Horst D. Deckert

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Falsch, Medien: die Klimapolitik, nicht der Klimawandel, verursacht Stromausfälle

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Linnea Lueken

Bei einer Google-Nachrichtensuche nach „Klimawandel“ wurde heute Morgen ein Artikel von Fox Weather gefunden, in dem behauptet wird, dass der Klimawandel zu mehr Stromausfällen in den Vereinigten Staaten führt. Das ist falsch. Es stimmt zwar, dass die Zahl der Stromausfälle im ganzen Land in den letzten Jahren zugenommen hat, aber die Daten zeigen, dass sich das Wetter nicht verschlechtert hat, so dass häufigere oder schwerere Wetterextreme nicht für die zunehmenden Stromausfälle verantwortlich gemacht werden können. Der wahre Schuldige ist die Klimapolitik, die dazu führt, dass zuverlässige Kraftwerke, die mit Kohle, Erdgas und Atomenergie betrieben werden, durch Strom aus intermittierenden Wind- und Solaranlagen ersetzt werden.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Der Artikel „Climate change leads to massive jump in weather-related power outages during past 10 years, study finds“ (etwa: Klimawandel führt zu massivem Anstieg der wetterbedingten Stromausfälle in den letzten 10 Jahren) behandelt eine Studie der Klima-Alarmistengruppe Climate Central, die behauptet, die zunehmenden Stromausfälle seien auf den Klimawandel zurückzuführen. Bezeichnenderweise wird auf der Website der Gruppe beschrieben, dass sie „Wissenschaft und Technologie“ nutzt, um „Geschichten“ für die Lokalnachrichten zu erstellen, zusammen mit „fesselnden visuellen Darstellungen, die den Klimawandel persönlich machen“.

„Der Klimawandel erhöht die Häufigkeit und Intensität extremer Wetterereignisse, die unser Stromnetz in Mitleidenschaft ziehen – von Waldbränden bis hin zu Hitzewellen und Wirbelstürmen“, schreiben die Autoren der Studie. „Da sich die (Klima-)Bedingungen weiter verschieben, werden die (elektrischen) Systeme während ihrer gesamten Lebensdauer immer mehr Wetterextremen ausgesetzt sein, was die Kapazität zur Deckung der Nachfrage einschränken könnte!, so Fox Weather.

Diese Geschichte ist frei erfunden. Sie ist nicht einmal wissenschaftlich“ genug untermauert, um als Science-Fiction zu gelten. Die Daten über extreme Wetterereignisse zeigen keine Verschlechterungstendenzen.

Das Klima ist ein Durchschnitt des Wetters über einen Zeitraum von dreißig Jahren. Einzelne Wetterereignisse lassen sich nicht auf den Klimawandel zurückführen, wohl aber Trends im Wettergeschehen über Jahrzehnte. Der Klimarealismus hat die in dem Artikel aufgeführten Daten zu extremen Wetterereignissen erörtert, z. B. Dürre, Gewitter, Hurrikane und Winterstürme. Bei keinem der besprochenen extremen Wetterereignisse ist eine Zunahme zu verzeichnen.

Was Gewitter und ähnliche, vom Land ausgehende Unwetter mit Wind, Regen und Blitzschlag betrifft, die laut dem Artikel für die meisten Stromausfälle verantwortlich sind, so gibt es laut dem AR6 des IPCC keine Beweise dafür, dass sich Gewitter verschlimmern oder dass Veränderungen der Gewitterhäufigkeit auf menschliche Ursachen zurückzuführen sind. In der Tat stellt der IPCC keinerlei Trends bei Gewittern fest. Auch bei extremen Winden, Blitzen, Hagel oder Überschwemmungen, die gemeinhin mit schlechtem Wetter in Verbindung gebracht werden, wurde in dem Bericht keine erkennbare Zunahme festgestellt, obwohl die „starken Niederschläge“ in den mittleren Breiten zugenommen haben.

Wenn der Klimawandel nicht zu einer Zunahme der Häufigkeit oder Intensität extremer Wetterereignisse führt, dann kann er auch nicht für die zunehmende Zahl von Stromausfällen verantwortlich sein. Was ist es dann? Zu diesen Faktoren gehören eine unzureichende Netzwartung und der Ersatz fossiler Kraftwerke für die Grundlastversorgung durch unzuverlässige erneuerbare Energiequellen.

Zunächst ist die zunehmende Belastung des alternden Stromnetzes zu nennen, das in vielen Teilen des Landes nicht gut gewartet wurde. Heruntergefallene Stromleitungen in Kalifornien tragen zum Beispiel zu Waldbränden bei, und an der gegenüberliegenden Küste hat Maine ein Stromnetz, das teilweise mehr als 50 Jahre alt ist.

Ein zweiter entscheidender Faktor für die Verschlechterung der Netzzuverlässigkeit – und wohl der wichtigste – ist der wachsende Anteil der Stromversorgung, der von unzuverlässigen, unsteten Quellen wie Wind und Sonne abhängt.

In dem Fox Weather-Artikel werden die Netzprobleme in Texas und Kalifornien als Beweis dafür angeführt, dass der Klimawandel zu den Ausfällen beiträgt, aber in Wirklichkeit sind beides Beispiele dafür, wie eine fehlerhafte Klimapolitik die meisten Ausfälle verursacht. Climate Realism hat die Probleme mit dem zunehmend instabilen Stromnetz in Kalifornien erörtert, zum Beispiel hier. Die zunehmende Abhängigkeit Kaliforniens von weniger zuverlässiger Energie und der Vorstoß, sogar kleine Benzin-betriebene Rasengeräte und Autos zu verbieten, belastet das Netz zunehmend, weil immer mehr Menschen Strom zum Aufladen von Dingen verwenden, obwohl immer mehr zuverlässige Kraftwerke vom Netz genommen werden.

In Texas sieht es kaum besser aus. Wie in dem Artikel zu Recht hervorgehoben wird, leidet Texas sogar am meisten unter Stromausfällen, gefolgt von Michigan und Kalifornien.

Der Anteil der Windenergie an der Stromerzeugung in Texas liegt bei etwa 23 Prozent, da die staatlichen und lokalen Behörden seit 2015 eine Verdoppelung der Windkraftkapazität gefördert haben. Gleichzeitig wurde eine Reihe von Kohlekraftwerken, die mit den hoch subventionierten Windkraftanlagen nicht konkurrieren konnten, vorzeitig stillgelegt. Die Windkraft ist natürlich stark wetterabhängig – wenn der Wind nicht stark genug oder zu stark ist, wird kein oder deutlich weniger Strom erzeugt. Die starken Schwankungen in der Erzeugung belasten das Übertragungsnetz, und wetterbedingte Ausfälle treten auf, wenn Turbinen einfrieren, wie im Falle des Eissturms von 2021. In jüngster Zeit sorgten eine Hitzewelle und ein Hochdruckgebiet für eine Flaute, die dazu führte, dass die Windkraftanlagen in Texas nur 8 Prozent ihrer installierten Leistung erbrachten. Aufgrund des wiederholten Ausfalls der Windenergie während der Hochsaison in diesem Jahr musste die texanische Stromregulierungsbehörde mehrfach dazu auffordern, Strom zu sparen und die Nutzung von Geräten auf bestimmte Zeiten zu beschränken. Dennoch kam es sporadisch in kleinen Gebieten im ganzen Bundesstaat zu Stromausfällen.

Obwohl Organisationen wie Climate Central die Rolle der Klimapolitik bei der steigenden Zahl von Stromausfällen ignorieren, räumen die Netzbetreiber ein, dass die rasche Abschaltung von Kohle-, Erdgas- und Atomkraftwerken zu mehr Stromausfällen beiträgt. Diese zuverlässigen Energiequellen werden schrittweise zugunsten von Wind- und Sonnenenergie abgeschaltet.

Die Klimaalarmisten verschärfen die Probleme, die sie angeblich lösen wollen, indem sie unsere Energiesysteme noch stärker vom Wetter abhängig machen. Ist das ein Zufall oder ein weiterer Beweis dafür, dass es ihnen wirklich mehr darum geht, die Lebensweise der Menschen zu kontrollieren, als die Umwelt zu retten? Die Daten zeigen, dass das Wetter nicht extremer wird, sondern dass das Stromnetz aufgrund seines Alters, seiner schlechten Wartung und der zunehmenden Nutzung von intermittierenden Energiequellen zur Stromerzeugung leichter durch das Wetter gestört werden kann. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, könnte das Wetter sehr wohl zu einer steigenden Zahl von Stromausfällen beitragen. Fox Weather hätte einen Blick auf die realen Wetterdaten werfen sollen, bevor sie die falschen Behauptungen einer propagandistischen Organisation verbreiten. Dann hätten sie vielleicht die Unlogik der Klimaalarmisten entlarvt und über Maßnahmen diskutiert, die die Zuverlässigkeit des Stromnetzes tatsächlich verbessern würden.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Linnea Lueken is a Research Fellow with the Arthur B. Robinson Center on Climate and Environmental Policy. While she was an intern with The Heartland Institute in 2018, she co-authored a Heartland Institute Policy Brief „Debunking Four Persistent Myths About Hydraulic Fracturing.“

Link: https://climaterealism.com/2022/09/fox-weather-is-wrong-climate-policy-not-climate-change-is-causing-power-outages/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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