Von RAINER K. KÄMPF | Man kann erstmal schreiben, was man will. Es bleibt ungefragt stehen, auch wenn es der größte Unfug ist.
Den Beweis für diese Behauptung tritt die WELT (hinter der Bezahlschranke) an, indem sie Professor Thomas Hestermann darüber sinnieren läßt, ob Tatmotivation und das Verhalten von Straftätern im kausalen Zusammenhang mit deren Herkunft stehen.
Hestermann: „Auch wenn das Einprügeln auf die Medien beliebt ist – über dieses Missverständnis vom vermeintlichen Zusammenhang zwischen Migration und Kriminalität haben deutsche Leitmedien oft berichtet. Und es stimmt, niemand wird kriminell, weil er Afghane, Türke oder Syrer ist. Entscheidend sind Alter, Geschlecht, soziale Belastungen und Bleibeperspektive.“
Früher hätte man gesagt: Setzen, sechs!
Der letzten Aussage widerspricht die Delikthäufung relevanter Straftaten durch eben immer gleiche Täterpersönlichkeiten mit identischer Herkunft. Nach Hestermann wäre das keineswegs der Fall. Früher hätte es an dieser Stelle gehießen: Setzen, sechs!
Die Herkunft eines Täters ist maßgeblich prägend, da diese wiederum den Täter, korrekt den Tatverdächtigen, geprägt hat und weiterhin sein Tun und Handeln, das Erwidern auf die Wahrnehmung seines gesellschaftlichen Umfeldes beeinflußt, bewußt und unbewußt steuert.
So ist es eben sehr unwahrscheinlich, daß sich die Jungs einer finnischen Abiturientengruppe während einer Bildungsreise ins Sauerland gruppenweise über Mädchen hermachen. Gleiches hört man auch kaum von fränkischen Pauschalurlaubern in Hurghada.
Das Sein bestimmt das Bewußtsein
Die Umwelt, das Umfeld formt einen Menschen. Beide steuern das Entstehen von Verhaltensnormen und sind entscheidend für den Wertekanon, dem die jeweilige Person ihr Handeln unterordnet.
„Das Sein bestimmt das Bewußtsein.“ Diese Formel sollte doch jedem links angehauchten Weltversteher ein Begriff sein!
Wenn eine junge Fachkraft Mitte 20 bei uns Handlungen begeht, die in Deutschland (noch) als Straftaten verfolgt werden, mag es dem Delinquenten paradox erscheinen, da in seinem Herkunftsland in vielen Fällen eine andere Leitkultur Konsens ist.
Bleiben wir bei den Finnen. Sollen also die Mädchen mit denen toben, spielen und rangeln. Die Eltern dürften wohl kaum ein Problem sehen. Sind sie jedoch skeptisch und furchtsam gegenüber dem Gebaren mohammedanisch geprägter Machos, kommen sie ihrer Verantwortung nach. Sie lassen Vorsicht walten aufgrund von Vorurteilen, die ihre Berechtigung aus den Taten Vorverurteilter ableiten.
PI-NEWS-Autor Rainer K. Kämpf hat Kriminalistik, Rechtswissenschaft und BWL studiert. Er war tätig in einer Anwaltskanzlei, Geschäftsführer einer GmbH, freier Gutachter und Sachverständiger. Politisch aktiv ist Kämpf seit 1986. Als Kommissar in spezieller Stellung im Berliner Polizeipräsidium hatte er Kontakte zum damaligen „Neuen Forum“ in den Anfängen. Er verzichtete darauf, seinem Diensteid zu folgen und folgte lieber seinem Gewissen. Bis 2019 war er Referent einer AfD-Landtagsabgeordneten in Brandenburg. Aus gesundheitlichen Gründen beendete er diese Tätigkeit und befindet sich seither im unruhigen Ruhestand.
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