Horst D. Deckert

Die Falschinformationen bzgl. Klima- und CO₂-Neutralität sind nur zwei Seiten ein und derselben Medaille

Von Gastautor Dr. Klaus Rißler

Was mussten wir im „fliegenden Wechsel“ von der Corona- zur Klima-Lüge in den letzten Monaten schon alles über uns ergehen lassen. Aber irgendwie muss die Glut doch am Glimmen gehalten werden, um jederzeit imstande zu sein, einen neuen Schwelbrand auslösen zu können, aus dem sich jedoch schnell ein neues Inferno entwickeln kann. Und wie viele nur allzu durchsichtige Lügen, Halbwahrheiten oder auch „geschönte Wahrheiten“ prasselten in den vergangenen Monaten und insbesondere in diesem Sommer unaufhörlich auf uns herab. Doch die Wirklichkeit sieht meist ganz anders aus als prognostiziert und bedarf folglich nur allzu oft einer Totalrevision. Dazu gehört wohl auch die wahnwitzige Vorstellung des offenbar geistesgestörten und nach wie vor notorischen Corona-Lügners Klabauterbach, dass uns der Hitzetod unmittelbar bevorstünde. Allerdings halten sich die Medien, deren eigentliche Aufgabe es wäre, unabhängig und aufklärend zu wirken, wie spätestens ab der Ära Merkel gang und gäbe, fein säuberlich „politisch überkorrekt“ heraus und betreiben nach wie vor Regierungspropaganda größtmöglichen Stils.

In keiner Phase meines naturwissenschaftlich geprägten Lebens – ich fühlte mich immer als leidenschaftlicher Vertreter dieser Zunft – wurde ich mit einer derartigen Lawine von offen auf der Hand liegenden Lügen und Unterstellungen korrupter sogenannter Wissenschaftler konfrontiert wie gerade in den vergangenen 6 – 7 Jahren. Doch wie treffend wurde diese Situation erst vor drei Jahren von Prof. Dr. Sucharit Bhakdi in seinem Bestseller mit dem Titel „Corona-Fehlalarm?“ auf Seite 139 beschrieben: Die Wissenschaft ist genauso korrupt wie die Politik“.

Nur, dass die Naturwissenschaftler in ihrem Rigorosum das feierliche Versprechen abzugeben hatten, nur der Wahrheit und nichts als der Wahrheit Zeugnis zu geben. Doch hat sich dieses Versprechen in den vergangen drei Jahren nicht ebenso als „Makulatur“ erwiesen wie der Eid des Hippokrates der Mediziner, der lautet „Primum non nocere“, d. h. erstens nicht schaden?

Was die gesamte CO-Emission aus der Ausatemluft von mittlerweile 8 Milliarden Menschen betrifft, sei zuerst einmal auf die von ihnen freigesetzten horrenden Mengen an ach so schädlichem Klima-Killer hingewiesen. Diese betragen je nach Ruhephasen und Arbeitsbelastung zwischen 1,344 Milliarden bis 16,320 Milliarden Tonnen pro Jahr. Dabei sind die CO-Emissionen der Tierwelt noch nicht einmal inbegriffen, sie dürften sich folglich im wohl mindestens gleichen Rahmen bewegen wie ihr anthropogenes Gegenstück, wobei die das Vielfache dieser Menge ausstoßende weltweite Vulkanaktivität ebenso wenig berücksichtigt wurde.

Zwar wird von den Apologeten der angeblich CO₂-geschuldeten Erderwärmung, sprich des damit assoziierten „Klimawandels“ – der beileibe nicht neu ist, sondern sich bereits seit Jahrmillionen vollzieht – argumentiert, dass dieses aus der Ausatemluft von Mensch und Tier stammende CO₂ keinerlei Beitrag zum CO₂-Anstieg in der Atmosphäre bewirkt.

Diesbezüglich wird in der Literatur zwar richtig ausgeführt, dass das zur Grundlage der Nahrungskette werdende Pflanzengewebe, welches später von Mensch und Tier in CO₂ Wasser und Energie umgewandelt wird, als geschlossener Kreislauf zu betrachten ist, bei welchem die vollständige Menge des von der Fauna gebildeten CO₂ von der Pflanze gemäß der Gleichung 6 CO + 12 HO + Licht (Sonne) → C6H12O6 + 6HO + 6 O wieder absorbiert wird. Zumindest theoretisch stimmt diese Rechnung, aber auch dies ist, genauer betrachtet, nur die halbe Wahrheit. Denn es ist außerdem mit zu berücksichtigen, dass die zur Nahrungsmittelproduktion für eine rasant wachsende Erdbevölkerung – sie wuchs seit 1850 um das 6,3-fache – erforderlichen Flächen erstens begrenzt sind und zweitens, um ausreichende Ernteerträge zu gewährleisten, auch auf externe Hilfe in Form von Düngematerialien zurückgegriffen werden muss, wodurch sich die CO₂-Bilanz schon dadurch in eine ganz andere Richtung verschiebt. Dabei werden Herstellung, meist unter Einsatz fossiler Energieträger, Transport und Aufbringung auf die Felder mittels LKW’s und landwirtschaftlichem Gerät in der CO₂Rechnung wohl absichtlich unterschlagen.

Es stellt sich aber auch noch eine andere, wohl ebenso drängende Frage, bei der vereinfachend angenommen wird, das jeder angeblich „CO₂-neutral ausatmende Mensch“ je nach Lebensstandard auch immer höhere Ansprüche an eben diesen stellt. Die letztlich unweigerlich verknüpften Erwartungen von 8 Milliarden Menschen an ein stetig sich verbesserndes Lebensgefühl dürfte allerdings mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kaum mit den Zielen der CO₂-Neutralität in Einklang zu bringen sein und diese folglich ins „Reich der Utopie“ verweisen.

An dieser Stelle sei eingestreut, dass eine derart große Zahl an Menschen ohne die Entdeckung der Ammoniaksynthese Anfang des vergangenen Jahrhunderts durch den genialen Physikochemiker und Nobelpreisträger des Jahres 1918, Fritz Haber (1869 – 1934), kaum ermöglicht worden wäre, Eingeweihte jedoch sehr gut wissen, welcher energetische und damit auch CO₂-intensive Aufwand dafür getrieben werden muss. Es gibt eben nichts zum Nulltarif, wie unten noch wiederholt gezeigt. Und auch dies ist nur die Spitze des „energetischen Eisbergs“, der u. a. auch die Produktion sogenannter angeblich CO₂-neutraler, aus Biomasse gebildeter Energie-Quellen umfasst, die ja zuerst einmal der umfassenden „Pflege“ durch auf Basis fossiler Ausgangsmaterialien gewonnener Insektizide und Pestizide bedürfen, bevor sie dann in ausreichender Menge als Energieträger zur Verfügung stehen. In diesem Zusammenhang stellt sich aber auch noch eine andere Frage, ob es überhaupt ethisch vertretbar erscheint, Nahrungsmittel wie z. B. Raps, Palmöl oder auch Mais etc. zur Energiegewinnung auszubeuten, obwohl viele Millionen Menschen auf diese biologischen Erzeugnisse als Nahrungsgrundlage angewiesen sind, nach dem Schema „Volle Tanks und leere Teller“ ?

Von zahlreichen Autoren wurde das Kapitel der angeblichen „CO₂-Neutralität“ in Form sogenannter „erneuerbarer“ Energien, wie z. B. die tausenden an Windmühlen und in ebenso großer Zahl Dächer und Freiflächen überziehender Sonnenkollektoren bereits zur Genüge angesprochen.

Sowohl die für Windmühlen zu verbauenden Millionen an Tonnen Beton – der dazu verwendete „gebrannte“ Kalk CaO, gemäß dem Formelschema CaCO3 + Hitze → CaO + CO₂ entstehend, erfordert Unmengen an Energie, am wenigsten jedoch verfügbar in

Form „GRÜNER“ Quellen. Aber auch ein Blick in die Lehrbücher der Anorganischen Chemie lässt sehr schnell erkennen, dass sich auch das für Solarpaneele benötigte Silizium mit einer Reinheit von 99.99 % aus seinem Dioxid nur unter außerordentlich hohem Aufwand freisetzen lässt.

Diesbezüglich dürfte uns auch künftig noch genügend Diskussionsstoff ins Haus stehen.

Verehrte Leserinnen und Leser: Als geradezu klassisches Beispiel einer angeblich CO₂- neutralen Energiequelle wird immer wieder das Beispiel der Pelletheizung herangezogen, die allerdings bei näherer Betrachtung so gar nicht diesem Kriterium genügt. Denn unter dem Strich gibt es zumindest in einer hochtechnisierten Welt, wie gegenwärtig, keine CO₂-Neutralität und es wird wohl auch künftig keine geben, es sei denn wir kehren zur Steinzeit zurück, aber wer will das schon? Dass aber auch die Pelletheizung einen keineswegs zu vernachlässigenden „ökologischen Fußabdruck“ hinterlässt, [1] hinterlässt, sollen die folgenden Zeilen näher beleuchten.

Die Verfechter der Pelletheizung argumentieren stets, dass bei der Verbrennung von Pellets genau dieselbe Menge an CO₂ entsteht, welches zuvor von der grünen Pflanze aus der Atmosphäre aufgenommen und in Holz umgewandelt wurde. Vom theoretischen Standpunkt aus klingt dieser Ansatz zwar vernünftig, wenn da nicht das geflügelte Wort wäre: „Grau ist jede Theorie“. Denn die Annahme der CO₂-Neutralität gilt nur, wenn sich der Baum wie von Geisterhand selbst fällt, sich selbst oft über längere Distanzen in die Säge transportiert, dort selbst zersägt und weiter zerkleinert, bis er schließlich in der Pelletierungsanlage landet, dort, wie sollte es anders auch sein, unter weiterem Energieaufwand weiter aufbereitet wird, bis es dann schlussendlich zum Endverbraucher geht. Alles natürlich völlig „CO₂-neutral“, versteht sich.

Nur, dass in dieser Rechnung weder der ganze Energieaufwand, sprich der „ökologische Fußabdruck“ für die soeben beschriebenen Schritte noch die Herstellung der für den Betrieb erforderlichen Heizungsanlage berücksichtigt wurde. Und schon wird die so lautstark postulierte CO₂-Neutralität auf einmal zur Makulatur.

Fazit:

Zumindest aktuell lässt sich wohl mit Fug und Recht behaupten, dass in Anbetracht einer weiterhin stetig anwachsenden Weltbevölkerung, welche in ihrer Gesamtheit irgendwann auch einmal am Wohlstand der Industrienationen partizipieren möchte, eine CO₂-neutrale Erde auf absehbare Zeit eine Illusion bleiben wird. Es sei denn, man würde weltweit weitgehend auf die Energieerzeugung durch Kernkraft setzen. Allerdings ist diese trotz in den vergangenen Jahren erzielter beachtlicher Fortschritte auf dem Gebiet der Wiederverwendbarkeit bereits abgebrannter Kernbrennstoffe zumindest in Deutschland nach wie vor politisch unerwünscht [2].

Allerdings lässt sich mit den Schlagworten „Klima-Katastrophe bzw. CO₂-Neutralität den Menschen das Geld trefflich aus der Tasche ziehen und wird die bereits jetzt überquellenden Geldreservoire der internationalen Finanz-Mafia auch noch zum Bersten bringen. Leider gibt es immer noch viel zu viele Wissenschaftler, die wider besseres Wissen diesen Mafiosi zur Seite springen und womöglich auch davon profitieren dürften. Solange unersättliche Geldgier das Denken und Handeln dieser Clique an Oligarchen und der von ihnen offensichtlich geschmierten Claqueure im 21. Jahrhundert DIE zentrale Rolle in der Neuauflage des Ablasshandels aus dem 16. Jahrhundert spielt, wird sich an dieser Art widerlichen Abzockens kaum etwas ändern.

Nicht nur Deutschland will die Welt retten und CO₂-neutral gestalten. Allerdings positioniert man sich als Vorreiter in vorderster Front der angeblichen „Klima-Schützer“, obwohl das Land als bisherige Industrienation nur ca. 2 % zur weltweiten CO₂-Emission2 beiträgt. Dabei kennen die ReGIERenden das angepeilte CO₂-Einsparungspotenzial noch nicht einmal im Ansatz, und bereits jetzt ist von einem auf Jahre oder Jahrzehnte hinaus projizierten, Billionen schweren Flop die Rede, der lediglich dazu dient, Millionen Menschen verarmen, um dann schlussendlich doch noch Klaus Schwabs düstere Prognose „2030 werdet ihr arm sein, aber glücklich“ Realität werden zu lassen.

All dies erinnert mich an einen Ausspruch aus der Zeit der von der internationalen Finanzoligarchie vor anderthalb Jahrzehnten angezettelten sogenannten Finanzkrise, der folgendermaßen lautete: „Ihr Geld ist nicht so einfach verschwunden, es hat nur die Seiten gewechselt.“

Auch dem deutschen Normalbürger droht jetzt im Sinne des neuesten Ablasshandels wohl bald eine weitere Zwangsabgabe in Form des Erwerbs von CO₂-Zertifikaten [3]. Nicht nur die Klima-, sondern auch die Corona-Lüge erwiesen sich jüngst als DIE klassischen Gelddruckmaschinen schlechthin. Die Finanzoligarchie, zu der auch Big Pharma gehört, hat Blut geleckt und jedem Bürger, der sich noch nicht vollständig dem „betreuten Denken“ anheimgestellt hat, müsste eigentlich klar sein, welche Personenkreise hinter dieser Abzocke stehen. Dazu zum Abschluss ein Zitat aus der JF im Original:

Big Pharma ist eng verbunden mit Big Finance. Pfizer selbst ist, wie die zwei anderen großen Impfstoffhersteller Astra Zeneca und Johnson & Johnson, im Besitz der großen Finanzkonzerne Black Rock, Vanguard und der State Street Corporation. Diese Investitionen haben sich ausgezahlt. In der Corona Krise haben sich die Gewinne des Pharmagiganten Pfizer von neun Milliarden Dollar im Jahr 2020 auf 31 Milliarden Dollar im Jahr 2022 mehr als verdreifacht.

  1. Nichts für die Umwelt, alles fürs Geschäft – wie Politik und Wirtschaft die Welt zugrunde richten, Friedrich Schmidt-Bleek, Ludwig-Verlag, München (2014).
  2. Die Große Energiekrise und wie wir sie bewältigen können, Fritz Vahrenholt.

Langen Müller Verlag. München (2023).

Grafik: Anteil an den weltweiten CO₂-Emissionen

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Dieser Beitrag erschien erstmals auf diefreiemeinung. Nachdruck hier mit freundlicher Genehmigung des Autors.

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