Horst D. Deckert

Der Riss geht durch den einzelnen Menschen

Ina Landauer ist Trauma- und Körpertherapeutin und arbeitet u.a. mit den verschiedenen Persönlichkeitsanteilen, die aufgrund unserer Vergangenheit in uns existieren.

Sie versteht die «Spaltung», die mit dem Fortschritt der «Pandemie» immer stärker wahrgenommen wird, nicht zuletzt als eine innere Spaltung.

Zum Einen geht es darum, die eigene Spaltung zu überwinden, zum Anderen aber auch um die Frage: wie mit gespaltenen Menschen umgehen? Antworten in einem Text von Ina Landauer, auszugsweise von ihrer Website übernommen.

«Wenn ich das Wort ‹Spaltung› höre, habe ich das Gefühl, dass Menschen glauben, dass die Spaltung zwischen zwei, oder mehreren Menschen stattfindet. Immer wieder höre ich:

  • die Gesellschaft ist gespalten!
  • meine Familie ist gespalten!
  • mein Partner und ich sind gespalten!
  • ich und meine Kinder sind gespalten!
  • ich und meine Eltern sind gespalten!

Das stimmt aber nicht so ganz! Denn die Spaltung findet in einzelnen Menschen statt und das bedeutet, dass sie von ihrem emotionalen Teil, ihrem Wesenkern, ihrem Inneren Kind abgeschnitten sind. Sie spüren sich nicht und haben somit keinen funktionierenden inneren Kompass mehr. Diesen bräuchten sie aber, damit sie überhaupt eigene Entscheidungen treffen könnten.

Vereinfacht kann man sagen, dass wenn dieser Kompass in einem Menschen inaktiv ist, haben wir es nicht mit einem Erwachsenen zu tun. Emotional gesehen sind sie nicht erwachsen geworden und somit immer auf «äussere Eltern» angewiesen.

Haben sie ein solches ‹Elternteil› gefunden, in ihrem Partner / ihrer Partnerin, ihrem Chef / ihrer Chefin, ihrer Regierung, etc., lassen sie sich bereitwillig «fernsteuern» und verteidigen sogar, wie ein Kind, die Täter (Eltern).

Diese Menschen bräuchten Hilfe, stattdessen lässt unsere Gesellschaft allerdings zu, dass sie die Mitmenschen angreifen, die Missstände aufzeigen. Sie sind leicht manipulierbar und werden deshalb schnell übergriffig, da ihnen für eine Diskussion die Argumente fehlen. Zusammenfassend kann man also festhalten, dass wir es mit wütenden, verängstigten Kindern zu tun haben – in ausgewachsenen Hüllen!

Was bedeutet das nun für die Menschen die sich spüren, im Umgang mit unseren Mitmenschen?

Ich denke es ist sehr wichtig, sich gut selbst zu schützen. Das heisst, wenn ich eine Situation verändern möchte, muss ich gut überlegen, was da sinnvoll ist.

Sich politisch zu engagieren macht sicherlich Sinn, damit Rechte nicht willkürlich eingeschränkt werden können.



Sich dagegen mit Befehlsempfängern anzulegen, kostet viel Energie und hat wenig Chance auf Erfolg.
Leider haben wir es häufig mit Menschen zu tun, die Befehle empfangen und ausführen, sich aber nicht spüren und somit auch nicht den Schaden realisieren, den sie bei anderen anrichten. Ist das der Fall, ist es vergebene Liebesmühe, diesen Menschen von den eigenen Werten überzeugen zu wollen. Ein solcher Mensch befindet sich wie in einer Blase – wir können ihn leider nicht erreichen.

Die sogenannte ‹Pandemie› hat eine sehr kranke Gesellschaft sichtbar gemacht und aus dieser Situation, werden wir auch nicht so einfach herauskommen. Denn nicht Corona spaltet, sondern Corona beleuchtet und macht damit eine bereits seit langem bestehende Situation sichtbar.

Eine wirkliche Chance sehe ich darin, dass wir jetzt durch die «Sichtbarkeit» die verbundenen, herzlichen Menschen kennenlernen können, die Hoffung und Liebe ausstrahlen. Nun kann zusammenkommen, was zusammengehört und gemeinsam können wir beginnen, eine Welt zu gestalten, die wir uns wünschen. In diesem Sinne wünsche ich allen, die sich bereits für ihren Herzensweg entschieden haben – eine lichtvolle Zukunft!»

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