In weiten Teilen Europas ist der Name Muhammad – einschließlich seiner zahlreichen Varianten wie Mohammed, Mohammad, Mohamed oder Mohamad – in den letzten zwei Jahrzehnten stark auf dem Vormarsch. Laut einer Analyse der Daily Mail stieg die Vergabe dieses Namens seit dem Jahr 2000 in einzelnen Regionen um bis zu 700 %. Grund dafür sind vor allem wachsende muslimische Gemeinschaften, anhaltende Zuwanderung und kulturelle Einflüsse.
In Österreich trägt heute einer von 200 neugeborenen Jungen den Namen Muhammad oder eine seiner Schreibweisen. Im Jahr 2000 lag der Anteil noch bei rund einem von 1.670. Diese Zunahme spiegelt einen klaren demografischen Wandel wider.
Im Vereinigten Königreich zeigt sich ein ähnliches Bild: 2024 trugen in England und Wales etwa 3 % aller neugeborenen Jungen den Namen Muhammad oder eine der vier gängigsten Varianten. In bestimmten Regionen stieg dieser Anteil sogar auf 9 %. Experten führen diesen Trend auf die wachsende muslimische Bevölkerung, Zuwanderung und auch auf prominente Vorbilder wie den Fußballstar Mohamed Salah zurück.
Für die Untersuchung wertete die Daily Mail offizielle Namensstatistiken aus 11 europäischen Ländern aus. Allerdings waren die Daten für einige Länder – darunter auch Deutschland, das in den letzten zehn Jahren besonders viele muslimische Flüchtlinge aufgenommen hat – nicht vollständig öffentlich zugänglich. Um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten, wurden bei der Auswertung die fünf häufigsten Schreibweisen des Namens zusammengefasst.
Hinter England und Wales folgt Belgien mit der zweithöchsten Quote: Dort erhielten 2024 etwas mehr als 1 % aller neugeborenen Jungen den Namen Muhammad oder eine Variante. Im Jahr 2000 lag dieser Anteil noch bei 0,5 %. Auch in Frankreich (0,87 %) und den Niederlanden (0,7 %) wurden ähnlich hohe Werte festgestellt.
Die tatsächliche Zahl könnte sogar noch höher liegen, da es europaweit mehr als 30 verschiedene Schreibweisen des Namens gibt. Eine vollständige Erfassung ist dadurch kaum möglich.
Das einflussreiche Pew Research Center liefert zusätzliche Kontextdaten: 2017 machten Muslime rund 4,9 % der europäischen Gesamtbevölkerung aus. Geht die Migration in einem „mittleren“ Tempo weiter, könnte dieser Anteil bis 2025 auf 11,2 % steigen.
Deutliche Unterschiede zeigen sich innerhalb Europas: Polen weist mit nur 0,01 % der 2024 geborenen Jungen mit dem Namen Muhammad oder Varianten den niedrigsten Wert auf. Hintergrund sind die restriktive Einwanderungspolitik und der Widerstand der polnischen Regierung gegen die EU-Migrationspläne.
Besonders hervorzuheben ist, dass der Name Muhammad laut dem britischen Office for National Statistics (ONS) im Jahr 2024 bereits zum zweiten Mal in Folge der beliebteste Jungenname im Vereinigten Königreich ist.
Der Trend deutet auf tiefgreifende demografische Veränderungen in Europa hin – und zeigt, wie stark Migration, Kultur und Religion die Namensgebung und Gesellschaften prägen.
Möchtest du, dass ich im nächsten Schritt eine grafische Übersicht mit den Prozentzahlen der wichtigsten Länder seit 2000 erstelle? Das könnte den Trend noch deutlicher machen. Soll ich?

