Horst D. Deckert

Forderungen von Geldstrafen für Menschen, die sich nicht impfen lassen

Die Impfkampagne scheint zu stocken. So würden viele Zweittermine verstreichen oder abgesagt. Im deutschen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern würden bis zu 40 Prozent der Erstgeimpften ihren zweiten Termin nicht wahrnehmen, in Berlin seien es bis zu 10 Prozent, meldet RT. Nach Informationen des Deutschen Hausärzteverbandes steige deren Zahl auch in Hausarztpraxen.

Quelle: YouTube, RT.

Offizielle bringen nun eine Geldstrafe für die Betroffenen ins Spiel. So forderte der Präsident des Berliner Deutschen Roten Kreuzes, Mario Czaja, im rbb – der solche Menschen als «Impfschwänzer» tituliert – eine Strafzahlung in Höhe von 25 bis 30 Euro. Czaja:

«Wir erleben leider seit einigen Wochen, dass zunehmend Menschen sich nicht abmelden, obwohl sie einen Termin in den Impfzentren haben. Das ist ziemlich unsolidarisch denen gegenüber, die schneller einen Termin haben wollen.»

Die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci widerspricht dem Vorschlag – nur wenige nähmen Termine nicht wahr. Die Brandenburger Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher sieht das ähnlich.

Gemäss Ansicht des Leiters des Impfzentrums des Klinikums Stuttgart, Markus Rose, ist unter anderem die von ihm sogenannte «wiedergewonnene Freiheit» dafür verantwortlich. Man müsse alles tun, um möglichst viele Menschen umgehend zu impfen.

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