Die Injektion zwingt den Körper, sowohl das Spike-Protein als auch ein Enzym zu produzieren, das Kopien der Impfstoff-sa-mRNA herstellt.
Jon Fleetwood
Die britische Arzneimittelbehörde Medicines and Healthcare products Regulatory Agency (MHRA) genehmigte am Samstag den selbstverstärkenden sa-mRNA-COVID-19-Impfstoff Kostaive (Zapomeran, ARCT-154) von Arcturus Therapeutics für Personen ab 18 Jahren.
Regierungen ignorieren nicht nur die Bedenken hinsichtlich mRNA-Injektionen, sondern genehmigen trotz begrenzter Langzeitsicherheitsdaten und ungelöster Fragen zur Dauer, Biodistribution und zu immunologischen Effekten sogar weiterentwickelte Versionen dieser genetischen Produkte.
ARCT-154 liefert ein einzelnes selbstreplizierendes mRNA-Molekül, das sowohl das SARS-CoV-2-Spike-Protein als auch ein alphavirales Replikase-Enzym kodiert.
Die sa-mRNA soll von einem Virus der Venezolanischen Pferdeenzephalitis (VEEV) abgeleitet sein.
Die mRNA wird anschließend von menschlichen Zellen zunächst in das Replikase-Enzym übersetzt, das danach Kopien der gesamten mRNA-Nutzlast im Zytoplasma vervielfältigt.
Mit anderen Worten: Nach der Injektion produziert der Körper sowohl das COVID-Spike-Protein als auch ein Enzym, das weitere Kopien der sa-mRNA herstellt.
Nicht-replizierende mRNA-(NRM-)Konstrukte kodieren die codierende Sequenz (CDS) und sind von 5′- und 3′-nicht translatierten Regionen (UTRs), einer 5′-Cap-Struktur und einem 3′-Poly-(A)-Schwanz flankiert. Das selbstverstärkende mRNA-(SAM-)Konstrukt kodiert zusätzliche Replikase-Komponenten, die eine intrazelluläre mRNA-Amplifikation ermöglichen.
(1) NRM- und SAM-Konstrukte sind in dieser Abbildung in Lipid-Nanopartikeln (LNPs) formuliert, die die mRNA-Konstrukte einkapseln, um sie vor Abbau zu schützen und die zelluläre Aufnahme zu fördern.
(2) Die zelluläre Aufnahme der mRNA mit ihrem Transportsystem nutzt typischerweise membranabgeleitete endozytotische Wege.
(3) Das Entkommen aus dem Endosom ermöglicht die Freisetzung der mRNA in das Zytosol.
(4) Im Zytosol lokalisierte NRM-Konstrukte werden sofort von Ribosomen translatiert, um das Zielprotein zu produzieren, das anschließend posttranslationale Modifikationen durchläuft.
(5) SAM-Konstrukte können ebenfalls sofort von Ribosomen translatiert werden, um die für die Selbstverstärkung der mRNA notwendige Replikase-Maschinerie zu erzeugen.
(6) Selbstverstärkte mRNA-Konstrukte werden von Ribosomen translatiert, um das Zielprotein zu produzieren, das anschließend posttranslationale Modifikationen durchläuft.
(7) Die exprimierten Zielproteine werden als sekretierte, transmembrane oder intrazelluläre Proteine erzeugt.
(8) Die angeborenen und adaptiven Immunantworten erkennen das Zielprotein.
(Jackson, N. A. C., Kester, K. E., Casimiro, D. et al. The promise of mRNA vaccines: a biotech and industrial perspective. npj Vaccines 5, 11 (2020). https://doi.org/10.1038/s41541-020-015.)
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Die Pressemitteilung der MHRA lautet:
Die Arzneimittelzulassungsbehörde (MHRA) hat heute, am 2. Januar 2026, den mRNA-Impfstoff Zapomeran (Kostaive) gegen COVID-19 für die Immunisierung von Personen ab 18 Jahren zugelassen.
Zapomeran wird als einzelne Auffrischungsdosis von 0,5 ml durch Injektion in den Oberarmmuskel verabreicht. Es enthält eine selbstverstärkende Boten-RNA (sa-mRNA), die die Körperzellen anweist, vorübergehend das SARS-CoV-2-Spike-Protein zu produzieren. Dadurch lernt das Immunsystem, das Virus in Zukunft abzuwehren.

