stopthesethings
Die Deutschen zahlen den Preis fĂŒr die wahnsinnige Fixierung ihrer grĂŒn-linken Regierung auf stark subventionierte und hoffnungslos schwankende Wind- und Solarenergie. Obwohl die BĂŒrger bereits unter den höchsten Energiepreisen Europas leiden und die Preise immer noch weiter steigen, konzentrieren sich die deutschen Minister auf die Rationierung von Energie aller Art. Und das herunter auf die individuellste Ebene der Menschen, in einer Weise, die es seit der wirtschaftlichen Erholung nach dem Krieg nicht mehr gegeben hat. Wenn der Winter naht, wird den Deutschen die Möglichkeit geboten, sich bei sinkenden Temperaturen in Messehallen zusammen zukommen, um sich gemeinsam in einem [vielleicht?] beheizten Raum warm zu halten.
Dieses Menetekel war an der Wand, noch bevor Vlad Putin die Ukraine stĂŒrmte. 2021 war das Jahr, in dem die inhĂ€rente UnzuverlĂ€ssigkeit von Wind und Sonne offenbart wurde und wie sehr alles von einer zuverlĂ€ssigen und erschwinglichen Stromversorgung abhĂ€ngt. Europas monatelange Windflaute in der letzten HĂ€lfte des Jahres 2021 machte diesen Punkt auf eine Weise deutlich, wie es kaum etwas anderes könnte. Als die russische Dominanz bei der europĂ€ischen Gasversorgung publik wurde â entscheidend fĂŒr den Betrieb der schnell anlaufenden Spitzenkraftwerke, die die systembedingten EinbrĂŒche der Wind- und Solarenergie abdecken â betonte dies nur, wie risikoreich die Vorstellung war, dass moderne Industrieökonomien mit Sonnenschein und Brisen laufen könnten.
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Die Energie wird in ganz Europa knapp
Spiked, Fraser Myers, 27. Juli 2022
Die 27 Mitgliedsstaaten der EU â allesamt moderne, fortgeschrittene IndustrielĂ€nder, von denen einige zu den wohlhabenden der Welt gehören â stehen kurz davor, ihre Energieversorgung zu rationieren. Diese Woche stimmten die EU-Mitglieder bei einem auĂerordentlichen Gipfeltreffen einem Vorschlag der EuropĂ€ischen Kommission zu, ihren Gasverbrauch in den nĂ€chsten acht Monaten zwangsweise um 15 Prozent zu senken. Von August 2022 bis MĂ€rz 2023 gehen in ganz Europa buchstĂ€blich die Lampen aus.
Der unmittelbare Ansporn dafĂŒr ist die Aussicht, dass Russland die Gaslieferungen an die EU einschrĂ€nken oder sogar ganz einstellen könnte. Laut EU-KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen ist selbst dieses schlimmste Alptraumszenario âwahrscheinlichâ. Die europĂ€ischen Staats- und Regierungschefs waren Anfang dieses Monats besonders erschrocken, als die Gaspipeline Nord Stream 1, die russisches Gas nach Deutschland liefert, wegen Reparaturen fĂŒr 10 Tage stillgelegt werden musste. Sie hatten Angst, dass diese nie wieder liefern wĂŒrde .
Der Strafplan der EU soll Europa ĂŒber den Winter bringen, sollten die Russen das Undenkbare [wohl eher das Sanktions-gewĂŒnschte] tun und die GashĂ€hne komplett abdrehen. Wenn sich die Krise verschĂ€rft, könnten Gasabschaltungen obligatorisch werden. Die EuropĂ€ische Kommission, die sich aus nicht gewĂ€hlten Technokraten zusammensetzt, hat auch den Einsatz von Notfallprotokollen erwogen, die es jedem Land unmöglich machen wĂŒrden, ein Veto gegen obligatorische GaskĂŒrzungen einzulegen, und die auch das Mitspracherecht des EuropĂ€ischen Parlaments ausschlieĂen wĂŒrden.
Wie Politico im Vorfeld des Gipfels in dieser Woche berichtete, wurden die europĂ€ischen Regierungen aufgefordert, ihr Recht auf EnergiesouverĂ€nitĂ€t abzutreten, was die bisher weitreichendste Machtausdehnung BrĂŒssels darstellte. Und mit einigen Ausnahmen â fĂŒr LĂ€nder, die nicht an die Gas- und Stromnetze der EU angeschlossen sind â ist genau das geschehen. Die europĂ€ischen LĂ€nder sehen sich nun mit lĂ€hmenden EnergiekĂŒrzungen konfrontiert â zunĂ€chst selbst verschuldet, dann möglicherweise von BrĂŒssel aufgezwungen.
Doch nach der BrĂŒsseler Propagandamaschine ist diese Gasrationierungskatastrophe die gelebte âSolidaritĂ€tâ und âEinigkeitâ der EU. Oder sogar, in den aufgeregten Worten des VizeprĂ€sidenten der EuropĂ€ischen Kommission Frans Timmermans, eine goldene Gelegenheit fĂŒr die EuropĂ€er, âdie Herren unserer eigenen Energiesicherheit in diesem und im nĂ€chsten Winterâ zu werden. Das ist ein Blick durch die Glaskugel.
Man kann den Irrsinn dieses Vorhabens gar nicht hoch genug einschĂ€tzen. Dies sollte nicht als mutiger oder selbstloser Schritt zur Bestrafung Russlands fĂŒr seine schreckliche Invasion in der Ukraine missverstanden werden. Die EU hatte sich bereits im MĂ€rz darauf geeinigt, die russischen Gasimporte um zwei Drittel zu kĂŒrzen und im Mai 90 Prozent der Ălimporte zu verbieten. Nein, bei diesem Plan geht es darum, den Gasverbrauch in Europa zu senken, egal woher das Gas kommt. Es geht darum, die âNachfrageâ der EuropĂ€er nach Energie zu steuern, anstatt die Versorgung zu regeln.
Und obwohl ganz Europa in gefĂ€hrlicher Weise von russischem Gas abhĂ€ngig ist â Russland lieferte im vergangenen Jahr 40 Prozent der Importe -, ist Deutschland das gröĂte Problem. Deutschland bezog im vergangenen Jahr 55 Prozent des Erdgases aus Russland. Es ist Deutschland, das mit diesem Plan wirklich gerettet(?) werden soll.
Einschub:
Deutschland exportiert selbst weiterhin Gas an Nachbarstaaten â trotz der Gasversorgungs-Krise und Minus-Saldo im Inland

screenshot der nachfolgend verlinkten Excel Datei
zum Thema: Sollte Deutschland aufhören, Gas zu exportieren?
https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/wirtschaft/gas-export-stopp-foerderung-inland-100.html
Bitte lesen Sie selbst, âŠ. der Ăbersetzer
Deutschland muss bereits drastische Einschnitte beim Energieverbrauch vornehmen. StĂ€dte und Gemeinden dimmen oder schalten StraĂenlaternen und sogar Ampeln ab. GroĂe Vermieter und Wohnungsbaugesellschaften haben damit begonnen, die Heizung fĂŒr ihre Bewohner herunterzudrehen und Warmwasser zu rationieren. Einige lokale Behörden erwĂ€gen die Einrichtung von âWĂ€rmestubenâ, in denen Ă€ltere Menschen im Winter zusammenkommen können.
Auch Deutschlands viel gepriesene Industriebranche â weitgehend erdgasbetrieben â steht nun vor dem Abgrund. Deutschland hat nun erstmals seit 30 Jahren wieder ein Handelsbilanzdefizit. GewerkschaftsfĂŒhrer befĂŒrchten den Zusammenbruch ganzer Branchen . Der Wirtschaftsminister der GrĂŒnen, Robert Habeck, hat vor einer bevorstehenden Krise im Stil der âLehman Brothersâ gewarnt, die durch Gasknappheit ausgelöst wird und Schockwellen durch die gesamte Wirtschaft senden könnte. Und AuĂenministerin Annalena Baerbock sagte sogar, die Regierung könnte diesen Winter âbeschĂ€ftigtâ sein, sich mit âVolksaufstĂ€ndenâ zu befassen (obwohl sie dies inzwischen zurĂŒckgezogen hat).
Deutschland befindet sich also eindeutig in einer tiefen Krise. Und ĂŒber die EU bittet es seine europĂ€ischen Nachbarn (oder setzt sie unter Druck), einen Teil des Schmerzes mitzutragen.
âŠ. Und wie viele LĂ€nder hat Deutschland einen desaströsen Ăbergang zu kohlenstofffreier Energie versucht. Die den erneuerbaren Energien innewohnenden Unterbrechungsprobleme bedeuten, dass riesige EnergielĂŒcken gefĂŒllt werden mĂŒssen, wenn die Sonne nicht scheint oder der Wind nicht weht. Dies schafft eine AbhĂ€ngigkeit von Gas, um die LĂŒcken zu fĂŒllen.
Am verblĂŒffendsten war Deutschlands Atomausstieg. Kernenergie verursacht keine CO2-Emissionen, aber sie wird von Deutschlands grĂŒnem Establishment immer noch gehasst und gefĂŒrchtet. TatsĂ€chlich hat grĂŒnes Denken die deutsche politische Klasse so fest im Griff, dass die deutsche Regierung entschlossen zu sein scheint, die Lebensdauer ihrer Kernkraftwerke nicht zu verlĂ€ngern â selbst inmitten dieser Energiekrise, die es nur einmal in einem Jahrhundert gibt, und selbst wenn sie um âSolidaritĂ€tâ bittet fĂŒr die Energierationierung von anderen LĂ€ndern.
Die bevorstehenden lĂ€hmenden GaskĂŒrzungen sind kein Zeichen europĂ€ischer StĂ€rke und SolidaritĂ€t. Sie sind eine irrationale, gefĂ€hrliche Reaktion auf eine jahrzehntelange Krise. Und sie werden viele normale BĂŒrger im Regen stehen lassen
Ăbersetzt durch Andreas Demmig

