Von ELISABETH DIERINGER | Der Kampf um die Frauenrechte war lang, da beißt die Maus keinen Faden ab. Themen der Frauenrechtsbewegung waren die gleichberechtigte Möglichkeit zur politischen Mitbestimmung, die Gewalt an Frauen, Diskriminierungen und so weiter. Im Grunde genommen ging und geht es auch heute noch um Chancengleichheit, allgemein anerkannte und respektierte Leistungen – im Idealfall natürlich völlig unabhängig von der Geschlechterzugehörigkeit.
Aufgrund des Respekts vor nicht zu leugnenden Unterschieden in der Physis wurde deswegen im Sport Geschlechtertrennung praktiziert. Im Klartext: Geschlechterunterschiede beim Sport haben Einfluss auf die sportliche Leistungsfähigkeit, was unterschiedliche Ergebnisse von Frauen und Männern bei gleichem Engagement im Wettkampf und im Training erklärt. Deswegen treten in den meisten Sportarten Männer und Frauen nicht gegeneinander an, sondern in getrennten Leistungsklassen.
Reiten war ab 2016 bei den Olympischen Spielen die einzige Sportart, bei der Männer und Frauen direkt gegeneinander antreten konnten. Beim Fußball spielen Jungen und Mädchen in Österreich bis zur U14 gemeinsam – wobei Mädchen auch ein Jahr älter als die Buben sein dürfen –, danach gehen die Geschlechter auf dem Platz getrennte Wege. Weshalb das so ist, liegt auf der Hand.
Mit dem Aufkommen der lautstarken Transgender-Bewegung und ihrer „woken“ Helfershelfer in der Politik und im Verbandswesen wurden die Grenzen zwischen Mann und Frau verwischt. Barttragende Männer können sich bei Frauensportbewerben anmelden, denn sie definieren sich als Frau. Diese bizarre Ab- und Auflösung der Wirklichkeit zugunsten einer Ideologie, die Geschlechterzugehörigkeit als sozial verordnetes und deshalb willkürliches Konstrukt abtut, führte schlussendlich zu den perversen Boxkämpfen der letzten Olympischen Spiele: Männer durften als vorgebliche Frauen ihre Ringgegnerinnen brutal verprügeln und eine so ergaunerte Goldmedaille mit heimnehmen.
Diese zutiefst unsportlichen, geradezu bizarren Vorfälle führten dazu, dass US-Präsident Donald Trump verordnete, dass Trans-Frauen künftig vom Frauensport auszuschließen seien. Der englische Fußballverband entschied nach einem wegweisenden Urteil des britischen Supreme Court, wonach Frauen nur biologische Frauen sind, dass Transgender-Frauen künftig nicht mehr an Frauen-Fußballligen in England teilnehmen dürfen.
In Österreich laufen die Uhren offenbar dagegen rückwärts: In der Wiener Damen-Landesliga spielen auch Transpersonen mit männlichen Zügen mit – sie nutzen eine Lücke im Regulativ. Der Verband verlangt eine Änderung, der Wiener Sportstadtrat findet das Szenario “komisch”. Reicht das? Nein, natürlich nicht.
Der Frauensport ist von der Teilnahme biologischer Männer freizuhalten. Der Frauensport sollte wie alle exklusiv für biologische Frauen reservierten Bereiche ausschließlich von Frauen ausgeübt und genutzt werden. Denn der Wettbewerb zwischen selbstdeklarierten „Frauen“ und Frauen ist absurd und diskriminierend … für die Frauen. Dafür sind sie jedenfalls seit über 100 Jahren nicht eingetreten und sollten, ob Sport treibend oder nicht, ihre Stimme gegen den „woken“ Transgender-Irrsinn und damit gegen ihre Herabwürdigung erheben.
Elisabeth Dieringer.
Elisabeth Dieringer (* 12. Mai 1974 in Villach) ist eine österreichische Politikerin der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ). Von April 2018 bis April 2023 war sie Abgeordnete zum Kärntner Landtag. Seit dem 16. Juli 2024 ist sie Mitglied des Europäischen Parlaments, wo sie Mitglied im Ausschuss für Binnenmarkt und Verbraucherschutz und im Ausschuss für die Rechte der Frauen und die Gleichstellung der Geschlechter sowie stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Kultur und Bildung ist.
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