Horst D. Deckert

Déjà vu

Das Bewusstsein, dass Kriege keine Probleme lösen, sondern im Gegenteil das Leid der Menschen vergrössern, wächst zunehmend. Offizielle Erzählungen — sogenannte Narrative —, man würde im Land X für die Menschenrechte kämpfen, sind immer weniger glaubhaft. Erinnert sei an Afghanistan, aber auch an Libyen, Syrien, den Irak und weitere Kriegsschauplätze. In allen diesen Ländern wurde Krieg geführt. In allen diesen Ländern wurde durch den Krieg das Leid und die Armut der Menschen vergrössert.

Wer hier noch zweifelt, dem seien Arbeiten von Daniele Ganser, Jürgen Todenhöfer, Noam Chomsky, Michael Lüders und vielen weiteren empfohlen.

In Afghanistan wurde beispielsweise 20 Jahre lang angeblich für die Frauenrechte gekämpft. Nun sind dort die Taliban an der Macht — mit den bekannten Folgen für die Frauenrechte. Diese waren in den 1960er-Jahren deutlich besser.

Auch in der Pandemie gibt es eine offizielle Erzählung, ein Narrativ: Wir müssen gegen Corona beziehungsweise für die Gesundheit kämpfen! Und dabei muss man — wie im Krieg — auch Opfer bringen. Wenn man hier weiterdenkt, fallen einem weitere Parallelen auf, siehe Tabelle.

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Das Problem ist: An der offiziellen Erzählung gibt es wahre Elemente. Der Gegner hat tatsächlich eine Straftat begangen oder die Menschenrechte missachtet. Das Virus hat tatsächlich Krankheiten ausgelöst und Todesfälle verursacht.

Aber Kriege und die aktuelle Pandemie haben folgendes gemeinsam: Die «Massnahmen» dagegen sind überzogen und verursachen mehr Schaden als Nutzen. Beziehungsweise: Der Nutzen liegt einseitig auf der Seite der Akteure. Und die Bevölkerung leidet. Bei den meisten Kriegen ist dies offensichtlich. Bei der aktuellen Pandemie gibt es deutliche Anzeichen dafür.

«Für den Krieg sind wir bereit, da haben wir Divisionen. Aber was ist mit Seuchen? Wie viele Ärzte haben wir dafür, wie viele Flugzeuge, Zelte, Wissenschaftler? Gäbe es so etwas wie eine Weltregierung, wären wir besser vorbereitet.»

Bill Gates, 2015

Das Ziel der Rüstungskonzerne ist Profit — nicht Frieden, Menschenrechte, Freiheit oder Demokratie.

Das Ziel der Pharmakonzerne ist Profit — nicht Gesundheit.

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