigen, die das alles bezahlen müssen. (Mit Material von dts)


