Von RAINER K. KÄMPF | Während Friedrich Merz wie ein vor der Zeit erkaltendes Glühwürmchen durch Raum und Zeit oszilliert, wird seine Nemesis im Berliner Admiralspalast für 30 Euro verramscht.
Nie war Inflation so deutlich. Wobei sich der kritische Beobachter die Augen reibt und verwundert dreinschaut, wieso denn Merkel zunehmend eine Bühne geboten wird.
Vielleicht ist es die Lust am Gruseln, das Kribbeln über der Haut beim Anschauen eines wohligen Horrorfilms. Das unterschwellige Bewußtsein, dies noch miterlebt zu haben. Denn es darf bezweifelt werden, daß der jetzige Amtsinhaber jemals solche Kurse erzielen wird.
Während die Linken im Parlament mit der Palästinafahne herumwedeln, verschachern die kleinen Koalitionäre Volksvermögen in Richtung Ukraine. Die Binsenweisheit, daß man gutes Geld nicht schlechtem hinterwirft, scheint bei BlackRock nicht zum Grundwissen zu zählen.
Gäbe es die Blauen nicht, wäre es tatsächlich vernünftig, alle Hoffnung fahren zu lassen. Dem Kartellmurks scheint Deutschland restlos am Allerwertesten vorbeizugehen, und man könnte meinen, sie hätten einen Wettbewerb ausgerufen um den Titel „Effektivster Vaterlandsverräter“.
Die Systemparteien befinden sich in der Phase des bodenlosen Kursverfalls, während der Bluechip mit Weidel im Politikerranking Einzug in den politischen Dax gehalten hat. Unter kaufmännischen Gesichtspunkten sollten die alten Bestände abgestoßen werden, um zu retten, was noch rettenswert ist.
So richtig haben die Deutschen das noch nicht realisiert und es steht zu befürchten, in einen schwarzen Freitag hineinzurasseln. Das Erwachen verspricht, schockartig zu werden.
Und dann werden wir mutterseelenallein sein. Für die Amis werden wir zunehmend lästig und unangenehm und die Russen werden sich hüten, sich unsere Sorgen ans Bein zu binden.
Einzig und allein bemitleidenswert sind die Väter des Grundgesetzes. Die armen Kerle werden irgendwo rotieren, bei der Frage an sich selbst, warum sie denn wohl dem Artikel 20 einen vierten Absatz hinzugefügt haben.
PI-NEWS-Autor Rainer K. Kämpf hat Kriminalistik, Rechtswissenschaft und BWL studiert. Er war tätig in einer Anwaltskanzlei, Geschäftsführer einer GmbH, freier Gutachter und Sachverständiger. Politisch aktiv ist Kämpf seit 1986. Als Kommissar in spezieller Stellung im Berliner Polizeipräsidium hatte er Kontakte zum damaligen „Neuen Forum“ in den Anfängen. Er verzichtete darauf, seinem Diensteid zu folgen und folgte lieber seinem Gewissen. Bis 2019 war er Referent einer AfD-Landtagsabgeordneten in Brandenburg. Aus gesundheitlichen Gründen beendete er diese Tätigkeit und befindet sich seither im unruhigen Ruhestand.
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