Horst D. Deckert

Die Lieferketten in den USA zeigen ernsthafte Lücken

Überall in den USA gibt es Engpässe und leere Regale in Supermärkten von Target, Costco, Home Depot und Sears, schreibt der Daily Mail. Frachtschiffe können nicht in überlasteten Häfen anlegen und liegen vor der Küste.

Die Kosten für die Verschiffung eines Containers von China nach Los Angeles lagen im September bei 20’000 Dollar – das Vierfache des Preises vom Oktober letzten Jahres. Einige Detailhändler raten den Menschen, bereits jetzt Weihnachtsgeschenke zu kaufen, weil sie Lieferprobleme erwarten.

Ein unmittelbares Ende ist nicht in Sicht: Präsident Biden hat eine Task Force für die Lieferketten ins Leben gerufen, aber die Unternehmen befürchten, dass sich die Probleme noch über Monate hinziehen werden. Der Vorsitzende der US-Notenbank Jerome Powell sagt, dass die Probleme bis zum nächsten Jahr andauern werden – was die Inflation verlängern wird.

In einem Interview mit Bloomberg räumte US-Verkehrsminister Pete Buttigieg kürzlich ein, dass einige der Probleme in den Lieferketten «Jahre und Jahre» dauern könnten. Gemäss Buttigieg handelt es sich um eine «unglaublich komplizierte Situation». Einstweilen hält die Regierung «virtuelle runde Tische» mit Hafenbetreibern, Gewerkschaften und Privatunternehmen ab. Trotzdem werden, so Buttigieg, die «Herausforderungen» weiter bestehen, und zwar nicht nur «in den nächsten ein oder zwei Jahren, sondern auf lange Sicht».

Die USA gehen möglicherweise mit den geringsten Heizölvorräten seit zwei Jahrzehnten in den Winter. Nach Angaben der Energy Information Administration decken die Vorräte an Destillaten – Diesel und Heizöl – die Nachfrage von 31,2 Tagen, der knappste Bestand für diese Jahreszeit seit dem Jahr 2000.

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