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Geschichtsklitterung: Roth beschwört mal wieder den Schuldkult
Sie ist zweifelsfrei eine der dümmsten Kartoffeln auf dem grünen Acker: Claudia Roth. Nun verlangt die wandernde Feigwarze von der Bundesregierung Wiedergutmachungszahlungen an Namibia für einen deutschen Völkermord, den es nie gegeben hat.
von Olli Garch
Die ehemalige Kulturstaatsministerin Claudia Roth ist zwar glücklicherweise aus der Regierung verschwunden (auch wenn ihr Ungeist dort weiterwirkt), doch sie liegt den Steuerzahlern aber weiterhin, wie schon seit Jahrzehnten, als Bundestagsabgeordnete auf der Tasche. Und wie alle Grünen vermag Roth nichts anderes und tut nichts lieber als das Geld, das andere erarbeitet haben, für irgendwelchen ideologischen Unsinn in aller Welt zu verbraten. Letzte Woche begehrte die Grünen-Bundestagsfraktion von der Bundesregierung darüber Auskunft, ob diese bereit sei, Wiedergutmachungszahlungen an ehemalige deutsche Kolonien, vor allem Namibia (das ehemalige “Deutsch Südwest”), zu leisten. Dabei wärmen die Grünen natürlich zum x-ten Mal die Mär vom angeblichen deutschen “Völkermord an den Herero und Nama” auf, der zwischen 1904 und 1908 stattgefunden haben soll der aber, gelinde gesagt, äußerst umstritten ist.
Selbst der “Spiegel”, als er noch ein Nachrichtenmagazin war und dort noch geistig unabhängige Journalisten arbeiteten, dokumentierte in einem fundierten Beitrag die Hintergründe dieser historischen Dauervorwurfs und entlarvte ihn als Mythos, den die Briten 1918 in die Welt gesetzt hatten, um dem damaligen Deutschen Reich härtere Friedensbedingungen nach dem Ersten Weltkrieg aufzuzwingen. Später wurde die Umdichtung der militärischen Niederschlagung eines lokalen Aufstands zum “Genozid” von marxistischen Historikern dann begierig aufgegriffen und fiel bei den ab 1968 zunehmend tonangebenden Linken im nationalmasochistischen Westdeutschland, die kollektive Schuld und Scham für die Vergangenheit früh zum tragenden politischen Paradigma machten, auf fruchtbaren Boden.
Deutsche sollen ewig zahlen – für egal welche historische Schuld
Besonders die Grünen kanonisierten diesen weiteren vermeintlichen Strich auf dem Kerbholz historischer deutscher Erbschuld kritiklos, der dann mit dem Überschwappen von Wokeness und Critical Race Theory reibungslos in die Doktrin der Kolonialschuld eingebaut wurde. Dass weder das bis heute hohe Ansehen der Deutschen in Namibia noch erhebliche Zweifel an den damaligen Opferzahlen die Theorie vom “Völkermord” ins Zwielicht rücken und sie noch absurder erscheinen lassen als der gegenwärtige Missbrauch dieses Begriffs zur Stigmatisierung Israels im Gaza-Krieg, interessierte grüne Geschichtsklitterer nie. Sie sehen überall deutsche Schuld am Werk und würden und am liebstem deutsche Steuergeldmilliarden rektal einblasen, der die Opferkarte spielt; frühere Regierungen – darunter sogar die völlig von den Grünen dominierte Ampel, die unter Annalena Baerbock die verantwortungslose Restitution der Benin-Bronzen mit fatalen Folgen betrieb – haben Reparationen an Namibia zurückgewiesen, unter anderem deshalb, weil der Begriff „Völkermord“ überhaupt erst seit 1948 definiert ist.
Zudem blenden die Grünen aus, dass Deutschland bereits vor vier Jahren mit Namibia 2021 vereinbart hat, die Nachfahren der Herero und Nama mit 1,1 Milliarden Euro zu unterstützen – was einer faktischen Anerkennung der höchst fragwürdigen deutschen Schuldzuweisungen gleichkommt. Mutige Historiker kritisierten auch schon diese Entscheidung, wobei es nicht darum ging, dass die historisch absurd kurze Phase des kolonialen Imperialismus Deutschlands gleichwohl ein Unrecht darstellte, sondern um die völlig überzogene Übertreibung, Ausmärung und Dramatisierung der tatsächlichen Ereignisse mit dem Ziel, dem Deutschen Reich auch hier eine singuläre historische Schuld anzudichten.
Gefühle statt Fakten
Genau das ist auch das Motiv, warum Roth und Co. dieses tote Pferd nun weiter reiten und nochmalige Reparationen für die Nachfahren der damals kolonisierten Völker zu fordern. Die Weigerung der Bundesregierung sei eine „formaljuristische Verweigerung“, schwafelte Roth; stattdessen sei „Empathie“ angebracht. Doch es geht sogar noch irrer: Roths Parteifreundin, die Grünen-Abgeordnete Awet Tesfaiesus steigerte sich gar in eine regelrechte Phrasenorgie hinein. Eine juristisch basierte Argumentation wie die der Bundesregierung reproduziere “koloniale Hierarchien”, indem sie “das Unrecht von damals unsichtbar macht“, jammerte sie. Schließlich sei im Grundgesetz die unantastbare Menschenwürde verankert (und die hat von Deutschland ja bekanntlich, wie auch Vollalimentierung und Recht auf Asyl, neuerdings weltweit garantiert zu werden) . Die Bundesregierung verhindere, dass man Deutschland international als ehrlichen Verhandlungspartner wahrnehme und verschließe „die Augen vor einer Wahrheit, die die ganze Welt kennt: Die Axt vergisst ihr Werk. Der Baum erinnert sich“.
Theatralisches Geschwurbel dieser Sorte ist geradezu mustertypisch für die gesamte grüne Politik: Gefühle statt Fakten, der ständige Drang, sich als moralisches Gewissen der Menschheit darzustellen, das eigene verhasste Land zum Tätervolk und alle anderen zu diskriminierten Opfern zu stilisieren: Der Schaden, den diese Moralisierung sämtlicher Lebensbereiche in Deutschland verursacht hat, ist nicht mehr zu beziffern. Doch für Roth & Co. ist er noch immer nicht hoch genug.
Sie lassen sich vor Sonnenblumen ablichten. Sie nennen sich Friedenspartei. Sie treten als glühende Verfechter von Umweltschutz und sozialer Gerechtigkeit auf. Und sie verurteilen Kindesmissbrauch, vor allem die vor einigen Jahren bekannt gewordenen Vorfälle in der katholischen Kirche. Doch wer hinter die Kulissen der Partei Bündnis 90/Die Grünen schaut, dem erst offenbart sich ihr wahres Gesicht – die hässliche Fratze einer Moralpartei ohne jede Moral.
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