Während die deutschen Gasspeicher sich rasant leeren und die Sorge vor einer Mangellage wächst, gibt es nun auch noch ein Problem bei der Befüllung des Systems mit Flüssiggas. Weil die Eisdecke zu dick ist, kann kein LNG-Tanker das Terminal vor Rügen anlaufen.
Deutschland bewegt sich langsam aber sicher auf einen Gasnotstand zu. Die Speicher leeren sich aufgrund des anhaltend hohen Bedarfs weiter, während gleichzeitig der Nachschub an Flüssig-Erdgas ins Stocken gerät. Denn das LNG-Terminal vor Rügen kann derzeit nicht angelaufen werden. Die Eisdecke ist einfach zu dick.
Die Gasreserven in Deutschland schwinden, gleichzeitig behindert der eisige Winter die Einspeisung von LNG. Doch warum kommt erst jetzt ein leistungsstarker Eisbrecher zum Einsatz? https://t.co/VAevcoo0HK pic.twitter.com/VrvtVQillR
— Nordkurier (@Nordkurier) February 11, 2026
Damit wächst aber auch ein Rattenschwanz an Problemen heran. Weil der Gastanker “Minerva Amorgos” seit Tagen nicht anlaufen kann und kein Wechsel am Terminal möglich ist, müssen auch die anderen bereits gebuchten LNG-Tanker warten. Das schwimmende Terminal der “Neptune” wird weiterhin von der “Maran Gas Nice” in Beschlag genommen, wodurch sich der gesamte Ablauf verschiebt.
— Bruno Peters (@brunopeters210) February 11, 2026
Weil dies die Gasversorgung Deutschlands gefährdet, musste mittlerweile ein Eisbrecher – die “Neuwerk” – zu Hilfe eilen. Dieser soll die Fahrrinne wieder befahrbar machen und den weiteren Betrieb des LNG-Terminals Mukran sichern. Doch damit zeigt sich wieder einmal, wie sinnvoll die Versorgung Deutschlands mit russischem Pipelinegas war. Denn solche Probleme gab es zuvor nicht.

