
Von RAINER K. KÄMPF | US-Präsident Donald Trump drängt zur Eile, um den Krieg in der Ukraine zu beenden. Als Nahziel zieht er einen Waffenstillstand bis Ostern in Betracht.
Das ist ziemlich sportlich, aber man kennt das von ihm: maximale Zielsetzung, um das notwendig Machbare zu erreichen. Der Krieg im äußersten Osten Europas stört zunehmend und bindet Ressourcen jeglicher Art, die für das Programm „America first“ benötigt werden.
Je länger die Kampfhandlungen fortgesetzt werden, desto mehr Territorium verliert die Ukraine und desto mehr Ansehen und Glaubwürdigkeit wird die Administration verlieren.
Trump hat erkannt, dass die Einbindung der USA in den russischen Bruderkrieg für Washington zum Rohrkrepierer werden kann.
Die russische Armee habe Hitler und Napoleon besiegt, weil sie „eine große, mächtige Maschine“ hätten, so Trump. Er sehe keine mythische Vorbereitung Russlands auf einen Krieg mit der Nato, wie es die EU-Staaten und Selenskyj persönlich versuchten.
Um das heiße Eisen schnell loszuwerden, laufen die Geschehnisse derzeit im Eiltempo ab. Vorbereitende Gespräche stehen schon am Dienstag an. Geführt durch Vertreter Russlands und der Vereinigten Staaten. Europäische Teilnehmer werden nicht einbezogen und sind expressis verbis unerwünscht.
Offensichtlich ist man der Meinung, diese hätten eh nichts Konstruktives beizutragen. Gebraucht werden sie mit Sicherheit dennoch, später. Um aufzuräumen und den Wiederaufbau zu finanzieren.
Natürlich, denn wie ist immer wieder aus der Berliner Blase zu vernehmen? Wir stehen der Ukraine bei, solange wie nötig. Es ist anzunehmen, dass die Einhaltung des Versprechens zukünftig eingefordert wird.
Zu begrüßen ist prinzipiell Trumps Wille, schnell einen dauerhaften Frieden zu schaffen. Der wird Zugeständnisse voraussetzen. Trump weiß, dass Russland zum gegenwärtigen Zeitpunkt unübersehbar in der besseren Lage ist, in Verhandlungen zu gehen.
Seine erkennende Einsicht in die russische Stärke, einhergehend mit dem Wunsch, Amerika wieder auf die Füße zu stellen, lassen die begründete Hoffnung aufkommen, dass die Ukraine wird, was sie werden soll: neutral, entmilitarisiert und entnazifiziert, dauerhaft frei von Atomwaffen.
PI-NEWS-Autor Rainer K. Kämpf hat Kriminalistik, Rechtswissenschaft und BWL studiert. Er war tätig in einer Anwaltskanzlei, Geschäftsführer einer GmbH, freier Gutachter und Sachverständiger. Politisch aktiv ist Kämpf seit 1986. Als Kommissar in spezieller Stellung im Berliner Polizeipräsidium hatte er Kontakte zum damaligen „Neuen Forum“ in den Anfängen. Er verzichtete darauf, seinem Diensteid zu folgen und folgte lieber seinem Gewissen. Bis 2019 war er Referent einer AfD-Landtagsabgeordneten in Brandenburg. Aus gesundheitlichen Gründen beendete er diese Tätigkeit und befindet sich seither im unruhigen Ruhestand.

