Horst D. Deckert

Diversere M&Ms-Maskottchen: Woke-Irrsinn beim Süßigkeitenhersteller Mars

Gaga total: Ein neues Beispiel politisch korrekten Wahnsinns hat in dieser Woche der Süßigkeitenhersteller Mars-Wrigley geliefert: Um eine „dynamischere und progressivere Welt“ abzubilden, will man bei der Marke „M&M“ nun mit sofortiger Wirkung einschneidende Änderungen vornehmen.

Ein Kommentar von Daniel Matissek

Vor allem die „weiblich“ konnotierten grünen und braunen M&M-Charaktere sollen eine umfassende Neudefinition erfahren: Beim grünen M&M sollen die Stiletto-Stiefel gegen Sneakers ausgetauscht werden. Damit sollen Vertrauen und „Empowerment“ als Attribute der „starken“ Frau symbolisiert werden, die für mehr als nur ihre Stiefel stehen solle. Die Beziehung zum braunen M&M, dem die Absätze verkürzt werden, soll zudem  als weniger konfliktbehaftet dargestellt werden. Außerdem soll das rote M&M seinen Rowdy-Charakter zugunsten eines freundlicheren Wesens einbüßen.

Finally, the change we’ve all been waiting for: M&Ms with more nuanced personalities. pic.twitter.com/CiKk4OjvRo

— The Daily Show (@TheDailyShow) January 21, 2022

Auf der Firmen-Webseite wurde bereits eigens ein spezielles Fragefenster (Q&A) zu allen M&Ms eingeführt. Mit diesen „innovativen“ Maßnahmen sollen alle bereits vorhandenen oder zukünftig eventuell aufkommenden Vorwürfe von Sexismus oder mangelnder Diversität, die Hauptthemen und lobbyistische Hauptbeschäftigung im Woke-Universum darstellen, im Keim erstickt werden.

Damit jedoch nicht genug, will Mars-Wrigley sich künftig nicht nur in der Produktion, sondern auch in der gesamten Unternehmensaufstellung dem anpassen, was man dort offenbar für „Zeitgeist“ hält: Neben der Einführung geschlechtlich „ausgeglichener” Führungsteams wird sich der US-Konzern fortan auch einer jährlichen „unabhängigen“ Diversitäts-Inquisition unterwerfen, die die Werbung der Firma überprüfen soll. 

Cathryn Sleight, „Chief Growth Officer“ des Unternehmens, führte dazu aus, M&M habe sich schon lange dem Ziel verschrieben „farbenfrohen Spaß für alle“ zu schaffen. Die Änderungen bei M&M seien nun eine „noch konkretere Umsetzung dieses Ziels“, an das man als Marke immer geglaubt habe: „dass jeder das Recht habe, Momente des Glücks zu genießen“ und „dass Spaß der stärkste Weg sei, Menschen ein Gefühl der Zugehörigkeit zu vermitteln“. Jane Hwang, Vizepräsidentin von M&Ms und Dove/Galaxy, kündigte an, man wolle mit dem Rebranding “eine Bewegung starten”.

The VP of M&Ms explains that they’re making the M&Ms characters more inclusive in order to “start a movement.” The girl M&Ms will be focused on “empowerment” while the orange M&M will “embrace his true self.”

This is not a parody pic.twitter.com/Fo7km8XTSD

— Matt Walsh (@MattWalshBlog) January 20, 2022

Abgesehen davon, dass es sicherlich Menschen gibt, die sich wegen weniger verrückter Äußerungen und „Visionen“ in psychiatrischer Behandlung befinden, liefert dieser Irrsinn einen weiteren erschütternden Einblick in die Gedankenwelten westlicher Konzernzentralen des 21. Jahrhunderts.  

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