Von WOLFGANG HÜBNER | Nach Angaben von Generaloberstabsarzt Ralf Hoffmann stellt sich die Bundeswehr auf ein Szenario mit täglich bis zu 1000 Verwundeten im Fall eines Kriegs zwischen Nato-Staaten und Russland ein. Täglich erscheinen inzwischen solche Meldungen in den deutschen Medien. Damit wird Panik, Russenhass und Bereitschaft zur Militarisierung systematisch geschürt. Brücken müssen panzerfest gemacht, Bunker gebaut, Drohnen produziert, junge Männer wehrwillig werden. Die vergreisende bunte Republik rüstet sich für den nahenden Ernstfall. Nur über die voraussichtliche Zahl der täglichen Toten wird beharrlich geschwiegen.
Ich will bei diesem Problem deshalb ein wenig helfen: Denn es wird entweder überhaupt keine Opfer geben oder die Zahl wird schon am ersten Tag des Krieges in die Hunderttausende oder Millionen Tote und Verwundete gehen. Warum ist das so? Wer dem Volk politisch und multimedial in die Köpfe hämmert, Putin und Russland wollten das NATO-Mitglied Deutschland angreifen und auch noch besetzen, kann keinerlei glaubwürdige Gründe anführen, warum das geschehen sollte.
Es gibt für Moskau hierzulande schlicht nichts zu gewinnen: keine Rohstoffe, die Russland selbst in reichem Maße besitzt; kein Neuland, das Russland mit überschüssiger eigener Bevölkerung füllen könnte; keine Technik, die Russland längst auch aus China ohne Krieg beziehen kann. Folglich wird niemand in Deutschland in einem Krieg sterben, verwundet oder leiden, der von Russland ausgeht. Wenn jedoch unser Land in einen NATO-Krieg gegen Russland, an dem viele im Westen eifrig zündeln, verwickelt werden sollte, dann sieht die Perspektive schon ganz anders aus.
Denn in diesem Fall wird es nicht zu einem Krieg wie jetzt in der Ukraine mit Soldatenheeren und blutigen Fronten kommen. Gerade der russische Präsident Putin hat mehrfach deutlich gemacht, dass sein Staat nur in diesem besonderen Fall eines slawischen „Bruderkrieges“ auf den Einsatz seiner tödlichsten und wirksamsten Waffen als größte Atommacht der Welt verzichten wird und kann.
In einem Krieg mit der NATO wird hingegen Deutschland wie bei der einstigen Planung im ‚Kalten Krieg‘ Hauptziel russischer Atomschläge gegen US-Stützpunkte, aber auch gegen strategisch wichtige Punkte wie die Hauptstadt Berlin oder das Internet- und Finanzzentrum Frankfurt am Main werden. Anders kann sich die menschenarme Russische Föderation mit ihrem gigantischen, von allen Seiten angreifbaren Territorium auch gar nicht mit Aussicht auf Erfolg behaupten. Die Verteidigungs- und Atomdoktrin Moskaus, allen westlichen Regierungen wohlbekannt, lässt darüber keinen Zweifel.
Militärische Kriegstreiber wie dieser Generaloberstabsarzt der Bundeswehr belügen die Deutschen mit völlig unrealistischen Szenarien. Kommt es, was Gott verhüten möge, zum Krieg mit Russland, dann wird schon der erste Kampftag der letzte im Leben unzähliger Menschen zwischen Flensburg und Konstanz sein. Wer diese Realität wider besseres Wissen ignoriert oder verschweigt, ist schlichtweg ein Verbrecher.
Wolfgang Hübner.
PI-NEWS-Autor Wolfgang Hübner schreibt seit vielen Jahren für diesen Blog, vornehmlich zu den Themen Geopolitik, Linksfaschismus, Islamisierung Deutschlands und Meinungsfreiheit. Der langjährige Stadtverordnete und Fraktionsvorsitzende der „Bürger für Frankfurt“ (BFF) legte zum Ende des Oktobers 2016 sein Mandat im Frankfurter Römer nieder. Der leidenschaftliche Radfahrer ist über seine Facebook-Seite und seinen Telegram-Kanal erreichbar.
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