Horst D. Deckert

UNTERNEHMER-BERATER, SERIENUNTERNEHMER BZW. MEHRFACHGRÜNDER Parteilos und damit völlig unabhängig von irgendwelchen Parteien, Organisationen, Verbänden, etc. Seit 1971 im Dienst von Inhabern, Geschäftsführern, Unternehmern. 1971: Gründung einer Werbeagentur mit dem Schwerpunkt Marketing für Kleinbetriebe im Alter von 19 Jahren. Seit 1977 Firmengründer in Europa, USA und Südamerika. Fragen?
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«Ich habe mindestens 500 Kinder geimpft»

Dr. Pappa, wie sich der Hausarzt nennt, hat bereits Hunderten von deutschen Kindern die Biontech-Impfung verabreicht. In Deutschland ist dieser Impfstoff offiziell «erst» ab 12 Jahren zugelassen. Auch seine eigenen drei Kinder – das jüngste ist einjährig – hat der Hausarzt geimpft.

«Das Risiko, einen schon millionenfach eingesetzten Impfstoff in einer durch Studien nachgewiesenen verträglichen Dosierung für meine Kinder zu verwenden oder sie mit einer Infektionskrankheit zu konfrontieren, deren Langzeitfolgen nicht absehbar sind» habe ihm die Entscheidung leicht gemacht.

Auf Twitter hat er ein Profil unter seinem Pseudonym erstellt. Er stehe ein «für Empathie und Evidenz in der Medizin», schreibt er dort.

Als «unverantwortlich» bezeichnet der deutsche Kinderarzt Jakob Maske die Entscheidung seines Kollegen: «Wir haben eine andere Situation [als in den USA] und können uns mit der Impfung Zeit bis zur Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) lassen», findet er.

Dass Dr. Pappa den Impfstoff auch Kindern unter 12 Jahren verabreicht, sprach sich unter panischen Eltern schnell herum. «Eigentlich wollte ich nur meine eigenen Kinder schützen», sagt er gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND): Doch dann habe er unzählige Anfragen von Eltern erhalten, die ihr Kind impfen lassen möchten. «Es ist für mich unvorstellbar, dass ich nur meine eigenen Kinder schütze und anderen Kindern den Schutz komplett verweigere.» So habe er inzwischen mindestens 500 Kinder geimpft.

«Ich habe erlebt, dass Eltern überglücklich in Tränen ausbrechen, wenn ich ihre Kinder impfe», behauptet Dr. Pappa. Allerdings würden die Namen der Ärzte nur unter der Hand und im Vertrauen an impfwillige Eltern weitergereicht, denn zu gross sei seine Sorge, Opfer von Impfgegnern zu werden: «Es gab schon Drohungen gegen mich.»

Bei Dr. Pappa müssten die Eltern einen Haftungsausschluss unterschreiben, berichtet RND. Der Arzt hafte also nicht mehr, wenn es zu Komplikationen kommen sollte. Sobald der Impfstoff in Europa offiziell zugelassen sei, hafte dann die Bundesrepublik Deutschland. Ab diesem Zeitpunkt wolle Dr. Pappa öffentlich Impfungen für Kinder ab fünf Jahren anbieten.

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